Impactsuspect
Mai
28
2010
6

Lauter schwarze Vögel…

So, wollen wir doch noch einmal zusammenfassen:
Meine Suche nach einem Kolkraben zum Zwecke der Ablichtung ist nicht direkt von Erfolg gekrönt gewesen bisher. Zwar habe ich viele verschiedene schwarze Vögel, welche alle mehr oder weniger nah mit dem Raben verwandt sind, doch der größte Singvogel der Welt, sozusagen der Sumoringer unter den Rabenvögeln, ist mir dabei noch nicht vor’s Objektiv gekommen.

Am nächsten dran war bisher die Rabenkrähe, auch Aaskrähe genannt. Diese Tiere habe ich vorzugsweise auf der Insel angetroffen. Sie sind recht groß, geben ein lautes „Bwahh, Bwahh, Bwahh!!“ von sich, und mögen es nicht wirklich, wenn man sie fotografiert.

Dann die Saatkrähe. Sie wirkt insgesamt unaufgeräumter, planloser und weniger elegant als die Rabenkrähe, hat einen geradezu absurd langen Schnabel, und stellt den Großteil der Einwohnerschaft Niebülls dar.
Auf dem Festland sind die sowieso recht häufig. Morgens sieht man sie, teilweise in großen Gruppen, auf Feldern, Wiesen und dem Parkplatz vor’m Lidl.

Und dann natürlich noch die unvermeidliche Dohle, die quasi der Emo unter den Rabenvögeln ist: Kleiner, mit komischer Frisur und mit der Fähigkeit selbst in großen Gruppen als Individuum einsam auszusehen.

Gerüchten zufolge soll die Dohle verschiedentlich dabei beobachtet worden sein, wie sie traurig zu der Musik von Eisregen im Takt wippt. Das kann ich allerdings nicht bestätigen.

Diese drei durchaus lustig zu beobachtenden Vögel sind keine Kolkraben, ich werde aber weiter den Gerüchten der älteren Generationen nachgehen, und weiter diesen legendären lammnappenden Vogel verfolgen, bis ich Bilder von ihm hab.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: , , ,
Mai
26
2010
0

Der erstaunliche Remix-Vogel

Dass der Mensch das Remixen, Plagiieren und Raubkopieren nicht erfunden hat, beweist dieses Video eines Leierschwanzes.
Dieser Vogel nutzt die Gesänge anderer Vögel und jede Menge anderer Geräusche, um sie in sein eigenes Lied einzubauen.
Sogar Kamerageräusche und den Lärm von Holzfällenden Waldarbeitern verwendet der vielseitige Vogel.

Nutzt der Vogel Teile eines Liedes von beispielsweise Britney Spears, müsste dann nicht eigentlich die GEMA kommen, und von ihm Geld verlangen? Immerhin führt er die Musik ja öffentlich auf, oder?


Update: Und: Ja, wegen der Imitationsfähigkeit mancher Vögel gab es schon „urheberrechtliche Auseinandersetzungen“.

Written by Heiko C. in: Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Mai
26
2010
5

Noch mehr Rabenvögel: Rabeneltern?

So. Wieder hab ich ein paar Bilder von vermeindlichen Raben gemacht. Irgendwie wollen sich die Biester nicht fotografieren lassen, um was für Rabenvögel es sich auch handeln mag. Kaum zückt man die Kamera, schwupps, sind sie auch schon wieder weg.

In Westerland habe ich nun aber einige der mysteriösen schwarzen Vögel entdeckt. Heute Morgen sah ich diesen putzigen Gesellen auf dem Dach einer Ferienwohnung hocken:



Irgendwann merkte er, dass ich ihn fotografierte, bröhlte mich an, und flog dann weg. Er schien sich in die Nadelbäume zurückzuziehen, die hinter dem Haus standen.
Dort entdeckte ich tatsächlich ein Nest:

Wenn man genau hinsieht, sieht man kleinere und fettere schwarze Vögel, die aus einem Nest herausglotzen. Handelt es sich hierbei etwa um Nachwuchs?
Aber wo sind die Eltern?

Sie sammeln Nahrung für ihre kleinen. Und tatsächlich: Kurze Zeit später fand auch schon die Fütterung statt, wie man auf folgenden Bildern mehr oder weniger gut erkennen kann.
Ich entschuldige mich für die schlechte Qualität, aber das war alles, was ich aus der Kamera herausholen konnte. Immerhin kann ich ja nicht einfach fremden Leuten über den Rasen spazieren.




So. Soviel dazu.
Ich kann verstehen wenn jetzt jemand sagt: „Ha! Viel zu weit weg! Das sind wahrscheinlich nur Stare, oder so!“
Immerhin komm ich mir ja selbst schon langsam vor, als seien Kolkraben ähnlich seltene Fabeltiere, wie etwa der Yeti oder das Bunjip. Daher bin ich froh, noch folgende – halbwegs scharfe – Bilder eines der Vögel präsentieren zu können:

Und auch hier wieder die Frage an eventuell mitlesende Ornithologen oder Vogelkundler: Juveniler Kolkrabe? Oder doch nur eine Rabenkrähe? Saatkrähe hab ich jetzt mal ausgeschlossen.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Mai
22
2010
2

Raumstationen-SF im Vergleich:

1993, ungefähr gleichzeitig, starteten zwei neue tolle Science-Fiction-Serien. Star Trek „The Next Generation“ gab den Föderationsstaffelstab an „Deep Space Nine“ weiter, und auf der anderen Seite der Studiolandschaft hat Joseph Michael Straczynski die Serie „Spacecenter Babylon 5“ buchstäblich aus dem nichts gestampft.
Die beiden Serien haben recht viele Parallelen: Beide spielen auf einer Raumstation, beide beschreiben Kriege gegen mysteriöse und übermächtige Gegner und weiteres mehr. Selbst viele der Einzelheiten findet man in beiden Serien.
Da Straczynski die Idee zu Babylon 5 wohl deutlich vor der geistigen Geburt von Deep Space Nine hatte, und seine Serie Paramount angeboten hatte, dem Studio also, dass alle Star Trek Serien produziert, gibt es im Internet kontrovers geführte Plagiatstheorien.
Darum soll es aber hier nicht gehen, sondern darum, welche insgesamt Serie die Nase vorn hat. Ich – als Jury – werde die beiden Serien in verschiedenen Einzelkategorien begründet bewerten, und das Endergebnis zeigt dann genau, welche Serie ich besser finde, und warum.

I. Die Raumstationen

In beiden Serien ist der stumme Hauptcharakter die Raumstation, auf der die Serie spielt. Erst sie sorgt für den geeigneten Rahmen, für all das Drama und die politischen Intrigen.
Babylon 5 ist eine lange, zylindrische Metallkonstruktion, die in ihrer Gesamtheit eher an das Hubbleteleskop erinnert, als an etwas aus der Science Fiction.


Babylon 5 by ~Davide-sd on deviantART

Deep Space Nine ist eine Raumstation, die von den Machern der Serie als „cardassianisch“ entworfen wurde. Deep Space Nine ähnelt im Aufbau zwei Kronen, die jemand aufeinander gelegt hat. Die Zacken dieser Kronen, an denen Raumschiffe andocken können, sind in einem quasi-gotischen Stil gehalten, genau wie auch der Rest der Station.


Star Trek: Deep Space Nine by ~shintetsuya on deviantART

Obwohl Babylon 5 konzeptuell und technisch die glaubwürdigere Station ist, sieht Deep Space Nine einfach schick aus. Das Cardassianische Design ist außerdem mal so etwas ganz anderes, als das, was man sonst so in Star-Trek oder anderen SF-Serien als Hauptschauplatz der Handlung aufgetischt bekommt.
Babylon 5 hingegen vermittelt ein Gefühl von echter Größe, gerade bei Innenaufnahmen. Während das Innere der Station bei Deep Space Nine wirkt wie das, was es ist, nämlich einige, wenig zahlreiche Sets, auf denen gedreht wird, glaubt man bei Babylon 5, dass es Bereiche der Station gibt,von denen nicht einmal der Captain einen Plan hat.

Bewertung also: Unentschieden. Deep Space Nine ist Eyecandy, Babylon 5 sieht nicht so beeindruckend aus, ist aber glaubwürdiger und vermittelt echte Größe. Beide Serien bekommen einen Punkt.

II. Die Schauspieler der Serien allgemein

In beiden Serien machen die Schauspieler einen tollen Job. In so mancher Serie sticht der eine oder andere Schauspieler mit mangelndem Talent hervor, wie eine nervende Feder aus einem kaputtgesessenen Sofa. Sowas ist in diesen beiden Serien aber durchweg nicht zu finden.
Bei Deep Space Nine tummeln sich geradezu die prominenten Gastdarsteller, während Babylon 5 seine besseren Schauspieler gerne mal in anderer Maske recykelt. So mancher Statist von Babylon 5 scheint direkt von der Strasse zu kommen.

Bewertung: Mit einer Träne im Auge, geht dieser Punkt an Deep Space Nine

III. Die Aliens

Deep Space Nine bietet in diesem Punkt das, was man typischerweise von Star Trek gewohnt ist: Leute in Latexmasken. Das ist im Star-Trek-Universum eben so und hat den Vorteil, dass die ganzen Gastdarsteller meist noch irgendwie zu erkennen sind.

Es ist aber auch stinklangweilig.
Die Bajoraner haben eine geriffelte Nase, die Ferengi haben Riesenglatzen und große Ohren und die Trill haben Punkte ums Gesicht.
Die einzige wiederkehrende Alienrasse, die hiervon abweicht, sind die „Wechselbälger“. Diese sind in ihrer natürlichen Form eine orangefarbene CGI-Suppe. Treten die Wechselbälger aber in Kontakt mit den anderen Rassen, sind es einfach nur Menschen in Latexmasken.


Outsiders – Odo by ~Palone-Omi on deviantART

Babylon 5 hat hier mehr zu bieten. Alleine die Vorlonen machen schon mehr her als alles, was man von Star Trek gewohnt ist. Die Vorlonen tragen zwar ständig ihre Druckanzüge, aber schon das ist eine willkommene Abwechslung zu Menschen in Latexmasken, die auch bei Babylon 5 sehr zahlreich vertreten sind.
In Babylon 5 gibt es noch andere Nicht-Latexmasken-Rassen, die hin und wieder mal auftauchen. Man findet hier alles von Puppenspiel über Animatronik bis zu den rein aus CGI bestehenden Schatten. Babylon 5 wirkt zuweilen wie die Cantina aus Star Wars.


Kosh by ~gustorak on deviantART

Bewertung: Dieser Punkt geht klar an Babylon 5. Alleine schon wegen Kosh. Kosh ist klasse.

IV. Die Raumschiffe

Star Trek benutzt seit „Raumschiff Enterprise – Die nächste Generation“ für die Darstellung von Raumschiffen durch CGI aufgemöbelte Modelle. So wird es auch bei Deep Space Nine gehandhabt.


First Contact by ~enterprisedavid on deviantART

In Babylon 5 kommen die Raumschiffe direkt aus dem Computer. Das sieht man leider.
Obwohl sich in Babylon 5 nach der im Piloten verwendeten „Wing-Commander-Grafik“ noch einiges zum besseren entwickelt hat, sind Modelle einfach nicht zu schlagen. Man sieht einfach, dass da was ist, während reine CGI-Raumschiffe immer irgendwie wie Fremdkörper wirken.
Zur Ehrenrettung  – insbesondere der irdischen Raumschiffe – sei gesagt, dass in B5 die Schiffe der Erde auch wieder sehr viel glaubwürdiger konzipiert sind, als die Warp-Schiffe der Föderation mit ihrer künstlichen Gravitation.

Bewertung: Ganz knapp geht der Punkt trotzdem an Depp Space Nine.

V. Raumschiffaction:

Kämpfen in Deep Space Nine Raumschiffe gegeneinander, handelt es sich zumeist um relativ wenige Schiffe, die einander gegenseitig bedrohen. Wie in Star Trek üblich, kann man Massenschlachten zwischen Raumschiffen hier zwar durchaus finden, allzu häufig sind sie jedoch nicht.
In Babylon 5 ist alle paar Folgen mal der Teufel los im All. Ob es die Jäger der Raumstation gegen die „Raiders“ sind, die Narn gegen die Centauri, die Schatten gegen alle anderen, oder die Erde gegen wen auch immer, hier bekommt man jede Menge Fratzengeballer für sein Geld.

Bewertung: Mit einigem Vorsprung geht dieser Punkt an Babylon 5.

VI. Genderkram und allgemeine politische Korrektheit

Beide Serien bestehen den Bechdeltest. Die Frauenquote bei den Führungsoffizieren auf Deep Space Nine ist den 50% nahe, in beiden Serien ist second-in-command der Raumstation eine Frau.
Babylon 5 scheint hier hinterherzuhinken, bis man die Botschafter der verschiedenen Völker und die Telepathin, die streng genommen nicht zur Kommandocrew gehört, in die Rechnung mit einbezieht.
Während es in Deep Space Nine die eine oder andere Story gibt, die sich mit feministischen Themen beschäftigt, scheint Feminismus in Babylon 5 überhaupt gar nicht mehr nötig – oder einfach gar kein sehr wichtiges Thema mehr – zu sein.
Frauen tauchen in allen Ämtern und Funktionen auf, und keiner kommentiert das irgendwie. Im Babylon 5 Universum ist dies ganz normal.
Beide Serien haben eine ausgesprochen frauenfeindliche und patriarchalische Spezies. Bei Deep Space Nine sind es die Ferengi, bei Babylon 5 die Centauri.
Die Hauptrollen beider Serien sind – soweit bekannt – fast ausschließlich heterosexuell. Bei Deep Space Nine scheint Dax „thrillbedingt“ bisexuell zu sein, bei Babylon 5 verliebt sich Lt. Susan Ivanova unglücklich in eine Frau.
In beiden Serien scheint die Hautfarbe ausschlaggebender dafür zu sein, wer sich in wen verliebt, als es die Unterschiede der Latexmasken sind. Mischpaarungen zwischen verschiedenen Spezies kommen in beiden Serien vor, Babylon 5 hat darüber hinaus auch noch Trans-spezies-konvertiten. (Nennt man die „Transspezielle“?)
Update: Dax von Deep Space Nine könnte man – mit etwas gutem Willen – als „transgender“ bezeichnen, obwohl die Bezeichnung ein wenig hinkt. Der Symbiont hat ja sein Geschlecht, sofern vorhanden, behalten, und lediglich den Wirt gewechselt. Weder Wirt noch Symbiont ändern also ihr Geschlecht. Oder seh‘ ich das falsch?

Bewertung: Hier geht der Punkt knapp an Babylon 5, alleine schon, weil Deep Space Nine oft sehr verkrampft wirkt, wenn solche Stories aufs Tablett kommen. Babylon 5 beschäftigt sich natürlicher mit alledem.

VII. Die Crew

Hier scheiden sich dann endgültig die Geister und eine objektive Beurteilung ist ganz und gar unmöglich. Welche der beiden Crews man besser findet, ist einfach Geschmacksache. Ich werde trotzdem versuchen meine Entscheidung zu begründen.
Ich ziehe die Crew von Babylon 5 vor. Bei Babylon 5 gibt es eine stetige Charakterentwicklung bei so gut wie allen Hauptpersonen. Bei Deep Space Nine entwickeln sich viele Charaktere gar nicht, und wenn das vereinzelt doch passiert, wirkt es auch mich forciert und unnatürlich.
Bei Babylon 5 sind die Charaktere auch in sich glaubwürdiger. Bei Star Trek kann man Charakterfehler oft mit der Lupe suchen, alle Babylon-Fünfler tragen ein realistisch-geschüttelt Maß davon herum. Sinclair ist der Mann mit dem Loch in seinerm Gedächtnis, Garibaldi Alkoholiker, Ivanova kommt mit ihrem Vater nicht zurecht und hasst Telepathen, weil sie selbst einer ist… Die Liste könnte man fortsetzen, während die Deep Space Nine Besatzung immer das beste will und meist auch tut.
Außerdem widmet Deep Space Nine der Charakterentwicklung und -beleuchtung ganze Folgen, in denen sonst kaum etwas passiert, während Babylon 5 das so nebenbei macht.

Bewertung: Hier geht der Punkt klar an Babylon 5

VIII. Zu guter letzt: Story is King

Beide Handlungsfäden sind episch. Beide Handlungsfäden führen dazu, dass sich im Laufe der Handlung viel ändert, auf der Erde und in der Galaxie. Beide Handlungen ziehen sich durch mehrere Staffeln und beide Handlungen kommen zu ihrem befriedigenden Ende.
Gerade auf letzteren Punkt kann man nicht zu oft hinweisen. Oft genug finden Serien mit vielversprechendem Anfang ein jähes Ende, noch bevor alle Plotfäden ganz aufgelöst wurden.
Wo wir gerade bei Plotfäden sind:
Sieht man die erste Staffel von Babylon 5 ohne den Rest zu kennen, denkt man sich, dass hier unheimlich viel angedeutet wird. Man vermutet, dass kaum etwas davon aufgelöst wird, wie man es von anderen Serien, gerne auch von Star Trek, gewohnt ist.
Spätestens am Ende der vierten Staffel muss man jedoch erkennen, dass so gut wie jeder brennende Handlungsfaden zu einem befriedigenden Ende geführt wurde. Die noch offenen Handlungsfäden deuten zwar an, dass nach dem Ende der Serie nicht Friede-Freude-Eierkuchen herrscht, aber man kann mit denen sehr gut leben, die aufgelöst wurden.
Babylon 5 neigt dazu, in jeder Staffel mindestens einen Handlungsfaden aufzulösen. Meist kommt die Auflösung gerade dann, wenn man sich fragt, ob die Auflösung jemals kommt. Das ist ein Kunststück, dass ich bei Fernsehserien generell nur selten erlebt habe.
Bei Deep Space Nine wird einiges erhellt und einiges bleibt im Dunkeln. Es gibt hier aber so gut wie keine „Zwischenauflösung“ von Plotpunkten. Deep Space Nine dümpelt manchmal über ganze Staffeln so vor sich hin, bis es am Ende dann geradezu hektische Aktivität mit der Plotauflösung entfaltet.
Während bei Babylon 5 Zeitreisen ein Kernstück der Handlung sind, werden selbige bei Deep Space Nine ausschließlich als Plot-Gimmick benutzt. Das Erstaunliche hierbei ist, dass Babylon 5 es schafft, selbst eine ganz anständige Zeitreiselogik hinzulegen. Vergleichbares sucht man in allen Serien und Filmen des Star-Trek-Franchise vergebens.

Bewertung: Klarer Fall. Schatten sind cool. Dominion ist meh. Dieser Punkt geht an Babylon 5.

Der Sieger insgesamt ist also aus meiner Sicht Babylon 5. Aber das ist nur meine Meinung.

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,
Mai
21
2010
5

Noch mehr Rabenvögel: Eichelhäher

Nachdem ich ja nun schon eine Saatkrähe fotografiert habe, ist meine Schwester heute GESTERN beim Fotospaziergang auf einen Eichelhäher gestoßen. Das gute daran: Er hielt solange still, bis meine Schwester ein Foto schießen konnte, und das Foto ist sogar scharf.
Das schlechte: Das arme Tier ist tot.
Da ich ja nun schon seit einer Weile mit meiner Kamera auf Rabenjagd bin, und schon mehrmals verschiedene Krähen oder andere Rabenvögel quasi einen falschen Rabenalarm ausgelöst haben, dachte ich, dass auch der Eichelhäher als Rabenvogel hier gut reinpasst.
So als Beweis: Es gibt hier Eichelhäher!

Eigentlich wollte ich von meiner Schwester ja nur das Foto samt der Erlaubnis es hier zu veröffentlichen, aber die gute hat mir ungefragt noch einen ganzen Blogartikel dazugeschrieben, den ich euch nicht vorenthalten will:

Gestern Vormittag am 20. Mai 2010 machte ich einen traurigen Fund an der Hauptstraße. Ich lief von Karlsmark (Campingplatz) in Richtung Fresenhagen (Buslinie nach Flensburg) und sah plötzlich etwas buntes auf dem Fahrradweg liegen. Es war ein Eichelhäher, der vermutlich einen Zusammenstoß mit einem Fahrzeug nicht überlebt hatte. Ich erinnerte mich daran, dass ich am Tag vorher im Langenberger Forst genau so einen noch lebendig fotografiert hatte. Das machte mich sehr traurig. Die Eichelhäher gehören zu den Rabenvögeln. Man weiß eigentlich viel zu wenig über sie. Also googelte ich „Rabenvögel“

Auf dieser Seite findet man nette Bilder und Erklärungen zu den Rabenvögeln. Unter anderem auch das Foto eines Eichelhäherbabys:

http://www.wildvogelhilfe.org/sonderbeitraege/rabenvoegel/rabenvoegel.html

und auch diese Seite zum Thema Rabenvögel ist sehr informativ:

http://www.world-of-animals.de/tierlexikon/Rabenvoegel.html

Unter anderem findet man dort auch das Foto eines Unglückshähers. Der Vogel auf dem Foto ist kein Unglückshäher, sondern ein Eichelhäher, der Unglück hatte.

Und dies scheint auch noch sehr interessant zu sein:

http://www.planet-wissen.de/natur_technik/voegel/rabenvoegel/index.jsp

Anm. von mir:
Ich frag sie nochmal, ob sie nicht auch das Foto von dem lebendigen rausrücken möchte, den sie vorgestern fotografiert hat.

Hier, wie angekündigt ein lebendiger Eichelhäher. Ob’s derselbe ist? Keine Ahnung.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Mai
21
2010
2

Der rechtsfreie Fussballraum

You got to be fucking kidding me!


screenshot: Google News Alert

Jetzt ist nicht nur ein Netz ein Raum, sondern auch noch ein Platz. Alles Räume, allüberall!!

ARGH!

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Linguistisches | Schlagwörter:
Mai
21
2010
0

GroKo in NRW – Die gute Seite

Tja, der Wähler hat sich entschieden. SPD und CDU interpretieren es anscheinend als hätte der Wähler die Große Koalition gewählt, die ja schon im Bund so einen überragenden Erfolg hatte.
Aber auch, wenn man eine Regierung in NRW, die von Rüttgers und Kraft geführt wird, ablehnt, so hat eine Große Koalition dort auch immerhin eine gute Seite.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Mai
17
2010
5

The Good News

Schön, wenn es auch endlich mal positive Neuigkeiten zur Ölpest im Golf von Mexiko gibt, oder? Es folgt eine gute Nachricht, auf die die Welt gewartet hat:

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Gruseliges | Schlagwörter: , ,
Mai
15
2010
11

Maskulistische Science Fiction

Ich meine es gibt ja feministische Science Fiction. Pamela Sargents „Das Ufer der Frauen“ zum Beispiel. Ein wirklich schlimmes Buch, in dem die Frauen in hochtechnisierten Städten wohnen, und über die Fortpflanzung hinaus kaum Kontakt zu den Männern haben, die als Banden von Wilden die Wildnis durchstreifen müssen, weil sie ja nun wirklich an allem schuld sind: Krieg, Hunger, Tod, schlechtes Fernsehprogramm, usw…

In diesem Buch gibt es spezielle Tempel in der Wildnis, in denen den Männern unter Vorspiegelung illusorischer Geschlechtsakte der Samen entnommen wird, wenn ich mich recht erinnere. Ich fand das Buch enorm unplausibel und schmerzhaft zu lesen, hab es aber tatsächlich bis zum Ende geschafft.

Dann sei noch, als anderes Extrem, Ursula K. LeGuin zu nennen, die jede Menge klasse Science-Fictionromane geschrieben hat. Als Beispiel für feministische Science Fiction fällt da besonders „Winterplanet“ ins Auge. In diesem Buch reist ein menschlicher Raumfahrer auf einen kalten Planeten, auf dem die fast ebenso menschlichen Einwohner monatlich spontan doch ungesteuert das Geschlecht zu ändern in der Lage sind. Einer der Einheimischen verliebt sich in den irdischen Sternenfahrer, und wird im Laufe des Buches zur Frau. Das Buch kann ich weiterempfehlen, da es einige sehr interessante Fragen aufwirft, und zu beantworten versucht.

Zwischen diesen beiden Extremen finden sich viele andere Science-Fictionromane, die versuchen feministische Fragen zu Ende zu denken oder einfach nur ganz andere Familienmodelle zu präsentieren.
In Mary Gentles Roman „Goldenes Hexenvolk“ zum Beispiel, wird eine Alienrasse beschrieben, deren Kinder geschlechtslos sind, bis sie in die Pubertät eintreten. Auch hier wird man mit ganz anderen Familienmodellen konfrontiert. Dieses Buch – und dessen Fortsetzungen – sind zwar nicht ganz die Butter für die Augen, welche die Schreibe von Ursula K. LeGuin ist, aber trotzdem nett zu lesen. Auch hier also eine glatte Leseempfehlung.

Der urtypischte Vertreter der feministischen Science Fiction wird aber für mich immer eine Kurzgeschichte bleiben, die ich mal in irgendeinem Jubiläumsband von irgendwas gelesen habe. Diesen Band habe ich leider nie wiedergefunden, daher weiß ich nicht von wem die Geschichte ist, oder wie sie heißt, ich werde sie aber knapp zusammenfassen, soweit ich mich noch erinnere:

In einer menschlichen Kolonie auf einem Planeten sind alle Männer irgendwann einmal durch eine große Katastrophe gestorben. Seitdem pflanzen sich die Frauen im Labor fort, und die Kolonie ist rein weiblich. Seit Jahrhunderten hat man hier keinen Mann mehr gesehen, bis irgendwann ein Raumschiff von der Erde auftaucht, mit einem männlichen Raumfahrer. Dieser ist geschickt worden, um mal nach dem rechten zu sehen; ob es die Kolonie überhaupt noch gibt, und so.
Die einheimischen Frauen auf diesem Planeten finden ihn sehr befremdlich. Wie es weitergeht, weiß ich aber leider nicht mehr.
Diese Geschichte ist meine erste bewusste Begegnung mit feministischer SF, und ich finde die geschilderte rein weibliche Gesellschaft auch sehr prägnant, was den Feminismus angeht.
(Wer weiß, um welche Geschichte es sich handelt, und wo ich sie finden kann, mag dies gerne in die Kommentare schreiben.)

Was ist nun aber mit den Maskulisten? Sicher, es gibt Science Fiction, die in einem extremen Patriarchat spielt, oder auf Welten, die wahrgewordene Männerträume zu sein scheinen, aber eine rein männliche Gesellschaft, von einem männlichen Autor? Ein romangewordenes Wir-brauchen-keine-Frauen-nicht? Fehlanzeige!
Warum gibt es sowas nicht? Oder habe ich die entsprechenden literarischen Ergüsse nur bisher übersehen? Ich würd‘ sowas gerne mal lesen!

Man stelle sich die namenlose Kurzgeschichte mal andersherum vor:
Irgendeine Katastrophe tötet alle Frauen auf einem Kolonieplaneten, und die Männer pflanzen sich fortan nur noch im Labor fort. Die Gesellschaft wäre rein männlich. Wie würde das aussehen?
Da es sich um die Geschichte eines Maskulisten handeln würde, dürfte es hier auch keine Schwulen geben, weil Schwule schon zu „genderig“ wären. Was machen die Männer dann überhaupt? Wird der Sexualtrieb aberzogen, und man kümmert sich nur noch um Fußball? Werden findige Genetiker gar „Bierbäume“ züchten? Gibt es auf diesem Planeten nur Allrad-Sportwagen? Jetzt im Ernst mal: Ich hab mich durch „Das Ufer der Frauen“ gequält, also würde ich auch so eine abstruse Geschichte gerne lesen.

Und was würde passieren, wenn auf dieser durch und durch männlichen Welt plötzlich ein Raumschiff von der Erde landen würde und heraus käme: Eine Frau!!1elf
Was ist da los? Wird sie auf der Stelle aus altem Urinstinkt in die Küche geschickt? Schwingt sie sich zur bösen Matriarchin auf? Ich sehe da ungeahnte storytechnische Möglichkeiten!

Los, Maskulisten! Schreibt mir so ein Buch! Ich lese es dann auch! Ich lese ja schließlich jeden Schwachsinn, wenn Raumschiffe drin sind!
Oder sind Maskulisten etwa nicht so kreativ wie Feministinnen? Lachhaft!
Haltet euch ran, oder ich schreibe es selbst. „Fussbiertopia“ ist doch ein toller Titel, oder?

Written by Heiko C. in: Bücher,Gesellschaftliches,Kurzrezensionen | Schlagwörter: , , ,
Mai
14
2010
0

NRW-Landtagswahl Nachlese:

Mittlerweile haben es wohl alle mitbekommen: In Nordrheinwestpfahlen Nortreinwestphal NRW ist die Regierung Rüttgers irgendwie abgewählt, doch es herrscht ein Patt zwischen den Lagern. Sowohl das rechtskonservativ-liberale Lager (Schwarz-Grün) als auch Rot-Grün haben gleich viele Sitze im Parlament. Mit der Linkspartei will eigentlich keiner, die Grünen wollen auf keinen Fall mit der FDP und die SPD denkt sie hätte die Wahl gewonnen, obwohl sie weniger Stimmen als die CDU bekommen hat, weil sie nur ein Viertel der Stimmen verloren hat, die die CDU verloren hat.

Grund zum feiern haben die Grünen, die mit fröhlicher Zweistelligkeit alles nötige mitbringen, um zum neuen Zünglein an der Waage zu werden. Hierbei schleicht sich offenbar auch der Irrtum in der Grünen Denke ein, dass alle, die gegen Schwarz-Gelb seien, auch automatsich
für Rot Grün sein müssten.
Klar, dass man sich dann gerne mal wundert, warum überhaupt Leute Linkspartei oder gar die Piraten wählen. So äußerte sich auf Twitter der Grüne Politiker Volker Beck folgendermaßen:

mehr als verdoppelt. SUPER, zittern fuer rot-gruen. Wenn es nicht klappt haben es linken- und piratenwaehler vermasselt.

Immer diese Wähler anderer Parteien… vermasseln immer alles! Ist klar.

Erstaunlich auch die auf das Niveau vor der Bundestagswahl heilsam zurückgeschrumpfte FDP. Vor der Wahl schloß diese eine Ampel oder „andere Hampeleien“ – wie Westerwelle sich ausdrücken würde – aus, doch nach der Wahl will sie dann plötzlich mit allen reden.
Ist das nicht Betrug an den verbliebenen Wählern? Was sollen die denken, wenn die FDP plötzlich nicht mehr ein Wurmfortsatz der CDU ist, wie die letzten (mindestens) 20 Jahre?
Sind die nicht sauer? Leider lässt sich aus „Pinkwart“ kein so schmissiger Koalitions-Lügner-Spitzname wie „Lügilanti“ basteln, „Pinklüg“ oder „Lügwart“ klingt eher… nun, albern.

Oder durchschaut die wohlhabende Wählerschaft, was Pinkwart wirklich vorhatte?
Als die Chefin der NRW-Grünen nach der Wahl interviewt wurde, fiel mir auf, dass sie in nicht sehr netten Worten von der FDP sprach. „Marktradikal“ fiel da als Prädikat einige Male, und sind nicht „Radikal“ und „Extrem“ relativ synonym im Politikbetrieb?
Wenn also Pinkwart sagt „Wir reden mit jedem, der nicht mit Extremisten redet!“, so muss dies für die NRW-Grünen eine nicht auflösbare Logikschleife sein:

A. Ich rede mit der FDP
B. Die FDP sind Extremisten
C. Ich rede mit Extremisten
D. Die FDP redet nicht mit mir
E. Ich rede nicht mit Extremisten
F. GOTO A.

Ein klassischer Roboterkiller. Ich tippe mal darauf, dass die wahre Intention Pinkwarts war, alle Roboter und Androiden in den Reihen der Grünen auf einmal auszuschalten. Pfiffige Idee!

Update: Der Herr Beck hat gestern übrigens noch eins draufgesetzt, und in seinem Blog (das verlink ich hier jetzt aber mal nicht, der hat schon genug Traffic) aus dem Kampfruf der KDP: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“ ein mehr oder weniger originelles Liedchen gedichtet:

„Wer hat uns verraten? Piraten!
Und wer war mit dabei? Linkspartei!“

Mal abgesehen davon, dass das Versmaß hier überhaupt nicht hinhaut, und das Liedchen eher an die Reim-dich-oder-ich-fress-dich-Poesie von Silberhochzeits- oder Firmenjubiläumsdichtung erinnert, zeugt es auch von einem merkwürdigen Demokratieverständnis, gerade wenn’s von einem Grünen kommt.

Immerhin sind die Grünen vor nicht all zu langer Zeit auch mal eine Splitterpartei gewesen. Grüne haben sich mittlerweile hier und da von Beck distanziert. Europapolitiker und ehemaliger Bundesvorstandsvoritzender der Grünen, Reinhardt Bütikhofer war von Becks lustiger Beleidigung potenzieller Wähler auch nicht so begeistert, und schrieb bei Twitter dazu folgendes:

„Was soll ich dazu sagen? Mal so: Ich wollte noch nie als kleineres Uebel gewaehlt werden. ;-)“

Heute hat sich Beck dann nochmal bei Abgeordnetenwatch zu Wort gemeldet, und sagte da sowas wie, er habe nur eine Diskussion anstoßen wollen. Ansonsten alles nur Spaß. haha! Vielleicht stimmt das ja, dann hat er wirklich selbst Schuld, falsch verstanden worden zu sein, ansonsten hätte er sich ja früher erklären können, nicht mehr als eine Woche nach seinem ursprünglichen Anstoß erregenden Tweet.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Linguistisches,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , , , ,

Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes

Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes

Mai
28
2010
6

Lauter schwarze Vögel…

So, wollen wir doch noch einmal zusammenfassen:
Meine Suche nach einem Kolkraben zum Zwecke der Ablichtung ist nicht direkt von Erfolg gekrönt gewesen bisher. Zwar habe ich viele verschiedene schwarze Vögel, welche alle mehr oder weniger nah mit dem Raben verwandt sind, doch der größte Singvogel der Welt, sozusagen der Sumoringer unter den Rabenvögeln, ist mir dabei noch nicht vor’s Objektiv gekommen.

Am nächsten dran war bisher die Rabenkrähe, auch Aaskrähe genannt. Diese Tiere habe ich vorzugsweise auf der Insel angetroffen. Sie sind recht groß, geben ein lautes „Bwahh, Bwahh, Bwahh!!“ von sich, und mögen es nicht wirklich, wenn man sie fotografiert.

Dann die Saatkrähe. Sie wirkt insgesamt unaufgeräumter, planloser und weniger elegant als die Rabenkrähe, hat einen geradezu absurd langen Schnabel, und stellt den Großteil der Einwohnerschaft Niebülls dar.
Auf dem Festland sind die sowieso recht häufig. Morgens sieht man sie, teilweise in großen Gruppen, auf Feldern, Wiesen und dem Parkplatz vor’m Lidl.

Und dann natürlich noch die unvermeidliche Dohle, die quasi der Emo unter den Rabenvögeln ist: Kleiner, mit komischer Frisur und mit der Fähigkeit selbst in großen Gruppen als Individuum einsam auszusehen.

Gerüchten zufolge soll die Dohle verschiedentlich dabei beobachtet worden sein, wie sie traurig zu der Musik von Eisregen im Takt wippt. Das kann ich allerdings nicht bestätigen.

Diese drei durchaus lustig zu beobachtenden Vögel sind keine Kolkraben, ich werde aber weiter den Gerüchten der älteren Generationen nachgehen, und weiter diesen legendären lammnappenden Vogel verfolgen, bis ich Bilder von ihm hab.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: , , ,
Mai
26
2010
0

Der erstaunliche Remix-Vogel

Dass der Mensch das Remixen, Plagiieren und Raubkopieren nicht erfunden hat, beweist dieses Video eines Leierschwanzes.
Dieser Vogel nutzt die Gesänge anderer Vögel und jede Menge anderer Geräusche, um sie in sein eigenes Lied einzubauen.
Sogar Kamerageräusche und den Lärm von Holzfällenden Waldarbeitern verwendet der vielseitige Vogel.

Nutzt der Vogel Teile eines Liedes von beispielsweise Britney Spears, müsste dann nicht eigentlich die GEMA kommen, und von ihm Geld verlangen? Immerhin führt er die Musik ja öffentlich auf, oder?


Update: Und: Ja, wegen der Imitationsfähigkeit mancher Vögel gab es schon „urheberrechtliche Auseinandersetzungen“.

Written by Heiko C. in: Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Mai
26
2010
5

Noch mehr Rabenvögel: Rabeneltern?

So. Wieder hab ich ein paar Bilder von vermeindlichen Raben gemacht. Irgendwie wollen sich die Biester nicht fotografieren lassen, um was für Rabenvögel es sich auch handeln mag. Kaum zückt man die Kamera, schwupps, sind sie auch schon wieder weg.

In Westerland habe ich nun aber einige der mysteriösen schwarzen Vögel entdeckt. Heute Morgen sah ich diesen putzigen Gesellen auf dem Dach einer Ferienwohnung hocken:



Irgendwann merkte er, dass ich ihn fotografierte, bröhlte mich an, und flog dann weg. Er schien sich in die Nadelbäume zurückzuziehen, die hinter dem Haus standen.
Dort entdeckte ich tatsächlich ein Nest:

Wenn man genau hinsieht, sieht man kleinere und fettere schwarze Vögel, die aus einem Nest herausglotzen. Handelt es sich hierbei etwa um Nachwuchs?
Aber wo sind die Eltern?

Sie sammeln Nahrung für ihre kleinen. Und tatsächlich: Kurze Zeit später fand auch schon die Fütterung statt, wie man auf folgenden Bildern mehr oder weniger gut erkennen kann.
Ich entschuldige mich für die schlechte Qualität, aber das war alles, was ich aus der Kamera herausholen konnte. Immerhin kann ich ja nicht einfach fremden Leuten über den Rasen spazieren.




So. Soviel dazu.
Ich kann verstehen wenn jetzt jemand sagt: „Ha! Viel zu weit weg! Das sind wahrscheinlich nur Stare, oder so!“
Immerhin komm ich mir ja selbst schon langsam vor, als seien Kolkraben ähnlich seltene Fabeltiere, wie etwa der Yeti oder das Bunjip. Daher bin ich froh, noch folgende – halbwegs scharfe – Bilder eines der Vögel präsentieren zu können:

Und auch hier wieder die Frage an eventuell mitlesende Ornithologen oder Vogelkundler: Juveniler Kolkrabe? Oder doch nur eine Rabenkrähe? Saatkrähe hab ich jetzt mal ausgeschlossen.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Mai
22
2010
2

Raumstationen-SF im Vergleich:

1993, ungefähr gleichzeitig, starteten zwei neue tolle Science-Fiction-Serien. Star Trek „The Next Generation“ gab den Föderationsstaffelstab an „Deep Space Nine“ weiter, und auf der anderen Seite der Studiolandschaft hat Joseph Michael Straczynski die Serie „Spacecenter Babylon 5“ buchstäblich aus dem nichts gestampft.
Die beiden Serien haben recht viele Parallelen: Beide spielen auf einer Raumstation, beide beschreiben Kriege gegen mysteriöse und übermächtige Gegner und weiteres mehr. Selbst viele der Einzelheiten findet man in beiden Serien.
Da Straczynski die Idee zu Babylon 5 wohl deutlich vor der geistigen Geburt von Deep Space Nine hatte, und seine Serie Paramount angeboten hatte, dem Studio also, dass alle Star Trek Serien produziert, gibt es im Internet kontrovers geführte Plagiatstheorien.
Darum soll es aber hier nicht gehen, sondern darum, welche insgesamt Serie die Nase vorn hat. Ich – als Jury – werde die beiden Serien in verschiedenen Einzelkategorien begründet bewerten, und das Endergebnis zeigt dann genau, welche Serie ich besser finde, und warum.

I. Die Raumstationen

In beiden Serien ist der stumme Hauptcharakter die Raumstation, auf der die Serie spielt. Erst sie sorgt für den geeigneten Rahmen, für all das Drama und die politischen Intrigen.
Babylon 5 ist eine lange, zylindrische Metallkonstruktion, die in ihrer Gesamtheit eher an das Hubbleteleskop erinnert, als an etwas aus der Science Fiction.


Babylon 5 by ~Davide-sd on deviantART

Deep Space Nine ist eine Raumstation, die von den Machern der Serie als „cardassianisch“ entworfen wurde. Deep Space Nine ähnelt im Aufbau zwei Kronen, die jemand aufeinander gelegt hat. Die Zacken dieser Kronen, an denen Raumschiffe andocken können, sind in einem quasi-gotischen Stil gehalten, genau wie auch der Rest der Station.


Star Trek: Deep Space Nine by ~shintetsuya on deviantART

Obwohl Babylon 5 konzeptuell und technisch die glaubwürdigere Station ist, sieht Deep Space Nine einfach schick aus. Das Cardassianische Design ist außerdem mal so etwas ganz anderes, als das, was man sonst so in Star-Trek oder anderen SF-Serien als Hauptschauplatz der Handlung aufgetischt bekommt.
Babylon 5 hingegen vermittelt ein Gefühl von echter Größe, gerade bei Innenaufnahmen. Während das Innere der Station bei Deep Space Nine wirkt wie das, was es ist, nämlich einige, wenig zahlreiche Sets, auf denen gedreht wird, glaubt man bei Babylon 5, dass es Bereiche der Station gibt,von denen nicht einmal der Captain einen Plan hat.

Bewertung also: Unentschieden. Deep Space Nine ist Eyecandy, Babylon 5 sieht nicht so beeindruckend aus, ist aber glaubwürdiger und vermittelt echte Größe. Beide Serien bekommen einen Punkt.

II. Die Schauspieler der Serien allgemein

In beiden Serien machen die Schauspieler einen tollen Job. In so mancher Serie sticht der eine oder andere Schauspieler mit mangelndem Talent hervor, wie eine nervende Feder aus einem kaputtgesessenen Sofa. Sowas ist in diesen beiden Serien aber durchweg nicht zu finden.
Bei Deep Space Nine tummeln sich geradezu die prominenten Gastdarsteller, während Babylon 5 seine besseren Schauspieler gerne mal in anderer Maske recykelt. So mancher Statist von Babylon 5 scheint direkt von der Strasse zu kommen.

Bewertung: Mit einer Träne im Auge, geht dieser Punkt an Deep Space Nine

III. Die Aliens

Deep Space Nine bietet in diesem Punkt das, was man typischerweise von Star Trek gewohnt ist: Leute in Latexmasken. Das ist im Star-Trek-Universum eben so und hat den Vorteil, dass die ganzen Gastdarsteller meist noch irgendwie zu erkennen sind.

Es ist aber auch stinklangweilig.
Die Bajoraner haben eine geriffelte Nase, die Ferengi haben Riesenglatzen und große Ohren und die Trill haben Punkte ums Gesicht.
Die einzige wiederkehrende Alienrasse, die hiervon abweicht, sind die „Wechselbälger“. Diese sind in ihrer natürlichen Form eine orangefarbene CGI-Suppe. Treten die Wechselbälger aber in Kontakt mit den anderen Rassen, sind es einfach nur Menschen in Latexmasken.


Outsiders – Odo by ~Palone-Omi on deviantART

Babylon 5 hat hier mehr zu bieten. Alleine die Vorlonen machen schon mehr her als alles, was man von Star Trek gewohnt ist. Die Vorlonen tragen zwar ständig ihre Druckanzüge, aber schon das ist eine willkommene Abwechslung zu Menschen in Latexmasken, die auch bei Babylon 5 sehr zahlreich vertreten sind.
In Babylon 5 gibt es noch andere Nicht-Latexmasken-Rassen, die hin und wieder mal auftauchen. Man findet hier alles von Puppenspiel über Animatronik bis zu den rein aus CGI bestehenden Schatten. Babylon 5 wirkt zuweilen wie die Cantina aus Star Wars.


Kosh by ~gustorak on deviantART

Bewertung: Dieser Punkt geht klar an Babylon 5. Alleine schon wegen Kosh. Kosh ist klasse.

IV. Die Raumschiffe

Star Trek benutzt seit „Raumschiff Enterprise – Die nächste Generation“ für die Darstellung von Raumschiffen durch CGI aufgemöbelte Modelle. So wird es auch bei Deep Space Nine gehandhabt.


First Contact by ~enterprisedavid on deviantART

In Babylon 5 kommen die Raumschiffe direkt aus dem Computer. Das sieht man leider.
Obwohl sich in Babylon 5 nach der im Piloten verwendeten „Wing-Commander-Grafik“ noch einiges zum besseren entwickelt hat, sind Modelle einfach nicht zu schlagen. Man sieht einfach, dass da was ist, während reine CGI-Raumschiffe immer irgendwie wie Fremdkörper wirken.
Zur Ehrenrettung  – insbesondere der irdischen Raumschiffe – sei gesagt, dass in B5 die Schiffe der Erde auch wieder sehr viel glaubwürdiger konzipiert sind, als die Warp-Schiffe der Föderation mit ihrer künstlichen Gravitation.

Bewertung: Ganz knapp geht der Punkt trotzdem an Depp Space Nine.

V. Raumschiffaction:

Kämpfen in Deep Space Nine Raumschiffe gegeneinander, handelt es sich zumeist um relativ wenige Schiffe, die einander gegenseitig bedrohen. Wie in Star Trek üblich, kann man Massenschlachten zwischen Raumschiffen hier zwar durchaus finden, allzu häufig sind sie jedoch nicht.
In Babylon 5 ist alle paar Folgen mal der Teufel los im All. Ob es die Jäger der Raumstation gegen die „Raiders“ sind, die Narn gegen die Centauri, die Schatten gegen alle anderen, oder die Erde gegen wen auch immer, hier bekommt man jede Menge Fratzengeballer für sein Geld.

Bewertung: Mit einigem Vorsprung geht dieser Punkt an Babylon 5.

VI. Genderkram und allgemeine politische Korrektheit

Beide Serien bestehen den Bechdeltest. Die Frauenquote bei den Führungsoffizieren auf Deep Space Nine ist den 50% nahe, in beiden Serien ist second-in-command der Raumstation eine Frau.
Babylon 5 scheint hier hinterherzuhinken, bis man die Botschafter der verschiedenen Völker und die Telepathin, die streng genommen nicht zur Kommandocrew gehört, in die Rechnung mit einbezieht.
Während es in Deep Space Nine die eine oder andere Story gibt, die sich mit feministischen Themen beschäftigt, scheint Feminismus in Babylon 5 überhaupt gar nicht mehr nötig – oder einfach gar kein sehr wichtiges Thema mehr – zu sein.
Frauen tauchen in allen Ämtern und Funktionen auf, und keiner kommentiert das irgendwie. Im Babylon 5 Universum ist dies ganz normal.
Beide Serien haben eine ausgesprochen frauenfeindliche und patriarchalische Spezies. Bei Deep Space Nine sind es die Ferengi, bei Babylon 5 die Centauri.
Die Hauptrollen beider Serien sind – soweit bekannt – fast ausschließlich heterosexuell. Bei Deep Space Nine scheint Dax „thrillbedingt“ bisexuell zu sein, bei Babylon 5 verliebt sich Lt. Susan Ivanova unglücklich in eine Frau.
In beiden Serien scheint die Hautfarbe ausschlaggebender dafür zu sein, wer sich in wen verliebt, als es die Unterschiede der Latexmasken sind. Mischpaarungen zwischen verschiedenen Spezies kommen in beiden Serien vor, Babylon 5 hat darüber hinaus auch noch Trans-spezies-konvertiten. (Nennt man die „Transspezielle“?)
Update: Dax von Deep Space Nine könnte man – mit etwas gutem Willen – als „transgender“ bezeichnen, obwohl die Bezeichnung ein wenig hinkt. Der Symbiont hat ja sein Geschlecht, sofern vorhanden, behalten, und lediglich den Wirt gewechselt. Weder Wirt noch Symbiont ändern also ihr Geschlecht. Oder seh‘ ich das falsch?

Bewertung: Hier geht der Punkt knapp an Babylon 5, alleine schon, weil Deep Space Nine oft sehr verkrampft wirkt, wenn solche Stories aufs Tablett kommen. Babylon 5 beschäftigt sich natürlicher mit alledem.

VII. Die Crew

Hier scheiden sich dann endgültig die Geister und eine objektive Beurteilung ist ganz und gar unmöglich. Welche der beiden Crews man besser findet, ist einfach Geschmacksache. Ich werde trotzdem versuchen meine Entscheidung zu begründen.
Ich ziehe die Crew von Babylon 5 vor. Bei Babylon 5 gibt es eine stetige Charakterentwicklung bei so gut wie allen Hauptpersonen. Bei Deep Space Nine entwickeln sich viele Charaktere gar nicht, und wenn das vereinzelt doch passiert, wirkt es auch mich forciert und unnatürlich.
Bei Babylon 5 sind die Charaktere auch in sich glaubwürdiger. Bei Star Trek kann man Charakterfehler oft mit der Lupe suchen, alle Babylon-Fünfler tragen ein realistisch-geschüttelt Maß davon herum. Sinclair ist der Mann mit dem Loch in seinerm Gedächtnis, Garibaldi Alkoholiker, Ivanova kommt mit ihrem Vater nicht zurecht und hasst Telepathen, weil sie selbst einer ist… Die Liste könnte man fortsetzen, während die Deep Space Nine Besatzung immer das beste will und meist auch tut.
Außerdem widmet Deep Space Nine der Charakterentwicklung und -beleuchtung ganze Folgen, in denen sonst kaum etwas passiert, während Babylon 5 das so nebenbei macht.

Bewertung: Hier geht der Punkt klar an Babylon 5

VIII. Zu guter letzt: Story is King

Beide Handlungsfäden sind episch. Beide Handlungsfäden führen dazu, dass sich im Laufe der Handlung viel ändert, auf der Erde und in der Galaxie. Beide Handlungen ziehen sich durch mehrere Staffeln und beide Handlungen kommen zu ihrem befriedigenden Ende.
Gerade auf letzteren Punkt kann man nicht zu oft hinweisen. Oft genug finden Serien mit vielversprechendem Anfang ein jähes Ende, noch bevor alle Plotfäden ganz aufgelöst wurden.
Wo wir gerade bei Plotfäden sind:
Sieht man die erste Staffel von Babylon 5 ohne den Rest zu kennen, denkt man sich, dass hier unheimlich viel angedeutet wird. Man vermutet, dass kaum etwas davon aufgelöst wird, wie man es von anderen Serien, gerne auch von Star Trek, gewohnt ist.
Spätestens am Ende der vierten Staffel muss man jedoch erkennen, dass so gut wie jeder brennende Handlungsfaden zu einem befriedigenden Ende geführt wurde. Die noch offenen Handlungsfäden deuten zwar an, dass nach dem Ende der Serie nicht Friede-Freude-Eierkuchen herrscht, aber man kann mit denen sehr gut leben, die aufgelöst wurden.
Babylon 5 neigt dazu, in jeder Staffel mindestens einen Handlungsfaden aufzulösen. Meist kommt die Auflösung gerade dann, wenn man sich fragt, ob die Auflösung jemals kommt. Das ist ein Kunststück, dass ich bei Fernsehserien generell nur selten erlebt habe.
Bei Deep Space Nine wird einiges erhellt und einiges bleibt im Dunkeln. Es gibt hier aber so gut wie keine „Zwischenauflösung“ von Plotpunkten. Deep Space Nine dümpelt manchmal über ganze Staffeln so vor sich hin, bis es am Ende dann geradezu hektische Aktivität mit der Plotauflösung entfaltet.
Während bei Babylon 5 Zeitreisen ein Kernstück der Handlung sind, werden selbige bei Deep Space Nine ausschließlich als Plot-Gimmick benutzt. Das Erstaunliche hierbei ist, dass Babylon 5 es schafft, selbst eine ganz anständige Zeitreiselogik hinzulegen. Vergleichbares sucht man in allen Serien und Filmen des Star-Trek-Franchise vergebens.

Bewertung: Klarer Fall. Schatten sind cool. Dominion ist meh. Dieser Punkt geht an Babylon 5.

Der Sieger insgesamt ist also aus meiner Sicht Babylon 5. Aber das ist nur meine Meinung.

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,
Mai
21
2010
5

Noch mehr Rabenvögel: Eichelhäher

Nachdem ich ja nun schon eine Saatkrähe fotografiert habe, ist meine Schwester heute GESTERN beim Fotospaziergang auf einen Eichelhäher gestoßen. Das gute daran: Er hielt solange still, bis meine Schwester ein Foto schießen konnte, und das Foto ist sogar scharf.
Das schlechte: Das arme Tier ist tot.
Da ich ja nun schon seit einer Weile mit meiner Kamera auf Rabenjagd bin, und schon mehrmals verschiedene Krähen oder andere Rabenvögel quasi einen falschen Rabenalarm ausgelöst haben, dachte ich, dass auch der Eichelhäher als Rabenvogel hier gut reinpasst.
So als Beweis: Es gibt hier Eichelhäher!

Eigentlich wollte ich von meiner Schwester ja nur das Foto samt der Erlaubnis es hier zu veröffentlichen, aber die gute hat mir ungefragt noch einen ganzen Blogartikel dazugeschrieben, den ich euch nicht vorenthalten will:

Gestern Vormittag am 20. Mai 2010 machte ich einen traurigen Fund an der Hauptstraße. Ich lief von Karlsmark (Campingplatz) in Richtung Fresenhagen (Buslinie nach Flensburg) und sah plötzlich etwas buntes auf dem Fahrradweg liegen. Es war ein Eichelhäher, der vermutlich einen Zusammenstoß mit einem Fahrzeug nicht überlebt hatte. Ich erinnerte mich daran, dass ich am Tag vorher im Langenberger Forst genau so einen noch lebendig fotografiert hatte. Das machte mich sehr traurig. Die Eichelhäher gehören zu den Rabenvögeln. Man weiß eigentlich viel zu wenig über sie. Also googelte ich „Rabenvögel“

Auf dieser Seite findet man nette Bilder und Erklärungen zu den Rabenvögeln. Unter anderem auch das Foto eines Eichelhäherbabys:

http://www.wildvogelhilfe.org/sonderbeitraege/rabenvoegel/rabenvoegel.html

und auch diese Seite zum Thema Rabenvögel ist sehr informativ:

http://www.world-of-animals.de/tierlexikon/Rabenvoegel.html

Unter anderem findet man dort auch das Foto eines Unglückshähers. Der Vogel auf dem Foto ist kein Unglückshäher, sondern ein Eichelhäher, der Unglück hatte.

Und dies scheint auch noch sehr interessant zu sein:

http://www.planet-wissen.de/natur_technik/voegel/rabenvoegel/index.jsp

Anm. von mir:
Ich frag sie nochmal, ob sie nicht auch das Foto von dem lebendigen rausrücken möchte, den sie vorgestern fotografiert hat.

Hier, wie angekündigt ein lebendiger Eichelhäher. Ob’s derselbe ist? Keine Ahnung.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Mai
21
2010
2

Der rechtsfreie Fussballraum

You got to be fucking kidding me!


screenshot: Google News Alert

Jetzt ist nicht nur ein Netz ein Raum, sondern auch noch ein Platz. Alles Räume, allüberall!!

ARGH!

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Linguistisches | Schlagwörter:
Mai
21
2010
0

GroKo in NRW – Die gute Seite

Tja, der Wähler hat sich entschieden. SPD und CDU interpretieren es anscheinend als hätte der Wähler die Große Koalition gewählt, die ja schon im Bund so einen überragenden Erfolg hatte.
Aber auch, wenn man eine Regierung in NRW, die von Rüttgers und Kraft geführt wird, ablehnt, so hat eine Große Koalition dort auch immerhin eine gute Seite.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Mai
17
2010
5

The Good News

Schön, wenn es auch endlich mal positive Neuigkeiten zur Ölpest im Golf von Mexiko gibt, oder? Es folgt eine gute Nachricht, auf die die Welt gewartet hat:

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Gruseliges | Schlagwörter: , ,
Mai
15
2010
11

Maskulistische Science Fiction

Ich meine es gibt ja feministische Science Fiction. Pamela Sargents „Das Ufer der Frauen“ zum Beispiel. Ein wirklich schlimmes Buch, in dem die Frauen in hochtechnisierten Städten wohnen, und über die Fortpflanzung hinaus kaum Kontakt zu den Männern haben, die als Banden von Wilden die Wildnis durchstreifen müssen, weil sie ja nun wirklich an allem schuld sind: Krieg, Hunger, Tod, schlechtes Fernsehprogramm, usw…

In diesem Buch gibt es spezielle Tempel in der Wildnis, in denen den Männern unter Vorspiegelung illusorischer Geschlechtsakte der Samen entnommen wird, wenn ich mich recht erinnere. Ich fand das Buch enorm unplausibel und schmerzhaft zu lesen, hab es aber tatsächlich bis zum Ende geschafft.

Dann sei noch, als anderes Extrem, Ursula K. LeGuin zu nennen, die jede Menge klasse Science-Fictionromane geschrieben hat. Als Beispiel für feministische Science Fiction fällt da besonders „Winterplanet“ ins Auge. In diesem Buch reist ein menschlicher Raumfahrer auf einen kalten Planeten, auf dem die fast ebenso menschlichen Einwohner monatlich spontan doch ungesteuert das Geschlecht zu ändern in der Lage sind. Einer der Einheimischen verliebt sich in den irdischen Sternenfahrer, und wird im Laufe des Buches zur Frau. Das Buch kann ich weiterempfehlen, da es einige sehr interessante Fragen aufwirft, und zu beantworten versucht.

Zwischen diesen beiden Extremen finden sich viele andere Science-Fictionromane, die versuchen feministische Fragen zu Ende zu denken oder einfach nur ganz andere Familienmodelle zu präsentieren.
In Mary Gentles Roman „Goldenes Hexenvolk“ zum Beispiel, wird eine Alienrasse beschrieben, deren Kinder geschlechtslos sind, bis sie in die Pubertät eintreten. Auch hier wird man mit ganz anderen Familienmodellen konfrontiert. Dieses Buch – und dessen Fortsetzungen – sind zwar nicht ganz die Butter für die Augen, welche die Schreibe von Ursula K. LeGuin ist, aber trotzdem nett zu lesen. Auch hier also eine glatte Leseempfehlung.

Der urtypischte Vertreter der feministischen Science Fiction wird aber für mich immer eine Kurzgeschichte bleiben, die ich mal in irgendeinem Jubiläumsband von irgendwas gelesen habe. Diesen Band habe ich leider nie wiedergefunden, daher weiß ich nicht von wem die Geschichte ist, oder wie sie heißt, ich werde sie aber knapp zusammenfassen, soweit ich mich noch erinnere:

In einer menschlichen Kolonie auf einem Planeten sind alle Männer irgendwann einmal durch eine große Katastrophe gestorben. Seitdem pflanzen sich die Frauen im Labor fort, und die Kolonie ist rein weiblich. Seit Jahrhunderten hat man hier keinen Mann mehr gesehen, bis irgendwann ein Raumschiff von der Erde auftaucht, mit einem männlichen Raumfahrer. Dieser ist geschickt worden, um mal nach dem rechten zu sehen; ob es die Kolonie überhaupt noch gibt, und so.
Die einheimischen Frauen auf diesem Planeten finden ihn sehr befremdlich. Wie es weitergeht, weiß ich aber leider nicht mehr.
Diese Geschichte ist meine erste bewusste Begegnung mit feministischer SF, und ich finde die geschilderte rein weibliche Gesellschaft auch sehr prägnant, was den Feminismus angeht.
(Wer weiß, um welche Geschichte es sich handelt, und wo ich sie finden kann, mag dies gerne in die Kommentare schreiben.)

Was ist nun aber mit den Maskulisten? Sicher, es gibt Science Fiction, die in einem extremen Patriarchat spielt, oder auf Welten, die wahrgewordene Männerträume zu sein scheinen, aber eine rein männliche Gesellschaft, von einem männlichen Autor? Ein romangewordenes Wir-brauchen-keine-Frauen-nicht? Fehlanzeige!
Warum gibt es sowas nicht? Oder habe ich die entsprechenden literarischen Ergüsse nur bisher übersehen? Ich würd‘ sowas gerne mal lesen!

Man stelle sich die namenlose Kurzgeschichte mal andersherum vor:
Irgendeine Katastrophe tötet alle Frauen auf einem Kolonieplaneten, und die Männer pflanzen sich fortan nur noch im Labor fort. Die Gesellschaft wäre rein männlich. Wie würde das aussehen?
Da es sich um die Geschichte eines Maskulisten handeln würde, dürfte es hier auch keine Schwulen geben, weil Schwule schon zu „genderig“ wären. Was machen die Männer dann überhaupt? Wird der Sexualtrieb aberzogen, und man kümmert sich nur noch um Fußball? Werden findige Genetiker gar „Bierbäume“ züchten? Gibt es auf diesem Planeten nur Allrad-Sportwagen? Jetzt im Ernst mal: Ich hab mich durch „Das Ufer der Frauen“ gequält, also würde ich auch so eine abstruse Geschichte gerne lesen.

Und was würde passieren, wenn auf dieser durch und durch männlichen Welt plötzlich ein Raumschiff von der Erde landen würde und heraus käme: Eine Frau!!1elf
Was ist da los? Wird sie auf der Stelle aus altem Urinstinkt in die Küche geschickt? Schwingt sie sich zur bösen Matriarchin auf? Ich sehe da ungeahnte storytechnische Möglichkeiten!

Los, Maskulisten! Schreibt mir so ein Buch! Ich lese es dann auch! Ich lese ja schließlich jeden Schwachsinn, wenn Raumschiffe drin sind!
Oder sind Maskulisten etwa nicht so kreativ wie Feministinnen? Lachhaft!
Haltet euch ran, oder ich schreibe es selbst. „Fussbiertopia“ ist doch ein toller Titel, oder?

Written by Heiko C. in: Bücher,Gesellschaftliches,Kurzrezensionen | Schlagwörter: , , ,
Mai
14
2010
0

NRW-Landtagswahl Nachlese:

Mittlerweile haben es wohl alle mitbekommen: In Nordrheinwestpfahlen Nortreinwestphal NRW ist die Regierung Rüttgers irgendwie abgewählt, doch es herrscht ein Patt zwischen den Lagern. Sowohl das rechtskonservativ-liberale Lager (Schwarz-Grün) als auch Rot-Grün haben gleich viele Sitze im Parlament. Mit der Linkspartei will eigentlich keiner, die Grünen wollen auf keinen Fall mit der FDP und die SPD denkt sie hätte die Wahl gewonnen, obwohl sie weniger Stimmen als die CDU bekommen hat, weil sie nur ein Viertel der Stimmen verloren hat, die die CDU verloren hat.

Grund zum feiern haben die Grünen, die mit fröhlicher Zweistelligkeit alles nötige mitbringen, um zum neuen Zünglein an der Waage zu werden. Hierbei schleicht sich offenbar auch der Irrtum in der Grünen Denke ein, dass alle, die gegen Schwarz-Gelb seien, auch automatsich
für Rot Grün sein müssten.
Klar, dass man sich dann gerne mal wundert, warum überhaupt Leute Linkspartei oder gar die Piraten wählen. So äußerte sich auf Twitter der Grüne Politiker Volker Beck folgendermaßen:

mehr als verdoppelt. SUPER, zittern fuer rot-gruen. Wenn es nicht klappt haben es linken- und piratenwaehler vermasselt.

Immer diese Wähler anderer Parteien… vermasseln immer alles! Ist klar.

Erstaunlich auch die auf das Niveau vor der Bundestagswahl heilsam zurückgeschrumpfte FDP. Vor der Wahl schloß diese eine Ampel oder „andere Hampeleien“ – wie Westerwelle sich ausdrücken würde – aus, doch nach der Wahl will sie dann plötzlich mit allen reden.
Ist das nicht Betrug an den verbliebenen Wählern? Was sollen die denken, wenn die FDP plötzlich nicht mehr ein Wurmfortsatz der CDU ist, wie die letzten (mindestens) 20 Jahre?
Sind die nicht sauer? Leider lässt sich aus „Pinkwart“ kein so schmissiger Koalitions-Lügner-Spitzname wie „Lügilanti“ basteln, „Pinklüg“ oder „Lügwart“ klingt eher… nun, albern.

Oder durchschaut die wohlhabende Wählerschaft, was Pinkwart wirklich vorhatte?
Als die Chefin der NRW-Grünen nach der Wahl interviewt wurde, fiel mir auf, dass sie in nicht sehr netten Worten von der FDP sprach. „Marktradikal“ fiel da als Prädikat einige Male, und sind nicht „Radikal“ und „Extrem“ relativ synonym im Politikbetrieb?
Wenn also Pinkwart sagt „Wir reden mit jedem, der nicht mit Extremisten redet!“, so muss dies für die NRW-Grünen eine nicht auflösbare Logikschleife sein:

A. Ich rede mit der FDP
B. Die FDP sind Extremisten
C. Ich rede mit Extremisten
D. Die FDP redet nicht mit mir
E. Ich rede nicht mit Extremisten
F. GOTO A.

Ein klassischer Roboterkiller. Ich tippe mal darauf, dass die wahre Intention Pinkwarts war, alle Roboter und Androiden in den Reihen der Grünen auf einmal auszuschalten. Pfiffige Idee!

Update: Der Herr Beck hat gestern übrigens noch eins draufgesetzt, und in seinem Blog (das verlink ich hier jetzt aber mal nicht, der hat schon genug Traffic) aus dem Kampfruf der KDP: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“ ein mehr oder weniger originelles Liedchen gedichtet:

„Wer hat uns verraten? Piraten!
Und wer war mit dabei? Linkspartei!“

Mal abgesehen davon, dass das Versmaß hier überhaupt nicht hinhaut, und das Liedchen eher an die Reim-dich-oder-ich-fress-dich-Poesie von Silberhochzeits- oder Firmenjubiläumsdichtung erinnert, zeugt es auch von einem merkwürdigen Demokratieverständnis, gerade wenn’s von einem Grünen kommt.

Immerhin sind die Grünen vor nicht all zu langer Zeit auch mal eine Splitterpartei gewesen. Grüne haben sich mittlerweile hier und da von Beck distanziert. Europapolitiker und ehemaliger Bundesvorstandsvoritzender der Grünen, Reinhardt Bütikhofer war von Becks lustiger Beleidigung potenzieller Wähler auch nicht so begeistert, und schrieb bei Twitter dazu folgendes:

„Was soll ich dazu sagen? Mal so: Ich wollte noch nie als kleineres Uebel gewaehlt werden. ;-)“

Heute hat sich Beck dann nochmal bei Abgeordnetenwatch zu Wort gemeldet, und sagte da sowas wie, er habe nur eine Diskussion anstoßen wollen. Ansonsten alles nur Spaß. haha! Vielleicht stimmt das ja, dann hat er wirklich selbst Schuld, falsch verstanden worden zu sein, ansonsten hätte er sich ja früher erklären können, nicht mehr als eine Woche nach seinem ursprünglichen Anstoß erregenden Tweet.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Linguistisches,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , , , ,