Impactsuspect » 2010 » April » 12
Apr
12
2010
5

minzöl, Minzöl, MINZÖÖÖL!!!!1elf

Da ich in den letzten Tagen ein wenig erkältet war, habe ich auch auf ein altes Hausmittel zurückgegriffen, um die Nase frei zu machen.
Minzöl nämlich.
Minzöl wird von vielen Firmen verkauft und unter diesem und jenem Namen vertrieben.

Das, welches ich zufällig gekauft hatte war „Japanisches Heilpflanzenöl“. Man sollte also meinen, es sei mit dem Extrakt von vielen verschiedenen Heilpflanzen hergestellt, das Etikett sagt aber etwas anderes:

100% Minzöl. Also handelt es sich bei den „japanischen Heilpflanzen“ um Minze. Aha. Aber wenigstens zu 100%. Wenigstens ist nichts anderes drin.

Dreht man das Fläschchen um, findet man die inhaltsliste des Produktes vor. Dort steht:

Zusammensetzung: 100% Minzöl

Aha. Stand das nicht schon vorn drauf? Aber lesen wir weiter. Direkt unter der Inhaltsliste befindet sich ein weiterer Hinweis:

Enthält Minzöl.

Fassen wir zusammen: 2 Mal 100 Prozent Minzöl, und der Hinweis, dass Minzöl enthalten ist.
Sind das irgendwelche schwachsinnigen EU-Vorgaben, die so eine Beschriftung erfordern? Muss man drei mal das gleiche auf ein simples Fläschchen mit Minzöl schreiben? Oder wie kommt das zustande?

Lustig auch der Hinweis unten auf der Flasche, die Packungsbeilage zu beachten. Wahrscheinlich steht da drin „Kann Spuren von Minzöl enthalten“ oder so.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Linguistisches | Schlagwörter:
Apr
12
2010
1

Populismus Reloaded

Ich hab‘ ja neulich schon drüber geschrieben, wie die FDP in Form von Guido Westerwelle forderte, HartzIV-Empfänger mögen doch Schneeschippen, wie dann die SPD in Gestalt von Hannelore Kraft forderte, HartzIV-Empfänger sollten doch „freiwillig“ die Straßen fegen, weil man ihnen sonst das Geld kürzt und wie dann dieser ganz tolle Professor forderte HartzIV auf 5 Jahre zu begrenzen, um einen erhöhten Anreiz zur Jobsuche zu geben. Ho, ho.

Ausgerechnet von den Grünen, von denen man ja lange Zeit dachte, sie gehörten zu den Guten, kommt jetzt auch so ein doller Vorschlag: Hundehaufen zu Jobs
Grüne empfiehlt Hartz-Empfängern Beschäftigung (Neues Deutschland)

Der Vorschlag, der hier von Frau Hammerling von den Grünen kommt, ist zwar um einiges besser als die vorherigen menschenverachtenden Vorschläge von FDP, SPD und Professor X oben, weil die Grünenpolitikerin dort fordert, dass die HartzIVempfänger zum Hundescheißekontrollieren von der Stadt angestellt werden.
Somit wären es dann keine HartzIV-Empfänger mehr, die aus Angst vor ominösen „Sanktionen“ den Schnee schippen oder Westerwelle die Schuhe putzen müssen, nein, es wären Angestellte der Stadt, die richtig Geld bekommen für Arbeit.

Klingt dies alles auch so nett und blumig – jedenfalls im Vergleich zu den Forderungen anderer Parteien – stellt sich mir doch unweigerlich die Frage, warum Frau Hammerling bei all den mannigfaltigen Aufgaben, die auf Berlins Straßen nur so darauf warten, dass man staatliche Jobs aus ihnen macht, ausgerechnet die Hundekacke als Beispiel verwendet?
Hätte man nicht Falschparker oder Leute die illegal Müll abladen als Beispiel nehmen können? Frau Hammerling erwähnt viele öffentliche Aufgaben, die für mögliche neue Stadtangestellte quasi schon bereitliegen würden. Warum kommt sie ausgerechnet mit der ekligsten Aufgabe, und will sie HartzIV-Empfängern auf’s Auge drücken?

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Politisches,Psychologisches | Schlagwörter: ,

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Da ich in den letzten Tagen ein wenig erkältet war, habe ich auch auf ein altes Hausmittel zurückgegriffen, um die Nase frei zu machen.
Minzöl nämlich.
Minzöl wird von vielen Firmen verkauft und unter diesem und jenem Namen vertrieben.

Das, welches ich zufällig gekauft hatte war „Japanisches Heilpflanzenöl“. Man sollte also meinen, es sei mit dem Extrakt von vielen verschiedenen Heilpflanzen hergestellt, das Etikett sagt aber etwas anderes:

100% Minzöl. Also handelt es sich bei den „japanischen Heilpflanzen“ um Minze. Aha. Aber wenigstens zu 100%. Wenigstens ist nichts anderes drin.

Dreht man das Fläschchen um, findet man die inhaltsliste des Produktes vor. Dort steht:

Zusammensetzung: 100% Minzöl

Aha. Stand das nicht schon vorn drauf? Aber lesen wir weiter. Direkt unter der Inhaltsliste befindet sich ein weiterer Hinweis:

Enthält Minzöl.

Fassen wir zusammen: 2 Mal 100 Prozent Minzöl, und der Hinweis, dass Minzöl enthalten ist.
Sind das irgendwelche schwachsinnigen EU-Vorgaben, die so eine Beschriftung erfordern? Muss man drei mal das gleiche auf ein simples Fläschchen mit Minzöl schreiben? Oder wie kommt das zustande?

Lustig auch der Hinweis unten auf der Flasche, die Packungsbeilage zu beachten. Wahrscheinlich steht da drin „Kann Spuren von Minzöl enthalten“ oder so.

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Populismus Reloaded

Ich hab‘ ja neulich schon drüber geschrieben, wie die FDP in Form von Guido Westerwelle forderte, HartzIV-Empfänger mögen doch Schneeschippen, wie dann die SPD in Gestalt von Hannelore Kraft forderte, HartzIV-Empfänger sollten doch „freiwillig“ die Straßen fegen, weil man ihnen sonst das Geld kürzt und wie dann dieser ganz tolle Professor forderte HartzIV auf 5 Jahre zu begrenzen, um einen erhöhten Anreiz zur Jobsuche zu geben. Ho, ho.

Ausgerechnet von den Grünen, von denen man ja lange Zeit dachte, sie gehörten zu den Guten, kommt jetzt auch so ein doller Vorschlag: Hundehaufen zu Jobs
Grüne empfiehlt Hartz-Empfängern Beschäftigung (Neues Deutschland)

Der Vorschlag, der hier von Frau Hammerling von den Grünen kommt, ist zwar um einiges besser als die vorherigen menschenverachtenden Vorschläge von FDP, SPD und Professor X oben, weil die Grünenpolitikerin dort fordert, dass die HartzIVempfänger zum Hundescheißekontrollieren von der Stadt angestellt werden.
Somit wären es dann keine HartzIV-Empfänger mehr, die aus Angst vor ominösen „Sanktionen“ den Schnee schippen oder Westerwelle die Schuhe putzen müssen, nein, es wären Angestellte der Stadt, die richtig Geld bekommen für Arbeit.

Klingt dies alles auch so nett und blumig – jedenfalls im Vergleich zu den Forderungen anderer Parteien – stellt sich mir doch unweigerlich die Frage, warum Frau Hammerling bei all den mannigfaltigen Aufgaben, die auf Berlins Straßen nur so darauf warten, dass man staatliche Jobs aus ihnen macht, ausgerechnet die Hundekacke als Beispiel verwendet?
Hätte man nicht Falschparker oder Leute die illegal Müll abladen als Beispiel nehmen können? Frau Hammerling erwähnt viele öffentliche Aufgaben, die für mögliche neue Stadtangestellte quasi schon bereitliegen würden. Warum kommt sie ausgerechnet mit der ekligsten Aufgabe, und will sie HartzIV-Empfängern auf’s Auge drücken?

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