Impactsuspect » 2009 » Juni » 20
Jun
20
2009
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Neues vom „CO2-Endlager Leck“.

Mittlerweile – lang genug hat’s gedauert – ist die Diskussion um die unkalkulierbaren Risiken der CO2 Verklappung hier und anderswo auch beim Umweltbundesamt angekommen. Kanzlerin Merkel, die ja schon verstimmt war, weil das Gesetz durch Peter Harry und andere in letzter Sekunde gekippt wurde, wird wohl nun noch ein wenig bärbeißiger dreinschauen als sowieso schon hin und wieder.
Die Süddeutsche Zeitung fragt sensibel, ob man die heutigen Probleme einfach für kommende Generationen verbuddeln darf, und kommt zu dem Schluß, daß die kommenden Generationen sich zurecht über uns schwarzärgern würden.
Und die sozialistische Tageszeitung Neues Deutschland führt ein Interview mit Werner Asmus, dem Vizevorsitzenden der Bürgerinitiative gegen das CO2-Endlager in Nordfriesland/Schleswig-Flensburg.

Langsam kommt die Kritik an den absurden Plänen von RWE also nicht nur bei unseren Volksvertretern in Berlin an, sondern auch in der überregionalen Presse. Sehr schön.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Politisches | Schlagwörter: , , ,
Jun
20
2009
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Die Karten werden neu gemischt…

Nicht nur die SPD verliert reihenweise Mitglieder. Die kritische Beurteilung der Parteispitze durch die Basis ist auch bei einer anderen Partei angekommen: Der CDU. Wie hier im Forum der CDU in Deutschland zu lesen ist. Oder hier. Oder auch hier.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Prognose bewahrheitet, dass die CDU nicht die Werte der Europawahl erreicht. Wäre es nicht lustig, wenn es für eine „große“ Koalition nicht mehr reicht? Jetzt wo FDP und SPD beide das „Projekt 18“ von verschiedenen Seiten her ansteuern, halte ich es zumindest für möglich, dass die SPD bei den nächsten Bundestagswahlen nicht einmal mehr zweitstärkste Partei wird. Vielleicht kommt sie sogar auf Platz 4 nach FDP und Grünen. Vielleicht haben demnächst sogar die Linken mehr Abgeordnete im Bundestag.

Die Karten werden neu gemischt. Politik wird wieder spannend.

Meine Prognose:
Hellsichtige Prognose zur Bundestagswahl

Nachtrag: Schade auch. Die oben verlinkten Beiträge wurden mittlerweile gelöscht. Wer hätte das von der CDU vermutet?

Written by Heiko C. in: Politisches | Schlagwörter:
Jun
20
2009
3

Zensur: Jetzt kommen sie alle aus ihren Löchern…

Der erste, der sich nach der Verabschiedung des umstrittenen Zugangserschwerungsgesetz (aka Zensursulagesetz) zu Wort meldete, und damit die tausendfachen Beteurerungen der Union Lügen strafte, war Thomas Strobl, der eine Ausweitung der Zensur auf Killerspiele forderte, und 90 Minuten nach dem Beschluß über das Zensursulagesetz damit sogar noch einmal erneut an die Presse ging. Wie es da weitergehen könnte, schreibt der Spiegel.
Für Verschwörungstheoretiker, die hinter all den eingeschränkten Bürgerrechten in den letzten Jahren einen Gesamtplan vermuten sei gesagt, daß Thomas Strobl der Schwiegersohn von (ausgerechnet) Wolfgang Schäuble ist.

Eine von vielen heutigen Zensursula Demos (Foto: opyh von twitter bei Flickr)

Eine von vielen heutigen Zensursula Demos (Foto: opyh bei Flickr)

Am nächsten Tag kam der nächste Bittsteller: Dieter Gorny, der früher schon die Ausweitung der Netzsperren zum Schutze der Musikindustrie gefordert hatte, und nun die PopCom bis auf weiteres absagt. Die Verleger hätte einfach kein Geld mehr, wegen dieser ganzen Internetpiraten. Dahinter steckt natürlich die gewohnte Milchmädchenrechnung, dass jede Raubkopie einen CD-Kauf verhindert. Das ist nicht der Fall. Es wird heutzutage weniger Musik auf herkömmlichen Datenträgern verkauft, weil ein Großteil des Marktes von unvermeidlicher Pop-Scheiße und Casting-Konservenmist dominiert wird. Gorny fordert, dass die Politik endlich handelt. Was er meint scheint klar: Die Zensur auf Filesharingseiten auszuweiten. Das wäre jedoch nicht nur deshalb fatal, weil viele legale Inhalte dort getauscht werden, sondern auch, weil sich Gorny diesen neuen Vertriebsweg für Musik besser selbst zu Nutze machen sollte.
Viele greifen nur aus Bequemlichkeit zu raubkopierten MP3s: Sie sind schon im richtigen Format für den MP3-Player, man braucht sich nicht zu ärgern wenn man eine Kopiergeschützte CD gekauft hat, und so die Tracks nicht in das MP3-Format konvertieren kann und man hat nicht haufenweise Silberlinge herumliegen.
Ich kenn das selbst, bei mir liegen haufenweise Original-CDs, die ich konvertiert habe, und nun nicht mehr anfasse. Warum nicht gleich MP3s kaufen? Das wäre für alle Beteiligten billiger, praktischer und gerechter. So bräuchte man nämlich nur die Tracks bezahlen, die man auch wirklich hören will. Auf jeder CD sind zwei tolle Stücke, die man gerne hört, und 8 Mal Mist. Gut, außer bei Led Zeppelin und Pink Floyd, da sind alle Lieder gut.
Nun jedenfalls melden sich auch noch der Buchhandel und die Verläge, und wettern über Google Books. In dem Zusammenhang ist folgendes Zitat interessant:

„Im Gegensatz zu Frankreich, wo sich Staatspräsident Sarkozy in vorbildlicher Weise für den Schutz des geistigen Eigentums stark macht, lassen uns die Politiker weitgehend allein“, beklagte Skipis in einem Gespräch mit dem auf dem Verbandstag verteilten buchreport.

Ist klar, Sarkozy, dessen besagtes Gesetz wegen wahrscheinlicher Verfassungswidrigkeit von Parlament und Verfassungsrat gekippt wird. Und was hat das überhaupt mit Google zu tun? Wollen die jetzt, dass Google der Internetanschluß gesperrt wird? Oder Google auf die Schwarze Zensursula-Liste setzen? Youtube dann auch, und gleich alles andere, was mit Google zu tun hat? Dann haben wir wahrlich ein Netz voller Stoppschilder.

Danke CDU/CSU. Danke Zensursula. Danke für das Versprechen die Zensur nicht auszuweiten. Denkt nicht, dass ich euch wähle.

…die SPD auch nicht!

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches,Technisches | Schlagwörter: , ,

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Mittlerweile – lang genug hat’s gedauert – ist die Diskussion um die unkalkulierbaren Risiken der CO2 Verklappung hier und anderswo auch beim Umweltbundesamt angekommen. Kanzlerin Merkel, die ja schon verstimmt war, weil das Gesetz durch Peter Harry und andere in letzter Sekunde gekippt wurde, wird wohl nun noch ein wenig bärbeißiger dreinschauen als sowieso schon hin und wieder.
Die Süddeutsche Zeitung fragt sensibel, ob man die heutigen Probleme einfach für kommende Generationen verbuddeln darf, und kommt zu dem Schluß, daß die kommenden Generationen sich zurecht über uns schwarzärgern würden.
Und die sozialistische Tageszeitung Neues Deutschland führt ein Interview mit Werner Asmus, dem Vizevorsitzenden der Bürgerinitiative gegen das CO2-Endlager in Nordfriesland/Schleswig-Flensburg.

Langsam kommt die Kritik an den absurden Plänen von RWE also nicht nur bei unseren Volksvertretern in Berlin an, sondern auch in der überregionalen Presse. Sehr schön.

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Nicht nur die SPD verliert reihenweise Mitglieder. Die kritische Beurteilung der Parteispitze durch die Basis ist auch bei einer anderen Partei angekommen: Der CDU. Wie hier im Forum der CDU in Deutschland zu lesen ist. Oder hier. Oder auch hier.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Prognose bewahrheitet, dass die CDU nicht die Werte der Europawahl erreicht. Wäre es nicht lustig, wenn es für eine „große“ Koalition nicht mehr reicht? Jetzt wo FDP und SPD beide das „Projekt 18“ von verschiedenen Seiten her ansteuern, halte ich es zumindest für möglich, dass die SPD bei den nächsten Bundestagswahlen nicht einmal mehr zweitstärkste Partei wird. Vielleicht kommt sie sogar auf Platz 4 nach FDP und Grünen. Vielleicht haben demnächst sogar die Linken mehr Abgeordnete im Bundestag.

Die Karten werden neu gemischt. Politik wird wieder spannend.

Meine Prognose:
Hellsichtige Prognose zur Bundestagswahl

Nachtrag: Schade auch. Die oben verlinkten Beiträge wurden mittlerweile gelöscht. Wer hätte das von der CDU vermutet?

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Zensur: Jetzt kommen sie alle aus ihren Löchern…

Der erste, der sich nach der Verabschiedung des umstrittenen Zugangserschwerungsgesetz (aka Zensursulagesetz) zu Wort meldete, und damit die tausendfachen Beteurerungen der Union Lügen strafte, war Thomas Strobl, der eine Ausweitung der Zensur auf Killerspiele forderte, und 90 Minuten nach dem Beschluß über das Zensursulagesetz damit sogar noch einmal erneut an die Presse ging. Wie es da weitergehen könnte, schreibt der Spiegel.
Für Verschwörungstheoretiker, die hinter all den eingeschränkten Bürgerrechten in den letzten Jahren einen Gesamtplan vermuten sei gesagt, daß Thomas Strobl der Schwiegersohn von (ausgerechnet) Wolfgang Schäuble ist.

Eine von vielen heutigen Zensursula Demos (Foto: opyh von twitter bei Flickr)

Eine von vielen heutigen Zensursula Demos (Foto: opyh bei Flickr)

Am nächsten Tag kam der nächste Bittsteller: Dieter Gorny, der früher schon die Ausweitung der Netzsperren zum Schutze der Musikindustrie gefordert hatte, und nun die PopCom bis auf weiteres absagt. Die Verleger hätte einfach kein Geld mehr, wegen dieser ganzen Internetpiraten. Dahinter steckt natürlich die gewohnte Milchmädchenrechnung, dass jede Raubkopie einen CD-Kauf verhindert. Das ist nicht der Fall. Es wird heutzutage weniger Musik auf herkömmlichen Datenträgern verkauft, weil ein Großteil des Marktes von unvermeidlicher Pop-Scheiße und Casting-Konservenmist dominiert wird. Gorny fordert, dass die Politik endlich handelt. Was er meint scheint klar: Die Zensur auf Filesharingseiten auszuweiten. Das wäre jedoch nicht nur deshalb fatal, weil viele legale Inhalte dort getauscht werden, sondern auch, weil sich Gorny diesen neuen Vertriebsweg für Musik besser selbst zu Nutze machen sollte.
Viele greifen nur aus Bequemlichkeit zu raubkopierten MP3s: Sie sind schon im richtigen Format für den MP3-Player, man braucht sich nicht zu ärgern wenn man eine Kopiergeschützte CD gekauft hat, und so die Tracks nicht in das MP3-Format konvertieren kann und man hat nicht haufenweise Silberlinge herumliegen.
Ich kenn das selbst, bei mir liegen haufenweise Original-CDs, die ich konvertiert habe, und nun nicht mehr anfasse. Warum nicht gleich MP3s kaufen? Das wäre für alle Beteiligten billiger, praktischer und gerechter. So bräuchte man nämlich nur die Tracks bezahlen, die man auch wirklich hören will. Auf jeder CD sind zwei tolle Stücke, die man gerne hört, und 8 Mal Mist. Gut, außer bei Led Zeppelin und Pink Floyd, da sind alle Lieder gut.
Nun jedenfalls melden sich auch noch der Buchhandel und die Verläge, und wettern über Google Books. In dem Zusammenhang ist folgendes Zitat interessant:

„Im Gegensatz zu Frankreich, wo sich Staatspräsident Sarkozy in vorbildlicher Weise für den Schutz des geistigen Eigentums stark macht, lassen uns die Politiker weitgehend allein“, beklagte Skipis in einem Gespräch mit dem auf dem Verbandstag verteilten buchreport.

Ist klar, Sarkozy, dessen besagtes Gesetz wegen wahrscheinlicher Verfassungswidrigkeit von Parlament und Verfassungsrat gekippt wird. Und was hat das überhaupt mit Google zu tun? Wollen die jetzt, dass Google der Internetanschluß gesperrt wird? Oder Google auf die Schwarze Zensursula-Liste setzen? Youtube dann auch, und gleich alles andere, was mit Google zu tun hat? Dann haben wir wahrlich ein Netz voller Stoppschilder.

Danke CDU/CSU. Danke Zensursula. Danke für das Versprechen die Zensur nicht auszuweiten. Denkt nicht, dass ich euch wähle.

…die SPD auch nicht!

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Politisches,Technisches | Schlagwörter: , ,