Impactsuspect » 2010 » Juli
Jul
31
2010
3

Rabenvögel: Doublefeature – Nebelkrähe/Rebelkrähe

Manchmal ist es doch ganz nett, wenn der Autozug anhält, um einen Gegenzug durchzulassen. Dies hat zum Beispiel den Vorteil, dass man gemütlich das Fenster runter kurbeln, und Krähen fotografieren kann. So ist es mir heute nun endlich gelungen, zwei halbwegs eindeutige Bilder einer Nordfriesischen Nebelkrähe zu schießen.
Ich bitte für die schlechte Auflösung um entschuldigen, aber selbst mit voll genutztem Zoom, saß der scheue Vogel ein wenig weit weg.

In der Nähe einiger dieser Nebelkrähen saß scheinbar eine Rabenkrähe. Die Populationen der beiden Krähensorten mischen sich ja gerne einmal. Als ich mir zuhause das Bild genauer betrachtete, sah ich, dass diese Rabenkrähe einen weißen Tupfen im Nacken hat. Ich vermute mal, dass diese Krähe zumindest auch eine Nebelkrähe unter ihren Vorfahren hat.
Ich präsentiere die Rebelkrähe, den aus der Sage bekannten Mischling aus Rabenkrähe und Nebelkrähe:

Welch Glückstag, der mir den Fotobeweis für gleich zwei in Nordfriesland ansässige Rabenvögel bringt! Jetzt fehlt wirklich nur noch ein scharfes Bild von einer nordfriesischen Elster, und der Kolkrabe selbst. Sollte doch machbar sein, oder?

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: ,
Jul
27
2010
2

Schilder, wie man sie eigentlich nur aus Cartoons kennt…

Manche Schilder haben im Laufe der Jahrzehnte ihrer Diensttätigkeit schon eine Art Symbiose mit der Natur begründet. Im Gegensatz zu den „Schildern an merkwürdigen Orten“, sind die Schilder, um die es heute geht allerdings prinzipiell schon am richtigen Ort. Auch die Botanik um diese Schilder herum ist am richtigen Ort. Das dumme ist nur, dass die Botanik – sofern es sich nicht um Bonsai-Botanik oder ähnliches handelt – vor sich hin wächst. Ganz im Gegensatz zu einem Schild. Das Schild behält seine Höhe.
Hier ergeben sich gewisse Probleme, aber das sehen wir uns besser an einem konkreten Beispiel an. Das folgende Schild möchte ich „Arschloch-Schild“ nennen. Warum, das wird später klar werden:

Kommen Sie mit einem Auto an obiges Schild, und würden Sie weiterfahren wollen, dann würden Sie sich wahrscheinlich denken: „Hm… Durchfahrt ist nur für Anlieger. Na ja, ich hab ja ein Anliegen, darum bin ich wohl ein Anlieger. Höhö“, und weiterfahren. Sie klopfen sich im Geiste schon auf die Schulter, weil Sie durch diesen simplen Trick eine perfekte Ausrede parat haben, wenn jemand Sie anhält, um Ihnen die Durchfahrt zu verweigern.
Sie fahren um die Ecke, und freuen sich eine Abkürzung gefunden zu haben. Mental zählen Sie schon all die Minuten, die Sie in Zukunft einsparen werden, als Sie plötzlich vor so einer kleinen Gasse stehen:

Wie soll denn hier eine Durchfahrt überhaupt möglich sein? Immerhin sprach das Schild doch von einer Durchfahrt für Anlieger, oder? Sie fahren also mangels Wendemöglichkeit etwa 300 Meter rückwärts, bis Sie wieder an dem Schild angekommen sind, und betrachten es sich näher:

Vermutlich denken Sie jetzt: „So ein Arschlochschild“, obwohl ja eigentlich die Heckenrosen schuld sind.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Friesisches,Gesellschaftliches | Schlagwörter: , ,
Jul
24
2010
8

FDP zieht sich geschlossen aus der Politik zurück

Nun habe ich es vorhergesehen, und weil ich der Meinung war, dass es sich um eine sehr naheliegende Prognose handelte, habe ich schonmal diesen Verabschiedungsartikel geschrieben, für den Moment, wenn es denn passiert.
Noch gibt es keine Meldungen über den Rückzug der FDP. Schade. Vielleicht regelt sich das ja noch im Laufe des Vormittags, oder in den nächsten Tagen, vielleicht war ich ja nur ungenau. Wer weiß.
Auf jeden Fall will ich euch diesen Abschiedsartikel nicht vorenthalten, auch wenn er streng genommen *noch* nicht aktuell ist.

Heute Mittag um 10 Uhr wurde es verkündet: Die FDP hat keine Lust mehr auf die Politik, und zieht sich geschlossen als Partei zurück.
Der ehemalige Außenminister Westerwelle sagte bei der überraschend anberaumten Pressekonferenz: „Es gibt in diesem Leben mehr als die Politik. Zum Beispiel die Musik. Die FDP geht ab heute in die Unterhaltung.“
Auf erstaunte Blicke, offene Münder und panisch schreiende Jungreiche erwiderte Westerwelle, dass die Partei ab sofort in „Fröhliche Dandy-Parade“ umbenannt würde, und man sich mit einem Vollprogramm nun allen Sparten der Musik widmen würde. Besonders die Bestrebungen Rainer Brüderles und seiner selbst, auf dem Gebiet des Vaudeville viel zu erreichen, hob er hervor.
Auf die Frage, warum die FDP keine Politik mehr machen wolle, und ob dies mit den ständigen Angriffen der CSU zu tun habe, antwortete Westerwelle: „Unsinn! Der Entschluss in die Unterhaltungsindustrie zu wechseln steht schon lange fest. Seit der Bundestagswahl. Als wir so viele Prozente bekamen, wussten wir, dass wir in der Politik erst einmal alles erreicht haben, was möglich ist. Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist!“
Nach ein paar Sekunden unkonfortabler Stille fügte er hinzu: „…nun, ich gebe zu, wir haben den Entschluss vielleicht ein wenig verschleppt. Aber wir lassen uns unseren Schneid nicht abkaufen!“
Auf die Frage, warum man sich ausgerechnet die Musik als neues Betätigungsfeld gesucht hat, musste Westerwelle schmunzeln: „Na, hören Sie mal! Immerhin hatten wir ja auch den singenden Bundespräsidenten!“
Dann brach er mit dem verkleidet zwischen den Journalisten sitzenden Brüderle spontan in Gesang aus: „Das Publikum, war heute wieder wundervoll, und traurig klingt der Schlußakkord in Moll …“ sang er mit Brüderle im Duett.

Die Spitze der neugeborenen Musik-Vereinigung ließ dann die Presse mehr oder weniger ratlos zurück, lud aber alle zur ersten Gala-Vorstellung der FDP in die Dresdener Semper-Oper, welche noch am Abend des selben Tages stattfinden sollte.

Derweil herrscht in der Regierung in Berlin ein heilloses Chaos: Angela Merkel findet sich plötzlich am Kopf einer Minderheitsregierung wieder, ein Drittel der Ministerposten ist nicht mehr besetzt.
Auf die Frage wie es nun weitergehen solle, sagte die eilig aus dem Urlaub am Wolfgangsee heimgekehrte Kanzlerin konkret:
„Diesem muss man entschlossen begegnen. Es ist eine Herausforderung, der man ja auch entschlossen begegnen können sollen müsse.
Dabei soll die Demokratie eine wichtige Richtschnur sein, bei der Begegnung… der entschlossenen Begegnung ….mit diesem. Ich würde Ihnen danken, wenn Sie jetzt weiter keine Fragen mehr an mich richten würden. Danke.“
Konkreter wurde die Kanzlerin nicht.

Eiligst hat die Kanzlerin im Laufe des Nachmittags dann ein Superministerium gegründet, das „Bundesministerium für Außen, Justitz, Gesundheit, Wirtschaft, Entwicklung und Vizekanzlerei (BMAJGWEV)“, dem vorerst Edmund Stoiber widerstrebend vorsteht.

Den lustigen Abend in der Semperoper, die Premiere der „Fröhlichen Dandy-Parade“, leitete dann Silvana Koch-Mehrins Interpretation von „Girls just want to have fun“ ein. Dieser Auftritt stand ganz im Zeichen der 80er Jahre.
Kulissen bildeten die Berliner Mauer nach, und Frau Koch-Mehrin war ähnlich gekleidet und frisiert wie Madonna in ihrem Video zu „Like a Virgin“.
Dann ging es weiter mit den Röslerchören, die den Chor der Gefangenen aus Nabucco und eine Art Medley aus Stücken der Carmina Burana zum besten gaben.
Rösler dirigierte wie ein Weltmeister, und man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Sänger – allesamt ehemalige Staatsseketäre – heimlich geübt haben müssen.
Unvergessen bleibt dann Frau Leutheusser-Schnarrenbergers Interpretation von „Memories“ aus Cats. Auch in ihr Kostüm muss sehr viel Aufwand, Geld und Liebe geflossen sein.
Das Kernstück und der Abschluss des Konzertes bildete dann eine Reihe von Duetten, gesungen von Westerwelle & Brüderle, die ganz im Zeichen des Vaudeville alte Musicalperlen trällerten. Unter anderem „Cheek to Cheek“, „Summertime“, „Puttin‘ on the Ritz“ und „I am a dentist“ aus Little shop of horrors. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das letzte Lied speziell an die ehemalige Wählerschaft gerichtet hat. Quasi ein Apell der FDP weiterhin die Treue zu halten, auch wenn sie die Sparte gewechselt hat.

Nach dem Auftritt äußerten sich einige der Künstler zu der Frage nach ihren Zukunftsplänen.
Dr. Guido Westerwelle gestand, dass er seit September 2009 fast rund um die Uhr an einem autobiografischen Musical schreibt, das fast fertig sei. Er habe noch niemanden gefunden, der es produzieren möchte, aber das sei gewiss nur eine Frage der Zeit.
Außerdem möchte der ehemalige Außenminister einen Film über sein Leben drehen, ganz im Stile von Eminems „8 mile“ und Daniel Küblböcks „Daniel der Zauberer“.
Rainer Brüderle, der frischgebackene Ex-Wirtschaftsminister gestand, dass es schon immer ein Traum von ihm gewesen sei, an der Mailänder Scala in Mozarts Zauberflöte die Königin der Nacht zu singen. Sein Kolleratursopran sei zwar ein wenig eingerostet, aber mit etwas Übung würde er sicher das nötige mitbringen, konstatierte er selbstbewusst.
Ebenso sei ein Duett mit dem Finanzminister ein Herzenswunsch von ihm. Brüderle und Schäuble sind in ihrer gemeinsamen Zeit im Bundeskabinett zu sehr guten Freunden geworden. „Man kann nicht in der Politik gemeinsam in einer Koalition miteinander arbeiten, ohne sich irgendwann sehr zu schätzen zu wissen, auch wenn man von verschiedenen Parteien ist.“, erklärte Brüderle sich uns gegenüber.

Ein wenig vermisst haben wir Dirk Niebel an diesem Abend. (Nun eigentlich ist „vermisst“ das falsche Wort, aber wir haben eine Liste mit den ehemaligen FDP-Ministern abgeglichen, und da war er halt mit dabei. Da fiel uns auf, dass er nicht auf der Bühne war.)
Die Abwesenheit des ehemaligen Entwicklungsministers erklärte Dr. Westerwelle aber dann wie folgt: „Heute haben wir nur Stücke anderer Komponisten zum besten gegeben. Herr Niebel, der Dirk, arbeitet aber an exklusiver Musik, die er nur für uns schreibt. Sie wird alle Themen ansprechen, die uns auch schon in der Politik bewegt haben. Zum Beispiel mehr Brutto vom Netto, und so. Sie dürfen gespannt sein!“
In der Tat, wir sind gespannt.

Der nächste Auftritt der Fröhlichen Dandy-Parade wird voraussichtlich erst im Herbst zu sehen sein, dann soll nämlich die Deutschlandtour unter dem Motto „Leistungsbeschleunigungsgesang“ beginnen.

Written by Heiko C. in: Esoterisches,Lustiges,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Jul
23
2010
3

Schilder an merkwürdigen Orten

Wir gehen durch den Wald. Mitten im tiefsten Dickicht fällt uns ein Schild auf:

Als an Schildern generell interessierte Menschen gehen wir näher ran, bis wir mitten zwischen den Bäumen, abseits jedes Waldwegs stehen. Und wir sehen folgendes:

Weit und breit ist weder ein Zaun, noch sonst eine Abgrenzung zu sehen. Nur eben dieses Schild, an einem Baum inmitten von hunderten anderer Bäume. Die Schrauben (!!!) mit denen das Schild am Baum befestigt wurde sind schon sehr verrostet, Schilder wie dieses werden schon seit Jahrzehnten verkauft, und da das Schild aus durch die Witterung unkaputtbarem Plastik ist, lässt sich schwer sagen, wie lange es schon da hängt.
Hat irgendein Scherzbold mit einem seltsamen Sinn für Humor dieses Schild hier aufgehängt? War hier mal ein Grundstück, das Mutter Natur mit überirdischem Baumwachstum im Laufe der Jahrzehnte, die das Schild schon hängen mag, zurückerobert hat?
Wohnen hier Waldelfen? Oder wird dieser spezielle Baum etwa gar vom magischen Wurzelgnom Görgelbrecht bewohnt? Gilt nicht eigentlich das Waldrecht, wenn kein Zaun da ist, auch wenn irgendeiner hier ein Schild aufgehängt hat? Wer schraubt Schilder in Bäume?
Fragen über Fragen, und keine Antwort in Sicht.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Linguistisches | Schlagwörter:
Jul
21
2010
4

Breitseitenschilder

Es gibt Schilder, die einem wortgenau verbieten Donnerstags zu parken, oder die am Wochenende zwischen 7 und 19 Uhr die Geschwindigkeit begrenzen. So hoch spezialisiert kann die Botschaft eines Schildes sein.

Hier sieht es jedoch anders aus:

Etwas ist verboten. Und etwas ist gefährlich. Was? Das Schild bleibt uns die Antwort schuldig.
Ein Mann und ein Kind sind auf dem Schild dargestellt, die Ball spielen. Ein kleiner Terrier sieht von etwas weiter weg zu.
Ist also das Ballspielen verboten? Weil Gefahr durch Terrier droht? Oder ist Hunden der Zutritt verboten, weil das Herumkicken eines Balles zu Verletzungen führen kann?
Am besten, man lässt gleich alles sein, wenn man dieses Schild sieht. Nur, um auf Nummer sicher zu gehen. Immerhin ist da etwas gefährlich.

Written by Heiko C. in: Friesisches,Gesellschaftliches,Linguistisches | Schlagwörter: ,
Jul
20
2010
1

Rabenvögel – An den merkwürdigsten Stellen: Strandkrähen

Wie ich schon berichtet habe, machen Krähen dann doch lieber einen großen Bogen um Möven, da letztere größer, stärker und boshafter sind.
Heute war ich jedoch an einem Ort, den man eigentlich eher zum Möventerritorium zählen dürfte, nämlich am Westerländer Strand:

Zwischen den schier unzähligen Strandkörben scheint sich jedoch eine kleine Nische für Krähenvögel aufgetan zu haben. Vielleicht weil die sonst so dreisten Möven doch lieber einen Bogen um all zu große Menschengruppen machen.
Möven haben zwar ein Gespür dafür, wann man im Sturzflug vom Himmel sausen kann, um sich der Pommestüte eines kleinen Kindes zu bemächtigen, aber sie sind auch schlau genug, gleich wieder gen Himmel zu starten.
Krähen hingegen sind oft auch zufrieden mit dem, was Menschen sowieso fallen lassen. Kein Grund zum Stress also, und kein Grund, wie ein Verbrecher seinen Beutezug zu planen.

In aller Seelenruhe schreitet die Krähe zwischen den verwaisten Strandkörben umher. Es ist erst kurz nach neun Uhr morgens. Es sind zwar schon Menschen am Strand, aber noch ist es leer genug, dass das Tier sich nicht bedroht fühlt.
Die leeren Strandkörbe stehen ja auch in der letzten Reihe, die Menschen halten sich jedoch näher am Wasser auf.

Man sieht: Die Krähe ist sich nicht zu schade, im Sand herumzuwühlen. Hier hat sie jedoch nichts gefunden.

Endlich: Der Lohn nach etwa 10 Minuten des herumsuchens und pickens. Die Krähe hat etwas essbares gefunden, und verspeist es sogleich.
Danach hat sich die Krähe noch etwa 5 Minuten am Strand aufgehalten, und ist dann über die Dünen gen Stadt verschwunden. Vermutlich hat sie sich den Strand ergiebiger vorgestellt.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: , ,
Jul
18
2010
1

Kreative Nutzung der überhitzten ICEs

Written by Heiko C. in: Lustiges,Technisches | Schlagwörter: ,
Jul
17
2010
11

Things to come

Wie einige meiner Leser eventuell schon wissen, habe ich ja irgendwann einmal einen Hellsehselbstversuch gemacht: Im Frühjahr machte ich einige Prognosen in verschiedenen Graden von Ungenauigkeit, und freute mich später im Jahr über die mehr oder weniger erfolgreiche Trefferquote.

Das ist die Pflicht des Propheten, aber „Im Laufe des Jahres tritt ein Politiker zurück“ vorauszusagen, ist nicht weiter schwer. Mittlerweile ist es noch nicht einmal sehr schwer mit solch einer Voraussage recht zu haben, wird die Liste von Politpromis doch immer länger, die einfach keine Lust mehr haben.


Zweitpersönlichkeit für’s Wahrsagen.

Die Kür ist jedoch etwas anderes: Die Prophezeihung! Und damit meine ich nicht einzelne Vorhersagen, sondern das große Ganze. Elaboriert geschwafeltes Sehertum ist das Ziel. „In der Zukunft werden sie Wagen ohne Pferde fahren“ zum Beispiel, oder „Die USA wird in sechs Staaten zerfallen“. Das ist doch schon ein ganz anderes Kaliber.
Nun habe ich auf Twitter hin und wieder versucht Schlagzeilen der Zukunft zu erahnen, dies eher ungezielt und instinktiv. Hier im Blog werde ich versuchen diese Schlagzeilen nach Datum zu ordnen, und die Lücken zwischen ihnen zu schließen, so daß ein Gesamtbild unserer Zukunft entsteht.

Nachfolgende Generationen werden beurteilen müssen, wie akkurat diese Vollblutprophezeihung ist.

ZukunftsNews:

Vorausgesehene Schlagzeilen ohne spezifisches Datum:

  • Morgen: ZDF verpflichtet sich nach Rüge nur noch hofberichterstattende Satire zu machen. Nur noch Witze über Linke erlaubt. (Anm: Können wir wohl als eingetreten ansehen)
  • Nach Neuwahlen: Ampel auf Bundesebene schockt… ….alle eigentlich. Besonders die SPD.
  • Bundespräsidenten ab 2000: Rau, Köhler, Wulff, Koch, Pofalla, Westerwelle, Fischer, Bohlen…

Datierte Vorhersagen:

20.6.2010 Um bei der Jugend zu punkten, schlägt die CDU Patrick Lindner für das Amt des Bundespräsidenten vor. (Anm: Gut, das ist jetzt nicht passiert. Aber ein faules Ei ist immer dabei.)

30.6.2010 Phoenix bringt eine Talkrunde zum Thema Internet mit dem Namen: „DAS INTERNET WILL UNS ALLE UMBRINGEN!11 TUT WAS!!“ (Anm: Da finde ich, war ich nah genug dran.)

12.7.2010 Auf Initiative des Grünenpolitikers Volker Beck treten die Grünen geschlossen ihrer Mutterpartei SPD bei. (Anm: Nicht eingetreten. Wahrscheinlich stimmt nur das Datum nicht.)

24.7.2010 Nach dem Rücktritt Köhlers und Kochs schockt die FDP Deutschland, indem sie sich aus der Politik zurückzieht. (Anm: Ein paar Tage sind da ja noch Zeit.) Update dazu: LINK!

17.8.2010 Demokratie ermöglicht zu viele Verbrechen – CDU für Abschaffung

30.8.2010 Nach der Fusion der Grünen mit der SPD: Kurt und Volker Beck leiten die SPD fortan in Doppelspitze.

Oktober 2010 Junge Union rudert beim Pornoverbot zurück. Zu weit. Videoplattform JU-Porn gegründet.

Dezember 2010 – DB ersetzt die Heizungen in ICEs durch zusätzliche Klimaanlagen, zur Lösung des sommerlichen Hitzeproblems.

13.5.2011 Elektronische Fußfessel für HartzIVler beschlossen.

11.7.2011 Elektronische Fußfessel zu teuer. Koalition beschließt statt dessen mechanische Fußfessel für HartzIVler.

12.10.2011 Für das von Pannen geplagte Atomkraftwerk Krümmel hat Vattenfall 70.000 Jahre Laufzeit ersteigert.

14.5.2012 Bei World of Warcraft kann man jetzt nur noch elektronische Abbilder seiner selbst spielen. Aus Sicherheitsgründen.

2.9.2013 Klaus Kleber Kanzlerkandidat für die CDU.

17.7.2013 Bundesregierung schafft Wahlen ab, weil „der Wähler an sich“ ja sowieso nicht mehr bei der Sache zu sein scheint.

26.11.2013 In Berlin wird das erste vollständig autonom funktionierende Super-Hochhaus ohne Ausgänge fertiggestellt. Diese neuartigen „Präkariatsheimstätten“ werden als humane Lösung des Problems der herumhungernden Arbeitslosen gefeiert.

17.10.2014 Die Piratenpartei Deutschland gründet eine Lotterie für Nerds mit dem Namen „Ein Platz an der Steckdose“.

1.5.2014 Auch in Frankfurt, Hamburg und München entstehen Präkariatsheimstätten, in denen sich HartzIV-Empfänger auch ohne ihre Fußfesseln bewegen dürfen.

4.3.2015 Deutsches Burkaverbot tritt in Kraft. Integrationsministerin Göbeleimer rät muslimischen Frauen zu Merkelmasken aus Latex.

16.04.2015 Vizekanzlerin Ursula von der Leyen betet mit den hungernden HartzIV-Kindern von Kreuzberg.

13.7.2015 Der ehemalige CDU-Politiker Jürgen Rüttgers verschmilzt mit seinem Dienstwagen, und bereist fortan die Welt, um Verbrecher zu fangen und Menschen zu helfen. Fernsehserie über seine Abenteuer ist in Planung.

16.12.2016 Völlig isoliert lebt Karl-Theodor zu Gutteberg auf Neuschwanstein. „Rumpelstilzchen“ brachte Fass zum überlaufen.

23.1.2017 Edmund Stoiber kehrt an die Führungsspitze der CSU zurück, und verfolgt fortan eine Politik des kybernetischen Transhumanismus. Um mit gutem Beispiel voran zu gehen, lässt er sich einen Quantencomputer in die Großhirnrinde implantieren.

5.11.2017 Arbeitslosengeld bekommen jetzt nur noch Menschen ausgezahlt, die noch arbeiten. Immerhin sind sie Leistungsträger.

6.6.2020 Um Schwerpunkt auf Datenschutz zu setzen nennen sich Piraten nun „die Privaten“. Irritierter Peter Klöppel tritt bei.

18.6.2022 Bei Großdemonstration werfen Demonstranten Konfetti nach Polizisten. Die Medien machen daraus einen „Napalmangriff“.

16.5.2022 Bundeskanzlerin Ilse Aigner und Bundespräsident Wiefelspütz beraten die weitere Vorgehensweise nach dem 3.Schmürz.

31.3.2023 Edmund Stoiber verliert einen Arm bei einem Rollerball-Unfall, und nimmt dies zum Anlass beide Arme durch Roboterarme ersetzen zu lassen.

27.8.2024 Terroranschlag in den Guido-Westerwelle-Präkariatsheimstätten. Flügel radikaler HartzIV-Pädagogen bekennt sich.

6.12.2025 Zum Nikolaustag wird das Apple „Kackdings“ vorgestellt. Es ist größer, kann fast gar nichts, ist dafür aber teurer.

Sommer 2028 Edmund Stoiber kommt durch immer neue kybernetische Implantationen mehrfach auf Seite 1 der Online-Medien. Ein großes Boulevardblog nennt ihn fortan „Cyber-Stoiber“

16.2.2034 Das neue mobilePHONE(tm) von OCP explodiert, wenn man versucht es zu modden. Sprecher von OCP dazu: „It’s not a bug. It’s a feature!“

30.6.2034, Bonn 27jähriger stirbt, weil sein mobilePHONE(tm) in die Luft fliegt. Sprecher von OCP zu dem Vorfall: „Hätt‘ er halt nicht dran rumgefrickelt!“

17.8.2034 Weltweit bricht die Ölindustrie zusammen, da man mittlerweile auch verseuchtes Meerwasser tanken kann.

1.1.2040 Düstere Prognose: In spätestens 20 Jahren wird das Meer leergetankt sein.

19.10.2050 Vierzig Jahre nach dem Ende der FDP wird die Zeit mit ihr romantisch verklärt. Eine wahre neoliberale Nostalgiewelle überrollt das Land.

15.3.2051 Das Musical „Westerwelle“ wird uraufgeführt. Der Song „Ich bin ein Wahlfangkäpt’n von der FDP“ gewinnt einen Preis.

8.8.2051: 320.000 Menschen nehmen am traditionellen Kotz-vor-den-Reichstag-Flashmob teil.

6.9.2061 Globo-Rüttgers startet in den Weltraum. Er verspricht seinen Anhängern mit der „Weisheit der Galaxis“ zurückzukehren.

14.4.2062 Union spaltet sich endgültig in CDU, CSU, CDSU, UCDU und Spartakochbund auf. Alle werfen sich gegenseitig Koalitionsunfähigkeit vor.

19.8.2075 Linkspartei beendet Sondierungsgespräche mit Piraten, da diese sich nicht von Raubkopierervergangenheit distanzieren.

23.8.2105 Bau der Mondbasis „Adenauer I“ verzögert sich wegen Beschlusses zum Einbau von Krötentunneln.

14.6.2130 Nach fast siebzig Jahren kehrt Galakto-Rüttgers von seinem neuen Heimatplaneten auf die Erde zurück.

31.7.2135 Galakto-Rüttgers und Cyber-Stoiber brechen epischen Endkampf vom Zaume, in dem Bielefeld zerstört wird.

2.2.2222 In Berlin wird die Religion der Merkelisten gegründet. Sie verehren die „große Kanzlerin“, unterstützen die großen Energiekonzerne, und betreiben rituelle Videoüberwachung.

16.4.2288 Krise in der Religionsgemeinschaft der Merkelisten: Reformer sagen sich von den orthodoxen Gläubigen los. Die „reformierten Merkeliten“ fordern, dass auch Männer Priester werden dürfen.

23.8.2290 Papst Justin Bieber VIII. lockert das Blaue-T-Shirts-Verbot in der katholischen Kirche. Pink bleibt verboten.

23.4.2412 Nach langen Jahren gewinnt Cyber-Stoiber den Kampf mit Galakto-Rüttgers, und wird zum Weltherrscher ernannt.

14.3.2528 Rebellen reformiert-merkelitischen Glaubens greifen Cyber-Stoibers Pyramide im Erdorbit an. Es gibt kaum Opfer.

8.10.2552 Blutige Kämpfe zwischen reformierten Merkeliten und orthodoxen Merkelisten in der Uckermark. Kohldenkmal wird zerstört.

2.2.2567 Orthodoxen Merkeliten gelingt mit Unterstützung des Spartakochbundes die Zerstörung Cyber-Stoibers Pyramide im Erdorbit.

31.12.2568 Versuche der UCDU, Galakto-Rüttgers zu klonen, scheitern. Cyber-Stoiber zerstört zur Warnung Hawaii und Island.

Nachwort:
Ich bin mir im klaren darüber, dass ich kaum etwas über den Zustand der Welt oder die weltpolitische Lage gesehen habe. Die meisten meiner Vorhersehungen sind auf Deutschland beschränkt. Aber vielleicht lässt sich ja aus diesen ein einheitliches Bild der Welt hochrechnen.
Na ja, eines ist klar: Ich warte gespannt auf den 24 Juli. 🙂

Written by Heiko C. in: Esoterisches | Schlagwörter: , ,
Jul
15
2010
8

Macht bloss nicht diesen DeMail-ePost-Kram!

Braucht ihr sowieso nicht, also lasst es! Diese neue staatliche eMail-Adresse soll angeblich sicherer und einfacher sein, in Wirklichkeit verbergen sich hinter dem Konzept im Vergleich zur herkömmlichen eMail tonnenweise Nachteile.

Bei Datenspeicherung.de (LINK) kann man die ganzen datenschutzrechtlichen Bedenken nachlesen, die Netzpolitik.org (wenn ihr den anderen Link schon nicht geklickt habt, dann klickt wenigstens diesen LINK) kurz zitiert.
Im großen und ganzen läuft es darauf hinaus, dass staatliche Stellen lustig in der eigenen ePost herumlesen dürfen, die Mails zentral und personenbezogen gespeichert werden und private dürfen sogar Auskunft über den Inhaber eines DeMail-Kunden verlangen.

Im Reizzentrum (LINK) sieht man sich die AGBs genauer an, und findet so viele Nachteile am neuen System, dass kein klar denkender Mensch es mehr praktisch finden kann:
Im Gegensatz zur herkömmlichen Mail kostet die DeMail Geld, man bezahlt für die Zustellung einer eMail so viel wie für einen Postbrief, was ja irgendwie schon ziemlich frech ist. Außerdem verpflichtet sich der DeMail-Kunde sein langwierig unter Einsatz des Personalausweises erworbenes DeMail-Konto täglich (sic) zu prüfen, ob nicht vielleicht Amtspost angekommen ist.
Desweiteren trägt der Kunde nun auch im Gegensatz zur Briefpost die Beweislast, wenn es darum geht, ob eine Mail angekommen ist oder nicht.
Zu guter letzt behält sich die Post vor, dass der Dienst für drei Wochen bis X pro Jahr nicht erreichbar ist oder gewartet wird. Das macht die Pflicht, täglich nachzuschauen, natürlich besonders albern.

Diese und weitere Fallstricke kann man auch bei heise (LINK) nachlesen.

Nachtrag:
Ich wurde in den Kommentaren gerade darauf hingewiesen, dass ePost (LINK) und DeMail (LINK) zwei unterschiedliche Konzepte sind. So wie ich das verstanden habe, ist ersteres ein Angebot der Post, und zweiteres ist so etwas wie eine staatliche eMailadresse. Die ersten zwei Links oben im Text beziehen sich dann wohl auf die DeMail, der dritte auf ePost, und der letzte scheinbar auf beides. Die Dienste sind aber beide wohl nicht empfehlenswert.

Jul
12
2010
--

Immer die Fahrradfahrer…

In Bezug auf die Fahrradfahrer habe ich bereits schon die „Roboterkiller“ vorgestellt, die konstatieren, dass Vernünftige nicht Fahrrad fahren, und es allen anderen verbieten. Im Schilderwald sind diese exotischen Vertreter allerdings nur die Spitze des Eisbergs, gerade wenn es um Schilder mit Ver- und Geboten rund um den geliebten Drahtesel geht.

Als erstes ein gutes Beispiel. Ein Schild, dass alles richtig macht. Es bleibt höflich – wenn auch nicht gerade poetisch, wie die Höflichkeitsschilder – und appeliert an unseren Anstand, ohne zu schlaumeiern, wie etwa die Roboterkiller es tun.

Wir werden nicht nur höflich gebeten, keine Fahrräder abzustellen, wir erfahren auch, wer uns bittet. „Die Verwaltung“ in diesem Fall. Gut, das ist jetzt nicht sehr spezifisch, aber es ist anzunehmen, dass „die Verwaltung“ eben auch die Wände verwaltet, an denen keine Fahrräder abgestellt werden sollen. Durch solch ein Schild fühlt man sich weder bevormundet noch gegängelt, und schon gar nicht verarscht.

Dem nächsten Schild sieht man das hohe Alter schon an. So hat man es also früher gemacht:

Dieses Schild befiehlt uns – mehr oder weniger zackig – vom Fahrrad abzusteigen. Es sagt uns nicht warum und wozu, und das Ausrufezeichen fehlt. Erstaunlich, denn Schildermacher gehen mit diesem ja sonst nicht gerade sparsam um. Hier hätte es einmal gepasst, obwohl es das Schild natürlich auch nicht höflicher, noch die Botschaft nachvollziehbarer,  gemacht hätte.
Immerhin erfahren wir, wer uns befiehlt: Der Bürgermeister. Wenigstens weiß man nun, wo man sich über den rüden Ton beschweren kann.

Die Regel sind leider immer noch die nominalphrasierten Schilder. Sie sind unpersönlich und versuchen trotzdem Autorität zu vermitteln. Wie das geschieht, kann man an folgendem Schild sehen:

Dieses Schild teilt keine Befehle aus, und es bittet auch nicht. Es präsentiert einen Satz mit dem Verb „ist“ wie ein Faktum. „Das Abstellen von Fahrrädern ist hier nicht erlaubt“ stellt es uns als Wahrheit hin. Rosen sind rot, Veilchen sind blau und das Abstellen von Fahrrädern ist hier nicht erlaubt.
In zweifacher Hinsicht schummelt das Schild:

1.) Das Schild scheint uns nichts vorzuschreiben, noch enthält es eine Botschaft von jemandem. Es scheint einfach nur eine Wahrheit des Universums preiszugeben. Das ist jedoch nicht der Fall. Das Schild hat ja immerhin jemand aufgehängt. Wer das ist, erfahren wir nicht. Der Verfasser bleibt anonym.

2.) Statt ein Verbot zu enthalten, beschreibt uns das Schild den Zustand des „Nicht-erlaubt-seins“. Man kann also nicht fragen, wer das Verbot ausspricht, weil es ja gar keines gibt. Es gibt nur eben keine Erlaubnis. Hier arbeitet das Schild mit ähnlichen Tricks wie auch viele Politiker.

Jetzt noch ein sehr merkwürdiges Beispiel:

Das Schild beginnt vielversprechend: Es spricht einen persönlich, vertraulich an und es sagt uns, wo wir unsere Fahrräder abstellen können. Ein Verbot spricht es nicht aus, auch kein negatives Gebot. Statt dessen droht es allen, die ihre Fahrräder hier abstellen ohne Umschweife.
Durch den rüden Ton im letzten Satz und die Hervorhebung durch Unterstreichung bekommt die freundlich vertrauliche Begrüßung des Schildes einen ganz üblen Beigeschmack.
Auch die Wortwahl ist interessant: „Beseitigt“ werden die Fahrräder. Was soll das heißen? Wenn in Krimis jemand von „Beseitigen“ spricht, so ist dies meist ein Euphemismus für die sprichwörtlichen „Betonschuhe“ mit anschließendem „Bad“ im Fluß. Und dann auch noch kostenpflichtig, man soll den Beton also auch noch selbst bezahlen?!
Wenn man ein wenig über das Schild grübelt, fallen einem alternative, ähnlich absurde, letzte Sätze ein:

  • „Es wäre doch schade, wenn Ihr Fahrrad einen bedauerlichen Unfall erleidet.“
  • „Wenn Sie Ihr Fahrrad hier abstellen, werden wir uns um Ihr Fahrrad kümmern.
  • „Hier abgestellte Fahrräder betreten eine Welt des Schmerzes.“

Die Stellplätze auf dem Bahnhofsvorplatz sind vermutlich also als „ein Angebot“ gemeint, „dass man als Fahrradfahrer nicht ablehnen kann“.

Wer denkt sich sowas aus?

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Linguistisches,Lustiges | Schlagwörter: ,

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Jul
31
2010
3

Rabenvögel: Doublefeature – Nebelkrähe/Rebelkrähe

Manchmal ist es doch ganz nett, wenn der Autozug anhält, um einen Gegenzug durchzulassen. Dies hat zum Beispiel den Vorteil, dass man gemütlich das Fenster runter kurbeln, und Krähen fotografieren kann. So ist es mir heute nun endlich gelungen, zwei halbwegs eindeutige Bilder einer Nordfriesischen Nebelkrähe zu schießen.
Ich bitte für die schlechte Auflösung um entschuldigen, aber selbst mit voll genutztem Zoom, saß der scheue Vogel ein wenig weit weg.

In der Nähe einiger dieser Nebelkrähen saß scheinbar eine Rabenkrähe. Die Populationen der beiden Krähensorten mischen sich ja gerne einmal. Als ich mir zuhause das Bild genauer betrachtete, sah ich, dass diese Rabenkrähe einen weißen Tupfen im Nacken hat. Ich vermute mal, dass diese Krähe zumindest auch eine Nebelkrähe unter ihren Vorfahren hat.
Ich präsentiere die Rebelkrähe, den aus der Sage bekannten Mischling aus Rabenkrähe und Nebelkrähe:

Welch Glückstag, der mir den Fotobeweis für gleich zwei in Nordfriesland ansässige Rabenvögel bringt! Jetzt fehlt wirklich nur noch ein scharfes Bild von einer nordfriesischen Elster, und der Kolkrabe selbst. Sollte doch machbar sein, oder?

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Jul
27
2010
2

Schilder, wie man sie eigentlich nur aus Cartoons kennt…

Manche Schilder haben im Laufe der Jahrzehnte ihrer Diensttätigkeit schon eine Art Symbiose mit der Natur begründet. Im Gegensatz zu den „Schildern an merkwürdigen Orten“, sind die Schilder, um die es heute geht allerdings prinzipiell schon am richtigen Ort. Auch die Botanik um diese Schilder herum ist am richtigen Ort. Das dumme ist nur, dass die Botanik – sofern es sich nicht um Bonsai-Botanik oder ähnliches handelt – vor sich hin wächst. Ganz im Gegensatz zu einem Schild. Das Schild behält seine Höhe.
Hier ergeben sich gewisse Probleme, aber das sehen wir uns besser an einem konkreten Beispiel an. Das folgende Schild möchte ich „Arschloch-Schild“ nennen. Warum, das wird später klar werden:

Kommen Sie mit einem Auto an obiges Schild, und würden Sie weiterfahren wollen, dann würden Sie sich wahrscheinlich denken: „Hm… Durchfahrt ist nur für Anlieger. Na ja, ich hab ja ein Anliegen, darum bin ich wohl ein Anlieger. Höhö“, und weiterfahren. Sie klopfen sich im Geiste schon auf die Schulter, weil Sie durch diesen simplen Trick eine perfekte Ausrede parat haben, wenn jemand Sie anhält, um Ihnen die Durchfahrt zu verweigern.
Sie fahren um die Ecke, und freuen sich eine Abkürzung gefunden zu haben. Mental zählen Sie schon all die Minuten, die Sie in Zukunft einsparen werden, als Sie plötzlich vor so einer kleinen Gasse stehen:

Wie soll denn hier eine Durchfahrt überhaupt möglich sein? Immerhin sprach das Schild doch von einer Durchfahrt für Anlieger, oder? Sie fahren also mangels Wendemöglichkeit etwa 300 Meter rückwärts, bis Sie wieder an dem Schild angekommen sind, und betrachten es sich näher:

Vermutlich denken Sie jetzt: „So ein Arschlochschild“, obwohl ja eigentlich die Heckenrosen schuld sind.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Friesisches,Gesellschaftliches | Schlagwörter: , ,
Jul
24
2010
8

FDP zieht sich geschlossen aus der Politik zurück

Nun habe ich es vorhergesehen, und weil ich der Meinung war, dass es sich um eine sehr naheliegende Prognose handelte, habe ich schonmal diesen Verabschiedungsartikel geschrieben, für den Moment, wenn es denn passiert.
Noch gibt es keine Meldungen über den Rückzug der FDP. Schade. Vielleicht regelt sich das ja noch im Laufe des Vormittags, oder in den nächsten Tagen, vielleicht war ich ja nur ungenau. Wer weiß.
Auf jeden Fall will ich euch diesen Abschiedsartikel nicht vorenthalten, auch wenn er streng genommen *noch* nicht aktuell ist.

Heute Mittag um 10 Uhr wurde es verkündet: Die FDP hat keine Lust mehr auf die Politik, und zieht sich geschlossen als Partei zurück.
Der ehemalige Außenminister Westerwelle sagte bei der überraschend anberaumten Pressekonferenz: „Es gibt in diesem Leben mehr als die Politik. Zum Beispiel die Musik. Die FDP geht ab heute in die Unterhaltung.“
Auf erstaunte Blicke, offene Münder und panisch schreiende Jungreiche erwiderte Westerwelle, dass die Partei ab sofort in „Fröhliche Dandy-Parade“ umbenannt würde, und man sich mit einem Vollprogramm nun allen Sparten der Musik widmen würde. Besonders die Bestrebungen Rainer Brüderles und seiner selbst, auf dem Gebiet des Vaudeville viel zu erreichen, hob er hervor.
Auf die Frage, warum die FDP keine Politik mehr machen wolle, und ob dies mit den ständigen Angriffen der CSU zu tun habe, antwortete Westerwelle: „Unsinn! Der Entschluss in die Unterhaltungsindustrie zu wechseln steht schon lange fest. Seit der Bundestagswahl. Als wir so viele Prozente bekamen, wussten wir, dass wir in der Politik erst einmal alles erreicht haben, was möglich ist. Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist!“
Nach ein paar Sekunden unkonfortabler Stille fügte er hinzu: „…nun, ich gebe zu, wir haben den Entschluss vielleicht ein wenig verschleppt. Aber wir lassen uns unseren Schneid nicht abkaufen!“
Auf die Frage, warum man sich ausgerechnet die Musik als neues Betätigungsfeld gesucht hat, musste Westerwelle schmunzeln: „Na, hören Sie mal! Immerhin hatten wir ja auch den singenden Bundespräsidenten!“
Dann brach er mit dem verkleidet zwischen den Journalisten sitzenden Brüderle spontan in Gesang aus: „Das Publikum, war heute wieder wundervoll, und traurig klingt der Schlußakkord in Moll …“ sang er mit Brüderle im Duett.

Die Spitze der neugeborenen Musik-Vereinigung ließ dann die Presse mehr oder weniger ratlos zurück, lud aber alle zur ersten Gala-Vorstellung der FDP in die Dresdener Semper-Oper, welche noch am Abend des selben Tages stattfinden sollte.

Derweil herrscht in der Regierung in Berlin ein heilloses Chaos: Angela Merkel findet sich plötzlich am Kopf einer Minderheitsregierung wieder, ein Drittel der Ministerposten ist nicht mehr besetzt.
Auf die Frage wie es nun weitergehen solle, sagte die eilig aus dem Urlaub am Wolfgangsee heimgekehrte Kanzlerin konkret:
„Diesem muss man entschlossen begegnen. Es ist eine Herausforderung, der man ja auch entschlossen begegnen können sollen müsse.
Dabei soll die Demokratie eine wichtige Richtschnur sein, bei der Begegnung… der entschlossenen Begegnung ….mit diesem. Ich würde Ihnen danken, wenn Sie jetzt weiter keine Fragen mehr an mich richten würden. Danke.“
Konkreter wurde die Kanzlerin nicht.

Eiligst hat die Kanzlerin im Laufe des Nachmittags dann ein Superministerium gegründet, das „Bundesministerium für Außen, Justitz, Gesundheit, Wirtschaft, Entwicklung und Vizekanzlerei (BMAJGWEV)“, dem vorerst Edmund Stoiber widerstrebend vorsteht.

Den lustigen Abend in der Semperoper, die Premiere der „Fröhlichen Dandy-Parade“, leitete dann Silvana Koch-Mehrins Interpretation von „Girls just want to have fun“ ein. Dieser Auftritt stand ganz im Zeichen der 80er Jahre.
Kulissen bildeten die Berliner Mauer nach, und Frau Koch-Mehrin war ähnlich gekleidet und frisiert wie Madonna in ihrem Video zu „Like a Virgin“.
Dann ging es weiter mit den Röslerchören, die den Chor der Gefangenen aus Nabucco und eine Art Medley aus Stücken der Carmina Burana zum besten gaben.
Rösler dirigierte wie ein Weltmeister, und man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Sänger – allesamt ehemalige Staatsseketäre – heimlich geübt haben müssen.
Unvergessen bleibt dann Frau Leutheusser-Schnarrenbergers Interpretation von „Memories“ aus Cats. Auch in ihr Kostüm muss sehr viel Aufwand, Geld und Liebe geflossen sein.
Das Kernstück und der Abschluss des Konzertes bildete dann eine Reihe von Duetten, gesungen von Westerwelle & Brüderle, die ganz im Zeichen des Vaudeville alte Musicalperlen trällerten. Unter anderem „Cheek to Cheek“, „Summertime“, „Puttin‘ on the Ritz“ und „I am a dentist“ aus Little shop of horrors. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das letzte Lied speziell an die ehemalige Wählerschaft gerichtet hat. Quasi ein Apell der FDP weiterhin die Treue zu halten, auch wenn sie die Sparte gewechselt hat.

Nach dem Auftritt äußerten sich einige der Künstler zu der Frage nach ihren Zukunftsplänen.
Dr. Guido Westerwelle gestand, dass er seit September 2009 fast rund um die Uhr an einem autobiografischen Musical schreibt, das fast fertig sei. Er habe noch niemanden gefunden, der es produzieren möchte, aber das sei gewiss nur eine Frage der Zeit.
Außerdem möchte der ehemalige Außenminister einen Film über sein Leben drehen, ganz im Stile von Eminems „8 mile“ und Daniel Küblböcks „Daniel der Zauberer“.
Rainer Brüderle, der frischgebackene Ex-Wirtschaftsminister gestand, dass es schon immer ein Traum von ihm gewesen sei, an der Mailänder Scala in Mozarts Zauberflöte die Königin der Nacht zu singen. Sein Kolleratursopran sei zwar ein wenig eingerostet, aber mit etwas Übung würde er sicher das nötige mitbringen, konstatierte er selbstbewusst.
Ebenso sei ein Duett mit dem Finanzminister ein Herzenswunsch von ihm. Brüderle und Schäuble sind in ihrer gemeinsamen Zeit im Bundeskabinett zu sehr guten Freunden geworden. „Man kann nicht in der Politik gemeinsam in einer Koalition miteinander arbeiten, ohne sich irgendwann sehr zu schätzen zu wissen, auch wenn man von verschiedenen Parteien ist.“, erklärte Brüderle sich uns gegenüber.

Ein wenig vermisst haben wir Dirk Niebel an diesem Abend. (Nun eigentlich ist „vermisst“ das falsche Wort, aber wir haben eine Liste mit den ehemaligen FDP-Ministern abgeglichen, und da war er halt mit dabei. Da fiel uns auf, dass er nicht auf der Bühne war.)
Die Abwesenheit des ehemaligen Entwicklungsministers erklärte Dr. Westerwelle aber dann wie folgt: „Heute haben wir nur Stücke anderer Komponisten zum besten gegeben. Herr Niebel, der Dirk, arbeitet aber an exklusiver Musik, die er nur für uns schreibt. Sie wird alle Themen ansprechen, die uns auch schon in der Politik bewegt haben. Zum Beispiel mehr Brutto vom Netto, und so. Sie dürfen gespannt sein!“
In der Tat, wir sind gespannt.

Der nächste Auftritt der Fröhlichen Dandy-Parade wird voraussichtlich erst im Herbst zu sehen sein, dann soll nämlich die Deutschlandtour unter dem Motto „Leistungsbeschleunigungsgesang“ beginnen.

Written by Heiko C. in: Esoterisches,Lustiges,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Jul
23
2010
3

Schilder an merkwürdigen Orten

Wir gehen durch den Wald. Mitten im tiefsten Dickicht fällt uns ein Schild auf:

Als an Schildern generell interessierte Menschen gehen wir näher ran, bis wir mitten zwischen den Bäumen, abseits jedes Waldwegs stehen. Und wir sehen folgendes:

Weit und breit ist weder ein Zaun, noch sonst eine Abgrenzung zu sehen. Nur eben dieses Schild, an einem Baum inmitten von hunderten anderer Bäume. Die Schrauben (!!!) mit denen das Schild am Baum befestigt wurde sind schon sehr verrostet, Schilder wie dieses werden schon seit Jahrzehnten verkauft, und da das Schild aus durch die Witterung unkaputtbarem Plastik ist, lässt sich schwer sagen, wie lange es schon da hängt.
Hat irgendein Scherzbold mit einem seltsamen Sinn für Humor dieses Schild hier aufgehängt? War hier mal ein Grundstück, das Mutter Natur mit überirdischem Baumwachstum im Laufe der Jahrzehnte, die das Schild schon hängen mag, zurückerobert hat?
Wohnen hier Waldelfen? Oder wird dieser spezielle Baum etwa gar vom magischen Wurzelgnom Görgelbrecht bewohnt? Gilt nicht eigentlich das Waldrecht, wenn kein Zaun da ist, auch wenn irgendeiner hier ein Schild aufgehängt hat? Wer schraubt Schilder in Bäume?
Fragen über Fragen, und keine Antwort in Sicht.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Linguistisches | Schlagwörter:
Jul
21
2010
4

Breitseitenschilder

Es gibt Schilder, die einem wortgenau verbieten Donnerstags zu parken, oder die am Wochenende zwischen 7 und 19 Uhr die Geschwindigkeit begrenzen. So hoch spezialisiert kann die Botschaft eines Schildes sein.

Hier sieht es jedoch anders aus:

Etwas ist verboten. Und etwas ist gefährlich. Was? Das Schild bleibt uns die Antwort schuldig.
Ein Mann und ein Kind sind auf dem Schild dargestellt, die Ball spielen. Ein kleiner Terrier sieht von etwas weiter weg zu.
Ist also das Ballspielen verboten? Weil Gefahr durch Terrier droht? Oder ist Hunden der Zutritt verboten, weil das Herumkicken eines Balles zu Verletzungen führen kann?
Am besten, man lässt gleich alles sein, wenn man dieses Schild sieht. Nur, um auf Nummer sicher zu gehen. Immerhin ist da etwas gefährlich.

Written by Heiko C. in: Friesisches,Gesellschaftliches,Linguistisches | Schlagwörter: ,
Jul
20
2010
1

Rabenvögel – An den merkwürdigsten Stellen: Strandkrähen

Wie ich schon berichtet habe, machen Krähen dann doch lieber einen großen Bogen um Möven, da letztere größer, stärker und boshafter sind.
Heute war ich jedoch an einem Ort, den man eigentlich eher zum Möventerritorium zählen dürfte, nämlich am Westerländer Strand:

Zwischen den schier unzähligen Strandkörben scheint sich jedoch eine kleine Nische für Krähenvögel aufgetan zu haben. Vielleicht weil die sonst so dreisten Möven doch lieber einen Bogen um all zu große Menschengruppen machen.
Möven haben zwar ein Gespür dafür, wann man im Sturzflug vom Himmel sausen kann, um sich der Pommestüte eines kleinen Kindes zu bemächtigen, aber sie sind auch schlau genug, gleich wieder gen Himmel zu starten.
Krähen hingegen sind oft auch zufrieden mit dem, was Menschen sowieso fallen lassen. Kein Grund zum Stress also, und kein Grund, wie ein Verbrecher seinen Beutezug zu planen.

In aller Seelenruhe schreitet die Krähe zwischen den verwaisten Strandkörben umher. Es ist erst kurz nach neun Uhr morgens. Es sind zwar schon Menschen am Strand, aber noch ist es leer genug, dass das Tier sich nicht bedroht fühlt.
Die leeren Strandkörbe stehen ja auch in der letzten Reihe, die Menschen halten sich jedoch näher am Wasser auf.

Man sieht: Die Krähe ist sich nicht zu schade, im Sand herumzuwühlen. Hier hat sie jedoch nichts gefunden.

Endlich: Der Lohn nach etwa 10 Minuten des herumsuchens und pickens. Die Krähe hat etwas essbares gefunden, und verspeist es sogleich.
Danach hat sich die Krähe noch etwa 5 Minuten am Strand aufgehalten, und ist dann über die Dünen gen Stadt verschwunden. Vermutlich hat sie sich den Strand ergiebiger vorgestellt.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: , ,
Jul
18
2010
1

Kreative Nutzung der überhitzten ICEs

Written by Heiko C. in: Lustiges,Technisches | Schlagwörter: ,
Jul
17
2010
11

Things to come

Wie einige meiner Leser eventuell schon wissen, habe ich ja irgendwann einmal einen Hellsehselbstversuch gemacht: Im Frühjahr machte ich einige Prognosen in verschiedenen Graden von Ungenauigkeit, und freute mich später im Jahr über die mehr oder weniger erfolgreiche Trefferquote.

Das ist die Pflicht des Propheten, aber „Im Laufe des Jahres tritt ein Politiker zurück“ vorauszusagen, ist nicht weiter schwer. Mittlerweile ist es noch nicht einmal sehr schwer mit solch einer Voraussage recht zu haben, wird die Liste von Politpromis doch immer länger, die einfach keine Lust mehr haben.


Zweitpersönlichkeit für’s Wahrsagen.

Die Kür ist jedoch etwas anderes: Die Prophezeihung! Und damit meine ich nicht einzelne Vorhersagen, sondern das große Ganze. Elaboriert geschwafeltes Sehertum ist das Ziel. „In der Zukunft werden sie Wagen ohne Pferde fahren“ zum Beispiel, oder „Die USA wird in sechs Staaten zerfallen“. Das ist doch schon ein ganz anderes Kaliber.
Nun habe ich auf Twitter hin und wieder versucht Schlagzeilen der Zukunft zu erahnen, dies eher ungezielt und instinktiv. Hier im Blog werde ich versuchen diese Schlagzeilen nach Datum zu ordnen, und die Lücken zwischen ihnen zu schließen, so daß ein Gesamtbild unserer Zukunft entsteht.

Nachfolgende Generationen werden beurteilen müssen, wie akkurat diese Vollblutprophezeihung ist.

ZukunftsNews:

Vorausgesehene Schlagzeilen ohne spezifisches Datum:

  • Morgen: ZDF verpflichtet sich nach Rüge nur noch hofberichterstattende Satire zu machen. Nur noch Witze über Linke erlaubt. (Anm: Können wir wohl als eingetreten ansehen)
  • Nach Neuwahlen: Ampel auf Bundesebene schockt… ….alle eigentlich. Besonders die SPD.
  • Bundespräsidenten ab 2000: Rau, Köhler, Wulff, Koch, Pofalla, Westerwelle, Fischer, Bohlen…

Datierte Vorhersagen:

20.6.2010 Um bei der Jugend zu punkten, schlägt die CDU Patrick Lindner für das Amt des Bundespräsidenten vor. (Anm: Gut, das ist jetzt nicht passiert. Aber ein faules Ei ist immer dabei.)

30.6.2010 Phoenix bringt eine Talkrunde zum Thema Internet mit dem Namen: „DAS INTERNET WILL UNS ALLE UMBRINGEN!11 TUT WAS!!“ (Anm: Da finde ich, war ich nah genug dran.)

12.7.2010 Auf Initiative des Grünenpolitikers Volker Beck treten die Grünen geschlossen ihrer Mutterpartei SPD bei. (Anm: Nicht eingetreten. Wahrscheinlich stimmt nur das Datum nicht.)

24.7.2010 Nach dem Rücktritt Köhlers und Kochs schockt die FDP Deutschland, indem sie sich aus der Politik zurückzieht. (Anm: Ein paar Tage sind da ja noch Zeit.) Update dazu: LINK!

17.8.2010 Demokratie ermöglicht zu viele Verbrechen – CDU für Abschaffung

30.8.2010 Nach der Fusion der Grünen mit der SPD: Kurt und Volker Beck leiten die SPD fortan in Doppelspitze.

Oktober 2010 Junge Union rudert beim Pornoverbot zurück. Zu weit. Videoplattform JU-Porn gegründet.

Dezember 2010 – DB ersetzt die Heizungen in ICEs durch zusätzliche Klimaanlagen, zur Lösung des sommerlichen Hitzeproblems.

13.5.2011 Elektronische Fußfessel für HartzIVler beschlossen.

11.7.2011 Elektronische Fußfessel zu teuer. Koalition beschließt statt dessen mechanische Fußfessel für HartzIVler.

12.10.2011 Für das von Pannen geplagte Atomkraftwerk Krümmel hat Vattenfall 70.000 Jahre Laufzeit ersteigert.

14.5.2012 Bei World of Warcraft kann man jetzt nur noch elektronische Abbilder seiner selbst spielen. Aus Sicherheitsgründen.

2.9.2013 Klaus Kleber Kanzlerkandidat für die CDU.

17.7.2013 Bundesregierung schafft Wahlen ab, weil „der Wähler an sich“ ja sowieso nicht mehr bei der Sache zu sein scheint.

26.11.2013 In Berlin wird das erste vollständig autonom funktionierende Super-Hochhaus ohne Ausgänge fertiggestellt. Diese neuartigen „Präkariatsheimstätten“ werden als humane Lösung des Problems der herumhungernden Arbeitslosen gefeiert.

17.10.2014 Die Piratenpartei Deutschland gründet eine Lotterie für Nerds mit dem Namen „Ein Platz an der Steckdose“.

1.5.2014 Auch in Frankfurt, Hamburg und München entstehen Präkariatsheimstätten, in denen sich HartzIV-Empfänger auch ohne ihre Fußfesseln bewegen dürfen.

4.3.2015 Deutsches Burkaverbot tritt in Kraft. Integrationsministerin Göbeleimer rät muslimischen Frauen zu Merkelmasken aus Latex.

16.04.2015 Vizekanzlerin Ursula von der Leyen betet mit den hungernden HartzIV-Kindern von Kreuzberg.

13.7.2015 Der ehemalige CDU-Politiker Jürgen Rüttgers verschmilzt mit seinem Dienstwagen, und bereist fortan die Welt, um Verbrecher zu fangen und Menschen zu helfen. Fernsehserie über seine Abenteuer ist in Planung.

16.12.2016 Völlig isoliert lebt Karl-Theodor zu Gutteberg auf Neuschwanstein. „Rumpelstilzchen“ brachte Fass zum überlaufen.

23.1.2017 Edmund Stoiber kehrt an die Führungsspitze der CSU zurück, und verfolgt fortan eine Politik des kybernetischen Transhumanismus. Um mit gutem Beispiel voran zu gehen, lässt er sich einen Quantencomputer in die Großhirnrinde implantieren.

5.11.2017 Arbeitslosengeld bekommen jetzt nur noch Menschen ausgezahlt, die noch arbeiten. Immerhin sind sie Leistungsträger.

6.6.2020 Um Schwerpunkt auf Datenschutz zu setzen nennen sich Piraten nun „die Privaten“. Irritierter Peter Klöppel tritt bei.

18.6.2022 Bei Großdemonstration werfen Demonstranten Konfetti nach Polizisten. Die Medien machen daraus einen „Napalmangriff“.

16.5.2022 Bundeskanzlerin Ilse Aigner und Bundespräsident Wiefelspütz beraten die weitere Vorgehensweise nach dem 3.Schmürz.

31.3.2023 Edmund Stoiber verliert einen Arm bei einem Rollerball-Unfall, und nimmt dies zum Anlass beide Arme durch Roboterarme ersetzen zu lassen.

27.8.2024 Terroranschlag in den Guido-Westerwelle-Präkariatsheimstätten. Flügel radikaler HartzIV-Pädagogen bekennt sich.

6.12.2025 Zum Nikolaustag wird das Apple „Kackdings“ vorgestellt. Es ist größer, kann fast gar nichts, ist dafür aber teurer.

Sommer 2028 Edmund Stoiber kommt durch immer neue kybernetische Implantationen mehrfach auf Seite 1 der Online-Medien. Ein großes Boulevardblog nennt ihn fortan „Cyber-Stoiber“

16.2.2034 Das neue mobilePHONE(tm) von OCP explodiert, wenn man versucht es zu modden. Sprecher von OCP dazu: „It’s not a bug. It’s a feature!“

30.6.2034, Bonn 27jähriger stirbt, weil sein mobilePHONE(tm) in die Luft fliegt. Sprecher von OCP zu dem Vorfall: „Hätt‘ er halt nicht dran rumgefrickelt!“

17.8.2034 Weltweit bricht die Ölindustrie zusammen, da man mittlerweile auch verseuchtes Meerwasser tanken kann.

1.1.2040 Düstere Prognose: In spätestens 20 Jahren wird das Meer leergetankt sein.

19.10.2050 Vierzig Jahre nach dem Ende der FDP wird die Zeit mit ihr romantisch verklärt. Eine wahre neoliberale Nostalgiewelle überrollt das Land.

15.3.2051 Das Musical „Westerwelle“ wird uraufgeführt. Der Song „Ich bin ein Wahlfangkäpt’n von der FDP“ gewinnt einen Preis.

8.8.2051: 320.000 Menschen nehmen am traditionellen Kotz-vor-den-Reichstag-Flashmob teil.

6.9.2061 Globo-Rüttgers startet in den Weltraum. Er verspricht seinen Anhängern mit der „Weisheit der Galaxis“ zurückzukehren.

14.4.2062 Union spaltet sich endgültig in CDU, CSU, CDSU, UCDU und Spartakochbund auf. Alle werfen sich gegenseitig Koalitionsunfähigkeit vor.

19.8.2075 Linkspartei beendet Sondierungsgespräche mit Piraten, da diese sich nicht von Raubkopierervergangenheit distanzieren.

23.8.2105 Bau der Mondbasis „Adenauer I“ verzögert sich wegen Beschlusses zum Einbau von Krötentunneln.

14.6.2130 Nach fast siebzig Jahren kehrt Galakto-Rüttgers von seinem neuen Heimatplaneten auf die Erde zurück.

31.7.2135 Galakto-Rüttgers und Cyber-Stoiber brechen epischen Endkampf vom Zaume, in dem Bielefeld zerstört wird.

2.2.2222 In Berlin wird die Religion der Merkelisten gegründet. Sie verehren die „große Kanzlerin“, unterstützen die großen Energiekonzerne, und betreiben rituelle Videoüberwachung.

16.4.2288 Krise in der Religionsgemeinschaft der Merkelisten: Reformer sagen sich von den orthodoxen Gläubigen los. Die „reformierten Merkeliten“ fordern, dass auch Männer Priester werden dürfen.

23.8.2290 Papst Justin Bieber VIII. lockert das Blaue-T-Shirts-Verbot in der katholischen Kirche. Pink bleibt verboten.

23.4.2412 Nach langen Jahren gewinnt Cyber-Stoiber den Kampf mit Galakto-Rüttgers, und wird zum Weltherrscher ernannt.

14.3.2528 Rebellen reformiert-merkelitischen Glaubens greifen Cyber-Stoibers Pyramide im Erdorbit an. Es gibt kaum Opfer.

8.10.2552 Blutige Kämpfe zwischen reformierten Merkeliten und orthodoxen Merkelisten in der Uckermark. Kohldenkmal wird zerstört.

2.2.2567 Orthodoxen Merkeliten gelingt mit Unterstützung des Spartakochbundes die Zerstörung Cyber-Stoibers Pyramide im Erdorbit.

31.12.2568 Versuche der UCDU, Galakto-Rüttgers zu klonen, scheitern. Cyber-Stoiber zerstört zur Warnung Hawaii und Island.

Nachwort:
Ich bin mir im klaren darüber, dass ich kaum etwas über den Zustand der Welt oder die weltpolitische Lage gesehen habe. Die meisten meiner Vorhersehungen sind auf Deutschland beschränkt. Aber vielleicht lässt sich ja aus diesen ein einheitliches Bild der Welt hochrechnen.
Na ja, eines ist klar: Ich warte gespannt auf den 24 Juli. 🙂

Written by Heiko C. in: Esoterisches | Schlagwörter: , ,
Jul
15
2010
8

Macht bloss nicht diesen DeMail-ePost-Kram!

Braucht ihr sowieso nicht, also lasst es! Diese neue staatliche eMail-Adresse soll angeblich sicherer und einfacher sein, in Wirklichkeit verbergen sich hinter dem Konzept im Vergleich zur herkömmlichen eMail tonnenweise Nachteile.

Bei Datenspeicherung.de (LINK) kann man die ganzen datenschutzrechtlichen Bedenken nachlesen, die Netzpolitik.org (wenn ihr den anderen Link schon nicht geklickt habt, dann klickt wenigstens diesen LINK) kurz zitiert.
Im großen und ganzen läuft es darauf hinaus, dass staatliche Stellen lustig in der eigenen ePost herumlesen dürfen, die Mails zentral und personenbezogen gespeichert werden und private dürfen sogar Auskunft über den Inhaber eines DeMail-Kunden verlangen.

Im Reizzentrum (LINK) sieht man sich die AGBs genauer an, und findet so viele Nachteile am neuen System, dass kein klar denkender Mensch es mehr praktisch finden kann:
Im Gegensatz zur herkömmlichen Mail kostet die DeMail Geld, man bezahlt für die Zustellung einer eMail so viel wie für einen Postbrief, was ja irgendwie schon ziemlich frech ist. Außerdem verpflichtet sich der DeMail-Kunde sein langwierig unter Einsatz des Personalausweises erworbenes DeMail-Konto täglich (sic) zu prüfen, ob nicht vielleicht Amtspost angekommen ist.
Desweiteren trägt der Kunde nun auch im Gegensatz zur Briefpost die Beweislast, wenn es darum geht, ob eine Mail angekommen ist oder nicht.
Zu guter letzt behält sich die Post vor, dass der Dienst für drei Wochen bis X pro Jahr nicht erreichbar ist oder gewartet wird. Das macht die Pflicht, täglich nachzuschauen, natürlich besonders albern.

Diese und weitere Fallstricke kann man auch bei heise (LINK) nachlesen.

Nachtrag:
Ich wurde in den Kommentaren gerade darauf hingewiesen, dass ePost (LINK) und DeMail (LINK) zwei unterschiedliche Konzepte sind. So wie ich das verstanden habe, ist ersteres ein Angebot der Post, und zweiteres ist so etwas wie eine staatliche eMailadresse. Die ersten zwei Links oben im Text beziehen sich dann wohl auf die DeMail, der dritte auf ePost, und der letzte scheinbar auf beides. Die Dienste sind aber beide wohl nicht empfehlenswert.

Jul
12
2010
--

Immer die Fahrradfahrer…

In Bezug auf die Fahrradfahrer habe ich bereits schon die „Roboterkiller“ vorgestellt, die konstatieren, dass Vernünftige nicht Fahrrad fahren, und es allen anderen verbieten. Im Schilderwald sind diese exotischen Vertreter allerdings nur die Spitze des Eisbergs, gerade wenn es um Schilder mit Ver- und Geboten rund um den geliebten Drahtesel geht.

Als erstes ein gutes Beispiel. Ein Schild, dass alles richtig macht. Es bleibt höflich – wenn auch nicht gerade poetisch, wie die Höflichkeitsschilder – und appeliert an unseren Anstand, ohne zu schlaumeiern, wie etwa die Roboterkiller es tun.

Wir werden nicht nur höflich gebeten, keine Fahrräder abzustellen, wir erfahren auch, wer uns bittet. „Die Verwaltung“ in diesem Fall. Gut, das ist jetzt nicht sehr spezifisch, aber es ist anzunehmen, dass „die Verwaltung“ eben auch die Wände verwaltet, an denen keine Fahrräder abgestellt werden sollen. Durch solch ein Schild fühlt man sich weder bevormundet noch gegängelt, und schon gar nicht verarscht.

Dem nächsten Schild sieht man das hohe Alter schon an. So hat man es also früher gemacht:

Dieses Schild befiehlt uns – mehr oder weniger zackig – vom Fahrrad abzusteigen. Es sagt uns nicht warum und wozu, und das Ausrufezeichen fehlt. Erstaunlich, denn Schildermacher gehen mit diesem ja sonst nicht gerade sparsam um. Hier hätte es einmal gepasst, obwohl es das Schild natürlich auch nicht höflicher, noch die Botschaft nachvollziehbarer,  gemacht hätte.
Immerhin erfahren wir, wer uns befiehlt: Der Bürgermeister. Wenigstens weiß man nun, wo man sich über den rüden Ton beschweren kann.

Die Regel sind leider immer noch die nominalphrasierten Schilder. Sie sind unpersönlich und versuchen trotzdem Autorität zu vermitteln. Wie das geschieht, kann man an folgendem Schild sehen:

Dieses Schild teilt keine Befehle aus, und es bittet auch nicht. Es präsentiert einen Satz mit dem Verb „ist“ wie ein Faktum. „Das Abstellen von Fahrrädern ist hier nicht erlaubt“ stellt es uns als Wahrheit hin. Rosen sind rot, Veilchen sind blau und das Abstellen von Fahrrädern ist hier nicht erlaubt.
In zweifacher Hinsicht schummelt das Schild:

1.) Das Schild scheint uns nichts vorzuschreiben, noch enthält es eine Botschaft von jemandem. Es scheint einfach nur eine Wahrheit des Universums preiszugeben. Das ist jedoch nicht der Fall. Das Schild hat ja immerhin jemand aufgehängt. Wer das ist, erfahren wir nicht. Der Verfasser bleibt anonym.

2.) Statt ein Verbot zu enthalten, beschreibt uns das Schild den Zustand des „Nicht-erlaubt-seins“. Man kann also nicht fragen, wer das Verbot ausspricht, weil es ja gar keines gibt. Es gibt nur eben keine Erlaubnis. Hier arbeitet das Schild mit ähnlichen Tricks wie auch viele Politiker.

Jetzt noch ein sehr merkwürdiges Beispiel:

Das Schild beginnt vielversprechend: Es spricht einen persönlich, vertraulich an und es sagt uns, wo wir unsere Fahrräder abstellen können. Ein Verbot spricht es nicht aus, auch kein negatives Gebot. Statt dessen droht es allen, die ihre Fahrräder hier abstellen ohne Umschweife.
Durch den rüden Ton im letzten Satz und die Hervorhebung durch Unterstreichung bekommt die freundlich vertrauliche Begrüßung des Schildes einen ganz üblen Beigeschmack.
Auch die Wortwahl ist interessant: „Beseitigt“ werden die Fahrräder. Was soll das heißen? Wenn in Krimis jemand von „Beseitigen“ spricht, so ist dies meist ein Euphemismus für die sprichwörtlichen „Betonschuhe“ mit anschließendem „Bad“ im Fluß. Und dann auch noch kostenpflichtig, man soll den Beton also auch noch selbst bezahlen?!
Wenn man ein wenig über das Schild grübelt, fallen einem alternative, ähnlich absurde, letzte Sätze ein:

  • „Es wäre doch schade, wenn Ihr Fahrrad einen bedauerlichen Unfall erleidet.“
  • „Wenn Sie Ihr Fahrrad hier abstellen, werden wir uns um Ihr Fahrrad kümmern.
  • „Hier abgestellte Fahrräder betreten eine Welt des Schmerzes.“

Die Stellplätze auf dem Bahnhofsvorplatz sind vermutlich also als „ein Angebot“ gemeint, „dass man als Fahrradfahrer nicht ablehnen kann“.

Wer denkt sich sowas aus?

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Linguistisches,Lustiges | Schlagwörter: ,