Impactsuspect » Friesisches
Mai
08
2010
4

Ornithologen vor!

Ist das auf folgendem Bild ein Rabe, oder handelt es sich nur um eine Rabenkrähe? Größenvergleich leider nicht möglich, da das Vieh etwa 20 Meter hoch auf einem Baum hockte. Wer was weiß, darf gerne kommentieren:

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Mai
03
2010
3

Schlaumeier-Schilder

Wir haben also nun bereits seltsam formulierte Verbotsschilder, Doppelbindungsschilder, Schilder mit verschiedenen Graden von Exklusivität und sehr höfliche Schilder kennengelernt.
Neulich ist mir aber eine weitere Sorte Schild aufgefallen: Die Schlaumeierschilder, die in Fachkreisen auch Paradoxienauslöser oder Roboterkiller genannt werden.

Während es sich bei Doppelbindungsschildern um zwei verschiedene Schilder handelt, die einander entgegengesetzte Weisungen enthalten, widerspricht sich ein echter Roboterkiller selbst, oder zumindest in Kombination mit einer allgemeinen Weisung außerhalb des Schildes.

Folgendes Schild markiert z. B. den Eingang zur Westerländer Fußgängerzone:

Dieses Schild enthält folgende Aussagen:

– Vernünftige fahren in diesem Bereich nicht Rad
– Wer hier Radfahren will, oder wer anstalten dazu macht, dem ist es verboten.

Außerdem impliziert das Schild auch noch folgende, weitere Aussagen:

– Wer in diesem Bereich Rad fahren will, oder dazu Anstalten macht ist unvernünftig
– Vernünftigen ist es nicht verboten hier Rad zu fahren. (Es ist ja nur allen anderen verboten)

Steht man nioht unter dem Zwang Rad fahren zu wollen, ist dieses Schild eher harmlos, wenn auch seltsam formuliert.
Dann gilt:

Ich will hier nicht Rad fahren, also bin ich vernünftig. Somit ist es mir zwar nicht verboten Rad zu fahren, aber ich würde es trotzdem nie tun.

Problematisch wird es, wenn man an sich gerne Radfahren möchte, es aber nicht tut, weil man vernünftig ist.
Dann würde gelten:

Ich will hier zwar Rad fahren, mache es aber nicht, weil ich vernünftig bin. Immerhin ist dies eine Fußgängerzone.
Da ich das – vernüftiger Weise – erkannt habe, verliert das Verbot nicht Rad zu fahren für mich an Gültigkeit, weil das Verbot ja nicht für Vernünftige gilt.
Ich will also losradeln, als ich merke, dass allein die Ausführung einer Radfahrhandlung dafür sorgen würde, dass ich in die Gruppe der „Unvernünftigen“ umgestuft werde, womit mir das radfahren wieder verboten ist.

Als Mensch hat man nun drei Optionen:

1.) Ich setze mich über das Verbot hinweg, und stecke weg, dass das Schild mich schon vorauseilend als „unvernünftig“ beschimpft hat, und nun auch noch im Recht ist.

2.) Ich halte mich an das Verbot, weil ich nicht will, dass das schnippische Schild mich für unvernünftig hält.

Oder 3.) Ich setze mich über das Verbot des Schildes alleine schon deswegen hinweg, weil es alle Betrachter quasi als „potentielle Unvernünftige“ bezeichnet, und ich mir als chronischer Querulant von Schildern keine Beleidigungen an den Kopf werfen lasse, und seien sie noch so potentiell!
Das Fahren meines Zweirades nutze ich somit als Weg, dem blasierten Schild zu zeigen, wo der Hammer hängt!! Das hat es nun davon, das blöde Schild!!! Ist in der Schule bestimmt immer verprügelt worden!!!! Viva la Revolucion!!!!!!

Ich weiß ja nicht, wie es dem geneigten Leser geht, aber bei „Fahrad fahren verboten!“ oder „Bitte absteigen!“ hätte ich mir diese Gedanken nicht gemacht.
Dieses Schild kommt aber wie ein Schlaumeier daher, und kategoriesiert seine Betrachter schon im Vorraus. Das macht das Schild höchst unsympathisch, wie ich finde.

Warum aber nennt man diese Schilder auch Roboterkiller?
Ganz einfach: Auch wenn man nicht glaubt, dass es einmal positronische Roboter geben wird, die nach Asimovs drei Gesetzen funktionieren, ist eines klar:
Das zweite Asimovsche Robotergesetz wird auch in der wirklichen Welt für humanoide Roboter gelten. Grob zusammengefasst lautet es:

Ein Roboter soll den Befehlen von Menschen gehorchen.

Ist ja klar, dass das gilt. Auf seine Weise gehorcht schließlich auch ein Toaster oder ein Videorecorder den Befehlen von Menschen, soweit er dazu fähig ist.
Technologie soll ja machen was man ihr sagt. Ansonsten hätte schon längst jemand einen Videorecorder erfunden, der statt der programmierten Sendungen zufällige andere aufnimmt.
Obwohl dies in Einzelfällen vorgekommen sein mag, war dies doch in keinem Fall die Intention der Entwickler des Gerätes.
Macht ein humanoider Roboter also nicht, was man sagt – wozu bräuchte man ihn dann? Eben.

Sie geben ihrer VCP3409-Einheit also folgenden Befehl:

„Bring dieses Päckchen bitte zu der und der Adresse. Fahr mit dem Rad, und bitte auf dem schnellsten Weg, es ist dringend.“

Der Android fährt mit seinem titanverstärkten Drahtesel also los, freudig zu dienen, bis er an obiges Schild kommt.
Das Schild enthält ein Verbot. Ein Verbot ist im Grunde genommen ein negativer Befehl, den der Roboter befolgen muss, weil das Schild von Menschen aufgestellt wurde.
Selbst wenn der Roboter zu dem Schluß käme, dass dieses Verbot nicht von „seinem Menschen“ (sprich Besitzer) ausgesprochen wurde, so ist ihm doch klar, dass es ein offizielles Schild ist, welches auch Menschen beachten müssen. Somit muss er es erst recht beachten.
VCP3409 steigt also ab, und will das Rad schieben. In dem Moment bemerkt er, dass er zu der Gruppe der Vernünftigen gehört, für die das Verbot nicht gilt. Also steigt er wieder auf, fährt einen Zentimeter, bis er merkt, dass er wieder zu den Unvernünftigen gehört, für die das Verbot gilt. Also steigt er wieder ab, merkt, dass er vernünftig ist, und steigt wieder auf, und so weiter…

Da es in dem dringlich vorgebrachten Befehl seines Besitzers keine Einschränkung für Fußgängerzonen gibt, gilt noch immer die Weisung mit dem Rad zum Ort der Ablieferung des Päckchens zu fahren.
Diese Weisung wird immer nur dann ausser Kraft gesetzt, wenn der Roboter tatsächlich Anstalten macht zu radeln. Ist er im Begriff nicht zu radeln, erscheint es ihm aber ohne weiteres möglich zu radeln.

Das Resultat:
Der arme VCP3409, der nur seinem Besitzer dienen wollte, ist in einer unauflöslichen Logikschleife gefangen.
Schon etwa 3 Sekunden, nachdem er den Text des Schildes gelesen hat, wird er aufhören sich für Menschen sichtbar zu bewegen, und nach gut einer dreiviertel Stunde ist sein Positronengehirn hoffnungslos überhitzt. Es kann nicht wieder hergestellt werden.
Je nachdem, um welchen Typ Gehirn es sich handelt, beginnt selbiges nach etwa einer Stunde deutlich sichbar zu schmoren, und wenn sich nach 16 Stunden noch immer niemand um den armen Roboter gekümmert hat, ist es sogar möglich, dass er explodiert. (Wenn seine Fusionsleiter schlecht gearbeitet sind)

Um sich dieses Phänomen zunutze zu machen, haben antipositronische Terrorgruppen solche Schilder schon gezielt eingesetzt, um Anschläge auf Roboter zu verüben.
Dabei wurden gezielt „Roboterkiller“ so formuliert, dass sie noch nichteinmal der vorherigen Aufforderung Rad zu fahren bedürfen:

Apr
21
2010
2

Rätselgrafitto

Ich fahre mehrmals die Woche an einem Sicherungskasten an der Strasse in Wenningstedt vorbei, und jedesmal frage ich mich, was das darauf abgebildete Grafitto zu bedeuten hat:

Was ist das? Ein Männlein in Daunenjacke mit sehr dickem linken Arm?
Ein mutierter Schmetterling? Oder doch ein abstraktes Portrait Werner Wernersens aus der kubistischen Phase von Rötger Feldmann?
Kann da jemand weiterhelfen?

Written by Heiko C. in: Friesisches,Psychologisches | Schlagwörter: , ,
Apr
18
2010
0

Vulkanaschensonnenuntergang

Ein paar Fotos, die ich vorgestern zum Sonnenuntergang gemacht habe. Die ansonsten kaum sichtbare Aschewolke hat die Farben des Sonnenuntergangs zwar recht rot, aber farblich auch recht blass hat werden lassen. Die fehlenden Flugzeugabgase scheinen ausserdem den Sonnenuntergang nicht ganz so rot werden lassen, wie er hätte werden können.
Ich finde es sind trotzdem hübsche Bilder geworden. Hier sind einige von ihnen unbearbeitet.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: ,
Apr
13
2010
6

Exklusives Sylt ist exklusiv!

Sylt ist exklusiv. Das merkt man nicht nur daran, dass im Sommer gerne mal irgendwelche Samstag-Abend-Shows dort gehostet werden, sondern auch – und vor allem – an den Parkplätzen.
Die sind nämlich doppelt exklusiv: Erst einmal muss man sein Auto ja auf der Insel haben, um überhaupt dort parken zu können, dann sind die Parkplätze allesamt auch für bestimmte Personengruppen reserviert.

Um das zu dokumentieren hab ich in der letzten Zeit ein paar Fotos von Schildern auf der Insel gemacht.

Der Standard bei Parkplätzen:

Etwas ausformulierter geht es hier weiter:

Doch nicht nur Gäste dürfen parken:

Manchmal ist es auch egal wer parkt; Hauptsache das Wie stimmt:

Manchmal geht’s auch nicht um Parken, sondern um’s Durchfahren:

Dass es sehr sehr exklusiv wird, sieht man daran, wenn sogar der Durchgang auf bestimmte Personengruppen limitiert ist:

Und sogar der Müll ist strengen Regeln unterworfen:

Apr
04
2010
5

Höflichkeit unter Schildern

Wer kennt sie nicht, die in Deutschland allgegenwärtigen Schilder, die einem patzige Nominalphrasen um die Ohren hauen. „Parken verboten“, „Müll abladen verboten“ oder „Das Betreten des Rasens in der Krokusblütezeit verboten“ heißt es da unvermittelt und ganz ohne Verb.
Da fällt es einem schon besonders positiv auf, wenn ein Schild einen auf eine andere Weise anspricht. Höflich begrüßt einen dieses Schild auf einem Parkplatz vor dem Langenberger Forst:

Man möchte das Schild fast umarmen, so freundlich spricht es einen an, in dem ansonsten so unhöflichen Schilderwald, der Deutschland heißt.
Klingt der Text auf dem Schild nicht sogar irgendwie poetisch?
Wirkt das universelle Parkplatzsymbol, das große „P“, das in die wohlwollende Botschaft verspielt eingearbeitet ist, nicht wie das ruhende Zentrum des abstrakten Wortbildkunstwerkes, welches dieses Schild darstellt?
Sicher, das Schild spricht den betrachtenden „Kraftfahrer“ im Imperativ an, es will aber dennoch nicht wie ein Befehl klingen. Das Schild gibt dem Betrachter einen gut gemeinten Rat: „Parke hier! Hier ist es sicher. Wandere! Genieße die schöne frische Luft!“ Kann man so einen Imperativ jemandem übelnehmen? Und sei dieser jemand nur ein Schild?

Leider ist ein Hinweis unter dem Schild angebracht, der den Gesamteindruck mit einer der üblichen Passivkonstruktionen ruiniert:

Schade.

Written by Heiko C. in: Friesisches,Linguistisches,Lustiges | Schlagwörter: ,
Mrz
23
2010
6

Mal so Mal so XVI: Doppelbindungsschilder

Um die Begrifflichkeiten erst einmal aus dem Weg zu räumen, hier eine kleine Erklärung des Wortes „Doppelbindungstheorie“ aus der gleichnamigen Wikipediaseite:

Die Doppelbindungstheorie (engl. double-bind theory, franz. double-contrainte) ist eine kommunikationstheoretische Vorstellung zur Entstehung schizophrener Erkrankungen. […] Die Doppelbindungstheorie beschreibt die lähmende, weil doppelte, Bindung eines Menschen an paradoxe Botschaften oder Signale und deren Auswirkungen. Die Signale können den Inhalt der gesprochenen Worte betreffen, oder Tonfall, Gesten und Handlungen sein.

Sich gegenseitig widersprechende Botschaften, die den Empfänger der Botschaft lähmen, und in einigen Fällen als die Ursache für schizophrene Erkrankungen gelten.
Nachdem ich heute mal auf Sylt wieder ein paar Fotos gemacht habe, wundert es mich gar nicht, dass man in Deutschland immer öfter beknackte Leute findet.
Theorie: Schuld ist der Schilderwald in Deutschland, der zwei oder mehr Sachen voneinander verlangt, die einander ausschließen.

Zur Untermauerung meiner Theorie folgende Fallbeispiele:

Beispiel 1:

Sie sind in Rantum als Tourist mit dem Fahrrad unterwegs, und wollen ein wenig über den Deich fahren.
Sie kommen an diese Stelle, wo man den Deich betreten könnte. Es sind zwei Schilder zu sehen, die Ihnen das erlaubte und verbotene Verhalten auf dem Deich klarmachen sollen:

Als sie Schild Nummer 1 lesen, sind Sie enttäuscht:

Befahren verboten. Das scheint eindeutig. Da man duch die kleine Pforte ja nun auch mit einem Smart nicht durchkommt, muss hier mit „Befahren“ das Befahren mit Fahrrädern gemeint sein.
Sie versuchen sich innerlich mit dem Gedanken anzufreunden, dass Sie Ihr Fahrrad schieben müssen, und schreiten zu der kleinen Pforte, als ihnen Schild Nummer 2 ins Auge fällt:

Hier ist plötzlich auch das Radfahren auf eigene Gefahr erlaubt, denn wenn es verboten wäre, wäre der Hinweis, dass Radfahren auf eigene Gefahr geschiet mehr als überflüssig.
Dürfen Sie nun Radfahren, oder nicht? Dass es zwei verschiedene Ämter zu sein scheinen, die Ihnen da Sachen verbieten und erlauben, macht die Entscheidung nicht einfacher. (es handelt sich übrigens nur um ein Amt, das seinen Namen aber öfter ändert als Prince Love Symbol Symbol Tafkap Prince.)

Nachdem Sie zur Sicherheit doch zu Fuß gelaufen sind, nach einiger Zeit keine Lust mehr hatten, und den selben Weg zurückgehen, sehen Sie, dass auf dem Rücken des einen Schilds folgender Spruch angebracht ist:

Sie lachen nicht

Beispiel 2:

Diesmal haben Sie den Drahtesel zur Sicherheit zu hause gelassen, und fahren mit ihrem Auto nach Hörnum. Sie sehen, dass ein riesiger Stau die Ortseinfahrt verhindert. Offenbar werden dort Strassenarbeiten erledigt, und so ist nur eine Spur befahrbar.

Sie wollen nicht warten, sondern endlich was sehen, kehren um, und fahren auf den nächsten Parkplatz in den Dünen. Von hier aus gibt es sicher einen Zugang zum Strand, denken Sie sich, und nehmen ihren Fotoapparat mit.

Ein paar Fotos vom Meer machen sich sicher gut, wenn sie erst einmal wieder zu hause in Mettmann sind, und ihre Freunde und Bekannten mit einer ausgedehnten Diashow ärgern.

Sie kommen an eine Weggabelung. Links geht es einen gepflasterten Weg hoch zu etwas, was dem Laien nach einer Radaranlage aussieht, geradeaus geht es scheinbar zum Strand.

Auch hier sind wieder zwei Schilder angebracht:

Sie entscheiden sich zuerst für den linken Weg, und lesen das Schild, an dem sie vorbeikommen aufmerksam.
Wenn hier Militär ist, dann liest man sich besser vorher ganz genau durch, was man machen darf. Darf man betreten? Betreten müsste man eigentlich dürfen, denn an Ihnen sind schon etliche Urlauber vorbeigekommen. Darf man fotografieren? Wenn nicht, wäre es schade, aber bevor man sich erschießen lässt… Liegen hier Landminen oder Blindgänger? Man weiß ja nie. Auf dem Schild lesen sie folgendes:

Wieder alles auf eigene Gefahr, aber da es weder eisglatt noch nass ist, beschließen Sie es zu wagen, und da die Fotografie hier auch nicht verboten ist, freuen Sie sich auf ein paar nette Fotos von dem Radarstand runter auf’s Meer.
Übungszeiten scheinen nicht zu sein, denn es sind keine Soldaten zu sehen, und auf dem Parkplatz stehen auch keine Bundeswehrfahrzeuge.

Sie laufen also den gepflasterten Weg rauf, und machen ein paar Fotos vom Meer. Einen hübschen Ausblick hat man ja von hier, denken Sie sich, denn die Insel ist hier sehr schmal, und man kann auf beiden Seiten die Nordsee sehen.

Nun gehen Sie wieder herunter, und beschließen an den Strand zu gehen, den anderen Weg entlang also. Menschen kommen Ihnen vom Strand entgegen, als sie dann auf Schild Nummer 2 stoßen:

„Oben auf das Radarding darf man rauf, aber der Strand ist ein militärischer Sicherheitsbereich? Und es wird geschossen?“, denken Sie verblüfft, während ihnen weiter Urlauber vom Todesstrand entgegen kommen. Von oben aus haben sie auch welche am Strand sehen können. Ob die wussten, dass sie sich in einem militärischem Sicherheitsbereich aufhalten?
Wie verhalten Sie sich? Riskieren Sie es an den Strand zu gehen, obwohl der eine Standortälteste es ihnen verboten hat? Oder berufen Sie sich auf das erste Schild, auf dem derselbe Standortälteste das Betreten nur verbietet, wenn Manöverübung oder so ist?

Sie entscheiden sich hurtigst zu Ihrem Auto zu rennen, und schnell wieder in Ihre Ferienwohnung zu flüchten.

Meine Frage zu solchem Schilderirrsinn:
Werden einfach immer nur neue Schilder aufgestellt? Kontrolliert keiner mal, ob diese Schilder sich widersprechende Botschaften enthalten?

Mrz
14
2010
0

Was ein wenig Sonne ausmacht…

Heute war die dichte Wolkendecke dann mal weg, und gleich sieht es dann auch viel freundlicher aus:

Und schaut euch das mal an: Ohne es zu bearbeiten, sieht es aus wie gemalt – nur diesmal nicht von Tim Burton

Das letztere Bild könnt ihr hier auch wieder als Hintergrundbild herunterladen: Rightclicksafe!

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Mrz
10
2010
4

Was Wetter ausmacht…

Hier nochmal ein paar Vorher/Nachher-Fotos, die eindrucksvoll zeigen sollen, wie trostlos so ein Nordfriesischer Winter doch verglichen mit dem Sommer sein kann:



Eine Kurve mit dahinterliegendem Bauernhof



Ein und dasselbe Feld – aus leicht verschiedener Perspektive



Hier nochmal der Blick die Strasse runter im Sommer, und als es das letzte mal schneite…

Langsam wird’s auch echt langweilig in dieser postapokalyptischen noch-nicht-ganz-weggetauter-Schnee-Landschaft. Gerade auch mit der einheitlichen mal-Wolken-mal-Hochnebel-Pampe.

Schaut euch das mal an:

Da erwartet man doch wirklich fast, dass man irgendwo in der Gegend die Baudelaire-Kinder aus Lemony Snicket beim Sklavenarbeit verrichten finden könnte, oder?

Aber zum Glück kommmt die Sonne ja auch schon hin und wieder mal raus:

Update: Wer sich das trostlose Baudelaire-Bauernhof-Bild als Desktophintergundbild in Widescreen herunterladen will, kann das tun: Rightclicktosafe!

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Mrz
06
2010
3

Und am Ende glaubt es wieder keiner…

Es schneit schon wieder! Bzw. es hat irgendwann aufgehört, aber wo es gestern noch so aussah,

sieht es heute schon wieder so aus.

Ich hab ja nichts gegen die traditionellen zwei Wochen Schnee in Nordfriesland, aber das dauert mir nun wirklcih echt zu lang. 3 Monate Winter? Himmel, das ist ja beihnahe eine ganze Jahreszeit!

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:

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Mai
08
2010
4

Ornithologen vor!

Ist das auf folgendem Bild ein Rabe, oder handelt es sich nur um eine Rabenkrähe? Größenvergleich leider nicht möglich, da das Vieh etwa 20 Meter hoch auf einem Baum hockte. Wer was weiß, darf gerne kommentieren:

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Mai
03
2010
3

Schlaumeier-Schilder

Wir haben also nun bereits seltsam formulierte Verbotsschilder, Doppelbindungsschilder, Schilder mit verschiedenen Graden von Exklusivität und sehr höfliche Schilder kennengelernt.
Neulich ist mir aber eine weitere Sorte Schild aufgefallen: Die Schlaumeierschilder, die in Fachkreisen auch Paradoxienauslöser oder Roboterkiller genannt werden.

Während es sich bei Doppelbindungsschildern um zwei verschiedene Schilder handelt, die einander entgegengesetzte Weisungen enthalten, widerspricht sich ein echter Roboterkiller selbst, oder zumindest in Kombination mit einer allgemeinen Weisung außerhalb des Schildes.

Folgendes Schild markiert z. B. den Eingang zur Westerländer Fußgängerzone:

Dieses Schild enthält folgende Aussagen:

– Vernünftige fahren in diesem Bereich nicht Rad
– Wer hier Radfahren will, oder wer anstalten dazu macht, dem ist es verboten.

Außerdem impliziert das Schild auch noch folgende, weitere Aussagen:

– Wer in diesem Bereich Rad fahren will, oder dazu Anstalten macht ist unvernünftig
– Vernünftigen ist es nicht verboten hier Rad zu fahren. (Es ist ja nur allen anderen verboten)

Steht man nioht unter dem Zwang Rad fahren zu wollen, ist dieses Schild eher harmlos, wenn auch seltsam formuliert.
Dann gilt:

Ich will hier nicht Rad fahren, also bin ich vernünftig. Somit ist es mir zwar nicht verboten Rad zu fahren, aber ich würde es trotzdem nie tun.

Problematisch wird es, wenn man an sich gerne Radfahren möchte, es aber nicht tut, weil man vernünftig ist.
Dann würde gelten:

Ich will hier zwar Rad fahren, mache es aber nicht, weil ich vernünftig bin. Immerhin ist dies eine Fußgängerzone.
Da ich das – vernüftiger Weise – erkannt habe, verliert das Verbot nicht Rad zu fahren für mich an Gültigkeit, weil das Verbot ja nicht für Vernünftige gilt.
Ich will also losradeln, als ich merke, dass allein die Ausführung einer Radfahrhandlung dafür sorgen würde, dass ich in die Gruppe der „Unvernünftigen“ umgestuft werde, womit mir das radfahren wieder verboten ist.

Als Mensch hat man nun drei Optionen:

1.) Ich setze mich über das Verbot hinweg, und stecke weg, dass das Schild mich schon vorauseilend als „unvernünftig“ beschimpft hat, und nun auch noch im Recht ist.

2.) Ich halte mich an das Verbot, weil ich nicht will, dass das schnippische Schild mich für unvernünftig hält.

Oder 3.) Ich setze mich über das Verbot des Schildes alleine schon deswegen hinweg, weil es alle Betrachter quasi als „potentielle Unvernünftige“ bezeichnet, und ich mir als chronischer Querulant von Schildern keine Beleidigungen an den Kopf werfen lasse, und seien sie noch so potentiell!
Das Fahren meines Zweirades nutze ich somit als Weg, dem blasierten Schild zu zeigen, wo der Hammer hängt!! Das hat es nun davon, das blöde Schild!!! Ist in der Schule bestimmt immer verprügelt worden!!!! Viva la Revolucion!!!!!!

Ich weiß ja nicht, wie es dem geneigten Leser geht, aber bei „Fahrad fahren verboten!“ oder „Bitte absteigen!“ hätte ich mir diese Gedanken nicht gemacht.
Dieses Schild kommt aber wie ein Schlaumeier daher, und kategoriesiert seine Betrachter schon im Vorraus. Das macht das Schild höchst unsympathisch, wie ich finde.

Warum aber nennt man diese Schilder auch Roboterkiller?
Ganz einfach: Auch wenn man nicht glaubt, dass es einmal positronische Roboter geben wird, die nach Asimovs drei Gesetzen funktionieren, ist eines klar:
Das zweite Asimovsche Robotergesetz wird auch in der wirklichen Welt für humanoide Roboter gelten. Grob zusammengefasst lautet es:

Ein Roboter soll den Befehlen von Menschen gehorchen.

Ist ja klar, dass das gilt. Auf seine Weise gehorcht schließlich auch ein Toaster oder ein Videorecorder den Befehlen von Menschen, soweit er dazu fähig ist.
Technologie soll ja machen was man ihr sagt. Ansonsten hätte schon längst jemand einen Videorecorder erfunden, der statt der programmierten Sendungen zufällige andere aufnimmt.
Obwohl dies in Einzelfällen vorgekommen sein mag, war dies doch in keinem Fall die Intention der Entwickler des Gerätes.
Macht ein humanoider Roboter also nicht, was man sagt – wozu bräuchte man ihn dann? Eben.

Sie geben ihrer VCP3409-Einheit also folgenden Befehl:

„Bring dieses Päckchen bitte zu der und der Adresse. Fahr mit dem Rad, und bitte auf dem schnellsten Weg, es ist dringend.“

Der Android fährt mit seinem titanverstärkten Drahtesel also los, freudig zu dienen, bis er an obiges Schild kommt.
Das Schild enthält ein Verbot. Ein Verbot ist im Grunde genommen ein negativer Befehl, den der Roboter befolgen muss, weil das Schild von Menschen aufgestellt wurde.
Selbst wenn der Roboter zu dem Schluß käme, dass dieses Verbot nicht von „seinem Menschen“ (sprich Besitzer) ausgesprochen wurde, so ist ihm doch klar, dass es ein offizielles Schild ist, welches auch Menschen beachten müssen. Somit muss er es erst recht beachten.
VCP3409 steigt also ab, und will das Rad schieben. In dem Moment bemerkt er, dass er zu der Gruppe der Vernünftigen gehört, für die das Verbot nicht gilt. Also steigt er wieder auf, fährt einen Zentimeter, bis er merkt, dass er wieder zu den Unvernünftigen gehört, für die das Verbot gilt. Also steigt er wieder ab, merkt, dass er vernünftig ist, und steigt wieder auf, und so weiter…

Da es in dem dringlich vorgebrachten Befehl seines Besitzers keine Einschränkung für Fußgängerzonen gibt, gilt noch immer die Weisung mit dem Rad zum Ort der Ablieferung des Päckchens zu fahren.
Diese Weisung wird immer nur dann ausser Kraft gesetzt, wenn der Roboter tatsächlich Anstalten macht zu radeln. Ist er im Begriff nicht zu radeln, erscheint es ihm aber ohne weiteres möglich zu radeln.

Das Resultat:
Der arme VCP3409, der nur seinem Besitzer dienen wollte, ist in einer unauflöslichen Logikschleife gefangen.
Schon etwa 3 Sekunden, nachdem er den Text des Schildes gelesen hat, wird er aufhören sich für Menschen sichtbar zu bewegen, und nach gut einer dreiviertel Stunde ist sein Positronengehirn hoffnungslos überhitzt. Es kann nicht wieder hergestellt werden.
Je nachdem, um welchen Typ Gehirn es sich handelt, beginnt selbiges nach etwa einer Stunde deutlich sichbar zu schmoren, und wenn sich nach 16 Stunden noch immer niemand um den armen Roboter gekümmert hat, ist es sogar möglich, dass er explodiert. (Wenn seine Fusionsleiter schlecht gearbeitet sind)

Um sich dieses Phänomen zunutze zu machen, haben antipositronische Terrorgruppen solche Schilder schon gezielt eingesetzt, um Anschläge auf Roboter zu verüben.
Dabei wurden gezielt „Roboterkiller“ so formuliert, dass sie noch nichteinmal der vorherigen Aufforderung Rad zu fahren bedürfen:

Apr
21
2010
2

Rätselgrafitto

Ich fahre mehrmals die Woche an einem Sicherungskasten an der Strasse in Wenningstedt vorbei, und jedesmal frage ich mich, was das darauf abgebildete Grafitto zu bedeuten hat:

Was ist das? Ein Männlein in Daunenjacke mit sehr dickem linken Arm?
Ein mutierter Schmetterling? Oder doch ein abstraktes Portrait Werner Wernersens aus der kubistischen Phase von Rötger Feldmann?
Kann da jemand weiterhelfen?

Written by Heiko C. in: Friesisches,Psychologisches | Schlagwörter: , ,
Apr
18
2010
0

Vulkanaschensonnenuntergang

Ein paar Fotos, die ich vorgestern zum Sonnenuntergang gemacht habe. Die ansonsten kaum sichtbare Aschewolke hat die Farben des Sonnenuntergangs zwar recht rot, aber farblich auch recht blass hat werden lassen. Die fehlenden Flugzeugabgase scheinen ausserdem den Sonnenuntergang nicht ganz so rot werden lassen, wie er hätte werden können.
Ich finde es sind trotzdem hübsche Bilder geworden. Hier sind einige von ihnen unbearbeitet.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: ,
Apr
13
2010
6

Exklusives Sylt ist exklusiv!

Sylt ist exklusiv. Das merkt man nicht nur daran, dass im Sommer gerne mal irgendwelche Samstag-Abend-Shows dort gehostet werden, sondern auch – und vor allem – an den Parkplätzen.
Die sind nämlich doppelt exklusiv: Erst einmal muss man sein Auto ja auf der Insel haben, um überhaupt dort parken zu können, dann sind die Parkplätze allesamt auch für bestimmte Personengruppen reserviert.

Um das zu dokumentieren hab ich in der letzten Zeit ein paar Fotos von Schildern auf der Insel gemacht.

Der Standard bei Parkplätzen:

Etwas ausformulierter geht es hier weiter:

Doch nicht nur Gäste dürfen parken:

Manchmal ist es auch egal wer parkt; Hauptsache das Wie stimmt:

Manchmal geht’s auch nicht um Parken, sondern um’s Durchfahren:

Dass es sehr sehr exklusiv wird, sieht man daran, wenn sogar der Durchgang auf bestimmte Personengruppen limitiert ist:

Und sogar der Müll ist strengen Regeln unterworfen:

Apr
04
2010
5

Höflichkeit unter Schildern

Wer kennt sie nicht, die in Deutschland allgegenwärtigen Schilder, die einem patzige Nominalphrasen um die Ohren hauen. „Parken verboten“, „Müll abladen verboten“ oder „Das Betreten des Rasens in der Krokusblütezeit verboten“ heißt es da unvermittelt und ganz ohne Verb.
Da fällt es einem schon besonders positiv auf, wenn ein Schild einen auf eine andere Weise anspricht. Höflich begrüßt einen dieses Schild auf einem Parkplatz vor dem Langenberger Forst:

Man möchte das Schild fast umarmen, so freundlich spricht es einen an, in dem ansonsten so unhöflichen Schilderwald, der Deutschland heißt.
Klingt der Text auf dem Schild nicht sogar irgendwie poetisch?
Wirkt das universelle Parkplatzsymbol, das große „P“, das in die wohlwollende Botschaft verspielt eingearbeitet ist, nicht wie das ruhende Zentrum des abstrakten Wortbildkunstwerkes, welches dieses Schild darstellt?
Sicher, das Schild spricht den betrachtenden „Kraftfahrer“ im Imperativ an, es will aber dennoch nicht wie ein Befehl klingen. Das Schild gibt dem Betrachter einen gut gemeinten Rat: „Parke hier! Hier ist es sicher. Wandere! Genieße die schöne frische Luft!“ Kann man so einen Imperativ jemandem übelnehmen? Und sei dieser jemand nur ein Schild?

Leider ist ein Hinweis unter dem Schild angebracht, der den Gesamteindruck mit einer der üblichen Passivkonstruktionen ruiniert:

Schade.

Written by Heiko C. in: Friesisches,Linguistisches,Lustiges | Schlagwörter: ,
Mrz
23
2010
6

Mal so Mal so XVI: Doppelbindungsschilder

Um die Begrifflichkeiten erst einmal aus dem Weg zu räumen, hier eine kleine Erklärung des Wortes „Doppelbindungstheorie“ aus der gleichnamigen Wikipediaseite:

Die Doppelbindungstheorie (engl. double-bind theory, franz. double-contrainte) ist eine kommunikationstheoretische Vorstellung zur Entstehung schizophrener Erkrankungen. […] Die Doppelbindungstheorie beschreibt die lähmende, weil doppelte, Bindung eines Menschen an paradoxe Botschaften oder Signale und deren Auswirkungen. Die Signale können den Inhalt der gesprochenen Worte betreffen, oder Tonfall, Gesten und Handlungen sein.

Sich gegenseitig widersprechende Botschaften, die den Empfänger der Botschaft lähmen, und in einigen Fällen als die Ursache für schizophrene Erkrankungen gelten.
Nachdem ich heute mal auf Sylt wieder ein paar Fotos gemacht habe, wundert es mich gar nicht, dass man in Deutschland immer öfter beknackte Leute findet.
Theorie: Schuld ist der Schilderwald in Deutschland, der zwei oder mehr Sachen voneinander verlangt, die einander ausschließen.

Zur Untermauerung meiner Theorie folgende Fallbeispiele:

Beispiel 1:

Sie sind in Rantum als Tourist mit dem Fahrrad unterwegs, und wollen ein wenig über den Deich fahren.
Sie kommen an diese Stelle, wo man den Deich betreten könnte. Es sind zwei Schilder zu sehen, die Ihnen das erlaubte und verbotene Verhalten auf dem Deich klarmachen sollen:

Als sie Schild Nummer 1 lesen, sind Sie enttäuscht:

Befahren verboten. Das scheint eindeutig. Da man duch die kleine Pforte ja nun auch mit einem Smart nicht durchkommt, muss hier mit „Befahren“ das Befahren mit Fahrrädern gemeint sein.
Sie versuchen sich innerlich mit dem Gedanken anzufreunden, dass Sie Ihr Fahrrad schieben müssen, und schreiten zu der kleinen Pforte, als ihnen Schild Nummer 2 ins Auge fällt:

Hier ist plötzlich auch das Radfahren auf eigene Gefahr erlaubt, denn wenn es verboten wäre, wäre der Hinweis, dass Radfahren auf eigene Gefahr geschiet mehr als überflüssig.
Dürfen Sie nun Radfahren, oder nicht? Dass es zwei verschiedene Ämter zu sein scheinen, die Ihnen da Sachen verbieten und erlauben, macht die Entscheidung nicht einfacher. (es handelt sich übrigens nur um ein Amt, das seinen Namen aber öfter ändert als Prince Love Symbol Symbol Tafkap Prince.)

Nachdem Sie zur Sicherheit doch zu Fuß gelaufen sind, nach einiger Zeit keine Lust mehr hatten, und den selben Weg zurückgehen, sehen Sie, dass auf dem Rücken des einen Schilds folgender Spruch angebracht ist:

Sie lachen nicht

Beispiel 2:

Diesmal haben Sie den Drahtesel zur Sicherheit zu hause gelassen, und fahren mit ihrem Auto nach Hörnum. Sie sehen, dass ein riesiger Stau die Ortseinfahrt verhindert. Offenbar werden dort Strassenarbeiten erledigt, und so ist nur eine Spur befahrbar.

Sie wollen nicht warten, sondern endlich was sehen, kehren um, und fahren auf den nächsten Parkplatz in den Dünen. Von hier aus gibt es sicher einen Zugang zum Strand, denken Sie sich, und nehmen ihren Fotoapparat mit.

Ein paar Fotos vom Meer machen sich sicher gut, wenn sie erst einmal wieder zu hause in Mettmann sind, und ihre Freunde und Bekannten mit einer ausgedehnten Diashow ärgern.

Sie kommen an eine Weggabelung. Links geht es einen gepflasterten Weg hoch zu etwas, was dem Laien nach einer Radaranlage aussieht, geradeaus geht es scheinbar zum Strand.

Auch hier sind wieder zwei Schilder angebracht:

Sie entscheiden sich zuerst für den linken Weg, und lesen das Schild, an dem sie vorbeikommen aufmerksam.
Wenn hier Militär ist, dann liest man sich besser vorher ganz genau durch, was man machen darf. Darf man betreten? Betreten müsste man eigentlich dürfen, denn an Ihnen sind schon etliche Urlauber vorbeigekommen. Darf man fotografieren? Wenn nicht, wäre es schade, aber bevor man sich erschießen lässt… Liegen hier Landminen oder Blindgänger? Man weiß ja nie. Auf dem Schild lesen sie folgendes:

Wieder alles auf eigene Gefahr, aber da es weder eisglatt noch nass ist, beschließen Sie es zu wagen, und da die Fotografie hier auch nicht verboten ist, freuen Sie sich auf ein paar nette Fotos von dem Radarstand runter auf’s Meer.
Übungszeiten scheinen nicht zu sein, denn es sind keine Soldaten zu sehen, und auf dem Parkplatz stehen auch keine Bundeswehrfahrzeuge.

Sie laufen also den gepflasterten Weg rauf, und machen ein paar Fotos vom Meer. Einen hübschen Ausblick hat man ja von hier, denken Sie sich, denn die Insel ist hier sehr schmal, und man kann auf beiden Seiten die Nordsee sehen.

Nun gehen Sie wieder herunter, und beschließen an den Strand zu gehen, den anderen Weg entlang also. Menschen kommen Ihnen vom Strand entgegen, als sie dann auf Schild Nummer 2 stoßen:

„Oben auf das Radarding darf man rauf, aber der Strand ist ein militärischer Sicherheitsbereich? Und es wird geschossen?“, denken Sie verblüfft, während ihnen weiter Urlauber vom Todesstrand entgegen kommen. Von oben aus haben sie auch welche am Strand sehen können. Ob die wussten, dass sie sich in einem militärischem Sicherheitsbereich aufhalten?
Wie verhalten Sie sich? Riskieren Sie es an den Strand zu gehen, obwohl der eine Standortälteste es ihnen verboten hat? Oder berufen Sie sich auf das erste Schild, auf dem derselbe Standortälteste das Betreten nur verbietet, wenn Manöverübung oder so ist?

Sie entscheiden sich hurtigst zu Ihrem Auto zu rennen, und schnell wieder in Ihre Ferienwohnung zu flüchten.

Meine Frage zu solchem Schilderirrsinn:
Werden einfach immer nur neue Schilder aufgestellt? Kontrolliert keiner mal, ob diese Schilder sich widersprechende Botschaften enthalten?

Mrz
14
2010
0

Was ein wenig Sonne ausmacht…

Heute war die dichte Wolkendecke dann mal weg, und gleich sieht es dann auch viel freundlicher aus:

Und schaut euch das mal an: Ohne es zu bearbeiten, sieht es aus wie gemalt – nur diesmal nicht von Tim Burton

Das letztere Bild könnt ihr hier auch wieder als Hintergrundbild herunterladen: Rightclicksafe!

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Mrz
10
2010
4

Was Wetter ausmacht…

Hier nochmal ein paar Vorher/Nachher-Fotos, die eindrucksvoll zeigen sollen, wie trostlos so ein Nordfriesischer Winter doch verglichen mit dem Sommer sein kann:



Eine Kurve mit dahinterliegendem Bauernhof



Ein und dasselbe Feld – aus leicht verschiedener Perspektive



Hier nochmal der Blick die Strasse runter im Sommer, und als es das letzte mal schneite…

Langsam wird’s auch echt langweilig in dieser postapokalyptischen noch-nicht-ganz-weggetauter-Schnee-Landschaft. Gerade auch mit der einheitlichen mal-Wolken-mal-Hochnebel-Pampe.

Schaut euch das mal an:

Da erwartet man doch wirklich fast, dass man irgendwo in der Gegend die Baudelaire-Kinder aus Lemony Snicket beim Sklavenarbeit verrichten finden könnte, oder?

Aber zum Glück kommmt die Sonne ja auch schon hin und wieder mal raus:

Update: Wer sich das trostlose Baudelaire-Bauernhof-Bild als Desktophintergundbild in Widescreen herunterladen will, kann das tun: Rightclicktosafe!

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Mrz
06
2010
3

Und am Ende glaubt es wieder keiner…

Es schneit schon wieder! Bzw. es hat irgendwann aufgehört, aber wo es gestern noch so aussah,

sieht es heute schon wieder so aus.

Ich hab ja nichts gegen die traditionellen zwei Wochen Schnee in Nordfriesland, aber das dauert mir nun wirklcih echt zu lang. 3 Monate Winter? Himmel, das ist ja beihnahe eine ganze Jahreszeit!

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: