Impactsuspect » Twilight
Dez
06
2012
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Studentin aus Las Vegas heiratet Pappschablone von Edward Cullen

Das das Twilight-Fandom teilweise merkwürdige Blüten treibt, haben wir ja schon gesehen, allerdings wird es dann jetzt spätestens albern. Wie die Mail Online vermeldet, wird sich eine Studentin der Universität von Nevada im Januar das Ja-Wort geben. Und zwar mit einer lebensgroßen Pappschablone des bekannten Glitzervampirs aus Funk und Fernsehen.
Mit ausreichenden Englischkenntnissen könnt ihr die ganze Geschichte hier nachlesen.

Die 24jährige ist allerdings nicht komplett verrückt geworden, sondern führt die ganze Sache als ein Projekt für ihre Masterarbeit auf. Das beruhigt mich etwas, allerdings ist mir nicht so recht klar, was bei der Sache herauskommen soll.
Aber: Wenn’s der Wahrheitsfindung dient?

Mrz
05
2011
7

Für Vampire, und die, die es werden wollen…

Lag doch im Ela eine kostenlose Gruftiezeitung aus, in der mir sofort folgende Werbung auffiel:

Quelle: Negatief-Zeitschrift aus dem Ela

Das offizielle Magazin für Vampire und Werwölfe?
Erstens mal, dass es diese merkwürdige Vampir-Subkultur gibt, wusste ich ja schon, aber das gibt es jetzt auch für Werwölfe? Wie muss ich mir das vorstellen? Sind das besonders behaarte Menschen mit eingesetzten Raubtierzähnen und Tieraugenkontaktlinsen? Und wenn die Vampire immer besonders distinguiert tun, laufen die Werwölfe dann rum, und rufen „RAH-RAH-RAH!!!“, oder am Ende gar „WUFF“?
Und es gibt ein „offizielles“ Magazin? In wie fern offiziell? Vom Zentralrat der Vampire und dem Internationalen Werwolfbund genehmigt?

Irgendwie bezweifele ich, dass „offizielle Vampire“ auch nur irgendwas mit Twilight zu tun haben wollen würden, aber ich kann mich irren. True Blood schon eher.
Wäre ich ein Vampir, würde ich mir ja kein Vampirzeugs wie Twilight, True Blood, Vampire Diaries oder Edgar reinziehen, denn ich würde das Vampirleben ja schon leben, bzw. den Vampiruntot…. nichtleben. Äh…

Na ja, dann Schminktipps… Die müssen an die Vampire gerichtet sein, da kein Werwolf, der was auf sich hält, sich schminken würde. Vermutlich geht es darum, dass die Vampire hier lernen sich zu schminken, damit sie weniger wie Vampire aussehen, um besser Leute dazu zu bringen sie hereinzubitten…

…und Markus Heitz, was hat der mit der Sache zu tun, schreibt der nicht eher über Zwerge?
Das ist alles so faszinierend, das Dingen werde ich mir alleine aus Neugier wohl besorgen müssen. Hoffentlich darf man das auch kaufen, wenn man keinen von der internationalen Vampirgesellschaft ausgestellten und beglaubigten Vampirpass hat…

Update:
Mehr dazu hier und hier ist die offizielle Seite des Magazins, und hier ist es sogar als „offizielles Magazin für Vampire, Werwölfe und Dämonen“ beschrieben.

Mrz
19
2010
3

Extreme Twilight-Acting Method

Wer sich schon immer gewundert hat, was das gewisse je ne sais quoi, der Schauspielkunst von Kirsten Kristen Steward, dem Star der Twilight Reihe, sein könnte, dem wird ebendies in folgendem Video enthüllt:

Genau! Sie macht irgendwas mit den Lippen, und das stets und ständig.

Irgendwie muss ich dran denken, wie Bellas und Edward Ehe irgendwann später mal aussieht, sagen wir, wenn die beiden irgendwo sitzen, in der Woche in der Edward gerade pensioniert wurde, und Bella nun zuhause nervt:

Edward: (schaut als müsse er aufs Klo)

Bella: Hör‘ auf damit!

Edward: Womit?

Bella: Mit deinem Tick!

Edward. Was für einem Tick?

Bella: Immer kuckst du so, als müsstest du aufs Klo!

Edward: Das ist kein Tick, das ist eine liebenswerte Eigenart! (kuckt als müsste er aufs Klo)

Bella: Da! Du machst es schon wieder!

Edward: Na und? Dann lass mich doch! Ausserdem machst DU ja immer so! (beißt sich auf die Lippen)

Bella: Garnicht!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme | Schlagwörter: , ,
Mrz
13
2010
3

Hexen, Vampire undsozeug…

Hier bei Gwup findet man einen interessanten Artikel drüber, warum viele heranwachsende Mädchen das Konzept der „Hexe“ so faszinierend finden.
Das hat zwar nicht wirklich viel mit Vampiren zu tun, doch denke ich, dass einige der Erklärungsansätze auch auf die Twilight-Reihe anzuwenden sind.

Ein typisches Hexenhaus mit einer eher untypischen Hexe im Anorak im Vordergrund. Ja lästert nur, hab ich mit der Maus gezeichnet, dafür isses gut geworden.

Immerhin sind in Twilight alle Vampire mit irgendwelchen magieähnlichen Fähigkeiten ausgestattet. So kann die eine Vampirin in Twilight hellsehen, und die Heldin der Twilightreihe, Bella, hat eine Art antimagischen Schild, sogar schon bevor sie zum Vampir wird.

Na ja, zusammenfassend vermutet der oben verlinkte Artikel, dass heranwachsende junge Frauen von der Hexe als starker Frau fasziniert sind, die ihnen als Identifikationsfigur dient.

Ob dies auf Twilight anwendbar ist, halte ich zumindest für fraglich: Zwar verfügt die weibliche Hauptfigur von Anfang an über ein magisches Talent, doch ist dies nur passiv, und Bella regiert in Twilight auch nur passiv, oft sogar passiv aggressiv, indem sie durch Nichtstun aus den männlichen Akteuren, an denen sie interessiert ist, irgendwelche Reaktionen hervorzurufen sucht.

Als Identifikationsfigur eher ungeeignet, denke ich.

Written by Heiko C. in: Esoterisches,Gesellschaftliches | Schlagwörter: , , , ,
Mrz
02
2010
7

Zwielichtige Vampire III

In diesem Artikel möchte ich den dritten Band der Twilight-Reihe auseinandernehmen, wie ich auch schon Band eins und zwei kritisiert habe. Die Rezensionen zu den Büchern findet ihr hier: Link und hier: Link.

Auch im wirklichen Leben Erzrivalen? Wölfe und Fledermäuse.

Nun aber Band 3, der da heißt „Biss zum Abendrot“.

*

Ich muss gestehen, dass ich einige Hoffnung hatte,  die Reihe würde nun immer besser werden. Immerhin war das erste Buch der Erstling von Stephene Meyer, da kann man noch einiges durchgehen lassen, und das zweite Buch empfand ich als um einiges besser als das erste. „Wird schon!“, dachte ich mir, vielleicht ist das dritte ja – analog zur Harry Potter Reihe – das beste?

Aber nein.  Der dritte Band der Twilight-Reihe war – für mich persönlich – die bisher schmerzhafteste Vampirerfahrung:

Die Charaktere empfand ich weiterhin als eindimensional, die Handlung, Spannung und der Plot lassen lange auf sich warten, und sowas wie einen Spannungshöhepunkt sucht man vergebens.

Bella hat immer noch den Hausarrest, den sie nach den Ereignissen im zweiten Band aufgebrummt bekommen hatte. Sie liest um sich die Zeit zu vertreiben in Emily Brontës „Sturmhöhe“. Schön, wenn einen schlechte Bücher an gute Bücher erinnern, die man statt dessen lesen könnte. Aber na ja.

Um den Plot des Buches nicht noch weiter zu behindern, als es die Autorin ohnehin schon tut, erlässt Bellas Vater dieser zu Beginn des Buches dann aber den restlichen  Hausarrest.

Bella leidet aber trotzdem weiter, weil sie Jacob nicht besuchen darf. Das hat ihr nicht etwa ihr Vater verboten, nein im Gegenteil, der würde sich freuen. Das Verbot wurde ihr von Milchschnitte auferlegt, weil Werwölfe eben nun einmal gefährlich sind …sagt der Vampir. Anrufen kann Bella Jacob auch nicht, weil der dann sowieso nicht abnimmt.

Der ganze erste Teil des Buches besteht dann auch aus Bella, die ihren Vampirfreunden ausbüxt um sich mit Jacob zu treffen, der sie dafür anmault, dass sie sich mit Vampiren rumtreibt, nur damit sie sich dann später mit Milchschnitte darüber streiten kann, dass sie sich mit Werwölfen rumtreibt.

Bella beim ruhigen, analytischen Nachdenken

Ausserdem streitet sie sich mit Milchschnitte auch noch darum, dass sie aber nicht heiraten will, wie er es ihr zur Bedingung gemacht hat, wenn sie je gebissen werden will, darüber dass Bella gerne mit Milchschnitte ins Bett will, der das aber für zu gefährlich hält, und das Bella möglichst gestern zum Vampir gemacht werden möchte.

Dieser Themenkomplex füllt mindestens das halbe Buch, und den fand ich unglaublich langweilig, und Bella wird dadurch, dass sie aber ALLES will und zwar SOFORT, auch nicht wirklich sympathischer.

Über Milchschnitte erfährt man derweil herzlich wenig, dabei gäbe es da so viel interessantes, was man hätte erzählen können, immerhin ist Milchschnitte über 90 Jahre alt. Einige Fragen, die ich mir unwillkürlich bei der Lektüre des Buches stellte, waren zum Beispiel:

– Was hat er all die Jahre getrieben? Er kann ja schließlich nicht immer nur zuhause gehockt haben in all den Jahren?

– War Milchschnitte vielleicht schon mal verheiratet? Wen ja mit wem, wenn nein warum nicht?

– Wie genau ging es Milchschnitte damit, als er zum Vampir gemacht wurde? War seine Eingewöhnungszeit schlimm? Das wird zwar hin und wieder mal ominös angerissen, Einzelheiten erfahren wir aber nicht.

– Hat Milchschnitte eigentlich noch andere Hobbies außer „Claire de Lune“ spielen? Fotografiert er? Spielt er Shuffleboard in der Olympiamannschaft? Irgendwas?

Man erfährt so ziemlich genau NICHTS. Das ganze Buch, vom Pro- und Epilog einmal abgesehen, ist eine einzige Abschrift von Bellas Gedanken, und selbst sie stellt diese Fragen nicht. Auch Milchschnitte stellt keine Fragen, obwohl Bella die einzige Person ist, deren Gedanken er nicht lesen kann.

Statt dessen vergeudet man seine Zeit mit Eifersüchteleien und Beziehungsstress.

Na ja, irgendwann klopft dann die Handlung leise an. Die Vampirfreunde finden heraus, dass irgendein unbekannter Vampireinbrecher in Bellas Zimmer war, und – salopp ausgedrückt – ihre Unterwäsche geklaut hat. Könnte dies mit Victoria zu tun haben? Der Vampirin, die Bella umbringen will, weil sie diese für den Tod ihres Freundes verantwortlich macht, der Bella umbringen wollte? Wer weiß, wer weiß?

Noch sowas: Warum wollen alle Vampire immer Bella umbringen? Schwitzt sie Blut, oder was? O_o

Außerdem kommt es in Seattle zu einer Reihe von Gewaltverbrechen, die Milchschnitte fachkundig für von stümperhaften Vampiren verübt hält.

Das hab ich jetzt aber schon sehr komprimiert, dazwischen müsst ihr euch noch jede Menge Gejammer von Bella vorstellen. Bella ist entweder traurig, weil sie aber mit Jacob zusammen sein will, weil sie aber nicht heiraten will, weil sie aber poppen will, weil sie aber keine Geburtstagsfeier will oder weil sie will, dass Vampire und Werwölfe sich vertragen.

Weiter künstlich aufgebläht hat Stephenie Meyer ihr Buch mit den schon aus Band eins und zwei bekannten Beschreibungen des „überirdischen“ Aussehens von Milchschnitte. Diese Beschreibungen hat sie aber dann doch ein wenig verändert. Mir ist diesmal nicht einmal aufgefallen, dass sie darüber schreibt, wie „schön aber gefährlich“ oder „gefährlich aber auch schön“ Milchschnitte ist, statt dessen wird er mit Michelangelos David verglichen, der nach neuesten Untersuchungen ja schwere Haltungsschäden hat, aber das war sicher nicht gemeint.

Bis dann endlich mal was annäherd spannendes passiert, sollen dann insgesamt auch 3/4 des Buches, gefüllt mit solchem Geschwafel, vergehen.

Okay, Handlung:

Irgendwann im hinteren Teil des Buches feiern die Cullens, die nette vegetarische Vampirfamilie von nebenan, für Bella eine Geburtstagsparty. Bella möchte zwar nur ungern im Mittelpunkt stehen, doch die Vampirwahrsagerin, die scheinbar von den Sitten und Gebräuchen von Normalsterblichen besessen ist, möchte unbedingt eine Geburtstagsparty ausrichten. Viele von Bellas menschlichen Freunden, die außer im ersten Teil der Saga jedoch kaum eine Rolle mehr spielen kommen auch.
Dummerweise hat Bella quasi aus Versehen auch Jacob eingeladen, der sich das nicht zweimal sagen lässt, und prompt mit ein paar anderen Werwölfen im Schlepptau vorbeikommt.
„Super!“, denkt sich der Leser – bzw. ich zumindest – „Endlich passiert mal was! Gleich gibt’s Fratzengeballer!“
Aber nein.
Die Vampire verlassen sicherheitshalber die Party, vielleicht aus Angst, Höflichkeit oder weil die Werwölfe so grässlich riechen. Vielleicht auch aus einer Kombination von allen drei Dingen.
Bella unterhält sich ein wenig mit den Werwölfen, die ich nur mit dem Prädikat „halbstark“ versehen kann, bis sie dann von der Wahrsagevampiren zu erfahren bekommt, dass die bekloppten Vampire aus Seattle bald angreifen.

Fast augenblicklich vertragen sich die Werwölfe mit der Vampirfamilie um gegen die gemeinsame Bedrohung aus Seattle zu kämpfen. Herrje, die Vampire und die Werwölfe studieren sogar gemeinsam Kampftechniken ein, während eifrig beratschlagt wird, Was mit Bella geschehen soll.
Der Leser – also ich – denkt sich „Nagut, kein Vampir-vs.-Werwolf-Fratzengeballer, aber dafür immerhin ein episches Gemetzel zwischen Vampiren und Werwölfen auf der einen, und bekloppten Vampiren aus Seattle auf der anderen Seite.“ Immerhin, das würde zwar nicht für den emotionalen Gedankenmüll entschädigen, den ich bisher lesen musste, wäre aber mal ein Friedensangebot an den Leser – also an mich.
Und mal ehrlich: Da kann man doch was draus machen oder? „Vampire gegen Werwölfe“ ist ja schon ein wenig wie „Underworld“ aber „Vampire und Werwölfe gegen Vampire“ das ist ja mindestens… …wie 2x „Underworld“!

Die Werwolf-Vampir-Allianz

Aber nein.
Bella, der die Handlung des Buches ja folgt wie der treue Hund Toto aus dem „Zauberer von Oz“ wird von Jacob, Milchschnitte und einem anderen Werwolf, an dessen Namen ich mich nicht erinnere, fortgebracht. Milchschnitte kommt übrigens nur mit, weil Balla NICHT OHNE IHN LEBEN KANN!!!!1elf  Zuerst war der Plan, dass er nicht mitkommt, aber da wurde Bella unglaublich traurig.
Nun kommt Milchschnitte mit, so dass Bella unglaublich traurig darüber sein kann, dass vielleicht Untote, die sie mag, sterben, weil Edward nicht am epischen Fratzengeballer teilnehmen kann.
Bella wird von den drei Gescheiten auf dem Weg nach Nirgendwo also in den Wald gebracht, wo sie fast erfriert. Aber immerhin erfriert sie ja in Sicherheit, ist ja auch schon mal was. „Aus medizinischen Gründen“ kuschelt sich Jacob in ihrem Schlafsack an sie, während Milchschnitte draußen steht, und und sich darüber ärgert, dass er sich nunmal so anfühlt, als würde er im Kühlregal aufbewahrt.
Anderswo tobt vielleicht schon ein episches Gemetzel von den Ausmaßen der Schlacht von Helms Klamm, aber davon bekommen wir ja nichts mit, weil wir als Leser quasi Bella beim Schlafen zuschauen.
Danke Stefenie!

Selbst Jacob wird das zu langweilig, woraufhin er ab zum Kampf geht. Sogar er bekommt mehr Action mit als der Leser dieses Buches.
Kaum denkt man sich das, passiert tatsächlich mal was:
Das Camp wird angegriffen, und zwar von *Überraschung!* Victoria. Wer hätte das nur ahnen können? Aber nun haben wir es immerhin schwarz auf weiß, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, dass die bekloppte Vampirarmee aus Seattle auf ihrem Mist gewachsen ist, auch wenn im Buch vorher schon ein paar mal erwähnt wird, dass sie wahrscheinlich dahinter steckt.
Victoria ist aber nicht alleine gekommen, nein so bekloppt wie ihre Vampirarmee ist die blutsaugende Meisterstrategin nicht, sie hat einen der bekloppten Vampire mitgenommen.
Auf der einen Seite also ein gedankenlesender Milchschnittevampir, ein im Kampf gegen Vampire geschulter Werwolf und …nun… Bella, und auf der anderen Seite ein Vampir, und ein bekloppter Vampir. Alleine wenn sich dich diese Aufstellung so anschaut, braucht man kein Kampfexperte zu sein, um einen klaren Favoriten zu sehen. Aber als Twilight-Leser sind wir uns ja sowieso schon ziemlich sicher, dass weder Bella noch Milchschnitte viel passiert, immerhin gibt es ja noch einen vierten Teil. Der namenlose Werwolf könnte rein theoretisch als Redshirt dran glauben, aber die Frage die ich mir zu diesem kleinen Scharmützel stelle ist eher folgende:
WARUM NIMMT VICTORIA NICHT GLEICH FÜNF VON IHREN VAMPIREN MIT, NUR UM AUF NUMMER SICHER ZU GEHEN?
Herrje, da ist ja jeder Bondbösewicht besser vorbereitet.
Na ja, erst versucht Milchschnitte das alte „Ich lese die Gedanken des Gefolgsmannes, und versuche ihn auf unsere Seite zu ziehen“, leider erfolglos, dann wird recht kurz gekämpft. Irgendwann wirft Bella auch einen Stein nach irgendwem, und kurz drauf sind die beiden Bösewichte tot.

Irgendwas scheint aber doch nicht ganz zu stimmen, denn Milchschnitte bekommt sowas wie einen telepathischen Anfall.
ENDLICH eilen die drei zum Hauptkampf, der dann auch schon vorbei ist, als man ankommt, und dem Leser – also mir – somit jede weitere Chance auf ein kleines bisschen Horrorshow nimmt.
Jacob ist verletzt. [Werwölfe Abgang Bühne links]

Dann scheint es für einen kurzen Moment aber erst richtig loszugehen: Die italienischen Obervampire aus Band zwei betreten die Szenerie. Ich – als Leser – denke mir: „Da hast du mich aber ganz schön an der Nase herumgeführt Stephenie! Ich hätte fast schon gedacht, dass es das jetzt wirklich gewesen war mit den epischen Kämpfen!“
Nun also, der unvermeidbare Konflikt mit den alten und mächtigen italienischen Glitzervampiren soll nun endlich ein für alle mal geklärt werden! Ein Kampf bis auf den Tod!?
Aber nein.
Statt dessen unterhält sich unsere Vampirfamile höflich mit den Italienern, welche ihrerseits freudig zur Kenntnis nehmen, dass das Problem mit den bekloppten Vampiren aus Seattle schon gelöst ist. Deswegen sind die nämlich den weiten Weg über den Atlantik gekommen. Die bekloppten Seattlevampire haben sich nicht an den Code gehalten. (Wahrscheinlich ist dieser Vampircode das, was man an einer Vampirakademie lernen kann)
Ach ja, die Italiener bringen noch den letzten von den bekloppten Seattlevampiren um, der sich ergeben hatte. Macht man wohl so bei denen. Die Italiener also so sinngemäß: „Huch! Das Problem hat sich ja schon erledigt! Da sieh‘ mal einer kuck! Könn‘ wir ja eigentlich auch wieder umkehren!“
Dann bedrohen sich die beiden Vampirgruppen noch ein wenig – gehört bei Vampiren wahrscheinlich zum guten Ton – und die Italiener ziehen wieder ab.

WHAT THE FUCKING FUCK?

Das war jetzt also schon die DRITTE Chance auf noch ein wenig Action, an der Stephenie Meyer aber gezielt vorbeischreibt. Was soll das? Ich sage mal voraus, dass der Kampf zwischen der Vampirarmee aus Seattle und der gemischen Vampir-Werwolfgruppe im Film sicher nicht ausgespart wird. Im Film zum Buch werden wir den Kampf sehen. Nur eben im Buch dürfen wir nicht drüber lesen. WARUM???

Wenig später besucht Bella dann irgendwann Jacob, dem es schon besser geht, am Krankenbett, und erklärt ihm sinngemäß: „Ich liepe tich Jacob, aba ohne ten Edwatt KANN ICH NICHT LEBÄN!!!1elf“, und dass es natürlich nicht das gute Aussehen Milchschnittes ist, an dem das liegt. Wird ja nur zufällig in jedem Zweiten Satz dieser Saga, die ja im Grunde nur Bellas Gedanken wiedergibt, erwähnt wie überirdisch supertoll Milchschnitte denn nun wirklich aussieht. Bei Licht betrachtet scheinen Milchschnitte sowieso kaum andere Attribute auszuzeichnen.
Aber wenn Edward so ein schielender Buckelfips mit Hinkefuss wäre, dann würde Bella ihn genauso lieben? Ich habe da so meine Zweifel. Das würde die Filme aber auf jeden Fall witziger machen, wenn Steve Buscemi oder so den Milchschnitte spielen würde.

Wäre Bella in ihn genauso verliebt?

Dann geht’s wieder bei den Cullens weiter, bei der freundlichen Vampirfamilie von Nebenan also. Und zwar – furchtbar spannend – mit Hochzeitsvorbereitungen. Dann will Michschnitte, der bisher ja immer auf der Hochzeit als Bedingung für den Nackenbiss bei Bella bestanden hat – plötzlich nicht mehr heiraten, sondern sie gleich beißen.
Dann ist sich Bella plötzlich nicht mehr sicher, ob sie überhaupt gebissen werden will, und will lieber heiraten.
Mädel entscheide dich!
Klar: Erst sich nicht entscheiden können, ob sie lieber den Werwolf oder den Vampir will, und dann ganz plötzlich heiraten wollen. Das wird bestimmt die super stabile Vampirehe.

Dann folgt noch ein kurzer Epilog, in dem Jacob ein wenig rumjammert, und dann ist das Buch vorbei.

Fazit:
Ich gebe ja zu, dass ich nicht zur Zielgruppe dieser Buchreihe zähle, aber trotzdem ist dieses Buch für mich bisher eindeutig das schlechteste in der Saga.
Wo die Action – und viel wichtiger: Die Spannung – in den ersten beiden Teilen erst recht spät kam, so hat der Plot doch irgendwie ausgereicht, um den Leser – ja sogar mich – ein Stück weit zu fesseln, und die ganze Sache mit den Obervampiren in Italien fand ich sogar ehrlich interessant.
Hier jedoch wird beim Leser gleich mehrmals der Eindruck erweckt, dass gleich irgendwas spannendes kommt, und dann kommt doch nix.
Ja, auch die anderen beiden Bücher hatten einen ziemlich lauen Spannungsbogen, aber die haben einem auch nicht mehr verspochen.

Mal sehen wie Teil 4 wird… Das dauert aber ne Weile, ich muss mich erst einmal erholen, und was richtiges Lesen. Zum Beispiel „Sturmhöhe“.

Written by Heiko C. in: Bücher,Beklopptes,Gruseliges,Kurzrezensionen | Schlagwörter: , , ,
Jan
23
2010
2

Biss zur Öffnung des Höllenschlunds…

Einfach herrlich: Was würde Buffy tun, wenn sie Edward „Michschnitte“ Cullen von Twilight an der Backe hätte:

Gefunden im Genderblog.

Ich meine, das ist ja natürlich Geschmacksache, aber da zeigt sich für mich zumindest, wie gut Buffy im Vergleich zu Twilight doch war. Sicher, die Stories bei Buffy neigten dazu sich allesamt etwas sehr ähnlich zu sein, aber die Charaktere kommen bei Buffy nachvollziehbarer, intelligenter und weniger stereotypisch rüber.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Jan
06
2010
5

Vampirbücher!!! AAAAHHHH!!!!

Mittlerweile gibt’s auch in den Bahnhofsbuchhandlungen von Niebüll und Westerland, die ich fast täglich frequentiere, fast ein ganzes Regal nur allein für verschiedene Vampirbücher. Sind Vampire in unseren Jahren das, was in den Achzigern die Dinosaurier waren?

Ich mein, es ist ja schön, wenn plötzlich alle jungen Leute lesen, aber es gibt doch auch noch andere Themen als Vampire, oder? Und sind nicht die meisten der erhältlichen Titel im Grunde sehr stark an Twilight angelehnt? Brauchen wir mehr wie Twilight?

Es gab vor einigen Jahren schonmal was ähnliches. Wegen Harry Potter. JK Rowling hat sich mit der Harry Potter Reihe ja von einer Sozialhilfeempfängerin zu einer der reichsten Frauen Englands geschrieben, und da wollten auch schon einige es ihr nachmachen, und haben mal bessere und mal schlechtere Harry-Potter Ripp-Offs geschrieben. Oder vielleicht wurden selbige auch nur lieber von den Verlegern aufgegriffen, um auf der Zauberschul-Welle zu reiten, solange sie anhält? Ich weiß es nicht.
Zwar hat Frau Rowling das Genre des „Zauberschulromans“ sicher nicht erfunden, sowas gibts schon sicher mindestens seit Achtzehnhunderttobak, aber Fakt ist, dass sie das Genre gewissermaßen modernisiert hat, und somit einen neuen Boom für diese Bücher – und Fantasy im Allgemeinen – auslöste.

Was hat das nun mit Vampiren zu tun?
Nun, obwohl Stephenie Meyer auch den „romantischen Vampirroman“ nicht erfunden hat, den gibt es schon seit Bram Stokers Dracula, hat sie ihn für eine gewisse Zielgruppe modern aufbereitet. Obwohl es bestimmt bessere Romane im Tennie-Romantik-Vampir-Genre geben muss (Bitte! Ich will einfach glauben, dass es so ist!), hat sie doch einen Nerv getroffen, und seitdem verkaufen sich ihre Bücher wie blöde.
Also kommen auch wieder irgendwelche Trittbrettfahrer, die mit ihren Romanen ebenfalls von dem Hype profitieren wollen.
Das klingt jetzt negativ, macht aber Kultur aus: Einer macht was, die Leute finden das toll, also macht ein anderer auch sowas, und versucht es besser zu machen.
Gäbe es diesen Mechanismus nicht, würden wir immer noch Mammute an Höhlenwände malen.

Im Regal mit Vampirbüchern fiel mir eines besonders ins Auge. Dieses hier:

Warum es mir ins Auge fiel? Nun, man sieht es auf dem Foto nicht wirklich, aber das Cover ist derart gestaltet, dass man meinen möchte, das Buch sei schon dutzendmal gelesen worden. Das Artwork des Covers sieht absichtlich so aus, als sei die Farbe an den Kanten abgerieben.
Clever, weil es einen zwingt, zweimal hinzusehen. Ich nahm das Buch also in die Hand und las mir den Klappentext durch. Heißt das bei einem Taschenbuch eigentlich Klappentext? Hat ja gar keine Klappen. Na die Zusammenfassung hinten auf dem Buchrücken meine ich. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.
Allein der erste Satz ließ mich schon stutzen.

Rose Hathaway steht vor ihrem Abschluss an der Vampirakademie.

Vampirakademie? Ist Vampir mittlerweile ein Lehrberuf? Gibts da einen akademischen Grad, den man bekommt, wenn man fertig ist? „Dr. vamp dent“, oder so? Ich dachte immer man müsste gebissen werden, ich wusste nicht, dass es da eine Art Ausbildung zum Vampir gibt, die man machen kann. Erstaunlich.

Ich hab den Roman jetzt natürlich nicht gekauft oder gelesen – kann ja sein, dass er ganz gut ist – aber Vampirakademie? Ich kann mir nicht helfen, aber mir kommt das fast so vor, als habe sich die Autorin Richelle Mead sich da beiderseitig von Harry Potter UND Twilight… nun „inspirieren lassen“.
Wow. Ich bin sprachlos. Ich bin beihnahe neugierig, wie das Buch ist. Aber nur beinahe.

Au, ja, bevor ich’s vergesse: Wer das Buch kennt, mag mal bitte seinen Eindruck in die Kommentare schreiben.

Nachtrag: Ich bin übrigens nicht der erste, der über das Vampirbuchphänomen stolpert.

Written by Heiko C. in: Bücher,Kurzrezensionen | Schlagwörter: ,
Dez
12
2009
1

Native American myths – cold ones – vampires!!!

Hello zere! Today is english speaking day! On english speaking days I will translate each one of my most popular articles into ze language of english, to introduce zem to a worldwide audience.
This way I will achieve ze world domination. Har Har.

And now to my most viewed article „Indianische Legenden – Kalte Wesen – Vampire“ but translated into english:

Every day some people stumble across my blog, searching for „cold ones“, „native american legends vampires“, „vapire the cold one“ or, or, or. That is of course connected to the hype of those unspeakable vampire-books by Susanne Meier Stephanie Meyer or the movie adaptations of those.
Since all those seekers in the digital desert – who appear to come mostly from lower saxony – only find my two rants (both in german) of the first two twilight books, and may be dissapointed of that, I just type this article now as a peace offering.

Update1: Maybe here you will find what you were searching for. I have searched some native american legends for vampires: LINK (in german)

Vampires (in german) are incredibly cool. Terrifying cool. Even terrifying and cool. And for the sake of peace „beautiful and/but dangerous“, as Susanne Meier Stephanie Meyer gets not tired to state in her books. But not if they glitter. If those bastards think they have to feed of our blood, they should at least have the courtesy to turn to ashes in the sunlight. Everything else is ridiculous and stupid and not cool at all.

But as said, this is a peace offering. Here some pictures of vampires:

Update2: Wellywell, the pictiures I had linked here disappeared from deviant art, as it seems. Maybe because this article generated too much traffic? Who knows.
Well, then I have to draw some myself. Might take a while.

Update3: Here my first own vampire picture:


skating nosferatu

Update4: And another one:

jolly emo-vampire

Update3: Maybe here is a site that might interest you as well: www.kaltewesen.de 😉

Update4: And another little clue for you: Since books and movie as well are in english language, you might find the site Bella is searching the interwebs for – if existing – most likely better, if you search for „cold ones native american legends“ or „cold ones indian legends“.
I hope that helps. If anyone ever finds those bastards of websites featured in the movie, I would be delighted to know about them.
Thanks.

Written by Heiko C. in: Bücher,English speaking day,Filme | Schlagwörter: , ,
Nov
23
2009
2

New Moon – „Biss zum Erbrechen“

So, der kommt ja nun in die Kinos. Ich werde ihn mir ganz sicher NICHT im Kino anschauen. Da ich jedoch den ersten Film „Twilight“ und die ersten beiden Bücher der Twilightsaga hier besprochen habe, möchte ich dem interessierten Kinogänger von Welt gerne ein paar Reviews in englischer Sprache ans Herz legen, welche vielleicht die Entscheidung zu erleichtern vermögen, ob man sich den Knelz im Kino anschauen soll, oder besser nicht.

