Impactsuspect
Jan
12
2010
0

Blick in die Zukunft der Rundfunkgebühr

Wer wissen will, was die Helden von der Westerwellepartei momentan grad in Hinblick auf die GEZ und so planen, der mag mal hier bei Ti_Leo oder beim Pinguinmädchen nachlesen.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jan
11
2010
2

Seltsame Inselvölker

Nein, diesmal geht es nicht um Sylt. Es gibt eine Insel wo sehr viel seltsamere Leute rumlaufen. Wo alteingefahrene Gewohnheiten das Leben diktieren, und man plötzlich so gar nicht mehr klarkommt, wenn sich die Rahmenbedingungen ein wenig ändern.
Was Japan? Pustekuchen! Nein, auch Japan meine ich nicht.

Die Rede ist natürlich von den sympathischen Insulanern im Westen: Den Briten. Kaum schneit es mal ein wenig, kommen sie nicht mehr klar. Kann man ja auch nicht ahnen, dass der Winter kalt wird, und eventuell auch ein wenig gefrorener Niederschlag herunterkommt.
Dass es zu Weihnachten schneit bei unseren britischen Nachbarn, die sich ob ihrer Europhobie ja ach so viel auf ihre Unabhängigkeit vom Kontinent einbilden, passiert ja nun auch eher selten.

Symbolphoto: Ist zwar auf Sylt aufgenommen worden, aber ich hab’s gespiegelt, damit es nach England aussieht, um den Leser an der Nase herumzuführen.

In den Weihnachtsspecials der britischen Science-Fictionserie „Dr. Who“ hat man das traditionell schneefreie Christfest in den letzten Jahren auch schon zum Running-Gag gemacht. Jedesmal schneite es trotz der eher milden Temperaturen, doch mal war es Asche eines abgeschossenen Raumschiffes, mal eine technische Spielerei des außerirdischen, zeitreisenden Serienhelden. Doch echter Schnee war es nie.
Ausgerechnet dieses Jahr hat man sowohl in der Weihnachts- als auch in der Neujahrsfolge der Serie ganz auf den Schnee verzichtet. Ironisch, wo Großbrittanien zwischen den Tagen so aussah, und auch noch immer aussieht.
Als man die Folgen irgendwann im Sommer oder Herbst drehte, ahnte man wohl einfach noch nicht, dass das dicke Wetterende kommen würde. Na ja, das ist auch durchaus verständlich.

Drolliger ist, wie sich die Briten mit dem kalten Wetter auseinandersetzen.
Bei Fefe kann man den Erfahrungsbericht eines in England lebenden Deutschen nachlesen:

Berlin hat mehr Schnee als hier. Aber hier herrscht Ausnamezustand. Normalerweise fahren die bei Schnee einfach das ganze Land runter und warten bis es taut. (Ok, der Norden weis wie man mit Schnee umgeht aber da wohnt auch keiner)
Dumm nur das es eben nicht taut.
Das Konzept Winterreifen ist voellig unbekannt. Es gibt kaum Raeumfahrzeuge, Seitenstrassen sind immer noch nicht frei von Schnee.
Die Muellabfuhr kommt nicht, Post auch nicht.

Okay, man kann ja viel über die Strassen sagen, die teilweise ’ne ganz schön lange Weile dicht bleiben, aber die Post komt bei uns immer noch. Ich denke die kommt auch in Berlin.
Doch zu beißen hat der arme Brite auch nichts mehr:

Zwei fette Gemueseregale, leer bis auf ein paar Kohlkoepfe und Paprika.
Frischfleischregal, leer bis auf ein paar uebriggebliebene Weihnachtsbraten.
Aber der Hammer, keine Eier, keine frische Milch und kein Brot!

Ob das alles etwas überdramatisiert ist? Wer weiß. Doch bei einem Teil des Berichts war es mir möglich den anhand einer „belastbaren Sekundärquelle“ wie Wikipedia sagen würde, zu überprüfen:

Beste Winterstory ist noch das hier kein Schwein den Gehweg raeumt. Angeblich kann man so nicht verklagt werden wenn einer sich hinlegt, denn es sei dann ein ‚Act of God‘. Wenn man was tut war man sich der Gefahr bewusst und hat es nicht richtig getan. Seit dem traut sich keiner oder ist froh ne gute Ausrede zu haben es nicht zuen zu muessen.
Mit so einem absurden Scheiss geben die sich hier zufrieden.

Wie man hier bei Mail-Online nachlesen kann, ist zumindest das wohl ein gesicherter Fakt: Keiner räumt – und es wird sogar vor dem Räumen gewarnt (!) – weil es dann glatt sein könnte:

Householders and businesses have been warned not to clear snowy pavements – as they could be sued if someone slips.

Das tollste ist aber noch, dass junge Partygängerinnen – in der gleichen Onlinezeitung nachzulesen – ohne Mantel oder Pulli auf die Strasse gehen, gekleidet, als wären sie im Mittelmeerurlaub.

Schaut euch mal die Photos da an! Was ist das? Übersprungshandlung, weil in den Köpfen der jungen Frauen einfach nicht vorgesehen ist, dass es mal so ein kaltes Wetter gibt?
Sind die alle so besoffen – das Bingedrinking ist in England ja beihnahe ein Volkssport – dass die gar nicht mehr merken, wie kalt es ist? Was soll das?

Und wie sieht es da drüben aus, wenn in zwei Wochen noch immer Schnee liegt? Liegen dann dort alle erfroren in ihrer Sommerkleidung auf dem Asphalt im Schnee? Oder sind alle verhungert, weil die Supermärkte kein Essen mehr liefern? Oder vereinsamt, weil die Post nicht mehr ausgeliefert wird?

Das schärfste ist aber noch, dass in Britannien schon die Rentner anfangen Enzyklopädien zu verbrennen, um sich nachts warm zu halten, ganz so wie in „The Day after Tomorrow“.

Passiert das alles echt, oder bin ich irgendwann vor Weihnachten eingeschlafen, und träume noch immer?

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gesellschaftliches,Psychologisches | Schlagwörter: ,
Jan
11
2010
0

Nackedeispannerstrahler IV: Uhl unterstützt Nudifizierung, solange es nicht seine eigene ist.

Ja, ne, ist klar. Auf die Anfrage bei Abgeordnetenwatch, ob Herr Uhl der Nacktscannertechnologie so sehr vertraut, dass er zu einer öffentlichen Testnudifizierung zur Verfügenung stehen würde, antwortet der RRW-Preisträger, der ja auch gerne mal obrigkeitsstaatlich ist sinngemäß, dass Nacktscanner eine ernste Sache zur Gefahrenabwehr sind, und keineswegs zur Unterhaltung des Pöbels dienen sollen:

ich unterstütze die Bundesregierung in ihrem Vorhaben, baldmöglichst die Verwendung von Körperscannern zur Sicherheitsüberprüfung an deutschen Flughäfen zu unterstützen, […] Die Körperscanner sollen ein Instrument in den Händen des beauftragten und eingewiesenen Sicherheitspersonals sein. Keineswegs geht es darum, die ´Durchleuchtung´ durchzuführen zum Zweck der Unterhaltung für „interessierte Bürger“.

Warum wirkt eigentlich „Bürger“ immer öfter wie ein Schimpfwort, wenn es aus dem Mund (bzw. der Feder) eines Unionspolitikers kommt?

Wenn die Bilder wirklich so wenig anstößig sind, wie immer alle Politiker behaupten, und wenn die Intimssphäre wirklich nicht verletzt wird, was soll denn an einer öffentlichen Nacktscannung von Herrn Uhl „Unterhaltung“ sein? Das wäre doch im Gegentum nur der Beweis, dass man sich vor den Nackedeispannerstrahlern nicht genieren muss.

Oder will Herr Uhl durch diese schamhafte Koketterie nur sein zukünftiges Redepublikum dazu bewegen, bei seinen Reden „Auszieh’n! Auszieh’n!“ zu rufen?

P.S.: Auch gegen die Nackedeispannerstrahler gibt es mittlerweile die passende E-Petition. Bitte unterzeichnen Sie hier: LINK! Wow.
Nachtrag: Schon fast 4000 Unterschriften, und die läuft erst seit heute! Geht ja los wie Butter!

Jan
11
2010
3

Das Nostalgie-Pink-Floyd-Bilderrätsel Teil 21

Aufgrund der längeren Pause bei den Rätseln, hier mal was einfaches, zum wieder warm werden:

Written by Heiko C. in: Spass und Spiel | Schlagwörter:
Jan
09
2010
5

Der Schneesturm kommt!

Also wenn die Schweinegrippe eine „Pandemie“ war, und die unfähigen Sauerlandbomber eine „gefährliche terroristische Bedrohung“ waren, dann ist das laue Lüftchen, was draußen gerade weht, verbunden mit den 0,3cm Neuschnee heute wohl auch ein „Schneesturm“.

Und da hab ich mir gestern extra die Disco verkniffen, weil wieder mal irgendwelche Weltuntergangspropheten – diesmal bei den Wetterfröschen – das Ende aller Tage herbeibeschwören wollten.

Hätte es draußen so ausgesehen wie letzte Woche, hätte ich ja noch gesagt: Gut, okay!

Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist, wie die Bundesregierung tatsächlich zu Hamsterkäufen aufgerufen hat. Ich kann mich noch an die Regierung Kohl erinnern, wo immer vor Hamsterkäufen gewarnt wurde. …und heute wird dazu aufgerufen. „Kaufen Sie alle Läden leer, damit Leute, die nichts bekommen, in Panik geraten, und den Tengelmannladen anzünden!“
Aber na ja, in so einer Wirtschaftskrise greift man halt auch zum letzten Strohhalm, um den Konsumwillen der Bevölkerung künstlich anzustacheln. Ich halte das trotzdem für unverantwortlich, und diese „Schneekatastrophe“ für nur ein weiteres Kapitel im großen Buch der Panikmache, aus dem uns jeden anderen Abend vorgelesen wird.

Das einzig dumme war, das heute unsere Heizung ausgefallen ist, aber das lag dummerweise schlicht daran, dass das Heizöl alle war.
Tja, wenn der untere Teil des Heizöltanks dunkel ist, muss das nicht unbedingt bedeuten, dass er halb voll ist. Es kann sich auch schlicht um Staub handeln…

Mal sehen, wie sich dieser „Schneesturm“, diese „Daisy after Tomorrow“ noch weiter entwickelt. England soll es ja ziemlich stark erwischt haben…

UPDATE: Mehr zum Thema Katastrophenwahnsinn hier bei Stefan Niggemeier: LINK!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Wahnhaftes | Schlagwörter:
Jan
08
2010
0

Nackedeispannerstrahler III.: Full frontal nudity (in color)

„Vati, Vati, wo kommen all diese Verschwörungstheorien her?“
„Nun, Kind, einige haben ihren Ursprung bei der Bildzeitung!“

Wo fang‘ ich am besten an?

Nun die BILD hat ja scheinbar den Namen „Nacktscanner“ für die umstrittenen „Körperscanner“ geprägt, über die ich schon ein paar mal geschrieben habe, und die an Flughäfen eingesetzt werden sollen, um Fluggäste elektronisch von ihren Kleidern zu befreien.
Im Zuge dessen veröffentlichte die Bild auch einige – offenbar nicht als solche gekennzeichnete – Symbolfotos, die zeigen sollen, wie die Bilder von diesen Nacktscannern denn aussehen könnten.
Diese Bilder waren irgendwie merkwürdig, und verschiedene Leute haben verschiedene Schlüsse aus ihnen gezogen.

Bei Bildblog kam man zu dem Schluß, dass die Fotos im Grunde nur Negative von Bildern einer nackten Frau sind, die man bei einer Agentur für Symbolbilder zum Einbinden in seine mehr oder weniger journalistischen Artikel kaufen kann.

Bei Infowars.com kommt man hingegen zu der Konklusion, dass es sich tatsächlich um den Output dieser Nacktscanner handelt, und man diesen Output nur negativieren muss, um lebensechte Nacktbilder zu erhalten.

Wer da nun Recht hat, davon mag sich jeder selbst ein Bild machen, aber zum Vergleich hier nochmal das Video von einem tatsächlichen Nacktscanner bei der Arbeit.

Ich finde ja, das Konzept der Nacktscanner ist an sich schon gruselig genug. Da ist es mir als Fluggast auch egal, ob die Abbildung meines Körpers nun in Technicolor oder monochrom ist.
Recherchiert man seine Kritik an der Regierung, der Neuen Weltordnung oder was auch immer jedoch nicht gründlich genug, oder hübscht diese mit Halbwahrheiten auf, muss man sich nicht wundern, wenn einem Verschwörungstheoretisiererei vorgeworfen wird.

Im Kampf gegen einen globalen Überwachungsstaat oder ähnliches, ist sowas meines Erachtens nach kontraproduktiv.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: ,
Jan
07
2010
1

Nackedeispannerstrahler II.

P.S: Dieser Cartoon wurde komplett angekleidet eingescannt. 😉

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Lustiges,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jan
06
2010
5

Vampirbücher!!! AAAAHHHH!!!!

Mittlerweile gibt’s auch in den Bahnhofsbuchhandlungen von Niebüll und Westerland, die ich fast täglich frequentiere, fast ein ganzes Regal nur allein für verschiedene Vampirbücher. Sind Vampire in unseren Jahren das, was in den Achzigern die Dinosaurier waren?

Ich mein, es ist ja schön, wenn plötzlich alle jungen Leute lesen, aber es gibt doch auch noch andere Themen als Vampire, oder? Und sind nicht die meisten der erhältlichen Titel im Grunde sehr stark an Twilight angelehnt? Brauchen wir mehr wie Twilight?

Es gab vor einigen Jahren schonmal was ähnliches. Wegen Harry Potter. JK Rowling hat sich mit der Harry Potter Reihe ja von einer Sozialhilfeempfängerin zu einer der reichsten Frauen Englands geschrieben, und da wollten auch schon einige es ihr nachmachen, und haben mal bessere und mal schlechtere Harry-Potter Ripp-Offs geschrieben. Oder vielleicht wurden selbige auch nur lieber von den Verlegern aufgegriffen, um auf der Zauberschul-Welle zu reiten, solange sie anhält? Ich weiß es nicht.
Zwar hat Frau Rowling das Genre des „Zauberschulromans“ sicher nicht erfunden, sowas gibts schon sicher mindestens seit Achtzehnhunderttobak, aber Fakt ist, dass sie das Genre gewissermaßen modernisiert hat, und somit einen neuen Boom für diese Bücher – und Fantasy im Allgemeinen – auslöste.

Was hat das nun mit Vampiren zu tun?
Nun, obwohl Stephenie Meyer auch den „romantischen Vampirroman“ nicht erfunden hat, den gibt es schon seit Bram Stokers Dracula, hat sie ihn für eine gewisse Zielgruppe modern aufbereitet. Obwohl es bestimmt bessere Romane im Tennie-Romantik-Vampir-Genre geben muss (Bitte! Ich will einfach glauben, dass es so ist!), hat sie doch einen Nerv getroffen, und seitdem verkaufen sich ihre Bücher wie blöde.
Also kommen auch wieder irgendwelche Trittbrettfahrer, die mit ihren Romanen ebenfalls von dem Hype profitieren wollen.
Das klingt jetzt negativ, macht aber Kultur aus: Einer macht was, die Leute finden das toll, also macht ein anderer auch sowas, und versucht es besser zu machen.
Gäbe es diesen Mechanismus nicht, würden wir immer noch Mammute an Höhlenwände malen.

Im Regal mit Vampirbüchern fiel mir eines besonders ins Auge. Dieses hier:

Warum es mir ins Auge fiel? Nun, man sieht es auf dem Foto nicht wirklich, aber das Cover ist derart gestaltet, dass man meinen möchte, das Buch sei schon dutzendmal gelesen worden. Das Artwork des Covers sieht absichtlich so aus, als sei die Farbe an den Kanten abgerieben.
Clever, weil es einen zwingt, zweimal hinzusehen. Ich nahm das Buch also in die Hand und las mir den Klappentext durch. Heißt das bei einem Taschenbuch eigentlich Klappentext? Hat ja gar keine Klappen. Na die Zusammenfassung hinten auf dem Buchrücken meine ich. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.
Allein der erste Satz ließ mich schon stutzen.

Rose Hathaway steht vor ihrem Abschluss an der Vampirakademie.

Vampirakademie? Ist Vampir mittlerweile ein Lehrberuf? Gibts da einen akademischen Grad, den man bekommt, wenn man fertig ist? „Dr. vamp dent“, oder so? Ich dachte immer man müsste gebissen werden, ich wusste nicht, dass es da eine Art Ausbildung zum Vampir gibt, die man machen kann. Erstaunlich.

Ich hab den Roman jetzt natürlich nicht gekauft oder gelesen – kann ja sein, dass er ganz gut ist – aber Vampirakademie? Ich kann mir nicht helfen, aber mir kommt das fast so vor, als habe sich die Autorin Richelle Mead sich da beiderseitig von Harry Potter UND Twilight… nun „inspirieren lassen“.
Wow. Ich bin sprachlos. Ich bin beihnahe neugierig, wie das Buch ist. Aber nur beinahe.

Au, ja, bevor ich’s vergesse: Wer das Buch kennt, mag mal bitte seinen Eindruck in die Kommentare schreiben.

Nachtrag: Ich bin übrigens nicht der erste, der über das Vampirbuchphänomen stolpert.

Written by Heiko C. in: Bücher,Kurzrezensionen | Schlagwörter: ,
Jan
06
2010
4

Wo ein nordfriesischer Superbösewicht wohnen würde…

Als ich heute am Kurzentrum vorbei kam, und zufällig meine Kamera dabeihatte, ist mir das erstaunliche architektonische Konglomerat aufgefallen, dass das Schwimmbad „Sylter Welle“ mit dem nebenstehenden – meiner Meinung nach unglücklich benamten – „Syltness Center“ abgibt.
Und nein, ich werde leider nicht bezahlt, dafür, dass ich die beiden erwähne. Zumindest bisher nicht. Wenn mich jemand dafür bezahlen möchte, kann er mir gerne eine Email schicken.

Aber genug davon.
Beide Gebäude sehen jedenfalls so aus, als würden sie viel besser auf eine Geheimversteck-Vulkaninsel in der Südsee passen, und als ob in ihnen eine geheime Geheimorganisation irgendwelche dunklen Machenschaften vorantreibt.


Auf diesem Foto ist der Eingang des Schwimmbads zu sehen, man achte auf die verschiedenen Stile; Teile wirken verspielt, andere nüchtern, wieder andere eher futuristisch. Dieser Stilmisch findet sich oft auch bei den Zentralbasen von genialen Verbrechergenies in Filmen.

Bei diesem Bild bitte ich auf die bunkerartige Konstruktion links zu achten, die durch die halb-eingegrabene rechte Hälfte des Gebäudes nur verstärkt wird. Fehlen eigentlich nur noch Atomraketen, die oben herausragen.

Weiter die Strasse runter geht es weiter mit dem „Syltness Center“ (wer hielt den Namen für eine pfiffige Idee?). Dieses wirkt gerade in Schnee und Eis wie die moderne Form einer mittelalterlichen Festung. Der Teil auf den der Pfeil zeigt könnte der Bergfried sein.
Man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass dort drinnen uniform gekleidete Schergen des wahnsinnigen Masterminds scheinbar sinnlose Tätigkeiten vollführen.

Hier nochmal ein besserer Blick auf das „Syltness Center“ (nein, mit dem Namen werd‘ ich nicht warm).

Wer sich jetzt noch ein paar mehr Informationen zu den Freizeitangeboten der beiden Einrichtungen erwartet hat, den muss ich enttäuschen. Im „Syltness Center“ war ich noch nie, und seitdem ich in den frühen Neunzigern das letzte Mal in der Sylter Welle war, haben die bestimmt schon mal umgebaut, also kann ich dazu nicht viel sagen, außer dass ich die „Sylter Welle“ mit 17 Mark Eintritt damals recht teuer fand.

Written by Heiko C. in: Friesisches,Lustiges | Schlagwörter:
Jan
05
2010
1

Das dumme an Zahlen: Man kann sie vergleichen.

Ein netter Link für euch, über den ich bei Twitter gestolpert bin. Da sieht man verschiedene Kostenfaktoren mal grafisch anschaulich aufbereitet:

http://www.informationisbeautiful.net/visualizations/the-billion-dollar-gram/

Dass man mit den Bestechungsgeldern, die in Russland fließen locker einen Menschen zum Mars schicken könnte, lässt einen schon kopfschüttelnd zurück. Das Geld, das weltweit für Werbung ausgegeben wird, würde da sogar fast zweimal reichen, ebenso das Geld, das im Markt mit illegalen Drogen fließt.

Wenn man sich aber mal das „Worst Case Szenario“ der US-Finanzkrise anschaut, und dann mal mit dem relativ kleinen Betrag vergleicht, der reicht um alle Kinder der Welt (!) ein Jahr (!!) zu ernähren, dann möchte man nur noch kotzen.
Wie oft passt das kleine Rechteck in das große? Vielleicht 50/60 mal? Das hieße, dass man alle Kinder der Welt knapp EIN LEBEN LANG mit den Mitteln ernähren könnte, die wohl im Laufe der nächsten Zeit fließen, um das marode Finanzsystem der USA künstlich am Leben zu erhalten.

Und die Ausgaben im Irak-Krieg? Da möchte man gar nicht dran denken.
Erstaunlich auch, dass weltweit ebenso viel für Grußkarten und Yoga zusammen ausgegeben wird, wie für die Rettung des Amazonas. Irgendwie stimmen da doch die Prioritäten nicht wirklich oder?

Der Etat den die OPEC für die Folgen des Klimawandels bereitstellt, wirken neben den riesigen Gewinnen der OPEC einfach nur noch wie der sarkastische Stinkefinger, den die Ölmultis dem Rest der Welt zeigen.

Witzig auch, das Googles Rechteck fast schon so groß ist, dass man glauben mag, die könnten sich schon einen kleinen Krieg leisten, oder gegen China wettrüsten.

Was ist das bloß für eine Welt, in der Werte so saudumm verteilt werden?

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Jan
12
2010
0

Blick in die Zukunft der Rundfunkgebühr

Wer wissen will, was die Helden von der Westerwellepartei momentan grad in Hinblick auf die GEZ und so planen, der mag mal hier bei Ti_Leo oder beim Pinguinmädchen nachlesen.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jan
11
2010
2

Seltsame Inselvölker

Nein, diesmal geht es nicht um Sylt. Es gibt eine Insel wo sehr viel seltsamere Leute rumlaufen. Wo alteingefahrene Gewohnheiten das Leben diktieren, und man plötzlich so gar nicht mehr klarkommt, wenn sich die Rahmenbedingungen ein wenig ändern.
Was Japan? Pustekuchen! Nein, auch Japan meine ich nicht.

Die Rede ist natürlich von den sympathischen Insulanern im Westen: Den Briten. Kaum schneit es mal ein wenig, kommen sie nicht mehr klar. Kann man ja auch nicht ahnen, dass der Winter kalt wird, und eventuell auch ein wenig gefrorener Niederschlag herunterkommt.
Dass es zu Weihnachten schneit bei unseren britischen Nachbarn, die sich ob ihrer Europhobie ja ach so viel auf ihre Unabhängigkeit vom Kontinent einbilden, passiert ja nun auch eher selten.

Symbolphoto: Ist zwar auf Sylt aufgenommen worden, aber ich hab’s gespiegelt, damit es nach England aussieht, um den Leser an der Nase herumzuführen.

In den Weihnachtsspecials der britischen Science-Fictionserie „Dr. Who“ hat man das traditionell schneefreie Christfest in den letzten Jahren auch schon zum Running-Gag gemacht. Jedesmal schneite es trotz der eher milden Temperaturen, doch mal war es Asche eines abgeschossenen Raumschiffes, mal eine technische Spielerei des außerirdischen, zeitreisenden Serienhelden. Doch echter Schnee war es nie.
Ausgerechnet dieses Jahr hat man sowohl in der Weihnachts- als auch in der Neujahrsfolge der Serie ganz auf den Schnee verzichtet. Ironisch, wo Großbrittanien zwischen den Tagen so aussah, und auch noch immer aussieht.
Als man die Folgen irgendwann im Sommer oder Herbst drehte, ahnte man wohl einfach noch nicht, dass das dicke Wetterende kommen würde. Na ja, das ist auch durchaus verständlich.

Drolliger ist, wie sich die Briten mit dem kalten Wetter auseinandersetzen.
Bei Fefe kann man den Erfahrungsbericht eines in England lebenden Deutschen nachlesen:

Berlin hat mehr Schnee als hier. Aber hier herrscht Ausnamezustand. Normalerweise fahren die bei Schnee einfach das ganze Land runter und warten bis es taut. (Ok, der Norden weis wie man mit Schnee umgeht aber da wohnt auch keiner)
Dumm nur das es eben nicht taut.
Das Konzept Winterreifen ist voellig unbekannt. Es gibt kaum Raeumfahrzeuge, Seitenstrassen sind immer noch nicht frei von Schnee.
Die Muellabfuhr kommt nicht, Post auch nicht.

Okay, man kann ja viel über die Strassen sagen, die teilweise ’ne ganz schön lange Weile dicht bleiben, aber die Post komt bei uns immer noch. Ich denke die kommt auch in Berlin.
Doch zu beißen hat der arme Brite auch nichts mehr:

Zwei fette Gemueseregale, leer bis auf ein paar Kohlkoepfe und Paprika.
Frischfleischregal, leer bis auf ein paar uebriggebliebene Weihnachtsbraten.
Aber der Hammer, keine Eier, keine frische Milch und kein Brot!

Ob das alles etwas überdramatisiert ist? Wer weiß. Doch bei einem Teil des Berichts war es mir möglich den anhand einer „belastbaren Sekundärquelle“ wie Wikipedia sagen würde, zu überprüfen:

Beste Winterstory ist noch das hier kein Schwein den Gehweg raeumt. Angeblich kann man so nicht verklagt werden wenn einer sich hinlegt, denn es sei dann ein ‚Act of God‘. Wenn man was tut war man sich der Gefahr bewusst und hat es nicht richtig getan. Seit dem traut sich keiner oder ist froh ne gute Ausrede zu haben es nicht zuen zu muessen.
Mit so einem absurden Scheiss geben die sich hier zufrieden.

Wie man hier bei Mail-Online nachlesen kann, ist zumindest das wohl ein gesicherter Fakt: Keiner räumt – und es wird sogar vor dem Räumen gewarnt (!) – weil es dann glatt sein könnte:

Householders and businesses have been warned not to clear snowy pavements – as they could be sued if someone slips.

Das tollste ist aber noch, dass junge Partygängerinnen – in der gleichen Onlinezeitung nachzulesen – ohne Mantel oder Pulli auf die Strasse gehen, gekleidet, als wären sie im Mittelmeerurlaub.

Schaut euch mal die Photos da an! Was ist das? Übersprungshandlung, weil in den Köpfen der jungen Frauen einfach nicht vorgesehen ist, dass es mal so ein kaltes Wetter gibt?
Sind die alle so besoffen – das Bingedrinking ist in England ja beihnahe ein Volkssport – dass die gar nicht mehr merken, wie kalt es ist? Was soll das?

Und wie sieht es da drüben aus, wenn in zwei Wochen noch immer Schnee liegt? Liegen dann dort alle erfroren in ihrer Sommerkleidung auf dem Asphalt im Schnee? Oder sind alle verhungert, weil die Supermärkte kein Essen mehr liefern? Oder vereinsamt, weil die Post nicht mehr ausgeliefert wird?

Das schärfste ist aber noch, dass in Britannien schon die Rentner anfangen Enzyklopädien zu verbrennen, um sich nachts warm zu halten, ganz so wie in „The Day after Tomorrow“.

Passiert das alles echt, oder bin ich irgendwann vor Weihnachten eingeschlafen, und träume noch immer?

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gesellschaftliches,Psychologisches | Schlagwörter: ,
Jan
11
2010
0

Nackedeispannerstrahler IV: Uhl unterstützt Nudifizierung, solange es nicht seine eigene ist.

Ja, ne, ist klar. Auf die Anfrage bei Abgeordnetenwatch, ob Herr Uhl der Nacktscannertechnologie so sehr vertraut, dass er zu einer öffentlichen Testnudifizierung zur Verfügenung stehen würde, antwortet der RRW-Preisträger, der ja auch gerne mal obrigkeitsstaatlich ist sinngemäß, dass Nacktscanner eine ernste Sache zur Gefahrenabwehr sind, und keineswegs zur Unterhaltung des Pöbels dienen sollen:

ich unterstütze die Bundesregierung in ihrem Vorhaben, baldmöglichst die Verwendung von Körperscannern zur Sicherheitsüberprüfung an deutschen Flughäfen zu unterstützen, […] Die Körperscanner sollen ein Instrument in den Händen des beauftragten und eingewiesenen Sicherheitspersonals sein. Keineswegs geht es darum, die ´Durchleuchtung´ durchzuführen zum Zweck der Unterhaltung für „interessierte Bürger“.

Warum wirkt eigentlich „Bürger“ immer öfter wie ein Schimpfwort, wenn es aus dem Mund (bzw. der Feder) eines Unionspolitikers kommt?

Wenn die Bilder wirklich so wenig anstößig sind, wie immer alle Politiker behaupten, und wenn die Intimssphäre wirklich nicht verletzt wird, was soll denn an einer öffentlichen Nacktscannung von Herrn Uhl „Unterhaltung“ sein? Das wäre doch im Gegentum nur der Beweis, dass man sich vor den Nackedeispannerstrahlern nicht genieren muss.

Oder will Herr Uhl durch diese schamhafte Koketterie nur sein zukünftiges Redepublikum dazu bewegen, bei seinen Reden „Auszieh’n! Auszieh’n!“ zu rufen?

P.S.: Auch gegen die Nackedeispannerstrahler gibt es mittlerweile die passende E-Petition. Bitte unterzeichnen Sie hier: LINK! Wow.
Nachtrag: Schon fast 4000 Unterschriften, und die läuft erst seit heute! Geht ja los wie Butter!

Jan
11
2010
3

Das Nostalgie-Pink-Floyd-Bilderrätsel Teil 21

Aufgrund der längeren Pause bei den Rätseln, hier mal was einfaches, zum wieder warm werden:

Written by Heiko C. in: Spass und Spiel | Schlagwörter:
Jan
09
2010
5

Der Schneesturm kommt!

Also wenn die Schweinegrippe eine „Pandemie“ war, und die unfähigen Sauerlandbomber eine „gefährliche terroristische Bedrohung“ waren, dann ist das laue Lüftchen, was draußen gerade weht, verbunden mit den 0,3cm Neuschnee heute wohl auch ein „Schneesturm“.

Und da hab ich mir gestern extra die Disco verkniffen, weil wieder mal irgendwelche Weltuntergangspropheten – diesmal bei den Wetterfröschen – das Ende aller Tage herbeibeschwören wollten.

Hätte es draußen so ausgesehen wie letzte Woche, hätte ich ja noch gesagt: Gut, okay!

Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist, wie die Bundesregierung tatsächlich zu Hamsterkäufen aufgerufen hat. Ich kann mich noch an die Regierung Kohl erinnern, wo immer vor Hamsterkäufen gewarnt wurde. …und heute wird dazu aufgerufen. „Kaufen Sie alle Läden leer, damit Leute, die nichts bekommen, in Panik geraten, und den Tengelmannladen anzünden!“
Aber na ja, in so einer Wirtschaftskrise greift man halt auch zum letzten Strohhalm, um den Konsumwillen der Bevölkerung künstlich anzustacheln. Ich halte das trotzdem für unverantwortlich, und diese „Schneekatastrophe“ für nur ein weiteres Kapitel im großen Buch der Panikmache, aus dem uns jeden anderen Abend vorgelesen wird.

Das einzig dumme war, das heute unsere Heizung ausgefallen ist, aber das lag dummerweise schlicht daran, dass das Heizöl alle war.
Tja, wenn der untere Teil des Heizöltanks dunkel ist, muss das nicht unbedingt bedeuten, dass er halb voll ist. Es kann sich auch schlicht um Staub handeln…

Mal sehen, wie sich dieser „Schneesturm“, diese „Daisy after Tomorrow“ noch weiter entwickelt. England soll es ja ziemlich stark erwischt haben…

UPDATE: Mehr zum Thema Katastrophenwahnsinn hier bei Stefan Niggemeier: LINK!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Wahnhaftes | Schlagwörter:
Jan
08
2010
0

Nackedeispannerstrahler III.: Full frontal nudity (in color)

„Vati, Vati, wo kommen all diese Verschwörungstheorien her?“
„Nun, Kind, einige haben ihren Ursprung bei der Bildzeitung!“

Wo fang‘ ich am besten an?

Nun die BILD hat ja scheinbar den Namen „Nacktscanner“ für die umstrittenen „Körperscanner“ geprägt, über die ich schon ein paar mal geschrieben habe, und die an Flughäfen eingesetzt werden sollen, um Fluggäste elektronisch von ihren Kleidern zu befreien.
Im Zuge dessen veröffentlichte die Bild auch einige – offenbar nicht als solche gekennzeichnete – Symbolfotos, die zeigen sollen, wie die Bilder von diesen Nacktscannern denn aussehen könnten.
Diese Bilder waren irgendwie merkwürdig, und verschiedene Leute haben verschiedene Schlüsse aus ihnen gezogen.

Bei Bildblog kam man zu dem Schluß, dass die Fotos im Grunde nur Negative von Bildern einer nackten Frau sind, die man bei einer Agentur für Symbolbilder zum Einbinden in seine mehr oder weniger journalistischen Artikel kaufen kann.

Bei Infowars.com kommt man hingegen zu der Konklusion, dass es sich tatsächlich um den Output dieser Nacktscanner handelt, und man diesen Output nur negativieren muss, um lebensechte Nacktbilder zu erhalten.

Wer da nun Recht hat, davon mag sich jeder selbst ein Bild machen, aber zum Vergleich hier nochmal das Video von einem tatsächlichen Nacktscanner bei der Arbeit.

Ich finde ja, das Konzept der Nacktscanner ist an sich schon gruselig genug. Da ist es mir als Fluggast auch egal, ob die Abbildung meines Körpers nun in Technicolor oder monochrom ist.
Recherchiert man seine Kritik an der Regierung, der Neuen Weltordnung oder was auch immer jedoch nicht gründlich genug, oder hübscht diese mit Halbwahrheiten auf, muss man sich nicht wundern, wenn einem Verschwörungstheoretisiererei vorgeworfen wird.

Im Kampf gegen einen globalen Überwachungsstaat oder ähnliches, ist sowas meines Erachtens nach kontraproduktiv.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: ,
Jan
07
2010
1

Nackedeispannerstrahler II.

P.S: Dieser Cartoon wurde komplett angekleidet eingescannt. 😉

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Lustiges,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jan
06
2010
5

Vampirbücher!!! AAAAHHHH!!!!

Mittlerweile gibt’s auch in den Bahnhofsbuchhandlungen von Niebüll und Westerland, die ich fast täglich frequentiere, fast ein ganzes Regal nur allein für verschiedene Vampirbücher. Sind Vampire in unseren Jahren das, was in den Achzigern die Dinosaurier waren?

Ich mein, es ist ja schön, wenn plötzlich alle jungen Leute lesen, aber es gibt doch auch noch andere Themen als Vampire, oder? Und sind nicht die meisten der erhältlichen Titel im Grunde sehr stark an Twilight angelehnt? Brauchen wir mehr wie Twilight?

Es gab vor einigen Jahren schonmal was ähnliches. Wegen Harry Potter. JK Rowling hat sich mit der Harry Potter Reihe ja von einer Sozialhilfeempfängerin zu einer der reichsten Frauen Englands geschrieben, und da wollten auch schon einige es ihr nachmachen, und haben mal bessere und mal schlechtere Harry-Potter Ripp-Offs geschrieben. Oder vielleicht wurden selbige auch nur lieber von den Verlegern aufgegriffen, um auf der Zauberschul-Welle zu reiten, solange sie anhält? Ich weiß es nicht.
Zwar hat Frau Rowling das Genre des „Zauberschulromans“ sicher nicht erfunden, sowas gibts schon sicher mindestens seit Achtzehnhunderttobak, aber Fakt ist, dass sie das Genre gewissermaßen modernisiert hat, und somit einen neuen Boom für diese Bücher – und Fantasy im Allgemeinen – auslöste.

Was hat das nun mit Vampiren zu tun?
Nun, obwohl Stephenie Meyer auch den „romantischen Vampirroman“ nicht erfunden hat, den gibt es schon seit Bram Stokers Dracula, hat sie ihn für eine gewisse Zielgruppe modern aufbereitet. Obwohl es bestimmt bessere Romane im Tennie-Romantik-Vampir-Genre geben muss (Bitte! Ich will einfach glauben, dass es so ist!), hat sie doch einen Nerv getroffen, und seitdem verkaufen sich ihre Bücher wie blöde.
Also kommen auch wieder irgendwelche Trittbrettfahrer, die mit ihren Romanen ebenfalls von dem Hype profitieren wollen.
Das klingt jetzt negativ, macht aber Kultur aus: Einer macht was, die Leute finden das toll, also macht ein anderer auch sowas, und versucht es besser zu machen.
Gäbe es diesen Mechanismus nicht, würden wir immer noch Mammute an Höhlenwände malen.

Im Regal mit Vampirbüchern fiel mir eines besonders ins Auge. Dieses hier:

Warum es mir ins Auge fiel? Nun, man sieht es auf dem Foto nicht wirklich, aber das Cover ist derart gestaltet, dass man meinen möchte, das Buch sei schon dutzendmal gelesen worden. Das Artwork des Covers sieht absichtlich so aus, als sei die Farbe an den Kanten abgerieben.
Clever, weil es einen zwingt, zweimal hinzusehen. Ich nahm das Buch also in die Hand und las mir den Klappentext durch. Heißt das bei einem Taschenbuch eigentlich Klappentext? Hat ja gar keine Klappen. Na die Zusammenfassung hinten auf dem Buchrücken meine ich. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.
Allein der erste Satz ließ mich schon stutzen.

Rose Hathaway steht vor ihrem Abschluss an der Vampirakademie.

Vampirakademie? Ist Vampir mittlerweile ein Lehrberuf? Gibts da einen akademischen Grad, den man bekommt, wenn man fertig ist? „Dr. vamp dent“, oder so? Ich dachte immer man müsste gebissen werden, ich wusste nicht, dass es da eine Art Ausbildung zum Vampir gibt, die man machen kann. Erstaunlich.

Ich hab den Roman jetzt natürlich nicht gekauft oder gelesen – kann ja sein, dass er ganz gut ist – aber Vampirakademie? Ich kann mir nicht helfen, aber mir kommt das fast so vor, als habe sich die Autorin Richelle Mead sich da beiderseitig von Harry Potter UND Twilight… nun „inspirieren lassen“.
Wow. Ich bin sprachlos. Ich bin beihnahe neugierig, wie das Buch ist. Aber nur beinahe.

Au, ja, bevor ich’s vergesse: Wer das Buch kennt, mag mal bitte seinen Eindruck in die Kommentare schreiben.

Nachtrag: Ich bin übrigens nicht der erste, der über das Vampirbuchphänomen stolpert.

Written by Heiko C. in: Bücher,Kurzrezensionen | Schlagwörter: ,
Jan
06
2010
4

Wo ein nordfriesischer Superbösewicht wohnen würde…

Als ich heute am Kurzentrum vorbei kam, und zufällig meine Kamera dabeihatte, ist mir das erstaunliche architektonische Konglomerat aufgefallen, dass das Schwimmbad „Sylter Welle“ mit dem nebenstehenden – meiner Meinung nach unglücklich benamten – „Syltness Center“ abgibt.
Und nein, ich werde leider nicht bezahlt, dafür, dass ich die beiden erwähne. Zumindest bisher nicht. Wenn mich jemand dafür bezahlen möchte, kann er mir gerne eine Email schicken.

Aber genug davon.
Beide Gebäude sehen jedenfalls so aus, als würden sie viel besser auf eine Geheimversteck-Vulkaninsel in der Südsee passen, und als ob in ihnen eine geheime Geheimorganisation irgendwelche dunklen Machenschaften vorantreibt.


Auf diesem Foto ist der Eingang des Schwimmbads zu sehen, man achte auf die verschiedenen Stile; Teile wirken verspielt, andere nüchtern, wieder andere eher futuristisch. Dieser Stilmisch findet sich oft auch bei den Zentralbasen von genialen Verbrechergenies in Filmen.

Bei diesem Bild bitte ich auf die bunkerartige Konstruktion links zu achten, die durch die halb-eingegrabene rechte Hälfte des Gebäudes nur verstärkt wird. Fehlen eigentlich nur noch Atomraketen, die oben herausragen.

Weiter die Strasse runter geht es weiter mit dem „Syltness Center“ (wer hielt den Namen für eine pfiffige Idee?). Dieses wirkt gerade in Schnee und Eis wie die moderne Form einer mittelalterlichen Festung. Der Teil auf den der Pfeil zeigt könnte der Bergfried sein.
Man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass dort drinnen uniform gekleidete Schergen des wahnsinnigen Masterminds scheinbar sinnlose Tätigkeiten vollführen.

Hier nochmal ein besserer Blick auf das „Syltness Center“ (nein, mit dem Namen werd‘ ich nicht warm).

Wer sich jetzt noch ein paar mehr Informationen zu den Freizeitangeboten der beiden Einrichtungen erwartet hat, den muss ich enttäuschen. Im „Syltness Center“ war ich noch nie, und seitdem ich in den frühen Neunzigern das letzte Mal in der Sylter Welle war, haben die bestimmt schon mal umgebaut, also kann ich dazu nicht viel sagen, außer dass ich die „Sylter Welle“ mit 17 Mark Eintritt damals recht teuer fand.

Written by Heiko C. in: Friesisches,Lustiges | Schlagwörter:
Jan
05
2010
1

Das dumme an Zahlen: Man kann sie vergleichen.

Ein netter Link für euch, über den ich bei Twitter gestolpert bin. Da sieht man verschiedene Kostenfaktoren mal grafisch anschaulich aufbereitet:

http://www.informationisbeautiful.net/visualizations/the-billion-dollar-gram/

Dass man mit den Bestechungsgeldern, die in Russland fließen locker einen Menschen zum Mars schicken könnte, lässt einen schon kopfschüttelnd zurück. Das Geld, das weltweit für Werbung ausgegeben wird, würde da sogar fast zweimal reichen, ebenso das Geld, das im Markt mit illegalen Drogen fließt.

Wenn man sich aber mal das „Worst Case Szenario“ der US-Finanzkrise anschaut, und dann mal mit dem relativ kleinen Betrag vergleicht, der reicht um alle Kinder der Welt (!) ein Jahr (!!) zu ernähren, dann möchte man nur noch kotzen.
Wie oft passt das kleine Rechteck in das große? Vielleicht 50/60 mal? Das hieße, dass man alle Kinder der Welt knapp EIN LEBEN LANG mit den Mitteln ernähren könnte, die wohl im Laufe der nächsten Zeit fließen, um das marode Finanzsystem der USA künstlich am Leben zu erhalten.

Und die Ausgaben im Irak-Krieg? Da möchte man gar nicht dran denken.
Erstaunlich auch, dass weltweit ebenso viel für Grußkarten und Yoga zusammen ausgegeben wird, wie für die Rettung des Amazonas. Irgendwie stimmen da doch die Prioritäten nicht wirklich oder?

Der Etat den die OPEC für die Folgen des Klimawandels bereitstellt, wirken neben den riesigen Gewinnen der OPEC einfach nur noch wie der sarkastische Stinkefinger, den die Ölmultis dem Rest der Welt zeigen.

Witzig auch, das Googles Rechteck fast schon so groß ist, dass man glauben mag, die könnten sich schon einen kleinen Krieg leisten, oder gegen China wettrüsten.

Was ist das bloß für eine Welt, in der Werte so saudumm verteilt werden?