Impactsuspect » Gruseliges
Aug
30
2015
--

Reichskrimi

Für wohl jede Gegend in Deutschland gibt es vermutlich den eigenen Lokalkrimi. Moselromane, Pfalzromane, Rhein-Main-Krimis, Hinterm-Deich-Romane, vor einiger Zeit haben ich mal einen Krimi angefangen, der in einem Dorf bei mir um die Ecke spielt. Dieser wurde verlegt vom Gmeiner-Verlag, der sich scheinbar auf die Kunden von Bahnhofsbuchhandlungen spezialisiert hat, denn woanders habe ich die betreffenden Bücher noch nie gesehen.
Heute morgen habe ich in meiner örtlichen Bahnhofsbuchhandlung jedoch einen neuen, irgendwie beunruhigenden Trend entdeckt: Reichskrimis.

Da gibt es gleich von verschiedenen Autoren Bücher wie „Rassenwahn“, „Führerbefehl“, „Walküre Alarm“, „Endstation Reichskanzlei“ und weitere Kandidaten, die in das gleiche Genre (?) passen.
Mit Blick auf den Klappentext erfahren wir, dass die Romane teilweise in der Nazizeit spielen, teilweise 70 Jahre später oder mehr, aber sich mit Ereignissen der Nazizeit auseinandersetzen.

Und es scheint sich zu verkaufen, denn warum sonst hätte der Gmeiner-Verlag, dessen Deichkrimis in meiner Bahnhofsbuchhandlung hingegen nicht mehr entdecken konnte, sich voll und ganz auf die Reichskrimis verlegt?
Sind Nazis die neuen Glitzervampire? Ist das der neue Trend? Handelt es sich um krude Nazisploitation oder um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem dritten Reich, verpackt in leichte Unterhaltung? Und was ich sowieso die ganze Zeit wissen will: WTF?

In einer Zeit in der täglich Asylunterkünfte brennen, in der bei uns im Ort das griechische Restaurant angezündet wurde und sich Rechtsradiale überall im Internet und im realen Leben breitmachen, stößt mir die Naziinvasion im Bücherregal irgendwie sehr unangenehm auf.

Written by Heiko C. in: Bücher,Gruseliges,Politisches |
Jun
12
2013
1

Meinungsfreiheit und die Union

Immer wieder halten besonders konservative Politiker zur Verteidigung ihrer krudesten Thesen die Meinungsfreiheit hoch. Im Internet gibt es da mittlerweile schöne Sammlungen. Hier zum Beispiel ein Tumblr, dass homophobe Äußerungen von reaktionären Politikern mit Bildern derselben Bündelt und gesammelt online stellt.
Eine andere Einstellung haben Unionspolitiker, wenn es um Meinungen geht, die sie selbst nicht vertreten, da wird dann gerne auf ein ganzes Arsenal an Einschüchterungs- und Abwehrmaßnahmen zurückgegriffen.

Berichtet das ZDF mal so, wie es nicht soll, ruft man vorher an um das Programm im Sinne der Parteilinie zu beeinflussen.
Erscheint in der Zeitung ein kritischer Leserbrief über die eigene Partei, wird auch gerne mal abgemahnt, und wenn ein Tweet erscheint, der einer Justitzministerin unangenehm ist, kommt neuerdings auch schon mal die Polizei vorbei.

Und die werden von einem nicht unbeträchtlichen Teil der Bevölkerung gewählt.
Super.

Mrz
22
2013
3

Irrsinn mit Pfote 2: Neues von Jack Wolfskin

Einige werden sich noch an die Geschichte von vor ein paar Jahren erinnern, als die Jackenfirma Jack Wolfskin die Verkaufenden einer Internet-Heimwerkerbörse namens Dawanda abmahnen ließ, weil sie die Frechheit besaßen Kleidungsstücke mit Katzenpfoten zu vertreiben.
Katzenpfoten sehen scheinbar für die Trapper_innen bei Jack Wolfskin der Wolfspfote sehr ähnlich, die Jack Wolfskin als Marke hat schützen lassen. Unter anderem auch für Kleidungsstücke.
Es gab einen mittelgroßen bis großen Shitstorm, Jack Wolfskin hat die Abmahnungen zurückgenommen, aber nicht begriffen, was sie falsch gemacht hatten. Die heimwerkenden Dawandaanbieter_innen mussten jedenfalls ihre Katzenpfotensachen aus dem Shop nehmen um einer Klage zu entgehen.
Nun hat der Mahnzorn der Firma, die so etwas wie das Apple unter den Outdoorbekleidungshersteller_innen ein neues unwahrscheinliches Opfer getroffen: Die Produktionsfirma des aktuellen „Fünf Freunde“-Filmes. Das Logo der Filmreihe, die schon einige Jahre besteht, zeigt eine Hundetatze, bei der die einzelnen Krallen durch Fingerabdrücke ersetzt wurden.
Und ganz ehrlich: Ich hab das kommen sehen. Als vor ein paar Monaten ein Trailer des Filmes mit diesem Logo in den Kinos lief, musste ich an die Dawandasache denken.

Ich hoffe, dass die Produktionsfirma des Filmes über längeren finanziellen Atem verfügt als die Dawandaverkäufer_innen und es auf eine Klage ankommen lassen. Ich finde es unglaublich unsinnig, dass Tierpfoten, die Farbe Rot oder ein stilisierter Apfel als Marke schützbar sind.
Weder ein Pfotenabdruck noch ein Apfel erreichen die Schöpfungshöhe. Jeder Hund kann einen Pfotenabdruck machen – es sei denn, er hat keine Beine und das wollen wir ihm nicht wünschen.
Ich hoffe solch ein Blödsinn wird in Zukunft unterbunden.

Aktuelle Links entfallen, weil Leistungsschutzrecht.

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Dez
06
2012
--

Studentin aus Las Vegas heiratet Pappschablone von Edward Cullen

Das das Twilight-Fandom teilweise merkwürdige Blüten treibt, haben wir ja schon gesehen, allerdings wird es dann jetzt spätestens albern. Wie die Mail Online vermeldet, wird sich eine Studentin der Universität von Nevada im Januar das Ja-Wort geben. Und zwar mit einer lebensgroßen Pappschablone des bekannten Glitzervampirs aus Funk und Fernsehen.
Mit ausreichenden Englischkenntnissen könnt ihr die ganze Geschichte hier nachlesen.

Die 24jährige ist allerdings nicht komplett verrückt geworden, sondern führt die ganze Sache als ein Projekt für ihre Masterarbeit auf. Das beruhigt mich etwas, allerdings ist mir nicht so recht klar, was bei der Sache herauskommen soll.
Aber: Wenn’s der Wahrheitsfindung dient?

Feb
22
2012
1

Wiedermal das Ende der Anonymität im Netz…

Auf 33 Bits of Data findet sich ein neuer Zwischenstand in der Forschung um Entanonymisierung von Texten.

Es geht, kurz gesagt, um die Frage ob der Schreibtil ausreicht, um einen anonym verfassten Text mit anderen, nicht anonymen abzugleichen, und somit den Urheber festzustellen.
Die Antowort ist: Jein.
Es klappt in vielen Fällen – im moment trainiert man an Beiträgen aus den selben Blogs, die für die Versuchsanordung anonymiesiert wurden.
Hier gelang die korrekte Zuordnung des korrekten Autors in 20% der Fälle, in 35% der Fälle handelte es sich um einen der 20 als wahrscheinlichsten ausgegebenen Urheber.
Der Autor von 33 Bits weist darauf hin, dass bei echten Ermittlungen nach dem Urheber noch andere Informationsquellen bei der Identifizierung des Autors helfem, wie zum Beispiel ein eventuell lokales Thema des anonymen Textes, oder abgefragte Login-Daten.
Vermutlich werden bei echten Ermittlungen die Erfolgsraten viel höher sein.

Die Methode zur Stilidentifizierung funktioniert wohl auch über verschiedene Kontexte hinweg, wenn man also unter seinem Namen nur über südschlesische, antike Gartenlauben bloggt, können irgendwelche revolutionären Schriften einem trotzdem noch zu 12% zugeordnet werden, wenn der Stil sich nicht ändert.

Das sind alles eher unschöne Nachrichten für Autoren die aus irgendwelchen Gründen anonym bleiben müssen, und da gibt es ja bekanntlich auch in einer freien demokratischen Gesellschaft genug.

Allerdings gibt es Möglichkeiten sich besser zu schützen, wie 33 Bits auch ausführt:

The good news for authors who would like to protect themselves against deanonymization, it appears that manually changing one’s style is enough to throw off these attacks. Developing fully automated methods to hide traces of one’s writing style remains a challenge. For now, few people are aware of the existence of these attacks and defenses; all the sensitive text that has already been anonymously written is also at risk of deanonymization.

Manuell seinen Schreibstil zu ändern ist also eine Möglichkeit, die sicherlich einfacher klingt, als sie ist.
Man könnte also in seinen kritischen Schriften gegen ein unterdrückerisches Regime bewusst nur in Hauptsätzen schreiben, während man in seinem Gartenblog, dass nicht anonym veröffentlich wurde und mit dem man vielleicht sogar eine überregionale Berühmtheit erlangt hat, zu einem Schreibstil neigt, der eher in unerträgliche Bandwurmsätze – wie eben diesen hier – ausartet.
Oder man macht es anders herum.

Eine weitere Möglichkeit, die ich mir so überlegt habe, wäre seinen eigenen Text in eine der kostenlosen Übersetzungsanwendungen wie babelfish zu geben, und ihr durch verschiedene Sprachen zu prügeln, bevor man ihn wieder in seine Wunschsprache übersetzt.
Aus einem Absatz über die Artikel des Grundgesetzes würde aus:

Entscheidende Frage dabei ist, wieweit die staatliche Schutzpflicht aus dem objektiven Gehalt der Grundrechte den Staat dazu ermächtigt, in Grundrechte Beteiligter einzugreifen. Diese „Schutz-durch-Eingriff“-Problematik wird am Beispiel des Urteils zum Schwangerschaftsabbruch deutlich. In der vom Bundesverfassungsgericht ausgesprochenen Verpflichtung des Staates zugunsten des ungeborenen Lebens liegt zugleich ein Eingriff in die Rechte der Schwangeren, der einer Rechtfertigung bedarf. Ob hierfür die objektive Seite der Grundrechte herangezogen werden kann, ist in hohem Maße umstritten und ungeklärt.

durch den Umweg über Englisch, Französisch, Englisch:

Die entscheidende Frage ist daher, inwieweit l‘ nationale Verpflichtung des Schutzes des objektiven Inhalts der Grundrechte erlaubt l‘ Stand, um in den Grundrechten der Teilnehmer zu intervenieren. Dieser Schutz „ durch das d’“; Interferenz – das Problem wird deutlich durch l‘ Beispiel des l’urteils; Abtreibung. In l‘ Verpflichtung des l‘ Stand zugunsten des kommenden Lebens, ausgedrückt durch den föderalen Verfassungsgerichtshof, gleichzeitig befindet sich eine Interferenz in den Rechten schwangere Frauen, die eine Rechtfertigung erfordert. Wenn für dies die objektive Seite der Grundrechte befragt werden kann, in einem umstrittenen und erschütterten beträchtlichen Grad ist.

Naja, da müsste man sicher noch einmal mit der Hand bei, um das Ergebnis wieder lesbar zu machen, aber schon am ersten Halbsatz sieht man, wie eine maschinelle „Verstilung“ aussehen könnte.

Ein weiterer Weg, der mir spontan einfiel, wäre auch die Gewohnheit auf gewissen Imageboards, in einer Art künstlich vereinfachter Subsprache zu kommunizieren, in der jeder die gleichen festgelegten Phrasen benutzt. Allerdings sind hier die Textschnipsel vermutlich so klein, dass bisher sowieso noch keine Zuordnung möglich ist.

Leuten, die auch mal längere Texte schreiben, und dies auch anonym tun wollen, bliebe nur auf eine funktionierende Entstilungssoftware zu warten, die sicher irgendwo irgendjemand entwickelt.
Wenn das nicht der Fall ist: hint, hint!

Apr
09
2011
4

FBI gibt Roswell Vorfall zu?!?

Ich berichte hier mal ganz vorsichtig, weil ich mir auch keinen richtigen Reim auf diese Meldung machen kann. Das FBI hat wieder einmal einige Geheimdokumente veröffentlicht, die man nun im Internet bewundern kann. Das müssen die machen, weil nach dem „Freedom of Information Act“ jeder US-Bürger das Recht hat, diese Dokumente einzusehen.
Selbstverständlich werden viele Dokumente teilweise geschwärzt, bevor sie freigegeben werden und es gelten wohl generell gewisse Fristen, nach deren Ablauf erst veröffentlicht wird. Diese Fristen können scheinbar auch gerne einmal 60 Jahre dauern, wie der folgende Fall zeigt.

Bei diesem LINK handelt es sich scheinbar tatsächlich auf einen Link auf eine genuine Webseite der amerikanischen Kriminalbehörde, und auch der Scan des Dokumentes sieht für meine ungeübten Augen überzeugend aus.

Was dort nun steht, weiß ich jedoch nicht recht einzuordnen.

Ich zitiere mal grob übersetzt:

Ein Ermittler für die Air Force konstatierte, daß drei sogenannte fliegende Untertassen in New Mexico geborgen wurden. Sie wurden als kreisförmig mit erhobenen Mittelteilen, etwa 50 Fuß im Durchmesser beschrieben. Jede war besetzt mit drei Körpern menschlicher Gestalt, aber nur 3 Fuß hoch, gekleidet in metallischen Stoff einer sehr feinen Beschaffenheit. Jeder Körper war in ähnlicher Weise bandagiert wie die Blackout-Suits die von Hochgeschwindigkeitsfliegern und Testpiloten benutzt werden.

Weiter ist dort zu lesen, dass die UFOs abgestürzt sind, weil das Hochfrequenzradar der nahegelegenen Militärbasis scheinbar deren Steuermechanismen gestört hat.

Was genau „Blackout-Suits“ sind, und ob meine Übersetzung von „speed flyers“ als „Hochgeschwindigkeitsfliegern“ stimmt, weiß ich nicht. Im Original könnt ihr beim FBI selbst nachlesen, der Link steht ja oben.

Auf einem englischsprachigen Blog wird auch schon drüber berichtet: LINK. Sonst erstaunlicherweise nirgends.

Womit haben wir es nun zu tun?
Verspäteter Aprilscherz der US-Regierung? Verspäteter Aprilscherz des FBI? (Wenn ja: Dürfen die sowas?) Bewusste Fälschung des FBI, um Leute von irgendwelchen Kriegen abzulenken? Bewusste Fälschung, die dem FBI untergejubelt wurde? Haben Hacker wieder irgendwas gehackt?
Und wenn das Dokument Tatsachen beschreibt, womit haben wir es dann zu tun? Aliens? Einer verunglückten Zirkustruppe in selbstgebauten Experimentalflugzeugen? Einem chinesischen Spionageflugzeugflottendingsda? Ich bin gespannt ob und wer dazu Stellung nimmt, auf jeden Fall sollte diese Meldung die Ufologen-Gerüchteküche ordentlich anheizen.

Update: Ist wohl ein Hoax.

Update 2: Ist wohl ein 60 Jahre alter Hoax. XD

Update 3: Scheinbar hat wohl jemand diesem FBI-Agenten, der da das Memo abgeschickt hat, einen Bären aufgebunden.

Update 4: Mehr dazu: LINK!

Mrz
09
2011
4

Der Fall des Barons – eine Chronik

Baronie Frankenstein. Eine grünliche Kreatur mit Nackenbolzen wird gesichtet, wie sie des Nachts durch die Strassen wandert und unartikuliert stöhnt.
Da bekannt ist, dass der Baron Dr. Viktor von Frankenstein ein Wissenschaftler ist, wird er von Inspector Kemp gefragt, ob er etwas mit der Sache zu tun hat.

Der Baron: „Diese Vorwürfe kann ich nur als abstrus bezeichnen.“

Abgesehen von den gelegentlichen Besuchen der Kreatur im Dorf, vermeldet auch der Totengräber, dass sich jemand in den vergangenen Monaten immer wieder an den Gräbern zu schaffen machte. Der bucklige Diener des Barons wurde nachts verdächtig häufig in der Nähe des Friedhofs angetroffen, wie sich der Nachtwächter erinnert.
Dies und die Tatsache, dass Frau Gemeinhuber in Ohnmacht fällt, weil die Kreatur angeblich das Gesicht ihres toten Mannes trägt, sorgt dafür, dass sich der Verdacht verdichtet, der Baron habe eventuell Leichenteile vom Friedhof gestohlen und zu einem grotesken Monster zusammengenäht.

Angesprochen auf die Vorwürfe antwortet der Baron: „Meine von mir geschaffene Kreatur besteht nicht aus gestohlenen Leichenteilen, und den Vorwurf weise ich in aller Form von mir. Die Menschen in dieser Baronie erwarten, dass ich mich um die fordernde Aufgabe des progressiven Wissenschaftlers mit voller Kraft kümmere, und das kann ich auch.“

Die Kreatur tötet im Affekt den Nachtwächter und die kleine Annie Grubenmichel, als diese am Brunnen spielt. Dorfbewohner reichen eine Petition ein, die sich gegen weitere Experimente in der Baronie richtet und eine verdachtsunabhängige Vollzeitvideoüberwachung des örtlichen Friedhofs fordert.
Die Stimmen werden lauter, dass eigentlich doch der Baron an allem Schuld sei und gefälligst zu verschwinden habe.

Im Internet nimmt die Seite „Frankenstein-Leichenraub.wiki“ anhand von Fotos und freiwilligen genetischen Proben der Dorfbewohner eine Analyse vor. Hierbei stellt sich heraus, dass die Kreatur sich zu mindestens 84,9% klar erkennbar aus Körperteilen verstorbener Dorfbewohner zusammensetzt.

Auf einer Versammlung progressiver Wissenschaftler äußert sich Dr. Frankenstein wie folgt: „Ich habe diese Fehler nicht bewusst gemacht. Ich habe auch nicht bewusst oder absichtlich in irgendeiner Form Leichenteile vom Friedhof entwendet, und musste mich natürlich auch selbst fragen, meine Damen und Herren, wie konnte das geschehen? Wie konnte das passieren?
So ist es, dass man einen Blick dann zurückwirft. Man hat sechs, sieben Monate an so einer Kreatur gebastelt. Man hat in diesen 6 oder 7 Monaten teilweise auch zuviel… teilweise auch den Überblick über die Quellen verloren.“

Die Kreatur wird eingefangen, befreit sich aber wieder, nachdem der Gefängniswärter sie mit einem Sturmfeuerzeug geärgert hat. Der Gefängniswärter wird dabei getötet, und das Gefängnis brennt bis auf die Grundmauern nieder. Die Kreatur erwürgt auf der Flucht eine Molkereifachfrau.
Der Baron von Frankenstein wird schließlich vor den Stadtrat geholt, um sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Er sagt: „Mir geht es darum in eine Debatte, die so aufgeheizt ist, und in die man auch so viel Stimmung bringen kann, dann auch wieder Ruhe reinzubringen, dass man auch vergleichsweise ruhig wieder seiner Tätigkeit als Wissenschaftler nachgehen kann. Und das werde ich auch.
Ich habe mir meine Kreatur übers Wochenende noch einmal angesehen, und muss zugeben, dass ich bei der Besorgung der Rohmaterialien schon ziemlichen Blödsinn gemacht habe.“

Die Lage eskaliert. Die wütende Dorfbevölkerung marschiert mit Fackeln und Mistgabeln erst der Kreatur hinterher, dann zur Burg Frankenstein. Am nachfolgenden Tag äußert sich der Baron zu den Vorgängen wie folgt:

„Ich habe in einem sehr freundlichen Gespräch den Herrn Bürgermeister informiert, dass ich mich von weiteren Experimenten mit totem Gewebe in dieser Baronie zurückziehen werde, und meine Burg – bzw. meine abgebrannte Burgruine – zum Verkauf gemeldet. Dies war die schwerste Entscheidung meines Lebens, aber ich kann es nicht zulassen, dass ein Mob wütender Dorfbewohner den Streit um meine Person auf dem Rücken der Wissenschaft austrägt.“

Eine Facebook-Gruppe mit dem Namen „Wir wollen Dr. Baron Viktor von Frankenstein zurück“ wird gegründet.

Mrz
08
2011
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Sich gegen die Zensur zur Wehr setzen

Nicht nur verschiedene Regierungen und Verwaltungen wollen einen Hebel kreiren, mit dem sie Seiten aus dem Internet ausblenden können. Auch die großen Plattenlabels machen uns seit einiger Zeit das Leben schwer, indem Sie Videos auf Youtube geoblocken lassen, nur weil diese teilweise 150 Jahre alte Musikstücke enthalten, denen man im Radio nicht entkommen kann, die Online aber nur gegen Vergütung verbreitet werden düfen.

Wer sich an diese Aktion erinnert, und sie gut fand, wird sich freuen, dass man nun auch die großen Plattenlabel automatisiert von seiner Webseite halten kann.
Die neue Aktion nennt sich „Bust all major Labels“ und kommt komplett mit einer satirischen Version dieses unsäglichen Bildes daher, mit dem Youtbe einem bedauernd mitteilt, dass es heute kein Video für uns gibt.

Update: Hm. Funktioniert so anscheinend gar nicht, weil Crawler Javascript ignorieren, und Menschen es abschalten, wie man mir zutrug. 🙁

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Mrz
07
2011
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Untote am Vormittag

Wie Fefe und der Blog „Everyday is Halloween“ schon meldeten, hat ein Herr aus der schwarzen Szene – vermutlich einer von diesen „Vampiren“ – erfolgreich eine Bank verklagt, und pfänden lassen.

Hier gibt es die Geschichte ausführlich und in englisch: LINK!

Und hier die Geschichte von dem Parasitenpilz, der Ameisen in willenlose Zombies verwandelt. Erinnert ein wenig an die Invasion der Körperfresser oder Alien.

Written by Heiko C. in: Gruseliges | Schlagwörter: ,
Mrz
07
2011
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CCS – Links

Bei uns wird immer noch demonstriert, das Thema ist auch noch nicht – wie viele Politiker hofften – aus den Köpfen der Menschen verschwunden.

Die CCS – Debatte hat es dann langsam auch aus den regionalen ‚Tageblättern in andere Zeitungen Deutschlands geschafft.

Am 2.3. berichtet der Tagesspiegel über das geplante CCS – Gesetz.

Am 1.3. pocht der Landrat in den Husumer Nachrichten auf gemachte Zusagen des Bundesumweltministers.

Am 23.2. berichtet gar die Welt über eine Demonstration in Schlüttsiel gegen CCS.

Schön, dass das Thema nicht nur in den Medien bleibt, sondern auch der Zweifel an der Zuverlässigkeit der CCS-Technologie langsam in andere Mainstreammedien herüberschwappt. Beim shz-Verlag hat man ja manchmal das Gefühl, dass die Berichterstattung hauptsächlich die Anwohner beruhigen soll.

Update: Und heute gibt es was in der Taz. Da haben die in Norwegen die Pläne wohl erstmal eingemottet, die CCS-Technik in großem Maßstab zu verwenden. LINK!

Update 2: …und die Linkspartei sollte man auch nicht wählen, wenn man keinen Keller voll mit CO2 haben will. Wie die Junge Welt berichtet, stimmt die Linke trotz Protesten für die unerprobte Technologie, die Experten zufolge wahrscheinlich schon überholt ist, wenn man soweit wäre sie einzusetzen.
Ganz toll.

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,

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Aug
30
2015
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Reichskrimi

Für wohl jede Gegend in Deutschland gibt es vermutlich den eigenen Lokalkrimi. Moselromane, Pfalzromane, Rhein-Main-Krimis, Hinterm-Deich-Romane, vor einiger Zeit haben ich mal einen Krimi angefangen, der in einem Dorf bei mir um die Ecke spielt. Dieser wurde verlegt vom Gmeiner-Verlag, der sich scheinbar auf die Kunden von Bahnhofsbuchhandlungen spezialisiert hat, denn woanders habe ich die betreffenden Bücher noch nie gesehen.
Heute morgen habe ich in meiner örtlichen Bahnhofsbuchhandlung jedoch einen neuen, irgendwie beunruhigenden Trend entdeckt: Reichskrimis.

Da gibt es gleich von verschiedenen Autoren Bücher wie „Rassenwahn“, „Führerbefehl“, „Walküre Alarm“, „Endstation Reichskanzlei“ und weitere Kandidaten, die in das gleiche Genre (?) passen.
Mit Blick auf den Klappentext erfahren wir, dass die Romane teilweise in der Nazizeit spielen, teilweise 70 Jahre später oder mehr, aber sich mit Ereignissen der Nazizeit auseinandersetzen.

Und es scheint sich zu verkaufen, denn warum sonst hätte der Gmeiner-Verlag, dessen Deichkrimis in meiner Bahnhofsbuchhandlung hingegen nicht mehr entdecken konnte, sich voll und ganz auf die Reichskrimis verlegt?
Sind Nazis die neuen Glitzervampire? Ist das der neue Trend? Handelt es sich um krude Nazisploitation oder um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem dritten Reich, verpackt in leichte Unterhaltung? Und was ich sowieso die ganze Zeit wissen will: WTF?

In einer Zeit in der täglich Asylunterkünfte brennen, in der bei uns im Ort das griechische Restaurant angezündet wurde und sich Rechtsradiale überall im Internet und im realen Leben breitmachen, stößt mir die Naziinvasion im Bücherregal irgendwie sehr unangenehm auf.

Written by Heiko C. in: Bücher,Gruseliges,Politisches |
Jun
12
2013
1

Meinungsfreiheit und die Union

Immer wieder halten besonders konservative Politiker zur Verteidigung ihrer krudesten Thesen die Meinungsfreiheit hoch. Im Internet gibt es da mittlerweile schöne Sammlungen. Hier zum Beispiel ein Tumblr, dass homophobe Äußerungen von reaktionären Politikern mit Bildern derselben Bündelt und gesammelt online stellt.
Eine andere Einstellung haben Unionspolitiker, wenn es um Meinungen geht, die sie selbst nicht vertreten, da wird dann gerne auf ein ganzes Arsenal an Einschüchterungs- und Abwehrmaßnahmen zurückgegriffen.

Berichtet das ZDF mal so, wie es nicht soll, ruft man vorher an um das Programm im Sinne der Parteilinie zu beeinflussen.
Erscheint in der Zeitung ein kritischer Leserbrief über die eigene Partei, wird auch gerne mal abgemahnt, und wenn ein Tweet erscheint, der einer Justitzministerin unangenehm ist, kommt neuerdings auch schon mal die Polizei vorbei.

Und die werden von einem nicht unbeträchtlichen Teil der Bevölkerung gewählt.
Super.

Mrz
22
2013
3

Irrsinn mit Pfote 2: Neues von Jack Wolfskin

Einige werden sich noch an die Geschichte von vor ein paar Jahren erinnern, als die Jackenfirma Jack Wolfskin die Verkaufenden einer Internet-Heimwerkerbörse namens Dawanda abmahnen ließ, weil sie die Frechheit besaßen Kleidungsstücke mit Katzenpfoten zu vertreiben.
Katzenpfoten sehen scheinbar für die Trapper_innen bei Jack Wolfskin der Wolfspfote sehr ähnlich, die Jack Wolfskin als Marke hat schützen lassen. Unter anderem auch für Kleidungsstücke.
Es gab einen mittelgroßen bis großen Shitstorm, Jack Wolfskin hat die Abmahnungen zurückgenommen, aber nicht begriffen, was sie falsch gemacht hatten. Die heimwerkenden Dawandaanbieter_innen mussten jedenfalls ihre Katzenpfotensachen aus dem Shop nehmen um einer Klage zu entgehen.
Nun hat der Mahnzorn der Firma, die so etwas wie das Apple unter den Outdoorbekleidungshersteller_innen ein neues unwahrscheinliches Opfer getroffen: Die Produktionsfirma des aktuellen „Fünf Freunde“-Filmes. Das Logo der Filmreihe, die schon einige Jahre besteht, zeigt eine Hundetatze, bei der die einzelnen Krallen durch Fingerabdrücke ersetzt wurden.
Und ganz ehrlich: Ich hab das kommen sehen. Als vor ein paar Monaten ein Trailer des Filmes mit diesem Logo in den Kinos lief, musste ich an die Dawandasache denken.

Ich hoffe, dass die Produktionsfirma des Filmes über längeren finanziellen Atem verfügt als die Dawandaverkäufer_innen und es auf eine Klage ankommen lassen. Ich finde es unglaublich unsinnig, dass Tierpfoten, die Farbe Rot oder ein stilisierter Apfel als Marke schützbar sind.
Weder ein Pfotenabdruck noch ein Apfel erreichen die Schöpfungshöhe. Jeder Hund kann einen Pfotenabdruck machen – es sei denn, er hat keine Beine und das wollen wir ihm nicht wünschen.
Ich hoffe solch ein Blödsinn wird in Zukunft unterbunden.

Aktuelle Links entfallen, weil Leistungsschutzrecht.

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Dez
06
2012
--

Studentin aus Las Vegas heiratet Pappschablone von Edward Cullen

Das das Twilight-Fandom teilweise merkwürdige Blüten treibt, haben wir ja schon gesehen, allerdings wird es dann jetzt spätestens albern. Wie die Mail Online vermeldet, wird sich eine Studentin der Universität von Nevada im Januar das Ja-Wort geben. Und zwar mit einer lebensgroßen Pappschablone des bekannten Glitzervampirs aus Funk und Fernsehen.
Mit ausreichenden Englischkenntnissen könnt ihr die ganze Geschichte hier nachlesen.

Die 24jährige ist allerdings nicht komplett verrückt geworden, sondern führt die ganze Sache als ein Projekt für ihre Masterarbeit auf. Das beruhigt mich etwas, allerdings ist mir nicht so recht klar, was bei der Sache herauskommen soll.
Aber: Wenn’s der Wahrheitsfindung dient?

Feb
22
2012
1

Wiedermal das Ende der Anonymität im Netz…

Auf 33 Bits of Data findet sich ein neuer Zwischenstand in der Forschung um Entanonymisierung von Texten.

Es geht, kurz gesagt, um die Frage ob der Schreibtil ausreicht, um einen anonym verfassten Text mit anderen, nicht anonymen abzugleichen, und somit den Urheber festzustellen.
Die Antowort ist: Jein.
Es klappt in vielen Fällen – im moment trainiert man an Beiträgen aus den selben Blogs, die für die Versuchsanordung anonymiesiert wurden.
Hier gelang die korrekte Zuordnung des korrekten Autors in 20% der Fälle, in 35% der Fälle handelte es sich um einen der 20 als wahrscheinlichsten ausgegebenen Urheber.
Der Autor von 33 Bits weist darauf hin, dass bei echten Ermittlungen nach dem Urheber noch andere Informationsquellen bei der Identifizierung des Autors helfem, wie zum Beispiel ein eventuell lokales Thema des anonymen Textes, oder abgefragte Login-Daten.
Vermutlich werden bei echten Ermittlungen die Erfolgsraten viel höher sein.

Die Methode zur Stilidentifizierung funktioniert wohl auch über verschiedene Kontexte hinweg, wenn man also unter seinem Namen nur über südschlesische, antike Gartenlauben bloggt, können irgendwelche revolutionären Schriften einem trotzdem noch zu 12% zugeordnet werden, wenn der Stil sich nicht ändert.

Das sind alles eher unschöne Nachrichten für Autoren die aus irgendwelchen Gründen anonym bleiben müssen, und da gibt es ja bekanntlich auch in einer freien demokratischen Gesellschaft genug.

Allerdings gibt es Möglichkeiten sich besser zu schützen, wie 33 Bits auch ausführt:

The good news for authors who would like to protect themselves against deanonymization, it appears that manually changing one’s style is enough to throw off these attacks. Developing fully automated methods to hide traces of one’s writing style remains a challenge. For now, few people are aware of the existence of these attacks and defenses; all the sensitive text that has already been anonymously written is also at risk of deanonymization.

Manuell seinen Schreibstil zu ändern ist also eine Möglichkeit, die sicherlich einfacher klingt, als sie ist.
Man könnte also in seinen kritischen Schriften gegen ein unterdrückerisches Regime bewusst nur in Hauptsätzen schreiben, während man in seinem Gartenblog, dass nicht anonym veröffentlich wurde und mit dem man vielleicht sogar eine überregionale Berühmtheit erlangt hat, zu einem Schreibstil neigt, der eher in unerträgliche Bandwurmsätze – wie eben diesen hier – ausartet.
Oder man macht es anders herum.

Eine weitere Möglichkeit, die ich mir so überlegt habe, wäre seinen eigenen Text in eine der kostenlosen Übersetzungsanwendungen wie babelfish zu geben, und ihr durch verschiedene Sprachen zu prügeln, bevor man ihn wieder in seine Wunschsprache übersetzt.
Aus einem Absatz über die Artikel des Grundgesetzes würde aus:

Entscheidende Frage dabei ist, wieweit die staatliche Schutzpflicht aus dem objektiven Gehalt der Grundrechte den Staat dazu ermächtigt, in Grundrechte Beteiligter einzugreifen. Diese „Schutz-durch-Eingriff“-Problematik wird am Beispiel des Urteils zum Schwangerschaftsabbruch deutlich. In der vom Bundesverfassungsgericht ausgesprochenen Verpflichtung des Staates zugunsten des ungeborenen Lebens liegt zugleich ein Eingriff in die Rechte der Schwangeren, der einer Rechtfertigung bedarf. Ob hierfür die objektive Seite der Grundrechte herangezogen werden kann, ist in hohem Maße umstritten und ungeklärt.

durch den Umweg über Englisch, Französisch, Englisch:

Die entscheidende Frage ist daher, inwieweit l‘ nationale Verpflichtung des Schutzes des objektiven Inhalts der Grundrechte erlaubt l‘ Stand, um in den Grundrechten der Teilnehmer zu intervenieren. Dieser Schutz „ durch das d’“; Interferenz – das Problem wird deutlich durch l‘ Beispiel des l’urteils; Abtreibung. In l‘ Verpflichtung des l‘ Stand zugunsten des kommenden Lebens, ausgedrückt durch den föderalen Verfassungsgerichtshof, gleichzeitig befindet sich eine Interferenz in den Rechten schwangere Frauen, die eine Rechtfertigung erfordert. Wenn für dies die objektive Seite der Grundrechte befragt werden kann, in einem umstrittenen und erschütterten beträchtlichen Grad ist.

Naja, da müsste man sicher noch einmal mit der Hand bei, um das Ergebnis wieder lesbar zu machen, aber schon am ersten Halbsatz sieht man, wie eine maschinelle „Verstilung“ aussehen könnte.

Ein weiterer Weg, der mir spontan einfiel, wäre auch die Gewohnheit auf gewissen Imageboards, in einer Art künstlich vereinfachter Subsprache zu kommunizieren, in der jeder die gleichen festgelegten Phrasen benutzt. Allerdings sind hier die Textschnipsel vermutlich so klein, dass bisher sowieso noch keine Zuordnung möglich ist.

Leuten, die auch mal längere Texte schreiben, und dies auch anonym tun wollen, bliebe nur auf eine funktionierende Entstilungssoftware zu warten, die sicher irgendwo irgendjemand entwickelt.
Wenn das nicht der Fall ist: hint, hint!

Apr
09
2011
4

FBI gibt Roswell Vorfall zu?!?

Ich berichte hier mal ganz vorsichtig, weil ich mir auch keinen richtigen Reim auf diese Meldung machen kann. Das FBI hat wieder einmal einige Geheimdokumente veröffentlicht, die man nun im Internet bewundern kann. Das müssen die machen, weil nach dem „Freedom of Information Act“ jeder US-Bürger das Recht hat, diese Dokumente einzusehen.
Selbstverständlich werden viele Dokumente teilweise geschwärzt, bevor sie freigegeben werden und es gelten wohl generell gewisse Fristen, nach deren Ablauf erst veröffentlicht wird. Diese Fristen können scheinbar auch gerne einmal 60 Jahre dauern, wie der folgende Fall zeigt.

Bei diesem LINK handelt es sich scheinbar tatsächlich auf einen Link auf eine genuine Webseite der amerikanischen Kriminalbehörde, und auch der Scan des Dokumentes sieht für meine ungeübten Augen überzeugend aus.

Was dort nun steht, weiß ich jedoch nicht recht einzuordnen.

Ich zitiere mal grob übersetzt:

Ein Ermittler für die Air Force konstatierte, daß drei sogenannte fliegende Untertassen in New Mexico geborgen wurden. Sie wurden als kreisförmig mit erhobenen Mittelteilen, etwa 50 Fuß im Durchmesser beschrieben. Jede war besetzt mit drei Körpern menschlicher Gestalt, aber nur 3 Fuß hoch, gekleidet in metallischen Stoff einer sehr feinen Beschaffenheit. Jeder Körper war in ähnlicher Weise bandagiert wie die Blackout-Suits die von Hochgeschwindigkeitsfliegern und Testpiloten benutzt werden.

Weiter ist dort zu lesen, dass die UFOs abgestürzt sind, weil das Hochfrequenzradar der nahegelegenen Militärbasis scheinbar deren Steuermechanismen gestört hat.

Was genau „Blackout-Suits“ sind, und ob meine Übersetzung von „speed flyers“ als „Hochgeschwindigkeitsfliegern“ stimmt, weiß ich nicht. Im Original könnt ihr beim FBI selbst nachlesen, der Link steht ja oben.

Auf einem englischsprachigen Blog wird auch schon drüber berichtet: LINK. Sonst erstaunlicherweise nirgends.

Womit haben wir es nun zu tun?
Verspäteter Aprilscherz der US-Regierung? Verspäteter Aprilscherz des FBI? (Wenn ja: Dürfen die sowas?) Bewusste Fälschung des FBI, um Leute von irgendwelchen Kriegen abzulenken? Bewusste Fälschung, die dem FBI untergejubelt wurde? Haben Hacker wieder irgendwas gehackt?
Und wenn das Dokument Tatsachen beschreibt, womit haben wir es dann zu tun? Aliens? Einer verunglückten Zirkustruppe in selbstgebauten Experimentalflugzeugen? Einem chinesischen Spionageflugzeugflottendingsda? Ich bin gespannt ob und wer dazu Stellung nimmt, auf jeden Fall sollte diese Meldung die Ufologen-Gerüchteküche ordentlich anheizen.

Update: Ist wohl ein Hoax.

Update 2: Ist wohl ein 60 Jahre alter Hoax. XD

Update 3: Scheinbar hat wohl jemand diesem FBI-Agenten, der da das Memo abgeschickt hat, einen Bären aufgebunden.

Update 4: Mehr dazu: LINK!

Mrz
09
2011
4

Der Fall des Barons – eine Chronik

Baronie Frankenstein. Eine grünliche Kreatur mit Nackenbolzen wird gesichtet, wie sie des Nachts durch die Strassen wandert und unartikuliert stöhnt.
Da bekannt ist, dass der Baron Dr. Viktor von Frankenstein ein Wissenschaftler ist, wird er von Inspector Kemp gefragt, ob er etwas mit der Sache zu tun hat.

Der Baron: „Diese Vorwürfe kann ich nur als abstrus bezeichnen.“

Abgesehen von den gelegentlichen Besuchen der Kreatur im Dorf, vermeldet auch der Totengräber, dass sich jemand in den vergangenen Monaten immer wieder an den Gräbern zu schaffen machte. Der bucklige Diener des Barons wurde nachts verdächtig häufig in der Nähe des Friedhofs angetroffen, wie sich der Nachtwächter erinnert.
Dies und die Tatsache, dass Frau Gemeinhuber in Ohnmacht fällt, weil die Kreatur angeblich das Gesicht ihres toten Mannes trägt, sorgt dafür, dass sich der Verdacht verdichtet, der Baron habe eventuell Leichenteile vom Friedhof gestohlen und zu einem grotesken Monster zusammengenäht.

Angesprochen auf die Vorwürfe antwortet der Baron: „Meine von mir geschaffene Kreatur besteht nicht aus gestohlenen Leichenteilen, und den Vorwurf weise ich in aller Form von mir. Die Menschen in dieser Baronie erwarten, dass ich mich um die fordernde Aufgabe des progressiven Wissenschaftlers mit voller Kraft kümmere, und das kann ich auch.“

Die Kreatur tötet im Affekt den Nachtwächter und die kleine Annie Grubenmichel, als diese am Brunnen spielt. Dorfbewohner reichen eine Petition ein, die sich gegen weitere Experimente in der Baronie richtet und eine verdachtsunabhängige Vollzeitvideoüberwachung des örtlichen Friedhofs fordert.
Die Stimmen werden lauter, dass eigentlich doch der Baron an allem Schuld sei und gefälligst zu verschwinden habe.

Im Internet nimmt die Seite „Frankenstein-Leichenraub.wiki“ anhand von Fotos und freiwilligen genetischen Proben der Dorfbewohner eine Analyse vor. Hierbei stellt sich heraus, dass die Kreatur sich zu mindestens 84,9% klar erkennbar aus Körperteilen verstorbener Dorfbewohner zusammensetzt.

Auf einer Versammlung progressiver Wissenschaftler äußert sich Dr. Frankenstein wie folgt: „Ich habe diese Fehler nicht bewusst gemacht. Ich habe auch nicht bewusst oder absichtlich in irgendeiner Form Leichenteile vom Friedhof entwendet, und musste mich natürlich auch selbst fragen, meine Damen und Herren, wie konnte das geschehen? Wie konnte das passieren?
So ist es, dass man einen Blick dann zurückwirft. Man hat sechs, sieben Monate an so einer Kreatur gebastelt. Man hat in diesen 6 oder 7 Monaten teilweise auch zuviel… teilweise auch den Überblick über die Quellen verloren.“

Die Kreatur wird eingefangen, befreit sich aber wieder, nachdem der Gefängniswärter sie mit einem Sturmfeuerzeug geärgert hat. Der Gefängniswärter wird dabei getötet, und das Gefängnis brennt bis auf die Grundmauern nieder. Die Kreatur erwürgt auf der Flucht eine Molkereifachfrau.
Der Baron von Frankenstein wird schließlich vor den Stadtrat geholt, um sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Er sagt: „Mir geht es darum in eine Debatte, die so aufgeheizt ist, und in die man auch so viel Stimmung bringen kann, dann auch wieder Ruhe reinzubringen, dass man auch vergleichsweise ruhig wieder seiner Tätigkeit als Wissenschaftler nachgehen kann. Und das werde ich auch.
Ich habe mir meine Kreatur übers Wochenende noch einmal angesehen, und muss zugeben, dass ich bei der Besorgung der Rohmaterialien schon ziemlichen Blödsinn gemacht habe.“

Die Lage eskaliert. Die wütende Dorfbevölkerung marschiert mit Fackeln und Mistgabeln erst der Kreatur hinterher, dann zur Burg Frankenstein. Am nachfolgenden Tag äußert sich der Baron zu den Vorgängen wie folgt:

„Ich habe in einem sehr freundlichen Gespräch den Herrn Bürgermeister informiert, dass ich mich von weiteren Experimenten mit totem Gewebe in dieser Baronie zurückziehen werde, und meine Burg – bzw. meine abgebrannte Burgruine – zum Verkauf gemeldet. Dies war die schwerste Entscheidung meines Lebens, aber ich kann es nicht zulassen, dass ein Mob wütender Dorfbewohner den Streit um meine Person auf dem Rücken der Wissenschaft austrägt.“

Eine Facebook-Gruppe mit dem Namen „Wir wollen Dr. Baron Viktor von Frankenstein zurück“ wird gegründet.

Mrz
08
2011
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Sich gegen die Zensur zur Wehr setzen

Nicht nur verschiedene Regierungen und Verwaltungen wollen einen Hebel kreiren, mit dem sie Seiten aus dem Internet ausblenden können. Auch die großen Plattenlabels machen uns seit einiger Zeit das Leben schwer, indem Sie Videos auf Youtube geoblocken lassen, nur weil diese teilweise 150 Jahre alte Musikstücke enthalten, denen man im Radio nicht entkommen kann, die Online aber nur gegen Vergütung verbreitet werden düfen.

Wer sich an diese Aktion erinnert, und sie gut fand, wird sich freuen, dass man nun auch die großen Plattenlabel automatisiert von seiner Webseite halten kann.
Die neue Aktion nennt sich „Bust all major Labels“ und kommt komplett mit einer satirischen Version dieses unsäglichen Bildes daher, mit dem Youtbe einem bedauernd mitteilt, dass es heute kein Video für uns gibt.

Update: Hm. Funktioniert so anscheinend gar nicht, weil Crawler Javascript ignorieren, und Menschen es abschalten, wie man mir zutrug. 🙁

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Mrz
07
2011
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Untote am Vormittag

Wie Fefe und der Blog „Everyday is Halloween“ schon meldeten, hat ein Herr aus der schwarzen Szene – vermutlich einer von diesen „Vampiren“ – erfolgreich eine Bank verklagt, und pfänden lassen.

Hier gibt es die Geschichte ausführlich und in englisch: LINK!

Und hier die Geschichte von dem Parasitenpilz, der Ameisen in willenlose Zombies verwandelt. Erinnert ein wenig an die Invasion der Körperfresser oder Alien.

Written by Heiko C. in: Gruseliges | Schlagwörter: ,
Mrz
07
2011
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CCS – Links

Bei uns wird immer noch demonstriert, das Thema ist auch noch nicht – wie viele Politiker hofften – aus den Köpfen der Menschen verschwunden.

Die CCS – Debatte hat es dann langsam auch aus den regionalen ‚Tageblättern in andere Zeitungen Deutschlands geschafft.

Am 2.3. berichtet der Tagesspiegel über das geplante CCS – Gesetz.

Am 1.3. pocht der Landrat in den Husumer Nachrichten auf gemachte Zusagen des Bundesumweltministers.

Am 23.2. berichtet gar die Welt über eine Demonstration in Schlüttsiel gegen CCS.

Schön, dass das Thema nicht nur in den Medien bleibt, sondern auch der Zweifel an der Zuverlässigkeit der CCS-Technologie langsam in andere Mainstreammedien herüberschwappt. Beim shz-Verlag hat man ja manchmal das Gefühl, dass die Berichterstattung hauptsächlich die Anwohner beruhigen soll.

Update: Und heute gibt es was in der Taz. Da haben die in Norwegen die Pläne wohl erstmal eingemottet, die CCS-Technik in großem Maßstab zu verwenden. LINK!

Update 2: …und die Linkspartei sollte man auch nicht wählen, wenn man keinen Keller voll mit CO2 haben will. Wie die Junge Welt berichtet, stimmt die Linke trotz Protesten für die unerprobte Technologie, die Experten zufolge wahrscheinlich schon überholt ist, wenn man soweit wäre sie einzusetzen.
Ganz toll.

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,