Impactsuspect » 2010 » Januar
Jan
28
2010
9

Das total schlaue Goethe Bilderrätsel #1

Da die „Gedichtbilderrätsel“ vor einer Weile so gut angekommen sind und die drei allgemeinen Musikrätsel nicht so gut, werde ich aus ersterer Idee einfach mal eine neue Bilderrätselreihe machen.
Folgendes Bild stellt ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe dar:

Warum der „Herr Jehova“ Gummistiefel trägt? Keine Ahnung, vielleicht kommt er gerade von der Gartenarbeit.

Die Lösung des Rätsels, oder was ihr dafür haltet, bitte wieder als Kommentar posten.
Ich werde alle Lösungsvorschläge wieder zeitverzögert freischalten, damit auch Leute, die ein wenig später kommen, rumrätseln können, auch wenn ein Expressratefuchs das Rätsel im Handumdrehen auflösen kann.
Der erste Kommentar mit der richtigen Lösung ist dann aber der oberste, und so kann sich der schnellste Rater später trotzdem über den „Fame“ freuen. 😉

Written by Heiko C. in: Esoterisches,Spass und Spiel | Schlagwörter:
Jan
26
2010
10

Knoten verboten!!!

Tja, ich hab jetzt doch mal ein Foto in der hiesigen Grundschulsporthalle gemacht, wo ich zweimal die Woche abends immer Spocht mache. Es handelt sich um Fotos von einem Fundstück, das irgendwie unlogisch betextet ist.

Erstmal warnt an den Kletterseilen (oder sind das Taue?) dieses Schild hier davor, Knoten in die Seile zu machen:

Daneben, halb verdeckt von eben den Tauen (oder Seilen) um die es geht, hängt ein weiteres Schild, auf dem erklärt wird, warum Knoten verboten sind.

Da man die Schrift auf dem Bild nicht wirklich gut erkennen kann, werde ich die Passagen, die mich irritieren einmal kurz zitieren:

Die Knoten in den Tauen, die leider in vielen Hallen zu finden sind, bergen erhebliche Verletzungsgefahren. Es könnte beim Herunterklettern (oft abwärts aber nicht geklettert, sondern gerutscht) vor allem bei Jungen zu Verletzungen kommen, wenn der Knoten zwischen den Beinen hängenbleibt.

Erst einmal: Aua!
Dann als zweites: Aha, es sind Taue, und keine Seile.
Und dann verwirrt mich auch, dass man sinngemäß geschrieben hat „…beim Herunterklettern, das aber keines ist, obwohl es sich um eine Abwärtsbewegung handelt, die aber gerutscht ausgeführt wird…“
Warum steht auf dem Schild nicht gleich „Es könnte beim Herunterrutschen…“, dann hätte man sich den ganzen eingeklammerten Bandwurmmist sparen können. Und das kommt von mir, der ja selbst am laufenden Band verbalen Bandwurmmist produziert.
Aber fassen wir nochmal zusammen: Keine Knoten sonst fiese Verletzung zwischen den Beinen.
Weiter im Text:

Tatsächlich passieren solche Unfälle leider häufig! Eine andere Unfallursache ist das Herumschleudern des Taus, das dann durch große Geschwindigkeit Kopfverletzungen verursachen kann. Die Taue sollen, wenn sie zu einem anderen Teilnehmer gegeben werden sollen, aus einer leichten Höhe lediglich losgelassen werden, damit sie langsam zum Partner schwingen können.

Ich würde es anders formulieren, als dieses Schild hier, aber das ist ja auch noch einsichtig. Aber das Schild hat noch mehr auf Lager:

Knoten in den Tauen können dann akzeptiert werden, wenn übergewichtige Kinder sich allein am Tau nicht festhalten können, in diesem Fall wird ein Knoten auf Kopfhöhe gemacht, damit das Kind sich über dem Knoten am Tau festhalten kann. Die Knoten müssen aber nach Benutzung der Taue unbedingt wieder entfernt werden.

Stellen wir uns das mal vor:
Ich bin ein dickes Kind, etwa so 9 Jahre alt und bekomme von meinem Sportlehrer, Herrn Menschenschinder, die Anweisung an so einem Seil nach oben zu klettern.
Das kommt vor. Ich war ein eher dickes Kind, und es wurde immer von mir erwartet, genau wie die Hungerhaken in meiner Klasse, ganz bis nach oben zu klettern.
Hab ich jetzt einen Knoten auf Kopfhöhe, und klettere erstaunlicherweise tatsächlich bis ganz nach oben, dann ist der Knoten wieder unter mir.
Wenn ich als dickes Kind nun den Halt verliere, weil ich mit meinen Armen eben besser Kartoffelchips essen kann, als mein eigenes Gewicht halten, dann rutsche ich nach unten, oder wie dieses Schild es ausdrücken würde: Ich klettere nach unten (aber nicht geklettert, sondern abwärts und gerutscht und mit hoher Geschwindigkeit).
Kann es da zu keinen „Verletzungen zwischen den Beinen“ kommen? Oder sind die nicht eher noch wahrscheinlicher, wenn komprimierte 60 Kilo 10 Meter in die Tiefe rauschen, immer auf einen verbotenen Knoten zu? Ganz abgesehen davon haben dicke Kinder vermutlich auch mehr Widerstand, der auf den Knoten treffen kann.

Und nehmen wir an, ich schaffe es nicht, bis ganz nach oben zu klettern, wie die anderen. Meiner Meinung nach, ist das sowieso realistischer. Wozu dann überhaupt der Knoten? Damit ich mit schlaffen Armen an ihm hängen kann, und die anderen Kinder mich auslachen?

So oder so ergibt das keinen Sinn. Wer denkt sich solche Schilder aus?

Written by Heiko C. in: Beklopptes | Schlagwörter: , ,
Jan
25
2010
11

Einfach zu herrlich: Englisch wird die Arbeitssprache…

Sagt der Oettinger aus dem Freistaat Bayern aus Baden-Würtemberg, wo man alles kann – außer Hochdeutsch,  und macht’s schon mal vor:

Hello english reading visitors! Watch this video! It’s in english! 😀

Da ist ja der Übersetzer von neulich geradezu ein Sprachtalent, und Westerwelle könnte einen Lehrstuhl für Anglistik übernehmen.

Nee, tut mir leid, ich liege so am Boden vor Lachen und Fassungslosigkeit… Mir fällt dazu sonst nichts mehr ein…

…ich scheue mich sogar ein wenig, das in die Kategorie „Linguistisches“ abzulegen, denn mit Sprache hat das nun wirklich nicht mehr viel zu tun. Der Oettinger spricht ja Englisch, wie der Brüderle Deutsch

___Nachtrag, 2 Stunden später___

10 Spitzen auf die ich zuerst nicht gekommen bin, weil ich zu sehr mit Lachen beschäftigt war, die aber naheliegend sind:

  1. Nur eine Verschwörung, um Westerwelle als Aussenminister gut aussehen zu lassen.
  2. Ist das ansteckend?
  3. Wenn das schon alle Englischkenntnisse sind, die wir in Zukunft brauchen, können wir uns ja beruhigt zurücklehnen.
  4. Wir könn‘ alles außer: Hochdeutsch, Englisch, Politik, Rhetorik, Phonetik, Satzbau…
  5. Oettingers Beitrag dazu, dass sich im vereinten Europa niemand mehr vor den Deutschen fürchtet.
  6. The body of Christ compells you! The body of Christ compells you!!!
  7. Vielleicht sollte das ja auch Französisch sein ?!
  8. Warum erwähnt er immer Umbrella? Hat man ihn von Raccoon City aus bestochen?
  9. Ich schlage hiermit Herrn Oettinger vor für den Posten des EU-Kommissars für In-fremden-Zungen-sprechen
  10. Mit dem deutschen Akzent, den der Oettinger da hat, ist er für die Rolle des nächsten Bond-Bösewichts eindeutig überqualifiziert.

____Nachtrag 1 Tag später____

Das geht ja mittlerweile echt schnell mit dem Feedback in den alten Medien. Wo die Zensursuladebatte es erst nach Wochen in die alten Medien geschafft hat, ist Oettinger jetzt schon mit seinem Youtubevideo im Handelsblatt. ^^

____Nachtrag 2 Tage später____

Auf den Naheliegensten bin ich natürlich erst jetzt gekommen:
Oettinger sagt: „Englisch wird Arbeitssprache“? Was sagt eigentlich Westerwelle dazu? Es ist doch Deutschland hier! *Badumm-Tsching!*

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Linguistisches,Lustiges | Schlagwörter: , , ,
Jan
25
2010
4

Freibier?

Jetzt finde ich meine Überschriften von vor Monaten schon in der Zeit?!

Im August hatte ich ja mehrmals über die grandiosen Mondlandungspläne der CDU gebloggt. Den ersten Artikel nannte ich „To the Moon, Angela!“ und den zweiten und dritten dann „Merkelchens Mondfahrt I und II“.
Nun muss ich entdecken, als ich so nach mir selbst und meinem Blog googele, dass eine Frau Thea Dorn in einem Artikel/Kanzlerinnen-Interview aus der Zeit vom 31.12.2009 dieselbe Überschrift, nämlich „Merkelchens Mondfahrt“ verwendet hat.
Na ja, obwohl das Wortspiel nicht wirklich naheliegend ist, werd‘ ich im Zweifel einfach mal annehmen, dass in diesem Fall Frau Dorn einfach den gleichen Gedanken hatte wie ich.


Link!


Screenshot dieser Seite bei der Zeit

Da hat Frau Dorn aber Glück, dass ich mir diese Wortfolge nicht hab als „Überschriftenmarke“ schützen lassen, denn selbst sowas kann man bestimmt in Deutschland. Da hätte ich sie jetzt lustig abmahnen können. Ob eine kurze Wortfolge wie „Merkelchens Mondfahrt“ als Wortschöpfung nicht sowieso meinem Urheberrecht unterliegen könnte, auch das kann man in Deutschland nur mit dem Gang vor die Gerichte klären.
Leider hab ich keine Berge von Geld, die ich aus dem Fenster in die Hände der Rechtsmaschinerie werfen kann und will, also werden wir es wohl nie erfahren. Ausserdem bin ich ein netter Mensch, und gönne der Zeit als Vertreterin eines sterbenden Mediums den leihweisen Gebrauch dieser einen Überschrift – unabhängig von der Rechtslage, wie auch immer die aussehen mag – obwohl ich speziell diese Überschrift als redaktionellen Inhalt mit großem Aufwand und finanziellen Einbußen erdacht habe. Was für finanzielle Einbußen? Ich hab nebenbei Erdnüsse gegessen. Die musste ich erst kaufen.
Im Gegenzug fände ich es fair, wenn ich dafür auch NIEMALS von der Zeit oder ihren Mitarbeitern abgemahnt werde.

Als Trost für den ungerechten Umstand, dass Frau Dorn von der Zeit für den Artikel samt Überschrift wohl bezahlt wird, und ich nicht für die meinen, kann ich mir nur was darauf einbilden, dass die fragliche Überschrift viel besser zu meinem Geschreibsel passt, als zu dem von Frau Dorn.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Lustiges,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Jan
23
2010
8

Zeitreisen sind anstrengend…

…für einen Autor, oder den, der es werden will. Selbst die besten Beispiele für Zeitreisen aus z.B. der Filmgeschichte haben mit diversen Haken und Ösen zu kämpfen, uns sind im Grunde genommen immer irgendwo unlogisch.

Folgender Text mag milde Spoiler zu folgenden Filmen enthalten: „Terminator“, „die Zeitmaschine“, „Der letzte Countdown“, „Zurück in die Zukunft“(gesamte Trilogie) und „Donnie Darko“. Wer diese Filme noch nicht gesehen hat, dem würde ich aber sowieso empfehlen, das schleunigst nachzuholen.

Das Hauptproblem dabei, eine Glaubwürdige Zeitreisegeschichte zu schreiben ist, wie man mit den beiden bekannteren Zeit-Paradoxa umzugehen weiß. In der „Zurück in die Zukunft“-Trilogie etwa, wird von diesen immer behauptet, sie zerstören das Universum, auf der anderen Seite passieren seltsame Dinge, wenn vergangene Ereignisse dort verändert werden. „Zurück in die Zukunft“ ist eine tolle Filmreihe, der erste der Filme wird sogar als Paradebeispiel an Filmhochschulen benutzt, wie man es machen sollte. Leider ist die gesamte Zeitreiselogik in den Filmen alles andere als „in sich schlüssig“, und schon gar nicht aus einem Guss.
Warum das so ist, darauf will ich hier nicht näher eingehen, nur so viel: Im Verlauf des ersten Filmes alleine verschwinden erst Martys Geschwister auf seinem Familienfoto halb bis ganz, dann verschwindet er gegen Ende des Filmes selbst teilweise.
Hat er jedoch die Vergangenheit so verändert, dass er selbst nie geboren würde, hätte dies für ihn selbst in der Vergangenheit entweder keine Auswirkung, oder er würde sofort ganz verschwinden. Ereignisse in der Vergangenheit, die dazu führen, dass seine Hand durchsichtig wird, sind undenkbar. Der Dramaturgie Willen hat man es nun aber so gemacht, wie man es gemacht hat, und selbst ich kann mit der fehlerhaften Zeitreiselogik der Saga leben.

Was ist nun aber mit den Paradoxa?

Da haben wir einmal das Großvaterparadoxon.
Dieses besagt, dass ich eine Zeitmaschine baue, in die Vergangenheit zu einem Zeitpunkt reise wo mein Großvater meine Großmutter noch nie getroffen hatte, und ihn umbringe. So kann ich nie geboren werden, keine Zeitmaschine bauen, nicht zurück reisen, und ihn nicht umbringen, wodurch ich wieder geboren werde, eine Zeitmaschine bauen und ihn umbringen kann. Ihr seht das Problem.
In vielen Zeitreisegeschichten ist es so, dass man durch Verwicklungen in der Vergangenheit zwar seinen eigentlichen Großvater umbringt, dann selbst aber -unwissend- mit seiner eigenen Großmutter anbandelt, und so sein eigener Großvater wird. Das ist storytechnisch vielleicht spannend, aber was die Zeitreiselogik angeht allenfalls ein fauler Kompromiss.
Die – aus meiner Sicht – schlüssigere Lösung wäre es, von Anfang an mit der Vielweltentheorie zu arbeiten. Ich reise in die Vergangenheit, ändere sie alleine schon dadurch, wodurch sich dann eine alternative Zeitlinie bildet, die neben der Zeitlinie existiert, von der ich komme. Selbst wenn ich in der neuen Zeitlinie also meinen Großvater umbringe, bleibt meine eigene Zeitlinie samt meiner subjektiven Vergangenheit bestehen, und ich verschwinde nicht.
Reise ich in der neuen Zeitlinie allerdings wieder in die Gegenwart, ist es eine Gegenwart in der es mich selbst und meine Familie so nie gegeban hat. Aus Sicht des Zeitreisenden ist dies wohl in den meisten Fällen weniger wünschenswert.
Geht man nur von einer Zeitline aus, die unveränderlich ist, und in der alle eventuellen Zeitreisen bereits von Anfang an „eingeplant“ sind, muss man auf die „Ich bin mein eigener Großvater“-Lösung zurückgreifen, weil man sonst in oben erwähnte nicht aufzulösende Endlosschleife gerät.
Reist jemand zurück in die Vergangenheit, und wird zu seinem eigenen Großvater, weil er mit seiner Oma koitiert, als sie noch jung war, dann haben wir jedoch schon das nächste Paradoxon:

Das Informationsparadoxon, dass die meisten Schwierigkeiten macht, weil man es leicht mal übersieht, wenn man eine Geschichte schreibt.
Als Beispiel: Ich bekomme Besuch von mir aus der Zukunft, und Zukunfts-Heiko erklärt mir, wie ich ganz einfach eine Zeitmaschine aus einem Blatt Papier, 3 Zwiebeln und einem Teebeutel bauen kann. Dann verschwindet Zukunfts-Heiko wieder.
Ich baue besagte Zeitmaschine und reise in die Vergangenheit um mir die Pläne zu geben. Und so weiter. Eine schöne Zeitschleife, die in sich schlüssig zu sein scheint, entsteht.
Doch wer hat die Zeitmaschine erfunden? Wo kommt der Bauplan her? Irgendjemand muss doch auf die Idee gekommen sein, oder?
Hier offenbar nicht. Die Zeitmaschinen-Idee hat hier keinen Anfang, sie ist einfach in der Zeitschleife vorhanden, ohne dass sie jemand wirklich erfunden hat. So ist es zumindest, wenn wir eine einzige und unveränderliche Zeitlinie annehmen.
In der Vielweltentheorie wäre es so, dass ein paralleler Heiko in der „Ursprungszeitlinie“ einmal die Zeitmaschine erfunden hat, und zurückgereist ist, um sie seinem vergangenen Ich zu geben. Vielleicht um früher über die Zeitmaschine zu verfügen. Der vergangene Heiko hätte jetzt nun die freie Wahl ob er seinerseits zurückreist, um sich die Zeitmaschinenenpläne zu geben, oder nicht. Vielleicht bildet sich sowas ähnliches wie eine Zeitschleife. Eventuell eine Zeitspirale, die sich seitwärts durch unzählige alternative Universen bohrt, bis sie schließlich kollabiert, weil irgendein Heiko keine Lust mehr hat, einem vergangenen Ich die Pläne zu geben.

Wie wir sehen ist mit beiden Paradoxa in der Vielweltentheorie einfach umzugehen. Alleine schon weil es keine Paradoxa sind, wenn es parallele Welten gibt, und diese durch jede Zeitreise geschaffen werden. Ich tendiere daher dazu, in Geschichten eben dieses Modell zu verwenden.
In dem Modell mit der einen unveränderlichen Zeitlinie, sind beide Paradoxa jedoch scheinbar nicht lösbar. Das Großvaterparadoxon kann gar nicht stattfinden, und beim Informationsparadoxon (bzw. in der speziellen Form: das Großmutterparadoxon) erscheinen plötzlich Ideen ohne Ursprung.

Manchmal erfordern Geschichten jedoch sowohl das Vorhandensein einer Zeitschleife, vielleicht sogar eines Informationsparadoxons im Rahmen einer unveränderlichen Zeitlinie. Als Beispiele vielleicht die Geschichte in der ein Bibelforscher in die Vergangenheit reist um Jesus zu treffen, dort feststellt, dass der Jesus den er findet ein geistig Behinderter ist, und dann im Laufe der Handlung unfreiwillig selbst zu dem Jesus wird, den wir aus der Bibel kennen.
Fragt mich nicht, wer die Geschichte geschrieben hat, oder wie sie heißt, aber die hab ich mal irgendwo gelesen. Ähnliches gabs auch von Anthony Burgress mit Shakespeare, wenn ich mich recht erinnere.
Solche Geschichten leben ja davon, dass der Zeitreisende die Gegenwart, die er sein leben lang kannte, durch seinen Aufenthalt in der Vergangenheit erst zu dem macht, was sie ist. Und hier kommen Informationen aus dem Nichts. Wenn ich Shakespeares Werke auswendig kenne, kann ich sie ihm in der Vergangenheit natürlich diktieren, aber wer hat sie dann erdacht?

Man nenne mir nur ein Beispiel aus der Filmgeschichte, wo Zeitreisen mit „unveränderlicher Zeitlinie“ auch nur ansatzweise logisch dargestellt sind.
– „Zurück in die Zukunft“? Großvaterparadoxon und im Laufe der Trilogie etliche Informationsparadoxa.

– „Terminator“ Ebenso. Beide Sorten Paradoxa. Das Lustige ist: Im ersten Teil wären die Paradoxa wenigstens konsequent zum Ende gedacht, wenn nicht vom abwesenden John Connor und Teil 2, 3 und 4 drauf bestanden würde, dass die Zukunft änderbar ist.

– „Die Zeitmaschine“(original) Hier werden jegliche Paradoxa umschifft, weil der Protagonist so weit in die Zukunft reist, dass eine Auswirkung auf die Zeitlinie – sollten seine Reisen eine haben – nicht sichtbar sind. Dafür ergibt die Art und Weise des Zeitreisens hier keinen rechten Sinn.
Die Zeitmaschine „bewegt“ sich einfach schneller durch die Zeit, so dass der Zeitreisende in seinem temporalen Schlitten raus schauen kann, und die Welt sieht, wie sie vorgespult wird.
Warum das keinen Sinn ergibt?
Weil zu verschiedenen Zeitpunkten mehrere Versionen seiner Zeitmaschine in Zeit und Raum den selben Platz einnehmen, was unmöglich sein sollte.
Als Beispiel: Erst reist der Zeitreisende ins Jahr 30.000 n Chr., und zwar vom Jahr 1900 aus. Dabei durchquert er unter anderem den 5. Mai 2005, 19 Uhr 26. Reist er später zurück, ohne seine Zeitmaschine zu bewegen, dann durchquert er auf der Rückreise den gleichen 5 Mai 2005, 19 Uhr 26, während er am gleichen Platz steht. Was passiert dann? Sollte der Platz nicht schon voll sein? Und was ist, wenn er nun, nachdem er ein paar Bücher eingepackt hat, wieder in die Zukunft reist, und wieder den gleichen Zeitpunkt passiert? Das wäre dann nämlich schon der dritte Zeitreisende samt Zeitmaschine übereinander. Wie viele passen übereinander? Seht ihr? Das ergibt keinen Sinn.

Dann gibt es natürlich noch andere Filme, die keinen der obigen Wege einschlagen, und von Anfang bis Ende entweder Kraut und Rüben sind, was Zeitreisemodelle angeht, oder so kryptisch sind, dass man alles rein interpretieren kann.
Beispiele für ersteres wären „Time Guardian“, „Austin Powers“ oder „Bill und Ted’s verrückte Reise in die Zeit“, und für letzteres „Donnie Darko“. Bei beiden Kategorien wüsste ich nicht einmal, wo ich anfangen sollte, wenn ich da nach Paradoxa suchen sollte. Aber bei Klamauk wie „Austin Powers“ oder „Bill und Ted“ sollte man da sowieso nicht zu pingelig sein, und „Donnie Darko“ möchte ja eben grad‘ geheimnisvoll und kryptisch sein, da passt das auch.

Wenn ich in einen Zeitreisefilm gehe, dann möchte ich aber nunmal gerne wissen, was die logischen Gesetze für die Zeitreisen sind. Kann man die Vergangenheit der Zeitlinie ändern, ohne seine eigene subjektive Vergangenheit zu ändern? Zeitschleifen oder Zeitspiralen? Großvater- oder Großmutterparadoxon? Sind Paradoxa überhaupt möglich, oder nicht?
Ich bin dafür, dass man Aufkleber auf die Filmplakate klebt, damit ich vor dem Film weiß, womit ich es zu tun habe. Noch lieber wäre mir allerdings ein Zeitreisefilm, der sich entscheiden kann ob er multiple Zeitlinien oder nur eine einzige unveränderliche hat, der weiß, wann er ein Paradoxon einbaut, und was daraus folgt, und der trotzdem einen spannenden Plot hat.

Oft werden die Zeitreisen ja auch nur als Spannungselement in die Handlung eingebaut. „Terminator“ wäre zum Beispiel auch ohne Zeitreisen möglich, dann ginge der Plot aber so: „Killer will Frau aus politischen Gründen umbringen, Soldat will sie davor retten.“
Macht nicht viel her, der Terminator ohne Zeitreisen, oder? (Anm.: Ich finde Terminator natürlich trotzdem klasse)

In „Die Zeitmaschine“ geht es zwar vordergründig um Zeitreisen, diese dienen jedoch nur, um das Gedankenexperiment von den Morlock und den Eloi. das in erster Linie ein soziologisches ist, in die Handlung einzubetten. Statt sich einer Zeitreise zu bedienen, hätte Wells auch wie vor ihm Jonathan Swift in „Gullivers Reisen“, den Protagonisten auf einer unbekannten Insel stranden lassen, auf der nun zufällig Eloi und Morlocks leben. An der Handlung hätte das wenig geändert.

Im Film „Der letzte Countdown“ geht es um einen Flugzeugträger der aus den 80er Jahren, der durch ein unerklärliches Wetterphänomen in der Zeit vor dem Angriff auf Pearl Harbour landet. In dem Film geht es also um „Zeitreisen“, doch die Protagonisten greifen nicht wirklich in die Vergangenheit ein, und gerade als sie sich dazu durchgerungen haben, die Japaner abzufangen, und Pearl Harbour zu verhindern, schmeisst sie das Wetterphänomen wieder in ihre Gegenwart.
Hier geht es also eher um die moralische Entscheidung, ob man die Vergangenheit ändern darf. Ich hätte es interessanter gefunden, wenn die Vergangenheit tatsächlich geändert worden wäre, und was für Auswirkungen das gehabt hätte.

In „Zurück in die Zukunft“ ist der Angelpunkt des Plots hingegen nicht ohne Zeitreisen möglich. In dieser Trilogie geht es um Zeitreisen, und die „Zeitreiselogik“, die man verwendet wird sogar mehrmals in den Filmen – sich teilweise widersprechend – erklärt, weil man die Handlung nicht verstehen kann, wenn man nicht über die Zeitreiselogik Bescheid weiß.
Schade nur, dass die in „Zurück in die Zukunft“ verwendete Zeitreiselogik von vorn bis hinten nicht zusammenpasst.
Trotzdem, hier geht es nicht nur um Zeitreisen, hier ändern die Protagonisten tatsächlich mehrmals – um nicht zu sagen: am laufenden Band – die Vergangenheit, und erleben die Konsequenzen, die sich daraus ergeben.
Meiner Meinung nach – und trotz aller logischer Schwächen – ist diese Filmreihe mit Abstand das beste, was es bis heute an Zeitreisefilmen gibt; weder sind die Zeitreisen nur austauschbare „Plot-Device“, noch scheut man sich hier ernsthaft, die Zeitmaschine einzusetzen. Im Gegenteil: Ich hab so den Eindruck, in der Trilogie werden etliche Gedankenexperimente zuende gedacht.

Ach ja:  Wer Vorschläge für bessere oder logischere Zeitreisefilme hat, die ich hier nicht genannt habe: Immer her damit.

Ach, was: Egal ob logisch oder nicht, ich will sowieso alle Zeitreisefilme sehen, also auch her mit euren Vorschlägen für vielleicht nicht so gute Zeitreisefilme. ^^

Written by Heiko C. in: Bücher,Esoterisches,Filme,Technisches | Schlagwörter:
Jan
23
2010
2

Biss zur Öffnung des Höllenschlunds…

Einfach herrlich: Was würde Buffy tun, wenn sie Edward „Michschnitte“ Cullen von Twilight an der Backe hätte:

Gefunden im Genderblog.

Ich meine, das ist ja natürlich Geschmacksache, aber da zeigt sich für mich zumindest, wie gut Buffy im Vergleich zu Twilight doch war. Sicher, die Stories bei Buffy neigten dazu sich allesamt etwas sehr ähnlich zu sein, aber die Charaktere kommen bei Buffy nachvollziehbarer, intelligenter und weniger stereotypisch rüber.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Jan
22
2010
7

Besser jemanden fragen, der sich mit sowas auskennt…

Michael Jackson gab uns 39 und seine Mutter würde schreien!


Gefunden hier: LINK

Ich glaube das Hauptproblem war, dass der beim Übersetzen nicht wirklich hinterherkam, und vielleicht die schwierigen Worte, wie etwa „Charities“, nicht kannte.
Ich tippe darauf, dass der reguläre Dolmetscher krank war, und jemand mit „Englischkenntnissen“ mal eben einspringen musste.

„Kalle, du kannst doch Englisch, oder?“
„Öhm, ja?!“
„Dann mach du mal die Simultanübersetzung!“
„Simultan? Wat is dat denn?“
„Ach, da mach dir mal keine Sorgen, Hauptsache du kannst Englisch!“
„Öhm…“
„Du kannst doch Englisch, oder? Kriegst auch n‘ Fuffi extra.“
„Oh,… okay!“

Nachtrag: Hier gibt’s das Video nochmal länger: LINK! Quasi mit Vorgeschichte.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Lustiges | Schlagwörter: ,
Jan
20
2010
9

Schlumpfkatzhontas

Kaum ein Film hat die Öffentlichkeit schon im Vorfeld so polarisiert, wie James Camerons Science-Fiction-Öko-Drama „Avatar“. Und auch jetzt, nachdem ihn wohl schon jeder im Kino gesehen hat, der ihn im Kino sehen wollte,  gehen die Diskussionen noch weiter.  Die einen können sich noch nicht entscheiden, ob sie die tolle neue 3D-Technologie nun gut finden, und die anderen werfen dem Film – nicht ganz unbegründet – vor, dass es sich nur um einen Abklatsch von „Pocahontas“, „Ferngully“ oder „Der mit dem Wolf tanzt“ handelt.
Ich hab den Film mittlerweile in 3D gesehen, die Optik war tatsächlich atemberaubend, und die Handlung war okay, wenn auch schon nicht so besonders neu.
Den Film in eine Schublade mit dem unterirdisch schlechten „Ferngully“ zu stecken ist meines Erachtens nach eine Beleidigung, im Grunde genommen ist der Film was Handlung und Schauspielerei angeht auch nicht wirklich schlechter als Kevin Costners Indianerepos.

Was man allerdings tun muss, wenn man diesen Film genießen will, ist sich dazu zu zwingen über die ganz groben logischen Fehler erst einmal hinwegzusehen.
Darüber, dass die Tier und Pflanzenwelt Pandoras scheinbar samt und sonders mit einer Art organischem USB-Anschlüssen ausgestattet sind, die es den Pandoranern erlauben sich – mittels passendem Stecker in deren Haaren – mit scheinbar beliebigen Tieren oder Pflanzen zu verbinden, um diese dann in einer Art symbiotischer Verbindung zu steuern…

Gut, ich zweifle daran, auch nach längerem Überlegen auf ein evolutionsbiologisches Szenario zu kommen, dass es sinnvoll machen würde so etwas zu entwickeln, aber na ja. „Suspension of Disbelief“ – zu deutsch „Außerkraftsetzung des Unglaubens“ – nennt man die bei Science-Fiction angemessene Reaktion auf sowas wohl.

Besonders störend fand ich jedoch die schwebenden Berge, die es auf dem Planeten Pandora gibt. Gut, schwebende Berge ließen sich wohl noch irgendwie mit Magneto-Dingenskirchenstrahlen erklären, die unter den Bergen ein Kraftfelddingsie erzeugen, und sie somit anheben, doch das erklärt nicht, wie diese schwebenden Berge Wasserfälle haben können.
Ich meine, irgendwoher muss das Wasser doch kommen, oder? Muss ja irgendwann alle sein, wenn der Felsen, auf dem die Quelle entspringt, nicht besonders groß ist, und keine Verbindung zum Erdboden hat, oder?

Ich meine, als surreale Kunst von Renè Magritte lass ich mir sowas ja gefallen, wenn es sein muss, auch als kitschiges Fantasy-Poster oder -T-Shirt, aber in einem Science Fiction Film, der sich ansonsten alle Mühe gibt, dass man ihn ernst nimmt? Nee, das war ein wenig zu viel des Guten.
Sicher könnte man sich da auch eine abstruse Erklärung einfallen lassen, wie das in der Logikwelt des Filmes funktioniert. Würde man mich zwingen, das wegzureden, dann würde ich mit Pflanzen anfangen, die Wasser aus der Luft sammeln, das dann unten abfließt – aber das müssten dann schon echt produktive Pflanzen sein.

Ansonsten habe ich erstaunlich wenig zu meckern, auch wenn ich mich darauf gefreut habe meckern zu können. Leider ist der Film nicht ein Zehntel so schlecht, wie 2012 war.
Das SF-Setting ist – von Ausreißern wie den Schwebebergen mal abgesehen – recht solide, ebenso die Handlung, und die Zeichnung der Charaktere. Hier erreicht der Film mit der Schulnote 3 wohl grad noch so die Absicht, die James Cameron bei der Produktion im Kopf hatte.
Wirklich außergewöhnlich wird der Film jedoch nur durch seine Effekte, speziell das 3D.
Ich erinnere mich daran, wie in den 80ern irgendwann mal im Fernsehen einige 3D Sendungen liefen. Die waren in schwarz-weiß, und die spärlich verteilten 3D Elemente waren rot-grün, zu betrachten durch eine Brille mit rotem und grünem Glas. Ich schreibe hier „Glas“ obwohl es sich streng genommen um billige Plastikfolie gehandelt hat.
Der 3D Effekt damals war eher so mau bis gar nicht, und von dem Rot-Grün bekam ich ziemlich schnell Kopfschmerzen.

Ich hab Avatar in einer Version gesehen, bei der man den 3D Effekt durch das Tragen einer Brille mit polarisierenden Gläsern sichbar macht.
Die Szenen mit den menschlichen Schauspielern waren räumlich, allerdings hatten die eher was von einem Diorama, als von echtem 3D, doch als der Film dann nur noch computeranimiert war, war er so 3D, wie ich nur fähig bin 3D zu sehen, und durch die grelle Buntheit des Filmes wirkte das echter als echt. Alle Achtung! Langsam glaube ich an die Prognose, dass wir das reguläre 3D-Fernsehen spätestens 2014 haben werden.

Ach ja, durch die polarisierenden Gläser war alles ganz normal in Farbe, und Kopfschmerzen hatte ich trotz der 160 Minuten langen Kinositzung auch nicht.

Das bemerkenswerte an dem Film sind neben den Effekten dann natürlich auch die Kontroversen die er ausgelöst hat.
In China beispielsweise darf „Avatar“ nur noch in 3D Kinos gezeigt werden, weil sich die Chinesen aufgrund der Enteignungspolitik in China sonst eventuell zu sehr mit den eingeborenen blauen Schlumpfkatzen-Aliens im Film identifizieren. Bei heise gibt es dazu mehr. Ein chinesischer Blogger fragte sich sogar angesichts Avatars, ob James Cameron mal heimlich in China gelebt habe, weil die Handlung des Filmes so zu den Zwangsräumungen passe, die in China wohl an der Tagesordnung zu sein scheinen.

Auch in Russland hat man Probleme mit dem Film. Wie die Welt berichtet, hat die Kommunistische Partei in Russland Camerons Verhaftung gefordert, weil er Elemente seines Filmes aus einem Roman des russischen SF-Schriftstellers Strugazki „übernommen“ hat.
Strugazki selbst sieht das mit dem „Übernehmen“ ähnlich, will aber keine Anzeige erstatten.
Das wäre allerdings auch nicht das erste mal, selbst wenn er Cameron anzeigen würde. E.A. van Vogt hat auch damals das Studio verklagt, dass „Alien“ gedreht hat, weil die ganze Prämisse des Films auf einer seiner Kurzgeschichten beruht. Van Vogt hat übrigens damals recht bekommen.

Beim Narren auf dem Hügel gibt’s zu dem Film noch ne zweite Meinung: LINK! Und eine dritte gibt es im Magdeblog: LINK!

Written by Heiko C. in: Filme,Kurzrezensionen,Politisches | Schlagwörter:
Jan
20
2010
--

Weils am Ende wieder keiner glauben will…

Es ist nicht nur immernoch untypisch saukalt da draußen, nein sogar das Meer friert fröhlich vor sich hin.

Hier am Hörnumer Hafen auf Sylt:

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: ,
Jan
19
2010
3

Neuigkeiten kurz verlinkt:

Mann wird verhaftet, weil er was auf Twitter gepostet hat:
LINK!

In Italien darf man ab demnächst keine Videos ins Netz stellen, ohne dass diese von den Behörden genehmigt wurden:
LINK! NOCH’N LINK!

Roland Koch will Zwangsarbeit für HartzIV-Empfänger:
LINK!
Kommentar dazu:
LINK!

Es gibt mittlerweile sogar schon Vampirorangen:
LINK!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: , ,

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Jan
28
2010
9

Das total schlaue Goethe Bilderrätsel #1

Da die „Gedichtbilderrätsel“ vor einer Weile so gut angekommen sind und die drei allgemeinen Musikrätsel nicht so gut, werde ich aus ersterer Idee einfach mal eine neue Bilderrätselreihe machen.
Folgendes Bild stellt ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe dar:

Warum der „Herr Jehova“ Gummistiefel trägt? Keine Ahnung, vielleicht kommt er gerade von der Gartenarbeit.

Die Lösung des Rätsels, oder was ihr dafür haltet, bitte wieder als Kommentar posten.
Ich werde alle Lösungsvorschläge wieder zeitverzögert freischalten, damit auch Leute, die ein wenig später kommen, rumrätseln können, auch wenn ein Expressratefuchs das Rätsel im Handumdrehen auflösen kann.
Der erste Kommentar mit der richtigen Lösung ist dann aber der oberste, und so kann sich der schnellste Rater später trotzdem über den „Fame“ freuen. 😉

Written by Heiko C. in: Esoterisches,Spass und Spiel | Schlagwörter:
Jan
26
2010
10

Knoten verboten!!!

Tja, ich hab jetzt doch mal ein Foto in der hiesigen Grundschulsporthalle gemacht, wo ich zweimal die Woche abends immer Spocht mache. Es handelt sich um Fotos von einem Fundstück, das irgendwie unlogisch betextet ist.

Erstmal warnt an den Kletterseilen (oder sind das Taue?) dieses Schild hier davor, Knoten in die Seile zu machen:

Daneben, halb verdeckt von eben den Tauen (oder Seilen) um die es geht, hängt ein weiteres Schild, auf dem erklärt wird, warum Knoten verboten sind.

Da man die Schrift auf dem Bild nicht wirklich gut erkennen kann, werde ich die Passagen, die mich irritieren einmal kurz zitieren:

Die Knoten in den Tauen, die leider in vielen Hallen zu finden sind, bergen erhebliche Verletzungsgefahren. Es könnte beim Herunterklettern (oft abwärts aber nicht geklettert, sondern gerutscht) vor allem bei Jungen zu Verletzungen kommen, wenn der Knoten zwischen den Beinen hängenbleibt.

Erst einmal: Aua!
Dann als zweites: Aha, es sind Taue, und keine Seile.
Und dann verwirrt mich auch, dass man sinngemäß geschrieben hat „…beim Herunterklettern, das aber keines ist, obwohl es sich um eine Abwärtsbewegung handelt, die aber gerutscht ausgeführt wird…“
Warum steht auf dem Schild nicht gleich „Es könnte beim Herunterrutschen…“, dann hätte man sich den ganzen eingeklammerten Bandwurmmist sparen können. Und das kommt von mir, der ja selbst am laufenden Band verbalen Bandwurmmist produziert.
Aber fassen wir nochmal zusammen: Keine Knoten sonst fiese Verletzung zwischen den Beinen.
Weiter im Text:

Tatsächlich passieren solche Unfälle leider häufig! Eine andere Unfallursache ist das Herumschleudern des Taus, das dann durch große Geschwindigkeit Kopfverletzungen verursachen kann. Die Taue sollen, wenn sie zu einem anderen Teilnehmer gegeben werden sollen, aus einer leichten Höhe lediglich losgelassen werden, damit sie langsam zum Partner schwingen können.

Ich würde es anders formulieren, als dieses Schild hier, aber das ist ja auch noch einsichtig. Aber das Schild hat noch mehr auf Lager:

Knoten in den Tauen können dann akzeptiert werden, wenn übergewichtige Kinder sich allein am Tau nicht festhalten können, in diesem Fall wird ein Knoten auf Kopfhöhe gemacht, damit das Kind sich über dem Knoten am Tau festhalten kann. Die Knoten müssen aber nach Benutzung der Taue unbedingt wieder entfernt werden.

Stellen wir uns das mal vor:
Ich bin ein dickes Kind, etwa so 9 Jahre alt und bekomme von meinem Sportlehrer, Herrn Menschenschinder, die Anweisung an so einem Seil nach oben zu klettern.
Das kommt vor. Ich war ein eher dickes Kind, und es wurde immer von mir erwartet, genau wie die Hungerhaken in meiner Klasse, ganz bis nach oben zu klettern.
Hab ich jetzt einen Knoten auf Kopfhöhe, und klettere erstaunlicherweise tatsächlich bis ganz nach oben, dann ist der Knoten wieder unter mir.
Wenn ich als dickes Kind nun den Halt verliere, weil ich mit meinen Armen eben besser Kartoffelchips essen kann, als mein eigenes Gewicht halten, dann rutsche ich nach unten, oder wie dieses Schild es ausdrücken würde: Ich klettere nach unten (aber nicht geklettert, sondern abwärts und gerutscht und mit hoher Geschwindigkeit).
Kann es da zu keinen „Verletzungen zwischen den Beinen“ kommen? Oder sind die nicht eher noch wahrscheinlicher, wenn komprimierte 60 Kilo 10 Meter in die Tiefe rauschen, immer auf einen verbotenen Knoten zu? Ganz abgesehen davon haben dicke Kinder vermutlich auch mehr Widerstand, der auf den Knoten treffen kann.

Und nehmen wir an, ich schaffe es nicht, bis ganz nach oben zu klettern, wie die anderen. Meiner Meinung nach, ist das sowieso realistischer. Wozu dann überhaupt der Knoten? Damit ich mit schlaffen Armen an ihm hängen kann, und die anderen Kinder mich auslachen?

So oder so ergibt das keinen Sinn. Wer denkt sich solche Schilder aus?

Written by Heiko C. in: Beklopptes | Schlagwörter: , ,
Jan
25
2010
11

Einfach zu herrlich: Englisch wird die Arbeitssprache…

Sagt der Oettinger aus dem Freistaat Bayern aus Baden-Würtemberg, wo man alles kann – außer Hochdeutsch,  und macht’s schon mal vor:

Hello english reading visitors! Watch this video! It’s in english! 😀

Da ist ja der Übersetzer von neulich geradezu ein Sprachtalent, und Westerwelle könnte einen Lehrstuhl für Anglistik übernehmen.

Nee, tut mir leid, ich liege so am Boden vor Lachen und Fassungslosigkeit… Mir fällt dazu sonst nichts mehr ein…

…ich scheue mich sogar ein wenig, das in die Kategorie „Linguistisches“ abzulegen, denn mit Sprache hat das nun wirklich nicht mehr viel zu tun. Der Oettinger spricht ja Englisch, wie der Brüderle Deutsch

___Nachtrag, 2 Stunden später___

10 Spitzen auf die ich zuerst nicht gekommen bin, weil ich zu sehr mit Lachen beschäftigt war, die aber naheliegend sind:

  1. Nur eine Verschwörung, um Westerwelle als Aussenminister gut aussehen zu lassen.
  2. Ist das ansteckend?
  3. Wenn das schon alle Englischkenntnisse sind, die wir in Zukunft brauchen, können wir uns ja beruhigt zurücklehnen.
  4. Wir könn‘ alles außer: Hochdeutsch, Englisch, Politik, Rhetorik, Phonetik, Satzbau…
  5. Oettingers Beitrag dazu, dass sich im vereinten Europa niemand mehr vor den Deutschen fürchtet.
  6. The body of Christ compells you! The body of Christ compells you!!!
  7. Vielleicht sollte das ja auch Französisch sein ?!
  8. Warum erwähnt er immer Umbrella? Hat man ihn von Raccoon City aus bestochen?
  9. Ich schlage hiermit Herrn Oettinger vor für den Posten des EU-Kommissars für In-fremden-Zungen-sprechen
  10. Mit dem deutschen Akzent, den der Oettinger da hat, ist er für die Rolle des nächsten Bond-Bösewichts eindeutig überqualifiziert.

____Nachtrag 1 Tag später____

Das geht ja mittlerweile echt schnell mit dem Feedback in den alten Medien. Wo die Zensursuladebatte es erst nach Wochen in die alten Medien geschafft hat, ist Oettinger jetzt schon mit seinem Youtubevideo im Handelsblatt. ^^

____Nachtrag 2 Tage später____

Auf den Naheliegensten bin ich natürlich erst jetzt gekommen:
Oettinger sagt: „Englisch wird Arbeitssprache“? Was sagt eigentlich Westerwelle dazu? Es ist doch Deutschland hier! *Badumm-Tsching!*

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Linguistisches,Lustiges | Schlagwörter: , , ,
Jan
25
2010
4

Freibier?

Jetzt finde ich meine Überschriften von vor Monaten schon in der Zeit?!

Im August hatte ich ja mehrmals über die grandiosen Mondlandungspläne der CDU gebloggt. Den ersten Artikel nannte ich „To the Moon, Angela!“ und den zweiten und dritten dann „Merkelchens Mondfahrt I und II“.
Nun muss ich entdecken, als ich so nach mir selbst und meinem Blog googele, dass eine Frau Thea Dorn in einem Artikel/Kanzlerinnen-Interview aus der Zeit vom 31.12.2009 dieselbe Überschrift, nämlich „Merkelchens Mondfahrt“ verwendet hat.
Na ja, obwohl das Wortspiel nicht wirklich naheliegend ist, werd‘ ich im Zweifel einfach mal annehmen, dass in diesem Fall Frau Dorn einfach den gleichen Gedanken hatte wie ich.


Link!


Screenshot dieser Seite bei der Zeit

Da hat Frau Dorn aber Glück, dass ich mir diese Wortfolge nicht hab als „Überschriftenmarke“ schützen lassen, denn selbst sowas kann man bestimmt in Deutschland. Da hätte ich sie jetzt lustig abmahnen können. Ob eine kurze Wortfolge wie „Merkelchens Mondfahrt“ als Wortschöpfung nicht sowieso meinem Urheberrecht unterliegen könnte, auch das kann man in Deutschland nur mit dem Gang vor die Gerichte klären.
Leider hab ich keine Berge von Geld, die ich aus dem Fenster in die Hände der Rechtsmaschinerie werfen kann und will, also werden wir es wohl nie erfahren. Ausserdem bin ich ein netter Mensch, und gönne der Zeit als Vertreterin eines sterbenden Mediums den leihweisen Gebrauch dieser einen Überschrift – unabhängig von der Rechtslage, wie auch immer die aussehen mag – obwohl ich speziell diese Überschrift als redaktionellen Inhalt mit großem Aufwand und finanziellen Einbußen erdacht habe. Was für finanzielle Einbußen? Ich hab nebenbei Erdnüsse gegessen. Die musste ich erst kaufen.
Im Gegenzug fände ich es fair, wenn ich dafür auch NIEMALS von der Zeit oder ihren Mitarbeitern abgemahnt werde.

Als Trost für den ungerechten Umstand, dass Frau Dorn von der Zeit für den Artikel samt Überschrift wohl bezahlt wird, und ich nicht für die meinen, kann ich mir nur was darauf einbilden, dass die fragliche Überschrift viel besser zu meinem Geschreibsel passt, als zu dem von Frau Dorn.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Lustiges,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Jan
23
2010
8

Zeitreisen sind anstrengend…

…für einen Autor, oder den, der es werden will. Selbst die besten Beispiele für Zeitreisen aus z.B. der Filmgeschichte haben mit diversen Haken und Ösen zu kämpfen, uns sind im Grunde genommen immer irgendwo unlogisch.

Folgender Text mag milde Spoiler zu folgenden Filmen enthalten: „Terminator“, „die Zeitmaschine“, „Der letzte Countdown“, „Zurück in die Zukunft“(gesamte Trilogie) und „Donnie Darko“. Wer diese Filme noch nicht gesehen hat, dem würde ich aber sowieso empfehlen, das schleunigst nachzuholen.

Das Hauptproblem dabei, eine Glaubwürdige Zeitreisegeschichte zu schreiben ist, wie man mit den beiden bekannteren Zeit-Paradoxa umzugehen weiß. In der „Zurück in die Zukunft“-Trilogie etwa, wird von diesen immer behauptet, sie zerstören das Universum, auf der anderen Seite passieren seltsame Dinge, wenn vergangene Ereignisse dort verändert werden. „Zurück in die Zukunft“ ist eine tolle Filmreihe, der erste der Filme wird sogar als Paradebeispiel an Filmhochschulen benutzt, wie man es machen sollte. Leider ist die gesamte Zeitreiselogik in den Filmen alles andere als „in sich schlüssig“, und schon gar nicht aus einem Guss.
Warum das so ist, darauf will ich hier nicht näher eingehen, nur so viel: Im Verlauf des ersten Filmes alleine verschwinden erst Martys Geschwister auf seinem Familienfoto halb bis ganz, dann verschwindet er gegen Ende des Filmes selbst teilweise.
Hat er jedoch die Vergangenheit so verändert, dass er selbst nie geboren würde, hätte dies für ihn selbst in der Vergangenheit entweder keine Auswirkung, oder er würde sofort ganz verschwinden. Ereignisse in der Vergangenheit, die dazu führen, dass seine Hand durchsichtig wird, sind undenkbar. Der Dramaturgie Willen hat man es nun aber so gemacht, wie man es gemacht hat, und selbst ich kann mit der fehlerhaften Zeitreiselogik der Saga leben.

Was ist nun aber mit den Paradoxa?

Da haben wir einmal das Großvaterparadoxon.
Dieses besagt, dass ich eine Zeitmaschine baue, in die Vergangenheit zu einem Zeitpunkt reise wo mein Großvater meine Großmutter noch nie getroffen hatte, und ihn umbringe. So kann ich nie geboren werden, keine Zeitmaschine bauen, nicht zurück reisen, und ihn nicht umbringen, wodurch ich wieder geboren werde, eine Zeitmaschine bauen und ihn umbringen kann. Ihr seht das Problem.
In vielen Zeitreisegeschichten ist es so, dass man durch Verwicklungen in der Vergangenheit zwar seinen eigentlichen Großvater umbringt, dann selbst aber -unwissend- mit seiner eigenen Großmutter anbandelt, und so sein eigener Großvater wird. Das ist storytechnisch vielleicht spannend, aber was die Zeitreiselogik angeht allenfalls ein fauler Kompromiss.
Die – aus meiner Sicht – schlüssigere Lösung wäre es, von Anfang an mit der Vielweltentheorie zu arbeiten. Ich reise in die Vergangenheit, ändere sie alleine schon dadurch, wodurch sich dann eine alternative Zeitlinie bildet, die neben der Zeitlinie existiert, von der ich komme. Selbst wenn ich in der neuen Zeitlinie also meinen Großvater umbringe, bleibt meine eigene Zeitlinie samt meiner subjektiven Vergangenheit bestehen, und ich verschwinde nicht.
Reise ich in der neuen Zeitlinie allerdings wieder in die Gegenwart, ist es eine Gegenwart in der es mich selbst und meine Familie so nie gegeban hat. Aus Sicht des Zeitreisenden ist dies wohl in den meisten Fällen weniger wünschenswert.
Geht man nur von einer Zeitline aus, die unveränderlich ist, und in der alle eventuellen Zeitreisen bereits von Anfang an „eingeplant“ sind, muss man auf die „Ich bin mein eigener Großvater“-Lösung zurückgreifen, weil man sonst in oben erwähnte nicht aufzulösende Endlosschleife gerät.
Reist jemand zurück in die Vergangenheit, und wird zu seinem eigenen Großvater, weil er mit seiner Oma koitiert, als sie noch jung war, dann haben wir jedoch schon das nächste Paradoxon:

Das Informationsparadoxon, dass die meisten Schwierigkeiten macht, weil man es leicht mal übersieht, wenn man eine Geschichte schreibt.
Als Beispiel: Ich bekomme Besuch von mir aus der Zukunft, und Zukunfts-Heiko erklärt mir, wie ich ganz einfach eine Zeitmaschine aus einem Blatt Papier, 3 Zwiebeln und einem Teebeutel bauen kann. Dann verschwindet Zukunfts-Heiko wieder.
Ich baue besagte Zeitmaschine und reise in die Vergangenheit um mir die Pläne zu geben. Und so weiter. Eine schöne Zeitschleife, die in sich schlüssig zu sein scheint, entsteht.
Doch wer hat die Zeitmaschine erfunden? Wo kommt der Bauplan her? Irgendjemand muss doch auf die Idee gekommen sein, oder?
Hier offenbar nicht. Die Zeitmaschinen-Idee hat hier keinen Anfang, sie ist einfach in der Zeitschleife vorhanden, ohne dass sie jemand wirklich erfunden hat. So ist es zumindest, wenn wir eine einzige und unveränderliche Zeitlinie annehmen.
In der Vielweltentheorie wäre es so, dass ein paralleler Heiko in der „Ursprungszeitlinie“ einmal die Zeitmaschine erfunden hat, und zurückgereist ist, um sie seinem vergangenen Ich zu geben. Vielleicht um früher über die Zeitmaschine zu verfügen. Der vergangene Heiko hätte jetzt nun die freie Wahl ob er seinerseits zurückreist, um sich die Zeitmaschinenenpläne zu geben, oder nicht. Vielleicht bildet sich sowas ähnliches wie eine Zeitschleife. Eventuell eine Zeitspirale, die sich seitwärts durch unzählige alternative Universen bohrt, bis sie schließlich kollabiert, weil irgendein Heiko keine Lust mehr hat, einem vergangenen Ich die Pläne zu geben.

Wie wir sehen ist mit beiden Paradoxa in der Vielweltentheorie einfach umzugehen. Alleine schon weil es keine Paradoxa sind, wenn es parallele Welten gibt, und diese durch jede Zeitreise geschaffen werden. Ich tendiere daher dazu, in Geschichten eben dieses Modell zu verwenden.
In dem Modell mit der einen unveränderlichen Zeitlinie, sind beide Paradoxa jedoch scheinbar nicht lösbar. Das Großvaterparadoxon kann gar nicht stattfinden, und beim Informationsparadoxon (bzw. in der speziellen Form: das Großmutterparadoxon) erscheinen plötzlich Ideen ohne Ursprung.

Manchmal erfordern Geschichten jedoch sowohl das Vorhandensein einer Zeitschleife, vielleicht sogar eines Informationsparadoxons im Rahmen einer unveränderlichen Zeitlinie. Als Beispiele vielleicht die Geschichte in der ein Bibelforscher in die Vergangenheit reist um Jesus zu treffen, dort feststellt, dass der Jesus den er findet ein geistig Behinderter ist, und dann im Laufe der Handlung unfreiwillig selbst zu dem Jesus wird, den wir aus der Bibel kennen.
Fragt mich nicht, wer die Geschichte geschrieben hat, oder wie sie heißt, aber die hab ich mal irgendwo gelesen. Ähnliches gabs auch von Anthony Burgress mit Shakespeare, wenn ich mich recht erinnere.
Solche Geschichten leben ja davon, dass der Zeitreisende die Gegenwart, die er sein leben lang kannte, durch seinen Aufenthalt in der Vergangenheit erst zu dem macht, was sie ist. Und hier kommen Informationen aus dem Nichts. Wenn ich Shakespeares Werke auswendig kenne, kann ich sie ihm in der Vergangenheit natürlich diktieren, aber wer hat sie dann erdacht?

Man nenne mir nur ein Beispiel aus der Filmgeschichte, wo Zeitreisen mit „unveränderlicher Zeitlinie“ auch nur ansatzweise logisch dargestellt sind.
– „Zurück in die Zukunft“? Großvaterparadoxon und im Laufe der Trilogie etliche Informationsparadoxa.

– „Terminator“ Ebenso. Beide Sorten Paradoxa. Das Lustige ist: Im ersten Teil wären die Paradoxa wenigstens konsequent zum Ende gedacht, wenn nicht vom abwesenden John Connor und Teil 2, 3 und 4 drauf bestanden würde, dass die Zukunft änderbar ist.

– „Die Zeitmaschine“(original) Hier werden jegliche Paradoxa umschifft, weil der Protagonist so weit in die Zukunft reist, dass eine Auswirkung auf die Zeitlinie – sollten seine Reisen eine haben – nicht sichtbar sind. Dafür ergibt die Art und Weise des Zeitreisens hier keinen rechten Sinn.
Die Zeitmaschine „bewegt“ sich einfach schneller durch die Zeit, so dass der Zeitreisende in seinem temporalen Schlitten raus schauen kann, und die Welt sieht, wie sie vorgespult wird.
Warum das keinen Sinn ergibt?
Weil zu verschiedenen Zeitpunkten mehrere Versionen seiner Zeitmaschine in Zeit und Raum den selben Platz einnehmen, was unmöglich sein sollte.
Als Beispiel: Erst reist der Zeitreisende ins Jahr 30.000 n Chr., und zwar vom Jahr 1900 aus. Dabei durchquert er unter anderem den 5. Mai 2005, 19 Uhr 26. Reist er später zurück, ohne seine Zeitmaschine zu bewegen, dann durchquert er auf der Rückreise den gleichen 5 Mai 2005, 19 Uhr 26, während er am gleichen Platz steht. Was passiert dann? Sollte der Platz nicht schon voll sein? Und was ist, wenn er nun, nachdem er ein paar Bücher eingepackt hat, wieder in die Zukunft reist, und wieder den gleichen Zeitpunkt passiert? Das wäre dann nämlich schon der dritte Zeitreisende samt Zeitmaschine übereinander. Wie viele passen übereinander? Seht ihr? Das ergibt keinen Sinn.

Dann gibt es natürlich noch andere Filme, die keinen der obigen Wege einschlagen, und von Anfang bis Ende entweder Kraut und Rüben sind, was Zeitreisemodelle angeht, oder so kryptisch sind, dass man alles rein interpretieren kann.
Beispiele für ersteres wären „Time Guardian“, „Austin Powers“ oder „Bill und Ted’s verrückte Reise in die Zeit“, und für letzteres „Donnie Darko“. Bei beiden Kategorien wüsste ich nicht einmal, wo ich anfangen sollte, wenn ich da nach Paradoxa suchen sollte. Aber bei Klamauk wie „Austin Powers“ oder „Bill und Ted“ sollte man da sowieso nicht zu pingelig sein, und „Donnie Darko“ möchte ja eben grad‘ geheimnisvoll und kryptisch sein, da passt das auch.

Wenn ich in einen Zeitreisefilm gehe, dann möchte ich aber nunmal gerne wissen, was die logischen Gesetze für die Zeitreisen sind. Kann man die Vergangenheit der Zeitlinie ändern, ohne seine eigene subjektive Vergangenheit zu ändern? Zeitschleifen oder Zeitspiralen? Großvater- oder Großmutterparadoxon? Sind Paradoxa überhaupt möglich, oder nicht?
Ich bin dafür, dass man Aufkleber auf die Filmplakate klebt, damit ich vor dem Film weiß, womit ich es zu tun habe. Noch lieber wäre mir allerdings ein Zeitreisefilm, der sich entscheiden kann ob er multiple Zeitlinien oder nur eine einzige unveränderliche hat, der weiß, wann er ein Paradoxon einbaut, und was daraus folgt, und der trotzdem einen spannenden Plot hat.

Oft werden die Zeitreisen ja auch nur als Spannungselement in die Handlung eingebaut. „Terminator“ wäre zum Beispiel auch ohne Zeitreisen möglich, dann ginge der Plot aber so: „Killer will Frau aus politischen Gründen umbringen, Soldat will sie davor retten.“
Macht nicht viel her, der Terminator ohne Zeitreisen, oder? (Anm.: Ich finde Terminator natürlich trotzdem klasse)

In „Die Zeitmaschine“ geht es zwar vordergründig um Zeitreisen, diese dienen jedoch nur, um das Gedankenexperiment von den Morlock und den Eloi. das in erster Linie ein soziologisches ist, in die Handlung einzubetten. Statt sich einer Zeitreise zu bedienen, hätte Wells auch wie vor ihm Jonathan Swift in „Gullivers Reisen“, den Protagonisten auf einer unbekannten Insel stranden lassen, auf der nun zufällig Eloi und Morlocks leben. An der Handlung hätte das wenig geändert.

Im Film „Der letzte Countdown“ geht es um einen Flugzeugträger der aus den 80er Jahren, der durch ein unerklärliches Wetterphänomen in der Zeit vor dem Angriff auf Pearl Harbour landet. In dem Film geht es also um „Zeitreisen“, doch die Protagonisten greifen nicht wirklich in die Vergangenheit ein, und gerade als sie sich dazu durchgerungen haben, die Japaner abzufangen, und Pearl Harbour zu verhindern, schmeisst sie das Wetterphänomen wieder in ihre Gegenwart.
Hier geht es also eher um die moralische Entscheidung, ob man die Vergangenheit ändern darf. Ich hätte es interessanter gefunden, wenn die Vergangenheit tatsächlich geändert worden wäre, und was für Auswirkungen das gehabt hätte.

In „Zurück in die Zukunft“ ist der Angelpunkt des Plots hingegen nicht ohne Zeitreisen möglich. In dieser Trilogie geht es um Zeitreisen, und die „Zeitreiselogik“, die man verwendet wird sogar mehrmals in den Filmen – sich teilweise widersprechend – erklärt, weil man die Handlung nicht verstehen kann, wenn man nicht über die Zeitreiselogik Bescheid weiß.
Schade nur, dass die in „Zurück in die Zukunft“ verwendete Zeitreiselogik von vorn bis hinten nicht zusammenpasst.
Trotzdem, hier geht es nicht nur um Zeitreisen, hier ändern die Protagonisten tatsächlich mehrmals – um nicht zu sagen: am laufenden Band – die Vergangenheit, und erleben die Konsequenzen, die sich daraus ergeben.
Meiner Meinung nach – und trotz aller logischer Schwächen – ist diese Filmreihe mit Abstand das beste, was es bis heute an Zeitreisefilmen gibt; weder sind die Zeitreisen nur austauschbare „Plot-Device“, noch scheut man sich hier ernsthaft, die Zeitmaschine einzusetzen. Im Gegenteil: Ich hab so den Eindruck, in der Trilogie werden etliche Gedankenexperimente zuende gedacht.

Ach ja:  Wer Vorschläge für bessere oder logischere Zeitreisefilme hat, die ich hier nicht genannt habe: Immer her damit.

Ach, was: Egal ob logisch oder nicht, ich will sowieso alle Zeitreisefilme sehen, also auch her mit euren Vorschlägen für vielleicht nicht so gute Zeitreisefilme. ^^

Written by Heiko C. in: Bücher,Esoterisches,Filme,Technisches | Schlagwörter:
Jan
23
2010
2

Biss zur Öffnung des Höllenschlunds…

Einfach herrlich: Was würde Buffy tun, wenn sie Edward „Michschnitte“ Cullen von Twilight an der Backe hätte:

Gefunden im Genderblog.

Ich meine, das ist ja natürlich Geschmacksache, aber da zeigt sich für mich zumindest, wie gut Buffy im Vergleich zu Twilight doch war. Sicher, die Stories bei Buffy neigten dazu sich allesamt etwas sehr ähnlich zu sein, aber die Charaktere kommen bei Buffy nachvollziehbarer, intelligenter und weniger stereotypisch rüber.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Jan
22
2010
7

Besser jemanden fragen, der sich mit sowas auskennt…

Michael Jackson gab uns 39 und seine Mutter würde schreien!


Gefunden hier: LINK

Ich glaube das Hauptproblem war, dass der beim Übersetzen nicht wirklich hinterherkam, und vielleicht die schwierigen Worte, wie etwa „Charities“, nicht kannte.
Ich tippe darauf, dass der reguläre Dolmetscher krank war, und jemand mit „Englischkenntnissen“ mal eben einspringen musste.

„Kalle, du kannst doch Englisch, oder?“
„Öhm, ja?!“
„Dann mach du mal die Simultanübersetzung!“
„Simultan? Wat is dat denn?“
„Ach, da mach dir mal keine Sorgen, Hauptsache du kannst Englisch!“
„Öhm…“
„Du kannst doch Englisch, oder? Kriegst auch n‘ Fuffi extra.“
„Oh,… okay!“

Nachtrag: Hier gibt’s das Video nochmal länger: LINK! Quasi mit Vorgeschichte.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Lustiges | Schlagwörter: ,
Jan
20
2010
9

Schlumpfkatzhontas

Kaum ein Film hat die Öffentlichkeit schon im Vorfeld so polarisiert, wie James Camerons Science-Fiction-Öko-Drama „Avatar“. Und auch jetzt, nachdem ihn wohl schon jeder im Kino gesehen hat, der ihn im Kino sehen wollte,  gehen die Diskussionen noch weiter.  Die einen können sich noch nicht entscheiden, ob sie die tolle neue 3D-Technologie nun gut finden, und die anderen werfen dem Film – nicht ganz unbegründet – vor, dass es sich nur um einen Abklatsch von „Pocahontas“, „Ferngully“ oder „Der mit dem Wolf tanzt“ handelt.
Ich hab den Film mittlerweile in 3D gesehen, die Optik war tatsächlich atemberaubend, und die Handlung war okay, wenn auch schon nicht so besonders neu.
Den Film in eine Schublade mit dem unterirdisch schlechten „Ferngully“ zu stecken ist meines Erachtens nach eine Beleidigung, im Grunde genommen ist der Film was Handlung und Schauspielerei angeht auch nicht wirklich schlechter als Kevin Costners Indianerepos.

Was man allerdings tun muss, wenn man diesen Film genießen will, ist sich dazu zu zwingen über die ganz groben logischen Fehler erst einmal hinwegzusehen.
Darüber, dass die Tier und Pflanzenwelt Pandoras scheinbar samt und sonders mit einer Art organischem USB-Anschlüssen ausgestattet sind, die es den Pandoranern erlauben sich – mittels passendem Stecker in deren Haaren – mit scheinbar beliebigen Tieren oder Pflanzen zu verbinden, um diese dann in einer Art symbiotischer Verbindung zu steuern…

Gut, ich zweifle daran, auch nach längerem Überlegen auf ein evolutionsbiologisches Szenario zu kommen, dass es sinnvoll machen würde so etwas zu entwickeln, aber na ja. „Suspension of Disbelief“ – zu deutsch „Außerkraftsetzung des Unglaubens“ – nennt man die bei Science-Fiction angemessene Reaktion auf sowas wohl.

Besonders störend fand ich jedoch die schwebenden Berge, die es auf dem Planeten Pandora gibt. Gut, schwebende Berge ließen sich wohl noch irgendwie mit Magneto-Dingenskirchenstrahlen erklären, die unter den Bergen ein Kraftfelddingsie erzeugen, und sie somit anheben, doch das erklärt nicht, wie diese schwebenden Berge Wasserfälle haben können.
Ich meine, irgendwoher muss das Wasser doch kommen, oder? Muss ja irgendwann alle sein, wenn der Felsen, auf dem die Quelle entspringt, nicht besonders groß ist, und keine Verbindung zum Erdboden hat, oder?

Ich meine, als surreale Kunst von Renè Magritte lass ich mir sowas ja gefallen, wenn es sein muss, auch als kitschiges Fantasy-Poster oder -T-Shirt, aber in einem Science Fiction Film, der sich ansonsten alle Mühe gibt, dass man ihn ernst nimmt? Nee, das war ein wenig zu viel des Guten.
Sicher könnte man sich da auch eine abstruse Erklärung einfallen lassen, wie das in der Logikwelt des Filmes funktioniert. Würde man mich zwingen, das wegzureden, dann würde ich mit Pflanzen anfangen, die Wasser aus der Luft sammeln, das dann unten abfließt – aber das müssten dann schon echt produktive Pflanzen sein.

Ansonsten habe ich erstaunlich wenig zu meckern, auch wenn ich mich darauf gefreut habe meckern zu können. Leider ist der Film nicht ein Zehntel so schlecht, wie 2012 war.
Das SF-Setting ist – von Ausreißern wie den Schwebebergen mal abgesehen – recht solide, ebenso die Handlung, und die Zeichnung der Charaktere. Hier erreicht der Film mit der Schulnote 3 wohl grad noch so die Absicht, die James Cameron bei der Produktion im Kopf hatte.
Wirklich außergewöhnlich wird der Film jedoch nur durch seine Effekte, speziell das 3D.
Ich erinnere mich daran, wie in den 80ern irgendwann mal im Fernsehen einige 3D Sendungen liefen. Die waren in schwarz-weiß, und die spärlich verteilten 3D Elemente waren rot-grün, zu betrachten durch eine Brille mit rotem und grünem Glas. Ich schreibe hier „Glas“ obwohl es sich streng genommen um billige Plastikfolie gehandelt hat.
Der 3D Effekt damals war eher so mau bis gar nicht, und von dem Rot-Grün bekam ich ziemlich schnell Kopfschmerzen.

Ich hab Avatar in einer Version gesehen, bei der man den 3D Effekt durch das Tragen einer Brille mit polarisierenden Gläsern sichbar macht.
Die Szenen mit den menschlichen Schauspielern waren räumlich, allerdings hatten die eher was von einem Diorama, als von echtem 3D, doch als der Film dann nur noch computeranimiert war, war er so 3D, wie ich nur fähig bin 3D zu sehen, und durch die grelle Buntheit des Filmes wirkte das echter als echt. Alle Achtung! Langsam glaube ich an die Prognose, dass wir das reguläre 3D-Fernsehen spätestens 2014 haben werden.

Ach ja, durch die polarisierenden Gläser war alles ganz normal in Farbe, und Kopfschmerzen hatte ich trotz der 160 Minuten langen Kinositzung auch nicht.

Das bemerkenswerte an dem Film sind neben den Effekten dann natürlich auch die Kontroversen die er ausgelöst hat.
In China beispielsweise darf „Avatar“ nur noch in 3D Kinos gezeigt werden, weil sich die Chinesen aufgrund der Enteignungspolitik in China sonst eventuell zu sehr mit den eingeborenen blauen Schlumpfkatzen-Aliens im Film identifizieren. Bei heise gibt es dazu mehr. Ein chinesischer Blogger fragte sich sogar angesichts Avatars, ob James Cameron mal heimlich in China gelebt habe, weil die Handlung des Filmes so zu den Zwangsräumungen passe, die in China wohl an der Tagesordnung zu sein scheinen.

Auch in Russland hat man Probleme mit dem Film. Wie die Welt berichtet, hat die Kommunistische Partei in Russland Camerons Verhaftung gefordert, weil er Elemente seines Filmes aus einem Roman des russischen SF-Schriftstellers Strugazki „übernommen“ hat.
Strugazki selbst sieht das mit dem „Übernehmen“ ähnlich, will aber keine Anzeige erstatten.
Das wäre allerdings auch nicht das erste mal, selbst wenn er Cameron anzeigen würde. E.A. van Vogt hat auch damals das Studio verklagt, dass „Alien“ gedreht hat, weil die ganze Prämisse des Films auf einer seiner Kurzgeschichten beruht. Van Vogt hat übrigens damals recht bekommen.

Beim Narren auf dem Hügel gibt’s zu dem Film noch ne zweite Meinung: LINK! Und eine dritte gibt es im Magdeblog: LINK!

Written by Heiko C. in: Filme,Kurzrezensionen,Politisches | Schlagwörter:
Jan
20
2010
--

Weils am Ende wieder keiner glauben will…

Es ist nicht nur immernoch untypisch saukalt da draußen, nein sogar das Meer friert fröhlich vor sich hin.

Hier am Hörnumer Hafen auf Sylt:

Written by Heiko C. in: Friesisches | Schlagwörter: ,
Jan
19
2010
3

Neuigkeiten kurz verlinkt:

Mann wird verhaftet, weil er was auf Twitter gepostet hat:
LINK!

In Italien darf man ab demnächst keine Videos ins Netz stellen, ohne dass diese von den Behörden genehmigt wurden:
LINK! NOCH’N LINK!

Roland Koch will Zwangsarbeit für HartzIV-Empfänger:
LINK!
Kommentar dazu:
LINK!

Es gibt mittlerweile sogar schon Vampirorangen:
LINK!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: , ,