Impactsuspect » Verbieten!
Mrz
22
2013
3

Irrsinn mit Pfote 2: Neues von Jack Wolfskin

Einige werden sich noch an die Geschichte von vor ein paar Jahren erinnern, als die Jackenfirma Jack Wolfskin die Verkaufenden einer Internet-Heimwerkerbörse namens Dawanda abmahnen ließ, weil sie die Frechheit besaßen Kleidungsstücke mit Katzenpfoten zu vertreiben.
Katzenpfoten sehen scheinbar für die Trapper_innen bei Jack Wolfskin der Wolfspfote sehr ähnlich, die Jack Wolfskin als Marke hat schützen lassen. Unter anderem auch für Kleidungsstücke.
Es gab einen mittelgroßen bis großen Shitstorm, Jack Wolfskin hat die Abmahnungen zurückgenommen, aber nicht begriffen, was sie falsch gemacht hatten. Die heimwerkenden Dawandaanbieter_innen mussten jedenfalls ihre Katzenpfotensachen aus dem Shop nehmen um einer Klage zu entgehen.
Nun hat der Mahnzorn der Firma, die so etwas wie das Apple unter den Outdoorbekleidungshersteller_innen ein neues unwahrscheinliches Opfer getroffen: Die Produktionsfirma des aktuellen „Fünf Freunde“-Filmes. Das Logo der Filmreihe, die schon einige Jahre besteht, zeigt eine Hundetatze, bei der die einzelnen Krallen durch Fingerabdrücke ersetzt wurden.
Und ganz ehrlich: Ich hab das kommen sehen. Als vor ein paar Monaten ein Trailer des Filmes mit diesem Logo in den Kinos lief, musste ich an die Dawandasache denken.

Ich hoffe, dass die Produktionsfirma des Filmes über längeren finanziellen Atem verfügt als die Dawandaverkäufer_innen und es auf eine Klage ankommen lassen. Ich finde es unglaublich unsinnig, dass Tierpfoten, die Farbe Rot oder ein stilisierter Apfel als Marke schützbar sind.
Weder ein Pfotenabdruck noch ein Apfel erreichen die Schöpfungshöhe. Jeder Hund kann einen Pfotenabdruck machen – es sei denn, er hat keine Beine und das wollen wir ihm nicht wünschen.
Ich hoffe solch ein Blödsinn wird in Zukunft unterbunden.

Aktuelle Links entfallen, weil Leistungsschutzrecht.

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Jan
06
2012
3

Jetzt auch noch Mp3-Player!

Errinnert ihr euch noch an die „gefährlichen Rollbretter“? Es gibt da jetzt einen neuen „gefährlichen Trend“ dem man, – natürlich – mit Verboten beikommen will.

Offenbar sorgen neuerdings also MP3-Stöpsel in den Ohren im Strassenverkehr vermehrt für Unfälle, daher will unser charismatischer Verkehrsminister von der Verbiete-was-du-selbst-nicht-brauchst-Partei CSU nun MP3-Player für Fußgänger verbieten.

Sicher, auch ich bin schon einmal hupend im Schritttempo hinter einem Musikhörer her gefahren, der in einer Seitenstrasse ging, und mich nicht gehört hat. Aber wie häufig passiert das? Und habe ich ihn überfahren? Nein. Weil der Autofahrer ja hinschaut, wo er hinfährt. Ebenso hat der Fußgänger auch oft selbst im Blick wo er hinläuft und wo er mit Verkehr zu rechnen hat.
Und selbst wenn wir annehmen, dass das Hören von Musik im Strassenverkehr für Fussgänger gefährlich ist, warum fällt das erst jetz auf?
Ich meine, wie lange gibt es schon Walkmans? Seit den späten 70ern? In den 80ern hatte fast jeder einen, und im Prinzip arbeiten diese archaischen Geräte auch nicht anders als die Mp3-Player von heute.
Wie kann es also jetzt einen Anstieg geben, wenn es wirklich an den Mp3-Playern liegt?

Und wer erstattet mir das Geld für meinen MP3-Player zurück, wenn die Dinger nun auch für Fußgänger verboten und somit de facto nutzlos werden? Herr Ramsauer sicher nicht, oder?

In diesem Sinne: Frohes neues Jahr!

Jun
12
2010
1

[Raben]vögel: Inter-Ornithologische-Etiquette

Auf folgendem, heute entstandenen Schnappschuss kann man sehr gut sehen, wie die Rabenkrähen auf Sylt so mit den Möven klar kommen.

Gar nicht, nämlich. Die Krähe – trotz ihrer überlegenen Intelligenz – geht der Möve tunlichst aus dem Weg. Die Möve ist in vielen Fällen größer, kräftiger und angriffslustiger. Außerdem scheinen Möven ein ausgeprägtes Revierverhalten zu haben. Zumindest, was Müllcontainer oder andere natürliche Futterquellen angeht.
Ich habe schon mehrmals beobachtet, wie eine Möve eine Rabenkrähe oder eine Dohle weggescheucht hat, die sich gerade im Abfall bedienen wollte.

Der einzige Trost für die oben abgebildete Krähe, die ob der überlegenen Physis der Möve die Schwanzfedern einklemmen musste, ist, dass die Möve selbst zu einer schmackhaften Nahrungsquelle wird, wenn sie zB. von einem Auto totgefahren wird.
Dieses kommt auch oft vor, und plattgefahrene Möven scheinen für die Sylter Rabenkrähe ein echter Leckerbissen zu sein.
Wer will es ihr verübeln?

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: , ,
Mrz
21
2010
1

Neuigkeiten zum Wochenende

Tja. Die von Ubisoft haben scheints arge Probleme mit ihrem Online-Knebel-Kopierschutz, über den ich ja schon am 7.3. berichtet hatte. Der scheint mit dem DRM von Steam irgendwie gar nicht zu funktionieren, mit dem Effekt, dass die Betreiber von Steam in Großbrittanien, Valve, nun die Spiele „Assasins Creed 2“ und „Silent Hunter 5“ beide aus dem Programm entfernt haben.
Mal schauen, wie das mit denen so weitergeht.

Update: Wie man bei Fefe nachlesen kann, sind die doch noch drin, war wohl ’ne Falschmeldung. 🙁 Schade, wär‘ mal ein nettes Zeichen gegen die Kundendrangsalierung gewesen.

Das Debakel um Guido Westerwelle geht in eine weitere Phase: Die Beliebtheitswerte der Kanzlerin scheinen auch unter den Eskapaden des Aussenministers zu leiden, sie ist jüngst aus den Top Drei der beliebtesten Politiker in Deutschland gefallen. Über ihr sind jetzt Horst Köhler, unangefochten auf Platz 1, und die Arbeitsministerin Ursula „Zensursula“ von der Leyen sowie der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.
Womit die beiden letztgenannten Platz 2 und 3 verdient haben, ist mir zwar schleierhaft, aber dafür ist mir umso weniger schleierhaft, warum Guido Westerwelle mittlerweile der dritt-unbeliebteste Politiker in Deutschland ist. „Liberaler Klüngel“ (SpOn)
Nach ihm kommen nur noch die gewohnten sozialistischen Schreckgestalten der Linkspartei Gregor Gysi und Oskar Lafontaine.
Über den Absturz von Westerwelles Umfragewerten kursieren schon lustige Satiren: „Guido Westerwelle beim Wiedereintritt in Erdatmosphäre verglüht“ (Twitpic – ChrMll)

Was gibt’s sonst?
Ach, ja unter Computerspielgegnern, wie z.B. Herrn Dr. Pfeiffer, kursiert ja seit eh und je die These, dass Computerspiele mit Gewaltinhalten ursprünglich von der US-Armee entwickelt wurden (DOOM ist da gerne genanntes Beispiel), um Rekruten zu desensibilisieren und zu gewissenlosen Tötungsmaschinen zu machen.
Diese These kann man wohl getrost ad acta legen, da weder das US-Militär DOOM entwickelt hat, noch taugen Gamer besonders gut als Soldaten.
Im Gegenteil: Das US-Militär beschwert sich Videospieler seien eher ungeeignet, um für den Krieg ausgebildet zu werden. „US-Militär: Gamer zu weich und undiszipliniert“ (Stigma Videospiele)
Mich überrascht diese Erkenntnis weniger, aber jemanden, der denkt Motoradrocker seien auf die Idee gekommen zum… äh… Motorradrocken, als sie Videospiele gezockt haben, wird das ins eine Ohr rein, und direkt aus dem anderen wieder hinausgehen.

Nachtrag 22.3.2010: Und heute isses auch bei Golem: „US-Army überarbeitet Grundausbildung“

Mrz
19
2010
5

Professor Alex van Ludovico im Interview

Professor Alex Dimm van Ludovico, frei erfundener Direktor des frei erfundenen „Institut für Gewaltforschung, Stumpfe Gegenstände und Prävention“ (IGSGP) in Buchholz in der Nordheide, spricht mit mir über die Gewalt in der Welt, und ihre Ursachen.

Professor Alex Dimm van Ludovico (IGSGP)

Professor van Ludovico, es gibt in dieser Zeit ja nun ziemlich viel Gewalt.

Ludovico: Ja, das ist richtig. Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht in den Nachrichten von irgendwelchen schlimmen Dingen erfährt. Unser Institut hat diese Dinge, diese schlimmen Dinge untersucht, und ist zu überraschenden Ergebnissen gekommen.

Was haben Sie herausgefunden?

Ludovico: Es liegt alles an den Computerspielen.

Sie sehen mich überrascht. Das sind in der Tat erstaunliche Ergebnisse.

Ludovico: Ja. Die ganzen Amokläufe in der letzten Zeit sind allesamt durch Counterstrike Source ausgelöst worden. Einem gewalthaltigen Spiel, indem es aussließlich um die brutale Exekution von menschlichen Geiseln geht.
Ohne dieses spezielle Spiel hätten viele Leben gerettet werden können.

Aber es gab doch sicher vor Computerspielen auch schon Gewalt. Was ist zum Beispiel mit dem zweiten Weltkrieg?

Ludovico: Der zweite Weltkrieg ist zwar aus einer explosiven gesellschaftlichen Lage nach dem ersten Weltkrieg entstanden, mit dem Zusammenbruch der Börsen am schwarzen Freitag und allem, ohne das Computerspiel „Battlefield 1942“ welches damals noch offen über die Ladentische ging, wären die Menschen damals nie auf die Idee gekommen, sich gegenseitig mit echten Schusswaffen tot zu schießen.
Besagte Gewalt-Computer-Killer-Mörderspiele haben schon immer für eine Desensibilisierung der Menschen gesorgt, die sie gespielt haben, und leider waren damals auch die führenden Köpfe in der Politik keine Ausnahme.
Aus den in den 80er Jahren aufgetauchten Tagebüchern Adolf Hitlers wissen wir, dass er dieses Spiel in seiner Zeit in Festungshaft im Landsberger Gefängnis gespielt hat, und offenbar auch „einen Highscore aufgestellt hat“, wie man unter Computerspielern sagt.

Sollen die Tagebücher von Hitler nicht gefälscht gewesen sein?

Ludovico: Nur weil eine Quelle unglaubwürdig ist, heißt es noch nicht, dass auch die aus ihr kommenden Informationen falsch sein müssen.
Wir haben mittels modernster Methoden die Computerspielleidenschaft von Adolf Hitler nachweisen können.
Nebenbei – und das ist nur eine seltsame Eigentümlichkeit am Rande – soll er Abba gehört haben.

A-ha…

Ludovico: Nein. Abba. Nicht A-ha.

Äh… ja. Das sind merkwürdige Neuigkeiten.
Aber es gab ja doch schon vorher Gewalt, oder?

Ludovico: Ja, sicherlich. Nur Computerspiele dran schuld, in denen der Spieler eine kämpferische Rolle übernimmt, die er dann – wenn der Kick nicht mehr ausreicht – auch im richtigen Leben einnehmen möchte.

Aber… Aber es gab doch auch vorher schon Gewalt, ich meine, was ist mit dem ersten Weltkrieg?

Ludovico: Unsere neuesten Forschungen haben enthüllt, dass der erste Weltkrieg durch eine Betaversion des Killerspiels „World of Warcraft“ entstanden ist. Einem Spiel in dem man Truppen anführen muss, Flugzeuge fliegen und Panzer steuern.

Ach. So alt ist World of Warcraft schon?

Ludovico: Ja, sicherlich. Schauen sie sich nur mal die Grafik an.

Okay, das ist ein Punkt. Aber Kriege ziehen sich doch durch die gesamte Menschheitsgeschichte… Was ist zum Beispiel mit dem trojanischen Krieg?

Ludovico: Der trojanische Krieg wurde durch eine Reihe besonders brutaler Infocom-Textadventures ausgelöst. Damals hat man sich eben noch ohne Grafik in eine agressive Stimmung bringen müssen.

Vielen Dank Professor Ludovico.

Wer dieses Interview komplett beknackt und vor allem unrealistisch fand, der sollte sich mal folgendes, echtes Interview durchlesen: „Eine Machotruppe“ (FR-Online)

Mrz
12
2010
--

Erst die Linksammlung aufessen!

Aber Mami, Mami ich will keine Linksammlung! Ich will lieber normalen Blogartikel! Wenn es sein muss, reichen auch ein paar Fotos!

Ja, nee, tut mir leid mir fällt heute einfach mal wieder nichts zu Schreiben ein. Dabei gäbe es ja genug, über das man sich aufregen könnte.

Das Thema, das sich durch alle folgenden Links zieht ist:

Andere würden es für einen Vorzug der Demokratie gegenüber einer Dikatur halten, dass Politiker von den Medien kritisch unter die Lupe genommen werden, aber die FDP hält die Demokratie für gefährdet, wenn Leute weiterhin Westerwelle kritisieren:
Link!

Hier bei „Carta“ lässt man die gesamten Ereignisse nochmal Revue passieren: Link!

Die „Welt“ stellt zwischenzeitlich Verhaltensregeln für den Kontakt mit Aliens auf. Link!

Die Kosten für die zukünftige Nacktscannung aller Fluggäste werden wohl – wie beim orf nachzulesen ist, wohl die Fluggäste tragen müssen: Link!
Ich weiß ja nicht, aber normalerweise werden doch Leute dafür bezahlt, dass sie sich ausziehen. Ich hab noch nie von einer Stripperin gehört, die einem Geld gibt, damit sie sich ausziehen darf. (Wer eine weiß, bitte bei mir melden. 😉 )

Wie „Stigma Videospiele“ feststellt, scheint es mittlerweile „Killerspiel-Lobbies“ und „Killerspiel-Verbände“ zu geben. Unglaublich, wie dreist manche Leute ihr Neusprech unter die Leute zu bringen versuchen. Link!

Die Spitzenkandidatin der NRW-SPD, Hannelore Kraft, versucht derweil Werbung mit Slogans zu machen, die unschöne Erinnerungen wecken. Link!

Ihr Pendant von der CDU ist übrigens auch eher schlimmer, als besser. „Zapp“ zufolge kämpft der mit allen Mitteln gegen die kritische Berichterstattung über ihn. …oder besser: Lässt kämpfen. Link!

Telepolis analysiert, dass HartzIV Empfänger in den Medien mittlerweile immer nur als Opfer oder Täter beschrieben werden, kaum als Menschen, die eben nunmal HartzIV bekommen, und mit denen sonst nichts nicht stimmt. Link!

Bei Malte Wielding gibt es einen „kleinen Führer für den modernen Populisten“, der eindrucksvoll die rhetorischen Spielchen von Westerwelle, von der Leyen und co. demaskiert. Link!

Feb
23
2010
1

Illegale Abkürzungen

Ihr habt ja alle sicher von diesem Fall gehört, wo jemandem ein Pulli von der Strasse wegbeschlagnahmt wurde, weil dieser die Buchstabenfolge „ACAB“ trug. „ACAB“ kann als Abkürzung für „All cops are bastards“ stehen, und das heißt ja in etwa auf Deutsch „Alle Polizisten sind uneheliche Kinder“.
Ich musste da wieder dran denken, weil eine links-, rechts- anarchistische, islamistische Untergrundzelle auf Sylt nun auch diese Buchstabenfolge versprüht:

Gleich in doppelter Hinsicht illegal: Grafitto in Rantum

Egal wie man das findet Buchstaben zu verbieten, aus den gleichen Gründen gibt die KFZ-Zulassungsstelle in Limburg ja schon seit einiger Zeit auch Nummernschilder nicht mehr raus, die sich „LMAA“ lesen, weil dies andere Verkehrsteilnehmer beleidigen könnte.

Ich frage mich nur, wann dann auch endlich andere beamtenbeleidigende
Buchstabenfolgen verboten werden? Die Abkürzung für „All Cops date Clowns“ (Alle Polizisten verabreden sich mit Clowns) zum Beispiel erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Alleine bei Google findet man die Abkürzung mehr als 5 Millionen mal, und selbst unser derzeitiger Verteidigungsminister ließ sich schon einmal in einem T-Shirt ablichten, auf dem diese Buchstaben stehen.

Und in der letzten Zeit – gerade bei Schnee und Eisglätte – sind mir auch viele Autos aufgefallen auf denen die Abkürzung für „All dorks are cops“ (Alle Trottel sind Polizisten) steht.
Ist das etwa erlaubt?

Nachtrag:
Disclaimer: Dieser Nachtrag -wie auch schon der ganze Artikel – wurde von einem Nichtjuristen erstellt, und soll keine Rechtsberatung sein.
Die Rechtslage ist wohl nicht besonders eindeutig, was diese „ACAB“ Abkürzung angeht. „ACAB“ ist scheinbar nur dann strafbar, wenn man konkrete Polizisten damit bezeichnet. Als Aufdruck auf einem Shirt aber wohl eher nicht. Im Lawblog gibt’s einen Artikel drüber: LINK!

Written by Heiko C. in: Linguistisches,Lustiges,Psychologisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Jan
26
2010
10

Knoten verboten!!!

Tja, ich hab jetzt doch mal ein Foto in der hiesigen Grundschulsporthalle gemacht, wo ich zweimal die Woche abends immer Spocht mache. Es handelt sich um Fotos von einem Fundstück, das irgendwie unlogisch betextet ist.

Erstmal warnt an den Kletterseilen (oder sind das Taue?) dieses Schild hier davor, Knoten in die Seile zu machen:

Daneben, halb verdeckt von eben den Tauen (oder Seilen) um die es geht, hängt ein weiteres Schild, auf dem erklärt wird, warum Knoten verboten sind.

Da man die Schrift auf dem Bild nicht wirklich gut erkennen kann, werde ich die Passagen, die mich irritieren einmal kurz zitieren:

Die Knoten in den Tauen, die leider in vielen Hallen zu finden sind, bergen erhebliche Verletzungsgefahren. Es könnte beim Herunterklettern (oft abwärts aber nicht geklettert, sondern gerutscht) vor allem bei Jungen zu Verletzungen kommen, wenn der Knoten zwischen den Beinen hängenbleibt.

Erst einmal: Aua!
Dann als zweites: Aha, es sind Taue, und keine Seile.
Und dann verwirrt mich auch, dass man sinngemäß geschrieben hat „…beim Herunterklettern, das aber keines ist, obwohl es sich um eine Abwärtsbewegung handelt, die aber gerutscht ausgeführt wird…“
Warum steht auf dem Schild nicht gleich „Es könnte beim Herunterrutschen…“, dann hätte man sich den ganzen eingeklammerten Bandwurmmist sparen können. Und das kommt von mir, der ja selbst am laufenden Band verbalen Bandwurmmist produziert.
Aber fassen wir nochmal zusammen: Keine Knoten sonst fiese Verletzung zwischen den Beinen.
Weiter im Text:

Tatsächlich passieren solche Unfälle leider häufig! Eine andere Unfallursache ist das Herumschleudern des Taus, das dann durch große Geschwindigkeit Kopfverletzungen verursachen kann. Die Taue sollen, wenn sie zu einem anderen Teilnehmer gegeben werden sollen, aus einer leichten Höhe lediglich losgelassen werden, damit sie langsam zum Partner schwingen können.

Ich würde es anders formulieren, als dieses Schild hier, aber das ist ja auch noch einsichtig. Aber das Schild hat noch mehr auf Lager:

Knoten in den Tauen können dann akzeptiert werden, wenn übergewichtige Kinder sich allein am Tau nicht festhalten können, in diesem Fall wird ein Knoten auf Kopfhöhe gemacht, damit das Kind sich über dem Knoten am Tau festhalten kann. Die Knoten müssen aber nach Benutzung der Taue unbedingt wieder entfernt werden.

Stellen wir uns das mal vor:
Ich bin ein dickes Kind, etwa so 9 Jahre alt und bekomme von meinem Sportlehrer, Herrn Menschenschinder, die Anweisung an so einem Seil nach oben zu klettern.
Das kommt vor. Ich war ein eher dickes Kind, und es wurde immer von mir erwartet, genau wie die Hungerhaken in meiner Klasse, ganz bis nach oben zu klettern.
Hab ich jetzt einen Knoten auf Kopfhöhe, und klettere erstaunlicherweise tatsächlich bis ganz nach oben, dann ist der Knoten wieder unter mir.
Wenn ich als dickes Kind nun den Halt verliere, weil ich mit meinen Armen eben besser Kartoffelchips essen kann, als mein eigenes Gewicht halten, dann rutsche ich nach unten, oder wie dieses Schild es ausdrücken würde: Ich klettere nach unten (aber nicht geklettert, sondern abwärts und gerutscht und mit hoher Geschwindigkeit).
Kann es da zu keinen „Verletzungen zwischen den Beinen“ kommen? Oder sind die nicht eher noch wahrscheinlicher, wenn komprimierte 60 Kilo 10 Meter in die Tiefe rauschen, immer auf einen verbotenen Knoten zu? Ganz abgesehen davon haben dicke Kinder vermutlich auch mehr Widerstand, der auf den Knoten treffen kann.

Und nehmen wir an, ich schaffe es nicht, bis ganz nach oben zu klettern, wie die anderen. Meiner Meinung nach, ist das sowieso realistischer. Wozu dann überhaupt der Knoten? Damit ich mit schlaffen Armen an ihm hängen kann, und die anderen Kinder mich auslachen?

So oder so ergibt das keinen Sinn. Wer denkt sich solche Schilder aus?

Written by Heiko C. in: Beklopptes | Schlagwörter: , ,
Jan
02
2010
5

Computerspielen ist offenbar das neue Haschischrauchen…

…zumindest aus Sicht der vielgepriesenen deutschen Leitkultur. Da werden nicht nur gewohnheitsmäßig schon Lanparties verboten, weil „Killerspiele“ wie „Counterstrike“ oder „Hello Kitty Fun Land“ gespielt werden sollen, nein, auch wenn ein Gamerverein für den guten Zweck Spenden sammeln möchte, wollen die karitativen (Anm.: bin mir jetzt unsicher, aber Wikipedia schreibt auch Karitas mit K vorne.) Vereine lieber nicht in Verbindung mit dem durch massenhaften Pixelmord gesammelten Blutgeld der spielesüchtigen Killerspieler gebracht werden.

Dass dieser Fall im letzten Jahr, der Fall der SOS-Kinderdörfer, welche kein Geld von Gamern haben wollten, kein Einzelfall war, zeigt sich nun. Auch die Deutsche Krebshilfe will mit den computerspielenden Baldamokläufern nichts zu tun haben. (Korrektur: Das Geld nehmen sie natürlich trotzdem, in Verbindung wollen sie aber nicht gebracht werden.)

Wenn man jetzt noch an die „Spieleverbrennung“ des Aktionsbündnisses Winnenden denkt, und an die Forderung Becksteins Killerspiele mit Gefängnis zu bestrafen, ergibt sich ein unschönes Gesamtbild.

Ich fand den Namen der Seite „Stigma Videospiele“, die sich mit der Diskriminierung von Games und Gamern beschäftigt, bisher immer ein wenig überdramatisierend. Das hat sich nun geändert. Was kommt als nächstes? Gamer in kleine Lager sperren?

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Dez
03
2009
5

Schweizer Basisdemokratie verbietet Minarettbau

In der Schweiz haben sie abgestimmt ob der Minarettbau verboten werden soll. 52% der Wahlberechtigten sind hingegangen, und haben ihre Stimme abgegeben. Davon wiederum 57% stimmten für das Verbot Minarette in der Schweiz zu bauen.

Bald auch in Deutschland? Minarettenverbot in Kneipen

Argumente, die man auch hierzulande gerne von Befürwortern eines solchen Verbotes oder anderen verwirrten Menschen hört, sind unter anderem folgende:

Argument 1: Der Islam ist voll böse. Wir haben ganz doll Angst, wenn da ein Minarett im Dorf lauern tut.

Meine Antwort: Der Islam ist nicht voll böse. Und selbst wenn er das wäre, und man dafür Anhaltspunkte hätte, was nutzt es da Minarette zu verbieten?

Argument 2: In der Schweiz wurde das Verbot von linken Feministinnen angestrengt, die damit gegen die Machoreligion Islam und deren phallusartigen Gebetstürmen protestieren wollen.

Meiine Antwort: Alle Moslems mal eben so als frauenfeindliche Machos abzutun ist genauso intolerant und unreflektiert, als wenn man sage, sie seien alle böse.
Und suuper Protest mal eben so die Gotteshäuser von andersgläubigen baurechtlich zu verstümmeln! Und so zielgerichtet! Sind die Minarette etwa Ursache für die Unterdrückung von Frauen im Islam?

Argument 3: Wenn linke Feministinnen sich sowas ausdenken, dann KANN das ja gar nicht rechts sein. (Hö’ma!)

Meine Antwort: Nur weil sich linke Feministinnen einen Weg ausdenken, wie sie durch das Minarettverbot den Islam symbolisch kastrieren können, ist das noch lange nicht links.
Im Gegenteil. Wenn man eine bestimmte – glücklicherweise veraltete und wenig zahlreiche – Sorte von linken Feministinnenschalten und walten ließe, würden die kastrieren was sie zu packen kriegen können. Manche von diesen angeblich „linksliberalen“ Feministinnen kann man getrost als faschistoid bezeichnen.

Argument 4: Religionen gehören allesamt verboten! Wenn’s nach mir ginge kann man auch gleich anfangen den Kölner Dom abzureißen.

Meine Antwort: Wenn man schon anfängt Religionen zu verbieten, dann darf man nicht mit Minderheitenreligionen beginnen. Hätte man statt den Minaretten den Bau von Synagogen verboten, hätte das jeder auch gleich eingesehen.

Argument 5: Wenn aba doch alle dafür gewesen sind, dann ist das doch wo demokratisch, und dann muss man des auch mach’n!

Meine Antwort: Nur weil alle (also in diesem Fall ein gutes Viertel) Schweizer der Meinung sind dass die Demokratie mal eben selbstverordnet von der Brücke springen soll, ist das noch lange keine gute Idee.

Argument 6: Die können doch auch ohne ihre Minarette Moscheen bauen!

Meine Antwort: Wenn es in der Türkei oder im Iran die Bauvorschrift gäbe, dass an christlichen Kirchen gut sichbar ein „Wer-hier-reingeht-ist-schwul!“-Schild hängen soll, dann kann man zwar immer noch ’ne Kirche bauen, Gängelei ist es trotzdem, und als solche auch ein Eingriff in die Religionsfreiheit.

Argument 7: Minarette locken hochrangige Islamisten an.

Meine Antwort: Sowas SAUDUMMES hab‘ ich noch nie gehört. Wenn das funktionieren würde, wüsste man dann doch wenigstens wo die hochrangigen Islamisten sich herumtreiben, oder?
Und kann man dann nicht auch eine Brotkrumenspur aus Minaretten legen, und die Islamisten somit in eine Falle locken?

Argument 8 (Nachgetragen): Immer wenn man nur die Wahrheit sagen tut, tun uns die/einige/wenige Linken als Reche beschimpfen!

Meine Antwort: Klar, das ist natürlich nur „die Wahrheit“, dass Islamisten sich von Minaretten angezogen fühlen wie Wespen von ’ner offenen Saftflasche. Und es ist bestimmt auch „die Wahrheit“, dass ein Minarettverbot auch nur IRGENDWAS bringen würde gegen den Islamischen Terror. Ohne Minarette kein Terror. Was ist das für eine Logik?
Interessant auch, dass in rechtskonservativem Beißreflex immer alle links sind, die an so einer Argumentationsweise was auszusetzen haben. „Immer nennen die uns Rechts, die blöden Linken!“ Merk‘ selbst, oder?

Und wer mir jetzt sagt: „Da mitdie Schweiz darfst du überhaupt gar nicht kritisieren, weil wir haben ja in Deutschland noch nichtmal Volksabstimmungen!“ der kann mich mal an die Füße fassen!
Was wir in Deutschland nämlich noch haben ist die Freiheit seine Meinung zu sagen, auch zu solchem Knelz.

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Mrz
22
2013
3

Irrsinn mit Pfote 2: Neues von Jack Wolfskin

Einige werden sich noch an die Geschichte von vor ein paar Jahren erinnern, als die Jackenfirma Jack Wolfskin die Verkaufenden einer Internet-Heimwerkerbörse namens Dawanda abmahnen ließ, weil sie die Frechheit besaßen Kleidungsstücke mit Katzenpfoten zu vertreiben.
Katzenpfoten sehen scheinbar für die Trapper_innen bei Jack Wolfskin der Wolfspfote sehr ähnlich, die Jack Wolfskin als Marke hat schützen lassen. Unter anderem auch für Kleidungsstücke.
Es gab einen mittelgroßen bis großen Shitstorm, Jack Wolfskin hat die Abmahnungen zurückgenommen, aber nicht begriffen, was sie falsch gemacht hatten. Die heimwerkenden Dawandaanbieter_innen mussten jedenfalls ihre Katzenpfotensachen aus dem Shop nehmen um einer Klage zu entgehen.
Nun hat der Mahnzorn der Firma, die so etwas wie das Apple unter den Outdoorbekleidungshersteller_innen ein neues unwahrscheinliches Opfer getroffen: Die Produktionsfirma des aktuellen „Fünf Freunde“-Filmes. Das Logo der Filmreihe, die schon einige Jahre besteht, zeigt eine Hundetatze, bei der die einzelnen Krallen durch Fingerabdrücke ersetzt wurden.
Und ganz ehrlich: Ich hab das kommen sehen. Als vor ein paar Monaten ein Trailer des Filmes mit diesem Logo in den Kinos lief, musste ich an die Dawandasache denken.

Ich hoffe, dass die Produktionsfirma des Filmes über längeren finanziellen Atem verfügt als die Dawandaverkäufer_innen und es auf eine Klage ankommen lassen. Ich finde es unglaublich unsinnig, dass Tierpfoten, die Farbe Rot oder ein stilisierter Apfel als Marke schützbar sind.
Weder ein Pfotenabdruck noch ein Apfel erreichen die Schöpfungshöhe. Jeder Hund kann einen Pfotenabdruck machen – es sei denn, er hat keine Beine und das wollen wir ihm nicht wünschen.
Ich hoffe solch ein Blödsinn wird in Zukunft unterbunden.

Aktuelle Links entfallen, weil Leistungsschutzrecht.

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Jan
06
2012
3

Jetzt auch noch Mp3-Player!

Errinnert ihr euch noch an die „gefährlichen Rollbretter“? Es gibt da jetzt einen neuen „gefährlichen Trend“ dem man, – natürlich – mit Verboten beikommen will.

Offenbar sorgen neuerdings also MP3-Stöpsel in den Ohren im Strassenverkehr vermehrt für Unfälle, daher will unser charismatischer Verkehrsminister von der Verbiete-was-du-selbst-nicht-brauchst-Partei CSU nun MP3-Player für Fußgänger verbieten.

Sicher, auch ich bin schon einmal hupend im Schritttempo hinter einem Musikhörer her gefahren, der in einer Seitenstrasse ging, und mich nicht gehört hat. Aber wie häufig passiert das? Und habe ich ihn überfahren? Nein. Weil der Autofahrer ja hinschaut, wo er hinfährt. Ebenso hat der Fußgänger auch oft selbst im Blick wo er hinläuft und wo er mit Verkehr zu rechnen hat.
Und selbst wenn wir annehmen, dass das Hören von Musik im Strassenverkehr für Fussgänger gefährlich ist, warum fällt das erst jetz auf?
Ich meine, wie lange gibt es schon Walkmans? Seit den späten 70ern? In den 80ern hatte fast jeder einen, und im Prinzip arbeiten diese archaischen Geräte auch nicht anders als die Mp3-Player von heute.
Wie kann es also jetzt einen Anstieg geben, wenn es wirklich an den Mp3-Playern liegt?

Und wer erstattet mir das Geld für meinen MP3-Player zurück, wenn die Dinger nun auch für Fußgänger verboten und somit de facto nutzlos werden? Herr Ramsauer sicher nicht, oder?

In diesem Sinne: Frohes neues Jahr!

Jun
12
2010
1

[Raben]vögel: Inter-Ornithologische-Etiquette

Auf folgendem, heute entstandenen Schnappschuss kann man sehr gut sehen, wie die Rabenkrähen auf Sylt so mit den Möven klar kommen.

Gar nicht, nämlich. Die Krähe – trotz ihrer überlegenen Intelligenz – geht der Möve tunlichst aus dem Weg. Die Möve ist in vielen Fällen größer, kräftiger und angriffslustiger. Außerdem scheinen Möven ein ausgeprägtes Revierverhalten zu haben. Zumindest, was Müllcontainer oder andere natürliche Futterquellen angeht.
Ich habe schon mehrmals beobachtet, wie eine Möve eine Rabenkrähe oder eine Dohle weggescheucht hat, die sich gerade im Abfall bedienen wollte.

Der einzige Trost für die oben abgebildete Krähe, die ob der überlegenen Physis der Möve die Schwanzfedern einklemmen musste, ist, dass die Möve selbst zu einer schmackhaften Nahrungsquelle wird, wenn sie zB. von einem Auto totgefahren wird.
Dieses kommt auch oft vor, und plattgefahrene Möven scheinen für die Sylter Rabenkrähe ein echter Leckerbissen zu sein.
Wer will es ihr verübeln?

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: , ,
Mrz
21
2010
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Neuigkeiten zum Wochenende

Tja. Die von Ubisoft haben scheints arge Probleme mit ihrem Online-Knebel-Kopierschutz, über den ich ja schon am 7.3. berichtet hatte. Der scheint mit dem DRM von Steam irgendwie gar nicht zu funktionieren, mit dem Effekt, dass die Betreiber von Steam in Großbrittanien, Valve, nun die Spiele „Assasins Creed 2“ und „Silent Hunter 5“ beide aus dem Programm entfernt haben.
Mal schauen, wie das mit denen so weitergeht.

Update: Wie man bei Fefe nachlesen kann, sind die doch noch drin, war wohl ’ne Falschmeldung. 🙁 Schade, wär‘ mal ein nettes Zeichen gegen die Kundendrangsalierung gewesen.

Das Debakel um Guido Westerwelle geht in eine weitere Phase: Die Beliebtheitswerte der Kanzlerin scheinen auch unter den Eskapaden des Aussenministers zu leiden, sie ist jüngst aus den Top Drei der beliebtesten Politiker in Deutschland gefallen. Über ihr sind jetzt Horst Köhler, unangefochten auf Platz 1, und die Arbeitsministerin Ursula „Zensursula“ von der Leyen sowie der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.
Womit die beiden letztgenannten Platz 2 und 3 verdient haben, ist mir zwar schleierhaft, aber dafür ist mir umso weniger schleierhaft, warum Guido Westerwelle mittlerweile der dritt-unbeliebteste Politiker in Deutschland ist. „Liberaler Klüngel“ (SpOn)
Nach ihm kommen nur noch die gewohnten sozialistischen Schreckgestalten der Linkspartei Gregor Gysi und Oskar Lafontaine.
Über den Absturz von Westerwelles Umfragewerten kursieren schon lustige Satiren: „Guido Westerwelle beim Wiedereintritt in Erdatmosphäre verglüht“ (Twitpic – ChrMll)

Was gibt’s sonst?
Ach, ja unter Computerspielgegnern, wie z.B. Herrn Dr. Pfeiffer, kursiert ja seit eh und je die These, dass Computerspiele mit Gewaltinhalten ursprünglich von der US-Armee entwickelt wurden (DOOM ist da gerne genanntes Beispiel), um Rekruten zu desensibilisieren und zu gewissenlosen Tötungsmaschinen zu machen.
Diese These kann man wohl getrost ad acta legen, da weder das US-Militär DOOM entwickelt hat, noch taugen Gamer besonders gut als Soldaten.
Im Gegenteil: Das US-Militär beschwert sich Videospieler seien eher ungeeignet, um für den Krieg ausgebildet zu werden. „US-Militär: Gamer zu weich und undiszipliniert“ (Stigma Videospiele)
Mich überrascht diese Erkenntnis weniger, aber jemanden, der denkt Motoradrocker seien auf die Idee gekommen zum… äh… Motorradrocken, als sie Videospiele gezockt haben, wird das ins eine Ohr rein, und direkt aus dem anderen wieder hinausgehen.

Nachtrag 22.3.2010: Und heute isses auch bei Golem: „US-Army überarbeitet Grundausbildung“

Mrz
19
2010
5

Professor Alex van Ludovico im Interview

Professor Alex Dimm van Ludovico, frei erfundener Direktor des frei erfundenen „Institut für Gewaltforschung, Stumpfe Gegenstände und Prävention“ (IGSGP) in Buchholz in der Nordheide, spricht mit mir über die Gewalt in der Welt, und ihre Ursachen.

Professor Alex Dimm van Ludovico (IGSGP)

Professor van Ludovico, es gibt in dieser Zeit ja nun ziemlich viel Gewalt.

Ludovico: Ja, das ist richtig. Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht in den Nachrichten von irgendwelchen schlimmen Dingen erfährt. Unser Institut hat diese Dinge, diese schlimmen Dinge untersucht, und ist zu überraschenden Ergebnissen gekommen.

Was haben Sie herausgefunden?

Ludovico: Es liegt alles an den Computerspielen.

Sie sehen mich überrascht. Das sind in der Tat erstaunliche Ergebnisse.

Ludovico: Ja. Die ganzen Amokläufe in der letzten Zeit sind allesamt durch Counterstrike Source ausgelöst worden. Einem gewalthaltigen Spiel, indem es aussließlich um die brutale Exekution von menschlichen Geiseln geht.
Ohne dieses spezielle Spiel hätten viele Leben gerettet werden können.

Aber es gab doch sicher vor Computerspielen auch schon Gewalt. Was ist zum Beispiel mit dem zweiten Weltkrieg?

Ludovico: Der zweite Weltkrieg ist zwar aus einer explosiven gesellschaftlichen Lage nach dem ersten Weltkrieg entstanden, mit dem Zusammenbruch der Börsen am schwarzen Freitag und allem, ohne das Computerspiel „Battlefield 1942“ welches damals noch offen über die Ladentische ging, wären die Menschen damals nie auf die Idee gekommen, sich gegenseitig mit echten Schusswaffen tot zu schießen.
Besagte Gewalt-Computer-Killer-Mörderspiele haben schon immer für eine Desensibilisierung der Menschen gesorgt, die sie gespielt haben, und leider waren damals auch die führenden Köpfe in der Politik keine Ausnahme.
Aus den in den 80er Jahren aufgetauchten Tagebüchern Adolf Hitlers wissen wir, dass er dieses Spiel in seiner Zeit in Festungshaft im Landsberger Gefängnis gespielt hat, und offenbar auch „einen Highscore aufgestellt hat“, wie man unter Computerspielern sagt.

Sollen die Tagebücher von Hitler nicht gefälscht gewesen sein?

Ludovico: Nur weil eine Quelle unglaubwürdig ist, heißt es noch nicht, dass auch die aus ihr kommenden Informationen falsch sein müssen.
Wir haben mittels modernster Methoden die Computerspielleidenschaft von Adolf Hitler nachweisen können.
Nebenbei – und das ist nur eine seltsame Eigentümlichkeit am Rande – soll er Abba gehört haben.

A-ha…

Ludovico: Nein. Abba. Nicht A-ha.

Äh… ja. Das sind merkwürdige Neuigkeiten.
Aber es gab ja doch schon vorher Gewalt, oder?

Ludovico: Ja, sicherlich. Nur Computerspiele dran schuld, in denen der Spieler eine kämpferische Rolle übernimmt, die er dann – wenn der Kick nicht mehr ausreicht – auch im richtigen Leben einnehmen möchte.

Aber… Aber es gab doch auch vorher schon Gewalt, ich meine, was ist mit dem ersten Weltkrieg?

Ludovico: Unsere neuesten Forschungen haben enthüllt, dass der erste Weltkrieg durch eine Betaversion des Killerspiels „World of Warcraft“ entstanden ist. Einem Spiel in dem man Truppen anführen muss, Flugzeuge fliegen und Panzer steuern.

Ach. So alt ist World of Warcraft schon?

Ludovico: Ja, sicherlich. Schauen sie sich nur mal die Grafik an.

Okay, das ist ein Punkt. Aber Kriege ziehen sich doch durch die gesamte Menschheitsgeschichte… Was ist zum Beispiel mit dem trojanischen Krieg?

Ludovico: Der trojanische Krieg wurde durch eine Reihe besonders brutaler Infocom-Textadventures ausgelöst. Damals hat man sich eben noch ohne Grafik in eine agressive Stimmung bringen müssen.

Vielen Dank Professor Ludovico.

Wer dieses Interview komplett beknackt und vor allem unrealistisch fand, der sollte sich mal folgendes, echtes Interview durchlesen: „Eine Machotruppe“ (FR-Online)

Mrz
12
2010
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Erst die Linksammlung aufessen!

Aber Mami, Mami ich will keine Linksammlung! Ich will lieber normalen Blogartikel! Wenn es sein muss, reichen auch ein paar Fotos!

Ja, nee, tut mir leid mir fällt heute einfach mal wieder nichts zu Schreiben ein. Dabei gäbe es ja genug, über das man sich aufregen könnte.

Das Thema, das sich durch alle folgenden Links zieht ist:

Andere würden es für einen Vorzug der Demokratie gegenüber einer Dikatur halten, dass Politiker von den Medien kritisch unter die Lupe genommen werden, aber die FDP hält die Demokratie für gefährdet, wenn Leute weiterhin Westerwelle kritisieren:
Link!

Hier bei „Carta“ lässt man die gesamten Ereignisse nochmal Revue passieren: Link!

Die „Welt“ stellt zwischenzeitlich Verhaltensregeln für den Kontakt mit Aliens auf. Link!

Die Kosten für die zukünftige Nacktscannung aller Fluggäste werden wohl – wie beim orf nachzulesen ist, wohl die Fluggäste tragen müssen: Link!
Ich weiß ja nicht, aber normalerweise werden doch Leute dafür bezahlt, dass sie sich ausziehen. Ich hab noch nie von einer Stripperin gehört, die einem Geld gibt, damit sie sich ausziehen darf. (Wer eine weiß, bitte bei mir melden. 😉 )

Wie „Stigma Videospiele“ feststellt, scheint es mittlerweile „Killerspiel-Lobbies“ und „Killerspiel-Verbände“ zu geben. Unglaublich, wie dreist manche Leute ihr Neusprech unter die Leute zu bringen versuchen. Link!

Die Spitzenkandidatin der NRW-SPD, Hannelore Kraft, versucht derweil Werbung mit Slogans zu machen, die unschöne Erinnerungen wecken. Link!

Ihr Pendant von der CDU ist übrigens auch eher schlimmer, als besser. „Zapp“ zufolge kämpft der mit allen Mitteln gegen die kritische Berichterstattung über ihn. …oder besser: Lässt kämpfen. Link!

Telepolis analysiert, dass HartzIV Empfänger in den Medien mittlerweile immer nur als Opfer oder Täter beschrieben werden, kaum als Menschen, die eben nunmal HartzIV bekommen, und mit denen sonst nichts nicht stimmt. Link!

Bei Malte Wielding gibt es einen „kleinen Führer für den modernen Populisten“, der eindrucksvoll die rhetorischen Spielchen von Westerwelle, von der Leyen und co. demaskiert. Link!

Feb
23
2010
1

Illegale Abkürzungen

Ihr habt ja alle sicher von diesem Fall gehört, wo jemandem ein Pulli von der Strasse wegbeschlagnahmt wurde, weil dieser die Buchstabenfolge „ACAB“ trug. „ACAB“ kann als Abkürzung für „All cops are bastards“ stehen, und das heißt ja in etwa auf Deutsch „Alle Polizisten sind uneheliche Kinder“.
Ich musste da wieder dran denken, weil eine links-, rechts- anarchistische, islamistische Untergrundzelle auf Sylt nun auch diese Buchstabenfolge versprüht:

Gleich in doppelter Hinsicht illegal: Grafitto in Rantum

Egal wie man das findet Buchstaben zu verbieten, aus den gleichen Gründen gibt die KFZ-Zulassungsstelle in Limburg ja schon seit einiger Zeit auch Nummernschilder nicht mehr raus, die sich „LMAA“ lesen, weil dies andere Verkehrsteilnehmer beleidigen könnte.

Ich frage mich nur, wann dann auch endlich andere beamtenbeleidigende
Buchstabenfolgen verboten werden? Die Abkürzung für „All Cops date Clowns“ (Alle Polizisten verabreden sich mit Clowns) zum Beispiel erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Alleine bei Google findet man die Abkürzung mehr als 5 Millionen mal, und selbst unser derzeitiger Verteidigungsminister ließ sich schon einmal in einem T-Shirt ablichten, auf dem diese Buchstaben stehen.

Und in der letzten Zeit – gerade bei Schnee und Eisglätte – sind mir auch viele Autos aufgefallen auf denen die Abkürzung für „All dorks are cops“ (Alle Trottel sind Polizisten) steht.
Ist das etwa erlaubt?

Nachtrag:
Disclaimer: Dieser Nachtrag -wie auch schon der ganze Artikel – wurde von einem Nichtjuristen erstellt, und soll keine Rechtsberatung sein.
Die Rechtslage ist wohl nicht besonders eindeutig, was diese „ACAB“ Abkürzung angeht. „ACAB“ ist scheinbar nur dann strafbar, wenn man konkrete Polizisten damit bezeichnet. Als Aufdruck auf einem Shirt aber wohl eher nicht. Im Lawblog gibt’s einen Artikel drüber: LINK!

Written by Heiko C. in: Linguistisches,Lustiges,Psychologisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Jan
26
2010
10

Knoten verboten!!!

Tja, ich hab jetzt doch mal ein Foto in der hiesigen Grundschulsporthalle gemacht, wo ich zweimal die Woche abends immer Spocht mache. Es handelt sich um Fotos von einem Fundstück, das irgendwie unlogisch betextet ist.

Erstmal warnt an den Kletterseilen (oder sind das Taue?) dieses Schild hier davor, Knoten in die Seile zu machen:

Daneben, halb verdeckt von eben den Tauen (oder Seilen) um die es geht, hängt ein weiteres Schild, auf dem erklärt wird, warum Knoten verboten sind.

Da man die Schrift auf dem Bild nicht wirklich gut erkennen kann, werde ich die Passagen, die mich irritieren einmal kurz zitieren:

Die Knoten in den Tauen, die leider in vielen Hallen zu finden sind, bergen erhebliche Verletzungsgefahren. Es könnte beim Herunterklettern (oft abwärts aber nicht geklettert, sondern gerutscht) vor allem bei Jungen zu Verletzungen kommen, wenn der Knoten zwischen den Beinen hängenbleibt.

Erst einmal: Aua!
Dann als zweites: Aha, es sind Taue, und keine Seile.
Und dann verwirrt mich auch, dass man sinngemäß geschrieben hat „…beim Herunterklettern, das aber keines ist, obwohl es sich um eine Abwärtsbewegung handelt, die aber gerutscht ausgeführt wird…“
Warum steht auf dem Schild nicht gleich „Es könnte beim Herunterrutschen…“, dann hätte man sich den ganzen eingeklammerten Bandwurmmist sparen können. Und das kommt von mir, der ja selbst am laufenden Band verbalen Bandwurmmist produziert.
Aber fassen wir nochmal zusammen: Keine Knoten sonst fiese Verletzung zwischen den Beinen.
Weiter im Text:

Tatsächlich passieren solche Unfälle leider häufig! Eine andere Unfallursache ist das Herumschleudern des Taus, das dann durch große Geschwindigkeit Kopfverletzungen verursachen kann. Die Taue sollen, wenn sie zu einem anderen Teilnehmer gegeben werden sollen, aus einer leichten Höhe lediglich losgelassen werden, damit sie langsam zum Partner schwingen können.

Ich würde es anders formulieren, als dieses Schild hier, aber das ist ja auch noch einsichtig. Aber das Schild hat noch mehr auf Lager:

Knoten in den Tauen können dann akzeptiert werden, wenn übergewichtige Kinder sich allein am Tau nicht festhalten können, in diesem Fall wird ein Knoten auf Kopfhöhe gemacht, damit das Kind sich über dem Knoten am Tau festhalten kann. Die Knoten müssen aber nach Benutzung der Taue unbedingt wieder entfernt werden.

Stellen wir uns das mal vor:
Ich bin ein dickes Kind, etwa so 9 Jahre alt und bekomme von meinem Sportlehrer, Herrn Menschenschinder, die Anweisung an so einem Seil nach oben zu klettern.
Das kommt vor. Ich war ein eher dickes Kind, und es wurde immer von mir erwartet, genau wie die Hungerhaken in meiner Klasse, ganz bis nach oben zu klettern.
Hab ich jetzt einen Knoten auf Kopfhöhe, und klettere erstaunlicherweise tatsächlich bis ganz nach oben, dann ist der Knoten wieder unter mir.
Wenn ich als dickes Kind nun den Halt verliere, weil ich mit meinen Armen eben besser Kartoffelchips essen kann, als mein eigenes Gewicht halten, dann rutsche ich nach unten, oder wie dieses Schild es ausdrücken würde: Ich klettere nach unten (aber nicht geklettert, sondern abwärts und gerutscht und mit hoher Geschwindigkeit).
Kann es da zu keinen „Verletzungen zwischen den Beinen“ kommen? Oder sind die nicht eher noch wahrscheinlicher, wenn komprimierte 60 Kilo 10 Meter in die Tiefe rauschen, immer auf einen verbotenen Knoten zu? Ganz abgesehen davon haben dicke Kinder vermutlich auch mehr Widerstand, der auf den Knoten treffen kann.

Und nehmen wir an, ich schaffe es nicht, bis ganz nach oben zu klettern, wie die anderen. Meiner Meinung nach, ist das sowieso realistischer. Wozu dann überhaupt der Knoten? Damit ich mit schlaffen Armen an ihm hängen kann, und die anderen Kinder mich auslachen?

So oder so ergibt das keinen Sinn. Wer denkt sich solche Schilder aus?

Written by Heiko C. in: Beklopptes | Schlagwörter: , ,
Jan
02
2010
5

Computerspielen ist offenbar das neue Haschischrauchen…

…zumindest aus Sicht der vielgepriesenen deutschen Leitkultur. Da werden nicht nur gewohnheitsmäßig schon Lanparties verboten, weil „Killerspiele“ wie „Counterstrike“ oder „Hello Kitty Fun Land“ gespielt werden sollen, nein, auch wenn ein Gamerverein für den guten Zweck Spenden sammeln möchte, wollen die karitativen (Anm.: bin mir jetzt unsicher, aber Wikipedia schreibt auch Karitas mit K vorne.) Vereine lieber nicht in Verbindung mit dem durch massenhaften Pixelmord gesammelten Blutgeld der spielesüchtigen Killerspieler gebracht werden.

Dass dieser Fall im letzten Jahr, der Fall der SOS-Kinderdörfer, welche kein Geld von Gamern haben wollten, kein Einzelfall war, zeigt sich nun. Auch die Deutsche Krebshilfe will mit den computerspielenden Baldamokläufern nichts zu tun haben. (Korrektur: Das Geld nehmen sie natürlich trotzdem, in Verbindung wollen sie aber nicht gebracht werden.)

Wenn man jetzt noch an die „Spieleverbrennung“ des Aktionsbündnisses Winnenden denkt, und an die Forderung Becksteins Killerspiele mit Gefängnis zu bestrafen, ergibt sich ein unschönes Gesamtbild.

Ich fand den Namen der Seite „Stigma Videospiele“, die sich mit der Diskriminierung von Games und Gamern beschäftigt, bisher immer ein wenig überdramatisierend. Das hat sich nun geändert. Was kommt als nächstes? Gamer in kleine Lager sperren?

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Dez
03
2009
5

Schweizer Basisdemokratie verbietet Minarettbau

In der Schweiz haben sie abgestimmt ob der Minarettbau verboten werden soll. 52% der Wahlberechtigten sind hingegangen, und haben ihre Stimme abgegeben. Davon wiederum 57% stimmten für das Verbot Minarette in der Schweiz zu bauen.

Bald auch in Deutschland? Minarettenverbot in Kneipen

Argumente, die man auch hierzulande gerne von Befürwortern eines solchen Verbotes oder anderen verwirrten Menschen hört, sind unter anderem folgende:

Argument 1: Der Islam ist voll böse. Wir haben ganz doll Angst, wenn da ein Minarett im Dorf lauern tut.

Meine Antwort: Der Islam ist nicht voll böse. Und selbst wenn er das wäre, und man dafür Anhaltspunkte hätte, was nutzt es da Minarette zu verbieten?

Argument 2: In der Schweiz wurde das Verbot von linken Feministinnen angestrengt, die damit gegen die Machoreligion Islam und deren phallusartigen Gebetstürmen protestieren wollen.

Meiine Antwort: Alle Moslems mal eben so als frauenfeindliche Machos abzutun ist genauso intolerant und unreflektiert, als wenn man sage, sie seien alle böse.
Und suuper Protest mal eben so die Gotteshäuser von andersgläubigen baurechtlich zu verstümmeln! Und so zielgerichtet! Sind die Minarette etwa Ursache für die Unterdrückung von Frauen im Islam?

Argument 3: Wenn linke Feministinnen sich sowas ausdenken, dann KANN das ja gar nicht rechts sein. (Hö’ma!)

Meine Antwort: Nur weil sich linke Feministinnen einen Weg ausdenken, wie sie durch das Minarettverbot den Islam symbolisch kastrieren können, ist das noch lange nicht links.
Im Gegenteil. Wenn man eine bestimmte – glücklicherweise veraltete und wenig zahlreiche – Sorte von linken Feministinnenschalten und walten ließe, würden die kastrieren was sie zu packen kriegen können. Manche von diesen angeblich „linksliberalen“ Feministinnen kann man getrost als faschistoid bezeichnen.

Argument 4: Religionen gehören allesamt verboten! Wenn’s nach mir ginge kann man auch gleich anfangen den Kölner Dom abzureißen.

Meine Antwort: Wenn man schon anfängt Religionen zu verbieten, dann darf man nicht mit Minderheitenreligionen beginnen. Hätte man statt den Minaretten den Bau von Synagogen verboten, hätte das jeder auch gleich eingesehen.

Argument 5: Wenn aba doch alle dafür gewesen sind, dann ist das doch wo demokratisch, und dann muss man des auch mach’n!

Meine Antwort: Nur weil alle (also in diesem Fall ein gutes Viertel) Schweizer der Meinung sind dass die Demokratie mal eben selbstverordnet von der Brücke springen soll, ist das noch lange keine gute Idee.

Argument 6: Die können doch auch ohne ihre Minarette Moscheen bauen!

Meine Antwort: Wenn es in der Türkei oder im Iran die Bauvorschrift gäbe, dass an christlichen Kirchen gut sichbar ein „Wer-hier-reingeht-ist-schwul!“-Schild hängen soll, dann kann man zwar immer noch ’ne Kirche bauen, Gängelei ist es trotzdem, und als solche auch ein Eingriff in die Religionsfreiheit.

Argument 7: Minarette locken hochrangige Islamisten an.

Meine Antwort: Sowas SAUDUMMES hab‘ ich noch nie gehört. Wenn das funktionieren würde, wüsste man dann doch wenigstens wo die hochrangigen Islamisten sich herumtreiben, oder?
Und kann man dann nicht auch eine Brotkrumenspur aus Minaretten legen, und die Islamisten somit in eine Falle locken?

Argument 8 (Nachgetragen): Immer wenn man nur die Wahrheit sagen tut, tun uns die/einige/wenige Linken als Reche beschimpfen!

Meine Antwort: Klar, das ist natürlich nur „die Wahrheit“, dass Islamisten sich von Minaretten angezogen fühlen wie Wespen von ’ner offenen Saftflasche. Und es ist bestimmt auch „die Wahrheit“, dass ein Minarettverbot auch nur IRGENDWAS bringen würde gegen den Islamischen Terror. Ohne Minarette kein Terror. Was ist das für eine Logik?
Interessant auch, dass in rechtskonservativem Beißreflex immer alle links sind, die an so einer Argumentationsweise was auszusetzen haben. „Immer nennen die uns Rechts, die blöden Linken!“ Merk‘ selbst, oder?

Und wer mir jetzt sagt: „Da mitdie Schweiz darfst du überhaupt gar nicht kritisieren, weil wir haben ja in Deutschland noch nichtmal Volksabstimmungen!“ der kann mich mal an die Füße fassen!
Was wir in Deutschland nämlich noch haben ist die Freiheit seine Meinung zu sagen, auch zu solchem Knelz.