Impactsuspect » Politik
Jun
12
2013
1

Meinungsfreiheit und die Union

Immer wieder halten besonders konservative Politiker zur Verteidigung ihrer krudesten Thesen die Meinungsfreiheit hoch. Im Internet gibt es da mittlerweile schöne Sammlungen. Hier zum Beispiel ein Tumblr, dass homophobe Äußerungen von reaktionären Politikern mit Bildern derselben Bündelt und gesammelt online stellt.
Eine andere Einstellung haben Unionspolitiker, wenn es um Meinungen geht, die sie selbst nicht vertreten, da wird dann gerne auf ein ganzes Arsenal an Einschüchterungs- und Abwehrmaßnahmen zurückgegriffen.

Berichtet das ZDF mal so, wie es nicht soll, ruft man vorher an um das Programm im Sinne der Parteilinie zu beeinflussen.
Erscheint in der Zeitung ein kritischer Leserbrief über die eigene Partei, wird auch gerne mal abgemahnt, und wenn ein Tweet erscheint, der einer Justitzministerin unangenehm ist, kommt neuerdings auch schon mal die Polizei vorbei.

Und die werden von einem nicht unbeträchtlichen Teil der Bevölkerung gewählt.
Super.

Mrz
05
2012
--

ACTA, ACTA, POPACTA!

Ach ja, und unterschreibt alle bitte mal die Onlinepetition gegen Acta: LINK!
Nachdem Erfolg der Onlinepetition gegen das Zensursulagesetz wär‘ es doch peinlich, wenn wir hier nicht einmal das Quorum voll bekommen. Bis zum 22.3. müssen da 50.000 Leute mitgezeichnet haben. Also macht bitte mal.

Was ist an ACTA so schlimm? Ihr könnt hier eine juristische Einschätzung lesen, und hier eine Einschätzung in normalem Deutsch.

Written by Heiko C. in: Politisches | Schlagwörter: , , , , , ,
Mrz
05
2012
1

„Leistungsschutzrecht“ kommt nun scheinbar doch

Weil die Verlage Geld von Google wollen, wenn Google auf die Online-Angebote der Verlage verweist, war schon vor der Bundestagswahl ’09 ein sogenanntes „Leistungsschutzrecht für Verlage“ im Gespräch.
Ich hab da bei Gelegenheit schon mal was drüber geschrieben. Es handelt sich um eine vollkommen blödsinnige Idee, bar jeder Logik und ohne ein Gespür für Gerechtigkeit zusammengeklöppelt. Es gibt keine „Raubkopien“ von Zeitungen im Netz, die Zeitungen stellen ihre Artikel ja selbst online. Und Geld will man jetzt von denen, die auf die Zeitungen verlinken?
Ist das nicht, als würde ich jemandem den Weg zur nächsten Tankstelle erklären, und dann würde der Tankstellenbesitzer zu mir kommen, und Geld von mir verlangen?

Wie es aussieht hat die Verlagslobby – vermutlich unter der Federführung des Springer Verlags – die zerbröckelnde Regierung genug bearbeitet, denn nun ist in bei BILD und SpOn zu lesen, dass dieses Leistungsschutzrecht nun kommen soll.
Ich verlinke mal nicht auf diese Seiten, am Ende soll ich noch dafür bezahlen, und mehr als eine dpa-Meldung haben die auch ‚eh noch nicht.

Was sind nun die Hintergründe? Hat die Verlegerlobby mittlerweile einfach genug rumgejammert, dass die Regierung aus Mitleid auf ihre unlogischen Befindlichkeiten eingeht? Eher unwahrscheinlich.
Will die Koalition aus einer sterbenden Partei der Besserverdienenden und den klassischen Bürgerrechtsfeinden in der Union nun einfach noch mal möglichst viel Schaden anrichten, bevor sie 2013 abgewählt werden? Auch eher unwahrscheinlich. Auch nach 2013 wird die CDU wohl weiter regieren können, sei es nun mit den Grünen oder der SPD.
Droht die BILD damit, auch den nächsten Bundespräsidenten abzuschießen, wenn das Leistungsschutzrecht nicht kommt? Man weiß es nicht.

Was wird Google zu dem geplanten Gesetz sagen? Ich hoffe ja, die haben den Arsch in der Hose, die Onlinezeitungen einfach alle von ihrem Index zu nehmen. Sollen die doch sehen, wie sie ohne Suchmaschinen und Aggregatoren noch ihre Leser kriegen.
Und wo sind die ganzen ach-so-kompetenten Netzpolitiker gewesen, die die Koalitionsparteien angeblich vorzuweisen haben? Sind die alle kollektiv gerade in Urlaub? Oder hatten sie bloss keine Lust ihren Kollegen zu sagen, was für ein Schwachsinn das alles ist?

Das einzig gute an der Sache ist wohl nur, dass damit wohl auch das Ende der FDP endgültig besiegelt ist.

Mehr und fundierteres zu dem Thema findet ihr bei Netzpolitik, Stefan Niggemeier und hier und hier bei Kaffee bei mir. Ausserdem ist dieser ältere Rant von Sixtus noch zu erwähnen.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: , , , , ,
Nov
25
2011
6

Die Nord-SPD und Zeitlöcher ins letzte Jahrtausend.

Wie man zum Beispiel hier lesen kann, (LINK) hat die Nord-SPD eine „peinliche Panne“ beim Einbinden eines Videos auf ihrer Homepage erlebt.
Hat sie doch ein schniekes Video von irgendeinem albernen Landes-Bruhaha über eine Streamingplattform eingebunden, die Werbespots vor die Videos schaltet.
Und nun lief da doch tatsächlich Werbung für ein ’sogenanntes „Killerspiel“ ‚, wie das Nordfriesland Tageblatt wenigstens noch in Anführungszeichen schrieb. Die Lübecker Nachrichten sprechen da im Gegesatz ganz kritiklos von Killerspiel. Ohne Anführungszeichen oder ein „Sogenannt“.
Gut, nun ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Feinheiten der digitalen Kultur sich noch nicht zur Verräterpartei herumgesprochen haben, und dass die Generation Internetausdrucker auch panisch überreagiert, ist auch nichts neues. Aber einige Passagen in der Meldung bringen mich ein wenig zum Grübeln.

1.) Ursprünglich wollte ich mir die Frage stellen, warum irgendjemand Werbung für ein Computerspiel aus den späten Neunzigern schaltet. Die Frage konnte ich mir allerdings durch simples Googeln schon selbst beantworten.
Es handelt sich in der Tat um den alten Shooter von 1997, der aber neu aufgelegt wurde. Jetzt sieht er moderner aus, und es wird wohl auch ganz normal Werbung dafür geschaltet. Einen Trailer kann man bei Youtube bewundern. (LINK)

2.)

„Seit Jahren wissen wir, was solche Killerspiele in jungen Menschen verursachen können“, erklärte die CDU-Abgeordnete Heike Franzen.

Seit wann wissen wir was „Killerspiele“ anrichten können? Und was können sie anrichten? Hier schafft es eine Dame von der CDU nur plumpe Behauptungen in den Raum zu stellen, die seit Jahren nicht mit schlüssigen Studien belegt werden. Aber CDU halt. Die glauben an ihre Meinungen halt eher religiös und lassen sich da von Fakten nicht verwirren.

3.) Gleich weiter im Text:

Ihr sei unerklärlich, wie ein Politiker „eine solche Werbung auf seinem persönlichen Internetauftritt überhaupt zulassen kann“. Albig hätte das unterbinden müssen.

Ein noch nicht einmal in die Regierung gewählter Landespolitiker soll also einer unabhängigen Streamingplattform bestimmte Werbespots verbieten, die vermutlich in den AGBs vorgesehen und von den Uploadern bei der SPD durch Nutzung des Service abgenickt wurde? Die CDU ist lustig. Die beschweren sich vermutlich auch darüber, dass Sigmar Gabriel dem Klima nicht verbietet sich zu erwärmen.

4.)Die FDP lässt sich die Gelegenheit auch nicht nehmen, der SPD nochmal eins mitzugeben.

Katharina Loedige (FDP) reagierte bissig. Albigs Video stelle klar, „wie gutes Regieren mit Sozialdemokraten aussehen würde: Wenn schon der Vorspann daneben ist, kann man auch den Hauptfilm vergessen.“

Anstatt den Vorfall als solchen zu kommentieren, spinnt die Frau von der FDP einen inhaltlichen Zusammenhang zwischen dem Spot und der SPD. Und dann nennt sie einen als solchen vorgeschalteten Werbespot auch noch „Vorspann“ und grenzt diesen verbal vom „Hauptfilm“ ab.
Liebe Frau Loedige: Ein Vorspann ist der Teil eines Films, wo wir die Namen der Produktionsfirmen und – mit Glück – des Regisseurs um die Ohren gehauen bekommen. Manchmal sogar den Filmtitel. Ein Vorspann ist Teil des Hauptfilmes.
Was Sie meinen ist ein Vorfilm. Der Kommt in Kinos vor dem Film, ist aber eine inhaltlich vom Hauptfilm getrennte Sache. Und nur weil als Vorfilm irgendwas kommt, was ich nicht mag, kann der Hauptfilm dadurch nicht schlechter werden. Zumal beide nichts miteinander zu tun haben, bis auf die zeitliche Nähe in der die Aufführung stattfindet.
Allerdings ist der Werbespot am Video auch kein Vorfilm, es sei den die diletantische „Lampenladen Bahnhofstrasse“-Werbung, die ich im Kino über mich ergehen lassen muss, sei ein Vorfilm. Ist sie aber nicht, es handelt sich um Werbung.
Was die Dame der FDP hier – nur um eine billige Spitze gegen die SPD zu produzieren – beweist, ist so ziemlich genau das exakte Gegenteil von Medienkompetenz.

Und ist euch mal aufgefallen, dass die FDP in letzter Zeit immer gleich mit Beleidigungen kommt? Regieren mit der SPD ist wie Ballerspiel, Sigmar Gabriel ist dick und lächerlich und so weiter… Die haben wohl keine Argumente mehr. Ist ja wie Kindergarten mit denen.

5.)Und die SPD hat aber auch noch was zu sagen:

Die SPD nahm das Video gestern von der Seite. Sprecher Amin Hamadmad bedauerte den „technischen Fehler“. […] Weil ein Mitarbeiter erkrankt sei, habe man diesmal das Angebot einer Internetplattform genutzt.

Bei der SPD ist es also ein technischer Fehler, wenn ein Mitarbeiter erkrankt. Das ist der Beweis: Bei der SPD arbeiten nur Roboter.
Das ist alles so doof, da mag ich gar nicht weiter kommentieren.

Natürlich mach ich es aber trotzdem.

6.) Zu guter letzt kommt dann noch der berüchtigte Herr Pfeiffer von seinem eigenen Anti-Killerspiel-institut, und redet irgendwas nicht zum Thema passendes, das nicht zum Thema passt. Jungen gerieten durch Killerspiele ins Abseits, weil sie ihre Hausaufgeben vernachlässigten.
Gibt es keine Gamerinnen? Oder geraten die nur nicht ins Abseits? Und welche Gefahr geht von einem SPD-Video aus, das junge Leute sicher meiden wie die Pest, denn, Herr Pfeiffer, um so eins geht es hier.
Hier noch ein Link zu der unabhängigen Meinung eines Experten zu Herrn Pfeiffer: LINK!

7.) Wenn Goldeneye, das Spiel, ein „Killerspiel“ ist, ist die James-Bond-Reihe dann auch generell eine Reihe von „Killerfilmen“? Ich hatte bis heute gedacht, dass es sich dabei um ein geschätztes und traditionsreiches Kulturgut der westlichen Welt handelt.

Fazit:
Viel Wind um nichts. Der SPD ist ein kleineres Mißgeschick passiert, auf das mehrere andere Parteien sofort anspringen und versuchen sich zu profilieren, indem sie die SPD schlecht machen. Die SPD schafft es dann aber ganz alleine sich ein wenig zum Horst zu machen, indem sie das Unwissen der Vertretung für den kranken Kollegen als „technischen Fehler“ bezeichnet.
Die FDP zerlegt mal eben in wenigen Sätzen ihre Medienkompetenz, und die CDU, die nicht ohne Experten ihr Facebookprofil ändern kann, rügt die SPD für das Übersehen einer Klausel in AGBs. Einzig die Grünen kommentieren nicht, wo es eigentlich nichts zu kommentieren gilt. Die einzigen Gewinner – bzw. nicht Verlierer – hier.

P.S: Das Zeitungen, also journalistische Erzeugnisse mit Qualitätskontrolle, noch immer von „Killerspielen“ reden, selbst wenn sie von „sogenannten ‚Killerspielen‘ “ reden, lässt sie auch eher auf der Deppenseite dieser Geschichte stehen.

Mrz
29
2011
4

Ist denn Telefon überhaupt sicher?

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, muss ich mir in Zukunft einen Telefonanschluss zulegen, um über relevante Termine seiner kaiserlichen Hoheit informiert zu werden? Ich beziehe mich konkret auf die Ankündigung des Regierungssprechers, dass seine kaiserliche Hoheit nach Norderney reist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Im Zeitungsgeschäft wissen Sie: Viel hilft viel.

Ich glaube nicht, dass wir bislang Ihnen gegenüber mit Informationen geizig gewesen sind und dass jemand, der von Ihnen an eine Information herankommen wollte, am Ende überrascht wurde, dass wir irgendwelche anderen Kanäle bevorzugt bedient hätten. Wir gehen davon aus, dass sie als professionelle Schreiberlinge am Puls der Zeit natürlich alle ein Telefongerät zuhause installiert haben.

ZUSATZFRAGE: Die mittels Fernsprecher weitergegebenen Mitteilungen haben einen Nachrichtenwert. Sie sind auch durchaus schon in Zeitungsartikeln verwendet worden. Das Telefon an sich ist jedoch nicht sicher. Man kann einfach seine Stimme verstellen. Ich denke da insbesondere an Fälschungen von Schauspielern, so zum Beispiel Sarah Bernhardt bis hin zum russischen Zaren. Kann ich davon ausgehen, dass der, der mich anzurufen scheint, auch wirklich der ist, der er ist? Das kann ja durchaus Folgen haben.

Wenn es mir gestattet ist, darf ich einen Satz des ehemaligen Reichsinnenministers zitieren, der in einem Interview sagte: „Wer sich ein Fernsprechgerät in sein Haus installieren lässt, muss damit rechnen, dass jeder ihn anrufen kann.“ Es ist also auch eine Frage der Sicherheit. Ist die Sicherheit in diesem Fall gewährleistet?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das, was technisch möglich ist, haben wir gewährleistet. Wir wissen um die Risiken des Telefons. Sollte irgendjemand Zweifel haben, ob eine Fernsprechgerät-Nachricht des Regierungssprechers echt ist, empfehle ich kurz die paar Schritte zum Reichstag zu gehen und nachzufragen. Grundsätzlich ist unsere Erfahrung, dass dieser Fernsprechgerät-Dienst sehr gerne angenommen sind. Da wir nicht nur ein Presseamt, sondern auch ein Informationsamt der Regierung für alle Menschen im Reich sind, hielten wir es für richtig, diesen Weg zu wählen.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich wüsste gerne, wann die Mitteilung über den Besuch seiner kaiserlichen Hoheit offiziell vom Bundespressamt mitgeteilt worden ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Ich müsste das nachschauen. Da einer der Chefs vom Dienst jetzt in Hörweite ist, bitte ich herzlich um einen beherzten Zwischenruf. Ich bin auch nicht sicher, ob dieser Weg hundertprozentig sicher ist. Aber ich habe Vertrauen darin, dass ich schnellstmöglich Datum und Uhrzeit per Gebrüll geliefert bekomme.

ZUSATZFRAGE: Die Frage ist: Kann es sein, dass außer über Fernsprechgerät über diese Norderney-Reise nirgendwo berichtet wurde? Das ist ja eine andere Qualität. Wenn Herr von Klöten telefonieren will, weil er Zeit hat, ist das alles gut und schön. Aber das geht ja bis hin zu der Frage, wozu man dann noch Chefs vom Dienst braucht, wenn Herr von Klöten die Termine telefonisch durchgibt.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wollen doch in Wahrheit wissen, ob es eine Benachteiligung ist, dass eine Information möglichweise statt über unsere Pinnwand über Fernsprechgerät herausgegangen ist. Nein, diese Auffassung teilen wir nicht.

ZURUF: Ich will wissen, ob es Termine nur über Fernsprechgerät bei Ihnen gibt oder ob das ein ergänzendes Angebot ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das ist ein ergänzendes Angebot, auf der Pinnwand war der Reisetermin nur Minuten später.
Ich habe eben schon einmal gesagt, was den Informationsgehalt der Fernsprechgerät-Nachrichten angeht: Wer immer Zweifel hat, dass irgendetwas nicht stimmt, kann sich innerhalb weniger Stunden rückversichern. Sie wohnen und arbeiten alle doch nur Strassen weiter! Dementsprechend sehe ich das Problem nicht!

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, als älterer Mensch, der mit diesen neumodischen Kommunikationsformen nicht so vertraut ist, eine grundsätzliche Frage: Hat es irgendwann einmal vonseiten des Bundespressamtes einen Hinweis darauf gegeben, dass nun auch über Fernsprechgerät wichtige Informationen verbreitet werden und man sich möglicherweise als Kunde oder Telefonist ‑ ich weiß nicht, wie das dort heißt ‑ anmelden müsste?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Meinem Kenntnisstand nach ja. Ich reiche aber gerne nach, ob das auch auf der Pinnwand war. Ich bin mir sehr sicher, dass wir es schon allein aus Eigeninteresse gemacht haben.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, in dieser Woche hat sich Herr von Klöten per Telefon ‑ ich nenne es einmal so ‑ einen kleinen Schlagabtausch mit dem notorischen Anarchisten Pjotr Alexejewitsch Kropotkin geliefert. Ist geplant, dass der Regierungssprecher künftig immer einmal wieder ans Telefon gehen wird? Es kann ja jeder anrufen. Ich habe Sie so verstanden, dass Sie über Fernsprechgerät auch Bürger und nicht nur uns Journalisten erreichen wollen. Wird das wirklich ein richtiges Kommunikationsmittel des Regierungssprechers werden, um die Regierungspolitik in die Bevölkerung zu kommunizieren?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Nach diesen Gelegenheiten suchen wir nicht ausdrücklich. Aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, dass über einen solchen schnellen Informationsaustausch interessante Diskussionen entstehen, werden wir das weiter tun. Herr von Klöten ist generell dazu angehalten, das Telefon abzunehmen, sollte es klingeln.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, wird es eine neue Gepflogenheit, dass man Reisepläne Land für Land telefonisch im Pressamt abfragt? Wie kommt man zu der Möglichkeit, zu erfahren, wann seine kaiserliche Hoheit beabsichtigt, wohin zu reisen?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Wir werden auch weiterhin vorrangig die Pinnwand für so etwas benutzen. Es steht ihnen aber frei den Regierungssprecher Herrn von Klöten anzurufen und selbst nachzufragen.

ZUSATZ: Wieder etwas gelernt. ‑ Danke!

FRAGE: Abweichend von der normalen Praxis, kann ich Sie einfach darum bitten, in Ihrem Amt vielleicht noch einmal die verschiedenen Aspekte prüfen zu lassen, die damit einhergehen? Denn wenn man diese Kommunikationswege geht ‑ da schließe ich mich sicherlich den anderen Agenturkollegen an ‑, dann greift das tief in unsere Arbeitsabläufe ein. Wenn es da ein Sicherheitsproblem gibt, dann hilft der Hinweis „wenn Sie Zweifel haben, können Sie ja zu einem Kaffee vorbeikommen“ uns als Agenturen nicht weiter. Denn wenn das eine autorisierte Verbreitungsquelle des Presseamtes ist, dann werden wir „zuschlagen“, und dann werden wir im Zweifelsfall auch mit einer falschen Meldung „zuschlagen“. Das kann nicht im Interesse Ihres Ministeriums sein. Da berufe ich mich ausdrücklich auch auf das, was der Kollege zur Sicherheitsfrage gesagt hat. Ich denke, man sollte dazu sicherlich die verschiedenen Aspekte nachuntersuchen.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wissen aber auch, dass nicht einmal ausgeschlossen werden kann, dass Pazifisten oder Anarchisten dieses Gebäude besetzen uns alle gefangennehmen uns sich als öhm… wir verkleiden? Jeder Kommunikationsweg hat seine Gefahren.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich habe die Ankündigung, dass Herr von Klöten begonnen hat zu telefonieren, verpasst. Könnten Sie mir sagen, seit wann er das macht? Macht nur er das, oder telefonieren Sie auch?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Es war heute das erste mal, Sie haben ohne Telefon also noch nicht viel verpasst.
Ich mache das nicht. Wir sind an dieser Stelle der Linie erlegen, dass es vernünftig ist, dass es ein authentischer Absender ist. Dann finde ich es auch konsequent, dass das der Regierungssprecher macht und nicht der Stellvertreter.

Frei nach der Aufregung der Hauptstadtpresse um den twitternden Regierungssprecher via Netzpolitik und Wiegold.

Und wer nicht nochmal so viel lesen will – was ich verstehen könnte – die Twitteraufregungspressestunde gibt es u. a. beim Kraftfuttermischwerk auch als Video.

Mrz
03
2011
--

Schnipsel

Jetzt ist er ja weg, der Guttenzuberg. Bezeichnenderweise ohne irgendwas von dem zuzugeben, was dank der mühsamen Schwarmarbeit von Guttenplagwiki irgendwie ja sowieso auf der Hand liegt.
Statt dessen schickt der Herr Baron wieder vor, er möchte diese Debatte „nicht auf dem Rücken von Soldaten“ austragen. Das ist irgendwie seine Standardausrede.


(via @HakanNasa)

Hier setzt sich Holger Klein im Radio mit den Argumenten der Guttenberggutfinder auseinander:

Hier parodiert mspro diese Argumentationsweise:

Derweil berichtet der Postillion über den vermutlichen Nachfolger hier.

Die fiesen Gerüchte, Herr zu Guttenberg habe bei seiner Abschiedsrede aus Star Trek II abgekupfert, sind übrigens nicht wahr, haben aber die Kreativität einiger Netizens sichtlich beflügelt.

Written by Heiko C. in: Politisches,Psychologisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Feb
25
2011
--

Zensursula nun wieder…

Wie es scheint, geht es endlich wieder einen Tippelschritt vorwärts beim Kampf gegen die von Frau Ursula von der Leyen erfundene und durchgedrückte Internetzensur. Die ist nun seit einem Jahr in Kraft, und wird nicht angewendet – über den Blödsinn der dem zu Grunde liegt, hatte ich ja schon geschrieben.
Die FDP hat – scheinbar in der Hoffnung, dass ein weiteres ihrer zahlreichen Wahlversprechen uneingehalten in Vergessenheit gerät – bisher nichts unternommen, um das Zugangserschwerungsgesetz abzuschaffen, also liegt der schwarze Peter wieder mal beim Bundesverfassungsgericht.

Nun jedenfalls hat der AK-Zensur eine Verfassungsbeschwerde gegen das Zensursulagesetz eingereicht.
Mal sehen, was dabei rauskommt, es wäre ja mal wirklich eine nette Neuigkeit, wenn dieses unsägliche Gesetz sich als Rohrkrepierer erweisen würde, auch wenn Internetsperren jetzt auch europaweit geplant sind. Aber da hat das Parlament ja zum Glück schon ein paar Bedenken angemeldet.

Ich bin jedenfalls erst einmal beruhigt, obwohl sicher noch irgendwelche Schweinereien kommen werden, so steht ja zum Beispiel die Neuregelung des JMStV noch aus, und irgendwie bezweifele ich, dass der neue Vorschlag da besser wird als der alte.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , , ,
Feb
23
2011
15

Gegen die Vorververurteiligung von Herrn Professor Doktor Doktor Karl Theodor Gotthold Ephraim Schokominza zu Guttenberg

Lasst doch ma alle den Gutti in Ruhe! Der ist doch ein Lieber! Der hat schon so viel in die Politik getan! Die ganze letzte Jahre schon! Und schick frisiert ist er auch immer! Und seine Stefanie ist ’ne heiße Schnecke! Das alles beweist doch, das das alles nur eine Kampagne des politischen Gegners ist! Diese Linkspartei und wie die alle heißen! Der muss den armen armen Guttenberg nämlich damals dazu gezwungen haben, die Doktorarbeit abzuschreiben, anders kann ich mir das auch nicht erklären!
Und überhaupt! Da hat er halt ein wenig abgeschrieben! Wer hat das nicht? Wer kann ehrlich sagen, er hätte noch nie einen kleineren aber schlaueren Mitschüler verprügelt, damit dieser einem die Hausaufgaben macht? Wer? Der werfe den ersten Stein! Jawohl!

Und überhaupt: Doktor. Was ist das schon? Das ist doch auch nur ein Name! Mir ist sowieso total egal, wer Doktor ist, oder wer nicht! Ich lass mich im Krankenhaus auch gerne mal vom Hausmeister behandeln! Als ich mal mit Lungenentzündung da war, hat der nette Herr Hausmeister einen weißen Kittel angezogen, und mir einen Eukalyptuslutschbongbong gegeben. Da wurde alles sofort besser, und ich habe ihm nur 100 Euro bezahlen müssen! Wenn das ein Verbrechen sein soll, wo ist denn dann das Opfer? Eben! So, und nun will ich nichts despektierliches zum Thema Guttenberg mehr hören! Das ist ein Lieber!

Jan
16
2011
3

Frohes neues Jahr überhaupt erst einmal…

…und keine Sorge, das Blog hier ist nicht eingestellt, ich komm bloss zu nichts. Dabei gäbe es so viele interessante Nachrichten, über die zu bloggen sich lohnen würde.
Zum einen hält sich die CSU seit neuestem für eine Netzpartei, und will sogar einen Netzkongress ausrichten. CSU, das sind die, die am vehementesten „Killerspiele“ verbieten wollen.
Dann ist da die FDP, die in den beundesweiten Umfragewerten irgendwie seit Wochen schon zwischen 3 und 4 Prozent schwankt, und somit eventuell bei der nächsten Wahl nicht mehr ins Parlament kommt. Aber freuen wir uns mal nicht zu früh.
Tja, dann noch Dioxin in den Eiern, und weißichwas.
Bei der Terrorhysterie gibt es auch neue Tiefpunkte. Da zeigen Lehrerinnen schon ihre Schüler als terrorverdächtig an, wenn ihnen nicht gefällt was die in ihren Arbeiten schreiben.

Die Tendenz ist also ungebrochen, und alles wird immer nur noch blöder.

Written by Heiko C. in: Allgemein,Beklopptes,Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Dez
15
2010
--

Wie es dann wahrscheinlich doch im nächsten Jahr weitergeht….

So wie bisher.  Die Neuregelung des Jugend-Medien-Staats-Vertrags-Gedönses ist wohl vorerst doch vom Tisch, und als ob das nicht schon unglaublich wäre, verantwortlich dafür ist die CDU. Ausgerechnet. Die Dau-Partei!

Aber einem geschenkten Maul schaut man nicht in die kariösen Kalkstummellöcher, also mag ich mich erst einmal nicht beschweren.

Aber wenn die CDU gegen Zensurgesetze stimmt, dann bleibt irgendwie nichts mehr sicher. Vielleicht gründet schon morgen der Papst einen Swingerclub, oder Stephenie Meyer scheibt einen intelligenten Science-Fiction-Krimi!

Aber erst einmal ist die absurde Alterskennzeichnung vom Tisch.  (Wenn nicht noch Pferde vor der Apotheke kotzen, was schon vorgekommen sein soll.) Das muss gefeiert werden.

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Jun
12
2013
1

Meinungsfreiheit und die Union

Immer wieder halten besonders konservative Politiker zur Verteidigung ihrer krudesten Thesen die Meinungsfreiheit hoch. Im Internet gibt es da mittlerweile schöne Sammlungen. Hier zum Beispiel ein Tumblr, dass homophobe Äußerungen von reaktionären Politikern mit Bildern derselben Bündelt und gesammelt online stellt.
Eine andere Einstellung haben Unionspolitiker, wenn es um Meinungen geht, die sie selbst nicht vertreten, da wird dann gerne auf ein ganzes Arsenal an Einschüchterungs- und Abwehrmaßnahmen zurückgegriffen.

Berichtet das ZDF mal so, wie es nicht soll, ruft man vorher an um das Programm im Sinne der Parteilinie zu beeinflussen.
Erscheint in der Zeitung ein kritischer Leserbrief über die eigene Partei, wird auch gerne mal abgemahnt, und wenn ein Tweet erscheint, der einer Justitzministerin unangenehm ist, kommt neuerdings auch schon mal die Polizei vorbei.

Und die werden von einem nicht unbeträchtlichen Teil der Bevölkerung gewählt.
Super.

Mrz
05
2012
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ACTA, ACTA, POPACTA!

Ach ja, und unterschreibt alle bitte mal die Onlinepetition gegen Acta: LINK!
Nachdem Erfolg der Onlinepetition gegen das Zensursulagesetz wär‘ es doch peinlich, wenn wir hier nicht einmal das Quorum voll bekommen. Bis zum 22.3. müssen da 50.000 Leute mitgezeichnet haben. Also macht bitte mal.

Was ist an ACTA so schlimm? Ihr könnt hier eine juristische Einschätzung lesen, und hier eine Einschätzung in normalem Deutsch.

Written by Heiko C. in: Politisches | Schlagwörter: , , , , , ,
Mrz
05
2012
1

„Leistungsschutzrecht“ kommt nun scheinbar doch

Weil die Verlage Geld von Google wollen, wenn Google auf die Online-Angebote der Verlage verweist, war schon vor der Bundestagswahl ’09 ein sogenanntes „Leistungsschutzrecht für Verlage“ im Gespräch.
Ich hab da bei Gelegenheit schon mal was drüber geschrieben. Es handelt sich um eine vollkommen blödsinnige Idee, bar jeder Logik und ohne ein Gespür für Gerechtigkeit zusammengeklöppelt. Es gibt keine „Raubkopien“ von Zeitungen im Netz, die Zeitungen stellen ihre Artikel ja selbst online. Und Geld will man jetzt von denen, die auf die Zeitungen verlinken?
Ist das nicht, als würde ich jemandem den Weg zur nächsten Tankstelle erklären, und dann würde der Tankstellenbesitzer zu mir kommen, und Geld von mir verlangen?

Wie es aussieht hat die Verlagslobby – vermutlich unter der Federführung des Springer Verlags – die zerbröckelnde Regierung genug bearbeitet, denn nun ist in bei BILD und SpOn zu lesen, dass dieses Leistungsschutzrecht nun kommen soll.
Ich verlinke mal nicht auf diese Seiten, am Ende soll ich noch dafür bezahlen, und mehr als eine dpa-Meldung haben die auch ‚eh noch nicht.

Was sind nun die Hintergründe? Hat die Verlegerlobby mittlerweile einfach genug rumgejammert, dass die Regierung aus Mitleid auf ihre unlogischen Befindlichkeiten eingeht? Eher unwahrscheinlich.
Will die Koalition aus einer sterbenden Partei der Besserverdienenden und den klassischen Bürgerrechtsfeinden in der Union nun einfach noch mal möglichst viel Schaden anrichten, bevor sie 2013 abgewählt werden? Auch eher unwahrscheinlich. Auch nach 2013 wird die CDU wohl weiter regieren können, sei es nun mit den Grünen oder der SPD.
Droht die BILD damit, auch den nächsten Bundespräsidenten abzuschießen, wenn das Leistungsschutzrecht nicht kommt? Man weiß es nicht.

Was wird Google zu dem geplanten Gesetz sagen? Ich hoffe ja, die haben den Arsch in der Hose, die Onlinezeitungen einfach alle von ihrem Index zu nehmen. Sollen die doch sehen, wie sie ohne Suchmaschinen und Aggregatoren noch ihre Leser kriegen.
Und wo sind die ganzen ach-so-kompetenten Netzpolitiker gewesen, die die Koalitionsparteien angeblich vorzuweisen haben? Sind die alle kollektiv gerade in Urlaub? Oder hatten sie bloss keine Lust ihren Kollegen zu sagen, was für ein Schwachsinn das alles ist?

Das einzig gute an der Sache ist wohl nur, dass damit wohl auch das Ende der FDP endgültig besiegelt ist.

Mehr und fundierteres zu dem Thema findet ihr bei Netzpolitik, Stefan Niggemeier und hier und hier bei Kaffee bei mir. Ausserdem ist dieser ältere Rant von Sixtus noch zu erwähnen.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: , , , , ,
Nov
25
2011
6

Die Nord-SPD und Zeitlöcher ins letzte Jahrtausend.

Wie man zum Beispiel hier lesen kann, (LINK) hat die Nord-SPD eine „peinliche Panne“ beim Einbinden eines Videos auf ihrer Homepage erlebt.
Hat sie doch ein schniekes Video von irgendeinem albernen Landes-Bruhaha über eine Streamingplattform eingebunden, die Werbespots vor die Videos schaltet.
Und nun lief da doch tatsächlich Werbung für ein ’sogenanntes „Killerspiel“ ‚, wie das Nordfriesland Tageblatt wenigstens noch in Anführungszeichen schrieb. Die Lübecker Nachrichten sprechen da im Gegesatz ganz kritiklos von Killerspiel. Ohne Anführungszeichen oder ein „Sogenannt“.
Gut, nun ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Feinheiten der digitalen Kultur sich noch nicht zur Verräterpartei herumgesprochen haben, und dass die Generation Internetausdrucker auch panisch überreagiert, ist auch nichts neues. Aber einige Passagen in der Meldung bringen mich ein wenig zum Grübeln.

1.) Ursprünglich wollte ich mir die Frage stellen, warum irgendjemand Werbung für ein Computerspiel aus den späten Neunzigern schaltet. Die Frage konnte ich mir allerdings durch simples Googeln schon selbst beantworten.
Es handelt sich in der Tat um den alten Shooter von 1997, der aber neu aufgelegt wurde. Jetzt sieht er moderner aus, und es wird wohl auch ganz normal Werbung dafür geschaltet. Einen Trailer kann man bei Youtube bewundern. (LINK)

2.)

„Seit Jahren wissen wir, was solche Killerspiele in jungen Menschen verursachen können“, erklärte die CDU-Abgeordnete Heike Franzen.

Seit wann wissen wir was „Killerspiele“ anrichten können? Und was können sie anrichten? Hier schafft es eine Dame von der CDU nur plumpe Behauptungen in den Raum zu stellen, die seit Jahren nicht mit schlüssigen Studien belegt werden. Aber CDU halt. Die glauben an ihre Meinungen halt eher religiös und lassen sich da von Fakten nicht verwirren.

3.) Gleich weiter im Text:

Ihr sei unerklärlich, wie ein Politiker „eine solche Werbung auf seinem persönlichen Internetauftritt überhaupt zulassen kann“. Albig hätte das unterbinden müssen.

Ein noch nicht einmal in die Regierung gewählter Landespolitiker soll also einer unabhängigen Streamingplattform bestimmte Werbespots verbieten, die vermutlich in den AGBs vorgesehen und von den Uploadern bei der SPD durch Nutzung des Service abgenickt wurde? Die CDU ist lustig. Die beschweren sich vermutlich auch darüber, dass Sigmar Gabriel dem Klima nicht verbietet sich zu erwärmen.

4.)Die FDP lässt sich die Gelegenheit auch nicht nehmen, der SPD nochmal eins mitzugeben.

Katharina Loedige (FDP) reagierte bissig. Albigs Video stelle klar, „wie gutes Regieren mit Sozialdemokraten aussehen würde: Wenn schon der Vorspann daneben ist, kann man auch den Hauptfilm vergessen.“

Anstatt den Vorfall als solchen zu kommentieren, spinnt die Frau von der FDP einen inhaltlichen Zusammenhang zwischen dem Spot und der SPD. Und dann nennt sie einen als solchen vorgeschalteten Werbespot auch noch „Vorspann“ und grenzt diesen verbal vom „Hauptfilm“ ab.
Liebe Frau Loedige: Ein Vorspann ist der Teil eines Films, wo wir die Namen der Produktionsfirmen und – mit Glück – des Regisseurs um die Ohren gehauen bekommen. Manchmal sogar den Filmtitel. Ein Vorspann ist Teil des Hauptfilmes.
Was Sie meinen ist ein Vorfilm. Der Kommt in Kinos vor dem Film, ist aber eine inhaltlich vom Hauptfilm getrennte Sache. Und nur weil als Vorfilm irgendwas kommt, was ich nicht mag, kann der Hauptfilm dadurch nicht schlechter werden. Zumal beide nichts miteinander zu tun haben, bis auf die zeitliche Nähe in der die Aufführung stattfindet.
Allerdings ist der Werbespot am Video auch kein Vorfilm, es sei den die diletantische „Lampenladen Bahnhofstrasse“-Werbung, die ich im Kino über mich ergehen lassen muss, sei ein Vorfilm. Ist sie aber nicht, es handelt sich um Werbung.
Was die Dame der FDP hier – nur um eine billige Spitze gegen die SPD zu produzieren – beweist, ist so ziemlich genau das exakte Gegenteil von Medienkompetenz.

Und ist euch mal aufgefallen, dass die FDP in letzter Zeit immer gleich mit Beleidigungen kommt? Regieren mit der SPD ist wie Ballerspiel, Sigmar Gabriel ist dick und lächerlich und so weiter… Die haben wohl keine Argumente mehr. Ist ja wie Kindergarten mit denen.

5.)Und die SPD hat aber auch noch was zu sagen:

Die SPD nahm das Video gestern von der Seite. Sprecher Amin Hamadmad bedauerte den „technischen Fehler“. […] Weil ein Mitarbeiter erkrankt sei, habe man diesmal das Angebot einer Internetplattform genutzt.

Bei der SPD ist es also ein technischer Fehler, wenn ein Mitarbeiter erkrankt. Das ist der Beweis: Bei der SPD arbeiten nur Roboter.
Das ist alles so doof, da mag ich gar nicht weiter kommentieren.

Natürlich mach ich es aber trotzdem.

6.) Zu guter letzt kommt dann noch der berüchtigte Herr Pfeiffer von seinem eigenen Anti-Killerspiel-institut, und redet irgendwas nicht zum Thema passendes, das nicht zum Thema passt. Jungen gerieten durch Killerspiele ins Abseits, weil sie ihre Hausaufgeben vernachlässigten.
Gibt es keine Gamerinnen? Oder geraten die nur nicht ins Abseits? Und welche Gefahr geht von einem SPD-Video aus, das junge Leute sicher meiden wie die Pest, denn, Herr Pfeiffer, um so eins geht es hier.
Hier noch ein Link zu der unabhängigen Meinung eines Experten zu Herrn Pfeiffer: LINK!

7.) Wenn Goldeneye, das Spiel, ein „Killerspiel“ ist, ist die James-Bond-Reihe dann auch generell eine Reihe von „Killerfilmen“? Ich hatte bis heute gedacht, dass es sich dabei um ein geschätztes und traditionsreiches Kulturgut der westlichen Welt handelt.

Fazit:
Viel Wind um nichts. Der SPD ist ein kleineres Mißgeschick passiert, auf das mehrere andere Parteien sofort anspringen und versuchen sich zu profilieren, indem sie die SPD schlecht machen. Die SPD schafft es dann aber ganz alleine sich ein wenig zum Horst zu machen, indem sie das Unwissen der Vertretung für den kranken Kollegen als „technischen Fehler“ bezeichnet.
Die FDP zerlegt mal eben in wenigen Sätzen ihre Medienkompetenz, und die CDU, die nicht ohne Experten ihr Facebookprofil ändern kann, rügt die SPD für das Übersehen einer Klausel in AGBs. Einzig die Grünen kommentieren nicht, wo es eigentlich nichts zu kommentieren gilt. Die einzigen Gewinner – bzw. nicht Verlierer – hier.

P.S: Das Zeitungen, also journalistische Erzeugnisse mit Qualitätskontrolle, noch immer von „Killerspielen“ reden, selbst wenn sie von „sogenannten ‚Killerspielen‘ “ reden, lässt sie auch eher auf der Deppenseite dieser Geschichte stehen.

Mrz
29
2011
4

Ist denn Telefon überhaupt sicher?

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, muss ich mir in Zukunft einen Telefonanschluss zulegen, um über relevante Termine seiner kaiserlichen Hoheit informiert zu werden? Ich beziehe mich konkret auf die Ankündigung des Regierungssprechers, dass seine kaiserliche Hoheit nach Norderney reist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Im Zeitungsgeschäft wissen Sie: Viel hilft viel.

Ich glaube nicht, dass wir bislang Ihnen gegenüber mit Informationen geizig gewesen sind und dass jemand, der von Ihnen an eine Information herankommen wollte, am Ende überrascht wurde, dass wir irgendwelche anderen Kanäle bevorzugt bedient hätten. Wir gehen davon aus, dass sie als professionelle Schreiberlinge am Puls der Zeit natürlich alle ein Telefongerät zuhause installiert haben.

ZUSATZFRAGE: Die mittels Fernsprecher weitergegebenen Mitteilungen haben einen Nachrichtenwert. Sie sind auch durchaus schon in Zeitungsartikeln verwendet worden. Das Telefon an sich ist jedoch nicht sicher. Man kann einfach seine Stimme verstellen. Ich denke da insbesondere an Fälschungen von Schauspielern, so zum Beispiel Sarah Bernhardt bis hin zum russischen Zaren. Kann ich davon ausgehen, dass der, der mich anzurufen scheint, auch wirklich der ist, der er ist? Das kann ja durchaus Folgen haben.

Wenn es mir gestattet ist, darf ich einen Satz des ehemaligen Reichsinnenministers zitieren, der in einem Interview sagte: „Wer sich ein Fernsprechgerät in sein Haus installieren lässt, muss damit rechnen, dass jeder ihn anrufen kann.“ Es ist also auch eine Frage der Sicherheit. Ist die Sicherheit in diesem Fall gewährleistet?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das, was technisch möglich ist, haben wir gewährleistet. Wir wissen um die Risiken des Telefons. Sollte irgendjemand Zweifel haben, ob eine Fernsprechgerät-Nachricht des Regierungssprechers echt ist, empfehle ich kurz die paar Schritte zum Reichstag zu gehen und nachzufragen. Grundsätzlich ist unsere Erfahrung, dass dieser Fernsprechgerät-Dienst sehr gerne angenommen sind. Da wir nicht nur ein Presseamt, sondern auch ein Informationsamt der Regierung für alle Menschen im Reich sind, hielten wir es für richtig, diesen Weg zu wählen.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich wüsste gerne, wann die Mitteilung über den Besuch seiner kaiserlichen Hoheit offiziell vom Bundespressamt mitgeteilt worden ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Ich müsste das nachschauen. Da einer der Chefs vom Dienst jetzt in Hörweite ist, bitte ich herzlich um einen beherzten Zwischenruf. Ich bin auch nicht sicher, ob dieser Weg hundertprozentig sicher ist. Aber ich habe Vertrauen darin, dass ich schnellstmöglich Datum und Uhrzeit per Gebrüll geliefert bekomme.

ZUSATZFRAGE: Die Frage ist: Kann es sein, dass außer über Fernsprechgerät über diese Norderney-Reise nirgendwo berichtet wurde? Das ist ja eine andere Qualität. Wenn Herr von Klöten telefonieren will, weil er Zeit hat, ist das alles gut und schön. Aber das geht ja bis hin zu der Frage, wozu man dann noch Chefs vom Dienst braucht, wenn Herr von Klöten die Termine telefonisch durchgibt.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wollen doch in Wahrheit wissen, ob es eine Benachteiligung ist, dass eine Information möglichweise statt über unsere Pinnwand über Fernsprechgerät herausgegangen ist. Nein, diese Auffassung teilen wir nicht.

ZURUF: Ich will wissen, ob es Termine nur über Fernsprechgerät bei Ihnen gibt oder ob das ein ergänzendes Angebot ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das ist ein ergänzendes Angebot, auf der Pinnwand war der Reisetermin nur Minuten später.
Ich habe eben schon einmal gesagt, was den Informationsgehalt der Fernsprechgerät-Nachrichten angeht: Wer immer Zweifel hat, dass irgendetwas nicht stimmt, kann sich innerhalb weniger Stunden rückversichern. Sie wohnen und arbeiten alle doch nur Strassen weiter! Dementsprechend sehe ich das Problem nicht!

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, als älterer Mensch, der mit diesen neumodischen Kommunikationsformen nicht so vertraut ist, eine grundsätzliche Frage: Hat es irgendwann einmal vonseiten des Bundespressamtes einen Hinweis darauf gegeben, dass nun auch über Fernsprechgerät wichtige Informationen verbreitet werden und man sich möglicherweise als Kunde oder Telefonist ‑ ich weiß nicht, wie das dort heißt ‑ anmelden müsste?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Meinem Kenntnisstand nach ja. Ich reiche aber gerne nach, ob das auch auf der Pinnwand war. Ich bin mir sehr sicher, dass wir es schon allein aus Eigeninteresse gemacht haben.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, in dieser Woche hat sich Herr von Klöten per Telefon ‑ ich nenne es einmal so ‑ einen kleinen Schlagabtausch mit dem notorischen Anarchisten Pjotr Alexejewitsch Kropotkin geliefert. Ist geplant, dass der Regierungssprecher künftig immer einmal wieder ans Telefon gehen wird? Es kann ja jeder anrufen. Ich habe Sie so verstanden, dass Sie über Fernsprechgerät auch Bürger und nicht nur uns Journalisten erreichen wollen. Wird das wirklich ein richtiges Kommunikationsmittel des Regierungssprechers werden, um die Regierungspolitik in die Bevölkerung zu kommunizieren?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Nach diesen Gelegenheiten suchen wir nicht ausdrücklich. Aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, dass über einen solchen schnellen Informationsaustausch interessante Diskussionen entstehen, werden wir das weiter tun. Herr von Klöten ist generell dazu angehalten, das Telefon abzunehmen, sollte es klingeln.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, wird es eine neue Gepflogenheit, dass man Reisepläne Land für Land telefonisch im Pressamt abfragt? Wie kommt man zu der Möglichkeit, zu erfahren, wann seine kaiserliche Hoheit beabsichtigt, wohin zu reisen?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Wir werden auch weiterhin vorrangig die Pinnwand für so etwas benutzen. Es steht ihnen aber frei den Regierungssprecher Herrn von Klöten anzurufen und selbst nachzufragen.

ZUSATZ: Wieder etwas gelernt. ‑ Danke!

FRAGE: Abweichend von der normalen Praxis, kann ich Sie einfach darum bitten, in Ihrem Amt vielleicht noch einmal die verschiedenen Aspekte prüfen zu lassen, die damit einhergehen? Denn wenn man diese Kommunikationswege geht ‑ da schließe ich mich sicherlich den anderen Agenturkollegen an ‑, dann greift das tief in unsere Arbeitsabläufe ein. Wenn es da ein Sicherheitsproblem gibt, dann hilft der Hinweis „wenn Sie Zweifel haben, können Sie ja zu einem Kaffee vorbeikommen“ uns als Agenturen nicht weiter. Denn wenn das eine autorisierte Verbreitungsquelle des Presseamtes ist, dann werden wir „zuschlagen“, und dann werden wir im Zweifelsfall auch mit einer falschen Meldung „zuschlagen“. Das kann nicht im Interesse Ihres Ministeriums sein. Da berufe ich mich ausdrücklich auch auf das, was der Kollege zur Sicherheitsfrage gesagt hat. Ich denke, man sollte dazu sicherlich die verschiedenen Aspekte nachuntersuchen.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wissen aber auch, dass nicht einmal ausgeschlossen werden kann, dass Pazifisten oder Anarchisten dieses Gebäude besetzen uns alle gefangennehmen uns sich als öhm… wir verkleiden? Jeder Kommunikationsweg hat seine Gefahren.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich habe die Ankündigung, dass Herr von Klöten begonnen hat zu telefonieren, verpasst. Könnten Sie mir sagen, seit wann er das macht? Macht nur er das, oder telefonieren Sie auch?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Es war heute das erste mal, Sie haben ohne Telefon also noch nicht viel verpasst.
Ich mache das nicht. Wir sind an dieser Stelle der Linie erlegen, dass es vernünftig ist, dass es ein authentischer Absender ist. Dann finde ich es auch konsequent, dass das der Regierungssprecher macht und nicht der Stellvertreter.

Frei nach der Aufregung der Hauptstadtpresse um den twitternden Regierungssprecher via Netzpolitik und Wiegold.

Und wer nicht nochmal so viel lesen will – was ich verstehen könnte – die Twitteraufregungspressestunde gibt es u. a. beim Kraftfuttermischwerk auch als Video.

Mrz
03
2011
--

Schnipsel

Jetzt ist er ja weg, der Guttenzuberg. Bezeichnenderweise ohne irgendwas von dem zuzugeben, was dank der mühsamen Schwarmarbeit von Guttenplagwiki irgendwie ja sowieso auf der Hand liegt.
Statt dessen schickt der Herr Baron wieder vor, er möchte diese Debatte „nicht auf dem Rücken von Soldaten“ austragen. Das ist irgendwie seine Standardausrede.


(via @HakanNasa)

Hier setzt sich Holger Klein im Radio mit den Argumenten der Guttenberggutfinder auseinander:

Hier parodiert mspro diese Argumentationsweise:

Derweil berichtet der Postillion über den vermutlichen Nachfolger hier.

Die fiesen Gerüchte, Herr zu Guttenberg habe bei seiner Abschiedsrede aus Star Trek II abgekupfert, sind übrigens nicht wahr, haben aber die Kreativität einiger Netizens sichtlich beflügelt.

Written by Heiko C. in: Politisches,Psychologisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Feb
25
2011
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Zensursula nun wieder…

Wie es scheint, geht es endlich wieder einen Tippelschritt vorwärts beim Kampf gegen die von Frau Ursula von der Leyen erfundene und durchgedrückte Internetzensur. Die ist nun seit einem Jahr in Kraft, und wird nicht angewendet – über den Blödsinn der dem zu Grunde liegt, hatte ich ja schon geschrieben.
Die FDP hat – scheinbar in der Hoffnung, dass ein weiteres ihrer zahlreichen Wahlversprechen uneingehalten in Vergessenheit gerät – bisher nichts unternommen, um das Zugangserschwerungsgesetz abzuschaffen, also liegt der schwarze Peter wieder mal beim Bundesverfassungsgericht.

Nun jedenfalls hat der AK-Zensur eine Verfassungsbeschwerde gegen das Zensursulagesetz eingereicht.
Mal sehen, was dabei rauskommt, es wäre ja mal wirklich eine nette Neuigkeit, wenn dieses unsägliche Gesetz sich als Rohrkrepierer erweisen würde, auch wenn Internetsperren jetzt auch europaweit geplant sind. Aber da hat das Parlament ja zum Glück schon ein paar Bedenken angemeldet.

Ich bin jedenfalls erst einmal beruhigt, obwohl sicher noch irgendwelche Schweinereien kommen werden, so steht ja zum Beispiel die Neuregelung des JMStV noch aus, und irgendwie bezweifele ich, dass der neue Vorschlag da besser wird als der alte.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , , ,
Feb
23
2011
15

Gegen die Vorververurteiligung von Herrn Professor Doktor Doktor Karl Theodor Gotthold Ephraim Schokominza zu Guttenberg

Lasst doch ma alle den Gutti in Ruhe! Der ist doch ein Lieber! Der hat schon so viel in die Politik getan! Die ganze letzte Jahre schon! Und schick frisiert ist er auch immer! Und seine Stefanie ist ’ne heiße Schnecke! Das alles beweist doch, das das alles nur eine Kampagne des politischen Gegners ist! Diese Linkspartei und wie die alle heißen! Der muss den armen armen Guttenberg nämlich damals dazu gezwungen haben, die Doktorarbeit abzuschreiben, anders kann ich mir das auch nicht erklären!
Und überhaupt! Da hat er halt ein wenig abgeschrieben! Wer hat das nicht? Wer kann ehrlich sagen, er hätte noch nie einen kleineren aber schlaueren Mitschüler verprügelt, damit dieser einem die Hausaufgaben macht? Wer? Der werfe den ersten Stein! Jawohl!

Und überhaupt: Doktor. Was ist das schon? Das ist doch auch nur ein Name! Mir ist sowieso total egal, wer Doktor ist, oder wer nicht! Ich lass mich im Krankenhaus auch gerne mal vom Hausmeister behandeln! Als ich mal mit Lungenentzündung da war, hat der nette Herr Hausmeister einen weißen Kittel angezogen, und mir einen Eukalyptuslutschbongbong gegeben. Da wurde alles sofort besser, und ich habe ihm nur 100 Euro bezahlen müssen! Wenn das ein Verbrechen sein soll, wo ist denn dann das Opfer? Eben! So, und nun will ich nichts despektierliches zum Thema Guttenberg mehr hören! Das ist ein Lieber!

Jan
16
2011
3

Frohes neues Jahr überhaupt erst einmal…

…und keine Sorge, das Blog hier ist nicht eingestellt, ich komm bloss zu nichts. Dabei gäbe es so viele interessante Nachrichten, über die zu bloggen sich lohnen würde.
Zum einen hält sich die CSU seit neuestem für eine Netzpartei, und will sogar einen Netzkongress ausrichten. CSU, das sind die, die am vehementesten „Killerspiele“ verbieten wollen.
Dann ist da die FDP, die in den beundesweiten Umfragewerten irgendwie seit Wochen schon zwischen 3 und 4 Prozent schwankt, und somit eventuell bei der nächsten Wahl nicht mehr ins Parlament kommt. Aber freuen wir uns mal nicht zu früh.
Tja, dann noch Dioxin in den Eiern, und weißichwas.
Bei der Terrorhysterie gibt es auch neue Tiefpunkte. Da zeigen Lehrerinnen schon ihre Schüler als terrorverdächtig an, wenn ihnen nicht gefällt was die in ihren Arbeiten schreiben.

Die Tendenz ist also ungebrochen, und alles wird immer nur noch blöder.

Written by Heiko C. in: Allgemein,Beklopptes,Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Dez
15
2010
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Wie es dann wahrscheinlich doch im nächsten Jahr weitergeht….

So wie bisher.  Die Neuregelung des Jugend-Medien-Staats-Vertrags-Gedönses ist wohl vorerst doch vom Tisch, und als ob das nicht schon unglaublich wäre, verantwortlich dafür ist die CDU. Ausgerechnet. Die Dau-Partei!

Aber einem geschenkten Maul schaut man nicht in die kariösen Kalkstummellöcher, also mag ich mich erst einmal nicht beschweren.

Aber wenn die CDU gegen Zensurgesetze stimmt, dann bleibt irgendwie nichts mehr sicher. Vielleicht gründet schon morgen der Papst einen Swingerclub, oder Stephenie Meyer scheibt einen intelligenten Science-Fiction-Krimi!

Aber erst einmal ist die absurde Alterskennzeichnung vom Tisch.  (Wenn nicht noch Pferde vor der Apotheke kotzen, was schon vorgekommen sein soll.) Das muss gefeiert werden.