Impactsuspect » 2009 » Juli » 23
Jul
23
2009
6

Dörflicher Überwachungswahn

Ich wohne in Leck. Das ist ein kleiner Ort in Nordfriesland, der sich gerne als Nordfrieslands „grünes Herz“ sieht. Das Hintergrundbild meines Blogs zeigt einen Blick von der Brücke über die Lecker Au. Leck hat etwas mehr als 7000 Einwohner, 2007 waren es jedenfalls noch etwa 7700. Und Leck wird videoüberwacht.

Wenn es nur um die Videoüberwachung vor einer Bank geht, wie etwa hier vor der VR-Bank, dann lasse ich mir das ja noch gefallen.
An der Laterne ist ein Schild

Diese unauffälligen Schilder habe ich allerdings an einigen verschiedenen Stellen in Leck entdeckt.

Der Platz vor der Bank ist von Kameras erfasst, der Platz an der Brücke über die Au, der mir mein Hintergrundbild bescherte auch, dann noch vor’m Dönermann und auf dem Platz vor dem Kino stehen auch gleich mehrere solcher Schilder.

Es scheint, dass pro 1000 Einwohner in Leck mindestens eine Kamera aufgestellt wurde. Auf dem Weg zur Arbeit werde ich von allen gefilmt. Was dann mit den Aufnahmen passiert, weiß ich nicht.

Ebenso rätselhaft erscheint es mir, warum dort überhaupt Kameras stehen. Es gab bisher weder einen spektakülären Banküberfall in Leck noch wurde der Dönermann meines Wissens überfallen. Auch ist mir kein großes Lecker-Au-Brücken-Kettensägen-Massaker bekannt.

Mein Vater meinte,  dass die Kameras aufgestellt wurden, damit die Ladenbesitzer wissen, wen sie verklagen müssen, wenn mal wieder jemand am Samstag aus der Disco kam, und vor eine Ladentüre gekotzt hat.

Aber ist Kotze wirklich wichtiger als die Informationelle Selbstbestimmung?

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gruseliges,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter:

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Dörflicher Überwachungswahn

Ich wohne in Leck. Das ist ein kleiner Ort in Nordfriesland, der sich gerne als Nordfrieslands „grünes Herz“ sieht. Das Hintergrundbild meines Blogs zeigt einen Blick von der Brücke über die Lecker Au. Leck hat etwas mehr als 7000 Einwohner, 2007 waren es jedenfalls noch etwa 7700. Und Leck wird videoüberwacht.

Wenn es nur um die Videoüberwachung vor einer Bank geht, wie etwa hier vor der VR-Bank, dann lasse ich mir das ja noch gefallen.
An der Laterne ist ein Schild

Diese unauffälligen Schilder habe ich allerdings an einigen verschiedenen Stellen in Leck entdeckt.

Der Platz vor der Bank ist von Kameras erfasst, der Platz an der Brücke über die Au, der mir mein Hintergrundbild bescherte auch, dann noch vor’m Dönermann und auf dem Platz vor dem Kino stehen auch gleich mehrere solcher Schilder.

Es scheint, dass pro 1000 Einwohner in Leck mindestens eine Kamera aufgestellt wurde. Auf dem Weg zur Arbeit werde ich von allen gefilmt. Was dann mit den Aufnahmen passiert, weiß ich nicht.

Ebenso rätselhaft erscheint es mir, warum dort überhaupt Kameras stehen. Es gab bisher weder einen spektakülären Banküberfall in Leck noch wurde der Dönermann meines Wissens überfallen. Auch ist mir kein großes Lecker-Au-Brücken-Kettensägen-Massaker bekannt.

Mein Vater meinte,  dass die Kameras aufgestellt wurden, damit die Ladenbesitzer wissen, wen sie verklagen müssen, wenn mal wieder jemand am Samstag aus der Disco kam, und vor eine Ladentüre gekotzt hat.

Aber ist Kotze wirklich wichtiger als die Informationelle Selbstbestimmung?

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