Mai
28
2010

Lauter schwarze Vögel…

So, wollen wir doch noch einmal zusammenfassen:
Meine Suche nach einem Kolkraben zum Zwecke der Ablichtung ist nicht direkt von Erfolg gekrönt gewesen bisher. Zwar habe ich viele verschiedene schwarze Vögel, welche alle mehr oder weniger nah mit dem Raben verwandt sind, doch der größte Singvogel der Welt, sozusagen der Sumoringer unter den Rabenvögeln, ist mir dabei noch nicht vor’s Objektiv gekommen.

Am nächsten dran war bisher die Rabenkrähe, auch Aaskrähe genannt. Diese Tiere habe ich vorzugsweise auf der Insel angetroffen. Sie sind recht groß, geben ein lautes „Bwahh, Bwahh, Bwahh!!“ von sich, und mögen es nicht wirklich, wenn man sie fotografiert.

Dann die Saatkrähe. Sie wirkt insgesamt unaufgeräumter, planloser und weniger elegant als die Rabenkrähe, hat einen geradezu absurd langen Schnabel, und stellt den Großteil der Einwohnerschaft Niebülls dar.
Auf dem Festland sind die sowieso recht häufig. Morgens sieht man sie, teilweise in großen Gruppen, auf Feldern, Wiesen und dem Parkplatz vor’m Lidl.

Und dann natürlich noch die unvermeidliche Dohle, die quasi der Emo unter den Rabenvögeln ist: Kleiner, mit komischer Frisur und mit der Fähigkeit selbst in großen Gruppen als Individuum einsam auszusehen.

Gerüchten zufolge soll die Dohle verschiedentlich dabei beobachtet worden sein, wie sie traurig zu der Musik von Eisregen im Takt wippt. Das kann ich allerdings nicht bestätigen.

Diese drei durchaus lustig zu beobachtenden Vögel sind keine Kolkraben, ich werde aber weiter den Gerüchten der älteren Generationen nachgehen, und weiter diesen legendären lammnappenden Vogel verfolgen, bis ich Bilder von ihm hab.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: , , ,

6 Comments »

  • Moin.

    Ähm, Dohlen wippen im Takt zu Eisregen?? Ok, nur wippen? Kann man zu Eisregen überhaupt wippen oder irgendwas anderes als davon rennen? *g*

    Comment | 28. Mai 2010
  • Bin jedenfalls schon mal begeistert, auch ohne Raben. 🙂 Und muß errötend zugeben, daß ich den Unterschied zwischen Saat- und Rabenkrähe nicht kenne und mich über eine Erläuterung freuen würde.

    Comment | 30. Mai 2010
  • Heiko C.

    Saatkrähen sind in etwa genau so groß wie Rabenkrähen, haben aber einen konischeren Schnabel, der eher hellgrau ist, an einigen Stellen sogar weiß sein kann. Die picken und graben damit ständig in der Erde rum, darum ist der wohl nicht mehr schwarz, k.A. Die Saatkrähe ernährt sich zwar zu 3/5 von pflanzlicher Nahrung, und wenn sie was Tierisches isst, dann sind es meist Insekten, Würmer, kleine Nagetiere oder Gelege anderer Vögel. An Aas geht sie wohl nur, wenn ihr im Winter keine ander Wahl bleibt.
    Hauptsächlich sitzen die aber auf Feldern, und picken die Getreidesaat auf, oder suchen sich entsprechendes Anderswo. Daher auch der Name.

    Hier gibt es mehr: http://de.wikipedia.org/wiki/Saatkr%C3%A4he

    Werkzeuge können die wohl auch benutzen, wurde 2009 nachgewiesen. Von den Krähen haben wir ewig viele hier auf dem Land.

    Comment | 30. Mai 2010
  • Heiko C.

    Hier gibt es nochmal beide im Vergleich (nach unten scollen): http://www.neumuenster.de/cms/index.php?article_id=1383

    Comment | 30. Mai 2010
  • noita

    Klar kann man zu Eisregen wippen!!! Also bitte! ;-P
    Der Unterschied ist auch schon am Körperbau zu sehen. Die Bilder sind echt gut.
    Ich weiß gar nicht, ob es wirklich so weit im Norden Kolkraben gibt. Ich dachte eher das die mehr im mittleren Europa unterwegs sind. Ihr gehrt ja schon fast zu Nordeuropa da oben. 😉
    Ich finde Dohlen ganz witzig, die sehen echt putzig aus mit den lustigen Federn auf dem Kopf. Mal was anderes.
    Der Unterschied zwischen Aaskrähe und Saatkrähe ist auch die Farbe des Gefieders. Gut das ieht man eher nur, wenn die Sonne drauf scheint und man es schimmern sieht.

    Comment | 2. Juni 2010
  • Heiko C.

    Na sicher gibt’s hier oben Raben. Denk nur an Hugin und Munin, die Sehhilfen von Odin. Die stammen ja noch von weit nördlicher als hier.
    Und in Schleswig-Holstein gibt es über 300 bestätigte Kolkrabenpaare. Da sollte ich doch echt mal welche finden können, irgendwo.

    Comment | 3. Juni 2010

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