Impactsuspect » 2009 » September
Sep
07
2009
0

Britische Forscher warnen: Deutlich weniger Parallelwelten als angenommen

Ich mach das jetzt einfach mal so wie die Holzmedien, und streue hier mal einen schlecht bis gar nicht recherchierten pseudowissenschaftlichen Artikel ein. Dieser spezielle ist nicht nur gar nicht recherchiert, ich habe ihn mir komplett ausgedacht.
Aber wenigstens bin ich so nett, und schreibe es dazu.

Hambridge: Quanten-Forscher der Englischen Universität Hambridge haben durch Tests am neuen Teichenbeschleuniger „MISSY“ herausgefunden, dass es deutlich weniger Parallelwelten geben muss, als bisher angenommen.
„Wenn wir vorher von etwa 60 Millionen parallelen Universen sprachen, ist unsere aktuelle Schätzung auf nur noch 7 zusammengeschrumpft. Das hängt mit den mysteriösen Mok-Mok-Teilchen zusammen, die die Quorks zu Elementarteilchen binden.“, sagte uns Professor Queensryche Jordansfeet letzten Montag.
Habe man früher angenommen, dass jede vorstellbare Parallelwelt existieren müsse, sei es mittlerweile nur noch jede mögliche. Sieben bleiben übrig.
Auf die Frage, wie diese Welten aussähen, sagte uns Jordansfeet, dass man das unmöglich sagen könne, aber dass in einer dieser Welten sicher Michael Jackson noch lebe.
Mehr Details erhofft man sich durch weitere Forschungen, die am nächsten Montag von der Britischen Regierung abgesegnet werden sollen.

Written by Heiko C. in: Esoterisches,Gesellschaftliches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Sep
06
2009
0

Mal so, Mal so Akt XIII: Schäuble, die CDU und Stasi-Vergleiche

Unser freundlicher Innenminister von der CDU-Partei hat sich ja schon mehrfach öffentlich zum allseits bekannten Internetmem „Stasi 2.0“ geäußert, wie zum Beispiel auch schon in der Sendung Bauerfeind:

Etwa ab Minute 4:
Bauerfeind: Wenn man jetzt sagt „Stasi 2.0“ wäre, was man in letzter Zeit als Ihr Image bezeichnen könnte, in wie fern entspricht das dem, was Sie eigentlich sein möchten?

Schäuble: Na, wissen Sie, „Stasi 2.0“ kann ich nur deswegen mit Schmunzeln ertragen, weil ich denjenigen die es sagen, unterstelle, zu ihren Gunsten, dass sie nicht wissen, was Stasi ist. Das ist nämlich das genaue Gegenteil. Unser freiheitlicher Rechtsstaat sorgt ja dafür, dass die Menschen ihre Freiheit leben können. Deswegen steht ja im Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten, und zu schützen-“

Bauerfeind: Ja, aber es geht ja mehr um ihr Image, ob Sie das stört. […]

Aha. Wer Schäuble und die CDU als „Stasi 2.0“ bezeichnet, der hat also einfach bloss keine Ahnung, was Stasi war, und dass die CDU-geführte Bundesregierung genau das Gegenteil macht, nämlich „dafür sorgen, dass die Menschen ihre Freiheit leben können“.

Aber wie soll man denn dann verstehen, dass CDU-Mitglieder ihre CDU-Vorsitzenden schon selbst mit der Stasi vergleichen? Bei RP-Online findet sich zum Beispiel ein Artikel in dem davon berichtet wird, wie die lokale Verbandsspitze der dortigen CDU die Mails an die CDU Fraktionsmitglieder umgeleitet und mitgelesen hat.
Unter anderem ist dort von den Reaktionen der bespitzelten CDU-Mitglieder zu lesen:

Auch andere CDU-Ratsmitglieder haben von der Zwangsumleitung ihrer Mails offenbar nichts gewusst, von „Stasi-Methoden“ ist intern die Rede.

Heißt das jetzt – frei nach Schäuble – dass die CDU-Ratsmitglieder die Stasi nur nicht begriffen haben? Und dass sie einfach nicht begreifen, dass das Lesen ihrer Mails nur der Erhaltung der Freiheit in Deutschland dient?

Die Reaktion der heimlichen Mitleser in der CDU ist auch seltsam:

Der Stadtverbandsvorstand habe sich „rechtlich schlau gemacht und glaubt nicht, dass es da Probleme gibt“, so Ingenstau. „Demnach ist eine Mail wie eine Postkarte zu bewerten“, sagt sie. Als Verletzung des Briefgeheimnisses im Sinne des Strafgesetzbuches gilt die unbefugte Öffnung eines verschlossenen Briefes.

Wenn es erlaubt wäre, Mails einfach ungefragt umzuleiten und zu lesen, hieße das denn nicht auch, – wenn der Vergleich korrektwäre – dass es erlaubt ist, Postkarten aus fremden Briefkästen zu holen, diese erst mit nach Hause zu nehmen und zu lesen, und dann vielleicht am Folgetag wieder einzuwerfen?
Ist es etwa erlaubt, dass mein Arbeitgeber erst einmal alle Postkarten, die an mich gesendet wurden, erhält, liest und diese mir danach dann erst zustellt? Ohne, dass ich davon weiß?

Irgendwie fällt es mir schwer, das zu glauben.

Written by Heiko C. in: Mal so Mal so,Politisches | Schlagwörter: , ,
Sep
05
2009
0

Wahl zum 11. Rechtsfreien Raum der Woche

Da letzte Woche ja der SUPER-Rechtsfreie Raum vergeben wurde, kamen die Fundstücke letzter Woche leider nicht zu einer Nominierung. Dies soll diese Woche ausgeglichen werden, indem ich sie zusammen mit den – auch eher spärlichen – Fundstücken dieser Woche präsentiere und zur Abstimmung stelle.

Da hätten wir:
Den Deutschlandfunk, der sich oder den Leser auf seiner Internetseite fragt: „Das Internet – ein rechtsfreier Raum?“
Gleich zu beginn des Artikels werden wir mit Zitaten konfrontiert, die diese Phrase enthalten:

Krogmann: „Und deshalb geht es in dieser kontroversen Debatte nicht nur um die Bekämpfung der Kinderpornografie, sondern es geht auch um eine grundsätzliche Frage. Es geht um die Debatte über die notwendigen Grenzen der Freiheit im Internet.“

Doermann: „Das stellt uns vor die ganz grundsätzliche Frage: Ist das Internet ein rechtsfreier Raum?“

Vetter: „Der Satz, das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein, unterstellt eigentlich etwas falsches, nämlich, dass das Internet derzeit ein rechtsfreier Raum ist.“

Hoeren: „Das Internet von seiner Wurzel her ist ein rechtsfreier Raum.“

Wieland: „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, das Internet ist aber auch kein bürgerrechtsfreier Raum.“

Alleine die geballte Präsenz von verschiedensten Vertretern dieser Phrase auf so engem Raum treibt mir persönlich die Tränen in die Augen.
Ansonsten versucht der Artikel sich differenziert mit dem Thema zu beschäftigen, bekommt dabei aber dies und das ein wenig durcheinander. Unter anderem ist von dem Internet als Kopiermaschine die Rede. Was gemeint ist, ist gar nicht so falsch, allerdings würde ich eher die Computer für Kopiermaschinen halten, und das Internet – wenn überhaupt – für die Ablage, in der die Kopien landen. Aber na ja, das sind Kleinigkeiten.
Für die nicht satirisch motivierte Verwendung dieser Phrase allerdings – und dann noch in der Überschrift – gibt’s auf jeden Fall eine Nominierung. Für die rechtsfreie Zitatensammlung müsste sogar noch eine zweite folgen, aber eine pro Woche reicht ja glücklicherweise.

Dann haben wir noch unseren lieben guten alten Innenminister, Herrn Dr. Wolfgang Schäble, über den ich ja auch schon öfter mal was geschrieben habe. Der hat, wie der Südkurier berichtet, vor 300 Leuten in Waldshut geredet, und dabei davor gewart, dass das Internet nicht zum rechtsfreien Raum werden dürfe.
Seltsam, man kommt ja irgendwie nicht umhin zu bemerken, dass man bei der Union nicht wirklich einer Meinung ist. Sind nicht reihenweise Parteigenossen Schäubles der Meinung, dass das Internet bereits ein rechtsfreier Raum sei?
Na ja, dafür jedenfalls eine Nominierung. Wird auch Zeit, dass Schäuble in den illustren Reigen der nominierten Phrasenmissbraucher aufgenommen wird.

Ebenso hat sich die Neue Osnabrücker Zeitung der unter Holzmedienleuten allgemein vorherrschenden Googleparanoia angschlossen, und schreibt einen „Kommentar zu Literatur Internet Urheberrecht“.
Alleine die Überschrift kommt mir schon seltsam vor, und das hauptsächlich wegen des Mangels an Satzzeichen. Was ist jetzt gemeint? „Ein Kommentar zur Literatiur. Abgelegt in Internet-Urheberrecht“ oder eher „Ein Kommentar zum Literatur-Internet- Urheberrecht“ oder etwa „Ein Kommentar. Tangiert die Themen: Literatur, Internet, Urhgeberrecht“.
Ich weiß es nicht, ich tippe aber auf letzteres.
Na ja, jedenfalls spricht der Artikel davon dass auch im Bezug des „Googlebuchklaus“ das Internet ein rechtsfreier Raum sei:

Mit dem Scannen der Bücher läuft eine gigantische Enteignung geistigen Eigentums. Das Internet scheint auch in dieser Hinsicht ein rechtsfreier Raum zu sein.

Also nicht nur beim eigenen Thema kramt die NOZ diese Phrase herausgeholt, nein zwischen den Zeilen wird noch impliziert, dass das Internet ja sowieso schon weitgehend rechtsfrei sei.

Die Abstimmung läuft diesmal bis Montag 16 Uhr 00. Entweder hier als Kommentar oder im Petitionsforum.

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Sep
05
2009
1

Mistundverflucht!

Vor ein paar Tagen saß ich morgens im Zug von Niebüll nach Westerland, und mit mir im Zug war ein Ruhestörer.
Da ich sonst gerne noch eine dreiviertel Stunde im Zug penne, ist mir das besonders aufgefallen. Auch wenn ich sonst ebenfalls gerne mal Probleme mit dem Schlafen habe, weil ich etwa hinter irgendwelchen Frauen sitze, die schon so früh am Morgen eine laut lachende Kaffeegesellschaft feiern, war es diesmal doch um ein Stück bemerkenswerter.

mistund

Es handelte sich um einen Mann etwa Mitte dreißig. Er trug eine Schirmmütze und schob ein Fahrrad. Zuerst wollte er mit seinem Drahtesel in ein normales Abteil, hatte dann jedoch ein Einsehen, und blieb statt dessen zwischen den Abteilen bei der Türe stehen.
Etwa 5 Minuten verhielt er sich ruhig, dann fing er an herumzubrüllen.

„Achtung! Achtung! Alle müssen das Schiff verlassen! -Ach das ist ja gar kein Schiff, ich bin ja nur dämlich. Bin ich dämlich, oder herrlich?“

Alles vorgetragen im Tonfall eines Ausbilders in einem Bootcamp der US-Marines.
Natürlich antwortete keiner, alleine schon wegen der sprichwörtlichen Zurückhaltung der Nordfriesen, und nicht zuletzt, weil sich keiner angesprochen fühlte.
Der Ruhestörer schien sich ähnliche Gedanken zu machen, und brüllte:

„Ja, jetzt reden sie platt, die Fischköppe! Aber ich kann auch bairisch! …Grüß Gott! öhm… Servus!“

Noch immer keine Erwiderung, warum auch? Wer sich von solch ungezielten verbalen Splittergranaten beleidigen lässt, der hat wohl seinen Morgenkaffee nicht vertragen.
Ich dachte mir derweil, dass der Mann bestimmt an dem Tourette-Syndrom leide, und sein Tick ihn dazu zwinge zusammenhangloses Zeug zu brüllen.
Na ja, etwas später ging es dann weiter im Programm:

„Ihr könnt ja noch nichtmal putzen. AAber Geldverdienen wollt ihr!“

Aha. Jetzt wurde mir auch klar, an welche Zielgruppe das Gebrabbel ging. Weiter hinten im Abteil saß nämlich eine Putzkolonne, die sich nett mit einigen Handwerkern unterhielt. Eine ähnliche Kaffeegesellschaft, wie ich sie oben erwähnt habe. Diese ließ sich jedoch auch nicht wirklich stören, sondern redete munter, wenn auch etwas leiser, weiter.

„Den Neandertaler hat’s nie gegeben, aber ihr wohnt ja auch in einer Höhle!“

Da wurde es dann offenbar einem der Handwerker zu dumm. Mit einem leisen „So jetzt reicht’s aber!“ stand er auf.
„Mach keinen Scheiß!“, sagte eine der Putzfrauen. „Nachher ist der krank!“
„Ist mir schnuppe, ob der krank ist!“, erwiderte der Handwerker und schritt aus dem Abteil auf den Radfahrer zu.
„Du hältst jetzt sofort die Klappe, sonst gibt’s was auf’s Maul!“, forderte er den Ruhestörer auf.
Der antwortete ein wenig kleinlaut: „Scheiße, scheiße, Schnauze!“
„Ja, genau! Klappe, sonst Beule!“, bestätigte der Handwerker wieder, und ging wieder an seinen Platz, auf den er sich wütend murmelnd setzte.
Ab dann war Ruhe. Also doch kein Tourettesyndrom. Meines Wissens lässt das den Tick nicht bei Gewaltandrohung verstummen.
Stellt sich die Frage, warum dieser Mann den Drang verspürte früh morgens den Zug zusammenzubrüllen und sinnlos und unzusammenhängend Leute zu beleidigen.
Ging es ihm einfach nur um die Aufmerksamkeit? Hat seine Freundin oder sein Freund ihn verlassen? Ist er am Ende gar von einer Sylter Reinigungskraft verlassen worden? Oder was?
Es wird wohl immer ein Rätsel bleiben.
Ich hätte den Ruhestörer ja fragen können, aber als ich auf dem Bahnsteig an ihm vorbeikam, unterhielt sich schon ein Polizist mit ihm.

Written by Heiko C. in: Friesisches,Gesellschaftliches,Psychologisches | Schlagwörter:
Sep
03
2009
0

Sich die Wahlergebnisse schönreden…

Das machen ja irgendwie alle. Wahrscheinlich, damit keine Panik in der Parteibasis ausbricht. Bei den Landtagswahlen hat die CDU sich speziell ihre Wahlergebnisse in Thüringen und dem Saarland schöngeredet. Obwohl der Verlust in beiden Ländern im zweistelligen Prozentbereich liegt, jubelte man sich zu, weil man immer noch irgendwie stärkste Fraktion ist.
Auch die SPD hat sich ihr Wahlergebnis in Sachsen schöngeredet. Soi ein Sprung von 9% auf 10& ist ja auch was schönes. Immerhin haben die Genossen in Sachsen nun doppelt so viele Stimmen bekommen, wie die NPD. Ein supi-dupi Wohlfühlergebnis ist 10% doch wohl eher trotzdem nicht. Aber na ja… Parteien eben, was soll man machen…

Vielleicht erleben wir nach der Bundestagswahl 2013 schon solche Szenen im Fernsehen:

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Sep
01
2009
11

Die junge Union, die junge Union, die reimt sich nicht, die reimt sich nicht…

Tja, was soll man dazu sagen:

An sich ein Lied, dass vielleicht einige der Zeilgruppe schmissig finden mögen, aber die Flut von unglaublich unreienen Reimen im Refrain tut zumindest in meinen Ohren sehr weh.

Wir sind Deutschlands Nummer Eins
Für Freiheit und Gerechtigkeit
Die JU wird immer sein
komm mit und sei auch du dabei

Da fragt man sich doch, welches Reimschema das sein soll? AABB? ABAB? Am Ende gar noch AAAA? Man weiß es nicht, denn effektiv ist das Reimschema hier ABCD, bzw. gar keins.
An sich ist es ja nicht schlimm, wenn sich ein Refrain nicht reimt, aber der Fakt, dass die Strophen allesamt aus sehr einfachen gereimten Versen bestehen, lassen einen denken, dass auch der Refrain sich eigentlich reimen soll.
Dass er es doch nicht tut klingt irgendwie blöd.

Dabei kann es ja eigentlich nicht so schwer sein, Worte zu finden, die sich auf „Gerechtigkeit“, „Eins“, „Dabei“ oder „Sein“ reimen.
Wie wäre es hiermit?

Wir kämpfen mit Beharrlichkeit
für Freiheit und Gerechtigkeit
Die JU wird immer sein
komm doch endlich auch hier rein

Ist auch nicht wahrer oder eleganter, reimt sich aber wenigstens irgendwie.
Oder wie wäre es hiermit, für ein moderneres Publikum:

Die JU ist supertoll
und ganz doll mit Leute voll
mach bei uns mit und sei kein Fool
dann bist auch du krass supercool

Oder wenn man unbedingt drin haben muss, dass man die Nummer Eins ist:

Wir sind Deutschlands Nummer Eins
Peter, Pit und auch der Heinz
Aber nicht nur Heinz und Pit
auch Sabine macht hier mit

Da muss man doch eigentlich einen besseren Refrain als den im Video hinbekommen können, oder? Ansonsten fordert man förmlich heraus, dass Irgendwer das Lied etwa wie folgt umdichtet:

Die junge Uniohon,

die erntet Spott und Hohn,

hat sie doch ein Lied, das sich nicht reimt. Fidibumm!

Nachtrag 3.9.9: Wie es aussieht ist das Video vom Nutzer entfernt worden. Man findet es allerdings noch immer hier: Klickmich! Oder hier: Klickmich!

Noch einen Nachtrag: 14.9.9: Der Werbeblogger hat sich auch Gedanken zu dem JU-Lied gemacht.

Written by Heiko C. in: Linguistisches,Lustiges,Politisches | Schlagwörter: ,

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Sep
07
2009
0

Britische Forscher warnen: Deutlich weniger Parallelwelten als angenommen

Ich mach das jetzt einfach mal so wie die Holzmedien, und streue hier mal einen schlecht bis gar nicht recherchierten pseudowissenschaftlichen Artikel ein. Dieser spezielle ist nicht nur gar nicht recherchiert, ich habe ihn mir komplett ausgedacht.
Aber wenigstens bin ich so nett, und schreibe es dazu.

Hambridge: Quanten-Forscher der Englischen Universität Hambridge haben durch Tests am neuen Teichenbeschleuniger „MISSY“ herausgefunden, dass es deutlich weniger Parallelwelten geben muss, als bisher angenommen.
„Wenn wir vorher von etwa 60 Millionen parallelen Universen sprachen, ist unsere aktuelle Schätzung auf nur noch 7 zusammengeschrumpft. Das hängt mit den mysteriösen Mok-Mok-Teilchen zusammen, die die Quorks zu Elementarteilchen binden.“, sagte uns Professor Queensryche Jordansfeet letzten Montag.
Habe man früher angenommen, dass jede vorstellbare Parallelwelt existieren müsse, sei es mittlerweile nur noch jede mögliche. Sieben bleiben übrig.
Auf die Frage, wie diese Welten aussähen, sagte uns Jordansfeet, dass man das unmöglich sagen könne, aber dass in einer dieser Welten sicher Michael Jackson noch lebe.
Mehr Details erhofft man sich durch weitere Forschungen, die am nächsten Montag von der Britischen Regierung abgesegnet werden sollen.

Written by Heiko C. in: Esoterisches,Gesellschaftliches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Sep
06
2009
0

Mal so, Mal so Akt XIII: Schäuble, die CDU und Stasi-Vergleiche

Unser freundlicher Innenminister von der CDU-Partei hat sich ja schon mehrfach öffentlich zum allseits bekannten Internetmem „Stasi 2.0“ geäußert, wie zum Beispiel auch schon in der Sendung Bauerfeind:

Etwa ab Minute 4:
Bauerfeind: Wenn man jetzt sagt „Stasi 2.0“ wäre, was man in letzter Zeit als Ihr Image bezeichnen könnte, in wie fern entspricht das dem, was Sie eigentlich sein möchten?

Schäuble: Na, wissen Sie, „Stasi 2.0“ kann ich nur deswegen mit Schmunzeln ertragen, weil ich denjenigen die es sagen, unterstelle, zu ihren Gunsten, dass sie nicht wissen, was Stasi ist. Das ist nämlich das genaue Gegenteil. Unser freiheitlicher Rechtsstaat sorgt ja dafür, dass die Menschen ihre Freiheit leben können. Deswegen steht ja im Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten, und zu schützen-“

Bauerfeind: Ja, aber es geht ja mehr um ihr Image, ob Sie das stört. […]

Aha. Wer Schäuble und die CDU als „Stasi 2.0“ bezeichnet, der hat also einfach bloss keine Ahnung, was Stasi war, und dass die CDU-geführte Bundesregierung genau das Gegenteil macht, nämlich „dafür sorgen, dass die Menschen ihre Freiheit leben können“.

Aber wie soll man denn dann verstehen, dass CDU-Mitglieder ihre CDU-Vorsitzenden schon selbst mit der Stasi vergleichen? Bei RP-Online findet sich zum Beispiel ein Artikel in dem davon berichtet wird, wie die lokale Verbandsspitze der dortigen CDU die Mails an die CDU Fraktionsmitglieder umgeleitet und mitgelesen hat.
Unter anderem ist dort von den Reaktionen der bespitzelten CDU-Mitglieder zu lesen:

Auch andere CDU-Ratsmitglieder haben von der Zwangsumleitung ihrer Mails offenbar nichts gewusst, von „Stasi-Methoden“ ist intern die Rede.

Heißt das jetzt – frei nach Schäuble – dass die CDU-Ratsmitglieder die Stasi nur nicht begriffen haben? Und dass sie einfach nicht begreifen, dass das Lesen ihrer Mails nur der Erhaltung der Freiheit in Deutschland dient?

Die Reaktion der heimlichen Mitleser in der CDU ist auch seltsam:

Der Stadtverbandsvorstand habe sich „rechtlich schlau gemacht und glaubt nicht, dass es da Probleme gibt“, so Ingenstau. „Demnach ist eine Mail wie eine Postkarte zu bewerten“, sagt sie. Als Verletzung des Briefgeheimnisses im Sinne des Strafgesetzbuches gilt die unbefugte Öffnung eines verschlossenen Briefes.

Wenn es erlaubt wäre, Mails einfach ungefragt umzuleiten und zu lesen, hieße das denn nicht auch, – wenn der Vergleich korrektwäre – dass es erlaubt ist, Postkarten aus fremden Briefkästen zu holen, diese erst mit nach Hause zu nehmen und zu lesen, und dann vielleicht am Folgetag wieder einzuwerfen?
Ist es etwa erlaubt, dass mein Arbeitgeber erst einmal alle Postkarten, die an mich gesendet wurden, erhält, liest und diese mir danach dann erst zustellt? Ohne, dass ich davon weiß?

Irgendwie fällt es mir schwer, das zu glauben.

Written by Heiko C. in: Mal so Mal so,Politisches | Schlagwörter: , ,
Sep
05
2009
0

Wahl zum 11. Rechtsfreien Raum der Woche

Da letzte Woche ja der SUPER-Rechtsfreie Raum vergeben wurde, kamen die Fundstücke letzter Woche leider nicht zu einer Nominierung. Dies soll diese Woche ausgeglichen werden, indem ich sie zusammen mit den – auch eher spärlichen – Fundstücken dieser Woche präsentiere und zur Abstimmung stelle.

Da hätten wir:
Den Deutschlandfunk, der sich oder den Leser auf seiner Internetseite fragt: „Das Internet – ein rechtsfreier Raum?“
Gleich zu beginn des Artikels werden wir mit Zitaten konfrontiert, die diese Phrase enthalten:

Krogmann: „Und deshalb geht es in dieser kontroversen Debatte nicht nur um die Bekämpfung der Kinderpornografie, sondern es geht auch um eine grundsätzliche Frage. Es geht um die Debatte über die notwendigen Grenzen der Freiheit im Internet.“

Doermann: „Das stellt uns vor die ganz grundsätzliche Frage: Ist das Internet ein rechtsfreier Raum?“

Vetter: „Der Satz, das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein, unterstellt eigentlich etwas falsches, nämlich, dass das Internet derzeit ein rechtsfreier Raum ist.“

Hoeren: „Das Internet von seiner Wurzel her ist ein rechtsfreier Raum.“

Wieland: „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, das Internet ist aber auch kein bürgerrechtsfreier Raum.“

Alleine die geballte Präsenz von verschiedensten Vertretern dieser Phrase auf so engem Raum treibt mir persönlich die Tränen in die Augen.
Ansonsten versucht der Artikel sich differenziert mit dem Thema zu beschäftigen, bekommt dabei aber dies und das ein wenig durcheinander. Unter anderem ist von dem Internet als Kopiermaschine die Rede. Was gemeint ist, ist gar nicht so falsch, allerdings würde ich eher die Computer für Kopiermaschinen halten, und das Internet – wenn überhaupt – für die Ablage, in der die Kopien landen. Aber na ja, das sind Kleinigkeiten.
Für die nicht satirisch motivierte Verwendung dieser Phrase allerdings – und dann noch in der Überschrift – gibt’s auf jeden Fall eine Nominierung. Für die rechtsfreie Zitatensammlung müsste sogar noch eine zweite folgen, aber eine pro Woche reicht ja glücklicherweise.

Dann haben wir noch unseren lieben guten alten Innenminister, Herrn Dr. Wolfgang Schäble, über den ich ja auch schon öfter mal was geschrieben habe. Der hat, wie der Südkurier berichtet, vor 300 Leuten in Waldshut geredet, und dabei davor gewart, dass das Internet nicht zum rechtsfreien Raum werden dürfe.
Seltsam, man kommt ja irgendwie nicht umhin zu bemerken, dass man bei der Union nicht wirklich einer Meinung ist. Sind nicht reihenweise Parteigenossen Schäubles der Meinung, dass das Internet bereits ein rechtsfreier Raum sei?
Na ja, dafür jedenfalls eine Nominierung. Wird auch Zeit, dass Schäuble in den illustren Reigen der nominierten Phrasenmissbraucher aufgenommen wird.

Ebenso hat sich die Neue Osnabrücker Zeitung der unter Holzmedienleuten allgemein vorherrschenden Googleparanoia angschlossen, und schreibt einen „Kommentar zu Literatur Internet Urheberrecht“.
Alleine die Überschrift kommt mir schon seltsam vor, und das hauptsächlich wegen des Mangels an Satzzeichen. Was ist jetzt gemeint? „Ein Kommentar zur Literatiur. Abgelegt in Internet-Urheberrecht“ oder eher „Ein Kommentar zum Literatur-Internet- Urheberrecht“ oder etwa „Ein Kommentar. Tangiert die Themen: Literatur, Internet, Urhgeberrecht“.
Ich weiß es nicht, ich tippe aber auf letzteres.
Na ja, jedenfalls spricht der Artikel davon dass auch im Bezug des „Googlebuchklaus“ das Internet ein rechtsfreier Raum sei:

Mit dem Scannen der Bücher läuft eine gigantische Enteignung geistigen Eigentums. Das Internet scheint auch in dieser Hinsicht ein rechtsfreier Raum zu sein.

Also nicht nur beim eigenen Thema kramt die NOZ diese Phrase herausgeholt, nein zwischen den Zeilen wird noch impliziert, dass das Internet ja sowieso schon weitgehend rechtsfrei sei.

Die Abstimmung läuft diesmal bis Montag 16 Uhr 00. Entweder hier als Kommentar oder im Petitionsforum.

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Sep
05
2009
1

Mistundverflucht!

Vor ein paar Tagen saß ich morgens im Zug von Niebüll nach Westerland, und mit mir im Zug war ein Ruhestörer.
Da ich sonst gerne noch eine dreiviertel Stunde im Zug penne, ist mir das besonders aufgefallen. Auch wenn ich sonst ebenfalls gerne mal Probleme mit dem Schlafen habe, weil ich etwa hinter irgendwelchen Frauen sitze, die schon so früh am Morgen eine laut lachende Kaffeegesellschaft feiern, war es diesmal doch um ein Stück bemerkenswerter.

mistund

Es handelte sich um einen Mann etwa Mitte dreißig. Er trug eine Schirmmütze und schob ein Fahrrad. Zuerst wollte er mit seinem Drahtesel in ein normales Abteil, hatte dann jedoch ein Einsehen, und blieb statt dessen zwischen den Abteilen bei der Türe stehen.
Etwa 5 Minuten verhielt er sich ruhig, dann fing er an herumzubrüllen.

„Achtung! Achtung! Alle müssen das Schiff verlassen! -Ach das ist ja gar kein Schiff, ich bin ja nur dämlich. Bin ich dämlich, oder herrlich?“

Alles vorgetragen im Tonfall eines Ausbilders in einem Bootcamp der US-Marines.
Natürlich antwortete keiner, alleine schon wegen der sprichwörtlichen Zurückhaltung der Nordfriesen, und nicht zuletzt, weil sich keiner angesprochen fühlte.
Der Ruhestörer schien sich ähnliche Gedanken zu machen, und brüllte:

„Ja, jetzt reden sie platt, die Fischköppe! Aber ich kann auch bairisch! …Grüß Gott! öhm… Servus!“

Noch immer keine Erwiderung, warum auch? Wer sich von solch ungezielten verbalen Splittergranaten beleidigen lässt, der hat wohl seinen Morgenkaffee nicht vertragen.
Ich dachte mir derweil, dass der Mann bestimmt an dem Tourette-Syndrom leide, und sein Tick ihn dazu zwinge zusammenhangloses Zeug zu brüllen.
Na ja, etwas später ging es dann weiter im Programm:

„Ihr könnt ja noch nichtmal putzen. AAber Geldverdienen wollt ihr!“

Aha. Jetzt wurde mir auch klar, an welche Zielgruppe das Gebrabbel ging. Weiter hinten im Abteil saß nämlich eine Putzkolonne, die sich nett mit einigen Handwerkern unterhielt. Eine ähnliche Kaffeegesellschaft, wie ich sie oben erwähnt habe. Diese ließ sich jedoch auch nicht wirklich stören, sondern redete munter, wenn auch etwas leiser, weiter.

„Den Neandertaler hat’s nie gegeben, aber ihr wohnt ja auch in einer Höhle!“

Da wurde es dann offenbar einem der Handwerker zu dumm. Mit einem leisen „So jetzt reicht’s aber!“ stand er auf.
„Mach keinen Scheiß!“, sagte eine der Putzfrauen. „Nachher ist der krank!“
„Ist mir schnuppe, ob der krank ist!“, erwiderte der Handwerker und schritt aus dem Abteil auf den Radfahrer zu.
„Du hältst jetzt sofort die Klappe, sonst gibt’s was auf’s Maul!“, forderte er den Ruhestörer auf.
Der antwortete ein wenig kleinlaut: „Scheiße, scheiße, Schnauze!“
„Ja, genau! Klappe, sonst Beule!“, bestätigte der Handwerker wieder, und ging wieder an seinen Platz, auf den er sich wütend murmelnd setzte.
Ab dann war Ruhe. Also doch kein Tourettesyndrom. Meines Wissens lässt das den Tick nicht bei Gewaltandrohung verstummen.
Stellt sich die Frage, warum dieser Mann den Drang verspürte früh morgens den Zug zusammenzubrüllen und sinnlos und unzusammenhängend Leute zu beleidigen.
Ging es ihm einfach nur um die Aufmerksamkeit? Hat seine Freundin oder sein Freund ihn verlassen? Ist er am Ende gar von einer Sylter Reinigungskraft verlassen worden? Oder was?
Es wird wohl immer ein Rätsel bleiben.
Ich hätte den Ruhestörer ja fragen können, aber als ich auf dem Bahnsteig an ihm vorbeikam, unterhielt sich schon ein Polizist mit ihm.

Written by Heiko C. in: Friesisches,Gesellschaftliches,Psychologisches | Schlagwörter:
Sep
03
2009
0

Sich die Wahlergebnisse schönreden…

Das machen ja irgendwie alle. Wahrscheinlich, damit keine Panik in der Parteibasis ausbricht. Bei den Landtagswahlen hat die CDU sich speziell ihre Wahlergebnisse in Thüringen und dem Saarland schöngeredet. Obwohl der Verlust in beiden Ländern im zweistelligen Prozentbereich liegt, jubelte man sich zu, weil man immer noch irgendwie stärkste Fraktion ist.
Auch die SPD hat sich ihr Wahlergebnis in Sachsen schöngeredet. Soi ein Sprung von 9% auf 10& ist ja auch was schönes. Immerhin haben die Genossen in Sachsen nun doppelt so viele Stimmen bekommen, wie die NPD. Ein supi-dupi Wohlfühlergebnis ist 10% doch wohl eher trotzdem nicht. Aber na ja… Parteien eben, was soll man machen…

Vielleicht erleben wir nach der Bundestagswahl 2013 schon solche Szenen im Fernsehen:

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Sep
01
2009
11

Die junge Union, die junge Union, die reimt sich nicht, die reimt sich nicht…

Tja, was soll man dazu sagen:

An sich ein Lied, dass vielleicht einige der Zeilgruppe schmissig finden mögen, aber die Flut von unglaublich unreienen Reimen im Refrain tut zumindest in meinen Ohren sehr weh.

Wir sind Deutschlands Nummer Eins
Für Freiheit und Gerechtigkeit
Die JU wird immer sein
komm mit und sei auch du dabei

Da fragt man sich doch, welches Reimschema das sein soll? AABB? ABAB? Am Ende gar noch AAAA? Man weiß es nicht, denn effektiv ist das Reimschema hier ABCD, bzw. gar keins.
An sich ist es ja nicht schlimm, wenn sich ein Refrain nicht reimt, aber der Fakt, dass die Strophen allesamt aus sehr einfachen gereimten Versen bestehen, lassen einen denken, dass auch der Refrain sich eigentlich reimen soll.
Dass er es doch nicht tut klingt irgendwie blöd.

Dabei kann es ja eigentlich nicht so schwer sein, Worte zu finden, die sich auf „Gerechtigkeit“, „Eins“, „Dabei“ oder „Sein“ reimen.
Wie wäre es hiermit?

Wir kämpfen mit Beharrlichkeit
für Freiheit und Gerechtigkeit
Die JU wird immer sein
komm doch endlich auch hier rein

Ist auch nicht wahrer oder eleganter, reimt sich aber wenigstens irgendwie.
Oder wie wäre es hiermit, für ein moderneres Publikum:

Die JU ist supertoll
und ganz doll mit Leute voll
mach bei uns mit und sei kein Fool
dann bist auch du krass supercool

Oder wenn man unbedingt drin haben muss, dass man die Nummer Eins ist:

Wir sind Deutschlands Nummer Eins
Peter, Pit und auch der Heinz
Aber nicht nur Heinz und Pit
auch Sabine macht hier mit

Da muss man doch eigentlich einen besseren Refrain als den im Video hinbekommen können, oder? Ansonsten fordert man förmlich heraus, dass Irgendwer das Lied etwa wie folgt umdichtet:

Die junge Uniohon,

die erntet Spott und Hohn,

hat sie doch ein Lied, das sich nicht reimt. Fidibumm!

Nachtrag 3.9.9: Wie es aussieht ist das Video vom Nutzer entfernt worden. Man findet es allerdings noch immer hier: Klickmich! Oder hier: Klickmich!

Noch einen Nachtrag: 14.9.9: Der Werbeblogger hat sich auch Gedanken zu dem JU-Lied gemacht.

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