Impactsuspect
Jan
23
2010
2

Biss zur Öffnung des Höllenschlunds…

Einfach herrlich: Was würde Buffy tun, wenn sie Edward „Michschnitte“ Cullen von Twilight an der Backe hätte:

Gefunden im Genderblog.

Ich meine, das ist ja natürlich Geschmacksache, aber da zeigt sich für mich zumindest, wie gut Buffy im Vergleich zu Twilight doch war. Sicher, die Stories bei Buffy neigten dazu sich allesamt etwas sehr ähnlich zu sein, aber die Charaktere kommen bei Buffy nachvollziehbarer, intelligenter und weniger stereotypisch rüber.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Jan
22
2010
7

Besser jemanden fragen, der sich mit sowas auskennt…

Michael Jackson gab uns 39 und seine Mutter würde schreien!


Gefunden hier: LINK

Ich glaube das Hauptproblem war, dass der beim Übersetzen nicht wirklich hinterherkam, und vielleicht die schwierigen Worte, wie etwa „Charities“, nicht kannte.
Ich tippe darauf, dass der reguläre Dolmetscher krank war, und jemand mit „Englischkenntnissen“ mal eben einspringen musste.

„Kalle, du kannst doch Englisch, oder?“
„Öhm, ja?!“
„Dann mach du mal die Simultanübersetzung!“
„Simultan? Wat is dat denn?“
„Ach, da mach dir mal keine Sorgen, Hauptsache du kannst Englisch!“
„Öhm…“
„Du kannst doch Englisch, oder? Kriegst auch n‘ Fuffi extra.“
„Oh,… okay!“

Nachtrag: Hier gibt’s das Video nochmal länger: LINK! Quasi mit Vorgeschichte.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Lustiges | Schlagwörter: ,
Jan
20
2010
9

Schlumpfkatzhontas

Kaum ein Film hat die Öffentlichkeit schon im Vorfeld so polarisiert, wie James Camerons Science-Fiction-Öko-Drama „Avatar“. Und auch jetzt, nachdem ihn wohl schon jeder im Kino gesehen hat, der ihn im Kino sehen wollte,  gehen die Diskussionen noch weiter.  Die einen können sich noch nicht entscheiden, ob sie die tolle neue 3D-Technologie nun gut finden, und die anderen werfen dem Film – nicht ganz unbegründet – vor, dass es sich nur um einen Abklatsch von „Pocahontas“, „Ferngully“ oder „Der mit dem Wolf tanzt“ handelt.
Ich hab den Film mittlerweile in 3D gesehen, die Optik war tatsächlich atemberaubend, und die Handlung war okay, wenn auch schon nicht so besonders neu.
Den Film in eine Schublade mit dem unterirdisch schlechten „Ferngully“ zu stecken ist meines Erachtens nach eine Beleidigung, im Grunde genommen ist der Film was Handlung und Schauspielerei angeht auch nicht wirklich schlechter als Kevin Costners Indianerepos.

Was man allerdings tun muss, wenn man diesen Film genießen will, ist sich dazu zu zwingen über die ganz groben logischen Fehler erst einmal hinwegzusehen.
Darüber, dass die Tier und Pflanzenwelt Pandoras scheinbar samt und sonders mit einer Art organischem USB-Anschlüssen ausgestattet sind, die es den Pandoranern erlauben sich – mittels passendem Stecker in deren Haaren – mit scheinbar beliebigen Tieren oder Pflanzen zu verbinden, um diese dann in einer Art symbiotischer Verbindung zu steuern…

Gut, ich zweifle daran, auch nach längerem Überlegen auf ein evolutionsbiologisches Szenario zu kommen, dass es sinnvoll machen würde so etwas zu entwickeln, aber na ja. „Suspension of Disbelief“ – zu deutsch „Außerkraftsetzung des Unglaubens“ – nennt man die bei Science-Fiction angemessene Reaktion auf sowas wohl.

Besonders störend fand ich jedoch die schwebenden Berge, die es auf dem Planeten Pandora gibt. Gut, schwebende Berge ließen sich wohl noch irgendwie mit Magneto-Dingenskirchenstrahlen erklären, die unter den Bergen ein Kraftfelddingsie erzeugen, und sie somit anheben, doch das erklärt nicht, wie diese schwebenden Berge Wasserfälle haben können.
Ich meine, irgendwoher muss das Wasser doch kommen, oder? Muss ja irgendwann alle sein, wenn der Felsen, auf dem die Quelle entspringt, nicht besonders groß ist, und keine Verbindung zum Erdboden hat, oder?

Ich meine, als surreale Kunst von Renè Magritte lass ich mir sowas ja gefallen, wenn es sein muss, auch als kitschiges Fantasy-Poster oder -T-Shirt, aber in einem Science Fiction Film, der sich ansonsten alle Mühe gibt, dass man ihn ernst nimmt? Nee, das war ein wenig zu viel des Guten.
Sicher könnte man sich da auch eine abstruse Erklärung einfallen lassen, wie das in der Logikwelt des Filmes funktioniert. Würde man mich zwingen, das wegzureden, dann würde ich mit Pflanzen anfangen, die Wasser aus der Luft sammeln, das dann unten abfließt – aber das müssten dann schon echt produktive Pflanzen sein.

Ansonsten habe ich erstaunlich wenig zu meckern, auch wenn ich mich darauf gefreut habe meckern zu können. Leider ist der Film nicht ein Zehntel so schlecht, wie 2012 war.
Das SF-Setting ist – von Ausreißern wie den Schwebebergen mal abgesehen – recht solide, ebenso die Handlung, und die Zeichnung der Charaktere. Hier erreicht der Film mit der Schulnote 3 wohl grad noch so die Absicht, die James Cameron bei der Produktion im Kopf hatte.
Wirklich außergewöhnlich wird der Film jedoch nur durch seine Effekte, speziell das 3D.
Ich erinnere mich daran, wie in den 80ern irgendwann mal im Fernsehen einige 3D Sendungen liefen. Die waren in schwarz-weiß, und die spärlich verteilten 3D Elemente waren rot-grün, zu betrachten durch eine Brille mit rotem und grünem Glas. Ich schreibe hier „Glas“ obwohl es sich streng genommen um billige Plastikfolie gehandelt hat.
Der 3D Effekt damals war eher so mau bis gar nicht, und von dem Rot-Grün bekam ich ziemlich schnell Kopfschmerzen.

Ich hab Avatar in einer Version gesehen, bei der man den 3D Effekt durch das Tragen einer Brille mit polarisierenden Gläsern sichbar macht.
Die Szenen mit den menschlichen Schauspielern waren räumlich, allerdings hatten die eher was von einem Diorama, als von echtem 3D, doch als der Film dann nur noch computeranimiert war, war er so 3D, wie ich nur fähig bin 3D zu sehen, und durch die grelle Buntheit des Filmes wirkte das echter als echt. Alle Achtung! Langsam glaube ich an die Prognose, dass wir das reguläre 3D-Fernsehen spätestens 2014 haben werden.

Ach ja, durch die polarisierenden Gläser war alles ganz normal in Farbe, und Kopfschmerzen hatte ich trotz der 160 Minuten langen Kinositzung auch nicht.

Das bemerkenswerte an dem Film sind neben den Effekten dann natürlich auch die Kontroversen die er ausgelöst hat.
In China beispielsweise darf „Avatar“ nur noch in 3D Kinos gezeigt werden, weil sich die Chinesen aufgrund der Enteignungspolitik in China sonst eventuell zu sehr mit den eingeborenen blauen Schlumpfkatzen-Aliens im Film identifizieren. Bei heise gibt es dazu mehr. Ein chinesischer Blogger fragte sich sogar angesichts Avatars, ob James Cameron mal heimlich in China gelebt habe, weil die Handlung des Filmes so zu den Zwangsräumungen passe, die in China wohl an der Tagesordnung zu sein scheinen.

Auch in Russland hat man Probleme mit dem Film. Wie die Welt berichtet, hat die Kommunistische Partei in Russland Camerons Verhaftung gefordert, weil er Elemente seines Filmes aus einem Roman des russischen SF-Schriftstellers Strugazki „übernommen“ hat.
Strugazki selbst sieht das mit dem „Übernehmen“ ähnlich, will aber keine Anzeige erstatten.
Das wäre allerdings auch nicht das erste mal, selbst wenn er Cameron anzeigen würde. E.A. van Vogt hat auch damals das Studio verklagt, dass „Alien“ gedreht hat, weil die ganze Prämisse des Films auf einer seiner Kurzgeschichten beruht. Van Vogt hat übrigens damals recht bekommen.

Beim Narren auf dem Hügel gibt’s zu dem Film noch ne zweite Meinung: LINK! Und eine dritte gibt es im Magdeblog: LINK!

Written by Heiko C. in: Filme,Kurzrezensionen,Politisches | Schlagwörter:
Jan
20
2010
--

Weils am Ende wieder keiner glauben will…

Es ist nicht nur immernoch untypisch saukalt da draußen, nein sogar das Meer friert fröhlich vor sich hin.

Hier am Hörnumer Hafen auf Sylt:

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: ,
Jan
19
2010
3

Neuigkeiten kurz verlinkt:

Mann wird verhaftet, weil er was auf Twitter gepostet hat:
LINK!

In Italien darf man ab demnächst keine Videos ins Netz stellen, ohne dass diese von den Behörden genehmigt wurden:
LINK! NOCH’N LINK!

Roland Koch will Zwangsarbeit für HartzIV-Empfänger:
LINK!
Kommentar dazu:
LINK!

Es gibt mittlerweile sogar schon Vampirorangen:
LINK!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jan
19
2010
2

Ein Baum im Wandel der Zeiten

Auch wenn’s mir langsam langweilig wird, und der beste Teil immer durch mein Geschreibsel verdeckt wird, so mag ich doch mein Bloghintergrundbild.
Besonders den toten Baum, der wohl die meiste Zeit nicht zu sehen ist, es sei denn, ich schreibe sehr wenig, was eher selten vorkommt, da ich – bei Lichte betrachtet – zu Bandwurmsätzen wie diesem hier neige.

In alten Fotos meiner Eltern habe ich tatsächlich nun eine ältere Version meines Hintergrundmotivs gefunden, wenn auch aus einer etwas anderen Perspektive – und mit Schafen – fotografiert. Auf diesem Bild ist der arme Baum noch am Leben:

Hier nochmal im Vergleich alle drei Bäume im Ausschnitt:


Da lebt er noch…


Da isser schon tot, wegen Borkenkäfern oder Ulmenkrankheit oder weißichwas…


Und so sieht das ganze im Schnee aus.

Bemerkenswert auch, wie viel mehr Wasser die Au offenbar früher führte. Ich erinnere mich: Als ich klein war, konnte man noch drin baden, heute ist sie eher flach. Aber vielleicht kommt mir das auch nur so vor, weil ich selbst nicht unerheblich größer geworden bin.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Jan
17
2010
6

Das total neue Musikbilderrätsel 1-3

Um die Handbremse an meinen Bilderrätseln mal ein wenig zu lösen, hier zur Abwechslung mal drei Lieder von drei unterschiedlichen Bands. Die älteren Nordfriesen unter meinen Lesern, werden alle wahrscheinlich schonmal am Donnerstag im Domino – Friede sei seiner Asche – gehört haben.
Für alle Außerfriesischen: Der Musikmix im Domino bestand Donnerstags aus Darkwave, Gothic, Indy, Metal, 70s Rock und verschiedenen eher obskuren Sonderstücken.
Dann ratet mal schön:

P.S: Wer auch noch die Band weiß, bekommt Sonderpunkte

Written by Heiko C. in: Spass und Spiel | Schlagwörter:
Jan
16
2010
4

Nacktscannerdebatte nur Ablenkung – Natürlich geht’s noch immer um Internetzensur

Breaking News: Wieder einmal soll der Jugendschutz dafür herhalten, das Internet – ähnlich wie in China – zu einem streng kontrollierten staatlichen Propagandainstument zu machen. Die Debatte um die blödsinnigen Nacktscanner ist wohl nur eine der Politik willkommene Ablenkung, welche die Augen der Öffentlichkeit vor der klammheimlichen Installation umfassender Internetzensur zu verschießt.

Was für ein antidemokratischer Angriff auf die Meinungs und Informationsfreiheit der Entwurf des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages ist, darüber kann man sich bei Alvar Freude vom AKZensur und hier bei Common Nonsense ein Bild machen.

Wieder ist der gleiche alte Schrott von „Sendezeitbegrenzungen“ im Internet enthalten, ebenso wie die Kriminalisierung aller Provider, die sich an die Netzneutralität halten: In Zukunft sollen die Provider z.B. dafür verantwortlich gemacht werden, wenn irgendwo ein Teenager auf eine Pornoseite klickt.

Wisst ihr wer sowas meiner Meinung nach verhindern sollte? DIE ELTERN verdammt noch eins! Macht man den Provider dafür verantwortlich, dass ein Kind eine Pornoseite ansurft, dann sollte man konsequenterweise auch den Zeitschriftenhändler dafür verantwortlich machen, dass ein Kind einen Playboy aus dem Schuhkarton unter dem Bett seiner Eltern angelt.

Das ist doch hirnrissig, verdammte Axt! Und was bleibt vom Internet, wenn tatsächlich alle Inhalte, die irgendjemand irgendwo für „jugendgefährdend“ halten könnte, sicherheitshalber gleich gar nicht mehr von den Providern weitergeleitet werden? Es geht da ja nicht nur um Pornos, sondern auch um Filmtrailer, Fanfiction und auch um politische Inhalte. Da steht zwar was von „verfassungsfeindliche“, „zum Hass gegen nationale, rassische, religiöse Gruppen aufstachelnde“, „grausame und sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen in einer Art schildernde“ , „den Krieg verherrlichende“ oder „gegen die Menschenwürde verstoßende“ Inhalte aber wie soll der Provider ad hoc entscheiden, was unter diese Kategorien fällt? Und wo fängt eigentlich Pornografie an? Bei Michelangelos David? Wie sieht wohl ein „Internet ab 6 Jahren“ aus?

Im Grunde genommen sprechen wir um Zensursula x 10.000.

Nachtrag: Sicher sind die Nacktscanner auch immernoch Scheiße, aber ich halte es für falsch, in Anbetracht von etwas, was der Abschaltung des freien Internets gleichkommen würde, die Nacktscanner als die momentan größte von der Politik geplante Schweinerei an den Pranger zu stellen, und darüber alle anderen – und meiner Meinung nach schlimmeren – Freiheitswegnahmen auszublenden.

Nachtrag2:

via Sempervideo

Noch ein Nachtrag: Das ganze nochmal durch die Brille anwaltlichen Know-Hows bei Internet-Law

Jan
15
2010
1

Akopalüpse 2012

Woran erkennt man wahre Propheten? Richtig! Sie sind Freidenker, und kümmern sich nicht um die herkömmlichen Kleidungsnormen.

Written by Heiko C. in: Esoterisches | Schlagwörter: , ,
Jan
14
2010
7

Kampf der Titanen: China gegen Google

Es ist ja mittlerweile durch die Rundfunk- und Holzmedien gegangen, und jeder zweite Blog schreibt sowieso drüber, aber ich muss das Thema trotzdem nochmal aufgreifen:

Google stellt bei seinem Chinadienst die politische Inhaltsfilterung aus.
Das hört sich ja erst einmal gut an, wenn man mal davon absieht, dass Google bei den Suchmaschinen in China eher die dritte Geige (oder den dritten Kontrabass, wenn man so will) spielt.
In den Holzmedien, wie hier bei SpOn ist von 30% Marktanteil zu lesen an guten Tagen liegt der aber wohl eher bei 20 – 24%. (Fragt mich nicht, wo ich das gelesen hab, weißnichtmehr) Trotzdem googelte bis vor kurzem immerhin noch etwa ein Fünftel aller Online-Chinesen.

Was ist nun passiert?
Nun, es kam wohl zu Hackingangriffen auf Google, für die Google scheinbar die chinesische Regierung – zumindest mittelbar – verantwortlich macht. Es soll nicht nur versucht worden sein die Gmailkonten von chinesischen Menschenrechtsaktivisten zu hacken, nein, Gerüchte besagen, dass die Chinesen jetzt auch irgendwelche Protokolle haben, die Google eigentlich für die Antiterrorabteilung der US-Regierung führt. Sowas wie unsere Vorratsdatenspeicherung, glaube ich.

Google hat sich dann erst mal mit der US-Regierung abgesprochen, und dann China den Cyberkrieg erklärt, wenn man es so nennen will.
Wenn China trotz Googles Zugeständnissen an die Netzzensur im Reich der Mitte trotzdem noch versucht Google zu hacken, dann macht halt Google ab sofort keine Zugeständnisse mehr.
Das hieße wohl, dass Google in China zugemacht wird, aber Googles „humanitäres Programm“ ist in China ja sowieso nicht aufgegangen. Eigentlich war ja der Plan sich in China unentbehrlich zu machen – wie im Rest der Welt – um dann Menschenrechts- und Antizensurforderungen stellen zu können.
Da hat Google bei den Chinesen aber wohl auf einen besonders harten Granitkeks gebissen.

Pessimistische Unken mögen mosern: „Google und China! Das sind doch beides Datenkraken, wo ist denn da eigentlich der Unterschied? Mir doch egal, wenn die sich streiten!“

Trotz aller Skepsis, die ich der Datensammelwut Googles gegenüber für angebracht halte, sehe ich das jedoch ein wenig anders.
Allein die Ziele der beiden Giganten sind ganz andere: Während Google eine Firma ist, die im Grunde genommen nur ihr Produkt verkaufen will, ist China ein Staat, der gerne weiterhin die absolute Macht über seine Untertanen ausüben will.
Denken wir die Ideologien der beiden bis zum pessimistischten Ende durch, so geht China in Richtung Orwells „1984„, während sich Google eher in Richtung „Schöne neue Welt“ von Huxley bewegt.
Ich gebe zu, dass das nur eine Annäherung an die Wahrheit sein kann, denn Google will ja schließlich weder ein Kastensystem, noch dass Menschen in Massenklonung hergestellt werden, aber so in etwa, finde ich, haut es hin.

Im schlimmsten Fall will Google die Masse quasi „kontrollieren“ indem es ihr die richtige Information oder Werbung zur richtigen Zeit präsentiert. Google will die Menschen zufrieden machen.
Dass Google so viele Daten sammelt… – hey, das passiert doch nur, damit Google seine Kunden noch zufriedener machen kann!
Natürlich kann man diese Daten auch mißbrauchen, natürlich kann auch Google Zensur ausüben. Die machen das sogar schon. Auch in Deutschland werden Suchergebnisse ausgefiltert, die in Deutschland gegen Gesetze verstoßen.
Google weist aber darauf hin, dass es ausfiltert.
Dass mir Google Werbung schickt, die auf meinen Suchanfragen basiert, oder dem, was ich in meinen Emails schreibe? Sehr, sehr nervig, aber es gibt dann doch schlimmeres.

China hingegen: China will am liebsten die Geschichte täglich umschreiben, und solche Ereignisse wie das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens ganz aus der Vergangenheit streichen.
Ganz so wie potentiell gefährliche oder aufrüherrische Worte einen chinesischen Computer, der mit der Green-Damm-Software läuft, zum Absturz bringen.
Um ein Haar wäre diese Software ja Pflicht für alle chinesischen Computer geworden.
Sowas ist nichts anderes als Aussiebung von „Verbrechendenk“ durch eine elektronische „Gedankenpolizei“.

Da ziehe ich Huxleys Welt jeden Tag vor, wenn ich die Wahl zwischen dieser und der von Orwell habe.
Viele Chinesen sehen das scheinbar ähnlich, wie ein weiterer SpOn-Artikel schreibt.
Herrje, bei Huxleys „Schöne neue Welt“ sind sich ja noch nicht einmal die Literaturexperten einig, ob das wirklch eine Dysutopie sein soll.

Es gibt auch chronische Miesmacher, die sagen: „Alles nur ein gelungener PR-Gag von Google! Nur möglich, weil deren Geschäft in China sowieso nicht die Erwartungen erfüllt!“

Denen möchte ich einen Tweet vom elektrischen Reporter ans Herz legen:

Und wisst Ihr was? Mir ist lieber, Unternehmen tun aus PR-Gründen das Richtige, als dass sie es nicht tun. #googlecn

Seh‘ ich genauso!

Nachtrag: Eine Zusammenstellung von Beiträgen zu dem Thema findet sich noch bei Netzpolitik.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , , ,

Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes

Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes

Jan
23
2010
2

Biss zur Öffnung des Höllenschlunds…

Einfach herrlich: Was würde Buffy tun, wenn sie Edward „Michschnitte“ Cullen von Twilight an der Backe hätte:

Gefunden im Genderblog.

Ich meine, das ist ja natürlich Geschmacksache, aber da zeigt sich für mich zumindest, wie gut Buffy im Vergleich zu Twilight doch war. Sicher, die Stories bei Buffy neigten dazu sich allesamt etwas sehr ähnlich zu sein, aber die Charaktere kommen bei Buffy nachvollziehbarer, intelligenter und weniger stereotypisch rüber.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Jan
22
2010
7

Besser jemanden fragen, der sich mit sowas auskennt…

Michael Jackson gab uns 39 und seine Mutter würde schreien!


Gefunden hier: LINK

Ich glaube das Hauptproblem war, dass der beim Übersetzen nicht wirklich hinterherkam, und vielleicht die schwierigen Worte, wie etwa „Charities“, nicht kannte.
Ich tippe darauf, dass der reguläre Dolmetscher krank war, und jemand mit „Englischkenntnissen“ mal eben einspringen musste.

„Kalle, du kannst doch Englisch, oder?“
„Öhm, ja?!“
„Dann mach du mal die Simultanübersetzung!“
„Simultan? Wat is dat denn?“
„Ach, da mach dir mal keine Sorgen, Hauptsache du kannst Englisch!“
„Öhm…“
„Du kannst doch Englisch, oder? Kriegst auch n‘ Fuffi extra.“
„Oh,… okay!“

Nachtrag: Hier gibt’s das Video nochmal länger: LINK! Quasi mit Vorgeschichte.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Lustiges | Schlagwörter: ,
Jan
20
2010
9

Schlumpfkatzhontas

Kaum ein Film hat die Öffentlichkeit schon im Vorfeld so polarisiert, wie James Camerons Science-Fiction-Öko-Drama „Avatar“. Und auch jetzt, nachdem ihn wohl schon jeder im Kino gesehen hat, der ihn im Kino sehen wollte,  gehen die Diskussionen noch weiter.  Die einen können sich noch nicht entscheiden, ob sie die tolle neue 3D-Technologie nun gut finden, und die anderen werfen dem Film – nicht ganz unbegründet – vor, dass es sich nur um einen Abklatsch von „Pocahontas“, „Ferngully“ oder „Der mit dem Wolf tanzt“ handelt.
Ich hab den Film mittlerweile in 3D gesehen, die Optik war tatsächlich atemberaubend, und die Handlung war okay, wenn auch schon nicht so besonders neu.
Den Film in eine Schublade mit dem unterirdisch schlechten „Ferngully“ zu stecken ist meines Erachtens nach eine Beleidigung, im Grunde genommen ist der Film was Handlung und Schauspielerei angeht auch nicht wirklich schlechter als Kevin Costners Indianerepos.

Was man allerdings tun muss, wenn man diesen Film genießen will, ist sich dazu zu zwingen über die ganz groben logischen Fehler erst einmal hinwegzusehen.
Darüber, dass die Tier und Pflanzenwelt Pandoras scheinbar samt und sonders mit einer Art organischem USB-Anschlüssen ausgestattet sind, die es den Pandoranern erlauben sich – mittels passendem Stecker in deren Haaren – mit scheinbar beliebigen Tieren oder Pflanzen zu verbinden, um diese dann in einer Art symbiotischer Verbindung zu steuern…

Gut, ich zweifle daran, auch nach längerem Überlegen auf ein evolutionsbiologisches Szenario zu kommen, dass es sinnvoll machen würde so etwas zu entwickeln, aber na ja. „Suspension of Disbelief“ – zu deutsch „Außerkraftsetzung des Unglaubens“ – nennt man die bei Science-Fiction angemessene Reaktion auf sowas wohl.

Besonders störend fand ich jedoch die schwebenden Berge, die es auf dem Planeten Pandora gibt. Gut, schwebende Berge ließen sich wohl noch irgendwie mit Magneto-Dingenskirchenstrahlen erklären, die unter den Bergen ein Kraftfelddingsie erzeugen, und sie somit anheben, doch das erklärt nicht, wie diese schwebenden Berge Wasserfälle haben können.
Ich meine, irgendwoher muss das Wasser doch kommen, oder? Muss ja irgendwann alle sein, wenn der Felsen, auf dem die Quelle entspringt, nicht besonders groß ist, und keine Verbindung zum Erdboden hat, oder?

Ich meine, als surreale Kunst von Renè Magritte lass ich mir sowas ja gefallen, wenn es sein muss, auch als kitschiges Fantasy-Poster oder -T-Shirt, aber in einem Science Fiction Film, der sich ansonsten alle Mühe gibt, dass man ihn ernst nimmt? Nee, das war ein wenig zu viel des Guten.
Sicher könnte man sich da auch eine abstruse Erklärung einfallen lassen, wie das in der Logikwelt des Filmes funktioniert. Würde man mich zwingen, das wegzureden, dann würde ich mit Pflanzen anfangen, die Wasser aus der Luft sammeln, das dann unten abfließt – aber das müssten dann schon echt produktive Pflanzen sein.

Ansonsten habe ich erstaunlich wenig zu meckern, auch wenn ich mich darauf gefreut habe meckern zu können. Leider ist der Film nicht ein Zehntel so schlecht, wie 2012 war.
Das SF-Setting ist – von Ausreißern wie den Schwebebergen mal abgesehen – recht solide, ebenso die Handlung, und die Zeichnung der Charaktere. Hier erreicht der Film mit der Schulnote 3 wohl grad noch so die Absicht, die James Cameron bei der Produktion im Kopf hatte.
Wirklich außergewöhnlich wird der Film jedoch nur durch seine Effekte, speziell das 3D.
Ich erinnere mich daran, wie in den 80ern irgendwann mal im Fernsehen einige 3D Sendungen liefen. Die waren in schwarz-weiß, und die spärlich verteilten 3D Elemente waren rot-grün, zu betrachten durch eine Brille mit rotem und grünem Glas. Ich schreibe hier „Glas“ obwohl es sich streng genommen um billige Plastikfolie gehandelt hat.
Der 3D Effekt damals war eher so mau bis gar nicht, und von dem Rot-Grün bekam ich ziemlich schnell Kopfschmerzen.

Ich hab Avatar in einer Version gesehen, bei der man den 3D Effekt durch das Tragen einer Brille mit polarisierenden Gläsern sichbar macht.
Die Szenen mit den menschlichen Schauspielern waren räumlich, allerdings hatten die eher was von einem Diorama, als von echtem 3D, doch als der Film dann nur noch computeranimiert war, war er so 3D, wie ich nur fähig bin 3D zu sehen, und durch die grelle Buntheit des Filmes wirkte das echter als echt. Alle Achtung! Langsam glaube ich an die Prognose, dass wir das reguläre 3D-Fernsehen spätestens 2014 haben werden.

Ach ja, durch die polarisierenden Gläser war alles ganz normal in Farbe, und Kopfschmerzen hatte ich trotz der 160 Minuten langen Kinositzung auch nicht.

Das bemerkenswerte an dem Film sind neben den Effekten dann natürlich auch die Kontroversen die er ausgelöst hat.
In China beispielsweise darf „Avatar“ nur noch in 3D Kinos gezeigt werden, weil sich die Chinesen aufgrund der Enteignungspolitik in China sonst eventuell zu sehr mit den eingeborenen blauen Schlumpfkatzen-Aliens im Film identifizieren. Bei heise gibt es dazu mehr. Ein chinesischer Blogger fragte sich sogar angesichts Avatars, ob James Cameron mal heimlich in China gelebt habe, weil die Handlung des Filmes so zu den Zwangsräumungen passe, die in China wohl an der Tagesordnung zu sein scheinen.

Auch in Russland hat man Probleme mit dem Film. Wie die Welt berichtet, hat die Kommunistische Partei in Russland Camerons Verhaftung gefordert, weil er Elemente seines Filmes aus einem Roman des russischen SF-Schriftstellers Strugazki „übernommen“ hat.
Strugazki selbst sieht das mit dem „Übernehmen“ ähnlich, will aber keine Anzeige erstatten.
Das wäre allerdings auch nicht das erste mal, selbst wenn er Cameron anzeigen würde. E.A. van Vogt hat auch damals das Studio verklagt, dass „Alien“ gedreht hat, weil die ganze Prämisse des Films auf einer seiner Kurzgeschichten beruht. Van Vogt hat übrigens damals recht bekommen.

Beim Narren auf dem Hügel gibt’s zu dem Film noch ne zweite Meinung: LINK! Und eine dritte gibt es im Magdeblog: LINK!

Written by Heiko C. in: Filme,Kurzrezensionen,Politisches | Schlagwörter:
Jan
20
2010
--

Weils am Ende wieder keiner glauben will…

Es ist nicht nur immernoch untypisch saukalt da draußen, nein sogar das Meer friert fröhlich vor sich hin.

Hier am Hörnumer Hafen auf Sylt:

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: ,
Jan
19
2010
3

Neuigkeiten kurz verlinkt:

Mann wird verhaftet, weil er was auf Twitter gepostet hat:
LINK!

In Italien darf man ab demnächst keine Videos ins Netz stellen, ohne dass diese von den Behörden genehmigt wurden:
LINK! NOCH’N LINK!

Roland Koch will Zwangsarbeit für HartzIV-Empfänger:
LINK!
Kommentar dazu:
LINK!

Es gibt mittlerweile sogar schon Vampirorangen:
LINK!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jan
19
2010
2

Ein Baum im Wandel der Zeiten

Auch wenn’s mir langsam langweilig wird, und der beste Teil immer durch mein Geschreibsel verdeckt wird, so mag ich doch mein Bloghintergrundbild.
Besonders den toten Baum, der wohl die meiste Zeit nicht zu sehen ist, es sei denn, ich schreibe sehr wenig, was eher selten vorkommt, da ich – bei Lichte betrachtet – zu Bandwurmsätzen wie diesem hier neige.

In alten Fotos meiner Eltern habe ich tatsächlich nun eine ältere Version meines Hintergrundmotivs gefunden, wenn auch aus einer etwas anderen Perspektive – und mit Schafen – fotografiert. Auf diesem Bild ist der arme Baum noch am Leben:

Hier nochmal im Vergleich alle drei Bäume im Ausschnitt:


Da lebt er noch…


Da isser schon tot, wegen Borkenkäfern oder Ulmenkrankheit oder weißichwas…


Und so sieht das ganze im Schnee aus.

