Jan
05
2010
1

Das dumme an Zahlen: Man kann sie vergleichen.

Ein netter Link für euch, über den ich bei Twitter gestolpert bin. Da sieht man verschiedene Kostenfaktoren mal grafisch anschaulich aufbereitet:

http://www.informationisbeautiful.net/visualizations/the-billion-dollar-gram/

Dass man mit den Bestechungsgeldern, die in Russland fließen locker einen Menschen zum Mars schicken könnte, lässt einen schon kopfschüttelnd zurück. Das Geld, das weltweit für Werbung ausgegeben wird, würde da sogar fast zweimal reichen, ebenso das Geld, das im Markt mit illegalen Drogen fließt.

Wenn man sich aber mal das „Worst Case Szenario“ der US-Finanzkrise anschaut, und dann mal mit dem relativ kleinen Betrag vergleicht, der reicht um alle Kinder der Welt (!) ein Jahr (!!) zu ernähren, dann möchte man nur noch kotzen.
Wie oft passt das kleine Rechteck in das große? Vielleicht 50/60 mal? Das hieße, dass man alle Kinder der Welt knapp EIN LEBEN LANG mit den Mitteln ernähren könnte, die wohl im Laufe der nächsten Zeit fließen, um das marode Finanzsystem der USA künstlich am Leben zu erhalten.

Jan
02
2010
5

Computerspielen ist offenbar das neue Haschischrauchen…

…zumindest aus Sicht der vielgepriesenen deutschen Leitkultur. Da werden nicht nur gewohnheitsmäßig schon Lanparties verboten, weil „Killerspiele“ wie „Counterstrike“ oder „Hello Kitty Fun Land“ gespielt werden sollen, nein, auch wenn ein Gamerverein für den guten Zweck Spenden sammeln möchte, wollen die karitativen (Anm.: bin mir jetzt unsicher, aber Wikipedia schreibt auch Karitas mit K vorne.) Vereine lieber nicht in Verbindung mit dem durch massenhaften Pixelmord gesammelten Blutgeld der spielesüchtigen Killerspieler gebracht werden.

Dass dieser Fall im letzten Jahr, der Fall der SOS-Kinderdörfer, welche kein Geld von Gamern haben wollten, kein Einzelfall war, zeigt sich nun. Auch die Deutsche Krebshilfe will mit den computerspielenden Baldamokläufern nichts zu tun haben. (Korrektur: Das Geld nehmen sie natürlich trotzdem, in Verbindung wollen sie aber nicht gebracht werden.)

Wenn man jetzt noch an die „Spieleverbrennung“ des Aktionsbündnisses Winnenden denkt, und an die Forderung Becksteins Killerspiele mit Gefängnis zu bestrafen, ergibt sich ein unschönes Gesamtbild.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Dez
03
2009
5

Schweizer Basisdemokratie verbietet Minarettbau

In der Schweiz haben sie abgestimmt ob der Minarettbau verboten werden soll. 52% der Wahlberechtigten sind hingegangen, und haben ihre Stimme abgegeben. Davon wiederum 57% stimmten für das Verbot Minarette in der Schweiz zu bauen.

Bald auch in Deutschland? Minarettenverbot in Kneipen

Argumente, die man auch hierzulande gerne von Befürwortern eines solchen Verbotes oder anderen verwirrten Menschen hört, sind unter anderem folgende:

Argument 1: Der Islam ist voll böse. Wir haben ganz doll Angst, wenn da ein Minarett im Dorf lauern tut.

Meine Antwort: Der Islam ist nicht voll böse. Und selbst wenn er das wäre, und man dafür Anhaltspunkte hätte, was nutzt es da Minarette zu verbieten?

Argument 2: In der Schweiz wurde das Verbot von linken Feministinnen angestrengt, die damit gegen die Machoreligion Islam und deren phallusartigen Gebetstürmen protestieren wollen.

Nov
16
2009
0

ACTA? Wasndas?

Die ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) ist eine relativ junge Idee, die sich die Bekämpfung von Produktpiraterie in allen Formen auf die Fahnen geschrieben hat und zwischen Staaten in aller Welt (vor allem den G8-Staaten) beschlossen werden soll. Doch was genau soll das bedeuten?

Wie man bei Netzpolitik nachlesen kann (Lesebefehl!), bekommt man auf die Frage, was genau die denn eigentlich in diesen Abkommen beschließen immer nur Antworten wie „Keine Panik“ und „Es geht nicht um die Gängelung und Dransalierung von Privatbürgern, sondern um die Bekämpfung organisierter Kriminalität“. Was genau da beschlossen wird, erfährt man aber nicht, oder halt nur durch Wikileaks. Oder Netzpolitik.

Was genau dabei rauskommen soll scheint die Verschärfung der eh schon rigiden Urheberrechts- und Patentgesetze zu sein; unter anderem soll international eine „Three-Strikes“ Regelung eingeführt werden, nach der jedem Internetnutzer ohne richterlichen Beschluß die Leitung gekappt werden darf.
Wenn man aber nachfragt, ist natürlich alles geheim, und richtet sich nur gegen organisiertes Verbrechen. Klar. Wer glaubt denen das noch?

Nov
05
2009
0

Zensursulagesetz vorerst gestoppt, dafür kommt bald globale Netzzensur

Und die denken, dass es keiner merkt, bzw. es ist ihnen egal. Schön nachzulesen bei Spreeblick.

Interessant auch, dass es wieder nicht um die Urheber von Kulturgut geht, sondern um den „Schutz der Verwertungsinteressen von Rechteinhabern“, mit anderen Worten um die Contentverwerter.
Global wollen die das Internet „strikt reguliert“ wissen, damit Leute die einem suspekt sind auch ohne richterlichen Beschluß vom Internet abgeklemmt werden können. Tolle Wurst.

Derweil sind die Contentverwerter auch an anderer Stelle bemüht, an möglichst viel Geld zu kommen, egal ob es ihnen zusteht oder nicht. Wie im Presseschauer nachzulesen ist, will die Deutsche Literaturkonferenz einführen lassen, dass alle Werke, deren Urheber nicht ausfindig gemacht werden kann, von Contentverwertern „adoptiert“ werden können.
Das bedeutet nichts anderes, als dass anonym geschaffene Werke, wie zum Beispiel etwa Lolcats von der Verwertungsindustrie gegrapscht und vermarktet werden dürfen.
Muss man demnächst dafür bezahlen, um lustige Bilder im Internet zu verbreiten? Hat man demnächst eine Abmahnung von Disney im Haus, weil man Bilder, die eben noch in der Public Domain waren auf seinem Blog einbindet?

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Gruseliges | Schlagwörter: , ,
Okt
23
2009
8

Spiegel Online berichtet über Jack Wolfskins neues Logo

Oder ich bin blind. Oder ich halluziniere. Oder alle Welt ist verrückt geworden, Spiegel Online allen voran.

Spiegel Online berichtet, dass Jack-Wolfskin im „Tatzen Streit“ einlenkt. Jack Wolfskin hatte ja mehrere zuverdienende Hobby-Handarbeiterinnen wegen angeblicher Markenrechtsverletzung abgemahnt, und daraufhin brach ja ein Sturm der Entrüstung im Internet aus. Zu recht wie ich finde. Nur weil man jemanden abmahnen kann und rein rechtlich darf, heißt das noch lange nicht, dass es okay ist, wenn man das wegem jedem Firlefanz auch macht.
Na ja, nun hat Jack-Wolfskin „eingelenkt“, wie man bei SpOn lesen kann, unter anderem steht dort geschrieben, dass die umstrittenen Abmahnungen zurückgezogen wurden, auch wenn man nach dieser Information in der neuesten Pressemitteilung von Jack Wolfskin vergeblich sucht. In der PM steht nämlich nur:

Die zum Teil heftige Kritik unserer Kunden in den aktuellen Fällen der DaWanda-Anbieter nehmen wir ernst und zum Anlass, unser Vorgehen kritisch zu hinterfragen

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Okt
23
2009
1

Schattenhaushalt my ass

Ist es nicht toll, wenn die neue schwarz-gelbe Regierung moralisch direkt da anknüpfen will, wo die alte damals aufeghört hat? Einfach so tun, als hätte man keine Schulden. Super Idee, oder?

Wie es scheint wird es dann aber doch nichts mit dem Schattenhaushalt, da er nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Aber hat die das bei der Netzzensur, dem großen Lauschangriff oder der Vorratsdatenspeicherung etwa aufgehalten? Und wenn Schäuble tatsächlich neuer Finanzminister wird, dann ist das Grundgesetz in dem Ressort doch eh egal, denn Schäuble sagt ja, dass man das Grundgesetz ändern dürfen muss, da es sonst Gefahr läuft zu brechen.
Ich bin ja der Meinung, dass das Grundgesetz nicht brechen kann. Auf jeden Fall nicht von alleine, da braucht es schon die Hilfe einer Frau von der Leyen oder eines Herrn Schäuble. Dass die FDP auch keine besseren Leute hat, sieht man an der blödsinnigen Idee vom Schattenhaushalt.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , , ,
Okt
19
2009
39

Irrsinn mit Pfote

Die Abmahn-Brigade schlägt wieder zu. Zu lesen beim Werbeblogger.

Mit Jack Wolfskin vergreift sich wiedermal eine weltweit agierende und sich selbst für integer haltende Marke an den kleinsten und schwächsten Gliedern des Long Tail. Jack Wolfskin, dessen Logo eine Wolfstatze ziert, untersagt allen Anbietern von Pfoten(!)-Designs die Verwendung derselben, denn Jack Wolfskin sieht seine Markenrechte verletzt!

Offenbar hat Jack Wolfskin die Exklusivrechte an sämtlichen Pfotenabdrücken, sei es Hund, Katze, Maus oder Oppossum. Ich glaube ich gehe demnächst auch mal zum Amt, und lasse mir den Kreis als Markensymbol schützen. Dann mahne ich alle ab, die den benutzen.

Offenbar ist meine Idee mit dem Kreis gar nicht so dumm, wenn schon andere Leute einhergehen, und sich die Farbe rot schützen lassen. Kerlekiste… Nee, nee…

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Okt
17
2009
0

Was ist nun eigentlich mit dem CO2-Endlager?

Noch nicht vom Tisch, aber das Land hat beschlossen (mit den Gegenstimmen von FDP und CDU) sowas in Schleswig Holstein nicht zu dulden. Mal sehen, was die neue Landesregierung so beschließt. Und Mineralwasser-Merkel in Berlin.
Der Widerstandswillen ist hier übrigens immer noch ungebrochen. …fallst das wer in Frage stellt.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , , , ,
Okt
15
2009
2

Super-FDP rettet die Bürgerrechte!

Not. Besser als Fefe kann ich es wohl auch nicht zusammenfassen:

Das ehemalige Nachrichtenmagazin titelt: „FDP stoppt Internetsperren“. Klingt gut, bis man den Artikel liest.

Also bei aller Freude: ich halte das erst mal für eine Ente bzw für einen „Formulierungs-Sieg“.

Genauso wie schon beim Zensursulagesetz selbst, sind auch die Formulierungen hier denkbar vage gehalten. Rauslesen kann man, dass sich wohl nichts ändert, und im besten Falle die Netzzensur mit einem Jahr Verspätung eingeführt wird. Ich finde es wahrscheinlicher, dass die trotzdem jetzt schon zensieren werden, wo doch alle Listen, Verträge und sonstiges geheim sind…

Tja, die Hoffnung, dass die den Karren aus dem sicherheitspolitischen Dreck ziehen, war bei mir sowieso auch relativ gering.

Nachtrag: Mehr dazu auch bei Internet-Law. Oder bei der Zeit. Gerade die Zeit, die ja für Wefing und die Mär von den Internetideologen steht, durchschaut den Spökes, der in den Koalitionsverhandlungen zustande kam. Erstaunlich.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: , , ,

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