Impactsuspect » 2011 » März » 02
Mrz
02
2011
9

Impressionen von der CeBit

Während anderswo Kriegsminister zurückgetreten sind, war ich auf der CeBit. Ein Freund hatte zwei Freikarten gewonnen und mir eine davon angeboten. So sind wir heute relativ kurzfristig nach Hannover gefahren, und haben uns das mal angesehen.

So erst einmal möchte ich konstatieren, dass die CeBit ehen langweilig für Leute ist, die eigentlich keine rechte Ahnung von Computern haben. Ich meine, ich weiß auf welchen Knopf ich drücken muss, damit was passiert und wenn ich die passenden Komponenten habe, kann ich mir auch einen Rechner aus Einzelteilen zusammenbasteln.
Welche Teile ich allerdings dazu benutze, entscheide ich nicht aus eigener Fachkenntnis heraus, sondern da frag ich immer wen.

In vielen Hallen der CeBit wird da jede Menge Zeug ausgestellt, von dem ich Schwierigkeiten habe zu entscheiden, um was es sich da handelt. Da gibt es seltsame platinöse Einzelteile, komische blinkende Boxen, andere Boxen mit verschiedentlichen Kabeleingängen und weiß nicht was.
In anderen Hallen wird Kram ausgestellt, welches man beim besten Willen nicht braucht, wenn man nicht gerade ne Firma mit Großraumbüros hat. Irgendjemand drückte mir ein Flugblatt in die Hand, und fragte mich, ob ich Ahnung von virtualisierten Netzwerk-Dingenskirchen hätte.

Geschenke gab es auch nicht so scheußlich viele, für 4 Stunden herumgelatsche habe ich gerade mal ein viel zu kleines T-Shirt, eine Tragetasche, jede Menge Prospekte und einen Schlüsselanhänger bekommen. Das prangere ich an. Mein Vater hat mir von legendären Jahren erzählt, wo er Werbegeschenke gleich tütenweise aus der CeBit getragen hat.

Die Halle in der Telekom und Microsoft ausstellen sah auf unerklärliche Weise nach Schuhladen aus, und roch auch irgendwie so. Es hätte mich nicht gewundert, wenn alle in dieser Halle strumpfsock gelaufen wären, denn meine Nase teilte mir laufend sublimal mit, die Schuhe auszuziehen.
Natürlich roch es nur so. Alle hatten noch Schuhe an. Warum es da nach Schuhladen roch, keine Ahnung. Vielleicht war der Teppich, der in der Halle ausgelegt war, schon bei einem Schuverkäuferkongress in der Woche davor zur Anwendung gekommen, wer weiß.

Desweiteren hab ich lange nicht so viele Asiaten gesehen. Und dies nicht nur unter den Besuchern der Messe, sondern auch bei den Ausstellern. Der durchschnittliche von Asiaten betriebene Messestand besteht aus zwei Herren in Anzügen, die gelangweilt an einem Campingtisch sitzen, und eine Dame, die derweil irgendwelche besonders hippen Kabelenden sortiert, die das Premiumprodukt dieser Firma sind. Solche Firmenauftritte gibt es zu Hauf, und zwar jeweils in 3x3m-Kästen.

Bei den meisten Produkten die auf der Cebit ausgestellt sind, konnte ich sowieso erst nach langem Fragen in verschiedenen Sprachen herausfinden, um was es sich da eigentlich handelte, was da ausgestellt war.
Diese komischen Platinen dort, was sind die? Für ein Motherboard sind sie eigentlich zu klein, für eine Grafik- Sound- oder Netzwerkkarte haben sie die falsche Form, und für eine Fernsehkarte die falschen Anschlüsse.
Auf Nachfrage teilte mir die nette Präsentationsdame des Standes mit, was man mit diesen seltsamen Platinen machen kann und womit sie kompatibel sind, leider aber erst nach weiterem Nachbohren, um was es sich handelte.
Es waren tatsächlich Motherboards, aber welche, die man in PCI-Steckplätze von anderen Motherboards stecken kann, wozu auch immer das gut sein soll.

Dann gab es Rechnergehäuse aus Holz, die aber aus Plastik waren, welches nur wie Holz aussah, durchsichtige Rechnergehäuse, riesige Grafikkarten, einen Shooter, in dem man sich nicht bewegen konnte, und vielerlei mehr. Diese wunderbaren Rechnergehäusevarianten konnte man übrigens bei den größeren Ständen von etwas größeren asiatischen Firmen bewundern.

Auch konnte ich erfahren, dass brillenlose 3d-Monitore nur funktionieren, wenn man wirklich direkt davor steht. Aber was will man erwarten. Wenn man direkt davor steht, siehts echt plastisch aus. Hätte nicht erwartet, dass das heute schon geht.
In einem leider nicht schalldichten Kabäuschen gab es auch einen Laptop von Weißnichtwem zu bestaunen, dessen interne Speaker einen wirklich beeindruckenden Sound hatten. Aber ich schließ an mein Netbook sowieso eher Kopfhörer an.

Was gab es sonst noch? Da waren noch ein polnischer Wally-Roboter, der aber leider nur dumm rumstand, vermutlich ein Minensuchgerät oder so, und eine russische Ausstellung mit Satteliten und so.
Im großen und ganzen für meinen Geschmack zu viel Nerdkram, und zu wenig Geekkram. Bei all den Kabelenden, die dort in verschiedensten Farben ausgestellt sind, hätte Arthur Weasley seine helle Freude.

Im nächsten Jahr werde ich also entweder lieber auf die IFA, auf die E3 oder sonstwohin gehen, wo es zumindest offenes Wlan gibt, das musste man sich bei der Cebit nämlich auch kaufen, dabei sollte man doch denken, dass die da Internet genug haben.

Mein Fazit: Nicht unbedingt eine Messe für Endbenutzer. War aber hübsch bunt.

Written by Heiko C. in: Technisches | Schlagwörter: ,

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Während anderswo Kriegsminister zurückgetreten sind, war ich auf der CeBit. Ein Freund hatte zwei Freikarten gewonnen und mir eine davon angeboten. So sind wir heute relativ kurzfristig nach Hannover gefahren, und haben uns das mal angesehen.

So erst einmal möchte ich konstatieren, dass die CeBit ehen langweilig für Leute ist, die eigentlich keine rechte Ahnung von Computern haben. Ich meine, ich weiß auf welchen Knopf ich drücken muss, damit was passiert und wenn ich die passenden Komponenten habe, kann ich mir auch einen Rechner aus Einzelteilen zusammenbasteln.
Welche Teile ich allerdings dazu benutze, entscheide ich nicht aus eigener Fachkenntnis heraus, sondern da frag ich immer wen.

In vielen Hallen der CeBit wird da jede Menge Zeug ausgestellt, von dem ich Schwierigkeiten habe zu entscheiden, um was es sich da handelt. Da gibt es seltsame platinöse Einzelteile, komische blinkende Boxen, andere Boxen mit verschiedentlichen Kabeleingängen und weiß nicht was.
In anderen Hallen wird Kram ausgestellt, welches man beim besten Willen nicht braucht, wenn man nicht gerade ne Firma mit Großraumbüros hat. Irgendjemand drückte mir ein Flugblatt in die Hand, und fragte mich, ob ich Ahnung von virtualisierten Netzwerk-Dingenskirchen hätte.

Geschenke gab es auch nicht so scheußlich viele, für 4 Stunden herumgelatsche habe ich gerade mal ein viel zu kleines T-Shirt, eine Tragetasche, jede Menge Prospekte und einen Schlüsselanhänger bekommen. Das prangere ich an. Mein Vater hat mir von legendären Jahren erzählt, wo er Werbegeschenke gleich tütenweise aus der CeBit getragen hat.

Die Halle in der Telekom und Microsoft ausstellen sah auf unerklärliche Weise nach Schuhladen aus, und roch auch irgendwie so. Es hätte mich nicht gewundert, wenn alle in dieser Halle strumpfsock gelaufen wären, denn meine Nase teilte mir laufend sublimal mit, die Schuhe auszuziehen.
Natürlich roch es nur so. Alle hatten noch Schuhe an. Warum es da nach Schuhladen roch, keine Ahnung. Vielleicht war der Teppich, der in der Halle ausgelegt war, schon bei einem Schuverkäuferkongress in der Woche davor zur Anwendung gekommen, wer weiß.

Desweiteren hab ich lange nicht so viele Asiaten gesehen. Und dies nicht nur unter den Besuchern der Messe, sondern auch bei den Ausstellern. Der durchschnittliche von Asiaten betriebene Messestand besteht aus zwei Herren in Anzügen, die gelangweilt an einem Campingtisch sitzen, und eine Dame, die derweil irgendwelche besonders hippen Kabelenden sortiert, die das Premiumprodukt dieser Firma sind. Solche Firmenauftritte gibt es zu Hauf, und zwar jeweils in 3x3m-Kästen.

Bei den meisten Produkten die auf der Cebit ausgestellt sind, konnte ich sowieso erst nach langem Fragen in verschiedenen Sprachen herausfinden, um was es sich da eigentlich handelte, was da ausgestellt war.
Diese komischen Platinen dort, was sind die? Für ein Motherboard sind sie eigentlich zu klein, für eine Grafik- Sound- oder Netzwerkkarte haben sie die falsche Form, und für eine Fernsehkarte die falschen Anschlüsse.
Auf Nachfrage teilte mir die nette Präsentationsdame des Standes mit, was man mit diesen seltsamen Platinen machen kann und womit sie kompatibel sind, leider aber erst nach weiterem Nachbohren, um was es sich handelte.
Es waren tatsächlich Motherboards, aber welche, die man in PCI-Steckplätze von anderen Motherboards stecken kann, wozu auch immer das gut sein soll.

Dann gab es Rechnergehäuse aus Holz, die aber aus Plastik waren, welches nur wie Holz aussah, durchsichtige Rechnergehäuse, riesige Grafikkarten, einen Shooter, in dem man sich nicht bewegen konnte, und vielerlei mehr. Diese wunderbaren Rechnergehäusevarianten konnte man übrigens bei den größeren Ständen von etwas größeren asiatischen Firmen bewundern.

Auch konnte ich erfahren, dass brillenlose 3d-Monitore nur funktionieren, wenn man wirklich direkt davor steht. Aber was will man erwarten. Wenn man direkt davor steht, siehts echt plastisch aus. Hätte nicht erwartet, dass das heute schon geht.
In einem leider nicht schalldichten Kabäuschen gab es auch einen Laptop von Weißnichtwem zu bestaunen, dessen interne Speaker einen wirklich beeindruckenden Sound hatten. Aber ich schließ an mein Netbook sowieso eher Kopfhörer an.

Was gab es sonst noch? Da waren noch ein polnischer Wally-Roboter, der aber leider nur dumm rumstand, vermutlich ein Minensuchgerät oder so, und eine russische Ausstellung mit Satteliten und so.
Im großen und ganzen für meinen Geschmack zu viel Nerdkram, und zu wenig Geekkram. Bei all den Kabelenden, die dort in verschiedensten Farben ausgestellt sind, hätte Arthur Weasley seine helle Freude.

Im nächsten Jahr werde ich also entweder lieber auf die IFA, auf die E3 oder sonstwohin gehen, wo es zumindest offenes Wlan gibt, das musste man sich bei der Cebit nämlich auch kaufen, dabei sollte man doch denken, dass die da Internet genug haben.

Mein Fazit: Nicht unbedingt eine Messe für Endbenutzer. War aber hübsch bunt.

Written by Heiko C. in: Technisches | Schlagwörter: ,