Impactsuspect » 2010 » Juli » 09
Jul
09
2010
2

Abschließende Bemerkungen zur WM

Da haben uns Mathematiker, Physiker, Analysten (Also Börsenspekulanten) und weißnichtwer vorgerechnet, dass Deutschland die diesjährige WM gewinnen muss, doch nach dem Spiel gegen Spanien hat es sich in Deutschland erst einmal ausgetrötet.

Gott sei Dank. Erfrischend, nach einem Deutschlandspiel mal keine halbe Stunde Autokorso hören zu müssen, und auch die ganzen Deutschlandfahnen an den Autos haben mich langsam genervt. Von den rumtrötenden Kindern mal ganz abgesehen. Kaum machte man in den letzten Wochen das Fenster auf, hatte man einen guten Eindruck davon, wie sich wohl Benjamin Blümchens Familientreffen anhören würde.
Irgendjemand muss übrigens mal all die Fähnchen aus den Straßengräben sammeln, die sich durch den Fahrtwind von Autos gelöst haben. Die Fahrer der betreffenden Fahrzeuge tun es jedenfalls nicht.

Na ja. Also kein „Finaale, Oho! FinAAALÖ, OHOHOHO!!!“ diesmal. Soll mir recht sein. Und kein Fachmann konnte es vorhersehen. Kein menschlicher Fachmann, denn um den Spielausgang zu prophezeien brauchte es einen Kraken.
Der fröhliche, parapsychologisch begabte Kopffüßler hat – ehrlich wie er nun einmal ist – die Nationalität seines Brötchengebers ignoriert, und einfach mal gegen Deutschland, und für Spanien gestimmt.
Und wie wohl auch alle seine bisherigen Tipps zu Spielausgängen der WM 2010 war auch dieser richtig.

Was sagt uns das? Das sagt uns, dass ein Krake ohne Fußballvorwissen auch nicht schlechter die Zukunft vorhersagen kann, als ein Analyst, ein Physiker oder ein Statistiker. Wohlmöglich sogar besser, aber für Langzeitstudien wird der arme Paul leider nicht alt genug.
Wir sollten die Kraken die Banken leiten lassen, vielleicht geht es dann schnell raus aus der Krise!

Symbolbild: schon wimmelt es im Internet von Anti-Kraken-Propaganda. Der Krake soll hierbei einen Kraken darstellen.

Auch aus anderer Hinsicht ist das vorzeitige Ende der WM für Deutschland erfreulich:
Seit jeher ist es Tradition in der deutschen Politik eine Fußball-WM dazu zu benutzen, für den Bürger unvorteilhafte Gesetze schnell mal durchzuwinken, ohne dass die Medien allzu groß darüber berichten. So wurde in den letzten Wochen beschlossen die Krankenkassenbeiträge zu erhöhen. Allerdings nur auf Arbeitnehmerseite. Nicht nur das: In Zukunft dürfen die Krankenkassen über die Höhe von Zusatzgebühren auch noch völlig frei selbst bestimmen. Und Gesundheitsminister Rösler verkündet das auch noch stolz wie klein Fritzchen sein erstes Mal auf der großen Erwachsenentoilette.

Mehr Netto vom Brutto. Mehr Netto für die Krankenkassen von unserem Brutto, oder was?

Na ja, aber immerhin gibt es kein FinAAALÖÖÖH, und somit verschont man uns wohl vorerst mit den ganz dicken Kloppern.

Mögliche Geheimpläne der Regierung liegen wohl erst einmal auf Halde

Nur um eines ist es Schade: Man konnte an den Tagen der Deutschlandspiele immer herrlich gut essen gehen oder an den Strand. Sowohl Restaurants als auch der Strand waren dann immer schön leer.
Das werde ich schon ein wenig vermissen.

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Jul
09
2010
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Abschließende Bemerkungen zur WM

Da haben uns Mathematiker, Physiker, Analysten (Also Börsenspekulanten) und weißnichtwer vorgerechnet, dass Deutschland die diesjährige WM gewinnen muss, doch nach dem Spiel gegen Spanien hat es sich in Deutschland erst einmal ausgetrötet.

Gott sei Dank. Erfrischend, nach einem Deutschlandspiel mal keine halbe Stunde Autokorso hören zu müssen, und auch die ganzen Deutschlandfahnen an den Autos haben mich langsam genervt. Von den rumtrötenden Kindern mal ganz abgesehen. Kaum machte man in den letzten Wochen das Fenster auf, hatte man einen guten Eindruck davon, wie sich wohl Benjamin Blümchens Familientreffen anhören würde.
Irgendjemand muss übrigens mal all die Fähnchen aus den Straßengräben sammeln, die sich durch den Fahrtwind von Autos gelöst haben. Die Fahrer der betreffenden Fahrzeuge tun es jedenfalls nicht.

Na ja. Also kein „Finaale, Oho! FinAAALÖ, OHOHOHO!!!“ diesmal. Soll mir recht sein. Und kein Fachmann konnte es vorhersehen. Kein menschlicher Fachmann, denn um den Spielausgang zu prophezeien brauchte es einen Kraken.
Der fröhliche, parapsychologisch begabte Kopffüßler hat – ehrlich wie er nun einmal ist – die Nationalität seines Brötchengebers ignoriert, und einfach mal gegen Deutschland, und für Spanien gestimmt.
Und wie wohl auch alle seine bisherigen Tipps zu Spielausgängen der WM 2010 war auch dieser richtig.

Was sagt uns das? Das sagt uns, dass ein Krake ohne Fußballvorwissen auch nicht schlechter die Zukunft vorhersagen kann, als ein Analyst, ein Physiker oder ein Statistiker. Wohlmöglich sogar besser, aber für Langzeitstudien wird der arme Paul leider nicht alt genug.
Wir sollten die Kraken die Banken leiten lassen, vielleicht geht es dann schnell raus aus der Krise!

Symbolbild: schon wimmelt es im Internet von Anti-Kraken-Propaganda. Der Krake soll hierbei einen Kraken darstellen.

Auch aus anderer Hinsicht ist das vorzeitige Ende der WM für Deutschland erfreulich:
Seit jeher ist es Tradition in der deutschen Politik eine Fußball-WM dazu zu benutzen, für den Bürger unvorteilhafte Gesetze schnell mal durchzuwinken, ohne dass die Medien allzu groß darüber berichten. So wurde in den letzten Wochen beschlossen die Krankenkassenbeiträge zu erhöhen. Allerdings nur auf Arbeitnehmerseite. Nicht nur das: In Zukunft dürfen die Krankenkassen über die Höhe von Zusatzgebühren auch noch völlig frei selbst bestimmen. Und Gesundheitsminister Rösler verkündet das auch noch stolz wie klein Fritzchen sein erstes Mal auf der großen Erwachsenentoilette.

Mehr Netto vom Brutto. Mehr Netto für die Krankenkassen von unserem Brutto, oder was?

Na ja, aber immerhin gibt es kein FinAAALÖÖÖH, und somit verschont man uns wohl vorerst mit den ganz dicken Kloppern.

Mögliche Geheimpläne der Regierung liegen wohl erst einmal auf Halde

Nur um eines ist es Schade: Man konnte an den Tagen der Deutschlandspiele immer herrlich gut essen gehen oder an den Strand. Sowohl Restaurants als auch der Strand waren dann immer schön leer.
Das werde ich schon ein wenig vermissen.