Impactsuspect » 2009 » August
Aug
31
2009
--

Verleihung des 10. Rechtsfreien Raumes der Woche und des SUPER-Rechtsfreien Raumes

Ursula, Zensursula, Widdewiddewitt-Juchheirassa!

Der sicherste Ort der Welt

Tja, das hat man nun davon.
Will man eine Abstimmung für die Verleihung eines Negativpreises machen, in einer Umgebung in der sich allerlei Natzaffine tummeln, dann muss man nicht lange raten, wer den Preis gewinnt.
Zumindest solange Ursula von der Leyen zur Wahl steht.
Mit fast der absoluten Mehrheit der Stimmen hat unsere mehr oder eher weniger kompetente Familienministerin den ersten SUPER-Rechtsfreien Raum der Woche gewonnen.

Hat sie ihn verdient? Ich weiß nicht. Sicher hat Frau von der Leyen sich schon seit Monaten die Zeit damit vertrieben irgendwelchen hanebüchenen Unsinn zur Netzpolitik in Deutschland beizusteuern. Sie hat unter anderem die Internetzensur auf den Weg gebracht, auch wenn ihr Kollege zu Guttenberg da ruck-zuck das zugehörige Gesetz erst einmal verzögert hat. Sie hat Indien beleidigt, die Erfindung der Nettiquette für sich beansprucht und wirft auch schon seit Monaten allen Widerlegungen zum Trotze immer wieder mit den gleichen falschen Zahlen um sich.

Aber darum geht es beim Rechtsfreien Raum der Woche ja eigentlich gar nicht, und schon gar nicht beim SUPER-Rechtsfreien Raum.
Wenn ich mir die Verwendung dieser Phrase bei unserer ministerialen Ameisenkönigin, die um jeden Preis den Staat bemuttern will, mal näher ansehe, dann hat sie ihre Thesen über das „Internet als rechtsfreiem Raum“ eigentlich immer nur widerholt. Und das oft genug Wort für Wort. Das ist irgendwie nicht nur ziemlich dreist, sondern auch noch ziemlich einfallslos.

Wenn Alec Baldwinn einen Oscar gewönne für die Hauptrolle in einer Verfilmung von „Tod eines Handlungsreisenden“, dann kann er ja auch nicht im darauffolgenden Jahr erwarten, mit einem Remake des gleichen Filmes noch einmal einen Oscar zu gewinnen.

Frau von der Leyen gelingt dieses Kunststück, obwohl Heinrich Wefing zum Beispiel viel einfallsreicher diese Phrase eingesetzt hat. Auch der Herr Güldner von den Bremer Grünen hat sich kreativer um Kopf und Kragen geredet. Frau von der Leyen kann man hingegen in letzter Zeit nur „zu Gute“ schreiben, die wundervolle, anarchisch-blödsinnige Kreation vom „rechtsfreien Chaosraum“ erfunden zu haben.

Aber na ja, die Abstimmung war demokratisch, und Frau von der Leyen hat gewonnen. Sei es ihr gegönnt.
Ich hoffe nur, dass sie jetzt nicht jede Woche gewinnt, bis sie nach der Bundestagswahl verdient in der Versenkung verschwindet, aus der sie nach der letzten Wahl aufgetaucht ist.

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Aug
30
2009
--

Morgen an dieser Stelle:

Seid gespannt!

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Aug
29
2009
--

Wahl zum 10. Rechtsfreien Raum: Der SUPER-Rechtsfreie Raum

So, nun wird das zehnte Mal der RRW verliehen. Grund genug, mal all die bisherigen Preisträger Revue passieren zu lassen, und statt der Wahl eines neuen Preisträgers mal den herausragendsten bisherigen Preisträger zu Wählen.

Zur Wahl für den 10. Rechtsfreien Raum der Woche, und somit des ersten SUPER-Rechtsfreien Raumes der Woche stehen folgende RRW-Preisträger. Da der „SUPER-Rechtsfreie Raum“ fast schon so etwas ist, wie der „Rechtsfreie Chaosraum“, treten diejenigen, die den Preis für eine kritische Beschäftigung mit dieser Phrase gewonnen haben nicht an.
Statt dessen treten folgende Preisträger an, die sich um den verbalen Mißbrauch mit dieser Phrase verdient gemacht haben:

1. Frau Dr. Thea Dückert von den Grünen, die auf eine Frage von Abgeordnetenwatch, die ein Statement zur Unsinnigkeit dieser Phrase enthielt unter anderem mit eben derselben Phrase geantwortet hat.

2. Dr. Heinrich Wefing, für zahlreiche netzfeindliche Artikel in der Zeit und anderswo.

3. Die junge Union, für eine Pressemittleilung.

4. Justitzministerin Brigitte Zypries für den Export ihrer Thesen zum „Schmutz im Internet“ unter Einbeziehung dieser Phrase.

5. Familienministerin Ursula von der Leyen, für unbelehrbare, mehrfache und sinnfreie Verwendung dieser Phrase

6. Matthias Güldner von den Grünen in Bremen für ein Plädoyer gegen die „Hirnraustwitterer“ unter Verwendung dieser Phrase.

und

7. Frau Kerstin Kullmann vom Spiegel, für das Schmuggeln dieser Phrase ins Morgenmagazin.

Abstimmung läuft bis Montag Abend.

Hier als Kommentar, oder im Petitionsforum.

Alle Links zu den Preisträgern finden sich hier: KLICK!

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Aug
28
2009
--

Dahmke kann auch woanders.

Tja, tja, tja. In den Medien ist es ja relativ ruhig geworden, was die Pläne eines Endlagers in Schleswig-Holstein für den Klimakiller CO2 angeht. Die Montagsdemonstrationen in Nordfriesland finden zwar weiterhin statt, mittlerweile auch in Husum. Bisher war es im Süden Nordfrieslands ja ziemlich still.
Na, jedenfalls gibt es jetzt Ärger in Eggebek. Da wollte ein Professor aus Kiel, der bei unzähligen „Informationsverantstaltungen“ schon den Fürsprecher von CCS und RWE gespielt hat, scheinbar in seinem eigenen Vorgarten ein kleines Forschungsprojekt im Zuge der CCS-Forschung starten.
Wie nicht anders zu erwarten stießen diese Pläne auf heftigsten Widerstand seitens der dortigen Bevölkerung, was Herrn Dahmke ärgerte. Nachzulesen ist das ganze bei Shz.de leider nicht mehr online, da der Artikel schon zu alt ist.


Woran dank RWE in Norddeutschland viele bei „CCS“ denken müssen

„Professor Dahmke wird sich in Reaktion auf den völlig unangemessenen Umgang mit diesem Thema aus Eggebek zurückziehen und die Untersuchungen außerhalb Schleswig-Holsteins vornehmen“, kündigte die Kieler Uni an.

Tja, das ist ja irgendwie so formuliert, als wäre es etwas, dass den Bewohnern Schleswig-Holsteins leid tun sollte. Ich denke mal, dass das wohl nur auf einen Prozentsatz der Bevölkerung in den betreffenden Gebieten zutrifft, den man nur unter dem Mikroskop erkennen könnte.

Scheinbar hat auch der gestoppte Feldversuch mit den Plänen RWEs nichts zu tun, jedenfalls liest es sich so.

Als das Projekt des Kieler Geologen Andreas Dahmke in Eggebek bekannt wurde, kam in der Öffentlichkeit sofort heftiger Widerstand auf, weil das Forschungsvorhaben unmittelbar mit hochumstrittenen Plänen für unterirdische CO2-Lager im Norden Schleswig-Holsteins in Verbindung gebracht wurde.

Kann man es der Bevölkerung wirklich verdenken, diese beiden Projekte in Verbindung zu bringen, wenn Herr Dahmke doch so eine prominente und (bei der Bevölkerung unbeliebte) Rolle gespielt hat?

Anm: Ich musste leider einige der oben stehenden Links löschen, da die Artikel, zu denen sie führten mittlerweile verschwunden sind. Einzig die Taz hat scheinbar über die CCS-Proteste berichtet und gleichzeitig online ein Archiv, das was taugt.

Für viele wäre Andras Dahmke mittlerweile sicher schon ein rotes Tuch, wenn er auch nur einen Einkaufswagen durch Eggebek schieben würde. CCS-Versuche in der „RWE-Endlager-Zielregion“ zu machen, und sich dann über Widerstand zu wundern, ist dann schon irgendwie niedlich.
Aber zum Glück hat er ja nun Konsequenzen gezogen, und macht seine Versuche woanders. In Eggebek wird ihn sicherlich keiner vermissen.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: ,
Aug
28
2009
2

Wenn Demokratie unter die Räder kommt…

Bananenrepublik. Wie stellt man sich die im Allgemeinen vor?

Sicher gibt es da die manipulierte und manipulierende  Presse, die von den jeweiligen Machthabern gesteuert wird, die unfreien Wahlen, die internationale Wahlbeobachter magisch anziehen, und die Verfassung, die vielleicht mal im Namen der Freiheit geschrieben wurde, und immer noch so klingt, in Wahrheit aber ausgehölt ist, und immer nur demjenigen alle Rechte gibt, der an der Macht ist.

Aber wenn wir das Wort „Bananenrepublik“ hören, an was denken wir da als erstes?

Also ich denke da immer zuerst an die Strassen in südamerikanischen Städten, in denen Militärjeeps abgestellt sind und Soldaten patroullieren, die „Polizeiarbeit“ erledigen.

Militär im Inland einzusetzen ist eben ein Parademerkmal der Bananenrepublik an sich. Und wenn es nach Wolfgang Schäuble geht, der tatsächlich noch immer unser Innenminister ist, dann soll auch Deutschland diesen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Militärdiktatur machen. Und zwar nach den Bundestagswahlen: Siehe hier.

Die Hartnäckigkeit mit der Herr Schäuble versucht dieses Merkmal unfreier Staaten in unser System einzubauen ist schon fast pathologisch. Immer wieder fängt er davon an, obwohl er jedes Mal wieder auf breite Ablehnung stößt.
Steckt da ein größerer Geheimplan dahinter? Oder ist das einfach eine Lieblingsidee unseres derzeitigen Innenministers? Ich weiß es nicht. Ich hoffe nur, dass die Mehrheitsverhältnisse nach der Wahl die Grundgesetzänderung verhindern.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Aug
27
2009
2

Richterwahn

Oh, meine Güte… die Hellsichtigkeit packt mich wieder:

Nach „Streit um Drei“ und dem sensationellen Erfolg von „Richterin Barbara Salesh“ kam es Anfang 2012 zu einer kompletten Umstrukturierung des Deutschen Fernsehens und zu einem regelrechten Richterboom.
Das Wochentagsprogramm von Sat1 sah im März 2012 bereits so aus:

  • 05:30 Frühstücksgericht mit Richterin Bröhnsfeld
  • 09:00 Home Judging Europe – die interaktive Gerichtsshow
  • 10:00 Richter John M.D.
  • 11:00 Notar Heinrich: Deine Chance um elf
  • 12:00 Sittengericht am Mittag
  • 13:00 Richter Heinz: Asylprozesse um eins
  • 14:00 Zwei beim Amtsgericht
  • 15:00 Richterin Lisa Quarwarzen
  • 16:00 Richter Bernd Hannomack
  • 17:00 Judgefire
  • 18:00 Zwangsversteigerungs-TV
  • 19:00 Salesch für die Liebe: Die Richter-Soap
  • 19:40 Wer wird Richter?
  • 20:15 Soko Amtsgericht
  • 21:15 Edel & Stark
  • 22:15 LA Law
  • 23:15 Ally McBeal
  • 23:55 24 Stunden – Richter im Einsatz
  • 00:35 Die schönsten Gerichtssäle der Welt
Written by Heiko C. in: Esoterisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Aug
26
2009
8

Getting lost in space… (Merkelchens Mondfahrt III)

Dass, die CDU nach der Wahl zum Mond will, darüber habe ich ja schon geschrieben. Und warum das wahrscheinlich so ist, darüber habe ich auch schon gegrübelt, und hier im Blog eine mögliche Antwort vorgestellt.
Mittlerweile sind mir da noch ein paar Ideen mehr gekommen, was die CDU auf dem Mond bezwecken könnte. Ich geh die einfach mal der Reihe nach durch:

Überirdischer Plakatterror
Eventuell will die CDU einfach nur vor der nächsten Wahl in übergroßen Lettern Wahlwerbung auf den Mond schreiben. Dies hätte den Vorteil, dass der Mond ständig (also zumindest ständig regelmäßig)  zu sehen ist, und kein anderer ihn mehr zur Werbung nutzen kann.


Der Mond als Wahlplakat

Neue Wähler finden
Vielleicht will die CDU ja auf den Mond, um die Seleniten, eine käferähnliche intelligente Spezies, die bekanntlich unter der Mondoberfläche lebt, mit zur Erde zu nehmen, sie in Deutschland einbürgern, damit diese dann die CDU wählen.
Hat ja immerhin schonmal geklappt. Direkt nach der Wende war man im Osten Kohl ja auch so dankbar, dass man im Osten fleißig CDU gewählt hat.

Vielleicht also wählen die neudeutschen Migranten selenitischer Herkunft auch alle erstmal CDU, wenn sie erst in die Deutschen Großstädte übersiedelt werden.


Wahlkampf auf dem Mond

Bessere Verhandlungsbasis

Oder CDU-Astronauten (oder -Kosmonauten) könnten auch auf die Idee kommen ein riesiges Katapult auf dem Mond zu bauen. Da könnte man dann kurz vor der Wahl sagen: „Wählt uns, sonst werfen wir Steine!“

Das glaube ich aber nicht. Das wäre dann selbst der CDU zu undemokratisch, auch wenn ja jetzt auch mit Angst im Wahlkampf Stimmung gemacht wird.

Die CDU ist eine herbe Geliebte

Notausgang
Oder  und – wie ich finde – wahrscheinlicher will die CDU nur nach Vorbild der Serie „Mondbasis Alpha 1“ einfach den Mond zu einem Raumschiff umbauen, und unser Sonnensystem für immer verlassen.
Jenseits des Pluto – der für mich im übrigen immer noch ein Planet ist – finden sich fremde neue Welten, unbekannte Zivilisationen und Galaxien, in die noch nie ein Christdemokrat vorgedrungen ist.
Dort kennt man die CDU noch nicht, und wählt sie vielleicht. Ich wünsche eine gute Reise!


„Mondbasis Adenauer 1“

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Aug
25
2009
--

Plakatterror

Tja.
Gestern bin ich mal wieder nach Husum gefahren und zwar auf der Bundesstrasse 5. Und wenn man die aus Richtung Niebüll so längs fährt, könnte man meinen, nur die CDU trete zur Wahl an.
Ich weiß nicht an wie vielen CDU-Plakaten ich vorbeigekommen bin, aber es waren ne Menge. Es waren sogar mehr als bei der letzten Landtagswahl, wo einen sowieso schon scheinbar von jeder Ecke Peter-Harry angrinste.
Nun gab’s den wenigstens nicht, dafür unseren nordfriesischen Bundestagsabgeordneten Ingbert Liebing, der auf Abgeordnetenwatch ständig falsch angeschrieben wird. Mal nennt man ihn dort „Herr Liebling“, dabei wird er doch gar nicht von Manfred Krug gespielt, mal nennt man ihn „Ingobert“.
Ich wundere mich schon, dass ihn bisher niemand als „Ingeborg“ angeredet hat.
Sicher ist „Ingbert Liebing“ ein ungewöhnlicher Name, trotzdem sollte man sich die Mühe geben ihn richtig zu schreiben, gerade wenn man auf Abgeordnetenwatch auch eine richtige Antwort haben möchte.
Aber da ist Herrn Liebing wirklich nichts vorzuwerfen, der ist offenbar Kummer mit seinem Namen schon gewöhnt, und ignoriert es einfach, wenn dieser falsch geschrieben wird.
Die Fragen beantwortet er trotzdem. Hut ab!

Aber ich schweife vom Thema ab. Es geht hier nicht um unseren Bundestagsabgeordneten, sondern um die allumfassende Plakatwut der CDU in Nordfriesland.
Auf der B5 gestaltet es sich mittlerweile so, dass nur jedes vierte Plakat nicht von der CDU ist, sondern von der Verräterpartei SPD.
Nicht dass ich die besser finde, aber ist das nicht allein zahlenmäßig schon ein Mißverhältnis?

Und die Wahlplakate sind… Bah! Da möchte man wirklich nur mal nach Husum fahren, ne schöne Zeit haben, und mal nicht an die Bundesregierung denken, und ausgerechnet dann grinsen einen im Sekundentakt zig Pappkameraden mit den bekannten Gesichtern unserer CDU-Regierungsmannschaft an.
Und die sind dann auch noch teilweise 4 Meter hoch.
Wir haben dieses schöne „Starke Familien“-Plakat im Dorf hängen, was dazu führt, dass ich jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit an einem 4 Meter hohen Zensursulagesicht vorbeifahren muss.
Und dann die Sprüche auf den Plakaten… Wenn Schäube mit „Sicherheit und Freiheit“ betextet wird, dann kommt einem das doch wirklich nur noch zynisch und menschenverachtend vor, oder?

Was mich bei all der Flut orangefarbener Propagandaplakate ein wenig gewundert hat ist, dass das Mondprogramm der CDU gar kein Plakat bekommen hat.
Wäre doch mal nett gewesen, und sicher hätte die Aussicht, dass die CDU zum Mond fliegt noch einige Nichtwähler an die Urnen getrieben.
Ein Plakat stelle ich mir in etwa so vor:

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Aug
24
2009
--

IX. Rechtsfreier Raum der Woche

Der RRW geht diese Woche *schon wieder* an Zensursula von der Leyen, für ihr Sulzbacher Gesülze.

Tja, ich weiß nicht, was ich sonst noch schreiben soll, und nicht schon geschrieben habe, also bleibt eigentlich nur zu gratulieren.

Hm.

Trotzdem an dieser Stelle auch was neues, ich hab jetzt mal einen offiziellen RRW-Pokal gezeichnet:

Endlich mal was eigenes, obwohl diese Einbindungsfunktion, die Deviant Art anbietet generell ne feine Sache ist.

Written by Heiko C. in: Politisches,Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Aug
22
2009
--

Wahl zum IX. Rechtsfreien Raum der Woche

Da noch mein Ziel nicht erreicht ist diese Phrase endgültig aus dem Deutschen Sprachgebrauch zu streichen, weil es allen einfach zu peinlich ist, sie zu benutzen, muss ich auch diese Woche wieder einen Rechtsfreien Raum verleihen.

Trotz der ganzen Rufe von Unken die Hiob heißen, gibt es auch kritische Beiträge von Autoren, die diese Phrase ebensowenig leiden können wie ich.
Seit dem ersten RRW war aber keiner dieser kritischen Beiträge mehr nominiert, daher möchte ich jetzt die Gelegenheit ergreifen auf einen zustimmungswürdigen Blogpost hinzuweisen, der auch die erste Nominierung dieser Woche sein soll.
Der besagte Artikel findet sich bei www.malte-welding.com und heißt „Der rechtsfreie Raum“. Wenn ihr für diesen Beitrag stimmt, dann weil ihr ihn besser gut findet, als ihr die Absonderungen der anderen Nominierten schlechter schrecklich findet. 😉

*

Dann fürchte ich, wird es schon ein wenig repetativ. Zum einen zieht Zensursula bei einer Wahlkampfveranstaltung vom Leder, allerdings sagt sie nichts wirklich neues, sondern wiederholt nur noch mal zielgruppengerecht, was sie schon seit November letzten Jahres sagt, und was schon x-mal widerlegt wurde.

*

Auch der liebe Herr Güldner von den Bremer Grünen, legt diese Woche noch einmal nach. Er versucht sich rauszureden, dass sein Kommentar in der Welt, der ihm schon einmal den RRW eingebracht hat, provokativ gemeint gewesen sei.
Schön wenn man provozieren will, aber wenn ein solcher (fiktiver) jemand beispielsweise „Ihr seid doch alle kriminelle Kinderficker, ihr anarchistischen Arschlöcher!“ sagt, dann provoziert er auch, gewinnt aber sich weder Freunde noch Wähler.
Die aktuellen Worte von Herrn Güldner klingen deutlich weniger kampfeslustig als der Kommentar in der Welt, sondern eher etwas kleinlaut. Trotzdem benutzt er diese Phrase, also gibt es auch wieder eine Nominierung.

*

Derweil wurde auch im Ausland fleißig Bullshit-Bingo gespielt: In der Schweiz zum Beispiel. Dort scheint ein gewisser Frank A. Meyer zu glauben, dass das Internet nicht nur ein rechtsfreier Raum sei, sondern diesen erst geschaffen hat. Auch ist er der Meinung, dass das Internet schuld sei an der Weltwirtschaftskrise, meint, illegale Downloads seien im Netz legal und einigen Humbug mehr. Aber lest selbst:

Das Internet hat die Welt auf das Format eines Laptop-Bildschirms reduziert. Das Globalisierungsmedium par excellence hat aber auch neue Räume eröffnet – rechtsfreie Räume. […] Die schöne neue Laptop-Welt befreite die Finanz­wirtschaft von Recht und Gesetz.

Alles kann, alles darf heruntergeladen werden. Gratis. Die Enteignung der Kulturschaffenden durch Google und Konsorten ist schon fast vollendete Tatsache. […] Für geistiges Eigentum gilt nicht mehr, was bisher galt: Dass Produkte zwischen Buch­deckeln oder auf Compact Disc bezahlt werden müssen.

Ich meine, hier ist das nicht so. Ist das vielleicht in der Schweiz so? Gibt es da kein Urheberrecht? Aber wer „Compact Disk“ tatsächlich ausschreibt, den kann ich sowieso bei solchen Themen nicht ernst nehmen. Vermutlich sagt der auch „Diskotheque“ oder „Automobil“ …
Na ja, genug aus der Schweiz.

*

Dann gibt es in Deutschland wieder eine Nominierung. Und zwar anonymerweise an den Expertenworkshop des Wirtschaftsministeriums.
Von denen findet man in diesem Papier unter anderem diese Sätze:

Die Überlastung der Just iz in diesen Fragen dürfe nicht dazu führen zu glauben, dass man sich nunmehr in einem „ rechtsfreien Raum“ befände

Auch besprochen im Petitionsforum.

So, wer soll jetzt den großen Preis gewinnen? Bitte hier einen Kommentar mit dem Wunschkandidaten posten, oder wie immer im Petitionsforum abstimmen.

Die Abstimmung läuft bis Montag sechs Uhr abends.

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:

Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes

Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes

Aug
31
2009
--

Verleihung des 10. Rechtsfreien Raumes der Woche und des SUPER-Rechtsfreien Raumes

Ursula, Zensursula, Widdewiddewitt-Juchheirassa!

Der sicherste Ort der Welt

Tja, das hat man nun davon.
Will man eine Abstimmung für die Verleihung eines Negativpreises machen, in einer Umgebung in der sich allerlei Natzaffine tummeln, dann muss man nicht lange raten, wer den Preis gewinnt.
Zumindest solange Ursula von der Leyen zur Wahl steht.
Mit fast der absoluten Mehrheit der Stimmen hat unsere mehr oder eher weniger kompetente Familienministerin den ersten SUPER-Rechtsfreien Raum der Woche gewonnen.

Hat sie ihn verdient? Ich weiß nicht. Sicher hat Frau von der Leyen sich schon seit Monaten die Zeit damit vertrieben irgendwelchen hanebüchenen Unsinn zur Netzpolitik in Deutschland beizusteuern. Sie hat unter anderem die Internetzensur auf den Weg gebracht, auch wenn ihr Kollege zu Guttenberg da ruck-zuck das zugehörige Gesetz erst einmal verzögert hat. Sie hat Indien beleidigt, die Erfindung der Nettiquette für sich beansprucht und wirft auch schon seit Monaten allen Widerlegungen zum Trotze immer wieder mit den gleichen falschen Zahlen um sich.

Aber darum geht es beim Rechtsfreien Raum der Woche ja eigentlich gar nicht, und schon gar nicht beim SUPER-Rechtsfreien Raum.
Wenn ich mir die Verwendung dieser Phrase bei unserer ministerialen Ameisenkönigin, die um jeden Preis den Staat bemuttern will, mal näher ansehe, dann hat sie ihre Thesen über das „Internet als rechtsfreiem Raum“ eigentlich immer nur widerholt. Und das oft genug Wort für Wort. Das ist irgendwie nicht nur ziemlich dreist, sondern auch noch ziemlich einfallslos.

Wenn Alec Baldwinn einen Oscar gewönne für die Hauptrolle in einer Verfilmung von „Tod eines Handlungsreisenden“, dann kann er ja auch nicht im darauffolgenden Jahr erwarten, mit einem Remake des gleichen Filmes noch einmal einen Oscar zu gewinnen.

Frau von der Leyen gelingt dieses Kunststück, obwohl Heinrich Wefing zum Beispiel viel einfallsreicher diese Phrase eingesetzt hat. Auch der Herr Güldner von den Bremer Grünen hat sich kreativer um Kopf und Kragen geredet. Frau von der Leyen kann man hingegen in letzter Zeit nur „zu Gute“ schreiben, die wundervolle, anarchisch-blödsinnige Kreation vom „rechtsfreien Chaosraum“ erfunden zu haben.

Aber na ja, die Abstimmung war demokratisch, und Frau von der Leyen hat gewonnen. Sei es ihr gegönnt.
Ich hoffe nur, dass sie jetzt nicht jede Woche gewinnt, bis sie nach der Bundestagswahl verdient in der Versenkung verschwindet, aus der sie nach der letzten Wahl aufgetaucht ist.

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Aug
30
2009
--

Morgen an dieser Stelle:

Seid gespannt!

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Aug
29
2009
--

Wahl zum 10. Rechtsfreien Raum: Der SUPER-Rechtsfreie Raum

So, nun wird das zehnte Mal der RRW verliehen. Grund genug, mal all die bisherigen Preisträger Revue passieren zu lassen, und statt der Wahl eines neuen Preisträgers mal den herausragendsten bisherigen Preisträger zu Wählen.

Zur Wahl für den 10. Rechtsfreien Raum der Woche, und somit des ersten SUPER-Rechtsfreien Raumes der Woche stehen folgende RRW-Preisträger. Da der „SUPER-Rechtsfreie Raum“ fast schon so etwas ist, wie der „Rechtsfreie Chaosraum“, treten diejenigen, die den Preis für eine kritische Beschäftigung mit dieser Phrase gewonnen haben nicht an.
Statt dessen treten folgende Preisträger an, die sich um den verbalen Mißbrauch mit dieser Phrase verdient gemacht haben:

1. Frau Dr. Thea Dückert von den Grünen, die auf eine Frage von Abgeordnetenwatch, die ein Statement zur Unsinnigkeit dieser Phrase enthielt unter anderem mit eben derselben Phrase geantwortet hat.

2. Dr. Heinrich Wefing, für zahlreiche netzfeindliche Artikel in der Zeit und anderswo.

3. Die junge Union, für eine Pressemittleilung.

4. Justitzministerin Brigitte Zypries für den Export ihrer Thesen zum „Schmutz im Internet“ unter Einbeziehung dieser Phrase.

5. Familienministerin Ursula von der Leyen, für unbelehrbare, mehrfache und sinnfreie Verwendung dieser Phrase

6. Matthias Güldner von den Grünen in Bremen für ein Plädoyer gegen die „Hirnraustwitterer“ unter Verwendung dieser Phrase.

und

7. Frau Kerstin Kullmann vom Spiegel, für das Schmuggeln dieser Phrase ins Morgenmagazin.

Abstimmung läuft bis Montag Abend.

Hier als Kommentar, oder im Petitionsforum.

Alle Links zu den Preisträgern finden sich hier: KLICK!

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Aug
28
2009
--

Dahmke kann auch woanders.

Tja, tja, tja. In den Medien ist es ja relativ ruhig geworden, was die Pläne eines Endlagers in Schleswig-Holstein für den Klimakiller CO2 angeht. Die Montagsdemonstrationen in Nordfriesland finden zwar weiterhin statt, mittlerweile auch in Husum. Bisher war es im Süden Nordfrieslands ja ziemlich still.
Na, jedenfalls gibt es jetzt Ärger in Eggebek. Da wollte ein Professor aus Kiel, der bei unzähligen „Informationsverantstaltungen“ schon den Fürsprecher von CCS und RWE gespielt hat, scheinbar in seinem eigenen Vorgarten ein kleines Forschungsprojekt im Zuge der CCS-Forschung starten.
Wie nicht anders zu erwarten stießen diese Pläne auf heftigsten Widerstand seitens der dortigen Bevölkerung, was Herrn Dahmke ärgerte. Nachzulesen ist das ganze bei Shz.de leider nicht mehr online, da der Artikel schon zu alt ist.


Woran dank RWE in Norddeutschland viele bei „CCS“ denken müssen

„Professor Dahmke wird sich in Reaktion auf den völlig unangemessenen Umgang mit diesem Thema aus Eggebek zurückziehen und die Untersuchungen außerhalb Schleswig-Holsteins vornehmen“, kündigte die Kieler Uni an.

Tja, das ist ja irgendwie so formuliert, als wäre es etwas, dass den Bewohnern Schleswig-Holsteins leid tun sollte. Ich denke mal, dass das wohl nur auf einen Prozentsatz der Bevölkerung in den betreffenden Gebieten zutrifft, den man nur unter dem Mikroskop erkennen könnte.

Scheinbar hat auch der gestoppte Feldversuch mit den Plänen RWEs nichts zu tun, jedenfalls liest es sich so.

Als das Projekt des Kieler Geologen Andreas Dahmke in Eggebek bekannt wurde, kam in der Öffentlichkeit sofort heftiger Widerstand auf, weil das Forschungsvorhaben unmittelbar mit hochumstrittenen Plänen für unterirdische CO2-Lager im Norden Schleswig-Holsteins in Verbindung gebracht wurde.

Kann man es der Bevölkerung wirklich verdenken, diese beiden Projekte in Verbindung zu bringen, wenn Herr Dahmke doch so eine prominente und (bei der Bevölkerung unbeliebte) Rolle gespielt hat?

Anm: Ich musste leider einige der oben stehenden Links löschen, da die Artikel, zu denen sie führten mittlerweile verschwunden sind. Einzig die Taz hat scheinbar über die CCS-Proteste berichtet und gleichzeitig online ein Archiv, das was taugt.

Für viele wäre Andras Dahmke mittlerweile sicher schon ein rotes Tuch, wenn er auch nur einen Einkaufswagen durch Eggebek schieben würde. CCS-Versuche in der „RWE-Endlager-Zielregion“ zu machen, und sich dann über Widerstand zu wundern, ist dann schon irgendwie niedlich.
Aber zum Glück hat er ja nun Konsequenzen gezogen, und macht seine Versuche woanders. In Eggebek wird ihn sicherlich keiner vermissen.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: ,
Aug
28
2009
2

Wenn Demokratie unter die Räder kommt…

Bananenrepublik. Wie stellt man sich die im Allgemeinen vor?

Sicher gibt es da die manipulierte und manipulierende  Presse, die von den jeweiligen Machthabern gesteuert wird, die unfreien Wahlen, die internationale Wahlbeobachter magisch anziehen, und die Verfassung, die vielleicht mal im Namen der Freiheit geschrieben wurde, und immer noch so klingt, in Wahrheit aber ausgehölt ist, und immer nur demjenigen alle Rechte gibt, der an der Macht ist.

Aber wenn wir das Wort „Bananenrepublik“ hören, an was denken wir da als erstes?

Also ich denke da immer zuerst an die Strassen in südamerikanischen Städten, in denen Militärjeeps abgestellt sind und Soldaten patroullieren, die „Polizeiarbeit“ erledigen.

Militär im Inland einzusetzen ist eben ein Parademerkmal der Bananenrepublik an sich. Und wenn es nach Wolfgang Schäuble geht, der tatsächlich noch immer unser Innenminister ist, dann soll auch Deutschland diesen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Militärdiktatur machen. Und zwar nach den Bundestagswahlen: Siehe hier.

Die Hartnäckigkeit mit der Herr Schäuble versucht dieses Merkmal unfreier Staaten in unser System einzubauen ist schon fast pathologisch. Immer wieder fängt er davon an, obwohl er jedes Mal wieder auf breite Ablehnung stößt.
Steckt da ein größerer Geheimplan dahinter? Oder ist das einfach eine Lieblingsidee unseres derzeitigen Innenministers? Ich weiß es nicht. Ich hoffe nur, dass die Mehrheitsverhältnisse nach der Wahl die Grundgesetzänderung verhindern.

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: , ,
Aug
27
2009
2

Richterwahn

Oh, meine Güte… die Hellsichtigkeit packt mich wieder:

Nach „Streit um Drei“ und dem sensationellen Erfolg von „Richterin Barbara Salesh“ kam es Anfang 2012 zu einer kompletten Umstrukturierung des Deutschen Fernsehens und zu einem regelrechten Richterboom.
Das Wochentagsprogramm von Sat1 sah im März 2012 bereits so aus:

  • 05:30 Frühstücksgericht mit Richterin Bröhnsfeld
  • 09:00 Home Judging Europe – die interaktive Gerichtsshow
  • 10:00 Richter John M.D.
  • 11:00 Notar Heinrich: Deine Chance um elf
  • 12:00 Sittengericht am Mittag
  • 13:00 Richter Heinz: Asylprozesse um eins
  • 14:00 Zwei beim Amtsgericht
  • 15:00 Richterin Lisa Quarwarzen
  • 16:00 Richter Bernd Hannomack
  • 17:00 Judgefire
  • 18:00 Zwangsversteigerungs-TV
  • 19:00 Salesch für die Liebe: Die Richter-Soap
  • 19:40 Wer wird Richter?
  • 20:15 Soko Amtsgericht
  • 21:15 Edel & Stark
  • 22:15 LA Law
  • 23:15 Ally McBeal
  • 23:55 24 Stunden – Richter im Einsatz
  • 00:35 Die schönsten Gerichtssäle der Welt
Written by Heiko C. in: Esoterisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Aug
26
2009
8

Getting lost in space… (Merkelchens Mondfahrt III)

Dass, die CDU nach der Wahl zum Mond will, darüber habe ich ja schon geschrieben. Und warum das wahrscheinlich so ist, darüber habe ich auch schon gegrübelt, und hier im Blog eine mögliche Antwort vorgestellt.
Mittlerweile sind mir da noch ein paar Ideen mehr gekommen, was die CDU auf dem Mond bezwecken könnte. Ich geh die einfach mal der Reihe nach durch:

Überirdischer Plakatterror
Eventuell will die CDU einfach nur vor der nächsten Wahl in übergroßen Lettern Wahlwerbung auf den Mond schreiben. Dies hätte den Vorteil, dass der Mond ständig (also zumindest ständig regelmäßig)  zu sehen ist, und kein anderer ihn mehr zur Werbung nutzen kann.


Der Mond als Wahlplakat

Neue Wähler finden
Vielleicht will die CDU ja auf den Mond, um die Seleniten, eine käferähnliche intelligente Spezies, die bekanntlich unter der Mondoberfläche lebt, mit zur Erde zu nehmen, sie in Deutschland einbürgern, damit diese dann die CDU wählen.
Hat ja immerhin schonmal geklappt. Direkt nach der Wende war man im Osten Kohl ja auch so dankbar, dass man im Osten fleißig CDU gewählt hat.

Vielleicht also wählen die neudeutschen Migranten selenitischer Herkunft auch alle erstmal CDU, wenn sie erst in die Deutschen Großstädte übersiedelt werden.


Wahlkampf auf dem Mond

Bessere Verhandlungsbasis

Oder CDU-Astronauten (oder -Kosmonauten) könnten auch auf die Idee kommen ein riesiges Katapult auf dem Mond zu bauen. Da könnte man dann kurz vor der Wahl sagen: „Wählt uns, sonst werfen wir Steine!“

Das glaube ich aber nicht. Das wäre dann selbst der CDU zu undemokratisch, auch wenn ja jetzt auch mit Angst im Wahlkampf Stimmung gemacht wird.

Die CDU ist eine herbe Geliebte

Notausgang
Oder  und – wie ich finde – wahrscheinlicher will die CDU nur nach Vorbild der Serie „Mondbasis Alpha 1“ einfach den Mond zu einem Raumschiff umbauen, und unser Sonnensystem für immer verlassen.
Jenseits des Pluto – der für mich im übrigen immer noch ein Planet ist – finden sich fremde neue Welten, unbekannte Zivilisationen und Galaxien, in die noch nie ein Christdemokrat vorgedrungen ist.
Dort kennt man die CDU noch nicht, und wählt sie vielleicht. Ich wünsche eine gute Reise!


„Mondbasis Adenauer 1“

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Aug
25
2009
--

Plakatterror

Tja.
Gestern bin ich mal wieder nach Husum gefahren und zwar auf der Bundesstrasse 5. Und wenn man die aus Richtung Niebüll so längs fährt, könnte man meinen, nur die CDU trete zur Wahl an.
Ich weiß nicht an wie vielen CDU-Plakaten ich vorbeigekommen bin, aber es waren ne Menge. Es waren sogar mehr als bei der letzten Landtagswahl, wo einen sowieso schon scheinbar von jeder Ecke Peter-Harry angrinste.
Nun gab’s den wenigstens nicht, dafür unseren nordfriesischen Bundestagsabgeordneten Ingbert Liebing, der auf Abgeordnetenwatch ständig falsch angeschrieben wird. Mal nennt man ihn dort „Herr Liebling“, dabei wird er doch gar nicht von Manfred Krug gespielt, mal nennt man ihn „Ingobert“.
Ich wundere mich schon, dass ihn bisher niemand als „Ingeborg“ angeredet hat.
Sicher ist „Ingbert Liebing“ ein ungewöhnlicher Name, trotzdem sollte man sich die Mühe geben ihn richtig zu schreiben, gerade wenn man auf Abgeordnetenwatch auch eine richtige Antwort haben möchte.
Aber da ist Herrn Liebing wirklich nichts vorzuwerfen, der ist offenbar Kummer mit seinem Namen schon gewöhnt, und ignoriert es einfach, wenn dieser falsch geschrieben wird.
Die Fragen beantwortet er trotzdem. Hut ab!

Aber ich schweife vom Thema ab. Es geht hier nicht um unseren Bundestagsabgeordneten, sondern um die allumfassende Plakatwut der CDU in Nordfriesland.
Auf der B5 gestaltet es sich mittlerweile so, dass nur jedes vierte Plakat nicht von der CDU ist, sondern von der Verräterpartei SPD.
Nicht dass ich die besser finde, aber ist das nicht allein zahlenmäßig schon ein Mißverhältnis?

Und die Wahlplakate sind… Bah! Da möchte man wirklich nur mal nach Husum fahren, ne schöne Zeit haben, und mal nicht an die Bundesregierung denken, und ausgerechnet dann grinsen einen im Sekundentakt zig Pappkameraden mit den bekannten Gesichtern unserer CDU-Regierungsmannschaft an.
Und die sind dann auch noch teilweise 4 Meter hoch.
Wir haben dieses schöne „Starke Familien“-Plakat im Dorf hängen, was dazu führt, dass ich jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit an einem 4 Meter hohen Zensursulagesicht vorbeifahren muss.
Und dann die Sprüche auf den Plakaten… Wenn Schäube mit „Sicherheit und Freiheit“ betextet wird, dann kommt einem das doch wirklich nur noch zynisch und menschenverachtend vor, oder?

Was mich bei all der Flut orangefarbener Propagandaplakate ein wenig gewundert hat ist, dass das Mondprogramm der CDU gar kein Plakat bekommen hat.
Wäre doch mal nett gewesen, und sicher hätte die Aussicht, dass die CDU zum Mond fliegt noch einige Nichtwähler an die Urnen getrieben.
Ein Plakat stelle ich mir in etwa so vor:

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter: ,
Aug
24
2009
--

IX. Rechtsfreier Raum der Woche

Der RRW geht diese Woche *schon wieder* an Zensursula von der Leyen, für ihr Sulzbacher Gesülze.

Tja, ich weiß nicht, was ich sonst noch schreiben soll, und nicht schon geschrieben habe, also bleibt eigentlich nur zu gratulieren.

Hm.

Trotzdem an dieser Stelle auch was neues, ich hab jetzt mal einen offiziellen RRW-Pokal gezeichnet:

Endlich mal was eigenes, obwohl diese Einbindungsfunktion, die Deviant Art anbietet generell ne feine Sache ist.

Written by Heiko C. in: Politisches,Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Aug
22
2009
--

Wahl zum IX. Rechtsfreien Raum der Woche

Da noch mein Ziel nicht erreicht ist diese Phrase endgültig aus dem Deutschen Sprachgebrauch zu streichen, weil es allen einfach zu peinlich ist, sie zu benutzen, muss ich auch diese Woche wieder einen Rechtsfreien Raum verleihen.

Trotz der ganzen Rufe von Unken die Hiob heißen, gibt es auch kritische Beiträge von Autoren, die diese Phrase ebensowenig leiden können wie ich.
Seit dem ersten RRW war aber keiner dieser kritischen Beiträge mehr nominiert, daher möchte ich jetzt die Gelegenheit ergreifen auf einen zustimmungswürdigen Blogpost hinzuweisen, der auch die erste Nominierung dieser Woche sein soll.
Der besagte Artikel findet sich bei www.malte-welding.com und heißt „Der rechtsfreie Raum“. Wenn ihr für diesen Beitrag stimmt, dann weil ihr ihn besser gut findet, als ihr die Absonderungen der anderen Nominierten schlechter schrecklich findet. 😉

*

Dann fürchte ich, wird es schon ein wenig repetativ. Zum einen zieht Zensursula bei einer Wahlkampfveranstaltung vom Leder, allerdings sagt sie nichts wirklich neues, sondern wiederholt nur noch mal zielgruppengerecht, was sie schon seit November letzten Jahres sagt, und was schon x-mal widerlegt wurde.

*

Auch der liebe Herr Güldner von den Bremer Grünen, legt diese Woche noch einmal nach. Er versucht sich rauszureden, dass sein Kommentar in der Welt, der ihm schon einmal den RRW eingebracht hat, provokativ gemeint gewesen sei.
Schön wenn man provozieren will, aber wenn ein solcher (fiktiver) jemand beispielsweise „Ihr seid doch alle kriminelle Kinderficker, ihr anarchistischen Arschlöcher!“ sagt, dann provoziert er auch, gewinnt aber sich weder Freunde noch Wähler.
Die aktuellen Worte von Herrn Güldner klingen deutlich weniger kampfeslustig als der Kommentar in der Welt, sondern eher etwas kleinlaut. Trotzdem benutzt er diese Phrase, also gibt es auch wieder eine Nominierung.

*

Derweil wurde auch im Ausland fleißig Bullshit-Bingo gespielt: In der Schweiz zum Beispiel. Dort scheint ein gewisser Frank A. Meyer zu glauben, dass das Internet nicht nur ein rechtsfreier Raum sei, sondern diesen erst geschaffen hat. Auch ist er der Meinung, dass das Internet schuld sei an der Weltwirtschaftskrise, meint, illegale Downloads seien im Netz legal und einigen Humbug mehr. Aber lest selbst:

Das Internet hat die Welt auf das Format eines Laptop-Bildschirms reduziert. Das Globalisierungsmedium par excellence hat aber auch neue Räume eröffnet – rechtsfreie Räume. […] Die schöne neue Laptop-Welt befreite die Finanz­wirtschaft von Recht und Gesetz.

Alles kann, alles darf heruntergeladen werden. Gratis. Die Enteignung der Kulturschaffenden durch Google und Konsorten ist schon fast vollendete Tatsache. […] Für geistiges Eigentum gilt nicht mehr, was bisher galt: Dass Produkte zwischen Buch­deckeln oder auf Compact Disc bezahlt werden müssen.

Ich meine, hier ist das nicht so. Ist das vielleicht in der Schweiz so? Gibt es da kein Urheberrecht? Aber wer „Compact Disk“ tatsächlich ausschreibt, den kann ich sowieso bei solchen Themen nicht ernst nehmen. Vermutlich sagt der auch „Diskotheque“ oder „Automobil“ …
Na ja, genug aus der Schweiz.

*

Dann gibt es in Deutschland wieder eine Nominierung. Und zwar anonymerweise an den Expertenworkshop des Wirtschaftsministeriums.
Von denen findet man in diesem Papier unter anderem diese Sätze:

Die Überlastung der Just iz in diesen Fragen dürfe nicht dazu führen zu glauben, dass man sich nunmehr in einem „ rechtsfreien Raum“ befände

Auch besprochen im Petitionsforum.

So, wer soll jetzt den großen Preis gewinnen? Bitte hier einen Kommentar mit dem Wunschkandidaten posten, oder wie immer im Petitionsforum abstimmen.

Die Abstimmung läuft bis Montag sechs Uhr abends.

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter: