Impactsuspect » Computer
Mrz
19
2010
5

Professor Alex van Ludovico im Interview

Professor Alex Dimm van Ludovico, frei erfundener Direktor des frei erfundenen „Institut für Gewaltforschung, Stumpfe Gegenstände und Prävention“ (IGSGP) in Buchholz in der Nordheide, spricht mit mir über die Gewalt in der Welt, und ihre Ursachen.

Professor Alex Dimm van Ludovico (IGSGP)

Professor van Ludovico, es gibt in dieser Zeit ja nun ziemlich viel Gewalt.

Ludovico: Ja, das ist richtig. Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht in den Nachrichten von irgendwelchen schlimmen Dingen erfährt. Unser Institut hat diese Dinge, diese schlimmen Dinge untersucht, und ist zu überraschenden Ergebnissen gekommen.

Was haben Sie herausgefunden?

Ludovico: Es liegt alles an den Computerspielen.

Sie sehen mich überrascht. Das sind in der Tat erstaunliche Ergebnisse.

Ludovico: Ja. Die ganzen Amokläufe in der letzten Zeit sind allesamt durch Counterstrike Source ausgelöst worden. Einem gewalthaltigen Spiel, indem es aussließlich um die brutale Exekution von menschlichen Geiseln geht.
Ohne dieses spezielle Spiel hätten viele Leben gerettet werden können.

Aber es gab doch sicher vor Computerspielen auch schon Gewalt. Was ist zum Beispiel mit dem zweiten Weltkrieg?

Ludovico: Der zweite Weltkrieg ist zwar aus einer explosiven gesellschaftlichen Lage nach dem ersten Weltkrieg entstanden, mit dem Zusammenbruch der Börsen am schwarzen Freitag und allem, ohne das Computerspiel „Battlefield 1942“ welches damals noch offen über die Ladentische ging, wären die Menschen damals nie auf die Idee gekommen, sich gegenseitig mit echten Schusswaffen tot zu schießen.
Besagte Gewalt-Computer-Killer-Mörderspiele haben schon immer für eine Desensibilisierung der Menschen gesorgt, die sie gespielt haben, und leider waren damals auch die führenden Köpfe in der Politik keine Ausnahme.
Aus den in den 80er Jahren aufgetauchten Tagebüchern Adolf Hitlers wissen wir, dass er dieses Spiel in seiner Zeit in Festungshaft im Landsberger Gefängnis gespielt hat, und offenbar auch „einen Highscore aufgestellt hat“, wie man unter Computerspielern sagt.

Sollen die Tagebücher von Hitler nicht gefälscht gewesen sein?

Ludovico: Nur weil eine Quelle unglaubwürdig ist, heißt es noch nicht, dass auch die aus ihr kommenden Informationen falsch sein müssen.
Wir haben mittels modernster Methoden die Computerspielleidenschaft von Adolf Hitler nachweisen können.
Nebenbei – und das ist nur eine seltsame Eigentümlichkeit am Rande – soll er Abba gehört haben.

A-ha…

Ludovico: Nein. Abba. Nicht A-ha.

Äh… ja. Das sind merkwürdige Neuigkeiten.
Aber es gab ja doch schon vorher Gewalt, oder?

Ludovico: Ja, sicherlich. Nur Computerspiele dran schuld, in denen der Spieler eine kämpferische Rolle übernimmt, die er dann – wenn der Kick nicht mehr ausreicht – auch im richtigen Leben einnehmen möchte.

Aber… Aber es gab doch auch vorher schon Gewalt, ich meine, was ist mit dem ersten Weltkrieg?

Ludovico: Unsere neuesten Forschungen haben enthüllt, dass der erste Weltkrieg durch eine Betaversion des Killerspiels „World of Warcraft“ entstanden ist. Einem Spiel in dem man Truppen anführen muss, Flugzeuge fliegen und Panzer steuern.

Ach. So alt ist World of Warcraft schon?

Ludovico: Ja, sicherlich. Schauen sie sich nur mal die Grafik an.

Okay, das ist ein Punkt. Aber Kriege ziehen sich doch durch die gesamte Menschheitsgeschichte… Was ist zum Beispiel mit dem trojanischen Krieg?

Ludovico: Der trojanische Krieg wurde durch eine Reihe besonders brutaler Infocom-Textadventures ausgelöst. Damals hat man sich eben noch ohne Grafik in eine agressive Stimmung bringen müssen.

Vielen Dank Professor Ludovico.

Wer dieses Interview komplett beknackt und vor allem unrealistisch fand, der sollte sich mal folgendes, echtes Interview durchlesen: „Eine Machotruppe“ (FR-Online)

Jan
02
2010
5

Computerspielen ist offenbar das neue Haschischrauchen…

…zumindest aus Sicht der vielgepriesenen deutschen Leitkultur. Da werden nicht nur gewohnheitsmäßig schon Lanparties verboten, weil „Killerspiele“ wie „Counterstrike“ oder „Hello Kitty Fun Land“ gespielt werden sollen, nein, auch wenn ein Gamerverein für den guten Zweck Spenden sammeln möchte, wollen die karitativen (Anm.: bin mir jetzt unsicher, aber Wikipedia schreibt auch Karitas mit K vorne.) Vereine lieber nicht in Verbindung mit dem durch massenhaften Pixelmord gesammelten Blutgeld der spielesüchtigen Killerspieler gebracht werden.

