Impactsuspect » 2009 » Juli
Jul
12
2009
0

Mitnahmementalität

Da der „Generation Atari 1040ST C64″ ja schon immer eine gewisse Mitnahmementalität vorgeworfen wird, will ich diese mit diesem Artikel mal bedienen. Was kann man im Netz alles mitnehmen und kann man im Netz überhaupt noch was mitnehmen in Zeiten der Vorratsdatenspeicherung?
Man kann noch immer, und zwar Sachen, die sowieso gratis sind.

In einem früheren Artikel habe ich bereits auf Podcasts zum Thema Zensursula hingewiesen. Es gibt aber noch jede Menge mehr zu entdecken.

Folgende Podcasts kann ich mit Überzeugung nur empfehlen:
Chaosradio und Chaosradio express: Podcasts vom Chaos Computer Club zu allen möglichen, hauptsächlich netzaffinen Themen
Medienradio: Podcast zum Thema Medien und neue Medien
fritz.de podcasts: Podcasts des rbb zu allen nur denkbaren und undenkbaren Themen
Coverville: Englischsprachiger Musikpodcast, der sich mit Coverversionen befasst, und diese vorstellt
Ken Fm Podcast: Hektischer gesellschaftskritischer Podcast

Videopodcasts die ich empfehlen kann:
FernsehkritikTV: Ein Format, das sich mit dem Unterirdischen des deutschen Fernsehens auseinandersetzt
Nostalgia Critic: englischsprachige Rezension von nostalgischen Fimen und Fernsehsendungen
Nostalgia Chic: Das gleiche bloss für die weibliche Zielgruppe
The Spoony Experiment – englischsprachiger Videopodcast-Blog der sich mit den Niederungen der Popkultur auseinandersetzt
cinemassacre.com – Die Website von James Rolfe, Nachwuchsfimemacher und bekannt als Angry Videogame Nerd.

Deviant Art für Hintergrund- und sonstige Bilder, unter anderem auch zum Einbinden, wie ich es hier seit einigen Tagen im Blog mache.

Jamendo.com für Musik unter Creative Commons Lizenz.

Bei vorleser.net gibbet umsonstene Hörbücher.

Und generell Archive.org. Da findet man den ganzen alten Kram dessen Verwertungsrechte ausgelaufen sind, und tonnenweise Zeug unter Creative Commons Lizenz.

Viel Spass beim Stöbern!

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches | Schlagwörter:
Jul
12
2009
2

III. Rechtsfreier Raum der Woche

Nachdem ich alle Nominierungen noch einmal durchgegangen bin, entscheide ich unbestechlich, dass der rechtsfreie Raum der Woche mit großem Trara und noch größerem Abstand zu den Mitbewerbern an Heinrich Wefing geht.

Obwohl er schon nominiert war für seinen Export der Phrase nach Österreich, hat Wefing gezeigt, dass er auch dann nicht faul auf seinem Hintern sitzenbleibt, sondern eben gerade deshalb weitermacht. Er hat mit einem weiteren dadaistischen Artikel in der Zeit noch einen drauf gelegt. Außerdem hätte Wefing schon für seinen ersten Artikel „Was darf das Internet“ den RRW verdient gehabt, doch da gab es diesen noch nicht.

Heinrich Wefing bekommt den RRW diese Woche also wohlverdient.


trophy by ~siousu on deviantART

Applaus!!!

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter: ,
Jul
11
2009
1

Flashmobs vor Gericht

Soll derjenige, der als erster zu einen Flashmob aufruft auch der sein, der für Schäden haftet? Das jedenfalls findet die Insel Sylt nur logisch.
In besagtem Fall sagt der Initiator aber, dass er gar kein Veranstalter sei. Man ist geneigt ihm recht zu geben, denn „Ich fahr nach Sylt, wer will kann ja auch kommen“, ist schwerlich eine Verantsaltung.


Ich Will Wieder An Die Nordsee by ~vrdesigner on deviantART

Wenn Tokio Bill Hotel zum Beispiel nach Hamburg fährt, und das eine Woche davor mit seinem gebuchten Hotel in der Bravo bekanntgibt, ist er dann auch dafür haftbar zu machen, wenn 10.000 wildgewordene Girlies mit Zahnspangen die Lobby des Hotels auseinandernehmen? Der wird sich bedanken, wenn er die Rechnung bekommt.
Wenn im Zuge der Tokio Bill Hotel Randale eine psychopathische Stalkerin einen anderen Fan umbringt, weil die von hinten wie Tokio Bill Hotel aussieht, ist dann auch Tokio Bill Hotel schuld und muss ins Gefängnis, weil er der „“Veranstalter“ ist? Ich glaube nicht. Nö, nö.

Ich finde bei den Flashmobs ist es das gleiche Prinzip. Wenn auch jemand zu ihm eingeladen hat, so stand doch die mutwillige Zerstörung von stadteigenem Sylteigentum nicht auf dem Plan, noch hat er dazu aufgerufen. Bezahlen muss immer der, der’s kaputt gemacht hat. Das es schwierig ist, die im Sylt-Fall alle noch zu finden und zuzuordnen, seh ich ja gerne ein, aber die Arbeit kann ich Sylt nun nicht auch noch abnehmen.

Ausserdem bin ich sowieso kein Anwalt, daher hat dieser Artikel nicht den Charakter einer Rechtsberatung, und kann eine solche auch nicht ersetzen. Ist halt nur meine Meinung, und das, was ich für gesunden Menschenverstand halte. Eben das hat aber oft weder mit Gesetzen noch Entscheidungen von Gerichten zu tun, also wenn der Austragungsort eines Flashmobs euch verklagt, dann geht zum Anwalt.

Nachtrag 16.7:  Scheinbar stehen die Leute schon Schlage… 40.000 Euro will man inzwischen vom Initiator. Unter anderem für’s Aufstellen von Dixiekos. Hat er die etwa bestellt? Irgendwie drängt sich mir der Verdacht auf, dass Sylt der Veranstalter sein könnte: Wer Klos aufstellt, sollte sich nicht wundern, wenn Gäste kommen.  Hat nicht auch irgendein offizieller von Sylt im Vorherein gesagt,  dass er „zuversichtlich sei gewappnet zu sein“ oder s0?

Na, ja bin gespannt was nun dabei rauskommt. Mehr dazu übrigens auf Sylt TV.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gesellschaftliches | Schlagwörter: ,
Jul
11
2009
0

H. Wefing: Nominierter legt noch einen zu…

Der erste Nominierte für den Rechtsfreien Raum dieser Woche ist ja Heinrich Wefing, für den Export seiner satirisch anmutenden Sperrbefürwortung nach Österreich. Wie es aussieht möchte Wefing den Preis ganz besonders dringend, da er vorgestern in der Zeit noch einen draufgelegt hat: Keine Zensur


censorship by *racuntikus on deviantART

Erstaunlich ist, dass der Artikel „Keine Zensur“ heißt, jedoch unter „www.zeit.de/2009/29/Zensur“ zu finden ist. Wefing sagt uns hier durch die Url: „Zensur = keine Zensur“. Dies ist das erste von vielen dadaistischen Stilmitteln, die Wefing gewohnt souverän im Laufe seiner Ausführungen benutzt.

Die ausgiebige Analyse seiner weiteren Kunstgiffe im neuesten seiner Werke kann man hier nachlesen.
Mit einem früheren dada-satirischen Text hat er nicht nur seine eigene anarchisch-künstlerische Ader ausgelebt, sondern auch Teile der Blogosphäre gleich dazu inspiriert eigene künstlerisch wertvolle Texte zu verfassen.

Aber genug der Vorschußlorbeeren: Abstimmen werde ich erst morgen über den dieswöchigen RRW!

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Jul
11
2009
1

App. Google:

Gestern haben wohl zwei der – im meinen Augen – dämlichsten Suchworte auf meine Seite geführt:

1.) anime singt und wedelt
2.) einfache frisuren für den abend/ disco


my chinch loves google by ~kristianna11 on deviantART

Frag mich mal, wo die gelandet sind. Keine Ahnung. Hab ich je über Frisuren geschrieben? Vielleicht im Zusammenhang mit Herrn Wiefelspütz? Ich weiß es nicht. Aber was hat das dann mit Disco zu tun?

Written by Heiko C. in: Lustiges | Schlagwörter:
Jul
10
2009
2

Mehr Spass mit Google: hessische Pornogoogler

Es ist schon lustig, wenn man Google-Trends ein wenig nach Suchbegriffen durchsucht. So zum Beispiel beim Suchbegriff „porno“.
Da sieht man, dass die meisten Porno-Suchanfragen bei Google in Deutschland aus Hessen kommen. Frankfurt am Main tut sich hier als Spitzenreiter unter den deutschen Städten hervor. Wer diesen Blog kennt, weiß dass mir dumme Polemik total fern liegt, aber die Frage ist angebracht, ob das vielleicht damit zu tun hat, dass Frankfurt auch die Deutsche Hauptstadt des in der Wirtschaftskrise vielgescholtenen Finanzwesens ist. Wahrscheinlich nur ein Zufall.
Auf dem zweiten Platz stehen bei den pornogoogelnden Bundesländern Mecklemburg-Vorpommern, und bei den Städten Oldenburg. Seltsam.

„Impactsuspect“ ist übrigens kein Google-Trend. Obwohl dieses Wort das Suchwort ist, was am meisten auf diesen Blog führt, suchen insgesamt wohl zu wenige danach. Schade. Da muss ich wohl noch an der Suchmaschinenoptimierung arbeiten. Andere Suchworte, die auf diesen Blog führen, sind jedoch Trends. So gibt es zwar auch keinen Trend für „Glitzervampir“, aber „kalte Wesen“ ist aufgeführt.
Dort sind Hamburg und Niedersachsen die Spitzenreiter. Hier gibt es wohl viele Twilight-Fans.

Wenn man sich die Entwicklung des Suchwortes „Endlager“ in Deutschland ansieht, stellt man fest, dass nach diesem Begriff bis Mitte Mai kaum gegoogelt wurde, die Suche dann aber rasant anstieg. Zwar gibt es einen kleinen Einbruch Mitte Juni, aber nach Endlager wird immer noch gegoogelt. Witzigerweise hauptsächlich in Schleswig-Holstein. Die anderen CO2-Endlager bedrohten Gebiete tauchen in der Statistik nur unter ferner liefen auf. Benutzt man in McPomm ne andere Suchmaschine? Bei den Städten ist hier – auch nicht verwunderlich – Flensburg beispiellos weit vorn.

Setzen wir „porno“ und „endlager“ in eine vergleichende Statistik, sehen wir dass der Suchbegriff „Endlager“ kaum eine Rolle zu spielen scheint.

Setzen wir „Endlager“, „Zensursula“ und „kalte Wesen“ ein, dann scheinen sich in Deutschland genau so viele Menschen für Endlager zu interessieren, wie für Twilight. Zensursula toppt beide souverän.

Setzt man drei der kontroversesten deutschen Politiker ein, sieht man, dass Dieter Wiefelspütz wohl erst seit Mitte April an der Optimierung seines Namens als Suchbegriff arbeitet.

Was soll das alles bedeuten? Ich weiß es nicht. Google-Trends ist aber ein tolles Spielzeug.

Jul
10
2009
0

Den Protest einschlafen lassen….

Während es über anderen möglichen CO2-Endlagerstätten immer noch heiß her geht, ist es in Schleswig Holstein vorerst verdächtig ruhig geworden.

Carbon::dioxide by ~yosei666 on deviantART

Nun bitte ich mich nicht mißzuverstehen: Auf dem Weg zur Arbeit komme ich immer noch an mindestens 20 Anti-Endlager-Plakaten vorbei, sogar an zwei riesigen Transparenten, und die Montagsdemos nehmen hier auch eher zu als ab. Aber in der Zeitung wird generell weniger drüber geschrieben als noch vor ein paar Wochen, und die Landesregierung scheint sich nicht mehr so wirklich zu interessieren, was die Bürger hier denken.

Wenn wir diesen Artikel beim SHZ lesen, der netterweise noch immer online ist, dann sehen wir auch warum. Der Artikel dreht sich um eine Informationsveranstaltung zu der auch Vertreter der Bundes- und Landesregierung auf Ministerebene eingeladen wurden. Irgendwie kam von der CDU keiner, und im Text ist zu lesen warum:

Er hatte sich vergebens um Vertreter von der landes- oder bundespolitischen Ebene aus den Reihen der CDU bemüht.

„Im übrigen sollte man die Sache einschlafen lassen“

Ach ja, der Artikel ist übrigens mit „Politische Schwergewichte vermisst“ überschrieben. Spielt da etwa der SHZ auf den nicht unerheblichen Körperumfang unseres Landesvaters an? Böse, böse!
Aber na ja, zurück zum Thema.
„Einschlafen lassen“ will man die Sache also. Damit sich niemand mehr an Peter Harrys Versprechen erinnert, dass der Scheiß hier nicht kommt? Wird nicht passieren. Damit man die RWE-Sprengmeister auf sein Land lässt? Wird auch nicht passieren.
Politiker mögen meinen, dass der Wähler sich nur bis zur letzten Bundestagswahl erinnert, doch die Wahrheit ist, dass das eher für Politiker zu gelten scheint. Da werden Versprechen gemacht, rumlaviert, gedruckst und vermieden, nur damit jede Erinnerung daran nach der nächsten Wahl komplett getilgt zu sein scheint.
Wir werden uns erinnern, keine Sorge.

Written by Heiko C. in: Politisches | Schlagwörter: , , ,
Jul
09
2009
2

3. Nominierung für den 3. rechtsfreien Raum der Woche

Nachdem ein Online-Artikel der Rhein-Neckar Zeitung spurlos verschwunden zu sein scheint, in dem es darum geht, „dass die europaweite Entsorgung von Abfällen schon lange kein rechtsfreier Raum mehr ist“, werde ich der Anregung eines Komentators hier nutzen, und das Mitglied des Bundestages Sascha Raabe wie vorgeschlagen nominieren.

Hm. Wo anfangen. Am besten ihr lest euch diesen Artikel auf Netzpolitik durch, oder ihr geht gleich zu seiner Homepage, wo unter anderem Spökes auch diese Phrase zu lesen ist.
Nun ist Sascha Raabe gestern bei Netzpolitik schon der Politiker des Tages gewesen, doch soll er ob seines Verdienstes um diese Phrase auch die Chance auf diesen Preis hier bekommen. Ob er gegen Wefing anstinken kann, müssen wir noch mal sehen.

Wie Dave-Kay in den Kommentaren zum Netzpolitik-Artikel über Raabe schrieb, tragen die Ausführungen Raabes tatsächlich eine sehr treffende Überschrift: Absolutes Unverständnis.

Wie sagte Dieter Nuhr noch so richtig? „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten“.
Ist für alle Beteiligten weniger peinlich.

Written by Heiko C. in: Politisches,Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Jul
08
2009
1

Weitere Nominierung zum 3. rechtsfreien Raum

Langsam scheint sich herauszukristallisieren, dass die Polizei allerorten gerne mal vermeindlich „rechtsfreie Räume“ findet, und stilllegt. So hatte ich in der letzten Woche schon über einen Sprecher der Polizei in Mannheim berichtet, der feststellte, dass ein Theater kein rechtsfreier Raum sei.
Diese Woche hat die Polizei in Espasingen im südlichsten Baden-Würtemberg mit Hilfe Reinhard Wildes, des Leiters des Referats Recht der Erzdiözese Freiburg festgestellt, dass auch eine Kirche kein rechtsfreier Raum sei.
Offenbar hatte ein betrunkener Fahrer in Espasingen Kirchenasyl gesucht, dies wurde ihm jedoch verwehrt, und er wurde nach einer anscheinend kinoreifen Verfolgungsjagd festgenommen.

Der betreffende Absatz in einem Artikel auf den Seiten des Südkuriers liest sich so:

Dass die Festnahme in der Kirche stattfand, stellt für Dienstgruppenleiter Gerhard Waibel kein rechtliches Problem dar. Bei einer Verfolgung auf frischer Tat sei die Kirche wie ein anderes, ein öffentliches Gebäude zu betrachten. Dies bestätigt auch Reinhard Wilde, Leiter des Referats Recht der Erzdiözese Freiburg: „Als Schutzraum für einen Verkehrssünder kann die Kirche nicht dienen“, so Wilde. Auch wenn der Würde des Ortes Rechnung getragen werden müsse, so sei die Kirche doch kein rechtsfreier Raum.

Eine seltsame Aussage für einen Geistlichen. Gilt das Kirchenasyl – wenn es denn gilt – nicht weil die Kirche ein höheres göttliches Recht für ihre Gotteshäuser propagiert? Hier hört es sich so an, als bedeute die Gewährung von Kirchenasyl die Ausschaltung jedweden Rechts. Und sowas von einem Katholiken…

Ich bin mir nicht ganz im klaren, an wen die Nominierung jetzt gehen soll, aber ich denke ich verpasse sie Herrn Wilde. Immerhin kam er mit der Phrase, die sich mittlerweile scheinbar in jeder noch so entfernten Ecke Deutschlands findet.

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Jul
07
2009
0

Union sagt: Alles total sicher!

Frau Merkel meinte ja unlängst die Gefahr einer unterirdischen CO2-Einlagerung mit der des Öffnens einer Mineralwasserflasche vergleichen zu müssen.


Contamination by ~flownomis on deviantART

In Wahrheit werden immer mehr mögliche Gefahren durch unterirdische CO2-Endlagerung bekannt. Das geht von „bleibt nicht unten, Erstickungsgefahr“ über „Lösungsmittel im Trinkwasser“ bis zu „Erdbeben und Deckgebirge lösen sich auf“. Alles sehr sicher…

Nun spricht Herr Öttinger von der CSU – moment nein, der ist sogar von der CDU, vom drohenden Supergau namens Krümmel als „Kraftwerk mit Zukunft“.

Wie sicher Krümmel ist, haben wir in den letzten zwei Wochen eindrucksvoll sehen können.
Ich habe nur eine Frage: Was geht in Leuten wie der Merkel und Öttinger vor?

Bah, ist mir übel.

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , ,

Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com WordPress Themes

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Jul
12
2009
0

Mitnahmementalität

Da der „Generation Atari 1040ST C64″ ja schon immer eine gewisse Mitnahmementalität vorgeworfen wird, will ich diese mit diesem Artikel mal bedienen. Was kann man im Netz alles mitnehmen und kann man im Netz überhaupt noch was mitnehmen in Zeiten der Vorratsdatenspeicherung?
Man kann noch immer, und zwar Sachen, die sowieso gratis sind.

In einem früheren Artikel habe ich bereits auf Podcasts zum Thema Zensursula hingewiesen. Es gibt aber noch jede Menge mehr zu entdecken.

Folgende Podcasts kann ich mit Überzeugung nur empfehlen:
Chaosradio und Chaosradio express: Podcasts vom Chaos Computer Club zu allen möglichen, hauptsächlich netzaffinen Themen
Medienradio: Podcast zum Thema Medien und neue Medien
fritz.de podcasts: Podcasts des rbb zu allen nur denkbaren und undenkbaren Themen
Coverville: Englischsprachiger Musikpodcast, der sich mit Coverversionen befasst, und diese vorstellt
Ken Fm Podcast: Hektischer gesellschaftskritischer Podcast

Videopodcasts die ich empfehlen kann:
FernsehkritikTV: Ein Format, das sich mit dem Unterirdischen des deutschen Fernsehens auseinandersetzt
Nostalgia Critic: englischsprachige Rezension von nostalgischen Fimen und Fernsehsendungen
Nostalgia Chic: Das gleiche bloss für die weibliche Zielgruppe
The Spoony Experiment – englischsprachiger Videopodcast-Blog der sich mit den Niederungen der Popkultur auseinandersetzt
cinemassacre.com – Die Website von James Rolfe, Nachwuchsfimemacher und bekannt als Angry Videogame Nerd.

Deviant Art für Hintergrund- und sonstige Bilder, unter anderem auch zum Einbinden, wie ich es hier seit einigen Tagen im Blog mache.

Jamendo.com für Musik unter Creative Commons Lizenz.

Bei vorleser.net gibbet umsonstene Hörbücher.

Und generell Archive.org. Da findet man den ganzen alten Kram dessen Verwertungsrechte ausgelaufen sind, und tonnenweise Zeug unter Creative Commons Lizenz.

Viel Spass beim Stöbern!

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches | Schlagwörter:
Jul
12
2009
2

III. Rechtsfreier Raum der Woche

Nachdem ich alle Nominierungen noch einmal durchgegangen bin, entscheide ich unbestechlich, dass der rechtsfreie Raum der Woche mit großem Trara und noch größerem Abstand zu den Mitbewerbern an Heinrich Wefing geht.

Obwohl er schon nominiert war für seinen Export der Phrase nach Österreich, hat Wefing gezeigt, dass er auch dann nicht faul auf seinem Hintern sitzenbleibt, sondern eben gerade deshalb weitermacht. Er hat mit einem weiteren dadaistischen Artikel in der Zeit noch einen drauf gelegt. Außerdem hätte Wefing schon für seinen ersten Artikel „Was darf das Internet“ den RRW verdient gehabt, doch da gab es diesen noch nicht.

Heinrich Wefing bekommt den RRW diese Woche also wohlverdient.


trophy by ~siousu on deviantART

Applaus!!!

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter: ,
Jul
11
2009
1

Flashmobs vor Gericht

Soll derjenige, der als erster zu einen Flashmob aufruft auch der sein, der für Schäden haftet? Das jedenfalls findet die Insel Sylt nur logisch.
In besagtem Fall sagt der Initiator aber, dass er gar kein Veranstalter sei. Man ist geneigt ihm recht zu geben, denn „Ich fahr nach Sylt, wer will kann ja auch kommen“, ist schwerlich eine Verantsaltung.


Ich Will Wieder An Die Nordsee by ~vrdesigner on deviantART

Wenn Tokio Bill Hotel zum Beispiel nach Hamburg fährt, und das eine Woche davor mit seinem gebuchten Hotel in der Bravo bekanntgibt, ist er dann auch dafür haftbar zu machen, wenn 10.000 wildgewordene Girlies mit Zahnspangen die Lobby des Hotels auseinandernehmen? Der wird sich bedanken, wenn er die Rechnung bekommt.
Wenn im Zuge der Tokio Bill Hotel Randale eine psychopathische Stalkerin einen anderen Fan umbringt, weil die von hinten wie Tokio Bill Hotel aussieht, ist dann auch Tokio Bill Hotel schuld und muss ins Gefängnis, weil er der „“Veranstalter“ ist? Ich glaube nicht. Nö, nö.

Ich finde bei den Flashmobs ist es das gleiche Prinzip. Wenn auch jemand zu ihm eingeladen hat, so stand doch die mutwillige Zerstörung von stadteigenem Sylteigentum nicht auf dem Plan, noch hat er dazu aufgerufen. Bezahlen muss immer der, der’s kaputt gemacht hat. Das es schwierig ist, die im Sylt-Fall alle noch zu finden und zuzuordnen, seh ich ja gerne ein, aber die Arbeit kann ich Sylt nun nicht auch noch abnehmen.

Ausserdem bin ich sowieso kein Anwalt, daher hat dieser Artikel nicht den Charakter einer Rechtsberatung, und kann eine solche auch nicht ersetzen. Ist halt nur meine Meinung, und das, was ich für gesunden Menschenverstand halte. Eben das hat aber oft weder mit Gesetzen noch Entscheidungen von Gerichten zu tun, also wenn der Austragungsort eines Flashmobs euch verklagt, dann geht zum Anwalt.

Nachtrag 16.7:  Scheinbar stehen die Leute schon Schlage… 40.000 Euro will man inzwischen vom Initiator. Unter anderem für’s Aufstellen von Dixiekos. Hat er die etwa bestellt? Irgendwie drängt sich mir der Verdacht auf, dass Sylt der Veranstalter sein könnte: Wer Klos aufstellt, sollte sich nicht wundern, wenn Gäste kommen.  Hat nicht auch irgendein offizieller von Sylt im Vorherein gesagt,  dass er „zuversichtlich sei gewappnet zu sein“ oder s0?

Na, ja bin gespannt was nun dabei rauskommt. Mehr dazu übrigens auf Sylt TV.

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Jul
11
2009
0

H. Wefing: Nominierter legt noch einen zu…

Der erste Nominierte für den Rechtsfreien Raum dieser Woche ist ja Heinrich Wefing, für den Export seiner satirisch anmutenden Sperrbefürwortung nach Österreich. Wie es aussieht möchte Wefing den Preis ganz besonders dringend, da er vorgestern in der Zeit noch einen draufgelegt hat: Keine Zensur


censorship by *racuntikus on deviantART

Erstaunlich ist, dass der Artikel „Keine Zensur“ heißt, jedoch unter „www.zeit.de/2009/29/Zensur“ zu finden ist. Wefing sagt uns hier durch die Url: „Zensur = keine Zensur“. Dies ist das erste von vielen dadaistischen Stilmitteln, die Wefing gewohnt souverän im Laufe seiner Ausführungen benutzt.

Die ausgiebige Analyse seiner weiteren Kunstgiffe im neuesten seiner Werke kann man hier nachlesen.
Mit einem früheren dada-satirischen Text hat er nicht nur seine eigene anarchisch-künstlerische Ader ausgelebt, sondern auch Teile der Blogosphäre gleich dazu inspiriert eigene künstlerisch wertvolle Texte zu verfassen.

Aber genug der Vorschußlorbeeren: Abstimmen werde ich erst morgen über den dieswöchigen RRW!

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Jul
11
2009
1

App. Google:

Gestern haben wohl zwei der – im meinen Augen – dämlichsten Suchworte auf meine Seite geführt:

1.) anime singt und wedelt
2.) einfache frisuren für den abend/ disco


my chinch loves google by ~kristianna11 on deviantART

Frag mich mal, wo die gelandet sind. Keine Ahnung. Hab ich je über Frisuren geschrieben? Vielleicht im Zusammenhang mit Herrn Wiefelspütz? Ich weiß es nicht. Aber was hat das dann mit Disco zu tun?

Written by Heiko C. in: Lustiges | Schlagwörter:
Jul
10
2009
2

Mehr Spass mit Google: hessische Pornogoogler

Es ist schon lustig, wenn man Google-Trends ein wenig nach Suchbegriffen durchsucht. So zum Beispiel beim Suchbegriff „porno“.
Da sieht man, dass die meisten Porno-Suchanfragen bei Google in Deutschland aus Hessen kommen. Frankfurt am Main tut sich hier als Spitzenreiter unter den deutschen Städten hervor. Wer diesen Blog kennt, weiß dass mir dumme Polemik total fern liegt, aber die Frage ist angebracht, ob das vielleicht damit zu tun hat, dass Frankfurt auch die Deutsche Hauptstadt des in der Wirtschaftskrise vielgescholtenen Finanzwesens ist. Wahrscheinlich nur ein Zufall.
Auf dem zweiten Platz stehen bei den pornogoogelnden Bundesländern Mecklemburg-Vorpommern, und bei den Städten Oldenburg. Seltsam.

„Impactsuspect“ ist übrigens kein Google-Trend. Obwohl dieses Wort das Suchwort ist, was am meisten auf diesen Blog führt, suchen insgesamt wohl zu wenige danach. Schade. Da muss ich wohl noch an der Suchmaschinenoptimierung arbeiten. Andere Suchworte, die auf diesen Blog führen, sind jedoch Trends. So gibt es zwar auch keinen Trend für „Glitzervampir“, aber „kalte Wesen“ ist aufgeführt.
Dort sind Hamburg und Niedersachsen die Spitzenreiter. Hier gibt es wohl viele Twilight-Fans.

Wenn man sich die Entwicklung des Suchwortes „Endlager“ in Deutschland ansieht, stellt man fest, dass nach diesem Begriff bis Mitte Mai kaum gegoogelt wurde, die Suche dann aber rasant anstieg. Zwar gibt es einen kleinen Einbruch Mitte Juni, aber nach Endlager wird immer noch gegoogelt. Witzigerweise hauptsächlich in Schleswig-Holstein. Die anderen CO2-Endlager bedrohten Gebiete tauchen in der Statistik nur unter ferner liefen auf. Benutzt man in McPomm ne andere Suchmaschine? Bei den Städten ist hier – auch nicht verwunderlich – Flensburg beispiellos weit vorn.

Setzen wir „porno“ und „endlager“ in eine vergleichende Statistik, sehen wir dass der Suchbegriff „Endlager“ kaum eine Rolle zu spielen scheint.

Setzen wir „Endlager“, „Zensursula“ und „kalte Wesen“ ein, dann scheinen sich in Deutschland genau so viele Menschen für Endlager zu interessieren, wie für Twilight. Zensursula toppt beide souverän.

Setzt man drei der kontroversesten deutschen Politiker ein, sieht man, dass Dieter Wiefelspütz wohl erst seit Mitte April an der Optimierung seines Namens als Suchbegriff arbeitet.

Was soll das alles bedeuten? Ich weiß es nicht. Google-Trends ist aber ein tolles Spielzeug.

Jul
10
2009
0

Den Protest einschlafen lassen….

Während es über anderen möglichen CO2-Endlagerstätten immer noch heiß her geht, ist es in Schleswig Holstein vorerst verdächtig ruhig geworden.

Carbon::dioxide by ~yosei666 on deviantART

Nun bitte ich mich nicht mißzuverstehen: Auf dem Weg zur Arbeit komme ich immer noch an mindestens 20 Anti-Endlager-Plakaten vorbei, sogar an zwei riesigen Transparenten, und die Montagsdemos nehmen hier auch eher zu als ab. Aber in der Zeitung wird generell weniger drüber geschrieben als noch vor ein paar Wochen, und die Landesregierung scheint sich nicht mehr so wirklich zu interessieren, was die Bürger hier denken.

Wenn wir diesen Artikel beim SHZ lesen, der netterweise noch immer online ist, dann sehen wir auch warum. Der Artikel dreht sich um eine Informationsveranstaltung zu der auch Vertreter der Bundes- und Landesregierung auf Ministerebene eingeladen wurden. Irgendwie kam von der CDU keiner, und im Text ist zu lesen warum:

Er hatte sich vergebens um Vertreter von der landes- oder bundespolitischen Ebene aus den Reihen der CDU bemüht.

„Im übrigen sollte man die Sache einschlafen lassen“

Ach ja, der Artikel ist übrigens mit „Politische Schwergewichte vermisst“ überschrieben. Spielt da etwa der SHZ auf den nicht unerheblichen Körperumfang unseres Landesvaters an? Böse, böse!
Aber na ja, zurück zum Thema.
„Einschlafen lassen“ will man die Sache also. Damit sich niemand mehr an Peter Harrys Versprechen erinnert, dass der Scheiß hier nicht kommt? Wird nicht passieren. Damit man die RWE-Sprengmeister auf sein Land lässt? Wird auch nicht passieren.
Politiker mögen meinen, dass der Wähler sich nur bis zur letzten Bundestagswahl erinnert, doch die Wahrheit ist, dass das eher für Politiker zu gelten scheint. Da werden Versprechen gemacht, rumlaviert, gedruckst und vermieden, nur damit jede Erinnerung daran nach der nächsten Wahl komplett getilgt zu sein scheint.
Wir werden uns erinnern, keine Sorge.

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Jul
09
2009
2

3. Nominierung für den 3. rechtsfreien Raum der Woche

Nachdem ein Online-Artikel der Rhein-Neckar Zeitung spurlos verschwunden zu sein scheint, in dem es darum geht, „dass die europaweite Entsorgung von Abfällen schon lange kein rechtsfreier Raum mehr ist“, werde ich der Anregung eines Komentators hier nutzen, und das Mitglied des Bundestages Sascha Raabe wie vorgeschlagen nominieren.

Hm. Wo anfangen. Am besten ihr lest euch diesen Artikel auf Netzpolitik durch, oder ihr geht gleich zu seiner Homepage, wo unter anderem Spökes auch diese Phrase zu lesen ist.
Nun ist Sascha Raabe gestern bei Netzpolitik schon der Politiker des Tages gewesen, doch soll er ob seines Verdienstes um diese Phrase auch die Chance auf diesen Preis hier bekommen. Ob er gegen Wefing anstinken kann, müssen wir noch mal sehen.

Wie Dave-Kay in den Kommentaren zum Netzpolitik-Artikel über Raabe schrieb, tragen die Ausführungen Raabes tatsächlich eine sehr treffende Überschrift: Absolutes Unverständnis.

Wie sagte Dieter Nuhr noch so richtig? „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten“.
Ist für alle Beteiligten weniger peinlich.

Written by Heiko C. in: Politisches,Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Jul
08
2009
1

Weitere Nominierung zum 3. rechtsfreien Raum

Langsam scheint sich herauszukristallisieren, dass die Polizei allerorten gerne mal vermeindlich „rechtsfreie Räume“ findet, und stilllegt. So hatte ich in der letzten Woche schon über einen Sprecher der Polizei in Mannheim berichtet, der feststellte, dass ein Theater kein rechtsfreier Raum sei.
Diese Woche hat die Polizei in Espasingen im südlichsten Baden-Würtemberg mit Hilfe Reinhard Wildes, des Leiters des Referats Recht der Erzdiözese Freiburg festgestellt, dass auch eine Kirche kein rechtsfreier Raum sei.
Offenbar hatte ein betrunkener Fahrer in Espasingen Kirchenasyl gesucht, dies wurde ihm jedoch verwehrt, und er wurde nach einer anscheinend kinoreifen Verfolgungsjagd festgenommen.

Der betreffende Absatz in einem Artikel auf den Seiten des Südkuriers liest sich so:

Dass die Festnahme in der Kirche stattfand, stellt für Dienstgruppenleiter Gerhard Waibel kein rechtliches Problem dar. Bei einer Verfolgung auf frischer Tat sei die Kirche wie ein anderes, ein öffentliches Gebäude zu betrachten. Dies bestätigt auch Reinhard Wilde, Leiter des Referats Recht der Erzdiözese Freiburg: „Als Schutzraum für einen Verkehrssünder kann die Kirche nicht dienen“, so Wilde. Auch wenn der Würde des Ortes Rechnung getragen werden müsse, so sei die Kirche doch kein rechtsfreier Raum.

Eine seltsame Aussage für einen Geistlichen. Gilt das Kirchenasyl – wenn es denn gilt – nicht weil die Kirche ein höheres göttliches Recht für ihre Gotteshäuser propagiert? Hier hört es sich so an, als bedeute die Gewährung von Kirchenasyl die Ausschaltung jedweden Rechts. Und sowas von einem Katholiken…

Ich bin mir nicht ganz im klaren, an wen die Nominierung jetzt gehen soll, aber ich denke ich verpasse sie Herrn Wilde. Immerhin kam er mit der Phrase, die sich mittlerweile scheinbar in jeder noch so entfernten Ecke Deutschlands findet.

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Jul
07
2009
0

Union sagt: Alles total sicher!

Frau Merkel meinte ja unlängst die Gefahr einer unterirdischen CO2-Einlagerung mit der des Öffnens einer Mineralwasserflasche vergleichen zu müssen.


Contamination by ~flownomis on deviantART

In Wahrheit werden immer mehr mögliche Gefahren durch unterirdische CO2-Endlagerung bekannt. Das geht von „bleibt nicht unten, Erstickungsgefahr“ über „Lösungsmittel im Trinkwasser“ bis zu „Erdbeben und Deckgebirge lösen sich auf“. Alles sehr sicher…

Nun spricht Herr Öttinger von der CSU – moment nein, der ist sogar von der CDU, vom drohenden Supergau namens Krümmel als „Kraftwerk mit Zukunft“.

Wie sicher Krümmel ist, haben wir in den letzten zwei Wochen eindrucksvoll sehen können.
Ich habe nur eine Frage: Was geht in Leuten wie der Merkel und Öttinger vor?

Bah, ist mir übel.

Written by Heiko C. in: Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , ,