Impactsuspect » 2009 » Juli
Jul
31
2009
--

Neudeutsches Denunziantentum

Ich habs heute in unserer regionalen Monopolzeitung „Nordfriesland Tageblatt“ gelesen, aber ein sehr ähnlicher Artikel findet sich auch hier bei der Süddeutschen Zeitung.
Ein Müllmann hat scheinbar „vor den Augen seiner Kollegen“ ein Kinderreisebett aus dem Müll gefischt, und es mit nachhause genommen, weil es wohl noch in Ordnung war, und er Kinder hat, für die er das Bett gut gebrauchen kann.
Daraufhin kündigt ihm der Arbeitgeber. Zu unrecht, wie nun entschieden wurde.


Orange Garbage by ~childeofdarkness on deviantART

Wie hat der Arbeitgeber davon überhaupt erfahren? War es – und der Artikel liest sich ja so – einer seiner Kollegen, der ihn da angeschwärzt hat? Wenn ja, dann stellt sich mir die Frage, welche neidzerfressene, miese, kleine, hinterhältige, kollegenschweinige Existenz ihn da verpetzt hat. Ich meine geht’s noch? Wer rennt sofort zum Arbeitgeber und sagt: „Der M. der hat aber heute Müll geklaut!“
Zumal, wie es SZ berichtet, der fragliche Müllmann einfach nur hätte fragen zu brauchen, und das Bett dann sowieso hätte mitnehmen können. Wo leben wir denn? Da bekommen Manager, die ihren Job eben nicht richtig gemacht haben, und ganze Firmenimperien gegen die Wand gefahren haben noch Millionenabfindungen, Ministerinnen und Kanzelerinnen benutzen Dienstfahrzeuge für Privatfahrten und ein hartarbeitender Müllmann soll wegen Mülldiebstahls entlassen werden? Es ist ja doch immerhin nicht so, dass er tonnenweise Altglas geklaut hätte, um damit irgendeine Glasbläserfirma zu gründen, nein, der hat nur ein Kinderbett aus dem Müll gefischt, welches sowieso nicht recyclebar gewesen wäre!
Ist das Deutschland 2009? Na dann gute Nacht!

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Wahnhaftes,Zwischenmenschliches | Schlagwörter:
Jul
31
2009
--

Taktisch Wählen 2009

Also. Ich hab mir ja eigentlich vorgenommen, nicht mehr taktisch zu wählen, alleine schon weil der Unterschied zwischen CDU und SPD ja immer mehr zu verwischen scheint. Auch die FDP redet scheinbar immer nur von Bürgerrechten, und wenn’s drauf ankommt spielen die sogenannten „Liberalen“ dann doch den Stiefelknecht für die Grundrechtsabschaffer in der Union.
Wie ein Herr Güldner von den Bremer Grünen mit seiner Verbalrandale in der Welt deutlich zeigt, und auch die Enthaltungen eines Drittels der Bundestagsfraktion der Grünen bei der Abstimmung zum Zensursulagesetz nahelegen, scheinen die Grundrechte den Grünen auch nicht sehr am Herz zu liegen. Natur geht auch ohne Internet, schon klar. Was das angeht, geht Natur auch ohne Bürgerrechte. Obwohl mir die Natur am Herzen liegt, will ich trotzdem nicht auf eine freie Gesellschaft verzichten. Warum muss das überhaupt ein Widerspruch sein? Mittlerweile wird mir fast schon übel, wenn ich daran denke, dass ich die schon so oft gewählt habe.
Setzen sich die Linken für Bürgerrechte ein? In der Opposition vielleicht, aber in der Pragmatik der Regierung wird auch bei denen gerne mal der Schwerpunkt woandershin gelegt.
Bei dieser Auswahl das kleinere Übel zu wählen ist schwierig, weil die Übel alle relativ gleich groß sind.

Nicht wählen hilft auch nicht, also hab ich mich entschlossen mir die kleineren Parteien, die noch nicht im Bundestag sitzen näher anzuschauen, die im Zweifelsfall auch dann nicht reinkommen, wenn ich sie wähle, und sie trotzdem zu wählen, wenn sie meinem politischen Willen denn entsprechen.
Jahrelang gab’s da immer nur irgendwelche links- oder rechtsextremen Parteien, oder Themenbezogene Spartenparteien wie die Autofahrer-, Raucher- oder D-Markpartei. Alle nicht wählbar, meiner Meinung nach.

Nun gibt es jedoch die Piraten, denen ich zwar auch nicht gerade beitreten würde, die aber den gesamten Themenkomplex der Internetpolitik im Programm haben und sich außerdem als derzeit einzige Partei glaubhaft für Bürgerrechte einsetzen. Außerdem finde ich die transparente Art und Weise, wie die Piratenpartei Interna in der Öffentlichkeit des Internets diskutiert einen richtigen Schritt in Richtung des gläsernen Staates.
Man stelle sich vor, die CDU würde so transparent und öffentlich agieren. Keiner würde die mehr wählen. Verschiedene geleakte Kostproben von Parteiinterna der CDU kann man momentan bei Wikileaks bestaunen. Da mag man sich nur noch an den Kopf fassen.
Die Aussichten, dass die Piraten aber reinkommen sind eher mittelprächtig bis gering, doch ich will ja nicht mehr taktisch wählen, weil das auch nicht der Sinn der Demokratie ist.

Eine nützliche Methode des taktischen Wählens hat aber der BTW09-Blog entwickelt. Eine Methode, die ich nur unterstützen kann: Mit der eigenen Stimme dafür sorgen, dass Politiker, die sich unmöglich gemacht haben, nicht mehr in den Bundestag kommen.
Wie das gehen soll, kann man hier nachlesen.

Written by Heiko C. in: Politisches | Schlagwörter: , ,
Jul
29
2009
1

Nominierungen für den 6. Rechtsfreien Raum der Woche

Wenn ihr Nominierungen habt, dann könnt ihr sie hier als Kommentar posten, und ich übernehme sie dann. Wichtig für eine Nominierung ist, dass der Nominierte – vorzugsweise in den letzten 7 Tagen – die Phrase vom “rechtsfreien Raum” in den Medien benutzt hat.  Idealerweise im Zusammenhang mit dem Internet.

Güldner von den Grünen ist übrigens schon nominiert, ebenso die SPD.

Für Vorschläge dieser Woche bitte einen Kommentar mit dem Nominierten (am besten mit Link), zu diesem Artikel posten oder ins Petitionsforum schreiben.

Danke sehr!

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Jul
29
2009
3

Neues von Ursula

Man bekommt langsam den Eindruck, dass Ursula von der Leyen glaube, mit dem Amt der Familienministerin könne sie machen was sie wolle, und die Menschen müssten es sowieso gut finden. Erst drückt sie das Zugangserschwerungsgesetz mit sehr zweifelhaften Statistiken gegen den massiven Widerstand aller Experten und des Volkes durch, dann beleidigt sie Indien, zwischendurch wird dann allen ernstes so getan, als wäre die Idee das Internet zu zensieren ursprünglich von der SPD gekommen und nun?

Ja, was nun? Nun möchte man das Fahrtenbuch ihres Dienstwagens kontrollieren, ob da auch alles seine Richtigkeit hat. Frau von der Leyen lehnt ab. Nö. Sie will nicht, dass jemand in ihr Fahrtenbuch schaut, weil wegen Datenschutz.
Wörtlich heißt es da:

Der „stern“ berichtete, Familienministerin von der Leyen verweigere mit rechtlich zweifelhaften Argumenten die Einsicht in die Fahrtenbücher ihrer Dienstwagen. Eine Einsicht sei unter anderem wegen der „Vielzahl von personenbezogenen Daten“ in diesen Fahrtenbüchern nicht möglich, hatte das Ministerium nach Angaben des Magazins argumentiert.

Wie bitte? Vielzahl personenbezogener Daten? Was hat sie gemacht? Ihre Dienstkarre als Taxi zweckentfremdet? Ihren Dienstwagen samt Fahrer an ein Reiseunternehmen verliehen, das damit Busreisen in die Toscana veranstaltet hat? Oder hat sie den Wagen einfach nur mal ihren Nachbarn geliehen, weil die immer so nett sind?

Was ist los mit unseren Politikern, und Frau von der Leyen ordne ich gnädigerweise mal ein in diese Kategorie, dass die denken, sie wären nicht an Recht und Gesetz gebunden, und könnten sich alles erlauben?

Warum tritt die Frau nicht endlich zurück? Merkt die garnicht wie peinlich die geworden ist?

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: ,
Jul
27
2009
--

Parteien und Netzpolitik

Mein Eindruck in einem kleinen Statement:

CSU: Des is a dräckeliger Dräck!


CDU: Internet gehört abgeschafft.


FDP: Wir sind die Internetpartei der Verwertungsindustrie!


SPD: Ich hab auch schon mal einen Knopf gedrückt, aber ich bin kein „Freak“.


Grüne: Natur geht auch ohne Internet.


Linke: Watt, icke?

Written by Heiko C. in: Politisches | Schlagwörter: , , , , , , ,
Jul
27
2009
2

Verleihung des 5. Rechtsfreien Raumes der Woche

Mit einer deutlichen Mehrheit von 46,15% setzt sich Brigitte Zypries gegen ihre Mitnominierten durch, und ist somit die offizielle Preisträgerin des ersten Rechtsfreien Raumes der Woche, über dessen Gewinner öffentlich abgestimmt wurde. Dieter Schütz belegt mit etwa 30% den zweiten Platz, Frau von der Leyen folgt mit etwa 20% auf Platz 3 und zeigt damit, dass es eben nicht reicht ständig wirr zu reden und dabei hin- und wieder diese Phrase einzubauen.


trophy by ~serjig007 on deviantART

Brigitte Zypries hat, wie vor ihr schon Heinrich Wefing, die frohe Kunde dieser Phrase wagemutig in unser südliches Nachbarland mit den Ösis getragen, und sich somit wirklich noch einmal um den Erhalt dieser Phrase verdient gemacht. Wenn die nicht nur abgeschrieben haben, äußerte sie sich nämlich bei Kathweb einer katholischen Nachrichtenseite für religiöse Menschen, die außerdem katholisch sind. Dort wird sie wie folgt zitiert:

Nachdrücklich wandte sich die Ministerin gegen die Vorstellung, das Internet sei ein „rechtsfreier Raum“. Zugleich wies sie den Vorwurf der Zensur im Fall der Zugangssperren für kinderpornografische Inhalte zurück.

Man möchte Frau Zypries fast zustimmen, wenn man hört, wie sie sich gegen die Vorstellung wehrt, dass das Internet ein rechtsfreier Raum sei. Aber wer behauptet das eigentlich? Hauptsächlich doch Parteigenossen und Koalitionspartner, oder? Irgendwie schon seltsam, wenn die freiheitsliebende Brigitte allein im schwarz-roten Meer der Ignoranz stehen sollte. Vielleicht sollte sie zu den Grünen wechseln? Bei den Grünen herrscht ja immerhin kein Fraktionszwang, da kann man sich auch enthalten, wenn man keine Ahnung hat, worum es eigentlich geht. Da kann sie dann das nächste Mal auf die Frage „Welche Browser kennen Sie?“ einfach mit „Ich enthalte mich einer Antwort aus Gewissensgründen!“ antworten.

„Was offline verboten ist, ist auch online verboten“, sagte die Ministerin. Das sei keine Zensur, „sondern eine simple Erkenntnis, die auch juristischen Laien verständlich sein sollte“. Zypries weiter: „Meine Freiheit, mein Recht endet auch im Internet dort, wo sie die Freiheit und das Recht von anderen verletzt“.

Auch hier klingen ihre Worte beihnahe einleuchtend, sie macht aber den Fehler die Gegenprobe zu vergessen: „Was offline erlaubt ist, ist auch online erlaubt.“ Trifft das zu? Nein. Trifft denn „Was offline verboten ist, ist auch online verboten.“ zu? Auch nicht, da zum Beispiel LKA und BKA online viel weitreichendere Befugnisse haben als offline. Warum weiß Freedom-Biggi das nicht?

Diese und viele andere kleine Merkwürdigkeiten in dem Text auf Kathweb haben dazu geführt, dass beihnahe die Hälfte aller an der Abstimmung beteiligten Brigitte Zypries für eine würdige Preisträgerin des RRW hält. Applaues!

Wer es noch nicht kennt:

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Jul
26
2009
2

Warum der Rundumschlag der Verleger gegen Google irgendwie Quatsch ist

Die Verleger haben ja so einiges gegen Google.  All dies kann man einfach so zusammenfassen: Google würde mit deren Inhalten ja Geld verdienen und denen nichts von dem Geld abgeben. Worum geht es im einzelnen?

Zwei ganz verschiedene Vorwürfe, die aber immer gerne wieder in einen Topf geworfen werden. Man bekommt so leicht den Eindruck, dass die Verleger das Internet nicht verstehen. So ist es dann auch kein Wunder, dass sie nicht zu neuen auf das Netz zugeschnittenen Finanzierungsmöglichkeiten finden. Also wollen sie jetzt Geld von Google.

Was ist eine Suchmaschine? Eine Suchmaschine ist eigentlich nichts anderes als ein Navigationssystem für’s Internet. Google vorzuwerfen mit bspw. Focus-Artikeln allein durch deren Verlinkung Geld zu machen ist hanebüchen.

Nach der Logik müssten die Hersteller von Navigationsgeräten ja auch den Betreibern von Sehenswürdigkeiten,  Restaurants oder anderem Geld dafür bezahlen, damit diese die Adressen derselben schon ins Navi einbauen dürfen. Das Gegenteil ist der Fall: Viele Unternehmer von Tankstellen, Supermärkten oder Restaurants bezahlen dafür, dass man sie leichter finden kann. Das umgekehrt zu wollen ist ungflaublich dämlich. Das führt dann im Zweifelsfall nur dazu, dass das eigene Restaurant dann eben nicht mehr im Navi ist und daher sehr viel weniger Gäste bekommt.

Google hätte also mehr recht von Burda, Springer und co. Geld für die Verlinkung zu verlangen als umgekehrt. Google hat aber anders reagiert. Die sagen ganz einfach, dass man ja nicht bei Góogle auftauchen muss, und erklären den Verlagen, wie man verhindert, dass Google einen zur Kenntnis nimmt.

Wie absurd der zweite Punkt ist, sieht man, wenn man sich mal klar macht, was das Internet eigentlich ist.

Einerseits ist das Internet ein weitreichendes Kommunikationsnetz, andererseits bildet es dadurch, dass kaum etwas endgültig löschbar ist das, was dem manifestierten Wissen der Menschheit am bisher nächsten kommt. Google Book Search gleicht in vielerlei Hinsicht der Bibliothek von Alexandria, bloss dass es besser ist.
In der Bibliothek von Alexandria konnte man sich die Schriftrollen nur vor Ort durchlesen, während man sie bei Google Books direkt auf den Tisch bekommt.
Was Verleger dagegen haben, dass gemeinfreie Bücher ins Netz gestellt werden ist nicht sehr rätselhaft: Sie verdienen ja nichts dran.
Was Autoren von vergriffenen Büchern, die nie wieder aufgelegt werden würden dagegen haben ist schon ein wenig rätselhaft.
Im Grunde genommen bedeutet „Ich will aber vielleicht gar nicht, dass mein Buch ins Internet kommt!“, dass man nicht will, dass das Buch endgültig ins Wissen der Menschheit aufgenommen wird. Wer fordert, dass ein Buch nie digitalisiert und für die Zukunft bewahrt wird, auch wenn es momentan keiner liest, der kann ebenso fordern, dass alle Exemplare dieses Buches verbrannt werden. Im Grunde genommen ist beides das gleiche, auch wenn letzteres schneller geht.

Man stelle sich vor die Autoren von Schriftrollen hätten sich damals bei den Betreibern der Bibliothek von Alexandria darüber beschwert, das ihnen das Original ihrer Schrift abgenommen, und durch eine Kopie ersetzt wird, damit das Original in der Bibliothek verfügbar sein kann. Vielleicht haben sich damals sogar Autoren darüber beschwert, aber wohl eher halbherzig und mit wenig elan, weil die Autoren von damals wussten, dass sie nicht ohne Google die Bibliothek von Alexandria auskommen können.

Warum macht eigentlich der Staat nicht schon längst das, was Google alles macht? Das würde doch echt in deren Aufgabenbereich fallen. Warum muss da erst ein Privatunternehmen kommen?

Written by Heiko C. in: Bücher,Beklopptes,Gesellschaftliches | Schlagwörter:
Jul
25
2009
3

Flashmobs verbieten!

Mit m. E. absurder Begründung hat Braunschweig zukünftige Flash-Mobs verboten. Nachzulesen hier bei Nerdcore. Nach der Meinung der Verwaltung Braunschweigs ist das „Draußen“ wohl nur da, um sich möglichst schnell und reibungslos hindurch zu bewegen.

Der öffentliche Raum in Braunschweig dient ausschließlich dem Verkehr, also dem Transfer von Wohnung a zu Wohnung b, von Wohnung a zu Geschäft b oder von Geschäft a zu Geschäft b.

Vielleicht sollte Braunschweig demnächst mal diesen Spot schalten:

Dann lungern nicht immer diese sogenannten „Bürger“ auf den Strassen und in den Parks herum und machen alles kaputt.

Schon einige spontane Demonstrationen wurden ja mit unangemessen hohem Polizeieinsatz verhindert. Kommt jetzt bald das generelle Demonstrationsverbot in Deutschland? Ist Braunschweig nur der Anfang?
Langsam glaube ich zu ahnen was Angela Merkel 2005 mit dem Satz „denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft in alle Ewigkeit“ ausdrücken wollte.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter:
Jul
25
2009
--

Und, wie fühlt sich die Blogosphäre heute?

Wie ich gerade bei heise gelesen habe, haben US-Amerikanische Forscher damit angefangen die Stimmung im Internet zu analysieren. Das passiert offenbar indem Meldungen in Blogs auf bestimmte Schlüsselworte untersucht werden.

Die Beiträge wurden von den Forschern nach Schlüsselbegriffen wie vanity (Eitelkeit) und paradise (Paradies), kategorisiert, denen jeweils ein Fröhlichkeitswert zwischen eins und neun zugewiesen wurde. Für triumphant (siegestrunken) etwa lag dieser bei 8,87, für suicide (Selbstmord) bei 1,25. Aus dem Mittel aller Werte ließ sich so die Grundstimmung im Netz ablesen – je höher, desto fröhlicher die Nutzer.

Ich frage mich, ob ein Fröhlichkeitswert da reicht. Immerhin sind nicht alle Stimmungen Abstufungen irgendwo zwischen traurig und fröhlich. Wütend würde ich da zum Beispiel ausnehmen. Aber drollig auf was für Ideen die Leute kommen: Das ist ja fast wie eine Art Internetwetterbericht.
Wenn irgendein Unternehmen demnächst eine große Social-Web-Kampagne starten möchte, wär’s für die ja vielleicht ganz interessant herauszufinden, ob das Wetter im Netz momentan gerade sonnig bis heiter oder regnerisch ist. Wenn grad ein Tornado tobt, kann man dann erst einmal zu Hause bleiben, bis das Wetter wieder schön ist.

Jul
24
2009
5

Bundesregierung wollte schon immer verbieten!

Der Verbotswahn der Bundesregierung ist keine neue Erscheinung:

Und warum wird das im Bundesarbeitsministerium erörtert? Das ist ja genauso abwegig, als wenn das Wirtschaftministerium plötzlich für die Bekämpfung von Kinderpornografie zuständig wäre…

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter:

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Jul
31
2009
--

Neudeutsches Denunziantentum

Ich habs heute in unserer regionalen Monopolzeitung „Nordfriesland Tageblatt“ gelesen, aber ein sehr ähnlicher Artikel findet sich auch hier bei der Süddeutschen Zeitung.
Ein Müllmann hat scheinbar „vor den Augen seiner Kollegen“ ein Kinderreisebett aus dem Müll gefischt, und es mit nachhause genommen, weil es wohl noch in Ordnung war, und er Kinder hat, für die er das Bett gut gebrauchen kann.
Daraufhin kündigt ihm der Arbeitgeber. Zu unrecht, wie nun entschieden wurde.


Orange Garbage by ~childeofdarkness on deviantART

Wie hat der Arbeitgeber davon überhaupt erfahren? War es – und der Artikel liest sich ja so – einer seiner Kollegen, der ihn da angeschwärzt hat? Wenn ja, dann stellt sich mir die Frage, welche neidzerfressene, miese, kleine, hinterhältige, kollegenschweinige Existenz ihn da verpetzt hat. Ich meine geht’s noch? Wer rennt sofort zum Arbeitgeber und sagt: „Der M. der hat aber heute Müll geklaut!“
Zumal, wie es SZ berichtet, der fragliche Müllmann einfach nur hätte fragen zu brauchen, und das Bett dann sowieso hätte mitnehmen können. Wo leben wir denn? Da bekommen Manager, die ihren Job eben nicht richtig gemacht haben, und ganze Firmenimperien gegen die Wand gefahren haben noch Millionenabfindungen, Ministerinnen und Kanzelerinnen benutzen Dienstfahrzeuge für Privatfahrten und ein hartarbeitender Müllmann soll wegen Mülldiebstahls entlassen werden? Es ist ja doch immerhin nicht so, dass er tonnenweise Altglas geklaut hätte, um damit irgendeine Glasbläserfirma zu gründen, nein, der hat nur ein Kinderbett aus dem Müll gefischt, welches sowieso nicht recyclebar gewesen wäre!
Ist das Deutschland 2009? Na dann gute Nacht!

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Gesellschaftliches,Wahnhaftes,Zwischenmenschliches | Schlagwörter:
Jul
31
2009
--

Taktisch Wählen 2009

Also. Ich hab mir ja eigentlich vorgenommen, nicht mehr taktisch zu wählen, alleine schon weil der Unterschied zwischen CDU und SPD ja immer mehr zu verwischen scheint. Auch die FDP redet scheinbar immer nur von Bürgerrechten, und wenn’s drauf ankommt spielen die sogenannten „Liberalen“ dann doch den Stiefelknecht für die Grundrechtsabschaffer in der Union.
Wie ein Herr Güldner von den Bremer Grünen mit seiner Verbalrandale in der Welt deutlich zeigt, und auch die Enthaltungen eines Drittels der Bundestagsfraktion der Grünen bei der Abstimmung zum Zensursulagesetz nahelegen, scheinen die Grundrechte den Grünen auch nicht sehr am Herz zu liegen. Natur geht auch ohne Internet, schon klar. Was das angeht, geht Natur auch ohne Bürgerrechte. Obwohl mir die Natur am Herzen liegt, will ich trotzdem nicht auf eine freie Gesellschaft verzichten. Warum muss das überhaupt ein Widerspruch sein? Mittlerweile wird mir fast schon übel, wenn ich daran denke, dass ich die schon so oft gewählt habe.
Setzen sich die Linken für Bürgerrechte ein? In der Opposition vielleicht, aber in der Pragmatik der Regierung wird auch bei denen gerne mal der Schwerpunkt woandershin gelegt.
Bei dieser Auswahl das kleinere Übel zu wählen ist schwierig, weil die Übel alle relativ gleich groß sind.

Nicht wählen hilft auch nicht, also hab ich mich entschlossen mir die kleineren Parteien, die noch nicht im Bundestag sitzen näher anzuschauen, die im Zweifelsfall auch dann nicht reinkommen, wenn ich sie wähle, und sie trotzdem zu wählen, wenn sie meinem politischen Willen denn entsprechen.
Jahrelang gab’s da immer nur irgendwelche links- oder rechtsextremen Parteien, oder Themenbezogene Spartenparteien wie die Autofahrer-, Raucher- oder D-Markpartei. Alle nicht wählbar, meiner Meinung nach.

Nun gibt es jedoch die Piraten, denen ich zwar auch nicht gerade beitreten würde, die aber den gesamten Themenkomplex der Internetpolitik im Programm haben und sich außerdem als derzeit einzige Partei glaubhaft für Bürgerrechte einsetzen. Außerdem finde ich die transparente Art und Weise, wie die Piratenpartei Interna in der Öffentlichkeit des Internets diskutiert einen richtigen Schritt in Richtung des gläsernen Staates.
Man stelle sich vor, die CDU würde so transparent und öffentlich agieren. Keiner würde die mehr wählen. Verschiedene geleakte Kostproben von Parteiinterna der CDU kann man momentan bei Wikileaks bestaunen. Da mag man sich nur noch an den Kopf fassen.
Die Aussichten, dass die Piraten aber reinkommen sind eher mittelprächtig bis gering, doch ich will ja nicht mehr taktisch wählen, weil das auch nicht der Sinn der Demokratie ist.

Eine nützliche Methode des taktischen Wählens hat aber der BTW09-Blog entwickelt. Eine Methode, die ich nur unterstützen kann: Mit der eigenen Stimme dafür sorgen, dass Politiker, die sich unmöglich gemacht haben, nicht mehr in den Bundestag kommen.
Wie das gehen soll, kann man hier nachlesen.

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Jul
29
2009
1

Nominierungen für den 6. Rechtsfreien Raum der Woche

Wenn ihr Nominierungen habt, dann könnt ihr sie hier als Kommentar posten, und ich übernehme sie dann. Wichtig für eine Nominierung ist, dass der Nominierte – vorzugsweise in den letzten 7 Tagen – die Phrase vom “rechtsfreien Raum” in den Medien benutzt hat.  Idealerweise im Zusammenhang mit dem Internet.

Güldner von den Grünen ist übrigens schon nominiert, ebenso die SPD.

Für Vorschläge dieser Woche bitte einen Kommentar mit dem Nominierten (am besten mit Link), zu diesem Artikel posten oder ins Petitionsforum schreiben.

Danke sehr!

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Jul
29
2009
3

Neues von Ursula

Man bekommt langsam den Eindruck, dass Ursula von der Leyen glaube, mit dem Amt der Familienministerin könne sie machen was sie wolle, und die Menschen müssten es sowieso gut finden. Erst drückt sie das Zugangserschwerungsgesetz mit sehr zweifelhaften Statistiken gegen den massiven Widerstand aller Experten und des Volkes durch, dann beleidigt sie Indien, zwischendurch wird dann allen ernstes so getan, als wäre die Idee das Internet zu zensieren ursprünglich von der SPD gekommen und nun?

Ja, was nun? Nun möchte man das Fahrtenbuch ihres Dienstwagens kontrollieren, ob da auch alles seine Richtigkeit hat. Frau von der Leyen lehnt ab. Nö. Sie will nicht, dass jemand in ihr Fahrtenbuch schaut, weil wegen Datenschutz.
Wörtlich heißt es da:

Der „stern“ berichtete, Familienministerin von der Leyen verweigere mit rechtlich zweifelhaften Argumenten die Einsicht in die Fahrtenbücher ihrer Dienstwagen. Eine Einsicht sei unter anderem wegen der „Vielzahl von personenbezogenen Daten“ in diesen Fahrtenbüchern nicht möglich, hatte das Ministerium nach Angaben des Magazins argumentiert.

Wie bitte? Vielzahl personenbezogener Daten? Was hat sie gemacht? Ihre Dienstkarre als Taxi zweckentfremdet? Ihren Dienstwagen samt Fahrer an ein Reiseunternehmen verliehen, das damit Busreisen in die Toscana veranstaltet hat? Oder hat sie den Wagen einfach nur mal ihren Nachbarn geliehen, weil die immer so nett sind?

Was ist los mit unseren Politikern, und Frau von der Leyen ordne ich gnädigerweise mal ein in diese Kategorie, dass die denken, sie wären nicht an Recht und Gesetz gebunden, und könnten sich alles erlauben?

Warum tritt die Frau nicht endlich zurück? Merkt die garnicht wie peinlich die geworden ist?

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: ,
Jul
27
2009
--

Parteien und Netzpolitik

Mein Eindruck in einem kleinen Statement:

CSU: Des is a dräckeliger Dräck!


CDU: Internet gehört abgeschafft.


FDP: Wir sind die Internetpartei der Verwertungsindustrie!


SPD: Ich hab auch schon mal einen Knopf gedrückt, aber ich bin kein „Freak“.


Grüne: Natur geht auch ohne Internet.


Linke: Watt, icke?

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Jul
27
2009
2

Verleihung des 5. Rechtsfreien Raumes der Woche

Mit einer deutlichen Mehrheit von 46,15% setzt sich Brigitte Zypries gegen ihre Mitnominierten durch, und ist somit die offizielle Preisträgerin des ersten Rechtsfreien Raumes der Woche, über dessen Gewinner öffentlich abgestimmt wurde. Dieter Schütz belegt mit etwa 30% den zweiten Platz, Frau von der Leyen folgt mit etwa 20% auf Platz 3 und zeigt damit, dass es eben nicht reicht ständig wirr zu reden und dabei hin- und wieder diese Phrase einzubauen.


trophy by ~serjig007 on deviantART

Brigitte Zypries hat, wie vor ihr schon Heinrich Wefing, die frohe Kunde dieser Phrase wagemutig in unser südliches Nachbarland mit den Ösis getragen, und sich somit wirklich noch einmal um den Erhalt dieser Phrase verdient gemacht. Wenn die nicht nur abgeschrieben haben, äußerte sie sich nämlich bei Kathweb einer katholischen Nachrichtenseite für religiöse Menschen, die außerdem katholisch sind. Dort wird sie wie folgt zitiert:

Nachdrücklich wandte sich die Ministerin gegen die Vorstellung, das Internet sei ein „rechtsfreier Raum“. Zugleich wies sie den Vorwurf der Zensur im Fall der Zugangssperren für kinderpornografische Inhalte zurück.