Dass dieser Fall im letzten Jahr, der Fall der SOS-Kinderdörfer, welche kein Geld von Gamern haben wollten, kein Einzelfall war, zeigt sich nun. Auch die Deutsche Krebshilfe will mit den computerspielenden Baldamokläufern nichts zu tun haben. (Korrektur: Das Geld nehmen sie natürlich trotzdem, in Verbindung wollen sie aber nicht gebracht werden.)

Wenn man jetzt noch an die „Spieleverbrennung“ des Aktionsbündnisses Winnenden denkt, und an die Forderung Becksteins Killerspiele mit Gefängnis zu bestrafen, ergibt sich ein unschönes Gesamtbild.

Ich fand den Namen der Seite „Stigma Videospiele“, die sich mit der Diskriminierung von Games und Gamern beschäftigt, bisher immer ein wenig überdramatisierend. Das hat sich nun geändert. Was kommt als nächstes? Gamer in kleine Lager sperren?

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Okt
19
2009
1

>>Killerspielentsorgung<<

Die war ein voller Erfolg, wenn man sich mal diesen Containerinhalt anschaut:

Oder wenn man sich anschaut, wie Kinder gebrieft werden, immer die gleichen Spiele „für die Kamera“ in ebenselben, ansonsten leeren Container zu werfen.

Offenbar ist der sicherheitsparanoiden und terrorwahngeschädigten Durchschnittsbevölkerung noch ein Rest von Restanstand gelieben.
Datenträgerentsorgung, Bücherverbrennung, Jazz-tanzen-verboten ist schließlich alles das gleiche, wenn man mal drüber nachdenkt…

Written by Heiko C. in: Psychologisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , , ,
Jun
26
2009
0

Die Generation dazwischen

Okay, in letzter Zeit ist ja immer die Rede von den „digital Natives“ und den digitalen Einwanderern, die das Internet ausdrucken, und ihre liebe Mühe haben sich mit dem – eigentlich gar nicht mehr so neuen – Medium Computer und dem Internet sinnvoll auseinanderzusetzen. Ich persönlich fühle mich den digitalen Eingeborenen zwar näher, aber schlußendlich gehöre ich wohl zu keiner der Gruppen wirklich. Ich gehöre eher zu der Gruppe Menschen, die mit der digitalen Welt zusammen groß geworden sind.
Als ich etwa 7 Jahre alt war, hat mein Vater, der schon immer Interesse für neue Technologien gezeigt hat, den ersten Computer in unser Haus gebracht. Das war ein SVI 328. Der hatte damals noch 32 KB Ram, wenn das einem was sagt, dass ist halb so viel wie ein C64. Das Ding konnte 16 Farben darstellen, und der gesamte Computer war damals noch in der Tastatur untergebracht.
Wir hatten für den Cartriges mit einigen Spielen drauf, die allesamt heute keinen mehr vor dem Ofen hervorholen würden, aber damals waren die bunt und toll. Es war ein Zaxxon-ähnliches Ballerspiel dabei, und ein Spiel bei dem man in der draufsicht einen von zwei Panzern steuern konnte, mit dem Ziel den anderen abzuballern.
Da machte ich dann auch meine ersten Erfahrungen mit dem Programmieren. In Basic. Eines meiner ersten Programme wird so ausgesehen haben:

10 Print“Hallo!“
20 Input“Wie ist dein Name?“;A$
30 Print“Hallo „;A$;“!“

Beeindruckend, nicht wahr? Aber na ja, ich war ja erst 7. Meine beiden Geschwister und ich programmierten solche kleinen Perlen eine Zeit lang um die Wette, und hin und wieder wurden sogar Programme aus Computermagazinen abgetippt. Das waren meistens Spiele, und allein das Abtippen hat damals einen ganzen Abend gefüllt.
Dann hat man das Spiel ausprobiert, bis es abstürzte, und man hat den nächsten Abend damit verbracht alle Tippfehler auszumerzen. Sowas gibt’s heute nicht mehr. Heute kommen die Spiele fertig auf DVD, und sind sowieso viel zu komplex, als dass sie einer abtippen könnte.

Mein Bruder bekam dann irgendwann einen C64, mein Vater kaufte sich einen Atari ST 1040, und ich einen MSX von der Firma Sony. Jeder von uns hätte damals noch das Siegermodell gekauft haben können, doch mein Bruder gewann natürlich. Der C64 blieb eine Weile. Dann sattelte mein Bruder auf einen Amiga um, und obwohl schon andere auf den PC schworen, hab auch ich mir noch einen Amiga 500 zu meiner Konfirmation gekauft. Ich hab das ehrlich gesagt nicht bereuht. Das war damals einfach ganz lange noch der beste Spielecomputer, obwohl der PC schon im Aufwind war, und es im Prinzip klar war, dass der PC mal alles dominieren würde.
An einem 2/86er hätte ich aber nicht so lange Freude gehabt wie an meinem Amiga. Das war damals einfach auch der beste Spielecomputer, und die Workbench-Benutzeroberfläche würde ich jederzeit gegen Windows 3.1 bevorzugen.

Internet gabs damals noch nicht. Also nicht für uns, meine ich.
Mein erster PC muss ein 3/86er gewesen sein, aber ehrlich gesagt erinnere ich mich nicht so genau. Die alten Computer hatten irgendwie viel mehr Charakter als ein PC. Die kann man alle irgendwie nicht mehr auseinanderhalten, ausserdem machen die auch alle im Prinzip das gleiche, haben die gleiche Benutzeroberfläche – Windows eben – und werden ständig aufgerüstet. insgesamt 5 verschiedene PC’s werde ich seitdem jedoch gehabt haben.
Dem Internet, jedenfalls, habe ich mich ganz lange verweigert. Zwar schien es irgendwie interessant, aber nicht sonderlich nützlich. Damals waren aber auch nur ein paar Unis im Netz, und alles war nur Text. Außerdem hat es noch keine Flatrates gegeben.
Als ich dann aber selbst studiert habe, und eine eigene Emailadresse von der Uni her hatte, hab ich doch schnell gemerkt, wie sinnvoll doch eine Email sein kann. Der einzige andere, den ich kannte, der eine hatte war zwar mein Bruder, aber mit dem habe ich mich dann auch oft via email unterhalten. In mancher Hinsicht war das sogar besser als telefonieren, wenn es zum Beispiel um Lösungen für diverse Computerspiele ging.

In den Jahren danach habe ich oft mal Online-Sessions abgehalten, in denen ich zu einem Thema recherchiert hatte. Meistens war das bei einem Freund, der selbst online war. Danach war ich immer öfter online, und mittlerweile bin auch ich seit Jahren im Netz.

Qualifiziere ich mich mit diesem Werdegang zum digital Native? Ich denke nicht. Aber so richtig zugereist bin ich auch nicht. In meinem Leben haben Computer immer eine große Rolle gespielt, und das Internet ist nur die logische Folge von der Entwicklung, der ich Zeuge wurde.

Obwohl ich heute hin und wieder Probleme habe mich an irgendwelche Neuerungen – zum Beispiel neue Betriebssysteme, die plötzlich nicht mehr Dosbasiert sind – zu gewöhnen, finde ich nicht wirklich was dabei mich mit diesen Neuerungen auseinanderzusetzen. Ich mach zwar nicht jeden Trend sofort mit, aber wenn er bleibt, dann besteht die große Chance, dass ich ihn irgendwann ausprobiere.
Gänzlich ohne Computer zu leben, dass könnte ich mir gar nicht vorstellen.

Ich denke ich bin in der digitalen Welt weder Einwanderer noch Eingeborener. Ich war schon genau „hier“, bevor die digitale Welt sich gebildet hat, und hatte sie dabei die meiste Zeit im Auge.

Ich überleg die ganze Zeit, ob mir ein schlauer Name dafür einfällt, der zu „digitaler Eingeborener“ passt. Was weiß ich „digitaler Kassenwart“ oder so. Mir fällt aber nichts ein, deshalb ist das Schlußwort dieses Artikels leider recht lasch. Dumm gelaufen.

Ich versuchs noch rauszureißen:
Sind wir nicht alle ein bisschen digital?

War nichts, oder?

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Zwischenmenschliches | Schlagwörter:
Jun
16
2009
1

Mal so und gleichzeitig so. Akt VIII

So. Ist die SPD endgültig umgefallen, und hat den Rechtspopulisten in der CDU die Zensur des Internets abgenickt. Donnerstag soll es beschlossen werden. Mit Einschränkungen, die jedoch eher kosmetischer Natur sind, uns vermutlich sowieso bald wieder überplaniert werden sollen. Unter anderem sieht man als unabhängiges Gremium jemanden vor, der schon jetzt sagt, dass er dafür nicht zur Verfügung stehe, und das Gesetz soll formal auch nur für Kipo gelten. Wer’s glaubt wird selig, denn im Überschwang der Emotionen über die erfolgreiche weitere Verstümmelung der Grundrechte, rutscht dem einen oder anderen Unionsler das eine oder andere heraus…

Sich ständig zu widersprechen ist man ja gewohnt von den Nasen verscheidener politischer Kulör. Aber sich in der gleichen Rede dermaßen zu entlarven ist strunzendämlich.

Und Zensurgegner sind linksextrem? Gilt das dann auch für die FDP? Aus welcher Perspektive betrachtet die Union das politische Spektrum dann eigentlich?

Die Quittung gibt’s bei den Wahlen. Auch für die SPD. Hätten sie die Zensur des Internets verhindert, hätte ich ihnen vielleicht sogar die Erststimme gegeben.

Jun
15
2009
2

Kurz verlinkt: Sicherheit statt Freiheit

Ein netter Artikel auf Telepolis über Zensur und Freiheit und dergleichen mehr:Klick!

Dieser Link führt zu keinem Vampirspiel!

Jun
15
2009
0

EA: Es geht doch!

Kaum bringt EA „die Sims 3“ ohne nervige Schnüffel-DRM-Software, und ohne limitierte Installationen heraus, hat EA auch wieder einen Rekordverkaufsstart.
Wie ich schon schrieb: Was ehrliche Kunden zu Raubkopierern macht, ist ein rigider Kopierschutz, der den ehrlichen Kunden zu sehr einschränkt. Bei Spore (auch von EA) musste ich ja selbst erleben, wie umständlich es ist, mit diesem dämlichen DRM. Schön wäre es, wenn die Spieleindustrie, wie schon die Musikindustrie endlich einsieht, dass DRM Kundenbeleidigung im großen Stil ist.

Written by Heiko C. in: Psychologisches,Technisches | Schlagwörter: , ,
Jun
15
2009
0

Mal so, mal so… Akt VII: Einerseits… aber andererseits…

Da war die SPD mit ihrem Frontmann Müntefering gestern doch schon auf so einem guten Weg, nur um dann heute wieder alle Hoffnungen auf eine andauernde Meinungs- und Informationsfreiheit in Deutschland zu zerschlagen. Was ist passiert? Von Aliens besessen? Oder hat Zensursula angerufen, und gedroht die Freundschaft zu beenden?

Wo gestern die Spitze der SPD sich noch klar gegen das berüchtigte Zensursula-Gesetz aussprach, rudert sie heute – sehr wenig Zeit lag dazwischen – wieder zurück zu ihrer „Es muss nachgebessert werden, aber die Zensur kommt!“-Position.
Dass diese nicht haltbar ist, und sich somit die SPD zum Handlanger bei der schleichenden Abschaffung der Demokratie macht, scheint von denen keiner zu merken. Schade auch. Gerade von der SPD hätte man ein wenig Sensibilität gegenüber diktatorischen Strukturen erwarten können. Mit Willy Brandt wär das nicht passiert. Mit Helmut Schmidt in der Form auch nicht. Mit den blassen Schatten, die heute die Sozialdemokratie anführen, jedoch schon.

Jun
14
2009
3

Mal so, mal so. Akt VI: Jo mei, des is doch gonz wos anderes!

Zu lesen hier.

Und das brauche ich noch nicht einmal kommentieren. Wie bekloppt die ganzen Argumente in der Killerspieldebatte sind, wird hier jedem klar.

Weder Action-Computerspiele noch Schützenvereine sollten verboten werden. Man sollte lieber mal die Situationen in Deutschen Schulen drastisch verbessern. Dann knallt auch niemandem mehr eine Sicherung durch.

Jun
14
2009
0

Mehr Spaß mit Google: 205 Wiefelspütze

Gibt es mehr als einen Wiefelspütz? Und wenn ja, nennt man die Mehrzahl wirklich „Wiefelspütze“? Wenn man nach „Wiefelspütze“ googelt, dann entsteht der Eindruck, dass beide Fragen zu bejahren sind.

205 Einträge für „Wiefelspütze“.

Unter anderem werden auf verschiedenen Seiten folgende Sätze gefunden: (Die ich hier natürlich aus dem Zusammenhang reiße, und mir inhaltlich nicht zu eigen mache.)

In jedem Fall ist es eine weitere Stärkung für den Rechtsstaat, da beißen weder Möllers noch Wiefelspütze den rechtsstaatlichen Faden ab.

Hatte ich nicht schon erwähnt, dass die Wiefelspütze dieser Welt der letzte Grund sind, den es noch brauchte, um nie wieder SPD zu wählen?

Es bleibt nur zu hoffen, zumal nach dem wenig schmeichelhaften Ergebnis der Anhörung, daß die SPD-Fraktion ihre Wiefelspütze in Rente schickt und zumindest …

Das ist die Welt der Schäubles, der Wiefelspütze und Schönbohms.

Es gibt viele Wiefelspütze in der SPD.

Denn je näher der Tag der Wahl des Bundespräsidenten rückt, desto mehr degradiert Köhler sich zum Grüßaugust der Schäubles und Wiefelspütze …

Und die Schäubles, Schilys, Wiefelspütze und Becksteins lassen sich aufschwatzen, es gehe um Terrorismus.

Die “Bosbachs und Wiefelspütze dieses Landes” haben uns voll im Griff.

Ich frage mich immer wieder was nur passiert ist, dass die SPD heute eine Partei der Sarrazins, Clements, Münteferings oder eben Wiefelspütze geworden ist.

«Dieses Geschäft erledigen dann die Wiefelspütze und Westerwelles dieser Welt», kritisierte Beck.

Andere Sätze in denen „Wiefelspütze“ vorkommt sind beleidigender Natur, die möchte ich nicht wiedergeben. Auch wenn einige schon recht kreativ sind, und sich sogar reimen. Aber egal…

Okay, was kann man aus dem Fakt schließen, dass Google „Wiefelspütze“ in der Menge findet? Scheinbar ist Dieter Wiefelspütz, der Innenexperte der SPD, der bekannt für seine begrenzte Zeit und Geduld, sowie für seine klaren Worte ist, zum Sinnbild einer gewissen Art von Politik geworden.
Sicher ist das kein Zufall, denn wo es dem Versuch einen Pudding an die Wand zu nageln gleichkommt, von einem beliebigen anderen Politiker eine klare Antwort zu bekommen, redet Dieter Wiefelspütz tacheles. Das ist einerseits zu begrüßen, doch andererseits stehen mir bei vielen Dingen, die er so sagt die Haare spontan zu Berge. Und vielen anderen auch, die ihre Wut dann in diversen Kommentaren entladen, und Dieter Wiefelspütz zur Ikone von allem hochstilisieren, was zwischen den Generationen falsch läuft.

Mir persönlich ist der sehr geehrte Herr Wiefelspütz aber immer noch lieber als ein Herr Bosbach, der Themen bewusst vermeidet, damit „die gesellschaftliche Diskussion nicht in eine Schieflage gerät“. Ein Schlem der böses dabei denkt. Zwinker, zwinker.

Nein, da ist mir der Herr Wiefelspütz lieber. Der stellt mir sogar frei ob ich ihn wähle oder nicht, und betont, dass man gerne anderer Meinung sein kann als er. Das sei Demokratie. Recht so. Andere Politiker malen ja gerne das Armageddon an die Wand, für den Fall, dass man sie nicht wählen würde. Nicht so der Herr Wiefelspütz. Wunderbar.

Hört sich alles nach Ironie oder Sarkasmus an? Das ist es noch nicht mal. Ist das nicht merkwürdig? Schön dass er einem freistellt ihn zu wählen. Ich werde, glaube ich, darauf verzichten.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter: ,

Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes

Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes

Mrz
19
2010
5

Professor Alex van Ludovico im Interview

Professor Alex Dimm van Ludovico, frei erfundener Direktor des frei erfundenen „Institut für Gewaltforschung, Stumpfe Gegenstände und Prävention“ (IGSGP) in Buchholz in der Nordheide, spricht mit mir über die Gewalt in der Welt, und ihre Ursachen.

Professor Alex Dimm van Ludovico (IGSGP)

Professor van Ludovico, es gibt in dieser Zeit ja nun ziemlich viel Gewalt.

Ludovico: Ja, das ist richtig. Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht in den Nachrichten von irgendwelchen schlimmen Dingen erfährt. Unser Institut hat diese Dinge, diese schlimmen Dinge untersucht, und ist zu überraschenden Ergebnissen gekommen.

Was haben Sie herausgefunden?

Ludovico: Es liegt alles an den Computerspielen.

Sie sehen mich überrascht. Das sind in der Tat erstaunliche Ergebnisse.

Ludovico: Ja. Die ganzen Amokläufe in der letzten Zeit sind allesamt durch Counterstrike Source ausgelöst worden. Einem gewalthaltigen Spiel, indem es aussließlich um die brutale Exekution von menschlichen Geiseln geht.
Ohne dieses spezielle Spiel hätten viele Leben gerettet werden können.

Aber es gab doch sicher vor Computerspielen auch schon Gewalt. Was ist zum Beispiel mit dem zweiten Weltkrieg?

Ludovico: Der zweite Weltkrieg ist zwar aus einer explosiven gesellschaftlichen Lage nach dem ersten Weltkrieg entstanden, mit dem Zusammenbruch der Börsen am schwarzen Freitag und allem, ohne das Computerspiel „Battlefield 1942“ welches damals noch offen über die Ladentische ging, wären die Menschen damals nie auf die Idee gekommen, sich gegenseitig mit echten Schusswaffen tot zu schießen.
Besagte Gewalt-Computer-Killer-Mörderspiele haben schon immer für eine Desensibilisierung der Menschen gesorgt, die sie gespielt haben, und leider waren damals auch die führenden Köpfe in der Politik keine Ausnahme.
Aus den in den 80er Jahren aufgetauchten Tagebüchern Adolf Hitlers wissen wir, dass er dieses Spiel in seiner Zeit in Festungshaft im Landsberger Gefängnis gespielt hat, und offenbar auch „einen Highscore aufgestellt hat“, wie man unter Computerspielern sagt.

Sollen die Tagebücher von Hitler nicht gefälscht gewesen sein?

Ludovico: Nur weil eine Quelle unglaubwürdig ist, heißt es noch nicht, dass auch die aus ihr kommenden Informationen falsch sein müssen.
Wir haben mittels modernster Methoden die Computerspielleidenschaft von Adolf Hitler nachweisen können.
Nebenbei – und das ist nur eine seltsame Eigentümlichkeit am Rande – soll er Abba gehört haben.

A-ha…

Ludovico: Nein. Abba. Nicht A-ha.

Äh… ja. Das sind merkwürdige Neuigkeiten.
Aber es gab ja doch schon vorher Gewalt, oder?

Ludovico: Ja, sicherlich. Nur Computerspiele dran schuld, in denen der Spieler eine kämpferische Rolle übernimmt, die er dann – wenn der Kick nicht mehr ausreicht – auch im richtigen Leben einnehmen möchte.

Aber… Aber es gab doch auch vorher schon Gewalt, ich meine, was ist mit dem ersten Weltkrieg?

Ludovico: Unsere neuesten Forschungen haben enthüllt, dass der erste Weltkrieg durch eine Betaversion des Killerspiels „World of Warcraft“ entstanden ist. Einem Spiel in dem man Truppen anführen muss, Flugzeuge fliegen und Panzer steuern.

Ach. So alt ist World of Warcraft schon?

Ludovico: Ja, sicherlich. Schauen sie sich nur mal die Grafik an.

Okay, das ist ein Punkt. Aber Kriege ziehen sich doch durch die gesamte Menschheitsgeschichte… Was ist zum Beispiel mit dem trojanischen Krieg?

Ludovico: Der trojanische Krieg wurde durch eine Reihe besonders brutaler Infocom-Textadventures ausgelöst. Damals hat man sich eben noch ohne Grafik in eine agressive Stimmung bringen müssen.

Vielen Dank Professor Ludovico.

Wer dieses Interview komplett beknackt und vor allem unrealistisch fand, der sollte sich mal folgendes, echtes Interview durchlesen: „Eine Machotruppe“ (FR-Online)

Jan
02
2010
5

Computerspielen ist offenbar das neue Haschischrauchen…

…zumindest aus Sicht der vielgepriesenen deutschen Leitkultur. Da werden nicht nur gewohnheitsmäßig schon Lanparties verboten, weil „Killerspiele“ wie „Counterstrike“ oder „Hello Kitty Fun Land“ gespielt werden sollen, nein, auch wenn ein Gamerverein für den guten Zweck Spenden sammeln möchte, wollen die karitativen (Anm.: bin mir jetzt unsicher, aber Wikipedia schreibt auch Karitas mit K vorne.) Vereine lieber nicht in Verbindung mit dem durch massenhaften Pixelmord gesammelten Blutgeld der spielesüchtigen Killerspieler gebracht werden.

Dass dieser Fall im letzten Jahr, der Fall der SOS-Kinderdörfer, welche kein Geld von Gamern haben wollten, kein Einzelfall war, zeigt sich nun. Auch die Deutsche Krebshilfe will mit den computerspielenden Baldamokläufern nichts zu tun haben. (Korrektur: Das Geld nehmen sie natürlich trotzdem, in Verbindung wollen sie aber nicht gebracht werden.)

Wenn man jetzt noch an die „Spieleverbrennung“ des Aktionsbündnisses Winnenden denkt, und an die Forderung Becksteins Killerspiele mit Gefängnis zu bestrafen, ergibt sich ein unschönes Gesamtbild.

Ich fand den Namen der Seite „Stigma Videospiele“, die sich mit der Diskriminierung von Games und Gamern beschäftigt, bisher immer ein wenig überdramatisierend. Das hat sich nun geändert. Was kommt als nächstes? Gamer in kleine Lager sperren?

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Okt
19
2009
1

>>Killerspielentsorgung<<

Die war ein voller Erfolg, wenn man sich mal diesen Containerinhalt anschaut:

Oder wenn man sich anschaut, wie Kinder gebrieft werden, immer die gleichen Spiele „für die Kamera“ in ebenselben, ansonsten leeren Container zu werfen.

Offenbar ist der sicherheitsparanoiden und terrorwahngeschädigten Durchschnittsbevölkerung noch ein Rest von Restanstand gelieben.
Datenträgerentsorgung, Bücherverbrennung, Jazz-tanzen-verboten ist schließlich alles das gleiche, wenn man mal drüber nachdenkt…

Written by Heiko C. in: Psychologisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , , ,
Jun
26
2009
0

Die Generation dazwischen

Okay, in letzter Zeit ist ja immer die Rede von den „digital Natives“ und den digitalen Einwanderern, die das Internet ausdrucken, und ihre liebe Mühe haben sich mit dem – eigentlich gar nicht mehr so neuen – Medium Computer und dem Internet sinnvoll auseinanderzusetzen. Ich persönlich fühle mich den digitalen Eingeborenen zwar näher, aber schlußendlich gehöre ich wohl zu keiner der Gruppen wirklich. Ich gehöre eher zu der Gruppe Menschen, die mit der digitalen Welt zusammen groß geworden sind.
Als ich etwa 7 Jahre alt war, hat mein Vater, der schon immer Interesse für neue Technologien gezeigt hat, den ersten Computer in unser Haus gebracht. Das war ein SVI 328. Der hatte damals noch 32 KB Ram, wenn das einem was sagt, dass ist halb so viel wie ein C64. Das Ding konnte 16 Farben darstellen, und der gesamte Computer war damals noch in der Tastatur untergebracht.
Wir hatten für den Cartriges mit einigen Spielen drauf, die allesamt heute keinen mehr vor dem Ofen hervorholen würden, aber damals waren die bunt und toll. Es war ein Zaxxon-ähnliches Ballerspiel dabei, und ein Spiel bei dem man in der draufsicht einen von zwei Panzern steuern konnte, mit dem Ziel den anderen abzuballern.
Da machte ich dann auch meine ersten Erfahrungen mit dem Programmieren. In Basic. Eines meiner ersten Programme wird so ausgesehen haben:

10 Print“Hallo!“
20 Input“Wie ist dein Name?“;A$
30 Print“Hallo „;A$;“!“

Beeindruckend, nicht wahr? Aber na ja, ich war ja erst 7. Meine beiden Geschwister und ich programmierten solche kleinen Perlen eine Zeit lang um die Wette, und hin und wieder wurden sogar Programme aus Computermagazinen abgetippt. Das waren meistens Spiele, und allein das Abtippen hat damals einen ganzen Abend gefüllt.
Dann hat man das Spiel ausprobiert, bis es abstürzte, und man hat den nächsten Abend damit verbracht alle Tippfehler auszumerzen. Sowas gibt’s heute nicht mehr. Heute kommen die Spiele fertig auf DVD, und sind sowieso viel zu komplex, als dass sie einer abtippen könnte.

Mein Bruder bekam dann irgendwann einen C64, mein Vater kaufte sich einen Atari ST 1040, und ich einen MSX von der Firma Sony. Jeder von uns hätte damals noch das Siegermodell gekauft haben können, doch mein Bruder gewann natürlich. Der C64 blieb eine Weile. Dann sattelte mein Bruder auf einen Amiga um, und obwohl schon andere auf den PC schworen, hab auch ich mir noch einen Amiga 500 zu meiner Konfirmation gekauft. Ich hab das ehrlich gesagt nicht bereuht. Das war damals einfach ganz lange noch der beste Spielecomputer, obwohl der PC schon im Aufwind war, und es im Prinzip klar war, dass der PC mal alles dominieren würde.
An einem 2/86er hätte ich aber nicht so lange Freude gehabt wie an meinem Amiga. Das war damals einfach auch der beste Spielecomputer, und die Workbench-Benutzeroberfläche würde ich jederzeit gegen Windows 3.1 bevorzugen.

Internet gabs damals noch nicht. Also nicht für uns, meine ich.
Mein erster PC muss ein 3/86er gewesen sein, aber ehrlich gesagt erinnere ich mich nicht so genau. Die alten Computer hatten irgendwie viel mehr Charakter als ein PC. Die kann man alle irgendwie nicht mehr auseinanderhalten, ausserdem machen die auch alle im Prinzip das gleiche, haben die gleiche Benutzeroberfläche – Windows eben – und werden ständig aufgerüstet. insgesamt 5 verschiedene PC’s werde ich seitdem jedoch gehabt haben.
Dem Internet, jedenfalls, habe ich mich ganz lange verweigert. Zwar schien es irgendwie interessant, aber nicht sonderlich nützlich. Damals waren aber auch nur ein paar Unis im Netz, und alles war nur Text. Außerdem hat es noch keine Flatrates gegeben.
Als ich dann aber selbst studiert habe, und eine eigene Emailadresse von der Uni her hatte, hab ich doch schnell gemerkt, wie sinnvoll doch eine Email sein kann. Der einzige andere, den ich kannte, der eine hatte war zwar mein Bruder, aber mit dem habe ich mich dann auch oft via email unterhalten. In mancher Hinsicht war das sogar besser als telefonieren, wenn es zum Beispiel um Lösungen für diverse Computerspiele ging.

In den Jahren danach habe ich oft mal Online-Sessions abgehalten, in denen ich zu einem Thema recherchiert hatte. Meistens war das bei einem Freund, der selbst online war. Danach war ich immer öfter online, und mittlerweile bin auch ich seit Jahren im Netz.

Qualifiziere ich mich mit diesem Werdegang zum digital Native? Ich denke nicht. Aber so richtig zugereist bin ich auch nicht. In meinem Leben haben Computer immer eine große Rolle gespielt, und das Internet ist nur die logische Folge von der Entwicklung, der ich Zeuge wurde.

Obwohl ich heute hin und wieder Probleme habe mich an irgendwelche Neuerungen – zum Beispiel neue Betriebssysteme, die plötzlich nicht mehr Dosbasiert sind – zu gewöhnen, finde ich nicht wirklich was dabei mich mit diesen Neuerungen auseinanderzusetzen. Ich mach zwar nicht jeden Trend sofort mit, aber wenn er bleibt, dann besteht die große Chance, dass ich ihn irgendwann ausprobiere.
Gänzlich ohne Computer zu leben, dass könnte ich mir gar nicht vorstellen.

Ich denke ich bin in der digitalen Welt weder Einwanderer noch Eingeborener. Ich war schon genau „hier“, bevor die digitale Welt sich gebildet hat, und hatte sie dabei die meiste Zeit im Auge.

Ich überleg die ganze Zeit, ob mir ein schlauer Name dafür einfällt, der zu „digitaler Eingeborener“ passt. Was weiß ich „digitaler Kassenwart“ oder so. Mir fällt aber nichts ein, deshalb ist das Schlußwort dieses Artikels leider recht lasch. Dumm gelaufen.

Ich versuchs noch rauszureißen:
Sind wir nicht alle ein bisschen digital?

War nichts, oder?

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Zwischenmenschliches | Schlagwörter:
Jun
16
2009
1

Mal so und gleichzeitig so. Akt VIII

So. Ist die SPD endgültig umgefallen, und hat den Rechtspopulisten in der CDU die Zensur des Internets abgenickt. Donnerstag soll es beschlossen werden. Mit Einschränkungen, die jedoch eher kosmetischer Natur sind, uns vermutlich sowieso bald wieder überplaniert werden sollen. Unter anderem sieht man als unabhängiges Gremium jemanden vor, der schon jetzt sagt, dass er dafür nicht zur Verfügung stehe, und das Gesetz soll formal auch nur für Kipo gelten. Wer’s glaubt wird selig, denn im Überschwang der Emotionen über die erfolgreiche weitere Verstümmelung der Grundrechte, rutscht dem einen oder anderen Unionsler das eine oder andere heraus…

Sich ständig zu widersprechen ist man ja gewohnt von den Nasen verscheidener politischer Kulör. Aber sich in der gleichen Rede dermaßen zu entlarven ist strunzendämlich.

Und Zensurgegner sind linksextrem? Gilt das dann auch für die FDP? Aus welcher Perspektive betrachtet die Union das politische Spektrum dann eigentlich?

Die Quittung gibt’s bei den Wahlen. Auch für die SPD. Hätten sie die Zensur des Internets verhindert, hätte ich ihnen vielleicht sogar die Erststimme gegeben.

Jun
15
2009
2

Kurz verlinkt: Sicherheit statt Freiheit

Ein netter Artikel auf Telepolis über Zensur und Freiheit und dergleichen mehr:Klick!

Dieser Link führt zu keinem Vampirspiel!

Jun
15
2009
0

EA: Es geht doch!

Kaum bringt EA „die Sims 3“ ohne nervige Schnüffel-DRM-Software, und ohne limitierte Installationen heraus, hat EA auch wieder einen Rekordverkaufsstart.
Wie ich schon schrieb: Was ehrliche Kunden zu Raubkopierern macht, ist ein rigider Kopierschutz, der den ehrlichen Kunden zu sehr einschränkt. Bei Spore (auch von EA) musste ich ja selbst erleben, wie umständlich es ist, mit diesem dämlichen DRM. Schön wäre es, wenn die Spieleindustrie, wie schon die Musikindustrie endlich einsieht, dass DRM Kundenbeleidigung im großen Stil ist.

Written by Heiko C. in: Psychologisches,Technisches | Schlagwörter: , ,
Jun
15
2009
0

Mal so, mal so… Akt VII: Einerseits… aber andererseits…

Da war die SPD mit ihrem Frontmann Müntefering gestern doch schon auf so einem guten Weg, nur um dann heute wieder alle Hoffnungen auf eine andauernde Meinungs- und Informationsfreiheit in Deutschland zu zerschlagen. Was ist passiert? Von Aliens besessen? Oder hat Zensursula angerufen, und gedroht die Freundschaft zu beenden?

Wo gestern die Spitze der SPD sich noch klar gegen das berüchtigte Zensursula-Gesetz aussprach, rudert sie heute – sehr wenig Zeit lag dazwischen – wieder zurück zu ihrer „Es muss nachgebessert werden, aber die Zensur kommt!“-Position.
Dass diese nicht haltbar ist, und sich somit die SPD zum Handlanger bei der schleichenden Abschaffung der Demokratie macht, scheint von denen keiner zu merken. Schade auch. Gerade von der SPD hätte man ein wenig Sensibilität gegenüber diktatorischen Strukturen erwarten können. Mit Willy Brandt wär das nicht passiert. Mit Helmut Schmidt in der Form auch nicht. Mit den blassen Schatten, die heute die Sozialdemokratie anführen, jedoch schon.

Jun
14
2009
3

Mal so, mal so. Akt VI: Jo mei, des is doch gonz wos anderes!

Zu lesen hier.

Und das brauche ich noch nicht einmal kommentieren. Wie bekloppt die ganzen Argumente in der Killerspieldebatte sind, wird hier jedem klar.

Weder Action-Computerspiele noch Schützenvereine sollten verboten werden. Man sollte lieber mal die Situationen in Deutschen Schulen drastisch verbessern. Dann knallt auch niemandem mehr eine Sicherung durch.

Jun
14
2009
0

Mehr Spaß mit Google: 205 Wiefelspütze

Gibt es mehr als einen Wiefelspütz? Und wenn ja, nennt man die Mehrzahl wirklich „Wiefelspütze“? Wenn man nach „Wiefelspütze“ googelt, dann entsteht der Eindruck, dass beide Fragen zu bejahren sind.

205 Einträge für „Wiefelspütze“.

Unter anderem werden auf verschiedenen Seiten folgende Sätze gefunden: (Die ich hier natürlich aus dem Zusammenhang reiße, und mir inhaltlich nicht zu eigen mache.)

In jedem Fall ist es eine weitere Stärkung für den Rechtsstaat, da beißen weder Möllers noch Wiefelspütze den rechtsstaatlichen Faden ab.

Hatte ich nicht schon erwähnt, dass die Wiefelspütze dieser Welt der letzte Grund sind, den es noch brauchte, um nie wieder SPD zu wählen?

Es bleibt nur zu hoffen, zumal nach dem wenig schmeichelhaften Ergebnis der Anhörung, daß die SPD-Fraktion ihre Wiefelspütze in Rente schickt und zumindest …

Das ist die Welt der Schäubles, der Wiefelspütze und Schönbohms.

Es gibt viele Wiefelspütze in der SPD.

Denn je näher der Tag der Wahl des Bundespräsidenten rückt, desto mehr degradiert Köhler sich zum Grüßaugust der Schäubles und Wiefelspütze …

Und die Schäubles, Schilys, Wiefelspütze und Becksteins lassen sich aufschwatzen, es gehe um Terrorismus.

Die “Bosbachs und Wiefelspütze dieses Landes” haben uns voll im Griff.

Ich frage mich immer wieder was nur passiert ist, dass die SPD heute eine Partei der Sarrazins, Clements, Münteferings oder eben Wiefelspütze geworden ist.

«Dieses Geschäft erledigen dann die Wiefelspütze und Westerwelles dieser Welt», kritisierte Beck.

Andere Sätze in denen „Wiefelspütze“ vorkommt sind beleidigender Natur, die möchte ich nicht wiedergeben. Auch wenn einige schon recht kreativ sind, und sich sogar reimen. Aber egal…

Okay, was kann man aus dem Fakt schließen, dass Google „Wiefelspütze“ in der Menge findet? Scheinbar ist Dieter Wiefelspütz, der Innenexperte der SPD, der bekannt für seine begrenzte Zeit und Geduld, sowie für seine klaren Worte ist, zum Sinnbild einer gewissen Art von Politik geworden.
Sicher ist das kein Zufall, denn wo es dem Versuch einen Pudding an die Wand zu nageln gleichkommt, von einem beliebigen anderen Politiker eine klare Antwort zu bekommen, redet Dieter Wiefelspütz tacheles. Das ist einerseits zu begrüßen, doch andererseits stehen mir bei vielen Dingen, die er so sagt die Haare spontan zu Berge. Und vielen anderen auch, die ihre Wut dann in diversen Kommentaren entladen, und Dieter Wiefelspütz zur Ikone von allem hochstilisieren, was zwischen den Generationen falsch läuft.

Mir persönlich ist der sehr geehrte Herr Wiefelspütz aber immer noch lieber als ein Herr Bosbach, der Themen bewusst vermeidet, damit „die gesellschaftliche Diskussion nicht in eine Schieflage gerät“. Ein Schlem der böses dabei denkt. Zwinker, zwinker.

Nein, da ist mir der Herr Wiefelspütz lieber. Der stellt mir sogar frei ob ich ihn wähle oder nicht, und betont, dass man gerne anderer Meinung sein kann als er. Das sei Demokratie. Recht so. Andere Politiker malen ja gerne das Armageddon an die Wand, für den Fall, dass man sie nicht wählen würde. Nicht so der Herr Wiefelspütz. Wunderbar.

Hört sich alles nach Ironie oder Sarkasmus an? Das ist es noch nicht mal. Ist das nicht merkwürdig? Schön dass er einem freistellt ihn zu wählen. Ich werde, glaube ich, darauf verzichten.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter: ,