Mrz
09
2010
4
Mrz
08
2010
4

Zwei Jahre war ein verfassungswidriges Gesetz in Kraft…

… die Vorratsdatenspeicherung nämlich. Die war nichts anderes als die Speicherung von allen Verbindungsdaten, die bei jedem Bundesbürger halt eben so anfallen. Handy, Telefon, Internet, Fax… was auch immer. Ständig wurde gespeichert welcher Anschluss sich wohinwählt. Bei Handys sogar der Standort dessen, der das Handy benutzte. Bei jedem. Unabhängig davon, ob man ihn einer Straftat verdächtigt oder nicht. Gespeichert wurde das ganze dann „mindestens 7 Monate“ wie bei Wikipedia nachzulesen ist, und gerade letztes Jahr hat man sich in Schleswig-Holstein sogar entschieden, dass kein Richter mehr nötig sein müsse, wenn die Polizei in die gesammelten Schnüffeldaten reinschauen will.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Wahnhaftes | Schlagwörter: , , ,
Mrz
07
2010
9

Ubisoft das neue EA?

Während EA eingesehen hat, dass DRM eher kontraproduktiv ist, wenn es um das Thema Kundenzufriedenheit geht, und in Zukunft ganz auf solche Scherze verzichten will, dreht Ubisoft nun scheinbar umso doller am „Alle wollen uns beklauen“-Rad.

Symbolbild: Wie ich mir vorstelle, daß sich Spielevertriebsfirmen Raubkopien vorstellen

Musste man sich bei EAs Bioshock anfangs noch alle drei Tage online den Computer scannen lassen, damit die Firma auch ja wusste, dass man inzwischen nicht doch auf eine Raubkopie umgestiegen ist, und war es bei Spore noch nötig den Computer erst einmal auf-Deubel-komm-raus online zu bekommen, bevor man mit dem spielen loslegte, so ist nun beim aktuellen „Mass Effect 2“ keine der beiden Drangsalierungsmaßnahmen mehr nötig, um nur das Spiel zu spielen.
Online anmelden muss man sich zwar, wenn man die kostenlosen Zusatzinhalte runterladen und freischalten will, aber wer halt mehr Wert auf die Integrität seines Rechners legt, als auf irgendwelchen elektronischen Firlefanz, der braucht auch das nicht zu machen.
Und wie schon erwähnt: Sims3 hat sich auch ohne Hightech-Kopierschutz-Schwachsinn verkauft wie geschnitten Brot.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Technisches,Wahnhaftes | Schlagwörter:
Feb
23
2010
1

Illegale Abkürzungen

Ihr habt ja alle sicher von diesem Fall gehört, wo jemandem ein Pulli von der Strasse wegbeschlagnahmt wurde, weil dieser die Buchstabenfolge „ACAB“ trug. „ACAB“ kann als Abkürzung für „All cops are bastards“ stehen, und das heißt ja in etwa auf Deutsch „Alle Polizisten sind uneheliche Kinder“.
Ich musste da wieder dran denken, weil eine links-, rechts- anarchistische, islamistische Untergrundzelle auf Sylt nun auch diese Buchstabenfolge versprüht:

Gleich in doppelter Hinsicht illegal: Grafitto in Rantum

Egal wie man das findet Buchstaben zu verbieten, aus den gleichen Gründen gibt die KFZ-Zulassungsstelle in Limburg ja schon seit einiger Zeit auch Nummernschilder nicht mehr raus, die sich „LMAA“ lesen, weil dies andere Verkehrsteilnehmer beleidigen könnte.

Ich frage mich nur, wann dann auch endlich andere beamtenbeleidigende
Buchstabenfolgen verboten werden? Die Abkürzung für „All Cops date Clowns“ (Alle Polizisten verabreden sich mit Clowns) zum Beispiel erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Alleine bei Google findet man die Abkürzung mehr als 5 Millionen mal, und selbst unser derzeitiger Verteidigungsminister ließ sich schon einmal in einem T-Shirt ablichten, auf dem diese Buchstaben stehen.

Written by Heiko C. in: Linguistisches,Lustiges,Psychologisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Feb
13
2010
3

Aber Daten kann man doch gar nicht klauen!

Weil es nämlich keine Sachen sind, wie etwa ein Toaster oder eine Markenjacke. Daten sind ja eigentlich gar nicht da. Darum kann man sie auch nicht klauen.

Nein, dies ist kein Plädoyer für die Legalisierung von Raubkopien, sondern die Ansicht der bayrischen Justizministerin.

Wie heise berichtet, hat diese sich im Münchener Merkur zu den Vorwürfen und Vorbehalten geäußert, die viele Menschen zum umstrittenen Kauf der CD mit ausgespähten Schweizer Bankdaten vorgebracht haben. (Hab ich ja auch schon kurz was drüber geschrieben)

Frau Merk, die Justitzministerin von Bayern jedenfalls dazu:

„Da Daten anders als Autos oder Handys keine Sachen sind, kann man sie nicht stehlen. Und wo es keine gestohlene Ware gibt, da gibt es auch keine Hehlerei.“

Dann ist ja alles klar. Warum gibt es dann aber einen Hackerparagraphen, und warum gibt es überhaupt so etwas wie „Ausspähung von Daten“ und warum ist das dann verboten? Daten sind doch keine Handys?

Jan
25
2010
4

Freibier?

Jetzt finde ich meine Überschriften von vor Monaten schon in der Zeit?!

Im August hatte ich ja mehrmals über die grandiosen Mondlandungspläne der CDU gebloggt. Den ersten Artikel nannte ich „To the Moon, Angela!“ und den zweiten und dritten dann „Merkelchens Mondfahrt I und II“.
Nun muss ich entdecken, als ich so nach mir selbst und meinem Blog googele, dass eine Frau Thea Dorn in einem Artikel/Kanzlerinnen-Interview aus der Zeit vom 31.12.2009 dieselbe Überschrift, nämlich „Merkelchens Mondfahrt“ verwendet hat.
Na ja, obwohl das Wortspiel nicht wirklich naheliegend ist, werd‘ ich im Zweifel einfach mal annehmen, dass in diesem Fall Frau Dorn einfach den gleichen Gedanken hatte wie ich.


Link!


Screenshot dieser Seite bei der Zeit

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Lustiges,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Jan
23
2010
2

Biss zur Öffnung des Höllenschlunds…

Einfach herrlich: Was würde Buffy tun, wenn sie Edward „Michschnitte“ Cullen von Twilight an der Backe hätte:

Gefunden im Genderblog.

Ich meine, das ist ja natürlich Geschmacksache, aber da zeigt sich für mich zumindest, wie gut Buffy im Vergleich zu Twilight doch war. Sicher, die Stories bei Buffy neigten dazu sich allesamt etwas sehr ähnlich zu sein, aber die Charaktere kommen bei Buffy nachvollziehbarer, intelligenter und weniger stereotypisch rüber.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Jan
11
2010
0

Nackedeispannerstrahler IV: Uhl unterstützt Nudifizierung, solange es nicht seine eigene ist.

Ja, ne, ist klar. Auf die Anfrage bei Abgeordnetenwatch, ob Herr Uhl der Nacktscannertechnologie so sehr vertraut, dass er zu einer öffentlichen Testnudifizierung zur Verfügenung stehen würde, antwortet der RRW-Preisträger, der ja auch gerne mal obrigkeitsstaatlich ist sinngemäß, dass Nacktscanner eine ernste Sache zur Gefahrenabwehr sind, und keineswegs zur Unterhaltung des Pöbels dienen sollen:

ich unterstütze die Bundesregierung in ihrem Vorhaben, baldmöglichst die Verwendung von Körperscannern zur Sicherheitsüberprüfung an deutschen Flughäfen zu unterstützen, […] Die Körperscanner sollen ein Instrument in den Händen des beauftragten und eingewiesenen Sicherheitspersonals sein. Keineswegs geht es darum, die ´Durchleuchtung´ durchzuführen zum Zweck der Unterhaltung für „interessierte Bürger“.

Warum wirkt eigentlich „Bürger“ immer öfter wie ein Schimpfwort, wenn es aus dem Mund (bzw. der Feder) eines Unionspolitikers kommt?

Jan
09
2010
5

Der Schneesturm kommt!

Also wenn die Schweinegrippe eine „Pandemie“ war, und die unfähigen Sauerlandbomber eine „gefährliche terroristische Bedrohung“ waren, dann ist das laue Lüftchen, was draußen gerade weht, verbunden mit den 0,3cm Neuschnee heute wohl auch ein „Schneesturm“.

Und da hab ich mir gestern extra die Disco verkniffen, weil wieder mal irgendwelche Weltuntergangspropheten – diesmal bei den Wetterfröschen – das Ende aller Tage herbeibeschwören wollten.

Hätte es draußen so ausgesehen wie letzte Woche, hätte ich ja noch gesagt: Gut, okay!

Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist, wie die Bundesregierung tatsächlich zu Hamsterkäufen aufgerufen hat. Ich kann mich noch an die Regierung Kohl erinnern, wo immer vor Hamsterkäufen gewarnt wurde. …und heute wird dazu aufgerufen. „Kaufen Sie alle Läden leer, damit Leute, die nichts bekommen, in Panik geraten, und den Tengelmannladen anzünden!“
Aber na ja, in so einer Wirtschaftskrise greift man halt auch zum letzten Strohhalm, um den Konsumwillen der Bevölkerung künstlich anzustacheln. Ich halte das trotzdem für unverantwortlich, und diese „Schneekatastrophe“ für nur ein weiteres Kapitel im großen Buch der Panikmache, aus dem uns jeden anderen Abend vorgelesen wird.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Wahnhaftes | Schlagwörter:
Jan
05
2010
1

Das dumme an Zahlen: Man kann sie vergleichen.

Ein netter Link für euch, über den ich bei Twitter gestolpert bin. Da sieht man verschiedene Kostenfaktoren mal grafisch anschaulich aufbereitet:

http://www.informationisbeautiful.net/visualizations/the-billion-dollar-gram/

Dass man mit den Bestechungsgeldern, die in Russland fließen locker einen Menschen zum Mars schicken könnte, lässt einen schon kopfschüttelnd zurück. Das Geld, das weltweit für Werbung ausgegeben wird, würde da sogar fast zweimal reichen, ebenso das Geld, das im Markt mit illegalen Drogen fließt.

Wenn man sich aber mal das „Worst Case Szenario“ der US-Finanzkrise anschaut, und dann mal mit dem relativ kleinen Betrag vergleicht, der reicht um alle Kinder der Welt (!) ein Jahr (!!) zu ernähren, dann möchte man nur noch kotzen.
Wie oft passt das kleine Rechteck in das große? Vielleicht 50/60 mal? Das hieße, dass man alle Kinder der Welt knapp EIN LEBEN LANG mit den Mitteln ernähren könnte, die wohl im Laufe der nächsten Zeit fließen, um das marode Finanzsystem der USA künstlich am Leben zu erhalten.

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