Jul
31
2010
3

Rabenvögel: Doublefeature – Nebelkrähe/Rebelkrähe

Manchmal ist es doch ganz nett, wenn der Autozug anhält, um einen Gegenzug durchzulassen. Dies hat zum Beispiel den Vorteil, dass man gemütlich das Fenster runter kurbeln, und Krähen fotografieren kann. So ist es mir heute nun endlich gelungen, zwei halbwegs eindeutige Bilder einer Nordfriesischen Nebelkrähe zu schießen.
Ich bitte für die schlechte Auflösung um entschuldigen, aber selbst mit voll genutztem Zoom, saß der scheue Vogel ein wenig weit weg.

In der Nähe einiger dieser Nebelkrähen saß scheinbar eine Rabenkrähe. Die Populationen der beiden Krähensorten mischen sich ja gerne einmal. Als ich mir zuhause das Bild genauer betrachtete, sah ich, dass diese Rabenkrähe einen weißen Tupfen im Nacken hat. Ich vermute mal, dass diese Krähe zumindest auch eine Nebelkrähe unter ihren Vorfahren hat.
Ich präsentiere die Rebelkrähe, den aus der Sage bekannten Mischling aus Rabenkrähe und Nebelkrähe:

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Jul
27
2010
2

Schilder, wie man sie eigentlich nur aus Cartoons kennt…

Manche Schilder haben im Laufe der Jahrzehnte ihrer Diensttätigkeit schon eine Art Symbiose mit der Natur begründet. Im Gegensatz zu den „Schildern an merkwürdigen Orten“, sind die Schilder, um die es heute geht allerdings prinzipiell schon am richtigen Ort. Auch die Botanik um diese Schilder herum ist am richtigen Ort. Das dumme ist nur, dass die Botanik – sofern es sich nicht um Bonsai-Botanik oder ähnliches handelt – vor sich hin wächst. Ganz im Gegensatz zu einem Schild. Das Schild behält seine Höhe.
Hier ergeben sich gewisse Probleme, aber das sehen wir uns besser an einem konkreten Beispiel an. Das folgende Schild möchte ich „Arschloch-Schild“ nennen. Warum, das wird später klar werden:

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Jul
21
2010
4

Breitseitenschilder

Es gibt Schilder, die einem wortgenau verbieten Donnerstags zu parken, oder die am Wochenende zwischen 7 und 19 Uhr die Geschwindigkeit begrenzen. So hoch spezialisiert kann die Botschaft eines Schildes sein.

Hier sieht es jedoch anders aus:

Etwas ist verboten. Und etwas ist gefährlich. Was? Das Schild bleibt uns die Antwort schuldig.
Ein Mann und ein Kind sind auf dem Schild dargestellt, die Ball spielen. Ein kleiner Terrier sieht von etwas weiter weg zu.
Ist also das Ballspielen verboten? Weil Gefahr durch Terrier droht? Oder ist Hunden der Zutritt verboten, weil das Herumkicken eines Balles zu Verletzungen führen kann?
Am besten, man lässt gleich alles sein, wenn man dieses Schild sieht. Nur, um auf Nummer sicher zu gehen. Immerhin ist da etwas gefährlich.

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Jul
20
2010
1

Rabenvögel – An den merkwürdigsten Stellen: Strandkrähen

Wie ich schon berichtet habe, machen Krähen dann doch lieber einen großen Bogen um Möven, da letztere größer, stärker und boshafter sind.
Heute war ich jedoch an einem Ort, den man eigentlich eher zum Möventerritorium zählen dürfte, nämlich am Westerländer Strand:

Zwischen den schier unzähligen Strandkörben scheint sich jedoch eine kleine Nische für Krähenvögel aufgetan zu haben. Vielleicht weil die sonst so dreisten Möven doch lieber einen Bogen um all zu große Menschengruppen machen.
Möven haben zwar ein Gespür dafür, wann man im Sturzflug vom Himmel sausen kann, um sich der Pommestüte eines kleinen Kindes zu bemächtigen, aber sie sind auch schlau genug, gleich wieder gen Himmel zu starten.
Krähen hingegen sind oft auch zufrieden mit dem, was Menschen sowieso fallen lassen. Kein Grund zum Stress also, und kein Grund, wie ein Verbrecher seinen Beutezug zu planen.

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Jun
12
2010
1

[Raben]vögel: Inter-Ornithologische-Etiquette

Auf folgendem, heute entstandenen Schnappschuss kann man sehr gut sehen, wie die Rabenkrähen auf Sylt so mit den Möven klar kommen.

Gar nicht, nämlich. Die Krähe – trotz ihrer überlegenen Intelligenz – geht der Möve tunlichst aus dem Weg. Die Möve ist in vielen Fällen größer, kräftiger und angriffslustiger. Außerdem scheinen Möven ein ausgeprägtes Revierverhalten zu haben. Zumindest, was Müllcontainer oder andere natürliche Futterquellen angeht.
Ich habe schon mehrmals beobachtet, wie eine Möve eine Rabenkrähe oder eine Dohle weggescheucht hat, die sich gerade im Abfall bedienen wollte.

Der einzige Trost für die oben abgebildete Krähe, die ob der überlegenen Physis der Möve die Schwanzfedern einklemmen musste, ist, dass die Möve selbst zu einer schmackhaften Nahrungsquelle wird, wenn sie zB. von einem Auto totgefahren wird.
Dieses kommt auch oft vor, und plattgefahrene Möven scheinen für die Sylter Rabenkrähe ein echter Leckerbissen zu sein.
Wer will es ihr verübeln?

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Jun
06
2010
0

Noch mehr Rabenvögel

…diesmal bei mir auf der Strasse. Drei schwarze Vögel saßen auf einem Feld, als ich mit meiner Kamera vorbeiging, erwischt habe ich nur den einen im Flug.
Alle drei sind just in dem Moment gestartet, als ich mit der Kamera in ihre Richtung gezielt habe.
Wahrscheinlich sind es sowieso nur wieder Rabenkrähen gewesen, hier aber trotzdem mal ein Foto von einem der kamerascheuen Biester.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: ,
Jun
06
2010
0

Du-traust-dich-nicht-Schilder

Verbote wirken oft wie Einladungen. Oft kommt man erst auf die Idee etwas zu tun, wenn man ein Schild liest, auf dem selbiges verboten wird.
Würde ich an der Strasse ein „Müll abladen verboten!“-Schild aufstellen, und zwar an einer Stelle an der noch nie irgendjemand irgendwelchen Müll abgeladen hat, wäre gewiss, dass bald darauf der erste Müll dort abgeladen wird.

Würde die Stadt im Stadtpark ein Schild aufstellen, auf dem „Das Aufführen von Goethes Faust ist ohne Kleidung untersagt!“ stünde, wäre gewiss, dass bereits am nächsten Wochenende ein kleiner Kreis von nackten Thespiern dort die unsterblichen Zeilen des Dichterfürsten zu rezitieren begönne.

Das ist nun einmal so. Gerade, wenn die Verbote unsinnig scheinen. Die Stadt verbietet mit nackt den Mephisto im Park zu geben? Dann muss mir das ja irgendeinen tollen Kick geben.

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Mai
28
2010
6

Lauter schwarze Vögel…

So, wollen wir doch noch einmal zusammenfassen:
Meine Suche nach einem Kolkraben zum Zwecke der Ablichtung ist nicht direkt von Erfolg gekrönt gewesen bisher. Zwar habe ich viele verschiedene schwarze Vögel, welche alle mehr oder weniger nah mit dem Raben verwandt sind, doch der größte Singvogel der Welt, sozusagen der Sumoringer unter den Rabenvögeln, ist mir dabei noch nicht vor’s Objektiv gekommen.

Am nächsten dran war bisher die Rabenkrähe, auch Aaskrähe genannt. Diese Tiere habe ich vorzugsweise auf der Insel angetroffen. Sie sind recht groß, geben ein lautes „Bwahh, Bwahh, Bwahh!!“ von sich, und mögen es nicht wirklich, wenn man sie fotografiert.

Dann die Saatkrähe. Sie wirkt insgesamt unaufgeräumter, planloser und weniger elegant als die Rabenkrähe, hat einen geradezu absurd langen Schnabel, und stellt den Großteil der Einwohnerschaft Niebülls dar.
Auf dem Festland sind die sowieso recht häufig. Morgens sieht man sie, teilweise in großen Gruppen, auf Feldern, Wiesen und dem Parkplatz vor’m Lidl.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: , , ,
Mai
26
2010
5

Noch mehr Rabenvögel: Rabeneltern?

So. Wieder hab ich ein paar Bilder von vermeindlichen Raben gemacht. Irgendwie wollen sich die Biester nicht fotografieren lassen, um was für Rabenvögel es sich auch handeln mag. Kaum zückt man die Kamera, schwupps, sind sie auch schon wieder weg.

In Westerland habe ich nun aber einige der mysteriösen schwarzen Vögel entdeckt. Heute Morgen sah ich diesen putzigen Gesellen auf dem Dach einer Ferienwohnung hocken:



Irgendwann merkte er, dass ich ihn fotografierte, bröhlte mich an, und flog dann weg. Er schien sich in die Nadelbäume zurückzuziehen, die hinter dem Haus standen.
Dort entdeckte ich tatsächlich ein Nest:

Wenn man genau hinsieht, sieht man kleinere und fettere schwarze Vögel, die aus einem Nest herausglotzen. Handelt es sich hierbei etwa um Nachwuchs?
Aber wo sind die Eltern?

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Mai
21
2010
5

Noch mehr Rabenvögel: Eichelhäher

Nachdem ich ja nun schon eine Saatkrähe fotografiert habe, ist meine Schwester heute GESTERN beim Fotospaziergang auf einen Eichelhäher gestoßen. Das gute daran: Er hielt solange still, bis meine Schwester ein Foto schießen konnte, und das Foto ist sogar scharf.
Das schlechte: Das arme Tier ist tot.
Da ich ja nun schon seit einer Weile mit meiner Kamera auf Rabenjagd bin, und schon mehrmals verschiedene Krähen oder andere Rabenvögel quasi einen falschen Rabenalarm ausgelöst haben, dachte ich, dass auch der Eichelhäher als Rabenvogel hier gut reinpasst.
So als Beweis: Es gibt hier Eichelhäher!

Eigentlich wollte ich von meiner Schwester ja nur das Foto samt der Erlaubnis es hier zu veröffentlichen, aber die gute hat mir ungefragt noch einen ganzen Blogartikel dazugeschrieben, den ich euch nicht vorenthalten will:

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:

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