Impactsuspect » 2010 » Januar
Jan
19
2010
2

Ein Baum im Wandel der Zeiten

Auch wenn’s mir langsam langweilig wird, und der beste Teil immer durch mein Geschreibsel verdeckt wird, so mag ich doch mein Bloghintergrundbild.
Besonders den toten Baum, der wohl die meiste Zeit nicht zu sehen ist, es sei denn, ich schreibe sehr wenig, was eher selten vorkommt, da ich – bei Lichte betrachtet – zu Bandwurmsätzen wie diesem hier neige.

In alten Fotos meiner Eltern habe ich tatsächlich nun eine ältere Version meines Hintergrundmotivs gefunden, wenn auch aus einer etwas anderen Perspektive – und mit Schafen – fotografiert. Auf diesem Bild ist der arme Baum noch am Leben:

Hier nochmal im Vergleich alle drei Bäume im Ausschnitt:


Da lebt er noch…


Da isser schon tot, wegen Borkenkäfern oder Ulmenkrankheit oder weißichwas…


Und so sieht das ganze im Schnee aus.

Bemerkenswert auch, wie viel mehr Wasser die Au offenbar früher führte. Ich erinnere mich: Als ich klein war, konnte man noch drin baden, heute ist sie eher flach. Aber vielleicht kommt mir das auch nur so vor, weil ich selbst nicht unerheblich größer geworden bin.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Jan
17
2010
6

Das total neue Musikbilderrätsel 1-3

Um die Handbremse an meinen Bilderrätseln mal ein wenig zu lösen, hier zur Abwechslung mal drei Lieder von drei unterschiedlichen Bands. Die älteren Nordfriesen unter meinen Lesern, werden alle wahrscheinlich schonmal am Donnerstag im Domino – Friede sei seiner Asche – gehört haben.
Für alle Außerfriesischen: Der Musikmix im Domino bestand Donnerstags aus Darkwave, Gothic, Indy, Metal, 70s Rock und verschiedenen eher obskuren Sonderstücken.
Dann ratet mal schön:

P.S: Wer auch noch die Band weiß, bekommt Sonderpunkte

Written by Heiko C. in: Spass und Spiel | Schlagwörter:
Jan
16
2010
4

Nacktscannerdebatte nur Ablenkung – Natürlich geht’s noch immer um Internetzensur

Breaking News: Wieder einmal soll der Jugendschutz dafür herhalten, das Internet – ähnlich wie in China – zu einem streng kontrollierten staatlichen Propagandainstument zu machen. Die Debatte um die blödsinnigen Nacktscanner ist wohl nur eine der Politik willkommene Ablenkung, welche die Augen der Öffentlichkeit vor der klammheimlichen Installation umfassender Internetzensur zu verschießt.

Was für ein antidemokratischer Angriff auf die Meinungs und Informationsfreiheit der Entwurf des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages ist, darüber kann man sich bei Alvar Freude vom AKZensur und hier bei Common Nonsense ein Bild machen.

Wieder ist der gleiche alte Schrott von „Sendezeitbegrenzungen“ im Internet enthalten, ebenso wie die Kriminalisierung aller Provider, die sich an die Netzneutralität halten: In Zukunft sollen die Provider z.B. dafür verantwortlich gemacht werden, wenn irgendwo ein Teenager auf eine Pornoseite klickt.

Wisst ihr wer sowas meiner Meinung nach verhindern sollte? DIE ELTERN verdammt noch eins! Macht man den Provider dafür verantwortlich, dass ein Kind eine Pornoseite ansurft, dann sollte man konsequenterweise auch den Zeitschriftenhändler dafür verantwortlich machen, dass ein Kind einen Playboy aus dem Schuhkarton unter dem Bett seiner Eltern angelt.

Das ist doch hirnrissig, verdammte Axt! Und was bleibt vom Internet, wenn tatsächlich alle Inhalte, die irgendjemand irgendwo für „jugendgefährdend“ halten könnte, sicherheitshalber gleich gar nicht mehr von den Providern weitergeleitet werden? Es geht da ja nicht nur um Pornos, sondern auch um Filmtrailer, Fanfiction und auch um politische Inhalte. Da steht zwar was von „verfassungsfeindliche“, „zum Hass gegen nationale, rassische, religiöse Gruppen aufstachelnde“, „grausame und sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen in einer Art schildernde“ , „den Krieg verherrlichende“ oder „gegen die Menschenwürde verstoßende“ Inhalte aber wie soll der Provider ad hoc entscheiden, was unter diese Kategorien fällt? Und wo fängt eigentlich Pornografie an? Bei Michelangelos David? Wie sieht wohl ein „Internet ab 6 Jahren“ aus?

Im Grunde genommen sprechen wir um Zensursula x 10.000.

Nachtrag: Sicher sind die Nacktscanner auch immernoch Scheiße, aber ich halte es für falsch, in Anbetracht von etwas, was der Abschaltung des freien Internets gleichkommen würde, die Nacktscanner als die momentan größte von der Politik geplante Schweinerei an den Pranger zu stellen, und darüber alle anderen – und meiner Meinung nach schlimmeren – Freiheitswegnahmen auszublenden.

Nachtrag2:

via Sempervideo

Noch ein Nachtrag: Das ganze nochmal durch die Brille anwaltlichen Know-Hows bei Internet-Law

Jan
15
2010
1

Akopalüpse 2012

Woran erkennt man wahre Propheten? Richtig! Sie sind Freidenker, und kümmern sich nicht um die herkömmlichen Kleidungsnormen.

Written by Heiko C. in: Esoterisches | Schlagwörter: , ,
Jan
14
2010
7

Kampf der Titanen: China gegen Google

Es ist ja mittlerweile durch die Rundfunk- und Holzmedien gegangen, und jeder zweite Blog schreibt sowieso drüber, aber ich muss das Thema trotzdem nochmal aufgreifen:

Google stellt bei seinem Chinadienst die politische Inhaltsfilterung aus.
Das hört sich ja erst einmal gut an, wenn man mal davon absieht, dass Google bei den Suchmaschinen in China eher die dritte Geige (oder den dritten Kontrabass, wenn man so will) spielt.
In den Holzmedien, wie hier bei SpOn ist von 30% Marktanteil zu lesen an guten Tagen liegt der aber wohl eher bei 20 – 24%. (Fragt mich nicht, wo ich das gelesen hab, weißnichtmehr) Trotzdem googelte bis vor kurzem immerhin noch etwa ein Fünftel aller Online-Chinesen.

Was ist nun passiert?
Nun, es kam wohl zu Hackingangriffen auf Google, für die Google scheinbar die chinesische Regierung – zumindest mittelbar – verantwortlich macht. Es soll nicht nur versucht worden sein die Gmailkonten von chinesischen Menschenrechtsaktivisten zu hacken, nein, Gerüchte besagen, dass die Chinesen jetzt auch irgendwelche Protokolle haben, die Google eigentlich für die Antiterrorabteilung der US-Regierung führt. Sowas wie unsere Vorratsdatenspeicherung, glaube ich.

Google hat sich dann erst mal mit der US-Regierung abgesprochen, und dann China den Cyberkrieg erklärt, wenn man es so nennen will.
Wenn China trotz Googles Zugeständnissen an die Netzzensur im Reich der Mitte trotzdem noch versucht Google zu hacken, dann macht halt Google ab sofort keine Zugeständnisse mehr.
Das hieße wohl, dass Google in China zugemacht wird, aber Googles „humanitäres Programm“ ist in China ja sowieso nicht aufgegangen. Eigentlich war ja der Plan sich in China unentbehrlich zu machen – wie im Rest der Welt – um dann Menschenrechts- und Antizensurforderungen stellen zu können.
Da hat Google bei den Chinesen aber wohl auf einen besonders harten Granitkeks gebissen.

Pessimistische Unken mögen mosern: „Google und China! Das sind doch beides Datenkraken, wo ist denn da eigentlich der Unterschied? Mir doch egal, wenn die sich streiten!“

Trotz aller Skepsis, die ich der Datensammelwut Googles gegenüber für angebracht halte, sehe ich das jedoch ein wenig anders.
Allein die Ziele der beiden Giganten sind ganz andere: Während Google eine Firma ist, die im Grunde genommen nur ihr Produkt verkaufen will, ist China ein Staat, der gerne weiterhin die absolute Macht über seine Untertanen ausüben will.
Denken wir die Ideologien der beiden bis zum pessimistischten Ende durch, so geht China in Richtung Orwells „1984„, während sich Google eher in Richtung „Schöne neue Welt“ von Huxley bewegt.
Ich gebe zu, dass das nur eine Annäherung an die Wahrheit sein kann, denn Google will ja schließlich weder ein Kastensystem, noch dass Menschen in Massenklonung hergestellt werden, aber so in etwa, finde ich, haut es hin.

Im schlimmsten Fall will Google die Masse quasi „kontrollieren“ indem es ihr die richtige Information oder Werbung zur richtigen Zeit präsentiert. Google will die Menschen zufrieden machen.
Dass Google so viele Daten sammelt… – hey, das passiert doch nur, damit Google seine Kunden noch zufriedener machen kann!
Natürlich kann man diese Daten auch mißbrauchen, natürlich kann auch Google Zensur ausüben. Die machen das sogar schon. Auch in Deutschland werden Suchergebnisse ausgefiltert, die in Deutschland gegen Gesetze verstoßen.
Google weist aber darauf hin, dass es ausfiltert.
Dass mir Google Werbung schickt, die auf meinen Suchanfragen basiert, oder dem, was ich in meinen Emails schreibe? Sehr, sehr nervig, aber es gibt dann doch schlimmeres.

China hingegen: China will am liebsten die Geschichte täglich umschreiben, und solche Ereignisse wie das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens ganz aus der Vergangenheit streichen.
Ganz so wie potentiell gefährliche oder aufrüherrische Worte einen chinesischen Computer, der mit der Green-Damm-Software läuft, zum Absturz bringen.
Um ein Haar wäre diese Software ja Pflicht für alle chinesischen Computer geworden.
Sowas ist nichts anderes als Aussiebung von „Verbrechendenk“ durch eine elektronische „Gedankenpolizei“.

Da ziehe ich Huxleys Welt jeden Tag vor, wenn ich die Wahl zwischen dieser und der von Orwell habe.
Viele Chinesen sehen das scheinbar ähnlich, wie ein weiterer SpOn-Artikel schreibt.
Herrje, bei Huxleys „Schöne neue Welt“ sind sich ja noch nicht einmal die Literaturexperten einig, ob das wirklch eine Dysutopie sein soll.

Es gibt auch chronische Miesmacher, die sagen: „Alles nur ein gelungener PR-Gag von Google! Nur möglich, weil deren Geschäft in China sowieso nicht die Erwartungen erfüllt!“

Denen möchte ich einen Tweet vom elektrischen Reporter ans Herz legen:

Und wisst Ihr was? Mir ist lieber, Unternehmen tun aus PR-Gründen das Richtige, als dass sie es nicht tun. #googlecn

Seh‘ ich genauso!

Nachtrag: Eine Zusammenstellung von Beiträgen zu dem Thema findet sich noch bei Netzpolitik.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Jan
12
2010
0

Blick in die Zukunft der Rundfunkgebühr

Wer wissen will, was die Helden von der Westerwellepartei momentan grad in Hinblick auf die GEZ und so planen, der mag mal hier bei Ti_Leo oder beim Pinguinmädchen nachlesen.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jan
11
2010
2

Seltsame Inselvölker

Nein, diesmal geht es nicht um Sylt. Es gibt eine Insel wo sehr viel seltsamere Leute rumlaufen. Wo alteingefahrene Gewohnheiten das Leben diktieren, und man plötzlich so gar nicht mehr klarkommt, wenn sich die Rahmenbedingungen ein wenig ändern.
Was Japan? Pustekuchen! Nein, auch Japan meine ich nicht.

Die Rede ist natürlich von den sympathischen Insulanern im Westen: Den Briten. Kaum schneit es mal ein wenig, kommen sie nicht mehr klar. Kann man ja auch nicht ahnen, dass der Winter kalt wird, und eventuell auch ein wenig gefrorener Niederschlag herunterkommt.
Dass es zu Weihnachten schneit bei unseren britischen Nachbarn, die sich ob ihrer Europhobie ja ach so viel auf ihre Unabhängigkeit vom Kontinent einbilden, passiert ja nun auch eher selten.

Symbolphoto: Ist zwar auf Sylt aufgenommen worden, aber ich hab’s gespiegelt, damit es nach England aussieht, um den Leser an der Nase herumzuführen.

In den Weihnachtsspecials der britischen Science-Fictionserie „Dr. Who“ hat man das traditionell schneefreie Christfest in den letzten Jahren auch schon zum Running-Gag gemacht. Jedesmal schneite es trotz der eher milden Temperaturen, doch mal war es Asche eines abgeschossenen Raumschiffes, mal eine technische Spielerei des außerirdischen, zeitreisenden Serienhelden. Doch echter Schnee war es nie.
Ausgerechnet dieses Jahr hat man sowohl in der Weihnachts- als auch in der Neujahrsfolge der Serie ganz auf den Schnee verzichtet. Ironisch, wo Großbrittanien zwischen den Tagen so aussah, und auch noch immer aussieht.
Als man die Folgen irgendwann im Sommer oder Herbst drehte, ahnte man wohl einfach noch nicht, dass das dicke Wetterende kommen würde. Na ja, das ist auch durchaus verständlich.

Drolliger ist, wie sich die Briten mit dem kalten Wetter auseinandersetzen.
Bei Fefe kann man den Erfahrungsbericht eines in England lebenden Deutschen nachlesen:

Berlin hat mehr Schnee als hier. Aber hier herrscht Ausnamezustand. Normalerweise fahren die bei Schnee einfach das ganze Land runter und warten bis es taut. (Ok, der Norden weis wie man mit Schnee umgeht aber da wohnt auch keiner)
Dumm nur das es eben nicht taut.
Das Konzept Winterreifen ist voellig unbekannt. Es gibt kaum Raeumfahrzeuge, Seitenstrassen sind immer noch nicht frei von Schnee.
Die Muellabfuhr kommt nicht, Post auch nicht.

Okay, man kann ja viel über die Strassen sagen, die teilweise ’ne ganz schön lange Weile dicht bleiben, aber die Post komt bei uns immer noch. Ich denke die kommt auch in Berlin.
Doch zu beißen hat der arme Brite auch nichts mehr:

Zwei fette Gemueseregale, leer bis auf ein paar Kohlkoepfe und Paprika.
Frischfleischregal, leer bis auf ein paar uebriggebliebene Weihnachtsbraten.
Aber der Hammer, keine Eier, keine frische Milch und kein Brot!

Ob das alles etwas überdramatisiert ist? Wer weiß. Doch bei einem Teil des Berichts war es mir möglich den anhand einer „belastbaren Sekundärquelle“ wie Wikipedia sagen würde, zu überprüfen:

Beste Winterstory ist noch das hier kein Schwein den Gehweg raeumt. Angeblich kann man so nicht verklagt werden wenn einer sich hinlegt, denn es sei dann ein ‚Act of God‘. Wenn man was tut war man sich der Gefahr bewusst und hat es nicht richtig getan. Seit dem traut sich keiner oder ist froh ne gute Ausrede zu haben es nicht zuen zu muessen.
Mit so einem absurden Scheiss geben die sich hier zufrieden.

Wie man hier bei Mail-Online nachlesen kann, ist zumindest das wohl ein gesicherter Fakt: Keiner räumt – und es wird sogar vor dem Räumen gewarnt (!) – weil es dann glatt sein könnte:

Householders and businesses have been warned not to clear snowy pavements – as they could be sued if someone slips.

Das tollste ist aber noch, dass junge Partygängerinnen – in der gleichen Onlinezeitung nachzulesen – ohne Mantel oder Pulli auf die Strasse gehen, gekleidet, als wären sie im Mittelmeerurlaub.

Schaut euch mal die Photos da an! Was ist das? Übersprungshandlung, weil in den Köpfen der jungen Frauen einfach nicht vorgesehen ist, dass es mal so ein kaltes Wetter gibt?
Sind die alle so besoffen – das Bingedrinking ist in England ja beihnahe ein Volkssport – dass die gar nicht mehr merken, wie kalt es ist? Was soll das?

Und wie sieht es da drüben aus, wenn in zwei Wochen noch immer Schnee liegt? Liegen dann dort alle erfroren in ihrer Sommerkleidung auf dem Asphalt im Schnee? Oder sind alle verhungert, weil die Supermärkte kein Essen mehr liefern? Oder vereinsamt, weil die Post nicht mehr ausgeliefert wird?

Das schärfste ist aber noch, dass in Britannien schon die Rentner anfangen Enzyklopädien zu verbrennen, um sich nachts warm zu halten, ganz so wie in „The Day after Tomorrow“.

Passiert das alles echt, oder bin ich irgendwann vor Weihnachten eingeschlafen, und träume noch immer?

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gesellschaftliches,Psychologisches | Schlagwörter: ,
Jan
11
2010
0

Nackedeispannerstrahler IV: Uhl unterstützt Nudifizierung, solange es nicht seine eigene ist.

Ja, ne, ist klar. Auf die Anfrage bei Abgeordnetenwatch, ob Herr Uhl der Nacktscannertechnologie so sehr vertraut, dass er zu einer öffentlichen Testnudifizierung zur Verfügenung stehen würde, antwortet der RRW-Preisträger, der ja auch gerne mal obrigkeitsstaatlich ist sinngemäß, dass Nacktscanner eine ernste Sache zur Gefahrenabwehr sind, und keineswegs zur Unterhaltung des Pöbels dienen sollen:

ich unterstütze die Bundesregierung in ihrem Vorhaben, baldmöglichst die Verwendung von Körperscannern zur Sicherheitsüberprüfung an deutschen Flughäfen zu unterstützen, […] Die Körperscanner sollen ein Instrument in den Händen des beauftragten und eingewiesenen Sicherheitspersonals sein. Keineswegs geht es darum, die ´Durchleuchtung´ durchzuführen zum Zweck der Unterhaltung für „interessierte Bürger“.

Warum wirkt eigentlich „Bürger“ immer öfter wie ein Schimpfwort, wenn es aus dem Mund (bzw. der Feder) eines Unionspolitikers kommt?

Wenn die Bilder wirklich so wenig anstößig sind, wie immer alle Politiker behaupten, und wenn die Intimssphäre wirklich nicht verletzt wird, was soll denn an einer öffentlichen Nacktscannung von Herrn Uhl „Unterhaltung“ sein? Das wäre doch im Gegentum nur der Beweis, dass man sich vor den Nackedeispannerstrahlern nicht genieren muss.

Oder will Herr Uhl durch diese schamhafte Koketterie nur sein zukünftiges Redepublikum dazu bewegen, bei seinen Reden „Auszieh’n! Auszieh’n!“ zu rufen?

P.S.: Auch gegen die Nackedeispannerstrahler gibt es mittlerweile die passende E-Petition. Bitte unterzeichnen Sie hier: LINK! Wow.
Nachtrag: Schon fast 4000 Unterschriften, und die läuft erst seit heute! Geht ja los wie Butter!

Jan
11
2010
3

Das Nostalgie-Pink-Floyd-Bilderrätsel Teil 21

Aufgrund der längeren Pause bei den Rätseln, hier mal was einfaches, zum wieder warm werden:

Written by Heiko C. in: Spass und Spiel | Schlagwörter:
Jan
09
2010
5

Der Schneesturm kommt!

Also wenn die Schweinegrippe eine „Pandemie“ war, und die unfähigen Sauerlandbomber eine „gefährliche terroristische Bedrohung“ waren, dann ist das laue Lüftchen, was draußen gerade weht, verbunden mit den 0,3cm Neuschnee heute wohl auch ein „Schneesturm“.

Und da hab ich mir gestern extra die Disco verkniffen, weil wieder mal irgendwelche Weltuntergangspropheten – diesmal bei den Wetterfröschen – das Ende aller Tage herbeibeschwören wollten.

Hätte es draußen so ausgesehen wie letzte Woche, hätte ich ja noch gesagt: Gut, okay!

Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist, wie die Bundesregierung tatsächlich zu Hamsterkäufen aufgerufen hat. Ich kann mich noch an die Regierung Kohl erinnern, wo immer vor Hamsterkäufen gewarnt wurde. …und heute wird dazu aufgerufen. „Kaufen Sie alle Läden leer, damit Leute, die nichts bekommen, in Panik geraten, und den Tengelmannladen anzünden!“
Aber na ja, in so einer Wirtschaftskrise greift man halt auch zum letzten Strohhalm, um den Konsumwillen der Bevölkerung künstlich anzustacheln. Ich halte das trotzdem für unverantwortlich, und diese „Schneekatastrophe“ für nur ein weiteres Kapitel im großen Buch der Panikmache, aus dem uns jeden anderen Abend vorgelesen wird.

Das einzig dumme war, das heute unsere Heizung ausgefallen ist, aber das lag dummerweise schlicht daran, dass das Heizöl alle war.
Tja, wenn der untere Teil des Heizöltanks dunkel ist, muss das nicht unbedingt bedeuten, dass er halb voll ist. Es kann sich auch schlicht um Staub handeln…

Mal sehen, wie sich dieser „Schneesturm“, diese „Daisy after Tomorrow“ noch weiter entwickelt. England soll es ja ziemlich stark erwischt haben…

UPDATE: Mehr zum Thema Katastrophenwahnsinn hier bei Stefan Niggemeier: LINK!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Wahnhaftes | Schlagwörter:

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Jan
19
2010
2

Ein Baum im Wandel der Zeiten

Auch wenn’s mir langsam langweilig wird, und der beste Teil immer durch mein Geschreibsel verdeckt wird, so mag ich doch mein Bloghintergrundbild.
Besonders den toten Baum, der wohl die meiste Zeit nicht zu sehen ist, es sei denn, ich schreibe sehr wenig, was eher selten vorkommt, da ich – bei Lichte betrachtet – zu Bandwurmsätzen wie diesem hier neige.

In alten Fotos meiner Eltern habe ich tatsächlich nun eine ältere Version meines Hintergrundmotivs gefunden, wenn auch aus einer etwas anderen Perspektive – und mit Schafen – fotografiert. Auf diesem Bild ist der arme Baum noch am Leben:

Hier nochmal im Vergleich alle drei Bäume im Ausschnitt:


Da lebt er noch…


Da isser schon tot, wegen Borkenkäfern oder Ulmenkrankheit oder weißichwas…


Und so sieht das ganze im Schnee aus.

Bemerkenswert auch, wie viel mehr Wasser die Au offenbar früher führte. Ich erinnere mich: Als ich klein war, konnte man noch drin baden, heute ist sie eher flach. Aber vielleicht kommt mir das auch nur so vor, weil ich selbst nicht unerheblich größer geworden bin.

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter:
Jan
17
2010
6

Das total neue Musikbilderrätsel 1-3

Um die Handbremse an meinen Bilderrätseln mal ein wenig zu lösen, hier zur Abwechslung mal drei Lieder von drei unterschiedlichen Bands. Die älteren Nordfriesen unter meinen Lesern, werden alle wahrscheinlich schonmal am Donnerstag im Domino – Friede sei seiner Asche – gehört haben.
Für alle Außerfriesischen: Der Musikmix im Domino bestand Donnerstags aus Darkwave, Gothic, Indy, Metal, 70s Rock und verschiedenen eher obskuren Sonderstücken.
Dann ratet mal schön:

P.S: Wer auch noch die Band weiß, bekommt Sonderpunkte

Written by Heiko C. in: Spass und Spiel | Schlagwörter:
Jan
16
2010
4

Nacktscannerdebatte nur Ablenkung – Natürlich geht’s noch immer um Internetzensur

Breaking News: Wieder einmal soll der Jugendschutz dafür herhalten, das Internet – ähnlich wie in China – zu einem streng kontrollierten staatlichen Propagandainstument zu machen. Die Debatte um die blödsinnigen Nacktscanner ist wohl nur eine der Politik willkommene Ablenkung, welche die Augen der Öffentlichkeit vor der klammheimlichen Installation umfassender Internetzensur zu verschießt.

Was für ein antidemokratischer Angriff auf die Meinungs und Informationsfreiheit der Entwurf des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages ist, darüber kann man sich bei Alvar Freude vom AKZensur und hier bei Common Nonsense ein Bild machen.

Wieder ist der gleiche alte Schrott von „Sendezeitbegrenzungen“ im Internet enthalten, ebenso wie die Kriminalisierung aller Provider, die sich an die Netzneutralität halten: In Zukunft sollen die Provider z.B. dafür verantwortlich gemacht werden, wenn irgendwo ein Teenager auf eine Pornoseite klickt.

Wisst ihr wer sowas meiner Meinung nach verhindern sollte? DIE ELTERN verdammt noch eins! Macht man den Provider dafür verantwortlich, dass ein Kind eine Pornoseite ansurft, dann sollte man konsequenterweise auch den Zeitschriftenhändler dafür verantwortlich machen, dass ein Kind einen Playboy aus dem Schuhkarton unter dem Bett seiner Eltern angelt.

Das ist doch hirnrissig, verdammte Axt! Und was bleibt vom Internet, wenn tatsächlich alle Inhalte, die irgendjemand irgendwo für „jugendgefährdend“ halten könnte, sicherheitshalber gleich gar nicht mehr von den Providern weitergeleitet werden? Es geht da ja nicht nur um Pornos, sondern auch um Filmtrailer, Fanfiction und auch um politische Inhalte. Da steht zwar was von „verfassungsfeindliche“, „zum Hass gegen nationale, rassische, religiöse Gruppen aufstachelnde“, „grausame und sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen in einer Art schildernde“ , „den Krieg verherrlichende“ oder „gegen die Menschenwürde verstoßende“ Inhalte aber wie soll der Provider ad hoc entscheiden, was unter diese Kategorien fällt? Und wo fängt eigentlich Pornografie an? Bei Michelangelos David? Wie sieht wohl ein „Internet ab 6 Jahren“ aus?

Im Grunde genommen sprechen wir um Zensursula x 10.000.

Nachtrag: Sicher sind die Nacktscanner auch immernoch Scheiße, aber ich halte es für falsch, in Anbetracht von etwas, was der Abschaltung des freien Internets gleichkommen würde, die Nacktscanner als die momentan größte von der Politik geplante Schweinerei an den Pranger zu stellen, und darüber alle anderen – und meiner Meinung nach schlimmeren – Freiheitswegnahmen auszublenden.

Nachtrag2:

via Sempervideo

Noch ein Nachtrag: Das ganze nochmal durch die Brille anwaltlichen Know-Hows bei Internet-Law

Jan
15
2010
1

Akopalüpse 2012

Woran erkennt man wahre Propheten? Richtig! Sie sind Freidenker, und kümmern sich nicht um die herkömmlichen Kleidungsnormen.

Written by Heiko C. in: Esoterisches | Schlagwörter: , ,
Jan
14
2010
7

Kampf der Titanen: China gegen Google

Es ist ja mittlerweile durch die Rundfunk- und Holzmedien gegangen, und jeder zweite Blog schreibt sowieso drüber, aber ich muss das Thema trotzdem nochmal aufgreifen:

Google stellt bei seinem Chinadienst die politische Inhaltsfilterung aus.
Das hört sich ja erst einmal gut an, wenn man mal davon absieht, dass Google bei den Suchmaschinen in China eher die dritte Geige (oder den dritten Kontrabass, wenn man so will) spielt.
In den Holzmedien, wie hier bei SpOn ist von 30% Marktanteil zu lesen an guten Tagen liegt der aber wohl eher bei 20 – 24%. (Fragt mich nicht, wo ich das gelesen hab, weißnichtmehr) Trotzdem googelte bis vor kurzem immerhin noch etwa ein Fünftel aller Online-Chinesen.

Was ist nun passiert?
Nun, es kam wohl zu Hackingangriffen auf Google, für die Google scheinbar die chinesische Regierung – zumindest mittelbar – verantwortlich macht. Es soll nicht nur versucht worden sein die Gmailkonten von chinesischen Menschenrechtsaktivisten zu hacken, nein, Gerüchte besagen, dass die Chinesen jetzt auch irgendwelche Protokolle haben, die Google eigentlich für die Antiterrorabteilung der US-Regierung führt. Sowas wie unsere Vorratsdatenspeicherung, glaube ich.

Google hat sich dann erst mal mit der US-Regierung abgesprochen, und dann China den Cyberkrieg erklärt, wenn man es so nennen will.
Wenn China trotz Googles Zugeständnissen an die Netzzensur im Reich der Mitte trotzdem noch versucht Google zu hacken, dann macht halt Google ab sofort keine Zugeständnisse mehr.
Das hieße wohl, dass Google in China zugemacht wird, aber Googles „humanitäres Programm“ ist in China ja sowieso nicht aufgegangen. Eigentlich war ja der Plan sich in China unentbehrlich zu machen – wie im Rest der Welt – um dann Menschenrechts- und Antizensurforderungen stellen zu können.
Da hat Google bei den Chinesen aber wohl auf einen besonders harten Granitkeks gebissen.

Pessimistische Unken mögen mosern: „Google und China! Das sind doch beides Datenkraken, wo ist denn da eigentlich der Unterschied? Mir doch egal, wenn die sich streiten!“

Trotz aller Skepsis, die ich der Datensammelwut Googles gegenüber für angebracht halte, sehe ich das jedoch ein wenig anders.
Allein die Ziele der beiden Giganten sind ganz andere: Während Google eine Firma ist, die im Grunde genommen nur ihr Produkt verkaufen will, ist China ein Staat, der gerne weiterhin die absolute Macht über seine Untertanen ausüben will.
Denken wir die Ideologien der beiden bis zum pessimistischten Ende durch, so geht China in Richtung Orwells „1984„, während sich Google eher in Richtung „Schöne neue Welt“ von Huxley bewegt.
Ich gebe zu, dass das nur eine Annäherung an die Wahrheit sein kann, denn Google will ja schließlich weder ein Kastensystem, noch dass Menschen in Massenklonung hergestellt werden, aber so in etwa, finde ich, haut es hin.

Im schlimmsten Fall will Google die Masse quasi „kontrollieren“ indem es ihr die richtige Information oder Werbung zur richtigen Zeit präsentiert. Google will die Menschen zufrieden machen.
Dass Google so viele Daten sammelt… – hey, das passiert doch nur, damit Google seine Kunden noch zufriedener machen kann!
Natürlich kann man diese Daten auch mißbrauchen, natürlich kann auch Google Zensur ausüben. Die machen das sogar schon. Auch in Deutschland werden Suchergebnisse ausgefiltert, die in Deutschland gegen Gesetze verstoßen.
Google weist aber darauf hin, dass es ausfiltert.
Dass mir Google Werbung schickt, die auf meinen Suchanfragen basiert, oder dem, was ich in meinen Emails schreibe? Sehr, sehr nervig, aber es gibt dann doch schlimmeres.

China hingegen: China will am liebsten die Geschichte täglich umschreiben, und solche Ereignisse wie das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens ganz aus der Vergangenheit streichen.
Ganz so wie potentiell gefährliche oder aufrüherrische Worte einen chinesischen Computer, der mit der Green-Damm-Software läuft, zum Absturz bringen.
Um ein Haar wäre diese Software ja Pflicht für alle chinesischen Computer geworden.
Sowas ist nichts anderes als Aussiebung von „Verbrechendenk“ durch eine elektronische „Gedankenpolizei“.

Da ziehe ich Huxleys Welt jeden Tag vor, wenn ich die Wahl zwischen dieser und der von Orwell habe.
Viele Chinesen sehen das scheinbar ähnlich, wie ein weiterer SpOn-Artikel schreibt.
Herrje, bei Huxleys „Schöne neue Welt“ sind sich ja noch nicht einmal die Literaturexperten einig, ob das wirklch eine Dysutopie sein soll.

Es gibt auch chronische Miesmacher, die sagen: „Alles nur ein gelungener PR-Gag von Google! Nur möglich, weil deren Geschäft in China sowieso nicht die Erwartungen erfüllt!“

Denen möchte ich einen Tweet vom elektrischen Reporter ans Herz legen:

Und wisst Ihr was? Mir ist lieber, Unternehmen tun aus PR-Gründen das Richtige, als dass sie es nicht tun. #googlecn

Seh‘ ich genauso!

Nachtrag: Eine Zusammenstellung von Beiträgen zu dem Thema findet sich noch bei Netzpolitik.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Jan
12
2010
0

Blick in die Zukunft der Rundfunkgebühr

Wer wissen will, was die Helden von der Westerwellepartei momentan grad in Hinblick auf die GEZ und so planen, der mag mal hier bei Ti_Leo oder beim Pinguinmädchen nachlesen.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jan
11
2010
2

Seltsame Inselvölker

Nein, diesmal geht es nicht um Sylt. Es gibt eine Insel wo sehr viel seltsamere Leute rumlaufen. Wo alteingefahrene Gewohnheiten das Leben diktieren, und man plötzlich so gar nicht mehr klarkommt, wenn sich die Rahmenbedingungen ein wenig ändern.
Was Japan? Pustekuchen! Nein, auch Japan meine ich nicht.

Die Rede ist natürlich von den sympathischen Insulanern im Westen: Den Briten. Kaum schneit es mal ein wenig, kommen sie nicht mehr klar. Kann man ja auch nicht ahnen, dass der Winter kalt wird, und eventuell auch ein wenig gefrorener Niederschlag herunterkommt.
Dass es zu Weihnachten schneit bei unseren britischen Nachbarn, die sich ob ihrer Europhobie ja ach so viel auf ihre Unabhängigkeit vom Kontinent einbilden, passiert ja nun auch eher selten.

Symbolphoto: Ist zwar auf Sylt aufgenommen worden, aber ich hab’s gespiegelt, damit es nach England aussieht, um den Leser an der Nase herumzuführen.

In den Weihnachtsspecials der britischen Science-Fictionserie „Dr. Who“ hat man das traditionell schneefreie Christfest in den letzten Jahren auch schon zum Running-Gag gemacht. Jedesmal schneite es trotz der eher milden Temperaturen, doch mal war es Asche eines abgeschossenen Raumschiffes, mal eine technische Spielerei des außerirdischen, zeitreisenden Serienhelden. Doch echter Schnee war es nie.
Ausgerechnet dieses Jahr hat man sowohl in der Weihnachts- als auch in der Neujahrsfolge der Serie ganz auf den Schnee verzichtet. Ironisch, wo Großbrittanien zwischen den Tagen so aussah, und auch noch immer aussieht.
Als man die Folgen irgendwann im Sommer oder Herbst drehte, ahnte man wohl einfach noch nicht, dass das dicke Wetterende kommen würde. Na ja, das ist auch durchaus verständlich.

Drolliger ist, wie sich die Briten mit dem kalten Wetter auseinandersetzen.
Bei Fefe kann man den Erfahrungsbericht eines in England lebenden Deutschen nachlesen:

Berlin hat mehr Schnee als hier. Aber hier herrscht Ausnamezustand. Normalerweise fahren die bei Schnee einfach das ganze Land runter und warten bis es taut. (Ok, der Norden weis wie man mit Schnee umgeht aber da wohnt auch keiner)
Dumm nur das es eben nicht taut.
Das Konzept Winterreifen ist voellig unbekannt. Es gibt kaum Raeumfahrzeuge, Seitenstrassen sind immer noch nicht frei von Schnee.
Die Muellabfuhr kommt nicht, Post auch nicht.

Okay, man kann ja viel über die Strassen sagen, die teilweise ’ne ganz schön lange Weile dicht bleiben, aber die Post komt bei uns immer noch. Ich denke die kommt auch in Berlin.
Doch zu beißen hat der arme Brite auch nichts mehr:

Zwei fette Gemueseregale, leer bis auf ein paar Kohlkoepfe und Paprika.
Frischfleischregal, leer bis auf ein paar uebriggebliebene Weihnachtsbraten.
Aber der Hammer, keine Eier, keine frische Milch und kein Brot!

Ob das alles etwas überdramatisiert ist? Wer weiß. Doch bei einem Teil des Berichts war es mir möglich den anhand einer „belastbaren Sekundärquelle“ wie Wikipedia sagen würde, zu überprüfen:

Beste Winterstory ist noch das hier kein Schwein den Gehweg raeumt. Angeblich kann man so nicht verklagt werden wenn einer sich hinlegt, denn es sei dann ein ‚Act of God‘. Wenn man was tut war man sich der Gefahr bewusst und hat es nicht richtig getan. Seit dem traut sich keiner oder ist froh ne gute Ausrede zu haben es nicht zuen zu muessen.
Mit so einem absurden Scheiss geben die sich hier zufrieden.

Wie man hier bei Mail-Online nachlesen kann, ist zumindest das wohl ein gesicherter Fakt: Keiner räumt – und es wird sogar vor dem Räumen gewarnt (!) – weil es dann glatt sein könnte:

Householders and businesses have been warned not to clear snowy pavements – as they could be sued if someone slips.

Das tollste ist aber noch, dass junge Partygängerinnen – in der gleichen Onlinezeitung nachzulesen – ohne Mantel oder Pulli auf die Strasse gehen, gekleidet, als wären sie im Mittelmeerurlaub.

Schaut euch mal die Photos da an! Was ist das? Übersprungshandlung, weil in den Köpfen der jungen Frauen einfach nicht vorgesehen ist, dass es mal so ein kaltes Wetter gibt?
Sind die alle so besoffen – das Bingedrinking ist in England ja beihnahe ein Volkssport – dass die gar nicht mehr merken, wie kalt es ist? Was soll das?

Und wie sieht es da drüben aus, wenn in zwei Wochen noch immer Schnee liegt? Liegen dann dort alle erfroren in ihrer Sommerkleidung auf dem Asphalt im Schnee? Oder sind alle verhungert, weil die Supermärkte kein Essen mehr liefern? Oder vereinsamt, weil die Post nicht mehr ausgeliefert wird?

Das schärfste ist aber noch, dass in Britannien schon die Rentner anfangen Enzyklopädien zu verbrennen, um sich nachts warm zu halten, ganz so wie in „The Day after Tomorrow“.

Passiert das alles echt, oder bin ich irgendwann vor Weihnachten eingeschlafen, und träume noch immer?

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gesellschaftliches,Psychologisches | Schlagwörter: ,
Jan
11
2010
0

Nackedeispannerstrahler IV: Uhl unterstützt Nudifizierung, solange es nicht seine eigene ist.

Ja, ne, ist klar. Auf die Anfrage bei Abgeordnetenwatch, ob Herr Uhl der Nacktscannertechnologie so sehr vertraut, dass er zu einer öffentlichen Testnudifizierung zur Verfügenung stehen würde, antwortet der RRW-Preisträger, der ja auch gerne mal obrigkeitsstaatlich ist sinngemäß, dass Nacktscanner eine ernste Sache zur Gefahrenabwehr sind, und keineswegs zur Unterhaltung des Pöbels dienen sollen:

ich unterstütze die Bundesregierung in ihrem Vorhaben, baldmöglichst die Verwendung von Körperscannern zur Sicherheitsüberprüfung an deutschen Flughäfen zu unterstützen, […] Die Körperscanner sollen ein Instrument in den Händen des beauftragten und eingewiesenen Sicherheitspersonals sein. Keineswegs geht es darum, die ´Durchleuchtung´ durchzuführen zum Zweck der Unterhaltung für „interessierte Bürger“.

Warum wirkt eigentlich „Bürger“ immer öfter wie ein Schimpfwort, wenn es aus dem Mund (bzw. der Feder) eines Unionspolitikers kommt?

Wenn die Bilder wirklich so wenig anstößig sind, wie immer alle Politiker behaupten, und wenn die Intimssphäre wirklich nicht verletzt wird, was soll denn an einer öffentlichen Nacktscannung von Herrn Uhl „Unterhaltung“ sein? Das wäre doch im Gegentum nur der Beweis, dass man sich vor den Nackedeispannerstrahlern nicht genieren muss.

Oder will Herr Uhl durch diese schamhafte Koketterie nur sein zukünftiges Redepublikum dazu bewegen, bei seinen Reden „Auszieh’n! Auszieh’n!“ zu rufen?

P.S.: Auch gegen die Nackedeispannerstrahler gibt es mittlerweile die passende E-Petition. Bitte unterzeichnen Sie hier: LINK! Wow.
Nachtrag: Schon fast 4000 Unterschriften, und die läuft erst seit heute! Geht ja los wie Butter!

Jan
11
2010
3

Das Nostalgie-Pink-Floyd-Bilderrätsel Teil 21

Aufgrund der längeren Pause bei den Rätseln, hier mal was einfaches, zum wieder warm werden:

Written by Heiko C. in: Spass und Spiel | Schlagwörter:
Jan
09
2010
5

Der Schneesturm kommt!

Also wenn die Schweinegrippe eine „Pandemie“ war, und die unfähigen Sauerlandbomber eine „gefährliche terroristische Bedrohung“ waren, dann ist das laue Lüftchen, was draußen gerade weht, verbunden mit den 0,3cm Neuschnee heute wohl auch ein „Schneesturm“.

Und da hab ich mir gestern extra die Disco verkniffen, weil wieder mal irgendwelche Weltuntergangspropheten – diesmal bei den Wetterfröschen – das Ende aller Tage herbeibeschwören wollten.

Hätte es draußen so ausgesehen wie letzte Woche, hätte ich ja noch gesagt: Gut, okay!

Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist, wie die Bundesregierung tatsächlich zu Hamsterkäufen aufgerufen hat. Ich kann mich noch an die Regierung Kohl erinnern, wo immer vor Hamsterkäufen gewarnt wurde. …und heute wird dazu aufgerufen. „Kaufen Sie alle Läden leer, damit Leute, die nichts bekommen, in Panik geraten, und den Tengelmannladen anzünden!“
Aber na ja, in so einer Wirtschaftskrise greift man halt auch zum letzten Strohhalm, um den Konsumwillen der Bevölkerung künstlich anzustacheln. Ich halte das trotzdem für unverantwortlich, und diese „Schneekatastrophe“ für nur ein weiteres Kapitel im großen Buch der Panikmache, aus dem uns jeden anderen Abend vorgelesen wird.

Das einzig dumme war, das heute unsere Heizung ausgefallen ist, aber das lag dummerweise schlicht daran, dass das Heizöl alle war.
Tja, wenn der untere Teil des Heizöltanks dunkel ist, muss das nicht unbedingt bedeuten, dass er halb voll ist. Es kann sich auch schlicht um Staub handeln…

Mal sehen, wie sich dieser „Schneesturm“, diese „Daisy after Tomorrow“ noch weiter entwickelt. England soll es ja ziemlich stark erwischt haben…

UPDATE: Mehr zum Thema Katastrophenwahnsinn hier bei Stefan Niggemeier: LINK!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Wahnhaftes | Schlagwörter: