Impactsuspect » Grüne
Mai
14
2010
0

NRW-Landtagswahl Nachlese:

Mittlerweile haben es wohl alle mitbekommen: In Nordrheinwestpfahlen Nortreinwestphal NRW ist die Regierung Rüttgers irgendwie abgewählt, doch es herrscht ein Patt zwischen den Lagern. Sowohl das rechtskonservativ-liberale Lager (Schwarz-Grün) als auch Rot-Grün haben gleich viele Sitze im Parlament. Mit der Linkspartei will eigentlich keiner, die Grünen wollen auf keinen Fall mit der FDP und die SPD denkt sie hätte die Wahl gewonnen, obwohl sie weniger Stimmen als die CDU bekommen hat, weil sie nur ein Viertel der Stimmen verloren hat, die die CDU verloren hat.

Grund zum feiern haben die Grünen, die mit fröhlicher Zweistelligkeit alles nötige mitbringen, um zum neuen Zünglein an der Waage zu werden. Hierbei schleicht sich offenbar auch der Irrtum in der Grünen Denke ein, dass alle, die gegen Schwarz-Gelb seien, auch automatsich
für Rot Grün sein müssten.
Klar, dass man sich dann gerne mal wundert, warum überhaupt Leute Linkspartei oder gar die Piraten wählen. So äußerte sich auf Twitter der Grüne Politiker Volker Beck folgendermaßen:

mehr als verdoppelt. SUPER, zittern fuer rot-gruen. Wenn es nicht klappt haben es linken- und piratenwaehler vermasselt.

Immer diese Wähler anderer Parteien… vermasseln immer alles! Ist klar.

Erstaunlich auch die auf das Niveau vor der Bundestagswahl heilsam zurückgeschrumpfte FDP. Vor der Wahl schloß diese eine Ampel oder „andere Hampeleien“ – wie Westerwelle sich ausdrücken würde – aus, doch nach der Wahl will sie dann plötzlich mit allen reden.
Ist das nicht Betrug an den verbliebenen Wählern? Was sollen die denken, wenn die FDP plötzlich nicht mehr ein Wurmfortsatz der CDU ist, wie die letzten (mindestens) 20 Jahre?
Sind die nicht sauer? Leider lässt sich aus „Pinkwart“ kein so schmissiger Koalitions-Lügner-Spitzname wie „Lügilanti“ basteln, „Pinklüg“ oder „Lügwart“ klingt eher… nun, albern.

Oder durchschaut die wohlhabende Wählerschaft, was Pinkwart wirklich vorhatte?
Als die Chefin der NRW-Grünen nach der Wahl interviewt wurde, fiel mir auf, dass sie in nicht sehr netten Worten von der FDP sprach. „Marktradikal“ fiel da als Prädikat einige Male, und sind nicht „Radikal“ und „Extrem“ relativ synonym im Politikbetrieb?
Wenn also Pinkwart sagt „Wir reden mit jedem, der nicht mit Extremisten redet!“, so muss dies für die NRW-Grünen eine nicht auflösbare Logikschleife sein:

A. Ich rede mit der FDP
B. Die FDP sind Extremisten
C. Ich rede mit Extremisten
D. Die FDP redet nicht mit mir
E. Ich rede nicht mit Extremisten
F. GOTO A.

Ein klassischer Roboterkiller. Ich tippe mal darauf, dass die wahre Intention Pinkwarts war, alle Roboter und Androiden in den Reihen der Grünen auf einmal auszuschalten. Pfiffige Idee!

Update: Der Herr Beck hat gestern übrigens noch eins draufgesetzt, und in seinem Blog (das verlink ich hier jetzt aber mal nicht, der hat schon genug Traffic) aus dem Kampfruf der KDP: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“ ein mehr oder weniger originelles Liedchen gedichtet:

„Wer hat uns verraten? Piraten!
Und wer war mit dabei? Linkspartei!“

Mal abgesehen davon, dass das Versmaß hier überhaupt nicht hinhaut, und das Liedchen eher an die Reim-dich-oder-ich-fress-dich-Poesie von Silberhochzeits- oder Firmenjubiläumsdichtung erinnert, zeugt es auch von einem merkwürdigen Demokratieverständnis, gerade wenn’s von einem Grünen kommt.

Immerhin sind die Grünen vor nicht all zu langer Zeit auch mal eine Splitterpartei gewesen. Grüne haben sich mittlerweile hier und da von Beck distanziert. Europapolitiker und ehemaliger Bundesvorstandsvoritzender der Grünen, Reinhardt Bütikhofer war von Becks lustiger Beleidigung potenzieller Wähler auch nicht so begeistert, und schrieb bei Twitter dazu folgendes:

„Was soll ich dazu sagen? Mal so: Ich wollte noch nie als kleineres Uebel gewaehlt werden. ;-)“

Heute hat sich Beck dann nochmal bei Abgeordnetenwatch zu Wort gemeldet, und sagte da sowas wie, er habe nur eine Diskussion anstoßen wollen. Ansonsten alles nur Spaß. haha! Vielleicht stimmt das ja, dann hat er wirklich selbst Schuld, falsch verstanden worden zu sein, ansonsten hätte er sich ja früher erklären können, nicht mehr als eine Woche nach seinem ursprünglichen Anstoß erregenden Tweet.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Linguistisches,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , , , ,
Apr
12
2010
1

Populismus Reloaded

Ich hab‘ ja neulich schon drüber geschrieben, wie die FDP in Form von Guido Westerwelle forderte, HartzIV-Empfänger mögen doch Schneeschippen, wie dann die SPD in Gestalt von Hannelore Kraft forderte, HartzIV-Empfänger sollten doch „freiwillig“ die Straßen fegen, weil man ihnen sonst das Geld kürzt und wie dann dieser ganz tolle Professor forderte HartzIV auf 5 Jahre zu begrenzen, um einen erhöhten Anreiz zur Jobsuche zu geben. Ho, ho.

Ausgerechnet von den Grünen, von denen man ja lange Zeit dachte, sie gehörten zu den Guten, kommt jetzt auch so ein doller Vorschlag: Hundehaufen zu Jobs
Grüne empfiehlt Hartz-Empfängern Beschäftigung (Neues Deutschland)

Der Vorschlag, der hier von Frau Hammerling von den Grünen kommt, ist zwar um einiges besser als die vorherigen menschenverachtenden Vorschläge von FDP, SPD und Professor X oben, weil die Grünenpolitikerin dort fordert, dass die HartzIVempfänger zum Hundescheißekontrollieren von der Stadt angestellt werden.
Somit wären es dann keine HartzIV-Empfänger mehr, die aus Angst vor ominösen „Sanktionen“ den Schnee schippen oder Westerwelle die Schuhe putzen müssen, nein, es wären Angestellte der Stadt, die richtig Geld bekommen für Arbeit.

Klingt dies alles auch so nett und blumig – jedenfalls im Vergleich zu den Forderungen anderer Parteien – stellt sich mir doch unweigerlich die Frage, warum Frau Hammerling bei all den mannigfaltigen Aufgaben, die auf Berlins Straßen nur so darauf warten, dass man staatliche Jobs aus ihnen macht, ausgerechnet die Hundekacke als Beispiel verwendet?
Hätte man nicht Falschparker oder Leute die illegal Müll abladen als Beispiel nehmen können? Frau Hammerling erwähnt viele öffentliche Aufgaben, die für mögliche neue Stadtangestellte quasi schon bereitliegen würden. Warum kommt sie ausgerechnet mit der ekligsten Aufgabe, und will sie HartzIV-Empfängern auf’s Auge drücken?

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Politisches,Psychologisches | Schlagwörter: ,
Okt
11
2009
0

Das gleiche in Grün

Nicht, dass ich die Linkspartei wählen würde, oder Lafontaine jetzt besonders toll finden täte, aber die Wähler im Saarland, die Schwarz-Gelb nicht wollten waren wohl klar in der Überzahl. Dank den Grünen werden die nun alle schwer vor den Kopf gestoßen. Mit der Linkspartei zu koalieren ist sicher für die Grünen anstrengend, aber dass die dann lieber mit Überwachungsstaat-CDU und Atomkraft-FDP koalieren ist doch nun wirklich hirnrissig.

Das ganze spart mir aber auch ein wenig Arbeit, denn den Thürigen-Cartoon musste ich farblich nur ein wenig anpassen, und schon passt er hier auch:

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , ,
Sep
25
2009
0

Brötchen und Apfel

Tja, da bin ich heute morgen doch, wie so oft, zum Niebüller Bahnhof gefahren, um den 7 Uhr 31 Zug nach Westerland zu nehmen. Ich bin etwa gegen 20 nach sieben am Bahnhof in Niebüll angekommen, und sah am rechten Eingang eine ältere Dame mit mehreren Bäckereistiegen stehen.

„Nicht schon wieder was zu verkaufen…“, dachte ich mir, und machte mich schon auf irgendeinen Verbalspam gefasst. Statt dessen fragte die Frau freundlich, ob sie mir eine Tüte mit Brötchen geben dürfe. Ich sagte: „Klar.“ und sie drückte mir die Tüte in die Hand. Als meine Hand sich noch um die Brötchentüte schloss, kam ein junger Mann an, und drückte mir noch einen Flyer in die Hand. Der Flyer stammte von den Grünen. Ebenso wie der Junge Mann. Es handelte sich, wie ich glaube, um Valentin Seehausen, den sympathischen Abiturienten, der dieses Jahr als Direktkandidat für die Grünen antritt. Für den Bundestag.

„Brötchen von den Grünen…“, dachte ich mir. „Das ist ja mal nett.“

Als ich mich dann hinsetzte, und die Tüte öffnete, kamen ausser einem Brötchen und einem Apfel noch mehrere Prospekte von der CDU zum Vorschein. Aha! Also war das Brötchen von der CDU, ebenso wie der Apfel, und jede Mege Altpapier, der andere Flyer aber von den Grünen.

Seltsam. Grund genug sich das nochmal genauer anzusehen.

Ich sah, dass an beiden Eingängen Leute standen. Dort, wo ich reinkam die alte Brötchendame, auf der anderen Seite standen auch welche, unter denen ich Astrid Damerow zu erkennen glaubte, die wohl im Kreistag sitzt, und für den Landtag kandidiert. (Was sie ist, und wofür sie kandidiert, da bin ich nicht sicher. Es stehen ja so viele CDU-Plakate draussen, sie ist auf einigen von denen.) Den Valentin Seehausen konnte ich gerade nicht sehen. Vielleicht lief der immer von einer Türe zur anderen Seite, überlegte ich. So je nachdem, wo mehr Leute waren…

Stehen also CDU und Grüne einträchtig am Freitag morgens vorm Bahnhof, und verteilen Flugblätter. Die CDU mit Brötchen garniert.

Nun finde ich es ja nett, dass die CDU bei uns jedem ein Brötchen und einen Apfel schenkt, und es liegt mir fern, undankbar erscheinen zu wollen, aber für 4 Jahre ist das doch ein bisschen wenig, um sie zu wählen, oder?

Aber wahrscheinlich waren Brötchen und Apfel nur als Köder dabei, damit man sich die Flugblätter andrehen lässt.

Interessant wäre zu wissen, ob die CDU da freiwillig mit den Grünen kooperiert, oder ob der Herr Seehausen sich dazwischendrängelt, um noch von der Köderwirkung von Brötchen und Apfel zu profitieren, wenn er sein Flugblatt verteilt.

Und wenn die kooperieren, steht dann nach der Landtagswahl Schwarz-Grün an?

Fragen über Fragen.
Schon auf dem Bahnsteig begann ich im Geiste abzuwägen: Auf der einen Seite Überwachungsstaat… Aber auf der anderen Seite: Brötchen und Apfel. Hm. Atomenergie – Brötchen und Apfel… Zensursula – Brötchen und Apfel…

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jul
27
2009
0

Parteien und Netzpolitik

Mein Eindruck in einem kleinen Statement:

CSU: Des is a dräckeliger Dräck!


CDU: Internet gehört abgeschafft.


FDP: Wir sind die Internetpartei der Verwertungsindustrie!


SPD: Ich hab auch schon mal einen Knopf gedrückt, aber ich bin kein „Freak“.


Grüne: Natur geht auch ohne Internet.


Linke: Watt, icke?

Written by Heiko C. in: Politisches | Schlagwörter: , , , , , , ,

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Mai
14
2010
0

NRW-Landtagswahl Nachlese:

Mittlerweile haben es wohl alle mitbekommen: In Nordrheinwestpfahlen Nortreinwestphal NRW ist die Regierung Rüttgers irgendwie abgewählt, doch es herrscht ein Patt zwischen den Lagern. Sowohl das rechtskonservativ-liberale Lager (Schwarz-Grün) als auch Rot-Grün haben gleich viele Sitze im Parlament. Mit der Linkspartei will eigentlich keiner, die Grünen wollen auf keinen Fall mit der FDP und die SPD denkt sie hätte die Wahl gewonnen, obwohl sie weniger Stimmen als die CDU bekommen hat, weil sie nur ein Viertel der Stimmen verloren hat, die die CDU verloren hat.

Grund zum feiern haben die Grünen, die mit fröhlicher Zweistelligkeit alles nötige mitbringen, um zum neuen Zünglein an der Waage zu werden. Hierbei schleicht sich offenbar auch der Irrtum in der Grünen Denke ein, dass alle, die gegen Schwarz-Gelb seien, auch automatsich
für Rot Grün sein müssten.
Klar, dass man sich dann gerne mal wundert, warum überhaupt Leute Linkspartei oder gar die Piraten wählen. So äußerte sich auf Twitter der Grüne Politiker Volker Beck folgendermaßen:

mehr als verdoppelt. SUPER, zittern fuer rot-gruen. Wenn es nicht klappt haben es linken- und piratenwaehler vermasselt.

Immer diese Wähler anderer Parteien… vermasseln immer alles! Ist klar.

Erstaunlich auch die auf das Niveau vor der Bundestagswahl heilsam zurückgeschrumpfte FDP. Vor der Wahl schloß diese eine Ampel oder „andere Hampeleien“ – wie Westerwelle sich ausdrücken würde – aus, doch nach der Wahl will sie dann plötzlich mit allen reden.
Ist das nicht Betrug an den verbliebenen Wählern? Was sollen die denken, wenn die FDP plötzlich nicht mehr ein Wurmfortsatz der CDU ist, wie die letzten (mindestens) 20 Jahre?
Sind die nicht sauer? Leider lässt sich aus „Pinkwart“ kein so schmissiger Koalitions-Lügner-Spitzname wie „Lügilanti“ basteln, „Pinklüg“ oder „Lügwart“ klingt eher… nun, albern.

Oder durchschaut die wohlhabende Wählerschaft, was Pinkwart wirklich vorhatte?
Als die Chefin der NRW-Grünen nach der Wahl interviewt wurde, fiel mir auf, dass sie in nicht sehr netten Worten von der FDP sprach. „Marktradikal“ fiel da als Prädikat einige Male, und sind nicht „Radikal“ und „Extrem“ relativ synonym im Politikbetrieb?
Wenn also Pinkwart sagt „Wir reden mit jedem, der nicht mit Extremisten redet!“, so muss dies für die NRW-Grünen eine nicht auflösbare Logikschleife sein:

A. Ich rede mit der FDP
B. Die FDP sind Extremisten
C. Ich rede mit Extremisten
D. Die FDP redet nicht mit mir
E. Ich rede nicht mit Extremisten
F. GOTO A.

Ein klassischer Roboterkiller. Ich tippe mal darauf, dass die wahre Intention Pinkwarts war, alle Roboter und Androiden in den Reihen der Grünen auf einmal auszuschalten. Pfiffige Idee!

Update: Der Herr Beck hat gestern übrigens noch eins draufgesetzt, und in seinem Blog (das verlink ich hier jetzt aber mal nicht, der hat schon genug Traffic) aus dem Kampfruf der KDP: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“ ein mehr oder weniger originelles Liedchen gedichtet:

„Wer hat uns verraten? Piraten!
Und wer war mit dabei? Linkspartei!“

Mal abgesehen davon, dass das Versmaß hier überhaupt nicht hinhaut, und das Liedchen eher an die Reim-dich-oder-ich-fress-dich-Poesie von Silberhochzeits- oder Firmenjubiläumsdichtung erinnert, zeugt es auch von einem merkwürdigen Demokratieverständnis, gerade wenn’s von einem Grünen kommt.

Immerhin sind die Grünen vor nicht all zu langer Zeit auch mal eine Splitterpartei gewesen. Grüne haben sich mittlerweile hier und da von Beck distanziert. Europapolitiker und ehemaliger Bundesvorstandsvoritzender der Grünen, Reinhardt Bütikhofer war von Becks lustiger Beleidigung potenzieller Wähler auch nicht so begeistert, und schrieb bei Twitter dazu folgendes:

„Was soll ich dazu sagen? Mal so: Ich wollte noch nie als kleineres Uebel gewaehlt werden. ;-)“

Heute hat sich Beck dann nochmal bei Abgeordnetenwatch zu Wort gemeldet, und sagte da sowas wie, er habe nur eine Diskussion anstoßen wollen. Ansonsten alles nur Spaß. haha! Vielleicht stimmt das ja, dann hat er wirklich selbst Schuld, falsch verstanden worden zu sein, ansonsten hätte er sich ja früher erklären können, nicht mehr als eine Woche nach seinem ursprünglichen Anstoß erregenden Tweet.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Linguistisches,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , , , ,
Apr
12
2010
1

Populismus Reloaded

Ich hab‘ ja neulich schon drüber geschrieben, wie die FDP in Form von Guido Westerwelle forderte, HartzIV-Empfänger mögen doch Schneeschippen, wie dann die SPD in Gestalt von Hannelore Kraft forderte, HartzIV-Empfänger sollten doch „freiwillig“ die Straßen fegen, weil man ihnen sonst das Geld kürzt und wie dann dieser ganz tolle Professor forderte HartzIV auf 5 Jahre zu begrenzen, um einen erhöhten Anreiz zur Jobsuche zu geben. Ho, ho.

Ausgerechnet von den Grünen, von denen man ja lange Zeit dachte, sie gehörten zu den Guten, kommt jetzt auch so ein doller Vorschlag: Hundehaufen zu Jobs
Grüne empfiehlt Hartz-Empfängern Beschäftigung (Neues Deutschland)

Der Vorschlag, der hier von Frau Hammerling von den Grünen kommt, ist zwar um einiges besser als die vorherigen menschenverachtenden Vorschläge von FDP, SPD und Professor X oben, weil die Grünenpolitikerin dort fordert, dass die HartzIVempfänger zum Hundescheißekontrollieren von der Stadt angestellt werden.
Somit wären es dann keine HartzIV-Empfänger mehr, die aus Angst vor ominösen „Sanktionen“ den Schnee schippen oder Westerwelle die Schuhe putzen müssen, nein, es wären Angestellte der Stadt, die richtig Geld bekommen für Arbeit.

Klingt dies alles auch so nett und blumig – jedenfalls im Vergleich zu den Forderungen anderer Parteien – stellt sich mir doch unweigerlich die Frage, warum Frau Hammerling bei all den mannigfaltigen Aufgaben, die auf Berlins Straßen nur so darauf warten, dass man staatliche Jobs aus ihnen macht, ausgerechnet die Hundekacke als Beispiel verwendet?
Hätte man nicht Falschparker oder Leute die illegal Müll abladen als Beispiel nehmen können? Frau Hammerling erwähnt viele öffentliche Aufgaben, die für mögliche neue Stadtangestellte quasi schon bereitliegen würden. Warum kommt sie ausgerechnet mit der ekligsten Aufgabe, und will sie HartzIV-Empfängern auf’s Auge drücken?

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Politisches,Psychologisches | Schlagwörter: ,
Okt
11
2009
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Das gleiche in Grün

Nicht, dass ich die Linkspartei wählen würde, oder Lafontaine jetzt besonders toll finden täte, aber die Wähler im Saarland, die Schwarz-Gelb nicht wollten waren wohl klar in der Überzahl. Dank den Grünen werden die nun alle schwer vor den Kopf gestoßen. Mit der Linkspartei zu koalieren ist sicher für die Grünen anstrengend, aber dass die dann lieber mit Überwachungsstaat-CDU und Atomkraft-FDP koalieren ist doch nun wirklich hirnrissig.

Das ganze spart mir aber auch ein wenig Arbeit, denn den Thürigen-Cartoon musste ich farblich nur ein wenig anpassen, und schon passt er hier auch:

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , ,
Sep
25
2009
0

Brötchen und Apfel

Tja, da bin ich heute morgen doch, wie so oft, zum Niebüller Bahnhof gefahren, um den 7 Uhr 31 Zug nach Westerland zu nehmen. Ich bin etwa gegen 20 nach sieben am Bahnhof in Niebüll angekommen, und sah am rechten Eingang eine ältere Dame mit mehreren Bäckereistiegen stehen.

„Nicht schon wieder was zu verkaufen…“, dachte ich mir, und machte mich schon auf irgendeinen Verbalspam gefasst. Statt dessen fragte die Frau freundlich, ob sie mir eine Tüte mit Brötchen geben dürfe. Ich sagte: „Klar.“ und sie drückte mir die Tüte in die Hand. Als meine Hand sich noch um die Brötchentüte schloss, kam ein junger Mann an, und drückte mir noch einen Flyer in die Hand. Der Flyer stammte von den Grünen. Ebenso wie der Junge Mann. Es handelte sich, wie ich glaube, um Valentin Seehausen, den sympathischen Abiturienten, der dieses Jahr als Direktkandidat für die Grünen antritt. Für den Bundestag.

„Brötchen von den Grünen…“, dachte ich mir. „Das ist ja mal nett.“

Als ich mich dann hinsetzte, und die Tüte öffnete, kamen ausser einem Brötchen und einem Apfel noch mehrere Prospekte von der CDU zum Vorschein. Aha! Also war das Brötchen von der CDU, ebenso wie der Apfel, und jede Mege Altpapier, der andere Flyer aber von den Grünen.

Seltsam. Grund genug sich das nochmal genauer anzusehen.

Ich sah, dass an beiden Eingängen Leute standen. Dort, wo ich reinkam die alte Brötchendame, auf der anderen Seite standen auch welche, unter denen ich Astrid Damerow zu erkennen glaubte, die wohl im Kreistag sitzt, und für den Landtag kandidiert. (Was sie ist, und wofür sie kandidiert, da bin ich nicht sicher. Es stehen ja so viele CDU-Plakate draussen, sie ist auf einigen von denen.) Den Valentin Seehausen konnte ich gerade nicht sehen. Vielleicht lief der immer von einer Türe zur anderen Seite, überlegte ich. So je nachdem, wo mehr Leute waren…

Stehen also CDU und Grüne einträchtig am Freitag morgens vorm Bahnhof, und verteilen Flugblätter. Die CDU mit Brötchen garniert.

Nun finde ich es ja nett, dass die CDU bei uns jedem ein Brötchen und einen Apfel schenkt, und es liegt mir fern, undankbar erscheinen zu wollen, aber für 4 Jahre ist das doch ein bisschen wenig, um sie zu wählen, oder?

Aber wahrscheinlich waren Brötchen und Apfel nur als Köder dabei, damit man sich die Flugblätter andrehen lässt.

Interessant wäre zu wissen, ob die CDU da freiwillig mit den Grünen kooperiert, oder ob der Herr Seehausen sich dazwischendrängelt, um noch von der Köderwirkung von Brötchen und Apfel zu profitieren, wenn er sein Flugblatt verteilt.

Und wenn die kooperieren, steht dann nach der Landtagswahl Schwarz-Grün an?

Fragen über Fragen.
Schon auf dem Bahnsteig begann ich im Geiste abzuwägen: Auf der einen Seite Überwachungsstaat… Aber auf der anderen Seite: Brötchen und Apfel. Hm. Atomenergie – Brötchen und Apfel… Zensursula – Brötchen und Apfel…

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jul
27
2009
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Parteien und Netzpolitik

Mein Eindruck in einem kleinen Statement:

CSU: Des is a dräckeliger Dräck!


CDU: Internet gehört abgeschafft.


FDP: Wir sind die Internetpartei der Verwertungsindustrie!


SPD: Ich hab auch schon mal einen Knopf gedrückt, aber ich bin kein „Freak“.


Grüne: Natur geht auch ohne Internet.


Linke: Watt, icke?

Written by Heiko C. in: Politisches | Schlagwörter: , , , , , , ,