Bemerkenswert auch, wie viel mehr Wasser die Au offenbar früher führte. Ich erinnere mich: Als ich klein war, konnte man noch drin baden, heute ist sie eher flach. Aber vielleicht kommt mir das auch nur so vor, weil ich selbst nicht unerheblich größer geworden bin.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Jan
17
2010
6

Das total neue Musikbilderrätsel 1-3

Um die Handbremse an meinen Bilderrätseln mal ein wenig zu lösen, hier zur Abwechslung mal drei Lieder von drei unterschiedlichen Bands. Die älteren Nordfriesen unter meinen Lesern, werden alle wahrscheinlich schonmal am Donnerstag im Domino – Friede sei seiner Asche – gehört haben.
Für alle Außerfriesischen: Der Musikmix im Domino bestand Donnerstags aus Darkwave, Gothic, Indy, Metal, 70s Rock und verschiedenen eher obskuren Sonderstücken.
Dann ratet mal schön:

P.S: Wer auch noch die Band weiß, bekommt Sonderpunkte

Written by Heiko C. in: Spass und Spiel | Schlagwörter:
Jan
16
2010
4

Nacktscannerdebatte nur Ablenkung – Natürlich geht’s noch immer um Internetzensur

Breaking News: Wieder einmal soll der Jugendschutz dafür herhalten, das Internet – ähnlich wie in China – zu einem streng kontrollierten staatlichen Propagandainstument zu machen. Die Debatte um die blödsinnigen Nacktscanner ist wohl nur eine der Politik willkommene Ablenkung, welche die Augen der Öffentlichkeit vor der klammheimlichen Installation umfassender Internetzensur zu verschießt.

Was für ein antidemokratischer Angriff auf die Meinungs und Informationsfreiheit der Entwurf des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages ist, darüber kann man sich bei Alvar Freude vom AKZensur und hier bei Common Nonsense ein Bild machen.

Wieder ist der gleiche alte Schrott von „Sendezeitbegrenzungen“ im Internet enthalten, ebenso wie die Kriminalisierung aller Provider, die sich an die Netzneutralität halten: In Zukunft sollen die Provider z.B. dafür verantwortlich gemacht werden, wenn irgendwo ein Teenager auf eine Pornoseite klickt.

Wisst ihr wer sowas meiner Meinung nach verhindern sollte? DIE ELTERN verdammt noch eins! Macht man den Provider dafür verantwortlich, dass ein Kind eine Pornoseite ansurft, dann sollte man konsequenterweise auch den Zeitschriftenhändler dafür verantwortlich machen, dass ein Kind einen Playboy aus dem Schuhkarton unter dem Bett seiner Eltern angelt.

Das ist doch hirnrissig, verdammte Axt! Und was bleibt vom Internet, wenn tatsächlich alle Inhalte, die irgendjemand irgendwo für „jugendgefährdend“ halten könnte, sicherheitshalber gleich gar nicht mehr von den Providern weitergeleitet werden? Es geht da ja nicht nur um Pornos, sondern auch um Filmtrailer, Fanfiction und auch um politische Inhalte. Da steht zwar was von „verfassungsfeindliche“, „zum Hass gegen nationale, rassische, religiöse Gruppen aufstachelnde“, „grausame und sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen in einer Art schildernde“ , „den Krieg verherrlichende“ oder „gegen die Menschenwürde verstoßende“ Inhalte aber wie soll der Provider ad hoc entscheiden, was unter diese Kategorien fällt? Und wo fängt eigentlich Pornografie an? Bei Michelangelos David? Wie sieht wohl ein „Internet ab 6 Jahren“ aus?

Im Grunde genommen sprechen wir um Zensursula x 10.000.

Nachtrag: Sicher sind die Nacktscanner auch immernoch Scheiße, aber ich halte es für falsch, in Anbetracht von etwas, was der Abschaltung des freien Internets gleichkommen würde, die Nacktscanner als die momentan größte von der Politik geplante Schweinerei an den Pranger zu stellen, und darüber alle anderen – und meiner Meinung nach schlimmeren – Freiheitswegnahmen auszublenden.

Nachtrag2:

via Sempervideo

Noch ein Nachtrag: Das ganze nochmal durch die Brille anwaltlichen Know-Hows bei Internet-Law

Jan
15
2010
1

Akopalüpse 2012

Woran erkennt man wahre Propheten? Richtig! Sie sind Freidenker, und kümmern sich nicht um die herkömmlichen Kleidungsnormen.

Written by Heiko C. in: Esoterisches | Schlagwörter: , ,
Jan
14
2010
7

Kampf der Titanen: China gegen Google

Es ist ja mittlerweile durch die Rundfunk- und Holzmedien gegangen, und jeder zweite Blog schreibt sowieso drüber, aber ich muss das Thema trotzdem nochmal aufgreifen:

Google stellt bei seinem Chinadienst die politische Inhaltsfilterung aus.
Das hört sich ja erst einmal gut an, wenn man mal davon absieht, dass Google bei den Suchmaschinen in China eher die dritte Geige (oder den dritten Kontrabass, wenn man so will) spielt.
In den Holzmedien, wie hier bei SpOn ist von 30% Marktanteil zu lesen an guten Tagen liegt der aber wohl eher bei 20 – 24%. (Fragt mich nicht, wo ich das gelesen hab, weißnichtmehr) Trotzdem googelte bis vor kurzem immerhin noch etwa ein Fünftel aller Online-Chinesen.

Was ist nun passiert?
Nun, es kam wohl zu Hackingangriffen auf Google, für die Google scheinbar die chinesische Regierung – zumindest mittelbar – verantwortlich macht. Es soll nicht nur versucht worden sein die Gmailkonten von chinesischen Menschenrechtsaktivisten zu hacken, nein, Gerüchte besagen, dass die Chinesen jetzt auch irgendwelche Protokolle haben, die Google eigentlich für die Antiterrorabteilung der US-Regierung führt. Sowas wie unsere Vorratsdatenspeicherung, glaube ich.

Google hat sich dann erst mal mit der US-Regierung abgesprochen, und dann China den Cyberkrieg erklärt, wenn man es so nennen will.
Wenn China trotz Googles Zugeständnissen an die Netzzensur im Reich der Mitte trotzdem noch versucht Google zu hacken, dann macht halt Google ab sofort keine Zugeständnisse mehr.
Das hieße wohl, dass Google in China zugemacht wird, aber Googles „humanitäres Programm“ ist in China ja sowieso nicht aufgegangen. Eigentlich war ja der Plan sich in China unentbehrlich zu machen – wie im Rest der Welt – um dann Menschenrechts- und Antizensurforderungen stellen zu können.
Da hat Google bei den Chinesen aber wohl auf einen besonders harten Granitkeks gebissen.

Pessimistische Unken mögen mosern: „Google und China! Das sind doch beides Datenkraken, wo ist denn da eigentlich der Unterschied? Mir doch egal, wenn die sich streiten!“

Trotz aller Skepsis, die ich der Datensammelwut Googles gegenüber für angebracht halte, sehe ich das jedoch ein wenig anders.
Allein die Ziele der beiden Giganten sind ganz andere: Während Google eine Firma ist, die im Grunde genommen nur ihr Produkt verkaufen will, ist China ein Staat, der gerne weiterhin die absolute Macht über seine Untertanen ausüben will.
Denken wir die Ideologien der beiden bis zum pessimistischten Ende durch, so geht China in Richtung Orwells „1984„, während sich Google eher in Richtung „Schöne neue Welt“ von Huxley bewegt.
Ich gebe zu, dass das nur eine Annäherung an die Wahrheit sein kann, denn Google will ja schließlich weder ein Kastensystem, noch dass Menschen in Massenklonung hergestellt werden, aber so in etwa, finde ich, haut es hin.

Im schlimmsten Fall will Google die Masse quasi „kontrollieren“ indem es ihr die richtige Information oder Werbung zur richtigen Zeit präsentiert. Google will die Menschen zufrieden machen.
Dass Google so viele Daten sammelt… – hey, das passiert doch nur, damit Google seine Kunden noch zufriedener machen kann!
Natürlich kann man diese Daten auch mißbrauchen, natürlich kann auch Google Zensur ausüben. Die machen das sogar schon. Auch in Deutschland werden Suchergebnisse ausgefiltert, die in Deutschland gegen Gesetze verstoßen.
Google weist aber darauf hin, dass es ausfiltert.
Dass mir Google Werbung schickt, die auf meinen Suchanfragen basiert, oder dem, was ich in meinen Emails schreibe? Sehr, sehr nervig, aber es gibt dann doch schlimmeres.

China hingegen: China will am liebsten die Geschichte täglich umschreiben, und solche Ereignisse wie das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens ganz aus der Vergangenheit streichen.
Ganz so wie potentiell gefährliche oder aufrüherrische Worte einen chinesischen Computer, der mit der Green-Damm-Software läuft, zum Absturz bringen.
Um ein Haar wäre diese Software ja Pflicht für alle chinesischen Computer geworden.
Sowas ist nichts anderes als Aussiebung von „Verbrechendenk“ durch eine elektronische „Gedankenpolizei“.

Da ziehe ich Huxleys Welt jeden Tag vor, wenn ich die Wahl zwischen dieser und der von Orwell habe.
Viele Chinesen sehen das scheinbar ähnlich, wie ein weiterer SpOn-Artikel schreibt.
Herrje, bei Huxleys „Schöne neue Welt“ sind sich ja noch nicht einmal die Literaturexperten einig, ob das wirklch eine Dysutopie sein soll.

Es gibt auch chronische Miesmacher, die sagen: „Alles nur ein gelungener PR-Gag von Google! Nur möglich, weil deren Geschäft in China sowieso nicht die Erwartungen erfüllt!“

Denen möchte ich einen Tweet vom elektrischen Reporter ans Herz legen:

Und wisst Ihr was? Mir ist lieber, Unternehmen tun aus PR-Gründen das Richtige, als dass sie es nicht tun. #googlecn

Seh‘ ich genauso!

Nachtrag: Eine Zusammenstellung von Beiträgen zu dem Thema findet sich noch bei Netzpolitik.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , , ,