Impactsuspect » Filme
Apr
14
2009
3

Zwielichtige Vampire II

So, nachdem ich den zweiten Band der ultimativen Glitzervampirsaga auch durch habe, will ich nun versuchen, auch diesen zu rezensieren.

Erst mal: Das zweite Buch fand ich jetzt besser als das erste.

Zur Handlung:
Die Protagonistin (Bella) hat Geburtstag, und wird von einem der Vampire fast gebissen. Daraufhin verlassen die vegetarischen Vampire die Gegend. Bella ist tottraurig, und freundet sich deswegen mit einem Werwolf an.
Ein böser Vampir kommt, und will sie beißen. Die Werwölfe verhindern dies.
Dann kommt die eine von den Glitzervampiren zurück, weil die denkt, dass Bella tot ist. Durch eine fast ohnsorgtheatereske Verwechslung denkt Milchschnitte, dass Bella tot ist, und geht deswegen nach Italien, um sich umbringen zu lassen.
Bella reist hinterher, wird von Obervampiren gemustert, und alle dürfen wieder gehen. Dann streiten sich Milchschnitte und der Werwolf. Dann bekommt Bella Hausarrest, weil sie ein Motorrad hat.

Hm. Jetzt wo ich die Handlung zusammengefasst habe, klingt sie ein wenig wie Kraut und Rüben. Das Hörbuch zu hören war aber tatsächlich sehr viel spannender als beim ersten Teil. Vermutlich weil man bei Teil 2 ganz lange nicht sicher war, worauf es denn eigentlich hinauslaufen soll.
Wie schon im ersten Buch die interessanteste Enthüllung – Milchschnitte=Vampir – eigentlich keine war, weil das schon der Klappentext verraten hatte, ist in die spannenste Enthüllung des zweiten Buches ebenfalls ein Spoiler eingebaut: Wir wissen schon seit dem ersten Buch, dass die Reservats-Indianer potentielle Werwölfe sind, also ist dies kaum eine Überraschung.
Warum schreibt sich die Autorin all diese großartigen Enthüllungen kaputt? Das erste Buch wäre gar nicht mal so langweilig gewesen, hätte man nicht drei Mal enthüllt bekommen, dass Milchschnitte ein Vampir ist. Ebenso wäre das zweite Buch vielleicht richtig gut gewesen, wenn im ersten Buch nicht direkt von Werwölfen die Rede gewesen wäre, sondern davon dass „die Vampire unseren Stamm respektieren“ oder so. Wie kann man das vermasseln?

Nun, die Antwort ist eigentlich offensichtlich: Die Gute Susanne Meier hat das erste Buch geschrieben, und dabei nicht wirklich schon die Handlung des zweiten vor Augen gehabt.
Das zweite Buch muss komplett erst konzipiert worden sein, als das erste schon veröffentlicht war. Wenn etwas nämlich schon veröffentlicht ist, dann kann man nämlich nicht mehr dran rumdoktern. Gut, es sei denn, man heißt George Lucas.

Ich bin gespannt auf den dritten Teil. Auch wenn die Vampire glitzern.

Written by Heiko C. in: Bücher,Beklopptes,Filme,Kurzrezensionen | Schlagwörter: , ,
Apr
13
2009
13

Zwielichtige Vampire I

Gut, nachdem die Mine als Reaktion auf meine Twilight-Filmkritik schrieb: „Das Buch ist aber viel besser!“, oder so, dachte ich, dass es doch eine journalistische Notwendigkeit wäre, wenn ich diese Aussage mal überprüfe.

Also lud ich mir das über 6 CDs dauernde Hörbuch auf meinen MP3-Player, und hörte es in den vergangenen drei Tagen so nebenbei.

Ich komme zu einem erstaunlichen Ergebnis: Der Film ist in vielerlei Hinsicht besser!
Zuerst einmal: Der Film ist wesentlich besser strukturiert, was den Handlungsaufbau angeht. Im Film erfährt die gute von einem Indianer, dass Milchschnittes Familie keine Menschen sind. Statt dessen seien sie „kalte Wesen„, die traditionell im Krieg mit den „wölfischen“ Indianern stehen.
Später dann zushause setzt sie sich an ihren Rechner, und googelt „kalte Wesen“ und „indianische Legenden“, und stößt darauf, dass „kalte Wesen“ scheinbar ein Synonym für „Vampire“ ist.
Sie findet hier also heraus, und das ganze wäre spannend gewesen, wenn man nicht von Anfang an gewusst hätte, dass es um Vampire geht.
Na ja, dann erst konfrontiert sie „Milchschnitte“ mit den Fakten, und er sagt: „Ja, stimmt schon.“ Auf die Frage, wie vielen Babys Milchschnitte schon den Kopf abgebissen hat, antwortet dieser: „Noin, wir sind doch vegetarische Vampire.“ Vegatarisch ist hier im Sinne von: „ernährt sich nur von Tierblut gemeint.“ Auch hier achte man auf den lehrbuchmäßigen Spannungsbogen.

Okay, wie ist es im Buch? Nun dort fragt sie den Indianer nach Milchschnittes Familie, und er sagt ihr sinngemäß: „Ach, das sind Vampire. Aber die trinken nur Tierblut, also keine Angst.“
Dann geht sie heim, und googelt, und liest was über Vampire, und sagt später lapidar zu Milchschnitte: „Ach was, ich hab keine Angst, ihr trinkt doch nur Tierblut, höhö.“
Wo ist da der Spannungsbogen? Vielleicht grad in Urlaub auf Mallorca, und lässt sich volllaufen.

Der Stil im Buch: Ständig finden sich Phrasen im Buch wie „Noch nie war Edward gefährlicher, …oder schöner.“ oder „Er war so unglaublich schön… und gefährlich!“ Man sollte meinen die Leserin hätte das nach den ersten 10 Gelegenheiten, zu denen solche Sätze zu lesen sind, begriffen, aber nein, sowas wird den ganzen Roman über wiederholt. Vielleicht fehlt mir aber tatsächlich das Östrogen, um sowas zu wertschätzen.
Im Film bleibt sowas jedoch ungesagt, was ich besser finde.

Dann die „böösen Vampire“, die nicht nur Tierblut trinken, wie waschechte Vegetarier, sondern auch, und hauptsächlich, Menschenblut.
Mal abgesehen davon, dass beiden männlichen dieser Vampire im Hörbuch schlimme ausländische Akzente verliehen wurden, tauchen diese erst gegen Schluss auf. Hallo Spannungsbogen, ich hoffe du hattest einen schönen Urlaub. Bitte komm bald wieder, wir vermissen dich!
Im Film hingegen, sind diese schon im ersten Drittel präsent, wenn auch in Szenen, in denen keiner der Hauptcharaktere auftaucht. Und nicht nur das: Sie killen sogar einen guten Freund des Vaters der Protagonistin. Solche Mittel helfen die Spannung zu halten. Im Buch scheint dies völlig zu fehlen – es sei denn das Hörbuch ist gekürzt.

Nun, der Punkt der mich am meisten am Film störte, und der beim Buch angeblich „besser gelöst“ sei: das Glitzern.
Im Film nimmt „Milchschnitte“ der 107jährige, untote Teenie unsere Protagonistin kurzerhand huckepack, und trägt sie auf einem Berg in Windeseile über die Wolkendecke. Dort, im prallen Sonnenlicht glitzert er.
Im Buch heißt es fast wörtlich: „Im grellen Sonnenlicht begann er zu glitzern!“ Später ist dann noch von einem „Funkeln“ die Rede, oder davon, dass es ausshe wie „tausend Diamanten“.
Ist das irgendwie besser? Ist das weniger schwul? Ich sehe irgendwie keinen großen Unterschied.

Das einzige was im Buch besser ist als im Film sind die Schauspieler. Das aber auch nur, weil man seine Idealbesetzung im Kopf hat.

Okay, demnächst hör ich mir den zweiten Teil an. Warum? Man kann nur so und so oft im Jahr „Professor Van Dusen“ hören.

Written by Heiko C. in: Bücher,Esoterisches,Filme,Kurzrezensionen | Schlagwörter: , ,
Jan
10
2009
15

Auf den Flughund gekommen…

Gna! Irgendwie sind Vampire auch nicht mehr das, was sie mal waren. Wenn wir uns anschicken díe Geschichte der Filmvampire von Anfang an anzusehen, müssen wir eben diesen Anfang in Deutschland suchen. Und zwar bei Murnaus „Nosferatu“. Graf Orlock in diesem Film ist zugleich der erste Vampir auf der Leinwand und ebenso die große Ausnahme. Max Schreck spielt den Vampir dreckig, eklig und unglaublich hässlich. Der schon wenige Jahre später von Bela Lugosi gespielte Dracula wirkte schon ganz anders, und sollte für Jahre, im Grunde für den Rest des 20ten Jahrhunderts definieren wie ein Vampir zu sein hat: Elegant, hypnotisch, irgendwie unheimlich und anziehend und vor allen Dingen SAUBER, wenn auch manchmal ein wenig verstaubt.
In Blade beginnt dann der Schichtwechsel. Udo Kier spielt hier einen der Obervampire, und er entspricht noch ganz dem Klischee, welches im übrigen auch eher Bram Stokers Romanvorlage entspricht als beispielsweise Nosferatu. Kiers Protovampir steht in der Handlung ein junger Emporkömmling gegenüber, der von einem ebensolchen neuen Vampirbild zeugt. Während der klassische rumänische Blutsauger tagsüber schön zuhause bleibt, kleistert sich Deacon Frost einfach mit Sonnencreme zu, und geht in den Stadtpark um Vampirjäger zu bedrohen.
Konkurrenz in der Vampirgesellschaft wird wie bei der Mafia entsorgt, und Frosty Neuvampir schwingt sich zum Oberherrscher über die hämophilen Sülznasen auf. Der Mensch soll wieder mal versklavt werden. Dass die Zukunftsvisionen blonder Schnulliboyvampire irgendwie rein demografisch zu Problemen führen müssen, darauf will ich jetzt nicht eingehen,
Gehen wir lieber zum nächsten Film: 30 Tage Dunkelheit. (Oder 30 Tage Nacht, ich bin mir nicht ganz sicher)
Der Plot: In einem verträumten Weiler in Alaska, der einen Monat lang Polarnacht hat, und außerdem noch – praktischerweise – in dieser Zeit keinen Kontakt zum Rest der Welt hat, planen Vampire die Fresstour ihres Lebens. … oder ihres Untotseins. Wie auch immer.
Der Plot hört sich an, als könnte man daraus einen ganz passablen Film klöppeln, aber nein, das wäre ja zu viel verlangt. Der Film kommt im Endeffekt eher daher wie Pitch Black für Arme, wo doch Pitch Black schon Alien für Arme war.
Wo soll ich bei diesem Machwerk anfangen? Die Vampire sind alles was man sich so vorstellt… …wenn man an Ghoule oder Zombies denkt, aber eben nicht, wenn man an Vampire denkt.
Die Vampire sind abstoßend hässlich, ungepflegt, haben schreckliche Tischmanieren und reden irgendeine seltsame Kunstsprache, die sich mal anhört, als hätte man einer Katze auf den Schwanz getreten, mal wie eine verstopfte Espressomaschine kurz vor der Explosion. Und das tollste: Der Obervampir sagt „Brachkl sslak MIAOU passhakki vra utz nöchkachkocko!“ und in den Untertiteln dazu steht dann „Hallo!“
Normalerweise soll der Vampir doch anziehend wirken, und geradezu hypnotische Wirkung auf das andere Geschlecht haben. Ja regelrecht rollig sind sie alle noch bei Bram Stoker. Hier sehen sie jedoch alle eher aus wie MAx Schrecks Nosferatu, bloss dass der eine Tonne mehr Klasse hatte.
Ausserdem hatte Nosferatu bessere Tischmanieren. Erinnert ihr euch noch an die Szene, wo Hutter sich geschnitten hat, und Graf Orlock den Anblick dieser PAAR TROPFEN Blut nicht ertragen konnte, und sich gleich auf sie gestürzt hat?
Nun die Vampire in dem Alaskafilm sind da weniger abhängig. Wenn die sich auf ein Opfer stürzen, dann spritzt literweise Blut in alle Richtungen. Ich hab ja nichts gegen Splatter, aber bei Vampiren? Also ich kannte das bisher so, dass kein verdammter Tropfen Warmblüterblut daneben geht. Also wenn ihr schon einen Film über lichtempfindliche Ghoule macht, dann nennt sie auch so. Vampire sind das mit der Art zu essen jedenfalls nicht.
Und was ist jetzt die vorläufige Krönung des Vampirfilms im neuen Jahrtausend?
Twilight.
Twilight, oh Twilight… Wo soll ich bloss anfangen. Vielleicht erst die positiven Aspekte.
Die Vampire in Twilighht sehen allesamt aus, wie man es von Vampiren erwartet. Sie sind sauber, elegant, irgendwie unheimlich, und so weiter. Wenn die Vampire sich mit „übermenschlicher Schnelligkeit“ bewegen, sehen sie aus wie vorgespult. Das kommt mir fast wie eine respektvolle Verneigung vor „Nosferatu“ vor, denn auch Graf Orlock bewegt sich manchmal wie vorgespult. Als der Vampir – wie hieß er noch…. ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht Rüdiger war… hm…
Als der Vampir – ich nenn ihn mal „Milchschnitte“ -, als Milchschnitte also seinem weiblichen Loveinterest erklärt, warum sie ihn toll findet, dass war auch noch sehr archetypisch vampirisch. Der Expresshuckepackritt auf den Berg aber schon nicht mehr. Und was dann kam schon gar nicht, aber ich greife vor.
Die „Familie“ von Milchschnitte besteht nicht nur aus Vampiren, sondern auch noch aus „Vegetarischen Vampiren“. Ja, auch ich musste an Graf Duckula und seinen Brocollikonsum denken, hier ist aber mit „vegetarisch“ gemeint, dass sich Milchschnittes Familie nur von Tierblut ernährt. Ganz ähnlich wie in „Interview mit einem Vampir“. Weil das so ist, können sie relativ unbemerkt in einem Dorf voller Menschen leben. Auch am Tag gehen sie raus, weil es in der Gegend immer bewölkt ist, und sie so kein Sonnenlicht abbekommen. ?!? Muss man nicht nachvollziehen können, ist halt so. Wenn die Vampire doch direktes Sonnenlicht abbekommen, dann passiert etwas ganz grausames: DANN GLITZERN SIE!
Muss ich das weiter kommentieren? Ich denke nicht. Vegetarische Glitzervampire.
Was denken Vampire eigentlich über Sex mit Menschen? Diskutieren die das so wie wir Sex mit Tieren diskutieren? Der Film ist echt seltsam. Im Grunde genommen ist es eine Mischung aus „Interview mit einem Vampir“, „der kleine Vampir“ und einem beliebigen Highschool-Drama. Für einen Vampirfilm taugt er nicht viel. Als Setting eines Kinderfilmes ginge das Setting hier durch, dazu ist der Film aber zu blutig. Na, er schien ja trotzdem erfolgreich zu sein.

Written by Heiko C. in: Bücher,Beklopptes,Filme,Gruseliges,Kurzrezensionen | Schlagwörter: , , ,
Okt
22
2008
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PORNO !!! „Der Blitz hat den Tank getroffen!!“

Aus der Abteilung: „Da kann man ja eigentlich nichts falsch machen.“ Die meisten Artikel aus dieser Abteilung sind der Beweis dafür, dass man eben doch eine Menge falsch machen kann.
Ich weiß noch, wie ich in Flensburg bei Cittimarkt (oder wie schreibt sich das) an einem kleinen DVD-Regal stand. In diesem befanden sich ausnahmslos Filme die ich nicht kannte, und die sehr billig waren. Ich glaube 2.50 das Stück oder so. Bevor jetzt alle losstürmen, und den Parkplatz vor Citti in Flensburg verstopfen möchte ich hinzufügen, dass die hier von mir geschilderten Begebnisse schon einige Jahre her sind.
Also wo war ich? Unbekannte Filme für 2.50. Genau. Ich kuck die also durch, und stelle fest, dass einige von denen dem Genre der Phantastik zuzuordnen sind. ‚Fantasy und SF-Filme können an sich noch so schlecht sein, ich unterhalte mich trotzdem‘, dachte ich damals noch naiv. Ich kaufte mir also aus der Auswahl dort „Nabonga – der Riesenaffe“ und „Timeslip“.
Nabonga. Bei diesem Film, in dem es um einen „Riesengorilla“ geht, der etwa 1.50m groß ist, und mit der verblödeten Tochter eines Juwelendiebes im Urwald lebt, handelt es sich um ein recht billiges und recht spätes King-Kong-Ripoff mit – immerhin – Buster Crabbe als jugendlichem Held. Der Film ist in etwa das, was man erwarten würde, wenn man außerdem noch wüsste, dass er aus den 1950ern ist. Der Film hat aber noch einen Haken, der ihn fast ungenießbar macht: Die Deutsche Synchro.
Hört man sich diese nämlich nur an, und schaut dabei nicht den Film, dann gewinnt man irgendwann den Eindruck, dass es sich um einen Porno handelt. Alle Dialoge wurden auf deutsch scheinbar von originalen Pornosynchronisatoren vertont, und auch die Dialoge wurden sinnlos versext. Da reden Held und Heldin auf Deutsch von „Schäferstündchen“, wo es im Englischen eigentlich nur um den Gorilla geht. Den Rest, der das Ganze aber dann schon wieder unfreiwillig komisch macht, sind aber die vollkommen sinnlosen Dialogänderungen wie zum Beispiel „Der Blitz hat den Tank getroffen!“. Das sagt der Pilot, als ein Flugzeug am Anfang des Filmes notlanden muss. Ich denke wenn der Blitz tatsächlich den Tank getroffen hätte, bräuchte sich der Pilot mit dem Notlanden keine große Mühe mehr geben.
Dass es sich nicht nur um ein Pornostudio gehandelt haben muss, welches diese Synchro verbrochen hat, sondern um ein möglicherweise rassistisches Pornostudio obendrein, sehen wir an der Art und Weise, wie die afrikanischen Eingeborenen eingedeutscht wurden: Reden diese im Original etwas das sich zumindest anhört wie eine afrikanische Sprache, sagen sie im deutschen nur ununterbrochen „Ullubulluullubullu!“. Es findet sich im Originalton ein afrikanischer Nebencharakter, der normales Englisch spricht. Wie redet er auf Deutsch? „Bulu gehen nicht in Urwald! Bulu Angst vor Hexe!!“
Da fragt man sich: WARUM????????
Ich glaube ich habe eine Antwort: Den Film kann man bei archive.org legal und kostenlos herunterladen.

[Zumindest in der englischen Version, und wenn man in den USA ist. Ob man das von Deutschland aus auch darf, weiß ich nicht. Genau weiß ich sowieso nichts, denn ich bin kein Anwalt. Alles was mit Recht und Gesetz zu tun hat, und hier steht hat also nicht den Charakter einer Rechtsberatung, sondern ist nur schwabbelig unsichere Vorstellung meinerseits davon. Kann alles falsch sein. WIRKLICH! Bitte nicht drauf verlassen!]

Der Film befindet sich in den USA nämlich in der Public Domain. Scheinbar haben die Produzenten eingesehen, dass kein Geld mehr mit dem Streifen zu machen ist, und die Rechte verfallen lassen. Oder der Film hat einfach nur keinen Verleih mehr gefunden. Irgendein deutschsprachiges, mutmaßlich rassistisches Pornosynchronstudio hatte mal nichts zu tun, und irgendein Blitzgescheiter hatte die Idee sich einfach mal alte Schinken aus dem Public Domain zu holen, und an denen etwas zu üben. Und üben durften sie alle: Allen voran die Sprecher, aber auch ein begabter Pornodrehbuchschreiber, der bei der Gelegenheit eine Synchro anzufertigen, dann auch gleich die Handlung und die Dialoge neu gemacht hat. Schade nur, dass Pornos ohne Sexszenen nicht so recht funktionieren wollen, selbst wenn Riesengorillas drin sind. Oder gerade weil.
Also: Das nächste mal, wenn man sich vor einem vermeindlichem Schnäppchen denkt :“kann man ja eigentlich nichts falsch machen“, dran denken, dass man noch eine ganze Menge falsch machen kann.

Korrektur: Offenbar ist der Film von 1944 und nicht aus den 50ern, wie ich auf www.meine-filmsammlung.de gelesen habe. Dort meint man zu der deutschen Synchro:

Die deutsche Synchro wurde offensichtlich neu erstellt und hat im Gegensatz zum Originalton viel Dschungelflair im Hintergrund sowie Goasound beim Abspann. Unglaublich!

…wie unterschiedlich doch die Meinungen sein können.

Apr
11
2008
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Die Zeitmaschine

Da ein wiederkehrendes Thema in diesem Blog die Zeitreise zu sein scheint, will ich an dieser Stelle einmal ein paar Worte über meinen Lieblingsfilm zu dem Thema verlieren.
Der Film „the time machine“ zu deutsch „Die Zeitmaschine“ wurde 1960 nach dem Roman von H.G.Wells gedreht. In den Hauptrollen spielen Rod Taylor, Alan Young und Yvette Mimieux.
Trotzdem der Film etwa 30 Jahre älter ist als die Neuverfilmung, liegt sie sehr viel näher an der Buchvorlage als diese. Für die Zeit in der der Film entstanden ist, ist die Nähe zum Buch sogar sehr überraschend. Die Verfilmung von 1960 hat auch einen Oscar gewonnen.
Tja… ich mag den Film. Er überzeugt noch immer mit seiner Bildsprache, und den Spezialeffekten, die natürlich heute ein wenig angestaubt wirken. Die Dialoge sind nicht langweilig und ohne Schnörkel, und die eingebaute Liebesgeschichte beschränkt sich auf ein Minimum.
Der Satz „Hier wurde ich geboren und hier bin ich gestorben.“ stammt jedoch nicht aus dem Film, sondern aus Hitchcocks „Vertigo“.

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Mrz
06
2008
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Rückkehr zum Planet der Affen

Neulich habe ich wieder mal nach langer Zeit den zweiten Teil der Reihe um den Planeten der Affen gesehen.
Als der Film so nebenbei vor sich hinplätscherte, während ich irgendwas am Rechner machte, wurde mir plötzlich bewusst, wie damals das Skript für den Film zustande gekommen sein muss.

Ich stelle mir das so vor:
Verschiedene „kreative“ Köpfe und ein Produzent sitzen um einen großen Tisch herum, und überlegen, wie man das Sequel zum erfolgreichen Film „Planet der Affen“ gestalten soll.
„Planet der Affen“ hat ja immerhin einen Oskar gewonnen. Wenn ich mich nicht irre, sogar für die Spezialeffekte.
Diese – insbesondere die Affenmasken – liegen ja noch irgendwo auf dem Studio in irgendeiner Kiste, und so wäre es doch schade, wenn man sie verkommen ließe.
Nun, also MUSS ein Sequel her, doch wie macht man das jetzt?

Einer sagt: „Also ich finde, man sollte die Handlung da aufnehmen, wo der erste Film aufhört.“

Ein anderer fragt: „Hat denn Charlton Heston überhaupt Zeit?“

Einer antwortet: „Ach, für ein paar Szenen kriegen wir ihn bestimmt.“

„Nur für ein paar?“

„Na, für den Rest des Filmes können wir ja jemanden nehmen, der ihm ähnlich sieht.“

„Merkt das keiner?“

„Wir können das ja irgendwie in die Handlung einbinden.“

„hm….“

„Was brauchen wir noch…?“

„Ich habs! Ich finde diese Schnecke im Fellbikini aus dem ersten Teil sollte wieder dabei sein.“

„Super Idee. Die hat bestimmt nichts anderes vor. Die kann dann auch den ganzen Film über mitspielen.“

„Und was machen wir für die Handlung?“

„Vielleicht wollen böse Gorillas Krieg führen?“

„Ja, gegen wen denn?“

„Gegen die Schimpansen?“

„Nein, das ist Quatsch. Wir haben doch im ersten Teil schon gesagt Affen dürften Affen nicht umbringen…“

„Können wir ja ändern.“

Dann mischt sich der Produzent ein: „Also! So geht das nicht. Ein Krieg von Affen gegen Affen. Wen interessiert denn das! Da schaltet der Kinogänger doch innerlich ab!“

„Hm. Also kein Krieg…“

„Doch, Krieg ist keine schlechte Idee“, räumt der Produzent ein, „Aber mehr so ein Krieg zwischen Affen und Menschen. Da kann sich der Zuschauer dann auch identifizieren.“

„Ich will die New Yorker U-Bahn in dem Film haben.“, sagt einer. Alle ignorieren ihn.

„Affen gegen Menschen geht auch nicht. Menschen sind doch da nur wilde Tiere.“

„Tja, es könnte ja noch einige schlaue Menschen geben, die irgendwo überlebt haben.“, mutmaßt der Produzent, und kratzt sich am Kinn.

„In der New Yorker U-Bahn?“, fragt der eine wieder, und wird noch einmal ignoriert.

„Vielleicht haben sie irgendwie… unterirdisch überlebt.“, sagt ein anderer, als wäre es seine Idee gewesen.

„Radioaktive unterirdische Leute!“

„MUTANTEN!“, schreit einer aufgeregt dazwischen.

„Radioaktive unterirdische Mutanten.“

„…in der New Yorker U-Bahn.“, sagt der eine wieder, in der Hoffnung, dass seine Idee aufgegriffen wird. Erfolglos.

„Nee. Wir müssen doch den Leuten vom Effektdepartment auch was zu tun geben.“, sagt ein ganz anderer.

„Was meinst du?“, fragt der Produzent. „Wir haben doch die Affen!“

„Ja“, antwortet der ganz andere. „Aber das ist doch nichts neues. Und ansonsten nur Menschen und noch mehr Manschen…“

„Es sind aber doch Mutanten!“, erinnert ein anderer.

„Ja, aber…“, meint der ganz andere.

„Die könnten ja sechs Arme haben.“

„Nee, das kriegen die nicht überzeugend hin. Wenn wir wieder einen Oskar kriegen wollen, dann müssen wir schon irgendwelche überzeugenden Masken bringen, wie beim ersten Film.“, sagt der Produzent.

„Wie wäre es… wenn diese Mutanten keine Haut hätten…“, sagt einer.

„Ja… das ginge…“, sagt der Typ der den Film besetzen soll. „Aber wer spielt schon gern einen ganzen Film, wenn man sein Gesicht nie sieht.“

Alle nicken zustimmend und nachdenklich. Sie erinnern sich an die Probleme die sie hatten, damals die Affen für den ersten Film zu besetzen.

„Ich habs!“, ruft einer. „Die Mutanten können sich die Gesichtshaut abziehen, tun das aber nur selten!“

„Das ist die Idee!“, sagt der Produzent, und verlässt die Besprechung. Er ruft im Verlassen des Raumes den Kreativen zu: „Ihr macht das schon!“

„So. Jetzt wo der Produzent weg ist, sollten wir noch schnell eine sozialkritische Komponente in den Plot einbauen. Ich denke die hat uns beim ersten Teil zu dem Oskar verholfen.“

„Vielleicht, wenn wir die New Yorker U-Bahn-„, sagt der U-Bahn Fan wieder, wird aber unterbrochen.

„Atombomben!“, brüllen gleich zwei synchron.

„Atombomben. Sehr sozialkritisch. Sehr gut. Aber wie binden wir die in die Handlung ein?“

„Die Mutanten beten eine Atomrakete an!“

„Hm…“

„…und sie ziehen sich die Haut nur vom Gesicht, wenn sie beten zu der Rakete!“

„Wunderbar. Der Plot steht soweit. Affen führen Krieg gegen unterirdische Mutanten, die eine Atomrakete anbeten. Das ganze schildern wir dann aus der Sicht eines Astronauten, wie im ersten Teil. Da kann eigentlich nichts mehr schief gehen.“

„Fehlt nur noch ein Wahrzeichen, wie die Freiheitsstatue im ersten Teil.“

„Stimmt. Und das Wahrzeichen sollte auch in New York liegen, da der erste Teil ja dort spielt.“

„…und es sollte nach Möglichkeit unterirdisch sein.“

„Wie wäre es mit der New Yorker U-Bahn?“, fragt der U-Bahn Fan mittlerweile gänzlich ohne Hoffnung.

„Perfekt! Gentlemen, wir haben einen Film zu drehen!“

Und genau so wurde der Film auch. Einen Oskar hat er meines Wissens allerdings nicht gewonnen.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Kurzrezensionen,Lustiges | Schlagwörter: ,
Mrz
02
2008
3

Frauen, Männer und welche Geschichten sie mögen

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber es gibt unglaublich wenige Autorinnen, die ich gerne lese, wenn man ihre Zahl mit der männlicher Autoren vergleicht, deren Bücher ich täglich in mich reinstopfe.
Woran liegt das? Vielleicht leide ich ja an normalem gesunden Chauvinismus, aber das glaube ich weniger. Die Betonung in „weiblicher“ Kunst scheint einfach ganz woanders zu liegen, als in männlicher.
Um gleich mal die Ausnahmen zu nennen, Ursula K. LeGuin schreibt wie ich es lesen will, und auch die Harry Potter Reihe hat mich ein wenig unterhalten, wenn auch nur als Hörbuch. Harry Potter ist einfach ideale Kost, wenn man nebenbei was anderes macht.
Mit Rosamunde Pilcher oder Jane Austen kann man mich jagen, obwohl auch diese beiden Autorinnen Millionen Fans beiderlei Geschlechts haben.
Warum ist das also so?

Ich hab vor ein paar Wochen eine interessante Dokumentation über den englischen Comic an sich gesehen, und da stellte sich irgendwann die gleiche Problematik.
Nachdem sich irgendwann (weiß nicht mehr genau 50er? 60er) eine stabile Stammkundschaft für Comicmagazine unter den jungen männlichen Lesern herauskristallisiert hatte, wollten die Produzenten dieser Comichefte auch etwas für die Mädchen entwerfen, um noch mehr abzusetzen.
Man begann Comicreihen zu produzieren, die denen für die Jungens entsprachen, mit dem Unterschied, dass die Helden allesamt Frauen waren. Irgendein Comic mit einer Fliegerheldin, die in jeder Folge beweisen musste, dass sie den männlichen Piloten gleichwertig ist, schwirrt mir dabei im Kopf herum.
Nachdem diese und einige ähnliche Serien floppten, machte man erst einmal eine Leserinnenbefragung, bei der sich herausstellte, dass Mädchen einen Comic gut finden, wenn er sie zum Weinen bringt.
Von da ab litten die Protagonistinnen in Mädchencomics um die Wette. Ein Comic, den sie in der Doku als Beispiel angeführt haben ist mir im Gedächtnis geblieben. Es ging darum um eine Sklavenfarm mit Kriegswaisen.
Der Unterschied zwischen den beiden Geschlechtern sei auch, dass Mädchen zufrieden sein, wenn die Protagonistin trotz aller Hindernisse Erfolg im Leben habe, während Jungens auch lesen wollen, wie der Bösewicht vom Protagonisten eins mit dem Baseballschläger über die Omme gezogen bekommt.

Wenn wir uns Harry Potter ansehen, scheint sich dieses Muster auch dort anzufinden.
Von einer Frau geschrieben, verliert unser sowieso schon vom Leben und seinen Verwandten gestrafter kleiner Mann fast alles, was er im Lauf der Zeit zu lieben gelernt hat: Allen voran seine Eltern, seinen Onkel, mehrmals Ron, seine Freundin, seinen guten Ruf usw.usf.
Trotzdem fällt am Ende der Saga seine „Rache“ eher mild aus. Er verfolgt nicht alle seine Peiniger mit einem Katana, und metzelt sie in epischen Duellen zu Geschnetzeltem.
Voldemort ist weg, und dann ist auch gut. Harry selbst heiratet und sitzt fortan fröhlich im Lehnstuhl.
Bei der Lektüre hab ich mir tatsächlich mehrmals gewünscht, dass die, die es verdient haben ordentlich einen auf den Detz bekommen, allen voran Draco Malfoy. Aber nein, der Satansbraten ist ja noch jung, und „es verwächst sich bestimmt noch“.

Kill Bill hingegen ist ein anderes Beispiel und zwar ein extremes. Da geht es dann nur um die Rache an den Peinigern, obwohl die gute … wie hieß sie noch … Die hatte irgendeinen blöden Namen… Na egal. Obwohl jedenfalls die gute Uma Thurman ja auch ein erfolgreiches Leben mit ihrem Kind hätte anfangen können.
Aber nein, statt dessen häckselt sie sich mit bis zum Schluss ungebrochener Zielstrebigkeit durch die B-Riege der amerikanischen Schauspielerinnen, um schließlich auch Kane aus Kung-Fu zu zeigen, dass man sich nicht mit einer schwertfuchtelnden Blondine anlegen sollte.
Ein Film für Männer? Auf jeden Fall.

Männer konsumieren offenbar also auch Fiktion, die von Frauen handelt die Männersachen machen, und Frauen umgekehrt genauso.

Die Bücher aus dem Hain-Zyklus von Ursula K. LeGuin bilden eine interessante Ausnahme. Dort ist der Gegner kein böser texanischer Karateka, und auch kein schattenhafter Magier, der aus 7 Teilen besteht, die man erst einmal zusammensetzen muss, bevor man gegen ihn kämpfen kann.
In ihren Romanen (zumindest in den SF-Romanen, die ich gelesen habe) sind der Feind die Umstände.
An Umständen kann man sich nicht rächen, darum erwartet der Leser auch schon gar nicht, dass so etwas kommen müsse. Trotzdem kann man sie besiegen. Vielleicht ist das der Königsweg der Unisexfiction…

Written by Heiko C. in: Bücher,Filme,Zwischenmenschliches | Schlagwörter:
Jan
13
2008
4

Death Proof – Planet Terror – Double feature

Gestern war es dann soweit, ich habe bei einem Freund diese beiden Filme in einer Art privater DVD-Doppelvorstellung gesehen.
Eigentlich wollten wir (Insgesamt etwa 10 bis 15 Leute) um 19 Uhr anfangen, und dann ohne Pause durchschauen, aber durch die späte Ankunft einiger wurde es dann noch 21 Uhr, bis wir schließlich anfingen.
Na ja, auch gut, so konnten wir auf Tele 5 noch das Ende von „Logans Run“ sehen. Eigentlich nicht nur das Ende, sondern im Prinzip alles bis auf die ersten 15 Minuten.
Aber egal, darum gehts ja garnicht.

Beide Filme (sowohl „Death Proof“ als auch „Planet Terror“) sind nach ihrer Fertigstellung künstlich gealtert worden, so dass sie wie Billigproduktionen der Siebziger wirken. Beide Filme parodieren das Genre des „gewaltverherrlichenden Exploitationfilms“, wenn man es dann so nennen mag.

Die Unzulänglichkeiten beider Filme sind bewusst als so beabsichtigt zu erkennen, und so machen beide Spass, wenn man nicht gerade einen sehr schwachen Magen hat.
Drollig ist, dass im ersten Film scheinbar in letzter Sekunde der Titel geändert wurde, und für den Mittelteil des Filmes offenbar beim Dreh nur Schwarzweißfilm vorhanden war, *zwinker zwinker* im zweiten Film fehlt dafür eine komplette Filmrolle.

Kann ich im Grunde genommen beide nur empfehlen, wohl aber nicht jedem. Gerade Planet Terror ist streckenweise recht eklig.

Written by Heiko C. in: Filme,Kurzrezensionen |
Jan
02
2008
2

The Underground Comedy Movie – WARNUNG VOR DEM FILME!!

Der Film zeigt eine Reihe von Sketchen, die teilweise ineinander übergehen, was ich allerdings erst spät merkte, und mich zu Anfang etwas irritierte.
Unter den Figuren des Films finden sich zwei Karikaturen von Comicsuperhelden bzw. Bösewichten, die nichts besseres zu tun haben, als Mist zu bauen, und einer alten Frau den Kopf von den Schultern zu hauen.
Ausserdem gibt es noch den weiblichen „Paten“, eine Pronofilmreview, die Wahl der „Miss Obdachlos“, scheißende Models und einen schwulen „Dirty (Flirty) Harry“.
Viele der Episoden in diesem Film kommen ohne erkennbare Pointe daher, und versuchen sich aufgrund ihrer Absurdität und Obszönität trotzdem als Comedy durchzumogeln.

Mein persönliches und vermutlich subjektives Fazit: Wieder ein Film aus der Kategorie: „Gewollt und nicht gekonnt.“

Allerdings ist dieser im Gegensatz zu anderen Ausrutschern ein Totalausrutscher. Ich korrigiere: Ein Übertotalausrutschersupergau.
Ein Film in dem die Gags so schlecht sind, dass sie schon wieder gar nicht witzig sind. Also gegen den Uhrzeigersinn volle Kanne zwei mal ums Geschmacks- und Humorspektrum herumgeschnellt, an „schlecht“ und „sehr schlecht“ vorbei, über „überschlecht(so schlecht, dass er schon wieder lustig ist)“ hinausgeschossen, und schließlich bei „unterunterschlecht“ gelandet. Ich hätte nie gedacht dass so etwas überhaupt in dieser Form möglich ist, und danke dem Schreiber/Regisseur/Hauptdarsteller hiermit für diese Erfahrung, so schmerzhaft sie auch gewesen sein sollte.
Eine Pointe über die man ansatzweise schmunzeln konnte teilte sich hier drei bis fünf sketchähnliche Episoden.
Viele geplante Pointen hinterließen einen dann aber ratlos bis irritiert, und andere hat man verstanden, aber sie waren nicht witzig.

Auch das Niveau der Gags lässt zu wünschen übrig, ein Umstand über den man hinwegsehen könnte, wenn diese Gags wenigstens lustig oder in einigen Fällen auch einfach nur vorhanden wären.
Ich dachte nicht dass ich einen Film auf einem niedrigeren Niveau als „Team America World Police“ sehen würde. Bei „Team America“ unterstützt allerdings dasniedrige Niveau sogar die Witzigkeit des Filmes.
Dann habe ich „Disaster!“ gesehen, und wurde eines besseren belehrt. Allerdings ist auch Disaster witzig.

„The Underground Comedy Movie“ hat nun das Unmögliche geschafft, und das Niveau von „Disaster!“ noch mit großem, groooooooßem Abstand unterschritten.
Schade, dass es den Film nicht witziger macht.

Normalerweise würde ich mir einen Film der so schlecht ist, dass er damit Naturgesetze zu verletzen scheint für mein Kuriositätenkabinett besorgen, aber ich will ihn wirklich nicht noch einmal sehen, noch werde ich meinen sowieso bei Filmen schon angeschlagenen Ruf ruinieren, indem ich ihn jemandem empfehle.

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Apr
14
2009
3

Zwielichtige Vampire II

So, nachdem ich den zweiten Band der ultimativen Glitzervampirsaga auch durch habe, will ich nun versuchen, auch diesen zu rezensieren.

Erst mal: Das zweite Buch fand ich jetzt besser als das erste.

Zur Handlung:
Die Protagonistin (Bella) hat Geburtstag, und wird von einem der Vampire fast gebissen. Daraufhin verlassen die vegetarischen Vampire die Gegend. Bella ist tottraurig, und freundet sich deswegen mit einem Werwolf an.
Ein böser Vampir kommt, und will sie beißen. Die Werwölfe verhindern dies.
Dann kommt die eine von den Glitzervampiren zurück, weil die denkt, dass Bella tot ist. Durch eine fast ohnsorgtheatereske Verwechslung denkt Milchschnitte, dass Bella tot ist, und geht deswegen nach Italien, um sich umbringen zu lassen.
Bella reist hinterher, wird von Obervampiren gemustert, und alle dürfen wieder gehen. Dann streiten sich Milchschnitte und der Werwolf. Dann bekommt Bella Hausarrest, weil sie ein Motorrad hat.

Hm. Jetzt wo ich die Handlung zusammengefasst habe, klingt sie ein wenig wie Kraut und Rüben. Das Hörbuch zu hören war aber tatsächlich sehr viel spannender als beim ersten Teil. Vermutlich weil man bei Teil 2 ganz lange nicht sicher war, worauf es denn eigentlich hinauslaufen soll.
Wie schon im ersten Buch die interessanteste Enthüllung – Milchschnitte=Vampir – eigentlich keine war, weil das schon der Klappentext verraten hatte, ist in die spannenste Enthüllung des zweiten Buches ebenfalls ein Spoiler eingebaut: Wir wissen schon seit dem ersten Buch, dass die Reservats-Indianer potentielle Werwölfe sind, also ist dies kaum eine Überraschung.
Warum schreibt sich die Autorin all diese großartigen Enthüllungen kaputt? Das erste Buch wäre gar nicht mal so langweilig gewesen, hätte man nicht drei Mal enthüllt bekommen, dass Milchschnitte ein Vampir ist. Ebenso wäre das zweite Buch vielleicht richtig gut gewesen, wenn im ersten Buch nicht direkt von Werwölfen die Rede gewesen wäre, sondern davon dass „die Vampire unseren Stamm respektieren“ oder so. Wie kann man das vermasseln?

Nun, die Antwort ist eigentlich offensichtlich: Die Gute Susanne Meier hat das erste Buch geschrieben, und dabei nicht wirklich schon die Handlung des zweiten vor Augen gehabt.
Das zweite Buch muss komplett erst konzipiert worden sein, als das erste schon veröffentlicht war. Wenn etwas nämlich schon veröffentlicht ist, dann kann man nämlich nicht mehr dran rumdoktern. Gut, es sei denn, man heißt George Lucas.

Ich bin gespannt auf den dritten Teil. Auch wenn die Vampire glitzern.

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Apr
13
2009
13

Zwielichtige Vampire I

Gut, nachdem die Mine als Reaktion auf meine Twilight-Filmkritik schrieb: „Das Buch ist aber viel besser!“, oder so, dachte ich, dass es doch eine journalistische Notwendigkeit wäre, wenn ich diese Aussage mal überprüfe.

Also lud ich mir das über 6 CDs dauernde Hörbuch auf meinen MP3-Player, und hörte es in den vergangenen drei Tagen so nebenbei.

Ich komme zu einem erstaunlichen Ergebnis: Der Film ist in vielerlei Hinsicht besser!
Zuerst einmal: Der Film ist wesentlich besser strukturiert, was den Handlungsaufbau angeht. Im Film erfährt die gute von einem Indianer, dass Milchschnittes Familie keine Menschen sind. Statt dessen seien sie „kalte Wesen„, die traditionell im Krieg mit den „wölfischen“ Indianern stehen.
Später dann zushause setzt sie sich an ihren Rechner, und googelt „kalte Wesen“ und „indianische Legenden“, und stößt darauf, dass „kalte Wesen“ scheinbar ein Synonym für „Vampire“ ist.
Sie findet hier also heraus, und das ganze wäre spannend gewesen, wenn man nicht von Anfang an gewusst hätte, dass es um Vampire geht.
Na ja, dann erst konfrontiert sie „Milchschnitte“ mit den Fakten, und er sagt: „Ja, stimmt schon.“ Auf die Frage, wie vielen Babys Milchschnitte schon den Kopf abgebissen hat, antwortet dieser: „Noin, wir sind doch vegetarische Vampire.“ Vegatarisch ist hier im Sinne von: „ernährt sich nur von Tierblut gemeint.“ Auch hier achte man auf den lehrbuchmäßigen Spannungsbogen.

Okay, wie ist es im Buch? Nun dort fragt sie den Indianer nach Milchschnittes Familie, und er sagt ihr sinngemäß: „Ach, das sind Vampire. Aber die trinken nur Tierblut, also keine Angst.“
Dann geht sie heim, und googelt, und liest was über Vampire, und sagt später lapidar zu Milchschnitte: „Ach was, ich hab keine Angst, ihr trinkt doch nur Tierblut, höhö.“
Wo ist da der Spannungsbogen? Vielleicht grad in Urlaub auf Mallorca, und lässt sich volllaufen.

Der Stil im Buch: Ständig finden sich Phrasen im Buch wie „Noch nie war Edward gefährlicher, …oder schöner.“ oder „Er war so unglaublich schön… und gefährlich!“ Man sollte meinen die Leserin hätte das nach den ersten 10 Gelegenheiten, zu denen solche Sätze zu lesen sind, begriffen, aber nein, sowas wird den ganzen Roman über wiederholt. Vielleicht fehlt mir aber tatsächlich das Östrogen, um sowas zu wertschätzen.
Im Film bleibt sowas jedoch ungesagt, was ich besser finde.

Dann die „böösen Vampire“, die nicht nur Tierblut trinken, wie waschechte Vegetarier, sondern auch, und hauptsächlich, Menschenblut.
Mal abgesehen davon, dass beiden männlichen dieser Vampire im Hörbuch schlimme ausländische Akzente verliehen wurden, tauchen diese erst gegen Schluss auf. Hallo Spannungsbogen, ich hoffe du hattest einen schönen Urlaub. Bitte komm bald wieder, wir vermissen dich!
Im Film hingegen, sind diese schon im ersten Drittel präsent, wenn auch in Szenen, in denen keiner der Hauptcharaktere auftaucht. Und nicht nur das: Sie killen sogar einen guten Freund des Vaters der Protagonistin. Solche Mittel helfen die Spannung zu halten. Im Buch scheint dies völlig zu fehlen – es sei denn das Hörbuch ist gekürzt.

Nun, der Punkt der mich am meisten am Film störte, und der beim Buch angeblich „besser gelöst“ sei: das Glitzern.
Im Film nimmt „Milchschnitte“ der 107jährige, untote Teenie unsere Protagonistin kurzerhand huckepack, und trägt sie auf einem Berg in Windeseile über die Wolkendecke. Dort, im prallen Sonnenlicht glitzert er.
Im Buch heißt es fast wörtlich: „Im grellen Sonnenlicht begann er zu glitzern!“ Später ist dann noch von einem „Funkeln“ die Rede, oder davon, dass es ausshe wie „tausend Diamanten“.
Ist das irgendwie besser? Ist das weniger schwul? Ich sehe irgendwie keinen großen Unterschied.

Das einzige was im Buch besser ist als im Film sind die Schauspieler. Das aber auch nur, weil man seine Idealbesetzung im Kopf hat.

Okay, demnächst hör ich mir den zweiten Teil an. Warum? Man kann nur so und so oft im Jahr „Professor Van Dusen“ hören.

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Jan
10
2009
15

Auf den Flughund gekommen…

Gna! Irgendwie sind Vampire auch nicht mehr das, was sie mal waren. Wenn wir uns anschicken díe Geschichte der Filmvampire von Anfang an anzusehen, müssen wir eben diesen Anfang in Deutschland suchen. Und zwar bei Murnaus „Nosferatu“. Graf Orlock in diesem Film ist zugleich der erste Vampir auf der Leinwand und ebenso die große Ausnahme. Max Schreck spielt den Vampir dreckig, eklig und unglaublich hässlich. Der schon wenige Jahre später von Bela Lugosi gespielte Dracula wirkte schon ganz anders, und sollte für Jahre, im Grunde für den Rest des 20ten Jahrhunderts definieren wie ein Vampir zu sein hat: Elegant, hypnotisch, irgendwie unheimlich und anziehend und vor allen Dingen SAUBER, wenn auch manchmal ein wenig verstaubt.
In Blade beginnt dann der Schichtwechsel. Udo Kier spielt hier einen der Obervampire, und er entspricht noch ganz dem Klischee, welches im übrigen auch eher Bram Stokers Romanvorlage entspricht als beispielsweise Nosferatu. Kiers Protovampir steht in der Handlung ein junger Emporkömmling gegenüber, der von einem ebensolchen neuen Vampirbild zeugt. Während der klassische rumänische Blutsauger tagsüber schön zuhause bleibt, kleistert sich Deacon Frost einfach mit Sonnencreme zu, und geht in den Stadtpark um Vampirjäger zu bedrohen.
Konkurrenz in der Vampirgesellschaft wird wie bei der Mafia entsorgt, und Frosty Neuvampir schwingt sich zum Oberherrscher über die hämophilen Sülznasen auf. Der Mensch soll wieder mal versklavt werden. Dass die Zukunftsvisionen blonder Schnulliboyvampire irgendwie rein demografisch zu Problemen führen müssen, darauf will ich jetzt nicht eingehen,
Gehen wir lieber zum nächsten Film: 30 Tage Dunkelheit. (Oder 30 Tage Nacht, ich bin mir nicht ganz sicher)
Der Plot: In einem verträumten Weiler in Alaska, der einen Monat lang Polarnacht hat, und außerdem noch – praktischerweise – in dieser Zeit keinen Kontakt zum Rest der Welt hat, planen Vampire die Fresstour ihres Lebens. … oder ihres Untotseins. Wie auch immer.
Der Plot hört sich an, als könnte man daraus einen ganz passablen Film klöppeln, aber nein, das wäre ja zu viel verlangt. Der Film kommt im Endeffekt eher daher wie Pitch Black für Arme, wo doch Pitch Black schon Alien für Arme war.
Wo soll ich bei diesem Machwerk anfangen? Die Vampire sind alles was man sich so vorstellt… …wenn man an Ghoule oder Zombies denkt, aber eben nicht, wenn man an Vampire denkt.
Die Vampire sind abstoßend hässlich, ungepflegt, haben schreckliche Tischmanieren und reden irgendeine seltsame Kunstsprache, die sich mal anhört, als hätte man einer Katze auf den Schwanz getreten, mal wie eine verstopfte Espressomaschine kurz vor der Explosion. Und das tollste: Der Obervampir sagt „Brachkl sslak MIAOU passhakki vra utz nöchkachkocko!“ und in den Untertiteln dazu steht dann „Hallo!“
Normalerweise soll der Vampir doch anziehend wirken, und geradezu hypnotische Wirkung auf das andere Geschlecht haben. Ja regelrecht rollig sind sie alle noch bei Bram Stoker. Hier sehen sie jedoch alle eher aus wie MAx Schrecks Nosferatu, bloss dass der eine Tonne mehr Klasse hatte.
Ausserdem hatte Nosferatu bessere Tischmanieren. Erinnert ihr euch noch an die Szene, wo Hutter sich geschnitten hat, und Graf Orlock den Anblick dieser PAAR TROPFEN Blut nicht ertragen konnte, und sich gleich auf sie gestürzt hat?
Nun die Vampire in dem Alaskafilm sind da weniger abhängig. Wenn die sich auf ein Opfer stürzen, dann spritzt literweise Blut in alle Richtungen. Ich hab ja nichts gegen Splatter, aber bei Vampiren? Also ich kannte das bisher so, dass kein verdammter Tropfen Warmblüterblut daneben geht. Also wenn ihr schon einen Film über lichtempfindliche Ghoule macht, dann nennt sie auch so. Vampire sind das mit der Art zu essen jedenfalls nicht.
Und was ist jetzt die vorläufige Krönung des Vampirfilms im neuen Jahrtausend?
Twilight.
Twilight, oh Twilight… Wo soll ich bloss anfangen. Vielleicht erst die positiven Aspekte.
Die Vampire in Twilighht sehen allesamt aus, wie man es von Vampiren erwartet. Sie sind sauber, elegant, irgendwie unheimlich, und so weiter. Wenn die Vampire sich mit „übermenschlicher Schnelligkeit“ bewegen, sehen sie aus wie vorgespult. Das kommt mir fast wie eine respektvolle Verneigung vor „Nosferatu“ vor, denn auch Graf Orlock bewegt sich manchmal wie vorgespult. Als der Vampir – wie hieß er noch…. ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht Rüdiger war… hm…
Als der Vampir – ich nenn ihn mal „Milchschnitte“ -, als Milchschnitte also seinem weiblichen Loveinterest erklärt, warum sie ihn toll findet, dass war auch noch sehr archetypisch vampirisch. Der Expresshuckepackritt auf den Berg aber schon nicht mehr. Und was dann kam schon gar nicht, aber ich greife vor.
Die „Familie“ von Milchschnitte besteht nicht nur aus Vampiren, sondern auch noch aus „Vegetarischen Vampiren“. Ja, auch ich musste an Graf Duckula und seinen Brocollikonsum denken, hier ist aber mit „vegetarisch“ gemeint, dass sich Milchschnittes Familie nur von Tierblut ernährt. Ganz ähnlich wie in „Interview mit einem Vampir“. Weil das so ist, können sie relativ unbemerkt in einem Dorf voller Menschen leben. Auch am Tag gehen sie raus, weil es in der Gegend immer bewölkt ist, und sie so kein Sonnenlicht abbekommen. ?!? Muss man nicht nachvollziehen können, ist halt so. Wenn die Vampire doch direktes Sonnenlicht abbekommen, dann passiert etwas ganz grausames: DANN GLITZERN SIE!
Muss ich das weiter kommentieren? Ich denke nicht. Vegetarische Glitzervampire.
Was denken Vampire eigentlich über Sex mit Menschen? Diskutieren die das so wie wir Sex mit Tieren diskutieren? Der Film ist echt seltsam. Im Grunde genommen ist es eine Mischung aus „Interview mit einem Vampir“, „der kleine Vampir“ und einem beliebigen Highschool-Drama. Für einen Vampirfilm taugt er nicht viel. Als Setting eines Kinderfilmes ginge das Setting hier durch, dazu ist der Film aber zu blutig. Na, er schien ja trotzdem erfolgreich zu sein.

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Okt
22
2008
--

PORNO !!! „Der Blitz hat den Tank getroffen!!“

Aus der Abteilung: „Da kann man ja eigentlich nichts falsch machen.“ Die meisten Artikel aus dieser Abteilung sind der Beweis dafür, dass man eben doch eine Menge falsch machen kann.
Ich weiß noch, wie ich in Flensburg bei Cittimarkt (oder wie schreibt sich das) an einem kleinen DVD-Regal stand. In diesem befanden sich ausnahmslos Filme die ich nicht kannte, und die sehr billig waren. Ich glaube 2.50 das Stück oder so. Bevor jetzt alle losstürmen, und den Parkplatz vor Citti in Flensburg verstopfen möchte ich hinzufügen, dass die hier von mir geschilderten Begebnisse schon einige Jahre her sind.
Also wo war ich? Unbekannte Filme für 2.50. Genau. Ich kuck die also durch, und stelle fest, dass einige von denen dem Genre der Phantastik zuzuordnen sind. ‚Fantasy und SF-Filme können an sich noch so schlecht sein, ich unterhalte mich trotzdem‘, dachte ich damals noch naiv. Ich kaufte mir also aus der Auswahl dort „Nabonga – der Riesenaffe“ und „Timeslip“.
Nabonga. Bei diesem Film, in dem es um einen „Riesengorilla“ geht, der etwa 1.50m groß ist, und mit der verblödeten Tochter eines Juwelendiebes im Urwald lebt, handelt es sich um ein recht billiges und recht spätes King-Kong-Ripoff mit – immerhin – Buster Crabbe als jugendlichem Held. Der Film ist in etwa das, was man erwarten würde, wenn man außerdem noch wüsste, dass er aus den 1950ern ist. Der Film hat aber noch einen Haken, der ihn fast ungenießbar macht: Die Deutsche Synchro.
Hört man sich diese nämlich nur an, und schaut dabei nicht den Film, dann gewinnt man irgendwann den Eindruck, dass es sich um einen Porno handelt. Alle Dialoge wurden auf deutsch scheinbar von originalen Pornosynchronisatoren vertont, und auch die Dialoge wurden sinnlos versext. Da reden Held und Heldin auf Deutsch von „Schäferstündchen“, wo es im Englischen eigentlich nur um den Gorilla geht. Den Rest, der das Ganze aber dann schon wieder unfreiwillig komisch macht, sind aber die vollkommen sinnlosen Dialogänderungen wie zum Beispiel „Der Blitz hat den Tank getroffen!“. Das sagt der Pilot, als ein Flugzeug am Anfang des Filmes notlanden muss. Ich denke wenn der Blitz tatsächlich den Tank getroffen hätte, bräuchte sich der Pilot mit dem Notlanden keine große Mühe mehr geben.
Dass es sich nicht nur um ein Pornostudio gehandelt haben muss, welches diese Synchro verbrochen hat, sondern um ein möglicherweise rassistisches Pornostudio obendrein, sehen wir an der Art und Weise, wie die afrikanischen Eingeborenen eingedeutscht wurden: Reden diese im Original etwas das sich zumindest anhört wie eine afrikanische Sprache, sagen sie im deutschen nur ununterbrochen „Ullubulluullubullu!“. Es findet sich im Originalton ein afrikanischer Nebencharakter, der normales Englisch spricht. Wie redet er auf Deutsch? „Bulu gehen nicht in Urwald! Bulu Angst vor Hexe!!“
Da fragt man sich: WARUM????????
Ich glaube ich habe eine Antwort: Den Film kann man bei archive.org legal und kostenlos herunterladen.

[Zumindest in der englischen Version, und wenn man in den USA ist. Ob man das von Deutschland aus auch darf, weiß ich nicht. Genau weiß ich sowieso nichts, denn ich bin kein Anwalt. Alles was mit Recht und Gesetz zu tun hat, und hier steht hat also nicht den Charakter einer Rechtsberatung, sondern ist nur schwabbelig unsichere Vorstellung meinerseits davon. Kann alles falsch sein. WIRKLICH! Bitte nicht drauf verlassen!]

Der Film befindet sich in den USA nämlich in der Public Domain. Scheinbar haben die Produzenten eingesehen, dass kein Geld mehr mit dem Streifen zu machen ist, und die Rechte verfallen lassen. Oder der Film hat einfach nur keinen Verleih mehr gefunden. Irgendein deutschsprachiges, mutmaßlich rassistisches Pornosynchronstudio hatte mal nichts zu tun, und irgendein Blitzgescheiter hatte die Idee sich einfach mal alte Schinken aus dem Public Domain zu holen, und an denen etwas zu üben. Und üben durften sie alle: Allen voran die Sprecher, aber auch ein begabter Pornodrehbuchschreiber, der bei der Gelegenheit eine Synchro anzufertigen, dann auch gleich die Handlung und die Dialoge neu gemacht hat. Schade nur, dass Pornos ohne Sexszenen nicht so recht funktionieren wollen, selbst wenn Riesengorillas drin sind. Oder gerade weil.
Also: Das nächste mal, wenn man sich vor einem vermeindlichem Schnäppchen denkt :“kann man ja eigentlich nichts falsch machen“, dran denken, dass man noch eine ganze Menge falsch machen kann.

Korrektur: Offenbar ist der Film von 1944 und nicht aus den 50ern, wie ich auf www.meine-filmsammlung.de gelesen habe. Dort meint man zu der deutschen Synchro:

Die deutsche Synchro wurde offensichtlich neu erstellt und hat im Gegensatz zum Originalton viel Dschungelflair im Hintergrund sowie Goasound beim Abspann. Unglaublich!

…wie unterschiedlich doch die Meinungen sein können.

Apr
11
2008
--

Die Zeitmaschine

Da ein wiederkehrendes Thema in diesem Blog die Zeitreise zu sein scheint, will ich an dieser Stelle einmal ein paar Worte über meinen Lieblingsfilm zu dem Thema verlieren.
Der Film „the time machine“ zu deutsch „Die Zeitmaschine“ wurde 1960 nach dem Roman von H.G.Wells gedreht. In den Hauptrollen spielen Rod Taylor, Alan Young und Yvette Mimieux.
Trotzdem der Film etwa 30 Jahre älter ist als die Neuverfilmung, liegt sie sehr viel näher an der Buchvorlage als diese. Für die Zeit in der der Film entstanden ist, ist die Nähe zum Buch sogar sehr überraschend. Die Verfilmung von 1960 hat auch einen Oscar gewonnen.
Tja… ich mag den Film. Er überzeugt noch immer mit seiner Bildsprache, und den Spezialeffekten, die natürlich heute ein wenig angestaubt wirken. Die Dialoge sind nicht langweilig und ohne Schnörkel, und die eingebaute Liebesgeschichte beschränkt sich auf ein Minimum.
Der Satz „Hier wurde ich geboren und hier bin ich gestorben.“ stammt jedoch nicht aus dem Film, sondern aus Hitchcocks „Vertigo“.

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Mrz
06
2008
--

Rückkehr zum Planet der Affen

Neulich habe ich wieder mal nach langer Zeit den zweiten Teil der Reihe um den Planeten der Affen gesehen.
Als der Film so nebenbei vor sich hinplätscherte, während ich irgendwas am Rechner machte, wurde mir plötzlich bewusst, wie damals das Skript für den Film zustande gekommen sein muss.

Ich stelle mir das so vor:
Verschiedene „kreative“ Köpfe und ein Produzent sitzen um einen großen Tisch herum, und überlegen, wie man das Sequel zum erfolgreichen Film „Planet der Affen“ gestalten soll.
„Planet der Affen“ hat ja immerhin einen Oskar gewonnen. Wenn ich mich nicht irre, sogar für die Spezialeffekte.
Diese – insbesondere die Affenmasken – liegen ja noch irgendwo auf dem Studio in irgendeiner Kiste, und so wäre es doch schade, wenn man sie verkommen ließe.
Nun, also MUSS ein Sequel her, doch wie macht man das jetzt?

Einer sagt: „Also ich finde, man sollte die Handlung da aufnehmen, wo der erste Film aufhört.“

Ein anderer fragt: „Hat denn Charlton Heston überhaupt Zeit?“

Einer antwortet: „Ach, für ein paar Szenen kriegen wir ihn bestimmt.“

„Nur für ein paar?“

„Na, für den Rest des Filmes können wir ja jemanden nehmen, der ihm ähnlich sieht.“

„Merkt das keiner?“

„Wir können das ja irgendwie in die Handlung einbinden.“

„hm….“

„Was brauchen wir noch…?“

„Ich habs! Ich finde diese Schnecke im Fellbikini aus dem ersten Teil sollte wieder dabei sein.“

„Super Idee. Die hat bestimmt nichts anderes vor. Die kann dann auch den ganzen Film über mitspielen.“

„Und was machen wir für die Handlung?“

„Vielleicht wollen böse Gorillas Krieg führen?“

„Ja, gegen wen denn?“

„Gegen die Schimpansen?“

„Nein, das ist Quatsch. Wir haben doch im ersten Teil schon gesagt Affen dürften Affen nicht umbringen…“

„Können wir ja ändern.“

Dann mischt sich der Produzent ein: „Also! So geht das nicht. Ein Krieg von Affen gegen Affen. Wen interessiert denn das! Da schaltet der Kinogänger doch innerlich ab!“

„Hm. Also kein Krieg…“

„Doch, Krieg ist keine schlechte Idee“, räumt der Produzent ein, „Aber mehr so ein Krieg zwischen Affen und Menschen. Da kann sich der Zuschauer dann auch identifizieren.“

„Ich will die New Yorker U-Bahn in dem Film haben.“, sagt einer. Alle ignorieren ihn.

„Affen gegen Menschen geht auch nicht. Menschen sind doch da nur wilde Tiere.“

„Tja, es könnte ja noch einige schlaue Menschen geben, die irgendwo überlebt haben.“, mutmaßt der Produzent, und kratzt sich am Kinn.

„In der New Yorker U-Bahn?“, fragt der eine wieder, und wird noch einmal ignoriert.

„Vielleicht haben sie irgendwie… unterirdisch überlebt.“, sagt ein anderer, als wäre es seine Idee gewesen.

„Radioaktive unterirdische Leute!“

„MUTANTEN!“, schreit einer aufgeregt dazwischen.

„Radioaktive unterirdische Mutanten.“

„…in der New Yorker U-Bahn.“, sagt der eine wieder, in der Hoffnung, dass seine Idee aufgegriffen wird. Erfolglos.

„Nee. Wir müssen doch den Leuten vom Effektdepartment auch was zu tun geben.“, sagt ein ganz anderer.

„Was meinst du?“, fragt der Produzent. „Wir haben doch die Affen!“

„Ja“, antwortet der ganz andere. „Aber das ist doch nichts neues. Und ansonsten nur Menschen und noch mehr Manschen…“

„Es sind aber doch Mutanten!“, erinnert ein anderer.

„Ja, aber…“, meint der ganz andere.

„Die könnten ja sechs Arme haben.“

„Nee, das kriegen die nicht überzeugend hin. Wenn wir wieder einen Oskar kriegen wollen, dann müssen wir schon irgendwelche überzeugenden Masken bringen, wie beim ersten Film.“, sagt der Produzent.

„Wie wäre es… wenn diese Mutanten keine Haut hätten…“, sagt einer.

„Ja… das ginge…“, sagt der Typ der den Film besetzen soll. „Aber wer spielt schon gern einen ganzen Film, wenn man sein Gesicht nie sieht.“

Alle nicken zustimmend und nachdenklich. Sie erinnern sich an die Probleme die sie hatten, damals die Affen für den ersten Film zu besetzen.

„Ich habs!“, ruft einer. „Die Mutanten können sich die Gesichtshaut abziehen, tun das aber nur selten!“

„Das ist die Idee!“, sagt der Produzent, und verlässt die Besprechung. Er ruft im Verlassen des Raumes den Kreativen zu: „Ihr macht das schon!“

„So. Jetzt wo der Produzent weg ist, sollten wir noch schnell eine sozialkritische Komponente in den Plot einbauen. Ich denke die hat uns beim ersten Teil zu dem Oskar verholfen.“

„Vielleicht, wenn wir die New Yorker U-Bahn-„, sagt der U-Bahn Fan wieder, wird aber unterbrochen.

„Atombomben!“, brüllen gleich zwei synchron.

„Atombomben. Sehr sozialkritisch. Sehr gut. Aber wie binden wir die in die Handlung ein?“

„Die Mutanten beten eine Atomrakete an!“

„Hm…“

„…und sie ziehen sich die Haut nur vom Gesicht, wenn sie beten zu der Rakete!“

„Wunderbar. Der Plot steht soweit. Affen führen Krieg gegen unterirdische Mutanten, die eine Atomrakete anbeten. Das ganze schildern wir dann aus der Sicht eines Astronauten, wie im ersten Teil. Da kann eigentlich nichts mehr schief gehen.“

„Fehlt nur noch ein Wahrzeichen, wie die Freiheitsstatue im ersten Teil.“

„Stimmt. Und das Wahrzeichen sollte auch in New York liegen, da der erste Teil ja dort spielt.“

„…und es sollte nach Möglichkeit unterirdisch sein.“

„Wie wäre es mit der New Yorker U-Bahn?“, fragt der U-Bahn Fan mittlerweile gänzlich ohne Hoffnung.

„Perfekt! Gentlemen, wir haben einen Film zu drehen!“

Und genau so wurde der Film auch. Einen Oskar hat er meines Wissens allerdings nicht gewonnen.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Kurzrezensionen,Lustiges | Schlagwörter: ,
Mrz
02
2008
3

Frauen, Männer und welche Geschichten sie mögen

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber es gibt unglaublich wenige Autorinnen, die ich gerne lese, wenn man ihre Zahl mit der männlicher Autoren vergleicht, deren Bücher ich täglich in mich reinstopfe.
Woran liegt das? Vielleicht leide ich ja an normalem gesunden Chauvinismus, aber das glaube ich weniger. Die Betonung in „weiblicher“ Kunst scheint einfach ganz woanders zu liegen, als in männlicher.
Um gleich mal die Ausnahmen zu nennen, Ursula K. LeGuin schreibt wie ich es lesen will, und auch die Harry Potter Reihe hat mich ein wenig unterhalten, wenn auch nur als Hörbuch. Harry Potter ist einfach ideale Kost, wenn man nebenbei was anderes macht.
Mit Rosamunde Pilcher oder Jane Austen kann man mich jagen, obwohl auch diese beiden Autorinnen Millionen Fans beiderlei Geschlechts haben.
Warum ist das also so?

Ich hab vor ein paar Wochen eine interessante Dokumentation über den englischen Comic an sich gesehen, und da stellte sich irgendwann die gleiche Problematik.
Nachdem sich irgendwann (weiß nicht mehr genau 50er? 60er) eine stabile Stammkundschaft für Comicmagazine unter den jungen männlichen Lesern herauskristallisiert hatte, wollten die Produzenten dieser Comichefte auch etwas für die Mädchen entwerfen, um noch mehr abzusetzen.
Man begann Comicreihen zu produzieren, die denen für die Jungens entsprachen, mit dem Unterschied, dass die Helden allesamt Frauen waren. Irgendein Comic mit einer Fliegerheldin, die in jeder Folge beweisen musste, dass sie den männlichen Piloten gleichwertig ist, schwirrt mir dabei im Kopf herum.
Nachdem diese und einige ähnliche Serien floppten, machte man erst einmal eine Leserinnenbefragung, bei der sich herausstellte, dass Mädchen einen Comic gut finden, wenn er sie zum Weinen bringt.
Von da ab litten die Protagonistinnen in Mädchencomics um die Wette. Ein Comic, den sie in der Doku als Beispiel angeführt haben ist mir im Gedächtnis geblieben. Es ging darum um eine Sklavenfarm mit Kriegswaisen.
Der Unterschied zwischen den beiden Geschlechtern sei auch, dass Mädchen zufrieden sein, wenn die Protagonistin trotz aller Hindernisse Erfolg im Leben habe, während Jungens auch lesen wollen, wie der Bösewicht vom Protagonisten eins mit dem Baseballschläger über die Omme gezogen bekommt.

Wenn wir uns Harry Potter ansehen, scheint sich dieses Muster auch dort anzufinden.
Von einer Frau geschrieben, verliert unser sowieso schon vom Leben und seinen Verwandten gestrafter kleiner Mann fast alles, was er im Lauf der Zeit zu lieben gelernt hat: Allen voran seine Eltern, seinen Onkel, mehrmals Ron, seine Freundin, seinen guten Ruf usw.usf.
Trotzdem fällt am Ende der Saga seine „Rache“ eher mild aus. Er verfolgt nicht alle seine Peiniger mit einem Katana, und metzelt sie in epischen Duellen zu Geschnetzeltem.
Voldemort ist weg, und dann ist auch gut. Harry selbst heiratet und sitzt fortan fröhlich im Lehnstuhl.
Bei der Lektüre hab ich mir tatsächlich mehrmals gewünscht, dass die, die es verdient haben ordentlich einen auf den Detz bekommen, allen voran Draco Malfoy. Aber nein, der Satansbraten ist ja noch jung, und „es verwächst sich bestimmt noch“.

Kill Bill hingegen ist ein anderes Beispiel und zwar ein extremes. Da geht es dann nur um die Rache an den Peinigern, obwohl die gute … wie hieß sie noch … Die hatte irgendeinen blöden Namen… Na egal. Obwohl jedenfalls die gute Uma Thurman ja auch ein erfolgreiches Leben mit ihrem Kind hätte anfangen können.
Aber nein, statt dessen häckselt sie sich mit bis zum Schluss ungebrochener Zielstrebigkeit durch die B-Riege der amerikanischen Schauspielerinnen, um schließlich auch Kane aus Kung-Fu zu zeigen, dass man sich nicht mit einer schwertfuchtelnden Blondine anlegen sollte.
Ein Film für Männer? Auf jeden Fall.

Männer konsumieren offenbar also auch Fiktion, die von Frauen handelt die Männersachen machen, und Frauen umgekehrt genauso.

Die Bücher aus dem Hain-Zyklus von Ursula K. LeGuin bilden eine interessante Ausnahme. Dort ist der Gegner kein böser texanischer Karateka, und auch kein schattenhafter Magier, der aus 7 Teilen besteht, die man erst einmal zusammensetzen muss, bevor man gegen ihn kämpfen kann.
In ihren Romanen (zumindest in den SF-Romanen, die ich gelesen habe) sind der Feind die Umstände.
An Umständen kann man sich nicht rächen, darum erwartet der Leser auch schon gar nicht, dass so etwas kommen müsse. Trotzdem kann man sie besiegen. Vielleicht ist das der Königsweg der Unisexfiction…

Written by Heiko C. in: Bücher,Filme,Zwischenmenschliches | Schlagwörter:
Jan
13
2008
4

Death Proof – Planet Terror – Double feature

Gestern war es dann soweit, ich habe bei einem Freund diese beiden Filme in einer Art privater DVD-Doppelvorstellung gesehen.
Eigentlich wollten wir (Insgesamt etwa 10 bis 15 Leute) um 19 Uhr anfangen, und dann ohne Pause durchschauen, aber durch die späte Ankunft einiger wurde es dann noch 21 Uhr, bis wir schließlich anfingen.
Na ja, auch gut, so konnten wir auf Tele 5 noch das Ende von „Logans Run“ sehen. Eigentlich nicht nur das Ende, sondern im Prinzip alles bis auf die ersten 15 Minuten.
Aber egal, darum gehts ja garnicht.

Beide Filme (sowohl „Death Proof“ als auch „Planet Terror“) sind nach ihrer Fertigstellung künstlich gealtert worden, so dass sie wie Billigproduktionen der Siebziger wirken. Beide Filme parodieren das Genre des „gewaltverherrlichenden Exploitationfilms“, wenn man es dann so nennen mag.

Die Unzulänglichkeiten beider Filme sind bewusst als so beabsichtigt zu erkennen, und so machen beide Spass, wenn man nicht gerade einen sehr schwachen Magen hat.
Drollig ist, dass im ersten Film scheinbar in letzter Sekunde der Titel geändert wurde, und für den Mittelteil des Filmes offenbar beim Dreh nur Schwarzweißfilm vorhanden war, *zwinker zwinker* im zweiten Film fehlt dafür eine komplette Filmrolle.

Kann ich im Grunde genommen beide nur empfehlen, wohl aber nicht jedem. Gerade Planet Terror ist streckenweise recht eklig.

Written by Heiko C. in: Filme,Kurzrezensionen |
Jan
02
2008
2

The Underground Comedy Movie – WARNUNG VOR DEM FILME!!

Der Film zeigt eine Reihe von Sketchen, die teilweise ineinander übergehen, was ich allerdings erst spät merkte, und mich zu Anfang etwas irritierte.
Unter den Figuren des Films finden sich zwei Karikaturen von Comicsuperhelden bzw. Bösewichten, die nichts besseres zu tun haben, als Mist zu bauen, und einer alten Frau den Kopf von den Schultern zu hauen.
Ausserdem gibt es noch den weiblichen „Paten“, eine Pronofilmreview, die Wahl der „Miss Obdachlos“, scheißende Models und einen schwulen „Dirty (Flirty) Harry“.
Viele der Episoden in diesem Film kommen ohne erkennbare Pointe daher, und versuchen sich aufgrund ihrer Absurdität und Obszönität trotzdem als Comedy durchzumogeln.

Mein persönliches und vermutlich subjektives Fazit: Wieder ein Film aus der Kategorie: „Gewollt und nicht gekonnt.“

Allerdings ist dieser im Gegensatz zu anderen Ausrutschern ein Totalausrutscher. Ich korrigiere: Ein Übertotalausrutschersupergau.
Ein Film in dem die Gags so schlecht sind, dass sie schon wieder gar nicht witzig sind. Also gegen den Uhrzeigersinn volle Kanne zwei mal ums Geschmacks- und Humorspektrum herumgeschnellt, an „schlecht“ und „sehr schlecht“ vorbei, über „überschlecht(so schlecht, dass er schon wieder lustig ist)“ hinausgeschossen, und schließlich bei „unterunterschlecht“ gelandet. Ich hätte nie gedacht dass so etwas überhaupt in dieser Form möglich ist, und danke dem Schreiber/Regisseur/Hauptdarsteller hiermit für diese Erfahrung, so schmerzhaft sie auch gewesen sein sollte.
Eine Pointe über die man ansatzweise schmunzeln konnte teilte sich hier drei bis fünf sketchähnliche Episoden.
Viele geplante Pointen hinterließen einen dann aber ratlos bis irritiert, und andere hat man verstanden, aber sie waren nicht witzig.

Auch das Niveau der Gags lässt zu wünschen übrig, ein Umstand über den man hinwegsehen könnte, wenn diese Gags wenigstens lustig oder in einigen Fällen auch einfach nur vorhanden wären.
Ich dachte nicht dass ich einen Film auf einem niedrigeren Niveau als „Team America World Police“ sehen würde. Bei „Team America“ unterstützt allerdings dasniedrige Niveau sogar die Witzigkeit des Filmes.
Dann habe ich „Disaster!“ gesehen, und wurde eines besseren belehrt. Allerdings ist auch Disaster witzig.

„The Underground Comedy Movie“ hat nun das Unmögliche geschafft, und das Niveau von „Disaster!“ noch mit großem, groooooooßem Abstand unterschritten.
Schade, dass es den Film nicht witziger macht.

Normalerweise würde ich mir einen Film der so schlecht ist, dass er damit Naturgesetze zu verletzen scheint für mein Kuriositätenkabinett besorgen, aber ich will ihn wirklich nicht noch einmal sehen, noch werde ich meinen sowieso bei Filmen schon angeschlagenen Ruf ruinieren, indem ich ihn jemandem empfehle.

Written by Heiko C. in: Filme,Gruseliges | Schlagwörter: