Nov
13
2009
12

Giraffen und Nashörner

Der schlimmste Roland Emmerich aller Zeiten ist immer der gerade neueste.

Mit der Erwartung, dass dies auch bei „2012“ zutrifft, dem neuesten Blockbuster aus der Filmeschmiede des schwäbischen Turnschuhträgers, bin ich dann gestern auch im Kino gewesen.

Möglicherweise das Sequel zu 2012: Planet der Giraffen

Sicher, bisweilen gab es Ausnahmen von der Regel: Zwar war „Godzilla“ schlimmer und blöder als „Independence Day“, dafür schien „The Day after Tomorrow“ aber wieder nicht ganz so schlimm zu sein, wie „Godzilla“. Und bis auf das schmalzige Ende war „Independence Day“ um einiges besser als der vorher erschienene Emmerichfilm „Stargate“.
Aber im Großen und Ganzen ist dennoch erkennbar, dass Emmerich bei seinen Filmen immer mehr Wert auf die Effekte zu legen scheint, und immer weniger Wert darauf, eine anständige Handlung, und glaubwürdige Protagonisten hinzubekommen.
Recht oft greift er auf eben die gleichen Archetypen bei seinen Handlungsträgern zurück. Im Mittelpunkt der Erzählung steht oft ein hellhäutiger Bücherwurm (gerne mit Brille), der Familienprobleme hat, und im Laufe der Handlung immer fast im Alleingang mal die Welt, mal seine Familie oder auch irgendwas anderes rettet.
Die Antagonisten sind meist irgendwelche pragmatischen Real-Politiker, die zynische und menschenverachtende Befehle geben, oder durch ihre Kriegslüsternheit die Kacke erst zum dampfen bringen.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Filme,Kurzrezensionen | Schlagwörter: , ,

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