Impactsuspect » CDU
Sep
07
2009
4

CDU: Ausländerfeindlichkeit oder „bloss“ Ignoranz?

Mehr dazu hier.

Mal ohne Kommentar. Außer vielleicht, dass natürlich alles total mißverstanden wurde. Ja, ja.
Wer doch einen ausführlicheren Kommentar haben will lese hier bei SPON zum Fall Rüttgers, oder hier bei hr online zum Fall Wagner.

Desweiteren berichten sicher genug Blogs über die beiden „Verbalausrutscher“.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: ,
Sep
06
2009
0

Mal so, Mal so Akt XIII: Schäuble, die CDU und Stasi-Vergleiche

Unser freundlicher Innenminister von der CDU-Partei hat sich ja schon mehrfach öffentlich zum allseits bekannten Internetmem „Stasi 2.0“ geäußert, wie zum Beispiel auch schon in der Sendung Bauerfeind:

Etwa ab Minute 4:
Bauerfeind: Wenn man jetzt sagt „Stasi 2.0“ wäre, was man in letzter Zeit als Ihr Image bezeichnen könnte, in wie fern entspricht das dem, was Sie eigentlich sein möchten?

Schäuble: Na, wissen Sie, „Stasi 2.0“ kann ich nur deswegen mit Schmunzeln ertragen, weil ich denjenigen die es sagen, unterstelle, zu ihren Gunsten, dass sie nicht wissen, was Stasi ist. Das ist nämlich das genaue Gegenteil. Unser freiheitlicher Rechtsstaat sorgt ja dafür, dass die Menschen ihre Freiheit leben können. Deswegen steht ja im Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten, und zu schützen-“

Bauerfeind: Ja, aber es geht ja mehr um ihr Image, ob Sie das stört. […]

Aha. Wer Schäuble und die CDU als „Stasi 2.0“ bezeichnet, der hat also einfach bloss keine Ahnung, was Stasi war, und dass die CDU-geführte Bundesregierung genau das Gegenteil macht, nämlich „dafür sorgen, dass die Menschen ihre Freiheit leben können“.

Aber wie soll man denn dann verstehen, dass CDU-Mitglieder ihre CDU-Vorsitzenden schon selbst mit der Stasi vergleichen? Bei RP-Online findet sich zum Beispiel ein Artikel in dem davon berichtet wird, wie die lokale Verbandsspitze der dortigen CDU die Mails an die CDU Fraktionsmitglieder umgeleitet und mitgelesen hat.
Unter anderem ist dort von den Reaktionen der bespitzelten CDU-Mitglieder zu lesen:

Auch andere CDU-Ratsmitglieder haben von der Zwangsumleitung ihrer Mails offenbar nichts gewusst, von „Stasi-Methoden“ ist intern die Rede.

Heißt das jetzt – frei nach Schäuble – dass die CDU-Ratsmitglieder die Stasi nur nicht begriffen haben? Und dass sie einfach nicht begreifen, dass das Lesen ihrer Mails nur der Erhaltung der Freiheit in Deutschland dient?

Die Reaktion der heimlichen Mitleser in der CDU ist auch seltsam:

Der Stadtverbandsvorstand habe sich „rechtlich schlau gemacht und glaubt nicht, dass es da Probleme gibt“, so Ingenstau. „Demnach ist eine Mail wie eine Postkarte zu bewerten“, sagt sie. Als Verletzung des Briefgeheimnisses im Sinne des Strafgesetzbuches gilt die unbefugte Öffnung eines verschlossenen Briefes.

Wenn es erlaubt wäre, Mails einfach ungefragt umzuleiten und zu lesen, hieße das denn nicht auch, – wenn der Vergleich korrektwäre – dass es erlaubt ist, Postkarten aus fremden Briefkästen zu holen, diese erst mit nach Hause zu nehmen und zu lesen, und dann vielleicht am Folgetag wieder einzuwerfen?
Ist es etwa erlaubt, dass mein Arbeitgeber erst einmal alle Postkarten, die an mich gesendet wurden, erhält, liest und diese mir danach dann erst zustellt? Ohne, dass ich davon weiß?

Irgendwie fällt es mir schwer, das zu glauben.

Written by Heiko C. in: Mal so Mal so,Politisches | Schlagwörter: , ,
Sep
03
2009
0

Sich die Wahlergebnisse schönreden…

Das machen ja irgendwie alle. Wahrscheinlich, damit keine Panik in der Parteibasis ausbricht. Bei den Landtagswahlen hat die CDU sich speziell ihre Wahlergebnisse in Thüringen und dem Saarland schöngeredet. Obwohl der Verlust in beiden Ländern im zweistelligen Prozentbereich liegt, jubelte man sich zu, weil man immer noch irgendwie stärkste Fraktion ist.
Auch die SPD hat sich ihr Wahlergebnis in Sachsen schöngeredet. Soi ein Sprung von 9% auf 10& ist ja auch was schönes. Immerhin haben die Genossen in Sachsen nun doppelt so viele Stimmen bekommen, wie die NPD. Ein supi-dupi Wohlfühlergebnis ist 10% doch wohl eher trotzdem nicht. Aber na ja… Parteien eben, was soll man machen…

Vielleicht erleben wir nach der Bundestagswahl 2013 schon solche Szenen im Fernsehen:

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Sep
01
2009
11

Die junge Union, die junge Union, die reimt sich nicht, die reimt sich nicht…

Tja, was soll man dazu sagen:

An sich ein Lied, dass vielleicht einige der Zeilgruppe schmissig finden mögen, aber die Flut von unglaublich unreienen Reimen im Refrain tut zumindest in meinen Ohren sehr weh.

Wir sind Deutschlands Nummer Eins
Für Freiheit und Gerechtigkeit
Die JU wird immer sein
komm mit und sei auch du dabei

Da fragt man sich doch, welches Reimschema das sein soll? AABB? ABAB? Am Ende gar noch AAAA? Man weiß es nicht, denn effektiv ist das Reimschema hier ABCD, bzw. gar keins.
An sich ist es ja nicht schlimm, wenn sich ein Refrain nicht reimt, aber der Fakt, dass die Strophen allesamt aus sehr einfachen gereimten Versen bestehen, lassen einen denken, dass auch der Refrain sich eigentlich reimen soll.
Dass er es doch nicht tut klingt irgendwie blöd.

Dabei kann es ja eigentlich nicht so schwer sein, Worte zu finden, die sich auf „Gerechtigkeit“, „Eins“, „Dabei“ oder „Sein“ reimen.
Wie wäre es hiermit?

Wir kämpfen mit Beharrlichkeit
für Freiheit und Gerechtigkeit
Die JU wird immer sein
komm doch endlich auch hier rein

Ist auch nicht wahrer oder eleganter, reimt sich aber wenigstens irgendwie.
Oder wie wäre es hiermit, für ein moderneres Publikum:

Die JU ist supertoll
und ganz doll mit Leute voll
mach bei uns mit und sei kein Fool
dann bist auch du krass supercool

Oder wenn man unbedingt drin haben muss, dass man die Nummer Eins ist:

Wir sind Deutschlands Nummer Eins
Peter, Pit und auch der Heinz
Aber nicht nur Heinz und Pit
auch Sabine macht hier mit

Da muss man doch eigentlich einen besseren Refrain als den im Video hinbekommen können, oder? Ansonsten fordert man förmlich heraus, dass Irgendwer das Lied etwa wie folgt umdichtet:

Die junge Uniohon,

die erntet Spott und Hohn,

hat sie doch ein Lied, das sich nicht reimt. Fidibumm!

Nachtrag 3.9.9: Wie es aussieht ist das Video vom Nutzer entfernt worden. Man findet es allerdings noch immer hier: Klickmich! Oder hier: Klickmich!

Noch einen Nachtrag: 14.9.9: Der Werbeblogger hat sich auch Gedanken zu dem JU-Lied gemacht.

Written by Heiko C. in: Linguistisches,Lustiges,Politisches | Schlagwörter: ,
Aug
28
2009
2

Wenn Demokratie unter die Räder kommt…

Bananenrepublik. Wie stellt man sich die im Allgemeinen vor?

Sicher gibt es da die manipulierte und manipulierende  Presse, die von den jeweiligen Machthabern gesteuert wird, die unfreien Wahlen, die internationale Wahlbeobachter magisch anziehen, und die Verfassung, die vielleicht mal im Namen der Freiheit geschrieben wurde, und immer noch so klingt, in Wahrheit aber ausgehölt ist, und immer nur demjenigen alle Rechte gibt, der an der Macht ist.

Aber wenn wir das Wort „Bananenrepublik“ hören, an was denken wir da als erstes?

Also ich denke da immer zuerst an die Strassen in südamerikanischen Städten, in denen Militärjeeps abgestellt sind und Soldaten patroullieren, die „Polizeiarbeit“ erledigen.

Militär im Inland einzusetzen ist eben ein Parademerkmal der Bananenrepublik an sich. Und wenn es nach Wolfgang Schäuble geht, der tatsächlich noch immer unser Innenminister ist, dann soll auch Deutschland diesen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Militärdiktatur machen. Und zwar nach den Bundestagswahlen: Siehe hier.

Die Hartnäckigkeit mit der Herr Schäuble versucht dieses Merkmal unfreier Staaten in unser System einzubauen ist schon fast pathologisch. Immer wieder fängt er davon an, obwohl er jedes Mal wieder auf breite Ablehnung stößt.
Steckt da ein größerer Geheimplan dahinter? Oder ist das einfach eine Lieblingsidee unseres derzeitigen Innenministers? Ich weiß es nicht. Ich hoffe nur, dass die Mehrheitsverhältnisse nach der Wahl die Grundgesetzänderung verhindern.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Aug
26
2009
8

Getting lost in space… (Merkelchens Mondfahrt III)

Dass, die CDU nach der Wahl zum Mond will, darüber habe ich ja schon geschrieben. Und warum das wahrscheinlich so ist, darüber habe ich auch schon gegrübelt, und hier im Blog eine mögliche Antwort vorgestellt.
Mittlerweile sind mir da noch ein paar Ideen mehr gekommen, was die CDU auf dem Mond bezwecken könnte. Ich geh die einfach mal der Reihe nach durch:

Überirdischer Plakatterror
Eventuell will die CDU einfach nur vor der nächsten Wahl in übergroßen Lettern Wahlwerbung auf den Mond schreiben. Dies hätte den Vorteil, dass der Mond ständig (also zumindest ständig regelmäßig)  zu sehen ist, und kein anderer ihn mehr zur Werbung nutzen kann.


Der Mond als Wahlplakat

Neue Wähler finden
Vielleicht will die CDU ja auf den Mond, um die Seleniten, eine käferähnliche intelligente Spezies, die bekanntlich unter der Mondoberfläche lebt, mit zur Erde zu nehmen, sie in Deutschland einbürgern, damit diese dann die CDU wählen.
Hat ja immerhin schonmal geklappt. Direkt nach der Wende war man im Osten Kohl ja auch so dankbar, dass man im Osten fleißig CDU gewählt hat.

Vielleicht also wählen die neudeutschen Migranten selenitischer Herkunft auch alle erstmal CDU, wenn sie erst in die Deutschen Großstädte übersiedelt werden.


Wahlkampf auf dem Mond

Bessere Verhandlungsbasis

Oder CDU-Astronauten (oder -Kosmonauten) könnten auch auf die Idee kommen ein riesiges Katapult auf dem Mond zu bauen. Da könnte man dann kurz vor der Wahl sagen: „Wählt uns, sonst werfen wir Steine!“

Das glaube ich aber nicht. Das wäre dann selbst der CDU zu undemokratisch, auch wenn ja jetzt auch mit Angst im Wahlkampf Stimmung gemacht wird.

Die CDU ist eine herbe Geliebte

Notausgang
Oder  und – wie ich finde – wahrscheinlicher will die CDU nur nach Vorbild der Serie „Mondbasis Alpha 1“ einfach den Mond zu einem Raumschiff umbauen, und unser Sonnensystem für immer verlassen.
Jenseits des Pluto – der für mich im übrigen immer noch ein Planet ist – finden sich fremde neue Welten, unbekannte Zivilisationen und Galaxien, in die noch nie ein Christdemokrat vorgedrungen ist.
Dort kennt man die CDU noch nicht, und wählt sie vielleicht. Ich wünsche eine gute Reise!


„Mondbasis Adenauer 1“

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Aug
25
2009
0

Plakatterror

Tja.
Gestern bin ich mal wieder nach Husum gefahren und zwar auf der Bundesstrasse 5. Und wenn man die aus Richtung Niebüll so längs fährt, könnte man meinen, nur die CDU trete zur Wahl an.
Ich weiß nicht an wie vielen CDU-Plakaten ich vorbeigekommen bin, aber es waren ne Menge. Es waren sogar mehr als bei der letzten Landtagswahl, wo einen sowieso schon scheinbar von jeder Ecke Peter-Harry angrinste.
Nun gab’s den wenigstens nicht, dafür unseren nordfriesischen Bundestagsabgeordneten Ingbert Liebing, der auf Abgeordnetenwatch ständig falsch angeschrieben wird. Mal nennt man ihn dort „Herr Liebling“, dabei wird er doch gar nicht von Manfred Krug gespielt, mal nennt man ihn „Ingobert“.
Ich wundere mich schon, dass ihn bisher niemand als „Ingeborg“ angeredet hat.
Sicher ist „Ingbert Liebing“ ein ungewöhnlicher Name, trotzdem sollte man sich die Mühe geben ihn richtig zu schreiben, gerade wenn man auf Abgeordnetenwatch auch eine richtige Antwort haben möchte.
Aber da ist Herrn Liebing wirklich nichts vorzuwerfen, der ist offenbar Kummer mit seinem Namen schon gewöhnt, und ignoriert es einfach, wenn dieser falsch geschrieben wird.
Die Fragen beantwortet er trotzdem. Hut ab!

Aber ich schweife vom Thema ab. Es geht hier nicht um unseren Bundestagsabgeordneten, sondern um die allumfassende Plakatwut der CDU in Nordfriesland.
Auf der B5 gestaltet es sich mittlerweile so, dass nur jedes vierte Plakat nicht von der CDU ist, sondern von der Verräterpartei SPD.
Nicht dass ich die besser finde, aber ist das nicht allein zahlenmäßig schon ein Mißverhältnis?

Und die Wahlplakate sind… Bah! Da möchte man wirklich nur mal nach Husum fahren, ne schöne Zeit haben, und mal nicht an die Bundesregierung denken, und ausgerechnet dann grinsen einen im Sekundentakt zig Pappkameraden mit den bekannten Gesichtern unserer CDU-Regierungsmannschaft an.
Und die sind dann auch noch teilweise 4 Meter hoch.
Wir haben dieses schöne „Starke Familien“-Plakat im Dorf hängen, was dazu führt, dass ich jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit an einem 4 Meter hohen Zensursulagesicht vorbeifahren muss.
Und dann die Sprüche auf den Plakaten… Wenn Schäube mit „Sicherheit und Freiheit“ betextet wird, dann kommt einem das doch wirklich nur noch zynisch und menschenverachtend vor, oder?

Was mich bei all der Flut orangefarbener Propagandaplakate ein wenig gewundert hat ist, dass das Mondprogramm der CDU gar kein Plakat bekommen hat.
Wäre doch mal nett gewesen, und sicher hätte die Aussicht, dass die CDU zum Mond fliegt noch einige Nichtwähler an die Urnen getrieben.
Ein Plakat stelle ich mir in etwa so vor:

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Aug
12
2009
4

Merkelchens Mondfahrt II

Aber jetzt mal im Ernst: Warum kommt ausgerechnet jetzt das hanebüchene Weltraumprogramm der CDU an die Oberfläche der hofberichterstattenden Medien gespült? Will die CDU einfach nur die SPD mit utopischen Wahlversprechen übertrumpfen, oder steckt da mehr dahinter?

Ich denke tatsächlich, dass da mehr dahinter steckt. Das ganze ist der klägliche Versuch die netzaffine Bevölkerung wieder dazu zu bekommen die CDU zu wählen.

Wie kommt’s?
Natürlich hat der Zensursula-Gegenwind, die vernichtende Berichterstattung in den Onlinemedien und die öffentlich gemachten Unwahrheiten die CDU erschüttert. Mittlerweile ist die CDU genau die Partei, die man als junger Mensch, Bürgerrechtler oder eben Onlinecommunitybenutzer eigentlich nun wirklich kaum mehr wählen kann.

Dann taucht als Silberstreif am Horizont noch die He-Man Plakatkampagne der CDU auf, von der sich wohl viel versprochen wurde, und prompt wird diese bis aufs Äußerste satirisiert. Schlimmer noch, ein Bericht darüber läuft sogar im Fernsehen, und der sarkastische Widerstand der Massen gegen die Grundgesetzignoranten scheint nun auch auf die Offlinewelt überzuspringen.

Derweil schrumpft die Mehrheit der CDU wie die Auflage der Bildzeitung: langsam aber unaufhörlich. Selbst dreiste Wahlversprechen wie das von der „Steuersenkung“ helfen nicht weiter. Was macht man also? Man versucht es mit noch dreisteren Wahlversprechen.

Ich denke so ähnlich könnte es sich abgespielt haben:
Stellen wir uns nun einfach mal ein geheimes Treffen der CDU-Elite vor. Auch wenn CDU-Elite in sich schon leicht kontradiktorisch zu sein scheint. Aber jede Organisation hat ja nunmal sowas wie eine Elite, oder zumindest Leute die aus irgendwelchen Gründen oben sitzen. Diese beraten nun.

Was kann man tun? Die Internetleute mögen einen nicht.
Das an sich finden die alten Herren mit den Kugelschreibern, die die Geschicke der CDU lenken, alleine nicht so schlimm.
Schlimm ist bloß, dass diese Leute für jede Menge schlechte Presse sorgen. Dummerweise steht das alles im Internet, und jeder kann es lesen.
Was kann man also tun? Ja, in Zeiten wo das Geld knapp ist, gibt’s eigentlich immer nur mehr Wahlversprechen. Die sind billig, und haben sonst immer geholfen. Aber was verspricht man den „Internet-Freaks“?
Wie stellt sich der CDU-Kugelschreibermann denn den „Internet-Freak“ vor? Vermutlich als pickligen Pointdexter mit Hornbrille, kurzärmligem Karohemd mit Stiftehalter in der Brusttasche und einem Xena-Fetisch.
Außerdem mögen diese „Internet-Freaks“ und Onlinecommunitybenutzer ja Science Fiction. Is ja logisch, denn sonst wären sie ja nicht im Internet. Das Internet ist ja immerhin – so könnte ein Unionsler denken – Science Fiction.
Also was verspricht man? Mondprogramm.


nerd by ~kYnQuinhe on deviantART

Und ich wette die rätseln jetzt auch, warum auch das nicht klappt, sondern die pickligen Pointdexter sich im Gegenteil sogar noch darüber lustig machen.

Ja, das Leben ist hart.

Written by Heiko C. in: Politisches,Psychologisches | Schlagwörter: ,
Aug
12
2009
4

„To the moon, Angela!“

Die CDU stellt mittlerweile weder seltsamere Forderungen, noch macht sie seltsamere Statements als beispielsweise die PARTEI oder die APPD.
Das Wahlversprechen von den Steuersenkungen war nur der Anfang, den ja die SPD mit dem Versprechen von Vollbeschäftigung gekonnt übertrumpft hat, was Unglaubwürdigkeit angeht.
Nun lässt sich die CDU nicht lumpen, und legt noch einen drauf: Die CDU will, sollte sie gewählt werden bis 2015 zum Mond!
Klar, erst in der Wirtschaftskrise Milliarden Euros in die maroden Banken reinschütten, in denen das Geld unbemerkt versickert, dann auch noch Steuersenkungen versprechen, und von dem Rest Geld, der da bestimmt noch übrig bleibt mal eben ein Weltraumprogramm erspinnen.


the moon by ~Odenphotography on deviantART

Jetzt mal ehrlich: WER NIMMT DIESEN UNSINN NOCH ERNST?

Obwohl, wenn ich mal ins Träumen kommen darf: Eine CDU, die die Stellung auf dem Mond hält, während Deutschland selbst von anderen Leuten regiert wird…
Kann die CDU nicht gleich die SPD mitnehmen? Westerwelle darf dann auch das Raumschiff steuern, denn der „will ja auch mal Käpt’n sein“.
Merkel auf den Mond, weil da keiner wohnt… hach!

Irgendwie erinnert mich das ganze sehr an die B-Arche in der Trilogie „Per Anhalter duch die Galaxis“.
Da haben die Menschen vom Planeten Golgafrincham einfach mal eine kosmische Katastrophe erfunden, im Zuge derer der gesamte Planet evakuiert werden soll. Drei Archen wurden geplant, aber nur eine gebaut und abgeschickt, nämlich die für die Golgafrimchamer die keiner ausstehen kann.
Irgendwie bietet sich das selbe an, wenn man an die Deutsche Politik dieser Tage denkt.

In diesem Sinne: 42!

Mehr dazu gleich hier!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Aug
06
2009
3

Wahlversprecher

Die CDU macht ja nun schon ’ne ganze Weile das Wahlversprechen die Steuern zu senken, wenn sie gewählt werden. In Zeiten der größten Weltwirtschaftskrise seit der Steinzeit mag das irgendwie niemand so recht für bare Münze nehmen, noch nicht einmal die CDU selbst. Eigentlich will ja auch nur die Frau Merkel die Steuern senken, und alle anderen sollen gefälligst die Klappe halten. Aber na ja… Frau von der Leyen verspricht derweil, dass die Internetsperren auch nach der Wahl mit Volldampf weiterbetrieben werden.
Das Versprechen wird vermutlich auch gehalten. Ob man die jetzt wählen will, muss man sich selbst überlegen.

Wenn schon die eigene Partei solche Versprechen für unrealistisch hält, kann man ja wohl kaum von Wähler erwarten, sowas ernst zu nehmen.

Was verspricht die SPD derweil? Die verspricht Vollbeschäftigung. Haha. Das ist irgendwie noch utopischer als Steuersenkungen, und die sind schon ein starkes Stück. Aber die SPD verspricht 4 Millionen neue Jobs – wohlbemerkt in Deutschland – bis 2020.

Nun mag es sein, dass die SPD Wahlversprechen ja sowieso nicht wirklich als Versprechen sieht, die man auch als solche dann einhält und der momentane „Obersozialdemokrat der Herzen“, Herr F. Müntefehring, ist ja auch ohnehin der Meinung, dass es unfair ist, eine Regierungspartei nach der Einhaltung ihrer Wahlversprechen zu beurteilen… Aber 4 Millionen neue Jobs? Wo sollen die herkommen, und wer soll die bezahlen?
Da fällt mir nur ein Wort ein: Tralafitti!

Die FDP ist da schon… äh… Na ja, die FDP geht da anders vor. Die verspricht nämlich gegen die verhassten Zensursula-Sperren verfassungsgerichtlich vorzugehen, aber nur, wenn die FDP nicht in die Regierung kommt. Hö? Super Wahlversprechen.
Also bitte nicht die FDP wählen, damit die ihr Wahlversprechen halten kann!


utopia by ~catastrophe-waitress on deviantART

Kommt als nächstes der 3-Punkte-Plan der Linken, um irgendwann Mitte März 2010 den Weltfrieden zu erreichen?

Oder versprechen die Grünen nun vielleicht jedem Grün-Wähler einen kostenlosen I-Pod, oder ein kostengünstiges Jamba-Abo? Ich meine, Hallo?

Das ist doch alles nur noch Blahdiblah, oder? Und die wundern sich, dass man keinen Bock mehr auf die hat.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten | Schlagwörter: , , ,

Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes

Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes

Sep
07
2009
4

CDU: Ausländerfeindlichkeit oder „bloss“ Ignoranz?

Mehr dazu hier.

Mal ohne Kommentar. Außer vielleicht, dass natürlich alles total mißverstanden wurde. Ja, ja.
Wer doch einen ausführlicheren Kommentar haben will lese hier bei SPON zum Fall Rüttgers, oder hier bei hr online zum Fall Wagner.

Desweiteren berichten sicher genug Blogs über die beiden „Verbalausrutscher“.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: ,
Sep
06
2009
0

Mal so, Mal so Akt XIII: Schäuble, die CDU und Stasi-Vergleiche

Unser freundlicher Innenminister von der CDU-Partei hat sich ja schon mehrfach öffentlich zum allseits bekannten Internetmem „Stasi 2.0“ geäußert, wie zum Beispiel auch schon in der Sendung Bauerfeind:

Etwa ab Minute 4:
Bauerfeind: Wenn man jetzt sagt „Stasi 2.0“ wäre, was man in letzter Zeit als Ihr Image bezeichnen könnte, in wie fern entspricht das dem, was Sie eigentlich sein möchten?

Schäuble: Na, wissen Sie, „Stasi 2.0“ kann ich nur deswegen mit Schmunzeln ertragen, weil ich denjenigen die es sagen, unterstelle, zu ihren Gunsten, dass sie nicht wissen, was Stasi ist. Das ist nämlich das genaue Gegenteil. Unser freiheitlicher Rechtsstaat sorgt ja dafür, dass die Menschen ihre Freiheit leben können. Deswegen steht ja im Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten, und zu schützen-“

Bauerfeind: Ja, aber es geht ja mehr um ihr Image, ob Sie das stört. […]

Aha. Wer Schäuble und die CDU als „Stasi 2.0“ bezeichnet, der hat also einfach bloss keine Ahnung, was Stasi war, und dass die CDU-geführte Bundesregierung genau das Gegenteil macht, nämlich „dafür sorgen, dass die Menschen ihre Freiheit leben können“.

Aber wie soll man denn dann verstehen, dass CDU-Mitglieder ihre CDU-Vorsitzenden schon selbst mit der Stasi vergleichen? Bei RP-Online findet sich zum Beispiel ein Artikel in dem davon berichtet wird, wie die lokale Verbandsspitze der dortigen CDU die Mails an die CDU Fraktionsmitglieder umgeleitet und mitgelesen hat.
Unter anderem ist dort von den Reaktionen der bespitzelten CDU-Mitglieder zu lesen:

Auch andere CDU-Ratsmitglieder haben von der Zwangsumleitung ihrer Mails offenbar nichts gewusst, von „Stasi-Methoden“ ist intern die Rede.

Heißt das jetzt – frei nach Schäuble – dass die CDU-Ratsmitglieder die Stasi nur nicht begriffen haben? Und dass sie einfach nicht begreifen, dass das Lesen ihrer Mails nur der Erhaltung der Freiheit in Deutschland dient?

Die Reaktion der heimlichen Mitleser in der CDU ist auch seltsam:

Der Stadtverbandsvorstand habe sich „rechtlich schlau gemacht und glaubt nicht, dass es da Probleme gibt“, so Ingenstau. „Demnach ist eine Mail wie eine Postkarte zu bewerten“, sagt sie. Als Verletzung des Briefgeheimnisses im Sinne des Strafgesetzbuches gilt die unbefugte Öffnung eines verschlossenen Briefes.

Wenn es erlaubt wäre, Mails einfach ungefragt umzuleiten und zu lesen, hieße das denn nicht auch, – wenn der Vergleich korrektwäre – dass es erlaubt ist, Postkarten aus fremden Briefkästen zu holen, diese erst mit nach Hause zu nehmen und zu lesen, und dann vielleicht am Folgetag wieder einzuwerfen?
Ist es etwa erlaubt, dass mein Arbeitgeber erst einmal alle Postkarten, die an mich gesendet wurden, erhält, liest und diese mir danach dann erst zustellt? Ohne, dass ich davon weiß?

Irgendwie fällt es mir schwer, das zu glauben.

Written by Heiko C. in: Mal so Mal so,Politisches | Schlagwörter: , ,
Sep
03
2009
0

Sich die Wahlergebnisse schönreden…

Das machen ja irgendwie alle. Wahrscheinlich, damit keine Panik in der Parteibasis ausbricht. Bei den Landtagswahlen hat die CDU sich speziell ihre Wahlergebnisse in Thüringen und dem Saarland schöngeredet. Obwohl der Verlust in beiden Ländern im zweistelligen Prozentbereich liegt, jubelte man sich zu, weil man immer noch irgendwie stärkste Fraktion ist.
Auch die SPD hat sich ihr Wahlergebnis in Sachsen schöngeredet. Soi ein Sprung von 9% auf 10& ist ja auch was schönes. Immerhin haben die Genossen in Sachsen nun doppelt so viele Stimmen bekommen, wie die NPD. Ein supi-dupi Wohlfühlergebnis ist 10% doch wohl eher trotzdem nicht. Aber na ja… Parteien eben, was soll man machen…

Vielleicht erleben wir nach der Bundestagswahl 2013 schon solche Szenen im Fernsehen:

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Sep
01
2009
11

Die junge Union, die junge Union, die reimt sich nicht, die reimt sich nicht…

Tja, was soll man dazu sagen:

An sich ein Lied, dass vielleicht einige der Zeilgruppe schmissig finden mögen, aber die Flut von unglaublich unreienen Reimen im Refrain tut zumindest in meinen Ohren sehr weh.

Wir sind Deutschlands Nummer Eins
Für Freiheit und Gerechtigkeit
Die JU wird immer sein
komm mit und sei auch du dabei

Da fragt man sich doch, welches Reimschema das sein soll? AABB? ABAB? Am Ende gar noch AAAA? Man weiß es nicht, denn effektiv ist das Reimschema hier ABCD, bzw. gar keins.
An sich ist es ja nicht schlimm, wenn sich ein Refrain nicht reimt, aber der Fakt, dass die Strophen allesamt aus sehr einfachen gereimten Versen bestehen, lassen einen denken, dass auch der Refrain sich eigentlich reimen soll.
Dass er es doch nicht tut klingt irgendwie blöd.

Dabei kann es ja eigentlich nicht so schwer sein, Worte zu finden, die sich auf „Gerechtigkeit“, „Eins“, „Dabei“ oder „Sein“ reimen.
Wie wäre es hiermit?

Wir kämpfen mit Beharrlichkeit
für Freiheit und Gerechtigkeit
Die JU wird immer sein
komm doch endlich auch hier rein

Ist auch nicht wahrer oder eleganter, reimt sich aber wenigstens irgendwie.
Oder wie wäre es hiermit, für ein moderneres Publikum:

Die JU ist supertoll
und ganz doll mit Leute voll
mach bei uns mit und sei kein Fool
dann bist auch du krass supercool

Oder wenn man unbedingt drin haben muss, dass man die Nummer Eins ist:

Wir sind Deutschlands Nummer Eins
Peter, Pit und auch der Heinz
Aber nicht nur Heinz und Pit
auch Sabine macht hier mit

Da muss man doch eigentlich einen besseren Refrain als den im Video hinbekommen können, oder? Ansonsten fordert man förmlich heraus, dass Irgendwer das Lied etwa wie folgt umdichtet:

Die junge Uniohon,

die erntet Spott und Hohn,

hat sie doch ein Lied, das sich nicht reimt. Fidibumm!

Nachtrag 3.9.9: Wie es aussieht ist das Video vom Nutzer entfernt worden. Man findet es allerdings noch immer hier: Klickmich! Oder hier: Klickmich!

Noch einen Nachtrag: 14.9.9: Der Werbeblogger hat sich auch Gedanken zu dem JU-Lied gemacht.

Written by Heiko C. in: Linguistisches,Lustiges,Politisches | Schlagwörter: ,
Aug
28
2009
2

Wenn Demokratie unter die Räder kommt…

Bananenrepublik. Wie stellt man sich die im Allgemeinen vor?

Sicher gibt es da die manipulierte und manipulierende  Presse, die von den jeweiligen Machthabern gesteuert wird, die unfreien Wahlen, die internationale Wahlbeobachter magisch anziehen, und die Verfassung, die vielleicht mal im Namen der Freiheit geschrieben wurde, und immer noch so klingt, in Wahrheit aber ausgehölt ist, und immer nur demjenigen alle Rechte gibt, der an der Macht ist.

Aber wenn wir das Wort „Bananenrepublik“ hören, an was denken wir da als erstes?

Also ich denke da immer zuerst an die Strassen in südamerikanischen Städten, in denen Militärjeeps abgestellt sind und Soldaten patroullieren, die „Polizeiarbeit“ erledigen.

Militär im Inland einzusetzen ist eben ein Parademerkmal der Bananenrepublik an sich. Und wenn es nach Wolfgang Schäuble geht, der tatsächlich noch immer unser Innenminister ist, dann soll auch Deutschland diesen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Militärdiktatur machen. Und zwar nach den Bundestagswahlen: Siehe hier.

Die Hartnäckigkeit mit der Herr Schäuble versucht dieses Merkmal unfreier Staaten in unser System einzubauen ist schon fast pathologisch. Immer wieder fängt er davon an, obwohl er jedes Mal wieder auf breite Ablehnung stößt.
Steckt da ein größerer Geheimplan dahinter? Oder ist das einfach eine Lieblingsidee unseres derzeitigen Innenministers? Ich weiß es nicht. Ich hoffe nur, dass die Mehrheitsverhältnisse nach der Wahl die Grundgesetzänderung verhindern.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Aug
26
2009
8

Getting lost in space… (Merkelchens Mondfahrt III)

Dass, die CDU nach der Wahl zum Mond will, darüber habe ich ja schon geschrieben. Und warum das wahrscheinlich so ist, darüber habe ich auch schon gegrübelt, und hier im Blog eine mögliche Antwort vorgestellt.
Mittlerweile sind mir da noch ein paar Ideen mehr gekommen, was die CDU auf dem Mond bezwecken könnte. Ich geh die einfach mal der Reihe nach durch:

Überirdischer Plakatterror
Eventuell will die CDU einfach nur vor der nächsten Wahl in übergroßen Lettern Wahlwerbung auf den Mond schreiben. Dies hätte den Vorteil, dass der Mond ständig (also zumindest ständig regelmäßig)  zu sehen ist, und kein anderer ihn mehr zur Werbung nutzen kann.


Der Mond als Wahlplakat

Neue Wähler finden
Vielleicht will die CDU ja auf den Mond, um die Seleniten, eine käferähnliche intelligente Spezies, die bekanntlich unter der Mondoberfläche lebt, mit zur Erde zu nehmen, sie in Deutschland einbürgern, damit diese dann die CDU wählen.
Hat ja immerhin schonmal geklappt. Direkt nach der Wende war man im Osten Kohl ja auch so dankbar, dass man im Osten fleißig CDU gewählt hat.

Vielleicht also wählen die neudeutschen Migranten selenitischer Herkunft auch alle erstmal CDU, wenn sie erst in die Deutschen Großstädte übersiedelt werden.


Wahlkampf auf dem Mond

Bessere Verhandlungsbasis

Oder CDU-Astronauten (oder -Kosmonauten) könnten auch auf die Idee kommen ein riesiges Katapult auf dem Mond zu bauen. Da könnte man dann kurz vor der Wahl sagen: „Wählt uns, sonst werfen wir Steine!“

Das glaube ich aber nicht. Das wäre dann selbst der CDU zu undemokratisch, auch wenn ja jetzt auch mit Angst im Wahlkampf Stimmung gemacht wird.

Die CDU ist eine herbe Geliebte

Notausgang
Oder  und – wie ich finde – wahrscheinlicher will die CDU nur nach Vorbild der Serie „Mondbasis Alpha 1“ einfach den Mond zu einem Raumschiff umbauen, und unser Sonnensystem für immer verlassen.
Jenseits des Pluto – der für mich im übrigen immer noch ein Planet ist – finden sich fremde neue Welten, unbekannte Zivilisationen und Galaxien, in die noch nie ein Christdemokrat vorgedrungen ist.
Dort kennt man die CDU noch nicht, und wählt sie vielleicht. Ich wünsche eine gute Reise!


„Mondbasis Adenauer 1“

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Aug
25
2009
0

Plakatterror

Tja.
Gestern bin ich mal wieder nach Husum gefahren und zwar auf der Bundesstrasse 5. Und wenn man die aus Richtung Niebüll so längs fährt, könnte man meinen, nur die CDU trete zur Wahl an.
Ich weiß nicht an wie vielen CDU-Plakaten ich vorbeigekommen bin, aber es waren ne Menge. Es waren sogar mehr als bei der letzten Landtagswahl, wo einen sowieso schon scheinbar von jeder Ecke Peter-Harry angrinste.
Nun gab’s den wenigstens nicht, dafür unseren nordfriesischen Bundestagsabgeordneten Ingbert Liebing, der auf Abgeordnetenwatch ständig falsch angeschrieben wird. Mal nennt man ihn dort „Herr Liebling“, dabei wird er doch gar nicht von Manfred Krug gespielt, mal nennt man ihn „Ingobert“.
Ich wundere mich schon, dass ihn bisher niemand als „Ingeborg“ angeredet hat.
Sicher ist „Ingbert Liebing“ ein ungewöhnlicher Name, trotzdem sollte man sich die Mühe geben ihn richtig zu schreiben, gerade wenn man auf Abgeordnetenwatch auch eine richtige Antwort haben möchte.
Aber da ist Herrn Liebing wirklich nichts vorzuwerfen, der ist offenbar Kummer mit seinem Namen schon gewöhnt, und ignoriert es einfach, wenn dieser falsch geschrieben wird.
Die Fragen beantwortet er trotzdem. Hut ab!

Aber ich schweife vom Thema ab. Es geht hier nicht um unseren Bundestagsabgeordneten, sondern um die allumfassende Plakatwut der CDU in Nordfriesland.
Auf der B5 gestaltet es sich mittlerweile so, dass nur jedes vierte Plakat nicht von der CDU ist, sondern von der Verräterpartei SPD.
Nicht dass ich die besser finde, aber ist das nicht allein zahlenmäßig schon ein Mißverhältnis?

Und die Wahlplakate sind… Bah! Da möchte man wirklich nur mal nach Husum fahren, ne schöne Zeit haben, und mal nicht an die Bundesregierung denken, und ausgerechnet dann grinsen einen im Sekundentakt zig Pappkameraden mit den bekannten Gesichtern unserer CDU-Regierungsmannschaft an.
Und die sind dann auch noch teilweise 4 Meter hoch.
Wir haben dieses schöne „Starke Familien“-Plakat im Dorf hängen, was dazu führt, dass ich jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit an einem 4 Meter hohen Zensursulagesicht vorbeifahren muss.
Und dann die Sprüche auf den Plakaten… Wenn Schäube mit „Sicherheit und Freiheit“ betextet wird, dann kommt einem das doch wirklich nur noch zynisch und menschenverachtend vor, oder?

Was mich bei all der Flut orangefarbener Propagandaplakate ein wenig gewundert hat ist, dass das Mondprogramm der CDU gar kein Plakat bekommen hat.
Wäre doch mal nett gewesen, und sicher hätte die Aussicht, dass die CDU zum Mond fliegt noch einige Nichtwähler an die Urnen getrieben.
Ein Plakat stelle ich mir in etwa so vor:

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Aug
12
2009
4

Merkelchens Mondfahrt II

Aber jetzt mal im Ernst: Warum kommt ausgerechnet jetzt das hanebüchene Weltraumprogramm der CDU an die Oberfläche der hofberichterstattenden Medien gespült? Will die CDU einfach nur die SPD mit utopischen Wahlversprechen übertrumpfen, oder steckt da mehr dahinter?

Ich denke tatsächlich, dass da mehr dahinter steckt. Das ganze ist der klägliche Versuch die netzaffine Bevölkerung wieder dazu zu bekommen die CDU zu wählen.

Wie kommt’s?
Natürlich hat der Zensursula-Gegenwind, die vernichtende Berichterstattung in den Onlinemedien und die öffentlich gemachten Unwahrheiten die CDU erschüttert. Mittlerweile ist die CDU genau die Partei, die man als junger Mensch, Bürgerrechtler oder eben Onlinecommunitybenutzer eigentlich nun wirklich kaum mehr wählen kann.

Dann taucht als Silberstreif am Horizont noch die He-Man Plakatkampagne der CDU auf, von der sich wohl viel versprochen wurde, und prompt wird diese bis aufs Äußerste satirisiert. Schlimmer noch, ein Bericht darüber läuft sogar im Fernsehen, und der sarkastische Widerstand der Massen gegen die Grundgesetzignoranten scheint nun auch auf die Offlinewelt überzuspringen.

Derweil schrumpft die Mehrheit der CDU wie die Auflage der Bildzeitung: langsam aber unaufhörlich. Selbst dreiste Wahlversprechen wie das von der „Steuersenkung“ helfen nicht weiter. Was macht man also? Man versucht es mit noch dreisteren Wahlversprechen.

Ich denke so ähnlich könnte es sich abgespielt haben:
Stellen wir uns nun einfach mal ein geheimes Treffen der CDU-Elite vor. Auch wenn CDU-Elite in sich schon leicht kontradiktorisch zu sein scheint. Aber jede Organisation hat ja nunmal sowas wie eine Elite, oder zumindest Leute die aus irgendwelchen Gründen oben sitzen. Diese beraten nun.

Was kann man tun? Die Internetleute mögen einen nicht.
Das an sich finden die alten Herren mit den Kugelschreibern, die die Geschicke der CDU lenken, alleine nicht so schlimm.
Schlimm ist bloß, dass diese Leute für jede Menge schlechte Presse sorgen. Dummerweise steht das alles im Internet, und jeder kann es lesen.
Was kann man also tun? Ja, in Zeiten wo das Geld knapp ist, gibt’s eigentlich immer nur mehr Wahlversprechen. Die sind billig, und haben sonst immer geholfen. Aber was verspricht man den „Internet-Freaks“?
Wie stellt sich der CDU-Kugelschreibermann denn den „Internet-Freak“ vor? Vermutlich als pickligen Pointdexter mit Hornbrille, kurzärmligem Karohemd mit Stiftehalter in der Brusttasche und einem Xena-Fetisch.
Außerdem mögen diese „Internet-Freaks“ und Onlinecommunitybenutzer ja Science Fiction. Is ja logisch, denn sonst wären sie ja nicht im Internet. Das Internet ist ja immerhin – so könnte ein Unionsler denken – Science Fiction.
Also was verspricht man? Mondprogramm.


nerd by ~kYnQuinhe on deviantART

Und ich wette die rätseln jetzt auch, warum auch das nicht klappt, sondern die pickligen Pointdexter sich im Gegenteil sogar noch darüber lustig machen.

Ja, das Leben ist hart.

Written by Heiko C. in: Politisches,Psychologisches | Schlagwörter: ,
Aug
12
2009
4

„To the moon, Angela!“

Die CDU stellt mittlerweile weder seltsamere Forderungen, noch macht sie seltsamere Statements als beispielsweise die PARTEI oder die APPD.
Das Wahlversprechen von den Steuersenkungen war nur der Anfang, den ja die SPD mit dem Versprechen von Vollbeschäftigung gekonnt übertrumpft hat, was Unglaubwürdigkeit angeht.
Nun lässt sich die CDU nicht lumpen, und legt noch einen drauf: Die CDU will, sollte sie gewählt werden bis 2015 zum Mond!
Klar, erst in der Wirtschaftskrise Milliarden Euros in die maroden Banken reinschütten, in denen das Geld unbemerkt versickert, dann auch noch Steuersenkungen versprechen, und von dem Rest Geld, der da bestimmt noch übrig bleibt mal eben ein Weltraumprogramm erspinnen.


the moon by ~Odenphotography on deviantART

Jetzt mal ehrlich: WER NIMMT DIESEN UNSINN NOCH ERNST?

Obwohl, wenn ich mal ins Träumen kommen darf: Eine CDU, die die Stellung auf dem Mond hält, während Deutschland selbst von anderen Leuten regiert wird…
Kann die CDU nicht gleich die SPD mitnehmen? Westerwelle darf dann auch das Raumschiff steuern, denn der „will ja auch mal Käpt’n sein“.
Merkel auf den Mond, weil da keiner wohnt… hach!

Irgendwie erinnert mich das ganze sehr an die B-Arche in der Trilogie „Per Anhalter duch die Galaxis“.
Da haben die Menschen vom Planeten Golgafrincham einfach mal eine kosmische Katastrophe erfunden, im Zuge derer der gesamte Planet evakuiert werden soll. Drei Archen wurden geplant, aber nur eine gebaut und abgeschickt, nämlich die für die Golgafrimchamer die keiner ausstehen kann.
Irgendwie bietet sich das selbe an, wenn man an die Deutsche Politik dieser Tage denkt.

In diesem Sinne: 42!

Mehr dazu gleich hier!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Aug
06
2009
3

Wahlversprecher

Die CDU macht ja nun schon ’ne ganze Weile das Wahlversprechen die Steuern zu senken, wenn sie gewählt werden. In Zeiten der größten Weltwirtschaftskrise seit der Steinzeit mag das irgendwie niemand so recht für bare Münze nehmen, noch nicht einmal die CDU selbst. Eigentlich will ja auch nur die Frau Merkel die Steuern senken, und alle anderen sollen gefälligst die Klappe halten. Aber na ja… Frau von der Leyen verspricht derweil, dass die Internetsperren auch nach der Wahl mit Volldampf weiterbetrieben werden.
Das Versprechen wird vermutlich auch gehalten. Ob man die jetzt wählen will, muss man sich selbst überlegen.

Wenn schon die eigene Partei solche Versprechen für unrealistisch hält, kann man ja wohl kaum von Wähler erwarten, sowas ernst zu nehmen.

Was verspricht die SPD derweil? Die verspricht Vollbeschäftigung. Haha. Das ist irgendwie noch utopischer als Steuersenkungen, und die sind schon ein starkes Stück. Aber die SPD verspricht 4 Millionen neue Jobs – wohlbemerkt in Deutschland – bis 2020.

Nun mag es sein, dass die SPD Wahlversprechen ja sowieso nicht wirklich als Versprechen sieht, die man auch als solche dann einhält und der momentane „Obersozialdemokrat der Herzen“, Herr F. Müntefehring, ist ja auch ohnehin der Meinung, dass es unfair ist, eine Regierungspartei nach der Einhaltung ihrer Wahlversprechen zu beurteilen… Aber 4 Millionen neue Jobs? Wo sollen die herkommen, und wer soll die bezahlen?
Da fällt mir nur ein Wort ein: Tralafitti!

Die FDP ist da schon… äh… Na ja, die FDP geht da anders vor. Die verspricht nämlich gegen die verhassten Zensursula-Sperren verfassungsgerichtlich vorzugehen, aber nur, wenn die FDP nicht in die Regierung kommt. Hö? Super Wahlversprechen.
Also bitte nicht die FDP wählen, damit die ihr Wahlversprechen halten kann!


utopia by ~catastrophe-waitress on deviantART

Kommt als nächstes der 3-Punkte-Plan der Linken, um irgendwann Mitte März 2010 den Weltfrieden zu erreichen?

Oder versprechen die Grünen nun vielleicht jedem Grün-Wähler einen kostenlosen I-Pod, oder ein kostengünstiges Jamba-Abo? Ich meine, Hallo?

Das ist doch alles nur noch Blahdiblah, oder? Und die wundern sich, dass man keinen Bock mehr auf die hat.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten | Schlagwörter: , , ,