Impactsuspect » Psychologisches
Dez
06
2012
--

Studentin aus Las Vegas heiratet Pappschablone von Edward Cullen

Das das Twilight-Fandom teilweise merkwürdige Blüten treibt, haben wir ja schon gesehen, allerdings wird es dann jetzt spätestens albern. Wie die Mail Online vermeldet, wird sich eine Studentin der Universität von Nevada im Januar das Ja-Wort geben. Und zwar mit einer lebensgroßen Pappschablone des bekannten Glitzervampirs aus Funk und Fernsehen.
Mit ausreichenden Englischkenntnissen könnt ihr die ganze Geschichte hier nachlesen.

Die 24jährige ist allerdings nicht komplett verrückt geworden, sondern führt die ganze Sache als ein Projekt für ihre Masterarbeit auf. Das beruhigt mich etwas, allerdings ist mir nicht so recht klar, was bei der Sache herauskommen soll.
Aber: Wenn’s der Wahrheitsfindung dient?

Jan
06
2012
3

Jetzt auch noch Mp3-Player!

Errinnert ihr euch noch an die „gefährlichen Rollbretter“? Es gibt da jetzt einen neuen „gefährlichen Trend“ dem man, – natürlich – mit Verboten beikommen will.

Offenbar sorgen neuerdings also MP3-Stöpsel in den Ohren im Strassenverkehr vermehrt für Unfälle, daher will unser charismatischer Verkehrsminister von der Verbiete-was-du-selbst-nicht-brauchst-Partei CSU nun MP3-Player für Fußgänger verbieten.

Sicher, auch ich bin schon einmal hupend im Schritttempo hinter einem Musikhörer her gefahren, der in einer Seitenstrasse ging, und mich nicht gehört hat. Aber wie häufig passiert das? Und habe ich ihn überfahren? Nein. Weil der Autofahrer ja hinschaut, wo er hinfährt. Ebenso hat der Fußgänger auch oft selbst im Blick wo er hinläuft und wo er mit Verkehr zu rechnen hat.
Und selbst wenn wir annehmen, dass das Hören von Musik im Strassenverkehr für Fussgänger gefährlich ist, warum fällt das erst jetz auf?
Ich meine, wie lange gibt es schon Walkmans? Seit den späten 70ern? In den 80ern hatte fast jeder einen, und im Prinzip arbeiten diese archaischen Geräte auch nicht anders als die Mp3-Player von heute.
Wie kann es also jetzt einen Anstieg geben, wenn es wirklich an den Mp3-Playern liegt?

Und wer erstattet mir das Geld für meinen MP3-Player zurück, wenn die Dinger nun auch für Fußgänger verboten und somit de facto nutzlos werden? Herr Ramsauer sicher nicht, oder?

In diesem Sinne: Frohes neues Jahr!

Apr
09
2011
4

FBI gibt Roswell Vorfall zu?!?

Ich berichte hier mal ganz vorsichtig, weil ich mir auch keinen richtigen Reim auf diese Meldung machen kann. Das FBI hat wieder einmal einige Geheimdokumente veröffentlicht, die man nun im Internet bewundern kann. Das müssen die machen, weil nach dem „Freedom of Information Act“ jeder US-Bürger das Recht hat, diese Dokumente einzusehen.
Selbstverständlich werden viele Dokumente teilweise geschwärzt, bevor sie freigegeben werden und es gelten wohl generell gewisse Fristen, nach deren Ablauf erst veröffentlicht wird. Diese Fristen können scheinbar auch gerne einmal 60 Jahre dauern, wie der folgende Fall zeigt.

Bei diesem LINK handelt es sich scheinbar tatsächlich auf einen Link auf eine genuine Webseite der amerikanischen Kriminalbehörde, und auch der Scan des Dokumentes sieht für meine ungeübten Augen überzeugend aus.

Was dort nun steht, weiß ich jedoch nicht recht einzuordnen.

Ich zitiere mal grob übersetzt:

Ein Ermittler für die Air Force konstatierte, daß drei sogenannte fliegende Untertassen in New Mexico geborgen wurden. Sie wurden als kreisförmig mit erhobenen Mittelteilen, etwa 50 Fuß im Durchmesser beschrieben. Jede war besetzt mit drei Körpern menschlicher Gestalt, aber nur 3 Fuß hoch, gekleidet in metallischen Stoff einer sehr feinen Beschaffenheit. Jeder Körper war in ähnlicher Weise bandagiert wie die Blackout-Suits die von Hochgeschwindigkeitsfliegern und Testpiloten benutzt werden.

Weiter ist dort zu lesen, dass die UFOs abgestürzt sind, weil das Hochfrequenzradar der nahegelegenen Militärbasis scheinbar deren Steuermechanismen gestört hat.

Was genau „Blackout-Suits“ sind, und ob meine Übersetzung von „speed flyers“ als „Hochgeschwindigkeitsfliegern“ stimmt, weiß ich nicht. Im Original könnt ihr beim FBI selbst nachlesen, der Link steht ja oben.

Auf einem englischsprachigen Blog wird auch schon drüber berichtet: LINK. Sonst erstaunlicherweise nirgends.

Womit haben wir es nun zu tun?
Verspäteter Aprilscherz der US-Regierung? Verspäteter Aprilscherz des FBI? (Wenn ja: Dürfen die sowas?) Bewusste Fälschung des FBI, um Leute von irgendwelchen Kriegen abzulenken? Bewusste Fälschung, die dem FBI untergejubelt wurde? Haben Hacker wieder irgendwas gehackt?
Und wenn das Dokument Tatsachen beschreibt, womit haben wir es dann zu tun? Aliens? Einer verunglückten Zirkustruppe in selbstgebauten Experimentalflugzeugen? Einem chinesischen Spionageflugzeugflottendingsda? Ich bin gespannt ob und wer dazu Stellung nimmt, auf jeden Fall sollte diese Meldung die Ufologen-Gerüchteküche ordentlich anheizen.

Update: Ist wohl ein Hoax.

Update 2: Ist wohl ein 60 Jahre alter Hoax. XD

Update 3: Scheinbar hat wohl jemand diesem FBI-Agenten, der da das Memo abgeschickt hat, einen Bären aufgebunden.

Update 4: Mehr dazu: LINK!

Mrz
29
2011
4

Ist denn Telefon überhaupt sicher?

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, muss ich mir in Zukunft einen Telefonanschluss zulegen, um über relevante Termine seiner kaiserlichen Hoheit informiert zu werden? Ich beziehe mich konkret auf die Ankündigung des Regierungssprechers, dass seine kaiserliche Hoheit nach Norderney reist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Im Zeitungsgeschäft wissen Sie: Viel hilft viel.

Ich glaube nicht, dass wir bislang Ihnen gegenüber mit Informationen geizig gewesen sind und dass jemand, der von Ihnen an eine Information herankommen wollte, am Ende überrascht wurde, dass wir irgendwelche anderen Kanäle bevorzugt bedient hätten. Wir gehen davon aus, dass sie als professionelle Schreiberlinge am Puls der Zeit natürlich alle ein Telefongerät zuhause installiert haben.

ZUSATZFRAGE: Die mittels Fernsprecher weitergegebenen Mitteilungen haben einen Nachrichtenwert. Sie sind auch durchaus schon in Zeitungsartikeln verwendet worden. Das Telefon an sich ist jedoch nicht sicher. Man kann einfach seine Stimme verstellen. Ich denke da insbesondere an Fälschungen von Schauspielern, so zum Beispiel Sarah Bernhardt bis hin zum russischen Zaren. Kann ich davon ausgehen, dass der, der mich anzurufen scheint, auch wirklich der ist, der er ist? Das kann ja durchaus Folgen haben.

Wenn es mir gestattet ist, darf ich einen Satz des ehemaligen Reichsinnenministers zitieren, der in einem Interview sagte: „Wer sich ein Fernsprechgerät in sein Haus installieren lässt, muss damit rechnen, dass jeder ihn anrufen kann.“ Es ist also auch eine Frage der Sicherheit. Ist die Sicherheit in diesem Fall gewährleistet?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das, was technisch möglich ist, haben wir gewährleistet. Wir wissen um die Risiken des Telefons. Sollte irgendjemand Zweifel haben, ob eine Fernsprechgerät-Nachricht des Regierungssprechers echt ist, empfehle ich kurz die paar Schritte zum Reichstag zu gehen und nachzufragen. Grundsätzlich ist unsere Erfahrung, dass dieser Fernsprechgerät-Dienst sehr gerne angenommen sind. Da wir nicht nur ein Presseamt, sondern auch ein Informationsamt der Regierung für alle Menschen im Reich sind, hielten wir es für richtig, diesen Weg zu wählen.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich wüsste gerne, wann die Mitteilung über den Besuch seiner kaiserlichen Hoheit offiziell vom Bundespressamt mitgeteilt worden ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Ich müsste das nachschauen. Da einer der Chefs vom Dienst jetzt in Hörweite ist, bitte ich herzlich um einen beherzten Zwischenruf. Ich bin auch nicht sicher, ob dieser Weg hundertprozentig sicher ist. Aber ich habe Vertrauen darin, dass ich schnellstmöglich Datum und Uhrzeit per Gebrüll geliefert bekomme.

ZUSATZFRAGE: Die Frage ist: Kann es sein, dass außer über Fernsprechgerät über diese Norderney-Reise nirgendwo berichtet wurde? Das ist ja eine andere Qualität. Wenn Herr von Klöten telefonieren will, weil er Zeit hat, ist das alles gut und schön. Aber das geht ja bis hin zu der Frage, wozu man dann noch Chefs vom Dienst braucht, wenn Herr von Klöten die Termine telefonisch durchgibt.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wollen doch in Wahrheit wissen, ob es eine Benachteiligung ist, dass eine Information möglichweise statt über unsere Pinnwand über Fernsprechgerät herausgegangen ist. Nein, diese Auffassung teilen wir nicht.

ZURUF: Ich will wissen, ob es Termine nur über Fernsprechgerät bei Ihnen gibt oder ob das ein ergänzendes Angebot ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das ist ein ergänzendes Angebot, auf der Pinnwand war der Reisetermin nur Minuten später.
Ich habe eben schon einmal gesagt, was den Informationsgehalt der Fernsprechgerät-Nachrichten angeht: Wer immer Zweifel hat, dass irgendetwas nicht stimmt, kann sich innerhalb weniger Stunden rückversichern. Sie wohnen und arbeiten alle doch nur Strassen weiter! Dementsprechend sehe ich das Problem nicht!

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, als älterer Mensch, der mit diesen neumodischen Kommunikationsformen nicht so vertraut ist, eine grundsätzliche Frage: Hat es irgendwann einmal vonseiten des Bundespressamtes einen Hinweis darauf gegeben, dass nun auch über Fernsprechgerät wichtige Informationen verbreitet werden und man sich möglicherweise als Kunde oder Telefonist ‑ ich weiß nicht, wie das dort heißt ‑ anmelden müsste?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Meinem Kenntnisstand nach ja. Ich reiche aber gerne nach, ob das auch auf der Pinnwand war. Ich bin mir sehr sicher, dass wir es schon allein aus Eigeninteresse gemacht haben.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, in dieser Woche hat sich Herr von Klöten per Telefon ‑ ich nenne es einmal so ‑ einen kleinen Schlagabtausch mit dem notorischen Anarchisten Pjotr Alexejewitsch Kropotkin geliefert. Ist geplant, dass der Regierungssprecher künftig immer einmal wieder ans Telefon gehen wird? Es kann ja jeder anrufen. Ich habe Sie so verstanden, dass Sie über Fernsprechgerät auch Bürger und nicht nur uns Journalisten erreichen wollen. Wird das wirklich ein richtiges Kommunikationsmittel des Regierungssprechers werden, um die Regierungspolitik in die Bevölkerung zu kommunizieren?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Nach diesen Gelegenheiten suchen wir nicht ausdrücklich. Aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, dass über einen solchen schnellen Informationsaustausch interessante Diskussionen entstehen, werden wir das weiter tun. Herr von Klöten ist generell dazu angehalten, das Telefon abzunehmen, sollte es klingeln.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, wird es eine neue Gepflogenheit, dass man Reisepläne Land für Land telefonisch im Pressamt abfragt? Wie kommt man zu der Möglichkeit, zu erfahren, wann seine kaiserliche Hoheit beabsichtigt, wohin zu reisen?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Wir werden auch weiterhin vorrangig die Pinnwand für so etwas benutzen. Es steht ihnen aber frei den Regierungssprecher Herrn von Klöten anzurufen und selbst nachzufragen.

ZUSATZ: Wieder etwas gelernt. ‑ Danke!

FRAGE: Abweichend von der normalen Praxis, kann ich Sie einfach darum bitten, in Ihrem Amt vielleicht noch einmal die verschiedenen Aspekte prüfen zu lassen, die damit einhergehen? Denn wenn man diese Kommunikationswege geht ‑ da schließe ich mich sicherlich den anderen Agenturkollegen an ‑, dann greift das tief in unsere Arbeitsabläufe ein. Wenn es da ein Sicherheitsproblem gibt, dann hilft der Hinweis „wenn Sie Zweifel haben, können Sie ja zu einem Kaffee vorbeikommen“ uns als Agenturen nicht weiter. Denn wenn das eine autorisierte Verbreitungsquelle des Presseamtes ist, dann werden wir „zuschlagen“, und dann werden wir im Zweifelsfall auch mit einer falschen Meldung „zuschlagen“. Das kann nicht im Interesse Ihres Ministeriums sein. Da berufe ich mich ausdrücklich auch auf das, was der Kollege zur Sicherheitsfrage gesagt hat. Ich denke, man sollte dazu sicherlich die verschiedenen Aspekte nachuntersuchen.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wissen aber auch, dass nicht einmal ausgeschlossen werden kann, dass Pazifisten oder Anarchisten dieses Gebäude besetzen uns alle gefangennehmen uns sich als öhm… wir verkleiden? Jeder Kommunikationsweg hat seine Gefahren.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich habe die Ankündigung, dass Herr von Klöten begonnen hat zu telefonieren, verpasst. Könnten Sie mir sagen, seit wann er das macht? Macht nur er das, oder telefonieren Sie auch?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Es war heute das erste mal, Sie haben ohne Telefon also noch nicht viel verpasst.
Ich mache das nicht. Wir sind an dieser Stelle der Linie erlegen, dass es vernünftig ist, dass es ein authentischer Absender ist. Dann finde ich es auch konsequent, dass das der Regierungssprecher macht und nicht der Stellvertreter.

Frei nach der Aufregung der Hauptstadtpresse um den twitternden Regierungssprecher via Netzpolitik und Wiegold.

Und wer nicht nochmal so viel lesen will – was ich verstehen könnte – die Twitteraufregungspressestunde gibt es u. a. beim Kraftfuttermischwerk auch als Video.

Mrz
09
2011
4

Der Fall des Barons – eine Chronik

Baronie Frankenstein. Eine grünliche Kreatur mit Nackenbolzen wird gesichtet, wie sie des Nachts durch die Strassen wandert und unartikuliert stöhnt.
Da bekannt ist, dass der Baron Dr. Viktor von Frankenstein ein Wissenschaftler ist, wird er von Inspector Kemp gefragt, ob er etwas mit der Sache zu tun hat.

Der Baron: „Diese Vorwürfe kann ich nur als abstrus bezeichnen.“

Abgesehen von den gelegentlichen Besuchen der Kreatur im Dorf, vermeldet auch der Totengräber, dass sich jemand in den vergangenen Monaten immer wieder an den Gräbern zu schaffen machte. Der bucklige Diener des Barons wurde nachts verdächtig häufig in der Nähe des Friedhofs angetroffen, wie sich der Nachtwächter erinnert.
Dies und die Tatsache, dass Frau Gemeinhuber in Ohnmacht fällt, weil die Kreatur angeblich das Gesicht ihres toten Mannes trägt, sorgt dafür, dass sich der Verdacht verdichtet, der Baron habe eventuell Leichenteile vom Friedhof gestohlen und zu einem grotesken Monster zusammengenäht.

Angesprochen auf die Vorwürfe antwortet der Baron: „Meine von mir geschaffene Kreatur besteht nicht aus gestohlenen Leichenteilen, und den Vorwurf weise ich in aller Form von mir. Die Menschen in dieser Baronie erwarten, dass ich mich um die fordernde Aufgabe des progressiven Wissenschaftlers mit voller Kraft kümmere, und das kann ich auch.“

Die Kreatur tötet im Affekt den Nachtwächter und die kleine Annie Grubenmichel, als diese am Brunnen spielt. Dorfbewohner reichen eine Petition ein, die sich gegen weitere Experimente in der Baronie richtet und eine verdachtsunabhängige Vollzeitvideoüberwachung des örtlichen Friedhofs fordert.
Die Stimmen werden lauter, dass eigentlich doch der Baron an allem Schuld sei und gefälligst zu verschwinden habe.

Im Internet nimmt die Seite „Frankenstein-Leichenraub.wiki“ anhand von Fotos und freiwilligen genetischen Proben der Dorfbewohner eine Analyse vor. Hierbei stellt sich heraus, dass die Kreatur sich zu mindestens 84,9% klar erkennbar aus Körperteilen verstorbener Dorfbewohner zusammensetzt.

Auf einer Versammlung progressiver Wissenschaftler äußert sich Dr. Frankenstein wie folgt: „Ich habe diese Fehler nicht bewusst gemacht. Ich habe auch nicht bewusst oder absichtlich in irgendeiner Form Leichenteile vom Friedhof entwendet, und musste mich natürlich auch selbst fragen, meine Damen und Herren, wie konnte das geschehen? Wie konnte das passieren?
So ist es, dass man einen Blick dann zurückwirft. Man hat sechs, sieben Monate an so einer Kreatur gebastelt. Man hat in diesen 6 oder 7 Monaten teilweise auch zuviel… teilweise auch den Überblick über die Quellen verloren.“

Die Kreatur wird eingefangen, befreit sich aber wieder, nachdem der Gefängniswärter sie mit einem Sturmfeuerzeug geärgert hat. Der Gefängniswärter wird dabei getötet, und das Gefängnis brennt bis auf die Grundmauern nieder. Die Kreatur erwürgt auf der Flucht eine Molkereifachfrau.
Der Baron von Frankenstein wird schließlich vor den Stadtrat geholt, um sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Er sagt: „Mir geht es darum in eine Debatte, die so aufgeheizt ist, und in die man auch so viel Stimmung bringen kann, dann auch wieder Ruhe reinzubringen, dass man auch vergleichsweise ruhig wieder seiner Tätigkeit als Wissenschaftler nachgehen kann. Und das werde ich auch.
Ich habe mir meine Kreatur übers Wochenende noch einmal angesehen, und muss zugeben, dass ich bei der Besorgung der Rohmaterialien schon ziemlichen Blödsinn gemacht habe.“

Die Lage eskaliert. Die wütende Dorfbevölkerung marschiert mit Fackeln und Mistgabeln erst der Kreatur hinterher, dann zur Burg Frankenstein. Am nachfolgenden Tag äußert sich der Baron zu den Vorgängen wie folgt:

„Ich habe in einem sehr freundlichen Gespräch den Herrn Bürgermeister informiert, dass ich mich von weiteren Experimenten mit totem Gewebe in dieser Baronie zurückziehen werde, und meine Burg – bzw. meine abgebrannte Burgruine – zum Verkauf gemeldet. Dies war die schwerste Entscheidung meines Lebens, aber ich kann es nicht zulassen, dass ein Mob wütender Dorfbewohner den Streit um meine Person auf dem Rücken der Wissenschaft austrägt.“

Eine Facebook-Gruppe mit dem Namen „Wir wollen Dr. Baron Viktor von Frankenstein zurück“ wird gegründet.

Mrz
05
2011
7

Für Vampire, und die, die es werden wollen…

Lag doch im Ela eine kostenlose Gruftiezeitung aus, in der mir sofort folgende Werbung auffiel:

Quelle: Negatief-Zeitschrift aus dem Ela

Das offizielle Magazin für Vampire und Werwölfe?
Erstens mal, dass es diese merkwürdige Vampir-Subkultur gibt, wusste ich ja schon, aber das gibt es jetzt auch für Werwölfe? Wie muss ich mir das vorstellen? Sind das besonders behaarte Menschen mit eingesetzten Raubtierzähnen und Tieraugenkontaktlinsen? Und wenn die Vampire immer besonders distinguiert tun, laufen die Werwölfe dann rum, und rufen „RAH-RAH-RAH!!!“, oder am Ende gar „WUFF“?
Und es gibt ein „offizielles“ Magazin? In wie fern offiziell? Vom Zentralrat der Vampire und dem Internationalen Werwolfbund genehmigt?

Irgendwie bezweifele ich, dass „offizielle Vampire“ auch nur irgendwas mit Twilight zu tun haben wollen würden, aber ich kann mich irren. True Blood schon eher.
Wäre ich ein Vampir, würde ich mir ja kein Vampirzeugs wie Twilight, True Blood, Vampire Diaries oder Edgar reinziehen, denn ich würde das Vampirleben ja schon leben, bzw. den Vampiruntot…. nichtleben. Äh…

Na ja, dann Schminktipps… Die müssen an die Vampire gerichtet sein, da kein Werwolf, der was auf sich hält, sich schminken würde. Vermutlich geht es darum, dass die Vampire hier lernen sich zu schminken, damit sie weniger wie Vampire aussehen, um besser Leute dazu zu bringen sie hereinzubitten…

…und Markus Heitz, was hat der mit der Sache zu tun, schreibt der nicht eher über Zwerge?
Das ist alles so faszinierend, das Dingen werde ich mir alleine aus Neugier wohl besorgen müssen. Hoffentlich darf man das auch kaufen, wenn man keinen von der internationalen Vampirgesellschaft ausgestellten und beglaubigten Vampirpass hat…

Update:
Mehr dazu hier und hier ist die offizielle Seite des Magazins, und hier ist es sogar als „offizielles Magazin für Vampire, Werwölfe und Dämonen“ beschrieben.

Mrz
03
2011
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Schnipsel

Jetzt ist er ja weg, der Guttenzuberg. Bezeichnenderweise ohne irgendwas von dem zuzugeben, was dank der mühsamen Schwarmarbeit von Guttenplagwiki irgendwie ja sowieso auf der Hand liegt.
Statt dessen schickt der Herr Baron wieder vor, er möchte diese Debatte „nicht auf dem Rücken von Soldaten“ austragen. Das ist irgendwie seine Standardausrede.


(via @HakanNasa)

Hier setzt sich Holger Klein im Radio mit den Argumenten der Guttenberggutfinder auseinander:

Hier parodiert mspro diese Argumentationsweise:

Derweil berichtet der Postillion über den vermutlichen Nachfolger hier.

Die fiesen Gerüchte, Herr zu Guttenberg habe bei seiner Abschiedsrede aus Star Trek II abgekupfert, sind übrigens nicht wahr, haben aber die Kreativität einiger Netizens sichtlich beflügelt.

Written by Heiko C. in: Politisches,Psychologisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Feb
28
2011
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Guttenbergs Befreiungsschlag…

Der Freiherr möchte nicht zurücktreten, in einem letzten Versuch appelliert er an das Verständnis in der Bevölkerung…

Written by Heiko C. in: Lustiges,Psychologisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Feb
23
2011
15

Gegen die Vorververurteiligung von Herrn Professor Doktor Doktor Karl Theodor Gotthold Ephraim Schokominza zu Guttenberg

Lasst doch ma alle den Gutti in Ruhe! Der ist doch ein Lieber! Der hat schon so viel in die Politik getan! Die ganze letzte Jahre schon! Und schick frisiert ist er auch immer! Und seine Stefanie ist ’ne heiße Schnecke! Das alles beweist doch, das das alles nur eine Kampagne des politischen Gegners ist! Diese Linkspartei und wie die alle heißen! Der muss den armen armen Guttenberg nämlich damals dazu gezwungen haben, die Doktorarbeit abzuschreiben, anders kann ich mir das auch nicht erklären!
Und überhaupt! Da hat er halt ein wenig abgeschrieben! Wer hat das nicht? Wer kann ehrlich sagen, er hätte noch nie einen kleineren aber schlaueren Mitschüler verprügelt, damit dieser einem die Hausaufgaben macht? Wer? Der werfe den ersten Stein! Jawohl!

Und überhaupt: Doktor. Was ist das schon? Das ist doch auch nur ein Name! Mir ist sowieso total egal, wer Doktor ist, oder wer nicht! Ich lass mich im Krankenhaus auch gerne mal vom Hausmeister behandeln! Als ich mal mit Lungenentzündung da war, hat der nette Herr Hausmeister einen weißen Kittel angezogen, und mir einen Eukalyptuslutschbongbong gegeben. Da wurde alles sofort besser, und ich habe ihm nur 100 Euro bezahlen müssen! Wenn das ein Verbrechen sein soll, wo ist denn dann das Opfer? Eben! So, und nun will ich nichts despektierliches zum Thema Guttenberg mehr hören! Das ist ein Lieber!

Nov
25
2010
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Dörflicher Überwachungswahn II

Dass ich mir die Sache mit den Videokameras in meinem Dorf – über die ich hier berichtet habe – nicht ausgedacht habe, bestätigte am 23.11 nun auch das Mainstreammedium „SHZ“. Nachzulesen ist der Artikel noch hier. (Falls der schon weg ist, bitte ich das zu entschuldigen, SHZ löscht gerne mal ältere Artikel. Wahrscheinlich haben die nicht so viel Platz in ihrem Internet)

Nachzulesen ist dort, dass die tatsächlich schon zwei Jahre überwachen, dass es sich um ein Modellprojekt handelt, und dass Leck als Dorf im Norden einmalig mit dieser Kameraausstattung ist. Ursprünglich war die Überwachung nur für 6 Monate vorgesehen, weil „weiterhin Bedarf besteht“, hat man aber einfach mal damit weiter gemacht. Wie das halt so ist.

Initialer Grund der Überwachung ist wohl die steigende Anzahl an Gewaltdelikten. Scheinbar diskutiert man in Leck nicht mehr so gerne, sondern gibt dem anderen gleich auf die Nase. Ein Zustand, der mir auch noch nicht so recht aufgefallen ist.

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Dez
06
2012
--

Studentin aus Las Vegas heiratet Pappschablone von Edward Cullen

Das das Twilight-Fandom teilweise merkwürdige Blüten treibt, haben wir ja schon gesehen, allerdings wird es dann jetzt spätestens albern. Wie die Mail Online vermeldet, wird sich eine Studentin der Universität von Nevada im Januar das Ja-Wort geben. Und zwar mit einer lebensgroßen Pappschablone des bekannten Glitzervampirs aus Funk und Fernsehen.
Mit ausreichenden Englischkenntnissen könnt ihr die ganze Geschichte hier nachlesen.

Die 24jährige ist allerdings nicht komplett verrückt geworden, sondern führt die ganze Sache als ein Projekt für ihre Masterarbeit auf. Das beruhigt mich etwas, allerdings ist mir nicht so recht klar, was bei der Sache herauskommen soll.
Aber: Wenn’s der Wahrheitsfindung dient?

Jan
06
2012
3

Jetzt auch noch Mp3-Player!

Errinnert ihr euch noch an die „gefährlichen Rollbretter“? Es gibt da jetzt einen neuen „gefährlichen Trend“ dem man, – natürlich – mit Verboten beikommen will.

Offenbar sorgen neuerdings also MP3-Stöpsel in den Ohren im Strassenverkehr vermehrt für Unfälle, daher will unser charismatischer Verkehrsminister von der Verbiete-was-du-selbst-nicht-brauchst-Partei CSU nun MP3-Player für Fußgänger verbieten.

Sicher, auch ich bin schon einmal hupend im Schritttempo hinter einem Musikhörer her gefahren, der in einer Seitenstrasse ging, und mich nicht gehört hat. Aber wie häufig passiert das? Und habe ich ihn überfahren? Nein. Weil der Autofahrer ja hinschaut, wo er hinfährt. Ebenso hat der Fußgänger auch oft selbst im Blick wo er hinläuft und wo er mit Verkehr zu rechnen hat.
Und selbst wenn wir annehmen, dass das Hören von Musik im Strassenverkehr für Fussgänger gefährlich ist, warum fällt das erst jetz auf?
Ich meine, wie lange gibt es schon Walkmans? Seit den späten 70ern? In den 80ern hatte fast jeder einen, und im Prinzip arbeiten diese archaischen Geräte auch nicht anders als die Mp3-Player von heute.
Wie kann es also jetzt einen Anstieg geben, wenn es wirklich an den Mp3-Playern liegt?

Und wer erstattet mir das Geld für meinen MP3-Player zurück, wenn die Dinger nun auch für Fußgänger verboten und somit de facto nutzlos werden? Herr Ramsauer sicher nicht, oder?

In diesem Sinne: Frohes neues Jahr!

Apr
09
2011
4

FBI gibt Roswell Vorfall zu?!?

Ich berichte hier mal ganz vorsichtig, weil ich mir auch keinen richtigen Reim auf diese Meldung machen kann. Das FBI hat wieder einmal einige Geheimdokumente veröffentlicht, die man nun im Internet bewundern kann. Das müssen die machen, weil nach dem „Freedom of Information Act“ jeder US-Bürger das Recht hat, diese Dokumente einzusehen.
Selbstverständlich werden viele Dokumente teilweise geschwärzt, bevor sie freigegeben werden und es gelten wohl generell gewisse Fristen, nach deren Ablauf erst veröffentlicht wird. Diese Fristen können scheinbar auch gerne einmal 60 Jahre dauern, wie der folgende Fall zeigt.

Bei diesem LINK handelt es sich scheinbar tatsächlich auf einen Link auf eine genuine Webseite der amerikanischen Kriminalbehörde, und auch der Scan des Dokumentes sieht für meine ungeübten Augen überzeugend aus.

Was dort nun steht, weiß ich jedoch nicht recht einzuordnen.

Ich zitiere mal grob übersetzt:

Ein Ermittler für die Air Force konstatierte, daß drei sogenannte fliegende Untertassen in New Mexico geborgen wurden. Sie wurden als kreisförmig mit erhobenen Mittelteilen, etwa 50 Fuß im Durchmesser beschrieben. Jede war besetzt mit drei Körpern menschlicher Gestalt, aber nur 3 Fuß hoch, gekleidet in metallischen Stoff einer sehr feinen Beschaffenheit. Jeder Körper war in ähnlicher Weise bandagiert wie die Blackout-Suits die von Hochgeschwindigkeitsfliegern und Testpiloten benutzt werden.

Weiter ist dort zu lesen, dass die UFOs abgestürzt sind, weil das Hochfrequenzradar der nahegelegenen Militärbasis scheinbar deren Steuermechanismen gestört hat.

Was genau „Blackout-Suits“ sind, und ob meine Übersetzung von „speed flyers“ als „Hochgeschwindigkeitsfliegern“ stimmt, weiß ich nicht. Im Original könnt ihr beim FBI selbst nachlesen, der Link steht ja oben.

Auf einem englischsprachigen Blog wird auch schon drüber berichtet: LINK. Sonst erstaunlicherweise nirgends.

Womit haben wir es nun zu tun?
Verspäteter Aprilscherz der US-Regierung? Verspäteter Aprilscherz des FBI? (Wenn ja: Dürfen die sowas?) Bewusste Fälschung des FBI, um Leute von irgendwelchen Kriegen abzulenken? Bewusste Fälschung, die dem FBI untergejubelt wurde? Haben Hacker wieder irgendwas gehackt?
Und wenn das Dokument Tatsachen beschreibt, womit haben wir es dann zu tun? Aliens? Einer verunglückten Zirkustruppe in selbstgebauten Experimentalflugzeugen? Einem chinesischen Spionageflugzeugflottendingsda? Ich bin gespannt ob und wer dazu Stellung nimmt, auf jeden Fall sollte diese Meldung die Ufologen-Gerüchteküche ordentlich anheizen.

Update: Ist wohl ein Hoax.

Update 2: Ist wohl ein 60 Jahre alter Hoax. XD

Update 3: Scheinbar hat wohl jemand diesem FBI-Agenten, der da das Memo abgeschickt hat, einen Bären aufgebunden.

Update 4: Mehr dazu: LINK!

Mrz
29
2011
4

Ist denn Telefon überhaupt sicher?

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, muss ich mir in Zukunft einen Telefonanschluss zulegen, um über relevante Termine seiner kaiserlichen Hoheit informiert zu werden? Ich beziehe mich konkret auf die Ankündigung des Regierungssprechers, dass seine kaiserliche Hoheit nach Norderney reist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Im Zeitungsgeschäft wissen Sie: Viel hilft viel.

Ich glaube nicht, dass wir bislang Ihnen gegenüber mit Informationen geizig gewesen sind und dass jemand, der von Ihnen an eine Information herankommen wollte, am Ende überrascht wurde, dass wir irgendwelche anderen Kanäle bevorzugt bedient hätten. Wir gehen davon aus, dass sie als professionelle Schreiberlinge am Puls der Zeit natürlich alle ein Telefongerät zuhause installiert haben.

ZUSATZFRAGE: Die mittels Fernsprecher weitergegebenen Mitteilungen haben einen Nachrichtenwert. Sie sind auch durchaus schon in Zeitungsartikeln verwendet worden. Das Telefon an sich ist jedoch nicht sicher. Man kann einfach seine Stimme verstellen. Ich denke da insbesondere an Fälschungen von Schauspielern, so zum Beispiel Sarah Bernhardt bis hin zum russischen Zaren. Kann ich davon ausgehen, dass der, der mich anzurufen scheint, auch wirklich der ist, der er ist? Das kann ja durchaus Folgen haben.

Wenn es mir gestattet ist, darf ich einen Satz des ehemaligen Reichsinnenministers zitieren, der in einem Interview sagte: „Wer sich ein Fernsprechgerät in sein Haus installieren lässt, muss damit rechnen, dass jeder ihn anrufen kann.“ Es ist also auch eine Frage der Sicherheit. Ist die Sicherheit in diesem Fall gewährleistet?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das, was technisch möglich ist, haben wir gewährleistet. Wir wissen um die Risiken des Telefons. Sollte irgendjemand Zweifel haben, ob eine Fernsprechgerät-Nachricht des Regierungssprechers echt ist, empfehle ich kurz die paar Schritte zum Reichstag zu gehen und nachzufragen. Grundsätzlich ist unsere Erfahrung, dass dieser Fernsprechgerät-Dienst sehr gerne angenommen sind. Da wir nicht nur ein Presseamt, sondern auch ein Informationsamt der Regierung für alle Menschen im Reich sind, hielten wir es für richtig, diesen Weg zu wählen.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich wüsste gerne, wann die Mitteilung über den Besuch seiner kaiserlichen Hoheit offiziell vom Bundespressamt mitgeteilt worden ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Ich müsste das nachschauen. Da einer der Chefs vom Dienst jetzt in Hörweite ist, bitte ich herzlich um einen beherzten Zwischenruf. Ich bin auch nicht sicher, ob dieser Weg hundertprozentig sicher ist. Aber ich habe Vertrauen darin, dass ich schnellstmöglich Datum und Uhrzeit per Gebrüll geliefert bekomme.

ZUSATZFRAGE: Die Frage ist: Kann es sein, dass außer über Fernsprechgerät über diese Norderney-Reise nirgendwo berichtet wurde? Das ist ja eine andere Qualität. Wenn Herr von Klöten telefonieren will, weil er Zeit hat, ist das alles gut und schön. Aber das geht ja bis hin zu der Frage, wozu man dann noch Chefs vom Dienst braucht, wenn Herr von Klöten die Termine telefonisch durchgibt.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wollen doch in Wahrheit wissen, ob es eine Benachteiligung ist, dass eine Information möglichweise statt über unsere Pinnwand über Fernsprechgerät herausgegangen ist. Nein, diese Auffassung teilen wir nicht.

ZURUF: Ich will wissen, ob es Termine nur über Fernsprechgerät bei Ihnen gibt oder ob das ein ergänzendes Angebot ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das ist ein ergänzendes Angebot, auf der Pinnwand war der Reisetermin nur Minuten später.
Ich habe eben schon einmal gesagt, was den Informationsgehalt der Fernsprechgerät-Nachrichten angeht: Wer immer Zweifel hat, dass irgendetwas nicht stimmt, kann sich innerhalb weniger Stunden rückversichern. Sie wohnen und arbeiten alle doch nur Strassen weiter! Dementsprechend sehe ich das Problem nicht!

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, als älterer Mensch, der mit diesen neumodischen Kommunikationsformen nicht so vertraut ist, eine grundsätzliche Frage: Hat es irgendwann einmal vonseiten des Bundespressamtes einen Hinweis darauf gegeben, dass nun auch über Fernsprechgerät wichtige Informationen verbreitet werden und man sich möglicherweise als Kunde oder Telefonist ‑ ich weiß nicht, wie das dort heißt ‑ anmelden müsste?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Meinem Kenntnisstand nach ja. Ich reiche aber gerne nach, ob das auch auf der Pinnwand war. Ich bin mir sehr sicher, dass wir es schon allein aus Eigeninteresse gemacht haben.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, in dieser Woche hat sich Herr von Klöten per Telefon ‑ ich nenne es einmal so ‑ einen kleinen Schlagabtausch mit dem notorischen Anarchisten Pjotr Alexejewitsch Kropotkin geliefert. Ist geplant, dass der Regierungssprecher künftig immer einmal wieder ans Telefon gehen wird? Es kann ja jeder anrufen. Ich habe Sie so verstanden, dass Sie über Fernsprechgerät auch Bürger und nicht nur uns Journalisten erreichen wollen. Wird das wirklich ein richtiges Kommunikationsmittel des Regierungssprechers werden, um die Regierungspolitik in die Bevölkerung zu kommunizieren?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Nach diesen Gelegenheiten suchen wir nicht ausdrücklich. Aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, dass über einen solchen schnellen Informationsaustausch interessante Diskussionen entstehen, werden wir das weiter tun. Herr von Klöten ist generell dazu angehalten, das Telefon abzunehmen, sollte es klingeln.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, wird es eine neue Gepflogenheit, dass man Reisepläne Land für Land telefonisch im Pressamt abfragt? Wie kommt man zu der Möglichkeit, zu erfahren, wann seine kaiserliche Hoheit beabsichtigt, wohin zu reisen?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Wir werden auch weiterhin vorrangig die Pinnwand für so etwas benutzen. Es steht ihnen aber frei den Regierungssprecher Herrn von Klöten anzurufen und selbst nachzufragen.

ZUSATZ: Wieder etwas gelernt. ‑ Danke!

FRAGE: Abweichend von der normalen Praxis, kann ich Sie einfach darum bitten, in Ihrem Amt vielleicht noch einmal die verschiedenen Aspekte prüfen zu lassen, die damit einhergehen? Denn wenn man diese Kommunikationswege geht ‑ da schließe ich mich sicherlich den anderen Agenturkollegen an ‑, dann greift das tief in unsere Arbeitsabläufe ein. Wenn es da ein Sicherheitsproblem gibt, dann hilft der Hinweis „wenn Sie Zweifel haben, können Sie ja zu einem Kaffee vorbeikommen“ uns als Agenturen nicht weiter. Denn wenn das eine autorisierte Verbreitungsquelle des Presseamtes ist, dann werden wir „zuschlagen“, und dann werden wir im Zweifelsfall auch mit einer falschen Meldung „zuschlagen“. Das kann nicht im Interesse Ihres Ministeriums sein. Da berufe ich mich ausdrücklich auch auf das, was der Kollege zur Sicherheitsfrage gesagt hat. Ich denke, man sollte dazu sicherlich die verschiedenen Aspekte nachuntersuchen.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wissen aber auch, dass nicht einmal ausgeschlossen werden kann, dass Pazifisten oder Anarchisten dieses Gebäude besetzen uns alle gefangennehmen uns sich als öhm… wir verkleiden? Jeder Kommunikationsweg hat seine Gefahren.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich habe die Ankündigung, dass Herr von Klöten begonnen hat zu telefonieren, verpasst. Könnten Sie mir sagen, seit wann er das macht? Macht nur er das, oder telefonieren Sie auch?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Es war heute das erste mal, Sie haben ohne Telefon also noch nicht viel verpasst.
Ich mache das nicht. Wir sind an dieser Stelle der Linie erlegen, dass es vernünftig ist, dass es ein authentischer Absender ist. Dann finde ich es auch konsequent, dass das der Regierungssprecher macht und nicht der Stellvertreter.

Frei nach der Aufregung der Hauptstadtpresse um den twitternden Regierungssprecher via Netzpolitik und Wiegold.

Und wer nicht nochmal so viel lesen will – was ich verstehen könnte – die Twitteraufregungspressestunde gibt es u. a. beim Kraftfuttermischwerk auch als Video.

Mrz
09
2011
4

Der Fall des Barons – eine Chronik

Baronie Frankenstein. Eine grünliche Kreatur mit Nackenbolzen wird gesichtet, wie sie des Nachts durch die Strassen wandert und unartikuliert stöhnt.
Da bekannt ist, dass der Baron Dr. Viktor von Frankenstein ein Wissenschaftler ist, wird er von Inspector Kemp gefragt, ob er etwas mit der Sache zu tun hat.

Der Baron: „Diese Vorwürfe kann ich nur als abstrus bezeichnen.“

Abgesehen von den gelegentlichen Besuchen der Kreatur im Dorf, vermeldet auch der Totengräber, dass sich jemand in den vergangenen Monaten immer wieder an den Gräbern zu schaffen machte. Der bucklige Diener des Barons wurde nachts verdächtig häufig in der Nähe des Friedhofs angetroffen, wie sich der Nachtwächter erinnert.
Dies und die Tatsache, dass Frau Gemeinhuber in Ohnmacht fällt, weil die Kreatur angeblich das Gesicht ihres toten Mannes trägt, sorgt dafür, dass sich der Verdacht verdichtet, der Baron habe eventuell Leichenteile vom Friedhof gestohlen und zu einem grotesken Monster zusammengenäht.

Angesprochen auf die Vorwürfe antwortet der Baron: „Meine von mir geschaffene Kreatur besteht nicht aus gestohlenen Leichenteilen, und den Vorwurf weise ich in aller Form von mir. Die Menschen in dieser Baronie erwarten, dass ich mich um die fordernde Aufgabe des progressiven Wissenschaftlers mit voller Kraft kümmere, und das kann ich auch.“

Die Kreatur tötet im Affekt den Nachtwächter und die kleine Annie Grubenmichel, als diese am Brunnen spielt. Dorfbewohner reichen eine Petition ein, die sich gegen weitere Experimente in der Baronie richtet und eine verdachtsunabhängige Vollzeitvideoüberwachung des örtlichen Friedhofs fordert.
Die Stimmen werden lauter, dass eigentlich doch der Baron an allem Schuld sei und gefälligst zu verschwinden habe.

Im Internet nimmt die Seite „Frankenstein-Leichenraub.wiki“ anhand von Fotos und freiwilligen genetischen Proben der Dorfbewohner eine Analyse vor. Hierbei stellt sich heraus, dass die Kreatur sich zu mindestens 84,9% klar erkennbar aus Körperteilen verstorbener Dorfbewohner zusammensetzt.

Auf einer Versammlung progressiver Wissenschaftler äußert sich Dr. Frankenstein wie folgt: „Ich habe diese Fehler nicht bewusst gemacht. Ich habe auch nicht bewusst oder absichtlich in irgendeiner Form Leichenteile vom Friedhof entwendet, und musste mich natürlich auch selbst fragen, meine Damen und Herren, wie konnte das geschehen? Wie konnte das passieren?
So ist es, dass man einen Blick dann zurückwirft. Man hat sechs, sieben Monate an so einer Kreatur gebastelt. Man hat in diesen 6 oder 7 Monaten teilweise auch zuviel… teilweise auch den Überblick über die Quellen verloren.“

Die Kreatur wird eingefangen, befreit sich aber wieder, nachdem der Gefängniswärter sie mit einem Sturmfeuerzeug geärgert hat. Der Gefängniswärter wird dabei getötet, und das Gefängnis brennt bis auf die Grundmauern nieder. Die Kreatur erwürgt auf der Flucht eine Molkereifachfrau.
Der Baron von Frankenstein wird schließlich vor den Stadtrat geholt, um sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Er sagt: „Mir geht es darum in eine Debatte, die so aufgeheizt ist, und in die man auch so viel Stimmung bringen kann, dann auch wieder Ruhe reinzubringen, dass man auch vergleichsweise ruhig wieder seiner Tätigkeit als Wissenschaftler nachgehen kann. Und das werde ich auch.
Ich habe mir meine Kreatur übers Wochenende noch einmal angesehen, und muss zugeben, dass ich bei der Besorgung der Rohmaterialien schon ziemlichen Blödsinn gemacht habe.“

Die Lage eskaliert. Die wütende Dorfbevölkerung marschiert mit Fackeln und Mistgabeln erst der Kreatur hinterher, dann zur Burg Frankenstein. Am nachfolgenden Tag äußert sich der Baron zu den Vorgängen wie folgt:

„Ich habe in einem sehr freundlichen Gespräch den Herrn Bürgermeister informiert, dass ich mich von weiteren Experimenten mit totem Gewebe in dieser Baronie zurückziehen werde, und meine Burg – bzw. meine abgebrannte Burgruine – zum Verkauf gemeldet. Dies war die schwerste Entscheidung meines Lebens, aber ich kann es nicht zulassen, dass ein Mob wütender Dorfbewohner den Streit um meine Person auf dem Rücken der Wissenschaft austrägt.“

Eine Facebook-Gruppe mit dem Namen „Wir wollen Dr. Baron Viktor von Frankenstein zurück“ wird gegründet.

Mrz
05
2011
7

Für Vampire, und die, die es werden wollen…

Lag doch im Ela eine kostenlose Gruftiezeitung aus, in der mir sofort folgende Werbung auffiel:

Quelle: Negatief-Zeitschrift aus dem Ela

Das offizielle Magazin für Vampire und Werwölfe?
Erstens mal, dass es diese merkwürdige Vampir-Subkultur gibt, wusste ich ja schon, aber das gibt es jetzt auch für Werwölfe? Wie muss ich mir das vorstellen? Sind das besonders behaarte Menschen mit eingesetzten Raubtierzähnen und Tieraugenkontaktlinsen? Und wenn die Vampire immer besonders distinguiert tun, laufen die Werwölfe dann rum, und rufen „RAH-RAH-RAH!!!“, oder am Ende gar „WUFF“?
Und es gibt ein „offizielles“ Magazin? In wie fern offiziell? Vom Zentralrat der Vampire und dem Internationalen Werwolfbund genehmigt?

Irgendwie bezweifele ich, dass „offizielle Vampire“ auch nur irgendwas mit Twilight zu tun haben wollen würden, aber ich kann mich irren. True Blood schon eher.
Wäre ich ein Vampir, würde ich mir ja kein Vampirzeugs wie Twilight, True Blood, Vampire Diaries oder Edgar reinziehen, denn ich würde das Vampirleben ja schon leben, bzw. den Vampiruntot…. nichtleben. Äh…

Na ja, dann Schminktipps… Die müssen an die Vampire gerichtet sein, da kein Werwolf, der was auf sich hält, sich schminken würde. Vermutlich geht es darum, dass die Vampire hier lernen sich zu schminken, damit sie weniger wie Vampire aussehen, um besser Leute dazu zu bringen sie hereinzubitten…

…und Markus Heitz, was hat der mit der Sache zu tun, schreibt der nicht eher über Zwerge?
Das ist alles so faszinierend, das Dingen werde ich mir alleine aus Neugier wohl besorgen müssen. Hoffentlich darf man das auch kaufen, wenn man keinen von der internationalen Vampirgesellschaft ausgestellten und beglaubigten Vampirpass hat…

Update:
Mehr dazu hier und hier ist die offizielle Seite des Magazins, und hier ist es sogar als „offizielles Magazin für Vampire, Werwölfe und Dämonen“ beschrieben.

Mrz
03
2011
--

Schnipsel

Jetzt ist er ja weg, der Guttenzuberg. Bezeichnenderweise ohne irgendwas von dem zuzugeben, was dank der mühsamen Schwarmarbeit von Guttenplagwiki irgendwie ja sowieso auf der Hand liegt.
Statt dessen schickt der Herr Baron wieder vor, er möchte diese Debatte „nicht auf dem Rücken von Soldaten“ austragen. Das ist irgendwie seine Standardausrede.


(via @HakanNasa)

Hier setzt sich Holger Klein im Radio mit den Argumenten der Guttenberggutfinder auseinander:

Hier parodiert mspro diese Argumentationsweise:

Derweil berichtet der Postillion über den vermutlichen Nachfolger hier.

Die fiesen Gerüchte, Herr zu Guttenberg habe bei seiner Abschiedsrede aus Star Trek II abgekupfert, sind übrigens nicht wahr, haben aber die Kreativität einiger Netizens sichtlich beflügelt.

Written by Heiko C. in: Politisches,Psychologisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Feb
28
2011
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Guttenbergs Befreiungsschlag…

Der Freiherr möchte nicht zurücktreten, in einem letzten Versuch appelliert er an das Verständnis in der Bevölkerung…

Written by Heiko C. in: Lustiges,Psychologisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Feb
23
2011
15

Gegen die Vorververurteiligung von Herrn Professor Doktor Doktor Karl Theodor Gotthold Ephraim Schokominza zu Guttenberg

Lasst doch ma alle den Gutti in Ruhe! Der ist doch ein Lieber! Der hat schon so viel in die Politik getan! Die ganze letzte Jahre schon! Und schick frisiert ist er auch immer! Und seine Stefanie ist ’ne heiße Schnecke! Das alles beweist doch, das das alles nur eine Kampagne des politischen Gegners ist! Diese Linkspartei und wie die alle heißen! Der muss den armen armen Guttenberg nämlich damals dazu gezwungen haben, die Doktorarbeit abzuschreiben, anders kann ich mir das auch nicht erklären!
Und überhaupt! Da hat er halt ein wenig abgeschrieben! Wer hat das nicht? Wer kann ehrlich sagen, er hätte noch nie einen kleineren aber schlaueren Mitschüler verprügelt, damit dieser einem die Hausaufgaben macht? Wer? Der werfe den ersten Stein! Jawohl!

Und überhaupt: Doktor. Was ist das schon? Das ist doch auch nur ein Name! Mir ist sowieso total egal, wer Doktor ist, oder wer nicht! Ich lass mich im Krankenhaus auch gerne mal vom Hausmeister behandeln! Als ich mal mit Lungenentzündung da war, hat der nette Herr Hausmeister einen weißen Kittel angezogen, und mir einen Eukalyptuslutschbongbong gegeben. Da wurde alles sofort besser, und ich habe ihm nur 100 Euro bezahlen müssen! Wenn das ein Verbrechen sein soll, wo ist denn dann das Opfer? Eben! So, und nun will ich nichts despektierliches zum Thema Guttenberg mehr hören! Das ist ein Lieber!

Nov
25
2010
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Dörflicher Überwachungswahn II

Dass ich mir die Sache mit den Videokameras in meinem Dorf – über die ich hier berichtet habe – nicht ausgedacht habe, bestätigte am 23.11 nun auch das Mainstreammedium „SHZ“. Nachzulesen ist der Artikel noch hier. (Falls der schon weg ist, bitte ich das zu entschuldigen, SHZ löscht gerne mal ältere Artikel. Wahrscheinlich haben die nicht so viel Platz in ihrem Internet)

Nachzulesen ist dort, dass die tatsächlich schon zwei Jahre überwachen, dass es sich um ein Modellprojekt handelt, und dass Leck als Dorf im Norden einmalig mit dieser Kameraausstattung ist. Ursprünglich war die Überwachung nur für 6 Monate vorgesehen, weil „weiterhin Bedarf besteht“, hat man aber einfach mal damit weiter gemacht. Wie das halt so ist.

Initialer Grund der Überwachung ist wohl die steigende Anzahl an Gewaltdelikten. Scheinbar diskutiert man in Leck nicht mehr so gerne, sondern gibt dem anderen gleich auf die Nase. Ein Zustand, der mir auch noch nicht so recht aufgefallen ist.