Impactsuspect » 2012 » Januar
Jan
16
2012
3

Neuer Trend: Peaceful Gaming

Um nochmal auf Computerspiele zurückzukommen, und dabei speziell auf Computerspiele, die bei Sicherheitspolitikfanatikern unter dem Label „Killerspiele“ bekannt sind, bin ich neulich auf ein Experiment gestoßen, dass scheinbar gerade zu einem neuen Trend wird.

Begonnen hat dieser Trend anscheinend mit einem Morrowindspieler, der sich im Netz Icehair nennt, und der die vollmundigen Versprechungen Bethesdas, was die Spielfreiheit in deren Spielen angeht, testen wollte.
Seine simple Frage: Kann man ein Rollenspiel wie Morrowind spielen, ganz ohne nicht Spieler-Charaktere zu töten?

Hier eine Art Teaser-Trailer zu dem Projekt:

Die überraschende Antwort: Es geht sogar ganz gut. Meist kommt man auf die eine oder andere Weise um den Kampf herum.

Auf dieser Seite gibt es Protokolle des Spieldurchlaufs zum Download. (Wahrscheinlich nur interessant für Leute, die sich noch in dem Spiel auskennen)

Das gleiche Experiment nahm er für das Nachfolgespiel Oblivion in Angriff, und auch hier kommt man um viele Kämpfe herum, wenn man auch gelegentlich eine Ratte rösten muss, aber Icehair beschreibt seine Charaktere selbst als Pazifisten, nicht Vegetarier.
Eine große Anzahl von Gameplay-Videos zu dem Obliviondurchlauf finden sich hier: LINK!

Googelt man ein wenig weiter, findet man Leute, die ähnliche Ambitionen für Skyrim, Bethesdas neuestes Rollenspiel, haben. Und hier schafft es jemand tatsächlich nicht einmal einer Ratte was zuleide zu tun. LINK mit Gameplayvideo hier: LINK!

Ich mag ja Rollenspiele am Computer. Besonders liegen mir die Spiele vom Bioware am Herzen und zwar seit Baldurs Gate. In Rollenspielen von Bioware ist eine solche Spielweise jedoch nicht möglich. Periodisch werden Kämpfe eingebaut, in der starken Annahme der Entwickler, dass die Gamer diese einerseits erwarten und andererseits kaum jemand ernsthaft ein Fantasy oder SF-Spiel spielen würde, ohne die Möglichkeit auf Aliens oder Monster einzudreschen ausgiebig zu nutzen.
Bethesda hat seine Spiele darauf vorbereitet, auch wenn die Hauptquest von Skyrim nicht lösbar ist, wenn man alle Drachen am leben lassen will.
Trotzdem bemerkenswert, wie ich finde.

Scheinbar ist es auch in Fallout 3 möglich – wie in der Falloutreihe wohl generell – als Pazifist durchzuspielen, allerdings kann ich das nicht bestätigen, da ich Fallout nier gespielt habe.
Hut ab allerdings. In der atomaren Postapokalypse zurechtzukommen stelle ich mir für einen Pazifisten noch schwieriger vor, als es in einer Fantasywelt zu schaffen.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Lustiges,Spass und Spiel |
Jan
06
2012
3

Jetzt auch noch Mp3-Player!

Errinnert ihr euch noch an die „gefährlichen Rollbretter“? Es gibt da jetzt einen neuen „gefährlichen Trend“ dem man, – natürlich – mit Verboten beikommen will.

Offenbar sorgen neuerdings also MP3-Stöpsel in den Ohren im Strassenverkehr vermehrt für Unfälle, daher will unser charismatischer Verkehrsminister von der Verbiete-was-du-selbst-nicht-brauchst-Partei CSU nun MP3-Player für Fußgänger verbieten.

Sicher, auch ich bin schon einmal hupend im Schritttempo hinter einem Musikhörer her gefahren, der in einer Seitenstrasse ging, und mich nicht gehört hat. Aber wie häufig passiert das? Und habe ich ihn überfahren? Nein. Weil der Autofahrer ja hinschaut, wo er hinfährt. Ebenso hat der Fußgänger auch oft selbst im Blick wo er hinläuft und wo er mit Verkehr zu rechnen hat.
Und selbst wenn wir annehmen, dass das Hören von Musik im Strassenverkehr für Fussgänger gefährlich ist, warum fällt das erst jetz auf?
Ich meine, wie lange gibt es schon Walkmans? Seit den späten 70ern? In den 80ern hatte fast jeder einen, und im Prinzip arbeiten diese archaischen Geräte auch nicht anders als die Mp3-Player von heute.
Wie kann es also jetzt einen Anstieg geben, wenn es wirklich an den Mp3-Playern liegt?

Und wer erstattet mir das Geld für meinen MP3-Player zurück, wenn die Dinger nun auch für Fußgänger verboten und somit de facto nutzlos werden? Herr Ramsauer sicher nicht, oder?

In diesem Sinne: Frohes neues Jahr!

Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes

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Jan
16
2012
3

Neuer Trend: Peaceful Gaming

Um nochmal auf Computerspiele zurückzukommen, und dabei speziell auf Computerspiele, die bei Sicherheitspolitikfanatikern unter dem Label „Killerspiele“ bekannt sind, bin ich neulich auf ein Experiment gestoßen, dass scheinbar gerade zu einem neuen Trend wird.

Begonnen hat dieser Trend anscheinend mit einem Morrowindspieler, der sich im Netz Icehair nennt, und der die vollmundigen Versprechungen Bethesdas, was die Spielfreiheit in deren Spielen angeht, testen wollte.
Seine simple Frage: Kann man ein Rollenspiel wie Morrowind spielen, ganz ohne nicht Spieler-Charaktere zu töten?

Hier eine Art Teaser-Trailer zu dem Projekt:

Die überraschende Antwort: Es geht sogar ganz gut. Meist kommt man auf die eine oder andere Weise um den Kampf herum.

Auf dieser Seite gibt es Protokolle des Spieldurchlaufs zum Download. (Wahrscheinlich nur interessant für Leute, die sich noch in dem Spiel auskennen)

Das gleiche Experiment nahm er für das Nachfolgespiel Oblivion in Angriff, und auch hier kommt man um viele Kämpfe herum, wenn man auch gelegentlich eine Ratte rösten muss, aber Icehair beschreibt seine Charaktere selbst als Pazifisten, nicht Vegetarier.
Eine große Anzahl von Gameplay-Videos zu dem Obliviondurchlauf finden sich hier: LINK!

Googelt man ein wenig weiter, findet man Leute, die ähnliche Ambitionen für Skyrim, Bethesdas neuestes Rollenspiel, haben. Und hier schafft es jemand tatsächlich nicht einmal einer Ratte was zuleide zu tun. LINK mit Gameplayvideo hier: LINK!

Ich mag ja Rollenspiele am Computer. Besonders liegen mir die Spiele vom Bioware am Herzen und zwar seit Baldurs Gate. In Rollenspielen von Bioware ist eine solche Spielweise jedoch nicht möglich. Periodisch werden Kämpfe eingebaut, in der starken Annahme der Entwickler, dass die Gamer diese einerseits erwarten und andererseits kaum jemand ernsthaft ein Fantasy oder SF-Spiel spielen würde, ohne die Möglichkeit auf Aliens oder Monster einzudreschen ausgiebig zu nutzen.
Bethesda hat seine Spiele darauf vorbereitet, auch wenn die Hauptquest von Skyrim nicht lösbar ist, wenn man alle Drachen am leben lassen will.
Trotzdem bemerkenswert, wie ich finde.

Scheinbar ist es auch in Fallout 3 möglich – wie in der Falloutreihe wohl generell – als Pazifist durchzuspielen, allerdings kann ich das nicht bestätigen, da ich Fallout nier gespielt habe.
Hut ab allerdings. In der atomaren Postapokalypse zurechtzukommen stelle ich mir für einen Pazifisten noch schwieriger vor, als es in einer Fantasywelt zu schaffen.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Lustiges,Spass und Spiel |
Jan
06
2012
3

Jetzt auch noch Mp3-Player!

Errinnert ihr euch noch an die „gefährlichen Rollbretter“? Es gibt da jetzt einen neuen „gefährlichen Trend“ dem man, – natürlich – mit Verboten beikommen will.

Offenbar sorgen neuerdings also MP3-Stöpsel in den Ohren im Strassenverkehr vermehrt für Unfälle, daher will unser charismatischer Verkehrsminister von der Verbiete-was-du-selbst-nicht-brauchst-Partei CSU nun MP3-Player für Fußgänger verbieten.

Sicher, auch ich bin schon einmal hupend im Schritttempo hinter einem Musikhörer her gefahren, der in einer Seitenstrasse ging, und mich nicht gehört hat. Aber wie häufig passiert das? Und habe ich ihn überfahren? Nein. Weil der Autofahrer ja hinschaut, wo er hinfährt. Ebenso hat der Fußgänger auch oft selbst im Blick wo er hinläuft und wo er mit Verkehr zu rechnen hat.
Und selbst wenn wir annehmen, dass das Hören von Musik im Strassenverkehr für Fussgänger gefährlich ist, warum fällt das erst jetz auf?
Ich meine, wie lange gibt es schon Walkmans? Seit den späten 70ern? In den 80ern hatte fast jeder einen, und im Prinzip arbeiten diese archaischen Geräte auch nicht anders als die Mp3-Player von heute.
Wie kann es also jetzt einen Anstieg geben, wenn es wirklich an den Mp3-Playern liegt?

Und wer erstattet mir das Geld für meinen MP3-Player zurück, wenn die Dinger nun auch für Fußgänger verboten und somit de facto nutzlos werden? Herr Ramsauer sicher nicht, oder?

In diesem Sinne: Frohes neues Jahr!