Impactsuspect » Kurzrezensionen
Feb
28
2009
0

Becky und Torben

Scheinbar zwei junge Christen, die einen eigenen Youtubekanal haben. Ich hab alle deren Videos gesehen, und finde sie echt knorke.
Ob die beiden echt sind, oder ob sie – was mir wahrscheinlicher erscheint – nur die beiden Bühnenpersona Becki und Torben spielen, hat keinen Einfluss auf den Unterhaltungswert. Wenn sie jedoch tatsächlich schauspielern, dann machen sie es sehr gut. Also schaut da mal hin.
Aber wenn ihr dort kommentiert, dann seid bitte nett. Die kriegen schon genug fiese Kommentare. Unter anderem mit dem bösen F-Wort, und dem anderen Wort für A-A. Ich finde, selbst wenn die beiden echt sind, haben sie das nicht verdient.
Was ist falsch daran, wenn die beiden gerne an das evangelische Kirchendogma glauben, sich in Kirchengruppen engagieren, gegen Sex in der Ehe – pardon – vor der Ehe sind, und Tokio Hotel und Brettspiele mögen. Immerhin wollen sie niemanden bekehren, denn zu Konvertierungszwecken ist ihr Youtubekanal denkbar ungeeignet.

Becki und Torben findet ihr HIER.

Jan
23
2009
3

Presseschau ist sofort.

Da les ich heute mal die Zeitung, und was muss ich da lesen, gleich auf Seite 1 des Nordfriesland Tageblattes:
„Kieler Fahnder jagen bundesweit SMS-Abzocker“ lautet die Überschrift. Bin nur ich das, oder klingt das schon ein wenig reißerisch? Alleine „SMS-Abzocker“ ist nicht sehr wertfrei, doch auch „jagen“ hat eine bestimmte Konnotation. Wäre „suchen“ nicht vielleicht besser gewesen? Ich mein das NFT ist ja schließlich unsere normale Tageszeitung, und nicht die Bild. Na ja, darum gehts eigentlich nicht. In besagtem Artikel auf Seite 1 fand ich folgenden Satz:
„Dabei stellten die Ermittler mehrere Tausende Chat-Protokollen sicher.“
Mal abgesehen davon, dass ich den Bindestrich in zwischen Chat und Protokollen so überflüssig finde wie einen Kropf am Knie; was bitte sind Chat-Protokollen? Wie kann ein „-n“ zuviel auf der ersten Seite passieren? Ich weiß, die Redaktion hat nur einen halben Tag um die Zeitung zu machen, aber wenigsten die Seiten auf die alle schauen sollten doch fehlerfrei sein, oder? Ich weiß , ich mach jede Menge Rechtschreib-, Grammatik-, Komma- und Sonstauchfehler, doch meinen Blog liest ja auch so gut wie niemand.
Okay, man könnte argumentieren, dass die erste Seite des NFT auch keiner mehr liest. Eigentlch lesen alle immer nur das Vermischte auf der letzten Seite. Das erklärt jedenfalls die reißerischen Bild-Schlagzeilen auf Seite 1.
Schauen wir also auf die letzte Seite, die seit jeher ein buntes Mischmasch für die ganze Familie bietet. Dort ist zu lesen: „Weg mit den Vorräten. >>Spice<< ist verboten“ Wie gesagt, für die ganze Familie. Ich kann es direkt hören „Schatz? Wirfst du bitte das Spice weg? Das ist jetzt verboten!“ Hm. Okay. Wie geht der Text weiter?
Im NFT steht: „Die Modedroge >>Spice<< ist wegen erheblicher Gesundheitsrisiken ist sofort.“ Spice ist wegen ist sofort? Ist ja interessant.
Ich sehe drei Möglichkeiten wie es dazu kam:
a.) Jemand hat geschludert
b.) Der deutsche Satzbau hat sich ohne mein Wissen sehr verändert.
c.) Ein Setzer beim NFT hat kurz vor dem Setzen dieses Satzes schnell noch seine letzten Spice-Vorräte eingepfiffen.
In Fall B ein schlechtes Bild das ich abgebe, in Fall A und C ist es die Zeitung, die ein schlechtes Bild abgibt.
Na, aber ich hör jetzt auf auf dem armen NFT rumzuhacken.
Kommen wir zu Peter Moosleitners interessantem Magazin – sprich P.M.
In der Februarausgabe gibt es ab Seite 42 einen Bericht über die fortschreitend besser werdende Grafik von Computerspielen. Als Unterschrift der Überschrift liest man da: „Kaum ein Computerspieler ahnt, dass in den Tiefen seiner Maschine physikalische Gesetze berechnet werden.“
Im Prinzip ist dieser Satz noch nicht einmal falsch. Es stimmt, dass kaum ein Computerspieler sowas ahnt. WEIL SO GUT WIE ALLE ES WISSEN!!! Wir Computerspieler sind es doch, die ständig neue Hardwareanforderungen erfüllen müssen. Man weiß im Prinzip als Computerspieler bescheid über 3D Beschleuniger, Pixel Shader, DirectX, HDR, Bloom und auch über Physik-Engines. Das weiß man alles, WEIL MAN ES SELBST ALLES BEZAHLEN MUSS.
Ich würde den Satz im PM ändern zu: „Fast jeder Computerspieler weiß, was kaum ein Nicht-Computerspieler ahnt: Im inneren seiner Maschine (ehrlich? Einen Computer bezeichnet ihr als Maschine??) werden physikalische Gesetze berechnet.“ Aber nein, so kannn man es ja nicht schreiben, weil generell das Vorurteil bestehen bleiben soll, dass Computerspieler dümmer und ungebildeter sind als Nicht-Computerspieler. Danke PM, die ihr euch auch schon vor einiger Zeit dahingehend geäußert habt, dass das Internet eine Gefahr für die Demokratie wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Die Nachriten im Fernsehen informierten umfassender, schriebt ihr da. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade das Fernsehen filtert seine Informationen sehr stark. Das Internet nicht. Sicher man muss selbst herausfinden, welche Nachricht im Netz stimmt, und welche nicht. Aber im Prinzip müsste man das bei Fernsehnachrichten auch, und da hat man noch nicht mal die Chance das zu tun.

P.S: Ich solidarisiere mich übrigens nicht mit SMS-Chat-Diensten. Ich finde ebenso, dass es sich hier um Abzocke handelt, und das sowas verboten gehört. Ich bin allerdings auch eine Einzelperson mit einer Einzelmeinung, und keine Zeitung, die neutral berichten sollte.

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Linguistisches,Politisches,Psychologisches | Schlagwörter:
Jan
10
2009
15

Auf den Flughund gekommen…

Gna! Irgendwie sind Vampire auch nicht mehr das, was sie mal waren. Wenn wir uns anschicken díe Geschichte der Filmvampire von Anfang an anzusehen, müssen wir eben diesen Anfang in Deutschland suchen. Und zwar bei Murnaus „Nosferatu“. Graf Orlock in diesem Film ist zugleich der erste Vampir auf der Leinwand und ebenso die große Ausnahme. Max Schreck spielt den Vampir dreckig, eklig und unglaublich hässlich. Der schon wenige Jahre später von Bela Lugosi gespielte Dracula wirkte schon ganz anders, und sollte für Jahre, im Grunde für den Rest des 20ten Jahrhunderts definieren wie ein Vampir zu sein hat: Elegant, hypnotisch, irgendwie unheimlich und anziehend und vor allen Dingen SAUBER, wenn auch manchmal ein wenig verstaubt.
In Blade beginnt dann der Schichtwechsel. Udo Kier spielt hier einen der Obervampire, und er entspricht noch ganz dem Klischee, welches im übrigen auch eher Bram Stokers Romanvorlage entspricht als beispielsweise Nosferatu. Kiers Protovampir steht in der Handlung ein junger Emporkömmling gegenüber, der von einem ebensolchen neuen Vampirbild zeugt. Während der klassische rumänische Blutsauger tagsüber schön zuhause bleibt, kleistert sich Deacon Frost einfach mit Sonnencreme zu, und geht in den Stadtpark um Vampirjäger zu bedrohen.
Konkurrenz in der Vampirgesellschaft wird wie bei der Mafia entsorgt, und Frosty Neuvampir schwingt sich zum Oberherrscher über die hämophilen Sülznasen auf. Der Mensch soll wieder mal versklavt werden. Dass die Zukunftsvisionen blonder Schnulliboyvampire irgendwie rein demografisch zu Problemen führen müssen, darauf will ich jetzt nicht eingehen,
Gehen wir lieber zum nächsten Film: 30 Tage Dunkelheit. (Oder 30 Tage Nacht, ich bin mir nicht ganz sicher)
Der Plot: In einem verträumten Weiler in Alaska, der einen Monat lang Polarnacht hat, und außerdem noch – praktischerweise – in dieser Zeit keinen Kontakt zum Rest der Welt hat, planen Vampire die Fresstour ihres Lebens. … oder ihres Untotseins. Wie auch immer.
Der Plot hört sich an, als könnte man daraus einen ganz passablen Film klöppeln, aber nein, das wäre ja zu viel verlangt. Der Film kommt im Endeffekt eher daher wie Pitch Black für Arme, wo doch Pitch Black schon Alien für Arme war.
Wo soll ich bei diesem Machwerk anfangen? Die Vampire sind alles was man sich so vorstellt… …wenn man an Ghoule oder Zombies denkt, aber eben nicht, wenn man an Vampire denkt.
Die Vampire sind abstoßend hässlich, ungepflegt, haben schreckliche Tischmanieren und reden irgendeine seltsame Kunstsprache, die sich mal anhört, als hätte man einer Katze auf den Schwanz getreten, mal wie eine verstopfte Espressomaschine kurz vor der Explosion. Und das tollste: Der Obervampir sagt „Brachkl sslak MIAOU passhakki vra utz nöchkachkocko!“ und in den Untertiteln dazu steht dann „Hallo!“
Normalerweise soll der Vampir doch anziehend wirken, und geradezu hypnotische Wirkung auf das andere Geschlecht haben. Ja regelrecht rollig sind sie alle noch bei Bram Stoker. Hier sehen sie jedoch alle eher aus wie MAx Schrecks Nosferatu, bloss dass der eine Tonne mehr Klasse hatte.
Ausserdem hatte Nosferatu bessere Tischmanieren. Erinnert ihr euch noch an die Szene, wo Hutter sich geschnitten hat, und Graf Orlock den Anblick dieser PAAR TROPFEN Blut nicht ertragen konnte, und sich gleich auf sie gestürzt hat?
Nun die Vampire in dem Alaskafilm sind da weniger abhängig. Wenn die sich auf ein Opfer stürzen, dann spritzt literweise Blut in alle Richtungen. Ich hab ja nichts gegen Splatter, aber bei Vampiren? Also ich kannte das bisher so, dass kein verdammter Tropfen Warmblüterblut daneben geht. Also wenn ihr schon einen Film über lichtempfindliche Ghoule macht, dann nennt sie auch so. Vampire sind das mit der Art zu essen jedenfalls nicht.
Und was ist jetzt die vorläufige Krönung des Vampirfilms im neuen Jahrtausend?
Twilight.
Twilight, oh Twilight… Wo soll ich bloss anfangen. Vielleicht erst die positiven Aspekte.
Die Vampire in Twilighht sehen allesamt aus, wie man es von Vampiren erwartet. Sie sind sauber, elegant, irgendwie unheimlich, und so weiter. Wenn die Vampire sich mit „übermenschlicher Schnelligkeit“ bewegen, sehen sie aus wie vorgespult. Das kommt mir fast wie eine respektvolle Verneigung vor „Nosferatu“ vor, denn auch Graf Orlock bewegt sich manchmal wie vorgespult. Als der Vampir – wie hieß er noch…. ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht Rüdiger war… hm…
Als der Vampir – ich nenn ihn mal „Milchschnitte“ -, als Milchschnitte also seinem weiblichen Loveinterest erklärt, warum sie ihn toll findet, dass war auch noch sehr archetypisch vampirisch. Der Expresshuckepackritt auf den Berg aber schon nicht mehr. Und was dann kam schon gar nicht, aber ich greife vor.
Die „Familie“ von Milchschnitte besteht nicht nur aus Vampiren, sondern auch noch aus „Vegetarischen Vampiren“. Ja, auch ich musste an Graf Duckula und seinen Brocollikonsum denken, hier ist aber mit „vegetarisch“ gemeint, dass sich Milchschnittes Familie nur von Tierblut ernährt. Ganz ähnlich wie in „Interview mit einem Vampir“. Weil das so ist, können sie relativ unbemerkt in einem Dorf voller Menschen leben. Auch am Tag gehen sie raus, weil es in der Gegend immer bewölkt ist, und sie so kein Sonnenlicht abbekommen. ?!? Muss man nicht nachvollziehen können, ist halt so. Wenn die Vampire doch direktes Sonnenlicht abbekommen, dann passiert etwas ganz grausames: DANN GLITZERN SIE!
Muss ich das weiter kommentieren? Ich denke nicht. Vegetarische Glitzervampire.
Was denken Vampire eigentlich über Sex mit Menschen? Diskutieren die das so wie wir Sex mit Tieren diskutieren? Der Film ist echt seltsam. Im Grunde genommen ist es eine Mischung aus „Interview mit einem Vampir“, „der kleine Vampir“ und einem beliebigen Highschool-Drama. Für einen Vampirfilm taugt er nicht viel. Als Setting eines Kinderfilmes ginge das Setting hier durch, dazu ist der Film aber zu blutig. Na, er schien ja trotzdem erfolgreich zu sein.

Written by Heiko C. in: Bücher,Beklopptes,Filme,Gruseliges,Kurzrezensionen | Schlagwörter: , , ,
Nov
02
2008
0

The Yes Album

Eines meiner liebsten Alben von Yes, dass ich mir noch in Leipzig gekauft habe. Als ich es neulich auf meinen MP3 Player geladen und gehört habe, ist mir speziell bei „Starship Trooper“ ein seltsames Klicken aufgefallen, dass gerade an den leisen instrumentalen Stellen später im Stück sehr nervig ist.
Ich dachte: „Nun, Heiko, vielleicht hast du ja damals die MP3s falsch von der CD konvertiert, oder so.“ Also habe ich es heute nochmal gemacht. Mit höchster Qualität. Ergebnis: Gleiches Klickgeräusch im Hintergrund. Gerade laut genug um zu nerven.
Bei meiner Suche nach einer Lösung des Problems, oder wenigstens einer Erklärung, z. B. „Soll so.“ oder „Scheiß Aufnahme.“ habe ich Google bemüht.
Des Rätsels Lösung habe ich nicht gefunden, allerdings bin ich hier: http://www.icompositions.com/music/song.php?sid=75663 über eine Coverversion gestolpert, die kaum vom Original zu unterscheiden ist. (Vom Gesang mal abgesehen, der bemüht ist ähnlich zu klingen, aber mehr auch nicht)
Na, jedenfalls habe ich mir die Version mal angehört, und siehe da: Hier gibts kein Klicken. Scheint also entweder nicht zum Lied zu gehören, oder es fiel dem Interpreten des Covers nicht auf. Bei Amazon hab ich die CD jetzt mal rausgesucht, mittlerweile gibt es sie ein zweites Mal remastert, und mit zwei zusätzlichen Tracks, die auf meiner nicht drauf sind. Soll ich einen Neukauf erwägen? Hm… Ich weiß nicht. Ich denke das Dingen kommt erst mal auf meine Wunschliste.

Nachtrag: 22.01.2009 15:27:
Ich hab jetzt tatsächlich eine Version von Starship Trooper gefunden, ohne Klicken, aber trotzdem von Yes. Wisst ihr wo? Bei MYSPACE!! Auf der Myspaceseite von Yes – scheinbar der offiziellen – steht der Track ohne Klicken. Also ist vermutlich mein remastertes „the Yes Album“-Album nicht so gut remastert wie man es sich wünschen würde. Die Frage ist, ob das Klicken auf dem neuen „the Yes Album“-Album tatsächlich nicht da ist. Sonst sitze ich am Ende mit zwei klickenden Starship Troopers…

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen | Schlagwörter:
Okt
22
2008
0

PORNO !!! „Der Blitz hat den Tank getroffen!!“

Aus der Abteilung: „Da kann man ja eigentlich nichts falsch machen.“ Die meisten Artikel aus dieser Abteilung sind der Beweis dafür, dass man eben doch eine Menge falsch machen kann.
Ich weiß noch, wie ich in Flensburg bei Cittimarkt (oder wie schreibt sich das) an einem kleinen DVD-Regal stand. In diesem befanden sich ausnahmslos Filme die ich nicht kannte, und die sehr billig waren. Ich glaube 2.50 das Stück oder so. Bevor jetzt alle losstürmen, und den Parkplatz vor Citti in Flensburg verstopfen möchte ich hinzufügen, dass die hier von mir geschilderten Begebnisse schon einige Jahre her sind.
Also wo war ich? Unbekannte Filme für 2.50. Genau. Ich kuck die also durch, und stelle fest, dass einige von denen dem Genre der Phantastik zuzuordnen sind. ‚Fantasy und SF-Filme können an sich noch so schlecht sein, ich unterhalte mich trotzdem‘, dachte ich damals noch naiv. Ich kaufte mir also aus der Auswahl dort „Nabonga – der Riesenaffe“ und „Timeslip“.
Nabonga. Bei diesem Film, in dem es um einen „Riesengorilla“ geht, der etwa 1.50m groß ist, und mit der verblödeten Tochter eines Juwelendiebes im Urwald lebt, handelt es sich um ein recht billiges und recht spätes King-Kong-Ripoff mit – immerhin – Buster Crabbe als jugendlichem Held. Der Film ist in etwa das, was man erwarten würde, wenn man außerdem noch wüsste, dass er aus den 1950ern ist. Der Film hat aber noch einen Haken, der ihn fast ungenießbar macht: Die Deutsche Synchro.
Hört man sich diese nämlich nur an, und schaut dabei nicht den Film, dann gewinnt man irgendwann den Eindruck, dass es sich um einen Porno handelt. Alle Dialoge wurden auf deutsch scheinbar von originalen Pornosynchronisatoren vertont, und auch die Dialoge wurden sinnlos versext. Da reden Held und Heldin auf Deutsch von „Schäferstündchen“, wo es im Englischen eigentlich nur um den Gorilla geht. Den Rest, der das Ganze aber dann schon wieder unfreiwillig komisch macht, sind aber die vollkommen sinnlosen Dialogänderungen wie zum Beispiel „Der Blitz hat den Tank getroffen!“. Das sagt der Pilot, als ein Flugzeug am Anfang des Filmes notlanden muss. Ich denke wenn der Blitz tatsächlich den Tank getroffen hätte, bräuchte sich der Pilot mit dem Notlanden keine große Mühe mehr geben.
Dass es sich nicht nur um ein Pornostudio gehandelt haben muss, welches diese Synchro verbrochen hat, sondern um ein möglicherweise rassistisches Pornostudio obendrein, sehen wir an der Art und Weise, wie die afrikanischen Eingeborenen eingedeutscht wurden: Reden diese im Original etwas das sich zumindest anhört wie eine afrikanische Sprache, sagen sie im deutschen nur ununterbrochen „Ullubulluullubullu!“. Es findet sich im Originalton ein afrikanischer Nebencharakter, der normales Englisch spricht. Wie redet er auf Deutsch? „Bulu gehen nicht in Urwald! Bulu Angst vor Hexe!!“
Da fragt man sich: WARUM????????
Ich glaube ich habe eine Antwort: Den Film kann man bei archive.org legal und kostenlos herunterladen.

[Zumindest in der englischen Version, und wenn man in den USA ist. Ob man das von Deutschland aus auch darf, weiß ich nicht. Genau weiß ich sowieso nichts, denn ich bin kein Anwalt. Alles was mit Recht und Gesetz zu tun hat, und hier steht hat also nicht den Charakter einer Rechtsberatung, sondern ist nur schwabbelig unsichere Vorstellung meinerseits davon. Kann alles falsch sein. WIRKLICH! Bitte nicht drauf verlassen!]

Der Film befindet sich in den USA nämlich in der Public Domain. Scheinbar haben die Produzenten eingesehen, dass kein Geld mehr mit dem Streifen zu machen ist, und die Rechte verfallen lassen. Oder der Film hat einfach nur keinen Verleih mehr gefunden. Irgendein deutschsprachiges, mutmaßlich rassistisches Pornosynchronstudio hatte mal nichts zu tun, und irgendein Blitzgescheiter hatte die Idee sich einfach mal alte Schinken aus dem Public Domain zu holen, und an denen etwas zu üben. Und üben durften sie alle: Allen voran die Sprecher, aber auch ein begabter Pornodrehbuchschreiber, der bei der Gelegenheit eine Synchro anzufertigen, dann auch gleich die Handlung und die Dialoge neu gemacht hat. Schade nur, dass Pornos ohne Sexszenen nicht so recht funktionieren wollen, selbst wenn Riesengorillas drin sind. Oder gerade weil.
Also: Das nächste mal, wenn man sich vor einem vermeindlichem Schnäppchen denkt :“kann man ja eigentlich nichts falsch machen“, dran denken, dass man noch eine ganze Menge falsch machen kann.

Korrektur: Offenbar ist der Film von 1944 und nicht aus den 50ern, wie ich auf www.meine-filmsammlung.de gelesen habe. Dort meint man zu der deutschen Synchro:

Die deutsche Synchro wurde offensichtlich neu erstellt und hat im Gegensatz zum Originalton viel Dschungelflair im Hintergrund sowie Goasound beim Abspann. Unglaublich!

…wie unterschiedlich doch die Meinungen sein können.

Mai
25
2008
2

Zeitreisen bei Richter Alexander Hold

…oder schreibt sich der mit „T“ am Ende, na egal…
Auf jeden Fall habe ich jetzt diese Sendung durchschaut, nachdem ich Sie jahrelang unterschätzt habe.
Ich dachte früher immer diese Richtershows wären nur eine Art nachgemachtes „Königlich Bairisches Amtsgericht“, nur ohne Bairisch, König und echte Schauspieler.
Pustekuchen!
„Richter Alexander Hold“ zumindest, ist eine Zeitreisesendung, eine sehr subtile noch dazu. Nur ganz ausgefuchste Intellenzbestien kriegen das mit. Voll krass. Alda.

Neulich wurde da ein Fall behandelt indem irgendein junger Erwachsener, der von Beruf – glaube ich – Laiendarsteller war, verdächtigt wurde, junge Frauen mit einem Korkenzieher zerschnitzt zu haben.
Warum die Frauen nicht wussten, wer sie zerschnitzt hat? Keine Ahnung, so lange hab ich nicht zugesehen.
Na, jedenfalls war die Tatwaffe in einem Fall ein Korkenzieher von einem Getränkemarkt. Und wie es der Zufall so will, hatte der Freund des zweiten Beihnaheopfers auch einen.
Genau so einen, heißt das.

Und da wird die Verhandlung durch eine Werbepause unterbrochen, damit der Kirkidatze, oder wie die Staatsanwälte da immer heißen, den zweiten Korkenzieher zum Vergleich holen kann.

Gesagt getan. Richter Hold/t hält in jeder Hand ein Beweistütchen mit zwei täuschend ähnlichen Korkenziehern (Also einem pro Tütchen). Dann sagt er: „Wie Sie sehen können sind die beiden Korkenzieher identisch.“

Aha.
Sie sind nicht gleich, auch nicht die Selben. Nein, sie sind sogar identisch. Das heißt nach Konrad Ferdinand B. Duden: Es handelt sich bei beiden um ein und denselben Korkenzieher, also im Grunde nur um einen. Und nicht nur im Grunde, sondern auch sonst.
Was bleibt als Erklärung? Einer der beiden Korkenzieher muss die Version des anderen Korkenziehers aus einer anderen Zeit sein. Was für ein perfides Verbrechen: Die Mordwaffe mit einer Zeitmaschine in eine andere Zeit schicken. Zu dumm, dass das Ding dann doch rechtzeitig zur Verhandlung aufgetaucht ist. Und dann auch noch zweimal.
Man sollte sich halt eben immer die Bedienungsanleitung einer Zeitmaschine durchlesen, da man sonst am Ende noch mit sechzehn „identischen“ Schwiegermüttern im Wohnzimmer sitzt, obwohl man erst in drei Jahren seine zukünftige Frau kennenlernt.

Das ist im Grunde schon das Ende meiner Beweisführung.

Jetzt mal im Ernst:
Als obs nicht schon genug wäre, dass nach den neuesten paar Duden das gleiche und das selbe plötzlich das selbe sind: nämlich beide das gleiche, wird nun auch noch der Begriff identisch entwertet.
Sind Zwillinge dann auch identisch, wenn das für gleiche Korkenzieher gilt? Und was bedeutet dann noch das Wort „Identität“, wenn diese nicht mehr einem exklusiv gehört, sondern sie sich mehrere Teilen können?

UND DER MANN IST RICHTER, UND SOWEIT ICH GEHÖRT HABE LEUTNANT DER RESERVE. Da machen sich die Leute über die Jugend und Pisa Gedanken….

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Kurzrezensionen,Linguistisches,Lustiges | Schlagwörter: , ,
Apr
13
2008
0

Odyssey 5

So, nachdem mir meine nette Schwester zu Weihnachten einen Gutschein bei Amazon geschenkt hat, dachte ich mir, ich könnte ja mal die Box dieser Serie kaufen.
Hab ich dann auch gemacht, kam auch relativ schnell aus dem Vereinigten Königreich, da es noch keine deutsche Box gibt.
Ich hatte ja vage auf eine deutsche Tonspur gehofft, immerhin ist die DVD-Box mit europäischem Ländercode ausgezeichnet, trotzdem gab es aber nur Englisch und Französisch.
Nicht weiter schlimm, englischsprachige Serien schau ich sowieso lieber auf Englisch, wenns geht, auch wenn ich bei „Life on Mars“ mit diesem seltsamen Dialekt so meine Schwierigkeiten hatte.
Aber das ist jetzt nicht das Thema.

Das der Name der Serie an „2001 – A Space Odyssey“ erinnert ist gewiss kein Zufall. Gerade im Piloten kann man viele Stilelemente bemerken, die sehr deutlich auf Kubricks Film hinweisen.
Was den allgemeinen Plot angeht scheint die Serie aber zu Anfang weniger mit „2001“ gemein zu haben. Zumindest auf den ersten Blick.

SPOILER Im Piloten geht es um die Besatzung einer Raumfähre namens „Odyssey“, die bei irgendwelchen Arbeiten mit einem Satteliten das Ende der Welt mitansieht.
Die Erde implodiert einfach, und hinterlässt nur pfirsichfarbenen Staub. Als allen schon die Luft ausgeht, kommt ein mysteriöses Alien, dass sich als alter Mann tarnt, und erzählt, dass seinem Heimatplaneten das selbe passiert sei, darüber hinaus auch auf über 50 anderen Bewohnten Welten.
Irgendwann mache es „Puff!!“ und au�er dem erwähnten Staub ist nichts mehr von den Welten übrig. Das Alien vermutet eine Art planetare Seuche.
Au�erdem bietet das Alien den Raumfahrern, von denen einer bereits das zeitliche gesegnet hat, und ein anderer im sterben liegt, eine Zeitreise an. 5 Jahre könne er die Astronauten zurückschicken, jedoch nur ihre Bewusstseine, die dann in ihre damaligen Körper fahren würden.
Um das sterbende Crewmitglied zu retten, sagt der Commander zu.
Der Rest des Piloten und der Serie beschäftigt sich damit, wie die Raumfahrer versuchen herauszufinden was überhaupt passiert ist, und wie sie es verhindern können. Au�erdem wird auch recht ausführlich geschildert, wie die Astronauten damit klar kommen, ihre Leben vor 5 Jahren wieder aufzunehmen. SPOILER ENDE

Als die Serie damals auf SAT1 lief hab ich sie gerne gesehen. Gerade der breite Handlungsbogen, der sich geplant über 5 Staffeln hätte ziehen sollen fesselt einen sehr schnell. Ebenso sind die Charaktere sehr wirklichkeitsnah.
Obwohl einige der Fragen die „2001“ aufwirft „Woher kommt die Intelligenz auf der Erde?“ „Wurde die Evolution von au�en gesteuert?“ durchaus behandelt werden, erinnert die Art der erzählten Geschichten eher an eine wilde Mischung aus „Matrix“ und den Erzählungen von H.P. Lovecraft.
Klasse die Serie, und wie „Babylon 5“ einige der wenigen Serien, die von Anfang an auf einen breiten staffelüberspannenden Handlungsbogen gesetzt haben.
Leider gibt es aber bei Odyssey 5 nur die eine Staffel. Bei Folge 14 haben die Produzenten entschieden, dass die Leute die Zuschauen nicht zur richtigen Zielgruppe gehören, und die Serie wurde abgesetzt.
Später wurden dann noch die restlichen Folgen gezeigt, die die erste Staffel komplettieren, mehr aber nicht, trotz zahlreicher Proteste von ebenso zahlreichen Fans.

Na ja, aber es hilft ja nicht über verschüttete Milch zu klagen. Manny Coto, der Schöpfer von „Odyssey 5“ hofft im Audiokommentar des Pilotfilms (Das einzige Extra der DVD-Box) noch immer, die Serie weiterdrehen zu dürfen, ich glaub aber nicht, dass das noch was wird.
Schade.

Schade, schade schade.

Na egal.
Was mir allerdings noch aufgefallen ist, ist folgendes:
Der momentane Serienhit „Heroes“ hat sich scheinbar einiges von „Odyssey 5“ abgeschaut. In der Titelsequenz gibt es �hnlichkeiten, ebenso hört sich der Soundtrack auch recht ähnlich an.
Zufall oder bewusste Homage?
Wer wei� das schon.

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,
Mrz
06
2008
0

Rückkehr zum Planet der Affen

Neulich habe ich wieder mal nach langer Zeit den zweiten Teil der Reihe um den Planeten der Affen gesehen.
Als der Film so nebenbei vor sich hinplätscherte, während ich irgendwas am Rechner machte, wurde mir plötzlich bewusst, wie damals das Skript für den Film zustande gekommen sein muss.

Ich stelle mir das so vor:
Verschiedene „kreative“ Köpfe und ein Produzent sitzen um einen großen Tisch herum, und überlegen, wie man das Sequel zum erfolgreichen Film „Planet der Affen“ gestalten soll.
„Planet der Affen“ hat ja immerhin einen Oskar gewonnen. Wenn ich mich nicht irre, sogar für die Spezialeffekte.
Diese – insbesondere die Affenmasken – liegen ja noch irgendwo auf dem Studio in irgendeiner Kiste, und so wäre es doch schade, wenn man sie verkommen ließe.
Nun, also MUSS ein Sequel her, doch wie macht man das jetzt?

Einer sagt: „Also ich finde, man sollte die Handlung da aufnehmen, wo der erste Film aufhört.“

Ein anderer fragt: „Hat denn Charlton Heston überhaupt Zeit?“

Einer antwortet: „Ach, für ein paar Szenen kriegen wir ihn bestimmt.“

„Nur für ein paar?“

„Na, für den Rest des Filmes können wir ja jemanden nehmen, der ihm ähnlich sieht.“

„Merkt das keiner?“

„Wir können das ja irgendwie in die Handlung einbinden.“

„hm….“

„Was brauchen wir noch…?“

„Ich habs! Ich finde diese Schnecke im Fellbikini aus dem ersten Teil sollte wieder dabei sein.“

„Super Idee. Die hat bestimmt nichts anderes vor. Die kann dann auch den ganzen Film über mitspielen.“

„Und was machen wir für die Handlung?“

„Vielleicht wollen böse Gorillas Krieg führen?“

„Ja, gegen wen denn?“

„Gegen die Schimpansen?“

„Nein, das ist Quatsch. Wir haben doch im ersten Teil schon gesagt Affen dürften Affen nicht umbringen…“

„Können wir ja ändern.“

Dann mischt sich der Produzent ein: „Also! So geht das nicht. Ein Krieg von Affen gegen Affen. Wen interessiert denn das! Da schaltet der Kinogänger doch innerlich ab!“

„Hm. Also kein Krieg…“

„Doch, Krieg ist keine schlechte Idee“, räumt der Produzent ein, „Aber mehr so ein Krieg zwischen Affen und Menschen. Da kann sich der Zuschauer dann auch identifizieren.“

„Ich will die New Yorker U-Bahn in dem Film haben.“, sagt einer. Alle ignorieren ihn.

„Affen gegen Menschen geht auch nicht. Menschen sind doch da nur wilde Tiere.“

„Tja, es könnte ja noch einige schlaue Menschen geben, die irgendwo überlebt haben.“, mutmaßt der Produzent, und kratzt sich am Kinn.

„In der New Yorker U-Bahn?“, fragt der eine wieder, und wird noch einmal ignoriert.

„Vielleicht haben sie irgendwie… unterirdisch überlebt.“, sagt ein anderer, als wäre es seine Idee gewesen.

„Radioaktive unterirdische Leute!“

„MUTANTEN!“, schreit einer aufgeregt dazwischen.

„Radioaktive unterirdische Mutanten.“

„…in der New Yorker U-Bahn.“, sagt der eine wieder, in der Hoffnung, dass seine Idee aufgegriffen wird. Erfolglos.

„Nee. Wir müssen doch den Leuten vom Effektdepartment auch was zu tun geben.“, sagt ein ganz anderer.

„Was meinst du?“, fragt der Produzent. „Wir haben doch die Affen!“

„Ja“, antwortet der ganz andere. „Aber das ist doch nichts neues. Und ansonsten nur Menschen und noch mehr Manschen…“

„Es sind aber doch Mutanten!“, erinnert ein anderer.

„Ja, aber…“, meint der ganz andere.

„Die könnten ja sechs Arme haben.“

„Nee, das kriegen die nicht überzeugend hin. Wenn wir wieder einen Oskar kriegen wollen, dann müssen wir schon irgendwelche überzeugenden Masken bringen, wie beim ersten Film.“, sagt der Produzent.

„Wie wäre es… wenn diese Mutanten keine Haut hätten…“, sagt einer.

„Ja… das ginge…“, sagt der Typ der den Film besetzen soll. „Aber wer spielt schon gern einen ganzen Film, wenn man sein Gesicht nie sieht.“

Alle nicken zustimmend und nachdenklich. Sie erinnern sich an die Probleme die sie hatten, damals die Affen für den ersten Film zu besetzen.

„Ich habs!“, ruft einer. „Die Mutanten können sich die Gesichtshaut abziehen, tun das aber nur selten!“

„Das ist die Idee!“, sagt der Produzent, und verlässt die Besprechung. Er ruft im Verlassen des Raumes den Kreativen zu: „Ihr macht das schon!“

„So. Jetzt wo der Produzent weg ist, sollten wir noch schnell eine sozialkritische Komponente in den Plot einbauen. Ich denke die hat uns beim ersten Teil zu dem Oskar verholfen.“

„Vielleicht, wenn wir die New Yorker U-Bahn-„, sagt der U-Bahn Fan wieder, wird aber unterbrochen.

„Atombomben!“, brüllen gleich zwei synchron.

„Atombomben. Sehr sozialkritisch. Sehr gut. Aber wie binden wir die in die Handlung ein?“

„Die Mutanten beten eine Atomrakete an!“

„Hm…“

„…und sie ziehen sich die Haut nur vom Gesicht, wenn sie beten zu der Rakete!“

„Wunderbar. Der Plot steht soweit. Affen führen Krieg gegen unterirdische Mutanten, die eine Atomrakete anbeten. Das ganze schildern wir dann aus der Sicht eines Astronauten, wie im ersten Teil. Da kann eigentlich nichts mehr schief gehen.“

„Fehlt nur noch ein Wahrzeichen, wie die Freiheitsstatue im ersten Teil.“

„Stimmt. Und das Wahrzeichen sollte auch in New York liegen, da der erste Teil ja dort spielt.“

„…und es sollte nach Möglichkeit unterirdisch sein.“

„Wie wäre es mit der New Yorker U-Bahn?“, fragt der U-Bahn Fan mittlerweile gänzlich ohne Hoffnung.

„Perfekt! Gentlemen, wir haben einen Film zu drehen!“

Und genau so wurde der Film auch. Einen Oskar hat er meines Wissens allerdings nicht gewonnen.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Kurzrezensionen,Lustiges | Schlagwörter: ,
Mrz
06
2008
0

Öffentlich rechtliches Fernsehen kann auch gut sein

Als Beispiel, warum öffentlich rechtliches Fernsehen nicht per Definitionem schlecht sein muss, möchte ich heute mal ein wenig über unsere Landesgrenzen schauen. Und über den Ärmelkanal.
Richtig, ins Vereinigte Königreich, auch Großbritannien genannt.

Es ist schon sehr lange her, dass unser öffentlich rechtliches eine gute SF-Serie produziert hat. Mittlerweile nämlich über 40 Jahre.
Ja, genau, ich rede von Orion. Nicht dem Versand, sondern der Raumpatroullie. Man kann über die Effekte lachen, über das Bügeleisen und über die Wasserhähne als Steuermodule des schnellen Raumkreuzers. Auch wenn man die Dialoge rückblickend nach wissenschaftlichen Anhaltspunkten nach Fehlern durchsucht, siehts finster aus.
Fest steht jedoch: Orion hatte eine Vision. Orion war eine Vision, und die Macher haben diese ziemlich gut umgesetzt. Leider nur 6 Folgen lang.
Schade.

Aber ich schweife ab.
Großbrittanien, da wollte ich hin. Öffentlich Rechtliches? Muss die BBC sein. Was hat nun die BBC mit Raumpatroullie zu tun? Eigentlich gar nichts.
Aber ziemlich genau 3 Jahre bevor der schnelle Raumkreuzer Orion das erste Mal auf unseren Schirmen abhob, dematerialisierte sich ein ganz und gar anderes Raumschiff von den Fernsehschirmen unserer Nachbarn auf der großen Insel westlich von hier. (Wenn man sich in Schleswig Holstein befindet. Für die Kölner: Im Nordnordwesten)
Das Cockpit dieses Raumschiff hatte einiges mit dem der Orion gemein: Auch dieses Cockpit sah wie ein Fernsehstudio aus, auch dieses Cockpit war mit allerlei Utensilien bestückt, die man nicht als Raumschiffarmaturen erwarten würde. Kein Bügeleisen gab es dort, sondern statt dessen unter anderem eine Luftpumpe.
Die Rede ist natürlich von der heute wie damals bahnbrechenden Serie Doctor Who, die tatsächlich heute wie damals noch bzw. wieder läuft.
Doctor Who hatte hochs und tiefs in den 45 Jahren seit die erste Folge lief, doch auch in den Jahren, in denen es die Serie nicht gab, zwischen 1989 und 2005, war das Fandom nicht totzukriegen, und ewig viele Hörspiele und mehrere Fernsehfilme wurden produziert. Einer sogar um 96 herum, von der BBC und FOX, die die Serie neu auflegen wollten. Danken wir an dieser Stelle dem (britischen) Autor des Filmes, dass dieser Fernsehfilm so schlecht geworden ist, dass es nie zu einer Serie kommen sollte. Ein Amerikanischer Doctor? Nein Danke.
2005 also hat es die BBC gewagt die Serie neu aufzulegen, und war offenbar selbst überrascht wie gut sie lief; sogar die Amerikaner, die 1996 den selbst mitproduzierten Fernsehfilm verschmähten, fliegen nun auf den Nachfolger vom Original.
Aber genug davon. Mit kurzen Worten zusammengefasst: Doctor Who läuft mit Unterbrechungen über 40 Jahre, und ist immer besser geworden. Die jetzigen Folgen stellen alles in den Schatten, was ich an SF-Serien im Fernsehen je gesehen habe.
Worum es da geht? Einfach mal einschalten, mittlerweile hat es Pro Sieben geschafft die ersten Folgen zu synchronisieren. Doctor Who läuft immer Samstags um 17 Uhr.

Eine Weitere Serie, ebenfalls von der BBC. Bezeichnender weise ein Spin off von doctor who. Torchwood. Im Grunde das Walisische Äquivalent von Akte X. Die erste Staffel war ein wenig schwach, aber die zweite, die im Moment läuft, lässt sich ganz gut an.

Drittens, lief auch schon in Deutschland: Life on Mars. Auf englisch besser und vor allen Dingen länger. Die BBC schneidet leider immer zu britische Insider, von denen nicht erwartet wird, dass wir Ausländer sie verstehen, raus, damit das Ausland platz für die Werbeblöcke hat.
Worum es geht? Ein Polizist wird von einem Auto erfasst, und landet im Jahr 1973. Dort ist er auch Polizist, kommt aber so gar nicht mit den Methoden der damaligen Polizei klar.
Zwei Staffeln lang versucht dieser Polizist wieder nach Hause zu kommen. Ich verrate jetzt mal nicht, wie es ausgeht, nach der zweiten Staffel ist die Handlung aber abgeschlossen.

Und im Februar, genau genommen am 7. Februar, kommt die Nachfolgeserie „Ashes to Ashes“ und in dieser geht es dann in den 80ern weiter.

Also hätten wir schon vier klasse SF-Serien, die ein europäischer öffentlich rechtlicher Sender produziert hat. Und zwar gleichzeitig!

Warum nicht von ARD und ZDF sowas? Warum immer nur so halbherzige Versuche wie damals in den 80ern „Auf der Suche nach Atlantis“. Wo dann die Handlung der grandiosen Bücher so kleingehackt und gekürzt wird, dass das ganze keinen Sinn mehr ergibt?
Warum???

ARGH!

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,
Feb
07
2008
0

Doctor Who dann auch schon wieder abgesetzt

Eine sehr gute britische SF-Serie, die dieses Wochenende noch einmal bei Pro Sieben läuft (Samstag ab 17:00 Uhr) wird dann auch schon wieder ins Regal gestellt. Schade. Hier in Deutschland scheint niemand Doctor Who zu schauen.

Woran mag es nur liegen? Wer weiß.
An der Synchro lag es wohl nicht. Obwohl ich den Trailer der auf ProSieben lief schon recht grausam fand, hat sich beim Konsum der ersten deutschen Folge herausgestellt, dass die Synchro solide war. Vielleicht sogar „gut“, wenn auch nicht überragend.
Der Doctor hatte eine etwas sehr viel zu helle Stimme, und die Mutter von Rose kam nun gar nicht so schön „unterschichtig“ wie im Originalton rüber. Die Synchronstimme von Jackee Tyler hat eher so geklungen als würde sie zu Emily Gilmore passen, aber was soll’s.
An der Synchro lag es aber nicht, obwohl ich mir gewünscht hätte die öffentlich Rechtlichen hätten für diese gesorgt.

Woran lags dann? An den Schnitten?
Kann sein. Wenn im Original geschossen wird, und jemand umfällt, ist das Verhältnis von Ursache und Wirkung relativ klar. Wenn in der deutschen ProSieben-Version nicht geschossen wird, aber trotzdem jemand umfällt, nicht mehr.
Warum überhaupt schneiden? In Großbritannien ist Doctor Who auch eine Serie für die ganze Familie, läuft kaum später, und wird auch von Kindern gesehen.
Aber naja.
Liegts also daran? Schon eher.

Könnte es eventuell nicht auch daran liegen, dass die in den letzten Wochen ausgestrahlten Folgen schon drei Jahre alt sind, und jeder potentielle Fan in Deutschland die Serie deshalb schon im Original kennt?
Ich denke das wäre möglich.
2005 nach dem ungeahnten Erfolg im britischen Fernsehen hat sich ProSieben die Rechte fast umgehend gesichert, nur um dann jahrelang dem deutschen Publikum die Ausstrahlung vorzuenthalten.
Natürlich sehen derweil die Serie einige auf BBC1, wenn der Satellitenempfang es zulässt. Natürlich kann man sie sich auch aus dem Internet herunterladen, legal und illegal. Natürlich gibt es mittlerweile auch die 3. Staffel auf DVD. Natürlich kann man sich diese auch nach Deutschland liefern lassen. Es gibt sogar auch schon deutsche DVD-Boxen.

Und da wundert sich ProSieben, dass niemand mehr einschaltet? 2005 oder zumindest 2006 hättet ihr die Serie bringen sollen, noch bevor sie alle SciFI-Geeks kennen, die in Deutschland so rumlaufen. Und dann eventuell auch nicht auf den Sendeplatz hättet ihr sie setzen sollen.
Ich hätte sie ja auf den ProSieben-Mystery-Montag gelegt. Zwischen Lost und 4400, oder so. Da passt sie IMHO besser hin, und da wär sie auch – trotz grenzwertiger Synchro und hoffentlich ungeschnitten – besser gelaufen.

Das schwant ProSieben sicher mittlerweile auch. Aber 3 Jahre nachdem man eine Chance verpasst hat, ist man ja immer schlauer.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,

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Feb
28
2009
0

Becky und Torben

Scheinbar zwei junge Christen, die einen eigenen Youtubekanal haben. Ich hab alle deren Videos gesehen, und finde sie echt knorke.
Ob die beiden echt sind, oder ob sie – was mir wahrscheinlicher erscheint – nur die beiden Bühnenpersona Becki und Torben spielen, hat keinen Einfluss auf den Unterhaltungswert. Wenn sie jedoch tatsächlich schauspielern, dann machen sie es sehr gut. Also schaut da mal hin.
Aber wenn ihr dort kommentiert, dann seid bitte nett. Die kriegen schon genug fiese Kommentare. Unter anderem mit dem bösen F-Wort, und dem anderen Wort für A-A. Ich finde, selbst wenn die beiden echt sind, haben sie das nicht verdient.
Was ist falsch daran, wenn die beiden gerne an das evangelische Kirchendogma glauben, sich in Kirchengruppen engagieren, gegen Sex in der Ehe – pardon – vor der Ehe sind, und Tokio Hotel und Brettspiele mögen. Immerhin wollen sie niemanden bekehren, denn zu Konvertierungszwecken ist ihr Youtubekanal denkbar ungeeignet.

Becki und Torben findet ihr HIER.

Jan
23
2009
3

Presseschau ist sofort.

Da les ich heute mal die Zeitung, und was muss ich da lesen, gleich auf Seite 1 des Nordfriesland Tageblattes:
„Kieler Fahnder jagen bundesweit SMS-Abzocker“ lautet die Überschrift. Bin nur ich das, oder klingt das schon ein wenig reißerisch? Alleine „SMS-Abzocker“ ist nicht sehr wertfrei, doch auch „jagen“ hat eine bestimmte Konnotation. Wäre „suchen“ nicht vielleicht besser gewesen? Ich mein das NFT ist ja schließlich unsere normale Tageszeitung, und nicht die Bild. Na ja, darum gehts eigentlich nicht. In besagtem Artikel auf Seite 1 fand ich folgenden Satz:
„Dabei stellten die Ermittler mehrere Tausende Chat-Protokollen sicher.“
Mal abgesehen davon, dass ich den Bindestrich in zwischen Chat und Protokollen so überflüssig finde wie einen Kropf am Knie; was bitte sind Chat-Protokollen? Wie kann ein „-n“ zuviel auf der ersten Seite passieren? Ich weiß, die Redaktion hat nur einen halben Tag um die Zeitung zu machen, aber wenigsten die Seiten auf die alle schauen sollten doch fehlerfrei sein, oder? Ich weiß , ich mach jede Menge Rechtschreib-, Grammatik-, Komma- und Sonstauchfehler, doch meinen Blog liest ja auch so gut wie niemand.
Okay, man könnte argumentieren, dass die erste Seite des NFT auch keiner mehr liest. Eigentlch lesen alle immer nur das Vermischte auf der letzten Seite. Das erklärt jedenfalls die reißerischen Bild-Schlagzeilen auf Seite 1.
Schauen wir also auf die letzte Seite, die seit jeher ein buntes Mischmasch für die ganze Familie bietet. Dort ist zu lesen: „Weg mit den Vorräten. >>Spice<< ist verboten“ Wie gesagt, für die ganze Familie. Ich kann es direkt hören „Schatz? Wirfst du bitte das Spice weg? Das ist jetzt verboten!“ Hm. Okay. Wie geht der Text weiter?
Im NFT steht: „Die Modedroge >>Spice<< ist wegen erheblicher Gesundheitsrisiken ist sofort.“ Spice ist wegen ist sofort? Ist ja interessant.
Ich sehe drei Möglichkeiten wie es dazu kam:
a.) Jemand hat geschludert
b.) Der deutsche Satzbau hat sich ohne mein Wissen sehr verändert.
c.) Ein Setzer beim NFT hat kurz vor dem Setzen dieses Satzes schnell noch seine letzten Spice-Vorräte eingepfiffen.
In Fall B ein schlechtes Bild das ich abgebe, in Fall A und C ist es die Zeitung, die ein schlechtes Bild abgibt.
Na, aber ich hör jetzt auf auf dem armen NFT rumzuhacken.
Kommen wir zu Peter Moosleitners interessantem Magazin – sprich P.M.
In der Februarausgabe gibt es ab Seite 42 einen Bericht über die fortschreitend besser werdende Grafik von Computerspielen. Als Unterschrift der Überschrift liest man da: „Kaum ein Computerspieler ahnt, dass in den Tiefen seiner Maschine physikalische Gesetze berechnet werden.“
Im Prinzip ist dieser Satz noch nicht einmal falsch. Es stimmt, dass kaum ein Computerspieler sowas ahnt. WEIL SO GUT WIE ALLE ES WISSEN!!! Wir Computerspieler sind es doch, die ständig neue Hardwareanforderungen erfüllen müssen. Man weiß im Prinzip als Computerspieler bescheid über 3D Beschleuniger, Pixel Shader, DirectX, HDR, Bloom und auch über Physik-Engines. Das weiß man alles, WEIL MAN ES SELBST ALLES BEZAHLEN MUSS.
Ich würde den Satz im PM ändern zu: „Fast jeder Computerspieler weiß, was kaum ein Nicht-Computerspieler ahnt: Im inneren seiner Maschine (ehrlich? Einen Computer bezeichnet ihr als Maschine??) werden physikalische Gesetze berechnet.“ Aber nein, so kannn man es ja nicht schreiben, weil generell das Vorurteil bestehen bleiben soll, dass Computerspieler dümmer und ungebildeter sind als Nicht-Computerspieler. Danke PM, die ihr euch auch schon vor einiger Zeit dahingehend geäußert habt, dass das Internet eine Gefahr für die Demokratie wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Die Nachriten im Fernsehen informierten umfassender, schriebt ihr da. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade das Fernsehen filtert seine Informationen sehr stark. Das Internet nicht. Sicher man muss selbst herausfinden, welche Nachricht im Netz stimmt, und welche nicht. Aber im Prinzip müsste man das bei Fernsehnachrichten auch, und da hat man noch nicht mal die Chance das zu tun.

P.S: Ich solidarisiere mich übrigens nicht mit SMS-Chat-Diensten. Ich finde ebenso, dass es sich hier um Abzocke handelt, und das sowas verboten gehört. Ich bin allerdings auch eine Einzelperson mit einer Einzelmeinung, und keine Zeitung, die neutral berichten sollte.

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Linguistisches,Politisches,Psychologisches | Schlagwörter:
Jan
10
2009
15

Auf den Flughund gekommen…

Gna! Irgendwie sind Vampire auch nicht mehr das, was sie mal waren. Wenn wir uns anschicken díe Geschichte der Filmvampire von Anfang an anzusehen, müssen wir eben diesen Anfang in Deutschland suchen. Und zwar bei Murnaus „Nosferatu“. Graf Orlock in diesem Film ist zugleich der erste Vampir auf der Leinwand und ebenso die große Ausnahme. Max Schreck spielt den Vampir dreckig, eklig und unglaublich hässlich. Der schon wenige Jahre später von Bela Lugosi gespielte Dracula wirkte schon ganz anders, und sollte für Jahre, im Grunde für den Rest des 20ten Jahrhunderts definieren wie ein Vampir zu sein hat: Elegant, hypnotisch, irgendwie unheimlich und anziehend und vor allen Dingen SAUBER, wenn auch manchmal ein wenig verstaubt.
In Blade beginnt dann der Schichtwechsel. Udo Kier spielt hier einen der Obervampire, und er entspricht noch ganz dem Klischee, welches im übrigen auch eher Bram Stokers Romanvorlage entspricht als beispielsweise Nosferatu. Kiers Protovampir steht in der Handlung ein junger Emporkömmling gegenüber, der von einem ebensolchen neuen Vampirbild zeugt. Während der klassische rumänische Blutsauger tagsüber schön zuhause bleibt, kleistert sich Deacon Frost einfach mit Sonnencreme zu, und geht in den Stadtpark um Vampirjäger zu bedrohen.
Konkurrenz in der Vampirgesellschaft wird wie bei der Mafia entsorgt, und Frosty Neuvampir schwingt sich zum Oberherrscher über die hämophilen Sülznasen auf. Der Mensch soll wieder mal versklavt werden. Dass die Zukunftsvisionen blonder Schnulliboyvampire irgendwie rein demografisch zu Problemen führen müssen, darauf will ich jetzt nicht eingehen,
Gehen wir lieber zum nächsten Film: 30 Tage Dunkelheit. (Oder 30 Tage Nacht, ich bin mir nicht ganz sicher)
Der Plot: In einem verträumten Weiler in Alaska, der einen Monat lang Polarnacht hat, und außerdem noch – praktischerweise – in dieser Zeit keinen Kontakt zum Rest der Welt hat, planen Vampire die Fresstour ihres Lebens. … oder ihres Untotseins. Wie auch immer.
Der Plot hört sich an, als könnte man daraus einen ganz passablen Film klöppeln, aber nein, das wäre ja zu viel verlangt. Der Film kommt im Endeffekt eher daher wie Pitch Black für Arme, wo doch Pitch Black schon Alien für Arme war.
Wo soll ich bei diesem Machwerk anfangen? Die Vampire sind alles was man sich so vorstellt… …wenn man an Ghoule oder Zombies denkt, aber eben nicht, wenn man an Vampire denkt.
Die Vampire sind abstoßend hässlich, ungepflegt, haben schreckliche Tischmanieren und reden irgendeine seltsame Kunstsprache, die sich mal anhört, als hätte man einer Katze auf den Schwanz getreten, mal wie eine verstopfte Espressomaschine kurz vor der Explosion. Und das tollste: Der Obervampir sagt „Brachkl sslak MIAOU passhakki vra utz nöchkachkocko!“ und in den Untertiteln dazu steht dann „Hallo!“
Normalerweise soll der Vampir doch anziehend wirken, und geradezu hypnotische Wirkung auf das andere Geschlecht haben. Ja regelrecht rollig sind sie alle noch bei Bram Stoker. Hier sehen sie jedoch alle eher aus wie MAx Schrecks Nosferatu, bloss dass der eine Tonne mehr Klasse hatte.
Ausserdem hatte Nosferatu bessere Tischmanieren. Erinnert ihr euch noch an die Szene, wo Hutter sich geschnitten hat, und Graf Orlock den Anblick dieser PAAR TROPFEN Blut nicht ertragen konnte, und sich gleich auf sie gestürzt hat?
Nun die Vampire in dem Alaskafilm sind da weniger abhängig. Wenn die sich auf ein Opfer stürzen, dann spritzt literweise Blut in alle Richtungen. Ich hab ja nichts gegen Splatter, aber bei Vampiren? Also ich kannte das bisher so, dass kein verdammter Tropfen Warmblüterblut daneben geht. Also wenn ihr schon einen Film über lichtempfindliche Ghoule macht, dann nennt sie auch so. Vampire sind das mit der Art zu essen jedenfalls nicht.
Und was ist jetzt die vorläufige Krönung des Vampirfilms im neuen Jahrtausend?
Twilight.
Twilight, oh Twilight… Wo soll ich bloss anfangen. Vielleicht erst die positiven Aspekte.
Die Vampire in Twilighht sehen allesamt aus, wie man es von Vampiren erwartet. Sie sind sauber, elegant, irgendwie unheimlich, und so weiter. Wenn die Vampire sich mit „übermenschlicher Schnelligkeit“ bewegen, sehen sie aus wie vorgespult. Das kommt mir fast wie eine respektvolle Verneigung vor „Nosferatu“ vor, denn auch Graf Orlock bewegt sich manchmal wie vorgespult. Als der Vampir – wie hieß er noch…. ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht Rüdiger war… hm…
Als der Vampir – ich nenn ihn mal „Milchschnitte“ -, als Milchschnitte also seinem weiblichen Loveinterest erklärt, warum sie ihn toll findet, dass war auch noch sehr archetypisch vampirisch. Der Expresshuckepackritt auf den Berg aber schon nicht mehr. Und was dann kam schon gar nicht, aber ich greife vor.
Die „Familie“ von Milchschnitte besteht nicht nur aus Vampiren, sondern auch noch aus „Vegetarischen Vampiren“. Ja, auch ich musste an Graf Duckula und seinen Brocollikonsum denken, hier ist aber mit „vegetarisch“ gemeint, dass sich Milchschnittes Familie nur von Tierblut ernährt. Ganz ähnlich wie in „Interview mit einem Vampir“. Weil das so ist, können sie relativ unbemerkt in einem Dorf voller Menschen leben. Auch am Tag gehen sie raus, weil es in der Gegend immer bewölkt ist, und sie so kein Sonnenlicht abbekommen. ?!? Muss man nicht nachvollziehen können, ist halt so. Wenn die Vampire doch direktes Sonnenlicht abbekommen, dann passiert etwas ganz grausames: DANN GLITZERN SIE!
Muss ich das weiter kommentieren? Ich denke nicht. Vegetarische Glitzervampire.
Was denken Vampire eigentlich über Sex mit Menschen? Diskutieren die das so wie wir Sex mit Tieren diskutieren? Der Film ist echt seltsam. Im Grunde genommen ist es eine Mischung aus „Interview mit einem Vampir“, „der kleine Vampir“ und einem beliebigen Highschool-Drama. Für einen Vampirfilm taugt er nicht viel. Als Setting eines Kinderfilmes ginge das Setting hier durch, dazu ist der Film aber zu blutig. Na, er schien ja trotzdem erfolgreich zu sein.

Written by Heiko C. in: Bücher,Beklopptes,Filme,Gruseliges,Kurzrezensionen | Schlagwörter: , , ,
Nov
02
2008
0

The Yes Album

Eines meiner liebsten Alben von Yes, dass ich mir noch in Leipzig gekauft habe. Als ich es neulich auf meinen MP3 Player geladen und gehört habe, ist mir speziell bei „Starship Trooper“ ein seltsames Klicken aufgefallen, dass gerade an den leisen instrumentalen Stellen später im Stück sehr nervig ist.
Ich dachte: „Nun, Heiko, vielleicht hast du ja damals die MP3s falsch von der CD konvertiert, oder so.“ Also habe ich es heute nochmal gemacht. Mit höchster Qualität. Ergebnis: Gleiches Klickgeräusch im Hintergrund. Gerade laut genug um zu nerven.
Bei meiner Suche nach einer Lösung des Problems, oder wenigstens einer Erklärung, z. B. „Soll so.“ oder „Scheiß Aufnahme.“ habe ich Google bemüht.
Des Rätsels Lösung habe ich nicht gefunden, allerdings bin ich hier: http://www.icompositions.com/music/song.php?sid=75663 über eine Coverversion gestolpert, die kaum vom Original zu unterscheiden ist. (Vom Gesang mal abgesehen, der bemüht ist ähnlich zu klingen, aber mehr auch nicht)
Na, jedenfalls habe ich mir die Version mal angehört, und siehe da: Hier gibts kein Klicken. Scheint also entweder nicht zum Lied zu gehören, oder es fiel dem Interpreten des Covers nicht auf. Bei Amazon hab ich die CD jetzt mal rausgesucht, mittlerweile gibt es sie ein zweites Mal remastert, und mit zwei zusätzlichen Tracks, die auf meiner nicht drauf sind. Soll ich einen Neukauf erwägen? Hm… Ich weiß nicht. Ich denke das Dingen kommt erst mal auf meine Wunschliste.

Nachtrag: 22.01.2009 15:27:
Ich hab jetzt tatsächlich eine Version von Starship Trooper gefunden, ohne Klicken, aber trotzdem von Yes. Wisst ihr wo? Bei MYSPACE!! Auf der Myspaceseite von Yes – scheinbar der offiziellen – steht der Track ohne Klicken. Also ist vermutlich mein remastertes „the Yes Album“-Album nicht so gut remastert wie man es sich wünschen würde. Die Frage ist, ob das Klicken auf dem neuen „the Yes Album“-Album tatsächlich nicht da ist. Sonst sitze ich am Ende mit zwei klickenden Starship Troopers…

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen | Schlagwörter:
Okt
22
2008
0

PORNO !!! „Der Blitz hat den Tank getroffen!!“

Aus der Abteilung: „Da kann man ja eigentlich nichts falsch machen.“ Die meisten Artikel aus dieser Abteilung sind der Beweis dafür, dass man eben doch eine Menge falsch machen kann.
Ich weiß noch, wie ich in Flensburg bei Cittimarkt (oder wie schreibt sich das) an einem kleinen DVD-Regal stand. In diesem befanden sich ausnahmslos Filme die ich nicht kannte, und die sehr billig waren. Ich glaube 2.50 das Stück oder so. Bevor jetzt alle losstürmen, und den Parkplatz vor Citti in Flensburg verstopfen möchte ich hinzufügen, dass die hier von mir geschilderten Begebnisse schon einige Jahre her sind.
Also wo war ich? Unbekannte Filme für 2.50. Genau. Ich kuck die also durch, und stelle fest, dass einige von denen dem Genre der Phantastik zuzuordnen sind. ‚Fantasy und SF-Filme können an sich noch so schlecht sein, ich unterhalte mich trotzdem‘, dachte ich damals noch naiv. Ich kaufte mir also aus der Auswahl dort „Nabonga – der Riesenaffe“ und „Timeslip“.
Nabonga. Bei diesem Film, in dem es um einen „Riesengorilla“ geht, der etwa 1.50m groß ist, und mit der verblödeten Tochter eines Juwelendiebes im Urwald lebt, handelt es sich um ein recht billiges und recht spätes King-Kong-Ripoff mit – immerhin – Buster Crabbe als jugendlichem Held. Der Film ist in etwa das, was man erwarten würde, wenn man außerdem noch wüsste, dass er aus den 1950ern ist. Der Film hat aber noch einen Haken, der ihn fast ungenießbar macht: Die Deutsche Synchro.
Hört man sich diese nämlich nur an, und schaut dabei nicht den Film, dann gewinnt man irgendwann den Eindruck, dass es sich um einen Porno handelt. Alle Dialoge wurden auf deutsch scheinbar von originalen Pornosynchronisatoren vertont, und auch die Dialoge wurden sinnlos versext. Da reden Held und Heldin auf Deutsch von „Schäferstündchen“, wo es im Englischen eigentlich nur um den Gorilla geht. Den Rest, der das Ganze aber dann schon wieder unfreiwillig komisch macht, sind aber die vollkommen sinnlosen Dialogänderungen wie zum Beispiel „Der Blitz hat den Tank getroffen!“. Das sagt der Pilot, als ein Flugzeug am Anfang des Filmes notlanden muss. Ich denke wenn der Blitz tatsächlich den Tank getroffen hätte, bräuchte sich der Pilot mit dem Notlanden keine große Mühe mehr geben.
Dass es sich nicht nur um ein Pornostudio gehandelt haben muss, welches diese Synchro verbrochen hat, sondern um ein möglicherweise rassistisches Pornostudio obendrein, sehen wir an der Art und Weise, wie die afrikanischen Eingeborenen eingedeutscht wurden: Reden diese im Original etwas das sich zumindest anhört wie eine afrikanische Sprache, sagen sie im deutschen nur ununterbrochen „Ullubulluullubullu!“. Es findet sich im Originalton ein afrikanischer Nebencharakter, der normales Englisch spricht. Wie redet er auf Deutsch? „Bulu gehen nicht in Urwald! Bulu Angst vor Hexe!!“
Da fragt man sich: WARUM????????
Ich glaube ich habe eine Antwort: Den Film kann man bei archive.org legal und kostenlos herunterladen.

[Zumindest in der englischen Version, und wenn man in den USA ist. Ob man das von Deutschland aus auch darf, weiß ich nicht. Genau weiß ich sowieso nichts, denn ich bin kein Anwalt. Alles was mit Recht und Gesetz zu tun hat, und hier steht hat also nicht den Charakter einer Rechtsberatung, sondern ist nur schwabbelig unsichere Vorstellung meinerseits davon. Kann alles falsch sein. WIRKLICH! Bitte nicht drauf verlassen!]

Der Film befindet sich in den USA nämlich in der Public Domain. Scheinbar haben die Produzenten eingesehen, dass kein Geld mehr mit dem Streifen zu machen ist, und die Rechte verfallen lassen. Oder der Film hat einfach nur keinen Verleih mehr gefunden. Irgendein deutschsprachiges, mutmaßlich rassistisches Pornosynchronstudio hatte mal nichts zu tun, und irgendein Blitzgescheiter hatte die Idee sich einfach mal alte Schinken aus dem Public Domain zu holen, und an denen etwas zu üben. Und üben durften sie alle: Allen voran die Sprecher, aber auch ein begabter Pornodrehbuchschreiber, der bei der Gelegenheit eine Synchro anzufertigen, dann auch gleich die Handlung und die Dialoge neu gemacht hat. Schade nur, dass Pornos ohne Sexszenen nicht so recht funktionieren wollen, selbst wenn Riesengorillas drin sind. Oder gerade weil.
Also: Das nächste mal, wenn man sich vor einem vermeindlichem Schnäppchen denkt :“kann man ja eigentlich nichts falsch machen“, dran denken, dass man noch eine ganze Menge falsch machen kann.

Korrektur: Offenbar ist der Film von 1944 und nicht aus den 50ern, wie ich auf www.meine-filmsammlung.de gelesen habe. Dort meint man zu der deutschen Synchro:

Die deutsche Synchro wurde offensichtlich neu erstellt und hat im Gegensatz zum Originalton viel Dschungelflair im Hintergrund sowie Goasound beim Abspann. Unglaublich!

…wie unterschiedlich doch die Meinungen sein können.

Mai
25
2008
2

Zeitreisen bei Richter Alexander Hold

…oder schreibt sich der mit „T“ am Ende, na egal…
Auf jeden Fall habe ich jetzt diese Sendung durchschaut, nachdem ich Sie jahrelang unterschätzt habe.
Ich dachte früher immer diese Richtershows wären nur eine Art nachgemachtes „Königlich Bairisches Amtsgericht“, nur ohne Bairisch, König und echte Schauspieler.
Pustekuchen!
„Richter Alexander Hold“ zumindest, ist eine Zeitreisesendung, eine sehr subtile noch dazu. Nur ganz ausgefuchste Intellenzbestien kriegen das mit. Voll krass. Alda.

Neulich wurde da ein Fall behandelt indem irgendein junger Erwachsener, der von Beruf – glaube ich – Laiendarsteller war, verdächtigt wurde, junge Frauen mit einem Korkenzieher zerschnitzt zu haben.
Warum die Frauen nicht wussten, wer sie zerschnitzt hat? Keine Ahnung, so lange hab ich nicht zugesehen.
Na, jedenfalls war die Tatwaffe in einem Fall ein Korkenzieher von einem Getränkemarkt. Und wie es der Zufall so will, hatte der Freund des zweiten Beihnaheopfers auch einen.
Genau so einen, heißt das.

Und da wird die Verhandlung durch eine Werbepause unterbrochen, damit der Kirkidatze, oder wie die Staatsanwälte da immer heißen, den zweiten Korkenzieher zum Vergleich holen kann.

Gesagt getan. Richter Hold/t hält in jeder Hand ein Beweistütchen mit zwei täuschend ähnlichen Korkenziehern (Also einem pro Tütchen). Dann sagt er: „Wie Sie sehen können sind die beiden Korkenzieher identisch.“

Aha.
Sie sind nicht gleich, auch nicht die Selben. Nein, sie sind sogar identisch. Das heißt nach Konrad Ferdinand B. Duden: Es handelt sich bei beiden um ein und denselben Korkenzieher, also im Grunde nur um einen. Und nicht nur im Grunde, sondern auch sonst.
Was bleibt als Erklärung? Einer der beiden Korkenzieher muss die Version des anderen Korkenziehers aus einer anderen Zeit sein. Was für ein perfides Verbrechen: Die Mordwaffe mit einer Zeitmaschine in eine andere Zeit schicken. Zu dumm, dass das Ding dann doch rechtzeitig zur Verhandlung aufgetaucht ist. Und dann auch noch zweimal.
Man sollte sich halt eben immer die Bedienungsanleitung einer Zeitmaschine durchlesen, da man sonst am Ende noch mit sechzehn „identischen“ Schwiegermüttern im Wohnzimmer sitzt, obwohl man erst in drei Jahren seine zukünftige Frau kennenlernt.

Das ist im Grunde schon das Ende meiner Beweisführung.

Jetzt mal im Ernst:
Als obs nicht schon genug wäre, dass nach den neuesten paar Duden das gleiche und das selbe plötzlich das selbe sind: nämlich beide das gleiche, wird nun auch noch der Begriff identisch entwertet.
Sind Zwillinge dann auch identisch, wenn das für gleiche Korkenzieher gilt? Und was bedeutet dann noch das Wort „Identität“, wenn diese nicht mehr einem exklusiv gehört, sondern sie sich mehrere Teilen können?

UND DER MANN IST RICHTER, UND SOWEIT ICH GEHÖRT HABE LEUTNANT DER RESERVE. Da machen sich die Leute über die Jugend und Pisa Gedanken….

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Kurzrezensionen,Linguistisches,Lustiges | Schlagwörter: , ,
Apr
13
2008
0

Odyssey 5

So, nachdem mir meine nette Schwester zu Weihnachten einen Gutschein bei Amazon geschenkt hat, dachte ich mir, ich könnte ja mal die Box dieser Serie kaufen.
Hab ich dann auch gemacht, kam auch relativ schnell aus dem Vereinigten Königreich, da es noch keine deutsche Box gibt.
Ich hatte ja vage auf eine deutsche Tonspur gehofft, immerhin ist die DVD-Box mit europäischem Ländercode ausgezeichnet, trotzdem gab es aber nur Englisch und Französisch.
Nicht weiter schlimm, englischsprachige Serien schau ich sowieso lieber auf Englisch, wenns geht, auch wenn ich bei „Life on Mars“ mit diesem seltsamen Dialekt so meine Schwierigkeiten hatte.
Aber das ist jetzt nicht das Thema.

Das der Name der Serie an „2001 – A Space Odyssey“ erinnert ist gewiss kein Zufall. Gerade im Piloten kann man viele Stilelemente bemerken, die sehr deutlich auf Kubricks Film hinweisen.
Was den allgemeinen Plot angeht scheint die Serie aber zu Anfang weniger mit „2001“ gemein zu haben. Zumindest auf den ersten Blick.

SPOILER Im Piloten geht es um die Besatzung einer Raumfähre namens „Odyssey“, die bei irgendwelchen Arbeiten mit einem Satteliten das Ende der Welt mitansieht.
Die Erde implodiert einfach, und hinterlässt nur pfirsichfarbenen Staub. Als allen schon die Luft ausgeht, kommt ein mysteriöses Alien, dass sich als alter Mann tarnt, und erzählt, dass seinem Heimatplaneten das selbe passiert sei, darüber hinaus auch auf über 50 anderen Bewohnten Welten.
Irgendwann mache es „Puff!!“ und au�er dem erwähnten Staub ist nichts mehr von den Welten übrig. Das Alien vermutet eine Art planetare Seuche.
Au�erdem bietet das Alien den Raumfahrern, von denen einer bereits das zeitliche gesegnet hat, und ein anderer im sterben liegt, eine Zeitreise an. 5 Jahre könne er die Astronauten zurückschicken, jedoch nur ihre Bewusstseine, die dann in ihre damaligen Körper fahren würden.
Um das sterbende Crewmitglied zu retten, sagt der Commander zu.
Der Rest des Piloten und der Serie beschäftigt sich damit, wie die Raumfahrer versuchen herauszufinden was überhaupt passiert ist, und wie sie es verhindern können. Au�erdem wird auch recht ausführlich geschildert, wie die Astronauten damit klar kommen, ihre Leben vor 5 Jahren wieder aufzunehmen. SPOILER ENDE

Als die Serie damals auf SAT1 lief hab ich sie gerne gesehen. Gerade der breite Handlungsbogen, der sich geplant über 5 Staffeln hätte ziehen sollen fesselt einen sehr schnell. Ebenso sind die Charaktere sehr wirklichkeitsnah.
Obwohl einige der Fragen die „2001“ aufwirft „Woher kommt die Intelligenz auf der Erde?“ „Wurde die Evolution von au�en gesteuert?“ durchaus behandelt werden, erinnert die Art der erzählten Geschichten eher an eine wilde Mischung aus „Matrix“ und den Erzählungen von H.P. Lovecraft.
Klasse die Serie, und wie „Babylon 5“ einige der wenigen Serien, die von Anfang an auf einen breiten staffelüberspannenden Handlungsbogen gesetzt haben.
Leider gibt es aber bei Odyssey 5 nur die eine Staffel. Bei Folge 14 haben die Produzenten entschieden, dass die Leute die Zuschauen nicht zur richtigen Zielgruppe gehören, und die Serie wurde abgesetzt.
Später wurden dann noch die restlichen Folgen gezeigt, die die erste Staffel komplettieren, mehr aber nicht, trotz zahlreicher Proteste von ebenso zahlreichen Fans.

Na ja, aber es hilft ja nicht über verschüttete Milch zu klagen. Manny Coto, der Schöpfer von „Odyssey 5“ hofft im Audiokommentar des Pilotfilms (Das einzige Extra der DVD-Box) noch immer, die Serie weiterdrehen zu dürfen, ich glaub aber nicht, dass das noch was wird.
Schade.

Schade, schade schade.

Na egal.
Was mir allerdings noch aufgefallen ist, ist folgendes:
Der momentane Serienhit „Heroes“ hat sich scheinbar einiges von „Odyssey 5“ abgeschaut. In der Titelsequenz gibt es �hnlichkeiten, ebenso hört sich der Soundtrack auch recht ähnlich an.
Zufall oder bewusste Homage?
Wer wei� das schon.

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,
Mrz
06
2008
0

Rückkehr zum Planet der Affen

Neulich habe ich wieder mal nach langer Zeit den zweiten Teil der Reihe um den Planeten der Affen gesehen.
Als der Film so nebenbei vor sich hinplätscherte, während ich irgendwas am Rechner machte, wurde mir plötzlich bewusst, wie damals das Skript für den Film zustande gekommen sein muss.

Ich stelle mir das so vor:
Verschiedene „kreative“ Köpfe und ein Produzent sitzen um einen großen Tisch herum, und überlegen, wie man das Sequel zum erfolgreichen Film „Planet der Affen“ gestalten soll.
„Planet der Affen“ hat ja immerhin einen Oskar gewonnen. Wenn ich mich nicht irre, sogar für die Spezialeffekte.
Diese – insbesondere die Affenmasken – liegen ja noch irgendwo auf dem Studio in irgendeiner Kiste, und so wäre es doch schade, wenn man sie verkommen ließe.
Nun, also MUSS ein Sequel her, doch wie macht man das jetzt?

Einer sagt: „Also ich finde, man sollte die Handlung da aufnehmen, wo der erste Film aufhört.“

Ein anderer fragt: „Hat denn Charlton Heston überhaupt Zeit?“

Einer antwortet: „Ach, für ein paar Szenen kriegen wir ihn bestimmt.“

„Nur für ein paar?“

„Na, für den Rest des Filmes können wir ja jemanden nehmen, der ihm ähnlich sieht.“

„Merkt das keiner?“

„Wir können das ja irgendwie in die Handlung einbinden.“

„hm….“

„Was brauchen wir noch…?“

„Ich habs! Ich finde diese Schnecke im Fellbikini aus dem ersten Teil sollte wieder dabei sein.“

„Super Idee. Die hat bestimmt nichts anderes vor. Die kann dann auch den ganzen Film über mitspielen.“

„Und was machen wir für die Handlung?“

„Vielleicht wollen böse Gorillas Krieg führen?“

„Ja, gegen wen denn?“

„Gegen die Schimpansen?“

„Nein, das ist Quatsch. Wir haben doch im ersten Teil schon gesagt Affen dürften Affen nicht umbringen…“

„Können wir ja ändern.“

Dann mischt sich der Produzent ein: „Also! So geht das nicht. Ein Krieg von Affen gegen Affen. Wen interessiert denn das! Da schaltet der Kinogänger doch innerlich ab!“

„Hm. Also kein Krieg…“

„Doch, Krieg ist keine schlechte Idee“, räumt der Produzent ein, „Aber mehr so ein Krieg zwischen Affen und Menschen. Da kann sich der Zuschauer dann auch identifizieren.“

„Ich will die New Yorker U-Bahn in dem Film haben.“, sagt einer. Alle ignorieren ihn.

„Affen gegen Menschen geht auch nicht. Menschen sind doch da nur wilde Tiere.“

„Tja, es könnte ja noch einige schlaue Menschen geben, die irgendwo überlebt haben.“, mutmaßt der Produzent, und kratzt sich am Kinn.

„In der New Yorker U-Bahn?“, fragt der eine wieder, und wird noch einmal ignoriert.

„Vielleicht haben sie irgendwie… unterirdisch überlebt.“, sagt ein anderer, als wäre es seine Idee gewesen.

„Radioaktive unterirdische Leute!“

„MUTANTEN!“, schreit einer aufgeregt dazwischen.

„Radioaktive unterirdische Mutanten.“

„…in der New Yorker U-Bahn.“, sagt der eine wieder, in der Hoffnung, dass seine Idee aufgegriffen wird. Erfolglos.

„Nee. Wir müssen doch den Leuten vom Effektdepartment auch was zu tun geben.“, sagt ein ganz anderer.

„Was meinst du?“, fragt der Produzent. „Wir haben doch die Affen!“

„Ja“, antwortet der ganz andere. „Aber das ist doch nichts neues. Und ansonsten nur Menschen und noch mehr Manschen…“

„Es sind aber doch Mutanten!“, erinnert ein anderer.

„Ja, aber…“, meint der ganz andere.

„Die könnten ja sechs Arme haben.“

„Nee, das kriegen die nicht überzeugend hin. Wenn wir wieder einen Oskar kriegen wollen, dann müssen wir schon irgendwelche überzeugenden Masken bringen, wie beim ersten Film.“, sagt der Produzent.

„Wie wäre es… wenn diese Mutanten keine Haut hätten…“, sagt einer.

„Ja… das ginge…“, sagt der Typ der den Film besetzen soll. „Aber wer spielt schon gern einen ganzen Film, wenn man sein Gesicht nie sieht.“

Alle nicken zustimmend und nachdenklich. Sie erinnern sich an die Probleme die sie hatten, damals die Affen für den ersten Film zu besetzen.

„Ich habs!“, ruft einer. „Die Mutanten können sich die Gesichtshaut abziehen, tun das aber nur selten!“

„Das ist die Idee!“, sagt der Produzent, und verlässt die Besprechung. Er ruft im Verlassen des Raumes den Kreativen zu: „Ihr macht das schon!“

„So. Jetzt wo der Produzent weg ist, sollten wir noch schnell eine sozialkritische Komponente in den Plot einbauen. Ich denke die hat uns beim ersten Teil zu dem Oskar verholfen.“

„Vielleicht, wenn wir die New Yorker U-Bahn-„, sagt der U-Bahn Fan wieder, wird aber unterbrochen.

„Atombomben!“, brüllen gleich zwei synchron.

„Atombomben. Sehr sozialkritisch. Sehr gut. Aber wie binden wir die in die Handlung ein?“

„Die Mutanten beten eine Atomrakete an!“

„Hm…“

„…und sie ziehen sich die Haut nur vom Gesicht, wenn sie beten zu der Rakete!“

„Wunderbar. Der Plot steht soweit. Affen führen Krieg gegen unterirdische Mutanten, die eine Atomrakete anbeten. Das ganze schildern wir dann aus der Sicht eines Astronauten, wie im ersten Teil. Da kann eigentlich nichts mehr schief gehen.“

„Fehlt nur noch ein Wahrzeichen, wie die Freiheitsstatue im ersten Teil.“

„Stimmt. Und das Wahrzeichen sollte auch in New York liegen, da der erste Teil ja dort spielt.“

„…und es sollte nach Möglichkeit unterirdisch sein.“

„Wie wäre es mit der New Yorker U-Bahn?“, fragt der U-Bahn Fan mittlerweile gänzlich ohne Hoffnung.

„Perfekt! Gentlemen, wir haben einen Film zu drehen!“

Und genau so wurde der Film auch. Einen Oskar hat er meines Wissens allerdings nicht gewonnen.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Kurzrezensionen,Lustiges | Schlagwörter: ,
Mrz
06
2008
0

Öffentlich rechtliches Fernsehen kann auch gut sein

Als Beispiel, warum öffentlich rechtliches Fernsehen nicht per Definitionem schlecht sein muss, möchte ich heute mal ein wenig über unsere Landesgrenzen schauen. Und über den Ärmelkanal.
Richtig, ins Vereinigte Königreich, auch Großbritannien genannt.

Es ist schon sehr lange her, dass unser öffentlich rechtliches eine gute SF-Serie produziert hat. Mittlerweile nämlich über 40 Jahre.
Ja, genau, ich rede von Orion. Nicht dem Versand, sondern der Raumpatroullie. Man kann über die Effekte lachen, über das Bügeleisen und über die Wasserhähne als Steuermodule des schnellen Raumkreuzers. Auch wenn man die Dialoge rückblickend nach wissenschaftlichen Anhaltspunkten nach Fehlern durchsucht, siehts finster aus.
Fest steht jedoch: Orion hatte eine Vision. Orion war eine Vision, und die Macher haben diese ziemlich gut umgesetzt. Leider nur 6 Folgen lang.
Schade.

Aber ich schweife ab.
Großbrittanien, da wollte ich hin. Öffentlich Rechtliches? Muss die BBC sein. Was hat nun die BBC mit Raumpatroullie zu tun? Eigentlich gar nichts.
Aber ziemlich genau 3 Jahre bevor der schnelle Raumkreuzer Orion das erste Mal auf unseren Schirmen abhob, dematerialisierte sich ein ganz und gar anderes Raumschiff von den Fernsehschirmen unserer Nachbarn auf der großen Insel westlich von hier. (Wenn man sich in Schleswig Holstein befindet. Für die Kölner: Im Nordnordwesten)
Das Cockpit dieses Raumschiff hatte einiges mit dem der Orion gemein: Auch dieses Cockpit sah wie ein Fernsehstudio aus, auch dieses Cockpit war mit allerlei Utensilien bestückt, die man nicht als Raumschiffarmaturen erwarten würde. Kein Bügeleisen gab es dort, sondern statt dessen unter anderem eine Luftpumpe.
Die Rede ist natürlich von der heute wie damals bahnbrechenden Serie Doctor Who, die tatsächlich heute wie damals noch bzw. wieder läuft.
Doctor Who hatte hochs und tiefs in den 45 Jahren seit die erste Folge lief, doch auch in den Jahren, in denen es die Serie nicht gab, zwischen 1989 und 2005, war das Fandom nicht totzukriegen, und ewig viele Hörspiele und mehrere Fernsehfilme wurden produziert. Einer sogar um 96 herum, von der BBC und FOX, die die Serie neu auflegen wollten. Danken wir an dieser Stelle dem (britischen) Autor des Filmes, dass dieser Fernsehfilm so schlecht geworden ist, dass es nie zu einer Serie kommen sollte. Ein Amerikanischer Doctor? Nein Danke.
2005 also hat es die BBC gewagt die Serie neu aufzulegen, und war offenbar selbst überrascht wie gut sie lief; sogar die Amerikaner, die 1996 den selbst mitproduzierten Fernsehfilm verschmähten, fliegen nun auf den Nachfolger vom Original.
Aber genug davon. Mit kurzen Worten zusammengefasst: Doctor Who läuft mit Unterbrechungen über 40 Jahre, und ist immer besser geworden. Die jetzigen Folgen stellen alles in den Schatten, was ich an SF-Serien im Fernsehen je gesehen habe.
Worum es da geht? Einfach mal einschalten, mittlerweile hat es Pro Sieben geschafft die ersten Folgen zu synchronisieren. Doctor Who läuft immer Samstags um 17 Uhr.

Eine Weitere Serie, ebenfalls von der BBC. Bezeichnender weise ein Spin off von doctor who. Torchwood. Im Grunde das Walisische Äquivalent von Akte X. Die erste Staffel war ein wenig schwach, aber die zweite, die im Moment läuft, lässt sich ganz gut an.

Drittens, lief auch schon in Deutschland: Life on Mars. Auf englisch besser und vor allen Dingen länger. Die BBC schneidet leider immer zu britische Insider, von denen nicht erwartet wird, dass wir Ausländer sie verstehen, raus, damit das Ausland platz für die Werbeblöcke hat.
Worum es geht? Ein Polizist wird von einem Auto erfasst, und landet im Jahr 1973. Dort ist er auch Polizist, kommt aber so gar nicht mit den Methoden der damaligen Polizei klar.
Zwei Staffeln lang versucht dieser Polizist wieder nach Hause zu kommen. Ich verrate jetzt mal nicht, wie es ausgeht, nach der zweiten Staffel ist die Handlung aber abgeschlossen.

Und im Februar, genau genommen am 7. Februar, kommt die Nachfolgeserie „Ashes to Ashes“ und in dieser geht es dann in den 80ern weiter.

Also hätten wir schon vier klasse SF-Serien, die ein europäischer öffentlich rechtlicher Sender produziert hat. Und zwar gleichzeitig!

Warum nicht von ARD und ZDF sowas? Warum immer nur so halbherzige Versuche wie damals in den 80ern „Auf der Suche nach Atlantis“. Wo dann die Handlung der grandiosen Bücher so kleingehackt und gekürzt wird, dass das ganze keinen Sinn mehr ergibt?
Warum???

ARGH!

Written by Heiko C. in: Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,
Feb
07
2008
0

Doctor Who dann auch schon wieder abgesetzt

Eine sehr gute britische SF-Serie, die dieses Wochenende noch einmal bei Pro Sieben läuft (Samstag ab 17:00 Uhr) wird dann auch schon wieder ins Regal gestellt. Schade. Hier in Deutschland scheint niemand Doctor Who zu schauen.

Woran mag es nur liegen? Wer weiß.
An der Synchro lag es wohl nicht. Obwohl ich den Trailer der auf ProSieben lief schon recht grausam fand, hat sich beim Konsum der ersten deutschen Folge herausgestellt, dass die Synchro solide war. Vielleicht sogar „gut“, wenn auch nicht überragend.
Der Doctor hatte eine etwas sehr viel zu helle Stimme, und die Mutter von Rose kam nun gar nicht so schön „unterschichtig“ wie im Originalton rüber. Die Synchronstimme von Jackee Tyler hat eher so geklungen als würde sie zu Emily Gilmore passen, aber was soll’s.
An der Synchro lag es aber nicht, obwohl ich mir gewünscht hätte die öffentlich Rechtlichen hätten für diese gesorgt.

Woran lags dann? An den Schnitten?
Kann sein. Wenn im Original geschossen wird, und jemand umfällt, ist das Verhältnis von Ursache und Wirkung relativ klar. Wenn in der deutschen ProSieben-Version nicht geschossen wird, aber trotzdem jemand umfällt, nicht mehr.
Warum überhaupt schneiden? In Großbritannien ist Doctor Who auch eine Serie für die ganze Familie, läuft kaum später, und wird auch von Kindern gesehen.
Aber naja.
Liegts also daran? Schon eher.

Könnte es eventuell nicht auch daran liegen, dass die in den letzten Wochen ausgestrahlten Folgen schon drei Jahre alt sind, und jeder potentielle Fan in Deutschland die Serie deshalb schon im Original kennt?
Ich denke das wäre möglich.
2005 nach dem ungeahnten Erfolg im britischen Fernsehen hat sich ProSieben die Rechte fast umgehend gesichert, nur um dann jahrelang dem deutschen Publikum die Ausstrahlung vorzuenthalten.
Natürlich sehen derweil die Serie einige auf BBC1, wenn der Satellitenempfang es zulässt. Natürlich kann man sie sich auch aus dem Internet herunterladen, legal und illegal. Natürlich gibt es mittlerweile auch die 3. Staffel auf DVD. Natürlich kann man sich diese auch nach Deutschland liefern lassen. Es gibt sogar auch schon deutsche DVD-Boxen.

Und da wundert sich ProSieben, dass niemand mehr einschaltet? 2005 oder zumindest 2006 hättet ihr die Serie bringen sollen, noch bevor sie alle SciFI-Geeks kennen, die in Deutschland so rumlaufen. Und dann eventuell auch nicht auf den Sendeplatz hättet ihr sie setzen sollen.
Ich hätte sie ja auf den ProSieben-Mystery-Montag gelegt. Zwischen Lost und 4400, oder so. Da passt sie IMHO besser hin, und da wär sie auch – trotz grenzwertiger Synchro und hoffentlich ungeschnitten – besser gelaufen.

Das schwant ProSieben sicher mittlerweile auch. Aber 3 Jahre nachdem man eine Chance verpasst hat, ist man ja immer schlauer.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Kurzrezensionen,Serien | Schlagwörter: ,