Mrz
19
2010
5

Professor Alex van Ludovico im Interview

Professor Alex Dimm van Ludovico, frei erfundener Direktor des frei erfundenen „Institut für Gewaltforschung, Stumpfe Gegenstände und Prävention“ (IGSGP) in Buchholz in der Nordheide, spricht mit mir über die Gewalt in der Welt, und ihre Ursachen.

Professor Alex Dimm van Ludovico (IGSGP)

Professor van Ludovico, es gibt in dieser Zeit ja nun ziemlich viel Gewalt.

Ludovico: Ja, das ist richtig. Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht in den Nachrichten von irgendwelchen schlimmen Dingen erfährt. Unser Institut hat diese Dinge, diese schlimmen Dinge untersucht, und ist zu überraschenden Ergebnissen gekommen.

Was haben Sie herausgefunden?

Ludovico: Es liegt alles an den Computerspielen.

Sie sehen mich überrascht. Das sind in der Tat erstaunliche Ergebnisse.

Ludovico: Ja. Die ganzen Amokläufe in der letzten Zeit sind allesamt durch Counterstrike Source ausgelöst worden. Einem gewalthaltigen Spiel, indem es aussließlich um die brutale Exekution von menschlichen Geiseln geht.
Ohne dieses spezielle Spiel hätten viele Leben gerettet werden können.

Jan
02
2010
5

Computerspielen ist offenbar das neue Haschischrauchen…

…zumindest aus Sicht der vielgepriesenen deutschen Leitkultur. Da werden nicht nur gewohnheitsmäßig schon Lanparties verboten, weil „Killerspiele“ wie „Counterstrike“ oder „Hello Kitty Fun Land“ gespielt werden sollen, nein, auch wenn ein Gamerverein für den guten Zweck Spenden sammeln möchte, wollen die karitativen (Anm.: bin mir jetzt unsicher, aber Wikipedia schreibt auch Karitas mit K vorne.) Vereine lieber nicht in Verbindung mit dem durch massenhaften Pixelmord gesammelten Blutgeld der spielesüchtigen Killerspieler gebracht werden.

Dass dieser Fall im letzten Jahr, der Fall der SOS-Kinderdörfer, welche kein Geld von Gamern haben wollten, kein Einzelfall war, zeigt sich nun. Auch die Deutsche Krebshilfe will mit den computerspielenden Baldamokläufern nichts zu tun haben. (Korrektur: Das Geld nehmen sie natürlich trotzdem, in Verbindung wollen sie aber nicht gebracht werden.)

Wenn man jetzt noch an die „Spieleverbrennung“ des Aktionsbündnisses Winnenden denkt, und an die Forderung Becksteins Killerspiele mit Gefängnis zu bestrafen, ergibt sich ein unschönes Gesamtbild.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Okt
19
2009
1

>>Killerspielentsorgung<<

Die war ein voller Erfolg, wenn man sich mal diesen Containerinhalt anschaut:

Oder wenn man sich anschaut, wie Kinder gebrieft werden, immer die gleichen Spiele „für die Kamera“ in ebenselben, ansonsten leeren Container zu werfen.

Offenbar ist der sicherheitsparanoiden und terrorwahngeschädigten Durchschnittsbevölkerung noch ein Rest von Restanstand gelieben.
Datenträgerentsorgung, Bücherverbrennung, Jazz-tanzen-verboten ist schließlich alles das gleiche, wenn man mal drüber nachdenkt…

Written by Heiko C. in: Psychologisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , , ,
Jun
26
2009
0

Die Generation dazwischen

Okay, in letzter Zeit ist ja immer die Rede von den „digital Natives“ und den digitalen Einwanderern, die das Internet ausdrucken, und ihre liebe Mühe haben sich mit dem – eigentlich gar nicht mehr so neuen – Medium Computer und dem Internet sinnvoll auseinanderzusetzen. Ich persönlich fühle mich den digitalen Eingeborenen zwar näher, aber schlußendlich gehöre ich wohl zu keiner der Gruppen wirklich. Ich gehöre eher zu der Gruppe Menschen, die mit der digitalen Welt zusammen groß geworden sind.
Als ich etwa 7 Jahre alt war, hat mein Vater, der schon immer Interesse für neue Technologien gezeigt hat, den ersten Computer in unser Haus gebracht. Das war ein SVI 328. Der hatte damals noch 32 KB Ram, wenn das einem was sagt, dass ist halb so viel wie ein C64. Das Ding konnte 16 Farben darstellen, und der gesamte Computer war damals noch in der Tastatur untergebracht.
Wir hatten für den Cartriges mit einigen Spielen drauf, die allesamt heute keinen mehr vor dem Ofen hervorholen würden, aber damals waren die bunt und toll. Es war ein Zaxxon-ähnliches Ballerspiel dabei, und ein Spiel bei dem man in der draufsicht einen von zwei Panzern steuern konnte, mit dem Ziel den anderen abzuballern.
Da machte ich dann auch meine ersten Erfahrungen mit dem Programmieren. In Basic. Eines meiner ersten Programme wird so ausgesehen haben:

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Zwischenmenschliches | Schlagwörter:
Jun
16
2009
1

Mal so und gleichzeitig so. Akt VIII

So. Ist die SPD endgültig umgefallen, und hat den Rechtspopulisten in der CDU die Zensur des Internets abgenickt. Donnerstag soll es beschlossen werden. Mit Einschränkungen, die jedoch eher kosmetischer Natur sind, uns vermutlich sowieso bald wieder überplaniert werden sollen. Unter anderem sieht man als unabhängiges Gremium jemanden vor, der schon jetzt sagt, dass er dafür nicht zur Verfügung stehe, und das Gesetz soll formal auch nur für Kipo gelten. Wer’s glaubt wird selig, denn im Überschwang der Emotionen über die erfolgreiche weitere Verstümmelung der Grundrechte, rutscht dem einen oder anderen Unionsler das eine oder andere heraus…

Sich ständig zu widersprechen ist man ja gewohnt von den Nasen verscheidener politischer Kulör. Aber sich in der gleichen Rede dermaßen zu entlarven ist strunzendämlich.

Und Zensurgegner sind linksextrem? Gilt das dann auch für die FDP? Aus welcher Perspektive betrachtet die Union das politische Spektrum dann eigentlich?

Jun
15
2009
2

Kurz verlinkt: Sicherheit statt Freiheit

Ein netter Artikel auf Telepolis über Zensur und Freiheit und dergleichen mehr:Klick!

Dieser Link führt zu keinem Vampirspiel!

Jun
15
2009
0

EA: Es geht doch!

Kaum bringt EA „die Sims 3“ ohne nervige Schnüffel-DRM-Software, und ohne limitierte Installationen heraus, hat EA auch wieder einen Rekordverkaufsstart.
Wie ich schon schrieb: Was ehrliche Kunden zu Raubkopierern macht, ist ein rigider Kopierschutz, der den ehrlichen Kunden zu sehr einschränkt. Bei Spore (auch von EA) musste ich ja selbst erleben, wie umständlich es ist, mit diesem dämlichen DRM. Schön wäre es, wenn die Spieleindustrie, wie schon die Musikindustrie endlich einsieht, dass DRM Kundenbeleidigung im großen Stil ist.

Written by Heiko C. in: Psychologisches,Technisches | Schlagwörter: , ,
Jun
15
2009
0

Mal so, mal so… Akt VII: Einerseits… aber andererseits…

Da war die SPD mit ihrem Frontmann Müntefering gestern doch schon auf so einem guten Weg, nur um dann heute wieder alle Hoffnungen auf eine andauernde Meinungs- und Informationsfreiheit in Deutschland zu zerschlagen. Was ist passiert? Von Aliens besessen? Oder hat Zensursula angerufen, und gedroht die Freundschaft zu beenden?

Wo gestern die Spitze der SPD sich noch klar gegen das berüchtigte Zensursula-Gesetz aussprach, rudert sie heute – sehr wenig Zeit lag dazwischen – wieder zurück zu ihrer „Es muss nachgebessert werden, aber die Zensur kommt!“-Position.
Dass diese nicht haltbar ist, und sich somit die SPD zum Handlanger bei der schleichenden Abschaffung der Demokratie macht, scheint von denen keiner zu merken. Schade auch. Gerade von der SPD hätte man ein wenig Sensibilität gegenüber diktatorischen Strukturen erwarten können. Mit Willy Brandt wär das nicht passiert. Mit Helmut Schmidt in der Form auch nicht. Mit den blassen Schatten, die heute die Sozialdemokratie anführen, jedoch schon.

Jun
14
2009
3

Mal so, mal so. Akt VI: Jo mei, des is doch gonz wos anderes!

Zu lesen hier.

Und das brauche ich noch nicht einmal kommentieren. Wie bekloppt die ganzen Argumente in der Killerspieldebatte sind, wird hier jedem klar.

Weder Action-Computerspiele noch Schützenvereine sollten verboten werden. Man sollte lieber mal die Situationen in Deutschen Schulen drastisch verbessern. Dann knallt auch niemandem mehr eine Sicherung durch.

Jun
14
2009
0

Mehr Spaß mit Google: 205 Wiefelspütze

Gibt es mehr als einen Wiefelspütz? Und wenn ja, nennt man die Mehrzahl wirklich „Wiefelspütze“? Wenn man nach „Wiefelspütze“ googelt, dann entsteht der Eindruck, dass beide Fragen zu bejahren sind.

205 Einträge für „Wiefelspütze“.

Unter anderem werden auf verschiedenen Seiten folgende Sätze gefunden: (Die ich hier natürlich aus dem Zusammenhang reiße, und mir inhaltlich nicht zu eigen mache.)

In jedem Fall ist es eine weitere Stärkung für den Rechtsstaat, da beißen weder Möllers noch Wiefelspütze den rechtsstaatlichen Faden ab.

Hatte ich nicht schon erwähnt, dass die Wiefelspütze dieser Welt der letzte Grund sind, den es noch brauchte, um nie wieder SPD zu wählen?

Es bleibt nur zu hoffen, zumal nach dem wenig schmeichelhaften Ergebnis der Anhörung, daß die SPD-Fraktion ihre Wiefelspütze in Rente schickt und zumindest …

Das ist die Welt der Schäubles, der Wiefelspütze und Schönbohms.

Es gibt viele Wiefelspütze in der SPD.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter: ,

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