Impactsuspect » cthulhu
Mrz
24
2010
5

When Wikipedia was down…

Heute war Wikipedia ’ne Zeitlang down. Ich dachte ja zuerst, das könnte noch mit der Vulvadiskussion, die es am Sonntag dort gegeben hat zusammenhängen, aber es waren wohl doch technische Schwierigkeiten.

Der zwischenzeitliche Ausfall der Online-Enzyklopädie zeigt einem irgendwie mal ganz deutlich, wie oft man die doch benutzt. Schade, dass man nicht direkt Wikipedia spenden kann, sondern nur Wikimedia, die in der Relevanzdebatte ja klipp und klar gesagt haben, dass sie nicht so wirklich was mit Wikipedia zu tun haben.
Ich fänd’s immer noch besser, wenn nicht so scheußlich viele Artikel gelöscht würden und die Löschanträge, die gestellt werden, sind manchmal wirklich hanebüchen, doch im Großen und Ganzen ist die Wikipedia doch ’ne prima Sache und heutzutage nicht nur für ganz normale Hanseln wie mich unverzichtbar, sondern auch für Studenten, die Presse und Otto Normal zwischendurch auch mal.

Was gerade in der Löschprüfung ist, darüber kann man sich im Echtzeitnetz bei diesen beiden Twitteraccounts informieren:
@Artikelsterben
@Löschkandidat

Artikelsterben find‘ ich übrigens besser, weil der auch gleich den fraglichen Artikel – so fern noch da – und die dazugehörige Löschdiskussion verlinkt, die manchmal auch schon einen gewissen Unterhaltungswert hat.

Ich gebe zu, oft kenne ich das Subjekt des Lemmas, das gerade gelöscht werden soll, auch nicht aber hin und wieder wird dann ein Löschantrag für irgendetwas gestellt, das jeder kennt, „Sexualkundeunterricht“ oder „Cthulhu Mythos“ zum Beispiel.

Die Reaktion des großen Alten auf den Löschantrag

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Technisches | Schlagwörter: ,
Nov
19
2009
--

Des Pudels CERN?

Von CERN hat man ja nun schon gehört, nehme ich an. Das ist diese Organisation die diesen neuen Super-Duper-Teilchenbeschleuniger in der Schweiz (LHC) betreibt, um den sich schon vor dessen Fertigstellung wilde Spekulationen rankten. So hieß es beispielsweise, wenn dat Dingen eingeschaltet wird, würde es ein schwarzes Loch herstellen, welches die Erde verschluckt. Diese These fand nicht nur in verschiedenen Blogs Verbreitung, sondern auch in der herkömmlichen Presse.

Vor einem Monat kam dann Spreeblick mit einem Artikel, in dem es darum ging, dass die Experimente von CERN grad nicht so richtig funktionieren, was ein paar der dort arbeitenden Wissenschaftler zu der Theorie brachte, dass der LHC in der Zukunft das funktionieren des LHC in der Gegenwart verhindere.
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Zukunft sabotiert unsere wissenschaftlichen Experimente! Schock!

Dann berichtete vor etwa zwei Wochen wieder Spreeblick darüber, dass ein Vogel durch das unglückliche Platzieren eines Brotkrumens eine Apparatur zum überhitzen gebracht hätte.

Und was muss ich jetzt bei Fefe lesen?

Hahaha, einer der CERN-Direktoren hat einen Lovecraft gepullt und den versammelten Reportern was von Dimensionstoren und „unknown unknowns“ erzählt, und dass da Dinge durchkommen könnten, durch die Dimensionstore. Sehr schöner Fnord 🙂

Und wenn man Fringe oder AkteX schaut, denkt man sich immer, dass das, was man da so sieht nix mit den Realitäten eines Wissenschaftlers zu tun habe, und nun scheint die Grenze zwischen LHC und LSD immer mehr zu verschwimmen.
Ich meine, hör‘ mal: Zeitreisen, Schwarze Löcher, die die Erde verschlucken, sabotierende Vögel und Besuche aus Parallelwelten? Was kommt als nächstes? Berichtet CERN etwa bald davon, dass bei einem Experiment ein Forscher versehentlich mit der DNA einer Stubenfliege infiziert wurde, und sich jetzt langsam in eine menschliche Fliege verwandelt? Oder bauen die eine Telefonverbindung zu Gott auf? Alles scheint möglich bei denen!

Ich möchte ja gerne glauben, dass das alles möglich ist, was da so berichtet wird, aber ein anderer Verdacht drängt sich auf. Vielleicht hat CERN ja die Medienöffentlichkeit wegen der „Schwarzen Löcher“ irgendwie genossen, und jetzt lancieren die mal die eine oder andere Meldung mit ähnlich phantastischen Dingen, um im Gespräch zu bleiben. Interessiert sich ja sonst keiner für den Teilchenkram. Was der Normalbürger über Teilchenbeschleuniger weiß ist doch im Bestfall: Da bauen die ein irre teures Dings, in dem Nichts mit Nichts beschossen, und das daraus entstehende neue Nichts dann untersucht wird.

Oder, die verarschen schlicht gerne Journalisten.
Vielleicht wird schon bald der erste Spiegelreporter von einem CERN-Forscher in Cthulhu-Maske erschreckt. Ich find‘ das lustig. Da will ich auch mal arbeiten, wenn ich mal groß bin!

Nov
17
2009
2

H.P. Lovecraft und die Grenzen der Spracherkennung IV

…irgendwann hat man dann keine Lust mehr möglichst deutlich zu sprechen, und wird dann ein wenig laut. Das hilft natürlich nicht. Da kommen dann seltsame Sachen bei raus…

Iä! Iä! Cthulhu betragen!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Linguistisches | Schlagwörter: , ,
Nov
13
2009
12

Giraffen und Nashörner

Der schlimmste Roland Emmerich aller Zeiten ist immer der gerade neueste.

Mit der Erwartung, dass dies auch bei „2012“ zutrifft, dem neuesten Blockbuster aus der Filmeschmiede des schwäbischen Turnschuhträgers, bin ich dann gestern auch im Kino gewesen.

Möglicherweise das Sequel zu 2012: Planet der Giraffen

Sicher, bisweilen gab es Ausnahmen von der Regel: Zwar war „Godzilla“ schlimmer und blöder als „Independence Day“, dafür schien „The Day after Tomorrow“ aber wieder nicht ganz so schlimm zu sein, wie „Godzilla“. Und bis auf das schmalzige Ende war „Independence Day“ um einiges besser als der vorher erschienene Emmerichfilm „Stargate“.
Aber im Großen und Ganzen ist dennoch erkennbar, dass Emmerich bei seinen Filmen immer mehr Wert auf die Effekte zu legen scheint, und immer weniger Wert darauf, eine anständige Handlung, und glaubwürdige Protagonisten hinzubekommen.
Recht oft greift er auf eben die gleichen Archetypen bei seinen Handlungsträgern zurück. Im Mittelpunkt der Erzählung steht oft ein hellhäutiger Bücherwurm (gerne mit Brille), der Familienprobleme hat, und im Laufe der Handlung immer fast im Alleingang mal die Welt, mal seine Familie oder auch irgendwas anderes rettet.
Die Antagonisten sind meist irgendwelche pragmatischen Real-Politiker, die zynische und menschenverachtende Befehle geben, oder durch ihre Kriegslüsternheit die Kacke erst zum dampfen bringen.

Nun, aber ich schweife ab, denn es geht ja nicht um die anderen Emmerichs hier, sondern um sein neuestes Meisterwerk „2012“, nach dem man schielend aus dem Kino kommt, weil einen der Irrsinn beidseitig von vorn überholt.

SPOILER ALARM — WER DEN FILM NOCH SEHEN WILL, SOLLTE JETZT MAL WOANDERS HINLESEN!!!

Es geht los 2009 in Indien, wo ein Forscher der irgendwie für die US-Regierung arbeitet, einen indischen Kollegen und dessen Familie trifft. Warum ich die Familie erwähne? Eigentlich nur, weil die Frau des Inders klingt, als habe Gülcan sie synchronisiert. Aber die gute sagt Gott sei Dank nur einen Satz.
Na ja, die beiden Forscher gehen dann in ein Bergwerk, wo unten ein riesiger Topf mit Wasser kocht. Das alles habe mit der Sonne und Neutrinos zu tun, erfährt man als Zuseher. Die Neutrinos haben sich einfach ohne Vorwarnung in „neue Elementarteilchen“ verwandelt, die den Erdkern schmelzen. Sowas. Und ich dachte, der Erdkern wäre bereits flüssig. Na ja, bin eben kein Geologe.

Nächster Szene: 2 Wochen später (oder so) kommt der US-Forscher auf irgendeinem Botschaftsempfang (oder so), und erzählt seinem Vorgesetzten (Typ pragmatischer Realpolitiker), was da schlimmes los ist. Was genau, erfahren wir noch nicht, aber der Vorgesetzte setzt sozusagen seine politische Maschinerie in Gang.

Dann kommen etliche Endlose Schnitte durch die ganze Welt, wo zwischen 2009 und 2012 seltsame Sachen passieren. Unter anderem wird die aus dem Louvre heimlich entfernte Mona Lisa in Sicherheit gebracht und in China wird ein Damm gebaut.

An der Stelle begann ich mich schon zu fragen, ob der Film jetzt so bleibt, und die restlichen zweieinhalb Stunden mit ähnlichen Szenen bestückt sein werden, die alle etwa 30 Sekunden lang waren. Aber nein, irgendwann geht die Handlung dann los, wenn man es so nennen kann.

Wir lernen einen recht erfolglosen Schriftsteller kennen (So Typ Bücherwurm), der seine beiden Kinder von seiner Ex-Frau abholt, um mit ihnen im Yellowstone-Nationalpark zu campen. Weil sein eigener Wagen nicht anspringt, und er droht zu spät zu kommen, fährt er in einer Stretchlimosine vor. (einfach nicht drüber nachdenken)

Die drei (Tochter mag Vater, Sohn mag den Vater nicht) fahren also zum Yellowstone Park, wobei sie von hektisch herumfliegenden Militärhubschraubern überholt werden. Keiner denkt sich was dabei. Warum auch? Ebenso wird ignoriert, dass große Teile des Parks anscheinend abgesperrt sind, und statt einem vorher dagewesenen See nur noch eine dampfende Pfütze voller Tierkadaver anzutreffen ist.
Bevor unsere drei Leutchen aber zu sehr ihre Zeit mit Nachdenken oder gar Panik vergeuden, kommt die Armee, sammelt sie ein, und sagt ihnen, dass es nichts zu sehen gäbe, sie aber besser wieder nachhause gingen.
Danach campen die drei noch eine Weile im Park, und fahren dann auf Aufforderung der Mutter zurück nach LA, weil dort ein Erdbeben ist. Die Kinder sind wieder sicher bei der Mutter und ihrem neuen, als Los Angeles (wo die alle sind) ins Meer zu kippen beginnt. Der Limosinenschreiberling holt die ganze Bagage ab, und nach einer nur ABSURD zu nennenden Jagd durch die Stadt, in der die 5 erfolgreich versuchen mit einer Strechlimo Erdspalten davonzufahren, schnappen sie sich ein Flugzeug am Flughafen, und fliegen – fallenden Gebäudeteilen ausweichend – davon.

Man fliegt zurück zum Yellowstone Park, weil da ein Verrückter mit einer Karte lebt. Diese findet man gerade noch rechtzeitig bevor der ganze Nationalpark mit fauchenden Lavabrocken und Pilzwolken in die Luft fliegt. Samt Druckwelle, die der recht nahestehenden Patchworkfamilie nur ein wenig die Haare zerzaust. Was ist aus Duck and Cover geworden?

Nun, man hat die Pläne, und weiß, wo die „Raumschiffe“ gebaut werden, auf denen ausgewählte Exemplare der Menscheit die globale Neutrinokatastrophe überleben sollen. Und zwar: In China. Wenn nämlich einer schnell was großes bauen kann, dann die Chinesen. Siehe auch z.B. Große Mauer.
Man macht noch einen Zwischenstopp irgendwo, um das kleine Flugzeug gegen ein größeres zu tauschen, wobei man in die Gesellschaft eines dicken und skuppellosen reichen Russen, seiner zwei Kinder Lolec und Bolec, seiner Geliebten, deren Hund, und dessen aller Pilot gerät.
Beim Start verliert man das Fahrgestell.
Eigentlich will man in Hawaii einen Zwischenstopp machen (ohne Fahrgestell), aber Hawaii ist mitlerweile ein einzieger großer aktiver Vulkan. Pech.
Während viel zu früh der Sprit ausgeht um China zu erreichen, hat sich China in der Zwischenzeit glücklicherweise in Richtung Flugzeug bewegt, so dass man doch noch irgendwie landen kann, halbwegs sicher, nur der Pilot stirbt. [Nachtrag: Aufgrund einiger Nachfragen hier nochmal erklärt: China, DER KONTINENT (!) bewegt sich in Richtung Flugzeug, nicht irgendwelche chinesischen Rettungsteams.]

Ja… Dann geht’s erst so richtig los, obwohl hier etwa ein Brandloch im Film zu sehen ist, und ich mir schon erleichtert dachte: Zum Glück dauerts jetzt nicht mehr so lange. Ha! Pustekuchen!
Chinesische Grenzpatroullien oder so kommen an, lassen den dicken Russen und seine Blagen passieren, weil der ne Vipkarte für eins der Schiffe hat. Die anderen werden im Schnee stehengelassen, und ärgern sich.

Nun sehen wir zum ersten mal die Schiffe, und wie Michelangelos David, Nashörner und Giraffen in eines von ihnen geladen werden.
Klar, was braucht der postapokalyptische Mensch unbedingt? Giraffen und Nashörner, die Nutztiere der Zukunft – scheinbar. Aber nicht weiter drüber nachdenken. Ich hätte Kühe, Schafe und Schweine mitgenommen, aber das ist wohl nur der Nordfriese in mir. Wie schmecken Giraffen und Nashörner? Sollen die vielleicht gekreutzt werden miteinander?

Eierlegende Wollmilchsäue der Zukunft?

Die Patchworkfamilie samt Russengeliebter treffen eine chinesische oder tibetische Familie, und man beschließt gemeinsam auf eine der Archen zu schleichen. Weil der älteste Sohn da arbeitet, kann der die reinschmuggeln.

Arche drei ist kaputt. Das Schiff, wo der dicke Russe und seine Arschlochkinder ein Ticket für haben. Haha! Die Geliebte zeigt den dreien beim Reinschleichen ins Schiff den Stinkefinger.

Die Türen schließen sich, und das ist auch gut so, weil eine Monstertsunamiwelle in 10 Minuten den Himalaya überschwemmt, und da alle Türen zu sein sollen. Aber nein! Die Leute auf Gleis Drei können ja nicht in ihr Schiff, weil wegen kaputt!

Eine kleine Meuterei später werden die Türen also wieder geöffnet, damit auch der Rest reinkann. Heldenmutig stirbt der dicke Russe, als er seine Kinder nochmal eben in eins der Schiffe wirft.

Dann gibt es noch ein paar Verwicklungen, und dann kommt die Monsterwelle, und dann fahren alle in den Sonnenuntergang. Einen Monat später findet man Afrika, wo die Welle nicht hingekommen ist. Man hätte es sich also getrost sparen können, die blöden Nashörner und Giraffen mitzunehmen. Film Ende.

Soviel dazu.

Was für ein Bullshit. Und ich hab mir noch Mühe gegeben alles ein wenig zusammenzufassen und einfach nur zu schreiben, was da abging in dem Film. Es schaut sich allerdings genauso absurd an, wie sich meine kleine Zusammenfassung liest.
Ach ja, und erstaunlich auch, was mit den Lenkern der Welt passiert:
Recht früh im Film – zumindest kam es mir so vor – wird klargestellt, dass man die Regierungen mitnehmen muss, wenn die Apokalypse kommt. Sonst gäbe es ja Anarchie!! Und Apokalypse ist ja schon schlimm genug ohne Anarchie oder? Die Merkel kommt mit an Bord. Also zumindest die deutsche Kanzlerin. Für die Merkel sieht die zu nett aus, und hat zu lange Haare, aber wer weiß, vielleicht lässt sie sich die ja die nächsten drei Jahre wachsen.

Toll. Noch nicht einmal der Weltuntergang befreit uns von der CDU. Den Schäuble hab ich nicht entdecken können, aber wie ich den Laden kenne, lenkt der eins von den Schiffen.
Wie muss ich mir das im weiteren vorstellen? Bauen die Merkel samt Union im postapokalyptischen Afrika eine neue Zivilisation auf? Patroullieren die Grenzen von „Neudeutschland“ wachende Giraffenreiter der jungen Union? Gekleidet in Nashornleder? Und warum ist eigentlich die CDU noch nicht auf dem Mond?

Merkel im Zenit ihres Schaffens

Der von Danny Glover gespielte Obama kommt übrigens nicht mit. Der bleibt zuhause, genau wie der Papst und auch Berlusconi. Die wollen nah bei ihrem Volk bzw.Schäfchen bleiben. Aber die Queen von England, die rettet sich natürlich.
Was Putin und Chuck Norris derweil machen, erfahren wir nicht. Aber die beiden werden sicher dem Tsunami eigenhändig davonschwimmen, und die Überschwemmung später mit Strohhalmen austrinken.

Die Queen, die Merkel und die Regierungen der Erde (damit es keine Anarchie gibt) sowie haufenweise reiche Leute, die sich für eine Milliarde eine Fahrkarte kaufen konnten, werden also auf den Schiffen mitgenommen. Warum muss ich an die B-Arche von Golgafrincham denken, wo dann nachher Frisöre und Telefondesinfizierer versuchen auf der prähistorischen Erde eine Zivilisation aufzubauen? Mit uns Merkel muss ich da an ähnliche Szenarien denken.

Was gefehlt hat in dem Film:
– Cthulhu natürlich. Da ist mal Weltuntergang, und er wird nicht eingeladen. Menno! Den hätte man doch prima in irgendwelche obskuren Mayalegenden einbauen können. Ne gefiederte Schlange ist er ja nun nicht gerade, aber von den Maya ist so weing erhalten, denen kann man doch im Prinzip alles andichten.

Was ewig liegt, das bestraft das Leben

– Eine Pointe zu dem langen, anstrengend albernen Witz, den 2012 abgibt. Mir hätte es schon gereicht, wenn alle in den Sonnenuntergang segeln, denken sie wären in Sicherheit, und dann eine Untertasse alle Archen abschießt. DAS wäre witzig gewesen, und hätte den ganzen Film erträglich gemacht, wenn auch nur im Nachhinein.

Happy End

Würde ich den Film weiterempfehlen?
Ist zwar hübsch bunt und laut, aber empfehlen? Dann doch nicht. Ich hab zwar ein paar Mal gelacht, sogar laut, aber die Gagrate war deutlich zu niedrig für einen Film dieser Länge. Wer sich aber bei „Indiana Jones 4“ immer über den atombombensicheren Kühlschrank ärgert, dem kann ich „2012“ allerdings nur empfehlen. Wer den gesehen hat, hält besagte Kühlschrankaktion für vergleichsweise nicht mal so unrealistisch.

Zum Abschluss:
Dies war ein Rant. Es gibt auch durchaus geistig gesunde Leute, die den Film gut fanden. Wer nach dem Genuss dieses Artikels eine zweite Meinung einholen möchte, kann hier bei Scienceblogs schauen. Florian Freistetter schreibt dort, dass er den Film mag, und warum.
Ich kann nur annehmen, dass er den Film durch die „Hollywood: eh alles Blödsinn“-Brille des Naturwissenschaftlers wahrgenommen hat, und ich durch die „Story is King“-Brille des verkappten Geisteswissenschaftlers. Das erklärt dann auch die Meinungsverschiedenheit. Aber na ja, Geschmack halt.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Kurzrezensionen | Schlagwörter: , ,
Nov
10
2009
--

H.P. Lovecraft und die Grenzen der Spracherkennung III

Und wenn man sich dann Mühe gibt, besonders deutlich zu sprechen, kommt sowas dabei heraus:

Iä! Iä! Cthulhu vertagen!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Linguistisches | Schlagwörter: , ,
Nov
04
2009
--

H.P. Lovecraft und die Grenzen der Spracherkennung II

Nachdem man der Software „Iä!“ beigebracht bzw. das „Iä!“ lieber selbst getippt hat, und man sich schon freut, dass „Cthulhu“ tatsächlich im Wortschatz vorhanden ist, kommt der nächste dumme Aussetzer:

Iä! Iä! Cthulhu vertragen!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Lustiges | Schlagwörter: , ,
Nov
02
2009
2

H.P. Lovecraft und die Grenzen der Spracherkennung I.

Will man einer Spracherkennungssoftware Passagen aus H.P. Lovecrafts Cthulhu-Mythos diktieren, dann kann diese durchaus etwas seltsam reagieren, was zu drolligen Assoziationen führt. Ein paar besonders schöne Fehlleistungen werde ich ab heute hier illustriert öffentlich machen.

Diktiert habe ich den Satz: „Iä! Iä! Cthulhu ftagn!“. Schon bei den ersten beiden Worten hat die Spracherkennung (verständlicher Weise) Mist gebaut:

Yeah, Yeah! Cthulhu ftagn!

Nachtrag: Ach ja, allen die jetzt sagen „Hey, du hast vergessen dem einen die Haare auszumalen“ sei gesagt:
Das ist John Chtulennon, der is blond!

Written by Heiko C. in: Linguistisches,Lustiges | Schlagwörter: , ,
Sep
18
2009
3

Der Beruf des Cthulu

Disclaimer: Nach dem gestrigen Durchbruch eines Blogeintrages aus einer Parallelwelt, der meinen schönen Artikel über die schlesischen Gartenlauben schrotete, hab ich den ganzen letzten Abend damit verbracht, den Artikel neu zu schreiben, und – wie ich glaube – besser.
Gegen 2 Uhr Nachts – und ich bin heute um 6 Uhr aufgestanden – hatte ich dann endlich auch wieder alle Fotos eingebunden.

Natürlich habe ich kein Backup gemacht, warum denn auch? Das sowas wie gestern nochmal passiert und in so kurzer Zeit, konnte ich nun wirklich nicht ahnen.

Tja, als ich den Artikel nun gerade jedoch on stellen wollte, hat sich das Multiversum erneut geräuspert. Statt dem Artikel mit den Lauben wurde plötzlich ein anderer, aus einer weiteren Parallelwelt, wie ich vermute, in meinen Blog gespült.
Ich lasse ihn hier mal stehen, alleine weil alle immer über den derzeitigen Wahlkampf und die Politik schimpfen, und der Blogeintrag eindrucksvoll zeigt, dass es alles auch viel schlimmer sein könnte.

(Ich werde im folgenden auf die Kennzeichnung der Personen und Organisationen verzichten. Der folgende Blogeintrag stammt aus einem anderen Universum, und ist somit in unserem rein fiktiv. Personen oder Organisationen, die in ihm erwähnt werden sind ebenso fiktiv, und wenn sie so ähnlich oder gleich heißen wie Personen oder Organisationen in diesem Universum, dann ist das nichts weiter als ein recht kosmischer Zufall.)

Betrachtungen zum Superwahljahr 2009

Cthulu hat sich im Wahlkampf ganz schön verzettelt. Der neue Slogan „Iä, Iä! Cthulu ftagn!“ klingt in meinen Ohren recht unglaubwürdig, wenn ich mir die Bilanz der letzten 40 Jahre der Politik des Kanzlers Cthulu ansehe: Menschheit versklavt, ständig stirbt irgendeiner weil Cthulu ihn frisst oder drauftritt, alle werden langsam verrückt und zu guter Letzt auch noch die Umweltverschmutzung, gegen die der „große Alte“, wie seine Fans ihn nennen, auch nichts unternimmt.
Nicht allein das, nein, in der nächsten Legislaturperiode sollen allen in Köln 7 (!) neue Kernkraftwerke gebaut werden, weil der Herr und sein Sternengezücht ja so auf Radioaktivität abfahren.
Kleine Meldung an den Herrn Cthulu: Menschen können Radioaktivität nicht besonders gut ab! Merken sie das nicht? Ist es ihnen egal?
Nachdem die Wahl vor 4 Jahren ja so äußerst knapp verlief, und die „Cthulus Dämonische Union“ nicht die erforderliche Mehrheit an Sitzen im Parlament errang, war seine „große Altigkeit“ gezwungen eine Koalition mit Hasturs „Shoggotische Pilger Dämonen“ einzugehen.
Hastur, oder „der Unnennbare“ wie der 3 Meter große drachenechsige Humanoide sich gerne nennen lässt, hat die Shoggotischen Pilger auf ein neues Rekordtief der Umfragewerte manövriert.
Kein Wunder: Wenn auch schon Cthulu keineswegs als der menschlichere Kandidat erscheint – menschlich in einem Satz mit Cthulu zu bringen erscheint mir fast schon zynisch – so ist doch Hastur der, welcher von Cthulu ein ums andere Mal bei politischen Fragen über’s Ohr gehauen wurde.
Desweiteren bringt Hastur keinen geraden Satz raus, bei dem sich der Zuhörer nicht ratlos am Kopf kratzen muss.
Neulich sagte Hastur einem Reporter vom WDR ins Mikrofon: „Es ist nicht tot, was ewig liegt.“
Eine gelungene Beschreibung für den derzeitigen Zustand der Shoggotischen Pilger. Allerdings hatte der Reporter nach der Dienstwagenaffäre der Ministerin für Menschenwesen, Shub-Niggurath gefragt.

Kommt eigentlich irgendwann mal was gescheites aus dem Mund von unseren Politikern, oder reden die nur Schwachsinn? Gut, ich weiß, dass es sich um extraplanetare, außerirdische und mehrdimensionale Entitäten handelt, die damals vor 40 Jahren unseren Planeten mal eben so übernommen haben, aber können die sich nicht ein wenig Mühe geben politische Inhalte so zu formulieren, dass Menschen es verstehen?
Ich kann mich ganz sicher nicht auf deren Diskussionsebene begeben. Ich bin nun mal eben nicht telepathisch, fast allmächtig und so gut wie unsterblich. Da kann man doch von denen erwarten, dass die mal ein wenig Tacheles reden, oder?
Oder gibts im Weltall oder wo kein Tacheles?

Na ja, wen soll man sonst wählen?
Da gibts natürlich die „Freie Dämonische Partei“ unter Yog-Sothoth, die finde ich aber unglaubwürdig. Wenn die so pro „Menschen sollen sich selbst verwalten“ sind, warum haben die dann nicht den Fußfesselerlass von 2003 schon längst rückgängig gemacht? Gut, die waren in der Opposition, aber die hätten wirklich schon mal eine Normenkontrollklage vorm Verfassungsgericht anstrengen können. Haben sie aber nicht.

Dann noch Bündnis „Schlangenwesen“, unter Yig. Die scheinen mir doch ein wenig zu gutmenschlich. Fordern können die ja gerne, dass die Menschen wieder aus der Sklaverei entlassen werden, und die Zahl der täglichen Menschenopfer verringert wird, aber glauben kann ich denen das nicht. Wie will Yig das denn umsetzen? Ich meine, Cthulu kann sich auf eine Höhe von 30 Kilometern aufblähen, wenn er das will und Yig ist halt immer nur knapp 22 Meter hoch.
Sollten die „Schlangenwesen“ mit Yig wirklich gewinnen, dann prophezeihe ich einen Kampf der Titanen, der vielleicht die Erde aus ihrer Bahn wirft.

Die Partei der „Alten Rasse“ halte ich außerdem nicht für wählbar. Ausserdem kann ich nie die Kandidaten, welche die aufstellen, auseinanderhalten. Sehen halt alle irgendwie kegelförmig und tentakelig aus. Ich bin mir noch nicht einmal sicher, dass die sich als Individuen unterscheiden lassen.

Außerdem wird’s wirklich mal wieder Zeit für neue Spitzenkandidaten, aber die werden wir wohl kaum bekommen, da die derzeitigen ja gerne mal ein paar Milliarden Jahre leben.

Hm.

Ich glaube ich werde wohl wieder Cthulu wählen. Ist einfach sicherer. Nach der letzten Wahl war er über den Stimmenverlust so enttäuscht, dass er Australien zerstört hat. Hoffen wir einfach, dass R’lyeh bald wieder im Meer versinkt und die ganze Dämonenbagage sich wieder für ein paar Millionen Jahre schlafen legt.
Oh, ich muss Schluß machen, die Tür wird gerade eingeschlagen.

Nachtrag: Tja, soweit der Artikel… Dumm nur, dass es bei uns auch schon anfängt: Cthulhumobil. Hab die Seite gerade gefunden, und bin ehrlich gesagt ein wenig baff.(Anm. Da hatte der Björn recht: „Cthulhumobil“ schreibt sich wirklich mit dem zweiten h :-/ )

Nachtrag2: Neil Gaiman hat auf seiner Seite Teile aus Cthulhus Biografie eingestellt. In Englisch. Wer’s lesen mag: „I Cthulhu“

Written by Heiko C. in: Bücher,Beklopptes,Wahnhaftes | Schlagwörter: , , ,

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Mrz
24
2010
5

When Wikipedia was down…

Heute war Wikipedia ’ne Zeitlang down. Ich dachte ja zuerst, das könnte noch mit der Vulvadiskussion, die es am Sonntag dort gegeben hat zusammenhängen, aber es waren wohl doch technische Schwierigkeiten.

Der zwischenzeitliche Ausfall der Online-Enzyklopädie zeigt einem irgendwie mal ganz deutlich, wie oft man die doch benutzt. Schade, dass man nicht direkt Wikipedia spenden kann, sondern nur Wikimedia, die in der Relevanzdebatte ja klipp und klar gesagt haben, dass sie nicht so wirklich was mit Wikipedia zu tun haben.
Ich fänd’s immer noch besser, wenn nicht so scheußlich viele Artikel gelöscht würden und die Löschanträge, die gestellt werden, sind manchmal wirklich hanebüchen, doch im Großen und Ganzen ist die Wikipedia doch ’ne prima Sache und heutzutage nicht nur für ganz normale Hanseln wie mich unverzichtbar, sondern auch für Studenten, die Presse und Otto Normal zwischendurch auch mal.

Was gerade in der Löschprüfung ist, darüber kann man sich im Echtzeitnetz bei diesen beiden Twitteraccounts informieren:
@Artikelsterben
@Löschkandidat

Artikelsterben find‘ ich übrigens besser, weil der auch gleich den fraglichen Artikel – so fern noch da – und die dazugehörige Löschdiskussion verlinkt, die manchmal auch schon einen gewissen Unterhaltungswert hat.

Ich gebe zu, oft kenne ich das Subjekt des Lemmas, das gerade gelöscht werden soll, auch nicht aber hin und wieder wird dann ein Löschantrag für irgendetwas gestellt, das jeder kennt, „Sexualkundeunterricht“ oder „Cthulhu Mythos“ zum Beispiel.

Die Reaktion des großen Alten auf den Löschantrag

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Technisches | Schlagwörter: ,
Nov
19
2009
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Des Pudels CERN?

Von CERN hat man ja nun schon gehört, nehme ich an. Das ist diese Organisation die diesen neuen Super-Duper-Teilchenbeschleuniger in der Schweiz (LHC) betreibt, um den sich schon vor dessen Fertigstellung wilde Spekulationen rankten. So hieß es beispielsweise, wenn dat Dingen eingeschaltet wird, würde es ein schwarzes Loch herstellen, welches die Erde verschluckt. Diese These fand nicht nur in verschiedenen Blogs Verbreitung, sondern auch in der herkömmlichen Presse.

Vor einem Monat kam dann Spreeblick mit einem Artikel, in dem es darum ging, dass die Experimente von CERN grad nicht so richtig funktionieren, was ein paar der dort arbeitenden Wissenschaftler zu der Theorie brachte, dass der LHC in der Zukunft das funktionieren des LHC in der Gegenwart verhindere.
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Zukunft sabotiert unsere wissenschaftlichen Experimente! Schock!

Dann berichtete vor etwa zwei Wochen wieder Spreeblick darüber, dass ein Vogel durch das unglückliche Platzieren eines Brotkrumens eine Apparatur zum überhitzen gebracht hätte.

Und was muss ich jetzt bei Fefe lesen?

Hahaha, einer der CERN-Direktoren hat einen Lovecraft gepullt und den versammelten Reportern was von Dimensionstoren und „unknown unknowns“ erzählt, und dass da Dinge durchkommen könnten, durch die Dimensionstore. Sehr schöner Fnord 🙂

Und wenn man Fringe oder AkteX schaut, denkt man sich immer, dass das, was man da so sieht nix mit den Realitäten eines Wissenschaftlers zu tun habe, und nun scheint die Grenze zwischen LHC und LSD immer mehr zu verschwimmen.
Ich meine, hör‘ mal: Zeitreisen, Schwarze Löcher, die die Erde verschlucken, sabotierende Vögel und Besuche aus Parallelwelten? Was kommt als nächstes? Berichtet CERN etwa bald davon, dass bei einem Experiment ein Forscher versehentlich mit der DNA einer Stubenfliege infiziert wurde, und sich jetzt langsam in eine menschliche Fliege verwandelt? Oder bauen die eine Telefonverbindung zu Gott auf? Alles scheint möglich bei denen!

Ich möchte ja gerne glauben, dass das alles möglich ist, was da so berichtet wird, aber ein anderer Verdacht drängt sich auf. Vielleicht hat CERN ja die Medienöffentlichkeit wegen der „Schwarzen Löcher“ irgendwie genossen, und jetzt lancieren die mal die eine oder andere Meldung mit ähnlich phantastischen Dingen, um im Gespräch zu bleiben. Interessiert sich ja sonst keiner für den Teilchenkram. Was der Normalbürger über Teilchenbeschleuniger weiß ist doch im Bestfall: Da bauen die ein irre teures Dings, in dem Nichts mit Nichts beschossen, und das daraus entstehende neue Nichts dann untersucht wird.

Oder, die verarschen schlicht gerne Journalisten.
Vielleicht wird schon bald der erste Spiegelreporter von einem CERN-Forscher in Cthulhu-Maske erschreckt. Ich find‘ das lustig. Da will ich auch mal arbeiten, wenn ich mal groß bin!

Nov
17
2009
2

H.P. Lovecraft und die Grenzen der Spracherkennung IV

…irgendwann hat man dann keine Lust mehr möglichst deutlich zu sprechen, und wird dann ein wenig laut. Das hilft natürlich nicht. Da kommen dann seltsame Sachen bei raus…

Iä! Iä! Cthulhu betragen!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Linguistisches | Schlagwörter: , ,
Nov
13
2009
12

Giraffen und Nashörner

Der schlimmste Roland Emmerich aller Zeiten ist immer der gerade neueste.

Mit der Erwartung, dass dies auch bei „2012“ zutrifft, dem neuesten Blockbuster aus der Filmeschmiede des schwäbischen Turnschuhträgers, bin ich dann gestern auch im Kino gewesen.

Möglicherweise das Sequel zu 2012: Planet der Giraffen

Sicher, bisweilen gab es Ausnahmen von der Regel: Zwar war „Godzilla“ schlimmer und blöder als „Independence Day“, dafür schien „The Day after Tomorrow“ aber wieder nicht ganz so schlimm zu sein, wie „Godzilla“. Und bis auf das schmalzige Ende war „Independence Day“ um einiges besser als der vorher erschienene Emmerichfilm „Stargate“.
Aber im Großen und Ganzen ist dennoch erkennbar, dass Emmerich bei seinen Filmen immer mehr Wert auf die Effekte zu legen scheint, und immer weniger Wert darauf, eine anständige Handlung, und glaubwürdige Protagonisten hinzubekommen.
Recht oft greift er auf eben die gleichen Archetypen bei seinen Handlungsträgern zurück. Im Mittelpunkt der Erzählung steht oft ein hellhäutiger Bücherwurm (gerne mit Brille), der Familienprobleme hat, und im Laufe der Handlung immer fast im Alleingang mal die Welt, mal seine Familie oder auch irgendwas anderes rettet.
Die Antagonisten sind meist irgendwelche pragmatischen Real-Politiker, die zynische und menschenverachtende Befehle geben, oder durch ihre Kriegslüsternheit die Kacke erst zum dampfen bringen.

Nun, aber ich schweife ab, denn es geht ja nicht um die anderen Emmerichs hier, sondern um sein neuestes Meisterwerk „2012“, nach dem man schielend aus dem Kino kommt, weil einen der Irrsinn beidseitig von vorn überholt.

SPOILER ALARM — WER DEN FILM NOCH SEHEN WILL, SOLLTE JETZT MAL WOANDERS HINLESEN!!!

Es geht los 2009 in Indien, wo ein Forscher der irgendwie für die US-Regierung arbeitet, einen indischen Kollegen und dessen Familie trifft. Warum ich die Familie erwähne? Eigentlich nur, weil die Frau des Inders klingt, als habe Gülcan sie synchronisiert. Aber die gute sagt Gott sei Dank nur einen Satz.
Na ja, die beiden Forscher gehen dann in ein Bergwerk, wo unten ein riesiger Topf mit Wasser kocht. Das alles habe mit der Sonne und Neutrinos zu tun, erfährt man als Zuseher. Die Neutrinos haben sich einfach ohne Vorwarnung in „neue Elementarteilchen“ verwandelt, die den Erdkern schmelzen. Sowas. Und ich dachte, der Erdkern wäre bereits flüssig. Na ja, bin eben kein Geologe.

Nächster Szene: 2 Wochen später (oder so) kommt der US-Forscher auf irgendeinem Botschaftsempfang (oder so), und erzählt seinem Vorgesetzten (Typ pragmatischer Realpolitiker), was da schlimmes los ist. Was genau, erfahren wir noch nicht, aber der Vorgesetzte setzt sozusagen seine politische Maschinerie in Gang.

Dann kommen etliche Endlose Schnitte durch die ganze Welt, wo zwischen 2009 und 2012 seltsame Sachen passieren. Unter anderem wird die aus dem Louvre heimlich entfernte Mona Lisa in Sicherheit gebracht und in China wird ein Damm gebaut.

An der Stelle begann ich mich schon zu fragen, ob der Film jetzt so bleibt, und die restlichen zweieinhalb Stunden mit ähnlichen Szenen bestückt sein werden, die alle etwa 30 Sekunden lang waren. Aber nein, irgendwann geht die Handlung dann los, wenn man es so nennen kann.

Wir lernen einen recht erfolglosen Schriftsteller kennen (So Typ Bücherwurm), der seine beiden Kinder von seiner Ex-Frau abholt, um mit ihnen im Yellowstone-Nationalpark zu campen. Weil sein eigener Wagen nicht anspringt, und er droht zu spät zu kommen, fährt er in einer Stretchlimosine vor. (einfach nicht drüber nachdenken)

Die drei (Tochter mag Vater, Sohn mag den Vater nicht) fahren also zum Yellowstone Park, wobei sie von hektisch herumfliegenden Militärhubschraubern überholt werden. Keiner denkt sich was dabei. Warum auch? Ebenso wird ignoriert, dass große Teile des Parks anscheinend abgesperrt sind, und statt einem vorher dagewesenen See nur noch eine dampfende Pfütze voller Tierkadaver anzutreffen ist.
Bevor unsere drei Leutchen aber zu sehr ihre Zeit mit Nachdenken oder gar Panik vergeuden, kommt die Armee, sammelt sie ein, und sagt ihnen, dass es nichts zu sehen gäbe, sie aber besser wieder nachhause gingen.
Danach campen die drei noch eine Weile im Park, und fahren dann auf Aufforderung der Mutter zurück nach LA, weil dort ein Erdbeben ist. Die Kinder sind wieder sicher bei der Mutter und ihrem neuen, als Los Angeles (wo die alle sind) ins Meer zu kippen beginnt. Der Limosinenschreiberling holt die ganze Bagage ab, und nach einer nur ABSURD zu nennenden Jagd durch die Stadt, in der die 5 erfolgreich versuchen mit einer Strechlimo Erdspalten davonzufahren, schnappen sie sich ein Flugzeug am Flughafen, und fliegen – fallenden Gebäudeteilen ausweichend – davon.

Man fliegt zurück zum Yellowstone Park, weil da ein Verrückter mit einer Karte lebt. Diese findet man gerade noch rechtzeitig bevor der ganze Nationalpark mit fauchenden Lavabrocken und Pilzwolken in die Luft fliegt. Samt Druckwelle, die der recht nahestehenden Patchworkfamilie nur ein wenig die Haare zerzaust. Was ist aus Duck and Cover geworden?

Nun, man hat die Pläne, und weiß, wo die „Raumschiffe“ gebaut werden, auf denen ausgewählte Exemplare der Menscheit die globale Neutrinokatastrophe überleben sollen. Und zwar: In China. Wenn nämlich einer schnell was großes bauen kann, dann die Chinesen. Siehe auch z.B. Große Mauer.
Man macht noch einen Zwischenstopp irgendwo, um das kleine Flugzeug gegen ein größeres zu tauschen, wobei man in die Gesellschaft eines dicken und skuppellosen reichen Russen, seiner zwei Kinder Lolec und Bolec, seiner Geliebten, deren Hund, und dessen aller Pilot gerät.
Beim Start verliert man das Fahrgestell.
Eigentlich will man in Hawaii einen Zwischenstopp machen (ohne Fahrgestell), aber Hawaii ist mitlerweile ein einzieger großer aktiver Vulkan. Pech.
Während viel zu früh der Sprit ausgeht um China zu erreichen, hat sich China in der Zwischenzeit glücklicherweise in Richtung Flugzeug bewegt, so dass man doch noch irgendwie landen kann, halbwegs sicher, nur der Pilot stirbt. [Nachtrag: Aufgrund einiger Nachfragen hier nochmal erklärt: China, DER KONTINENT (!) bewegt sich in Richtung Flugzeug, nicht irgendwelche chinesischen Rettungsteams.]

Ja… Dann geht’s erst so richtig los, obwohl hier etwa ein Brandloch im Film zu sehen ist, und ich mir schon erleichtert dachte: Zum Glück dauerts jetzt nicht mehr so lange. Ha! Pustekuchen!
Chinesische Grenzpatroullien oder so kommen an, lassen den dicken Russen und seine Blagen passieren, weil der ne Vipkarte für eins der Schiffe hat. Die anderen werden im Schnee stehengelassen, und ärgern sich.

Nun sehen wir zum ersten mal die Schiffe, und wie Michelangelos David, Nashörner und Giraffen in eines von ihnen geladen werden.
Klar, was braucht der postapokalyptische Mensch unbedingt? Giraffen und Nashörner, die Nutztiere der Zukunft – scheinbar. Aber nicht weiter drüber nachdenken. Ich hätte Kühe, Schafe und Schweine mitgenommen, aber das ist wohl nur der Nordfriese in mir. Wie schmecken Giraffen und Nashörner? Sollen die vielleicht gekreutzt werden miteinander?

Eierlegende Wollmilchsäue der Zukunft?

Die Patchworkfamilie samt Russengeliebter treffen eine chinesische oder tibetische Familie, und man beschließt gemeinsam auf eine der Archen zu schleichen. Weil der älteste Sohn da arbeitet, kann der die reinschmuggeln.

Arche drei ist kaputt. Das Schiff, wo der dicke Russe und seine Arschlochkinder ein Ticket für haben. Haha! Die Geliebte zeigt den dreien beim Reinschleichen ins Schiff den Stinkefinger.

Die Türen schließen sich, und das ist auch gut so, weil eine Monstertsunamiwelle in 10 Minuten den Himalaya überschwemmt, und da alle Türen zu sein sollen. Aber nein! Die Leute auf Gleis Drei können ja nicht in ihr Schiff, weil wegen kaputt!

Eine kleine Meuterei später werden die Türen also wieder geöffnet, damit auch der Rest reinkann. Heldenmutig stirbt der dicke Russe, als er seine Kinder nochmal eben in eins der Schiffe wirft.

Dann gibt es noch ein paar Verwicklungen, und dann kommt die Monsterwelle, und dann fahren alle in den Sonnenuntergang. Einen Monat später findet man Afrika, wo die Welle nicht hingekommen ist. Man hätte es sich also getrost sparen können, die blöden Nashörner und Giraffen mitzunehmen. Film Ende.

Soviel dazu.

Was für ein Bullshit. Und ich hab mir noch Mühe gegeben alles ein wenig zusammenzufassen und einfach nur zu schreiben, was da abging in dem Film. Es schaut sich allerdings genauso absurd an, wie sich meine kleine Zusammenfassung liest.
Ach ja, und erstaunlich auch, was mit den Lenkern der Welt passiert:
Recht früh im Film – zumindest kam es mir so vor – wird klargestellt, dass man die Regierungen mitnehmen muss, wenn die Apokalypse kommt. Sonst gäbe es ja Anarchie!! Und Apokalypse ist ja schon schlimm genug ohne Anarchie oder? Die Merkel kommt mit an Bord. Also zumindest die deutsche Kanzlerin. Für die Merkel sieht die zu nett aus, und hat zu lange Haare, aber wer weiß, vielleicht lässt sie sich die ja die nächsten drei Jahre wachsen.

Toll. Noch nicht einmal der Weltuntergang befreit uns von der CDU. Den Schäuble hab ich nicht entdecken können, aber wie ich den Laden kenne, lenkt der eins von den Schiffen.
Wie muss ich mir das im weiteren vorstellen? Bauen die Merkel samt Union im postapokalyptischen Afrika eine neue Zivilisation auf? Patroullieren die Grenzen von „Neudeutschland“ wachende Giraffenreiter der jungen Union? Gekleidet in Nashornleder? Und warum ist eigentlich die CDU noch nicht auf dem Mond?

Merkel im Zenit ihres Schaffens

Der von Danny Glover gespielte Obama kommt übrigens nicht mit. Der bleibt zuhause, genau wie der Papst und auch Berlusconi. Die wollen nah bei ihrem Volk bzw.Schäfchen bleiben. Aber die Queen von England, die rettet sich natürlich.
Was Putin und Chuck Norris derweil machen, erfahren wir nicht. Aber die beiden werden sicher dem Tsunami eigenhändig davonschwimmen, und die Überschwemmung später mit Strohhalmen austrinken.

Die Queen, die Merkel und die Regierungen der Erde (damit es keine Anarchie gibt) sowie haufenweise reiche Leute, die sich für eine Milliarde eine Fahrkarte kaufen konnten, werden also auf den Schiffen mitgenommen. Warum muss ich an die B-Arche von Golgafrincham denken, wo dann nachher Frisöre und Telefondesinfizierer versuchen auf der prähistorischen Erde eine Zivilisation aufzubauen? Mit uns Merkel muss ich da an ähnliche Szenarien denken.

Was gefehlt hat in dem Film:
– Cthulhu natürlich. Da ist mal Weltuntergang, und er wird nicht eingeladen. Menno! Den hätte man doch prima in irgendwelche obskuren Mayalegenden einbauen können. Ne gefiederte Schlange ist er ja nun nicht gerade, aber von den Maya ist so weing erhalten, denen kann man doch im Prinzip alles andichten.

Was ewig liegt, das bestraft das Leben

– Eine Pointe zu dem langen, anstrengend albernen Witz, den 2012 abgibt. Mir hätte es schon gereicht, wenn alle in den Sonnenuntergang segeln, denken sie wären in Sicherheit, und dann eine Untertasse alle Archen abschießt. DAS wäre witzig gewesen, und hätte den ganzen Film erträglich gemacht, wenn auch nur im Nachhinein.

Happy End

Würde ich den Film weiterempfehlen?
Ist zwar hübsch bunt und laut, aber empfehlen? Dann doch nicht. Ich hab zwar ein paar Mal gelacht, sogar laut, aber die Gagrate war deutlich zu niedrig für einen Film dieser Länge. Wer sich aber bei „Indiana Jones 4“ immer über den atombombensicheren Kühlschrank ärgert, dem kann ich „2012“ allerdings nur empfehlen. Wer den gesehen hat, hält besagte Kühlschrankaktion für vergleichsweise nicht mal so unrealistisch.

Zum Abschluss:
Dies war ein Rant. Es gibt auch durchaus geistig gesunde Leute, die den Film gut fanden. Wer nach dem Genuss dieses Artikels eine zweite Meinung einholen möchte, kann hier bei Scienceblogs schauen. Florian Freistetter schreibt dort, dass er den Film mag, und warum.
Ich kann nur annehmen, dass er den Film durch die „Hollywood: eh alles Blödsinn“-Brille des Naturwissenschaftlers wahrgenommen hat, und ich durch die „Story is King“-Brille des verkappten Geisteswissenschaftlers. Das erklärt dann auch die Meinungsverschiedenheit. Aber na ja, Geschmack halt.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Kurzrezensionen | Schlagwörter: , ,
Nov
10
2009
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H.P. Lovecraft und die Grenzen der Spracherkennung III

Und wenn man sich dann Mühe gibt, besonders deutlich zu sprechen, kommt sowas dabei heraus:

Iä! Iä! Cthulhu vertagen!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Linguistisches | Schlagwörter: , ,
Nov
04
2009
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H.P. Lovecraft und die Grenzen der Spracherkennung II

Nachdem man der Software „Iä!“ beigebracht bzw. das „Iä!“ lieber selbst getippt hat, und man sich schon freut, dass „Cthulhu“ tatsächlich im Wortschatz vorhanden ist, kommt der nächste dumme Aussetzer:

Iä! Iä! Cthulhu vertragen!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Lustiges | Schlagwörter: , ,
Nov
02
2009
2

H.P. Lovecraft und die Grenzen der Spracherkennung I.

Will man einer Spracherkennungssoftware Passagen aus H.P. Lovecrafts Cthulhu-Mythos diktieren, dann kann diese durchaus etwas seltsam reagieren, was zu drolligen Assoziationen führt. Ein paar besonders schöne Fehlleistungen werde ich ab heute hier illustriert öffentlich machen.

Diktiert habe ich den Satz: „Iä! Iä! Cthulhu ftagn!“. Schon bei den ersten beiden Worten hat die Spracherkennung (verständlicher Weise) Mist gebaut:

Yeah, Yeah! Cthulhu ftagn!

Nachtrag: Ach ja, allen die jetzt sagen „Hey, du hast vergessen dem einen die Haare auszumalen“ sei gesagt:
Das ist John Chtulennon, der is blond!

Written by Heiko C. in: Linguistisches,Lustiges | Schlagwörter: , ,
Sep
18
2009
3

Der Beruf des Cthulu

Disclaimer: Nach dem gestrigen Durchbruch eines Blogeintrages aus einer Parallelwelt, der meinen schönen Artikel über die schlesischen Gartenlauben schrotete, hab ich den ganzen letzten Abend damit verbracht, den Artikel neu zu schreiben, und – wie ich glaube – besser.
Gegen 2 Uhr Nachts – und ich bin heute um 6 Uhr aufgestanden – hatte ich dann endlich auch wieder alle Fotos eingebunden.

Natürlich habe ich kein Backup gemacht, warum denn auch? Das sowas wie gestern nochmal passiert und in so kurzer Zeit, konnte ich nun wirklich nicht ahnen.

Tja, als ich den Artikel nun gerade jedoch on stellen wollte, hat sich das Multiversum erneut geräuspert. Statt dem Artikel mit den Lauben wurde plötzlich ein anderer, aus einer weiteren Parallelwelt, wie ich vermute, in meinen Blog gespült.
Ich lasse ihn hier mal stehen, alleine weil alle immer über den derzeitigen Wahlkampf und die Politik schimpfen, und der Blogeintrag eindrucksvoll zeigt, dass es alles auch viel schlimmer sein könnte.

(Ich werde im folgenden auf die Kennzeichnung der Personen und Organisationen verzichten. Der folgende Blogeintrag stammt aus einem anderen Universum, und ist somit in unserem rein fiktiv. Personen oder Organisationen, die in ihm erwähnt werden sind ebenso fiktiv, und wenn sie so ähnlich oder gleich heißen wie Personen oder Organisationen in diesem Universum, dann ist das nichts weiter als ein recht kosmischer Zufall.)

Betrachtungen zum Superwahljahr 2009

Cthulu hat sich im Wahlkampf ganz schön verzettelt. Der neue Slogan „Iä, Iä! Cthulu ftagn!“ klingt in meinen Ohren recht unglaubwürdig, wenn ich mir die Bilanz der letzten 40 Jahre der Politik des Kanzlers Cthulu ansehe: Menschheit versklavt, ständig stirbt irgendeiner weil Cthulu ihn frisst oder drauftritt, alle werden langsam verrückt und zu guter Letzt auch noch die Umweltverschmutzung, gegen die der „große Alte“, wie seine Fans ihn nennen, auch nichts unternimmt.
Nicht allein das, nein, in der nächsten Legislaturperiode sollen allen in Köln 7 (!) neue Kernkraftwerke gebaut werden, weil der Herr und sein Sternengezücht ja so auf Radioaktivität abfahren.
Kleine Meldung an den Herrn Cthulu: Menschen können Radioaktivität nicht besonders gut ab! Merken sie das nicht? Ist es ihnen egal?
Nachdem die Wahl vor 4 Jahren ja so äußerst knapp verlief, und die „Cthulus Dämonische Union“ nicht die erforderliche Mehrheit an Sitzen im Parlament errang, war seine „große Altigkeit“ gezwungen eine Koalition mit Hasturs „Shoggotische Pilger Dämonen“ einzugehen.
Hastur, oder „der Unnennbare“ wie der 3 Meter große drachenechsige Humanoide sich gerne nennen lässt, hat die Shoggotischen Pilger auf ein neues Rekordtief der Umfragewerte manövriert.
Kein Wunder: Wenn auch schon Cthulu keineswegs als der menschlichere Kandidat erscheint – menschlich in einem Satz mit Cthulu zu bringen erscheint mir fast schon zynisch – so ist doch Hastur der, welcher von Cthulu ein ums andere Mal bei politischen Fragen über’s Ohr gehauen wurde.
Desweiteren bringt Hastur keinen geraden Satz raus, bei dem sich der Zuhörer nicht ratlos am Kopf kratzen muss.
Neulich sagte Hastur einem Reporter vom WDR ins Mikrofon: „Es ist nicht tot, was ewig liegt.“
Eine gelungene Beschreibung für den derzeitigen Zustand der Shoggotischen Pilger. Allerdings hatte der Reporter nach der Dienstwagenaffäre der Ministerin für Menschenwesen, Shub-Niggurath gefragt.

Kommt eigentlich irgendwann mal was gescheites aus dem Mund von unseren Politikern, oder reden die nur Schwachsinn? Gut, ich weiß, dass es sich um extraplanetare, außerirdische und mehrdimensionale Entitäten handelt, die damals vor 40 Jahren unseren Planeten mal eben so übernommen haben, aber können die sich nicht ein wenig Mühe geben politische Inhalte so zu formulieren, dass Menschen es verstehen?
Ich kann mich ganz sicher nicht auf deren Diskussionsebene begeben. Ich bin nun mal eben nicht telepathisch, fast allmächtig und so gut wie unsterblich. Da kann man doch von denen erwarten, dass die mal ein wenig Tacheles reden, oder?
Oder gibts im Weltall oder wo kein Tacheles?

Na ja, wen soll man sonst wählen?
Da gibts natürlich die „Freie Dämonische Partei“ unter Yog-Sothoth, die finde ich aber unglaubwürdig. Wenn die so pro „Menschen sollen sich selbst verwalten“ sind, warum haben die dann nicht den Fußfesselerlass von 2003 schon längst rückgängig gemacht? Gut, die waren in der Opposition, aber die hätten wirklich schon mal eine Normenkontrollklage vorm Verfassungsgericht anstrengen können. Haben sie aber nicht.

Dann noch Bündnis „Schlangenwesen“, unter Yig. Die scheinen mir doch ein wenig zu gutmenschlich. Fordern können die ja gerne, dass die Menschen wieder aus der Sklaverei entlassen werden, und die Zahl der täglichen Menschenopfer verringert wird, aber glauben kann ich denen das nicht. Wie will Yig das denn umsetzen? Ich meine, Cthulu kann sich auf eine Höhe von 30 Kilometern aufblähen, wenn er das will und Yig ist halt immer nur knapp 22 Meter hoch.
Sollten die „Schlangenwesen“ mit Yig wirklich gewinnen, dann prophezeihe ich einen Kampf der Titanen, der vielleicht die Erde aus ihrer Bahn wirft.

Die Partei der „Alten Rasse“ halte ich außerdem nicht für wählbar. Ausserdem kann ich nie die Kandidaten, welche die aufstellen, auseinanderhalten. Sehen halt alle irgendwie kegelförmig und tentakelig aus. Ich bin mir noch nicht einmal sicher, dass die sich als Individuen unterscheiden lassen.

Außerdem wird’s wirklich mal wieder Zeit für neue Spitzenkandidaten, aber die werden wir wohl kaum bekommen, da die derzeitigen ja gerne mal ein paar Milliarden Jahre leben.

Hm.

Ich glaube ich werde wohl wieder Cthulu wählen. Ist einfach sicherer. Nach der letzten Wahl war er über den Stimmenverlust so enttäuscht, dass er Australien zerstört hat. Hoffen wir einfach, dass R’lyeh bald wieder im Meer versinkt und die ganze Dämonenbagage sich wieder für ein paar Millionen Jahre schlafen legt.
Oh, ich muss Schluß machen, die Tür wird gerade eingeschlagen.

Nachtrag: Tja, soweit der Artikel… Dumm nur, dass es bei uns auch schon anfängt: Cthulhumobil. Hab die Seite gerade gefunden, und bin ehrlich gesagt ein wenig baff.(Anm. Da hatte der Björn recht: „Cthulhumobil“ schreibt sich wirklich mit dem zweiten h :-/ )

Nachtrag2: Neil Gaiman hat auf seiner Seite Teile aus Cthulhus Biografie eingestellt. In Englisch. Wer’s lesen mag: „I Cthulhu“

Written by Heiko C. in: Bücher,Beklopptes,Wahnhaftes | Schlagwörter: , , ,