Impactsuspect » Zeitreisen
Dez
06
2008
0

Domino IV

Um die „Klangwelten vergangener Zeiten“ wie es ein Freund so schön ausgedrückt hat wieder greifbar zu machen, habe ich vor einiger Zeit eine private Sammelaktion gestartet: Ich will die Mp3s von allen Stücken sammeln die ab 94 regelmäßig im Domino liefen. Mittlerweile habe ich einige Stunden zusammen, die meisten von eigenen CDs und andere durch Napster (Is ja gottseidank legal nun, wenns auch kostet).
Drängt sich jemandem, der mich nicht ganz so gut kennt vielleicht die Frage auf: „Warum machst du das, Heiko?“
Gute Frage: Die automatische Antwort, die ich auf sie geben würde wäre: „Weil er da ist!“ etwas später würde ich bemerken, dass diese Antwort gar keinen Sinn ergibt und vielleicht sagen: „Öhm.“
Nach langem Nachdenken – was ich normalerweise nicht vor dem Sprechen betreibe, sondern eher danach – würde ich sagen: „Ich mache das aus dem selben sinnlosen historischen Interesse, aus dem Leute Schlachten des amerikanischen Bürgerkriegs mit Zinnfiguren nachstellen.“ Auf die Frage was das Domino mit dem amerikanischen Bürgerkrieg zu tun hätte wäre ich vermutlich nicht so schlagfertig zu antworten: „Recht viel, auch wenn es im Domino mehr Fraktionen gab, aber dafür dort kaum einer verletzt wurde.“ Aber ich schwafele…
Nach dem Wie und Warum, hier einige Dinge, die mir während der Suche aufgefallen sind. 1994 wurde im Domino noch ein guter Batzen 70er Jahre Musik gespielt. Das ging von den Beatles bis zu Led Zeppelin. Mitunter waren sogar Exoten wie Melanie und Jefferson Airplane vertreten. Wenn ich mich nicht irre waren damals auch schon Metallica und Konsorten am Start, Tool, Korn und Bush kamen aber erst später.
Im Laufe der Zeit scheint nun der 70er Anteil stark geschrumpft zu sein, wohingegen Crossover, Metal und Hardcore zusehends mehr gespielt wurden. „Child in Time“ wurde dann irgendwann nur noch ganz am Anfang, und „Gamma Ray“ ganz am Ende gespielt. Von den vielen Stücken von Trio die der DJ ausprobierte, war irgendwann nur noch „Los Paul“ übriggeblieben. Warum war das so? Und warum fällt es mir erst jetzt auf? Immerhin hab ich doch immer die 70er Sachen gehört, und sie mir in vielen Fällen sogar beim DJ gewünscht?
Na, egal. Jedenfalls, als ich den ganzen Wust von Erinnerungen an das Domino erst einmal zu analysieren begann, fiel mir plötzlich auf, dass es gar keinen typischen Domino Donnerstag gibt, und ihn auch nie gab. Sicher, es gab Stücke die über all die Jahre immer liefen: „Funky Cold Medina“ zum Beispiel, oder „Human Fly“, aber der Großteil der besagten Klangkulisse war sehr wandelbar und kaum festzumachen. „H-Blockx“ und „Such A Surge“ verschwanden einfach irgendwann, und machten Platz für die „White Stripes“ und „System of a Down“. Und obwohl ich sowohl zu „H-Blockx“ als auch zu „Such A Surge“ getanzt habe – und zwar gerne – ist mir ihr Verschwinden erst jetzt im Rückspiegel aufgefallen. Nicht dass es speziell um „Such A Surge“ schade wäre. Im Prinzip hatten die ja nur ein Lied mit verschiedenen Texten, die auch noch inhaltlich sehr ähnlich waren. Da ist mir System of a Down doch schon lieber.
Was uns aber wieder zu der Frage „Warum???“ bringt. Wenn ich schon „Such A Surge“ nicht vermisse, warum dann all die retrospektiven Gedanken? Vielleicht weil ich schon immer en Dachbodenstöberer war. Früher hab ich immer heimlich die Ypshefte meines Bruders gelesen, die er (unvorsichtiger Weise) auf dem Dachboden aufbewahrte. (Irgendwann waren dann die Mäuse drin) Das war immer ein wenig wie Schatzsuche. Comics aus früheren Epochen! Denn wenn man 7 ist, und es ist 1983, dann ist ein Comic aus den Siebzigern wie der Stein von Rosetta. Er birgt Geheimnisse um das Verständnis längst verschollener Kulturen. Und heute stöber ich eben (unter anderem) in meinem eigenen Oberstübchen, zumindest, wenn ich nicht gerade Radiohörspiele aus den Vierzigern höre, oder Filme aus den Fünfzigern schaue. Manchmal führt die Frage „Wie hab ich damals eigentlich gelebt?“ zu überraschenden Ergebnissen.

Reicht das als Erklärung?

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Zwischenmenschliches | Schlagwörter: , ,
Mai
25
2008
2

Zeitreisen bei Richter Alexander Hold

…oder schreibt sich der mit „T“ am Ende, na egal…
Auf jeden Fall habe ich jetzt diese Sendung durchschaut, nachdem ich Sie jahrelang unterschätzt habe.
Ich dachte früher immer diese Richtershows wären nur eine Art nachgemachtes „Königlich Bairisches Amtsgericht“, nur ohne Bairisch, König und echte Schauspieler.
Pustekuchen!
„Richter Alexander Hold“ zumindest, ist eine Zeitreisesendung, eine sehr subtile noch dazu. Nur ganz ausgefuchste Intellenzbestien kriegen das mit. Voll krass. Alda.

Neulich wurde da ein Fall behandelt indem irgendein junger Erwachsener, der von Beruf – glaube ich – Laiendarsteller war, verdächtigt wurde, junge Frauen mit einem Korkenzieher zerschnitzt zu haben.
Warum die Frauen nicht wussten, wer sie zerschnitzt hat? Keine Ahnung, so lange hab ich nicht zugesehen.
Na, jedenfalls war die Tatwaffe in einem Fall ein Korkenzieher von einem Getränkemarkt. Und wie es der Zufall so will, hatte der Freund des zweiten Beihnaheopfers auch einen.
Genau so einen, heißt das.

Und da wird die Verhandlung durch eine Werbepause unterbrochen, damit der Kirkidatze, oder wie die Staatsanwälte da immer heißen, den zweiten Korkenzieher zum Vergleich holen kann.

Gesagt getan. Richter Hold/t hält in jeder Hand ein Beweistütchen mit zwei täuschend ähnlichen Korkenziehern (Also einem pro Tütchen). Dann sagt er: „Wie Sie sehen können sind die beiden Korkenzieher identisch.“

Aha.
Sie sind nicht gleich, auch nicht die Selben. Nein, sie sind sogar identisch. Das heißt nach Konrad Ferdinand B. Duden: Es handelt sich bei beiden um ein und denselben Korkenzieher, also im Grunde nur um einen. Und nicht nur im Grunde, sondern auch sonst.
Was bleibt als Erklärung? Einer der beiden Korkenzieher muss die Version des anderen Korkenziehers aus einer anderen Zeit sein. Was für ein perfides Verbrechen: Die Mordwaffe mit einer Zeitmaschine in eine andere Zeit schicken. Zu dumm, dass das Ding dann doch rechtzeitig zur Verhandlung aufgetaucht ist. Und dann auch noch zweimal.
Man sollte sich halt eben immer die Bedienungsanleitung einer Zeitmaschine durchlesen, da man sonst am Ende noch mit sechzehn „identischen“ Schwiegermüttern im Wohnzimmer sitzt, obwohl man erst in drei Jahren seine zukünftige Frau kennenlernt.

Das ist im Grunde schon das Ende meiner Beweisführung.

Jetzt mal im Ernst:
Als obs nicht schon genug wäre, dass nach den neuesten paar Duden das gleiche und das selbe plötzlich das selbe sind: nämlich beide das gleiche, wird nun auch noch der Begriff identisch entwertet.
Sind Zwillinge dann auch identisch, wenn das für gleiche Korkenzieher gilt? Und was bedeutet dann noch das Wort „Identität“, wenn diese nicht mehr einem exklusiv gehört, sondern sie sich mehrere Teilen können?

UND DER MANN IST RICHTER, UND SOWEIT ICH GEHÖRT HABE LEUTNANT DER RESERVE. Da machen sich die Leute über die Jugend und Pisa Gedanken….

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Kurzrezensionen,Linguistisches,Lustiges | Schlagwörter: , ,
Apr
13
2008
0

Odyssey 5

So, nachdem mir meine nette Schwester zu Weihnachten einen Gutschein bei Amazon geschenkt hat, dachte ich mir, ich könnte ja mal die Box dieser Serie kaufen.
Hab ich dann auch gemacht, kam auch relativ schnell aus dem Vereinigten Königreich, da es noch keine deutsche Box gibt.
Ich hatte ja vage auf eine deutsche Tonspur gehofft, immerhin ist die DVD-Box mit europäischem Ländercode ausgezeichnet, trotzdem gab es aber nur Englisch und Französisch.
Nicht weiter schlimm, englischsprachige Serien schau ich sowieso lieber auf Englisch, wenns geht, auch wenn ich bei „Life on Mars“ mit diesem seltsamen Dialekt so meine Schwierigkeiten hatte.
Aber das ist jetzt nicht das Thema.

Das der Name der Serie an „2001 – A Space Odyssey“ erinnert ist gewiss kein Zufall. Gerade im Piloten kann man viele Stilelemente bemerken, die sehr deutlich auf Kubricks Film hinweisen.
Was den allgemeinen Plot angeht scheint die Serie aber zu Anfang weniger mit „2001“ gemein zu haben. Zumindest auf den ersten Blick.

SPOILER Im Piloten geht es um die Besatzung einer Raumfähre namens „Odyssey“, die bei irgendwelchen Arbeiten mit einem Satteliten das Ende der Welt mitansieht.
Die Erde implodiert einfach, und hinterlässt nur pfirsichfarbenen Staub. Als allen schon die Luft ausgeht, kommt ein mysteriöses Alien, dass sich als alter Mann tarnt, und erzählt, dass seinem Heimatplaneten das selbe passiert sei, darüber hinaus auch auf über 50 anderen Bewohnten Welten.
Irgendwann mache es „Puff!!“ und au�er dem erwähnten Staub ist nichts mehr von den Welten übrig. Das Alien vermutet eine Art planetare Seuche.
Au�erdem bietet das Alien den Raumfahrern, von denen einer bereits das zeitliche gesegnet hat, und ein anderer im sterben liegt, eine Zeitreise an. 5 Jahre könne er die Astronauten zurückschicken, jedoch nur ihre Bewusstseine, die dann in ihre damaligen Körper fahren würden.
Um das sterbende Crewmitglied zu retten, sagt der Commander zu.
Der Rest des Piloten und der Serie beschäftigt sich damit, wie die Raumfahrer versuchen herauszufinden was überhaupt passiert ist, und wie sie es verhindern können. Au�erdem wird auch recht ausführlich geschildert, wie die Astronauten damit klar kommen, ihre Leben vor 5 Jahren wieder aufzunehmen. SPOILER ENDE

Als die Serie damals auf SAT1 lief hab ich sie gerne gesehen. Gerade der breite Handlungsbogen, der sich geplant über 5 Staffeln hätte ziehen sollen fesselt einen sehr schnell. Ebenso sind die Charaktere sehr wirklichkeitsnah.
Obwohl einige der Fragen die „2001“ aufwirft „Woher kommt die Intelligenz auf der Erde?“ „Wurde die Evolution von au�en gesteuert?“ durchaus behandelt werden, erinnert die Art der erzählten Geschichten eher an eine wilde Mischung aus „Matrix“ und den Erzählungen von H.P. Lovecraft.
Klasse die Serie, und wie „Babylon 5“ einige der wenigen Serien, die von Anfang an auf einen breiten staffelüberspannenden Handlungsbogen gesetzt haben.
Leider gibt es aber bei Odyssey 5 nur die eine Staffel. Bei Folge 14 haben die Produzenten entschieden, dass die Leute die Zuschauen nicht zur richtigen Zielgruppe gehören, und die Serie wurde abgesetzt.
Später wurden dann noch die restlichen Folgen gezeigt, die die erste Staffel komplettieren, mehr aber nicht, trotz zahlreicher Proteste von ebenso zahlreichen Fans.

Na ja, aber es hilft ja nicht über verschüttete Milch zu klagen. Manny Coto, der Schöpfer von „Odyssey 5“ hofft im Audiokommentar des Pilotfilms (Das einzige Extra der DVD-Box) noch immer, die Serie weiterdrehen zu dürfen, ich glaub aber nicht, dass das noch was wird.
Schade.

Schade, schade schade.

Na egal.
Was mir allerdings noch aufgefallen ist, ist folgendes:
Der momentane Serienhit „Heroes“ hat sich scheinbar einiges von „Odyssey 5“ abgeschaut. In der Titelsequenz gibt es �hnlichkeiten, ebenso hört sich der Soundtrack auch recht ähnlich an.
Zufall oder bewusste Homage?
Wer wei� das schon.

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,
Apr
11
2008
0

Die Zeitmaschine

Da ein wiederkehrendes Thema in diesem Blog die Zeitreise zu sein scheint, will ich an dieser Stelle einmal ein paar Worte über meinen Lieblingsfilm zu dem Thema verlieren.
Der Film „the time machine“ zu deutsch „Die Zeitmaschine“ wurde 1960 nach dem Roman von H.G.Wells gedreht. In den Hauptrollen spielen Rod Taylor, Alan Young und Yvette Mimieux.
Trotzdem der Film etwa 30 Jahre älter ist als die Neuverfilmung, liegt sie sehr viel näher an der Buchvorlage als diese. Für die Zeit in der der Film entstanden ist, ist die Nähe zum Buch sogar sehr überraschend. Die Verfilmung von 1960 hat auch einen Oscar gewonnen.
Tja… ich mag den Film. Er überzeugt noch immer mit seiner Bildsprache, und den Spezialeffekten, die natürlich heute ein wenig angestaubt wirken. Die Dialoge sind nicht langweilig und ohne Schnörkel, und die eingebaute Liebesgeschichte beschränkt sich auf ein Minimum.
Der Satz „Hier wurde ich geboren und hier bin ich gestorben.“ stammt jedoch nicht aus dem Film, sondern aus Hitchcocks „Vertigo“.

Written by Heiko C. in: Bücher,Filme,Technisches | Schlagwörter: , ,
Mrz
06
2008
0

Rückkehr zum Planet der Affen

Neulich habe ich wieder mal nach langer Zeit den zweiten Teil der Reihe um den Planeten der Affen gesehen.
Als der Film so nebenbei vor sich hinplätscherte, während ich irgendwas am Rechner machte, wurde mir plötzlich bewusst, wie damals das Skript für den Film zustande gekommen sein muss.

Ich stelle mir das so vor:
Verschiedene „kreative“ Köpfe und ein Produzent sitzen um einen großen Tisch herum, und überlegen, wie man das Sequel zum erfolgreichen Film „Planet der Affen“ gestalten soll.
„Planet der Affen“ hat ja immerhin einen Oskar gewonnen. Wenn ich mich nicht irre, sogar für die Spezialeffekte.
Diese – insbesondere die Affenmasken – liegen ja noch irgendwo auf dem Studio in irgendeiner Kiste, und so wäre es doch schade, wenn man sie verkommen ließe.
Nun, also MUSS ein Sequel her, doch wie macht man das jetzt?

Einer sagt: „Also ich finde, man sollte die Handlung da aufnehmen, wo der erste Film aufhört.“

Ein anderer fragt: „Hat denn Charlton Heston überhaupt Zeit?“

Einer antwortet: „Ach, für ein paar Szenen kriegen wir ihn bestimmt.“

„Nur für ein paar?“

„Na, für den Rest des Filmes können wir ja jemanden nehmen, der ihm ähnlich sieht.“

„Merkt das keiner?“

„Wir können das ja irgendwie in die Handlung einbinden.“

„hm….“

„Was brauchen wir noch…?“

„Ich habs! Ich finde diese Schnecke im Fellbikini aus dem ersten Teil sollte wieder dabei sein.“

„Super Idee. Die hat bestimmt nichts anderes vor. Die kann dann auch den ganzen Film über mitspielen.“

„Und was machen wir für die Handlung?“

„Vielleicht wollen böse Gorillas Krieg führen?“

„Ja, gegen wen denn?“

„Gegen die Schimpansen?“

„Nein, das ist Quatsch. Wir haben doch im ersten Teil schon gesagt Affen dürften Affen nicht umbringen…“

„Können wir ja ändern.“

Dann mischt sich der Produzent ein: „Also! So geht das nicht. Ein Krieg von Affen gegen Affen. Wen interessiert denn das! Da schaltet der Kinogänger doch innerlich ab!“

„Hm. Also kein Krieg…“

„Doch, Krieg ist keine schlechte Idee“, räumt der Produzent ein, „Aber mehr so ein Krieg zwischen Affen und Menschen. Da kann sich der Zuschauer dann auch identifizieren.“

„Ich will die New Yorker U-Bahn in dem Film haben.“, sagt einer. Alle ignorieren ihn.

„Affen gegen Menschen geht auch nicht. Menschen sind doch da nur wilde Tiere.“

„Tja, es könnte ja noch einige schlaue Menschen geben, die irgendwo überlebt haben.“, mutmaßt der Produzent, und kratzt sich am Kinn.

„In der New Yorker U-Bahn?“, fragt der eine wieder, und wird noch einmal ignoriert.

„Vielleicht haben sie irgendwie… unterirdisch überlebt.“, sagt ein anderer, als wäre es seine Idee gewesen.

„Radioaktive unterirdische Leute!“

„MUTANTEN!“, schreit einer aufgeregt dazwischen.

„Radioaktive unterirdische Mutanten.“

„…in der New Yorker U-Bahn.“, sagt der eine wieder, in der Hoffnung, dass seine Idee aufgegriffen wird. Erfolglos.

„Nee. Wir müssen doch den Leuten vom Effektdepartment auch was zu tun geben.“, sagt ein ganz anderer.

„Was meinst du?“, fragt der Produzent. „Wir haben doch die Affen!“

„Ja“, antwortet der ganz andere. „Aber das ist doch nichts neues. Und ansonsten nur Menschen und noch mehr Manschen…“

„Es sind aber doch Mutanten!“, erinnert ein anderer.

„Ja, aber…“, meint der ganz andere.

„Die könnten ja sechs Arme haben.“

„Nee, das kriegen die nicht überzeugend hin. Wenn wir wieder einen Oskar kriegen wollen, dann müssen wir schon irgendwelche überzeugenden Masken bringen, wie beim ersten Film.“, sagt der Produzent.

„Wie wäre es… wenn diese Mutanten keine Haut hätten…“, sagt einer.

„Ja… das ginge…“, sagt der Typ der den Film besetzen soll. „Aber wer spielt schon gern einen ganzen Film, wenn man sein Gesicht nie sieht.“

Alle nicken zustimmend und nachdenklich. Sie erinnern sich an die Probleme die sie hatten, damals die Affen für den ersten Film zu besetzen.

„Ich habs!“, ruft einer. „Die Mutanten können sich die Gesichtshaut abziehen, tun das aber nur selten!“

„Das ist die Idee!“, sagt der Produzent, und verlässt die Besprechung. Er ruft im Verlassen des Raumes den Kreativen zu: „Ihr macht das schon!“

„So. Jetzt wo der Produzent weg ist, sollten wir noch schnell eine sozialkritische Komponente in den Plot einbauen. Ich denke die hat uns beim ersten Teil zu dem Oskar verholfen.“

„Vielleicht, wenn wir die New Yorker U-Bahn-„, sagt der U-Bahn Fan wieder, wird aber unterbrochen.

„Atombomben!“, brüllen gleich zwei synchron.

„Atombomben. Sehr sozialkritisch. Sehr gut. Aber wie binden wir die in die Handlung ein?“

„Die Mutanten beten eine Atomrakete an!“

„Hm…“

„…und sie ziehen sich die Haut nur vom Gesicht, wenn sie beten zu der Rakete!“

„Wunderbar. Der Plot steht soweit. Affen führen Krieg gegen unterirdische Mutanten, die eine Atomrakete anbeten. Das ganze schildern wir dann aus der Sicht eines Astronauten, wie im ersten Teil. Da kann eigentlich nichts mehr schief gehen.“

„Fehlt nur noch ein Wahrzeichen, wie die Freiheitsstatue im ersten Teil.“

„Stimmt. Und das Wahrzeichen sollte auch in New York liegen, da der erste Teil ja dort spielt.“

„…und es sollte nach Möglichkeit unterirdisch sein.“

„Wie wäre es mit der New Yorker U-Bahn?“, fragt der U-Bahn Fan mittlerweile gänzlich ohne Hoffnung.

„Perfekt! Gentlemen, wir haben einen Film zu drehen!“

Und genau so wurde der Film auch. Einen Oskar hat er meines Wissens allerdings nicht gewonnen.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Kurzrezensionen,Lustiges | Schlagwörter: ,
Mrz
06
2008
0

Öffentlich rechtliches Fernsehen kann auch gut sein

Als Beispiel, warum öffentlich rechtliches Fernsehen nicht per Definitionem schlecht sein muss, möchte ich heute mal ein wenig über unsere Landesgrenzen schauen. Und über den Ärmelkanal.
Richtig, ins Vereinigte Königreich, auch Großbritannien genannt.

Es ist schon sehr lange her, dass unser öffentlich rechtliches eine gute SF-Serie produziert hat. Mittlerweile nämlich über 40 Jahre.
Ja, genau, ich rede von Orion. Nicht dem Versand, sondern der Raumpatroullie. Man kann über die Effekte lachen, über das Bügeleisen und über die Wasserhähne als Steuermodule des schnellen Raumkreuzers. Auch wenn man die Dialoge rückblickend nach wissenschaftlichen Anhaltspunkten nach Fehlern durchsucht, siehts finster aus.
Fest steht jedoch: Orion hatte eine Vision. Orion war eine Vision, und die Macher haben diese ziemlich gut umgesetzt. Leider nur 6 Folgen lang.
Schade.

Aber ich schweife ab.
Großbrittanien, da wollte ich hin. Öffentlich Rechtliches? Muss die BBC sein. Was hat nun die BBC mit Raumpatroullie zu tun? Eigentlich gar nichts.
Aber ziemlich genau 3 Jahre bevor der schnelle Raumkreuzer Orion das erste Mal auf unseren Schirmen abhob, dematerialisierte sich ein ganz und gar anderes Raumschiff von den Fernsehschirmen unserer Nachbarn auf der großen Insel westlich von hier. (Wenn man sich in Schleswig Holstein befindet. Für die Kölner: Im Nordnordwesten)
Das Cockpit dieses Raumschiff hatte einiges mit dem der Orion gemein: Auch dieses Cockpit sah wie ein Fernsehstudio aus, auch dieses Cockpit war mit allerlei Utensilien bestückt, die man nicht als Raumschiffarmaturen erwarten würde. Kein Bügeleisen gab es dort, sondern statt dessen unter anderem eine Luftpumpe.
Die Rede ist natürlich von der heute wie damals bahnbrechenden Serie Doctor Who, die tatsächlich heute wie damals noch bzw. wieder läuft.
Doctor Who hatte hochs und tiefs in den 45 Jahren seit die erste Folge lief, doch auch in den Jahren, in denen es die Serie nicht gab, zwischen 1989 und 2005, war das Fandom nicht totzukriegen, und ewig viele Hörspiele und mehrere Fernsehfilme wurden produziert. Einer sogar um 96 herum, von der BBC und FOX, die die Serie neu auflegen wollten. Danken wir an dieser Stelle dem (britischen) Autor des Filmes, dass dieser Fernsehfilm so schlecht geworden ist, dass es nie zu einer Serie kommen sollte. Ein Amerikanischer Doctor? Nein Danke.
2005 also hat es die BBC gewagt die Serie neu aufzulegen, und war offenbar selbst überrascht wie gut sie lief; sogar die Amerikaner, die 1996 den selbst mitproduzierten Fernsehfilm verschmähten, fliegen nun auf den Nachfolger vom Original.
Aber genug davon. Mit kurzen Worten zusammengefasst: Doctor Who läuft mit Unterbrechungen über 40 Jahre, und ist immer besser geworden. Die jetzigen Folgen stellen alles in den Schatten, was ich an SF-Serien im Fernsehen je gesehen habe.
Worum es da geht? Einfach mal einschalten, mittlerweile hat es Pro Sieben geschafft die ersten Folgen zu synchronisieren. Doctor Who läuft immer Samstags um 17 Uhr.

Eine Weitere Serie, ebenfalls von der BBC. Bezeichnender weise ein Spin off von doctor who. Torchwood. Im Grunde das Walisische Äquivalent von Akte X. Die erste Staffel war ein wenig schwach, aber die zweite, die im Moment läuft, lässt sich ganz gut an.

Drittens, lief auch schon in Deutschland: Life on Mars. Auf englisch besser und vor allen Dingen länger. Die BBC schneidet leider immer zu britische Insider, von denen nicht erwartet wird, dass wir Ausländer sie verstehen, raus, damit das Ausland platz für die Werbeblöcke hat.
Worum es geht? Ein Polizist wird von einem Auto erfasst, und landet im Jahr 1973. Dort ist er auch Polizist, kommt aber so gar nicht mit den Methoden der damaligen Polizei klar.
Zwei Staffeln lang versucht dieser Polizist wieder nach Hause zu kommen. Ich verrate jetzt mal nicht, wie es ausgeht, nach der zweiten Staffel ist die Handlung aber abgeschlossen.

Und im Februar, genau genommen am 7. Februar, kommt die Nachfolgeserie „Ashes to Ashes“ und in dieser geht es dann in den 80ern weiter.

Also hätten wir schon vier klasse SF-Serien, die ein europäischer öffentlich rechtlicher Sender produziert hat. Und zwar gleichzeitig!

Warum nicht von ARD und ZDF sowas? Warum immer nur so halbherzige Versuche wie damals in den 80ern „Auf der Suche nach Atlantis“. Wo dann die Handlung der grandiosen Bücher so kleingehackt und gekürzt wird, dass das ganze keinen Sinn mehr ergibt?
Warum???

ARGH!

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,
Feb
07
2008
0

Doctor Who dann auch schon wieder abgesetzt

Eine sehr gute britische SF-Serie, die dieses Wochenende noch einmal bei Pro Sieben läuft (Samstag ab 17:00 Uhr) wird dann auch schon wieder ins Regal gestellt. Schade. Hier in Deutschland scheint niemand Doctor Who zu schauen.

Woran mag es nur liegen? Wer weiß.
An der Synchro lag es wohl nicht. Obwohl ich den Trailer der auf ProSieben lief schon recht grausam fand, hat sich beim Konsum der ersten deutschen Folge herausgestellt, dass die Synchro solide war. Vielleicht sogar „gut“, wenn auch nicht überragend.
Der Doctor hatte eine etwas sehr viel zu helle Stimme, und die Mutter von Rose kam nun gar nicht so schön „unterschichtig“ wie im Originalton rüber. Die Synchronstimme von Jackee Tyler hat eher so geklungen als würde sie zu Emily Gilmore passen, aber was soll’s.
An der Synchro lag es aber nicht, obwohl ich mir gewünscht hätte die öffentlich Rechtlichen hätten für diese gesorgt.

Woran lags dann? An den Schnitten?
Kann sein. Wenn im Original geschossen wird, und jemand umfällt, ist das Verhältnis von Ursache und Wirkung relativ klar. Wenn in der deutschen ProSieben-Version nicht geschossen wird, aber trotzdem jemand umfällt, nicht mehr.
Warum überhaupt schneiden? In Großbritannien ist Doctor Who auch eine Serie für die ganze Familie, läuft kaum später, und wird auch von Kindern gesehen.
Aber naja.
Liegts also daran? Schon eher.

Könnte es eventuell nicht auch daran liegen, dass die in den letzten Wochen ausgestrahlten Folgen schon drei Jahre alt sind, und jeder potentielle Fan in Deutschland die Serie deshalb schon im Original kennt?
Ich denke das wäre möglich.
2005 nach dem ungeahnten Erfolg im britischen Fernsehen hat sich ProSieben die Rechte fast umgehend gesichert, nur um dann jahrelang dem deutschen Publikum die Ausstrahlung vorzuenthalten.
Natürlich sehen derweil die Serie einige auf BBC1, wenn der Satellitenempfang es zulässt. Natürlich kann man sie sich auch aus dem Internet herunterladen, legal und illegal. Natürlich gibt es mittlerweile auch die 3. Staffel auf DVD. Natürlich kann man sich diese auch nach Deutschland liefern lassen. Es gibt sogar auch schon deutsche DVD-Boxen.

Und da wundert sich ProSieben, dass niemand mehr einschaltet? 2005 oder zumindest 2006 hättet ihr die Serie bringen sollen, noch bevor sie alle SciFI-Geeks kennen, die in Deutschland so rumlaufen. Und dann eventuell auch nicht auf den Sendeplatz hättet ihr sie setzen sollen.
Ich hätte sie ja auf den ProSieben-Mystery-Montag gelegt. Zwischen Lost und 4400, oder so. Da passt sie IMHO besser hin, und da wär sie auch – trotz grenzwertiger Synchro und hoffentlich ungeschnitten – besser gelaufen.

Das schwant ProSieben sicher mittlerweile auch. Aber 3 Jahre nachdem man eine Chance verpasst hat, ist man ja immer schlauer.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,

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Dez
06
2008
0

Domino IV

Um die „Klangwelten vergangener Zeiten“ wie es ein Freund so schön ausgedrückt hat wieder greifbar zu machen, habe ich vor einiger Zeit eine private Sammelaktion gestartet: Ich will die Mp3s von allen Stücken sammeln die ab 94 regelmäßig im Domino liefen. Mittlerweile habe ich einige Stunden zusammen, die meisten von eigenen CDs und andere durch Napster (Is ja gottseidank legal nun, wenns auch kostet).
Drängt sich jemandem, der mich nicht ganz so gut kennt vielleicht die Frage auf: „Warum machst du das, Heiko?“
Gute Frage: Die automatische Antwort, die ich auf sie geben würde wäre: „Weil er da ist!“ etwas später würde ich bemerken, dass diese Antwort gar keinen Sinn ergibt und vielleicht sagen: „Öhm.“
Nach langem Nachdenken – was ich normalerweise nicht vor dem Sprechen betreibe, sondern eher danach – würde ich sagen: „Ich mache das aus dem selben sinnlosen historischen Interesse, aus dem Leute Schlachten des amerikanischen Bürgerkriegs mit Zinnfiguren nachstellen.“ Auf die Frage was das Domino mit dem amerikanischen Bürgerkrieg zu tun hätte wäre ich vermutlich nicht so schlagfertig zu antworten: „Recht viel, auch wenn es im Domino mehr Fraktionen gab, aber dafür dort kaum einer verletzt wurde.“ Aber ich schwafele…
Nach dem Wie und Warum, hier einige Dinge, die mir während der Suche aufgefallen sind. 1994 wurde im Domino noch ein guter Batzen 70er Jahre Musik gespielt. Das ging von den Beatles bis zu Led Zeppelin. Mitunter waren sogar Exoten wie Melanie und Jefferson Airplane vertreten. Wenn ich mich nicht irre waren damals auch schon Metallica und Konsorten am Start, Tool, Korn und Bush kamen aber erst später.
Im Laufe der Zeit scheint nun der 70er Anteil stark geschrumpft zu sein, wohingegen Crossover, Metal und Hardcore zusehends mehr gespielt wurden. „Child in Time“ wurde dann irgendwann nur noch ganz am Anfang, und „Gamma Ray“ ganz am Ende gespielt. Von den vielen Stücken von Trio die der DJ ausprobierte, war irgendwann nur noch „Los Paul“ übriggeblieben. Warum war das so? Und warum fällt es mir erst jetzt auf? Immerhin hab ich doch immer die 70er Sachen gehört, und sie mir in vielen Fällen sogar beim DJ gewünscht?
Na, egal. Jedenfalls, als ich den ganzen Wust von Erinnerungen an das Domino erst einmal zu analysieren begann, fiel mir plötzlich auf, dass es gar keinen typischen Domino Donnerstag gibt, und ihn auch nie gab. Sicher, es gab Stücke die über all die Jahre immer liefen: „Funky Cold Medina“ zum Beispiel, oder „Human Fly“, aber der Großteil der besagten Klangkulisse war sehr wandelbar und kaum festzumachen. „H-Blockx“ und „Such A Surge“ verschwanden einfach irgendwann, und machten Platz für die „White Stripes“ und „System of a Down“. Und obwohl ich sowohl zu „H-Blockx“ als auch zu „Such A Surge“ getanzt habe – und zwar gerne – ist mir ihr Verschwinden erst jetzt im Rückspiegel aufgefallen. Nicht dass es speziell um „Such A Surge“ schade wäre. Im Prinzip hatten die ja nur ein Lied mit verschiedenen Texten, die auch noch inhaltlich sehr ähnlich waren. Da ist mir System of a Down doch schon lieber.
Was uns aber wieder zu der Frage „Warum???“ bringt. Wenn ich schon „Such A Surge“ nicht vermisse, warum dann all die retrospektiven Gedanken? Vielleicht weil ich schon immer en Dachbodenstöberer war. Früher hab ich immer heimlich die Ypshefte meines Bruders gelesen, die er (unvorsichtiger Weise) auf dem Dachboden aufbewahrte. (Irgendwann waren dann die Mäuse drin) Das war immer ein wenig wie Schatzsuche. Comics aus früheren Epochen! Denn wenn man 7 ist, und es ist 1983, dann ist ein Comic aus den Siebzigern wie der Stein von Rosetta. Er birgt Geheimnisse um das Verständnis längst verschollener Kulturen. Und heute stöber ich eben (unter anderem) in meinem eigenen Oberstübchen, zumindest, wenn ich nicht gerade Radiohörspiele aus den Vierzigern höre, oder Filme aus den Fünfzigern schaue. Manchmal führt die Frage „Wie hab ich damals eigentlich gelebt?“ zu überraschenden Ergebnissen.

Reicht das als Erklärung?

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Mai
25
2008
2

Zeitreisen bei Richter Alexander Hold

…oder schreibt sich der mit „T“ am Ende, na egal…
Auf jeden Fall habe ich jetzt diese Sendung durchschaut, nachdem ich Sie jahrelang unterschätzt habe.
Ich dachte früher immer diese Richtershows wären nur eine Art nachgemachtes „Königlich Bairisches Amtsgericht“, nur ohne Bairisch, König und echte Schauspieler.
Pustekuchen!
„Richter Alexander Hold“ zumindest, ist eine Zeitreisesendung, eine sehr subtile noch dazu. Nur ganz ausgefuchste Intellenzbestien kriegen das mit. Voll krass. Alda.

Neulich wurde da ein Fall behandelt indem irgendein junger Erwachsener, der von Beruf – glaube ich – Laiendarsteller war, verdächtigt wurde, junge Frauen mit einem Korkenzieher zerschnitzt zu haben.
Warum die Frauen nicht wussten, wer sie zerschnitzt hat? Keine Ahnung, so lange hab ich nicht zugesehen.
Na, jedenfalls war die Tatwaffe in einem Fall ein Korkenzieher von einem Getränkemarkt. Und wie es der Zufall so will, hatte der Freund des zweiten Beihnaheopfers auch einen.
Genau so einen, heißt das.

Und da wird die Verhandlung durch eine Werbepause unterbrochen, damit der Kirkidatze, oder wie die Staatsanwälte da immer heißen, den zweiten Korkenzieher zum Vergleich holen kann.

Gesagt getan. Richter Hold/t hält in jeder Hand ein Beweistütchen mit zwei täuschend ähnlichen Korkenziehern (Also einem pro Tütchen). Dann sagt er: „Wie Sie sehen können sind die beiden Korkenzieher identisch.“

Aha.
Sie sind nicht gleich, auch nicht die Selben. Nein, sie sind sogar identisch. Das heißt nach Konrad Ferdinand B. Duden: Es handelt sich bei beiden um ein und denselben Korkenzieher, also im Grunde nur um einen. Und nicht nur im Grunde, sondern auch sonst.
Was bleibt als Erklärung? Einer der beiden Korkenzieher muss die Version des anderen Korkenziehers aus einer anderen Zeit sein. Was für ein perfides Verbrechen: Die Mordwaffe mit einer Zeitmaschine in eine andere Zeit schicken. Zu dumm, dass das Ding dann doch rechtzeitig zur Verhandlung aufgetaucht ist. Und dann auch noch zweimal.
Man sollte sich halt eben immer die Bedienungsanleitung einer Zeitmaschine durchlesen, da man sonst am Ende noch mit sechzehn „identischen“ Schwiegermüttern im Wohnzimmer sitzt, obwohl man erst in drei Jahren seine zukünftige Frau kennenlernt.

Das ist im Grunde schon das Ende meiner Beweisführung.

Jetzt mal im Ernst:
Als obs nicht schon genug wäre, dass nach den neuesten paar Duden das gleiche und das selbe plötzlich das selbe sind: nämlich beide das gleiche, wird nun auch noch der Begriff identisch entwertet.
Sind Zwillinge dann auch identisch, wenn das für gleiche Korkenzieher gilt? Und was bedeutet dann noch das Wort „Identität“, wenn diese nicht mehr einem exklusiv gehört, sondern sie sich mehrere Teilen können?

UND DER MANN IST RICHTER, UND SOWEIT ICH GEHÖRT HABE LEUTNANT DER RESERVE. Da machen sich die Leute über die Jugend und Pisa Gedanken….

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Apr
13
2008
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Odyssey 5

So, nachdem mir meine nette Schwester zu Weihnachten einen Gutschein bei Amazon geschenkt hat, dachte ich mir, ich könnte ja mal die Box dieser Serie kaufen.
Hab ich dann auch gemacht, kam auch relativ schnell aus dem Vereinigten Königreich, da es noch keine deutsche Box gibt.
Ich hatte ja vage auf eine deutsche Tonspur gehofft, immerhin ist die DVD-Box mit europäischem Ländercode ausgezeichnet, trotzdem gab es aber nur Englisch und Französisch.
Nicht weiter schlimm, englischsprachige Serien schau ich sowieso lieber auf Englisch, wenns geht, auch wenn ich bei „Life on Mars“ mit diesem seltsamen Dialekt so meine Schwierigkeiten hatte.
Aber das ist jetzt nicht das Thema.

Das der Name der Serie an „2001 – A Space Odyssey“ erinnert ist gewiss kein Zufall. Gerade im Piloten kann man viele Stilelemente bemerken, die sehr deutlich auf Kubricks Film hinweisen.
Was den allgemeinen Plot angeht scheint die Serie aber zu Anfang weniger mit „2001“ gemein zu haben. Zumindest auf den ersten Blick.

SPOILER Im Piloten geht es um die Besatzung einer Raumfähre namens „Odyssey“, die bei irgendwelchen Arbeiten mit einem Satteliten das Ende der Welt mitansieht.
Die Erde implodiert einfach, und hinterlässt nur pfirsichfarbenen Staub. Als allen schon die Luft ausgeht, kommt ein mysteriöses Alien, dass sich als alter Mann tarnt, und erzählt, dass seinem Heimatplaneten das selbe passiert sei, darüber hinaus auch auf über 50 anderen Bewohnten Welten.
Irgendwann mache es „Puff!!“ und au�er dem erwähnten Staub ist nichts mehr von den Welten übrig. Das Alien vermutet eine Art planetare Seuche.
Au�erdem bietet das Alien den Raumfahrern, von denen einer bereits das zeitliche gesegnet hat, und ein anderer im sterben liegt, eine Zeitreise an. 5 Jahre könne er die Astronauten zurückschicken, jedoch nur ihre Bewusstseine, die dann in ihre damaligen Körper fahren würden.
Um das sterbende Crewmitglied zu retten, sagt der Commander zu.
Der Rest des Piloten und der Serie beschäftigt sich damit, wie die Raumfahrer versuchen herauszufinden was überhaupt passiert ist, und wie sie es verhindern können. Au�erdem wird auch recht ausführlich geschildert, wie die Astronauten damit klar kommen, ihre Leben vor 5 Jahren wieder aufzunehmen. SPOILER ENDE

Als die Serie damals auf SAT1 lief hab ich sie gerne gesehen. Gerade der breite Handlungsbogen, der sich geplant über 5 Staffeln hätte ziehen sollen fesselt einen sehr schnell. Ebenso sind die Charaktere sehr wirklichkeitsnah.
Obwohl einige der Fragen die „2001“ aufwirft „Woher kommt die Intelligenz auf der Erde?“ „Wurde die Evolution von au�en gesteuert?“ durchaus behandelt werden, erinnert die Art der erzählten Geschichten eher an eine wilde Mischung aus „Matrix“ und den Erzählungen von H.P. Lovecraft.
Klasse die Serie, und wie „Babylon 5“ einige der wenigen Serien, die von Anfang an auf einen breiten staffelüberspannenden Handlungsbogen gesetzt haben.
Leider gibt es aber bei Odyssey 5 nur die eine Staffel. Bei Folge 14 haben die Produzenten entschieden, dass die Leute die Zuschauen nicht zur richtigen Zielgruppe gehören, und die Serie wurde abgesetzt.
Später wurden dann noch die restlichen Folgen gezeigt, die die erste Staffel komplettieren, mehr aber nicht, trotz zahlreicher Proteste von ebenso zahlreichen Fans.

Na ja, aber es hilft ja nicht über verschüttete Milch zu klagen. Manny Coto, der Schöpfer von „Odyssey 5“ hofft im Audiokommentar des Pilotfilms (Das einzige Extra der DVD-Box) noch immer, die Serie weiterdrehen zu dürfen, ich glaub aber nicht, dass das noch was wird.
Schade.

Schade, schade schade.

Na egal.
Was mir allerdings noch aufgefallen ist, ist folgendes:
Der momentane Serienhit „Heroes“ hat sich scheinbar einiges von „Odyssey 5“ abgeschaut. In der Titelsequenz gibt es �hnlichkeiten, ebenso hört sich der Soundtrack auch recht ähnlich an.
Zufall oder bewusste Homage?
Wer wei� das schon.

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,
Apr
11
2008
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Die Zeitmaschine

Da ein wiederkehrendes Thema in diesem Blog die Zeitreise zu sein scheint, will ich an dieser Stelle einmal ein paar Worte über meinen Lieblingsfilm zu dem Thema verlieren.
Der Film „the time machine“ zu deutsch „Die Zeitmaschine“ wurde 1960 nach dem Roman von H.G.Wells gedreht. In den Hauptrollen spielen Rod Taylor, Alan Young und Yvette Mimieux.
Trotzdem der Film etwa 30 Jahre älter ist als die Neuverfilmung, liegt sie sehr viel näher an der Buchvorlage als diese. Für die Zeit in der der Film entstanden ist, ist die Nähe zum Buch sogar sehr überraschend. Die Verfilmung von 1960 hat auch einen Oscar gewonnen.
Tja… ich mag den Film. Er überzeugt noch immer mit seiner Bildsprache, und den Spezialeffekten, die natürlich heute ein wenig angestaubt wirken. Die Dialoge sind nicht langweilig und ohne Schnörkel, und die eingebaute Liebesgeschichte beschränkt sich auf ein Minimum.
Der Satz „Hier wurde ich geboren und hier bin ich gestorben.“ stammt jedoch nicht aus dem Film, sondern aus Hitchcocks „Vertigo“.

Written by Heiko C. in: Bücher,Filme,Technisches | Schlagwörter: , ,
Mrz
06
2008
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Rückkehr zum Planet der Affen

Neulich habe ich wieder mal nach langer Zeit den zweiten Teil der Reihe um den Planeten der Affen gesehen.
Als der Film so nebenbei vor sich hinplätscherte, während ich irgendwas am Rechner machte, wurde mir plötzlich bewusst, wie damals das Skript für den Film zustande gekommen sein muss.

Ich stelle mir das so vor:
Verschiedene „kreative“ Köpfe und ein Produzent sitzen um einen großen Tisch herum, und überlegen, wie man das Sequel zum erfolgreichen Film „Planet der Affen“ gestalten soll.
„Planet der Affen“ hat ja immerhin einen Oskar gewonnen. Wenn ich mich nicht irre, sogar für die Spezialeffekte.
Diese – insbesondere die Affenmasken – liegen ja noch irgendwo auf dem Studio in irgendeiner Kiste, und so wäre es doch schade, wenn man sie verkommen ließe.
Nun, also MUSS ein Sequel her, doch wie macht man das jetzt?

Einer sagt: „Also ich finde, man sollte die Handlung da aufnehmen, wo der erste Film aufhört.“

Ein anderer fragt: „Hat denn Charlton Heston überhaupt Zeit?“

Einer antwortet: „Ach, für ein paar Szenen kriegen wir ihn bestimmt.“

„Nur für ein paar?“

„Na, für den Rest des Filmes können wir ja jemanden nehmen, der ihm ähnlich sieht.“

„Merkt das keiner?“

„Wir können das ja irgendwie in die Handlung einbinden.“

„hm….“

„Was brauchen wir noch…?“

„Ich habs! Ich finde diese Schnecke im Fellbikini aus dem ersten Teil sollte wieder dabei sein.“

„Super Idee. Die hat bestimmt nichts anderes vor. Die kann dann auch den ganzen Film über mitspielen.“

„Und was machen wir für die Handlung?“

„Vielleicht wollen böse Gorillas Krieg führen?“

„Ja, gegen wen denn?“

„Gegen die Schimpansen?“

„Nein, das ist Quatsch. Wir haben doch im ersten Teil schon gesagt Affen dürften Affen nicht umbringen…“

„Können wir ja ändern.“

Dann mischt sich der Produzent ein: „Also! So geht das nicht. Ein Krieg von Affen gegen Affen. Wen interessiert denn das! Da schaltet der Kinogänger doch innerlich ab!“

„Hm. Also kein Krieg…“

„Doch, Krieg ist keine schlechte Idee“, räumt der Produzent ein, „Aber mehr so ein Krieg zwischen Affen und Menschen. Da kann sich der Zuschauer dann auch identifizieren.“

„Ich will die New Yorker U-Bahn in dem Film haben.“, sagt einer. Alle ignorieren ihn.

„Affen gegen Menschen geht auch nicht. Menschen sind doch da nur wilde Tiere.“

„Tja, es könnte ja noch einige schlaue Menschen geben, die irgendwo überlebt haben.“, mutmaßt der Produzent, und kratzt sich am Kinn.

„In der New Yorker U-Bahn?“, fragt der eine wieder, und wird noch einmal ignoriert.

„Vielleicht haben sie irgendwie… unterirdisch überlebt.“, sagt ein anderer, als wäre es seine Idee gewesen.

„Radioaktive unterirdische Leute!“

„MUTANTEN!“, schreit einer aufgeregt dazwischen.

„Radioaktive unterirdische Mutanten.“

„…in der New Yorker U-Bahn.“, sagt der eine wieder, in der Hoffnung, dass seine Idee aufgegriffen wird. Erfolglos.

„Nee. Wir müssen doch den Leuten vom Effektdepartment auch was zu tun geben.“, sagt ein ganz anderer.

„Was meinst du?“, fragt der Produzent. „Wir haben doch die Affen!“

„Ja“, antwortet der ganz andere. „Aber das ist doch nichts neues. Und ansonsten nur Menschen und noch mehr Manschen…“

„Es sind aber doch Mutanten!“, erinnert ein anderer.

„Ja, aber…“, meint der ganz andere.

„Die könnten ja sechs Arme haben.“

„Nee, das kriegen die nicht überzeugend hin. Wenn wir wieder einen Oskar kriegen wollen, dann müssen wir schon irgendwelche überzeugenden Masken bringen, wie beim ersten Film.“, sagt der Produzent.

„Wie wäre es… wenn diese Mutanten keine Haut hätten…“, sagt einer.

„Ja… das ginge…“, sagt der Typ der den Film besetzen soll. „Aber wer spielt schon gern einen ganzen Film, wenn man sein Gesicht nie sieht.“

Alle nicken zustimmend und nachdenklich. Sie erinnern sich an die Probleme die sie hatten, damals die Affen für den ersten Film zu besetzen.

„Ich habs!“, ruft einer. „Die Mutanten können sich die Gesichtshaut abziehen, tun das aber nur selten!“

„Das ist die Idee!“, sagt der Produzent, und verlässt die Besprechung. Er ruft im Verlassen des Raumes den Kreativen zu: „Ihr macht das schon!“

„So. Jetzt wo der Produzent weg ist, sollten wir noch schnell eine sozialkritische Komponente in den Plot einbauen. Ich denke die hat uns beim ersten Teil zu dem Oskar verholfen.“

„Vielleicht, wenn wir die New Yorker U-Bahn-„, sagt der U-Bahn Fan wieder, wird aber unterbrochen.

„Atombomben!“, brüllen gleich zwei synchron.

„Atombomben. Sehr sozialkritisch. Sehr gut. Aber wie binden wir die in die Handlung ein?“

„Die Mutanten beten eine Atomrakete an!“

„Hm…“

„…und sie ziehen sich die Haut nur vom Gesicht, wenn sie beten zu der Rakete!“

„Wunderbar. Der Plot steht soweit. Affen führen Krieg gegen unterirdische Mutanten, die eine Atomrakete anbeten. Das ganze schildern wir dann aus der Sicht eines Astronauten, wie im ersten Teil. Da kann eigentlich nichts mehr schief gehen.“

„Fehlt nur noch ein Wahrzeichen, wie die Freiheitsstatue im ersten Teil.“

„Stimmt. Und das Wahrzeichen sollte auch in New York liegen, da der erste Teil ja dort spielt.“

„…und es sollte nach Möglichkeit unterirdisch sein.“

„Wie wäre es mit der New Yorker U-Bahn?“, fragt der U-Bahn Fan mittlerweile gänzlich ohne Hoffnung.

„Perfekt! Gentlemen, wir haben einen Film zu drehen!“

Und genau so wurde der Film auch. Einen Oskar hat er meines Wissens allerdings nicht gewonnen.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Kurzrezensionen,Lustiges | Schlagwörter: ,
Mrz
06
2008
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Öffentlich rechtliches Fernsehen kann auch gut sein

Als Beispiel, warum öffentlich rechtliches Fernsehen nicht per Definitionem schlecht sein muss, möchte ich heute mal ein wenig über unsere Landesgrenzen schauen. Und über den Ärmelkanal.
Richtig, ins Vereinigte Königreich, auch Großbritannien genannt.

Es ist schon sehr lange her, dass unser öffentlich rechtliches eine gute SF-Serie produziert hat. Mittlerweile nämlich über 40 Jahre.
Ja, genau, ich rede von Orion. Nicht dem Versand, sondern der Raumpatroullie. Man kann über die Effekte lachen, über das Bügeleisen und über die Wasserhähne als Steuermodule des schnellen Raumkreuzers. Auch wenn man die Dialoge rückblickend nach wissenschaftlichen Anhaltspunkten nach Fehlern durchsucht, siehts finster aus.
Fest steht jedoch: Orion hatte eine Vision. Orion war eine Vision, und die Macher haben diese ziemlich gut umgesetzt. Leider nur 6 Folgen lang.
Schade.

Aber ich schweife ab.
Großbrittanien, da wollte ich hin. Öffentlich Rechtliches? Muss die BBC sein. Was hat nun die BBC mit Raumpatroullie zu tun? Eigentlich gar nichts.
Aber ziemlich genau 3 Jahre bevor der schnelle Raumkreuzer Orion das erste Mal auf unseren Schirmen abhob, dematerialisierte sich ein ganz und gar anderes Raumschiff von den Fernsehschirmen unserer Nachbarn auf der großen Insel westlich von hier. (Wenn man sich in Schleswig Holstein befindet. Für die Kölner: Im Nordnordwesten)
Das Cockpit dieses Raumschiff hatte einiges mit dem der Orion gemein: Auch dieses Cockpit sah wie ein Fernsehstudio aus, auch dieses Cockpit war mit allerlei Utensilien bestückt, die man nicht als Raumschiffarmaturen erwarten würde. Kein Bügeleisen gab es dort, sondern statt dessen unter anderem eine Luftpumpe.
Die Rede ist natürlich von der heute wie damals bahnbrechenden Serie Doctor Who, die tatsächlich heute wie damals noch bzw. wieder läuft.
Doctor Who hatte hochs und tiefs in den 45 Jahren seit die erste Folge lief, doch auch in den Jahren, in denen es die Serie nicht gab, zwischen 1989 und 2005, war das Fandom nicht totzukriegen, und ewig viele Hörspiele und mehrere Fernsehfilme wurden produziert. Einer sogar um 96 herum, von der BBC und FOX, die die Serie neu auflegen wollten. Danken wir an dieser Stelle dem (britischen) Autor des Filmes, dass dieser Fernsehfilm so schlecht geworden ist, dass es nie zu einer Serie kommen sollte. Ein Amerikanischer Doctor? Nein Danke.
2005 also hat es die BBC gewagt die Serie neu aufzulegen, und war offenbar selbst überrascht wie gut sie lief; sogar die Amerikaner, die 1996 den selbst mitproduzierten Fernsehfilm verschmähten, fliegen nun auf den Nachfolger vom Original.
Aber genug davon. Mit kurzen Worten zusammengefasst: Doctor Who läuft mit Unterbrechungen über 40 Jahre, und ist immer besser geworden. Die jetzigen Folgen stellen alles in den Schatten, was ich an SF-Serien im Fernsehen je gesehen habe.
Worum es da geht? Einfach mal einschalten, mittlerweile hat es Pro Sieben geschafft die ersten Folgen zu synchronisieren. Doctor Who läuft immer Samstags um 17 Uhr.

Eine Weitere Serie, ebenfalls von der BBC. Bezeichnender weise ein Spin off von doctor who. Torchwood. Im Grunde das Walisische Äquivalent von Akte X. Die erste Staffel war ein wenig schwach, aber die zweite, die im Moment läuft, lässt sich ganz gut an.

Drittens, lief auch schon in Deutschland: Life on Mars. Auf englisch besser und vor allen Dingen länger. Die BBC schneidet leider immer zu britische Insider, von denen nicht erwartet wird, dass wir Ausländer sie verstehen, raus, damit das Ausland platz für die Werbeblöcke hat.
Worum es geht? Ein Polizist wird von einem Auto erfasst, und landet im Jahr 1973. Dort ist er auch Polizist, kommt aber so gar nicht mit den Methoden der damaligen Polizei klar.
Zwei Staffeln lang versucht dieser Polizist wieder nach Hause zu kommen. Ich verrate jetzt mal nicht, wie es ausgeht, nach der zweiten Staffel ist die Handlung aber abgeschlossen.

Und im Februar, genau genommen am 7. Februar, kommt die Nachfolgeserie „Ashes to Ashes“ und in dieser geht es dann in den 80ern weiter.

Also hätten wir schon vier klasse SF-Serien, die ein europäischer öffentlich rechtlicher Sender produziert hat. Und zwar gleichzeitig!

Warum nicht von ARD und ZDF sowas? Warum immer nur so halbherzige Versuche wie damals in den 80ern „Auf der Suche nach Atlantis“. Wo dann die Handlung der grandiosen Bücher so kleingehackt und gekürzt wird, dass das ganze keinen Sinn mehr ergibt?
Warum???

ARGH!

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,
Feb
07
2008
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Doctor Who dann auch schon wieder abgesetzt

Eine sehr gute britische SF-Serie, die dieses Wochenende noch einmal bei Pro Sieben läuft (Samstag ab 17:00 Uhr) wird dann auch schon wieder ins Regal gestellt. Schade. Hier in Deutschland scheint niemand Doctor Who zu schauen.

Woran mag es nur liegen? Wer weiß.
An der Synchro lag es wohl nicht. Obwohl ich den Trailer der auf ProSieben lief schon recht grausam fand, hat sich beim Konsum der ersten deutschen Folge herausgestellt, dass die Synchro solide war. Vielleicht sogar „gut“, wenn auch nicht überragend.
Der Doctor hatte eine etwas sehr viel zu helle Stimme, und die Mutter von Rose kam nun gar nicht so schön „unterschichtig“ wie im Originalton rüber. Die Synchronstimme von Jackee Tyler hat eher so geklungen als würde sie zu Emily Gilmore passen, aber was soll’s.
An der Synchro lag es aber nicht, obwohl ich mir gewünscht hätte die öffentlich Rechtlichen hätten für diese gesorgt.

Woran lags dann? An den Schnitten?
Kann sein. Wenn im Original geschossen wird, und jemand umfällt, ist das Verhältnis von Ursache und Wirkung relativ klar. Wenn in der deutschen ProSieben-Version nicht geschossen wird, aber trotzdem jemand umfällt, nicht mehr.
Warum überhaupt schneiden? In Großbritannien ist Doctor Who auch eine Serie für die ganze Familie, läuft kaum später, und wird auch von Kindern gesehen.
Aber naja.
Liegts also daran? Schon eher.

Könnte es eventuell nicht auch daran liegen, dass die in den letzten Wochen ausgestrahlten Folgen schon drei Jahre alt sind, und jeder potentielle Fan in Deutschland die Serie deshalb schon im Original kennt?
Ich denke das wäre möglich.
2005 nach dem ungeahnten Erfolg im britischen Fernsehen hat sich ProSieben die Rechte fast umgehend gesichert, nur um dann jahrelang dem deutschen Publikum die Ausstrahlung vorzuenthalten.
Natürlich sehen derweil die Serie einige auf BBC1, wenn der Satellitenempfang es zulässt. Natürlich kann man sie sich auch aus dem Internet herunterladen, legal und illegal. Natürlich gibt es mittlerweile auch die 3. Staffel auf DVD. Natürlich kann man sich diese auch nach Deutschland liefern lassen. Es gibt sogar auch schon deutsche DVD-Boxen.

Und da wundert sich ProSieben, dass niemand mehr einschaltet? 2005 oder zumindest 2006 hättet ihr die Serie bringen sollen, noch bevor sie alle SciFI-Geeks kennen, die in Deutschland so rumlaufen. Und dann eventuell auch nicht auf den Sendeplatz hättet ihr sie setzen sollen.
Ich hätte sie ja auf den ProSieben-Mystery-Montag gelegt. Zwischen Lost und 4400, oder so. Da passt sie IMHO besser hin, und da wär sie auch – trotz grenzwertiger Synchro und hoffentlich ungeschnitten – besser gelaufen.

Das schwant ProSieben sicher mittlerweile auch. Aber 3 Jahre nachdem man eine Chance verpasst hat, ist man ja immer schlauer.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,