Impactsuspect
Mai
19
2008
2

Hellsehen leicht gemacht

Im aktuellen P.M. steht drin, dass im Grunde genommen jeder hellsehen kann, wie Forscher in den U.S.A. jüngst bewiesen haben, wenn ich den Artikel mal zusammenfassen darf, wie es die Bildzeitung tun würde.
Nee, das kann ich besser:
OKKULT-SCHOCK!
Forscher enthüllen jetzt:
Jeder kann hellsehen!

Na ja, ich wollte diesen meinen schönen nicht mehr ganz so neuen Blog einmal dazu mißbrauchen, diese These zu testen. Damit auch alles mit der Ordnung zugeht, werde ich einige Vorraussagen auf verschiedene Arten und Weisen tätigen, die sich – das bestimme ich jetzt einfach mal so – bis zum Oktober dieses Jahres zu erfüllen haben.

1. Penibel genaue Vorhersage

Am 16 September wird ein Wirbelsturm große Verwüstungen in der Innenstadt Roms anrichten. 170 Menschen werden verletzt, die meisten leicht, aber der Sachschaden geht in Millionenhöhe. Unter anderem wurde die Fassade des Circus Maximus beschädigt.

2. Vage Voraussage

Ein englischsprachiger Schauspieler, der kein Amerikaner ist, wird im Laufe des Sommers bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt werden.

3. Sehr vage Voraussage, die vermutlich sowieso alle naslang wahr wird
Ein europäischer Politiker muss aufgrund von Vorwürfen über einen Rücktritt nachdenken.

4 kryptische Voraussage
Um vier Uhr wird der Sonnenblumenkönig die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
Der Jubel der noblen Bauern wird zu hören sein, bis der Mond einmal, und dann noch einmal zu einer schmalen Sichel geworden sein wird.
Der rote Prunkwagen fällt, und der Adler wird verhärmen. Der Bär lacht sich eins.

Mal sehen, wie hoch meine Trefferquote ist.

Written by Heiko C. in: Esoterisches | Schlagwörter:
Apr
21
2008
0

Firefox-Netzsucht

Einige werden jetzt fragen: Wie kann ein Internet-Browser netzsüchtig sein? Is der nich dafür da, dass er am Netz ist?

Und ich antworte: Nun, schon. Aber wenn jedesmal, wenn ich den Browser starte erst mindestens ein Update für das eine oder andere Plugin installiert werden muss, dann wirds langsam nervig.
Einmal täglich zwei drei Plugins updaten gabs bei mir an einigen zusammenhängenden Tagen schon, auch wenn es bisher nie mehrere Updates gleicher Plugins an einem Tag waren.
Ich finde das nervig, jedenfalls.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Technisches | Schlagwörter:
Apr
21
2008
0

Der lachende BOFH

Was ich erlebt hab‘

das kann nur ich erleben.
*BOFH sei*
AAMOF im RL
soll es Viren geben.
*Welt bunt sei*
*Welt bunt sei*
*ROFL*

Denk‘ ich an WOW

dann IMHO auch an Delfin.
buffte einen N00b.
Aber als sie mich sah

die gosu Nachtelfin
rannte sie ihm fort. 4TW!
rannte sie ASAP fort!!!!!11elfelfhundertundelf
*ROFLMAOOO*

*LOL*

*LMAO*

*ROFLMFAO*

*ROFLMAOPIMPTIME*

*LOL*

AIS: *BOFH sei*

*LOL*

EOF

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Technisches | Schlagwörter: ,
Apr
13
2008
0

Odyssey 5

So, nachdem mir meine nette Schwester zu Weihnachten einen Gutschein bei Amazon geschenkt hat, dachte ich mir, ich könnte ja mal die Box dieser Serie kaufen.
Hab ich dann auch gemacht, kam auch relativ schnell aus dem Vereinigten Königreich, da es noch keine deutsche Box gibt.
Ich hatte ja vage auf eine deutsche Tonspur gehofft, immerhin ist die DVD-Box mit europäischem Ländercode ausgezeichnet, trotzdem gab es aber nur Englisch und Französisch.
Nicht weiter schlimm, englischsprachige Serien schau ich sowieso lieber auf Englisch, wenns geht, auch wenn ich bei „Life on Mars“ mit diesem seltsamen Dialekt so meine Schwierigkeiten hatte.
Aber das ist jetzt nicht das Thema.

Das der Name der Serie an „2001 – A Space Odyssey“ erinnert ist gewiss kein Zufall. Gerade im Piloten kann man viele Stilelemente bemerken, die sehr deutlich auf Kubricks Film hinweisen.
Was den allgemeinen Plot angeht scheint die Serie aber zu Anfang weniger mit „2001“ gemein zu haben. Zumindest auf den ersten Blick.

SPOILER Im Piloten geht es um die Besatzung einer Raumfähre namens „Odyssey“, die bei irgendwelchen Arbeiten mit einem Satteliten das Ende der Welt mitansieht.
Die Erde implodiert einfach, und hinterlässt nur pfirsichfarbenen Staub. Als allen schon die Luft ausgeht, kommt ein mysteriöses Alien, dass sich als alter Mann tarnt, und erzählt, dass seinem Heimatplaneten das selbe passiert sei, darüber hinaus auch auf über 50 anderen Bewohnten Welten.
Irgendwann mache es „Puff!!“ und au�er dem erwähnten Staub ist nichts mehr von den Welten übrig. Das Alien vermutet eine Art planetare Seuche.
Au�erdem bietet das Alien den Raumfahrern, von denen einer bereits das zeitliche gesegnet hat, und ein anderer im sterben liegt, eine Zeitreise an. 5 Jahre könne er die Astronauten zurückschicken, jedoch nur ihre Bewusstseine, die dann in ihre damaligen Körper fahren würden.
Um das sterbende Crewmitglied zu retten, sagt der Commander zu.
Der Rest des Piloten und der Serie beschäftigt sich damit, wie die Raumfahrer versuchen herauszufinden was überhaupt passiert ist, und wie sie es verhindern können. Au�erdem wird auch recht ausführlich geschildert, wie die Astronauten damit klar kommen, ihre Leben vor 5 Jahren wieder aufzunehmen. SPOILER ENDE

Als die Serie damals auf SAT1 lief hab ich sie gerne gesehen. Gerade der breite Handlungsbogen, der sich geplant über 5 Staffeln hätte ziehen sollen fesselt einen sehr schnell. Ebenso sind die Charaktere sehr wirklichkeitsnah.
Obwohl einige der Fragen die „2001“ aufwirft „Woher kommt die Intelligenz auf der Erde?“ „Wurde die Evolution von au�en gesteuert?“ durchaus behandelt werden, erinnert die Art der erzählten Geschichten eher an eine wilde Mischung aus „Matrix“ und den Erzählungen von H.P. Lovecraft.
Klasse die Serie, und wie „Babylon 5“ einige der wenigen Serien, die von Anfang an auf einen breiten staffelüberspannenden Handlungsbogen gesetzt haben.
Leider gibt es aber bei Odyssey 5 nur die eine Staffel. Bei Folge 14 haben die Produzenten entschieden, dass die Leute die Zuschauen nicht zur richtigen Zielgruppe gehören, und die Serie wurde abgesetzt.
Später wurden dann noch die restlichen Folgen gezeigt, die die erste Staffel komplettieren, mehr aber nicht, trotz zahlreicher Proteste von ebenso zahlreichen Fans.

Na ja, aber es hilft ja nicht über verschüttete Milch zu klagen. Manny Coto, der Schöpfer von „Odyssey 5“ hofft im Audiokommentar des Pilotfilms (Das einzige Extra der DVD-Box) noch immer, die Serie weiterdrehen zu dürfen, ich glaub aber nicht, dass das noch was wird.
Schade.

Schade, schade schade.

Na egal.
Was mir allerdings noch aufgefallen ist, ist folgendes:
Der momentane Serienhit „Heroes“ hat sich scheinbar einiges von „Odyssey 5“ abgeschaut. In der Titelsequenz gibt es �hnlichkeiten, ebenso hört sich der Soundtrack auch recht ähnlich an.
Zufall oder bewusste Homage?
Wer wei� das schon.

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,
Apr
11
2008
0

Die Zeitmaschine

Da ein wiederkehrendes Thema in diesem Blog die Zeitreise zu sein scheint, will ich an dieser Stelle einmal ein paar Worte über meinen Lieblingsfilm zu dem Thema verlieren.
Der Film „the time machine“ zu deutsch „Die Zeitmaschine“ wurde 1960 nach dem Roman von H.G.Wells gedreht. In den Hauptrollen spielen Rod Taylor, Alan Young und Yvette Mimieux.
Trotzdem der Film etwa 30 Jahre älter ist als die Neuverfilmung, liegt sie sehr viel näher an der Buchvorlage als diese. Für die Zeit in der der Film entstanden ist, ist die Nähe zum Buch sogar sehr überraschend. Die Verfilmung von 1960 hat auch einen Oscar gewonnen.
Tja… ich mag den Film. Er überzeugt noch immer mit seiner Bildsprache, und den Spezialeffekten, die natürlich heute ein wenig angestaubt wirken. Die Dialoge sind nicht langweilig und ohne Schnörkel, und die eingebaute Liebesgeschichte beschränkt sich auf ein Minimum.
Der Satz „Hier wurde ich geboren und hier bin ich gestorben.“ stammt jedoch nicht aus dem Film, sondern aus Hitchcocks „Vertigo“.

Written by Heiko C. in: Bücher,Filme,Technisches | Schlagwörter: , ,
Apr
08
2008
0

Sogenannte „heiße“ Musik…

(über die Kindheit von Tschaikowsky und Strauss)
Viele von ihnen wissen vermutlich gar nicht, dass sich Strauß und Tschaikowsky schon als Kinder kannten.
Strauss war der Sohn eines Lufthansapiloten in den Vierziger Jahren, während Tschaikowsky aus einer armen russischen Aussiedlerfamilie stammte. Der kleine Pjotr Illitsch wurde schnell zu Peter Ilton, und trieb sich in seiner Jugend viel in der freien Natur herum. Kaum jemand würde heute denken, dass Tschaikowsky ein notorischer Schulschwänzer war, und sich viel lieber in seinem Versteck – einer Tonne am Ufer der Donau – herumtrieb, und von einem Leben als Flusspirat träumte.
Strauss lernte ihn irgendwann kennen, die Umstände sind heute leider ungeklärt, und werden es wohl auch für immer bleiben; doch eines ist sicher: Das ungezwungene Vagabundenleben am Fluss schien eine starke Faszination auf Strauss auszuüben; und obwohl ihm vor allem seine Mutter, wie Schriftwechsel belegen, den Umgang mit Tschaikowsky verbot, zog es ihn immer wieder dorthin. Schon damals hörten sie oft Schellackplatten auf Straussens Dachboden, auf denen sie dann sogenannte „heisse“ Musik spielten.
Belegt ist, dass der größte musikalische Einfluss auf die beiden durch den Film „Saturday Night Fever“ stattfand, für den Ludwig van Beethoven den Soundtrack schrieb. Ebenso sahen die beiden auf den damals noch üblichen Beta-Videobändern die Filme „A Clockwork Orange“ und „Zardoz“, für die ebenfalls Beethoven in enger Zusammenarbeit mit den Regisseuren Kubrick und Boorman den Soundtrack schrieb.
Es sind aber noch andere Einflüsse belegt, die sich später vor allem in Tschaikowskys Werk finden sollen. 1959, als Strauss die siebte Klasse wiederholte, kamen die Filme „Apokalypse Now“ und „Die Rückkehr der Yediritter“ ins Kino, für die Wagner komponierte.*
Die unbeschwerte Kindheit der beiden ging irgendwann in die problematische Pubertät in den Sechzigern über, in der sich die beiden oft trafen, obwohl Tschaikowsky auf einem Schaufelraddampfer der Baumwolle auf der Donau transportierte anheuerte, während Strauss in Wien Musik und Filmgeschichte studierte. In dieser Zeit versuchten sich die beiden wenigstens ein mal im Jahr zu sehen, und sich die neuesten Platten zu zeigen.
Nach drei Lehrjahren machte Tschaikowsky jedoch seinen Meister, und schlug den zweiten Bildungsweg ein, indem er Produktdesign in Salzburg studierte.
Strauss ging nach dem vollendeten Studium einige Jahre nach Hollywood, und feierte große Erfolge mit Filmen wie „Batman“, „Batman 2 – Der falsche Prinz“ und „Tootsie – Eine Mann geht ihre Weg“, für die er auch die Filmmusik komponierte.
Nach dem Internationalen Durchbruch ein paar Jahre später zog er wieder in die Kaiserstadt, und traf sich von dort an öfter mit Tschaikowsky, der bekanntermassen nun Werbejingles komponierte.

*Wagner hatte bereits zuvor den Sountrack für die Filme „Krieg der Sterne“ und „Das Imperium schlägt zurück“ geschrieben, führende Musikwissenschaftler gehen davon aus, dass die beiden auch diese Filme gesehen haben, da sie mit „die Rückkehr der Yediritter“ eine Trilogie bilden.

Written by Heiko C. in: Beklopptes | Schlagwörter: ,
Apr
08
2008
0

Wochentage

Morgen war letztes Jahr Mittwoch. Heute ist morgen aber Donnerstag.
Seltsam.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gruseliges | Schlagwörter:
Mrz
06
2008
0

Rückkehr zum Planet der Affen

Neulich habe ich wieder mal nach langer Zeit den zweiten Teil der Reihe um den Planeten der Affen gesehen.
Als der Film so nebenbei vor sich hinplätscherte, während ich irgendwas am Rechner machte, wurde mir plötzlich bewusst, wie damals das Skript für den Film zustande gekommen sein muss.

Ich stelle mir das so vor:
Verschiedene „kreative“ Köpfe und ein Produzent sitzen um einen großen Tisch herum, und überlegen, wie man das Sequel zum erfolgreichen Film „Planet der Affen“ gestalten soll.
„Planet der Affen“ hat ja immerhin einen Oskar gewonnen. Wenn ich mich nicht irre, sogar für die Spezialeffekte.
Diese – insbesondere die Affenmasken – liegen ja noch irgendwo auf dem Studio in irgendeiner Kiste, und so wäre es doch schade, wenn man sie verkommen ließe.
Nun, also MUSS ein Sequel her, doch wie macht man das jetzt?

Einer sagt: „Also ich finde, man sollte die Handlung da aufnehmen, wo der erste Film aufhört.“

Ein anderer fragt: „Hat denn Charlton Heston überhaupt Zeit?“

Einer antwortet: „Ach, für ein paar Szenen kriegen wir ihn bestimmt.“

„Nur für ein paar?“

„Na, für den Rest des Filmes können wir ja jemanden nehmen, der ihm ähnlich sieht.“

„Merkt das keiner?“

„Wir können das ja irgendwie in die Handlung einbinden.“

„hm….“

„Was brauchen wir noch…?“

„Ich habs! Ich finde diese Schnecke im Fellbikini aus dem ersten Teil sollte wieder dabei sein.“

„Super Idee. Die hat bestimmt nichts anderes vor. Die kann dann auch den ganzen Film über mitspielen.“

„Und was machen wir für die Handlung?“

„Vielleicht wollen böse Gorillas Krieg führen?“

„Ja, gegen wen denn?“

„Gegen die Schimpansen?“

„Nein, das ist Quatsch. Wir haben doch im ersten Teil schon gesagt Affen dürften Affen nicht umbringen…“

„Können wir ja ändern.“

Dann mischt sich der Produzent ein: „Also! So geht das nicht. Ein Krieg von Affen gegen Affen. Wen interessiert denn das! Da schaltet der Kinogänger doch innerlich ab!“

„Hm. Also kein Krieg…“

„Doch, Krieg ist keine schlechte Idee“, räumt der Produzent ein, „Aber mehr so ein Krieg zwischen Affen und Menschen. Da kann sich der Zuschauer dann auch identifizieren.“

„Ich will die New Yorker U-Bahn in dem Film haben.“, sagt einer. Alle ignorieren ihn.

„Affen gegen Menschen geht auch nicht. Menschen sind doch da nur wilde Tiere.“

„Tja, es könnte ja noch einige schlaue Menschen geben, die irgendwo überlebt haben.“, mutmaßt der Produzent, und kratzt sich am Kinn.

„In der New Yorker U-Bahn?“, fragt der eine wieder, und wird noch einmal ignoriert.

„Vielleicht haben sie irgendwie… unterirdisch überlebt.“, sagt ein anderer, als wäre es seine Idee gewesen.

„Radioaktive unterirdische Leute!“

„MUTANTEN!“, schreit einer aufgeregt dazwischen.

„Radioaktive unterirdische Mutanten.“

„…in der New Yorker U-Bahn.“, sagt der eine wieder, in der Hoffnung, dass seine Idee aufgegriffen wird. Erfolglos.

„Nee. Wir müssen doch den Leuten vom Effektdepartment auch was zu tun geben.“, sagt ein ganz anderer.

„Was meinst du?“, fragt der Produzent. „Wir haben doch die Affen!“

„Ja“, antwortet der ganz andere. „Aber das ist doch nichts neues. Und ansonsten nur Menschen und noch mehr Manschen…“

„Es sind aber doch Mutanten!“, erinnert ein anderer.

„Ja, aber…“, meint der ganz andere.

„Die könnten ja sechs Arme haben.“

„Nee, das kriegen die nicht überzeugend hin. Wenn wir wieder einen Oskar kriegen wollen, dann müssen wir schon irgendwelche überzeugenden Masken bringen, wie beim ersten Film.“, sagt der Produzent.

„Wie wäre es… wenn diese Mutanten keine Haut hätten…“, sagt einer.

„Ja… das ginge…“, sagt der Typ der den Film besetzen soll. „Aber wer spielt schon gern einen ganzen Film, wenn man sein Gesicht nie sieht.“

Alle nicken zustimmend und nachdenklich. Sie erinnern sich an die Probleme die sie hatten, damals die Affen für den ersten Film zu besetzen.

„Ich habs!“, ruft einer. „Die Mutanten können sich die Gesichtshaut abziehen, tun das aber nur selten!“

„Das ist die Idee!“, sagt der Produzent, und verlässt die Besprechung. Er ruft im Verlassen des Raumes den Kreativen zu: „Ihr macht das schon!“

„So. Jetzt wo der Produzent weg ist, sollten wir noch schnell eine sozialkritische Komponente in den Plot einbauen. Ich denke die hat uns beim ersten Teil zu dem Oskar verholfen.“

„Vielleicht, wenn wir die New Yorker U-Bahn-„, sagt der U-Bahn Fan wieder, wird aber unterbrochen.

„Atombomben!“, brüllen gleich zwei synchron.

„Atombomben. Sehr sozialkritisch. Sehr gut. Aber wie binden wir die in die Handlung ein?“

„Die Mutanten beten eine Atomrakete an!“

„Hm…“

„…und sie ziehen sich die Haut nur vom Gesicht, wenn sie beten zu der Rakete!“

„Wunderbar. Der Plot steht soweit. Affen führen Krieg gegen unterirdische Mutanten, die eine Atomrakete anbeten. Das ganze schildern wir dann aus der Sicht eines Astronauten, wie im ersten Teil. Da kann eigentlich nichts mehr schief gehen.“

„Fehlt nur noch ein Wahrzeichen, wie die Freiheitsstatue im ersten Teil.“

„Stimmt. Und das Wahrzeichen sollte auch in New York liegen, da der erste Teil ja dort spielt.“

„…und es sollte nach Möglichkeit unterirdisch sein.“

„Wie wäre es mit der New Yorker U-Bahn?“, fragt der U-Bahn Fan mittlerweile gänzlich ohne Hoffnung.

„Perfekt! Gentlemen, wir haben einen Film zu drehen!“

Und genau so wurde der Film auch. Einen Oskar hat er meines Wissens allerdings nicht gewonnen.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Kurzrezensionen,Lustiges | Schlagwörter: ,
Mrz
06
2008
0

Öffentlich rechtliches Fernsehen kann auch gut sein

Als Beispiel, warum öffentlich rechtliches Fernsehen nicht per Definitionem schlecht sein muss, möchte ich heute mal ein wenig über unsere Landesgrenzen schauen. Und über den Ärmelkanal.
Richtig, ins Vereinigte Königreich, auch Großbritannien genannt.

Es ist schon sehr lange her, dass unser öffentlich rechtliches eine gute SF-Serie produziert hat. Mittlerweile nämlich über 40 Jahre.
Ja, genau, ich rede von Orion. Nicht dem Versand, sondern der Raumpatroullie. Man kann über die Effekte lachen, über das Bügeleisen und über die Wasserhähne als Steuermodule des schnellen Raumkreuzers. Auch wenn man die Dialoge rückblickend nach wissenschaftlichen Anhaltspunkten nach Fehlern durchsucht, siehts finster aus.
Fest steht jedoch: Orion hatte eine Vision. Orion war eine Vision, und die Macher haben diese ziemlich gut umgesetzt. Leider nur 6 Folgen lang.
Schade.

Aber ich schweife ab.
Großbrittanien, da wollte ich hin. Öffentlich Rechtliches? Muss die BBC sein. Was hat nun die BBC mit Raumpatroullie zu tun? Eigentlich gar nichts.
Aber ziemlich genau 3 Jahre bevor der schnelle Raumkreuzer Orion das erste Mal auf unseren Schirmen abhob, dematerialisierte sich ein ganz und gar anderes Raumschiff von den Fernsehschirmen unserer Nachbarn auf der großen Insel westlich von hier. (Wenn man sich in Schleswig Holstein befindet. Für die Kölner: Im Nordnordwesten)
Das Cockpit dieses Raumschiff hatte einiges mit dem der Orion gemein: Auch dieses Cockpit sah wie ein Fernsehstudio aus, auch dieses Cockpit war mit allerlei Utensilien bestückt, die man nicht als Raumschiffarmaturen erwarten würde. Kein Bügeleisen gab es dort, sondern statt dessen unter anderem eine Luftpumpe.
Die Rede ist natürlich von der heute wie damals bahnbrechenden Serie Doctor Who, die tatsächlich heute wie damals noch bzw. wieder läuft.
Doctor Who hatte hochs und tiefs in den 45 Jahren seit die erste Folge lief, doch auch in den Jahren, in denen es die Serie nicht gab, zwischen 1989 und 2005, war das Fandom nicht totzukriegen, und ewig viele Hörspiele und mehrere Fernsehfilme wurden produziert. Einer sogar um 96 herum, von der BBC und FOX, die die Serie neu auflegen wollten. Danken wir an dieser Stelle dem (britischen) Autor des Filmes, dass dieser Fernsehfilm so schlecht geworden ist, dass es nie zu einer Serie kommen sollte. Ein Amerikanischer Doctor? Nein Danke.
2005 also hat es die BBC gewagt die Serie neu aufzulegen, und war offenbar selbst überrascht wie gut sie lief; sogar die Amerikaner, die 1996 den selbst mitproduzierten Fernsehfilm verschmähten, fliegen nun auf den Nachfolger vom Original.
Aber genug davon. Mit kurzen Worten zusammengefasst: Doctor Who läuft mit Unterbrechungen über 40 Jahre, und ist immer besser geworden. Die jetzigen Folgen stellen alles in den Schatten, was ich an SF-Serien im Fernsehen je gesehen habe.
Worum es da geht? Einfach mal einschalten, mittlerweile hat es Pro Sieben geschafft die ersten Folgen zu synchronisieren. Doctor Who läuft immer Samstags um 17 Uhr.

Eine Weitere Serie, ebenfalls von der BBC. Bezeichnender weise ein Spin off von doctor who. Torchwood. Im Grunde das Walisische Äquivalent von Akte X. Die erste Staffel war ein wenig schwach, aber die zweite, die im Moment läuft, lässt sich ganz gut an.

Drittens, lief auch schon in Deutschland: Life on Mars. Auf englisch besser und vor allen Dingen länger. Die BBC schneidet leider immer zu britische Insider, von denen nicht erwartet wird, dass wir Ausländer sie verstehen, raus, damit das Ausland platz für die Werbeblöcke hat.
Worum es geht? Ein Polizist wird von einem Auto erfasst, und landet im Jahr 1973. Dort ist er auch Polizist, kommt aber so gar nicht mit den Methoden der damaligen Polizei klar.
Zwei Staffeln lang versucht dieser Polizist wieder nach Hause zu kommen. Ich verrate jetzt mal nicht, wie es ausgeht, nach der zweiten Staffel ist die Handlung aber abgeschlossen.

Und im Februar, genau genommen am 7. Februar, kommt die Nachfolgeserie „Ashes to Ashes“ und in dieser geht es dann in den 80ern weiter.

Also hätten wir schon vier klasse SF-Serien, die ein europäischer öffentlich rechtlicher Sender produziert hat. Und zwar gleichzeitig!

Warum nicht von ARD und ZDF sowas? Warum immer nur so halbherzige Versuche wie damals in den 80ern „Auf der Suche nach Atlantis“. Wo dann die Handlung der grandiosen Bücher so kleingehackt und gekürzt wird, dass das ganze keinen Sinn mehr ergibt?
Warum???

ARGH!

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,
Mrz
02
2008
3

Frauen, Männer und welche Geschichten sie mögen

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber es gibt unglaublich wenige Autorinnen, die ich gerne lese, wenn man ihre Zahl mit der männlicher Autoren vergleicht, deren Bücher ich täglich in mich reinstopfe.
Woran liegt das? Vielleicht leide ich ja an normalem gesunden Chauvinismus, aber das glaube ich weniger. Die Betonung in „weiblicher“ Kunst scheint einfach ganz woanders zu liegen, als in männlicher.
Um gleich mal die Ausnahmen zu nennen, Ursula K. LeGuin schreibt wie ich es lesen will, und auch die Harry Potter Reihe hat mich ein wenig unterhalten, wenn auch nur als Hörbuch. Harry Potter ist einfach ideale Kost, wenn man nebenbei was anderes macht.
Mit Rosamunde Pilcher oder Jane Austen kann man mich jagen, obwohl auch diese beiden Autorinnen Millionen Fans beiderlei Geschlechts haben.
Warum ist das also so?

Ich hab vor ein paar Wochen eine interessante Dokumentation über den englischen Comic an sich gesehen, und da stellte sich irgendwann die gleiche Problematik.
Nachdem sich irgendwann (weiß nicht mehr genau 50er? 60er) eine stabile Stammkundschaft für Comicmagazine unter den jungen männlichen Lesern herauskristallisiert hatte, wollten die Produzenten dieser Comichefte auch etwas für die Mädchen entwerfen, um noch mehr abzusetzen.
Man begann Comicreihen zu produzieren, die denen für die Jungens entsprachen, mit dem Unterschied, dass die Helden allesamt Frauen waren. Irgendein Comic mit einer Fliegerheldin, die in jeder Folge beweisen musste, dass sie den männlichen Piloten gleichwertig ist, schwirrt mir dabei im Kopf herum.
Nachdem diese und einige ähnliche Serien floppten, machte man erst einmal eine Leserinnenbefragung, bei der sich herausstellte, dass Mädchen einen Comic gut finden, wenn er sie zum Weinen bringt.
Von da ab litten die Protagonistinnen in Mädchencomics um die Wette. Ein Comic, den sie in der Doku als Beispiel angeführt haben ist mir im Gedächtnis geblieben. Es ging darum um eine Sklavenfarm mit Kriegswaisen.
Der Unterschied zwischen den beiden Geschlechtern sei auch, dass Mädchen zufrieden sein, wenn die Protagonistin trotz aller Hindernisse Erfolg im Leben habe, während Jungens auch lesen wollen, wie der Bösewicht vom Protagonisten eins mit dem Baseballschläger über die Omme gezogen bekommt.

Wenn wir uns Harry Potter ansehen, scheint sich dieses Muster auch dort anzufinden.
Von einer Frau geschrieben, verliert unser sowieso schon vom Leben und seinen Verwandten gestrafter kleiner Mann fast alles, was er im Lauf der Zeit zu lieben gelernt hat: Allen voran seine Eltern, seinen Onkel, mehrmals Ron, seine Freundin, seinen guten Ruf usw.usf.
Trotzdem fällt am Ende der Saga seine „Rache“ eher mild aus. Er verfolgt nicht alle seine Peiniger mit einem Katana, und metzelt sie in epischen Duellen zu Geschnetzeltem.
Voldemort ist weg, und dann ist auch gut. Harry selbst heiratet und sitzt fortan fröhlich im Lehnstuhl.
Bei der Lektüre hab ich mir tatsächlich mehrmals gewünscht, dass die, die es verdient haben ordentlich einen auf den Detz bekommen, allen voran Draco Malfoy. Aber nein, der Satansbraten ist ja noch jung, und „es verwächst sich bestimmt noch“.

Kill Bill hingegen ist ein anderes Beispiel und zwar ein extremes. Da geht es dann nur um die Rache an den Peinigern, obwohl die gute … wie hieß sie noch … Die hatte irgendeinen blöden Namen… Na egal. Obwohl jedenfalls die gute Uma Thurman ja auch ein erfolgreiches Leben mit ihrem Kind hätte anfangen können.
Aber nein, statt dessen häckselt sie sich mit bis zum Schluss ungebrochener Zielstrebigkeit durch die B-Riege der amerikanischen Schauspielerinnen, um schließlich auch Kane aus Kung-Fu zu zeigen, dass man sich nicht mit einer schwertfuchtelnden Blondine anlegen sollte.
Ein Film für Männer? Auf jeden Fall.

Männer konsumieren offenbar also auch Fiktion, die von Frauen handelt die Männersachen machen, und Frauen umgekehrt genauso.

Die Bücher aus dem Hain-Zyklus von Ursula K. LeGuin bilden eine interessante Ausnahme. Dort ist der Gegner kein böser texanischer Karateka, und auch kein schattenhafter Magier, der aus 7 Teilen besteht, die man erst einmal zusammensetzen muss, bevor man gegen ihn kämpfen kann.
In ihren Romanen (zumindest in den SF-Romanen, die ich gelesen habe) sind der Feind die Umstände.
An Umständen kann man sich nicht rächen, darum erwartet der Leser auch schon gar nicht, dass so etwas kommen müsse. Trotzdem kann man sie besiegen. Vielleicht ist das der Königsweg der Unisexfiction…

Written by Heiko C. in: Bücher,Filme,Zwischenmenschliches | Schlagwörter:

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Mai
19
2008
2

Hellsehen leicht gemacht

Im aktuellen P.M. steht drin, dass im Grunde genommen jeder hellsehen kann, wie Forscher in den U.S.A. jüngst bewiesen haben, wenn ich den Artikel mal zusammenfassen darf, wie es die Bildzeitung tun würde.
Nee, das kann ich besser:
OKKULT-SCHOCK!
Forscher enthüllen jetzt:
Jeder kann hellsehen!

Na ja, ich wollte diesen meinen schönen nicht mehr ganz so neuen Blog einmal dazu mißbrauchen, diese These zu testen. Damit auch alles mit der Ordnung zugeht, werde ich einige Vorraussagen auf verschiedene Arten und Weisen tätigen, die sich – das bestimme ich jetzt einfach mal so – bis zum Oktober dieses Jahres zu erfüllen haben.

1. Penibel genaue Vorhersage

Am 16 September wird ein Wirbelsturm große Verwüstungen in der Innenstadt Roms anrichten. 170 Menschen werden verletzt, die meisten leicht, aber der Sachschaden geht in Millionenhöhe. Unter anderem wurde die Fassade des Circus Maximus beschädigt.

2. Vage Voraussage

Ein englischsprachiger Schauspieler, der kein Amerikaner ist, wird im Laufe des Sommers bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt werden.

3. Sehr vage Voraussage, die vermutlich sowieso alle naslang wahr wird
Ein europäischer Politiker muss aufgrund von Vorwürfen über einen Rücktritt nachdenken.

4 kryptische Voraussage
Um vier Uhr wird der Sonnenblumenkönig die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
Der Jubel der noblen Bauern wird zu hören sein, bis der Mond einmal, und dann noch einmal zu einer schmalen Sichel geworden sein wird.
Der rote Prunkwagen fällt, und der Adler wird verhärmen. Der Bär lacht sich eins.

Mal sehen, wie hoch meine Trefferquote ist.

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Apr
21
2008
0

Firefox-Netzsucht

Einige werden jetzt fragen: Wie kann ein Internet-Browser netzsüchtig sein? Is der nich dafür da, dass er am Netz ist?

Und ich antworte: Nun, schon. Aber wenn jedesmal, wenn ich den Browser starte erst mindestens ein Update für das eine oder andere Plugin installiert werden muss, dann wirds langsam nervig.
Einmal täglich zwei drei Plugins updaten gabs bei mir an einigen zusammenhängenden Tagen schon, auch wenn es bisher nie mehrere Updates gleicher Plugins an einem Tag waren.
Ich finde das nervig, jedenfalls.

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Apr
21
2008
0

Der lachende BOFH

Was ich erlebt hab‘

das kann nur ich erleben.
*BOFH sei*
AAMOF im RL
soll es Viren geben.
*Welt bunt sei*
*Welt bunt sei*
*ROFL*

Denk‘ ich an WOW

dann IMHO auch an Delfin.
buffte einen N00b.
Aber als sie mich sah

die gosu Nachtelfin
rannte sie ihm fort. 4TW!
rannte sie ASAP fort!!!!!11elfelfhundertundelf
*ROFLMAOOO*

*LOL*

*LMAO*

*ROFLMFAO*

*ROFLMAOPIMPTIME*

*LOL*

AIS: *BOFH sei*

*LOL*

EOF

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Technisches | Schlagwörter: ,
Apr
13
2008
0

Odyssey 5

So, nachdem mir meine nette Schwester zu Weihnachten einen Gutschein bei Amazon geschenkt hat, dachte ich mir, ich könnte ja mal die Box dieser Serie kaufen.
Hab ich dann auch gemacht, kam auch relativ schnell aus dem Vereinigten Königreich, da es noch keine deutsche Box gibt.
Ich hatte ja vage auf eine deutsche Tonspur gehofft, immerhin ist die DVD-Box mit europäischem Ländercode ausgezeichnet, trotzdem gab es aber nur Englisch und Französisch.
Nicht weiter schlimm, englischsprachige Serien schau ich sowieso lieber auf Englisch, wenns geht, auch wenn ich bei „Life on Mars“ mit diesem seltsamen Dialekt so meine Schwierigkeiten hatte.
Aber das ist jetzt nicht das Thema.

Das der Name der Serie an „2001 – A Space Odyssey“ erinnert ist gewiss kein Zufall. Gerade im Piloten kann man viele Stilelemente bemerken, die sehr deutlich auf Kubricks Film hinweisen.
Was den allgemeinen Plot angeht scheint die Serie aber zu Anfang weniger mit „2001“ gemein zu haben. Zumindest auf den ersten Blick.

SPOILER Im Piloten geht es um die Besatzung einer Raumfähre namens „Odyssey“, die bei irgendwelchen Arbeiten mit einem Satteliten das Ende der Welt mitansieht.
Die Erde implodiert einfach, und hinterlässt nur pfirsichfarbenen Staub. Als allen schon die Luft ausgeht, kommt ein mysteriöses Alien, dass sich als alter Mann tarnt, und erzählt, dass seinem Heimatplaneten das selbe passiert sei, darüber hinaus auch auf über 50 anderen Bewohnten Welten.
Irgendwann mache es „Puff!!“ und au�er dem erwähnten Staub ist nichts mehr von den Welten übrig. Das Alien vermutet eine Art planetare Seuche.
Au�erdem bietet das Alien den Raumfahrern, von denen einer bereits das zeitliche gesegnet hat, und ein anderer im sterben liegt, eine Zeitreise an. 5 Jahre könne er die Astronauten zurückschicken, jedoch nur ihre Bewusstseine, die dann in ihre damaligen Körper fahren würden.
Um das sterbende Crewmitglied zu retten, sagt der Commander zu.
Der Rest des Piloten und der Serie beschäftigt sich damit, wie die Raumfahrer versuchen herauszufinden was überhaupt passiert ist, und wie sie es verhindern können. Au�erdem wird auch recht ausführlich geschildert, wie die Astronauten damit klar kommen, ihre Leben vor 5 Jahren wieder aufzunehmen. SPOILER ENDE

Als die Serie damals auf SAT1 lief hab ich sie gerne gesehen. Gerade der breite Handlungsbogen, der sich geplant über 5 Staffeln hätte ziehen sollen fesselt einen sehr schnell. Ebenso sind die Charaktere sehr wirklichkeitsnah.
Obwohl einige der Fragen die „2001“ aufwirft „Woher kommt die Intelligenz auf der Erde?“ „Wurde die Evolution von au�en gesteuert?“ durchaus behandelt werden, erinnert die Art der erzählten Geschichten eher an eine wilde Mischung aus „Matrix“ und den Erzählungen von H.P. Lovecraft.
Klasse die Serie, und wie „Babylon 5“ einige der wenigen Serien, die von Anfang an auf einen breiten staffelüberspannenden Handlungsbogen gesetzt haben.
Leider gibt es aber bei Odyssey 5 nur die eine Staffel. Bei Folge 14 haben die Produzenten entschieden, dass die Leute die Zuschauen nicht zur richtigen Zielgruppe gehören, und die Serie wurde abgesetzt.
Später wurden dann noch die restlichen Folgen gezeigt, die die erste Staffel komplettieren, mehr aber nicht, trotz zahlreicher Proteste von ebenso zahlreichen Fans.

Na ja, aber es hilft ja nicht über verschüttete Milch zu klagen. Manny Coto, der Schöpfer von „Odyssey 5“ hofft im Audiokommentar des Pilotfilms (Das einzige Extra der DVD-Box) noch immer, die Serie weiterdrehen zu dürfen, ich glaub aber nicht, dass das noch was wird.
Schade.

Schade, schade schade.

Na egal.
Was mir allerdings noch aufgefallen ist, ist folgendes:
Der momentane Serienhit „Heroes“ hat sich scheinbar einiges von „Odyssey 5“ abgeschaut. In der Titelsequenz gibt es �hnlichkeiten, ebenso hört sich der Soundtrack auch recht ähnlich an.
Zufall oder bewusste Homage?
Wer wei� das schon.

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,
Apr
11
2008
0

Die Zeitmaschine

Da ein wiederkehrendes Thema in diesem Blog die Zeitreise zu sein scheint, will ich an dieser Stelle einmal ein paar Worte über meinen Lieblingsfilm zu dem Thema verlieren.
Der Film „the time machine“ zu deutsch „Die Zeitmaschine“ wurde 1960 nach dem Roman von H.G.Wells gedreht. In den Hauptrollen spielen Rod Taylor, Alan Young und Yvette Mimieux.
Trotzdem der Film etwa 30 Jahre älter ist als die Neuverfilmung, liegt sie sehr viel näher an der Buchvorlage als diese. Für die Zeit in der der Film entstanden ist, ist die Nähe zum Buch sogar sehr überraschend. Die Verfilmung von 1960 hat auch einen Oscar gewonnen.
Tja… ich mag den Film. Er überzeugt noch immer mit seiner Bildsprache, und den Spezialeffekten, die natürlich heute ein wenig angestaubt wirken. Die Dialoge sind nicht langweilig und ohne Schnörkel, und die eingebaute Liebesgeschichte beschränkt sich auf ein Minimum.
Der Satz „Hier wurde ich geboren und hier bin ich gestorben.“ stammt jedoch nicht aus dem Film, sondern aus Hitchcocks „Vertigo“.

Written by Heiko C. in: Bücher,Filme,Technisches | Schlagwörter: , ,
Apr
08
2008
0

Sogenannte „heiße“ Musik…

(über die Kindheit von Tschaikowsky und Strauss)
Viele von ihnen wissen vermutlich gar nicht, dass sich Strauß und Tschaikowsky schon als Kinder kannten.
Strauss war der Sohn eines Lufthansapiloten in den Vierziger Jahren, während Tschaikowsky aus einer armen russischen Aussiedlerfamilie stammte. Der kleine Pjotr Illitsch wurde schnell zu Peter Ilton, und trieb sich in seiner Jugend viel in der freien Natur herum. Kaum jemand würde heute denken, dass Tschaikowsky ein notorischer Schulschwänzer war, und sich viel lieber in seinem Versteck – einer Tonne am Ufer der Donau – herumtrieb, und von einem Leben als Flusspirat träumte.
Strauss lernte ihn irgendwann kennen, die Umstände sind heute leider ungeklärt, und werden es wohl auch für immer bleiben; doch eines ist sicher: Das ungezwungene Vagabundenleben am Fluss schien eine starke Faszination auf Strauss auszuüben; und obwohl ihm vor allem seine Mutter, wie Schriftwechsel belegen, den Umgang mit Tschaikowsky verbot, zog es ihn immer wieder dorthin. Schon damals hörten sie oft Schellackplatten auf Straussens Dachboden, auf denen sie dann sogenannte „heisse“ Musik spielten.
Belegt ist, dass der größte musikalische Einfluss auf die beiden durch den Film „Saturday Night Fever“ stattfand, für den Ludwig van Beethoven den Soundtrack schrieb. Ebenso sahen die beiden auf den damals noch üblichen Beta-Videobändern die Filme „A Clockwork Orange“ und „Zardoz“, für die ebenfalls Beethoven in enger Zusammenarbeit mit den Regisseuren Kubrick und Boorman den Soundtrack schrieb.
Es sind aber noch andere Einflüsse belegt, die sich später vor allem in Tschaikowskys Werk finden sollen. 1959, als Strauss die siebte Klasse wiederholte, kamen die Filme „Apokalypse Now“ und „Die Rückkehr der Yediritter“ ins Kino, für die Wagner komponierte.*
Die unbeschwerte Kindheit der beiden ging irgendwann in die problematische Pubertät in den Sechzigern über, in der sich die beiden oft trafen, obwohl Tschaikowsky auf einem Schaufelraddampfer der Baumwolle auf der Donau transportierte anheuerte, während Strauss in Wien Musik und Filmgeschichte studierte. In dieser Zeit versuchten sich die beiden wenigstens ein mal im Jahr zu sehen, und sich die neuesten Platten zu zeigen.
Nach drei Lehrjahren machte Tschaikowsky jedoch seinen Meister, und schlug den zweiten Bildungsweg ein, indem er Produktdesign in Salzburg studierte.
Strauss ging nach dem vollendeten Studium einige Jahre nach Hollywood, und feierte große Erfolge mit Filmen wie „Batman“, „Batman 2 – Der falsche Prinz“ und „Tootsie – Eine Mann geht ihre Weg“, für die er auch die Filmmusik komponierte.
Nach dem Internationalen Durchbruch ein paar Jahre später zog er wieder in die Kaiserstadt, und traf sich von dort an öfter mit Tschaikowsky, der bekanntermassen nun Werbejingles komponierte.

*Wagner hatte bereits zuvor den Sountrack für die Filme „Krieg der Sterne“ und „Das Imperium schlägt zurück“ geschrieben, führende Musikwissenschaftler gehen davon aus, dass die beiden auch diese Filme gesehen haben, da sie mit „die Rückkehr der Yediritter“ eine Trilogie bilden.

Written by Heiko C. in: Beklopptes | Schlagwörter: ,
Apr
08
2008
0

Wochentage

Morgen war letztes Jahr Mittwoch. Heute ist morgen aber Donnerstag.
Seltsam.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gruseliges | Schlagwörter:
Mrz
06
2008
0

Rückkehr zum Planet der Affen

Neulich habe ich wieder mal nach langer Zeit den zweiten Teil der Reihe um den Planeten der Affen gesehen.
Als der Film so nebenbei vor sich hinplätscherte, während ich irgendwas am Rechner machte, wurde mir plötzlich bewusst, wie damals das Skript für den Film zustande gekommen sein muss.

Ich stelle mir das so vor:
Verschiedene „kreative“ Köpfe und ein Produzent sitzen um einen großen Tisch herum, und überlegen, wie man das Sequel zum erfolgreichen Film „Planet der Affen“ gestalten soll.
„Planet der Affen“ hat ja immerhin einen Oskar gewonnen. Wenn ich mich nicht irre, sogar für die Spezialeffekte.
Diese – insbesondere die Affenmasken – liegen ja noch irgendwo auf dem Studio in irgendeiner Kiste, und so wäre es doch schade, wenn man sie verkommen ließe.
Nun, also MUSS ein Sequel her, doch wie macht man das jetzt?

Einer sagt: „Also ich finde, man sollte die Handlung da aufnehmen, wo der erste Film aufhört.“

Ein anderer fragt: „Hat denn Charlton Heston überhaupt Zeit?“

Einer antwortet: „Ach, für ein paar Szenen kriegen wir ihn bestimmt.“

„Nur für ein paar?“

„Na, für den Rest des Filmes können wir ja jemanden nehmen, der ihm ähnlich sieht.“

„Merkt das keiner?“

„Wir können das ja irgendwie in die Handlung einbinden.“

„hm….“

„Was brauchen wir noch…?“

„Ich habs! Ich finde diese Schnecke im Fellbikini aus dem ersten Teil sollte wieder dabei sein.“

„Super Idee. Die hat bestimmt nichts anderes vor. Die kann dann auch den ganzen Film über mitspielen.“

„Und was machen wir für die Handlung?“

„Vielleicht wollen böse Gorillas Krieg führen?“

„Ja, gegen wen denn?“

„Gegen die Schimpansen?“

„Nein, das ist Quatsch. Wir haben doch im ersten Teil schon gesagt Affen dürften Affen nicht umbringen…“

„Können wir ja ändern.“

Dann mischt sich der Produzent ein: „Also! So geht das nicht. Ein Krieg von Affen gegen Affen. Wen interessiert denn das! Da schaltet der Kinogänger doch innerlich ab!“

„Hm. Also kein Krieg…“

„Doch, Krieg ist keine schlechte Idee“, räumt der Produzent ein, „Aber mehr so ein Krieg zwischen Affen und Menschen. Da kann sich der Zuschauer dann auch identifizieren.“

„Ich will die New Yorker U-Bahn in dem Film haben.“, sagt einer. Alle ignorieren ihn.

„Affen gegen Menschen geht auch nicht. Menschen sind doch da nur wilde Tiere.“

„Tja, es könnte ja noch einige schlaue Menschen geben, die irgendwo überlebt haben.“, mutmaßt der Produzent, und kratzt sich am Kinn.

„In der New Yorker U-Bahn?“, fragt der eine wieder, und wird noch einmal ignoriert.

„Vielleicht haben sie irgendwie… unterirdisch überlebt.“, sagt ein anderer, als wäre es seine Idee gewesen.

„Radioaktive unterirdische Leute!“

„MUTANTEN!“, schreit einer aufgeregt dazwischen.

„Radioaktive unterirdische Mutanten.“

„…in der New Yorker U-Bahn.“, sagt der eine wieder, in der Hoffnung, dass seine Idee aufgegriffen wird. Erfolglos.

„Nee. Wir müssen doch den Leuten vom Effektdepartment auch was zu tun geben.“, sagt ein ganz anderer.

„Was meinst du?“, fragt der Produzent. „Wir haben doch die Affen!“

„Ja“, antwortet der ganz andere. „Aber das ist doch nichts neues. Und ansonsten nur Menschen und noch mehr Manschen…“

„Es sind aber doch Mutanten!“, erinnert ein anderer.

„Ja, aber…“, meint der ganz andere.

„Die könnten ja sechs Arme haben.“

„Nee, das kriegen die nicht überzeugend hin. Wenn wir wieder einen Oskar kriegen wollen, dann müssen wir schon irgendwelche überzeugenden Masken bringen, wie beim ersten Film.“, sagt der Produzent.

„Wie wäre es… wenn diese Mutanten keine Haut hätten…“, sagt einer.

„Ja… das ginge…“, sagt der Typ der den Film besetzen soll. „Aber wer spielt schon gern einen ganzen Film, wenn man sein Gesicht nie sieht.“

Alle nicken zustimmend und nachdenklich. Sie erinnern sich an die Probleme die sie hatten, damals die Affen für den ersten Film zu besetzen.

„Ich habs!“, ruft einer. „Die Mutanten können sich die Gesichtshaut abziehen, tun das aber nur selten!“

„Das ist die Idee!“, sagt der Produzent, und verlässt die Besprechung. Er ruft im Verlassen des Raumes den Kreativen zu: „Ihr macht das schon!“

„So. Jetzt wo der Produzent weg ist, sollten wir noch schnell eine sozialkritische Komponente in den Plot einbauen. Ich denke die hat uns beim ersten Teil zu dem Oskar verholfen.“

„Vielleicht, wenn wir die New Yorker U-Bahn-„, sagt der U-Bahn Fan wieder, wird aber unterbrochen.

„Atombomben!“, brüllen gleich zwei synchron.

„Atombomben. Sehr sozialkritisch. Sehr gut. Aber wie binden wir die in die Handlung ein?“

„Die Mutanten beten eine Atomrakete an!“

„Hm…“

„…und sie ziehen sich die Haut nur vom Gesicht, wenn sie beten zu der Rakete!“

„Wunderbar. Der Plot steht soweit. Affen führen Krieg gegen unterirdische Mutanten, die eine Atomrakete anbeten. Das ganze schildern wir dann aus der Sicht eines Astronauten, wie im ersten Teil. Da kann eigentlich nichts mehr schief gehen.“

„Fehlt nur noch ein Wahrzeichen, wie die Freiheitsstatue im ersten Teil.“

„Stimmt. Und das Wahrzeichen sollte auch in New York liegen, da der erste Teil ja dort spielt.“

„…und es sollte nach Möglichkeit unterirdisch sein.“

„Wie wäre es mit der New Yorker U-Bahn?“, fragt der U-Bahn Fan mittlerweile gänzlich ohne Hoffnung.

„Perfekt! Gentlemen, wir haben einen Film zu drehen!“

Und genau so wurde der Film auch. Einen Oskar hat er meines Wissens allerdings nicht gewonnen.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Kurzrezensionen,Lustiges | Schlagwörter: ,
Mrz
06
2008
0

Öffentlich rechtliches Fernsehen kann auch gut sein

Als Beispiel, warum öffentlich rechtliches Fernsehen nicht per Definitionem schlecht sein muss, möchte ich heute mal ein wenig über unsere Landesgrenzen schauen. Und über den Ärmelkanal.
Richtig, ins Vereinigte Königreich, auch Großbritannien genannt.

Es ist schon sehr lange her, dass unser öffentlich rechtliches eine gute SF-Serie produziert hat. Mittlerweile nämlich über 40 Jahre.
Ja, genau, ich rede von Orion. Nicht dem Versand, sondern der Raumpatroullie. Man kann über die Effekte lachen, über das Bügeleisen und über die Wasserhähne als Steuermodule des schnellen Raumkreuzers. Auch wenn man die Dialoge rückblickend nach wissenschaftlichen Anhaltspunkten nach Fehlern durchsucht, siehts finster aus.
Fest steht jedoch: Orion hatte eine Vision. Orion war eine Vision, und die Macher haben diese ziemlich gut umgesetzt. Leider nur 6 Folgen lang.
Schade.

Aber ich schweife ab.
Großbrittanien, da wollte ich hin. Öffentlich Rechtliches? Muss die BBC sein. Was hat nun die BBC mit Raumpatroullie zu tun? Eigentlich gar nichts.
Aber ziemlich genau 3 Jahre bevor der schnelle Raumkreuzer Orion das erste Mal auf unseren Schirmen abhob, dematerialisierte sich ein ganz und gar anderes Raumschiff von den Fernsehschirmen unserer Nachbarn auf der großen Insel westlich von hier. (Wenn man sich in Schleswig Holstein befindet. Für die Kölner: Im Nordnordwesten)
Das Cockpit dieses Raumschiff hatte einiges mit dem der Orion gemein: Auch dieses Cockpit sah wie ein Fernsehstudio aus, auch dieses Cockpit war mit allerlei Utensilien bestückt, die man nicht als Raumschiffarmaturen erwarten würde. Kein Bügeleisen gab es dort, sondern statt dessen unter anderem eine Luftpumpe.
Die Rede ist natürlich von der heute wie damals bahnbrechenden Serie Doctor Who, die tatsächlich heute wie damals noch bzw. wieder läuft.
Doctor Who hatte hochs und tiefs in den 45 Jahren seit die erste Folge lief, doch auch in den Jahren, in denen es die Serie nicht gab, zwischen 1989 und 2005, war das Fandom nicht totzukriegen, und ewig viele Hörspiele und mehrere Fernsehfilme wurden produziert. Einer sogar um 96 herum, von der BBC und FOX, die die Serie neu auflegen wollten. Danken wir an dieser Stelle dem (britischen) Autor des Filmes, dass dieser Fernsehfilm so schlecht geworden ist, dass es nie zu einer Serie kommen sollte. Ein Amerikanischer Doctor? Nein Danke.
2005 also hat es die BBC gewagt die Serie neu aufzulegen, und war offenbar selbst überrascht wie gut sie lief; sogar die Amerikaner, die 1996 den selbst mitproduzierten Fernsehfilm verschmähten, fliegen nun auf den Nachfolger vom Original.
Aber genug davon. Mit kurzen Worten zusammengefasst: Doctor Who läuft mit Unterbrechungen über 40 Jahre, und ist immer besser geworden. Die jetzigen Folgen stellen alles in den Schatten, was ich an SF-Serien im Fernsehen je gesehen habe.
Worum es da geht? Einfach mal einschalten, mittlerweile hat es Pro Sieben geschafft die ersten Folgen zu synchronisieren. Doctor Who läuft immer Samstags um 17 Uhr.

Eine Weitere Serie, ebenfalls von der BBC. Bezeichnender weise ein Spin off von doctor who. Torchwood. Im Grunde das Walisische Äquivalent von Akte X. Die erste Staffel war ein wenig schwach, aber die zweite, die im Moment läuft, lässt sich ganz gut an.

Drittens, lief auch schon in Deutschland: Life on Mars. Auf englisch besser und vor allen Dingen länger. Die BBC schneidet leider immer zu britische Insider, von denen nicht erwartet wird, dass wir Ausländer sie verstehen, raus, damit das Ausland platz für die Werbeblöcke hat.
Worum es geht? Ein Polizist wird von einem Auto erfasst, und landet im Jahr 1973. Dort ist er auch Polizist, kommt aber so gar nicht mit den Methoden der damaligen Polizei klar.
Zwei Staffeln lang versucht dieser Polizist wieder nach Hause zu kommen. Ich verrate jetzt mal nicht, wie es ausgeht, nach der zweiten Staffel ist die Handlung aber abgeschlossen.

Und im Februar, genau genommen am 7. Februar, kommt die Nachfolgeserie „Ashes to Ashes“ und in dieser geht es dann in den 80ern weiter.

Also hätten wir schon vier klasse SF-Serien, die ein europäischer öffentlich rechtlicher Sender produziert hat. Und zwar gleichzeitig!

Warum nicht von ARD und ZDF sowas? Warum immer nur so halbherzige Versuche wie damals in den 80ern „Auf der Suche nach Atlantis“. Wo dann die Handlung der grandiosen Bücher so kleingehackt und gekürzt wird, dass das ganze keinen Sinn mehr ergibt?
Warum???

ARGH!

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,
Mrz
02
2008
3

Frauen, Männer und welche Geschichten sie mögen

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber es gibt unglaublich wenige Autorinnen, die ich gerne lese, wenn man ihre Zahl mit der männlicher Autoren vergleicht, deren Bücher ich täglich in mich reinstopfe.
Woran liegt das? Vielleicht leide ich ja an normalem gesunden Chauvinismus, aber das glaube ich weniger. Die Betonung in „weiblicher“ Kunst scheint einfach ganz woanders zu liegen, als in männlicher.
Um gleich mal die Ausnahmen zu nennen, Ursula K. LeGuin schreibt wie ich es lesen will, und auch die Harry Potter Reihe hat mich ein wenig unterhalten, wenn auch nur als Hörbuch. Harry Potter ist einfach ideale Kost, wenn man nebenbei was anderes macht.
Mit Rosamunde Pilcher oder Jane Austen kann man mich jagen, obwohl auch diese beiden Autorinnen Millionen Fans beiderlei Geschlechts haben.
Warum ist das also so?

Ich hab vor ein paar Wochen eine interessante Dokumentation über den englischen Comic an sich gesehen, und da stellte sich irgendwann die gleiche Problematik.
Nachdem sich irgendwann (weiß nicht mehr genau 50er? 60er) eine stabile Stammkundschaft für Comicmagazine unter den jungen männlichen Lesern herauskristallisiert hatte, wollten die Produzenten dieser Comichefte auch etwas für die Mädchen entwerfen, um noch mehr abzusetzen.
Man begann Comicreihen zu produzieren, die denen für die Jungens entsprachen, mit dem Unterschied, dass die Helden allesamt Frauen waren. Irgendein Comic mit einer Fliegerheldin, die in jeder Folge beweisen musste, dass sie den männlichen Piloten gleichwertig ist, schwirrt mir dabei im Kopf herum.
Nachdem diese und einige ähnliche Serien floppten, machte man erst einmal eine Leserinnenbefragung, bei der sich herausstellte, dass Mädchen einen Comic gut finden, wenn er sie zum Weinen bringt.
Von da ab litten die Protagonistinnen in Mädchencomics um die Wette. Ein Comic, den sie in der Doku als Beispiel angeführt haben ist mir im Gedächtnis geblieben. Es ging darum um eine Sklavenfarm mit Kriegswaisen.
Der Unterschied zwischen den beiden Geschlechtern sei auch, dass Mädchen zufrieden sein, wenn die Protagonistin trotz aller Hindernisse Erfolg im Leben habe, während Jungens auch lesen wollen, wie der Bösewicht vom Protagonisten eins mit dem Baseballschläger über die Omme gezogen bekommt.

Wenn wir uns Harry Potter ansehen, scheint sich dieses Muster auch dort anzufinden.
Von einer Frau geschrieben, verliert unser sowieso schon vom Leben und seinen Verwandten gestrafter kleiner Mann fast alles, was er im Lauf der Zeit zu lieben gelernt hat: Allen voran seine Eltern, seinen Onkel, mehrmals Ron, seine Freundin, seinen guten Ruf usw.usf.
Trotzdem fällt am Ende der Saga seine „Rache“ eher mild aus. Er verfolgt nicht alle seine Peiniger mit einem Katana, und metzelt sie in epischen Duellen zu Geschnetzeltem.
Voldemort ist weg, und dann ist auch gut. Harry selbst heiratet und sitzt fortan fröhlich im Lehnstuhl.
Bei der Lektüre hab ich mir tatsächlich mehrmals gewünscht, dass die, die es verdient haben ordentlich einen auf den Detz bekommen, allen voran Draco Malfoy. Aber nein, der Satansbraten ist ja noch jung, und „es verwächst sich bestimmt noch“.

Kill Bill hingegen ist ein anderes Beispiel und zwar ein extremes. Da geht es dann nur um die Rache an den Peinigern, obwohl die gute … wie hieß sie noch … Die hatte irgendeinen blöden Namen… Na egal. Obwohl jedenfalls die gute Uma Thurman ja auch ein erfolgreiches Leben mit ihrem Kind hätte anfangen können.
Aber nein, statt dessen häckselt sie sich mit bis zum Schluss ungebrochener Zielstrebigkeit durch die B-Riege der amerikanischen Schauspielerinnen, um schließlich auch Kane aus Kung-Fu zu zeigen, dass man sich nicht mit einer schwertfuchtelnden Blondine anlegen sollte.
Ein Film für Männer? Auf jeden Fall.

Männer konsumieren offenbar also auch Fiktion, die von Frauen handelt die Männersachen machen, und Frauen umgekehrt genauso.

Die Bücher aus dem Hain-Zyklus von Ursula K. LeGuin bilden eine interessante Ausnahme. Dort ist der Gegner kein böser texanischer Karateka, und auch kein schattenhafter Magier, der aus 7 Teilen besteht, die man erst einmal zusammensetzen muss, bevor man gegen ihn kämpfen kann.
In ihren Romanen (zumindest in den SF-Romanen, die ich gelesen habe) sind der Feind die Umstände.
An Umständen kann man sich nicht rächen, darum erwartet der Leser auch schon gar nicht, dass so etwas kommen müsse. Trotzdem kann man sie besiegen. Vielleicht ist das der Königsweg der Unisexfiction…

Written by Heiko C. in: Bücher,Filme,Zwischenmenschliches | Schlagwörter: