Impactsuspect » Gesellschaftliches
Nov
19
2010
--

Die, die keine Angst haben, sollen sich doch hinter dem Ofen verstecken!

Zu dem unsäglichen Kommentar von Rainald Becker, der im letzten Beitrag schon verlinkt ist, findet man noch weitere Meinungen im Netz. Ich selbst erspare es mir mal, das ganze weiter zu kommentieren, oder gar auf Logikfehler hin zu untersuchen. Von mir nur schnell dies hier:

Ansonsten berichtet schon Netzpolitik und bei Florian Altherr ist auch schon was.

Nachtrag: Auch die Innenansichten bei Annalist beschäftigen sich mit dem Herrn.

Nov
19
2010
2

UIUIUI! PAANIK!

Nur einen Tag nachdem unser Herr Innenminister mit der feschen Frisur diffuse Warnblasen ausstieß, die besagen, dass es Hinweise gibt, dass da wer wo mal was machen könnte, wird in Namibia prompt ein Koffer gefunden.
Man weiß zwar noch nichts, aber man nimmt in Politik und Medien an, dass es sich bei dem Koffer natürlich um eine Kofferbombe handelt, die nach München adressiert ist.

Man lese hier bei der Baseler Zeitung:

Unklar ist, ob die Vorrichtung zündfähig war. Eine Air-Berlin-Sprecherin sagte, sie habe die Information, dass es sich um eine «verdächtige Vorrichtung ohne Sprengstoff» handle. […] Laut Air Berlin war das verdächtige Gepäckstück in Windhuk in einer Halle entdeckt worden, in der sich auch das Gepäck für den Flug nach München befand. Es sei aber «ungelabelt» gewesen, sei also nicht mit Informationen zu Ziel oder Eigentümer versehen gewesen.

Aha. Also eine verdächtige Vorrichtung ohne Sprengstoff also, die nicht nach Deutschland adressiert ist.
Ganz klar! Das ist der Terroranschlag, vor dem uns Thomas DeMaizière gewarnt hat!

Später berichten dann der Stern, das ZDF und N24 über die Bombe die keine war, und kommen sich zwischen den Zeilen selbst ein wenig albern vor. Interessant, dass das ZDF vom „Testlauf einer Behörde“ redet. Aus dem Munde eines anderen Mediums klänge das ja schon nach Verschwörungstheorie.

Beim Ersten kommt man hingegen zu anderen Schlussfolgerungen. Dort nimmt man die unverhältnismäßige Panikmache von Politik und Medien zum Anlass, mal eben schärfere Sicherheitsgesetze zu fordern. Vorratsdatenspeicherung und verdachtsunabhängige Fingerabdrucknahme eingeschlossen. Verlinkt über Fefe hier —> LINK.

Kann das alles noch normale Toffeligkeit sein? Oder versuchen die staatlichen Stellen hier unverhältnismäßige Überwachungsgesetze durchzudrücken? Vielleicht sehen sie ihre Felle ja schon davon schwimmen, mit all den Massenprotesten zur Zeit?

Wer noch immer Angst vor bösen Terroristen hat, dem empfehle ich folgendes Video:

Nov
17
2010
2

Terror!

Wie die Welt berichtet, und man tatsächlich sogar auch auf den Seiten des Bundesinnenministeriums nachlesen kann, warnt der Innenminister vor Terror in Deutschland. Und zwar Ende November.
Wer beide Links nicht drücken mag, hier ist nochmal die gleiche Geschichte auf den Seiten der Tagesschau.

Es verstärke sich international die Bedrohungslage, man habe schon 2009 Hinweise gehabt, diese verstärken sich momentan gerade.

Hinweise worauf? Hinweise darauf, dass Al Qaida Terroranschläge in Europa und auch in Deutschland plane.

In Zusammenarbeit mit allen möglichen Sicherheitsbehörden ist man sich wohl auch einig, dass man es mit einer neuen Situation zu tun hat.

Was soll jetzt das schon wieder bedeuten? Die neue Situation, von der wir nichts genaues berichtren können, weil’s geheim ist, ist anders als die alte Situation, von der wir auch nichts berichten können, weil’s geheim ist, oder was?

Anscheinend gibt es auch konkrete Ermittlungsansätze für was auch immer.
Was wo in die Luft gesprengt oder terrorisiert werden soll erfahren wir nicht, aber immerhin wann: Ende November nämlich.

Selbst wenn man all den schwurbeligen Fast-Informationen glauben schenken darf, die der Innenminister uns da auftischt, frage ich mich, was diese diffuse und wenig spezifizierte Warnung für einen Sinn hat.
Wüsste das Innenministerium, dass Anschläge in einem bestimmten Gebäude einer bestimmten Stadt geplant sind, müsste man dann nicht die Bürger warnen? Und hätte das dann überhaupt Sinn, oder würden die Terroristen nicht das Ziel wechseln, sobald sie aus der Tageszeitung erfahren haben, dass DeMezière ihnen auf der Spur ist?
Wäre es da nicht besser gewesen gar niemanden zu warnen, anstatt irgendwelche vagen Unheilsbotschaften zu verkünden?
Denkt DeMezière, dass die Bundesbürger sich besser fühlen, wenn man ihnen sagt, dass es Anlass gäbe zu glauben, dass irgendwann irgendwas in die Luft fliegt?

Oder soll das alles nur von der Rente mit 67 oder ähnlichem Nonsens ablenken?

Weitere Gedanken zu dem Thema beim Pantoffelpunk und bei Kaffebeimir. Bei Twitter hat es „Terrorwarnung“ sogar in die Trending Topics geschafft.

Update: Die Gewerkschaft der Polizei spricht von den nicht näher spezifizierten Terrorakten, zu denen ermittelt wird, weil es Grund zu der Annahme gibt, dass da wer was plant als „drohende Gefahr“. Näher geht man nicht darauf ein, worum es sich bei der Gefahr eigentlich handelt, findet es aber gut, dass der Innenminister endlich in der Öffentlichkeit auf sie hinweist.
Warum ist das gut? Wenn es eine Gefahr gibt, erzählt man uns ja auch hier wieder nicht, wie wir uns vor ihr schützen können. Vollkommen sinnlos bis kontraproduktiv also die „Offenheit“ des Innenministers.

Nov
16
2010
3

Japan.

Ich versteh‘ es nicht.
Solange es flash noch gibt, hier ein paar Youtube-Videos:

Hat man Hunger auf Süßes, dann hilft einem dieses markante japanische Produkt:

Und hat man das dann alles gegessen, und bekommt Bauchschmerzen, hilft einem dieser Englischkurs beim Arztbesuch weiter:

Für den Fall, dass man auf dem Rückweg vom Arzt überfallen wird, gibt es auch die passende Englischlektion:

Kommt man dann frustriert zuhause an, nach all dem Durch- und Überfall, dann kann man das dann seiner Plastikpflanze erzählen, die aufmerksam zuhört:

Ich versteh‘ es nicht.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gesellschaftliches,Lustiges | Schlagwörter:
Okt
24
2010
12

Stöckchen-Blog-Dingsda

Hier ein paar Fragen, die mich vor einiger Zeit aus Pfefferonis Blog erreicht haben. Es sind 8 Fragen, und ich glaube das ganze ist irgendeine Art von Blogparade. Ich gehe einfach mal davon aus, dass ich die neuen 8 Fragen beantworten muss, und 8 weitere stellen muss.
Vielleicht ist so eine Blogparade ja auch viel lustiger, wenn die Regeln sich jedesmal ein wenig stillpostalisch verändern, und keiner weiß, was er jetzt eigentlich machen soll. Das gäbe dem ganzen Konzept sozusagen evolutionäres Potential, und das ganze kann sich viel unvorhergesehener verselbständigen.
Aber nun zu den Fragen, die einer beantwortung harren:

1. Wenn deine Wohnung abbrennen würde und du könntest drei Sachen retten. Was wäre das?

Pff. Immer diese schwierigen Fragen. Ich denke mal das erste wäre die portable Festplatte mit all meinen Romananfängen und sonstigen schriftstellerischen Versuchen drauf. Das zweite wäre die Kamera, um das Feuer von außen zu fotografieren. (Sieht bestimmt heiß aus) Und das dritte wäre wohl meine Gitarre, denke ich mal.

2. Hast du es schon mal bereut, ein Buch gelesen zu haben?

Nein. Ich habe es schon bereut Bücher gekauft zu haben, wenn sie schlecht sind. Wenn sie allzu schlecht sind, lese ich sie aber auch meist nicht zuende, in so fern gibt es da nicht viel zu bereuen. Manche Bücher lese ich ja gerade auch weil sie schlecht sind. Twilight zum Beispiel. Das tut zwar im Kopf weh, während man sie liest, aber man ist dann später dafür um so stolzer, dass man sie erfolgreich durch hat, und sich nun endlos drüber aufregen kann.

3. Wenn es wirklich Vampire gebe: Wie stellst du sie dir vor? Underworld, Twilight, Dracula …?

Ich würde sie mir wie langsam körperlich zerfallende Blut-Junkies vorstellen, die alles tun würden, für ihren nächsten Stich. aber kaum die Geduld hätten darüber hinaus mit Menschen zu interagieren.

4. In welcher Zeit würdest du gerne leben?

Irgendwo in einer Zukunft, in der der Kampf ums wirtschaftliche Überleben durch technische Mittel zum Ende gekommen ist, und die Menschheit im Weltraum herumfliegt.

5. Welches Haustier wärst du gern?

Ich wäre gern gar niemandes Haustier. Haustier sein ist doof.

6. Würdest du manchmal gern in die Rolle des anderen Geschlechts schlüpfen?

Für ne Woche, oder so, würde ich mir das mal ganz witzig vorstellen. Aber eigentlich nur just for fun, ich würde mir da keine grundlegenden Antworten auf tiefgreifende Geschlechterfragen erhoffen. Vielleicht hätte ich dann weniger Probleme in meinen Geschichten Frauen zu schreiben, aber das wäre wohl auch der einzige erleuchtende Effekt, den ich mir da vorstellen könnte, obwohl da eine Woche sicher nicht reichen würde.

7. Rot- oder Weißwein?

Also, wenn schon Wein, dann rot.

8. Welche Frage wolltest du schon immer mal beantworten, aber noch nie hat sie dir jemand gestellt?

Das wäre dann wohl „Nehmen Sie die Wahl an?“ Je nach Amt würde ich entweder annehmen, oder den Fragesteller auslachen, und mit dem Finger auf ihn zeigen.

So, dann muss ich mir wohl 8 Fragen ausdenken, wenn ich das jetzt richtig begriffen habe:

1. Welcher Film ist von deinen Lieblingsfilmen der älteste, und warum?
2. Wenn dir Zeitreisen möglich wären, in welcher Zeit würdest du dich gerne mal umsehen?
3. Was würdest du in eine Zeitkapsel legen, wenn das Ende der Zivilisation bevorstünde?
4. Nehmen wir mal an, du bist Gott, und du musst mal dringend für 5 Minuten auf Toilette. Wem würdest du in der Zwischenzeit die Erde anvertrauen?
5. Wann haben wir endlich humanoide Roboter und Jetpacks?

Pfff… Drei Fragen noch, und mir fällt nichts ein…

6. Benutzt du diese Untersetzer für Gläser?
7. Welches Buch hat dich am meisten in deiner persönlichen Entwicklung beeinflusst? (Ja, ich weiß, Standardfrage)
8. Wo warst du, als „Dark Angel“ abgesetzt wurde?

So, jetzt die Blogs, von denen ich gerne Antworten hätte. Bitte fühlt euch nicht belästigt, die Teilnahme ist freiwillig trotz des Kettenbriefcharakters dieser Aktion:
Notproviant
Ti_Leo meint
Twidgeridoo
astrodicitum-simplex

Pfff… Mir fallen jetzt echt keine anderen vier Blogs ein. Und meine ganzen Bookmarks sind futsch, seit ich Windows neu installieren musste. Vier Blogs können sich also gerne noch in den Kommentaren melden, dann dürfen sie auch mitmachen. 😀

Hier der erste Nachzügler:
Linkshirnextremismus

Boah, vernetzen kann anstrengend sein…

Nachtrag Heute:
Was genau es nun mit diesem Blog-Stock-Dingsie auf sich hat, kann man hier nachlesen bei Stefan.Waidele.info: LINK! Einen Wikipediaartikel gibt es leider nicht mehr, der war wohl nicht relevant genug. Schade, der hätte mir weitergeholfen.
Tjaja…

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Psychologisches |
Okt
10
2010
--

John Lennon

Gestern wäre John Lennon 70 geworden, wenn er nicht 1980 von einem geistesgestörten Fänger-im-Roggen-Fan umgebracht worden wäre.
Ich erwische mich öfter dabei, zu überlegen, welche Rolle John Lennon wohl heute als gealterte Persönlichkeit in den Medien spielen würde, denn immerhin war er nicht nur einer der Beatles, sondern auch ein engagierter Friedensaktivist und Visionär.
Würde er heute noch Kampagnen für den Weltfrieden fahren? Oder würden wir ihn zum aktuellen Tagesgeschehen in Fernsehinterviews als desillusionierten, grantigen, alten Sack erleben, der die Hoffnung aufgegeben hat, dass die Welt einmal besser wird? Ich stelle mir letzteres wie die Fernsehpreisrede von Marcel Reich-Ranicki vor, bloss eben nicht zum Fernsehen, sondern zur Weltpolitik.
Rein aus Sicht des Zusehers hätte beides seinen Reiz. Der ältere aber immer noch in diversen Projekten aktive John Lennon, so wie der „ich-finde-das-alles-ganz-unerträglich“-John Lennon.
Würde die USA den 70jährigen John Lennon heute überhaupt einreisen lassen? Die hatten ja schon damals ihre Probleme mit ihm:

Tja, aber er ist ja leider schon vor fast 30 Jahren gewaltsam zu Tode gekommen. Schade.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches | Schlagwörter:
Aug
27
2010
4

Westerwelle in Gefahr!

Erinnert ihr euch noch, dass Guido Westerwelle ein Komplott der Medien vermutet hat, als kaum ein Medium seine Kritik an HartzIV-Empfängern gut finden wollte, und er außerdem wegen vergnüglicher Auslandsreisen mit Freunden aus der Wirtschaft selbst in der Kritik stand?
Irgendwie hat er da wohl nicht eingesehen, dass tatsächlich nicht alle sein Verhalten okay finden, im Gegenteil.

Warum er teilweise so empfindlich reagiert könnte aber teilweise tatsächlich an den Medien liegen.
So gab es Anfang August in der BZ diese Schlagzeile:

„Afghanistan Einsatz: Westerwelle: Gezielte Tötung rechtens“ (LINK)

Wenn man nur die Schlagzeile liest, und keine Ahnung hat, worum es geht, mag hier der Eindruck entstehen, als sei Westerwelle selbst quasi zum Abschuß freigegeben. Dem ist natürlich nicht so.
Offenbar ist der BZ diese Ambiguität wohl inzwischen bewusst geworden, denn mittlerweile hat man die Schlagzeile folgendermaßen geändert:

„Westerwelle: Taliban-Bekämpfung rechtens“ (LINK)

Nun ist diese Schlagzeile sicher eindeutig im Bezug auf eine vermutete Vogelfreiheit unseres Vizekanzlers, allerdings ist sie in Bezug auf die Sache leider ein wenig unpräziser.
Was genau ist „Taliban-Bekämpfung“? Dass es sich hier um die gezielte Tötung einzelner Talibanfüher handelt, geht aus dieser Überschrift nun nicht mehr hervor. Aber man kann eben nicht alles haben.

Daß Zufälle, wie diese unglückliche Schlagzeile kein Einzelfall sind, beweist auch dieser Screenshot von Google-News:

…aber da ist wohl keiner schuld, sondern sicher wirklich nur etwas verrutscht.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Linguistisches,Lustiges,Politisches | Schlagwörter: , ,
Aug
23
2010
3

Nichts Halbes und nichts Ganzes

Einen der albernsten der leider sehr langlebigen Modetrends finde ich die sogenannten 3/4-Hosen.
Hierbei handelt es sich um Hosen, bei denen das untere Viertel der Beinröhren fehlt. Als ich solch eine Hose vor einigen Jahren das erste Mal sah, war mein erster Gedanke, dass die Trägerin sich nicht selbst anziehen kann, weil sie sonst bemerkt hätte, dass sie Hochwasser trage.
Leider sind heute – wie erwähnt Jahre später – solche Hosen immer noch sehr beliebt, besonders – aber nicht nur, wie es scheint – bei wohlhabenderen Damen der feinen Gesellschaft. Gerne wohl auch, wenn sie auf Sylt Urlaub machen. Da sieht man solche Hosen echt oft.

Gerade heute hat sich die Trägerin solch einer Hose an einer Supermarktkasse an mir vorbeigedrängelt. Die Nase in den Wolken, legte Sie ihre Artikel auf das Förderband an der Kasse, wobei sie den Blick der Kassiererin durch schräges an die Decke starren mied, und selbige nach dem Einkauf anblaffte, dass sie keinen Kassenbon benötige.
Die Frau hatte etwas sehr verbissenes.
Sie war ganz in weiß gekleidet, verfügte über eine von Spezialisten sorgfältig in Stase versetzte Frisur, dicke goldene Ringe an mehreren Fingern, und – eben – diese absonderlichen Hochwasserhosen.
Eine Bekannte, die auch solche Hosen zu tragen pflegte, erwiderte auf meine Kritik einmal: „Das soll so, du Dummerchen!“
Das soll so? Was soll das? Beknackt aussehen? Mission erfolgreich. Was kommt als nächstes? Meterlange Clownsschuhe? Sombreros mit Antennen?

Mal als Beispiel: Seit den 80ern gibt es ja diesen Trend zu aufgeschlissenen Jeanshosen. Gerne mit zerfetztem Loch über den Knien. Das ist eine Sache, zu der man stehen kann, wie man will.
Die Knie schleißen bei einer Jeans gerne mal auf, und im Prinzip ist es ja positiv, wenn man sie dann weitertragen kann, obwohl entstandene Löcher ja nun keine wirklich praktische oder komfortable Funktion haben.
Spätestens dann jedoch, wenn man die Jeans mit fein säuberlich abgenähten Knielöchern herstellt, wird es albern. Das würde nämlich signalisieren, dass die Knie bei der Hose extra ausgespart wurden, um die Kniegelenke des Trägers bzw. der Trägerin der Zugluft auszusetzen. Und genau so etwas sind diese Hochwasserhosen.

Nein, moment, die Hochwasserhosen sind schlimmer: Die sähen nämlich selbst dann albern aus, wenn sie nicht fein säuberlich abgenäht wären, sondern zerfetzt abgerissen. Selbst bei einer Jeans, wäre das dämlich. Da würde man dann ja aussehen wie ein Schiffbrüchiger.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges | Schlagwörter: , ,
Aug
14
2010
2

Schock! Philanthropische Energielobby droht mit Ausstieg aus dem Atomstrom!

Ist das jetzt Sommerloch oder Wunschdenken? Eine Ente? Ich bin mir selbst nicht so ganz sicher. Wie man bei Spiegel-Online nachlesen kann, drohen aber nun die Energiekonzerne mit dem Ausstieg aus der Atomenergie, den fast alle außer den Energiekonzernen sowieso schon seit 20 Jahren wollen.
Da will Schwarz-Gelb wohl eine Steuer auf Brennelemente einführen, eigentlich sinnig sowas, wenn man bedenkt dass es aufgrund der fehlenden Nachhaltigkeit auch Ökosteuer auf Benzin und Diesel gibt. Brennelemente sind sicher noch viel weniger nachhaltig als Diesel ist. Immerhin braucht man für Abgase aus Dieselmotoren keine teuren Endlager in undichten und einsturzgefährdeten Salzbergwerken.
Wenn jetzt die einzigen Nutznießer der Atomkraft mit Ausstieg „drohen“, fragt man sich direkt, was als nächstes kommt.
Droht morgen der Papst damit, dass Frauen Priester werden dürfen, wenn die Feministinnen nicht aufhören zu meckern? Oder Dieter Bohlen damit sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen?

Ich find das Sommerloch super: Es brachte uns bis jetzt schon Blumenkübel und die Androhung des Atomausstiegs von Seiten der Energiekonzerne. Wie geht es wohl weiter? Wir warten mit angehaltenem Atem!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gesellschaftliches,Lustiges,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Aug
11
2010
11

Unglaubliche Erkenntnisse bezüglich HartzIV

Beschert uns die Autorin und Filmemacherin Rita Knobel-Ulrich.

Nochmal die Erkenntnisse dieses Zusammenschnitts zusammengefasst:

  • Frau Knobel-Ulrich kann sich ein Taxi leisten.
  • Eine 4-köpfige Familie bekommt mehr HartzIV, als ein Taxifahrer, mit dem Frau Knobel-Ulrich sich unterhalten hat, erarbeitet.
  • Frau Knobel-Ulrich kann sich den Frisör leisten.
  • Ein unabhängiges Gutachten des Frisörs von Frau Knobel-Ulrich hat ergeben, dass ganz viele HartzIV-Empfänger sich nicht bewegen wollen, und daher nebenbei arbeiten
  • Frau Knobel-Ulrich putzt nicht gerne.
  • Bei HartzIV-Empfängern ist Menschenwürde nicht so wichtig, weil viele Niedriglöhner auch keine haben, wenn sie morgens mit der U-Bahn zur Arbeit fahren.(So versteh ich den Passus zumindest)
  • Das Leben ist kein Wunschkonzert.

Wenn dieser hochinteressante Zusammenschnitt jedoch eines zeigt, ist dies, wie wenig Ahnung Menschen mit gesichtertem Einkommen vom Leben eines HartzIV-Empfängers oder Niedriglöhners haben. Und das Publikum klatscht ihr auch noch zu. Traurig.

Noch ein paar Links zu dem Thema:
Am 25.5 2008 war Frau Knobel Ulrich schonmal bei Anne Will, und hat da ganz ähnlich vom Stapel gelassen:
Nebenbei bemerkt… Applaus für Rita Knobel-Ulrich

Auch zu der Sendung von 2008 gibt es diesen offenen Brief an Frau Knobel-Ulrich:
das-kleine-nachtbuechlein.blog.de Offener Brief an Frau Dr. Rita Knobel-Ulrich…

Die gute Frau hat vertritt also schon länger die Meinung, dass HartzIV-Empfänger viel zu viel Geld bekommen, und viele von ihnen „sich nicht bewegen“ wollen.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Gruseliges | Schlagwörter:

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Nov
19
2010
--

Die, die keine Angst haben, sollen sich doch hinter dem Ofen verstecken!

Zu dem unsäglichen Kommentar von Rainald Becker, der im letzten Beitrag schon verlinkt ist, findet man noch weitere Meinungen im Netz. Ich selbst erspare es mir mal, das ganze weiter zu kommentieren, oder gar auf Logikfehler hin zu untersuchen. Von mir nur schnell dies hier:

Ansonsten berichtet schon Netzpolitik und bei Florian Altherr ist auch schon was.

Nachtrag: Auch die Innenansichten bei Annalist beschäftigen sich mit dem Herrn.

Nov
19
2010
2

UIUIUI! PAANIK!

Nur einen Tag nachdem unser Herr Innenminister mit der feschen Frisur diffuse Warnblasen ausstieß, die besagen, dass es Hinweise gibt, dass da wer wo mal was machen könnte, wird in Namibia prompt ein Koffer gefunden.
Man weiß zwar noch nichts, aber man nimmt in Politik und Medien an, dass es sich bei dem Koffer natürlich um eine Kofferbombe handelt, die nach München adressiert ist.

Man lese hier bei der Baseler Zeitung:

Unklar ist, ob die Vorrichtung zündfähig war. Eine Air-Berlin-Sprecherin sagte, sie habe die Information, dass es sich um eine «verdächtige Vorrichtung ohne Sprengstoff» handle. […] Laut Air Berlin war das verdächtige Gepäckstück in Windhuk in einer Halle entdeckt worden, in der sich auch das Gepäck für den Flug nach München befand. Es sei aber «ungelabelt» gewesen, sei also nicht mit Informationen zu Ziel oder Eigentümer versehen gewesen.

Aha. Also eine verdächtige Vorrichtung ohne Sprengstoff also, die nicht nach Deutschland adressiert ist.
Ganz klar! Das ist der Terroranschlag, vor dem uns Thomas DeMaizière gewarnt hat!

Später berichten dann der Stern, das ZDF und N24 über die Bombe die keine war, und kommen sich zwischen den Zeilen selbst ein wenig albern vor. Interessant, dass das ZDF vom „Testlauf einer Behörde“ redet. Aus dem Munde eines anderen Mediums klänge das ja schon nach Verschwörungstheorie.

Beim Ersten kommt man hingegen zu anderen Schlussfolgerungen. Dort nimmt man die unverhältnismäßige Panikmache von Politik und Medien zum Anlass, mal eben schärfere Sicherheitsgesetze zu fordern. Vorratsdatenspeicherung und verdachtsunabhängige Fingerabdrucknahme eingeschlossen. Verlinkt über Fefe hier —> LINK.

Kann das alles noch normale Toffeligkeit sein? Oder versuchen die staatlichen Stellen hier unverhältnismäßige Überwachungsgesetze durchzudrücken? Vielleicht sehen sie ihre Felle ja schon davon schwimmen, mit all den Massenprotesten zur Zeit?

Wer noch immer Angst vor bösen Terroristen hat, dem empfehle ich folgendes Video:

Nov
17
2010
2

Terror!

Wie die Welt berichtet, und man tatsächlich sogar auch auf den Seiten des Bundesinnenministeriums nachlesen kann, warnt der Innenminister vor Terror in Deutschland. Und zwar Ende November.
Wer beide Links nicht drücken mag, hier ist nochmal die gleiche Geschichte auf den Seiten der Tagesschau.

Es verstärke sich international die Bedrohungslage, man habe schon 2009 Hinweise gehabt, diese verstärken sich momentan gerade.

Hinweise worauf? Hinweise darauf, dass Al Qaida Terroranschläge in Europa und auch in Deutschland plane.

In Zusammenarbeit mit allen möglichen Sicherheitsbehörden ist man sich wohl auch einig, dass man es mit einer neuen Situation zu tun hat.

Was soll jetzt das schon wieder bedeuten? Die neue Situation, von der wir nichts genaues berichtren können, weil’s geheim ist, ist anders als die alte Situation, von der wir auch nichts berichten können, weil’s geheim ist, oder was?

Anscheinend gibt es auch konkrete Ermittlungsansätze für was auch immer.
Was wo in die Luft gesprengt oder terrorisiert werden soll erfahren wir nicht, aber immerhin wann: Ende November nämlich.

Selbst wenn man all den schwurbeligen Fast-Informationen glauben schenken darf, die der Innenminister uns da auftischt, frage ich mich, was diese diffuse und wenig spezifizierte Warnung für einen Sinn hat.
Wüsste das Innenministerium, dass Anschläge in einem bestimmten Gebäude einer bestimmten Stadt geplant sind, müsste man dann nicht die Bürger warnen? Und hätte das dann überhaupt Sinn, oder würden die Terroristen nicht das Ziel wechseln, sobald sie aus der Tageszeitung erfahren haben, dass DeMezière ihnen auf der Spur ist?
Wäre es da nicht besser gewesen gar niemanden zu warnen, anstatt irgendwelche vagen Unheilsbotschaften zu verkünden?
Denkt DeMezière, dass die Bundesbürger sich besser fühlen, wenn man ihnen sagt, dass es Anlass gäbe zu glauben, dass irgendwann irgendwas in die Luft fliegt?

Oder soll das alles nur von der Rente mit 67 oder ähnlichem Nonsens ablenken?

Weitere Gedanken zu dem Thema beim Pantoffelpunk und bei Kaffebeimir. Bei Twitter hat es „Terrorwarnung“ sogar in die Trending Topics geschafft.

Update: Die Gewerkschaft der Polizei spricht von den nicht näher spezifizierten Terrorakten, zu denen ermittelt wird, weil es Grund zu der Annahme gibt, dass da wer was plant als „drohende Gefahr“. Näher geht man nicht darauf ein, worum es sich bei der Gefahr eigentlich handelt, findet es aber gut, dass der Innenminister endlich in der Öffentlichkeit auf sie hinweist.
Warum ist das gut? Wenn es eine Gefahr gibt, erzählt man uns ja auch hier wieder nicht, wie wir uns vor ihr schützen können. Vollkommen sinnlos bis kontraproduktiv also die „Offenheit“ des Innenministers.

Nov
16
2010
3

Japan.

Ich versteh‘ es nicht.
Solange es flash noch gibt, hier ein paar Youtube-Videos:

Hat man Hunger auf Süßes, dann hilft einem dieses markante japanische Produkt:

Und hat man das dann alles gegessen, und bekommt Bauchschmerzen, hilft einem dieser Englischkurs beim Arztbesuch weiter:

Für den Fall, dass man auf dem Rückweg vom Arzt überfallen wird, gibt es auch die passende Englischlektion:

Kommt man dann frustriert zuhause an, nach all dem Durch- und Überfall, dann kann man das dann seiner Plastikpflanze erzählen, die aufmerksam zuhört:

Ich versteh‘ es nicht.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gesellschaftliches,Lustiges | Schlagwörter:
Okt
24
2010
12

Stöckchen-Blog-Dingsda

Hier ein paar Fragen, die mich vor einiger Zeit aus Pfefferonis Blog erreicht haben. Es sind 8 Fragen, und ich glaube das ganze ist irgendeine Art von Blogparade. Ich gehe einfach mal davon aus, dass ich die neuen 8 Fragen beantworten muss, und 8 weitere stellen muss.
Vielleicht ist so eine Blogparade ja auch viel lustiger, wenn die Regeln sich jedesmal ein wenig stillpostalisch verändern, und keiner weiß, was er jetzt eigentlich machen soll. Das gäbe dem ganzen Konzept sozusagen evolutionäres Potential, und das ganze kann sich viel unvorhergesehener verselbständigen.
Aber nun zu den Fragen, die einer beantwortung harren:

1. Wenn deine Wohnung abbrennen würde und du könntest drei Sachen retten. Was wäre das?

Pff. Immer diese schwierigen Fragen. Ich denke mal das erste wäre die portable Festplatte mit all meinen Romananfängen und sonstigen schriftstellerischen Versuchen drauf. Das zweite wäre die Kamera, um das Feuer von außen zu fotografieren. (Sieht bestimmt heiß aus) Und das dritte wäre wohl meine Gitarre, denke ich mal.

2. Hast du es schon mal bereut, ein Buch gelesen zu haben?

Nein. Ich habe es schon bereut Bücher gekauft zu haben, wenn sie schlecht sind. Wenn sie allzu schlecht sind, lese ich sie aber auch meist nicht zuende, in so fern gibt es da nicht viel zu bereuen. Manche Bücher lese ich ja gerade auch weil sie schlecht sind. Twilight zum Beispiel. Das tut zwar im Kopf weh, während man sie liest, aber man ist dann später dafür um so stolzer, dass man sie erfolgreich durch hat, und sich nun endlos drüber aufregen kann.

3. Wenn es wirklich Vampire gebe: Wie stellst du sie dir vor? Underworld, Twilight, Dracula …?

Ich würde sie mir wie langsam körperlich zerfallende Blut-Junkies vorstellen, die alles tun würden, für ihren nächsten Stich. aber kaum die Geduld hätten darüber hinaus mit Menschen zu interagieren.

4. In welcher Zeit würdest du gerne leben?

Irgendwo in einer Zukunft, in der der Kampf ums wirtschaftliche Überleben durch technische Mittel zum Ende gekommen ist, und die Menschheit im Weltraum herumfliegt.

5. Welches Haustier wärst du gern?

Ich wäre gern gar niemandes Haustier. Haustier sein ist doof.

6. Würdest du manchmal gern in die Rolle des anderen Geschlechts schlüpfen?

Für ne Woche, oder so, würde ich mir das mal ganz witzig vorstellen. Aber eigentlich nur just for fun, ich würde mir da keine grundlegenden Antworten auf tiefgreifende Geschlechterfragen erhoffen. Vielleicht hätte ich dann weniger Probleme in meinen Geschichten Frauen zu schreiben, aber das wäre wohl auch der einzige erleuchtende Effekt, den ich mir da vorstellen könnte, obwohl da eine Woche sicher nicht reichen würde.

7. Rot- oder Weißwein?

Also, wenn schon Wein, dann rot.

8. Welche Frage wolltest du schon immer mal beantworten, aber noch nie hat sie dir jemand gestellt?

Das wäre dann wohl „Nehmen Sie die Wahl an?“ Je nach Amt würde ich entweder annehmen, oder den Fragesteller auslachen, und mit dem Finger auf ihn zeigen.

So, dann muss ich mir wohl 8 Fragen ausdenken, wenn ich das jetzt richtig begriffen habe:

1. Welcher Film ist von deinen Lieblingsfilmen der älteste, und warum?
2. Wenn dir Zeitreisen möglich wären, in welcher Zeit würdest du dich gerne mal umsehen?
3. Was würdest du in eine Zeitkapsel legen, wenn das Ende der Zivilisation bevorstünde?
4. Nehmen wir mal an, du bist Gott, und du musst mal dringend für 5 Minuten auf Toilette. Wem würdest du in der Zwischenzeit die Erde anvertrauen?
5. Wann haben wir endlich humanoide Roboter und Jetpacks?

Pfff… Drei Fragen noch, und mir fällt nichts ein…

6. Benutzt du diese Untersetzer für Gläser?
7. Welches Buch hat dich am meisten in deiner persönlichen Entwicklung beeinflusst? (Ja, ich weiß, Standardfrage)
8. Wo warst du, als „Dark Angel“ abgesetzt wurde?

So, jetzt die Blogs, von denen ich gerne Antworten hätte. Bitte fühlt euch nicht belästigt, die Teilnahme ist freiwillig trotz des Kettenbriefcharakters dieser Aktion:
Notproviant
Ti_Leo meint
Twidgeridoo
astrodicitum-simplex

Pfff… Mir fallen jetzt echt keine anderen vier Blogs ein. Und meine ganzen Bookmarks sind futsch, seit ich Windows neu installieren musste. Vier Blogs können sich also gerne noch in den Kommentaren melden, dann dürfen sie auch mitmachen. 😀

Hier der erste Nachzügler:
Linkshirnextremismus

Boah, vernetzen kann anstrengend sein…

Nachtrag Heute:
Was genau es nun mit diesem Blog-Stock-Dingsie auf sich hat, kann man hier nachlesen bei Stefan.Waidele.info: LINK! Einen Wikipediaartikel gibt es leider nicht mehr, der war wohl nicht relevant genug. Schade, der hätte mir weitergeholfen.
Tjaja…

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Psychologisches |
Okt
10
2010
--

John Lennon

Gestern wäre John Lennon 70 geworden, wenn er nicht 1980 von einem geistesgestörten Fänger-im-Roggen-Fan umgebracht worden wäre.
Ich erwische mich öfter dabei, zu überlegen, welche Rolle John Lennon wohl heute als gealterte Persönlichkeit in den Medien spielen würde, denn immerhin war er nicht nur einer der Beatles, sondern auch ein engagierter Friedensaktivist und Visionär.
Würde er heute noch Kampagnen für den Weltfrieden fahren? Oder würden wir ihn zum aktuellen Tagesgeschehen in Fernsehinterviews als desillusionierten, grantigen, alten Sack erleben, der die Hoffnung aufgegeben hat, dass die Welt einmal besser wird? Ich stelle mir letzteres wie die Fernsehpreisrede von Marcel Reich-Ranicki vor, bloss eben nicht zum Fernsehen, sondern zur Weltpolitik.
Rein aus Sicht des Zusehers hätte beides seinen Reiz. Der ältere aber immer noch in diversen Projekten aktive John Lennon, so wie der „ich-finde-das-alles-ganz-unerträglich“-John Lennon.
Würde die USA den 70jährigen John Lennon heute überhaupt einreisen lassen? Die hatten ja schon damals ihre Probleme mit ihm:

Tja, aber er ist ja leider schon vor fast 30 Jahren gewaltsam zu Tode gekommen. Schade.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches | Schlagwörter:
Aug
27
2010
4

Westerwelle in Gefahr!

Erinnert ihr euch noch, dass Guido Westerwelle ein Komplott der Medien vermutet hat, als kaum ein Medium seine Kritik an HartzIV-Empfängern gut finden wollte, und er außerdem wegen vergnüglicher Auslandsreisen mit Freunden aus der Wirtschaft selbst in der Kritik stand?
Irgendwie hat er da wohl nicht eingesehen, dass tatsächlich nicht alle sein Verhalten okay finden, im Gegenteil.

Warum er teilweise so empfindlich reagiert könnte aber teilweise tatsächlich an den Medien liegen.
So gab es Anfang August in der BZ diese Schlagzeile:

„Afghanistan Einsatz: Westerwelle: Gezielte Tötung rechtens“ (LINK)

Wenn man nur die Schlagzeile liest, und keine Ahnung hat, worum es geht, mag hier der Eindruck entstehen, als sei Westerwelle selbst quasi zum Abschuß freigegeben. Dem ist natürlich nicht so.
Offenbar ist der BZ diese Ambiguität wohl inzwischen bewusst geworden, denn mittlerweile hat man die Schlagzeile folgendermaßen geändert:

„Westerwelle: Taliban-Bekämpfung rechtens“ (LINK)

Nun ist diese Schlagzeile sicher eindeutig im Bezug auf eine vermutete Vogelfreiheit unseres Vizekanzlers, allerdings ist sie in Bezug auf die Sache leider ein wenig unpräziser.
Was genau ist „Taliban-Bekämpfung“? Dass es sich hier um die gezielte Tötung einzelner Talibanfüher handelt, geht aus dieser Überschrift nun nicht mehr hervor. Aber man kann eben nicht alles haben.

Daß Zufälle, wie diese unglückliche Schlagzeile kein Einzelfall sind, beweist auch dieser Screenshot von Google-News:

…aber da ist wohl keiner schuld, sondern sicher wirklich nur etwas verrutscht.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Linguistisches,Lustiges,Politisches | Schlagwörter: , ,
Aug
23
2010
3

Nichts Halbes und nichts Ganzes

Einen der albernsten der leider sehr langlebigen Modetrends finde ich die sogenannten 3/4-Hosen.
Hierbei handelt es sich um Hosen, bei denen das untere Viertel der Beinröhren fehlt. Als ich solch eine Hose vor einigen Jahren das erste Mal sah, war mein erster Gedanke, dass die Trägerin sich nicht selbst anziehen kann, weil sie sonst bemerkt hätte, dass sie Hochwasser trage.
Leider sind heute – wie erwähnt Jahre später – solche Hosen immer noch sehr beliebt, besonders – aber nicht nur, wie es scheint – bei wohlhabenderen Damen der feinen Gesellschaft. Gerne wohl auch, wenn sie auf Sylt Urlaub machen. Da sieht man solche Hosen echt oft.

Gerade heute hat sich die Trägerin solch einer Hose an einer Supermarktkasse an mir vorbeigedrängelt. Die Nase in den Wolken, legte Sie ihre Artikel auf das Förderband an der Kasse, wobei sie den Blick der Kassiererin durch schräges an die Decke starren mied, und selbige nach dem Einkauf anblaffte, dass sie keinen Kassenbon benötige.
Die Frau hatte etwas sehr verbissenes.
Sie war ganz in weiß gekleidet, verfügte über eine von Spezialisten sorgfältig in Stase versetzte Frisur, dicke goldene Ringe an mehreren Fingern, und – eben – diese absonderlichen Hochwasserhosen.
Eine Bekannte, die auch solche Hosen zu tragen pflegte, erwiderte auf meine Kritik einmal: „Das soll so, du Dummerchen!“
Das soll so? Was soll das? Beknackt aussehen? Mission erfolgreich. Was kommt als nächstes? Meterlange Clownsschuhe? Sombreros mit Antennen?

Mal als Beispiel: Seit den 80ern gibt es ja diesen Trend zu aufgeschlissenen Jeanshosen. Gerne mit zerfetztem Loch über den Knien. Das ist eine Sache, zu der man stehen kann, wie man will.
Die Knie schleißen bei einer Jeans gerne mal auf, und im Prinzip ist es ja positiv, wenn man sie dann weitertragen kann, obwohl entstandene Löcher ja nun keine wirklich praktische oder komfortable Funktion haben.
Spätestens dann jedoch, wenn man die Jeans mit fein säuberlich abgenähten Knielöchern herstellt, wird es albern. Das würde nämlich signalisieren, dass die Knie bei der Hose extra ausgespart wurden, um die Kniegelenke des Trägers bzw. der Trägerin der Zugluft auszusetzen. Und genau so etwas sind diese Hochwasserhosen.

Nein, moment, die Hochwasserhosen sind schlimmer: Die sähen nämlich selbst dann albern aus, wenn sie nicht fein säuberlich abgenäht wären, sondern zerfetzt abgerissen. Selbst bei einer Jeans, wäre das dämlich. Da würde man dann ja aussehen wie ein Schiffbrüchiger.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges | Schlagwörter: , ,
Aug
14
2010
2

Schock! Philanthropische Energielobby droht mit Ausstieg aus dem Atomstrom!

Ist das jetzt Sommerloch oder Wunschdenken? Eine Ente? Ich bin mir selbst nicht so ganz sicher. Wie man bei Spiegel-Online nachlesen kann, drohen aber nun die Energiekonzerne mit dem Ausstieg aus der Atomenergie, den fast alle außer den Energiekonzernen sowieso schon seit 20 Jahren wollen.
Da will Schwarz-Gelb wohl eine Steuer auf Brennelemente einführen, eigentlich sinnig sowas, wenn man bedenkt dass es aufgrund der fehlenden Nachhaltigkeit auch Ökosteuer auf Benzin und Diesel gibt. Brennelemente sind sicher noch viel weniger nachhaltig als Diesel ist. Immerhin braucht man für Abgase aus Dieselmotoren keine teuren Endlager in undichten und einsturzgefährdeten Salzbergwerken.
Wenn jetzt die einzigen Nutznießer der Atomkraft mit Ausstieg „drohen“, fragt man sich direkt, was als nächstes kommt.
Droht morgen der Papst damit, dass Frauen Priester werden dürfen, wenn die Feministinnen nicht aufhören zu meckern? Oder Dieter Bohlen damit sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen?

Ich find das Sommerloch super: Es brachte uns bis jetzt schon Blumenkübel und die Androhung des Atomausstiegs von Seiten der Energiekonzerne. Wie geht es wohl weiter? Wir warten mit angehaltenem Atem!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gesellschaftliches,Lustiges,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Aug
11
2010
11

Unglaubliche Erkenntnisse bezüglich HartzIV

Beschert uns die Autorin und Filmemacherin Rita Knobel-Ulrich.

Nochmal die Erkenntnisse dieses Zusammenschnitts zusammengefasst:

  • Frau Knobel-Ulrich kann sich ein Taxi leisten.
  • Eine 4-köpfige Familie bekommt mehr HartzIV, als ein Taxifahrer, mit dem Frau Knobel-Ulrich sich unterhalten hat, erarbeitet.
  • Frau Knobel-Ulrich kann sich den Frisör leisten.
  • Ein unabhängiges Gutachten des Frisörs von Frau Knobel-Ulrich hat ergeben, dass ganz viele HartzIV-Empfänger sich nicht bewegen wollen, und daher nebenbei arbeiten
  • Frau Knobel-Ulrich putzt nicht gerne.
  • Bei HartzIV-Empfängern ist Menschenwürde nicht so wichtig, weil viele Niedriglöhner auch keine haben, wenn sie morgens mit der U-Bahn zur Arbeit fahren.(So versteh ich den Passus zumindest)
  • Das Leben ist kein Wunschkonzert.

Wenn dieser hochinteressante Zusammenschnitt jedoch eines zeigt, ist dies, wie wenig Ahnung Menschen mit gesichtertem Einkommen vom Leben eines HartzIV-Empfängers oder Niedriglöhners haben. Und das Publikum klatscht ihr auch noch zu. Traurig.

Noch ein paar Links zu dem Thema:
Am 25.5 2008 war Frau Knobel Ulrich schonmal bei Anne Will, und hat da ganz ähnlich vom Stapel gelassen:
Nebenbei bemerkt… Applaus für Rita Knobel-Ulrich

Auch zu der Sendung von 2008 gibt es diesen offenen Brief an Frau Knobel-Ulrich:
das-kleine-nachtbuechlein.blog.de Offener Brief an Frau Dr. Rita Knobel-Ulrich…

Die gute Frau hat vertritt also schon länger die Meinung, dass HartzIV-Empfänger viel zu viel Geld bekommen, und viele von ihnen „sich nicht bewegen“ wollen.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Gruseliges | Schlagwörter: