Impactsuspect » 2009 » Juli
Jul
24
2009
4

Semantik für Fortgeschrittene: Warum „Space“ und „Raum“ nicht identisch sind.

Es ist ja immer so eine Sache, wenn man übersetzt. Da gibt es allerlei Tücken. Die wenigsten Worte haben nur eine Bedeutung, und so gut wie nie ist das Bedeutungspektrum eines Wortes gleich dem des entsprechenden Wortes in einer anderen Sprache. Bevor wir zu „Space“ kommen, nehmen wir ein deutlicheres Wort als Beispiel: „Holz“.

„Holz“ heißt im Deutschen jenes Material was aus Bäumen gewonnen, und zur Herstellung allerlei Zeugs verwendet wird. Das am ehesten dem deutschen „Holz“ entsprechende Wort im Englischen ist „Wood“. „Wood“ hat aber ein breiteres Bedeutungsspektrum als „Holz“. „Wood“ kann auch ebensogut mit „Wald“ übersetzt werden. Das ganze ist, wie sehr viel in der Semantik, kontextabhängig. Im Dänischen übersetzt man „Holz“ am besten mit „træ“, was allerdings auch gleichzeitig „Baum“ bedeuten kann.


Secret Wood by ~autumn-ethereal on deviantART

Wenn wir „Raum“ ins Englische übersetzen wollen, dann haben wir mehrere Möglichkeiten: „Room“, wenn mit „Raum“ ein Zimmer oder ein Saal gemeint ist, „Space“ oder „Range“, wenn es sich um eine räumliche Ausdehnung ganz allgemein handelt oder auch „Gullet“ wenn der Raum zwischen den Sägezähnen einer Säge gemeint ist. Wenn ein Engländer oder Amerikaner also einfach „Raum“ mit „Room“ übersetzt, ohne den Kontext der Benutzung zu beachten, dann bekommt er unter Umständen dasselbe Problem, wenn wir „Deep in the Woods“ mit „Tief in den Hölzern“ übersetzen.
Aus „Es stehen Vorwürfe im Raum“ würde dann „There are standing accusations in the room.“ was nicht viel Sinn ergibt.
Ähnlich ist es auch, wenn man Englische Worte ins Deutsche übersetzen will. Da kann halt so viel schiefgehen, weil eben kaum irgendwelche Worte in verschiedenen Sprachen semantisch deckungsgleich sind.

Kommen wir also endlich zu „Space“. Kann man sicherlich mit „Raum“ übersetzen. Bloss eben nicht immer.

Der bekannte Anfang jeder Star Trek Folge zum Beispiel lautet auf Englisch „Space, the final frontier…“ Wenn ich da einfach „Raum“ einsetze, erhalte ich „Raum, die letzte Grenze…“ Kann man eventuell noch halbwegs herleiten, was gemeint ist, richtiger wäre hier aber „Space“ mit „Weltraum“, „All“ oder „Kosmos“ zu übersetzen.
„Aha!“, wird der kundige Leser jetzt ausrufen, „Aber es heißt doch Raumschiff!“


SpaceShip by ~zsolti65 on deviantART

Stimmt. Es heißt Raumschiff. Aber das ist vermutlich schon eine fehlerhafte Übersetzung die sich irgendwann beim Übertragen von Englischsprachigen Science-Fiction-Romanen eingeschlichen hat, und nun zum Usus geworden ist. Früher hieß es in Deutschland noch „Weltraumschiff“.
„I’m flying into space!“, ist im Englischen eindeutig. Hier ist der Flug ins All gemeint. Sagt man aber im Deutschen „Ich fliege in den Raum!“, dann ist die erste Assoziation dazu ein Mensch, der unsanft von irgendwelchen Rüpeln durch eine Tür geworfen wird. Den englischen Satz würde man vermutlich eher mit „Ich fliege ins All“ oder „Ich fliege in den Weltraum“ übersetzen.

Noch ein Beispiel: Zwischen den beiden Alt-Tasten meiner Tastatur sitzt auf englisch „the space bar“. Weder würde ich diese Taste auf Deutsch „Raumtaste“ nennen, noch „Weltraumtaste“, sondern eben „Leertaste“. „Space“ kann also auch sowas bedeuten wie „Zwischenraum“ oder „Abstand“.
Wenn man auf Englisch gesagt bekommt „I need space.“, dann heißt es ja auch nicht „Ich brauche RAUM!“ sondern „Ich brauche Abstand!“. Kann sein, dass einige Leute tatsächlich heutzutage „Ich brauche Raum!“ sagen, wenn sie sich von ihrem Partner zwischenzeitlich trennen wollen, aber das ist dann ein unschöner Übersetzungsanglizismus, der leicht faschistoid wirkt, wie ich finde.

So, jetzt hab ich euch genug gelangweilt, ich gehe jetzt in die „Space Bar“ was trinken. Prost!


Space Bar by ~AlexWild on deviantART

Written by Heiko C. in: Linguistisches | Schlagwörter: ,
Jul
24
2009
6

Wahl zum 5. Rechtsfreien Raum der Woche

So, nachdem ihr schon alle fleißig geholfen habt Kandidaten für die Nominierung zu finden, dürft ihr sogar selbst an einer Wahl teilnehmen, um zu bestimmen, wer den Preis bekommen solll. Aber mehr davon später. Schauen wir uns erst einmal die Nominierten an:

Tja, da sind ja nun ein paar zusammengekommen:

Die AEPOC, die schockiert darüber ist, dass im Europaparlament die Piratenpartei vertreten ist, und den „gesetzlosen Raum im Internet“ verhindern will. 

Dieter Schütz, der irrtümlicherweise annimmt, der Fall Tauss hätte irgendwas mit dem Internet zu tun, obwohl bei Tauss meines Wissens nach nur offline Kinderpornographie gefunden wurde. Auch Dieter Schütz malt den rechtsfreien Raum Internet mit polemischen Farben an die Wand.

Oder etwa Ursula Zensursula von der Leyen, mit ihren „Benimmregeln im Internet“ die sie mithilfe der Plattitüde vom Internet, dass kein rechtsfreier Raum ist, durchsetzen will.

Oder Brigitte Zypries, die deutsche Moralvorstellungen im gesamten World Wide Web durchsetzen möchte, und daher auch hier diese Phrase bemüht.

Danke an alle, die Suchen geholfen haben!

Wer den Rechtsfreien Raum diese Woche bekommen soll, dafür könnt ihr im Petitionsforum abstimmen.

Nachtrag: Wenn ihr nicht im Petitionsforum angemeldet seid, könnt ihr nicht abstimmen dort. Lasst mir statt dessen dann einfach einen Kommentar da, und ich zähle die Stimmen dann später dazu.

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter: ,
Jul
23
2009
6

Dörflicher Überwachungswahn

Ich wohne in Leck. Das ist ein kleiner Ort in Nordfriesland, der sich gerne als Nordfrieslands „grünes Herz“ sieht. Das Hintergrundbild meines Blogs zeigt einen Blick von der Brücke über die Lecker Au. Leck hat etwas mehr als 7000 Einwohner, 2007 waren es jedenfalls noch etwa 7700. Und Leck wird videoüberwacht.

Wenn es nur um die Videoüberwachung vor einer Bank geht, wie etwa hier vor der VR-Bank, dann lasse ich mir das ja noch gefallen.
An der Laterne ist ein Schild

Diese unauffälligen Schilder habe ich allerdings an einigen verschiedenen Stellen in Leck entdeckt.

Der Platz vor der Bank ist von Kameras erfasst, der Platz an der Brücke über die Au, der mir mein Hintergrundbild bescherte auch, dann noch vor’m Dönermann und auf dem Platz vor dem Kino stehen auch gleich mehrere solcher Schilder.

Es scheint, dass pro 1000 Einwohner in Leck mindestens eine Kamera aufgestellt wurde. Auf dem Weg zur Arbeit werde ich von allen gefilmt. Was dann mit den Aufnahmen passiert, weiß ich nicht.

Ebenso rätselhaft erscheint es mir, warum dort überhaupt Kameras stehen. Es gab bisher weder einen spektakülären Banküberfall in Leck noch wurde der Dönermann meines Wissens überfallen. Auch ist mir kein großes Lecker-Au-Brücken-Kettensägen-Massaker bekannt.

Mein Vater meinte,  dass die Kameras aufgestellt wurden, damit die Ladenbesitzer wissen, wen sie verklagen müssen, wenn mal wieder jemand am Samstag aus der Disco kam, und vor eine Ladentüre gekotzt hat.

Aber ist Kotze wirklich wichtiger als die Informationelle Selbstbestimmung?

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gruseliges,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter:
Jul
22
2009
0

Ablehnung einfach erklärt

Eigentlich haben schon zu viele Leute zu viel über die neue Vodafone-Kampagne geschrieben und über den Fakt, dass diese Kampagne die angepeilte Zielgruppe – genannt Onlinewelt – zwar erreicht, aber eher einen negativen statt eines positiven Effektes zu haben scheint.
Bei WSDV finden sich umfangreiche Linklisten zu dem Thema. In vielen der Stellungnahmen, die den Aufstand gegen Vodafone als deutlich zu heftig und als überdramatisierend empfinden, fehlt ein entscheidender Fakt, oder dieser wird nur am Rande behandelt.
Vodafone war als erster Provider – scheinbar auch noch ohne groß überredet werden zu müssen – für die Errichtung einer generellen Zensurinfrastruktur im deutschen Internet. Diese Zensurinfrastruktur wird aber gerade aufgrund der jetzt schon akuten Gefahr einer beliebigen Ausweitung der gesperrten Seiten durch die Politik von der „Netzgemeinde“ fast einstimmig und oft fanatisch abgelehnt.

Vodafones Zielgruppe für die neue Kampagne ist eben diese „Netzgemeinde“. Dass das irgendwie eine dumme Idee war, sollte jetzt schon offensichtlich sein. Auch die Entrüstung die den Adnation-Bloggern entgegen schlägt, welche zuerst gegen die Netzsperren gewettert haben und nun Anzeigen von Vodafone schalten, schlägt in die gleiche Kerbe.
Wäre es Werbung für – sagen wir – 1&1 gewesen oder etwa die Telekom, hätte es zwar auch reichlich kritische Stimmen gegeben, aber nicht diese Flut an erbosten und boshaften Blogeinträgen und Kommentaren. Die Telekom hat sich ja auch schon im Zentrum einiger Datenskandale wiedergefunden und ist eine Firma, die man kritisch beäugt. Und über 1&1 gab’s mal einen Bericht im Fernsehen in dem es um die einseitige Kündigung von Flaterates ging, wenn der Traffic zu hoch war. Das alles sind im Netz auch wichtige Themen, und nicht nur da. Aber weder Telekom noch 1&1 waren so Pro-Netzsperren wie Vodafone. 1&1 hat sich sogar bis zuletzt gewehrt. (Gibt auch noch ganz viele andere Anbieter: (strato, freenet, wasnichalles…)

Und über Sascha Lobos Werbespot hab ich ja schon geschrieben. Da schreiben auch einige, dass Kritik an ihm nur Neid wäre. Klar, wenn ich einen dicken Werbevertrag angeboten bekommen würde, würde ich mich sicher auch freuen. Vielleicht würde ich sogar vor Freude im Dreieck springen und schon mal ’ne Reise zum Karneval nach Rio buchen. Aber nur, wenn der, der den Vertrag anbietet irgendwie so grade noch in mein Weltbild passt. Vodafone passt da nicht. Die haben verschissen.

Ich meine, wenn ein Bundestagsabgeordneter von den Grünen oder ein Greenpeace Aktivist morgen in einem Werbespot von Vattenfall sowas sagt wie „Krümmel, find ich gut!“ Dann wirkt das doch auch irgendwie… ich sag mal: unglaubwürdig, oder?
Das ist eben genau das, und genau das wird im Netz übel genommen. Wenn Blogger Werbung schalten, habe ich kein Problem damit. Auch nicht, wenn sie in Werbespots auftreten. Es kommt halt nur immer drauf an, um welche Werbung es geht. Man kann in den Kellern von vielen Großkonzernen irgendwelche Skellette finden. Im übertragenen Sinne. Aber „die Blogossphäre“ hat sich ja nunmal in mindestens den letzten 2 Monaten geschlossen und dauerhaft vor allem über die Netzsperren aufgeregt.

Dass Vodafone mit der neuen Kampagne ausgerechnet jetzt überhaupt gezielt versucht „Netzbewohner“ anzusprechen, das ist noch so was:
Entweder irgendwas ist an denen vorbeigegangen, die dachten, das beruhigt sich schon wieder oder die Kampagne war schon geplant, als Vodafone noch dachte, dass niemand es wagen würde sich gegen Internetsperren gegen Kinderpornografie zu stellen. Oder es hat noch andere Gründe. Für Vodafone war dieser Zeitpunkt für eine Kampagne, die unter anderen Umständen vielleicht noch ganz gut angekommen wäre, jedenfalls der denkbar schlechteste. Und nun haben sie den Salat.

— * —

Noch jemand, der nicht so recht zu wissen scheint, warum ihm so viel Ablehnung entgegenweht ist die Bundesregierung und weite Teile des Parlaments. Schäuble, von der Leyen und Konsorten verstehen nicht, warum wir immer mit dem Grundgesetz kommen. Wir hätten eine viel zu omnipotente Vorstellung von Grundrechten wird uns entgegen gehalten. Schäuble sagt, dass kein Grundrecht absolut sei, und dass die Regierung sich beim Beschließen von Gesetzen nicht vom Zwangskorsett des Grundgesetzes einschränken lassen kann. „Der Verfassungsschutz kann nicht den ganzen Tag mit dem Grundgesetz unterm Arm herumlaufen“ höre ich im Hinterkopf immer wieder, wenn ich solche Menschen reden höre.

Schäuble soll die Verfassung schützen, trotzdem kommen alle gefühlten zwei Wochen von ihm irgendwelche Vorschläge, wie man es umgehen soll. Bundeswehreinsatz im Innern, Terrordatei, Internierungslager für potentielle Gefährder… was kam da nicht alles von ihm. Einiges von diesen ganzen tollen Vorschlägen konnte schon im Keim abgewehrt werden, trotzdem habe ich nicht das Gefühl, dass es von Schäubles Agenda verschwunden ist. Er hat die Ideen scheinbar nur in eine Schublade gepackt, um sie beizeiten – wenn’s passt – wieder hervorzuholen.
Nach der Bundestagswahl soll nun Zwangsarbeit für HartzIV-Empfänger kommen. Auch die ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.

Unsere Verfassung heißt GRUNDGESETZ. Das ist Absicht. Die Verfassung ist der Grund, das Fundament auf dem unsere freiheitlich demokratische Grundordnung steht. Der ganze Staat ist darauf aufgebaut. Wenn man das Grundgesetz immer weiter aufweicht, aushöhlt und Grundrechte relativiert, weil man nachts Angst vor Terror hat, oder weil es einem gerade in den Kram passt, dann stürzt die freiheitliche Demokratie irgendwann in sich zusammen. Das sollte jedem klar vor Augen liegen, der ein wenig die Nachrichten verfolgt. Unseren Politikern ist das nicht klar. Die wundern sich. Was will denn das Volk schon wieder?
Was ist das? Betriebsblindheit? Dummheit? Böse Absicht? Was soll das? Ich hab keine Ahnung, und mittlerweile ist es mir auch egal. Diese Politik lehne ich ab, weil sie den Staat und die Freiheit zerstört. So einfach ist das.

Sicher kann man eine Demokratie auch auf Sand aufbauen, und nicht auf einem festen Fundament, wie es das Grundgesetz – aus guten Grund – bietet, aber dann droht sie nicht nur über kurz oder lang auseinanderzufallen oder langsam zu versinken – sie beginnt damit von der ersten Sekunde an.
Weimarer Republik? Schon mal gehört? Da ist das passiert. Und wohin es führte ist genau der Grund, warum wir das Grundgesetz in seiner heutigen Form haben. Schafft man es ab, wartet schon der nächste Diktator um die Ecke auf seine Gelegenheit, den letzten Grundrecht-Jengastein zu ziehen, der das Ding zum Umfallen bringt.
Wer da nicht alarmiert ist, den versteh‘ ich nicht und den wähle ich noch weniger.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jul
21
2009
62

Was hat es denn jetzt mit diesen kalten Wesen und indianischen Legenden auf sich?

Okay, ich bin es ja mittlerweile gewohnt, dass jeden Tag zwei drei Leute auf meinen Blog kommen, die nach „kalte Wesen“ oder ähnlichem googeln. Gestern jedoch staunte ich nicht schlecht, als im Laufe des Abends 35 Leute durch dieses Suchwort von der sympathischen Datenkrake auf meine Seite geleitet wurden. Und dieser Fakt machte mich nachdenklich.
Wenn so eine Nachfrage nach der Antwort auf die Frage nach den „kalten Wesen“ besteht, warum soll ich dann nicht wirklich mal was Nützliches zum Thema anbieten?


Guardian of the Sanctuary by `Mithgariel on deviantART

Bin ich mit meinem Blog tatsächlich schon die beste Quelle im deutschsprachigen Internet um über kalte Wesen und vamipische Indianerlegenden etwas zu erfahren? Ich meine, ich habe ja selbst – wie Bella im Buch und Film „Twilight“ – nach dem Konsum ebendieses Filmes nach „kalte Wesen, indianische Legenden“ gegoogelt, und leider nichts gefunden. Wäre der Twilight Film von J.J. Abrams gemacht worden, hätte man doch im Vorfeld Fake-Seiten ins Netz gestellt, in denen die angesprochenen indianischen Legenden quasi-wissenschaftlich beleuchtet und erläutert werden. So wie bei Cloverfield, Lost und Fringe. Oder auch bei „Blair Witch Project“.


The Blair Witch Project by ~DelinquentAntagonist on deviantART

Aber die Ausbeute bei Google ist mager.

Als ersten Treffer bei Google findet sich Lycos IQ, wo jemand die Frage stellt, ob es „kalte Wesen genannt Vampire“ wirklich gibt. Die Antworten gehen über die in den USA beliebte gruftieähnliche Subkultur der „Vampires“, über kannibalistische Massenmörder bis zu Menschen die aus Fetischgründen oder pseudomedizinischen Gründen Blut trinken. Auch der Ursprung der Dracula-Legenden, der rumänische Graf Vlad Tepesh wird am Rande erwähnt.
In den Kommentaren zu der Frage finden sich scheinbar auch die von ein paar Twilight Fans, die das Buch (oder den Film) scheinbar für bare Münze nehmen. Aber indianische Legenden gibt’s hier leider nicht. Trotz der ansonsten erschöpfenden Antworten zum Thema Vampir.

Der zweite Treffer bringt uns zu „Cullens Corner“, scheinbar ein Twilight Fan-Forum. Da die sich ja wohl hauptsächlich ans Buch halten werden, und wir ja nun eigentlich nach authentischen indianischen Vampirlegenden suchen, sind wir hier falsch.

Der dritte Treffer bringt uns nach „Gute Frage.net„, scheinbar sowas ähnliches wie Lycos IQ – oder umgekehrt, ich weiß nicht, was zuerst da war. Dort fragt ein scheinbar leicht durch den Konsum der Twilight Reihe verwirrter Mensch mit dem Pseudonym „Charly 95“ folgendes:

Glaubt ihr an VAMPIERE/Blutsauer/Kalte Wesen? ich weiß nicht was ich glauben soll!! mir ist selber fast immer kalt (hände).ich habe auch temperatur schwankungen bin aber selber nicht krank und füle mich auch nicht soo!!ich würde es toll finden wenn es welche gibt BITTE SAGT MIR WAS IHR GLAUBT!!

Wenn ich hier mal Charly antworten darf, denn bei „Gute Frage“ machen sich doch einige über seine Frage lustig:
Lieber Charly95,
Keine Sorge, du bist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Vampir. Wenn auch der „endgültige Beweis“ dass es keine Vampire gibt nicht erbracht werden kann, ist es in den heutigen Zeiten der Überbevölkerung so, dass man sehr oft auf Vampire stoßen würde, wenn es diese denn gäbe. Und auch du wirst kein Vampir sein, nicht allen denen kalt ist, oder die sich kalt anfühlen sind Vampire. Eigentlich sind die meisten keine Vampire. Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen zu sagen, dass keiner, dem immer kalt ist ein Vampir ist, wie man ihn aus dem Kino – oder eben aus dem Twilight Universum – kennt.
Wenn du mir so nicht glaubst, dann mach den Selbstversuch: Geh an die Sonne! Wenn du glitzerst wie eine Weihnachtsdekoration oder zu Staub zerfällst, dann warst du wohl doch ein Vampir. Sonst nicht. Sonnenbrand zählt nicht, aber wenn du einen bekommst, geh aus der Sonne – oder besser bevor du einen bekommst.

Auf der Suche nach Antworten sind einige nicht minder verwirrte Twilight-Fans auch bei den Onlineseiten des P.M. gelandet. Dort finden sich 5 Fragen nach dem Wahrheitsgehalt der Vampirlegenden und dem Essverhalten von Vampiren. Alle fünf Diskussionsstränge dazu sind jedoch mittlerweile geschlossen. Schade, hier kommen wir wohl auch nicht weiter.

Etwas weiter hinten bei den Google Ergebnissen findet sich eine Meta-Frage zu den vielzitierten indianischen Legenden. Bei Yahoo clever fragt eine gewisse $andy, auf welcher Internetseite Bella im Film Twilight etwas über die kalten Wesen erfährt.
Nach all den Googlesuchen von gestern würde ich fast antworten, dass sie direkt auf meiner Seite landet. ^^ Aber Spaß beiseite. $andy wird geantwortet, dass es diese Seite nicht gibt. Schade. So kommen wir also auch nicht weiter.

Bei kurze Frage begegnen wir dem Statement, dass die kalten Wesen in Wirklichkeit die Frauen sind. Sicher kommen Frauen in indianischen Legenden vor, aber so weit würde ich dann doch nicht gehen zu sagen alle Frauen wären Vampire. Bevor ich hier noch irgendwelche sexistischen Kalauer reiße, schnell weiter im Text:

Auf „Geschichtsirrtümer.teucom.net“ findet sich allerhand interessantes über Vampire und andere Fabelwesen, doch leider nichts über indianische Legenden. Im Gegenteil scheint die Vampirlegende ein ausgesprochen europäisches Phänomen zu sein.

Der Rest der Googlesuche ergibt eigentlich hauptsächlich Seiten mit direktem Bezug zur „Twilight“. Also nichts wo Bella hingesurft sein kann.

Ist also das Suchwort falsch? „kalte Wesen“ ist ja nun irgendwie sehr nichtssagend. Kann ja alles bedeuten.

Also Suchwort wechseln. Ich googlke jetzt einfach mal nach „native american legends“, mal sehen, was ich da so finde.

Als erstes fällt mir da die Seite www.ilhawaii.net auf, wo es einen Native American Lore Index gibt. Den durchsuch ich nach „Cold“ und finde die Geschichte von den „Warmwindbrüdern gegen die Kaltwindbrüder“ Die „Kaltwindbrüder“, das sind doch sicherlich endlich Vampire, oder?


Woolly mammoth by ~trexmaster on deviantART

Mal sehen. Die Geschichte handelt von zwei Stämmen, die in der Eiszeit lebten. Es gab einmal den „Warmwindstamm“ der an der an der Ostküste in einer Gegend lebte, die „Dry Falls“ heißt.


Dry falls by ~Sonic840 on deviantART

Wo immer die hinwanderten war es immer schön warm. Der Häuptling der Warmwindler soll fünf Söhne gehabt haben, wie auch der Häuptlin des Kaltwindstammes.
Der Kaltwindstamm hatte nicht so viel Glück. Die schienen direkt nördlich vom Warmwindstamm zu wohnen, und hatten immer Schnee und Eis, egal wo sie hinzogen. Wenn sie zu weit nach Süden zogen versperrten ihnen die Warmwindler den Weg.
Die Kaltwindler hielten nun eine Konferenz ab, und kamen zu der Erkenntnis, dass wenn sie die fünf Warmwindbrüder umbringen würden, sie nach Süden reisen könnten, ohne dass sich ihnen jemand in den Weg stellten würde.

Sie fragten Kojote – in der Fabelwelt der amerikanischen Ureinwohner wohl sowas wie Reinecke Fuchs – ob er nicht eine Herausvorderung der 5 Kaltwindbrüder zu den 5 Warmwindbrüdern bringen möchte.
Ein Datum für den Wettbewerb auf Leben und tot wurde festgesetzt, und der Kojote lief überall herum und erzählte es allen.


Eternal Nemeses Finished by ~Akuma-G-Spark on deviantART


Den Kontest gewannen dann die Kaltwindbrüder, weil sie viel stärker waren. Am Ende waren alle Warmwindbrüder tot.
Die Kaltwindbrüder herrschten nun über beide Stämme, versklavten die Warmwindbrüder und den Kojoten, und herrschten mit eiserner Hand. Doch nun wurde auch das gesamte Gebiet der zwei Stämme so kalt wie vorher nur das Gebiet der Kaltwindler.

Der jüngste Sohn der Warmwindler hatte allerdings vorher eine Frau eines weiter südlicheren Stammes geheiratet, und diese war schwanger als ihr Mann wie seine Brüder starb.
Sie ging zurück in den Süden zu ihren Leuten, um ihren Sohn zum Rächer der Warmwindbrüder großzuziehen.
Als der Sohn erwachsen war kam er zurück, und besiegte die fünf Kaltwindbrüder im Kampf. Die Warmwindler trieben die restlichen Kaltwindbrüder so weit in den Norden, dass sie nie zurückfanden, und das Eis im Gebiet der Warmwindler schmolz schließlich.
Der Legende zufolge hätten wir immer noch eine Eiszeit, wenn der Warmwindenkel nicht gewesen wäre.

Tja, nach der Geschichte sind diese „kalten Brüder“ wohl eher die landläufig als „Eskimos“ titulierten Innuit als Vampire. Nette Geschichte trotzdem. Da ich aber scheinbar mittlerweile Deutschlands Ober-Vampirblogger bin, halte ich weiter nach indianischen Legenden Ausschau, die den Twilightfan interessiern könnten.

Written by Heiko C. in: Esoterisches,Gruseliges | Schlagwörter: , ,
Jul
20
2009
5

Nominierungen für den 5. Rechtsfreien Raum der Woche

So.  Selbst hab ich noch keine Vorschläge,  aber wenn ihr welche habt, dann könnt ihr sie hier als Kommentar posten, und ich übernehme sie dann. Wichtig für eine Nominierung ist, dass der Nominierte – vorzugsweise in den letzten 7 Tagen – die Phrase vom „rechtsfreien Raum“ in den Medien benutzt hat.  Idealerweise im Zusammenhang mit dem Internet.

Nachtrag: Da ca. 600 Augen mehr sehen als 2, habe ich mich entschieden die Preisverleihung noch weiter zu öffnen. Vorschläge wie gesagt hier (diese Woche, nächste Woche kommt ein neuer Nominierungs-Artikel) oder im Petitionsforum, das entstanden ist, als alle die Petition gegen Netzsperren unterschrieben haben.

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Jul
20
2009
1

Otto Pohl fühlt sich wohl mit Atomstrom…


AKW – Nuclear Power Plant by ~deepbluesheep on deviantART

Was es nicht alles gibt:

http://www.kernkraft-kids.de/

http://www.kernenergie-info.de/atomstrom/

http://www.atomindustrie.de/

http://www.kernenergie-online.de/

Alles nur Satire, wie hier nachzulesen ist, aber schwer zu erkennen, denke ich.

Das hier ist übrigens ein ernst gemeinter Spot der CO2-Endlager-Anwohner-sind-egal- und Biblis-is-schon-wieder-kaputt-Firma RWE:

Da fällt man doch vom Glauben ab. Bzw.: Was für ein Riesenbullshit!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Psychologisches | Schlagwörter: , , ,
Jul
20
2009
0

Mal so Mal so: Akt XII.

Jetzt hat die (wahrscheinlich Landes-)CDU die ersten Wahlplakate aufgestellt. Scheinbar sind die jetzt auch klar gegen ein CO2-Endlager. Aber was wird im Wahlkampf nicht alles behauptet.

CDU Wahlplakat zur Landtags oder Bundestagswahl

Der SPD trau ich da übrigens auch nicht viel weiter.

Nachtrag: Wie man jetzt wo das Foto online ist lesen kann,  war es die Kreis CDU. Die ist ja auch tatsächlich gegen das Endlager. Kein Wunder, die wohnen ja auch alle hier.  Kommunalwahlen stehen aber gar nicht an,  und außerdem sind alle Kreisparteien mittlerweile gegen das Endlager. Das Plakat bewirbt also die CDU für die Landes- und Bundestagswahl, die wohl beide im September kommen. Das ist grob irreführend, weil die CDU auf Landesebene eher halbherzig gegen CO2-Endlager ist,  Staatsirgendwas der Landesregierung Jost de Jager hat sinngemäß gesagt : „Da könnt ihr euch auf’m Kopp stellen, datt Lager kümmt eh!“ und im Bund ist man 110% für die pläne RWEs. Was die CDU Nordfriesland hier präsentiert kann man also bestenfalls als Mogelpackung bezeichnen.

Written by Heiko C. in: Mal so Mal so,Politisches | Schlagwörter: ,
Jul
19
2009
0

IV. Rechtsfreier Raum der Woche

Nominierungen gab’s ja diese hier.

Nach einiger Abwägung habe ich entschieden den Preis diese Woche der Jungen Union für ihre Pressemitteilung wegen eines mutmaßlichen Hackerangriffs zu spendieren. Immerhin kommt die Phrase vor, und Hackerangriffe sind total unfair. Da soll der RRW ein kleiner Trost sein.


Diamond Pokal by ~serolyx on deviantART

Applaus!

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Jul
19
2009
1

Google will die Weltherrschaft. Und unsere Krankendaten.

Google hat eine Funktion, Google Health, wo man sich in seinen Googleaccount einloggen, und all seine Krankendaten eingeben kann. Nun kann man auch all sein eingescanntes medizinisches Dokumentenzeug da eingeben. Das alles kann dann natürlich mit allen anderen Daten, die Google über einen sammelt in Zusammenhang gestellt werden.  Ich finde das gruselig, auch wenn Google immer noch sympathischer erscheint als unsere eigene Regierung.


Google by ~absolutcure on deviantART

Nachtrag: Ich hätte den Artikel auch „Datenkrake will Krankendaten“ nennen können, doch nun ist’s zu spät. Verdammt.

Written by Heiko C. in: Gruseliges | Schlagwörter: ,

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Jul
24
2009
4

Semantik für Fortgeschrittene: Warum „Space“ und „Raum“ nicht identisch sind.

Es ist ja immer so eine Sache, wenn man übersetzt. Da gibt es allerlei Tücken. Die wenigsten Worte haben nur eine Bedeutung, und so gut wie nie ist das Bedeutungspektrum eines Wortes gleich dem des entsprechenden Wortes in einer anderen Sprache. Bevor wir zu „Space“ kommen, nehmen wir ein deutlicheres Wort als Beispiel: „Holz“.

„Holz“ heißt im Deutschen jenes Material was aus Bäumen gewonnen, und zur Herstellung allerlei Zeugs verwendet wird. Das am ehesten dem deutschen „Holz“ entsprechende Wort im Englischen ist „Wood“. „Wood“ hat aber ein breiteres Bedeutungsspektrum als „Holz“. „Wood“ kann auch ebensogut mit „Wald“ übersetzt werden. Das ganze ist, wie sehr viel in der Semantik, kontextabhängig. Im Dänischen übersetzt man „Holz“ am besten mit „træ“, was allerdings auch gleichzeitig „Baum“ bedeuten kann.


Secret Wood by ~autumn-ethereal on deviantART

Wenn wir „Raum“ ins Englische übersetzen wollen, dann haben wir mehrere Möglichkeiten: „Room“, wenn mit „Raum“ ein Zimmer oder ein Saal gemeint ist, „Space“ oder „Range“, wenn es sich um eine räumliche Ausdehnung ganz allgemein handelt oder auch „Gullet“ wenn der Raum zwischen den Sägezähnen einer Säge gemeint ist. Wenn ein Engländer oder Amerikaner also einfach „Raum“ mit „Room“ übersetzt, ohne den Kontext der Benutzung zu beachten, dann bekommt er unter Umständen dasselbe Problem, wenn wir „Deep in the Woods“ mit „Tief in den Hölzern“ übersetzen.
Aus „Es stehen Vorwürfe im Raum“ würde dann „There are standing accusations in the room.“ was nicht viel Sinn ergibt.
Ähnlich ist es auch, wenn man Englische Worte ins Deutsche übersetzen will. Da kann halt so viel schiefgehen, weil eben kaum irgendwelche Worte in verschiedenen Sprachen semantisch deckungsgleich sind.

Kommen wir also endlich zu „Space“. Kann man sicherlich mit „Raum“ übersetzen. Bloss eben nicht immer.

Der bekannte Anfang jeder Star Trek Folge zum Beispiel lautet auf Englisch „Space, the final frontier…“ Wenn ich da einfach „Raum“ einsetze, erhalte ich „Raum, die letzte Grenze…“ Kann man eventuell noch halbwegs herleiten, was gemeint ist, richtiger wäre hier aber „Space“ mit „Weltraum“, „All“ oder „Kosmos“ zu übersetzen.
„Aha!“, wird der kundige Leser jetzt ausrufen, „Aber es heißt doch Raumschiff!“


SpaceShip by ~zsolti65 on deviantART

Stimmt. Es heißt Raumschiff. Aber das ist vermutlich schon eine fehlerhafte Übersetzung die sich irgendwann beim Übertragen von Englischsprachigen Science-Fiction-Romanen eingeschlichen hat, und nun zum Usus geworden ist. Früher hieß es in Deutschland noch „Weltraumschiff“.
„I’m flying into space!“, ist im Englischen eindeutig. Hier ist der Flug ins All gemeint. Sagt man aber im Deutschen „Ich fliege in den Raum!“, dann ist die erste Assoziation dazu ein Mensch, der unsanft von irgendwelchen Rüpeln durch eine Tür geworfen wird. Den englischen Satz würde man vermutlich eher mit „Ich fliege ins All“ oder „Ich fliege in den Weltraum“ übersetzen.

Noch ein Beispiel: Zwischen den beiden Alt-Tasten meiner Tastatur sitzt auf englisch „the space bar“. Weder würde ich diese Taste auf Deutsch „Raumtaste“ nennen, noch „Weltraumtaste“, sondern eben „Leertaste“. „Space“ kann also auch sowas bedeuten wie „Zwischenraum“ oder „Abstand“.
Wenn man auf Englisch gesagt bekommt „I need space.“, dann heißt es ja auch nicht „Ich brauche RAUM!“ sondern „Ich brauche Abstand!“. Kann sein, dass einige Leute tatsächlich heutzutage „Ich brauche Raum!“ sagen, wenn sie sich von ihrem Partner zwischenzeitlich trennen wollen, aber das ist dann ein unschöner Übersetzungsanglizismus, der leicht faschistoid wirkt, wie ich finde.

So, jetzt hab ich euch genug gelangweilt, ich gehe jetzt in die „Space Bar“ was trinken. Prost!


Space Bar by ~AlexWild on deviantART

Written by Heiko C. in: Linguistisches | Schlagwörter: ,
Jul
24
2009
6

Wahl zum 5. Rechtsfreien Raum der Woche

So, nachdem ihr schon alle fleißig geholfen habt Kandidaten für die Nominierung zu finden, dürft ihr sogar selbst an einer Wahl teilnehmen, um zu bestimmen, wer den Preis bekommen solll. Aber mehr davon später. Schauen wir uns erst einmal die Nominierten an:

Tja, da sind ja nun ein paar zusammengekommen:

Die AEPOC, die schockiert darüber ist, dass im Europaparlament die Piratenpartei vertreten ist, und den „gesetzlosen Raum im Internet“ verhindern will. 

Dieter Schütz, der irrtümlicherweise annimmt, der Fall Tauss hätte irgendwas mit dem Internet zu tun, obwohl bei Tauss meines Wissens nach nur offline Kinderpornographie gefunden wurde. Auch Dieter Schütz malt den rechtsfreien Raum Internet mit polemischen Farben an die Wand.

Oder etwa Ursula Zensursula von der Leyen, mit ihren „Benimmregeln im Internet“ die sie mithilfe der Plattitüde vom Internet, dass kein rechtsfreier Raum ist, durchsetzen will.

Oder Brigitte Zypries, die deutsche Moralvorstellungen im gesamten World Wide Web durchsetzen möchte, und daher auch hier diese Phrase bemüht.

Danke an alle, die Suchen geholfen haben!

Wer den Rechtsfreien Raum diese Woche bekommen soll, dafür könnt ihr im Petitionsforum abstimmen.

Nachtrag: Wenn ihr nicht im Petitionsforum angemeldet seid, könnt ihr nicht abstimmen dort. Lasst mir statt dessen dann einfach einen Kommentar da, und ich zähle die Stimmen dann später dazu.

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter: ,
Jul
23
2009
6

Dörflicher Überwachungswahn

Ich wohne in Leck. Das ist ein kleiner Ort in Nordfriesland, der sich gerne als Nordfrieslands „grünes Herz“ sieht. Das Hintergrundbild meines Blogs zeigt einen Blick von der Brücke über die Lecker Au. Leck hat etwas mehr als 7000 Einwohner, 2007 waren es jedenfalls noch etwa 7700. Und Leck wird videoüberwacht.

Wenn es nur um die Videoüberwachung vor einer Bank geht, wie etwa hier vor der VR-Bank, dann lasse ich mir das ja noch gefallen.
An der Laterne ist ein Schild

Diese unauffälligen Schilder habe ich allerdings an einigen verschiedenen Stellen in Leck entdeckt.

Der Platz vor der Bank ist von Kameras erfasst, der Platz an der Brücke über die Au, der mir mein Hintergrundbild bescherte auch, dann noch vor’m Dönermann und auf dem Platz vor dem Kino stehen auch gleich mehrere solcher Schilder.

Es scheint, dass pro 1000 Einwohner in Leck mindestens eine Kamera aufgestellt wurde. Auf dem Weg zur Arbeit werde ich von allen gefilmt. Was dann mit den Aufnahmen passiert, weiß ich nicht.

Ebenso rätselhaft erscheint es mir, warum dort überhaupt Kameras stehen. Es gab bisher weder einen spektakülären Banküberfall in Leck noch wurde der Dönermann meines Wissens überfallen. Auch ist mir kein großes Lecker-Au-Brücken-Kettensägen-Massaker bekannt.

Mein Vater meinte,  dass die Kameras aufgestellt wurden, damit die Ladenbesitzer wissen, wen sie verklagen müssen, wenn mal wieder jemand am Samstag aus der Disco kam, und vor eine Ladentüre gekotzt hat.

Aber ist Kotze wirklich wichtiger als die Informationelle Selbstbestimmung?

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gruseliges,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter:
Jul
22
2009
0

Ablehnung einfach erklärt

Eigentlich haben schon zu viele Leute zu viel über die neue Vodafone-Kampagne geschrieben und über den Fakt, dass diese Kampagne die angepeilte Zielgruppe – genannt Onlinewelt – zwar erreicht, aber eher einen negativen statt eines positiven Effektes zu haben scheint.
Bei WSDV finden sich umfangreiche Linklisten zu dem Thema. In vielen der Stellungnahmen, die den Aufstand gegen Vodafone als deutlich zu heftig und als überdramatisierend empfinden, fehlt ein entscheidender Fakt, oder dieser wird nur am Rande behandelt.
Vodafone war als erster Provider – scheinbar auch noch ohne groß überredet werden zu müssen – für die Errichtung einer generellen Zensurinfrastruktur im deutschen Internet. Diese Zensurinfrastruktur wird aber gerade aufgrund der jetzt schon akuten Gefahr einer beliebigen Ausweitung der gesperrten Seiten durch die Politik von der „Netzgemeinde“ fast einstimmig und oft fanatisch abgelehnt.

Vodafones Zielgruppe für die neue Kampagne ist eben diese „Netzgemeinde“. Dass das irgendwie eine dumme Idee war, sollte jetzt schon offensichtlich sein. Auch die Entrüstung die den Adnation-Bloggern entgegen schlägt, welche zuerst gegen die Netzsperren gewettert haben und nun Anzeigen von Vodafone schalten, schlägt in die gleiche Kerbe.
Wäre es Werbung für – sagen wir – 1&1 gewesen oder etwa die Telekom, hätte es zwar auch reichlich kritische Stimmen gegeben, aber nicht diese Flut an erbosten und boshaften Blogeinträgen und Kommentaren. Die Telekom hat sich ja auch schon im Zentrum einiger Datenskandale wiedergefunden und ist eine Firma, die man kritisch beäugt. Und über 1&1 gab’s mal einen Bericht im Fernsehen in dem es um die einseitige Kündigung von Flaterates ging, wenn der Traffic zu hoch war. Das alles sind im Netz auch wichtige Themen, und nicht nur da. Aber weder Telekom noch 1&1 waren so Pro-Netzsperren wie Vodafone. 1&1 hat sich sogar bis zuletzt gewehrt. (Gibt auch noch ganz viele andere Anbieter: (strato, freenet, wasnichalles…)

Und über Sascha Lobos Werbespot hab ich ja schon geschrieben. Da schreiben auch einige, dass Kritik an ihm nur Neid wäre. Klar, wenn ich einen dicken Werbevertrag angeboten bekommen würde, würde ich mich sicher auch freuen. Vielleicht würde ich sogar vor Freude im Dreieck springen und schon mal ’ne Reise zum Karneval nach Rio buchen. Aber nur, wenn der, der den Vertrag anbietet irgendwie so grade noch in mein Weltbild passt. Vodafone passt da nicht. Die haben verschissen.

Ich meine, wenn ein Bundestagsabgeordneter von den Grünen oder ein Greenpeace Aktivist morgen in einem Werbespot von Vattenfall sowas sagt wie „Krümmel, find ich gut!“ Dann wirkt das doch auch irgendwie… ich sag mal: unglaubwürdig, oder?
Das ist eben genau das, und genau das wird im Netz übel genommen. Wenn Blogger Werbung schalten, habe ich kein Problem damit. Auch nicht, wenn sie in Werbespots auftreten. Es kommt halt nur immer drauf an, um welche Werbung es geht. Man kann in den Kellern von vielen Großkonzernen irgendwelche Skellette finden. Im übertragenen Sinne. Aber „die Blogossphäre“ hat sich ja nunmal in mindestens den letzten 2 Monaten geschlossen und dauerhaft vor allem über die Netzsperren aufgeregt.

Dass Vodafone mit der neuen Kampagne ausgerechnet jetzt überhaupt gezielt versucht „Netzbewohner“ anzusprechen, das ist noch so was:
Entweder irgendwas ist an denen vorbeigegangen, die dachten, das beruhigt sich schon wieder oder die Kampagne war schon geplant, als Vodafone noch dachte, dass niemand es wagen würde sich gegen Internetsperren gegen Kinderpornografie zu stellen. Oder es hat noch andere Gründe. Für Vodafone war dieser Zeitpunkt für eine Kampagne, die unter anderen Umständen vielleicht noch ganz gut angekommen wäre, jedenfalls der denkbar schlechteste. Und nun haben sie den Salat.

— * —

Noch jemand, der nicht so recht zu wissen scheint, warum ihm so viel Ablehnung entgegenweht ist die Bundesregierung und weite Teile des Parlaments. Schäuble, von der Leyen und Konsorten verstehen nicht, warum wir immer mit dem Grundgesetz kommen. Wir hätten eine viel zu omnipotente Vorstellung von Grundrechten wird uns entgegen gehalten. Schäuble sagt, dass kein Grundrecht absolut sei, und dass die Regierung sich beim Beschließen von Gesetzen nicht vom Zwangskorsett des Grundgesetzes einschränken lassen kann. „Der Verfassungsschutz kann nicht den ganzen Tag mit dem Grundgesetz unterm Arm herumlaufen“ höre ich im Hinterkopf immer wieder, wenn ich solche Menschen reden höre.

Schäuble soll die Verfassung schützen, trotzdem kommen alle gefühlten zwei Wochen von ihm irgendwelche Vorschläge, wie man es umgehen soll. Bundeswehreinsatz im Innern, Terrordatei, Internierungslager für potentielle Gefährder… was kam da nicht alles von ihm. Einiges von diesen ganzen tollen Vorschlägen konnte schon im Keim abgewehrt werden, trotzdem habe ich nicht das Gefühl, dass es von Schäubles Agenda verschwunden ist. Er hat die Ideen scheinbar nur in eine Schublade gepackt, um sie beizeiten – wenn’s passt – wieder hervorzuholen.
Nach der Bundestagswahl soll nun Zwangsarbeit für HartzIV-Empfänger kommen. Auch die ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.

Unsere Verfassung heißt GRUNDGESETZ. Das ist Absicht. Die Verfassung ist der Grund, das Fundament auf dem unsere freiheitlich demokratische Grundordnung steht. Der ganze Staat ist darauf aufgebaut. Wenn man das Grundgesetz immer weiter aufweicht, aushöhlt und Grundrechte relativiert, weil man nachts Angst vor Terror hat, oder weil es einem gerade in den Kram passt, dann stürzt die freiheitliche Demokratie irgendwann in sich zusammen. Das sollte jedem klar vor Augen liegen, der ein wenig die Nachrichten verfolgt. Unseren Politikern ist das nicht klar. Die wundern sich. Was will denn das Volk schon wieder?
Was ist das? Betriebsblindheit? Dummheit? Böse Absicht? Was soll das? Ich hab keine Ahnung, und mittlerweile ist es mir auch egal. Diese Politik lehne ich ab, weil sie den Staat und die Freiheit zerstört. So einfach ist das.

Sicher kann man eine Demokratie auch auf Sand aufbauen, und nicht auf einem festen Fundament, wie es das Grundgesetz – aus guten Grund – bietet, aber dann droht sie nicht nur über kurz oder lang auseinanderzufallen oder langsam zu versinken – sie beginnt damit von der ersten Sekunde an.
Weimarer Republik? Schon mal gehört? Da ist das passiert. Und wohin es führte ist genau der Grund, warum wir das Grundgesetz in seiner heutigen Form haben. Schafft man es ab, wartet schon der nächste Diktator um die Ecke auf seine Gelegenheit, den letzten Grundrecht-Jengastein zu ziehen, der das Ding zum Umfallen bringt.
Wer da nicht alarmiert ist, den versteh‘ ich nicht und den wähle ich noch weniger.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jul
21
2009
62

Was hat es denn jetzt mit diesen kalten Wesen und indianischen Legenden auf sich?

Okay, ich bin es ja mittlerweile gewohnt, dass jeden Tag zwei drei Leute auf meinen Blog kommen, die nach „kalte Wesen“ oder ähnlichem googeln. Gestern jedoch staunte ich nicht schlecht, als im Laufe des Abends 35 Leute durch dieses Suchwort von der sympathischen Datenkrake auf meine Seite geleitet wurden. Und dieser Fakt machte mich nachdenklich.
Wenn so eine Nachfrage nach der Antwort auf die Frage nach den „kalten Wesen“ besteht, warum soll ich dann nicht wirklich mal was Nützliches zum Thema anbieten?


Guardian of the Sanctuary by `Mithgariel on deviantART

Bin ich mit meinem Blog tatsächlich schon die beste Quelle im deutschsprachigen Internet um über kalte Wesen und vamipische Indianerlegenden etwas zu erfahren? Ich meine, ich habe ja selbst – wie Bella im Buch und Film „Twilight“ – nach dem Konsum ebendieses Filmes nach „kalte Wesen, indianische Legenden“ gegoogelt, und leider nichts gefunden. Wäre der Twilight Film von J.J. Abrams gemacht worden, hätte man doch im Vorfeld Fake-Seiten ins Netz gestellt, in denen die angesprochenen indianischen Legenden quasi-wissenschaftlich beleuchtet und erläutert werden. So wie bei Cloverfield, Lost und Fringe. Oder auch bei „Blair Witch Project“.


The Blair Witch Project by ~DelinquentAntagonist on deviantART

Aber die Ausbeute bei Google ist mager.

Als ersten Treffer bei Google findet sich Lycos IQ, wo jemand die Frage stellt, ob es „kalte Wesen genannt Vampire“ wirklich gibt. Die Antworten gehen über die in den USA beliebte gruftieähnliche Subkultur der „Vampires“, über kannibalistische Massenmörder bis zu Menschen die aus Fetischgründen oder pseudomedizinischen Gründen Blut trinken. Auch der Ursprung der Dracula-Legenden, der rumänische Graf Vlad Tepesh wird am Rande erwähnt.
In den Kommentaren zu der Frage finden sich scheinbar auch die von ein paar Twilight Fans, die das Buch (oder den Film) scheinbar für bare Münze nehmen. Aber indianische Legenden gibt’s hier leider nicht. Trotz der ansonsten erschöpfenden Antworten zum Thema Vampir.

Der zweite Treffer bringt uns zu „Cullens Corner“, scheinbar ein Twilight Fan-Forum. Da die sich ja wohl hauptsächlich ans Buch halten werden, und wir ja nun eigentlich nach authentischen indianischen Vampirlegenden suchen, sind wir hier falsch.

Der dritte Treffer bringt uns nach „Gute Frage.net„, scheinbar sowas ähnliches wie Lycos IQ – oder umgekehrt, ich weiß nicht, was zuerst da war. Dort fragt ein scheinbar leicht durch den Konsum der Twilight Reihe verwirrter Mensch mit dem Pseudonym „Charly 95“ folgendes:

Glaubt ihr an VAMPIERE/Blutsauer/Kalte Wesen? ich weiß nicht was ich glauben soll!! mir ist selber fast immer kalt (hände).ich habe auch temperatur schwankungen bin aber selber nicht krank und füle mich auch nicht soo!!ich würde es toll finden wenn es welche gibt BITTE SAGT MIR WAS IHR GLAUBT!!

Wenn ich hier mal Charly antworten darf, denn bei „Gute Frage“ machen sich doch einige über seine Frage lustig:
Lieber Charly95,
Keine Sorge, du bist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Vampir. Wenn auch der „endgültige Beweis“ dass es keine Vampire gibt nicht erbracht werden kann, ist es in den heutigen Zeiten der Überbevölkerung so, dass man sehr oft auf Vampire stoßen würde, wenn es diese denn gäbe. Und auch du wirst kein Vampir sein, nicht allen denen kalt ist, oder die sich kalt anfühlen sind Vampire. Eigentlich sind die meisten keine Vampire. Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen zu sagen, dass keiner, dem immer kalt ist ein Vampir ist, wie man ihn aus dem Kino – oder eben aus dem Twilight Universum – kennt.
Wenn du mir so nicht glaubst, dann mach den Selbstversuch: Geh an die Sonne! Wenn du glitzerst wie eine Weihnachtsdekoration oder zu Staub zerfällst, dann warst du wohl doch ein Vampir. Sonst nicht. Sonnenbrand zählt nicht, aber wenn du einen bekommst, geh aus der Sonne – oder besser bevor du einen bekommst.

Auf der Suche nach Antworten sind einige nicht minder verwirrte Twilight-Fans auch bei den Onlineseiten des P.M. gelandet. Dort finden sich 5 Fragen nach dem Wahrheitsgehalt der Vampirlegenden und dem Essverhalten von Vampiren. Alle fünf Diskussionsstränge dazu sind jedoch mittlerweile geschlossen. Schade, hier kommen wir wohl auch nicht weiter.

Etwas weiter hinten bei den Google Ergebnissen findet sich eine Meta-Frage zu den vielzitierten indianischen Legenden. Bei Yahoo clever fragt eine gewisse $andy, auf welcher Internetseite Bella im Film Twilight etwas über die kalten Wesen erfährt.
Nach all den Googlesuchen von gestern würde ich fast antworten, dass sie direkt auf meiner Seite landet. ^^ Aber Spaß beiseite. $andy wird geantwortet, dass es diese Seite nicht gibt. Schade. So kommen wir also auch nicht weiter.

Bei kurze Frage begegnen wir dem Statement, dass die kalten Wesen in Wirklichkeit die Frauen sind. Sicher kommen Frauen in indianischen Legenden vor, aber so weit würde ich dann doch nicht gehen zu sagen alle Frauen wären Vampire. Bevor ich hier noch irgendwelche sexistischen Kalauer reiße, schnell weiter im Text:

Auf „Geschichtsirrtümer.teucom.net“ findet sich allerhand interessantes über Vampire und andere Fabelwesen, doch leider nichts über indianische Legenden. Im Gegenteil scheint die Vampirlegende ein ausgesprochen europäisches Phänomen zu sein.

Der Rest der Googlesuche ergibt eigentlich hauptsächlich Seiten mit direktem Bezug zur „Twilight“. Also nichts wo Bella hingesurft sein kann.

Ist also das Suchwort falsch? „kalte Wesen“ ist ja nun irgendwie sehr nichtssagend. Kann ja alles bedeuten.

Also Suchwort wechseln. Ich googlke jetzt einfach mal nach „native american legends“, mal sehen, was ich da so finde.

Als erstes fällt mir da die Seite www.ilhawaii.net auf, wo es einen Native American Lore Index gibt. Den durchsuch ich nach „Cold“ und finde die Geschichte von den „Warmwindbrüdern gegen die Kaltwindbrüder“ Die „Kaltwindbrüder“, das sind doch sicherlich endlich Vampire, oder?


Woolly mammoth by ~trexmaster on deviantART

Mal sehen. Die Geschichte handelt von zwei Stämmen, die in der Eiszeit lebten. Es gab einmal den „Warmwindstamm“ der an der an der Ostküste in einer Gegend lebte, die „Dry Falls“ heißt.


Dry falls by ~Sonic840 on deviantART

Wo immer die hinwanderten war es immer schön warm. Der Häuptling der Warmwindler soll fünf Söhne gehabt haben, wie auch der Häuptlin des Kaltwindstammes.
Der Kaltwindstamm hatte nicht so viel Glück. Die schienen direkt nördlich vom Warmwindstamm zu wohnen, und hatten immer Schnee und Eis, egal wo sie hinzogen. Wenn sie zu weit nach Süden zogen versperrten ihnen die Warmwindler den Weg.
Die Kaltwindler hielten nun eine Konferenz ab, und kamen zu der Erkenntnis, dass wenn sie die fünf Warmwindbrüder umbringen würden, sie nach Süden reisen könnten, ohne dass sich ihnen jemand in den Weg stellten würde.

Sie fragten Kojote – in der Fabelwelt der amerikanischen Ureinwohner wohl sowas wie Reinecke Fuchs – ob er nicht eine Herausvorderung der 5 Kaltwindbrüder zu den 5 Warmwindbrüdern bringen möchte.
Ein Datum für den Wettbewerb auf Leben und tot wurde festgesetzt, und der Kojote lief überall herum und erzählte es allen.


Eternal Nemeses Finished by ~Akuma-G-Spark on deviantART


Den Kontest gewannen dann die Kaltwindbrüder, weil sie viel stärker waren. Am Ende waren alle Warmwindbrüder tot.
Die Kaltwindbrüder herrschten nun über beide Stämme, versklavten die Warmwindbrüder und den Kojoten, und herrschten mit eiserner Hand. Doch nun wurde auch das gesamte Gebiet der zwei Stämme so kalt wie vorher nur das Gebiet der Kaltwindler.

Der jüngste Sohn der Warmwindler hatte allerdings vorher eine Frau eines weiter südlicheren Stammes geheiratet, und diese war schwanger als ihr Mann wie seine Brüder starb.
Sie ging zurück in den Süden zu ihren Leuten, um ihren Sohn zum Rächer der Warmwindbrüder großzuziehen.
Als der Sohn erwachsen war kam er zurück, und besiegte die fünf Kaltwindbrüder im Kampf. Die Warmwindler trieben die restlichen Kaltwindbrüder so weit in den Norden, dass sie nie zurückfanden, und das Eis im Gebiet der Warmwindler schmolz schließlich.
Der Legende zufolge hätten wir immer noch eine Eiszeit, wenn der Warmwindenkel nicht gewesen wäre.

Tja, nach der Geschichte sind diese „kalten Brüder“ wohl eher die landläufig als „Eskimos“ titulierten Innuit als Vampire. Nette Geschichte trotzdem. Da ich aber scheinbar mittlerweile Deutschlands Ober-Vampirblogger bin, halte ich weiter nach indianischen Legenden Ausschau, die den Twilightfan interessiern könnten.

Written by Heiko C. in: Esoterisches,Gruseliges | Schlagwörter: , ,
Jul
20
2009
5

Nominierungen für den 5. Rechtsfreien Raum der Woche

So.  Selbst hab ich noch keine Vorschläge,  aber wenn ihr welche habt, dann könnt ihr sie hier als Kommentar posten, und ich übernehme sie dann. Wichtig für eine Nominierung ist, dass der Nominierte – vorzugsweise in den letzten 7 Tagen – die Phrase vom „rechtsfreien Raum“ in den Medien benutzt hat.  Idealerweise im Zusammenhang mit dem Internet.

Nachtrag: Da ca. 600 Augen mehr sehen als 2, habe ich mich entschieden die Preisverleihung noch weiter zu öffnen. Vorschläge wie gesagt hier (diese Woche, nächste Woche kommt ein neuer Nominierungs-Artikel) oder im Petitionsforum, das entstanden ist, als alle die Petition gegen Netzsperren unterschrieben haben.

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Jul
20
2009
1

Otto Pohl fühlt sich wohl mit Atomstrom…


AKW – Nuclear Power Plant by ~deepbluesheep on deviantART

Was es nicht alles gibt:

http://www.kernkraft-kids.de/

http://www.kernenergie-info.de/atomstrom/

http://www.atomindustrie.de/

http://www.kernenergie-online.de/

Alles nur Satire, wie hier nachzulesen ist, aber schwer zu erkennen, denke ich.

Das hier ist übrigens ein ernst gemeinter Spot der CO2-Endlager-Anwohner-sind-egal- und Biblis-is-schon-wieder-kaputt-Firma RWE:

Da fällt man doch vom Glauben ab. Bzw.: Was für ein Riesenbullshit!

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Psychologisches | Schlagwörter: , , ,
Jul
20
2009
0

Mal so Mal so: Akt XII.

Jetzt hat die (wahrscheinlich Landes-)CDU die ersten Wahlplakate aufgestellt. Scheinbar sind die jetzt auch klar gegen ein CO2-Endlager. Aber was wird im Wahlkampf nicht alles behauptet.

CDU Wahlplakat zur Landtags oder Bundestagswahl

Der SPD trau ich da übrigens auch nicht viel weiter.

Nachtrag: Wie man jetzt wo das Foto online ist lesen kann,  war es die Kreis CDU. Die ist ja auch tatsächlich gegen das Endlager. Kein Wunder, die wohnen ja auch alle hier.  Kommunalwahlen stehen aber gar nicht an,  und außerdem sind alle Kreisparteien mittlerweile gegen das Endlager. Das Plakat bewirbt also die CDU für die Landes- und Bundestagswahl, die wohl beide im September kommen. Das ist grob irreführend, weil die CDU auf Landesebene eher halbherzig gegen CO2-Endlager ist,  Staatsirgendwas der Landesregierung Jost de Jager hat sinngemäß gesagt : „Da könnt ihr euch auf’m Kopp stellen, datt Lager kümmt eh!“ und im Bund ist man 110% für die pläne RWEs. Was die CDU Nordfriesland hier präsentiert kann man also bestenfalls als Mogelpackung bezeichnen.

Written by Heiko C. in: Mal so Mal so,Politisches | Schlagwörter: ,
Jul
19
2009
0

IV. Rechtsfreier Raum der Woche

Nominierungen gab’s ja diese hier.

Nach einiger Abwägung habe ich entschieden den Preis diese Woche der Jungen Union für ihre Pressemitteilung wegen eines mutmaßlichen Hackerangriffs zu spendieren. Immerhin kommt die Phrase vor, und Hackerangriffe sind total unfair. Da soll der RRW ein kleiner Trost sein.


Diamond Pokal by ~serolyx on deviantART

Applaus!

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Jul
19
2009
1

Google will die Weltherrschaft. Und unsere Krankendaten.

Google hat eine Funktion, Google Health, wo man sich in seinen Googleaccount einloggen, und all seine Krankendaten eingeben kann. Nun kann man auch all sein eingescanntes medizinisches Dokumentenzeug da eingeben. Das alles kann dann natürlich mit allen anderen Daten, die Google über einen sammelt in Zusammenhang gestellt werden.  Ich finde das gruselig, auch wenn Google immer noch sympathischer erscheint als unsere eigene Regierung.


Google by ~absolutcure on deviantART

Nachtrag: Ich hätte den Artikel auch „Datenkrake will Krankendaten“ nennen können, doch nun ist’s zu spät. Verdammt.

Written by Heiko C. in: Gruseliges | Schlagwörter: ,