Impactsuspect » Technisches
Feb
22
2012
1

Wiedermal das Ende der Anonymität im Netz…

Auf 33 Bits of Data findet sich ein neuer Zwischenstand in der Forschung um Entanonymisierung von Texten.

Es geht, kurz gesagt, um die Frage ob der Schreibtil ausreicht, um einen anonym verfassten Text mit anderen, nicht anonymen abzugleichen, und somit den Urheber festzustellen.
Die Antowort ist: Jein.
Es klappt in vielen Fällen – im moment trainiert man an Beiträgen aus den selben Blogs, die für die Versuchsanordung anonymiesiert wurden.
Hier gelang die korrekte Zuordnung des korrekten Autors in 20% der Fälle, in 35% der Fälle handelte es sich um einen der 20 als wahrscheinlichsten ausgegebenen Urheber.
Der Autor von 33 Bits weist darauf hin, dass bei echten Ermittlungen nach dem Urheber noch andere Informationsquellen bei der Identifizierung des Autors helfem, wie zum Beispiel ein eventuell lokales Thema des anonymen Textes, oder abgefragte Login-Daten.
Vermutlich werden bei echten Ermittlungen die Erfolgsraten viel höher sein.

Die Methode zur Stilidentifizierung funktioniert wohl auch über verschiedene Kontexte hinweg, wenn man also unter seinem Namen nur über südschlesische, antike Gartenlauben bloggt, können irgendwelche revolutionären Schriften einem trotzdem noch zu 12% zugeordnet werden, wenn der Stil sich nicht ändert.

Das sind alles eher unschöne Nachrichten für Autoren die aus irgendwelchen Gründen anonym bleiben müssen, und da gibt es ja bekanntlich auch in einer freien demokratischen Gesellschaft genug.

Allerdings gibt es Möglichkeiten sich besser zu schützen, wie 33 Bits auch ausführt:

The good news for authors who would like to protect themselves against deanonymization, it appears that manually changing one’s style is enough to throw off these attacks. Developing fully automated methods to hide traces of one’s writing style remains a challenge. For now, few people are aware of the existence of these attacks and defenses; all the sensitive text that has already been anonymously written is also at risk of deanonymization.

Manuell seinen Schreibstil zu ändern ist also eine Möglichkeit, die sicherlich einfacher klingt, als sie ist.
Man könnte also in seinen kritischen Schriften gegen ein unterdrückerisches Regime bewusst nur in Hauptsätzen schreiben, während man in seinem Gartenblog, dass nicht anonym veröffentlich wurde und mit dem man vielleicht sogar eine überregionale Berühmtheit erlangt hat, zu einem Schreibstil neigt, der eher in unerträgliche Bandwurmsätze – wie eben diesen hier – ausartet.
Oder man macht es anders herum.

Eine weitere Möglichkeit, die ich mir so überlegt habe, wäre seinen eigenen Text in eine der kostenlosen Übersetzungsanwendungen wie babelfish zu geben, und ihr durch verschiedene Sprachen zu prügeln, bevor man ihn wieder in seine Wunschsprache übersetzt.
Aus einem Absatz über die Artikel des Grundgesetzes würde aus:

Entscheidende Frage dabei ist, wieweit die staatliche Schutzpflicht aus dem objektiven Gehalt der Grundrechte den Staat dazu ermächtigt, in Grundrechte Beteiligter einzugreifen. Diese „Schutz-durch-Eingriff“-Problematik wird am Beispiel des Urteils zum Schwangerschaftsabbruch deutlich. In der vom Bundesverfassungsgericht ausgesprochenen Verpflichtung des Staates zugunsten des ungeborenen Lebens liegt zugleich ein Eingriff in die Rechte der Schwangeren, der einer Rechtfertigung bedarf. Ob hierfür die objektive Seite der Grundrechte herangezogen werden kann, ist in hohem Maße umstritten und ungeklärt.

durch den Umweg über Englisch, Französisch, Englisch:

Die entscheidende Frage ist daher, inwieweit l‘ nationale Verpflichtung des Schutzes des objektiven Inhalts der Grundrechte erlaubt l‘ Stand, um in den Grundrechten der Teilnehmer zu intervenieren. Dieser Schutz „ durch das d’“; Interferenz – das Problem wird deutlich durch l‘ Beispiel des l’urteils; Abtreibung. In l‘ Verpflichtung des l‘ Stand zugunsten des kommenden Lebens, ausgedrückt durch den föderalen Verfassungsgerichtshof, gleichzeitig befindet sich eine Interferenz in den Rechten schwangere Frauen, die eine Rechtfertigung erfordert. Wenn für dies die objektive Seite der Grundrechte befragt werden kann, in einem umstrittenen und erschütterten beträchtlichen Grad ist.

Naja, da müsste man sicher noch einmal mit der Hand bei, um das Ergebnis wieder lesbar zu machen, aber schon am ersten Halbsatz sieht man, wie eine maschinelle „Verstilung“ aussehen könnte.

Ein weiterer Weg, der mir spontan einfiel, wäre auch die Gewohnheit auf gewissen Imageboards, in einer Art künstlich vereinfachter Subsprache zu kommunizieren, in der jeder die gleichen festgelegten Phrasen benutzt. Allerdings sind hier die Textschnipsel vermutlich so klein, dass bisher sowieso noch keine Zuordnung möglich ist.

Leuten, die auch mal längere Texte schreiben, und dies auch anonym tun wollen, bliebe nur auf eine funktionierende Entstilungssoftware zu warten, die sicher irgendwo irgendjemand entwickelt.
Wenn das nicht der Fall ist: hint, hint!

Apr
09
2011
4

FBI gibt Roswell Vorfall zu?!?

Ich berichte hier mal ganz vorsichtig, weil ich mir auch keinen richtigen Reim auf diese Meldung machen kann. Das FBI hat wieder einmal einige Geheimdokumente veröffentlicht, die man nun im Internet bewundern kann. Das müssen die machen, weil nach dem „Freedom of Information Act“ jeder US-Bürger das Recht hat, diese Dokumente einzusehen.
Selbstverständlich werden viele Dokumente teilweise geschwärzt, bevor sie freigegeben werden und es gelten wohl generell gewisse Fristen, nach deren Ablauf erst veröffentlicht wird. Diese Fristen können scheinbar auch gerne einmal 60 Jahre dauern, wie der folgende Fall zeigt.

Bei diesem LINK handelt es sich scheinbar tatsächlich auf einen Link auf eine genuine Webseite der amerikanischen Kriminalbehörde, und auch der Scan des Dokumentes sieht für meine ungeübten Augen überzeugend aus.

Was dort nun steht, weiß ich jedoch nicht recht einzuordnen.

Ich zitiere mal grob übersetzt:

Ein Ermittler für die Air Force konstatierte, daß drei sogenannte fliegende Untertassen in New Mexico geborgen wurden. Sie wurden als kreisförmig mit erhobenen Mittelteilen, etwa 50 Fuß im Durchmesser beschrieben. Jede war besetzt mit drei Körpern menschlicher Gestalt, aber nur 3 Fuß hoch, gekleidet in metallischen Stoff einer sehr feinen Beschaffenheit. Jeder Körper war in ähnlicher Weise bandagiert wie die Blackout-Suits die von Hochgeschwindigkeitsfliegern und Testpiloten benutzt werden.

Weiter ist dort zu lesen, dass die UFOs abgestürzt sind, weil das Hochfrequenzradar der nahegelegenen Militärbasis scheinbar deren Steuermechanismen gestört hat.

Was genau „Blackout-Suits“ sind, und ob meine Übersetzung von „speed flyers“ als „Hochgeschwindigkeitsfliegern“ stimmt, weiß ich nicht. Im Original könnt ihr beim FBI selbst nachlesen, der Link steht ja oben.

Auf einem englischsprachigen Blog wird auch schon drüber berichtet: LINK. Sonst erstaunlicherweise nirgends.

Womit haben wir es nun zu tun?
Verspäteter Aprilscherz der US-Regierung? Verspäteter Aprilscherz des FBI? (Wenn ja: Dürfen die sowas?) Bewusste Fälschung des FBI, um Leute von irgendwelchen Kriegen abzulenken? Bewusste Fälschung, die dem FBI untergejubelt wurde? Haben Hacker wieder irgendwas gehackt?
Und wenn das Dokument Tatsachen beschreibt, womit haben wir es dann zu tun? Aliens? Einer verunglückten Zirkustruppe in selbstgebauten Experimentalflugzeugen? Einem chinesischen Spionageflugzeugflottendingsda? Ich bin gespannt ob und wer dazu Stellung nimmt, auf jeden Fall sollte diese Meldung die Ufologen-Gerüchteküche ordentlich anheizen.

Update: Ist wohl ein Hoax.

Update 2: Ist wohl ein 60 Jahre alter Hoax. XD

Update 3: Scheinbar hat wohl jemand diesem FBI-Agenten, der da das Memo abgeschickt hat, einen Bären aufgebunden.

Update 4: Mehr dazu: LINK!

Mrz
29
2011
4

Ist denn Telefon überhaupt sicher?

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, muss ich mir in Zukunft einen Telefonanschluss zulegen, um über relevante Termine seiner kaiserlichen Hoheit informiert zu werden? Ich beziehe mich konkret auf die Ankündigung des Regierungssprechers, dass seine kaiserliche Hoheit nach Norderney reist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Im Zeitungsgeschäft wissen Sie: Viel hilft viel.

Ich glaube nicht, dass wir bislang Ihnen gegenüber mit Informationen geizig gewesen sind und dass jemand, der von Ihnen an eine Information herankommen wollte, am Ende überrascht wurde, dass wir irgendwelche anderen Kanäle bevorzugt bedient hätten. Wir gehen davon aus, dass sie als professionelle Schreiberlinge am Puls der Zeit natürlich alle ein Telefongerät zuhause installiert haben.

ZUSATZFRAGE: Die mittels Fernsprecher weitergegebenen Mitteilungen haben einen Nachrichtenwert. Sie sind auch durchaus schon in Zeitungsartikeln verwendet worden. Das Telefon an sich ist jedoch nicht sicher. Man kann einfach seine Stimme verstellen. Ich denke da insbesondere an Fälschungen von Schauspielern, so zum Beispiel Sarah Bernhardt bis hin zum russischen Zaren. Kann ich davon ausgehen, dass der, der mich anzurufen scheint, auch wirklich der ist, der er ist? Das kann ja durchaus Folgen haben.

Wenn es mir gestattet ist, darf ich einen Satz des ehemaligen Reichsinnenministers zitieren, der in einem Interview sagte: „Wer sich ein Fernsprechgerät in sein Haus installieren lässt, muss damit rechnen, dass jeder ihn anrufen kann.“ Es ist also auch eine Frage der Sicherheit. Ist die Sicherheit in diesem Fall gewährleistet?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das, was technisch möglich ist, haben wir gewährleistet. Wir wissen um die Risiken des Telefons. Sollte irgendjemand Zweifel haben, ob eine Fernsprechgerät-Nachricht des Regierungssprechers echt ist, empfehle ich kurz die paar Schritte zum Reichstag zu gehen und nachzufragen. Grundsätzlich ist unsere Erfahrung, dass dieser Fernsprechgerät-Dienst sehr gerne angenommen sind. Da wir nicht nur ein Presseamt, sondern auch ein Informationsamt der Regierung für alle Menschen im Reich sind, hielten wir es für richtig, diesen Weg zu wählen.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich wüsste gerne, wann die Mitteilung über den Besuch seiner kaiserlichen Hoheit offiziell vom Bundespressamt mitgeteilt worden ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Ich müsste das nachschauen. Da einer der Chefs vom Dienst jetzt in Hörweite ist, bitte ich herzlich um einen beherzten Zwischenruf. Ich bin auch nicht sicher, ob dieser Weg hundertprozentig sicher ist. Aber ich habe Vertrauen darin, dass ich schnellstmöglich Datum und Uhrzeit per Gebrüll geliefert bekomme.

ZUSATZFRAGE: Die Frage ist: Kann es sein, dass außer über Fernsprechgerät über diese Norderney-Reise nirgendwo berichtet wurde? Das ist ja eine andere Qualität. Wenn Herr von Klöten telefonieren will, weil er Zeit hat, ist das alles gut und schön. Aber das geht ja bis hin zu der Frage, wozu man dann noch Chefs vom Dienst braucht, wenn Herr von Klöten die Termine telefonisch durchgibt.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wollen doch in Wahrheit wissen, ob es eine Benachteiligung ist, dass eine Information möglichweise statt über unsere Pinnwand über Fernsprechgerät herausgegangen ist. Nein, diese Auffassung teilen wir nicht.

ZURUF: Ich will wissen, ob es Termine nur über Fernsprechgerät bei Ihnen gibt oder ob das ein ergänzendes Angebot ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das ist ein ergänzendes Angebot, auf der Pinnwand war der Reisetermin nur Minuten später.
Ich habe eben schon einmal gesagt, was den Informationsgehalt der Fernsprechgerät-Nachrichten angeht: Wer immer Zweifel hat, dass irgendetwas nicht stimmt, kann sich innerhalb weniger Stunden rückversichern. Sie wohnen und arbeiten alle doch nur Strassen weiter! Dementsprechend sehe ich das Problem nicht!

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, als älterer Mensch, der mit diesen neumodischen Kommunikationsformen nicht so vertraut ist, eine grundsätzliche Frage: Hat es irgendwann einmal vonseiten des Bundespressamtes einen Hinweis darauf gegeben, dass nun auch über Fernsprechgerät wichtige Informationen verbreitet werden und man sich möglicherweise als Kunde oder Telefonist ‑ ich weiß nicht, wie das dort heißt ‑ anmelden müsste?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Meinem Kenntnisstand nach ja. Ich reiche aber gerne nach, ob das auch auf der Pinnwand war. Ich bin mir sehr sicher, dass wir es schon allein aus Eigeninteresse gemacht haben.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, in dieser Woche hat sich Herr von Klöten per Telefon ‑ ich nenne es einmal so ‑ einen kleinen Schlagabtausch mit dem notorischen Anarchisten Pjotr Alexejewitsch Kropotkin geliefert. Ist geplant, dass der Regierungssprecher künftig immer einmal wieder ans Telefon gehen wird? Es kann ja jeder anrufen. Ich habe Sie so verstanden, dass Sie über Fernsprechgerät auch Bürger und nicht nur uns Journalisten erreichen wollen. Wird das wirklich ein richtiges Kommunikationsmittel des Regierungssprechers werden, um die Regierungspolitik in die Bevölkerung zu kommunizieren?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Nach diesen Gelegenheiten suchen wir nicht ausdrücklich. Aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, dass über einen solchen schnellen Informationsaustausch interessante Diskussionen entstehen, werden wir das weiter tun. Herr von Klöten ist generell dazu angehalten, das Telefon abzunehmen, sollte es klingeln.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, wird es eine neue Gepflogenheit, dass man Reisepläne Land für Land telefonisch im Pressamt abfragt? Wie kommt man zu der Möglichkeit, zu erfahren, wann seine kaiserliche Hoheit beabsichtigt, wohin zu reisen?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Wir werden auch weiterhin vorrangig die Pinnwand für so etwas benutzen. Es steht ihnen aber frei den Regierungssprecher Herrn von Klöten anzurufen und selbst nachzufragen.

ZUSATZ: Wieder etwas gelernt. ‑ Danke!

FRAGE: Abweichend von der normalen Praxis, kann ich Sie einfach darum bitten, in Ihrem Amt vielleicht noch einmal die verschiedenen Aspekte prüfen zu lassen, die damit einhergehen? Denn wenn man diese Kommunikationswege geht ‑ da schließe ich mich sicherlich den anderen Agenturkollegen an ‑, dann greift das tief in unsere Arbeitsabläufe ein. Wenn es da ein Sicherheitsproblem gibt, dann hilft der Hinweis „wenn Sie Zweifel haben, können Sie ja zu einem Kaffee vorbeikommen“ uns als Agenturen nicht weiter. Denn wenn das eine autorisierte Verbreitungsquelle des Presseamtes ist, dann werden wir „zuschlagen“, und dann werden wir im Zweifelsfall auch mit einer falschen Meldung „zuschlagen“. Das kann nicht im Interesse Ihres Ministeriums sein. Da berufe ich mich ausdrücklich auch auf das, was der Kollege zur Sicherheitsfrage gesagt hat. Ich denke, man sollte dazu sicherlich die verschiedenen Aspekte nachuntersuchen.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wissen aber auch, dass nicht einmal ausgeschlossen werden kann, dass Pazifisten oder Anarchisten dieses Gebäude besetzen uns alle gefangennehmen uns sich als öhm… wir verkleiden? Jeder Kommunikationsweg hat seine Gefahren.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich habe die Ankündigung, dass Herr von Klöten begonnen hat zu telefonieren, verpasst. Könnten Sie mir sagen, seit wann er das macht? Macht nur er das, oder telefonieren Sie auch?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Es war heute das erste mal, Sie haben ohne Telefon also noch nicht viel verpasst.
Ich mache das nicht. Wir sind an dieser Stelle der Linie erlegen, dass es vernünftig ist, dass es ein authentischer Absender ist. Dann finde ich es auch konsequent, dass das der Regierungssprecher macht und nicht der Stellvertreter.

Frei nach der Aufregung der Hauptstadtpresse um den twitternden Regierungssprecher via Netzpolitik und Wiegold.

Und wer nicht nochmal so viel lesen will – was ich verstehen könnte – die Twitteraufregungspressestunde gibt es u. a. beim Kraftfuttermischwerk auch als Video.

Mrz
14
2011
5

Atomstrom

Ihr werdet es vermutlich schon mitbekommen haben. In Japan gab es ein schweres Erdbeben und einen Tsunami. Beides hat dazu geführt, dass die Japaner die Kontrolle über mittlerweile 3 Atomkraftwerke verloren haben.
Die Nachrichten dazu sind teilweise widersprüchlich und reichen von „Alles nicht so schlimm“ bis „Super GAU“.
Dass es sich bei dem, was in Fukushima I passiert um einen GAU handelt, steht nicht wirklich in Frage.


Three Mile Island by ~NoelBoulet on deviantART

Nun geben sich unsere Regierung, die letztes Jahr noch für den Ausstieg aus dem Atomkonsens und für die Laufzeitverlängerung unserer AKWs gestimmt hat und die Atomlobby alle Mühe, uns vielerlei zu erzählen.
Unter anderem wären da:

1. Die Situation in Japan stellt keine Gefahr für Deutschland dar

2. Sowas wie in Japan könnte in Deutschland überhaupt nicht passieren

3. Es ist zynisch jetzt wieder über die Atomkraft zu diskutieren, während in Japan Leute sterben

4. Atomkraftgegner freuen sich jetzt alle hämisch über die Geschehnisse in Japan

5. Jetzt für Ökostrom zu werben ist pietätlos

6. Wer für Atomausstieg ist, der darf auch nicht mehr in einem Flugzeug fliegen.

Über ein zwei dieser Punkte kann man sicher geteilter Meinung sein. Alle anderen sind hingegen schon nach objektiven Kriterien komplett hirnrissig. Ich frage mich, ob es der bedingungslose Profitwillen der Energiekonzerne ist, der ihre Konsorten so einen Schwachsinn reden lässt, ob es die Verblendung dieser Leute ist und sie das selbst glauben oder was die sich sonst dabei denken.

Zu den „Argumenten“:

1. Die Situation in Japan stellt keine Gefahr für Deutschland dar

Woher will man das wissen? Als Tschernobyl hochging durften wir für Jahre keine Pilze mehr sammeln und kein Wild mehr essen, und Tschernobyl ist auch schon ein Stückchen weg. Ein Jahr lang durfte man im Regen nicht raus, ich kann mich noch erinnern, wie das damals war.
Ist es ausgeschlossen, dass sich die Radioaktivität in Japan erhöht, sich der Wind dreht und ein Teil bei uns als radioaktiver Niederschlag ankommt? Ich hab schon Pferde kotzen sehen, und zwar vor der Apotheke. Mit zunehmenden Alter hat sich bei mir sogar die Frequenz der kotzenden Pferde erhöhnt, die ich vor Apotheken stehen sah.

Selbst wenn Deutschland jedoch auf keinen Fall in Gefahr wäre, irgendeinen Schaden von der aktuellen Situation in Japan davonzutragen, was ist daran beruhigend? In Japan sterben weiter Leute. Dass es uns bisher noch gut geht, ist kein Argument für Atomstrom.
Im Gegenteil: Es zeigt doch selbst dem dümmsten Atomstromfetischisten, dass diese Technologie einfach nicht beherrschbar ist, und bei Unfällen gleich riesige Gebiete unbewohnbar werden.

2. Sowas wie in Japan könnte in Deutschland überhaupt nicht passieren

Da würde ich gerne mal die Quellen derer sehen, die das behaupten. Sicher Deutschland ist nicht so erdbebengefährdet wie Japan, aber die AKWs in Japan hätten Erdbeben von „zu erwartender Stärke“ ja auch schadlos überstanden.
Unsere AKWs werden ja wohl auch auf „zu erwartende“ Erdbebenstärken ausgelegt sein, oder? Und Ja: Auch in Deutschland haben wir Atomkraftwerke in Erdbebengebieten: Die „in Deutschland kann das nicht passieren“ Lüge
Tsunamis kann es auch hier geben, wenn es zu Erdbeben in Norwegen kommt, zum Beispiel. Das ist nicht wirklich ausgeschlossen. Ausserdem gibt es in Deutschland dann auch gerne mal eine verheerende Sturmflut alle paar Jahrzehnten. Brunsbüttel liegt direkt am Meer.
Der Stand der Technik ist in Japan auch nicht weiter hinterher als hier. Man kann davon ausgehen, dass die in Punkto Katastrophenschutz sogar erheblich weiter sind, als wir. Wäre dem nicht so, wären die Auswirkungen des Erdbebens dort noch verheerender als sowieso schon.

3. Es ist zynisch jetzt wieder über die Atomkraft zu diskutieren, während in Japan Leute sterben

Es ist zynisch – und vor allem strunzdumm – weiter an ihr festzuhalten, während in Japan Leute sterben.
Nachtrag: Und selbst im traditionell eher wirtschaftsfreundlichen Handelsblatt kann man sich diesem Argument nicht anschließen.

4. Atomkraftgegner freuen sich jetzt alle hämisch über die Geschehnisse in Japan

Wer das glaubt, ist lediglich dumm genug keine Angst zu bekommen, wenn er sieht, was in Japan passiert. Dort hat es entweder schon eine Kernschmelze gegeben, oder sie wird seit Tagen erwartet. Die Nachrichten sind eher uneinheitlich, Grund zur Sorge gibt es aber allemal.
Grob vereinfacht bekommen die Japaner ihren Reaktor (mindestens einen) nicht mehr ausgeschaltet, obwohl ihr Leben davon abhängt. Die Brennstäbe brennen vor sich hin, und man kann nichts dagegen unternehmen.
Das passt auf die Definition von „außer Kontrolle“. Da freut sich niemand hämisch drüber, da hat man eine Scheißangst vor.
Eine Scheißangst, dass das hier passieren könnte. Und ausgeschlossen – Siehe Punkt 2 – ist das eben nicht.

5. Jetzt für Ökostrom zu werben ist pietätlos

Mal abgesehen davon, dass die Atomlobby sich in den letzen Jahren alle Mühe gegeben hat, Atomenergie als Ökostrom auszugeben – so lächerlich das auch sein mag – ist es wohl eher pietätlos jetzt noch weiter für Atomenergie einzustehen.
Immerhin handelt es sich nicht um den ersten GAU in den letzten 30 Jahren, sondern um den mindestens dritten. Und auch nur um den dritten, wenn man die jetzt außer Kontrolle geratenen AKWs in Japan nicht einzeln zählt. Sonst ist es der vierte, fünfte oder sechste.
Warum man als Atomkraftgegner plötzlich für Atomkraft sein soll, wenn den Japanern gleich mehrere Kraftwerke um die Ohren fliegen, diese Logik erschließt sich wohl auch nur denen, die an Atomstrom verdienen.

6. Wer für Atomausstieg ist, der darf auch nicht mehr in einem Flugzeug fliegen.

Ein Flugzeug kann abstürzen. Bei so etwas hat es bisher bis zu 600 Opfer gegeben. Bei 911, wo Flugzeuge in das World Trade Center gesteuert wurden, hat es etwa 3000 Tote gegeben.
Danach konnte man die Trümmer wegräumen, und selbst Ground Zero ist prizipiell heute wieder gefahrlos begehbar.
Wenn ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt, dann sind nicht nur die Opferzahlen sehr viel höher, sondern es wird auch noch ein Gebiet auf unabsehbare Zeit unbewohnbar, das groß genug ist, UM ES VOM WELTRAUM AUS SEHEN ZU KÖNNEN. Man kann dort zwar hingehen, und ganz schnell wieder rausgehen, stirbt aber dann trotzdem irgendwann daran. Außerdem sieht man Radioaktivität nicht wirklich kommen.
Flugzeugabstürze lassen sich nicht wirklich mit GAUs vergleichen.

Selbst wenn all diese Argumente treffen würden, weiß man übrigens bis heute nicht, was man mit Atommüll machen soll.
Man kutschiert ihn entweder durch Deutschland, mit irgendwelchen Castorzügen, lagert ihn in Russland irgendwo unter freiem Himmel, lagert ihn in Deutschland irgendwo zwischen, wo den Mist keiner haben will oder man lagert ihn in Deutschland irgendwo END, wo ihn auch keiner haben will, und wo bald schon alles einstürzt.

Wie man in Anbetracht all dessen im Ernst noch für Atomkraft reden kann ist mir schleierhaft, aber sowas von.


roads to tschernobyl IV by ~mr-pitz on deviantART

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Technisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Mrz
02
2011
9

Impressionen von der CeBit

Während anderswo Kriegsminister zurückgetreten sind, war ich auf der CeBit. Ein Freund hatte zwei Freikarten gewonnen und mir eine davon angeboten. So sind wir heute relativ kurzfristig nach Hannover gefahren, und haben uns das mal angesehen.

So erst einmal möchte ich konstatieren, dass die CeBit ehen langweilig für Leute ist, die eigentlich keine rechte Ahnung von Computern haben. Ich meine, ich weiß auf welchen Knopf ich drücken muss, damit was passiert und wenn ich die passenden Komponenten habe, kann ich mir auch einen Rechner aus Einzelteilen zusammenbasteln.
Welche Teile ich allerdings dazu benutze, entscheide ich nicht aus eigener Fachkenntnis heraus, sondern da frag ich immer wen.

In vielen Hallen der CeBit wird da jede Menge Zeug ausgestellt, von dem ich Schwierigkeiten habe zu entscheiden, um was es sich da handelt. Da gibt es seltsame platinöse Einzelteile, komische blinkende Boxen, andere Boxen mit verschiedentlichen Kabeleingängen und weiß nicht was.
In anderen Hallen wird Kram ausgestellt, welches man beim besten Willen nicht braucht, wenn man nicht gerade ne Firma mit Großraumbüros hat. Irgendjemand drückte mir ein Flugblatt in die Hand, und fragte mich, ob ich Ahnung von virtualisierten Netzwerk-Dingenskirchen hätte.

Geschenke gab es auch nicht so scheußlich viele, für 4 Stunden herumgelatsche habe ich gerade mal ein viel zu kleines T-Shirt, eine Tragetasche, jede Menge Prospekte und einen Schlüsselanhänger bekommen. Das prangere ich an. Mein Vater hat mir von legendären Jahren erzählt, wo er Werbegeschenke gleich tütenweise aus der CeBit getragen hat.

Die Halle in der Telekom und Microsoft ausstellen sah auf unerklärliche Weise nach Schuhladen aus, und roch auch irgendwie so. Es hätte mich nicht gewundert, wenn alle in dieser Halle strumpfsock gelaufen wären, denn meine Nase teilte mir laufend sublimal mit, die Schuhe auszuziehen.
Natürlich roch es nur so. Alle hatten noch Schuhe an. Warum es da nach Schuhladen roch, keine Ahnung. Vielleicht war der Teppich, der in der Halle ausgelegt war, schon bei einem Schuverkäuferkongress in der Woche davor zur Anwendung gekommen, wer weiß.

Desweiteren hab ich lange nicht so viele Asiaten gesehen. Und dies nicht nur unter den Besuchern der Messe, sondern auch bei den Ausstellern. Der durchschnittliche von Asiaten betriebene Messestand besteht aus zwei Herren in Anzügen, die gelangweilt an einem Campingtisch sitzen, und eine Dame, die derweil irgendwelche besonders hippen Kabelenden sortiert, die das Premiumprodukt dieser Firma sind. Solche Firmenauftritte gibt es zu Hauf, und zwar jeweils in 3x3m-Kästen.

Bei den meisten Produkten die auf der Cebit ausgestellt sind, konnte ich sowieso erst nach langem Fragen in verschiedenen Sprachen herausfinden, um was es sich da eigentlich handelte, was da ausgestellt war.
Diese komischen Platinen dort, was sind die? Für ein Motherboard sind sie eigentlich zu klein, für eine Grafik- Sound- oder Netzwerkkarte haben sie die falsche Form, und für eine Fernsehkarte die falschen Anschlüsse.
Auf Nachfrage teilte mir die nette Präsentationsdame des Standes mit, was man mit diesen seltsamen Platinen machen kann und womit sie kompatibel sind, leider aber erst nach weiterem Nachbohren, um was es sich handelte.
Es waren tatsächlich Motherboards, aber welche, die man in PCI-Steckplätze von anderen Motherboards stecken kann, wozu auch immer das gut sein soll.

Dann gab es Rechnergehäuse aus Holz, die aber aus Plastik waren, welches nur wie Holz aussah, durchsichtige Rechnergehäuse, riesige Grafikkarten, einen Shooter, in dem man sich nicht bewegen konnte, und vielerlei mehr. Diese wunderbaren Rechnergehäusevarianten konnte man übrigens bei den größeren Ständen von etwas größeren asiatischen Firmen bewundern.

Auch konnte ich erfahren, dass brillenlose 3d-Monitore nur funktionieren, wenn man wirklich direkt davor steht. Aber was will man erwarten. Wenn man direkt davor steht, siehts echt plastisch aus. Hätte nicht erwartet, dass das heute schon geht.
In einem leider nicht schalldichten Kabäuschen gab es auch einen Laptop von Weißnichtwem zu bestaunen, dessen interne Speaker einen wirklich beeindruckenden Sound hatten. Aber ich schließ an mein Netbook sowieso eher Kopfhörer an.

Was gab es sonst noch? Da waren noch ein polnischer Wally-Roboter, der aber leider nur dumm rumstand, vermutlich ein Minensuchgerät oder so, und eine russische Ausstellung mit Satteliten und so.
Im großen und ganzen für meinen Geschmack zu viel Nerdkram, und zu wenig Geekkram. Bei all den Kabelenden, die dort in verschiedensten Farben ausgestellt sind, hätte Arthur Weasley seine helle Freude.

Im nächsten Jahr werde ich also entweder lieber auf die IFA, auf die E3 oder sonstwohin gehen, wo es zumindest offenes Wlan gibt, das musste man sich bei der Cebit nämlich auch kaufen, dabei sollte man doch denken, dass die da Internet genug haben.

Mein Fazit: Nicht unbedingt eine Messe für Endbenutzer. War aber hübsch bunt.

Written by Heiko C. in: Technisches | Schlagwörter: ,
Feb
26
2011
1

DeMail: Der Staat liest mit.

Oder zumindest kann er das, denn die DeMails werden nicht Ende zu Ende verschlüsselt, sondern mindestens einmal auf dem DeMail-Server entschlüsselt und umkodiert. Das ist in etwa so, als würde die Post jeden Brief einzeln öffnen, umtippen, wieder verschließen und dann erst weiter schicken.
Ausserdem ist man wohl mit DeMail gezwungen stets und ständig seinen Posteingang zu überprüfen, aber das lest ihr am besten alles ausführlicher bei Netzpolitik nach.

Dez
13
2010
5

Wie es im nächsten Jahr weiter geht…

Vermutlich werde ich ab Januar 2011 jeden Artikel mit „Liebe Nachtschwärmer,…“, „Freunde der Nacht…“ oder am besten gleich mit „Liebe Liebenden,…“ beginnen. Da es noch keine einfache und einheitlich filtersoftwarelesbare Methode zu geben scheint, meinen Blog sicherheitshalber als „Ab 18“ kennzuzeichnen und ich mir „technische Maßnamen“ nicht leisten kann, um „den Zugriff unter 18 jähriger“ zu verhindern, werde ich wohl vorerst ein WordPress-Plugin benutzen, das meinen Blog nur zwischen 22 Uhr und 6 Uhr verfügbar macht.
Ob ich hier einen separaten Tagesteil mit Zeichnungen vom lustigen Häschen Strabatzky und der Katze Martinek mache, weiß ich noch nicht. Keine Ahnung, ob das überhaupt geht.
Nach Einschätzung von Medienanwälten wird zwar nichts so heiß gegessen, wie es als Gesetz beschlossen wird, aber bis sich geklärt hat, was man in Zukunft überhaupt noch zensurfrei publizieren darf, gehe ich lieber auf Nummer sicher. …oder versuche es zumindest.

Leuten die nur tagsüber Zeit haben mich zu lesen, empfehle ich ab Januar bis auf weiteres den Feed zu abonnieren, oder jemanden zu engagieren, der die Blogartikel nachts als Webseite abspeichert. So dämlich, alles…

Bevor alles zum Wohle der Kinderchen zensiert wird, empfehle ich noch schnell dieses Video:

Ich merke grad, das ist so kurz vor Weihnachten vielleicht ein wenig harsch. Okay, dann hier noch was zum neutralisieren:

Nov
25
2010
--

Dörflicher Überwachungswahn II

Dass ich mir die Sache mit den Videokameras in meinem Dorf – über die ich hier berichtet habe – nicht ausgedacht habe, bestätigte am 23.11 nun auch das Mainstreammedium „SHZ“. Nachzulesen ist der Artikel noch hier. (Falls der schon weg ist, bitte ich das zu entschuldigen, SHZ löscht gerne mal ältere Artikel. Wahrscheinlich haben die nicht so viel Platz in ihrem Internet)

Nachzulesen ist dort, dass die tatsächlich schon zwei Jahre überwachen, dass es sich um ein Modellprojekt handelt, und dass Leck als Dorf im Norden einmalig mit dieser Kameraausstattung ist. Ursprünglich war die Überwachung nur für 6 Monate vorgesehen, weil „weiterhin Bedarf besteht“, hat man aber einfach mal damit weiter gemacht. Wie das halt so ist.

Initialer Grund der Überwachung ist wohl die steigende Anzahl an Gewaltdelikten. Scheinbar diskutiert man in Leck nicht mehr so gerne, sondern gibt dem anderen gleich auf die Nase. Ein Zustand, der mir auch noch nicht so recht aufgefallen ist.

Nov
21
2010
--

Google StreetView


Größere Kartenansicht

Näher als oben auf dem Bild kommt man mit Google Streetview leider nicht an mein Zuhause. Schade eigentlich. Ich würde auch gerne mal virtuell durch Flensburg gehen, oder mich virtuell in Nordfriesland verfahren, um vielleicht ein paar hübsche Orte zum Fotografieren zu finden, an die ich sonst nie kommen würde.
Momentan ist aber in ganz Schleswig Holstein noch kein Streeview verfügbar.
Bei aller Sympathie für Verschwörungstheorien in denen Google die Weltherrschaft will, finde ich das schade.

Okt
24
2010
2

Filmaufname einer alten Frau mit Handy …aus dem Jahr 1928

Unglaublich schräg. Ich weiß nicht, ob die im unteren Clip gezeigten Filmaufnahmen wirklich echt sind, aber das ist einfach zu schön, um es nicht hier zu posten:

Für mich ähnelt die alte Frau ja den Magiern aus Harry Potter, die sich unter Menschen mischen. Irgendwie wirkt ihre Kleidung seltsam, aber das mag ganz einfach damit zusammenhängen, dass ich keine Ahnung habe was alte Frauen in den späten 20ern so getragen haben.
Es sieht in dem Video wirklich so aus, als spräche die Frau in ein Smartphone, oder ein Diktiergerät. Beides im Jahre 1928 eher unwahrscheinlich.
Wenn es sich tatsächlich um eine Zeitreisende handelt, dann wird sie sicher ’ne Menge Ärger bekommen haben, weil sie sich beim Telefonieren hat filmen lassen. 😀

Gefunden bei Rivva

Written by Heiko C. in: Esoterisches,Gruseliges,Technisches | Schlagwörter:

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Feb
22
2012
1

Wiedermal das Ende der Anonymität im Netz…

Auf 33 Bits of Data findet sich ein neuer Zwischenstand in der Forschung um Entanonymisierung von Texten.

Es geht, kurz gesagt, um die Frage ob der Schreibtil ausreicht, um einen anonym verfassten Text mit anderen, nicht anonymen abzugleichen, und somit den Urheber festzustellen.
Die Antowort ist: Jein.
Es klappt in vielen Fällen – im moment trainiert man an Beiträgen aus den selben Blogs, die für die Versuchsanordung anonymiesiert wurden.
Hier gelang die korrekte Zuordnung des korrekten Autors in 20% der Fälle, in 35% der Fälle handelte es sich um einen der 20 als wahrscheinlichsten ausgegebenen Urheber.
Der Autor von 33 Bits weist darauf hin, dass bei echten Ermittlungen nach dem Urheber noch andere Informationsquellen bei der Identifizierung des Autors helfem, wie zum Beispiel ein eventuell lokales Thema des anonymen Textes, oder abgefragte Login-Daten.
Vermutlich werden bei echten Ermittlungen die Erfolgsraten viel höher sein.

Die Methode zur Stilidentifizierung funktioniert wohl auch über verschiedene Kontexte hinweg, wenn man also unter seinem Namen nur über südschlesische, antike Gartenlauben bloggt, können irgendwelche revolutionären Schriften einem trotzdem noch zu 12% zugeordnet werden, wenn der Stil sich nicht ändert.

Das sind alles eher unschöne Nachrichten für Autoren die aus irgendwelchen Gründen anonym bleiben müssen, und da gibt es ja bekanntlich auch in einer freien demokratischen Gesellschaft genug.

Allerdings gibt es Möglichkeiten sich besser zu schützen, wie 33 Bits auch ausführt:

The good news for authors who would like to protect themselves against deanonymization, it appears that manually changing one’s style is enough to throw off these attacks. Developing fully automated methods to hide traces of one’s writing style remains a challenge. For now, few people are aware of the existence of these attacks and defenses; all the sensitive text that has already been anonymously written is also at risk of deanonymization.

Manuell seinen Schreibstil zu ändern ist also eine Möglichkeit, die sicherlich einfacher klingt, als sie ist.
Man könnte also in seinen kritischen Schriften gegen ein unterdrückerisches Regime bewusst nur in Hauptsätzen schreiben, während man in seinem Gartenblog, dass nicht anonym veröffentlich wurde und mit dem man vielleicht sogar eine überregionale Berühmtheit erlangt hat, zu einem Schreibstil neigt, der eher in unerträgliche Bandwurmsätze – wie eben diesen hier – ausartet.
Oder man macht es anders herum.

Eine weitere Möglichkeit, die ich mir so überlegt habe, wäre seinen eigenen Text in eine der kostenlosen Übersetzungsanwendungen wie babelfish zu geben, und ihr durch verschiedene Sprachen zu prügeln, bevor man ihn wieder in seine Wunschsprache übersetzt.
Aus einem Absatz über die Artikel des Grundgesetzes würde aus:

Entscheidende Frage dabei ist, wieweit die staatliche Schutzpflicht aus dem objektiven Gehalt der Grundrechte den Staat dazu ermächtigt, in Grundrechte Beteiligter einzugreifen. Diese „Schutz-durch-Eingriff“-Problematik wird am Beispiel des Urteils zum Schwangerschaftsabbruch deutlich. In der vom Bundesverfassungsgericht ausgesprochenen Verpflichtung des Staates zugunsten des ungeborenen Lebens liegt zugleich ein Eingriff in die Rechte der Schwangeren, der einer Rechtfertigung bedarf. Ob hierfür die objektive Seite der Grundrechte herangezogen werden kann, ist in hohem Maße umstritten und ungeklärt.

durch den Umweg über Englisch, Französisch, Englisch:

Die entscheidende Frage ist daher, inwieweit l‘ nationale Verpflichtung des Schutzes des objektiven Inhalts der Grundrechte erlaubt l‘ Stand, um in den Grundrechten der Teilnehmer zu intervenieren. Dieser Schutz „ durch das d’“; Interferenz – das Problem wird deutlich durch l‘ Beispiel des l’urteils; Abtreibung. In l‘ Verpflichtung des l‘ Stand zugunsten des kommenden Lebens, ausgedrückt durch den föderalen Verfassungsgerichtshof, gleichzeitig befindet sich eine Interferenz in den Rechten schwangere Frauen, die eine Rechtfertigung erfordert. Wenn für dies die objektive Seite der Grundrechte befragt werden kann, in einem umstrittenen und erschütterten beträchtlichen Grad ist.

Naja, da müsste man sicher noch einmal mit der Hand bei, um das Ergebnis wieder lesbar zu machen, aber schon am ersten Halbsatz sieht man, wie eine maschinelle „Verstilung“ aussehen könnte.

Ein weiterer Weg, der mir spontan einfiel, wäre auch die Gewohnheit auf gewissen Imageboards, in einer Art künstlich vereinfachter Subsprache zu kommunizieren, in der jeder die gleichen festgelegten Phrasen benutzt. Allerdings sind hier die Textschnipsel vermutlich so klein, dass bisher sowieso noch keine Zuordnung möglich ist.

Leuten, die auch mal längere Texte schreiben, und dies auch anonym tun wollen, bliebe nur auf eine funktionierende Entstilungssoftware zu warten, die sicher irgendwo irgendjemand entwickelt.
Wenn das nicht der Fall ist: hint, hint!

Apr
09
2011
4

FBI gibt Roswell Vorfall zu?!?

Ich berichte hier mal ganz vorsichtig, weil ich mir auch keinen richtigen Reim auf diese Meldung machen kann. Das FBI hat wieder einmal einige Geheimdokumente veröffentlicht, die man nun im Internet bewundern kann. Das müssen die machen, weil nach dem „Freedom of Information Act“ jeder US-Bürger das Recht hat, diese Dokumente einzusehen.
Selbstverständlich werden viele Dokumente teilweise geschwärzt, bevor sie freigegeben werden und es gelten wohl generell gewisse Fristen, nach deren Ablauf erst veröffentlicht wird. Diese Fristen können scheinbar auch gerne einmal 60 Jahre dauern, wie der folgende Fall zeigt.

Bei diesem LINK handelt es sich scheinbar tatsächlich auf einen Link auf eine genuine Webseite der amerikanischen Kriminalbehörde, und auch der Scan des Dokumentes sieht für meine ungeübten Augen überzeugend aus.

Was dort nun steht, weiß ich jedoch nicht recht einzuordnen.

Ich zitiere mal grob übersetzt:

Ein Ermittler für die Air Force konstatierte, daß drei sogenannte fliegende Untertassen in New Mexico geborgen wurden. Sie wurden als kreisförmig mit erhobenen Mittelteilen, etwa 50 Fuß im Durchmesser beschrieben. Jede war besetzt mit drei Körpern menschlicher Gestalt, aber nur 3 Fuß hoch, gekleidet in metallischen Stoff einer sehr feinen Beschaffenheit. Jeder Körper war in ähnlicher Weise bandagiert wie die Blackout-Suits die von Hochgeschwindigkeitsfliegern und Testpiloten benutzt werden.

Weiter ist dort zu lesen, dass die UFOs abgestürzt sind, weil das Hochfrequenzradar der nahegelegenen Militärbasis scheinbar deren Steuermechanismen gestört hat.

Was genau „Blackout-Suits“ sind, und ob meine Übersetzung von „speed flyers“ als „Hochgeschwindigkeitsfliegern“ stimmt, weiß ich nicht. Im Original könnt ihr beim FBI selbst nachlesen, der Link steht ja oben.

Auf einem englischsprachigen Blog wird auch schon drüber berichtet: LINK. Sonst erstaunlicherweise nirgends.

Womit haben wir es nun zu tun?
Verspäteter Aprilscherz der US-Regierung? Verspäteter Aprilscherz des FBI? (Wenn ja: Dürfen die sowas?) Bewusste Fälschung des FBI, um Leute von irgendwelchen Kriegen abzulenken? Bewusste Fälschung, die dem FBI untergejubelt wurde? Haben Hacker wieder irgendwas gehackt?
Und wenn das Dokument Tatsachen beschreibt, womit haben wir es dann zu tun? Aliens? Einer verunglückten Zirkustruppe in selbstgebauten Experimentalflugzeugen? Einem chinesischen Spionageflugzeugflottendingsda? Ich bin gespannt ob und wer dazu Stellung nimmt, auf jeden Fall sollte diese Meldung die Ufologen-Gerüchteküche ordentlich anheizen.

Update: Ist wohl ein Hoax.

Update 2: Ist wohl ein 60 Jahre alter Hoax. XD

Update 3: Scheinbar hat wohl jemand diesem FBI-Agenten, der da das Memo abgeschickt hat, einen Bären aufgebunden.

Update 4: Mehr dazu: LINK!

Mrz
29
2011
4

Ist denn Telefon überhaupt sicher?

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, muss ich mir in Zukunft einen Telefonanschluss zulegen, um über relevante Termine seiner kaiserlichen Hoheit informiert zu werden? Ich beziehe mich konkret auf die Ankündigung des Regierungssprechers, dass seine kaiserliche Hoheit nach Norderney reist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Im Zeitungsgeschäft wissen Sie: Viel hilft viel.

Ich glaube nicht, dass wir bislang Ihnen gegenüber mit Informationen geizig gewesen sind und dass jemand, der von Ihnen an eine Information herankommen wollte, am Ende überrascht wurde, dass wir irgendwelche anderen Kanäle bevorzugt bedient hätten. Wir gehen davon aus, dass sie als professionelle Schreiberlinge am Puls der Zeit natürlich alle ein Telefongerät zuhause installiert haben.

ZUSATZFRAGE: Die mittels Fernsprecher weitergegebenen Mitteilungen haben einen Nachrichtenwert. Sie sind auch durchaus schon in Zeitungsartikeln verwendet worden. Das Telefon an sich ist jedoch nicht sicher. Man kann einfach seine Stimme verstellen. Ich denke da insbesondere an Fälschungen von Schauspielern, so zum Beispiel Sarah Bernhardt bis hin zum russischen Zaren. Kann ich davon ausgehen, dass der, der mich anzurufen scheint, auch wirklich der ist, der er ist? Das kann ja durchaus Folgen haben.

Wenn es mir gestattet ist, darf ich einen Satz des ehemaligen Reichsinnenministers zitieren, der in einem Interview sagte: „Wer sich ein Fernsprechgerät in sein Haus installieren lässt, muss damit rechnen, dass jeder ihn anrufen kann.“ Es ist also auch eine Frage der Sicherheit. Ist die Sicherheit in diesem Fall gewährleistet?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das, was technisch möglich ist, haben wir gewährleistet. Wir wissen um die Risiken des Telefons. Sollte irgendjemand Zweifel haben, ob eine Fernsprechgerät-Nachricht des Regierungssprechers echt ist, empfehle ich kurz die paar Schritte zum Reichstag zu gehen und nachzufragen. Grundsätzlich ist unsere Erfahrung, dass dieser Fernsprechgerät-Dienst sehr gerne angenommen sind. Da wir nicht nur ein Presseamt, sondern auch ein Informationsamt der Regierung für alle Menschen im Reich sind, hielten wir es für richtig, diesen Weg zu wählen.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich wüsste gerne, wann die Mitteilung über den Besuch seiner kaiserlichen Hoheit offiziell vom Bundespressamt mitgeteilt worden ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Ich müsste das nachschauen. Da einer der Chefs vom Dienst jetzt in Hörweite ist, bitte ich herzlich um einen beherzten Zwischenruf. Ich bin auch nicht sicher, ob dieser Weg hundertprozentig sicher ist. Aber ich habe Vertrauen darin, dass ich schnellstmöglich Datum und Uhrzeit per Gebrüll geliefert bekomme.

ZUSATZFRAGE: Die Frage ist: Kann es sein, dass außer über Fernsprechgerät über diese Norderney-Reise nirgendwo berichtet wurde? Das ist ja eine andere Qualität. Wenn Herr von Klöten telefonieren will, weil er Zeit hat, ist das alles gut und schön. Aber das geht ja bis hin zu der Frage, wozu man dann noch Chefs vom Dienst braucht, wenn Herr von Klöten die Termine telefonisch durchgibt.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wollen doch in Wahrheit wissen, ob es eine Benachteiligung ist, dass eine Information möglichweise statt über unsere Pinnwand über Fernsprechgerät herausgegangen ist. Nein, diese Auffassung teilen wir nicht.

ZURUF: Ich will wissen, ob es Termine nur über Fernsprechgerät bei Ihnen gibt oder ob das ein ergänzendes Angebot ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das ist ein ergänzendes Angebot, auf der Pinnwand war der Reisetermin nur Minuten später.
Ich habe eben schon einmal gesagt, was den Informationsgehalt der Fernsprechgerät-Nachrichten angeht: Wer immer Zweifel hat, dass irgendetwas nicht stimmt, kann sich innerhalb weniger Stunden rückversichern. Sie wohnen und arbeiten alle doch nur Strassen weiter! Dementsprechend sehe ich das Problem nicht!

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, als älterer Mensch, der mit diesen neumodischen Kommunikationsformen nicht so vertraut ist, eine grundsätzliche Frage: Hat es irgendwann einmal vonseiten des Bundespressamtes einen Hinweis darauf gegeben, dass nun auch über Fernsprechgerät wichtige Informationen verbreitet werden und man sich möglicherweise als Kunde oder Telefonist ‑ ich weiß nicht, wie das dort heißt ‑ anmelden müsste?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Meinem Kenntnisstand nach ja. Ich reiche aber gerne nach, ob das auch auf der Pinnwand war. Ich bin mir sehr sicher, dass wir es schon allein aus Eigeninteresse gemacht haben.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, in dieser Woche hat sich Herr von Klöten per Telefon ‑ ich nenne es einmal so ‑ einen kleinen Schlagabtausch mit dem notorischen Anarchisten Pjotr Alexejewitsch Kropotkin geliefert. Ist geplant, dass der Regierungssprecher künftig immer einmal wieder ans Telefon gehen wird? Es kann ja jeder anrufen. Ich habe Sie so verstanden, dass Sie über Fernsprechgerät auch Bürger und nicht nur uns Journalisten erreichen wollen. Wird das wirklich ein richtiges Kommunikationsmittel des Regierungssprechers werden, um die Regierungspolitik in die Bevölkerung zu kommunizieren?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Nach diesen Gelegenheiten suchen wir nicht ausdrücklich. Aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, dass über einen solchen schnellen Informationsaustausch interessante Diskussionen entstehen, werden wir das weiter tun. Herr von Klöten ist generell dazu angehalten, das Telefon abzunehmen, sollte es klingeln.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, wird es eine neue Gepflogenheit, dass man Reisepläne Land für Land telefonisch im Pressamt abfragt? Wie kommt man zu der Möglichkeit, zu erfahren, wann seine kaiserliche Hoheit beabsichtigt, wohin zu reisen?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Wir werden auch weiterhin vorrangig die Pinnwand für so etwas benutzen. Es steht ihnen aber frei den Regierungssprecher Herrn von Klöten anzurufen und selbst nachzufragen.

ZUSATZ: Wieder etwas gelernt. ‑ Danke!

FRAGE: Abweichend von der normalen Praxis, kann ich Sie einfach darum bitten, in Ihrem Amt vielleicht noch einmal die verschiedenen Aspekte prüfen zu lassen, die damit einhergehen? Denn wenn man diese Kommunikationswege geht ‑ da schließe ich mich sicherlich den anderen Agenturkollegen an ‑, dann greift das tief in unsere Arbeitsabläufe ein. Wenn es da ein Sicherheitsproblem gibt, dann hilft der Hinweis „wenn Sie Zweifel haben, können Sie ja zu einem Kaffee vorbeikommen“ uns als Agenturen nicht weiter. Denn wenn das eine autorisierte Verbreitungsquelle des Presseamtes ist, dann werden wir „zuschlagen“, und dann werden wir im Zweifelsfall auch mit einer falschen Meldung „zuschlagen“. Das kann nicht im Interesse Ihres Ministeriums sein. Da berufe ich mich ausdrücklich auch auf das, was der Kollege zur Sicherheitsfrage gesagt hat. Ich denke, man sollte dazu sicherlich die verschiedenen Aspekte nachuntersuchen.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wissen aber auch, dass nicht einmal ausgeschlossen werden kann, dass Pazifisten oder Anarchisten dieses Gebäude besetzen uns alle gefangennehmen uns sich als öhm… wir verkleiden? Jeder Kommunikationsweg hat seine Gefahren.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich habe die Ankündigung, dass Herr von Klöten begonnen hat zu telefonieren, verpasst. Könnten Sie mir sagen, seit wann er das macht? Macht nur er das, oder telefonieren Sie auch?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Es war heute das erste mal, Sie haben ohne Telefon also noch nicht viel verpasst.
Ich mache das nicht. Wir sind an dieser Stelle der Linie erlegen, dass es vernünftig ist, dass es ein authentischer Absender ist. Dann finde ich es auch konsequent, dass das der Regierungssprecher macht und nicht der Stellvertreter.

Frei nach der Aufregung der Hauptstadtpresse um den twitternden Regierungssprecher via Netzpolitik und Wiegold.

Und wer nicht nochmal so viel lesen will – was ich verstehen könnte – die Twitteraufregungspressestunde gibt es u. a. beim Kraftfuttermischwerk auch als Video.

Mrz
14
2011
5

Atomstrom

Ihr werdet es vermutlich schon mitbekommen haben. In Japan gab es ein schweres Erdbeben und einen Tsunami. Beides hat dazu geführt, dass die Japaner die Kontrolle über mittlerweile 3 Atomkraftwerke verloren haben.
Die Nachrichten dazu sind teilweise widersprüchlich und reichen von „Alles nicht so schlimm“ bis „Super GAU“.
Dass es sich bei dem, was in Fukushima I passiert um einen GAU handelt, steht nicht wirklich in Frage.


Three Mile Island by ~NoelBoulet on deviantART

Nun geben sich unsere Regierung, die letztes Jahr noch für den Ausstieg aus dem Atomkonsens und für die Laufzeitverlängerung unserer AKWs gestimmt hat und die Atomlobby alle Mühe, uns vielerlei zu erzählen.
Unter anderem wären da:

1. Die Situation in Japan stellt keine Gefahr für Deutschland dar

2. Sowas wie in Japan könnte in Deutschland überhaupt nicht passieren

3. Es ist zynisch jetzt wieder über die Atomkraft zu diskutieren, während in Japan Leute sterben

4. Atomkraftgegner freuen sich jetzt alle hämisch über die Geschehnisse in Japan

5. Jetzt für Ökostrom zu werben ist pietätlos

6. Wer für Atomausstieg ist, der darf auch nicht mehr in einem Flugzeug fliegen.

Über ein zwei dieser Punkte kann man sicher geteilter Meinung sein. Alle anderen sind hingegen schon nach objektiven Kriterien komplett hirnrissig. Ich frage mich, ob es der bedingungslose Profitwillen der Energiekonzerne ist, der ihre Konsorten so einen Schwachsinn reden lässt, ob es die Verblendung dieser Leute ist und sie das selbst glauben oder was die sich sonst dabei denken.

Zu den „Argumenten“:

1. Die Situation in Japan stellt keine Gefahr für Deutschland dar

Woher will man das wissen? Als Tschernobyl hochging durften wir für Jahre keine Pilze mehr sammeln und kein Wild mehr essen, und Tschernobyl ist auch schon ein Stückchen weg. Ein Jahr lang durfte man im Regen nicht raus, ich kann mich noch erinnern, wie das damals war.
Ist es ausgeschlossen, dass sich die Radioaktivität in Japan erhöht, sich der Wind dreht und ein Teil bei uns als radioaktiver Niederschlag ankommt? Ich hab schon Pferde kotzen sehen, und zwar vor der Apotheke. Mit zunehmenden Alter hat sich bei mir sogar die Frequenz der kotzenden Pferde erhöhnt, die ich vor Apotheken stehen sah.

Selbst wenn Deutschland jedoch auf keinen Fall in Gefahr wäre, irgendeinen Schaden von der aktuellen Situation in Japan davonzutragen, was ist daran beruhigend? In Japan sterben weiter Leute. Dass es uns bisher noch gut geht, ist kein Argument für Atomstrom.
Im Gegenteil: Es zeigt doch selbst dem dümmsten Atomstromfetischisten, dass diese Technologie einfach nicht beherrschbar ist, und bei Unfällen gleich riesige Gebiete unbewohnbar werden.

2. Sowas wie in Japan könnte in Deutschland überhaupt nicht passieren

Da würde ich gerne mal die Quellen derer sehen, die das behaupten. Sicher Deutschland ist nicht so erdbebengefährdet wie Japan, aber die AKWs in Japan hätten Erdbeben von „zu erwartender Stärke“ ja auch schadlos überstanden.
Unsere AKWs werden ja wohl auch auf „zu erwartende“ Erdbebenstärken ausgelegt sein, oder? Und Ja: Auch in Deutschland haben wir Atomkraftwerke in Erdbebengebieten: Die „in Deutschland kann das nicht passieren“ Lüge
Tsunamis kann es auch hier geben, wenn es zu Erdbeben in Norwegen kommt, zum Beispiel. Das ist nicht wirklich ausgeschlossen. Ausserdem gibt es in Deutschland dann auch gerne mal eine verheerende Sturmflut alle paar Jahrzehnten. Brunsbüttel liegt direkt am Meer.
Der Stand der Technik ist in Japan auch nicht weiter hinterher als hier. Man kann davon ausgehen, dass die in Punkto Katastrophenschutz sogar erheblich weiter sind, als wir. Wäre dem nicht so, wären die Auswirkungen des Erdbebens dort noch verheerender als sowieso schon.

3. Es ist zynisch jetzt wieder über die Atomkraft zu diskutieren, während in Japan Leute sterben

Es ist zynisch – und vor allem strunzdumm – weiter an ihr festzuhalten, während in Japan Leute sterben.
Nachtrag: Und selbst im traditionell eher wirtschaftsfreundlichen Handelsblatt kann man sich diesem Argument nicht anschließen.

4. Atomkraftgegner freuen sich jetzt alle hämisch über die Geschehnisse in Japan

Wer das glaubt, ist lediglich dumm genug keine Angst zu bekommen, wenn er sieht, was in Japan passiert. Dort hat es entweder schon eine Kernschmelze gegeben, oder sie wird seit Tagen erwartet. Die Nachrichten sind eher uneinheitlich, Grund zur Sorge gibt es aber allemal.
Grob vereinfacht bekommen die Japaner ihren Reaktor (mindestens einen) nicht mehr ausgeschaltet, obwohl ihr Leben davon abhängt. Die Brennstäbe brennen vor sich hin, und man kann nichts dagegen unternehmen.
Das passt auf die Definition von „außer Kontrolle“. Da freut sich niemand hämisch drüber, da hat man eine Scheißangst vor.
Eine Scheißangst, dass das hier passieren könnte. Und ausgeschlossen – Siehe Punkt 2 – ist das eben nicht.

5. Jetzt für Ökostrom zu werben ist pietätlos

Mal abgesehen davon, dass die Atomlobby sich in den letzen Jahren alle Mühe gegeben hat, Atomenergie als Ökostrom auszugeben – so lächerlich das auch sein mag – ist es wohl eher pietätlos jetzt noch weiter für Atomenergie einzustehen.
Immerhin handelt es sich nicht um den ersten GAU in den letzten 30 Jahren, sondern um den mindestens dritten. Und auch nur um den dritten, wenn man die jetzt außer Kontrolle geratenen AKWs in Japan nicht einzeln zählt. Sonst ist es der vierte, fünfte oder sechste.
Warum man als Atomkraftgegner plötzlich für Atomkraft sein soll, wenn den Japanern gleich mehrere Kraftwerke um die Ohren fliegen, diese Logik erschließt sich wohl auch nur denen, die an Atomstrom verdienen.

6. Wer für Atomausstieg ist, der darf auch nicht mehr in einem Flugzeug fliegen.

Ein Flugzeug kann abstürzen. Bei so etwas hat es bisher bis zu 600 Opfer gegeben. Bei 911, wo Flugzeuge in das World Trade Center gesteuert wurden, hat es etwa 3000 Tote gegeben.
Danach konnte man die Trümmer wegräumen, und selbst Ground Zero ist prizipiell heute wieder gefahrlos begehbar.
Wenn ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt, dann sind nicht nur die Opferzahlen sehr viel höher, sondern es wird auch noch ein Gebiet auf unabsehbare Zeit unbewohnbar, das groß genug ist, UM ES VOM WELTRAUM AUS SEHEN ZU KÖNNEN. Man kann dort zwar hingehen, und ganz schnell wieder rausgehen, stirbt aber dann trotzdem irgendwann daran. Außerdem sieht man Radioaktivität nicht wirklich kommen.
Flugzeugabstürze lassen sich nicht wirklich mit GAUs vergleichen.

Selbst wenn all diese Argumente treffen würden, weiß man übrigens bis heute nicht, was man mit Atommüll machen soll.
Man kutschiert ihn entweder durch Deutschland, mit irgendwelchen Castorzügen, lagert ihn in Russland irgendwo unter freiem Himmel, lagert ihn in Deutschland irgendwo zwischen, wo den Mist keiner haben will oder man lagert ihn in Deutschland irgendwo END, wo ihn auch keiner haben will, und wo bald schon alles einstürzt.

Wie man in Anbetracht all dessen im Ernst noch für Atomkraft reden kann ist mir schleierhaft, aber sowas von.


roads to tschernobyl IV by ~mr-pitz on deviantART

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Technisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Mrz
02
2011
9

Impressionen von der CeBit

Während anderswo Kriegsminister zurückgetreten sind, war ich auf der CeBit. Ein Freund hatte zwei Freikarten gewonnen und mir eine davon angeboten. So sind wir heute relativ kurzfristig nach Hannover gefahren, und haben uns das mal angesehen.

So erst einmal möchte ich konstatieren, dass die CeBit ehen langweilig für Leute ist, die eigentlich keine rechte Ahnung von Computern haben. Ich meine, ich weiß auf welchen Knopf ich drücken muss, damit was passiert und wenn ich die passenden Komponenten habe, kann ich mir auch einen Rechner aus Einzelteilen zusammenbasteln.
Welche Teile ich allerdings dazu benutze, entscheide ich nicht aus eigener Fachkenntnis heraus, sondern da frag ich immer wen.

In vielen Hallen der CeBit wird da jede Menge Zeug ausgestellt, von dem ich Schwierigkeiten habe zu entscheiden, um was es sich da handelt. Da gibt es seltsame platinöse Einzelteile, komische blinkende Boxen, andere Boxen mit verschiedentlichen Kabeleingängen und weiß nicht was.
In anderen Hallen wird Kram ausgestellt, welches man beim besten Willen nicht braucht, wenn man nicht gerade ne Firma mit Großraumbüros hat. Irgendjemand drückte mir ein Flugblatt in die Hand, und fragte mich, ob ich Ahnung von virtualisierten Netzwerk-Dingenskirchen hätte.

Geschenke gab es auch nicht so scheußlich viele, für 4 Stunden herumgelatsche habe ich gerade mal ein viel zu kleines T-Shirt, eine Tragetasche, jede Menge Prospekte und einen Schlüsselanhänger bekommen. Das prangere ich an. Mein Vater hat mir von legendären Jahren erzählt, wo er Werbegeschenke gleich tütenweise aus der CeBit getragen hat.

Die Halle in der Telekom und Microsoft ausstellen sah auf unerklärliche Weise nach Schuhladen aus, und roch auch irgendwie so. Es hätte mich nicht gewundert, wenn alle in dieser Halle strumpfsock gelaufen wären, denn meine Nase teilte mir laufend sublimal mit, die Schuhe auszuziehen.
Natürlich roch es nur so. Alle hatten noch Schuhe an. Warum es da nach Schuhladen roch, keine Ahnung. Vielleicht war der Teppich, der in der Halle ausgelegt war, schon bei einem Schuverkäuferkongress in der Woche davor zur Anwendung gekommen, wer weiß.

Desweiteren hab ich lange nicht so viele Asiaten gesehen. Und dies nicht nur unter den Besuchern der Messe, sondern auch bei den Ausstellern. Der durchschnittliche von Asiaten betriebene Messestand besteht aus zwei Herren in Anzügen, die gelangweilt an einem Campingtisch sitzen, und eine Dame, die derweil irgendwelche besonders hippen Kabelenden sortiert, die das Premiumprodukt dieser Firma sind. Solche Firmenauftritte gibt es zu Hauf, und zwar jeweils in 3x3m-Kästen.

Bei den meisten Produkten die auf der Cebit ausgestellt sind, konnte ich sowieso erst nach langem Fragen in verschiedenen Sprachen herausfinden, um was es sich da eigentlich handelte, was da ausgestellt war.
Diese komischen Platinen dort, was sind die? Für ein Motherboard sind sie eigentlich zu klein, für eine Grafik- Sound- oder Netzwerkkarte haben sie die falsche Form, und für eine Fernsehkarte die falschen Anschlüsse.
Auf Nachfrage teilte mir die nette Präsentationsdame des Standes mit, was man mit diesen seltsamen Platinen machen kann und womit sie kompatibel sind, leider aber erst nach weiterem Nachbohren, um was es sich handelte.
Es waren tatsächlich Motherboards, aber welche, die man in PCI-Steckplätze von anderen Motherboards stecken kann, wozu auch immer das gut sein soll.

Dann gab es Rechnergehäuse aus Holz, die aber aus Plastik waren, welches nur wie Holz aussah, durchsichtige Rechnergehäuse, riesige Grafikkarten, einen Shooter, in dem man sich nicht bewegen konnte, und vielerlei mehr. Diese wunderbaren Rechnergehäusevarianten konnte man übrigens bei den größeren Ständen von etwas größeren asiatischen Firmen bewundern.

Auch konnte ich erfahren, dass brillenlose 3d-Monitore nur funktionieren, wenn man wirklich direkt davor steht. Aber was will man erwarten. Wenn man direkt davor steht, siehts echt plastisch aus. Hätte nicht erwartet, dass das heute schon geht.
In einem leider nicht schalldichten Kabäuschen gab es auch einen Laptop von Weißnichtwem zu bestaunen, dessen interne Speaker einen wirklich beeindruckenden Sound hatten. Aber ich schließ an mein Netbook sowieso eher Kopfhörer an.

Was gab es sonst noch? Da waren noch ein polnischer Wally-Roboter, der aber leider nur dumm rumstand, vermutlich ein Minensuchgerät oder so, und eine russische Ausstellung mit Satteliten und so.
Im großen und ganzen für meinen Geschmack zu viel Nerdkram, und zu wenig Geekkram. Bei all den Kabelenden, die dort in verschiedensten Farben ausgestellt sind, hätte Arthur Weasley seine helle Freude.

Im nächsten Jahr werde ich also entweder lieber auf die IFA, auf die E3 oder sonstwohin gehen, wo es zumindest offenes Wlan gibt, das musste man sich bei der Cebit nämlich auch kaufen, dabei sollte man doch denken, dass die da Internet genug haben.

Mein Fazit: Nicht unbedingt eine Messe für Endbenutzer. War aber hübsch bunt.

Written by Heiko C. in: Technisches | Schlagwörter: ,
Feb
26
2011
1

DeMail: Der Staat liest mit.

Oder zumindest kann er das, denn die DeMails werden nicht Ende zu Ende verschlüsselt, sondern mindestens einmal auf dem DeMail-Server entschlüsselt und umkodiert. Das ist in etwa so, als würde die Post jeden Brief einzeln öffnen, umtippen, wieder verschließen und dann erst weiter schicken.
Ausserdem ist man wohl mit DeMail gezwungen stets und ständig seinen Posteingang zu überprüfen, aber das lest ihr am besten alles ausführlicher bei Netzpolitik nach.

Dez
13
2010
5

Wie es im nächsten Jahr weiter geht…

Vermutlich werde ich ab Januar 2011 jeden Artikel mit „Liebe Nachtschwärmer,…“, „Freunde der Nacht…“ oder am besten gleich mit „Liebe Liebenden,…“ beginnen. Da es noch keine einfache und einheitlich filtersoftwarelesbare Methode zu geben scheint, meinen Blog sicherheitshalber als „Ab 18“ kennzuzeichnen und ich mir „technische Maßnamen“ nicht leisten kann, um „den Zugriff unter 18 jähriger“ zu verhindern, werde ich wohl vorerst ein WordPress-Plugin benutzen, das meinen Blog nur zwischen 22 Uhr und 6 Uhr verfügbar macht.
Ob ich hier einen separaten Tagesteil mit Zeichnungen vom lustigen Häschen Strabatzky und der Katze Martinek mache, weiß ich noch nicht. Keine Ahnung, ob das überhaupt geht.
Nach Einschätzung von Medienanwälten wird zwar nichts so heiß gegessen, wie es als Gesetz beschlossen wird, aber bis sich geklärt hat, was man in Zukunft überhaupt noch zensurfrei publizieren darf, gehe ich lieber auf Nummer sicher. …oder versuche es zumindest.

Leuten die nur tagsüber Zeit haben mich zu lesen, empfehle ich ab Januar bis auf weiteres den Feed zu abonnieren, oder jemanden zu engagieren, der die Blogartikel nachts als Webseite abspeichert. So dämlich, alles…

Bevor alles zum Wohle der Kinderchen zensiert wird, empfehle ich noch schnell dieses Video:

Ich merke grad, das ist so kurz vor Weihnachten vielleicht ein wenig harsch. Okay, dann hier noch was zum neutralisieren:

Nov
25
2010
--

Dörflicher Überwachungswahn II

Dass ich mir die Sache mit den Videokameras in meinem Dorf – über die ich hier berichtet habe – nicht ausgedacht habe, bestätigte am 23.11 nun auch das Mainstreammedium „SHZ“. Nachzulesen ist der Artikel noch hier. (Falls der schon weg ist, bitte ich das zu entschuldigen, SHZ löscht gerne mal ältere Artikel. Wahrscheinlich haben die nicht so viel Platz in ihrem Internet)

Nachzulesen ist dort, dass die tatsächlich schon zwei Jahre überwachen, dass es sich um ein Modellprojekt handelt, und dass Leck als Dorf im Norden einmalig mit dieser Kameraausstattung ist. Ursprünglich war die Überwachung nur für 6 Monate vorgesehen, weil „weiterhin Bedarf besteht“, hat man aber einfach mal damit weiter gemacht. Wie das halt so ist.

Initialer Grund der Überwachung ist wohl die steigende Anzahl an Gewaltdelikten. Scheinbar diskutiert man in Leck nicht mehr so gerne, sondern gibt dem anderen gleich auf die Nase. Ein Zustand, der mir auch noch nicht so recht aufgefallen ist.

Nov
21
2010
--

Google StreetView


Größere Kartenansicht

Näher als oben auf dem Bild kommt man mit Google Streetview leider nicht an mein Zuhause. Schade eigentlich. Ich würde auch gerne mal virtuell durch Flensburg gehen, oder mich virtuell in Nordfriesland verfahren, um vielleicht ein paar hübsche Orte zum Fotografieren zu finden, an die ich sonst nie kommen würde.
Momentan ist aber in ganz Schleswig Holstein noch kein Streeview verfügbar.
Bei aller Sympathie für Verschwörungstheorien in denen Google die Weltherrschaft will, finde ich das schade.

Okt
24
2010
2

Filmaufname einer alten Frau mit Handy …aus dem Jahr 1928

Unglaublich schräg. Ich weiß nicht, ob die im unteren Clip gezeigten Filmaufnahmen wirklich echt sind, aber das ist einfach zu schön, um es nicht hier zu posten:

Für mich ähnelt die alte Frau ja den Magiern aus Harry Potter, die sich unter Menschen mischen. Irgendwie wirkt ihre Kleidung seltsam, aber das mag ganz einfach damit zusammenhängen, dass ich keine Ahnung habe was alte Frauen in den späten 20ern so getragen haben.
Es sieht in dem Video wirklich so aus, als spräche die Frau in ein Smartphone, oder ein Diktiergerät. Beides im Jahre 1928 eher unwahrscheinlich.
Wenn es sich tatsächlich um eine Zeitreisende handelt, dann wird sie sicher ’ne Menge Ärger bekommen haben, weil sie sich beim Telefonieren hat filmen lassen. 😀

Gefunden bei Rivva

Written by Heiko C. in: Esoterisches,Gruseliges,Technisches | Schlagwörter: