Impactsuspect » Allgemein
Mrz
29
2011
4

Ist denn Telefon überhaupt sicher?

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, muss ich mir in Zukunft einen Telefonanschluss zulegen, um über relevante Termine seiner kaiserlichen Hoheit informiert zu werden? Ich beziehe mich konkret auf die Ankündigung des Regierungssprechers, dass seine kaiserliche Hoheit nach Norderney reist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Im Zeitungsgeschäft wissen Sie: Viel hilft viel.

Ich glaube nicht, dass wir bislang Ihnen gegenüber mit Informationen geizig gewesen sind und dass jemand, der von Ihnen an eine Information herankommen wollte, am Ende überrascht wurde, dass wir irgendwelche anderen Kanäle bevorzugt bedient hätten. Wir gehen davon aus, dass sie als professionelle Schreiberlinge am Puls der Zeit natürlich alle ein Telefongerät zuhause installiert haben.

ZUSATZFRAGE: Die mittels Fernsprecher weitergegebenen Mitteilungen haben einen Nachrichtenwert. Sie sind auch durchaus schon in Zeitungsartikeln verwendet worden. Das Telefon an sich ist jedoch nicht sicher. Man kann einfach seine Stimme verstellen. Ich denke da insbesondere an Fälschungen von Schauspielern, so zum Beispiel Sarah Bernhardt bis hin zum russischen Zaren. Kann ich davon ausgehen, dass der, der mich anzurufen scheint, auch wirklich der ist, der er ist? Das kann ja durchaus Folgen haben.

Wenn es mir gestattet ist, darf ich einen Satz des ehemaligen Reichsinnenministers zitieren, der in einem Interview sagte: „Wer sich ein Fernsprechgerät in sein Haus installieren lässt, muss damit rechnen, dass jeder ihn anrufen kann.“ Es ist also auch eine Frage der Sicherheit. Ist die Sicherheit in diesem Fall gewährleistet?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das, was technisch möglich ist, haben wir gewährleistet. Wir wissen um die Risiken des Telefons. Sollte irgendjemand Zweifel haben, ob eine Fernsprechgerät-Nachricht des Regierungssprechers echt ist, empfehle ich kurz die paar Schritte zum Reichstag zu gehen und nachzufragen. Grundsätzlich ist unsere Erfahrung, dass dieser Fernsprechgerät-Dienst sehr gerne angenommen sind. Da wir nicht nur ein Presseamt, sondern auch ein Informationsamt der Regierung für alle Menschen im Reich sind, hielten wir es für richtig, diesen Weg zu wählen.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich wüsste gerne, wann die Mitteilung über den Besuch seiner kaiserlichen Hoheit offiziell vom Bundespressamt mitgeteilt worden ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Ich müsste das nachschauen. Da einer der Chefs vom Dienst jetzt in Hörweite ist, bitte ich herzlich um einen beherzten Zwischenruf. Ich bin auch nicht sicher, ob dieser Weg hundertprozentig sicher ist. Aber ich habe Vertrauen darin, dass ich schnellstmöglich Datum und Uhrzeit per Gebrüll geliefert bekomme.

ZUSATZFRAGE: Die Frage ist: Kann es sein, dass außer über Fernsprechgerät über diese Norderney-Reise nirgendwo berichtet wurde? Das ist ja eine andere Qualität. Wenn Herr von Klöten telefonieren will, weil er Zeit hat, ist das alles gut und schön. Aber das geht ja bis hin zu der Frage, wozu man dann noch Chefs vom Dienst braucht, wenn Herr von Klöten die Termine telefonisch durchgibt.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wollen doch in Wahrheit wissen, ob es eine Benachteiligung ist, dass eine Information möglichweise statt über unsere Pinnwand über Fernsprechgerät herausgegangen ist. Nein, diese Auffassung teilen wir nicht.

ZURUF: Ich will wissen, ob es Termine nur über Fernsprechgerät bei Ihnen gibt oder ob das ein ergänzendes Angebot ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das ist ein ergänzendes Angebot, auf der Pinnwand war der Reisetermin nur Minuten später.
Ich habe eben schon einmal gesagt, was den Informationsgehalt der Fernsprechgerät-Nachrichten angeht: Wer immer Zweifel hat, dass irgendetwas nicht stimmt, kann sich innerhalb weniger Stunden rückversichern. Sie wohnen und arbeiten alle doch nur Strassen weiter! Dementsprechend sehe ich das Problem nicht!

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, als älterer Mensch, der mit diesen neumodischen Kommunikationsformen nicht so vertraut ist, eine grundsätzliche Frage: Hat es irgendwann einmal vonseiten des Bundespressamtes einen Hinweis darauf gegeben, dass nun auch über Fernsprechgerät wichtige Informationen verbreitet werden und man sich möglicherweise als Kunde oder Telefonist ‑ ich weiß nicht, wie das dort heißt ‑ anmelden müsste?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Meinem Kenntnisstand nach ja. Ich reiche aber gerne nach, ob das auch auf der Pinnwand war. Ich bin mir sehr sicher, dass wir es schon allein aus Eigeninteresse gemacht haben.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, in dieser Woche hat sich Herr von Klöten per Telefon ‑ ich nenne es einmal so ‑ einen kleinen Schlagabtausch mit dem notorischen Anarchisten Pjotr Alexejewitsch Kropotkin geliefert. Ist geplant, dass der Regierungssprecher künftig immer einmal wieder ans Telefon gehen wird? Es kann ja jeder anrufen. Ich habe Sie so verstanden, dass Sie über Fernsprechgerät auch Bürger und nicht nur uns Journalisten erreichen wollen. Wird das wirklich ein richtiges Kommunikationsmittel des Regierungssprechers werden, um die Regierungspolitik in die Bevölkerung zu kommunizieren?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Nach diesen Gelegenheiten suchen wir nicht ausdrücklich. Aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, dass über einen solchen schnellen Informationsaustausch interessante Diskussionen entstehen, werden wir das weiter tun. Herr von Klöten ist generell dazu angehalten, das Telefon abzunehmen, sollte es klingeln.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, wird es eine neue Gepflogenheit, dass man Reisepläne Land für Land telefonisch im Pressamt abfragt? Wie kommt man zu der Möglichkeit, zu erfahren, wann seine kaiserliche Hoheit beabsichtigt, wohin zu reisen?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Wir werden auch weiterhin vorrangig die Pinnwand für so etwas benutzen. Es steht ihnen aber frei den Regierungssprecher Herrn von Klöten anzurufen und selbst nachzufragen.

ZUSATZ: Wieder etwas gelernt. ‑ Danke!

FRAGE: Abweichend von der normalen Praxis, kann ich Sie einfach darum bitten, in Ihrem Amt vielleicht noch einmal die verschiedenen Aspekte prüfen zu lassen, die damit einhergehen? Denn wenn man diese Kommunikationswege geht ‑ da schließe ich mich sicherlich den anderen Agenturkollegen an ‑, dann greift das tief in unsere Arbeitsabläufe ein. Wenn es da ein Sicherheitsproblem gibt, dann hilft der Hinweis „wenn Sie Zweifel haben, können Sie ja zu einem Kaffee vorbeikommen“ uns als Agenturen nicht weiter. Denn wenn das eine autorisierte Verbreitungsquelle des Presseamtes ist, dann werden wir „zuschlagen“, und dann werden wir im Zweifelsfall auch mit einer falschen Meldung „zuschlagen“. Das kann nicht im Interesse Ihres Ministeriums sein. Da berufe ich mich ausdrücklich auch auf das, was der Kollege zur Sicherheitsfrage gesagt hat. Ich denke, man sollte dazu sicherlich die verschiedenen Aspekte nachuntersuchen.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wissen aber auch, dass nicht einmal ausgeschlossen werden kann, dass Pazifisten oder Anarchisten dieses Gebäude besetzen uns alle gefangennehmen uns sich als öhm… wir verkleiden? Jeder Kommunikationsweg hat seine Gefahren.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich habe die Ankündigung, dass Herr von Klöten begonnen hat zu telefonieren, verpasst. Könnten Sie mir sagen, seit wann er das macht? Macht nur er das, oder telefonieren Sie auch?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Es war heute das erste mal, Sie haben ohne Telefon also noch nicht viel verpasst.
Ich mache das nicht. Wir sind an dieser Stelle der Linie erlegen, dass es vernünftig ist, dass es ein authentischer Absender ist. Dann finde ich es auch konsequent, dass das der Regierungssprecher macht und nicht der Stellvertreter.

Frei nach der Aufregung der Hauptstadtpresse um den twitternden Regierungssprecher via Netzpolitik und Wiegold.

Und wer nicht nochmal so viel lesen will – was ich verstehen könnte – die Twitteraufregungspressestunde gibt es u. a. beim Kraftfuttermischwerk auch als Video.

Jan
16
2011
3

Frohes neues Jahr überhaupt erst einmal…

…und keine Sorge, das Blog hier ist nicht eingestellt, ich komm bloss zu nichts. Dabei gäbe es so viele interessante Nachrichten, über die zu bloggen sich lohnen würde.
Zum einen hält sich die CSU seit neuestem für eine Netzpartei, und will sogar einen Netzkongress ausrichten. CSU, das sind die, die am vehementesten „Killerspiele“ verbieten wollen.
Dann ist da die FDP, die in den beundesweiten Umfragewerten irgendwie seit Wochen schon zwischen 3 und 4 Prozent schwankt, und somit eventuell bei der nächsten Wahl nicht mehr ins Parlament kommt. Aber freuen wir uns mal nicht zu früh.
Tja, dann noch Dioxin in den Eiern, und weißichwas.
Bei der Terrorhysterie gibt es auch neue Tiefpunkte. Da zeigen Lehrerinnen schon ihre Schüler als terrorverdächtig an, wenn ihnen nicht gefällt was die in ihren Arbeiten schreiben.

Die Tendenz ist also ungebrochen, und alles wird immer nur noch blöder.

Written by Heiko C. in: Allgemein,Beklopptes,Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Dez
22
2010
--

FROHES FEST EUCH ALLEN!

…bevor ich’s noch vergesse.

Written by Heiko C. in: Allgemein |
Jun
08
2010
--

Und noch mehr Rabenvögel: Die Elster

Ich bin heute in Polen gewesen, und habe ein paar Elstern fotografiert. Auf dem Weg sah ich auch noch eine Nebelkrähe, aber auf der Autobahn fotografiert es sich nicht so gut.
Ich weiß, da ich die Elstern streng genommen nicht wirklich in Nordfriesland fotografiert habe, passt das irgendwie nicht in die Reihe einheimischer Rabenvögel, die ich hier im Blog vorstelle, aber was solls.
Wenn ich hier oben Elstern knipse, stell ich sie hier auch rein.

Written by Heiko C. in: Allgemein | Schlagwörter: ,
Apr
21
2010
--
Apr
18
2010
4

Das Regierende Notfall-Hologramm

Nun haben wir den Salat. Seit dem Ausbruch des Vulkans mit dem unaussprechlichen Namen auf Island, kann niemand mehr in Europa herumfliegen. Die Kanzlerin saß fest in Portugal, der umgangssprachlich Kriegsminister zu nennende Zu Guttenberg in der Türkei.


Obamatic Man by ~drunknmunky32 on deviantART

Symbolbild

Alle Zeitungen sprachen nicht nur davon, dass Deutschland derweil im Chaos versinke, nein, noch schlimmer: Deutschland stürze ins Chaos! Europas auflagenstärkstes Boulevardblatt sprach sogar von einem „Asche-Monster“.
Ich muss zugeben, ich hab von dem angeblichen Chaos nicht besonders viel mitbekommen, aber ich wohne ja auch nicht sehr zentral, und wenn die „Qualitätspresse“ von der drohenden Asche-Anarchie spricht, dann wird das schon stimmen, oder?

Was aber tun, wenn dieser Zustand anhält, oder erneut auftritt, während die Kabinettsmitglieder in der Weltgeschichte verstreut sind? Am Ende merkt man in Deutschland noch, dass man auch ohne Schwarz-Gelb auskommt, und das wäre ja schrecklich!

Bei dem neuerlichen Konsum der späteren Folgen der Star-Trek-Serie „Voyager“ hatte ich die zündende Idee, die man vielleicht mit ein wenig technischem Geschick für die Zukunft umsetzen könnte.

Auf dem Raumschiff Voyager, das am Anfang der Serie durch ein gefährliches und exotisches Plotelement in die Tiefen der Galaxie geschleudert wurde, und so vom von Menschen bewohnten Weltraum auf Jahre abgeschnitten ist, hat man keinen richtigen Schiffsarzt, weil der ebenso den Folgen eines Plotelementes erlag.
Seit dem ist der einzige Arzt auf dem Schiff ein Notfallhologramm, welches mit zahlreichen medizinischen Protokollen und Handlungsweisen programmiert wurde, und mehr oder weniger wie ein echter Arzt funktioniert.

In späteren Staffeln wird dieses Arztprogramm umgewandelt, damit es in äußersten Notsituationen auch das Schiff kommandieren kann.

Warum also kein holografischer Bundeskanzler? So für den Notfall? Wenn sonst alle irgendwo sitzen und nicht nach hause kommen?

So wie der Doktor der Voyager mit dem Erfahrungsschatz aller möglichen Ärzte von Paracelsus über Sauerbruch und Schweizer bis zu Medizinern aus der Zeit programmiert ist, in der die Serie spielt, könnte man auch das „Regierende Notfall Hologramm (RNH)“ mit dem Erfahrungsschatz aller bundesdeutschen Bundeskanzler von Adenauer bis Merkel programmieren.
Um das ganze politisch ausgewogen zu machen, könnte man auch ikonenhafte Politiker aller großen Parteien nehmen, und sie in den holografischen Kanzler stecken. Adenauer, Brandt, Genscher, Fischer und stellvertretend für die Linke vielleicht Gregor Gysi oder so.

Für faktenorientiertes, fachkundiges Debattieren fügt man noch ein paar Helmut-Schmidt-Subroutinen ein und für den richtigen sprachlichen Pepp ein wenig Herbert Wehner.
Für Frieden und Umwelt programmiert man noch ein wenig Petra Kelly hinein, und für den Standby-Modus ist niemand geeigneter als Helmut Kohl. Auf letzteres wies mich @bewitchedmind auf Twitter hin, ich kann nur zustimmen.
Als Bildschirmschoner würden sich F.J.Strauß oder Edmund Stoiber gleich gut machen, denen man stundenlang amüsiert zusehen kann (bzw. konnte), ohne dass einem langweilig wird (bzw. wurde), oder man sie besonders ernst nimmt (bzw. nahm).

Das Aussehen des holografischen Kanzlers ist dabei eigentlich relativ egal. Man könnte die Erscheinungsbilder der enthaltenen Persönlichkeiten zusammenmixen, oder als optische Vorlage jemanden nehmen, der für seine Seriosität bekannt und beliebt ist. Ulrich Wickert zum Beispiel, oder Sandra Maischberger.
Wenn man das Programm dann erst einmal fertiggestellt hat, und eine Notsituation eintritt – sagen wir mal: Deutschland wird von einer außerirdischen Technologie in den Deltaquadranten der Milchstrasse geschleudert, während das Kabinett gerade auf irgendeinem Auslandsbesuch ist – dann ruft der Bundestagspräsident oder sein Vertreter das RNH auf, welches sich dann mit den Worten: „Bitte nennen Sie die Art des politischen Notfalls!“ meldet und die nötigen Entscheidungen trifft.

Weitere Vorteile des RNHs wären, dass man es einfach abschalten kann, wenn es beginnt Unsinn zu reden oder wenn man es nicht mehr braucht.

Written by Heiko C. in: Allgemein,Politisches | Schlagwörter: ,
Apr
04
2010
1

In eigener Sache…

…wünsche ich frohe Ostern, schöne Ferien oder was sonst noch! 🙂

Written by Heiko C. in: Allgemein |
Mrz
18
2010
--

Was ist nun eigentlich mit diesen bekackten Netzsperren?

Wir erinnern uns: In der Hetze des Wahlkampfes im letzten Jahr hat die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen die Installation von DNS-Sperrinfrastruktur bei allen großen deutschen Providern vorangetrieben.

Erst als illegale Verträge der Provider mit der Regierung, dann als wahrscheinlich verfassungswidriges Gesetz. Alles Protestieren, Online-Petitionieren und alle Kontaktversuche mit beratungsresistenten Gestalten in der Politik hat nichts genutzt, und so hat der Bundestag mit den Stimmen der Union, der SPD und der Enthaltung der halben Grünen dieses Gesetz dann auch angenommen.

Dann wurde gewählt, und plötzlich war die lustige Mövenpickpartei FDP in der Regierung, die sich gegen das Zensurgesetz einsetzen wollte, und die Abschaffung desselben zur Bedingung für die Koalition mit der CDU machen wollte.
Die CDU sagte in etwa: Wir behalten das Gesetz, wenn ihr nicht mit uns koalieren wollt, dann könnt ihr uns mal an die Füße fassen.
Ewigkeiten wurde koalitionsverhandelt, bis die CDU sich breitschlagen ließ, dass man das Gesetz zwar behalte, aber eben mal so ein Jahr lang nicht anwende.

Da haben natürlich auch wieder alle gemeckert – zurecht – weil man nunmal eben nicht einfach so Gesetze erlässt, und sie dann einfach ignoriert.
So, dann hat Bundeskanzler (Quatsch!) Bundespräsident Horst Köhler das Gesetz auch noch unterschrieben, und somit ist es in Kraft getreten.
Die Provider sind jetzt also gesetzlich dazu verpflichtet die für die Internetsperren notwendigen Gerätschaften zu besorgen, auch wenn die Regierung dem BKA gesagt hat, dass die ersteinmal keine Sperrlisten erstellen sollen.

Dem BKA gefällt das nicht, den Providern wohl auch nicht, der Bundesregierung auch nicht, und schon gar nicht den ganzen Bürgerrechtlern und Zensurgegnern, die gegen dieses Gesetz sind.
Mittlerweile fand dann auch die Anhörung statt, in der Franziska Heine ausgewählten Politikern erklären konnte, warum das „Zugangserschwerungsgesetz“ (bzw. vulgo „Zensursulagesetz“) eine dumme Idee ist.

Es wurde sich dort mehr oder weniger drauf geeinigt, die Sperren nicht anzuwenden, das Gesetz gegen ein neues auszutauschen, dass nur die Löschung von Kinderpornographischen Inhalten vorsieht, das aber unnütz ist, weil man sowas sowieso schon löschen kann.
All zu schnell soll das Zensursulagesetz aber nicht abgeschafft werden, weil gut Ding in der Politik ja Weile haben soll. Dem stimme ich prinzipiell zu, denn was passiert wenn man beknackte Gesetze zu schnell durch die Instanzen prügelt, haben wir ja letztes Jahr gesehen.

Was nun?

Lest selbst: Koalition uneins. (Telepolis)

Nachtrag:
Hier gibt es auch nochmal eine Zusammenfassung der aktuellen Kontroversen: Showdown um Zugangserschwerungsgesetz (engeln.de)

Written by Heiko C. in: Allgemein | Schlagwörter: , , ,
Feb
11
2010
7

In eigener Sache:

Ich hab mir mal ein dem Winter entsprechendes Hintergrundbild für den Blog hier zugelegt. Oder für das Blog. Meiner Meinung nach geht beides. Sicher kommt „Blog“ von „Web-Log“ und wäre somit sächlich, meiner Meinung nach passt aber auch der männliche Artikel mittlerweile, weil sich der 1. eingebürgert hat, und 2. weniger verwirrend klingt.
Da „Blog“ nunmal wie „Block“ klingt, klingt für mein Sprachgefühl „das Blog“ irgendwie seltsam.

Na ja, jedenfalls: Neues Hintergrundbild, ich hoffe es gefällt.

Written by Heiko C. in: Allgemein |
Dez
24
2009
--

Frohes Fest!

Und so. Erstaunlicherweise mal sogar weiße Weihnachten. Und da reden alle von Treibhauseffekt.

Und an alle 1337: Froh3 W18N!

Written by Heiko C. in: Allgemein |

Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes

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Mrz
29
2011
4

Ist denn Telefon überhaupt sicher?

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, muss ich mir in Zukunft einen Telefonanschluss zulegen, um über relevante Termine seiner kaiserlichen Hoheit informiert zu werden? Ich beziehe mich konkret auf die Ankündigung des Regierungssprechers, dass seine kaiserliche Hoheit nach Norderney reist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Im Zeitungsgeschäft wissen Sie: Viel hilft viel.

Ich glaube nicht, dass wir bislang Ihnen gegenüber mit Informationen geizig gewesen sind und dass jemand, der von Ihnen an eine Information herankommen wollte, am Ende überrascht wurde, dass wir irgendwelche anderen Kanäle bevorzugt bedient hätten. Wir gehen davon aus, dass sie als professionelle Schreiberlinge am Puls der Zeit natürlich alle ein Telefongerät zuhause installiert haben.

ZUSATZFRAGE: Die mittels Fernsprecher weitergegebenen Mitteilungen haben einen Nachrichtenwert. Sie sind auch durchaus schon in Zeitungsartikeln verwendet worden. Das Telefon an sich ist jedoch nicht sicher. Man kann einfach seine Stimme verstellen. Ich denke da insbesondere an Fälschungen von Schauspielern, so zum Beispiel Sarah Bernhardt bis hin zum russischen Zaren. Kann ich davon ausgehen, dass der, der mich anzurufen scheint, auch wirklich der ist, der er ist? Das kann ja durchaus Folgen haben.

Wenn es mir gestattet ist, darf ich einen Satz des ehemaligen Reichsinnenministers zitieren, der in einem Interview sagte: „Wer sich ein Fernsprechgerät in sein Haus installieren lässt, muss damit rechnen, dass jeder ihn anrufen kann.“ Es ist also auch eine Frage der Sicherheit. Ist die Sicherheit in diesem Fall gewährleistet?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das, was technisch möglich ist, haben wir gewährleistet. Wir wissen um die Risiken des Telefons. Sollte irgendjemand Zweifel haben, ob eine Fernsprechgerät-Nachricht des Regierungssprechers echt ist, empfehle ich kurz die paar Schritte zum Reichstag zu gehen und nachzufragen. Grundsätzlich ist unsere Erfahrung, dass dieser Fernsprechgerät-Dienst sehr gerne angenommen sind. Da wir nicht nur ein Presseamt, sondern auch ein Informationsamt der Regierung für alle Menschen im Reich sind, hielten wir es für richtig, diesen Weg zu wählen.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich wüsste gerne, wann die Mitteilung über den Besuch seiner kaiserlichen Hoheit offiziell vom Bundespressamt mitgeteilt worden ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Ich müsste das nachschauen. Da einer der Chefs vom Dienst jetzt in Hörweite ist, bitte ich herzlich um einen beherzten Zwischenruf. Ich bin auch nicht sicher, ob dieser Weg hundertprozentig sicher ist. Aber ich habe Vertrauen darin, dass ich schnellstmöglich Datum und Uhrzeit per Gebrüll geliefert bekomme.

ZUSATZFRAGE: Die Frage ist: Kann es sein, dass außer über Fernsprechgerät über diese Norderney-Reise nirgendwo berichtet wurde? Das ist ja eine andere Qualität. Wenn Herr von Klöten telefonieren will, weil er Zeit hat, ist das alles gut und schön. Aber das geht ja bis hin zu der Frage, wozu man dann noch Chefs vom Dienst braucht, wenn Herr von Klöten die Termine telefonisch durchgibt.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wollen doch in Wahrheit wissen, ob es eine Benachteiligung ist, dass eine Information möglichweise statt über unsere Pinnwand über Fernsprechgerät herausgegangen ist. Nein, diese Auffassung teilen wir nicht.

ZURUF: Ich will wissen, ob es Termine nur über Fernsprechgerät bei Ihnen gibt oder ob das ein ergänzendes Angebot ist.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Das ist ein ergänzendes Angebot, auf der Pinnwand war der Reisetermin nur Minuten später.
Ich habe eben schon einmal gesagt, was den Informationsgehalt der Fernsprechgerät-Nachrichten angeht: Wer immer Zweifel hat, dass irgendetwas nicht stimmt, kann sich innerhalb weniger Stunden rückversichern. Sie wohnen und arbeiten alle doch nur Strassen weiter! Dementsprechend sehe ich das Problem nicht!

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, als älterer Mensch, der mit diesen neumodischen Kommunikationsformen nicht so vertraut ist, eine grundsätzliche Frage: Hat es irgendwann einmal vonseiten des Bundespressamtes einen Hinweis darauf gegeben, dass nun auch über Fernsprechgerät wichtige Informationen verbreitet werden und man sich möglicherweise als Kunde oder Telefonist ‑ ich weiß nicht, wie das dort heißt ‑ anmelden müsste?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Meinem Kenntnisstand nach ja. Ich reiche aber gerne nach, ob das auch auf der Pinnwand war. Ich bin mir sehr sicher, dass wir es schon allein aus Eigeninteresse gemacht haben.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, in dieser Woche hat sich Herr von Klöten per Telefon ‑ ich nenne es einmal so ‑ einen kleinen Schlagabtausch mit dem notorischen Anarchisten Pjotr Alexejewitsch Kropotkin geliefert. Ist geplant, dass der Regierungssprecher künftig immer einmal wieder ans Telefon gehen wird? Es kann ja jeder anrufen. Ich habe Sie so verstanden, dass Sie über Fernsprechgerät auch Bürger und nicht nur uns Journalisten erreichen wollen. Wird das wirklich ein richtiges Kommunikationsmittel des Regierungssprechers werden, um die Regierungspolitik in die Bevölkerung zu kommunizieren?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Nach diesen Gelegenheiten suchen wir nicht ausdrücklich. Aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, dass über einen solchen schnellen Informationsaustausch interessante Diskussionen entstehen, werden wir das weiter tun. Herr von Klöten ist generell dazu angehalten, das Telefon abzunehmen, sollte es klingeln.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, wird es eine neue Gepflogenheit, dass man Reisepläne Land für Land telefonisch im Pressamt abfragt? Wie kommt man zu der Möglichkeit, zu erfahren, wann seine kaiserliche Hoheit beabsichtigt, wohin zu reisen?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Wir werden auch weiterhin vorrangig die Pinnwand für so etwas benutzen. Es steht ihnen aber frei den Regierungssprecher Herrn von Klöten anzurufen und selbst nachzufragen.

ZUSATZ: Wieder etwas gelernt. ‑ Danke!

FRAGE: Abweichend von der normalen Praxis, kann ich Sie einfach darum bitten, in Ihrem Amt vielleicht noch einmal die verschiedenen Aspekte prüfen zu lassen, die damit einhergehen? Denn wenn man diese Kommunikationswege geht ‑ da schließe ich mich sicherlich den anderen Agenturkollegen an ‑, dann greift das tief in unsere Arbeitsabläufe ein. Wenn es da ein Sicherheitsproblem gibt, dann hilft der Hinweis „wenn Sie Zweifel haben, können Sie ja zu einem Kaffee vorbeikommen“ uns als Agenturen nicht weiter. Denn wenn das eine autorisierte Verbreitungsquelle des Presseamtes ist, dann werden wir „zuschlagen“, und dann werden wir im Zweifelsfall auch mit einer falschen Meldung „zuschlagen“. Das kann nicht im Interesse Ihres Ministeriums sein. Da berufe ich mich ausdrücklich auch auf das, was der Kollege zur Sicherheitsfrage gesagt hat. Ich denke, man sollte dazu sicherlich die verschiedenen Aspekte nachuntersuchen.

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Sie wissen aber auch, dass nicht einmal ausgeschlossen werden kann, dass Pazifisten oder Anarchisten dieses Gebäude besetzen uns alle gefangennehmen uns sich als öhm… wir verkleiden? Jeder Kommunikationsweg hat seine Gefahren.

FRAGE: Herr Baron zu Walkhorst-Butterbirn, ich habe die Ankündigung, dass Herr von Klöten begonnen hat zu telefonieren, verpasst. Könnten Sie mir sagen, seit wann er das macht? Macht nur er das, oder telefonieren Sie auch?

Antwort von Baron zu Walkhorst-Butterbirn: Es war heute das erste mal, Sie haben ohne Telefon also noch nicht viel verpasst.
Ich mache das nicht. Wir sind an dieser Stelle der Linie erlegen, dass es vernünftig ist, dass es ein authentischer Absender ist. Dann finde ich es auch konsequent, dass das der Regierungssprecher macht und nicht der Stellvertreter.

Frei nach der Aufregung der Hauptstadtpresse um den twitternden Regierungssprecher via Netzpolitik und Wiegold.

Und wer nicht nochmal so viel lesen will – was ich verstehen könnte – die Twitteraufregungspressestunde gibt es u. a. beim Kraftfuttermischwerk auch als Video.

Jan
16
2011
3

Frohes neues Jahr überhaupt erst einmal…

…und keine Sorge, das Blog hier ist nicht eingestellt, ich komm bloss zu nichts. Dabei gäbe es so viele interessante Nachrichten, über die zu bloggen sich lohnen würde.
Zum einen hält sich die CSU seit neuestem für eine Netzpartei, und will sogar einen Netzkongress ausrichten. CSU, das sind die, die am vehementesten „Killerspiele“ verbieten wollen.
Dann ist da die FDP, die in den beundesweiten Umfragewerten irgendwie seit Wochen schon zwischen 3 und 4 Prozent schwankt, und somit eventuell bei der nächsten Wahl nicht mehr ins Parlament kommt. Aber freuen wir uns mal nicht zu früh.
Tja, dann noch Dioxin in den Eiern, und weißichwas.
Bei der Terrorhysterie gibt es auch neue Tiefpunkte. Da zeigen Lehrerinnen schon ihre Schüler als terrorverdächtig an, wenn ihnen nicht gefällt was die in ihren Arbeiten schreiben.

Die Tendenz ist also ungebrochen, und alles wird immer nur noch blöder.

Written by Heiko C. in: Allgemein,Beklopptes,Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Dez
22
2010
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FROHES FEST EUCH ALLEN!

…bevor ich’s noch vergesse.

Written by Heiko C. in: Allgemein |
Jun
08
2010
--

Und noch mehr Rabenvögel: Die Elster

Ich bin heute in Polen gewesen, und habe ein paar Elstern fotografiert. Auf dem Weg sah ich auch noch eine Nebelkrähe, aber auf der Autobahn fotografiert es sich nicht so gut.
Ich weiß, da ich die Elstern streng genommen nicht wirklich in Nordfriesland fotografiert habe, passt das irgendwie nicht in die Reihe einheimischer Rabenvögel, die ich hier im Blog vorstelle, aber was solls.
Wenn ich hier oben Elstern knipse, stell ich sie hier auch rein.

Written by Heiko C. in: Allgemein | Schlagwörter: ,
Apr
21
2010
--

Jammern auf hohem Niveau – Flugverbot (ärztlich verordnet)

Written by Heiko C. in: Allgemein | Schlagwörter:
Apr
18
2010
4

Das Regierende Notfall-Hologramm

Nun haben wir den Salat. Seit dem Ausbruch des Vulkans mit dem unaussprechlichen Namen auf Island, kann niemand mehr in Europa herumfliegen. Die Kanzlerin saß fest in Portugal, der umgangssprachlich Kriegsminister zu nennende Zu Guttenberg in der Türkei.


Obamatic Man by ~drunknmunky32 on deviantART

Symbolbild

Alle Zeitungen sprachen nicht nur davon, dass Deutschland derweil im Chaos versinke, nein, noch schlimmer: Deutschland stürze ins Chaos! Europas auflagenstärkstes Boulevardblatt sprach sogar von einem „Asche-Monster“.
Ich muss zugeben, ich hab von dem angeblichen Chaos nicht besonders viel mitbekommen, aber ich wohne ja auch nicht sehr zentral, und wenn die „Qualitätspresse“ von der drohenden Asche-Anarchie spricht, dann wird das schon stimmen, oder?

Was aber tun, wenn dieser Zustand anhält, oder erneut auftritt, während die Kabinettsmitglieder in der Weltgeschichte verstreut sind? Am Ende merkt man in Deutschland noch, dass man auch ohne Schwarz-Gelb auskommt, und das wäre ja schrecklich!

Bei dem neuerlichen Konsum der späteren Folgen der Star-Trek-Serie „Voyager“ hatte ich die zündende Idee, die man vielleicht mit ein wenig technischem Geschick für die Zukunft umsetzen könnte.

Auf dem Raumschiff Voyager, das am Anfang der Serie durch ein gefährliches und exotisches Plotelement in die Tiefen der Galaxie geschleudert wurde, und so vom von Menschen bewohnten Weltraum auf Jahre abgeschnitten ist, hat man keinen richtigen Schiffsarzt, weil der ebenso den Folgen eines Plotelementes erlag.
Seit dem ist der einzige Arzt auf dem Schiff ein Notfallhologramm, welches mit zahlreichen medizinischen Protokollen und Handlungsweisen programmiert wurde, und mehr oder weniger wie ein echter Arzt funktioniert.

In späteren Staffeln wird dieses Arztprogramm umgewandelt, damit es in äußersten Notsituationen auch das Schiff kommandieren kann.

Warum also kein holografischer Bundeskanzler? So für den Notfall? Wenn sonst alle irgendwo sitzen und nicht nach hause kommen?

So wie der Doktor der Voyager mit dem Erfahrungsschatz aller möglichen Ärzte von Paracelsus über Sauerbruch und Schweizer bis zu Medizinern aus der Zeit programmiert ist, in der die Serie spielt, könnte man auch das „Regierende Notfall Hologramm (RNH)“ mit dem Erfahrungsschatz aller bundesdeutschen Bundeskanzler von Adenauer bis Merkel programmieren.
Um das ganze politisch ausgewogen zu machen, könnte man auch ikonenhafte Politiker aller großen Parteien nehmen, und sie in den holografischen Kanzler stecken. Adenauer, Brandt, Genscher, Fischer und stellvertretend für die Linke vielleicht Gregor Gysi oder so.

Für faktenorientiertes, fachkundiges Debattieren fügt man noch ein paar Helmut-Schmidt-Subroutinen ein und für den richtigen sprachlichen Pepp ein wenig Herbert Wehner.
Für Frieden und Umwelt programmiert man noch ein wenig Petra Kelly hinein, und für den Standby-Modus ist niemand geeigneter als Helmut Kohl. Auf letzteres wies mich @bewitchedmind auf Twitter hin, ich kann nur zustimmen.
Als Bildschirmschoner würden sich F.J.Strauß oder Edmund Stoiber gleich gut machen, denen man stundenlang amüsiert zusehen kann (bzw. konnte), ohne dass einem langweilig wird (bzw. wurde), oder man sie besonders ernst nimmt (bzw. nahm).

Das Aussehen des holografischen Kanzlers ist dabei eigentlich relativ egal. Man könnte die Erscheinungsbilder der enthaltenen Persönlichkeiten zusammenmixen, oder als optische Vorlage jemanden nehmen, der für seine Seriosität bekannt und beliebt ist. Ulrich Wickert zum Beispiel, oder Sandra Maischberger.
Wenn man das Programm dann erst einmal fertiggestellt hat, und eine Notsituation eintritt – sagen wir mal: Deutschland wird von einer außerirdischen Technologie in den Deltaquadranten der Milchstrasse geschleudert, während das Kabinett gerade auf irgendeinem Auslandsbesuch ist – dann ruft der Bundestagspräsident oder sein Vertreter das RNH auf, welches sich dann mit den Worten: „Bitte nennen Sie die Art des politischen Notfalls!“ meldet und die nötigen Entscheidungen trifft.

Weitere Vorteile des RNHs wären, dass man es einfach abschalten kann, wenn es beginnt Unsinn zu reden oder wenn man es nicht mehr braucht.

Written by Heiko C. in: Allgemein,Politisches | Schlagwörter: ,
Apr
04
2010
1

In eigener Sache…

…wünsche ich frohe Ostern, schöne Ferien oder was sonst noch! 🙂

Written by Heiko C. in: Allgemein |
Mrz
18
2010
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Was ist nun eigentlich mit diesen bekackten Netzsperren?

Wir erinnern uns: In der Hetze des Wahlkampfes im letzten Jahr hat die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen die Installation von DNS-Sperrinfrastruktur bei allen großen deutschen Providern vorangetrieben.

Erst als illegale Verträge der Provider mit der Regierung, dann als wahrscheinlich verfassungswidriges Gesetz. Alles Protestieren, Online-Petitionieren und alle Kontaktversuche mit beratungsresistenten Gestalten in der Politik hat nichts genutzt, und so hat der Bundestag mit den Stimmen der Union, der SPD und der Enthaltung der halben Grünen dieses Gesetz dann auch angenommen.

Dann wurde gewählt, und plötzlich war die lustige Mövenpickpartei FDP in der Regierung, die sich gegen das Zensurgesetz einsetzen wollte, und die Abschaffung desselben zur Bedingung für die Koalition mit der CDU machen wollte.
Die CDU sagte in etwa: Wir behalten das Gesetz, wenn ihr nicht mit uns koalieren wollt, dann könnt ihr uns mal an die Füße fassen.
Ewigkeiten wurde koalitionsverhandelt, bis die CDU sich breitschlagen ließ, dass man das Gesetz zwar behalte, aber eben mal so ein Jahr lang nicht anwende.

Da haben natürlich auch wieder alle gemeckert – zurecht – weil man nunmal eben nicht einfach so Gesetze erlässt, und sie dann einfach ignoriert.
So, dann hat Bundeskanzler (Quatsch!) Bundespräsident Horst Köhler das Gesetz auch noch unterschrieben, und somit ist es in Kraft getreten.
Die Provider sind jetzt also gesetzlich dazu verpflichtet die für die Internetsperren notwendigen Gerätschaften zu besorgen, auch wenn die Regierung dem BKA gesagt hat, dass die ersteinmal keine Sperrlisten erstellen sollen.

Dem BKA gefällt das nicht, den Providern wohl auch nicht, der Bundesregierung auch nicht, und schon gar nicht den ganzen Bürgerrechtlern und Zensurgegnern, die gegen dieses Gesetz sind.
Mittlerweile fand dann auch die Anhörung statt, in der Franziska Heine ausgewählten Politikern erklären konnte, warum das „Zugangserschwerungsgesetz“ (bzw. vulgo „Zensursulagesetz“) eine dumme Idee ist.

Es wurde sich dort mehr oder weniger drauf geeinigt, die Sperren nicht anzuwenden, das Gesetz gegen ein neues auszutauschen, dass nur die Löschung von Kinderpornographischen Inhalten vorsieht, das aber unnütz ist, weil man sowas sowieso schon löschen kann.
All zu schnell soll das Zensursulagesetz aber nicht abgeschafft werden, weil gut Ding in der Politik ja Weile haben soll. Dem stimme ich prinzipiell zu, denn was passiert wenn man beknackte Gesetze zu schnell durch die Instanzen prügelt, haben wir ja letztes Jahr gesehen.

Was nun?

Lest selbst: Koalition uneins. (Telepolis)

Nachtrag:
Hier gibt es auch nochmal eine Zusammenfassung der aktuellen Kontroversen: Showdown um Zugangserschwerungsgesetz (engeln.de)

Written by Heiko C. in: Allgemein | Schlagwörter: , , ,
Feb
11
2010
7

In eigener Sache:

Ich hab mir mal ein dem Winter entsprechendes Hintergrundbild für den Blog hier zugelegt. Oder für das Blog. Meiner Meinung nach geht beides. Sicher kommt „Blog“ von „Web-Log“ und wäre somit sächlich, meiner Meinung nach passt aber auch der männliche Artikel mittlerweile, weil sich der 1. eingebürgert hat, und 2. weniger verwirrend klingt.
Da „Blog“ nunmal wie „Block“ klingt, klingt für mein Sprachgefühl „das Blog“ irgendwie seltsam.

Na ja, jedenfalls: Neues Hintergrundbild, ich hoffe es gefällt.

Written by Heiko C. in: Allgemein |
Dez
24
2009
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Frohes Fest!

Und so. Erstaunlicherweise mal sogar weiße Weihnachten. Und da reden alle von Treibhauseffekt.

Und an alle 1337: Froh3 W18N!

Written by Heiko C. in: Allgemein |