Man möchte Frau Zypries fast zustimmen, wenn man hört, wie sie sich gegen die Vorstellung wehrt, dass das Internet ein rechtsfreier Raum sei. Aber wer behauptet das eigentlich? Hauptsächlich doch Parteigenossen und Koalitionspartner, oder? Irgendwie schon seltsam, wenn die freiheitsliebende Brigitte allein im schwarz-roten Meer der Ignoranz stehen sollte. Vielleicht sollte sie zu den Grünen wechseln? Bei den Grünen herrscht ja immerhin kein Fraktionszwang, da kann man sich auch enthalten, wenn man keine Ahnung hat, worum es eigentlich geht. Da kann sie dann das nächste Mal auf die Frage „Welche Browser kennen Sie?“ einfach mit „Ich enthalte mich einer Antwort aus Gewissensgründen!“ antworten.

„Was offline verboten ist, ist auch online verboten“, sagte die Ministerin. Das sei keine Zensur, „sondern eine simple Erkenntnis, die auch juristischen Laien verständlich sein sollte“. Zypries weiter: „Meine Freiheit, mein Recht endet auch im Internet dort, wo sie die Freiheit und das Recht von anderen verletzt“.

Auch hier klingen ihre Worte beihnahe einleuchtend, sie macht aber den Fehler die Gegenprobe zu vergessen: „Was offline erlaubt ist, ist auch online erlaubt.“ Trifft das zu? Nein. Trifft denn „Was offline verboten ist, ist auch online verboten.“ zu? Auch nicht, da zum Beispiel LKA und BKA online viel weitreichendere Befugnisse haben als offline. Warum weiß Freedom-Biggi das nicht?

Diese und viele andere kleine Merkwürdigkeiten in dem Text auf Kathweb haben dazu geführt, dass beihnahe die Hälfte aller an der Abstimmung beteiligten Brigitte Zypries für eine würdige Preisträgerin des RRW hält. Applaues!

Wer es noch nicht kennt:

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter:
Jul
26
2009
2

Warum der Rundumschlag der Verleger gegen Google irgendwie Quatsch ist

Die Verleger haben ja so einiges gegen Google.  All dies kann man einfach so zusammenfassen: Google würde mit deren Inhalten ja Geld verdienen und denen nichts von dem Geld abgeben. Worum geht es im einzelnen?

Zwei ganz verschiedene Vorwürfe, die aber immer gerne wieder in einen Topf geworfen werden. Man bekommt so leicht den Eindruck, dass die Verleger das Internet nicht verstehen. So ist es dann auch kein Wunder, dass sie nicht zu neuen auf das Netz zugeschnittenen Finanzierungsmöglichkeiten finden. Also wollen sie jetzt Geld von Google.

Was ist eine Suchmaschine? Eine Suchmaschine ist eigentlich nichts anderes als ein Navigationssystem für’s Internet. Google vorzuwerfen mit bspw. Focus-Artikeln allein durch deren Verlinkung Geld zu machen ist hanebüchen.

Nach der Logik müssten die Hersteller von Navigationsgeräten ja auch den Betreibern von Sehenswürdigkeiten,  Restaurants oder anderem Geld dafür bezahlen, damit diese die Adressen derselben schon ins Navi einbauen dürfen. Das Gegenteil ist der Fall: Viele Unternehmer von Tankstellen, Supermärkten oder Restaurants bezahlen dafür, dass man sie leichter finden kann. Das umgekehrt zu wollen ist ungflaublich dämlich. Das führt dann im Zweifelsfall nur dazu, dass das eigene Restaurant dann eben nicht mehr im Navi ist und daher sehr viel weniger Gäste bekommt.

Google hätte also mehr recht von Burda, Springer und co. Geld für die Verlinkung zu verlangen als umgekehrt. Google hat aber anders reagiert. Die sagen ganz einfach, dass man ja nicht bei Góogle auftauchen muss, und erklären den Verlagen, wie man verhindert, dass Google einen zur Kenntnis nimmt.

Wie absurd der zweite Punkt ist, sieht man, wenn man sich mal klar macht, was das Internet eigentlich ist.

Einerseits ist das Internet ein weitreichendes Kommunikationsnetz, andererseits bildet es dadurch, dass kaum etwas endgültig löschbar ist das, was dem manifestierten Wissen der Menschheit am bisher nächsten kommt. Google Book Search gleicht in vielerlei Hinsicht der Bibliothek von Alexandria, bloss dass es besser ist.
In der Bibliothek von Alexandria konnte man sich die Schriftrollen nur vor Ort durchlesen, während man sie bei Google Books direkt auf den Tisch bekommt.
Was Verleger dagegen haben, dass gemeinfreie Bücher ins Netz gestellt werden ist nicht sehr rätselhaft: Sie verdienen ja nichts dran.
Was Autoren von vergriffenen Büchern, die nie wieder aufgelegt werden würden dagegen haben ist schon ein wenig rätselhaft.
Im Grunde genommen bedeutet „Ich will aber vielleicht gar nicht, dass mein Buch ins Internet kommt!“, dass man nicht will, dass das Buch endgültig ins Wissen der Menschheit aufgenommen wird. Wer fordert, dass ein Buch nie digitalisiert und für die Zukunft bewahrt wird, auch wenn es momentan keiner liest, der kann ebenso fordern, dass alle Exemplare dieses Buches verbrannt werden. Im Grunde genommen ist beides das gleiche, auch wenn letzteres schneller geht.

Man stelle sich vor die Autoren von Schriftrollen hätten sich damals bei den Betreibern der Bibliothek von Alexandria darüber beschwert, das ihnen das Original ihrer Schrift abgenommen, und durch eine Kopie ersetzt wird, damit das Original in der Bibliothek verfügbar sein kann. Vielleicht haben sich damals sogar Autoren darüber beschwert, aber wohl eher halbherzig und mit wenig elan, weil die Autoren von damals wussten, dass sie nicht ohne Google die Bibliothek von Alexandria auskommen können.

Warum macht eigentlich der Staat nicht schon längst das, was Google alles macht? Das würde doch echt in deren Aufgabenbereich fallen. Warum muss da erst ein Privatunternehmen kommen?

Written by Heiko C. in: Bücher,Beklopptes,Gesellschaftliches | Schlagwörter:
Jul
25
2009
3

Flashmobs verbieten!

Mit m. E. absurder Begründung hat Braunschweig zukünftige Flash-Mobs verboten. Nachzulesen hier bei Nerdcore. Nach der Meinung der Verwaltung Braunschweigs ist das „Draußen“ wohl nur da, um sich möglichst schnell und reibungslos hindurch zu bewegen.

Der öffentliche Raum in Braunschweig dient ausschließlich dem Verkehr, also dem Transfer von Wohnung a zu Wohnung b, von Wohnung a zu Geschäft b oder von Geschäft a zu Geschäft b.

Vielleicht sollte Braunschweig demnächst mal diesen Spot schalten:

Dann lungern nicht immer diese sogenannten „Bürger“ auf den Strassen und in den Parks herum und machen alles kaputt.

Schon einige spontane Demonstrationen wurden ja mit unangemessen hohem Polizeieinsatz verhindert. Kommt jetzt bald das generelle Demonstrationsverbot in Deutschland? Ist Braunschweig nur der Anfang?
Langsam glaube ich zu ahnen was Angela Merkel 2005 mit dem Satz „denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft in alle Ewigkeit“ ausdrücken wollte.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Politisches,Wahnhaftes | Schlagwörter:
Jul
25
2009
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Und, wie fühlt sich die Blogosphäre heute?

Wie ich gerade bei heise gelesen habe, haben US-Amerikanische Forscher damit angefangen die Stimmung im Internet zu analysieren. Das passiert offenbar indem Meldungen in Blogs auf bestimmte Schlüsselworte untersucht werden.

Die Beiträge wurden von den Forschern nach Schlüsselbegriffen wie vanity (Eitelkeit) und paradise (Paradies), kategorisiert, denen jeweils ein Fröhlichkeitswert zwischen eins und neun zugewiesen wurde. Für triumphant (siegestrunken) etwa lag dieser bei 8,87, für suicide (Selbstmord) bei 1,25. Aus dem Mittel aller Werte ließ sich so die Grundstimmung im Netz ablesen – je höher, desto fröhlicher die Nutzer.

Ich frage mich, ob ein Fröhlichkeitswert da reicht. Immerhin sind nicht alle Stimmungen Abstufungen irgendwo zwischen traurig und fröhlich. Wütend würde ich da zum Beispiel ausnehmen. Aber drollig auf was für Ideen die Leute kommen: Das ist ja fast wie eine Art Internetwetterbericht.
Wenn irgendein Unternehmen demnächst eine große Social-Web-Kampagne starten möchte, wär’s für die ja vielleicht ganz interessant herauszufinden, ob das Wetter im Netz momentan gerade sonnig bis heiter oder regnerisch ist. Wenn grad ein Tornado tobt, kann man dann erst einmal zu Hause bleiben, bis das Wetter wieder schön ist.

Jul
24
2009
5

Bundesregierung wollte schon immer verbieten!

Der Verbotswahn der Bundesregierung ist keine neue Erscheinung:

Und warum wird das im Bundesarbeitsministerium erörtert? Das ist ja genauso abwegig, als wenn das Wirtschaftministerium plötzlich für die Bekämpfung von Kinderpornografie zuständig wäre…

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Gesellschaftliches,Politisches | Schlagwörter: