Impactsuspect » 2009 » September
Sep
17
2009
24

Warum ich‘ nicht Piraten‘ wähle

Disclaimer: Tja, seltsam. Hier sollte eigentlich ein lang und mühsam von mir recherchierter Artikel zum Thema „antike Gartenlauben in Oberschlesien“ stehen. Ich hab mir echt viel Mühe damit gegeben, und einige sehr witzige Wortspiele zum Thema erdacht. Ausserdem hatte ich tonnenweise Fotos von alten Gartenlauben in Oberschlesien.
Diese blöde Quantenstring-Desonanz hat mir aber nun einen Strich durch die Rechnung gemacht, und meinen schönen Laubenartikel gegen einen ausgetauscht, den ein alternatives Ich in irgendeinem seltsamen Paralleluniversum geschrieben hat.
Ich lass den parallelen Artikel trotzdem mal hier stehen, da er das unfreiwillige Hauptthema dieses Blogs zu tangieren scheint: Vampire. Irgendwie scheinen ja recht viele meiner Leser an die Existenz der mythischen Blutsauger zu glauben, da passt es nur.
Für all die anderen ist der Artikel vielleicht auch ganz interessant.

Trotzdem schade um die Gartenlauben.
(Um die Identitäten von Personen und Organisationen klar zu Kennzeichnen, erhalten alle parallelen Pendants zu Personen und Organisationen in diesem Universum einen Strich hinter ihre Bezeichnung.) Ich bin also auch weiterhin ich, ich‘ ist aber der andere 😉 )

Warum ich‘ nicht Piraten‘ wähle

Nach all der Politik der Freiheitseinschränkungen war ich‘ froh, als endlich die Piratenpartei‘ auf meinem‘ Radar aufgetaucht ist. Endlich – so dachte ich‘ – jemand, der sich der Freiheit annimmt, die in den letzten Jahren ja so knapp geworden ist. Keiner‘ der es benutzt will, dass das Internet‘ zensiert wird, und jeder will, dass die von der CDU‘ gemachten Sicherheitsgesetze wieder zurückgenommen werden.
Da ich‘ schon mit dem Gedanken gespielt habe die Piraten‘ zu wählen, hab ich‘ mir‘ also online mal ihr‘ Wahlprogramm zu Gemüte geführt.
Was da steht ist ja schön und gut, aber ich habe keinen Hinweis auf die Politik in Bezug auf eine sehr unterdrückte und in der Politik unterrepräsentierte Minderheit gefunden. Im Wahlprogramm der Piraten‘ werden unsere untoten nocturnen Mitbürger gar nicht erwähnt!

Was ist mit den Nosferatu? Wie steht die Piratenpartei‘ zu diesem Teil der Bevölkerung? Und wie groß ist der Anteil der Untoten in den Reihen der Piraten‘ ?

Ferner: Was ist mit der Barrierefreiheit für Nosferatu, die sich in der Piratenpartei‘ engagieren wollen? Stimmt es denn nicht, dass bisher alle Parteitage tagsüber stattfanden? Und was ist mit den Stammtischen? Gibt’s die auch nachts? Immerhin sollen die ja ach so „offen für alle“ sein?!? Warum, so frage ich‘ mich‘, finden die dann nur tagsüber statt?

Aus all diesen Erwägungen werde ich‘ diesmal wohl meine Stimme eher den Grünen‘ geben. Die‘ machen zwar wahrlich nicht alles nach meinem‘ Gusto, aber wenigstens erwähnen sie‘ als einzige Partei die Untote Gemeinde eindeutig in ihrem Wahlprogramm. „Vampirpolitik“ wird es bei den Grünen‘ genannt. Eindeutig abwertend in meinen‘ Ohren, aber was will man erwarten. Die CDU‘ leugnet als christliche Partei ja noch immer die Existenz der Untoten.

Tja, tolle Idee diese Piratenpartei‘, aber so nicht!

Nachtrag:
Herrje, jetzt kommen auch noch parallele Kommentare durchs‘ Raumzeit-Kontinudingens!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Esoterisches,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Sep
16
2009
3

Kleine Linksammlung zur Polizeigewalt

Am letzten Wochenende kam es ja zu – ich nenn’s mal – „Rangeleien“ zwischen unbewaffneten, friedlichen Demonstranten und der Polizei. Da es mittlerweile auch schon durch die Mainstrammedien gegangen ist, und irgendwie alle drüber schreiben, will ich auch.

Das ganze begab sich auf der Demo „Freiheit statt Angst“, die am 12.9 in Berlin stattfand. Eine Kurzzusammenfassung der Ereignisse findet sich unter anderem bei Fefe. Hier, weiter geht’s dann hier, hier, hier, hier, hier, hier und auch hier.

Die Videos stehen noch bei Youtube und Vimeo:

die Vorgeschichte

freiheit statt angst / freedom not fear – demo 12.09.2009 from Gerd Eist on Vimeo.

die Prügelei

Die Presseerklärung der Polizei gibt’s hier: Klick!

Und híer eine Gegenerklärung des Anwaltes eines der beteiligten Demonstranten: Klick!

So. Und weil ich gerade so schön viele Links raushau, hier noch ein paar, die bei der Einschätzung der Situation hilfreich sein könnten:
Intensitätsstufen körperlicher Gewalt
Einfache körperliche Gewalt

Da! Nun habt ihr alle Informationen auf dem Tisch, macht euch mal selber ein Bild, und bildet euch selber eine Meinung.

Nachtrag: Ach ja, interessant ist vielleicht noch ein Best of der Reaktionen aus einem öffentlich zugänglichen Polizeiforum:
Klick einfach mal hier.

Noch ein Nachtrag:
Hier haben sich schon einige ihre Gedanken zu dem Thema gemacht:
nodemasters Gedankensphäre
Rechtsanwalt Markus Kompa

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Gruseliges | Schlagwörter: ,
Sep
14
2009
0

Der XII Rechtsfreie Raum der Woche

Schäuble ist on tour. Offenbar verbreitet er die frohe Kunde mit Hilfe dieser Phrase wohl nun jede Woche in einem neuen Ort, vor neuen Zuhörern.
Diesmal war er in Münster, und da es mit Herrn Ströbele und den Grünen, die sich eher unbeholfen an das Thema Internet herangetastet haben, kaum nennenswerte Konkurrenz für Herrn Schäuble gab, geht er diese Woche als klarer Gewinner mit nur einer Gegenstimme hervor.
Das soll aber seinen erneuten Sieg nicht schmälern, denn ich glaube er hätte auch gegen andere Preisträger wie Herrn Wefing oder Frau von der Leyen haushoch gewonnen.
Schäuble ist im Grunde genommen die Personifizierung von allem, wofür diese Phrase täglich in den Mündern unzähliger Polit- und Medienleuten ge- bzw. mißbraucht wird.

An dieser Stelle von mir einen Herzlichen Glückwunsch zu den ersten zwei aufeinander folgenden Siegen ein und derselben Person bei diesem Preis überhaupt!


Stasi 2.0 by ~pablux on deviantART

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Sep
11
2009
0

Was kommt als nächstes? Kinderarbeit?

Ich hab ja schon mal kurz angerissen, dass die CDU und die FDP, sollte Schwarz-Geld Schwarz-Gelb tatsächlich gewählt werden, die Zwangsarbeit in Deutschland einführen will. Nicht wie heute, wo Hartz 4 Empfänger bereits 1 Euro Jobs anehmen können, die jedoch gemeinnützig sein sollen.
Nein, nach der Wahl sollen alle Hartz 4 Empfänger gesetzlich verpflichtet werden Arbeitsdienste anzunehmen. Sonst gibt’s gleich gar kein Geld mehr. Auch Gemeinnützigkeit soll dabei nicht mehr erforderlich sein. Nun ist auch klar, was die FDP mit „Arbeit muss sich wieder lohnen“ meint: „Wer nicht zwangsarbeitet, der verhungert halt. Ergo: Arbeit lohnt sich.“ Jedem rechtschaffenen Menschen sträuben sich hier alle Haare, wie seltsam das im Einzelfall auch aussehen mag. Doch es gibt ja leider heutzutage genug andere.

Wenn aber schon die Wiedereinführung der Sklaverei den wirtschaftsliberalen Wähler nicht schreckt, weil er als Gutverdiender ja nicht betroffen ist, so sollte doch der zu erwartende Preisverfall ihn schrecken. Die Preise in Deutschland würden ins Bodenlose fallen, gerade im Dienstleistungsgewerbe. Und wenn er dann meint „Nun, dann besorg ich mir halt selbst ein paar Sklaven vom Arbeitsamt!“, sollte er sich fragen wie hochwertig die Arbeit von Menschen wohl sein wird, die zu Hungerlöhnen dazu gezwungen werden zu arbeiten. Wenn man jemanden gegen seinen Willen dazu zwingt einem die Haare zu schneiden, sollte man schon mal darauf gefasst sein, die nächsten paar Wochen mit einer Scheißfrisur rumzulaufen.
Dass die ganze Chose grundgesetzwidrig ist, interssiert heute leider sowieso niemanden mehr.

Langsam wird immer klarer was Angela Merkel 2005 mit den Worten „Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und Soziale Marktwirtschaft in alle Ewigkeit“ meinte:

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Sep
11
2009
0

Psychologie der Wahlplakate 09 – PHC? Ist das giftig?

So, nun sind sie endlich alle draußen: Die Wahlplakate.
CDU und SSW waren die ersten die Wahlplakate bei uns in der Gegend aufgehangen haben, wobei pro SSW-Plakat gefühlte 20.000 CDU-Plakate kamen. Zuerst fing es mit den „Wir lehnen ein CO2-Endlager ab!“ Plakaten an. Auf eines der CDU-Gegen-Endlager-Bitte-RWE-seid-doch-so-lieb-und-zieht-den-Antrag-zurück-Plakat hat sich dann der Unmut eines namenlosen Nordfriesen entladen, der mit Edding den Spruch „Und stirbt mir noch die letzte Kuh, ich wähle weiter CDU“ auf ein Plakat hinzufügte.
Ich bin aber zuversichtlich, dass die Polizei diesen Terroristen erwischt, denn es geschah im Videoüberwachten Bereich von Leck. Und genau dazu haben die ja die Kameras aufgehangen, damit die Wahlplakate der CDU nicht beschädigt werden, oder?
Na ja, das nächste was in Leck folgte waren die Plakate mit dem Bundestagsabgeordneten „Ingbert Liebing“. Geschätzte 50 Gesichter desselben zieren nun alleine die Lecker Hauptstraße. Teilweise hängt Herr Liebing 3 mal übereinander, ich fragte mich da schon, ob das nicht ein wenig übertrieben ist.
Ich meine sicher, an seiner Stelle würd‘ ich auch wollen, dass mein Name richtig geschrieben wird, aber gleich so viele Plakate? Ob das was nützt?
Na ja, dann folgten einige weitere CDU Plakate aus der „Wir haben die Kraft“-Serie. Unter anderem eine 4 Meter hohe Zensursula an der Aubrücke. Diese wurde jedoch recht schnell, ebenso wie ein anderes großformatiges Plakat der SPD, Opfer eines Graffitti-Anschlags. Zensursula hat man dann mit der Merkel übertapeziert, und statt dem SPD-Plakat der Marke „Generationen haben sich lieb“ prangt jetzt ein Steinmeier auf der Plakatwand.
Recht früh begann ich mich zwei Dinge zu fragen:
1. Wo sind die anderen Parteien?
2. Was ist denn jetzt eigentlich mit der Landtagswahl, die bei uns ja nun doch auf den gleichen Tag fällt, wie die Bundestagswahl? Warum kein Peter Harry?

Nun, warum kein Peter Harry ist klar: Der hat sich ja nun irgendwie ziemlich blamiert.
Als Stichworte sind da nur mal die HSH-Nordbank zu nennen, wo der Peter Harry Carstensen nach Gutsherrenart ordentlich was Geld reingetan hat, was aber leider alles versickert ist.
Oder Krümmel: Zwei Jahre lang wegen Reperaturen nicht am Netz, dann ist alles wieder heile, und geht nach zwei Wochen dann wieder endgültig kaputt.
Oder die Sache mit dem CO2-Endlager. Erst ist er dafür, dann spricht er sich von der Bürgerinitiative kalt erwischt dagegen aus, nur dass sein Staatssekretär danach noch ganz anders geredet hat.
Oder zu guter letzt die vorgezogene Neuwahl. Es kommt nicht nur mir so vor, als wolle der Peter Harry nach der Bundestagswahl gleich für das CO2-Endlager sein, und nicht erst wenn im Mai 2010 regulär die Landtagswahl gewesen ist.

Alles gute Gründe für Peter Harry sich nicht auf ein Plakat zu trauen, denn all das verbindet man in Schleswig-Holstein untrennbar mit ihm. Dann besser alleine mit den Abgeordneten in spe auf Bundesebene Werbung machen, oder?

Pustekuchen!

Erst tauchten die ersten Peter-Harry-Plakate klammheimlich zwischen den Ingbert Liebings auf Sylt auf, nun haben wir auch zumindest eines in Leck.

Das tollste hab ich aber in Bredstedt um den Kreisverkehr gesehen:

Um den Kreisverkehr herum stehen nämlich strategisch verteilt 3 von den Riesenplakatwänden. Auf einem ist Zensursula mit „Starke Familien“, auf einem zweiten Karl-Theodor mit „Wirtschaft mit Vernunft“ und auf dem dritten, wo bisher ein paar Wochen Herr Schäuble mit „Sicherheit und Freiheit“ hing, prangt nun in Überlebensgröße dass nette Gesicht von Herrn Carstensen. Fröhlich grinst er einen an, so wie man ihn kennt. Mit Leuten kann er ja gut. Gerade mit denen auf dem Land. Immerhin kann er platt.

Und was für einen Spruch hat der Peter Harry auf seinem Monsterplakat stehen? „Keine andere Wahl als Neuwahl“, oder etwas in der Art.  Genau bekomm ich’s nicht mehr zusammen, aber wenn ich das nächste Mal dran vorbeifahre, schau ich’s mir nochmal genau an.

„Keine andere Wahl“… klingt das nur in meinen Ohren wie der schwache Versuch sich zu entschuldigen? Warum lässt er nicht gleich „Herrje, ich Dummerchen… aber ihr kennt mich ja! Neuwahl!“ auf die Plakate drucken.

Mannomann… Ich hoffe sowas wird am Wahlabend nicht auch noch belohnt.

Sep
09
2009
0
Sep
08
2009
0

Different Times, same Bullshit…

Ich hab heute mal die Zugfahrt kreativ genutzt. Nun merke ich, dass das Compicpress-Plugin, welches ich noch nie ausprobiert habe, nicht funktioniert. Mist.
Na ja, ich binde die Cartoons hier einfach mal ein, vielleicht erkennt ihr ja doch was…

Hm. Bisschen klein geworden, ich hoffe man kann trotzdem noch was lesen…
Ansonsten einfach als Zipfile runterladen und bei Bedarf im Bildbetrachter vergrößern. Die Zeichnungen in dem Zipfile stehen unter dieser CC-Lizenz: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen.
Viel Spass!

Sep
08
2009
1

Im Netz muss einer bezahlen!

Immer wenn man gerade denkt, dass es unmöglich noch dreister, seltsamer und hanebüchener werden kann, wird man mit der neuen Mutter allen Unsinns konfrontiert.

Berichtet doch Heise über eine Art Krisensitzung der Medien die, das 20. Jahrhundert beherrscht haben.

Im Umfeld der IFA hat am Montag ein Kongress im Rahmen der Medienwoche Berlin-Brandenburg angefangen, wo sich die Eisheiligen der Holz- und Rundfunkmedien – oder jene, die sich dafür halten – darüber den Kopf zerbrechen, wie man aus dem Netz noch einen Gewinn schlagen kann.

Nun ist das ja schön und gut, und ich gönne es ja Medienproduzenten, dass sie mit ihrem Job Geld verdienen, aber wenn ausgerechnet ein Axel-Springer Manager ein Bezahlmodell dafür vorstellt, dass man die Bild auf’s I-Phone geladen bekommt, und dann im selben Atemzug darüber redet, dass es darum ginge, dass die Menschen bereit gemacht werden sollen „für das gesammelte Wissen im Internet Geld zu bezahlen“, dann frag ich mich, ob das ein dummer Witz ist.

Was hat denn bitteschön die BILD mit Wissen zu tun? Und was hat sie erst mit dem „gesammelten Wissen im Internet“ zu schaffen? Die BILD produziert kein Wissen, sondern höchstens Meinung. Da werben die ja sogar mit. Ich würde sogar soweit gehen, dass die allenfalls Unterhaltung produzieren, was meiner Meinung nach für die gesamte Axel-Springer-Gruppe gilt.
„Das gesammelte Wissen im Internet“ ist Wikipedia. Und die ist umsonst. Und die bleibt auch umsonst. An Wikipedia verdienen die Springerblätter nur, wenn sie da abschreiben.

Fernsehzuschauer beim Konsum von Qualitätsjournalismus

Obwohl es eigentlich nicht mehr viel absonderlicher werden kann, besteht dann die Intendantin Dagmar Reim vom RBB – einem öffentlich rechtlichen Sender – darauf, dass „einer im Internet bezahlen“ müsse.
Erstmal: Bezahlt der Gebührenzahler nicht schon die Onlineinhalte des RBB mit seinen Gebührengeldern? Was will die noch? Soll man doppelt bezahlen? Dann auch bald beim Fernsehen? Gebührenfinanziert und Pay-TV in einem? Ganz dolle Idee. Warum überweisen nicht alle ihr gesamtes Nettoeinkommen an die GEZ? Wäre das genehm? Oder doch besser das Bruttoeinkommen? Immerhin ist der öffentlich rechtliche Rundfunk ja ach so unabhängig von wirtschaftlichen Intressen. Von politischen Interessen ja nicht mehr, den Passus hat man ja mittlerweile gestrichen.
Mann, ist mir schlecht.

Dann noch die Formulierung: „Im Internet muss einer bezahlen.“
Einer? Einer alleine? Und wer sucht den aus? Bekommt irgendwann Bauer Schlozig aus Buxtehude einen Brief vom RBB, in dem steht er habe noch für „die Inhalte“ im Netz zu bezahlen? Und wer teilt dann das Geld von Bauer Schlozig auf unter den Contentanbietern?
Himmel, ist das alles strunzendämlich!

Dann wird noch wieder allseits das 3-Strikes Modell gelobt, und für interessant erachtet. Ja, klar, is ja sooo interessant, wenn mal eben so die Gewaltenteilung aufgehoben wird, und Polizisten einem ohne richterlichen Beschluß oder – Gott bewahre! – einem ordentlichen Prozess das Grundrecht auf Informationsfreiheit einschränken können.

Himmel, das ist ja, als ob die Fahrradindustrie eine Kampagne zur Abschaffung des Kraftwagens anstrengen würde.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Sep
07
2009
0

Der XI. Rechtsfreie Raum der Woche

Hurra! Der Sieger der dieswöchigen Verleihung des Rechtsfreien Raumes der Woche steht fest! Und er konnte seine Favoritenstellung bestätigen! Die Rede ist natürlich von niemand anderem als Wolfgang „GG-kann-man-ändern“ Schäuble, unserem Innenminister!

Vorratsdatenspeicherung, Netzzensur, Schüsse auf Verdächtige, Internierungslager für Gefährder und nicht zuletzt der Running-Gag von den Bundeswehreinsätzen im Inneren, sind ein paar der realsatirischen Vorschläge, die der ehemalige „Bundesminister für besondere Aufgaben“ mit schwäbischer Akribie ersonnen hat.
Dummerweise sind einige seiner wohl satirisch gemeinten Vorschläge tatsächlich zu Gesetzen geworden. Tja, sowas passiert eben, wenn man im Kabinett rumblödelt. Aber na ja, das Bundesverfassungsgericht wird’s richten.
Diese Woche hat es sich bestätigt, dass auch er diese Phrase aufgreifen und verwenden kann, ebenso souverän wie die Marathon-RRW-Preisträgerin Ursula von der Leyen.

selbst das Maskottchen dieses Blogs, der suspecte Imp, gratuliert von Herzen!

In Insiderkreisen ist sogar schon die Rede davon, dass Dr. Schäuble die besten Chancen hat, den 20. RRW, den sogenannten ULTRA-Rechtsfreien Raum der Woche“ zu gewinnen. Und das obwohl seine 8 Konkurrenten noch überhaupt nicht feststehen.
Wer weiß, was in den kommenden 2 Monaten noch passiert, aber eines steht jetzt schon fest: Es wird hart werden gegen den Mann aus dem Ländle zu gewinnen!

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Sep
07
2009
4

CDU: Ausländerfeindlichkeit oder „bloss“ Ignoranz?

Mehr dazu hier.

Mal ohne Kommentar. Außer vielleicht, dass natürlich alles total mißverstanden wurde. Ja, ja.
Wer doch einen ausführlicheren Kommentar haben will lese hier bei SPON zum Fall Rüttgers, oder hier bei hr online zum Fall Wagner.

Desweiteren berichten sicher genug Blogs über die beiden „Verbalausrutscher“.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: ,

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Sep
17
2009
24

Warum ich‘ nicht Piraten‘ wähle

Disclaimer: Tja, seltsam. Hier sollte eigentlich ein lang und mühsam von mir recherchierter Artikel zum Thema „antike Gartenlauben in Oberschlesien“ stehen. Ich hab mir echt viel Mühe damit gegeben, und einige sehr witzige Wortspiele zum Thema erdacht. Ausserdem hatte ich tonnenweise Fotos von alten Gartenlauben in Oberschlesien.
Diese blöde Quantenstring-Desonanz hat mir aber nun einen Strich durch die Rechnung gemacht, und meinen schönen Laubenartikel gegen einen ausgetauscht, den ein alternatives Ich in irgendeinem seltsamen Paralleluniversum geschrieben hat.
Ich lass den parallelen Artikel trotzdem mal hier stehen, da er das unfreiwillige Hauptthema dieses Blogs zu tangieren scheint: Vampire. Irgendwie scheinen ja recht viele meiner Leser an die Existenz der mythischen Blutsauger zu glauben, da passt es nur.
Für all die anderen ist der Artikel vielleicht auch ganz interessant.

Trotzdem schade um die Gartenlauben.
(Um die Identitäten von Personen und Organisationen klar zu Kennzeichnen, erhalten alle parallelen Pendants zu Personen und Organisationen in diesem Universum einen Strich hinter ihre Bezeichnung.) Ich bin also auch weiterhin ich, ich‘ ist aber der andere 😉 )

Warum ich‘ nicht Piraten‘ wähle

Nach all der Politik der Freiheitseinschränkungen war ich‘ froh, als endlich die Piratenpartei‘ auf meinem‘ Radar aufgetaucht ist. Endlich – so dachte ich‘ – jemand, der sich der Freiheit annimmt, die in den letzten Jahren ja so knapp geworden ist. Keiner‘ der es benutzt will, dass das Internet‘ zensiert wird, und jeder will, dass die von der CDU‘ gemachten Sicherheitsgesetze wieder zurückgenommen werden.
Da ich‘ schon mit dem Gedanken gespielt habe die Piraten‘ zu wählen, hab ich‘ mir‘ also online mal ihr‘ Wahlprogramm zu Gemüte geführt.
Was da steht ist ja schön und gut, aber ich habe keinen Hinweis auf die Politik in Bezug auf eine sehr unterdrückte und in der Politik unterrepräsentierte Minderheit gefunden. Im Wahlprogramm der Piraten‘ werden unsere untoten nocturnen Mitbürger gar nicht erwähnt!

Was ist mit den Nosferatu? Wie steht die Piratenpartei‘ zu diesem Teil der Bevölkerung? Und wie groß ist der Anteil der Untoten in den Reihen der Piraten‘ ?

Ferner: Was ist mit der Barrierefreiheit für Nosferatu, die sich in der Piratenpartei‘ engagieren wollen? Stimmt es denn nicht, dass bisher alle Parteitage tagsüber stattfanden? Und was ist mit den Stammtischen? Gibt’s die auch nachts? Immerhin sollen die ja ach so „offen für alle“ sein?!? Warum, so frage ich‘ mich‘, finden die dann nur tagsüber statt?

Aus all diesen Erwägungen werde ich‘ diesmal wohl meine Stimme eher den Grünen‘ geben. Die‘ machen zwar wahrlich nicht alles nach meinem‘ Gusto, aber wenigstens erwähnen sie‘ als einzige Partei die Untote Gemeinde eindeutig in ihrem Wahlprogramm. „Vampirpolitik“ wird es bei den Grünen‘ genannt. Eindeutig abwertend in meinen‘ Ohren, aber was will man erwarten. Die CDU‘ leugnet als christliche Partei ja noch immer die Existenz der Untoten.

Tja, tolle Idee diese Piratenpartei‘, aber so nicht!

Nachtrag:
Herrje, jetzt kommen auch noch parallele Kommentare durchs‘ Raumzeit-Kontinudingens!

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Sep
16
2009
3

Kleine Linksammlung zur Polizeigewalt

Am letzten Wochenende kam es ja zu – ich nenn’s mal – „Rangeleien“ zwischen unbewaffneten, friedlichen Demonstranten und der Polizei. Da es mittlerweile auch schon durch die Mainstrammedien gegangen ist, und irgendwie alle drüber schreiben, will ich auch.

Das ganze begab sich auf der Demo „Freiheit statt Angst“, die am 12.9 in Berlin stattfand. Eine Kurzzusammenfassung der Ereignisse findet sich unter anderem bei Fefe. Hier, weiter geht’s dann hier, hier, hier, hier, hier, hier und auch hier.

Die Videos stehen noch bei Youtube und Vimeo:

die Vorgeschichte

freiheit statt angst / freedom not fear – demo 12.09.2009 from Gerd Eist on Vimeo.

die Prügelei

Die Presseerklärung der Polizei gibt’s hier: Klick!

Und híer eine Gegenerklärung des Anwaltes eines der beteiligten Demonstranten: Klick!

So. Und weil ich gerade so schön viele Links raushau, hier noch ein paar, die bei der Einschätzung der Situation hilfreich sein könnten:
Intensitätsstufen körperlicher Gewalt
Einfache körperliche Gewalt

Da! Nun habt ihr alle Informationen auf dem Tisch, macht euch mal selber ein Bild, und bildet euch selber eine Meinung.

Nachtrag: Ach ja, interessant ist vielleicht noch ein Best of der Reaktionen aus einem öffentlich zugänglichen Polizeiforum:
Klick einfach mal hier.

Noch ein Nachtrag:
Hier haben sich schon einige ihre Gedanken zu dem Thema gemacht:
nodemasters Gedankensphäre
Rechtsanwalt Markus Kompa

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Sep
14
2009
0

Der XII Rechtsfreie Raum der Woche

Schäuble ist on tour. Offenbar verbreitet er die frohe Kunde mit Hilfe dieser Phrase wohl nun jede Woche in einem neuen Ort, vor neuen Zuhörern.
Diesmal war er in Münster, und da es mit Herrn Ströbele und den Grünen, die sich eher unbeholfen an das Thema Internet herangetastet haben, kaum nennenswerte Konkurrenz für Herrn Schäuble gab, geht er diese Woche als klarer Gewinner mit nur einer Gegenstimme hervor.
Das soll aber seinen erneuten Sieg nicht schmälern, denn ich glaube er hätte auch gegen andere Preisträger wie Herrn Wefing oder Frau von der Leyen haushoch gewonnen.
Schäuble ist im Grunde genommen die Personifizierung von allem, wofür diese Phrase täglich in den Mündern unzähliger Polit- und Medienleuten ge- bzw. mißbraucht wird.

An dieser Stelle von mir einen Herzlichen Glückwunsch zu den ersten zwei aufeinander folgenden Siegen ein und derselben Person bei diesem Preis überhaupt!


Stasi 2.0 by ~pablux on deviantART

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Sep
11
2009
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Was kommt als nächstes? Kinderarbeit?

Ich hab ja schon mal kurz angerissen, dass die CDU und die FDP, sollte Schwarz-Geld Schwarz-Gelb tatsächlich gewählt werden, die Zwangsarbeit in Deutschland einführen will. Nicht wie heute, wo Hartz 4 Empfänger bereits 1 Euro Jobs anehmen können, die jedoch gemeinnützig sein sollen.
Nein, nach der Wahl sollen alle Hartz 4 Empfänger gesetzlich verpflichtet werden Arbeitsdienste anzunehmen. Sonst gibt’s gleich gar kein Geld mehr. Auch Gemeinnützigkeit soll dabei nicht mehr erforderlich sein. Nun ist auch klar, was die FDP mit „Arbeit muss sich wieder lohnen“ meint: „Wer nicht zwangsarbeitet, der verhungert halt. Ergo: Arbeit lohnt sich.“ Jedem rechtschaffenen Menschen sträuben sich hier alle Haare, wie seltsam das im Einzelfall auch aussehen mag. Doch es gibt ja leider heutzutage genug andere.

Wenn aber schon die Wiedereinführung der Sklaverei den wirtschaftsliberalen Wähler nicht schreckt, weil er als Gutverdiender ja nicht betroffen ist, so sollte doch der zu erwartende Preisverfall ihn schrecken. Die Preise in Deutschland würden ins Bodenlose fallen, gerade im Dienstleistungsgewerbe. Und wenn er dann meint „Nun, dann besorg ich mir halt selbst ein paar Sklaven vom Arbeitsamt!“, sollte er sich fragen wie hochwertig die Arbeit von Menschen wohl sein wird, die zu Hungerlöhnen dazu gezwungen werden zu arbeiten. Wenn man jemanden gegen seinen Willen dazu zwingt einem die Haare zu schneiden, sollte man schon mal darauf gefasst sein, die nächsten paar Wochen mit einer Scheißfrisur rumzulaufen.
Dass die ganze Chose grundgesetzwidrig ist, interssiert heute leider sowieso niemanden mehr.

Langsam wird immer klarer was Angela Merkel 2005 mit den Worten „Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und Soziale Marktwirtschaft in alle Ewigkeit“ meinte:

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Sep
11
2009
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Psychologie der Wahlplakate 09 – PHC? Ist das giftig?

So, nun sind sie endlich alle draußen: Die Wahlplakate.
CDU und SSW waren die ersten die Wahlplakate bei uns in der Gegend aufgehangen haben, wobei pro SSW-Plakat gefühlte 20.000 CDU-Plakate kamen. Zuerst fing es mit den „Wir lehnen ein CO2-Endlager ab!“ Plakaten an. Auf eines der CDU-Gegen-Endlager-Bitte-RWE-seid-doch-so-lieb-und-zieht-den-Antrag-zurück-Plakat hat sich dann der Unmut eines namenlosen Nordfriesen entladen, der mit Edding den Spruch „Und stirbt mir noch die letzte Kuh, ich wähle weiter CDU“ auf ein Plakat hinzufügte.
Ich bin aber zuversichtlich, dass die Polizei diesen Terroristen erwischt, denn es geschah im Videoüberwachten Bereich von Leck. Und genau dazu haben die ja die Kameras aufgehangen, damit die Wahlplakate der CDU nicht beschädigt werden, oder?
Na ja, das nächste was in Leck folgte waren die Plakate mit dem Bundestagsabgeordneten „Ingbert Liebing“. Geschätzte 50 Gesichter desselben zieren nun alleine die Lecker Hauptstraße. Teilweise hängt Herr Liebing 3 mal übereinander, ich fragte mich da schon, ob das nicht ein wenig übertrieben ist.
Ich meine sicher, an seiner Stelle würd‘ ich auch wollen, dass mein Name richtig geschrieben wird, aber gleich so viele Plakate? Ob das was nützt?
Na ja, dann folgten einige weitere CDU Plakate aus der „Wir haben die Kraft“-Serie. Unter anderem eine 4 Meter hohe Zensursula an der Aubrücke. Diese wurde jedoch recht schnell, ebenso wie ein anderes großformatiges Plakat der SPD, Opfer eines Graffitti-Anschlags. Zensursula hat man dann mit der Merkel übertapeziert, und statt dem SPD-Plakat der Marke „Generationen haben sich lieb“ prangt jetzt ein Steinmeier auf der Plakatwand.
Recht früh begann ich mich zwei Dinge zu fragen:
1. Wo sind die anderen Parteien?
2. Was ist denn jetzt eigentlich mit der Landtagswahl, die bei uns ja nun doch auf den gleichen Tag fällt, wie die Bundestagswahl? Warum kein Peter Harry?

Nun, warum kein Peter Harry ist klar: Der hat sich ja nun irgendwie ziemlich blamiert.
Als Stichworte sind da nur mal die HSH-Nordbank zu nennen, wo der Peter Harry Carstensen nach Gutsherrenart ordentlich was Geld reingetan hat, was aber leider alles versickert ist.
Oder Krümmel: Zwei Jahre lang wegen Reperaturen nicht am Netz, dann ist alles wieder heile, und geht nach zwei Wochen dann wieder endgültig kaputt.
Oder die Sache mit dem CO2-Endlager. Erst ist er dafür, dann spricht er sich von der Bürgerinitiative kalt erwischt dagegen aus, nur dass sein Staatssekretär danach noch ganz anders geredet hat.
Oder zu guter letzt die vorgezogene Neuwahl. Es kommt nicht nur mir so vor, als wolle der Peter Harry nach der Bundestagswahl gleich für das CO2-Endlager sein, und nicht erst wenn im Mai 2010 regulär die Landtagswahl gewesen ist.

Alles gute Gründe für Peter Harry sich nicht auf ein Plakat zu trauen, denn all das verbindet man in Schleswig-Holstein untrennbar mit ihm. Dann besser alleine mit den Abgeordneten in spe auf Bundesebene Werbung machen, oder?

Pustekuchen!

Erst tauchten die ersten Peter-Harry-Plakate klammheimlich zwischen den Ingbert Liebings auf Sylt auf, nun haben wir auch zumindest eines in Leck.

Das tollste hab ich aber in Bredstedt um den Kreisverkehr gesehen:

Um den Kreisverkehr herum stehen nämlich strategisch verteilt 3 von den Riesenplakatwänden. Auf einem ist Zensursula mit „Starke Familien“, auf einem zweiten Karl-Theodor mit „Wirtschaft mit Vernunft“ und auf dem dritten, wo bisher ein paar Wochen Herr Schäuble mit „Sicherheit und Freiheit“ hing, prangt nun in Überlebensgröße dass nette Gesicht von Herrn Carstensen. Fröhlich grinst er einen an, so wie man ihn kennt. Mit Leuten kann er ja gut. Gerade mit denen auf dem Land. Immerhin kann er platt.

Und was für einen Spruch hat der Peter Harry auf seinem Monsterplakat stehen? „Keine andere Wahl als Neuwahl“, oder etwas in der Art.  Genau bekomm ich’s nicht mehr zusammen, aber wenn ich das nächste Mal dran vorbeifahre, schau ich’s mir nochmal genau an.

„Keine andere Wahl“… klingt das nur in meinen Ohren wie der schwache Versuch sich zu entschuldigen? Warum lässt er nicht gleich „Herrje, ich Dummerchen… aber ihr kennt mich ja! Neuwahl!“ auf die Plakate drucken.

Mannomann… Ich hoffe sowas wird am Wahlabend nicht auch noch belohnt.

Sep
09
2009
0

Rüttgers im Wahlkampf – Eine Zusammenfassung

Mehr dazu hier bei mir oder da bei Nerdcore.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , ,
Sep
08
2009
0

Different Times, same Bullshit…

Ich hab heute mal die Zugfahrt kreativ genutzt. Nun merke ich, dass das Compicpress-Plugin, welches ich noch nie ausprobiert habe, nicht funktioniert. Mist.
Na ja, ich binde die Cartoons hier einfach mal ein, vielleicht erkennt ihr ja doch was…

Hm. Bisschen klein geworden, ich hoffe man kann trotzdem noch was lesen…
Ansonsten einfach als Zipfile runterladen und bei Bedarf im Bildbetrachter vergrößern. Die Zeichnungen in dem Zipfile stehen unter dieser CC-Lizenz: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen.
Viel Spass!

Sep
08
2009
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Im Netz muss einer bezahlen!

Immer wenn man gerade denkt, dass es unmöglich noch dreister, seltsamer und hanebüchener werden kann, wird man mit der neuen Mutter allen Unsinns konfrontiert.

Berichtet doch Heise über eine Art Krisensitzung der Medien die, das 20. Jahrhundert beherrscht haben.

Im Umfeld der IFA hat am Montag ein Kongress im Rahmen der Medienwoche Berlin-Brandenburg angefangen, wo sich die Eisheiligen der Holz- und Rundfunkmedien – oder jene, die sich dafür halten – darüber den Kopf zerbrechen, wie man aus dem Netz noch einen Gewinn schlagen kann.

Nun ist das ja schön und gut, und ich gönne es ja Medienproduzenten, dass sie mit ihrem Job Geld verdienen, aber wenn ausgerechnet ein Axel-Springer Manager ein Bezahlmodell dafür vorstellt, dass man die Bild auf’s I-Phone geladen bekommt, und dann im selben Atemzug darüber redet, dass es darum ginge, dass die Menschen bereit gemacht werden sollen „für das gesammelte Wissen im Internet Geld zu bezahlen“, dann frag ich mich, ob das ein dummer Witz ist.

Was hat denn bitteschön die BILD mit Wissen zu tun? Und was hat sie erst mit dem „gesammelten Wissen im Internet“ zu schaffen? Die BILD produziert kein Wissen, sondern höchstens Meinung. Da werben die ja sogar mit. Ich würde sogar soweit gehen, dass die allenfalls Unterhaltung produzieren, was meiner Meinung nach für die gesamte Axel-Springer-Gruppe gilt.
„Das gesammelte Wissen im Internet“ ist Wikipedia. Und die ist umsonst. Und die bleibt auch umsonst. An Wikipedia verdienen die Springerblätter nur, wenn sie da abschreiben.

Fernsehzuschauer beim Konsum von Qualitätsjournalismus

Obwohl es eigentlich nicht mehr viel absonderlicher werden kann, besteht dann die Intendantin Dagmar Reim vom RBB – einem öffentlich rechtlichen Sender – darauf, dass „einer im Internet bezahlen“ müsse.
Erstmal: Bezahlt der Gebührenzahler nicht schon die Onlineinhalte des RBB mit seinen Gebührengeldern? Was will die noch? Soll man doppelt bezahlen? Dann auch bald beim Fernsehen? Gebührenfinanziert und Pay-TV in einem? Ganz dolle Idee. Warum überweisen nicht alle ihr gesamtes Nettoeinkommen an die GEZ? Wäre das genehm? Oder doch besser das Bruttoeinkommen? Immerhin ist der öffentlich rechtliche Rundfunk ja ach so unabhängig von wirtschaftlichen Intressen. Von politischen Interessen ja nicht mehr, den Passus hat man ja mittlerweile gestrichen.
Mann, ist mir schlecht.

Dann noch die Formulierung: „Im Internet muss einer bezahlen.“
Einer? Einer alleine? Und wer sucht den aus? Bekommt irgendwann Bauer Schlozig aus Buxtehude einen Brief vom RBB, in dem steht er habe noch für „die Inhalte“ im Netz zu bezahlen? Und wer teilt dann das Geld von Bauer Schlozig auf unter den Contentanbietern?
Himmel, ist das alles strunzendämlich!

Dann wird noch wieder allseits das 3-Strikes Modell gelobt, und für interessant erachtet. Ja, klar, is ja sooo interessant, wenn mal eben so die Gewaltenteilung aufgehoben wird, und Polizisten einem ohne richterlichen Beschluß oder – Gott bewahre! – einem ordentlichen Prozess das Grundrecht auf Informationsfreiheit einschränken können.

Himmel, das ist ja, als ob die Fahrradindustrie eine Kampagne zur Abschaffung des Kraftwagens anstrengen würde.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Sep
07
2009
0

Der XI. Rechtsfreie Raum der Woche

Hurra! Der Sieger der dieswöchigen Verleihung des Rechtsfreien Raumes der Woche steht fest! Und er konnte seine Favoritenstellung bestätigen! Die Rede ist natürlich von niemand anderem als Wolfgang „GG-kann-man-ändern“ Schäuble, unserem Innenminister!

Vorratsdatenspeicherung, Netzzensur, Schüsse auf Verdächtige, Internierungslager für Gefährder und nicht zuletzt der Running-Gag von den Bundeswehreinsätzen im Inneren, sind ein paar der realsatirischen Vorschläge, die der ehemalige „Bundesminister für besondere Aufgaben“ mit schwäbischer Akribie ersonnen hat.
Dummerweise sind einige seiner wohl satirisch gemeinten Vorschläge tatsächlich zu Gesetzen geworden. Tja, sowas passiert eben, wenn man im Kabinett rumblödelt. Aber na ja, das Bundesverfassungsgericht wird’s richten.
Diese Woche hat es sich bestätigt, dass auch er diese Phrase aufgreifen und verwenden kann, ebenso souverän wie die Marathon-RRW-Preisträgerin Ursula von der Leyen.

selbst das Maskottchen dieses Blogs, der suspecte Imp, gratuliert von Herzen!

In Insiderkreisen ist sogar schon die Rede davon, dass Dr. Schäuble die besten Chancen hat, den 20. RRW, den sogenannten ULTRA-Rechtsfreien Raum der Woche“ zu gewinnen. Und das obwohl seine 8 Konkurrenten noch überhaupt nicht feststehen.
Wer weiß, was in den kommenden 2 Monaten noch passiert, aber eines steht jetzt schon fest: Es wird hart werden gegen den Mann aus dem Ländle zu gewinnen!

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Sep
07
2009
4

CDU: Ausländerfeindlichkeit oder „bloss“ Ignoranz?

Mehr dazu hier.

Mal ohne Kommentar. Außer vielleicht, dass natürlich alles total mißverstanden wurde. Ja, ja.
Wer doch einen ausführlicheren Kommentar haben will lese hier bei SPON zum Fall Rüttgers, oder hier bei hr online zum Fall Wagner.

Desweiteren berichten sicher genug Blogs über die beiden „Verbalausrutscher“.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: ,