Impactsuspect » Zwielichtige Vampire III
Mrz
02
2010

Zwielichtige Vampire III

In diesem Artikel möchte ich den dritten Band der Twilight-Reihe auseinandernehmen, wie ich auch schon Band eins und zwei kritisiert habe. Die Rezensionen zu den Büchern findet ihr hier: Link und hier: Link.

Auch im wirklichen Leben Erzrivalen? Wölfe und Fledermäuse.

Nun aber Band 3, der da heißt „Biss zum Abendrot“.

*

Ich muss gestehen, dass ich einige Hoffnung hatte,  die Reihe würde nun immer besser werden. Immerhin war das erste Buch der Erstling von Stephene Meyer, da kann man noch einiges durchgehen lassen, und das zweite Buch empfand ich als um einiges besser als das erste. „Wird schon!“, dachte ich mir, vielleicht ist das dritte ja – analog zur Harry Potter Reihe – das beste?

Aber nein.  Der dritte Band der Twilight-Reihe war – für mich persönlich – die bisher schmerzhafteste Vampirerfahrung:

Die Charaktere empfand ich weiterhin als eindimensional, die Handlung, Spannung und der Plot lassen lange auf sich warten, und sowas wie einen Spannungshöhepunkt sucht man vergebens.

Bella hat immer noch den Hausarrest, den sie nach den Ereignissen im zweiten Band aufgebrummt bekommen hatte. Sie liest um sich die Zeit zu vertreiben in Emily Brontës „Sturmhöhe“. Schön, wenn einen schlechte Bücher an gute Bücher erinnern, die man statt dessen lesen könnte. Aber na ja.

Um den Plot des Buches nicht noch weiter zu behindern, als es die Autorin ohnehin schon tut, erlässt Bellas Vater dieser zu Beginn des Buches dann aber den restlichen  Hausarrest.

Bella leidet aber trotzdem weiter, weil sie Jacob nicht besuchen darf. Das hat ihr nicht etwa ihr Vater verboten, nein im Gegenteil, der würde sich freuen. Das Verbot wurde ihr von Milchschnitte auferlegt, weil Werwölfe eben nun einmal gefährlich sind …sagt der Vampir. Anrufen kann Bella Jacob auch nicht, weil der dann sowieso nicht abnimmt.

Der ganze erste Teil des Buches besteht dann auch aus Bella, die ihren Vampirfreunden ausbüxt um sich mit Jacob zu treffen, der sie dafür anmault, dass sie sich mit Vampiren rumtreibt, nur damit sie sich dann später mit Milchschnitte darüber streiten kann, dass sie sich mit Werwölfen rumtreibt.

Bella beim ruhigen, analytischen Nachdenken

Ausserdem streitet sie sich mit Milchschnitte auch noch darum, dass sie aber nicht heiraten will, wie er es ihr zur Bedingung gemacht hat, wenn sie je gebissen werden will, darüber dass Bella gerne mit Milchschnitte ins Bett will, der das aber für zu gefährlich hält, und das Bella möglichst gestern zum Vampir gemacht werden möchte.

Dieser Themenkomplex füllt mindestens das halbe Buch, und den fand ich unglaublich langweilig, und Bella wird dadurch, dass sie aber ALLES will und zwar SOFORT, auch nicht wirklich sympathischer.

Über Milchschnitte erfährt man derweil herzlich wenig, dabei gäbe es da so viel interessantes, was man hätte erzählen können, immerhin ist Milchschnitte über 90 Jahre alt. Einige Fragen, die ich mir unwillkürlich bei der Lektüre des Buches stellte, waren zum Beispiel:

– Was hat er all die Jahre getrieben? Er kann ja schließlich nicht immer nur zuhause gehockt haben in all den Jahren?

– War Milchschnitte vielleicht schon mal verheiratet? Wen ja mit wem, wenn nein warum nicht?

– Wie genau ging es Milchschnitte damit, als er zum Vampir gemacht wurde? War seine Eingewöhnungszeit schlimm? Das wird zwar hin und wieder mal ominös angerissen, Einzelheiten erfahren wir aber nicht.

– Hat Milchschnitte eigentlich noch andere Hobbies außer „Claire de Lune“ spielen? Fotografiert er? Spielt er Shuffleboard in der Olympiamannschaft? Irgendwas?

Man erfährt so ziemlich genau NICHTS. Das ganze Buch, vom Pro- und Epilog einmal abgesehen, ist eine einzige Abschrift von Bellas Gedanken, und selbst sie stellt diese Fragen nicht. Auch Milchschnitte stellt keine Fragen, obwohl Bella die einzige Person ist, deren Gedanken er nicht lesen kann.

Statt dessen vergeudet man seine Zeit mit Eifersüchteleien und Beziehungsstress.

Na ja, irgendwann klopft dann die Handlung leise an. Die Vampirfreunde finden heraus, dass irgendein unbekannter Vampireinbrecher in Bellas Zimmer war, und – salopp ausgedrückt – ihre Unterwäsche geklaut hat. Könnte dies mit Victoria zu tun haben? Der Vampirin, die Bella umbringen will, weil sie diese für den Tod ihres Freundes verantwortlich macht, der Bella umbringen wollte? Wer weiß, wer weiß?

Noch sowas: Warum wollen alle Vampire immer Bella umbringen? Schwitzt sie Blut, oder was? O_o

Außerdem kommt es in Seattle zu einer Reihe von Gewaltverbrechen, die Milchschnitte fachkundig für von stümperhaften Vampiren verübt hält.

Das hab ich jetzt aber schon sehr komprimiert, dazwischen müsst ihr euch noch jede Menge Gejammer von Bella vorstellen. Bella ist entweder traurig, weil sie aber mit Jacob zusammen sein will, weil sie aber nicht heiraten will, weil sie aber poppen will, weil sie aber keine Geburtstagsfeier will oder weil sie will, dass Vampire und Werwölfe sich vertragen.

Weiter künstlich aufgebläht hat Stephenie Meyer ihr Buch mit den schon aus Band eins und zwei bekannten Beschreibungen des „überirdischen“ Aussehens von Milchschnitte. Diese Beschreibungen hat sie aber dann doch ein wenig verändert. Mir ist diesmal nicht einmal aufgefallen, dass sie darüber schreibt, wie „schön aber gefährlich“ oder „gefährlich aber auch schön“ Milchschnitte ist, statt dessen wird er mit Michelangelos David verglichen, der nach neuesten Untersuchungen ja schwere Haltungsschäden hat, aber das war sicher nicht gemeint.

Bis dann endlich mal was annäherd spannendes passiert, sollen dann insgesamt auch 3/4 des Buches, gefüllt mit solchem Geschwafel, vergehen.

Okay, Handlung:

Irgendwann im hinteren Teil des Buches feiern die Cullens, die nette vegetarische Vampirfamilie von nebenan, für Bella eine Geburtstagsparty. Bella möchte zwar nur ungern im Mittelpunkt stehen, doch die Vampirwahrsagerin, die scheinbar von den Sitten und Gebräuchen von Normalsterblichen besessen ist, möchte unbedingt eine Geburtstagsparty ausrichten. Viele von Bellas menschlichen Freunden, die außer im ersten Teil der Saga jedoch kaum eine Rolle mehr spielen kommen auch.
Dummerweise hat Bella quasi aus Versehen auch Jacob eingeladen, der sich das nicht zweimal sagen lässt, und prompt mit ein paar anderen Werwölfen im Schlepptau vorbeikommt.
„Super!“, denkt sich der Leser – bzw. ich zumindest – „Endlich passiert mal was! Gleich gibt’s Fratzengeballer!“
Aber nein.
Die Vampire verlassen sicherheitshalber die Party, vielleicht aus Angst, Höflichkeit oder weil die Werwölfe so grässlich riechen. Vielleicht auch aus einer Kombination von allen drei Dingen.
Bella unterhält sich ein wenig mit den Werwölfen, die ich nur mit dem Prädikat „halbstark“ versehen kann, bis sie dann von der Wahrsagevampiren zu erfahren bekommt, dass die bekloppten Vampire aus Seattle bald angreifen.

Fast augenblicklich vertragen sich die Werwölfe mit der Vampirfamilie um gegen die gemeinsame Bedrohung aus Seattle zu kämpfen. Herrje, die Vampire und die Werwölfe studieren sogar gemeinsam Kampftechniken ein, während eifrig beratschlagt wird, Was mit Bella geschehen soll.
Der Leser – also ich – denkt sich „Nagut, kein Vampir-vs.-Werwolf-Fratzengeballer, aber dafür immerhin ein episches Gemetzel zwischen Vampiren und Werwölfen auf der einen, und bekloppten Vampiren aus Seattle auf der anderen Seite.“ Immerhin, das würde zwar nicht für den emotionalen Gedankenmüll entschädigen, den ich bisher lesen musste, wäre aber mal ein Friedensangebot an den Leser – also an mich.
Und mal ehrlich: Da kann man doch was draus machen oder? „Vampire gegen Werwölfe“ ist ja schon ein wenig wie „Underworld“ aber „Vampire und Werwölfe gegen Vampire“ das ist ja mindestens… …wie 2x „Underworld“!

Die Werwolf-Vampir-Allianz

Aber nein.
Bella, der die Handlung des Buches ja folgt wie der treue Hund Toto aus dem „Zauberer von Oz“ wird von Jacob, Milchschnitte und einem anderen Werwolf, an dessen Namen ich mich nicht erinnere, fortgebracht. Milchschnitte kommt übrigens nur mit, weil Balla NICHT OHNE IHN LEBEN KANN!!!!1elf  Zuerst war der Plan, dass er nicht mitkommt, aber da wurde Bella unglaublich traurig.
Nun kommt Milchschnitte mit, so dass Bella unglaublich traurig darüber sein kann, dass vielleicht Untote, die sie mag, sterben, weil Edward nicht am epischen Fratzengeballer teilnehmen kann.
Bella wird von den drei Gescheiten auf dem Weg nach Nirgendwo also in den Wald gebracht, wo sie fast erfriert. Aber immerhin erfriert sie ja in Sicherheit, ist ja auch schon mal was. „Aus medizinischen Gründen“ kuschelt sich Jacob in ihrem Schlafsack an sie, während Milchschnitte draußen steht, und und sich darüber ärgert, dass er sich nunmal so anfühlt, als würde er im Kühlregal aufbewahrt.
Anderswo tobt vielleicht schon ein episches Gemetzel von den Ausmaßen der Schlacht von Helms Klamm, aber davon bekommen wir ja nichts mit, weil wir als Leser quasi Bella beim Schlafen zuschauen.
Danke Stefenie!

Selbst Jacob wird das zu langweilig, woraufhin er ab zum Kampf geht. Sogar er bekommt mehr Action mit als der Leser dieses Buches.
Kaum denkt man sich das, passiert tatsächlich mal was:
Das Camp wird angegriffen, und zwar von *Überraschung!* Victoria. Wer hätte das nur ahnen können? Aber nun haben wir es immerhin schwarz auf weiß, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, dass die bekloppte Vampirarmee aus Seattle auf ihrem Mist gewachsen ist, auch wenn im Buch vorher schon ein paar mal erwähnt wird, dass sie wahrscheinlich dahinter steckt.
Victoria ist aber nicht alleine gekommen, nein so bekloppt wie ihre Vampirarmee ist die blutsaugende Meisterstrategin nicht, sie hat einen der bekloppten Vampire mitgenommen.
Auf der einen Seite also ein gedankenlesender Milchschnittevampir, ein im Kampf gegen Vampire geschulter Werwolf und …nun… Bella, und auf der anderen Seite ein Vampir, und ein bekloppter Vampir. Alleine wenn sich dich diese Aufstellung so anschaut, braucht man kein Kampfexperte zu sein, um einen klaren Favoriten zu sehen. Aber als Twilight-Leser sind wir uns ja sowieso schon ziemlich sicher, dass weder Bella noch Milchschnitte viel passiert, immerhin gibt es ja noch einen vierten Teil. Der namenlose Werwolf könnte rein theoretisch als Redshirt dran glauben, aber die Frage die ich mir zu diesem kleinen Scharmützel stelle ist eher folgende:
WARUM NIMMT VICTORIA NICHT GLEICH FÜNF VON IHREN VAMPIREN MIT, NUR UM AUF NUMMER SICHER ZU GEHEN?
Herrje, da ist ja jeder Bondbösewicht besser vorbereitet.
Na ja, erst versucht Milchschnitte das alte „Ich lese die Gedanken des Gefolgsmannes, und versuche ihn auf unsere Seite zu ziehen“, leider erfolglos, dann wird recht kurz gekämpft. Irgendwann wirft Bella auch einen Stein nach irgendwem, und kurz drauf sind die beiden Bösewichte tot.

Irgendwas scheint aber doch nicht ganz zu stimmen, denn Milchschnitte bekommt sowas wie einen telepathischen Anfall.
ENDLICH eilen die drei zum Hauptkampf, der dann auch schon vorbei ist, als man ankommt, und dem Leser – also mir – somit jede weitere Chance auf ein kleines bisschen Horrorshow nimmt.
Jacob ist verletzt. [Werwölfe Abgang Bühne links]

Dann scheint es für einen kurzen Moment aber erst richtig loszugehen: Die italienischen Obervampire aus Band zwei betreten die Szenerie. Ich – als Leser – denke mir: „Da hast du mich aber ganz schön an der Nase herumgeführt Stephenie! Ich hätte fast schon gedacht, dass es das jetzt wirklich gewesen war mit den epischen Kämpfen!“
Nun also, der unvermeidbare Konflikt mit den alten und mächtigen italienischen Glitzervampiren soll nun endlich ein für alle mal geklärt werden! Ein Kampf bis auf den Tod!?
Aber nein.
Statt dessen unterhält sich unsere Vampirfamile höflich mit den Italienern, welche ihrerseits freudig zur Kenntnis nehmen, dass das Problem mit den bekloppten Vampiren aus Seattle schon gelöst ist. Deswegen sind die nämlich den weiten Weg über den Atlantik gekommen. Die bekloppten Seattlevampire haben sich nicht an den Code gehalten. (Wahrscheinlich ist dieser Vampircode das, was man an einer Vampirakademie lernen kann)
Ach ja, die Italiener bringen noch den letzten von den bekloppten Seattlevampiren um, der sich ergeben hatte. Macht man wohl so bei denen. Die Italiener also so sinngemäß: „Huch! Das Problem hat sich ja schon erledigt! Da sieh‘ mal einer kuck! Könn‘ wir ja eigentlich auch wieder umkehren!“
Dann bedrohen sich die beiden Vampirgruppen noch ein wenig – gehört bei Vampiren wahrscheinlich zum guten Ton – und die Italiener ziehen wieder ab.

WHAT THE FUCKING FUCK?

Das war jetzt also schon die DRITTE Chance auf noch ein wenig Action, an der Stephenie Meyer aber gezielt vorbeischreibt. Was soll das? Ich sage mal voraus, dass der Kampf zwischen der Vampirarmee aus Seattle und der gemischen Vampir-Werwolfgruppe im Film sicher nicht ausgespart wird. Im Film zum Buch werden wir den Kampf sehen. Nur eben im Buch dürfen wir nicht drüber lesen. WARUM???

Wenig später besucht Bella dann irgendwann Jacob, dem es schon besser geht, am Krankenbett, und erklärt ihm sinngemäß: „Ich liepe tich Jacob, aba ohne ten Edwatt KANN ICH NICHT LEBÄN!!!1elf“, und dass es natürlich nicht das gute Aussehen Milchschnittes ist, an dem das liegt. Wird ja nur zufällig in jedem Zweiten Satz dieser Saga, die ja im Grunde nur Bellas Gedanken wiedergibt, erwähnt wie überirdisch supertoll Milchschnitte denn nun wirklich aussieht. Bei Licht betrachtet scheinen Milchschnitte sowieso kaum andere Attribute auszuzeichnen.
Aber wenn Edward so ein schielender Buckelfips mit Hinkefuss wäre, dann würde Bella ihn genauso lieben? Ich habe da so meine Zweifel. Das würde die Filme aber auf jeden Fall witziger machen, wenn Steve Buscemi oder so den Milchschnitte spielen würde.

Wäre Bella in ihn genauso verliebt?

Dann geht’s wieder bei den Cullens weiter, bei der freundlichen Vampirfamilie von Nebenan also. Und zwar – furchtbar spannend – mit Hochzeitsvorbereitungen. Dann will Michschnitte, der bisher ja immer auf der Hochzeit als Bedingung für den Nackenbiss bei Bella bestanden hat – plötzlich nicht mehr heiraten, sondern sie gleich beißen.
Dann ist sich Bella plötzlich nicht mehr sicher, ob sie überhaupt gebissen werden will, und will lieber heiraten.
Mädel entscheide dich!
Klar: Erst sich nicht entscheiden können, ob sie lieber den Werwolf oder den Vampir will, und dann ganz plötzlich heiraten wollen. Das wird bestimmt die super stabile Vampirehe.

Dann folgt noch ein kurzer Epilog, in dem Jacob ein wenig rumjammert, und dann ist das Buch vorbei.

Fazit:
Ich gebe ja zu, dass ich nicht zur Zielgruppe dieser Buchreihe zähle, aber trotzdem ist dieses Buch für mich bisher eindeutig das schlechteste in der Saga.
Wo die Action – und viel wichtiger: Die Spannung – in den ersten beiden Teilen erst recht spät kam, so hat der Plot doch irgendwie ausgereicht, um den Leser – ja sogar mich – ein Stück weit zu fesseln, und die ganze Sache mit den Obervampiren in Italien fand ich sogar ehrlich interessant.
Hier jedoch wird beim Leser gleich mehrmals der Eindruck erweckt, dass gleich irgendwas spannendes kommt, und dann kommt doch nix.
Ja, auch die anderen beiden Bücher hatten einen ziemlich lauen Spannungsbogen, aber die haben einem auch nicht mehr verspochen.

Mal sehen wie Teil 4 wird… Das dauert aber ne Weile, ich muss mich erst einmal erholen, und was richtiges Lesen. Zum Beispiel „Sturmhöhe“.

Written by Heiko C. in: Bücher,Beklopptes,Gruseliges,Kurzrezensionen | Schlagwörter: , , ,

7 Comments »

  • Ich dachte die ganze Zeit nur zwei Dinge:

    1. Du hast Teil 4 noch nicht gelesen.

    2. Mir wird jetzt (nach knapp Jahr, dass ich die Bücher gelesen hab) erst das epische Ausmaß der Nicht-Handlung der Bücher bewusst.

    Ich danke dir für diese wirklich treffende Zusammenfassung.

    Comment | 2. März 2010
  • Birger

    Ähm … ja, passt schon … *g*

    Comment | 2. März 2010
  • Heiko C.

    Langsam bekomme ich echt Angst vor dem vierten Teil. O_o

    Comment | 2. März 2010
  • Krümel

    xD oh mann, mir gings genauso. ich war vom 3. teil sowas von enttäuscht…und ähm..ja..zum 4. sag ich jetzt nichts 😉

    Comment | 4. März 2010
  • HMMM!!!!!! ……:D jaja Bella will will *frechgrins*
    Du hast das gröbster erfasst Heiko! 😀
    Die Bücher werden net wirklich spannender ^^“ das vierte ist ganz andere nummer als die ersten teile O_O
    Und Bella geht einem wirklich irgendwann auf den Geißt!
    Sie will dies sie will das!
    XD Naja ich wünsche dir viel spass beim lesen vom vierten teil 😉

    Comment | 6. März 2010
  • Heiko C.

    Danke, bin ich also nicht alleine mit dem Eindruck.
    Was ich so schade finde: Im dritten Band sind ja nun wirklich alle Voraussetzungen für eine spannende Geschichte. Stephenie Meyer macht aber nichts draus.
    Das war in Band 1 und 2 noch anders, da gab’s noch einige spannende Momente. :-/

    Comment | 6. März 2010
  • Soph

    Jetzt wo ich den Artikel so lese stimmt es tatsächlich. Die handlung ist lahm und nichts passiert. Das wird mir ganz schön spät klar. 😉

    Comment | 21. Juni 2010

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  • Ich dachte die ganze Zeit nur zwei Dinge:

    1. Du hast Teil 4 noch nicht gelesen.

    2. Mir wird jetzt (nach knapp Jahr, dass ich die Bücher gelesen hab) erst das epische Ausmaß der Nicht-Handlung der Bücher bewusst.

    Ich danke dir für diese wirklich treffende Zusammenfassung.

    Comment | 2. März 2010
  • Birger

    Ähm … ja, passt schon … *g*

    Comment | 2. März 2010
  • Heiko C.

    Langsam bekomme ich echt Angst vor dem vierten Teil. O_o

    Comment | 2. März 2010
  • Krümel

    xD oh mann, mir gings genauso. ich war vom 3. teil sowas von enttäuscht…und ähm..ja..zum 4. sag ich jetzt nichts 😉

    Comment | 4. März 2010
  • HMMM!!!!!! ……:D jaja Bella will will *frechgrins*
    Du hast das gröbster erfasst Heiko! 😀
    Die Bücher werden net wirklich spannender ^^“ das vierte ist ganz andere nummer als die ersten teile O_O
    Und Bella geht einem wirklich irgendwann auf den Geißt!
    Sie will dies sie will das!
    XD Naja ich wünsche dir viel spass beim lesen vom vierten teil 😉

    Comment | 6. März 2010
  • Heiko C.

    Danke, bin ich also nicht alleine mit dem Eindruck.
    Was ich so schade finde: Im dritten Band sind ja nun wirklich alle Voraussetzungen für eine spannende Geschichte. Stephenie Meyer macht aber nichts draus.
    Das war in Band 1 und 2 noch anders, da gab’s noch einige spannende Momente. :-/

    Comment | 6. März 2010
  • Soph

    Jetzt wo ich den Artikel so lese stimmt es tatsächlich. Die handlung ist lahm und nichts passiert. Das wird mir ganz schön spät klar. 😉

    Comment | 21. Juni 2010

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Mrz
02
2010

Zwielichtige Vampire III

In diesem Artikel möchte ich den dritten Band der Twilight-Reihe auseinandernehmen, wie ich auch schon Band eins und zwei kritisiert habe. Die Rezensionen zu den Büchern findet ihr hier: Link und hier: Link.

Auch im wirklichen Leben Erzrivalen? Wölfe und Fledermäuse.

Nun aber Band 3, der da heißt „Biss zum Abendrot“.

*

Ich muss gestehen, dass ich einige Hoffnung hatte,  die Reihe würde nun immer besser werden. Immerhin war das erste Buch der Erstling von Stephene Meyer, da kann man noch einiges durchgehen lassen, und das zweite Buch empfand ich als um einiges besser als das erste. „Wird schon!“, dachte ich mir, vielleicht ist das dritte ja – analog zur Harry Potter Reihe – das beste?

Aber nein.  Der dritte Band der Twilight-Reihe war – für mich persönlich – die bisher schmerzhafteste Vampirerfahrung:

Die Charaktere empfand ich weiterhin als eindimensional, die Handlung, Spannung und der Plot lassen lange auf sich warten, und sowas wie einen Spannungshöhepunkt sucht man vergebens.

Bella hat immer noch den Hausarrest, den sie nach den Ereignissen im zweiten Band aufgebrummt bekommen hatte. Sie liest um sich die Zeit zu vertreiben in Emily Brontës „Sturmhöhe“. Schön, wenn einen schlechte Bücher an gute Bücher erinnern, die man statt dessen lesen könnte. Aber na ja.

Um den Plot des Buches nicht noch weiter zu behindern, als es die Autorin ohnehin schon tut, erlässt Bellas Vater dieser zu Beginn des Buches dann aber den restlichen  Hausarrest.

Bella leidet aber trotzdem weiter, weil sie Jacob nicht besuchen darf. Das hat ihr nicht etwa ihr Vater verboten, nein im Gegenteil, der würde sich freuen. Das Verbot wurde ihr von Milchschnitte auferlegt, weil Werwölfe eben nun einmal gefährlich sind …sagt der Vampir. Anrufen kann Bella Jacob auch nicht, weil der dann sowieso nicht abnimmt.

Der ganze erste Teil des Buches besteht dann auch aus Bella, die ihren Vampirfreunden ausbüxt um sich mit Jacob zu treffen, der sie dafür anmault, dass sie sich mit Vampiren rumtreibt, nur damit sie sich dann später mit Milchschnitte darüber streiten kann, dass sie sich mit Werwölfen rumtreibt.

Bella beim ruhigen, analytischen Nachdenken

Ausserdem streitet sie sich mit Milchschnitte auch noch darum, dass sie aber nicht heiraten will, wie er es ihr zur Bedingung gemacht hat, wenn sie je gebissen werden will, darüber dass Bella gerne mit Milchschnitte ins Bett will, der das aber für zu gefährlich hält, und das Bella möglichst gestern zum Vampir gemacht werden möchte.

Dieser Themenkomplex füllt mindestens das halbe Buch, und den fand ich unglaublich langweilig, und Bella wird dadurch, dass sie aber ALLES will und zwar SOFORT, auch nicht wirklich sympathischer.

Über Milchschnitte erfährt man derweil herzlich wenig, dabei gäbe es da so viel interessantes, was man hätte erzählen können, immerhin ist Milchschnitte über 90 Jahre alt. Einige Fragen, die ich mir unwillkürlich bei der Lektüre des Buches stellte, waren zum Beispiel:

– Was hat er all die Jahre getrieben? Er kann ja schließlich nicht immer nur zuhause gehockt haben in all den Jahren?

– War Milchschnitte vielleicht schon mal verheiratet? Wen ja mit wem, wenn nein warum nicht?

– Wie genau ging es Milchschnitte damit, als er zum Vampir gemacht wurde? War seine Eingewöhnungszeit schlimm? Das wird zwar hin und wieder mal ominös angerissen, Einzelheiten erfahren wir aber nicht.

– Hat Milchschnitte eigentlich noch andere Hobbies außer „Claire de Lune“ spielen? Fotografiert er? Spielt er Shuffleboard in der Olympiamannschaft? Irgendwas?

Man erfährt so ziemlich genau NICHTS. Das ganze Buch, vom Pro- und Epilog einmal abgesehen, ist eine einzige Abschrift von Bellas Gedanken, und selbst sie stellt diese Fragen nicht. Auch Milchschnitte stellt keine Fragen, obwohl Bella die einzige Person ist, deren Gedanken er nicht lesen kann.

Statt dessen vergeudet man seine Zeit mit Eifersüchteleien und Beziehungsstress.

Na ja, irgendwann klopft dann die Handlung leise an. Die Vampirfreunde finden heraus, dass irgendein unbekannter Vampireinbrecher in Bellas Zimmer war, und – salopp ausgedrückt – ihre Unterwäsche geklaut hat. Könnte dies mit Victoria zu tun haben? Der Vampirin, die Bella umbringen will, weil sie diese für den Tod ihres Freundes verantwortlich macht, der Bella umbringen wollte? Wer weiß, wer weiß?

Noch sowas: Warum wollen alle Vampire immer Bella umbringen? Schwitzt sie Blut, oder was? O_o

Außerdem kommt es in Seattle zu einer Reihe von Gewaltverbrechen, die Milchschnitte fachkundig für von stümperhaften Vampiren verübt hält.

Das hab ich jetzt aber schon sehr komprimiert, dazwischen müsst ihr euch noch jede Menge Gejammer von Bella vorstellen. Bella ist entweder traurig, weil sie aber mit Jacob zusammen sein will, weil sie aber nicht heiraten will, weil sie aber poppen will, weil sie aber keine Geburtstagsfeier will oder weil sie will, dass Vampire und Werwölfe sich vertragen.

Weiter künstlich aufgebläht hat Stephenie Meyer ihr Buch mit den schon aus Band eins und zwei bekannten Beschreibungen des „überirdischen“ Aussehens von Milchschnitte. Diese Beschreibungen hat sie aber dann doch ein wenig verändert. Mir ist diesmal nicht einmal aufgefallen, dass sie darüber schreibt, wie „schön aber gefährlich“ oder „gefährlich aber auch schön“ Milchschnitte ist, statt dessen wird er mit Michelangelos David verglichen, der nach neuesten Untersuchungen ja schwere Haltungsschäden hat, aber das war sicher nicht gemeint.

Bis dann endlich mal was annäherd spannendes passiert, sollen dann insgesamt auch 3/4 des Buches, gefüllt mit solchem Geschwafel, vergehen.

Okay, Handlung:

Irgendwann im hinteren Teil des Buches feiern die Cullens, die nette vegetarische Vampirfamilie von nebenan, für Bella eine Geburtstagsparty. Bella möchte zwar nur ungern im Mittelpunkt stehen, doch die Vampirwahrsagerin, die scheinbar von den Sitten und Gebräuchen von Normalsterblichen besessen ist, möchte unbedingt eine Geburtstagsparty ausrichten. Viele von Bellas menschlichen Freunden, die außer im ersten Teil der Saga jedoch kaum eine Rolle mehr spielen kommen auch.
Dummerweise hat Bella quasi aus Versehen auch Jacob eingeladen, der sich das nicht zweimal sagen lässt, und prompt mit ein paar anderen Werwölfen im Schlepptau vorbeikommt.
„Super!“, denkt sich der Leser – bzw. ich zumindest – „Endlich passiert mal was! Gleich gibt’s Fratzengeballer!“
Aber nein.
Die Vampire verlassen sicherheitshalber die Party, vielleicht aus Angst, Höflichkeit oder weil die Werwölfe so grässlich riechen. Vielleicht auch aus einer Kombination von allen drei Dingen.
Bella unterhält sich ein wenig mit den Werwölfen, die ich nur mit dem Prädikat „halbstark“ versehen kann, bis sie dann von der Wahrsagevampiren zu erfahren bekommt, dass die bekloppten Vampire aus Seattle bald angreifen.

Fast augenblicklich vertragen sich die Werwölfe mit der Vampirfamilie um gegen die gemeinsame Bedrohung aus Seattle zu kämpfen. Herrje, die Vampire und die Werwölfe studieren sogar gemeinsam Kampftechniken ein, während eifrig beratschlagt wird, Was mit Bella geschehen soll.
Der Leser – also ich – denkt sich „Nagut, kein Vampir-vs.-Werwolf-Fratzengeballer, aber dafür immerhin ein episches Gemetzel zwischen Vampiren und Werwölfen auf der einen, und bekloppten Vampiren aus Seattle auf der anderen Seite.“ Immerhin, das würde zwar nicht für den emotionalen Gedankenmüll entschädigen, den ich bisher lesen musste, wäre aber mal ein Friedensangebot an den Leser – also an mich.
Und mal ehrlich: Da kann man doch was draus machen oder? „Vampire gegen Werwölfe“ ist ja schon ein wenig wie „Underworld“ aber „Vampire und Werwölfe gegen Vampire“ das ist ja mindestens… …wie 2x „Underworld“!

Die Werwolf-Vampir-Allianz

Aber nein.
Bella, der die Handlung des Buches ja folgt wie der treue Hund Toto aus dem „Zauberer von Oz“ wird von Jacob, Milchschnitte und einem anderen Werwolf, an dessen Namen ich mich nicht erinnere, fortgebracht. Milchschnitte kommt übrigens nur mit, weil Balla NICHT OHNE IHN LEBEN KANN!!!!1elf  Zuerst war der Plan, dass er nicht mitkommt, aber da wurde Bella unglaublich traurig.
Nun kommt Milchschnitte mit, so dass Bella unglaublich traurig darüber sein kann, dass vielleicht Untote, die sie mag, sterben, weil Edward nicht am epischen Fratzengeballer teilnehmen kann.
Bella wird von den drei Gescheiten auf dem Weg nach Nirgendwo also in den Wald gebracht, wo sie fast erfriert. Aber immerhin erfriert sie ja in Sicherheit, ist ja auch schon mal was. „Aus medizinischen Gründen“ kuschelt sich Jacob in ihrem Schlafsack an sie, während Milchschnitte draußen steht, und und sich darüber ärgert, dass er sich nunmal so anfühlt, als würde er im Kühlregal aufbewahrt.
Anderswo tobt vielleicht schon ein episches Gemetzel von den Ausmaßen der Schlacht von Helms Klamm, aber davon bekommen wir ja nichts mit, weil wir als Leser quasi Bella beim Schlafen zuschauen.
Danke Stefenie!

Selbst Jacob wird das zu langweilig, woraufhin er ab zum Kampf geht. Sogar er bekommt mehr Action mit als der Leser dieses Buches.
Kaum denkt man sich das, passiert tatsächlich mal was:
Das Camp wird angegriffen, und zwar von *Überraschung!* Victoria. Wer hätte das nur ahnen können? Aber nun haben wir es immerhin schwarz auf weiß, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, dass die bekloppte Vampirarmee aus Seattle auf ihrem Mist gewachsen ist, auch wenn im Buch vorher schon ein paar mal erwähnt wird, dass sie wahrscheinlich dahinter steckt.
Victoria ist aber nicht alleine gekommen, nein so bekloppt wie ihre Vampirarmee ist die blutsaugende Meisterstrategin nicht, sie hat einen der bekloppten Vampire mitgenommen.
Auf der einen Seite also ein gedankenlesender Milchschnittevampir, ein im Kampf gegen Vampire geschulter Werwolf und …nun… Bella, und auf der anderen Seite ein Vampir, und ein bekloppter Vampir. Alleine wenn sich dich diese Aufstellung so anschaut, braucht man kein Kampfexperte zu sein, um einen klaren Favoriten zu sehen. Aber als Twilight-Leser sind wir uns ja sowieso schon ziemlich sicher, dass weder Bella noch Milchschnitte viel passiert, immerhin gibt es ja noch einen vierten Teil. Der namenlose Werwolf könnte rein theoretisch als Redshirt dran glauben, aber die Frage die ich mir zu diesem kleinen Scharmützel stelle ist eher folgende:
WARUM NIMMT VICTORIA NICHT GLEICH FÜNF VON IHREN VAMPIREN MIT, NUR UM AUF NUMMER SICHER ZU GEHEN?
Herrje, da ist ja jeder Bondbösewicht besser vorbereitet.
Na ja, erst versucht Milchschnitte das alte „Ich lese die Gedanken des Gefolgsmannes, und versuche ihn auf unsere Seite zu ziehen“, leider erfolglos, dann wird recht kurz gekämpft. Irgendwann wirft Bella auch einen Stein nach irgendwem, und kurz drauf sind die beiden Bösewichte tot.

Irgendwas scheint aber doch nicht ganz zu stimmen, denn Milchschnitte bekommt sowas wie einen telepathischen Anfall.
ENDLICH eilen die drei zum Hauptkampf, der dann auch schon vorbei ist, als man ankommt, und dem Leser – also mir – somit jede weitere Chance auf ein kleines bisschen Horrorshow nimmt.
Jacob ist verletzt. [Werwölfe Abgang Bühne links]

Dann scheint es für einen kurzen Moment aber erst richtig loszugehen: Die italienischen Obervampire aus Band zwei betreten die Szenerie. Ich – als Leser – denke mir: „Da hast du mich aber ganz schön an der Nase herumgeführt Stephenie! Ich hätte fast schon gedacht, dass es das jetzt wirklich gewesen war mit den epischen Kämpfen!“
Nun also, der unvermeidbare Konflikt mit den alten und mächtigen italienischen Glitzervampiren soll nun endlich ein für alle mal geklärt werden! Ein Kampf bis auf den Tod!?
Aber nein.
Statt dessen unterhält sich unsere Vampirfamile höflich mit den Italienern, welche ihrerseits freudig zur Kenntnis nehmen, dass das Problem mit den bekloppten Vampiren aus Seattle schon gelöst ist. Deswegen sind die nämlich den weiten Weg über den Atlantik gekommen. Die bekloppten Seattlevampire haben sich nicht an den Code gehalten. (Wahrscheinlich ist dieser Vampircode das, was man an einer Vampirakademie lernen kann)
Ach ja, die Italiener bringen noch den letzten von den bekloppten Seattlevampiren um, der sich ergeben hatte. Macht man wohl so bei denen. Die Italiener also so sinngemäß: „Huch! Das Problem hat sich ja schon erledigt! Da sieh‘ mal einer kuck! Könn‘ wir ja eigentlich auch wieder umkehren!“
Dann bedrohen sich die beiden Vampirgruppen noch ein wenig – gehört bei Vampiren wahrscheinlich zum guten Ton – und die Italiener ziehen wieder ab.

WHAT THE FUCKING FUCK?

Das war jetzt also schon die DRITTE Chance auf noch ein wenig Action, an der Stephenie Meyer aber gezielt vorbeischreibt. Was soll das? Ich sage mal voraus, dass der Kampf zwischen der Vampirarmee aus Seattle und der gemischen Vampir-Werwolfgruppe im Film sicher nicht ausgespart wird. Im Film zum Buch werden wir den Kampf sehen. Nur eben im Buch dürfen wir nicht drüber lesen. WARUM???

Wenig später besucht Bella dann irgendwann Jacob, dem es schon besser geht, am Krankenbett, und erklärt ihm sinngemäß: „Ich liepe tich Jacob, aba ohne ten Edwatt KANN ICH NICHT LEBÄN!!!1elf“, und dass es natürlich nicht das gute Aussehen Milchschnittes ist, an dem das liegt. Wird ja nur zufällig in jedem Zweiten Satz dieser Saga, die ja im Grunde nur Bellas Gedanken wiedergibt, erwähnt wie überirdisch supertoll Milchschnitte denn nun wirklich aussieht. Bei Licht betrachtet scheinen Milchschnitte sowieso kaum andere Attribute auszuzeichnen.
Aber wenn Edward so ein schielender Buckelfips mit Hinkefuss wäre, dann würde Bella ihn genauso lieben? Ich habe da so meine Zweifel. Das würde die Filme aber auf jeden Fall witziger machen, wenn Steve Buscemi oder so den Milchschnitte spielen würde.

Wäre Bella in ihn genauso verliebt?

Dann geht’s wieder bei den Cullens weiter, bei der freundlichen Vampirfamilie von Nebenan also. Und zwar – furchtbar spannend – mit Hochzeitsvorbereitungen. Dann will Michschnitte, der bisher ja immer auf der Hochzeit als Bedingung für den Nackenbiss bei Bella bestanden hat – plötzlich nicht mehr heiraten, sondern sie gleich beißen.
Dann ist sich Bella plötzlich nicht mehr sicher, ob sie überhaupt gebissen werden will, und will lieber heiraten.
Mädel entscheide dich!
Klar: Erst sich nicht entscheiden können, ob sie lieber den Werwolf oder den Vampir will, und dann ganz plötzlich heiraten wollen. Das wird bestimmt die super stabile Vampirehe.

Dann folgt noch ein kurzer Epilog, in dem Jacob ein wenig rumjammert, und dann ist das Buch vorbei.

Fazit:
Ich gebe ja zu, dass ich nicht zur Zielgruppe dieser Buchreihe zähle, aber trotzdem ist dieses Buch für mich bisher eindeutig das schlechteste in der Saga.
Wo die Action – und viel wichtiger: Die Spannung – in den ersten beiden Teilen erst recht spät kam, so hat der Plot doch irgendwie ausgereicht, um den Leser – ja sogar mich – ein Stück weit zu fesseln, und die ganze Sache mit den Obervampiren in Italien fand ich sogar ehrlich interessant.
Hier jedoch wird beim Leser gleich mehrmals der Eindruck erweckt, dass gleich irgendwas spannendes kommt, und dann kommt doch nix.
Ja, auch die anderen beiden Bücher hatten einen ziemlich lauen Spannungsbogen, aber die haben einem auch nicht mehr verspochen.

Mal sehen wie Teil 4 wird… Das dauert aber ne Weile, ich muss mich erst einmal erholen, und was richtiges Lesen. Zum Beispiel „Sturmhöhe“.

Written by Heiko C. in: Bücher,Beklopptes,Gruseliges,Kurzrezensionen | Schlagwörter: , , ,

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