Impactsuspect » 2009 » Juli » 14
Jul
14
2009
--

Zensur und die Wirtschaft ankurbeln! DIE Idee!

So, nun muss nur noch der Herr Köhler seinen Horst drunter setzen, und dann ist es amtlich: Das Deutschnetz wird zensiert! Naürlich eigentlich nur Seiten mit dokumentiertem Kindesmißbrauch, oder wie der Volksmund sagt „Kinderpornos“, doch wenn man sich anschaut was anderswo so passiert…

Großbritannien hat zum Beispiel auch schon mal Wikipedia auf der Sperrliste gehabt, China wollte Google sperren – was draus geworden ist, weiß ich nicht – und auch in Deutschland stehen eifrige Lobbyisten schon in den Startlöchern um Hassseiten, Killerspiele, Tauschbörsen, Magersuchtseiten, Selbstmordseiten, Gewaltseiten, Google Books und etliches Mehr auf die Sperrlisten zu setzen, und damit den Status Quo des durch politikhörige Journalisten verdummten Volkes zu erhalten.

Wenn man all solche Seiten weltweit zusammenzählt, kommt man vielleicht sogar auf 1000 Seiten pro Tag, die unsere Familienministerin in Zukunft ja neu auf die Sperrliste setzen will.

Das Internet wird also in Zukunft – zumindest von Deutschland aus betrachtet – nur noch aus Stoppschildern bestehen. Alle gleich, alles ein wenig langweilig.

Meine Idee ist jetzt folgende: Warum soll ein Teil des Platzes eines Stoppschildes nicht dazu benutzt werden, um Anzeigen darauf zu schalten? Die vielen Tausend Stoppschilder, durch die man sich täglich klicken müsste wären nicht so langweilig, und vielleicht kurbelt so eine Aktion auch die krankende Wirtschaft in unserem Land an.
Rein farblich wären Anzeigen von Coca-Cola oder Vodafone denkbar. „Diese Zensur wird Ihnen präsentiert von: Coke! -the real thing!“, oder so. Man könnte auch ganz clever sein, und bei den Magersuchtseiten zum Beispiel dann Werbung für McDonalds schalten. Vielleicht geht die Betroffene dann was essen, anstatt sich online neue Wege zum Hungern zu suchen?! Das wären dann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe!


McDonalds kills canines. by ~totallyunacceptable on deviantART

Oder warum leitet man die Leute nicht einfach auf ein Videoportal der CDU um, wo dann den ganzen Tag Wahlwerbespots laufen? Die Möglichkeiten scheinen schier unbegrenzt! Das daran noch keiner gedacht hat, wundert mich ehrlich!

Ach ja, Bundesregierung: Wenn ihr das wirklich macht, will ich Prozente!

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: ,
Jul
14
2009
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Wortwolken

Bei www.wordle.net kann man sich seine eigenen Wortwolken machen. Ich hab gleich mal diesen Blog als Quelle eingegeben, und folgende Wortwolke bekommen: Klick mich!

Aus meinen häufigsten Tags habe ich das hier gebastelt:
impactsuspectwolke

Written by Heiko C. in: Linguistisches,Lustiges | Schlagwörter:
Jul
14
2009
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Der CDU-Generalsekretär und der Stabreim

Ich habe gerade auf den Onlineseiten der Berliner Zeitung diesen Artikel über Krümmel und den Atomausstiegsausstieg der CDU gelesen, als mir folgende Passage auffiel:

Einerseits propagiert man weiter die Renaissance der Kernenergie. Andererseits setzt man sich geradezu demonstrativ vom Krümmel-Betreiber Vattenfall ab, um dieses politische Ziel nicht zu verspielen. Vattenfall habe sich „nicht mit Ruhm bekleckert“, polterte gestern CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla nach der Sitzung der Parteigremien in Berlin.

(Hervorhebung von mir)


Portrait Of A Politician by =EPAF on deviantART

Fällt euch was auf? Pofalla poltert. Ein staunenswerter Stabreim. Geradezu eine alternativlose Alliteration. Und eine die – ehrlich gesagt – schon ziemlich naheliegend ist, allein was den Klang des Namens von Herrn Pofalla angeht.

Ich wollte mal sehen wie naheliegend sie ist, daher habe ich einfach mal Herrn Google gefragt, wie oft „poltern“ im Zusammenhang mit „Pofalla“ im Netz zu finden ist.
Das Ergebnis: Herr Google hat etwa 338 Ergebnisse.
Das gesamte Spektrum der netzpräsenten Printmedien ist vertreten.
Bei Spiegel Online poltert Pofalla gegen Oettinger und gegen die SPD beim Betreuungsgeld,

„Jeder muss sich entscheiden, ob er die gemeinsame Linie des Regierungsprogramms von CDU und CSU vertreten oder seine persönliche Meinung in Zeitungsinterviews verbreiten will“, polterte Pofalla.

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla polterte: Die Familien müssten herhalten für die parteipolitischen Sandkastenspiele der SPD. Das werde die Union nicht zulassen.

bei der Süddeutschen poltert Pofalla (polemisch) wegen des mickrigen Wahlergebnisses der SPD,

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla polterte dagegen gleich noch am Wahlabend los, mit ihren „nicht mal 22 Prozent“ könnten die Sozialdemokraten keinen Anspruch auf einen EU-Kommissar erheben.

Bei Vodafone Live – gut, das ist jetzt keine Zeitung – „poltert“ Pofalla sogar „was das Zeug hält“:

Wer so viel poltert, der bekommt aber auch … zurückgepoltert, wie es scheint.

So ist bei newsclick.de zu lesen:

So polterte etwa SPD-Fraktionschef Peter Struck über CDU-General Ronald Pofalla: „Das nehme ich sowieso nie ernst, was Herr Pofalla sagt“.

Aber wer so viel poltert, weiß auch wie man dem Gepolter von anderen begegnet, wie bei web.de zu lesen ist:

„Die Union hat bis heute kein Programm, nicht einmal einen Entwurf“, polterte Frank-Walter Steinmeier noch am Sonntagmittag – und die Genossen im Berliner Hotel Estrel johlten.

Die großen Streitpunkte seien ausgeräumt, ließen die Generalsekretäre von CDU und CSU, Ronald Pofalla und Alexander Dobrindt, am Montag fast wortgleich verlauten.

Bleibt die Frage ob Ronald Pofalla wirklich immer brachialrhetorisch daherpoltert, oder ob er nur das Opfer eines ungünstigen Familiennamens und der Phantasielosigkeit diverser Journalisten geworden ist. Um das näher zu beleuchten, schauen wir uns doch einmal an was Herr Pofalla so auf Abgeordnetenwatch sagt:

Sehr geehrter Herr , ____________

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 25.05.2009 über abgeordnetenwatch.de.

Gerne bin ich bereit, an mich persönlich gerichtete Anfragen zu beantworten.

Bitte nutzen Sie hierzu meine E-Mail-Adresse: ronald.pofalla@bundestag.de
oder schreiben Sie mir unter folgender Postanschrift:
Ronald Pofalla MdB
Deutscher Bundestag
Platz der Republik
11011 Berlin

Mit freundlichen Grüßen
Ronald Pofalla MdB

Und das ist die Antwort auf alle durch Herrn Pofalla „beantworteten“ Fragen dort. Hier finden wir also kein Gepolter. Vielleicht hat sich Herr Pofalla aber dazu entschieden nur noch im privaten zu poltern? Das kann ich nicht entscheiden, aber es wirkt zumindest unwahrscheinlich, wo ihn doch so viele Journalisten immer beim Poltern erwischen…

Auf seiner Homepage kann man zwar auch vorbeischauen, aber das ist letztlich auch wenig hilfreich…

Bleibt nur zu hoffen, dass Pofalla bald mal wieder poltert…

Written by Heiko C. in: Linguistisches,Politisches | Schlagwörter: , ,

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So, nun muss nur noch der Herr Köhler seinen Horst drunter setzen, und dann ist es amtlich: Das Deutschnetz wird zensiert! Naürlich eigentlich nur Seiten mit dokumentiertem Kindesmißbrauch, oder wie der Volksmund sagt „Kinderpornos“, doch wenn man sich anschaut was anderswo so passiert…

Großbritannien hat zum Beispiel auch schon mal Wikipedia auf der Sperrliste gehabt, China wollte Google sperren – was draus geworden ist, weiß ich nicht – und auch in Deutschland stehen eifrige Lobbyisten schon in den Startlöchern um Hassseiten, Killerspiele, Tauschbörsen, Magersuchtseiten, Selbstmordseiten, Gewaltseiten, Google Books und etliches Mehr auf die Sperrlisten zu setzen, und damit den Status Quo des durch politikhörige Journalisten verdummten Volkes zu erhalten.

Wenn man all solche Seiten weltweit zusammenzählt, kommt man vielleicht sogar auf 1000 Seiten pro Tag, die unsere Familienministerin in Zukunft ja neu auf die Sperrliste setzen will.

Das Internet wird also in Zukunft – zumindest von Deutschland aus betrachtet – nur noch aus Stoppschildern bestehen. Alle gleich, alles ein wenig langweilig.

Meine Idee ist jetzt folgende: Warum soll ein Teil des Platzes eines Stoppschildes nicht dazu benutzt werden, um Anzeigen darauf zu schalten? Die vielen Tausend Stoppschilder, durch die man sich täglich klicken müsste wären nicht so langweilig, und vielleicht kurbelt so eine Aktion auch die krankende Wirtschaft in unserem Land an.
Rein farblich wären Anzeigen von Coca-Cola oder Vodafone denkbar. „Diese Zensur wird Ihnen präsentiert von: Coke! -the real thing!“, oder so. Man könnte auch ganz clever sein, und bei den Magersuchtseiten zum Beispiel dann Werbung für McDonalds schalten. Vielleicht geht die Betroffene dann was essen, anstatt sich online neue Wege zum Hungern zu suchen?! Das wären dann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe!


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Oder warum leitet man die Leute nicht einfach auf ein Videoportal der CDU um, wo dann den ganzen Tag Wahlwerbespots laufen? Die Möglichkeiten scheinen schier unbegrenzt! Das daran noch keiner gedacht hat, wundert mich ehrlich!

Ach ja, Bundesregierung: Wenn ihr das wirklich macht, will ich Prozente!

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Bei www.wordle.net kann man sich seine eigenen Wortwolken machen. Ich hab gleich mal diesen Blog als Quelle eingegeben, und folgende Wortwolke bekommen: Klick mich!

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Der CDU-Generalsekretär und der Stabreim

Ich habe gerade auf den Onlineseiten der Berliner Zeitung diesen Artikel über Krümmel und den Atomausstiegsausstieg der CDU gelesen, als mir folgende Passage auffiel:

Einerseits propagiert man weiter die Renaissance der Kernenergie. Andererseits setzt man sich geradezu demonstrativ vom Krümmel-Betreiber Vattenfall ab, um dieses politische Ziel nicht zu verspielen. Vattenfall habe sich „nicht mit Ruhm bekleckert“, polterte gestern CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla nach der Sitzung der Parteigremien in Berlin.

(Hervorhebung von mir)


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Fällt euch was auf? Pofalla poltert. Ein staunenswerter Stabreim. Geradezu eine alternativlose Alliteration. Und eine die – ehrlich gesagt – schon ziemlich naheliegend ist, allein was den Klang des Namens von Herrn Pofalla angeht.

Ich wollte mal sehen wie naheliegend sie ist, daher habe ich einfach mal Herrn Google gefragt, wie oft „poltern“ im Zusammenhang mit „Pofalla“ im Netz zu finden ist.
Das Ergebnis: Herr Google hat etwa 338 Ergebnisse.
Das gesamte Spektrum der netzpräsenten Printmedien ist vertreten.
Bei Spiegel Online poltert Pofalla gegen Oettinger und gegen die SPD beim Betreuungsgeld,

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CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla polterte: Die Familien müssten herhalten für die parteipolitischen Sandkastenspiele der SPD. Das werde die Union nicht zulassen.

bei der Süddeutschen poltert Pofalla (polemisch) wegen des mickrigen Wahlergebnisses der SPD,

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla polterte dagegen gleich noch am Wahlabend los, mit ihren „nicht mal 22 Prozent“ könnten die Sozialdemokraten keinen Anspruch auf einen EU-Kommissar erheben.

Bei Vodafone Live – gut, das ist jetzt keine Zeitung – „poltert“ Pofalla sogar „was das Zeug hält“:

Wer so viel poltert, der bekommt aber auch … zurückgepoltert, wie es scheint.

So ist bei newsclick.de zu lesen:

So polterte etwa SPD-Fraktionschef Peter Struck über CDU-General Ronald Pofalla: „Das nehme ich sowieso nie ernst, was Herr Pofalla sagt“.

Aber wer so viel poltert, weiß auch wie man dem Gepolter von anderen begegnet, wie bei web.de zu lesen ist:

„Die Union hat bis heute kein Programm, nicht einmal einen Entwurf“, polterte Frank-Walter Steinmeier noch am Sonntagmittag – und die Genossen im Berliner Hotel Estrel johlten.

Die großen Streitpunkte seien ausgeräumt, ließen die Generalsekretäre von CDU und CSU, Ronald Pofalla und Alexander Dobrindt, am Montag fast wortgleich verlauten.

Bleibt die Frage ob Ronald Pofalla wirklich immer brachialrhetorisch daherpoltert, oder ob er nur das Opfer eines ungünstigen Familiennamens und der Phantasielosigkeit diverser Journalisten geworden ist. Um das näher zu beleuchten, schauen wir uns doch einmal an was Herr Pofalla so auf Abgeordnetenwatch sagt:

Sehr geehrter Herr , ____________

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 25.05.2009 über abgeordnetenwatch.de.

Gerne bin ich bereit, an mich persönlich gerichtete Anfragen zu beantworten.

Bitte nutzen Sie hierzu meine E-Mail-Adresse: ronald.pofalla@bundestag.de
oder schreiben Sie mir unter folgender Postanschrift:
Ronald Pofalla MdB
Deutscher Bundestag
Platz der Republik
11011 Berlin

Mit freundlichen Grüßen
Ronald Pofalla MdB

Und das ist die Antwort auf alle durch Herrn Pofalla „beantworteten“ Fragen dort. Hier finden wir also kein Gepolter. Vielleicht hat sich Herr Pofalla aber dazu entschieden nur noch im privaten zu poltern? Das kann ich nicht entscheiden, aber es wirkt zumindest unwahrscheinlich, wo ihn doch so viele Journalisten immer beim Poltern erwischen…

Auf seiner Homepage kann man zwar auch vorbeischauen, aber das ist letztlich auch wenig hilfreich…

Bleibt nur zu hoffen, dass Pofalla bald mal wieder poltert…

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