Folgende Videoreviews sind mir bisher aufgefallen:

hier bei Bum Reviews,

bei The Spoony Experiment

oder bei The Cinema Snob

Wenn ich mehr finde, trage ich’s nach.

Ach ja: KALTE WESEN!!!

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen | Schlagwörter: ,
Jul
21
2009
62

Was hat es denn jetzt mit diesen kalten Wesen und indianischen Legenden auf sich?

Okay, ich bin es ja mittlerweile gewohnt, dass jeden Tag zwei drei Leute auf meinen Blog kommen, die nach „kalte Wesen“ oder ähnlichem googeln. Gestern jedoch staunte ich nicht schlecht, als im Laufe des Abends 35 Leute durch dieses Suchwort von der sympathischen Datenkrake auf meine Seite geleitet wurden. Und dieser Fakt machte mich nachdenklich.
Wenn so eine Nachfrage nach der Antwort auf die Frage nach den „kalten Wesen“ besteht, warum soll ich dann nicht wirklich mal was Nützliches zum Thema anbieten?


Guardian of the Sanctuary by `Mithgariel on deviantART

Bin ich mit meinem Blog tatsächlich schon die beste Quelle im deutschsprachigen Internet um über kalte Wesen und vamipische Indianerlegenden etwas zu erfahren? Ich meine, ich habe ja selbst – wie Bella im Buch und Film „Twilight“ – nach dem Konsum ebendieses Filmes nach „kalte Wesen, indianische Legenden“ gegoogelt, und leider nichts gefunden. Wäre der Twilight Film von J.J. Abrams gemacht worden, hätte man doch im Vorfeld Fake-Seiten ins Netz gestellt, in denen die angesprochenen indianischen Legenden quasi-wissenschaftlich beleuchtet und erläutert werden. So wie bei Cloverfield, Lost und Fringe. Oder auch bei „Blair Witch Project“.


The Blair Witch Project by ~DelinquentAntagonist on deviantART

Aber die Ausbeute bei Google ist mager.

Als ersten Treffer bei Google findet sich Lycos IQ, wo jemand die Frage stellt, ob es „kalte Wesen genannt Vampire“ wirklich gibt. Die Antworten gehen über die in den USA beliebte gruftieähnliche Subkultur der „Vampires“, über kannibalistische Massenmörder bis zu Menschen die aus Fetischgründen oder pseudomedizinischen Gründen Blut trinken. Auch der Ursprung der Dracula-Legenden, der rumänische Graf Vlad Tepesh wird am Rande erwähnt.
In den Kommentaren zu der Frage finden sich scheinbar auch die von ein paar Twilight Fans, die das Buch (oder den Film) scheinbar für bare Münze nehmen. Aber indianische Legenden gibt’s hier leider nicht. Trotz der ansonsten erschöpfenden Antworten zum Thema Vampir.

Der zweite Treffer bringt uns zu „Cullens Corner“, scheinbar ein Twilight Fan-Forum. Da die sich ja wohl hauptsächlich ans Buch halten werden, und wir ja nun eigentlich nach authentischen indianischen Vampirlegenden suchen, sind wir hier falsch.

Der dritte Treffer bringt uns nach „Gute Frage.net„, scheinbar sowas ähnliches wie Lycos IQ – oder umgekehrt, ich weiß nicht, was zuerst da war. Dort fragt ein scheinbar leicht durch den Konsum der Twilight Reihe verwirrter Mensch mit dem Pseudonym „Charly 95“ folgendes:

Glaubt ihr an VAMPIERE/Blutsauer/Kalte Wesen? ich weiß nicht was ich glauben soll!! mir ist selber fast immer kalt (hände).ich habe auch temperatur schwankungen bin aber selber nicht krank und füle mich auch nicht soo!!ich würde es toll finden wenn es welche gibt BITTE SAGT MIR WAS IHR GLAUBT!!

Wenn ich hier mal Charly antworten darf, denn bei „Gute Frage“ machen sich doch einige über seine Frage lustig:
Lieber Charly95,
Keine Sorge, du bist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Vampir. Wenn auch der „endgültige Beweis“ dass es keine Vampire gibt nicht erbracht werden kann, ist es in den heutigen Zeiten der Überbevölkerung so, dass man sehr oft auf Vampire stoßen würde, wenn es diese denn gäbe. Und auch du wirst kein Vampir sein, nicht allen denen kalt ist, oder die sich kalt anfühlen sind Vampire. Eigentlich sind die meisten keine Vampire. Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen zu sagen, dass keiner, dem immer kalt ist ein Vampir ist, wie man ihn aus dem Kino – oder eben aus dem Twilight Universum – kennt.
Wenn du mir so nicht glaubst, dann mach den Selbstversuch: Geh an die Sonne! Wenn du glitzerst wie eine Weihnachtsdekoration oder zu Staub zerfällst, dann warst du wohl doch ein Vampir. Sonst nicht. Sonnenbrand zählt nicht, aber wenn du einen bekommst, geh aus der Sonne – oder besser bevor du einen bekommst.

Auf der Suche nach Antworten sind einige nicht minder verwirrte Twilight-Fans auch bei den Onlineseiten des P.M. gelandet. Dort finden sich 5 Fragen nach dem Wahrheitsgehalt der Vampirlegenden und dem Essverhalten von Vampiren. Alle fünf Diskussionsstränge dazu sind jedoch mittlerweile geschlossen. Schade, hier kommen wir wohl auch nicht weiter.

Etwas weiter hinten bei den Google Ergebnissen findet sich eine Meta-Frage zu den vielzitierten indianischen Legenden. Bei Yahoo clever fragt eine gewisse $andy, auf welcher Internetseite Bella im Film Twilight etwas über die kalten Wesen erfährt.
Nach all den Googlesuchen von gestern würde ich fast antworten, dass sie direkt auf meiner Seite landet. ^^ Aber Spaß beiseite. $andy wird geantwortet, dass es diese Seite nicht gibt. Schade. So kommen wir also auch nicht weiter.

Bei kurze Frage begegnen wir dem Statement, dass die kalten Wesen in Wirklichkeit die Frauen sind. Sicher kommen Frauen in indianischen Legenden vor, aber so weit würde ich dann doch nicht gehen zu sagen alle Frauen wären Vampire. Bevor ich hier noch irgendwelche sexistischen Kalauer reiße, schnell weiter im Text:

Auf „Geschichtsirrtümer.teucom.net“ findet sich allerhand interessantes über Vampire und andere Fabelwesen, doch leider nichts über indianische Legenden. Im Gegenteil scheint die Vampirlegende ein ausgesprochen europäisches Phänomen zu sein.

Der Rest der Googlesuche ergibt eigentlich hauptsächlich Seiten mit direktem Bezug zur „Twilight“. Also nichts wo Bella hingesurft sein kann.

Ist also das Suchwort falsch? „kalte Wesen“ ist ja nun irgendwie sehr nichtssagend. Kann ja alles bedeuten.

Also Suchwort wechseln. Ich googlke jetzt einfach mal nach „native american legends“, mal sehen, was ich da so finde.

Als erstes fällt mir da die Seite www.ilhawaii.net auf, wo es einen Native American Lore Index gibt. Den durchsuch ich nach „Cold“ und finde die Geschichte von den „Warmwindbrüdern gegen die Kaltwindbrüder“ Die „Kaltwindbrüder“, das sind doch sicherlich endlich Vampire, oder?


Woolly mammoth by ~trexmaster on deviantART

Mal sehen. Die Geschichte handelt von zwei Stämmen, die in der Eiszeit lebten. Es gab einmal den „Warmwindstamm“ der an der an der Ostküste in einer Gegend lebte, die „Dry Falls“ heißt.


Dry falls by ~Sonic840 on deviantART

Wo immer die hinwanderten war es immer schön warm. Der Häuptling der Warmwindler soll fünf Söhne gehabt haben, wie auch der Häuptlin des Kaltwindstammes.
Der Kaltwindstamm hatte nicht so viel Glück. Die schienen direkt nördlich vom Warmwindstamm zu wohnen, und hatten immer Schnee und Eis, egal wo sie hinzogen. Wenn sie zu weit nach Süden zogen versperrten ihnen die Warmwindler den Weg.
Die Kaltwindler hielten nun eine Konferenz ab, und kamen zu der Erkenntnis, dass wenn sie die fünf Warmwindbrüder umbringen würden, sie nach Süden reisen könnten, ohne dass sich ihnen jemand in den Weg stellten würde.

Sie fragten Kojote – in der Fabelwelt der amerikanischen Ureinwohner wohl sowas wie Reinecke Fuchs – ob er nicht eine Herausvorderung der 5 Kaltwindbrüder zu den 5 Warmwindbrüdern bringen möchte.
Ein Datum für den Wettbewerb auf Leben und tot wurde festgesetzt, und der Kojote lief überall herum und erzählte es allen.


Eternal Nemeses Finished by ~Akuma-G-Spark on deviantART


Den Kontest gewannen dann die Kaltwindbrüder, weil sie viel stärker waren. Am Ende waren alle Warmwindbrüder tot.
Die Kaltwindbrüder herrschten nun über beide Stämme, versklavten die Warmwindbrüder und den Kojoten, und herrschten mit eiserner Hand. Doch nun wurde auch das gesamte Gebiet der zwei Stämme so kalt wie vorher nur das Gebiet der Kaltwindler.

Der jüngste Sohn der Warmwindler hatte allerdings vorher eine Frau eines weiter südlicheren Stammes geheiratet, und diese war schwanger als ihr Mann wie seine Brüder starb.
Sie ging zurück in den Süden zu ihren Leuten, um ihren Sohn zum Rächer der Warmwindbrüder großzuziehen.
Als der Sohn erwachsen war kam er zurück, und besiegte die fünf Kaltwindbrüder im Kampf. Die Warmwindler trieben die restlichen Kaltwindbrüder so weit in den Norden, dass sie nie zurückfanden, und das Eis im Gebiet der Warmwindler schmolz schließlich.
Der Legende zufolge hätten wir immer noch eine Eiszeit, wenn der Warmwindenkel nicht gewesen wäre.

Tja, nach der Geschichte sind diese „kalten Brüder“ wohl eher die landläufig als „Eskimos“ titulierten Innuit als Vampire. Nette Geschichte trotzdem. Da ich aber scheinbar mittlerweile Deutschlands Ober-Vampirblogger bin, halte ich weiter nach indianischen Legenden Ausschau, die den Twilightfan interessiern könnten.

Written by Heiko C. in: Esoterisches,Gruseliges | Schlagwörter: , ,

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Dez
06
2012
--

Studentin aus Las Vegas heiratet Pappschablone von Edward Cullen

Das das Twilight-Fandom teilweise merkwürdige Blüten treibt, haben wir ja schon gesehen, allerdings wird es dann jetzt spätestens albern. Wie die Mail Online vermeldet, wird sich eine Studentin der Universität von Nevada im Januar das Ja-Wort geben. Und zwar mit einer lebensgroßen Pappschablone des bekannten Glitzervampirs aus Funk und Fernsehen.
Mit ausreichenden Englischkenntnissen könnt ihr die ganze Geschichte hier nachlesen.

Die 24jährige ist allerdings nicht komplett verrückt geworden, sondern führt die ganze Sache als ein Projekt für ihre Masterarbeit auf. Das beruhigt mich etwas, allerdings ist mir nicht so recht klar, was bei der Sache herauskommen soll.
Aber: Wenn’s der Wahrheitsfindung dient?

Mrz
05
2011
7

Für Vampire, und die, die es werden wollen…

Lag doch im Ela eine kostenlose Gruftiezeitung aus, in der mir sofort folgende Werbung auffiel:

Quelle: Negatief-Zeitschrift aus dem Ela

Das offizielle Magazin für Vampire und Werwölfe?
Erstens mal, dass es diese merkwürdige Vampir-Subkultur gibt, wusste ich ja schon, aber das gibt es jetzt auch für Werwölfe? Wie muss ich mir das vorstellen? Sind das besonders behaarte Menschen mit eingesetzten Raubtierzähnen und Tieraugenkontaktlinsen? Und wenn die Vampire immer besonders distinguiert tun, laufen die Werwölfe dann rum, und rufen „RAH-RAH-RAH!!!“, oder am Ende gar „WUFF“?
Und es gibt ein „offizielles“ Magazin? In wie fern offiziell? Vom Zentralrat der Vampire und dem Internationalen Werwolfbund genehmigt?

Irgendwie bezweifele ich, dass „offizielle Vampire“ auch nur irgendwas mit Twilight zu tun haben wollen würden, aber ich kann mich irren. True Blood schon eher.
Wäre ich ein Vampir, würde ich mir ja kein Vampirzeugs wie Twilight, True Blood, Vampire Diaries oder Edgar reinziehen, denn ich würde das Vampirleben ja schon leben, bzw. den Vampiruntot…. nichtleben. Äh…

Na ja, dann Schminktipps… Die müssen an die Vampire gerichtet sein, da kein Werwolf, der was auf sich hält, sich schminken würde. Vermutlich geht es darum, dass die Vampire hier lernen sich zu schminken, damit sie weniger wie Vampire aussehen, um besser Leute dazu zu bringen sie hereinzubitten…

…und Markus Heitz, was hat der mit der Sache zu tun, schreibt der nicht eher über Zwerge?
Das ist alles so faszinierend, das Dingen werde ich mir alleine aus Neugier wohl besorgen müssen. Hoffentlich darf man das auch kaufen, wenn man keinen von der internationalen Vampirgesellschaft ausgestellten und beglaubigten Vampirpass hat…

Update:
Mehr dazu hier und hier ist die offizielle Seite des Magazins, und hier ist es sogar als „offizielles Magazin für Vampire, Werwölfe und Dämonen“ beschrieben.

Mrz
19
2010
3

Extreme Twilight-Acting Method

Wer sich schon immer gewundert hat, was das gewisse je ne sais quoi, der Schauspielkunst von Kirsten Kristen Steward, dem Star der Twilight Reihe, sein könnte, dem wird ebendies in folgendem Video enthüllt:

Genau! Sie macht irgendwas mit den Lippen, und das stets und ständig.

Irgendwie muss ich dran denken, wie Bellas und Edward Ehe irgendwann später mal aussieht, sagen wir, wenn die beiden irgendwo sitzen, in der Woche in der Edward gerade pensioniert wurde, und Bella nun zuhause nervt:

Edward: (schaut als müsse er aufs Klo)

Bella: Hör‘ auf damit!

Edward: Womit?

Bella: Mit deinem Tick!

Edward. Was für einem Tick?

Bella: Immer kuckst du so, als müsstest du aufs Klo!

Edward: Das ist kein Tick, das ist eine liebenswerte Eigenart! (kuckt als müsste er aufs Klo)

Bella: Da! Du machst es schon wieder!

Edward: Na und? Dann lass mich doch! Ausserdem machst DU ja immer so! (beißt sich auf die Lippen)

Bella: Garnicht!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme | Schlagwörter: , ,
Mrz
13
2010
3

Hexen, Vampire undsozeug…

Hier bei Gwup findet man einen interessanten Artikel drüber, warum viele heranwachsende Mädchen das Konzept der „Hexe“ so faszinierend finden.
Das hat zwar nicht wirklich viel mit Vampiren zu tun, doch denke ich, dass einige der Erklärungsansätze auch auf die Twilight-Reihe anzuwenden sind.

Ein typisches Hexenhaus mit einer eher untypischen Hexe im Anorak im Vordergrund. Ja lästert nur, hab ich mit der Maus gezeichnet, dafür isses gut geworden.

Immerhin sind in Twilight alle Vampire mit irgendwelchen magieähnlichen Fähigkeiten ausgestattet. So kann die eine Vampirin in Twilight hellsehen, und die Heldin der Twilightreihe, Bella, hat eine Art antimagischen Schild, sogar schon bevor sie zum Vampir wird.

Na ja, zusammenfassend vermutet der oben verlinkte Artikel, dass heranwachsende junge Frauen von der Hexe als starker Frau fasziniert sind, die ihnen als Identifikationsfigur dient.

Ob dies auf Twilight anwendbar ist, halte ich zumindest für fraglich: Zwar verfügt die weibliche Hauptfigur von Anfang an über ein magisches Talent, doch ist dies nur passiv, und Bella regiert in Twilight auch nur passiv, oft sogar passiv aggressiv, indem sie durch Nichtstun aus den männlichen Akteuren, an denen sie interessiert ist, irgendwelche Reaktionen hervorzurufen sucht.

Als Identifikationsfigur eher ungeeignet, denke ich.

Written by Heiko C. in: Esoterisches,Gesellschaftliches | Schlagwörter: , , , ,
Mrz
02
2010
7

Zwielichtige Vampire III

In diesem Artikel möchte ich den dritten Band der Twilight-Reihe auseinandernehmen, wie ich auch schon Band eins und zwei kritisiert habe. Die Rezensionen zu den Büchern findet ihr hier: Link und hier: Link.

Auch im wirklichen Leben Erzrivalen? Wölfe und Fledermäuse.

Nun aber Band 3, der da heißt „Biss zum Abendrot“.

*

Ich muss gestehen, dass ich einige Hoffnung hatte,  die Reihe würde nun immer besser werden. Immerhin war das erste Buch der Erstling von Stephene Meyer, da kann man noch einiges durchgehen lassen, und das zweite Buch empfand ich als um einiges besser als das erste. „Wird schon!“, dachte ich mir, vielleicht ist das dritte ja – analog zur Harry Potter Reihe – das beste?

Aber nein.  Der dritte Band der Twilight-Reihe war – für mich persönlich – die bisher schmerzhafteste Vampirerfahrung:

Die Charaktere empfand ich weiterhin als eindimensional, die Handlung, Spannung und der Plot lassen lange auf sich warten, und sowas wie einen Spannungshöhepunkt sucht man vergebens.

Bella hat immer noch den Hausarrest, den sie nach den Ereignissen im zweiten Band aufgebrummt bekommen hatte. Sie liest um sich die Zeit zu vertreiben in Emily Brontës „Sturmhöhe“. Schön, wenn einen schlechte Bücher an gute Bücher erinnern, die man statt dessen lesen könnte. Aber na ja.

Um den Plot des Buches nicht noch weiter zu behindern, als es die Autorin ohnehin schon tut, erlässt Bellas Vater dieser zu Beginn des Buches dann aber den restlichen  Hausarrest.

Bella leidet aber trotzdem weiter, weil sie Jacob nicht besuchen darf. Das hat ihr nicht etwa ihr Vater verboten, nein im Gegenteil, der würde sich freuen. Das Verbot wurde ihr von Milchschnitte auferlegt, weil Werwölfe eben nun einmal gefährlich sind …sagt der Vampir. Anrufen kann Bella Jacob auch nicht, weil der dann sowieso nicht abnimmt.

Der ganze erste Teil des Buches besteht dann auch aus Bella, die ihren Vampirfreunden ausbüxt um sich mit Jacob zu treffen, der sie dafür anmault, dass sie sich mit Vampiren rumtreibt, nur damit sie sich dann später mit Milchschnitte darüber streiten kann, dass sie sich mit Werwölfen rumtreibt.

Bella beim ruhigen, analytischen Nachdenken

Ausserdem streitet sie sich mit Milchschnitte auch noch darum, dass sie aber nicht heiraten will, wie er es ihr zur Bedingung gemacht hat, wenn sie je gebissen werden will, darüber dass Bella gerne mit Milchschnitte ins Bett will, der das aber für zu gefährlich hält, und das Bella möglichst gestern zum Vampir gemacht werden möchte.

Dieser Themenkomplex füllt mindestens das halbe Buch, und den fand ich unglaublich langweilig, und Bella wird dadurch, dass sie aber ALLES will und zwar SOFORT, auch nicht wirklich sympathischer.

Über Milchschnitte erfährt man derweil herzlich wenig, dabei gäbe es da so viel interessantes, was man hätte erzählen können, immerhin ist Milchschnitte über 90 Jahre alt. Einige Fragen, die ich mir unwillkürlich bei der Lektüre des Buches stellte, waren zum Beispiel:

– Was hat er all die Jahre getrieben? Er kann ja schließlich nicht immer nur zuhause gehockt haben in all den Jahren?

– War Milchschnitte vielleicht schon mal verheiratet? Wen ja mit wem, wenn nein warum nicht?

– Wie genau ging es Milchschnitte damit, als er zum Vampir gemacht wurde? War seine Eingewöhnungszeit schlimm? Das wird zwar hin und wieder mal ominös angerissen, Einzelheiten erfahren wir aber nicht.

– Hat Milchschnitte eigentlich noch andere Hobbies außer „Claire de Lune“ spielen? Fotografiert er? Spielt er Shuffleboard in der Olympiamannschaft? Irgendwas?

Man erfährt so ziemlich genau NICHTS. Das ganze Buch, vom Pro- und Epilog einmal abgesehen, ist eine einzige Abschrift von Bellas Gedanken, und selbst sie stellt diese Fragen nicht. Auch Milchschnitte stellt keine Fragen, obwohl Bella die einzige Person ist, deren Gedanken er nicht lesen kann.

Statt dessen vergeudet man seine Zeit mit Eifersüchteleien und Beziehungsstress.

Na ja, irgendwann klopft dann die Handlung leise an. Die Vampirfreunde finden heraus, dass irgendein unbekannter Vampireinbrecher in Bellas Zimmer war, und – salopp ausgedrückt – ihre Unterwäsche geklaut hat. Könnte dies mit Victoria zu tun haben? Der Vampirin, die Bella umbringen will, weil sie diese für den Tod ihres Freundes verantwortlich macht, der Bella umbringen wollte? Wer weiß, wer weiß?

Noch sowas: Warum wollen alle Vampire immer Bella umbringen? Schwitzt sie Blut, oder was? O_o

Außerdem kommt es in Seattle zu einer Reihe von Gewaltverbrechen, die Milchschnitte fachkundig für von stümperhaften Vampiren verübt hält.

Das hab ich jetzt aber schon sehr komprimiert, dazwischen müsst ihr euch noch jede Menge Gejammer von Bella vorstellen. Bella ist entweder traurig, weil sie aber mit Jacob zusammen sein will, weil sie aber nicht heiraten will, weil sie aber poppen will, weil sie aber keine Geburtstagsfeier will oder weil sie will, dass Vampire und Werwölfe sich vertragen.

Weiter künstlich aufgebläht hat Stephenie Meyer ihr Buch mit den schon aus Band eins und zwei bekannten Beschreibungen des „überirdischen“ Aussehens von Milchschnitte. Diese Beschreibungen hat sie aber dann doch ein wenig verändert. Mir ist diesmal nicht einmal aufgefallen, dass sie darüber schreibt, wie „schön aber gefährlich“ oder „gefährlich aber auch schön“ Milchschnitte ist, statt dessen wird er mit Michelangelos David verglichen, der nach neuesten Untersuchungen ja schwere Haltungsschäden hat, aber das war sicher nicht gemeint.

Bis dann endlich mal was annäherd spannendes passiert, sollen dann insgesamt auch 3/4 des Buches, gefüllt mit solchem Geschwafel, vergehen.

Okay, Handlung:

Irgendwann im hinteren Teil des Buches feiern die Cullens, die nette vegetarische Vampirfamilie von nebenan, für Bella eine Geburtstagsparty. Bella möchte zwar nur ungern im Mittelpunkt stehen, doch die Vampirwahrsagerin, die scheinbar von den Sitten und Gebräuchen von Normalsterblichen besessen ist, möchte unbedingt eine Geburtstagsparty ausrichten. Viele von Bellas menschlichen Freunden, die außer im ersten Teil der Saga jedoch kaum eine Rolle mehr spielen kommen auch.
Dummerweise hat Bella quasi aus Versehen auch Jacob eingeladen, der sich das nicht zweimal sagen lässt, und prompt mit ein paar anderen Werwölfen im Schlepptau vorbeikommt.
„Super!“, denkt sich der Leser – bzw. ich zumindest – „Endlich passiert mal was! Gleich gibt’s Fratzengeballer!“
Aber nein.
Die Vampire verlassen sicherheitshalber die Party, vielleicht aus Angst, Höflichkeit oder weil die Werwölfe so grässlich riechen. Vielleicht auch aus einer Kombination von allen drei Dingen.
Bella unterhält sich ein wenig mit den Werwölfen, die ich nur mit dem Prädikat „halbstark“ versehen kann, bis sie dann von der Wahrsagevampiren zu erfahren bekommt, dass die bekloppten Vampire aus Seattle bald angreifen.

Fast augenblicklich vertragen sich die Werwölfe mit der Vampirfamilie um gegen die gemeinsame Bedrohung aus Seattle zu kämpfen. Herrje, die Vampire und die Werwölfe studieren sogar gemeinsam Kampftechniken ein, während eifrig beratschlagt wird, Was mit Bella geschehen soll.
Der Leser – also ich – denkt sich „Nagut, kein Vampir-vs.-Werwolf-Fratzengeballer, aber dafür immerhin ein episches Gemetzel zwischen Vampiren und Werwölfen auf der einen, und bekloppten Vampiren aus Seattle auf der anderen Seite.“ Immerhin, das würde zwar nicht für den emotionalen Gedankenmüll entschädigen, den ich bisher lesen musste, wäre aber mal ein Friedensangebot an den Leser – also an mich.
Und mal ehrlich: Da kann man doch was draus machen oder? „Vampire gegen Werwölfe“ ist ja schon ein wenig wie „Underworld“ aber „Vampire und Werwölfe gegen Vampire“ das ist ja mindestens… …wie 2x „Underworld“!

Die Werwolf-Vampir-Allianz

Aber nein.
Bella, der die Handlung des Buches ja folgt wie der treue Hund Toto aus dem „Zauberer von Oz“ wird von Jacob, Milchschnitte und einem anderen Werwolf, an dessen Namen ich mich nicht erinnere, fortgebracht. Milchschnitte kommt übrigens nur mit, weil Balla NICHT OHNE IHN LEBEN KANN!!!!1elf  Zuerst war der Plan, dass er nicht mitkommt, aber da wurde Bella unglaublich traurig.
Nun kommt Milchschnitte mit, so dass Bella unglaublich traurig darüber sein kann, dass vielleicht Untote, die sie mag, sterben, weil Edward nicht am epischen Fratzengeballer teilnehmen kann.
Bella wird von den drei Gescheiten auf dem Weg nach Nirgendwo also in den Wald gebracht, wo sie fast erfriert. Aber immerhin erfriert sie ja in Sicherheit, ist ja auch schon mal was. „Aus medizinischen Gründen“ kuschelt sich Jacob in ihrem Schlafsack an sie, während Milchschnitte draußen steht, und und sich darüber ärgert, dass er sich nunmal so anfühlt, als würde er im Kühlregal aufbewahrt.
Anderswo tobt vielleicht schon ein episches Gemetzel von den Ausmaßen der Schlacht von Helms Klamm, aber davon bekommen wir ja nichts mit, weil wir als Leser quasi Bella beim Schlafen zuschauen.
Danke Stefenie!

Selbst Jacob wird das zu langweilig, woraufhin er ab zum Kampf geht. Sogar er bekommt mehr Action mit als der Leser dieses Buches.
Kaum denkt man sich das, passiert tatsächlich mal was:
Das Camp wird angegriffen, und zwar von *Überraschung!* Victoria. Wer hätte das nur ahnen können? Aber nun haben wir es immerhin schwarz auf weiß, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, dass die bekloppte Vampirarmee aus Seattle auf ihrem Mist gewachsen ist, auch wenn im Buch vorher schon ein paar mal erwähnt wird, dass sie wahrscheinlich dahinter steckt.
Victoria ist aber nicht alleine gekommen, nein so bekloppt wie ihre Vampirarmee ist die blutsaugende Meisterstrategin nicht, sie hat einen der bekloppten Vampire mitgenommen.
Auf der einen Seite also ein gedankenlesender Milchschnittevampir, ein im Kampf gegen Vampire geschulter Werwolf und …nun… Bella, und auf der anderen Seite ein Vampir, und ein bekloppter Vampir. Alleine wenn sich dich diese Aufstellung so anschaut, braucht man kein Kampfexperte zu sein, um einen klaren Favoriten zu sehen. Aber als Twilight-Leser sind wir uns ja sowieso schon ziemlich sicher, dass weder Bella noch Milchschnitte viel passiert, immerhin gibt es ja noch einen vierten Teil. Der namenlose Werwolf könnte rein theoretisch als Redshirt dran glauben, aber die Frage die ich mir zu diesem kleinen Scharmützel stelle ist eher folgende:
WARUM NIMMT VICTORIA NICHT GLEICH FÜNF VON IHREN VAMPIREN MIT, NUR UM AUF NUMMER SICHER ZU GEHEN?
Herrje, da ist ja jeder Bondbösewicht besser vorbereitet.
Na ja, erst versucht Milchschnitte das alte „Ich lese die Gedanken des Gefolgsmannes, und versuche ihn auf unsere Seite zu ziehen“, leider erfolglos, dann wird recht kurz gekämpft. Irgendwann wirft Bella auch einen Stein nach irgendwem, und kurz drauf sind die beiden Bösewichte tot.

Irgendwas scheint aber doch nicht ganz zu stimmen, denn Milchschnitte bekommt sowas wie einen telepathischen Anfall.
ENDLICH eilen die drei zum Hauptkampf, der dann auch schon vorbei ist, als man ankommt, und dem Leser – also mir – somit jede weitere Chance auf ein kleines bisschen Horrorshow nimmt.
Jacob ist verletzt. [Werwölfe Abgang Bühne links]

Dann scheint es für einen kurzen Moment aber erst richtig loszugehen: Die italienischen Obervampire aus Band zwei betreten die Szenerie. Ich – als Leser – denke mir: „Da hast du mich aber ganz schön an der Nase herumgeführt Stephenie! Ich hätte fast schon gedacht, dass es das jetzt wirklich gewesen war mit den epischen Kämpfen!“
Nun also, der unvermeidbare Konflikt mit den alten und mächtigen italienischen Glitzervampiren soll nun endlich ein für alle mal geklärt werden! Ein Kampf bis auf den Tod!?
Aber nein.
Statt dessen unterhält sich unsere Vampirfamile höflich mit den Italienern, welche ihrerseits freudig zur Kenntnis nehmen, dass das Problem mit den bekloppten Vampiren aus Seattle schon gelöst ist. Deswegen sind die nämlich den weiten Weg über den Atlantik gekommen. Die bekloppten Seattlevampire haben sich nicht an den Code gehalten. (Wahrscheinlich ist dieser Vampircode das, was man an einer Vampirakademie lernen kann)
Ach ja, die Italiener bringen noch den letzten von den bekloppten Seattlevampiren um, der sich ergeben hatte. Macht man wohl so bei denen. Die Italiener also so sinngemäß: „Huch! Das Problem hat sich ja schon erledigt! Da sieh‘ mal einer kuck! Könn‘ wir ja eigentlich auch wieder umkehren!“
Dann bedrohen sich die beiden Vampirgruppen noch ein wenig – gehört bei Vampiren wahrscheinlich zum guten Ton – und die Italiener ziehen wieder ab.

WHAT THE FUCKING FUCK?

Das war jetzt also schon die DRITTE Chance auf noch ein wenig Action, an der Stephenie Meyer aber gezielt vorbeischreibt. Was soll das? Ich sage mal voraus, dass der Kampf zwischen der Vampirarmee aus Seattle und der gemischen Vampir-Werwolfgruppe im Film sicher nicht ausgespart wird. Im Film zum Buch werden wir den Kampf sehen. Nur eben im Buch dürfen wir nicht drüber lesen. WARUM???

Wenig später besucht Bella dann irgendwann Jacob, dem es schon besser geht, am Krankenbett, und erklärt ihm sinngemäß: „Ich liepe tich Jacob, aba ohne ten Edwatt KANN ICH NICHT LEBÄN!!!1elf“, und dass es natürlich nicht das gute Aussehen Milchschnittes ist, an dem das liegt. Wird ja nur zufällig in jedem Zweiten Satz dieser Saga, die ja im Grunde nur Bellas Gedanken wiedergibt, erwähnt wie überirdisch supertoll Milchschnitte denn nun wirklich aussieht. Bei Licht betrachtet scheinen Milchschnitte sowieso kaum andere Attribute auszuzeichnen.
Aber wenn Edward so ein schielender Buckelfips mit Hinkefuss wäre, dann würde Bella ihn genauso lieben? Ich habe da so meine Zweifel. Das würde die Filme aber auf jeden Fall witziger machen, wenn Steve Buscemi oder so den Milchschnitte spielen würde.

Wäre Bella in ihn genauso verliebt?

Dann geht’s wieder bei den Cullens weiter, bei der freundlichen Vampirfamilie von Nebenan also. Und zwar – furchtbar spannend – mit Hochzeitsvorbereitungen. Dann will Michschnitte, der bisher ja immer auf der Hochzeit als Bedingung für den Nackenbiss bei Bella bestanden hat – plötzlich nicht mehr heiraten, sondern sie gleich beißen.
Dann ist sich Bella plötzlich nicht mehr sicher, ob sie überhaupt gebissen werden will, und will lieber heiraten.
Mädel entscheide dich!
Klar: Erst sich nicht entscheiden können, ob sie lieber den Werwolf oder den Vampir will, und dann ganz plötzlich heiraten wollen. Das wird bestimmt die super stabile Vampirehe.

Dann folgt noch ein kurzer Epilog, in dem Jacob ein wenig rumjammert, und dann ist das Buch vorbei.

Fazit:
Ich gebe ja zu, dass ich nicht zur Zielgruppe dieser Buchreihe zähle, aber trotzdem ist dieses Buch für mich bisher eindeutig das schlechteste in der Saga.
Wo die Action – und viel wichtiger: Die Spannung – in den ersten beiden Teilen erst recht spät kam, so hat der Plot doch irgendwie ausgereicht, um den Leser – ja sogar mich – ein Stück weit zu fesseln, und die ganze Sache mit den Obervampiren in Italien fand ich sogar ehrlich interessant.
Hier jedoch wird beim Leser gleich mehrmals der Eindruck erweckt, dass gleich irgendwas spannendes kommt, und dann kommt doch nix.
Ja, auch die anderen beiden Bücher hatten einen ziemlich lauen Spannungsbogen, aber die haben einem auch nicht mehr verspochen.

Mal sehen wie Teil 4 wird… Das dauert aber ne Weile, ich muss mich erst einmal erholen, und was richtiges Lesen. Zum Beispiel „Sturmhöhe“.

Written by Heiko C. in: Bücher,Beklopptes,Gruseliges,Kurzrezensionen | Schlagwörter: , , ,
Jan
23
2010
2

Biss zur Öffnung des Höllenschlunds…

Einfach herrlich: Was würde Buffy tun, wenn sie Edward „Michschnitte“ Cullen von Twilight an der Backe hätte:

Gefunden im Genderblog.

Ich meine, das ist ja natürlich Geschmacksache, aber da zeigt sich für mich zumindest, wie gut Buffy im Vergleich zu Twilight doch war. Sicher, die Stories bei Buffy neigten dazu sich allesamt etwas sehr ähnlich zu sein, aber die Charaktere kommen bei Buffy nachvollziehbarer, intelligenter und weniger stereotypisch rüber.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Jan
06
2010
5

Vampirbücher!!! AAAAHHHH!!!!

Mittlerweile gibt’s auch in den Bahnhofsbuchhandlungen von Niebüll und Westerland, die ich fast täglich frequentiere, fast ein ganzes Regal nur allein für verschiedene Vampirbücher. Sind Vampire in unseren Jahren das, was in den Achzigern die Dinosaurier waren?

Ich mein, es ist ja schön, wenn plötzlich alle jungen Leute lesen, aber es gibt doch auch noch andere Themen als Vampire, oder? Und sind nicht die meisten der erhältlichen Titel im Grunde sehr stark an Twilight angelehnt? Brauchen wir mehr wie Twilight?

Es gab vor einigen Jahren schonmal was ähnliches. Wegen Harry Potter. JK Rowling hat sich mit der Harry Potter Reihe ja von einer Sozialhilfeempfängerin zu einer der reichsten Frauen Englands geschrieben, und da wollten auch schon einige es ihr nachmachen, und haben mal bessere und mal schlechtere Harry-Potter Ripp-Offs geschrieben. Oder vielleicht wurden selbige auch nur lieber von den Verlegern aufgegriffen, um auf der Zauberschul-Welle zu reiten, solange sie anhält? Ich weiß es nicht.
Zwar hat Frau Rowling das Genre des „Zauberschulromans“ sicher nicht erfunden, sowas gibts schon sicher mindestens seit Achtzehnhunderttobak, aber Fakt ist, dass sie das Genre gewissermaßen modernisiert hat, und somit einen neuen Boom für diese Bücher – und Fantasy im Allgemeinen – auslöste.

Was hat das nun mit Vampiren zu tun?
Nun, obwohl Stephenie Meyer auch den „romantischen Vampirroman“ nicht erfunden hat, den gibt es schon seit Bram Stokers Dracula, hat sie ihn für eine gewisse Zielgruppe modern aufbereitet. Obwohl es bestimmt bessere Romane im Tennie-Romantik-Vampir-Genre geben muss (Bitte! Ich will einfach glauben, dass es so ist!), hat sie doch einen Nerv getroffen, und seitdem verkaufen sich ihre Bücher wie blöde.
Also kommen auch wieder irgendwelche Trittbrettfahrer, die mit ihren Romanen ebenfalls von dem Hype profitieren wollen.
Das klingt jetzt negativ, macht aber Kultur aus: Einer macht was, die Leute finden das toll, also macht ein anderer auch sowas, und versucht es besser zu machen.
Gäbe es diesen Mechanismus nicht, würden wir immer noch Mammute an Höhlenwände malen.

Im Regal mit Vampirbüchern fiel mir eines besonders ins Auge. Dieses hier:

Warum es mir ins Auge fiel? Nun, man sieht es auf dem Foto nicht wirklich, aber das Cover ist derart gestaltet, dass man meinen möchte, das Buch sei schon dutzendmal gelesen worden. Das Artwork des Covers sieht absichtlich so aus, als sei die Farbe an den Kanten abgerieben.
Clever, weil es einen zwingt, zweimal hinzusehen. Ich nahm das Buch also in die Hand und las mir den Klappentext durch. Heißt das bei einem Taschenbuch eigentlich Klappentext? Hat ja gar keine Klappen. Na die Zusammenfassung hinten auf dem Buchrücken meine ich. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.
Allein der erste Satz ließ mich schon stutzen.

Rose Hathaway steht vor ihrem Abschluss an der Vampirakademie.

Vampirakademie? Ist Vampir mittlerweile ein Lehrberuf? Gibts da einen akademischen Grad, den man bekommt, wenn man fertig ist? „Dr. vamp dent“, oder so? Ich dachte immer man müsste gebissen werden, ich wusste nicht, dass es da eine Art Ausbildung zum Vampir gibt, die man machen kann. Erstaunlich.

Ich hab den Roman jetzt natürlich nicht gekauft oder gelesen – kann ja sein, dass er ganz gut ist – aber Vampirakademie? Ich kann mir nicht helfen, aber mir kommt das fast so vor, als habe sich die Autorin Richelle Mead sich da beiderseitig von Harry Potter UND Twilight… nun „inspirieren lassen“.
Wow. Ich bin sprachlos. Ich bin beihnahe neugierig, wie das Buch ist. Aber nur beinahe.

Au, ja, bevor ich’s vergesse: Wer das Buch kennt, mag mal bitte seinen Eindruck in die Kommentare schreiben.

Nachtrag: Ich bin übrigens nicht der erste, der über das Vampirbuchphänomen stolpert.

Written by Heiko C. in: Bücher,Kurzrezensionen | Schlagwörter: ,
Dez
12
2009
1

Native American myths – cold ones – vampires!!!

Hello zere! Today is english speaking day! On english speaking days I will translate each one of my most popular articles into ze language of english, to introduce zem to a worldwide audience.
This way I will achieve ze world domination. Har Har.

And now to my most viewed article „Indianische Legenden – Kalte Wesen – Vampire“ but translated into english:

Every day some people stumble across my blog, searching for „cold ones“, „native american legends vampires“, „vapire the cold one“ or, or, or. That is of course connected to the hype of those unspeakable vampire-books by Susanne Meier Stephanie Meyer or the movie adaptations of those.
Since all those seekers in the digital desert – who appear to come mostly from lower saxony – only find my two rants (both in german) of the first two twilight books, and may be dissapointed of that, I just type this article now as a peace offering.

Update1: Maybe here you will find what you were searching for. I have searched some native american legends for vampires: LINK (in german)

Vampires (in german) are incredibly cool. Terrifying cool. Even terrifying and cool. And for the sake of peace „beautiful and/but dangerous“, as Susanne Meier Stephanie Meyer gets not tired to state in her books. But not if they glitter. If those bastards think they have to feed of our blood, they should at least have the courtesy to turn to ashes in the sunlight. Everything else is ridiculous and stupid and not cool at all.

But as said, this is a peace offering. Here some pictures of vampires:

Update2: Wellywell, the pictiures I had linked here disappeared from deviant art, as it seems. Maybe because this article generated too much traffic? Who knows.
Well, then I have to draw some myself. Might take a while.

Update3: Here my first own vampire picture:


skating nosferatu

Update4: And another one:

jolly emo-vampire

Update3: Maybe here is a site that might interest you as well: www.kaltewesen.de 😉

Update4: And another little clue for you: Since books and movie as well are in english language, you might find the site Bella is searching the interwebs for – if existing – most likely better, if you search for „cold ones native american legends“ or „cold ones indian legends“.
I hope that helps. If anyone ever finds those bastards of websites featured in the movie, I would be delighted to know about them.
Thanks.

Written by Heiko C. in: Bücher,English speaking day,Filme | Schlagwörter: , ,
Nov
23
2009
2

New Moon – „Biss zum Erbrechen“

So, der kommt ja nun in die Kinos. Ich werde ihn mir ganz sicher NICHT im Kino anschauen. Da ich jedoch den ersten Film „Twilight“ und die ersten beiden Bücher der Twilightsaga hier besprochen habe, möchte ich dem interessierten Kinogänger von Welt gerne ein paar Reviews in englischer Sprache ans Herz legen, welche vielleicht die Entscheidung zu erleichtern vermögen, ob man sich den Knelz im Kino anschauen soll, oder besser nicht.

Folgende Videoreviews sind mir bisher aufgefallen:

hier bei Bum Reviews,

bei The Spoony Experiment

oder bei The Cinema Snob

Wenn ich mehr finde, trage ich’s nach.

Ach ja: KALTE WESEN!!!

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen | Schlagwörter: ,
Jul
21
2009
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Was hat es denn jetzt mit diesen kalten Wesen und indianischen Legenden auf sich?

Okay, ich bin es ja mittlerweile gewohnt, dass jeden Tag zwei drei Leute auf meinen Blog kommen, die nach „kalte Wesen“ oder ähnlichem googeln. Gestern jedoch staunte ich nicht schlecht, als im Laufe des Abends 35 Leute durch dieses Suchwort von der sympathischen Datenkrake auf meine Seite geleitet wurden. Und dieser Fakt machte mich nachdenklich.
Wenn so eine Nachfrage nach der Antwort auf die Frage nach den „kalten Wesen“ besteht, warum soll ich dann nicht wirklich mal was Nützliches zum Thema anbieten?


Guardian of the Sanctuary by `Mithgariel on deviantART

Bin ich mit meinem Blog tatsächlich schon die beste Quelle im deutschsprachigen Internet um über kalte Wesen und vamipische Indianerlegenden etwas zu erfahren? Ich meine, ich habe ja selbst – wie Bella im Buch und Film „Twilight“ – nach dem Konsum ebendieses Filmes nach „kalte Wesen, indianische Legenden“ gegoogelt, und leider nichts gefunden. Wäre der Twilight Film von J.J. Abrams gemacht worden, hätte man doch im Vorfeld Fake-Seiten ins Netz gestellt, in denen die angesprochenen indianischen Legenden quasi-wissenschaftlich beleuchtet und erläutert werden. So wie bei Cloverfield, Lost und Fringe. Oder auch bei „Blair Witch Project“.


The Blair Witch Project by ~DelinquentAntagonist on deviantART

Aber die Ausbeute bei Google ist mager.

Als ersten Treffer bei Google findet sich Lycos IQ, wo jemand die Frage stellt, ob es „kalte Wesen genannt Vampire“ wirklich gibt. Die Antworten gehen über die in den USA beliebte gruftieähnliche Subkultur der „Vampires“, über kannibalistische Massenmörder bis zu Menschen die aus Fetischgründen oder pseudomedizinischen Gründen Blut trinken. Auch der Ursprung der Dracula-Legenden, der rumänische Graf Vlad Tepesh wird am Rande erwähnt.
In den Kommentaren zu der Frage finden sich scheinbar auch die von ein paar Twilight Fans, die das Buch (oder den Film) scheinbar für bare Münze nehmen. Aber indianische Legenden gibt’s hier leider nicht. Trotz der ansonsten erschöpfenden Antworten zum Thema Vampir.

Der zweite Treffer bringt uns zu „Cullens Corner“, scheinbar ein Twilight Fan-Forum. Da die sich ja wohl hauptsächlich ans Buch halten werden, und wir ja nun eigentlich nach authentischen indianischen Vampirlegenden suchen, sind wir hier falsch.

Der dritte Treffer bringt uns nach „Gute Frage.net„, scheinbar sowas ähnliches wie Lycos IQ – oder umgekehrt, ich weiß nicht, was zuerst da war. Dort fragt ein scheinbar leicht durch den Konsum der Twilight Reihe verwirrter Mensch mit dem Pseudonym „Charly 95“ folgendes:

Glaubt ihr an VAMPIERE/Blutsauer/Kalte Wesen? ich weiß nicht was ich glauben soll!! mir ist selber fast immer kalt (hände).ich habe auch temperatur schwankungen bin aber selber nicht krank und füle mich auch nicht soo!!ich würde es toll finden wenn es welche gibt BITTE SAGT MIR WAS IHR GLAUBT!!

Wenn ich hier mal Charly antworten darf, denn bei „Gute Frage“ machen sich doch einige über seine Frage lustig:
Lieber Charly95,
Keine Sorge, du bist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Vampir. Wenn auch der „endgültige Beweis“ dass es keine Vampire gibt nicht erbracht werden kann, ist es in den heutigen Zeiten der Überbevölkerung so, dass man sehr oft auf Vampire stoßen würde, wenn es diese denn gäbe. Und auch du wirst kein Vampir sein, nicht allen denen kalt ist, oder die sich kalt anfühlen sind Vampire. Eigentlich sind die meisten keine Vampire. Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen zu sagen, dass keiner, dem immer kalt ist ein Vampir ist, wie man ihn aus dem Kino – oder eben aus dem Twilight Universum – kennt.
Wenn du mir so nicht glaubst, dann mach den Selbstversuch: Geh an die Sonne! Wenn du glitzerst wie eine Weihnachtsdekoration oder zu Staub zerfällst, dann warst du wohl doch ein Vampir. Sonst nicht. Sonnenbrand zählt nicht, aber wenn du einen bekommst, geh aus der Sonne – oder besser bevor du einen bekommst.

Auf der Suche nach Antworten sind einige nicht minder verwirrte Twilight-Fans auch bei den Onlineseiten des P.M. gelandet. Dort finden sich 5 Fragen nach dem Wahrheitsgehalt der Vampirlegenden und dem Essverhalten von Vampiren. Alle fünf Diskussionsstränge dazu sind jedoch mittlerweile geschlossen. Schade, hier kommen wir wohl auch nicht weiter.

Etwas weiter hinten bei den Google Ergebnissen findet sich eine Meta-Frage zu den vielzitierten indianischen Legenden. Bei Yahoo clever fragt eine gewisse $andy, auf welcher Internetseite Bella im Film Twilight etwas über die kalten Wesen erfährt.
Nach all den Googlesuchen von gestern würde ich fast antworten, dass sie direkt auf meiner Seite landet. ^^ Aber Spaß beiseite. $andy wird geantwortet, dass es diese Seite nicht gibt. Schade. So kommen wir also auch nicht weiter.

Bei kurze Frage begegnen wir dem Statement, dass die kalten Wesen in Wirklichkeit die Frauen sind. Sicher kommen Frauen in indianischen Legenden vor, aber so weit würde ich dann doch nicht gehen zu sagen alle Frauen wären Vampire. Bevor ich hier noch irgendwelche sexistischen Kalauer reiße, schnell weiter im Text:

Auf „Geschichtsirrtümer.teucom.net“ findet sich allerhand interessantes über Vampire und andere Fabelwesen, doch leider nichts über indianische Legenden. Im Gegenteil scheint die Vampirlegende ein ausgesprochen europäisches Phänomen zu sein.

Der Rest der Googlesuche ergibt eigentlich hauptsächlich Seiten mit direktem Bezug zur „Twilight“. Also nichts wo Bella hingesurft sein kann.

Ist also das Suchwort falsch? „kalte Wesen“ ist ja nun irgendwie sehr nichtssagend. Kann ja alles bedeuten.

Also Suchwort wechseln. Ich googlke jetzt einfach mal nach „native american legends“, mal sehen, was ich da so finde.

Als erstes fällt mir da die Seite www.ilhawaii.net auf, wo es einen Native American Lore Index gibt. Den durchsuch ich nach „Cold“ und finde die Geschichte von den „Warmwindbrüdern gegen die Kaltwindbrüder“ Die „Kaltwindbrüder“, das sind doch sicherlich endlich Vampire, oder?


Woolly mammoth by ~trexmaster on deviantART

Mal sehen. Die Geschichte handelt von zwei Stämmen, die in der Eiszeit lebten. Es gab einmal den „Warmwindstamm“ der an der an der Ostküste in einer Gegend lebte, die „Dry Falls“ heißt.


Dry falls by ~Sonic840 on deviantART

Wo immer die hinwanderten war es immer schön warm. Der Häuptling der Warmwindler soll fünf Söhne gehabt haben, wie auch der Häuptlin des Kaltwindstammes.
Der Kaltwindstamm hatte nicht so viel Glück. Die schienen direkt nördlich vom Warmwindstamm zu wohnen, und hatten immer Schnee und Eis, egal wo sie hinzogen. Wenn sie zu weit nach Süden zogen versperrten ihnen die Warmwindler den Weg.
Die Kaltwindler hielten nun eine Konferenz ab, und kamen zu der Erkenntnis, dass wenn sie die fünf Warmwindbrüder umbringen würden, sie nach Süden reisen könnten, ohne dass sich ihnen jemand in den Weg stellten würde.

Sie fragten Kojote – in der Fabelwelt der amerikanischen Ureinwohner wohl sowas wie Reinecke Fuchs – ob er nicht eine Herausvorderung der 5 Kaltwindbrüder zu den 5 Warmwindbrüdern bringen möchte.
Ein Datum für den Wettbewerb auf Leben und tot wurde festgesetzt, und der Kojote lief überall herum und erzählte es allen.


Eternal Nemeses Finished by ~Akuma-G-Spark on deviantART


Den Kontest gewannen dann die Kaltwindbrüder, weil sie viel stärker waren. Am Ende waren alle Warmwindbrüder tot.
Die Kaltwindbrüder herrschten nun über beide Stämme, versklavten die Warmwindbrüder und den Kojoten, und herrschten mit eiserner Hand. Doch nun wurde auch das gesamte Gebiet der zwei Stämme so kalt wie vorher nur das Gebiet der Kaltwindler.

Der jüngste Sohn der Warmwindler hatte allerdings vorher eine Frau eines weiter südlicheren Stammes geheiratet, und diese war schwanger als ihr Mann wie seine Brüder starb.
Sie ging zurück in den Süden zu ihren Leuten, um ihren Sohn zum Rächer der Warmwindbrüder großzuziehen.
Als der Sohn erwachsen war kam er zurück, und besiegte die fünf Kaltwindbrüder im Kampf. Die Warmwindler trieben die restlichen Kaltwindbrüder so weit in den Norden, dass sie nie zurückfanden, und das Eis im Gebiet der Warmwindler schmolz schließlich.
Der Legende zufolge hätten wir immer noch eine Eiszeit, wenn der Warmwindenkel nicht gewesen wäre.

Tja, nach der Geschichte sind diese „kalten Brüder“ wohl eher die landläufig als „Eskimos“ titulierten Innuit als Vampire. Nette Geschichte trotzdem. Da ich aber scheinbar mittlerweile Deutschlands Ober-Vampirblogger bin, halte ich weiter nach indianischen Legenden Ausschau, die den Twilightfan interessiern könnten.

Written by Heiko C. in: Esoterisches,Gruseliges | Schlagwörter: , ,