Jul
29
2009
3

Neues von Ursula

Man bekommt langsam den Eindruck, dass Ursula von der Leyen glaube, mit dem Amt der Familienministerin könne sie machen was sie wolle, und die Menschen müssten es sowieso gut finden. Erst drückt sie das Zugangserschwerungsgesetz mit sehr zweifelhaften Statistiken gegen den massiven Widerstand aller Experten und des Volkes durch, dann beleidigt sie Indien, zwischendurch wird dann allen ernstes so getan, als wäre die Idee das Internet zu zensieren ursprünglich von der SPD gekommen und nun?

Ja, was nun? Nun möchte man das Fahrtenbuch ihres Dienstwagens kontrollieren, ob da auch alles seine Richtigkeit hat. Frau von der Leyen lehnt ab. Nö. Sie will nicht, dass jemand in ihr Fahrtenbuch schaut, weil wegen Datenschutz.
Wörtlich heißt es da:

Der „stern“ berichtete, Familienministerin von der Leyen verweigere mit rechtlich zweifelhaften Argumenten die Einsicht in die Fahrtenbücher ihrer Dienstwagen. Eine Einsicht sei unter anderem wegen der „Vielzahl von personenbezogenen Daten“ in diesen Fahrtenbüchern nicht möglich, hatte das Ministerium nach Angaben des Magazins argumentiert.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: ,
Jul
26
2009
2

Warum der Rundumschlag der Verleger gegen Google irgendwie Quatsch ist

Die Verleger haben ja so einiges gegen Google.  All dies kann man einfach so zusammenfassen: Google würde mit deren Inhalten ja Geld verdienen und denen nichts von dem Geld abgeben. Worum geht es im einzelnen?

Zwei ganz verschiedene Vorwürfe, die aber immer gerne wieder in einen Topf geworfen werden. Man bekommt so leicht den Eindruck, dass die Verleger das Internet nicht verstehen. So ist es dann auch kein Wunder, dass sie nicht zu neuen auf das Netz zugeschnittenen Finanzierungsmöglichkeiten finden. Also wollen sie jetzt Geld von Google.

Written by Heiko C. in: Bücher,Beklopptes,Gesellschaftliches | Schlagwörter:
Jul
25
2009
3

Flashmobs verbieten!

Mit m. E. absurder Begründung hat Braunschweig zukünftige Flash-Mobs verboten. Nachzulesen hier bei Nerdcore. Nach der Meinung der Verwaltung Braunschweigs ist das „Draußen“ wohl nur da, um sich möglichst schnell und reibungslos hindurch zu bewegen.

Der öffentliche Raum in Braunschweig dient ausschließlich dem Verkehr, also dem Transfer von Wohnung a zu Wohnung b, von Wohnung a zu Geschäft b oder von Geschäft a zu Geschäft b.

Vielleicht sollte Braunschweig demnächst mal diesen Spot schalten:

Dann lungern nicht immer diese sogenannten „Bürger“ auf den Strassen und in den Parks herum und machen alles kaputt.

Schon einige spontane Demonstrationen wurden ja mit unangemessen hohem Polizeieinsatz verhindert. Kommt jetzt bald das generelle Demonstrationsverbot in Deutschland? Ist Braunschweig nur der Anfang?
Langsam glaube ich zu ahnen was Angela Merkel 2005 mit dem Satz „denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft in alle Ewigkeit“ ausdrücken wollte.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter:
Jul
24
2009
5

Bundesregierung wollte schon immer verbieten!

Der Verbotswahn der Bundesregierung ist keine neue Erscheinung:

Und warum wird das im Bundesarbeitsministerium erörtert? Das ist ja genauso abwegig, als wenn das Wirtschaftministerium plötzlich für die Bekämpfung von Kinderpornografie zuständig wäre…

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter:
Jul
23
2009
6

Dörflicher Überwachungswahn

Ich wohne in Leck. Das ist ein kleiner Ort in Nordfriesland, der sich gerne als Nordfrieslands „grünes Herz“ sieht. Das Hintergrundbild meines Blogs zeigt einen Blick von der Brücke über die Lecker Au. Leck hat etwas mehr als 7000 Einwohner, 2007 waren es jedenfalls noch etwa 7700. Und Leck wird videoüberwacht.

Wenn es nur um die Videoüberwachung vor einer Bank geht, wie etwa hier vor der VR-Bank, dann lasse ich mir das ja noch gefallen.
An der Laterne ist ein Schild

Diese unauffälligen Schilder habe ich allerdings an einigen verschiedenen Stellen in Leck entdeckt.

Der Platz vor der Bank ist von Kameras erfasst, der Platz an der Brücke über die Au, der mir mein Hintergrundbild bescherte auch, dann noch vor’m Dönermann und auf dem Platz vor dem Kino stehen auch gleich mehrere solcher Schilder.

Es scheint, dass pro 1000 Einwohner in Leck mindestens eine Kamera aufgestellt wurde. Auf dem Weg zur Arbeit werde ich von allen gefilmt. Was dann mit den Aufnahmen passiert, weiß ich nicht.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gruseliges,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter:
Jul
20
2009
1

Otto Pohl fühlt sich wohl mit Atomstrom…


AKW – Nuclear Power Plant by ~deepbluesheep on deviantART

Was es nicht alles gibt:

http://www.kernkraft-kids.de/

http://www.kernenergie-info.de/atomstrom/

http://www.atomindustrie.de/

http://www.kernenergie-online.de/

Alles nur Satire, wie hier nachzulesen ist, aber schwer zu erkennen, denke ich.

Das hier ist übrigens ein ernst gemeinter Spot der CO2-Endlager-Anwohner-sind-egal- und Biblis-is-schon-wieder-kaputt-Firma RWE:

Da fällt man doch vom Glauben ab. Bzw.: Was für ein Riesenbullshit!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Psychologisches | Schlagwörter: , , ,
Jul
18
2009
0

Am Rande rechtsfrei II. – Sprache ist kein grammatikfreier Raum

Folgendes Fundstück bekommt keine Nominierung für den RRW, weil es sich um eine Pressemitteilung handelt, die schon etwas älter ist. Genau genommen handelt es sich um eine Mitteilung aus dem Februar 2007, womit ein aktueller Bezug nicht mehr wirklich gegeben ist, obwohl diese vermaledeite Phrase drin vorkommt, und zwar mehrmals.

Das ganze ist dann aber wirklich zu dämlich, um es nicht hier festzuhalten.

Die CDU profiliert sich ja nun schon seit einigen Jahren recht erfolgreich als Anti-Internetpartei, und die Spitze der SPD lässt sich ja auch lieber mit Reiseschreibmaschinen fotografieren anstatt mal was interessantes online zu schreiben. Dass aber offenbar die Grünen sich ganz offiziell als drittplatzierte Internetausdruckerpartei profiliert haben, und das schon 2007, finde ich enttäuschend, und kaum zu glauben.


Fantastic Typewriter by ~BlueBirdie on deviantART

Jul
17
2009
4

Zensurgegner schalten Werbung von Zensurbefürwortern

Dann sag ich halt auch mal was dazu.

Wie vielleicht schon allen bekannt ist, haben sich viele der Internetprovider bis zuletzt gegen die ehedem „freiwilligen“ Verträge zur Einführung von Sperrlisten für Internetseiten gewehrt. 1&1 zum Beispiel hatte schon angekündigt gegen diese Verträge zu klagen. Nun haben wir statt dessen ein Gesetz, und alle müssen erst mal mitmachen, es sei denn der Bundespräsident oder das Bundesverfassungsgericht haben ein Einsehen.

Was vielleicht auch bekannt ist, ist dass Vodafone die Idee Webseiten zu Sperren von Anfang an ganz toll fand, und als erster Provider auch freiwillig bei den Verträgen mitmachte, was wiederum Frau von der Leyen half die anderen Provider unter Druck zu setzen. Das berichtet – in etwa jedenfalls – Bundespirat Jörg Tauss.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jul
15
2009
0

Die IDEE: Die Krümmelasse

Forscher forschen doch immer an allem, und Gentechniker setzten doch immer neue Tierarten und so zusammen. War nicht mal von Algen oder so die Rede, die Ölteppiche aus dem Meer fressen, oder von Milben, die sich von Kunststoff ernähren? In der heutigen Zeit, wo AKW Krümmel alle zwei Wochen für Zwei Jahre abgeschaltet werden muss, und wo radioaktive Lauge aus der Asse austritt, warum erfinden die da nicht mal einen Käfer, der sich von Radioaktivität ernährt, und – mal sagen … – Orangenlimonade ausscheidet? Das wär doch mal was. Man könnte als Rohmaterial vielleicht eine Kellerassel und eine Küchenschabe nehmen. Letztere sollen ja hohe Dosen von Radioaktivität aushalten können.
Dem ganzen manipuliert man dann so ein wenig am Erbgut herum, und fertig ist die Krümmelasse. Die Viecher setzt man dann einfach überall da frei, wo die Energiewirtschaft mal wieder Mist gebaut hat, und freut sich an den hellen Strömen gesundheitlich unbedenklicher Orangenlimo.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Technisches | Schlagwörter: ,
Jul
15
2009
4

Undiplomatische Verwicklungen

Es ist doch alles einfach nicht mehr zu fassen:

Wie bei Netzpolitik zu lesen ist, hat Ursula von der Leyen in einem Interview bei Radio Sputnik Indien als Beispiel für einen dieser Schurkenstaaten genannt, der Kinderpornografie nicht ächte. Das das nicht stimmt, kann man im selben Artikel nachlesen. Es müssen hunderte (über unser Familienministerium) erboste Bürger emails und Briefe an die Indische Botschaft geschrieben haben, unter anderem hat sich auch der Bundespirat Jörg Tauss in einer Pressemitteilung für unsere Ursula bei Indien entschuldigt.


Zensursula by ~netardet on deviantART

Mittlerweile hat auch die Indische Botschaft in betont deutlicher Sprache die Vorwürfe, dass die uralte Kulturnation Kinderpornografie nicht ächte, und dass man solche von Servern in Indien nicht löschen könnte, zurückgewiesen.

Unter anderem liest man im Text dort:

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: , , ,

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