Impactsuspect » 2010 » Januar
Jan
08
2010
0

Nackedeispannerstrahler III.: Full frontal nudity (in color)

„Vati, Vati, wo kommen all diese Verschwörungstheorien her?“
„Nun, Kind, einige haben ihren Ursprung bei der Bildzeitung!“

Wo fang‘ ich am besten an?

Nun die BILD hat ja scheinbar den Namen „Nacktscanner“ für die umstrittenen „Körperscanner“ geprägt, über die ich schon ein paar mal geschrieben habe, und die an Flughäfen eingesetzt werden sollen, um Fluggäste elektronisch von ihren Kleidern zu befreien.
Im Zuge dessen veröffentlichte die Bild auch einige – offenbar nicht als solche gekennzeichnete – Symbolfotos, die zeigen sollen, wie die Bilder von diesen Nacktscannern denn aussehen könnten.
Diese Bilder waren irgendwie merkwürdig, und verschiedene Leute haben verschiedene Schlüsse aus ihnen gezogen.

Bei Bildblog kam man zu dem Schluß, dass die Fotos im Grunde nur Negative von Bildern einer nackten Frau sind, die man bei einer Agentur für Symbolbilder zum Einbinden in seine mehr oder weniger journalistischen Artikel kaufen kann.

Bei Infowars.com kommt man hingegen zu der Konklusion, dass es sich tatsächlich um den Output dieser Nacktscanner handelt, und man diesen Output nur negativieren muss, um lebensechte Nacktbilder zu erhalten.

Wer da nun Recht hat, davon mag sich jeder selbst ein Bild machen, aber zum Vergleich hier nochmal das Video von einem tatsächlichen Nacktscanner bei der Arbeit.

Ich finde ja, das Konzept der Nacktscanner ist an sich schon gruselig genug. Da ist es mir als Fluggast auch egal, ob die Abbildung meines Körpers nun in Technicolor oder monochrom ist.
Recherchiert man seine Kritik an der Regierung, der Neuen Weltordnung oder was auch immer jedoch nicht gründlich genug, oder hübscht diese mit Halbwahrheiten auf, muss man sich nicht wundern, wenn einem Verschwörungstheoretisiererei vorgeworfen wird.

Im Kampf gegen einen globalen Überwachungsstaat oder ähnliches, ist sowas meines Erachtens nach kontraproduktiv.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: ,
Jan
07
2010
1

Nackedeispannerstrahler II.

P.S: Dieser Cartoon wurde komplett angekleidet eingescannt. 😉

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Lustiges,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jan
06
2010
5

Vampirbücher!!! AAAAHHHH!!!!

Mittlerweile gibt’s auch in den Bahnhofsbuchhandlungen von Niebüll und Westerland, die ich fast täglich frequentiere, fast ein ganzes Regal nur allein für verschiedene Vampirbücher. Sind Vampire in unseren Jahren das, was in den Achzigern die Dinosaurier waren?

Ich mein, es ist ja schön, wenn plötzlich alle jungen Leute lesen, aber es gibt doch auch noch andere Themen als Vampire, oder? Und sind nicht die meisten der erhältlichen Titel im Grunde sehr stark an Twilight angelehnt? Brauchen wir mehr wie Twilight?

Es gab vor einigen Jahren schonmal was ähnliches. Wegen Harry Potter. JK Rowling hat sich mit der Harry Potter Reihe ja von einer Sozialhilfeempfängerin zu einer der reichsten Frauen Englands geschrieben, und da wollten auch schon einige es ihr nachmachen, und haben mal bessere und mal schlechtere Harry-Potter Ripp-Offs geschrieben. Oder vielleicht wurden selbige auch nur lieber von den Verlegern aufgegriffen, um auf der Zauberschul-Welle zu reiten, solange sie anhält? Ich weiß es nicht.
Zwar hat Frau Rowling das Genre des „Zauberschulromans“ sicher nicht erfunden, sowas gibts schon sicher mindestens seit Achtzehnhunderttobak, aber Fakt ist, dass sie das Genre gewissermaßen modernisiert hat, und somit einen neuen Boom für diese Bücher – und Fantasy im Allgemeinen – auslöste.

Was hat das nun mit Vampiren zu tun?
Nun, obwohl Stephenie Meyer auch den „romantischen Vampirroman“ nicht erfunden hat, den gibt es schon seit Bram Stokers Dracula, hat sie ihn für eine gewisse Zielgruppe modern aufbereitet. Obwohl es bestimmt bessere Romane im Tennie-Romantik-Vampir-Genre geben muss (Bitte! Ich will einfach glauben, dass es so ist!), hat sie doch einen Nerv getroffen, und seitdem verkaufen sich ihre Bücher wie blöde.
Also kommen auch wieder irgendwelche Trittbrettfahrer, die mit ihren Romanen ebenfalls von dem Hype profitieren wollen.
Das klingt jetzt negativ, macht aber Kultur aus: Einer macht was, die Leute finden das toll, also macht ein anderer auch sowas, und versucht es besser zu machen.
Gäbe es diesen Mechanismus nicht, würden wir immer noch Mammute an Höhlenwände malen.

Im Regal mit Vampirbüchern fiel mir eines besonders ins Auge. Dieses hier:

Warum es mir ins Auge fiel? Nun, man sieht es auf dem Foto nicht wirklich, aber das Cover ist derart gestaltet, dass man meinen möchte, das Buch sei schon dutzendmal gelesen worden. Das Artwork des Covers sieht absichtlich so aus, als sei die Farbe an den Kanten abgerieben.
Clever, weil es einen zwingt, zweimal hinzusehen. Ich nahm das Buch also in die Hand und las mir den Klappentext durch. Heißt das bei einem Taschenbuch eigentlich Klappentext? Hat ja gar keine Klappen. Na die Zusammenfassung hinten auf dem Buchrücken meine ich. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.
Allein der erste Satz ließ mich schon stutzen.

Rose Hathaway steht vor ihrem Abschluss an der Vampirakademie.

Vampirakademie? Ist Vampir mittlerweile ein Lehrberuf? Gibts da einen akademischen Grad, den man bekommt, wenn man fertig ist? „Dr. vamp dent“, oder so? Ich dachte immer man müsste gebissen werden, ich wusste nicht, dass es da eine Art Ausbildung zum Vampir gibt, die man machen kann. Erstaunlich.

Ich hab den Roman jetzt natürlich nicht gekauft oder gelesen – kann ja sein, dass er ganz gut ist – aber Vampirakademie? Ich kann mir nicht helfen, aber mir kommt das fast so vor, als habe sich die Autorin Richelle Mead sich da beiderseitig von Harry Potter UND Twilight… nun „inspirieren lassen“.
Wow. Ich bin sprachlos. Ich bin beihnahe neugierig, wie das Buch ist. Aber nur beinahe.

Au, ja, bevor ich’s vergesse: Wer das Buch kennt, mag mal bitte seinen Eindruck in die Kommentare schreiben.

Nachtrag: Ich bin übrigens nicht der erste, der über das Vampirbuchphänomen stolpert.

Written by Heiko C. in: Bücher,Kurzrezensionen | Schlagwörter: ,
Jan
06
2010
4

Wo ein nordfriesischer Superbösewicht wohnen würde…

Als ich heute am Kurzentrum vorbei kam, und zufällig meine Kamera dabeihatte, ist mir das erstaunliche architektonische Konglomerat aufgefallen, dass das Schwimmbad „Sylter Welle“ mit dem nebenstehenden – meiner Meinung nach unglücklich benamten – „Syltness Center“ abgibt.
Und nein, ich werde leider nicht bezahlt, dafür, dass ich die beiden erwähne. Zumindest bisher nicht. Wenn mich jemand dafür bezahlen möchte, kann er mir gerne eine Email schicken.

Aber genug davon.
Beide Gebäude sehen jedenfalls so aus, als würden sie viel besser auf eine Geheimversteck-Vulkaninsel in der Südsee passen, und als ob in ihnen eine geheime Geheimorganisation irgendwelche dunklen Machenschaften vorantreibt.


Auf diesem Foto ist der Eingang des Schwimmbads zu sehen, man achte auf die verschiedenen Stile; Teile wirken verspielt, andere nüchtern, wieder andere eher futuristisch. Dieser Stilmisch findet sich oft auch bei den Zentralbasen von genialen Verbrechergenies in Filmen.

Bei diesem Bild bitte ich auf die bunkerartige Konstruktion links zu achten, die durch die halb-eingegrabene rechte Hälfte des Gebäudes nur verstärkt wird. Fehlen eigentlich nur noch Atomraketen, die oben herausragen.

Weiter die Strasse runter geht es weiter mit dem „Syltness Center“ (wer hielt den Namen für eine pfiffige Idee?). Dieses wirkt gerade in Schnee und Eis wie die moderne Form einer mittelalterlichen Festung. Der Teil auf den der Pfeil zeigt könnte der Bergfried sein.
Man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass dort drinnen uniform gekleidete Schergen des wahnsinnigen Masterminds scheinbar sinnlose Tätigkeiten vollführen.

Hier nochmal ein besserer Blick auf das „Syltness Center“ (nein, mit dem Namen werd‘ ich nicht warm).

Wer sich jetzt noch ein paar mehr Informationen zu den Freizeitangeboten der beiden Einrichtungen erwartet hat, den muss ich enttäuschen. Im „Syltness Center“ war ich noch nie, und seitdem ich in den frühen Neunzigern das letzte Mal in der Sylter Welle war, haben die bestimmt schon mal umgebaut, also kann ich dazu nicht viel sagen, außer dass ich die „Sylter Welle“ mit 17 Mark Eintritt damals recht teuer fand.

Written by Heiko C. in: Friesisches,Lustiges | Schlagwörter:
Jan
05
2010
1

Das dumme an Zahlen: Man kann sie vergleichen.

Ein netter Link für euch, über den ich bei Twitter gestolpert bin. Da sieht man verschiedene Kostenfaktoren mal grafisch anschaulich aufbereitet:

http://www.informationisbeautiful.net/visualizations/the-billion-dollar-gram/

Dass man mit den Bestechungsgeldern, die in Russland fließen locker einen Menschen zum Mars schicken könnte, lässt einen schon kopfschüttelnd zurück. Das Geld, das weltweit für Werbung ausgegeben wird, würde da sogar fast zweimal reichen, ebenso das Geld, das im Markt mit illegalen Drogen fließt.

Wenn man sich aber mal das „Worst Case Szenario“ der US-Finanzkrise anschaut, und dann mal mit dem relativ kleinen Betrag vergleicht, der reicht um alle Kinder der Welt (!) ein Jahr (!!) zu ernähren, dann möchte man nur noch kotzen.
Wie oft passt das kleine Rechteck in das große? Vielleicht 50/60 mal? Das hieße, dass man alle Kinder der Welt knapp EIN LEBEN LANG mit den Mitteln ernähren könnte, die wohl im Laufe der nächsten Zeit fließen, um das marode Finanzsystem der USA künstlich am Leben zu erhalten.

Und die Ausgaben im Irak-Krieg? Da möchte man gar nicht dran denken.
Erstaunlich auch, dass weltweit ebenso viel für Grußkarten und Yoga zusammen ausgegeben wird, wie für die Rettung des Amazonas. Irgendwie stimmen da doch die Prioritäten nicht wirklich oder?

Der Etat den die OPEC für die Folgen des Klimawandels bereitstellt, wirken neben den riesigen Gewinnen der OPEC einfach nur noch wie der sarkastische Stinkefinger, den die Ölmultis dem Rest der Welt zeigen.

Witzig auch, das Googles Rechteck fast schon so groß ist, dass man glauben mag, die könnten sich schon einen kleinen Krieg leisten, oder gegen China wettrüsten.

Was ist das bloß für eine Welt, in der Werte so saudumm verteilt werden?

Jan
04
2010
0

Noch ein paar winterliche Impressionen

Einmal der Sonnenuntergang im Watt vom Hindenburgdamm aus….

Und mein Bloghintergrundbild, wenn es verschneit ist…

Ein besonders schönes Detail finde ich den zugeschneiten Mülleimer:

Written by Heiko C. in: Friesisches |
Jan
04
2010
0

Merkwürdige Zeitschriften

In der Niebüller Bahnhofsbuchhandlung stehen 16 verschiedene Tätowiermagazine. 16 verschiedene? Braucht man die? Und vergleichen wir das mal: Da stehen gerade mal 5 verschiedene Musikmagazine und vielleicht 10 verschiedene Gamerzeitschriften. Warum sind ausgerechnet die Tatoo-Zeitschriften so zahlreich? *Grübel*

In der Westerländer Bahnhofsbuchhandlung ist der Stapel „Business Punk“ übrigens immer noch genauso hoch wie schon vor einem Monat. Scheint keinen so reißenden Absatz zu finden, das Blatt.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches | Schlagwörter:
Jan
03
2010
0

Mal so mal so XV: Nackedeispannerstrahler

Selbst dem nicht immer so regierungskritischen „Tagesthemen“ fällt mittlerweile auf, wie schnell doch die Politiker ihre Meinung ändern können, wenn es denn opportun erscheint:

Ein Kommentar meinerseits erübrigt sich wohl. Aber hier noch ein Video, das zeigt wie wenig die Intimsphäre der Nudifizierten berührt wird.

Wo soll das aufhören? Oder besser: Hört das je auf?
Wenn man in naher Zukunft mit Kopfschmerzen aufwacht, und sich vage daran erinnert, von seltsamen Wesen analsondiert worden zu sein, dann ist man sicher nicht von Aliens entführt worden, sondern hat nur ganz normal den Flug von Hamburg nach München genommen.

Nachtrag: Zwei Dumme ein Gedanke. Mann, watt bin ich bloß Mainstream.

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Mal so Mal so,Politisches | Schlagwörter: ,
Jan
02
2010
2

Weils am Ende wieder keiner glauben will…

Schon wieder Schnee auf Sylt. Hier in Rantum:

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Jan
02
2010
5

Computerspielen ist offenbar das neue Haschischrauchen…

…zumindest aus Sicht der vielgepriesenen deutschen Leitkultur. Da werden nicht nur gewohnheitsmäßig schon Lanparties verboten, weil „Killerspiele“ wie „Counterstrike“ oder „Hello Kitty Fun Land“ gespielt werden sollen, nein, auch wenn ein Gamerverein für den guten Zweck Spenden sammeln möchte, wollen die karitativen (Anm.: bin mir jetzt unsicher, aber Wikipedia schreibt auch Karitas mit K vorne.) Vereine lieber nicht in Verbindung mit dem durch massenhaften Pixelmord gesammelten Blutgeld der spielesüchtigen Killerspieler gebracht werden.

Dass dieser Fall im letzten Jahr, der Fall der SOS-Kinderdörfer, welche kein Geld von Gamern haben wollten, kein Einzelfall war, zeigt sich nun. Auch die Deutsche Krebshilfe will mit den computerspielenden Baldamokläufern nichts zu tun haben. (Korrektur: Das Geld nehmen sie natürlich trotzdem, in Verbindung wollen sie aber nicht gebracht werden.)

Wenn man jetzt noch an die „Spieleverbrennung“ des Aktionsbündnisses Winnenden denkt, und an die Forderung Becksteins Killerspiele mit Gefängnis zu bestrafen, ergibt sich ein unschönes Gesamtbild.

Ich fand den Namen der Seite „Stigma Videospiele“, die sich mit der Diskriminierung von Games und Gamern beschäftigt, bisher immer ein wenig überdramatisierend. Das hat sich nun geändert. Was kommt als nächstes? Gamer in kleine Lager sperren?

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , , ,

Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes

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Jan
08
2010
0

Nackedeispannerstrahler III.: Full frontal nudity (in color)

„Vati, Vati, wo kommen all diese Verschwörungstheorien her?“
„Nun, Kind, einige haben ihren Ursprung bei der Bildzeitung!“

Wo fang‘ ich am besten an?

Nun die BILD hat ja scheinbar den Namen „Nacktscanner“ für die umstrittenen „Körperscanner“ geprägt, über die ich schon ein paar mal geschrieben habe, und die an Flughäfen eingesetzt werden sollen, um Fluggäste elektronisch von ihren Kleidern zu befreien.
Im Zuge dessen veröffentlichte die Bild auch einige – offenbar nicht als solche gekennzeichnete – Symbolfotos, die zeigen sollen, wie die Bilder von diesen Nacktscannern denn aussehen könnten.
Diese Bilder waren irgendwie merkwürdig, und verschiedene Leute haben verschiedene Schlüsse aus ihnen gezogen.

Bei Bildblog kam man zu dem Schluß, dass die Fotos im Grunde nur Negative von Bildern einer nackten Frau sind, die man bei einer Agentur für Symbolbilder zum Einbinden in seine mehr oder weniger journalistischen Artikel kaufen kann.

Bei Infowars.com kommt man hingegen zu der Konklusion, dass es sich tatsächlich um den Output dieser Nacktscanner handelt, und man diesen Output nur negativieren muss, um lebensechte Nacktbilder zu erhalten.

Wer da nun Recht hat, davon mag sich jeder selbst ein Bild machen, aber zum Vergleich hier nochmal das Video von einem tatsächlichen Nacktscanner bei der Arbeit.

Ich finde ja, das Konzept der Nacktscanner ist an sich schon gruselig genug. Da ist es mir als Fluggast auch egal, ob die Abbildung meines Körpers nun in Technicolor oder monochrom ist.
Recherchiert man seine Kritik an der Regierung, der Neuen Weltordnung oder was auch immer jedoch nicht gründlich genug, oder hübscht diese mit Halbwahrheiten auf, muss man sich nicht wundern, wenn einem Verschwörungstheoretisiererei vorgeworfen wird.

Im Kampf gegen einen globalen Überwachungsstaat oder ähnliches, ist sowas meines Erachtens nach kontraproduktiv.

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Jan
07
2010
1

Nackedeispannerstrahler II.

P.S: Dieser Cartoon wurde komplett angekleidet eingescannt. 😉

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Jan
06
2010
5

Vampirbücher!!! AAAAHHHH!!!!

Mittlerweile gibt’s auch in den Bahnhofsbuchhandlungen von Niebüll und Westerland, die ich fast täglich frequentiere, fast ein ganzes Regal nur allein für verschiedene Vampirbücher. Sind Vampire in unseren Jahren das, was in den Achzigern die Dinosaurier waren?

Ich mein, es ist ja schön, wenn plötzlich alle jungen Leute lesen, aber es gibt doch auch noch andere Themen als Vampire, oder? Und sind nicht die meisten der erhältlichen Titel im Grunde sehr stark an Twilight angelehnt? Brauchen wir mehr wie Twilight?

Es gab vor einigen Jahren schonmal was ähnliches. Wegen Harry Potter. JK Rowling hat sich mit der Harry Potter Reihe ja von einer Sozialhilfeempfängerin zu einer der reichsten Frauen Englands geschrieben, und da wollten auch schon einige es ihr nachmachen, und haben mal bessere und mal schlechtere Harry-Potter Ripp-Offs geschrieben. Oder vielleicht wurden selbige auch nur lieber von den Verlegern aufgegriffen, um auf der Zauberschul-Welle zu reiten, solange sie anhält? Ich weiß es nicht.
Zwar hat Frau Rowling das Genre des „Zauberschulromans“ sicher nicht erfunden, sowas gibts schon sicher mindestens seit Achtzehnhunderttobak, aber Fakt ist, dass sie das Genre gewissermaßen modernisiert hat, und somit einen neuen Boom für diese Bücher – und Fantasy im Allgemeinen – auslöste.

Was hat das nun mit Vampiren zu tun?
Nun, obwohl Stephenie Meyer auch den „romantischen Vampirroman“ nicht erfunden hat, den gibt es schon seit Bram Stokers Dracula, hat sie ihn für eine gewisse Zielgruppe modern aufbereitet. Obwohl es bestimmt bessere Romane im Tennie-Romantik-Vampir-Genre geben muss (Bitte! Ich will einfach glauben, dass es so ist!), hat sie doch einen Nerv getroffen, und seitdem verkaufen sich ihre Bücher wie blöde.
Also kommen auch wieder irgendwelche Trittbrettfahrer, die mit ihren Romanen ebenfalls von dem Hype profitieren wollen.
Das klingt jetzt negativ, macht aber Kultur aus: Einer macht was, die Leute finden das toll, also macht ein anderer auch sowas, und versucht es besser zu machen.
Gäbe es diesen Mechanismus nicht, würden wir immer noch Mammute an Höhlenwände malen.

Im Regal mit Vampirbüchern fiel mir eines besonders ins Auge. Dieses hier:

Warum es mir ins Auge fiel? Nun, man sieht es auf dem Foto nicht wirklich, aber das Cover ist derart gestaltet, dass man meinen möchte, das Buch sei schon dutzendmal gelesen worden. Das Artwork des Covers sieht absichtlich so aus, als sei die Farbe an den Kanten abgerieben.
Clever, weil es einen zwingt, zweimal hinzusehen. Ich nahm das Buch also in die Hand und las mir den Klappentext durch. Heißt das bei einem Taschenbuch eigentlich Klappentext? Hat ja gar keine Klappen. Na die Zusammenfassung hinten auf dem Buchrücken meine ich. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.
Allein der erste Satz ließ mich schon stutzen.

Rose Hathaway steht vor ihrem Abschluss an der Vampirakademie.

Vampirakademie? Ist Vampir mittlerweile ein Lehrberuf? Gibts da einen akademischen Grad, den man bekommt, wenn man fertig ist? „Dr. vamp dent“, oder so? Ich dachte immer man müsste gebissen werden, ich wusste nicht, dass es da eine Art Ausbildung zum Vampir gibt, die man machen kann. Erstaunlich.

Ich hab den Roman jetzt natürlich nicht gekauft oder gelesen – kann ja sein, dass er ganz gut ist – aber Vampirakademie? Ich kann mir nicht helfen, aber mir kommt das fast so vor, als habe sich die Autorin Richelle Mead sich da beiderseitig von Harry Potter UND Twilight… nun „inspirieren lassen“.
Wow. Ich bin sprachlos. Ich bin beihnahe neugierig, wie das Buch ist. Aber nur beinahe.

Au, ja, bevor ich’s vergesse: Wer das Buch kennt, mag mal bitte seinen Eindruck in die Kommentare schreiben.

Nachtrag: Ich bin übrigens nicht der erste, der über das Vampirbuchphänomen stolpert.

Written by Heiko C. in: Bücher,Kurzrezensionen | Schlagwörter: ,
Jan
06
2010
4

Wo ein nordfriesischer Superbösewicht wohnen würde…

Als ich heute am Kurzentrum vorbei kam, und zufällig meine Kamera dabeihatte, ist mir das erstaunliche architektonische Konglomerat aufgefallen, dass das Schwimmbad „Sylter Welle“ mit dem nebenstehenden – meiner Meinung nach unglücklich benamten – „Syltness Center“ abgibt.
Und nein, ich werde leider nicht bezahlt, dafür, dass ich die beiden erwähne. Zumindest bisher nicht. Wenn mich jemand dafür bezahlen möchte, kann er mir gerne eine Email schicken.

Aber genug davon.
Beide Gebäude sehen jedenfalls so aus, als würden sie viel besser auf eine Geheimversteck-Vulkaninsel in der Südsee passen, und als ob in ihnen eine geheime Geheimorganisation irgendwelche dunklen Machenschaften vorantreibt.


Auf diesem Foto ist der Eingang des Schwimmbads zu sehen, man achte auf die verschiedenen Stile; Teile wirken verspielt, andere nüchtern, wieder andere eher futuristisch. Dieser Stilmisch findet sich oft auch bei den Zentralbasen von genialen Verbrechergenies in Filmen.

Bei diesem Bild bitte ich auf die bunkerartige Konstruktion links zu achten, die durch die halb-eingegrabene rechte Hälfte des Gebäudes nur verstärkt wird. Fehlen eigentlich nur noch Atomraketen, die oben herausragen.

Weiter die Strasse runter geht es weiter mit dem „Syltness Center“ (wer hielt den Namen für eine pfiffige Idee?). Dieses wirkt gerade in Schnee und Eis wie die moderne Form einer mittelalterlichen Festung. Der Teil auf den der Pfeil zeigt könnte der Bergfried sein.
Man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass dort drinnen uniform gekleidete Schergen des wahnsinnigen Masterminds scheinbar sinnlose Tätigkeiten vollführen.

Hier nochmal ein besserer Blick auf das „Syltness Center“ (nein, mit dem Namen werd‘ ich nicht warm).

Wer sich jetzt noch ein paar mehr Informationen zu den Freizeitangeboten der beiden Einrichtungen erwartet hat, den muss ich enttäuschen. Im „Syltness Center“ war ich noch nie, und seitdem ich in den frühen Neunzigern das letzte Mal in der Sylter Welle war, haben die bestimmt schon mal umgebaut, also kann ich dazu nicht viel sagen, außer dass ich die „Sylter Welle“ mit 17 Mark Eintritt damals recht teuer fand.

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Jan
05
2010
1

Das dumme an Zahlen: Man kann sie vergleichen.

Ein netter Link für euch, über den ich bei Twitter gestolpert bin. Da sieht man verschiedene Kostenfaktoren mal grafisch anschaulich aufbereitet:

http://www.informationisbeautiful.net/visualizations/the-billion-dollar-gram/

Dass man mit den Bestechungsgeldern, die in Russland fließen locker einen Menschen zum Mars schicken könnte, lässt einen schon kopfschüttelnd zurück. Das Geld, das weltweit für Werbung ausgegeben wird, würde da sogar fast zweimal reichen, ebenso das Geld, das im Markt mit illegalen Drogen fließt.

Wenn man sich aber mal das „Worst Case Szenario“ der US-Finanzkrise anschaut, und dann mal mit dem relativ kleinen Betrag vergleicht, der reicht um alle Kinder der Welt (!) ein Jahr (!!) zu ernähren, dann möchte man nur noch kotzen.
Wie oft passt das kleine Rechteck in das große? Vielleicht 50/60 mal? Das hieße, dass man alle Kinder der Welt knapp EIN LEBEN LANG mit den Mitteln ernähren könnte, die wohl im Laufe der nächsten Zeit fließen, um das marode Finanzsystem der USA künstlich am Leben zu erhalten.

Und die Ausgaben im Irak-Krieg? Da möchte man gar nicht dran denken.
Erstaunlich auch, dass weltweit ebenso viel für Grußkarten und Yoga zusammen ausgegeben wird, wie für die Rettung des Amazonas. Irgendwie stimmen da doch die Prioritäten nicht wirklich oder?

Der Etat den die OPEC für die Folgen des Klimawandels bereitstellt, wirken neben den riesigen Gewinnen der OPEC einfach nur noch wie der sarkastische Stinkefinger, den die Ölmultis dem Rest der Welt zeigen.

Witzig auch, das Googles Rechteck fast schon so groß ist, dass man glauben mag, die könnten sich schon einen kleinen Krieg leisten, oder gegen China wettrüsten.

Was ist das bloß für eine Welt, in der Werte so saudumm verteilt werden?

Jan
04
2010
0

Noch ein paar winterliche Impressionen

Einmal der Sonnenuntergang im Watt vom Hindenburgdamm aus….

Und mein Bloghintergrundbild, wenn es verschneit ist…

Ein besonders schönes Detail finde ich den zugeschneiten Mülleimer:

Written by Heiko C. in: Friesisches |
Jan
04
2010
0

Merkwürdige Zeitschriften

In der Niebüller Bahnhofsbuchhandlung stehen 16 verschiedene Tätowiermagazine. 16 verschiedene? Braucht man die? Und vergleichen wir das mal: Da stehen gerade mal 5 verschiedene Musikmagazine und vielleicht 10 verschiedene Gamerzeitschriften. Warum sind ausgerechnet die Tatoo-Zeitschriften so zahlreich? *Grübel*

In der Westerländer Bahnhofsbuchhandlung ist der Stapel „Business Punk“ übrigens immer noch genauso hoch wie schon vor einem Monat. Scheint keinen so reißenden Absatz zu finden, das Blatt.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches | Schlagwörter:
Jan
03
2010
0

Mal so mal so XV: Nackedeispannerstrahler

Selbst dem nicht immer so regierungskritischen „Tagesthemen“ fällt mittlerweile auf, wie schnell doch die Politiker ihre Meinung ändern können, wenn es denn opportun erscheint:

Ein Kommentar meinerseits erübrigt sich wohl. Aber hier noch ein Video, das zeigt wie wenig die Intimsphäre der Nudifizierten berührt wird.

Wo soll das aufhören? Oder besser: Hört das je auf?
Wenn man in naher Zukunft mit Kopfschmerzen aufwacht, und sich vage daran erinnert, von seltsamen Wesen analsondiert worden zu sein, dann ist man sicher nicht von Aliens entführt worden, sondern hat nur ganz normal den Flug von Hamburg nach München genommen.

Nachtrag: Zwei Dumme ein Gedanke. Mann, watt bin ich bloß Mainstream.

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Jan
02
2010
2

Weils am Ende wieder keiner glauben will…

Schon wieder Schnee auf Sylt. Hier in Rantum:

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Jan
02
2010
5

Computerspielen ist offenbar das neue Haschischrauchen…

…zumindest aus Sicht der vielgepriesenen deutschen Leitkultur. Da werden nicht nur gewohnheitsmäßig schon Lanparties verboten, weil „Killerspiele“ wie „Counterstrike“ oder „Hello Kitty Fun Land“ gespielt werden sollen, nein, auch wenn ein Gamerverein für den guten Zweck Spenden sammeln möchte, wollen die karitativen (Anm.: bin mir jetzt unsicher, aber Wikipedia schreibt auch Karitas mit K vorne.) Vereine lieber nicht in Verbindung mit dem durch massenhaften Pixelmord gesammelten Blutgeld der spielesüchtigen Killerspieler gebracht werden.

Dass dieser Fall im letzten Jahr, der Fall der SOS-Kinderdörfer, welche kein Geld von Gamern haben wollten, kein Einzelfall war, zeigt sich nun. Auch die Deutsche Krebshilfe will mit den computerspielenden Baldamokläufern nichts zu tun haben. (Korrektur: Das Geld nehmen sie natürlich trotzdem, in Verbindung wollen sie aber nicht gebracht werden.)

Wenn man jetzt noch an die „Spieleverbrennung“ des Aktionsbündnisses Winnenden denkt, und an die Forderung Becksteins Killerspiele mit Gefängnis zu bestrafen, ergibt sich ein unschönes Gesamtbild.

Ich fand den Namen der Seite „Stigma Videospiele“, die sich mit der Diskriminierung von Games und Gamern beschäftigt, bisher immer ein wenig überdramatisierend. Das hat sich nun geändert. Was kommt als nächstes? Gamer in kleine Lager sperren?

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , , ,