Impactsuspect » Umweltsauerei
Mrz
14
2011
5

Atomstrom

Ihr werdet es vermutlich schon mitbekommen haben. In Japan gab es ein schweres Erdbeben und einen Tsunami. Beides hat dazu geführt, dass die Japaner die Kontrolle über mittlerweile 3 Atomkraftwerke verloren haben.
Die Nachrichten dazu sind teilweise widersprüchlich und reichen von „Alles nicht so schlimm“ bis „Super GAU“.
Dass es sich bei dem, was in Fukushima I passiert um einen GAU handelt, steht nicht wirklich in Frage.


Three Mile Island by ~NoelBoulet on deviantART

Nun geben sich unsere Regierung, die letztes Jahr noch für den Ausstieg aus dem Atomkonsens und für die Laufzeitverlängerung unserer AKWs gestimmt hat und die Atomlobby alle Mühe, uns vielerlei zu erzählen.
Unter anderem wären da:

1. Die Situation in Japan stellt keine Gefahr für Deutschland dar

2. Sowas wie in Japan könnte in Deutschland überhaupt nicht passieren

3. Es ist zynisch jetzt wieder über die Atomkraft zu diskutieren, während in Japan Leute sterben

4. Atomkraftgegner freuen sich jetzt alle hämisch über die Geschehnisse in Japan

5. Jetzt für Ökostrom zu werben ist pietätlos

6. Wer für Atomausstieg ist, der darf auch nicht mehr in einem Flugzeug fliegen.

Über ein zwei dieser Punkte kann man sicher geteilter Meinung sein. Alle anderen sind hingegen schon nach objektiven Kriterien komplett hirnrissig. Ich frage mich, ob es der bedingungslose Profitwillen der Energiekonzerne ist, der ihre Konsorten so einen Schwachsinn reden lässt, ob es die Verblendung dieser Leute ist und sie das selbst glauben oder was die sich sonst dabei denken.

Zu den „Argumenten“:

1. Die Situation in Japan stellt keine Gefahr für Deutschland dar

Woher will man das wissen? Als Tschernobyl hochging durften wir für Jahre keine Pilze mehr sammeln und kein Wild mehr essen, und Tschernobyl ist auch schon ein Stückchen weg. Ein Jahr lang durfte man im Regen nicht raus, ich kann mich noch erinnern, wie das damals war.
Ist es ausgeschlossen, dass sich die Radioaktivität in Japan erhöht, sich der Wind dreht und ein Teil bei uns als radioaktiver Niederschlag ankommt? Ich hab schon Pferde kotzen sehen, und zwar vor der Apotheke. Mit zunehmenden Alter hat sich bei mir sogar die Frequenz der kotzenden Pferde erhöhnt, die ich vor Apotheken stehen sah.

Selbst wenn Deutschland jedoch auf keinen Fall in Gefahr wäre, irgendeinen Schaden von der aktuellen Situation in Japan davonzutragen, was ist daran beruhigend? In Japan sterben weiter Leute. Dass es uns bisher noch gut geht, ist kein Argument für Atomstrom.
Im Gegenteil: Es zeigt doch selbst dem dümmsten Atomstromfetischisten, dass diese Technologie einfach nicht beherrschbar ist, und bei Unfällen gleich riesige Gebiete unbewohnbar werden.

2. Sowas wie in Japan könnte in Deutschland überhaupt nicht passieren

Da würde ich gerne mal die Quellen derer sehen, die das behaupten. Sicher Deutschland ist nicht so erdbebengefährdet wie Japan, aber die AKWs in Japan hätten Erdbeben von „zu erwartender Stärke“ ja auch schadlos überstanden.
Unsere AKWs werden ja wohl auch auf „zu erwartende“ Erdbebenstärken ausgelegt sein, oder? Und Ja: Auch in Deutschland haben wir Atomkraftwerke in Erdbebengebieten: Die „in Deutschland kann das nicht passieren“ Lüge
Tsunamis kann es auch hier geben, wenn es zu Erdbeben in Norwegen kommt, zum Beispiel. Das ist nicht wirklich ausgeschlossen. Ausserdem gibt es in Deutschland dann auch gerne mal eine verheerende Sturmflut alle paar Jahrzehnten. Brunsbüttel liegt direkt am Meer.
Der Stand der Technik ist in Japan auch nicht weiter hinterher als hier. Man kann davon ausgehen, dass die in Punkto Katastrophenschutz sogar erheblich weiter sind, als wir. Wäre dem nicht so, wären die Auswirkungen des Erdbebens dort noch verheerender als sowieso schon.

3. Es ist zynisch jetzt wieder über die Atomkraft zu diskutieren, während in Japan Leute sterben

Es ist zynisch – und vor allem strunzdumm – weiter an ihr festzuhalten, während in Japan Leute sterben.
Nachtrag: Und selbst im traditionell eher wirtschaftsfreundlichen Handelsblatt kann man sich diesem Argument nicht anschließen.

4. Atomkraftgegner freuen sich jetzt alle hämisch über die Geschehnisse in Japan

Wer das glaubt, ist lediglich dumm genug keine Angst zu bekommen, wenn er sieht, was in Japan passiert. Dort hat es entweder schon eine Kernschmelze gegeben, oder sie wird seit Tagen erwartet. Die Nachrichten sind eher uneinheitlich, Grund zur Sorge gibt es aber allemal.
Grob vereinfacht bekommen die Japaner ihren Reaktor (mindestens einen) nicht mehr ausgeschaltet, obwohl ihr Leben davon abhängt. Die Brennstäbe brennen vor sich hin, und man kann nichts dagegen unternehmen.
Das passt auf die Definition von „außer Kontrolle“. Da freut sich niemand hämisch drüber, da hat man eine Scheißangst vor.
Eine Scheißangst, dass das hier passieren könnte. Und ausgeschlossen – Siehe Punkt 2 – ist das eben nicht.

5. Jetzt für Ökostrom zu werben ist pietätlos

Mal abgesehen davon, dass die Atomlobby sich in den letzen Jahren alle Mühe gegeben hat, Atomenergie als Ökostrom auszugeben – so lächerlich das auch sein mag – ist es wohl eher pietätlos jetzt noch weiter für Atomenergie einzustehen.
Immerhin handelt es sich nicht um den ersten GAU in den letzten 30 Jahren, sondern um den mindestens dritten. Und auch nur um den dritten, wenn man die jetzt außer Kontrolle geratenen AKWs in Japan nicht einzeln zählt. Sonst ist es der vierte, fünfte oder sechste.
Warum man als Atomkraftgegner plötzlich für Atomkraft sein soll, wenn den Japanern gleich mehrere Kraftwerke um die Ohren fliegen, diese Logik erschließt sich wohl auch nur denen, die an Atomstrom verdienen.

6. Wer für Atomausstieg ist, der darf auch nicht mehr in einem Flugzeug fliegen.

Ein Flugzeug kann abstürzen. Bei so etwas hat es bisher bis zu 600 Opfer gegeben. Bei 911, wo Flugzeuge in das World Trade Center gesteuert wurden, hat es etwa 3000 Tote gegeben.
Danach konnte man die Trümmer wegräumen, und selbst Ground Zero ist prizipiell heute wieder gefahrlos begehbar.
Wenn ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt, dann sind nicht nur die Opferzahlen sehr viel höher, sondern es wird auch noch ein Gebiet auf unabsehbare Zeit unbewohnbar, das groß genug ist, UM ES VOM WELTRAUM AUS SEHEN ZU KÖNNEN. Man kann dort zwar hingehen, und ganz schnell wieder rausgehen, stirbt aber dann trotzdem irgendwann daran. Außerdem sieht man Radioaktivität nicht wirklich kommen.
Flugzeugabstürze lassen sich nicht wirklich mit GAUs vergleichen.

Selbst wenn all diese Argumente treffen würden, weiß man übrigens bis heute nicht, was man mit Atommüll machen soll.
Man kutschiert ihn entweder durch Deutschland, mit irgendwelchen Castorzügen, lagert ihn in Russland irgendwo unter freiem Himmel, lagert ihn in Deutschland irgendwo zwischen, wo den Mist keiner haben will oder man lagert ihn in Deutschland irgendwo END, wo ihn auch keiner haben will, und wo bald schon alles einstürzt.

Wie man in Anbetracht all dessen im Ernst noch für Atomkraft reden kann ist mir schleierhaft, aber sowas von.


roads to tschernobyl IV by ~mr-pitz on deviantART

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Technisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Mrz
07
2011
--

CCS – Links

Bei uns wird immer noch demonstriert, das Thema ist auch noch nicht – wie viele Politiker hofften – aus den Köpfen der Menschen verschwunden.

Die CCS – Debatte hat es dann langsam auch aus den regionalen ‚Tageblättern in andere Zeitungen Deutschlands geschafft.

Am 2.3. berichtet der Tagesspiegel über das geplante CCS – Gesetz.

Am 1.3. pocht der Landrat in den Husumer Nachrichten auf gemachte Zusagen des Bundesumweltministers.

Am 23.2. berichtet gar die Welt über eine Demonstration in Schlüttsiel gegen CCS.

Schön, dass das Thema nicht nur in den Medien bleibt, sondern auch der Zweifel an der Zuverlässigkeit der CCS-Technologie langsam in andere Mainstreammedien herüberschwappt. Beim shz-Verlag hat man ja manchmal das Gefühl, dass die Berichterstattung hauptsächlich die Anwohner beruhigen soll.

Update: Und heute gibt es was in der Taz. Da haben die in Norwegen die Pläne wohl erstmal eingemottet, die CCS-Technik in großem Maßstab zu verwenden. LINK!

Update 2: …und die Linkspartei sollte man auch nicht wählen, wenn man keinen Keller voll mit CO2 haben will. Wie die Junge Welt berichtet, stimmt die Linke trotz Protesten für die unerprobte Technologie, die Experten zufolge wahrscheinlich schon überholt ist, wenn man soweit wäre sie einzusetzen.
Ganz toll.

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Nov
25
2010
--

Dörflicher Überwachungswahn II

Dass ich mir die Sache mit den Videokameras in meinem Dorf – über die ich hier berichtet habe – nicht ausgedacht habe, bestätigte am 23.11 nun auch das Mainstreammedium „SHZ“. Nachzulesen ist der Artikel noch hier. (Falls der schon weg ist, bitte ich das zu entschuldigen, SHZ löscht gerne mal ältere Artikel. Wahrscheinlich haben die nicht so viel Platz in ihrem Internet)

Nachzulesen ist dort, dass die tatsächlich schon zwei Jahre überwachen, dass es sich um ein Modellprojekt handelt, und dass Leck als Dorf im Norden einmalig mit dieser Kameraausstattung ist. Ursprünglich war die Überwachung nur für 6 Monate vorgesehen, weil „weiterhin Bedarf besteht“, hat man aber einfach mal damit weiter gemacht. Wie das halt so ist.

Initialer Grund der Überwachung ist wohl die steigende Anzahl an Gewaltdelikten. Scheinbar diskutiert man in Leck nicht mehr so gerne, sondern gibt dem anderen gleich auf die Nase. Ein Zustand, der mir auch noch nicht so recht aufgefallen ist.

Aug
14
2010
2

Schock! Philanthropische Energielobby droht mit Ausstieg aus dem Atomstrom!

Ist das jetzt Sommerloch oder Wunschdenken? Eine Ente? Ich bin mir selbst nicht so ganz sicher. Wie man bei Spiegel-Online nachlesen kann, drohen aber nun die Energiekonzerne mit dem Ausstieg aus der Atomenergie, den fast alle außer den Energiekonzernen sowieso schon seit 20 Jahren wollen.
Da will Schwarz-Gelb wohl eine Steuer auf Brennelemente einführen, eigentlich sinnig sowas, wenn man bedenkt dass es aufgrund der fehlenden Nachhaltigkeit auch Ökosteuer auf Benzin und Diesel gibt. Brennelemente sind sicher noch viel weniger nachhaltig als Diesel ist. Immerhin braucht man für Abgase aus Dieselmotoren keine teuren Endlager in undichten und einsturzgefährdeten Salzbergwerken.
Wenn jetzt die einzigen Nutznießer der Atomkraft mit Ausstieg „drohen“, fragt man sich direkt, was als nächstes kommt.
Droht morgen der Papst damit, dass Frauen Priester werden dürfen, wenn die Feministinnen nicht aufhören zu meckern? Oder Dieter Bohlen damit sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen?

Ich find das Sommerloch super: Es brachte uns bis jetzt schon Blumenkübel und die Androhung des Atomausstiegs von Seiten der Energiekonzerne. Wie geht es wohl weiter? Wir warten mit angehaltenem Atem!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gesellschaftliches,Lustiges,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Jul
06
2010
1

Ölpest – Das Musical

Gestern abend premierte um 22:00 das neue Musical „Oilspill – the Musical“ in der Wimmersbuscher Mehrzweckhalle. Die Autorin des sozialkritischen Stückes Musiktheater, Dagmar Eckentisch-Spömerisi (43), hat sich nach eigenen Angaben diese eher unscheinbare Bühne für die Premiere ausgesucht, um zu testen, ob die durchschnittliche Dorfbevölkerung in Wimmersbusch auch mit den zahlreichen sarkastisch-sozialkritischen Anklängen etwas anzufangen weiß.
„Wissen Sie, wenn die Botschaft meines Musicals bei den einfachen Leuten nicht ankommt, dann habe ich noch viel Arbeit vor mir. Dann muss ich alles umschreiben.“, sagte Sie uns im Vertrauen.

Die Internationale Presse war gestern natürlich auch anwesend: Reporter vom „Wimmersbuscher Anzeiger“, der „Brandon Evening Press“ und des „Le Friseur“ waren da, und sogar ein Fernsehteam des offenen Kanals Bad-Hohensalza.
Obwohl stets darum bemüht, den einfachen Dorfzuschauer nicht zu überfordern, hat Frau Eckentisch-Spömerensi es geschafft Tim Curry für die Hauptrolle zu gewinnen, zumindest für die Premiere. Wie nicht anders zu erwarten spielte und sang er die Ölpest. Mit Rollen wie diesen hat er ja Erfahrung, lieh er im Film Ferngully doch einem bösen Umweltverschmutzungsmonster die Stimme.

„Ölig, ich bin so ölig, so fröhlig, ölig, ich bin das Öl!“, trällerte Curry mit markantem britischen Akzent. Es fällt ihm nicht schwer sich in Umweltverschmutzung, U-Bootoffizier oder einen transsexuellen Ausserirdischen zu versetzen, mit der deutschen Sprache hat er jedoch gestern seine Probleme gehabt. Trotzdem ein gelungener Auftakt für das mehrstündige Stück.
Wie in Musicals allgemein üblich wurden auch in „Oilspill – the Musical“ bekannte Stücke aus der Popmusik eingebaut. Das Lied vom Öl klingt also nicht zufällig bekannt: Es handelt sich um eine neu vertextete Version des Gassenhauers „Codo“ der Gruppe DÖF.

Auch andere Lieder klingen bekannt: So sang der Chor der PR-Leute von BP unter der Führung von Alberto Kotzas, der die Rolle des Tony Hayward spielte, zum Beispiel eine leicht veränderte Version von „We care a lot“ der Gruppe Faith No More.
Eindrucksvoll war am Premiereabend das Ballett der ölverschmierten Pelikane in Szene gesetzt, welche zu Tschaikowskys „Schwanengesang“ herzzerreißend starben, ebenso die Anhörung vor dem US-Kongress, auf deren Höhepunkt Kotzas in der Rolle Haywards „Guten Tag, ich will mein Leben zurück“ von Wir sind Helden singt.

Das Ende des Stückes ist sehr ungewöhnlich, gar grostesk zu nennen und gibt der Handlung, die ansonsten an den wahren Geschehnissen orientiert ist, einen besonderen Spin. Ich will auf keinen Fall zu viel verraten. Nur soviel: Am Ende fahren Tony Hayward und die Ölpest als glückliches Paar auf einer Yacht in den Sonnenuntergang!
Zum Abschluß gab es dann gestern Standing Ovations. Wimmersbusch hat verstanden, die Autorin Dagmar Eckentisch-Spömerisi atmete erleichtert auf. Nun steht einer langen und erfolgreichen Spielzeit nichts mehr im Wege.

Meine Empfehlung: Ansehen! Das beste Musical seit „Tschernobyl – Strahlende Gesichter!“

Mai
17
2010
5

The Good News

Schön, wenn es auch endlich mal positive Neuigkeiten zur Ölpest im Golf von Mexiko gibt, oder? Es folgt eine gute Nachricht, auf die die Welt gewartet hat:

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Gruseliges | Schlagwörter: , ,
Apr
27
2010
--

Alle Düsen stehen still, wenn Islands Vulkan es will!

Wie diese ominöse Vulkanaschewolke den Flugverkehr beeinflusst hat, und wie es nun schon wieder am Himmel aussieht, kann man eindrucksvoll in folgendem zeitgerafften Video sehen.
Wahnsinn! Wird doch wohl endlich mal Zeit für unterirdische Personen- und Frachtrohrpost. Das CO², das Dank Vulkan nicht durch den Flugverkehr in Europa in die Atmosphäre gelangt ist, ist übrigens ein Vielfaches dessen, was der Vulkan selbst in die Luft gepumpt hat.

Airspace Rebooted from ItoWorld on Vimeo.

Gefunden hier beim Travelblogger: LINK!

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Technisches | Schlagwörter:
Apr
27
2010
4

Peter Harry wird CO²-Endlager irgendwie nicht los…

Am 21. April 2010 war der Ministerpräsident Peter Harry Carstensen in Niebüll zum Bürgergespräch. Natürlich kam er auch um das Thema CO²-Endlager wieder nicht herum, dass hier oben die Leute – trotz Beschwichtigungen von allen Seiten – noch immer beschäftigt.
Das Nordfriesland Tageblatt hat am Freitag drüber berichtet und noch findet man den gleichen Artikel online unter http://www.shz.de/artikel/article//viele-fragen-und-zwei-offene-ohren.html?cHash=4f108a7ade&no_cache=1&sword_list[0]=viele&sword_list[1]=fragen&sword_list[2]=offene&sword_list[3]=ohren. (SHZ-Artikel werden ja scheinbar gerne mal irgendwann eingemottet, für den Fall hebe ich einfach mal den Artikel auf Papier auf. 🙂 )

Was nun im NFT zu dem Gespräch des Ministerpräsidenten mit den Vertretern der Gemeinden und der Bürgerinitiative zu steht, liest sich so:

Am Thema CO2 führt kein Weg vorbei. Eine Handvoll Endlager-Gegner erwartete den Ministerpräsidenten auf dem Gelände der Bildungs- und Arbeitswerkstatt (BAW) Südtondern. Nach einem kurzen Schnack nahm Peter Harry Carstensen sichtlich vergnügt die nächste Aufgabe in Angriff: Mit zwei Schnitten durchtrennte er das Band am Eingang zur neuen Theater- und Montagehalle des BAW.

Also mich hätte ja interessiert, was dieser „kurze Schnack“ beinhaltet, nicht nur, dass er vor irgendetwas anderem passiert ist. Schade, dass die Tageszeitung mit einem Quasimonopol hier oben nicht darüber berichtet.

Aber auch nicht so schlimm, denn immerhin gibt es ja Youtube, wo der gesamte CO²-Endlager-relevante Teil des Bürgergesprächs mit dem Ministerpräsidenten schon online steht:

Vielen Dank für’s Filmen und Hochladen an Klaus Günther. 🙂

Interessant, die Gründe die Peter Harry Carstensen vermutet, dafür dass RWE den Antrag noch nicht zurückgezogen hat: Wegen dem Aktienrecht! Dann ist ja alles klar!
Und beruhigend auch, dass der Ministerpräsident nicht denkt, dass das CO² – welches nie nicht verpresst wird, hier oben – das Wasser verschmutzen wird, und selbst wenn, man das dann reinigen kann.
Ansonsten wäre das Thema eigentlich tot hier oben, und wir sollten endlich Wissenschaftler auf unser Land lassen, damit die in der Erde rumbohren können.

Aber na ja… Wir werden sehen. Sonderlich beruhigt fühle ich mich jedoch nicht unbedingt.

Written by Heiko C. in: Politisches | Schlagwörter: , ,
Apr
18
2010
--

Vulkanaschensonnenuntergang

Ein paar Fotos, die ich vorgestern zum Sonnenuntergang gemacht habe. Die ansonsten kaum sichtbare Aschewolke hat die Farben des Sonnenuntergangs zwar recht rot, aber farblich auch recht blass hat werden lassen. Die fehlenden Flugzeugabgase scheinen ausserdem den Sonnenuntergang nicht ganz so rot werden lassen, wie er hätte werden können.
Ich finde es sind trotzdem hübsche Bilder geworden. Hier sind einige von ihnen unbearbeitet.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: ,
Apr
16
2010
4

Ist das jetzt Vulkanasche, oder was?

Als ich heute morgen mit dem Zug über’n Hindenburgdamm fuhr, konnte ich ein paar seltsame Fotos machen. Wenn ihr mal schaut: Im Hintergrund scheint eine dicke Wolkendecke oder Hochnebel zu sein, aber davor sieht man noch ein paar einzelne Wolken. Irritierend war auch, dass man direkt in die Sonne – die heute Morgen eher aussah wie ein großer Mond – sehen konnte, ohne geblendet zu werden.
Gegen Mittag hat sich das alles dann wieder verzogen. War das jetzt schon diese Aschewolke aus Island, die angeblich unser ganzes Klima ins Chaos stürzen soll?

Im Zug nach Westerland

Später in Rantum

Noch später vor Rantum

Written by Heiko C. in: Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,

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Mrz
14
2011
5

Atomstrom

Ihr werdet es vermutlich schon mitbekommen haben. In Japan gab es ein schweres Erdbeben und einen Tsunami. Beides hat dazu geführt, dass die Japaner die Kontrolle über mittlerweile 3 Atomkraftwerke verloren haben.
Die Nachrichten dazu sind teilweise widersprüchlich und reichen von „Alles nicht so schlimm“ bis „Super GAU“.
Dass es sich bei dem, was in Fukushima I passiert um einen GAU handelt, steht nicht wirklich in Frage.


Three Mile Island by ~NoelBoulet on deviantART

Nun geben sich unsere Regierung, die letztes Jahr noch für den Ausstieg aus dem Atomkonsens und für die Laufzeitverlängerung unserer AKWs gestimmt hat und die Atomlobby alle Mühe, uns vielerlei zu erzählen.
Unter anderem wären da:

1. Die Situation in Japan stellt keine Gefahr für Deutschland dar

2. Sowas wie in Japan könnte in Deutschland überhaupt nicht passieren

3. Es ist zynisch jetzt wieder über die Atomkraft zu diskutieren, während in Japan Leute sterben

4. Atomkraftgegner freuen sich jetzt alle hämisch über die Geschehnisse in Japan

5. Jetzt für Ökostrom zu werben ist pietätlos

6. Wer für Atomausstieg ist, der darf auch nicht mehr in einem Flugzeug fliegen.

Über ein zwei dieser Punkte kann man sicher geteilter Meinung sein. Alle anderen sind hingegen schon nach objektiven Kriterien komplett hirnrissig. Ich frage mich, ob es der bedingungslose Profitwillen der Energiekonzerne ist, der ihre Konsorten so einen Schwachsinn reden lässt, ob es die Verblendung dieser Leute ist und sie das selbst glauben oder was die sich sonst dabei denken.

Zu den „Argumenten“:

1. Die Situation in Japan stellt keine Gefahr für Deutschland dar

Woher will man das wissen? Als Tschernobyl hochging durften wir für Jahre keine Pilze mehr sammeln und kein Wild mehr essen, und Tschernobyl ist auch schon ein Stückchen weg. Ein Jahr lang durfte man im Regen nicht raus, ich kann mich noch erinnern, wie das damals war.
Ist es ausgeschlossen, dass sich die Radioaktivität in Japan erhöht, sich der Wind dreht und ein Teil bei uns als radioaktiver Niederschlag ankommt? Ich hab schon Pferde kotzen sehen, und zwar vor der Apotheke. Mit zunehmenden Alter hat sich bei mir sogar die Frequenz der kotzenden Pferde erhöhnt, die ich vor Apotheken stehen sah.

Selbst wenn Deutschland jedoch auf keinen Fall in Gefahr wäre, irgendeinen Schaden von der aktuellen Situation in Japan davonzutragen, was ist daran beruhigend? In Japan sterben weiter Leute. Dass es uns bisher noch gut geht, ist kein Argument für Atomstrom.
Im Gegenteil: Es zeigt doch selbst dem dümmsten Atomstromfetischisten, dass diese Technologie einfach nicht beherrschbar ist, und bei Unfällen gleich riesige Gebiete unbewohnbar werden.

2. Sowas wie in Japan könnte in Deutschland überhaupt nicht passieren

Da würde ich gerne mal die Quellen derer sehen, die das behaupten. Sicher Deutschland ist nicht so erdbebengefährdet wie Japan, aber die AKWs in Japan hätten Erdbeben von „zu erwartender Stärke“ ja auch schadlos überstanden.
Unsere AKWs werden ja wohl auch auf „zu erwartende“ Erdbebenstärken ausgelegt sein, oder? Und Ja: Auch in Deutschland haben wir Atomkraftwerke in Erdbebengebieten: Die „in Deutschland kann das nicht passieren“ Lüge
Tsunamis kann es auch hier geben, wenn es zu Erdbeben in Norwegen kommt, zum Beispiel. Das ist nicht wirklich ausgeschlossen. Ausserdem gibt es in Deutschland dann auch gerne mal eine verheerende Sturmflut alle paar Jahrzehnten. Brunsbüttel liegt direkt am Meer.
Der Stand der Technik ist in Japan auch nicht weiter hinterher als hier. Man kann davon ausgehen, dass die in Punkto Katastrophenschutz sogar erheblich weiter sind, als wir. Wäre dem nicht so, wären die Auswirkungen des Erdbebens dort noch verheerender als sowieso schon.

3. Es ist zynisch jetzt wieder über die Atomkraft zu diskutieren, während in Japan Leute sterben

Es ist zynisch – und vor allem strunzdumm – weiter an ihr festzuhalten, während in Japan Leute sterben.
Nachtrag: Und selbst im traditionell eher wirtschaftsfreundlichen Handelsblatt kann man sich diesem Argument nicht anschließen.

4. Atomkraftgegner freuen sich jetzt alle hämisch über die Geschehnisse in Japan

Wer das glaubt, ist lediglich dumm genug keine Angst zu bekommen, wenn er sieht, was in Japan passiert. Dort hat es entweder schon eine Kernschmelze gegeben, oder sie wird seit Tagen erwartet. Die Nachrichten sind eher uneinheitlich, Grund zur Sorge gibt es aber allemal.
Grob vereinfacht bekommen die Japaner ihren Reaktor (mindestens einen) nicht mehr ausgeschaltet, obwohl ihr Leben davon abhängt. Die Brennstäbe brennen vor sich hin, und man kann nichts dagegen unternehmen.
Das passt auf die Definition von „außer Kontrolle“. Da freut sich niemand hämisch drüber, da hat man eine Scheißangst vor.
Eine Scheißangst, dass das hier passieren könnte. Und ausgeschlossen – Siehe Punkt 2 – ist das eben nicht.

5. Jetzt für Ökostrom zu werben ist pietätlos

Mal abgesehen davon, dass die Atomlobby sich in den letzen Jahren alle Mühe gegeben hat, Atomenergie als Ökostrom auszugeben – so lächerlich das auch sein mag – ist es wohl eher pietätlos jetzt noch weiter für Atomenergie einzustehen.
Immerhin handelt es sich nicht um den ersten GAU in den letzten 30 Jahren, sondern um den mindestens dritten. Und auch nur um den dritten, wenn man die jetzt außer Kontrolle geratenen AKWs in Japan nicht einzeln zählt. Sonst ist es der vierte, fünfte oder sechste.
Warum man als Atomkraftgegner plötzlich für Atomkraft sein soll, wenn den Japanern gleich mehrere Kraftwerke um die Ohren fliegen, diese Logik erschließt sich wohl auch nur denen, die an Atomstrom verdienen.

6. Wer für Atomausstieg ist, der darf auch nicht mehr in einem Flugzeug fliegen.

Ein Flugzeug kann abstürzen. Bei so etwas hat es bisher bis zu 600 Opfer gegeben. Bei 911, wo Flugzeuge in das World Trade Center gesteuert wurden, hat es etwa 3000 Tote gegeben.
Danach konnte man die Trümmer wegräumen, und selbst Ground Zero ist prizipiell heute wieder gefahrlos begehbar.
Wenn ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt, dann sind nicht nur die Opferzahlen sehr viel höher, sondern es wird auch noch ein Gebiet auf unabsehbare Zeit unbewohnbar, das groß genug ist, UM ES VOM WELTRAUM AUS SEHEN ZU KÖNNEN. Man kann dort zwar hingehen, und ganz schnell wieder rausgehen, stirbt aber dann trotzdem irgendwann daran. Außerdem sieht man Radioaktivität nicht wirklich kommen.
Flugzeugabstürze lassen sich nicht wirklich mit GAUs vergleichen.

Selbst wenn all diese Argumente treffen würden, weiß man übrigens bis heute nicht, was man mit Atommüll machen soll.
Man kutschiert ihn entweder durch Deutschland, mit irgendwelchen Castorzügen, lagert ihn in Russland irgendwo unter freiem Himmel, lagert ihn in Deutschland irgendwo zwischen, wo den Mist keiner haben will oder man lagert ihn in Deutschland irgendwo END, wo ihn auch keiner haben will, und wo bald schon alles einstürzt.

Wie man in Anbetracht all dessen im Ernst noch für Atomkraft reden kann ist mir schleierhaft, aber sowas von.


roads to tschernobyl IV by ~mr-pitz on deviantART

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Technisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Mrz
07
2011
--

CCS – Links

Bei uns wird immer noch demonstriert, das Thema ist auch noch nicht – wie viele Politiker hofften – aus den Köpfen der Menschen verschwunden.

Die CCS – Debatte hat es dann langsam auch aus den regionalen ‚Tageblättern in andere Zeitungen Deutschlands geschafft.

Am 2.3. berichtet der Tagesspiegel über das geplante CCS – Gesetz.

Am 1.3. pocht der Landrat in den Husumer Nachrichten auf gemachte Zusagen des Bundesumweltministers.

Am 23.2. berichtet gar die Welt über eine Demonstration in Schlüttsiel gegen CCS.

Schön, dass das Thema nicht nur in den Medien bleibt, sondern auch der Zweifel an der Zuverlässigkeit der CCS-Technologie langsam in andere Mainstreammedien herüberschwappt. Beim shz-Verlag hat man ja manchmal das Gefühl, dass die Berichterstattung hauptsächlich die Anwohner beruhigen soll.

Update: Und heute gibt es was in der Taz. Da haben die in Norwegen die Pläne wohl erstmal eingemottet, die CCS-Technik in großem Maßstab zu verwenden. LINK!

Update 2: …und die Linkspartei sollte man auch nicht wählen, wenn man keinen Keller voll mit CO2 haben will. Wie die Junge Welt berichtet, stimmt die Linke trotz Protesten für die unerprobte Technologie, die Experten zufolge wahrscheinlich schon überholt ist, wenn man soweit wäre sie einzusetzen.
Ganz toll.

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Nov
25
2010
--

Dörflicher Überwachungswahn II

Dass ich mir die Sache mit den Videokameras in meinem Dorf – über die ich hier berichtet habe – nicht ausgedacht habe, bestätigte am 23.11 nun auch das Mainstreammedium „SHZ“. Nachzulesen ist der Artikel noch hier. (Falls der schon weg ist, bitte ich das zu entschuldigen, SHZ löscht gerne mal ältere Artikel. Wahrscheinlich haben die nicht so viel Platz in ihrem Internet)

Nachzulesen ist dort, dass die tatsächlich schon zwei Jahre überwachen, dass es sich um ein Modellprojekt handelt, und dass Leck als Dorf im Norden einmalig mit dieser Kameraausstattung ist. Ursprünglich war die Überwachung nur für 6 Monate vorgesehen, weil „weiterhin Bedarf besteht“, hat man aber einfach mal damit weiter gemacht. Wie das halt so ist.

Initialer Grund der Überwachung ist wohl die steigende Anzahl an Gewaltdelikten. Scheinbar diskutiert man in Leck nicht mehr so gerne, sondern gibt dem anderen gleich auf die Nase. Ein Zustand, der mir auch noch nicht so recht aufgefallen ist.

Aug
14
2010
2

Schock! Philanthropische Energielobby droht mit Ausstieg aus dem Atomstrom!

Ist das jetzt Sommerloch oder Wunschdenken? Eine Ente? Ich bin mir selbst nicht so ganz sicher. Wie man bei Spiegel-Online nachlesen kann, drohen aber nun die Energiekonzerne mit dem Ausstieg aus der Atomenergie, den fast alle außer den Energiekonzernen sowieso schon seit 20 Jahren wollen.
Da will Schwarz-Gelb wohl eine Steuer auf Brennelemente einführen, eigentlich sinnig sowas, wenn man bedenkt dass es aufgrund der fehlenden Nachhaltigkeit auch Ökosteuer auf Benzin und Diesel gibt. Brennelemente sind sicher noch viel weniger nachhaltig als Diesel ist. Immerhin braucht man für Abgase aus Dieselmotoren keine teuren Endlager in undichten und einsturzgefährdeten Salzbergwerken.
Wenn jetzt die einzigen Nutznießer der Atomkraft mit Ausstieg „drohen“, fragt man sich direkt, was als nächstes kommt.
Droht morgen der Papst damit, dass Frauen Priester werden dürfen, wenn die Feministinnen nicht aufhören zu meckern? Oder Dieter Bohlen damit sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen?

Ich find das Sommerloch super: Es brachte uns bis jetzt schon Blumenkübel und die Androhung des Atomausstiegs von Seiten der Energiekonzerne. Wie geht es wohl weiter? Wir warten mit angehaltenem Atem!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gesellschaftliches,Lustiges,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Jul
06
2010
1

Ölpest – Das Musical

Gestern abend premierte um 22:00 das neue Musical „Oilspill – the Musical“ in der Wimmersbuscher Mehrzweckhalle. Die Autorin des sozialkritischen Stückes Musiktheater, Dagmar Eckentisch-Spömerisi (43), hat sich nach eigenen Angaben diese eher unscheinbare Bühne für die Premiere ausgesucht, um zu testen, ob die durchschnittliche Dorfbevölkerung in Wimmersbusch auch mit den zahlreichen sarkastisch-sozialkritischen Anklängen etwas anzufangen weiß.
„Wissen Sie, wenn die Botschaft meines Musicals bei den einfachen Leuten nicht ankommt, dann habe ich noch viel Arbeit vor mir. Dann muss ich alles umschreiben.“, sagte Sie uns im Vertrauen.

Die Internationale Presse war gestern natürlich auch anwesend: Reporter vom „Wimmersbuscher Anzeiger“, der „Brandon Evening Press“ und des „Le Friseur“ waren da, und sogar ein Fernsehteam des offenen Kanals Bad-Hohensalza.
Obwohl stets darum bemüht, den einfachen Dorfzuschauer nicht zu überfordern, hat Frau Eckentisch-Spömerensi es geschafft Tim Curry für die Hauptrolle zu gewinnen, zumindest für die Premiere. Wie nicht anders zu erwarten spielte und sang er die Ölpest. Mit Rollen wie diesen hat er ja Erfahrung, lieh er im Film Ferngully doch einem bösen Umweltverschmutzungsmonster die Stimme.

„Ölig, ich bin so ölig, so fröhlig, ölig, ich bin das Öl!“, trällerte Curry mit markantem britischen Akzent. Es fällt ihm nicht schwer sich in Umweltverschmutzung, U-Bootoffizier oder einen transsexuellen Ausserirdischen zu versetzen, mit der deutschen Sprache hat er jedoch gestern seine Probleme gehabt. Trotzdem ein gelungener Auftakt für das mehrstündige Stück.
Wie in Musicals allgemein üblich wurden auch in „Oilspill – the Musical“ bekannte Stücke aus der Popmusik eingebaut. Das Lied vom Öl klingt also nicht zufällig bekannt: Es handelt sich um eine neu vertextete Version des Gassenhauers „Codo“ der Gruppe DÖF.

Auch andere Lieder klingen bekannt: So sang der Chor der PR-Leute von BP unter der Führung von Alberto Kotzas, der die Rolle des Tony Hayward spielte, zum Beispiel eine leicht veränderte Version von „We care a lot“ der Gruppe Faith No More.
Eindrucksvoll war am Premiereabend das Ballett der ölverschmierten Pelikane in Szene gesetzt, welche zu Tschaikowskys „Schwanengesang“ herzzerreißend starben, ebenso die Anhörung vor dem US-Kongress, auf deren Höhepunkt Kotzas in der Rolle Haywards „Guten Tag, ich will mein Leben zurück“ von Wir sind Helden singt.

Das Ende des Stückes ist sehr ungewöhnlich, gar grostesk zu nennen und gibt der Handlung, die ansonsten an den wahren Geschehnissen orientiert ist, einen besonderen Spin. Ich will auf keinen Fall zu viel verraten. Nur soviel: Am Ende fahren Tony Hayward und die Ölpest als glückliches Paar auf einer Yacht in den Sonnenuntergang!
Zum Abschluß gab es dann gestern Standing Ovations. Wimmersbusch hat verstanden, die Autorin Dagmar Eckentisch-Spömerisi atmete erleichtert auf. Nun steht einer langen und erfolgreichen Spielzeit nichts mehr im Wege.

Meine Empfehlung: Ansehen! Das beste Musical seit „Tschernobyl – Strahlende Gesichter!“

Mai
17
2010
5

The Good News

Schön, wenn es auch endlich mal positive Neuigkeiten zur Ölpest im Golf von Mexiko gibt, oder? Es folgt eine gute Nachricht, auf die die Welt gewartet hat:

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Gruseliges | Schlagwörter: , ,
Apr
27
2010
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Alle Düsen stehen still, wenn Islands Vulkan es will!

Wie diese ominöse Vulkanaschewolke den Flugverkehr beeinflusst hat, und wie es nun schon wieder am Himmel aussieht, kann man eindrucksvoll in folgendem zeitgerafften Video sehen.
Wahnsinn! Wird doch wohl endlich mal Zeit für unterirdische Personen- und Frachtrohrpost. Das CO², das Dank Vulkan nicht durch den Flugverkehr in Europa in die Atmosphäre gelangt ist, ist übrigens ein Vielfaches dessen, was der Vulkan selbst in die Luft gepumpt hat.

Airspace Rebooted from ItoWorld on Vimeo.

Gefunden hier beim Travelblogger: LINK!

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Technisches | Schlagwörter:
Apr
27
2010
4

Peter Harry wird CO²-Endlager irgendwie nicht los…

Am 21. April 2010 war der Ministerpräsident Peter Harry Carstensen in Niebüll zum Bürgergespräch. Natürlich kam er auch um das Thema CO²-Endlager wieder nicht herum, dass hier oben die Leute – trotz Beschwichtigungen von allen Seiten – noch immer beschäftigt.
Das Nordfriesland Tageblatt hat am Freitag drüber berichtet und noch findet man den gleichen Artikel online unter http://www.shz.de/artikel/article//viele-fragen-und-zwei-offene-ohren.html?cHash=4f108a7ade&no_cache=1&sword_list[0]=viele&sword_list[1]=fragen&sword_list[2]=offene&sword_list[3]=ohren. (SHZ-Artikel werden ja scheinbar gerne mal irgendwann eingemottet, für den Fall hebe ich einfach mal den Artikel auf Papier auf. 🙂 )

Was nun im NFT zu dem Gespräch des Ministerpräsidenten mit den Vertretern der Gemeinden und der Bürgerinitiative zu steht, liest sich so:

Am Thema CO2 führt kein Weg vorbei. Eine Handvoll Endlager-Gegner erwartete den Ministerpräsidenten auf dem Gelände der Bildungs- und Arbeitswerkstatt (BAW) Südtondern. Nach einem kurzen Schnack nahm Peter Harry Carstensen sichtlich vergnügt die nächste Aufgabe in Angriff: Mit zwei Schnitten durchtrennte er das Band am Eingang zur neuen Theater- und Montagehalle des BAW.

Also mich hätte ja interessiert, was dieser „kurze Schnack“ beinhaltet, nicht nur, dass er vor irgendetwas anderem passiert ist. Schade, dass die Tageszeitung mit einem Quasimonopol hier oben nicht darüber berichtet.

Aber auch nicht so schlimm, denn immerhin gibt es ja Youtube, wo der gesamte CO²-Endlager-relevante Teil des Bürgergesprächs mit dem Ministerpräsidenten schon online steht:

Vielen Dank für’s Filmen und Hochladen an Klaus Günther. 🙂

Interessant, die Gründe die Peter Harry Carstensen vermutet, dafür dass RWE den Antrag noch nicht zurückgezogen hat: Wegen dem Aktienrecht! Dann ist ja alles klar!
Und beruhigend auch, dass der Ministerpräsident nicht denkt, dass das CO² – welches nie nicht verpresst wird, hier oben – das Wasser verschmutzen wird, und selbst wenn, man das dann reinigen kann.
Ansonsten wäre das Thema eigentlich tot hier oben, und wir sollten endlich Wissenschaftler auf unser Land lassen, damit die in der Erde rumbohren können.

Aber na ja… Wir werden sehen. Sonderlich beruhigt fühle ich mich jedoch nicht unbedingt.

Written by Heiko C. in: Politisches | Schlagwörter: , ,
Apr
18
2010
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Vulkanaschensonnenuntergang

Ein paar Fotos, die ich vorgestern zum Sonnenuntergang gemacht habe. Die ansonsten kaum sichtbare Aschewolke hat die Farben des Sonnenuntergangs zwar recht rot, aber farblich auch recht blass hat werden lassen. Die fehlenden Flugzeugabgase scheinen ausserdem den Sonnenuntergang nicht ganz so rot werden lassen, wie er hätte werden können.
Ich finde es sind trotzdem hübsche Bilder geworden. Hier sind einige von ihnen unbearbeitet.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: ,
Apr
16
2010
4

Ist das jetzt Vulkanasche, oder was?

Als ich heute morgen mit dem Zug über’n Hindenburgdamm fuhr, konnte ich ein paar seltsame Fotos machen. Wenn ihr mal schaut: Im Hintergrund scheint eine dicke Wolkendecke oder Hochnebel zu sein, aber davor sieht man noch ein paar einzelne Wolken. Irritierend war auch, dass man direkt in die Sonne – die heute Morgen eher aussah wie ein großer Mond – sehen konnte, ohne geblendet zu werden.
Gegen Mittag hat sich das alles dann wieder verzogen. War das jetzt schon diese Aschewolke aus Island, die angeblich unser ganzes Klima ins Chaos stürzen soll?

Im Zug nach Westerland

Später in Rantum

Noch später vor Rantum

Written by Heiko C. in: Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,