Impactsuspect » Nominierungen für den 4. Rechtsfreien Raum der Woche
Jul
17
2009

Nominierungen für den 4. Rechtsfreien Raum der Woche

I. Tja, und da dachte ich schon diese Woche gäb’s keine. Ich hatte mich schon gefreut, denn ich habe ja vor den Preis für diese Phrase zu verleihen, bis ich sie nicht mehr hören, lesen oder sonst irgendwo finden muss. Nun hat aber scheinbar jemand das Youtube Passwort der Jungen Union erraten, und all deren Videos gelöscht, was die Junge Union zum Anlass nahm eine Pressemitteilung herauszugeben. Ganz zum Schluß ist dort zu lesen:

Das Internet ist kein moral- oder rechtsfreier Raum. Deshalb fordert die Junge Union einen fairen Internetwahlkampf und tritt gerade in Wahlkampfzeiten für einen offenen und freien Meinungsaustausch im Netz ein.

Sicher ist es falsch einfach mal so in den Youtube-Account des politischen Gegners hineinzumarschieren und alles zu löschen. Aber wenn es stimmt, was bei Netzpolitik angenommen wird, dass das Passwort wohl zu leicht zu erraten war, dann gilt auch, dass wer die Tür offen lässt, sich nicht wundern muss, wenn Gäste kommen.
Ein Appell sich an die Regeln zu halten ist nur verständlich, und sicher legitim. Muss aber diese Phrase wieder drin vorkommen?

II. Aus akutem Mangel an negativen Beispielen für die Verwendung dieser Phrase in dieser Woche geht die zweite Nominierung an einen kritischen Beitrag.
Beim Chaosradio Express findet sich diese Woche ein schöner Podcast in dem Udo Vetter vom Lawblog zusammen mit Moderator Tim Pritlove diese Phrase und ihren Sinn näher betrachten.
Das ganze heißt: Globales Dorf – Rechtsfreier Raum?
Unter anderem wird dort darüber geredet ob das Internet jemals ein rechtsfreier Raum war, oder nicht.

Nachtrag:
Als kleines Fundstück am Rande, das aber nicht für eine Nominierung reicht sei dieser Artikel bei newsclick.de empfohlen. Aber ein „Ich will nicht sagen, dass der Campingplatz ein rechtsfreier Raum ist, aber beim Umgangston geht es dort sicher rauer zur Sache“ reicht nicht für eine Nominierung. Das ist einfach zu wischi-waschi.

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:

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I. Tja, und da dachte ich schon diese Woche gäb’s keine. Ich hatte mich schon gefreut, denn ich habe ja vor den Preis für diese Phrase zu verleihen, bis ich sie nicht mehr hören, lesen oder sonst irgendwo finden muss. Nun hat aber scheinbar jemand das Youtube Passwort der Jungen Union erraten, und all deren Videos gelöscht, was die Junge Union zum Anlass nahm eine Pressemitteilung herauszugeben. Ganz zum Schluß ist dort zu lesen:

Das Internet ist kein moral- oder rechtsfreier Raum. Deshalb fordert die Junge Union einen fairen Internetwahlkampf und tritt gerade in Wahlkampfzeiten für einen offenen und freien Meinungsaustausch im Netz ein.

Sicher ist es falsch einfach mal so in den Youtube-Account des politischen Gegners hineinzumarschieren und alles zu löschen. Aber wenn es stimmt, was bei Netzpolitik angenommen wird, dass das Passwort wohl zu leicht zu erraten war, dann gilt auch, dass wer die Tür offen lässt, sich nicht wundern muss, wenn Gäste kommen.
Ein Appell sich an die Regeln zu halten ist nur verständlich, und sicher legitim. Muss aber diese Phrase wieder drin vorkommen?

II. Aus akutem Mangel an negativen Beispielen für die Verwendung dieser Phrase in dieser Woche geht die zweite Nominierung an einen kritischen Beitrag.
Beim Chaosradio Express findet sich diese Woche ein schöner Podcast in dem Udo Vetter vom Lawblog zusammen mit Moderator Tim Pritlove diese Phrase und ihren Sinn näher betrachten.
Das ganze heißt: Globales Dorf – Rechtsfreier Raum?
Unter anderem wird dort darüber geredet ob das Internet jemals ein rechtsfreier Raum war, oder nicht.

Nachtrag:
Als kleines Fundstück am Rande, das aber nicht für eine Nominierung reicht sei dieser Artikel bei newsclick.de empfohlen. Aber ein „Ich will nicht sagen, dass der Campingplatz ein rechtsfreier Raum ist, aber beim Umgangston geht es dort sicher rauer zur Sache“ reicht nicht für eine Nominierung. Das ist einfach zu wischi-waschi.

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