Impactsuspect » 2009 » Juni
Jun
30
2009
0

Mehr Spass mit Google – Beliebte Suchworte:

Also ich finde es seltsam durch welche Suchbegriffe Leute auf diese Seite finden.

Da ist zum einen „Impactsuspect“, dass ist sogar der am häufigsten gesuchte Begriff, der auf meine Seite führt. Nicht weiter verwunderlich, außer vielleicht wenn man sich fragt, warum jemand nach „Impactsuspect“ sucht. Ist diese Babelfischübersetzung für Schlagsahne wirklich immer noch aktuell? Impactsuspect hat insgesamt 33 Mal auf diese Seite geführt.

Der zweite Sieger ist erstaunlicherweise „Bella“, der vor der Neuordnung meines Blogs Anfang Juni zu diesen Artikeln hier geführt hat.
Bei diesen Artikeln geht es um die „Twilight“ Buchreihe und den gleichnamigen Film, also passt das Suchwort. Was ich mich nur frage ist: Wie viele Suchergebnisse muss man schon durchgegangen sein, um dann meinen bescheidenen Blog zu finden?
Durch den Suchbegriff „Bella“ sind immerhin 6 Leute auf meinen Blog gekommen.

Folgende Begriffe haben beide jeweils (unabhängig voneinander) 4 Mal auf meinen Blog geführt: „Misantroph“ und „nicht“. Okay. Misantroph, da gibt es ja diesen einen Artikel… Aber „nicht“? Ich meine, durch wieviele Suchergebnisse muss man sich gequält haben, um durch „nicht“ bei mir zu landen? Und wer macht sowas? War das vier Mal der gleiche, oder immer ein anderer?
Ich hab mal grad bei Google nachgeschaut, und wenn ich nach „nicht“ suche, dann ist mein Blog nicht unter den ersten 70 Suchergebnissen. Seltsam…

Unter den 5 Suchbegriffen, die 3 Mal auf meinen Blog geführt haben ist wieder sowas unbestimmtes: „beiden“ und „menschen“. Die anderen sind allerdings interessanter: „kalte wesen“ was wieder auf die Twilight-Artikel führen wird, „geburt laif“ was hierhin führt und schließlich „directx normalen werden nur auf halbem bild berech“ wo man wohl am ehesten hier landet.

Unter ferner liefen sind Variationen des Twilightthemas: „Glitzervampire“ und „indianische Legenden kalte Wesen“, seltsame Worte wie „Haarspange“ bei denen ich mich gar nicht erinnern kann sie benutzt zu haben, und das drolligste was bisher auf meine Seite geführt hat ist „pornostudio usa adresse in deutsch“ welches wohl zu diesem Artikel führt.

Schon drollig wonach manche Leute so suchen. Ich mach mir ja oft den Spass mir Worte auszudenken, und die dann zu googeln. Wenn Google schon mein Suchverhalten analysieren will, dann will ich denen auch wenigstens was zum Knobeln geben, und suche dann nach Worten wie „Ratzobrehm“ oder „Fragodyl“. Mal sehen ob die mir dazu Werbung schicken können…

Übrigens, der Sieger der Herzen bei der Suche die zu meinem Blog führt sind etliche Worte, die mit dem geplanten Endlager in Nordfriesland zu tun haben:
„brief an angela merkel kein co2 endlager“
„co2 endlager nordfriesland“
„endlagerung nordfriesland“
„co2 endlager sh“
„rwe co2 lager nordfriesland“
„werner asmus“ co2″
„kein-co2-endlager t-shirt“
„co2-endlager“
„kein-co2-endlager“
„co2 endlager leck“
„co2 wolfgang blumenthal“
Alle davon haben ein Mal zu meinem Blog geführt.

Nachtrag 23:02:
Grad eben ist noch ein Suchbegriff dazu gekommen, der tatsächlich als erstes auf meine Seite führt. Es handelt sich um die Wortkombination „Vampire klöppeln Film lustig“. Wahnsinn, wonach so Leute suchen…

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Linguistisches,Lustiges | Schlagwörter:
Jun
29
2009
3

Tödliche Gaswolken, saures Trinkwasser und nun Erdbeben. Was kommt als nächstes?

Da mag man wirklich seinen Augen nicht trauen. Auf den Seiten des Bundestages findet sich hier eine Meldung, die mit folgenden Worten beginnt:

Die Bundesregierung erwartet keine künstlichen Erdbeben durch die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid.

Wem kommt das noch ein wenig seltsam vor? Ich meine, ich wusste bisher gar nicht, dass die unterirdische Entsorgung von CO2 zu Erdbeben führen kann, aber wenn man weiterliest, dann scheint es tatsächlich so zu sein.

Es sei zwar bekannt, dass durch Fluidinjektionen im Untergrund künstliche Erdbeben auftreten könnten, erklärt die Regierung in ihrer Antwort (16/13333) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (16/12616). Bei der Kohlendioxid-Speicherung in ehemaligen Erdgasfeldern müsse aber sichergestellt werden, dass der kritische Druck zur Rissbildung in den Deckschichten nicht überschritten werde.

Also ist bekannt, das sowas passieren kann, aber die Bundesregierung geht trotzdem davon aus, dass es in Deutschland nicht passiert. Warum? Stellen die ein Schild auf „Erdbeben verboten!“?
Nett zu sehen übrigens, dass die Grünen hier angefragt haben. Obwohl ein großer Teil deren Bundestagsfraktion Zensur für ein wirksames Mittel gegen Kindesmißbrauch zu halten scheint, sind die offenbar doch noch zu was gut. Aber lesen wir weiter.

„Sofern der zulässige Druck richtig bestimmt und im Laufe des Betriebs nicht überschritten wird, sind die tektonischen Risiken durch induzierte Seismizität bei der Kohlendioxid-Speicherung als gering einzustufen“, schreibt die Bundesregierung. Auch Bergschäden in Form von Geländehebungen seien „über den Zentimeterbereich hinaus nicht zu erwarten“.

Solange man alles richtig macht, ist das Risiko also gering. Und Geländehebungen seinen „über den Zentimeterbereich nicht zu erwarten“. Was heißt denn das genau? Nicht mehr als 10 Zentimeter? Nicht mehr als einen Zentimeter? Oder nicht mehr als 99 Zentimeter, weil 99 Zentimeter ja nur wenige Zentimeter sind, und alles was darüber ist schon im „Meterbereich“ liegt? Kann das einer erklären?
Und selbst wenn es nur Geländeerhebungen sind, sie sich um einen Zentimeter herum bewegen, ist das immer noch fatal, wenn da ein Haus drauf steht.

Allerdings sieht die Bundesregierung Risiken bei den Verschlüssen der alten Gasfelder: „Ob und wieweit alte Bohrlochverschlüsse neu verfüllt werden müssen, um dauerhaft auch den korrosiven Eigenschaften des gespeicherten Kohlendioxid-Stroms und seinen Beimengungen widerstehen zu können, ist bislang noch nicht hinreichend geklärt. Hier besteht Forschungsbedarf.“

Wie man es dicht macht, weiß man also noch nicht, na prima. Aber schon einmal eine Pipeline planen, die Milliarden kosten wird. Wenn die Pipeline schon gebaut ist, und die finden heraus, dass sie die Öffnungen nicht dicht bekommen, heißt das dann, dass das Projekt begraben ist? Ich denke eher nicht.
Ich vergaß: Die salzwasserführenden Gesteinsschichten unter Nordfriesland brauchen ja gar nicht abgedichtet zu werden, weil man ja erwartet, dass sie das Gas einfach so speichern. Schon klar.

Aber das schärfste kommt noch:

Zu den bei der Abscheidung von Kohlendioxid entstehenden geringfügigen Beimengungen schreibt die Bundesregierung, es könne sich dabei um Staub, Schwefel- und Stickoxide, Schwefelwasserstoff, Kohlenmonoxid, Wasserdampf, Sauerstoff, Stickstoff sowie um Lösungsmittelreste handeln. Die genaue Zusammensetzung dieses Kohlendioxidstromes, der dann unter die Erde gepumpt werde und auf unbegrenzte Zeit dort bleiben soll, hänge von der jeweiligen Prozessführung ab.

Wenn das in der Größenordnung von hunderttausenden von Tonnen an die Erdoberfläche kommt, dann kann man sich in einer Garage einschließen, in der ein Auto mit laufendem Motor steht. Da ist dann nämlich auch keine schlechtere Luft. Und was solch ein Gemisch für die Reinheit des Trinkwassers bedeuten würde, mag ich mir gar nicht vorstellen.
Schön ist auch die Formulierung „auf unbegrenzte Zeit dort bleiben soll“. „Soll“, was heißt das? Verstößt das CO2 gegen dann geltendes Recht, wenn es sich doch auf den Weg zurück in die Atmosphäre macht? Kann man es dafür belangen? Und dass man die genaue Zusammensetzung nicht weiter festlegt, und sie somit in die Hände der Energiekonzerne legt, ist auch ein Skandal.
In Asse, dem Atommülllager, fanden sich auch Tierkadaver und Giftmüll. Beides gehört da gar nicht hin.
Ich möchte nicht wissen, was man alles durch die „Klimaschutzpipeline“ pressen wird, sollte diese tatsächlich gebaut werden. Tierkadaver wohl eher nicht, aber ich hab schon Pferde kotzen sehen, und zwar vor der Apotheke.

Umweltschutz sieht anders aus!

Written by Heiko C. in: Friesisches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jun
29
2009
2

Das bisschen Freiheit… es gibt dringendere politische Probleme.

Das hört man immer wieder, wenn es um das Programm der Piratenpartei geht. Denen wird vorgeworfen ein recht begrenztes Programm zu haben – was stimmt – , oder nur einen Programmpunkt zu haben – was nicht stimmt.
Die Piratenpartei will sich für den Schutz der Bürgerechte, der informationellen Selbstbestimmung und eben auch für eine Reform des Patentrechtes und Urheberrechtsgesetzes einsetzen. Letzteres ist eben nur ein Punkt, der in den Holz- und Funkmedien aber immer wieder als einziger Programmpunkt angeführt wird.
Ebenso kommt im Programm der Piratenpartei noch die Abschaffung der GEZ in ihrer jetztigen Form vor, die ich zwar begrüßen würde, aber jetzt nicht als soo dringlich ansehen würde.

Was sind die dringenderen Probleme? Oft wird da die Weltwirtschaftskrise angeführt, die uns alle hart getroffen hat, und uns in Zukunft wahrscheinlich noch härter treffen wird. Auch den Umweltschutz könnte man als dringenderes Problem anführen, den werden aber die wenigsten dabei im Kopf haben. Bleiben wir also erst einmal bei der Wirtschaftskrise.

Sicher geht die Piratenpartei nicht so in dem Umfang auf die Wirtschaftskrise ein, aber muss man das von ihr erwarten? Selbst wenn die Piraten bei der Bundestagswahl ein Ergebnis holen, dass mit dem der Piratenpartei in Schweden bei der Europawahl vergleichbar ist, wird sie in Deutschland an der Regierungsbildung beteiligt sein? Wohl eher nicht.
Die öffentlich rechtlichen Medien, die mit Intendanten und Direktoren aus den beiden ehemaligen Volksparteien durchsetzt sind, haben sich zuerst redlich Mühe gegeben die Piratenpartei geflissentlich zu ignorieren, und fangen nun an über sie zu berichten, als sei sie entweder eine reine Spaßpartei wie die APPD oder eine undemokratische Partei, über die man besser gar nicht berichtet, und wenn, dann eben nur abwertend.
Wenn der vorauseilende Gehorsam der Intendanten und Redakteure von ARD und ZDF sich schon so äußert, dann kann man wohl nicht wirklich von einer Regierungskoalition mit den Piraten ausgehen. Warum sich also jetzt schon Gedanken über andere Themen als die Kernthemen machen?

Und ist die Wirtschaftskrise wirklich ein wichtigeres Thema als der erneute Vorstoß des Überwachungsstaates auf deutschem Boden und der Schwund der Bürgerrechte?

Nehmen wir einmal an es gäbe eine Partei, die die Wirtschaft schnell und sicher sanieren könnte. Und nehmen wir ebenso an, dass diese Partei den Abbau des Rechtsstaats weiter vorantreiben wird. Was daraus folgen würde wäre ein Staat in der es der Wirtschaft gut geht, und dem Bürger schlecht.
Mehr noch: Der Bürger könnte nichts dagegen unternehmen, weil der Rechtsstaat ja nun abgeschafft wurde, und es sowieso egal geworden ist, was man wählt, weil alle Parteien gleichgeschaltet, und auf den Fortbestand des Überwachungsstaat eingeschworen wären. Auch Petitionen und Demonstrationen würden da noch weniger helfen als heute.

Ich finde es eine Schande, dass Bürgerrechte kaum mehr ein Thema in den etablierten Parteien sind, es sei denn, es geht um deren Abbau. Die FDP war da schon immer eine Ausnahme, aber die momentane Westerwellepartei gewichtet die Freiheit der Industrie und Finanzwelt leider schwerer als die Freiheit des Bürgers. Und die Freiheit der Industrie und der Finanzwelt hat uns erst in diese Wirtschaftskrise geführt.
Wenn die Piratenpartei, durch ihren Eintritt ins deutsche Parlament im September den Erhalt unserer Bürgerrechte wieder zu einem in der Politik ernst genommenen Thema macht, dann hat sie ihr erstes Ziel schon erreicht. Über eine Ausweitung des Wahlprogramms kann sie dann immernoch nachdenken, wenn in Aussicht steht, dass sich jemand zum Koalieren findet.

Und gegen die Auswirkungen der Wirtsschaftskrise werden auch SPD und Union eher die Industrie retten als uns. Und die Steuererhöhung kommt sowieso, auch mit der CDU.

Ob ich mal mit allen Programmpunkten der zukünftigen Piratenpartei übereinstimme? Ich weiß es nicht, und das ist jetzt auch nicht wichtig. Mit den Kernthemen stimme ich weitestgehend überein, und die werden in der Politik bisher schmählich vernachlässigt. Darum will ich, dass die Piraten im September wieder ins Parlament einziehen, und dieses Mal regulär.

Written by Heiko C. in: Politisches | Schlagwörter: ,
Jun
28
2009
2

Mal so Mal so… Akt… Wer zählt eigentlich noch mit?

Eigendlich hat netzpolitik ja schon alles drüber geschrieben, aber es passt halt so gut in diese Kategorie:

Während die Europäische Kommision am Freitag China wegen Internet-Filtern rügt, forderte schon am Samstag davor Sachsen-Anhalts Justitzministerin (von der SPD) europaweite Web-Sperren. Das beides prinzipiell ein und das selbe ist, sollte mal jemand der Europäischen Kommision erzählen.

Die Chinesen müssen sich ja über uns Europäer scheckig lachen.

In anderen Gebieten sind China und Deutschland auch einer Meinung. Während China Twitter sperrt, hält auch der Pop- und Internet-Star der SPD Dr. Dieter Wiefelspütz Twitter für eine Gefahr für die Bundestagswahl.
Er regt an über ein Verbot von Exit Polls nachzudenken.

Warum denn nicht gleich Twitter sperren, Herr Wiefelspütz? Ihr seid doch schon dabei!

Nachtrag 30.6.2009: Wie heise berichtet, erwägt der Europarat nun die Netzsperren für alle Europäischen Staaten. Angeführte Gründe sind Jugendschutz und dergleichen, also die selben, die China anführt.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Mal so Mal so,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jun
28
2009
2

Der Rechtsfreie Raum der Woche I.

In dieser neuen Kategorie sollen Beiträge von Menschen, Politikern und Journalisten gekührt werden, die sich um den Erhalt der leeren Phrase des „rechtsfreien Raumes Internet“ verdient gemacht haben, oder sich mit eben dieser Phrase, die ich nicht unnötig zu wiederholen vorhabe kritisch auseinandersetzen.
Die Jury besteht aus mir, und der Preis besteht aus einer prominenten Verlinkung in eben diesem Blog.
Sorry, für die Kampfparole der Internetausdrucker gibt es keinen Pokal, keinen Snickers und noch nicht einmal einen feuchten Händedruck.

In dieser Woche stehen drei eher kritische Beiträge, die sich mit dieser Phrase auseinandersetzen gemeinsam auf dem Siegertreppchen:

Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein

Scheibchenweise ins nächste Reich

Deutschland ist kein rechtsfreier Raum

Meine herzliche Gratulation an alle ersten Sieger dieser Woche, da es kritische Beiträge sind, ist das sogar ernst gemeint.


trophy by ~siousu on deviantART

Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter: ,
Jun
27
2009
0

Wie soll man denn die noch wählen?

Tja, unsere Spitzenpolitiker aus SPD und CDU und ihre Einstellung zur Demokratie. Da braucht man zur Abwechslung noch nichteinmal auf deren hanebüchene Netzpolitik eingehen. Wenn ich mal ein paar Zitate bringen darf: (Und für markige Sprüche brauche ich noch nicht einmal den Wiefelspütz aus der Kiste zu holen)

Angela Merkel in einer Rede 2005:

Politik ohne Angst. Politik mit Mut – das ist heute erneut gefragt. Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.

Wolfgang Schäuble auf einem Sicherheitskongress der CDU 2008

Kein Grundrecht ist absolut.

Franz Müntefering 2006

Wir werden als Koalition an dem gemessen, was in Wahlkämpfen gesagt worden ist. Das ist unfair.

Dann noch die von der Leyen und ihre Brachialdialektik… Was sind das für Leute, und was haben die für eine Vorstellung von Demokratie?

Und was die Presse und die Debatten über das „sogenannte“ Zugangserschwerungsgesetz angeht… Es Hofberichterstattung zu nennen ist wirklich nicht weit von der Wahrheit entfernt. Alleine was in der Zeit so immer über das Internet steht. Brauchen die nicht auch Computer um ihre Zeitung zu machen? Was da so fabriziert wird klingt eher als ob die noch per Hand in Bleilettern setzen.
In was für einem Land leben wir eigentlich?

Nachtrag 1.7.2009: Gerade hab ich das hier gefunden. Viel Spass beim Anschauen.

Jun
26
2009
1

„Ich hau ein Loch in unser Internet…

…ich weiß es ist nicht gut. Scheiß drauf, solang es Spass macht!“

Ich wollte es ja erst nicht glauben, aber die Pläne der CDU in Sachen Netzpolitik scheinen darauf abzuzielen uns schlimmer als China zu machen. Der ganze Schwachsinn der letzten Tage ist ein Hinweis darauf, aber was ZDnet da im Wahlprogramm der CDU gefunden hat, setzt dem Fass die Krone auf. Wovon lebt das Internet? Von Verknüpfungen bzw. Links. Keine Verknüpfungen, kein Netz. Ist ja irgendwie logisch. Nun soll es jedoch nach Willen der CDU bald bezahlpflichtig werden Links zu setzen.

Irgendwie erinnert mich die Einstellung, die da in der CDU in Bezug auf neue Medien gepflegt wird, an die meiner seligen Oma. Ich kann mich noch gut erinnern, wie sie damals immer gesagt hat, wenn ein neues technisches Gerät ins Haus kam – z. B. der erste Videorecorder – dass sie irgendwann noch mal einen Vorschlaghammer nimmt, und „das alles“ kurz und klein schlägt.
Bei meiner Oma verzeihlich, weil sie 1918 geboren wurde, und ihr erstes Jahrzehnt noch auf einem Bauernhof ohne elektrisch Licht und Telefon zubrachte. Allerdings hat meine Oma auch nie tatsächlich den Vorschlaghammer in die Hand genommen, und auf den Videorecorder eingeschlagen.

Was die CDU da vorschlägt, kommt in Bezug auf das Internet aber durchaus einer Bedrohung mit einem Vorschlaghammer gleich. Wie verletze ich denn Urheberechte, wenn ich auf z.B. Spiegelonline verlinke? Ich sorge doch im Gegenteil dafür, dass mehr Leute deren Artikel lesen, die Werbebanner sehen und co KG. Da müsste der Spiegel ja doch eigentlich mir Provision zahlen, wenn wir schon so anfangen!
Macht ruhig so weiter CDU, zieht euch und mit euch Deutschland aus dem digitalen Zeitalter wieder zurück. Mir ist es bald egal. Mehr aufregen als in den letzten Tagen kann ich mich über das Thema sowieso nicht mehr. Vielleicht sollte ich nach Australien auswandern, die überlegen ja grade ob sie die Netzsperren nicht wieder einmotten, weil da auch schon mal Youtubevideos und Zahnärzte gesperrt wurden.
Australien… Schön da…

Nachtrag: Nachdem ich das gelesen habe, doch lieber Neuseeland. Nicht dass ich WoW spiele, aber wenn es schon so losgeht…

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jun
26
2009
0

Die Generation dazwischen

Okay, in letzter Zeit ist ja immer die Rede von den „digital Natives“ und den digitalen Einwanderern, die das Internet ausdrucken, und ihre liebe Mühe haben sich mit dem – eigentlich gar nicht mehr so neuen – Medium Computer und dem Internet sinnvoll auseinanderzusetzen. Ich persönlich fühle mich den digitalen Eingeborenen zwar näher, aber schlußendlich gehöre ich wohl zu keiner der Gruppen wirklich. Ich gehöre eher zu der Gruppe Menschen, die mit der digitalen Welt zusammen groß geworden sind.
Als ich etwa 7 Jahre alt war, hat mein Vater, der schon immer Interesse für neue Technologien gezeigt hat, den ersten Computer in unser Haus gebracht. Das war ein SVI 328. Der hatte damals noch 32 KB Ram, wenn das einem was sagt, dass ist halb so viel wie ein C64. Das Ding konnte 16 Farben darstellen, und der gesamte Computer war damals noch in der Tastatur untergebracht.
Wir hatten für den Cartriges mit einigen Spielen drauf, die allesamt heute keinen mehr vor dem Ofen hervorholen würden, aber damals waren die bunt und toll. Es war ein Zaxxon-ähnliches Ballerspiel dabei, und ein Spiel bei dem man in der draufsicht einen von zwei Panzern steuern konnte, mit dem Ziel den anderen abzuballern.
Da machte ich dann auch meine ersten Erfahrungen mit dem Programmieren. In Basic. Eines meiner ersten Programme wird so ausgesehen haben:

10 Print“Hallo!“
20 Input“Wie ist dein Name?“;A$
30 Print“Hallo „;A$;“!“

Beeindruckend, nicht wahr? Aber na ja, ich war ja erst 7. Meine beiden Geschwister und ich programmierten solche kleinen Perlen eine Zeit lang um die Wette, und hin und wieder wurden sogar Programme aus Computermagazinen abgetippt. Das waren meistens Spiele, und allein das Abtippen hat damals einen ganzen Abend gefüllt.
Dann hat man das Spiel ausprobiert, bis es abstürzte, und man hat den nächsten Abend damit verbracht alle Tippfehler auszumerzen. Sowas gibt’s heute nicht mehr. Heute kommen die Spiele fertig auf DVD, und sind sowieso viel zu komplex, als dass sie einer abtippen könnte.

Mein Bruder bekam dann irgendwann einen C64, mein Vater kaufte sich einen Atari ST 1040, und ich einen MSX von der Firma Sony. Jeder von uns hätte damals noch das Siegermodell gekauft haben können, doch mein Bruder gewann natürlich. Der C64 blieb eine Weile. Dann sattelte mein Bruder auf einen Amiga um, und obwohl schon andere auf den PC schworen, hab auch ich mir noch einen Amiga 500 zu meiner Konfirmation gekauft. Ich hab das ehrlich gesagt nicht bereuht. Das war damals einfach ganz lange noch der beste Spielecomputer, obwohl der PC schon im Aufwind war, und es im Prinzip klar war, dass der PC mal alles dominieren würde.
An einem 2/86er hätte ich aber nicht so lange Freude gehabt wie an meinem Amiga. Das war damals einfach auch der beste Spielecomputer, und die Workbench-Benutzeroberfläche würde ich jederzeit gegen Windows 3.1 bevorzugen.

Internet gabs damals noch nicht. Also nicht für uns, meine ich.
Mein erster PC muss ein 3/86er gewesen sein, aber ehrlich gesagt erinnere ich mich nicht so genau. Die alten Computer hatten irgendwie viel mehr Charakter als ein PC. Die kann man alle irgendwie nicht mehr auseinanderhalten, ausserdem machen die auch alle im Prinzip das gleiche, haben die gleiche Benutzeroberfläche – Windows eben – und werden ständig aufgerüstet. insgesamt 5 verschiedene PC’s werde ich seitdem jedoch gehabt haben.
Dem Internet, jedenfalls, habe ich mich ganz lange verweigert. Zwar schien es irgendwie interessant, aber nicht sonderlich nützlich. Damals waren aber auch nur ein paar Unis im Netz, und alles war nur Text. Außerdem hat es noch keine Flatrates gegeben.
Als ich dann aber selbst studiert habe, und eine eigene Emailadresse von der Uni her hatte, hab ich doch schnell gemerkt, wie sinnvoll doch eine Email sein kann. Der einzige andere, den ich kannte, der eine hatte war zwar mein Bruder, aber mit dem habe ich mich dann auch oft via email unterhalten. In mancher Hinsicht war das sogar besser als telefonieren, wenn es zum Beispiel um Lösungen für diverse Computerspiele ging.

In den Jahren danach habe ich oft mal Online-Sessions abgehalten, in denen ich zu einem Thema recherchiert hatte. Meistens war das bei einem Freund, der selbst online war. Danach war ich immer öfter online, und mittlerweile bin auch ich seit Jahren im Netz.

Qualifiziere ich mich mit diesem Werdegang zum digital Native? Ich denke nicht. Aber so richtig zugereist bin ich auch nicht. In meinem Leben haben Computer immer eine große Rolle gespielt, und das Internet ist nur die logische Folge von der Entwicklung, der ich Zeuge wurde.

Obwohl ich heute hin und wieder Probleme habe mich an irgendwelche Neuerungen – zum Beispiel neue Betriebssysteme, die plötzlich nicht mehr Dosbasiert sind – zu gewöhnen, finde ich nicht wirklich was dabei mich mit diesen Neuerungen auseinanderzusetzen. Ich mach zwar nicht jeden Trend sofort mit, aber wenn er bleibt, dann besteht die große Chance, dass ich ihn irgendwann ausprobiere.
Gänzlich ohne Computer zu leben, dass könnte ich mir gar nicht vorstellen.

Ich denke ich bin in der digitalen Welt weder Einwanderer noch Eingeborener. Ich war schon genau „hier“, bevor die digitale Welt sich gebildet hat, und hatte sie dabei die meiste Zeit im Auge.

Ich überleg die ganze Zeit, ob mir ein schlauer Name dafür einfällt, der zu „digitaler Eingeborener“ passt. Was weiß ich „digitaler Kassenwart“ oder so. Mir fällt aber nichts ein, deshalb ist das Schlußwort dieses Artikels leider recht lasch. Dumm gelaufen.

Ich versuchs noch rauszureißen:
Sind wir nicht alle ein bisschen digital?

War nichts, oder?

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Zwischenmenschliches | Schlagwörter:
Jun
25
2009
0

Der Welt beim Atmen zusehen…

Kann man bei Breathingearth.net. Zwar nicht in echt, aber nach neuesten Statistiken zumindest simuliert. Jedes helle Sternchen irgendwo auf der Weltkarte bedeutet, dass gerade jemand geboren wurde, jeder schwarze Punkt, dass gerade ein Mensch gestorben ist. Außerdem werden hier noch die CO2-Emissionen dargestellt.
Ich find’s faszinierend da zuzuschauen.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Technisches | Schlagwörter: ,
Jun
25
2009
4

CO2-Endlager noch nicht vom Tisch. Jetzt rollt die Propagandamaschine an…

Nachdem das CCS-Gesetz erst einmal – d.h. bis nach der Bundestagswahl – vom Tisch ist, atmeten viele Bürger in Nordfriesland und anderswo erst einmal auf. Dass es so einfach jedoch nicht ist, haben schon die Worte von Peter Harry Carstensen „man müsse die Bürger mitnehmen“ und Angela Merkel „wir müssen mehr Bildungsarbeit leisten“, gezeigt.

Nach der Wahl wird das Gesetz wieder auf den Tisch kommen, und dann noch fataler für die Anwohner der betroffenen Gebiete ausfallen, als es bisher sowieso schon geplant war. So ist von „Maßnahmengesetzen“ die Rede, die nur drei „Demonstrationsprojekte“ legetimisieren wollen; eines davon ist natürlich – wie gehabt – die Verklappung unter Nordfriesland von CO2 aus Hürth, komplett mit der größenwahnsinnigen Pipeline durch halb Deutschland.

(more…)

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Friesisches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: ,

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Jun
30
2009
0

Mehr Spass mit Google – Beliebte Suchworte:

Also ich finde es seltsam durch welche Suchbegriffe Leute auf diese Seite finden.

Da ist zum einen „Impactsuspect“, dass ist sogar der am häufigsten gesuchte Begriff, der auf meine Seite führt. Nicht weiter verwunderlich, außer vielleicht wenn man sich fragt, warum jemand nach „Impactsuspect“ sucht. Ist diese Babelfischübersetzung für Schlagsahne wirklich immer noch aktuell? Impactsuspect hat insgesamt 33 Mal auf diese Seite geführt.

Der zweite Sieger ist erstaunlicherweise „Bella“, der vor der Neuordnung meines Blogs Anfang Juni zu diesen Artikeln hier geführt hat.
Bei diesen Artikeln geht es um die „Twilight“ Buchreihe und den gleichnamigen Film, also passt das Suchwort. Was ich mich nur frage ist: Wie viele Suchergebnisse muss man schon durchgegangen sein, um dann meinen bescheidenen Blog zu finden?
Durch den Suchbegriff „Bella“ sind immerhin 6 Leute auf meinen Blog gekommen.

Folgende Begriffe haben beide jeweils (unabhängig voneinander) 4 Mal auf meinen Blog geführt: „Misantroph“ und „nicht“. Okay. Misantroph, da gibt es ja diesen einen Artikel… Aber „nicht“? Ich meine, durch wieviele Suchergebnisse muss man sich gequält haben, um durch „nicht“ bei mir zu landen? Und wer macht sowas? War das vier Mal der gleiche, oder immer ein anderer?
Ich hab mal grad bei Google nachgeschaut, und wenn ich nach „nicht“ suche, dann ist mein Blog nicht unter den ersten 70 Suchergebnissen. Seltsam…

Unter den 5 Suchbegriffen, die 3 Mal auf meinen Blog geführt haben ist wieder sowas unbestimmtes: „beiden“ und „menschen“. Die anderen sind allerdings interessanter: „kalte wesen“ was wieder auf die Twilight-Artikel führen wird, „geburt laif“ was hierhin führt und schließlich „directx normalen werden nur auf halbem bild berech“ wo man wohl am ehesten hier landet.

Unter ferner liefen sind Variationen des Twilightthemas: „Glitzervampire“ und „indianische Legenden kalte Wesen“, seltsame Worte wie „Haarspange“ bei denen ich mich gar nicht erinnern kann sie benutzt zu haben, und das drolligste was bisher auf meine Seite geführt hat ist „pornostudio usa adresse in deutsch“ welches wohl zu diesem Artikel führt.

Schon drollig wonach manche Leute so suchen. Ich mach mir ja oft den Spass mir Worte auszudenken, und die dann zu googeln. Wenn Google schon mein Suchverhalten analysieren will, dann will ich denen auch wenigstens was zum Knobeln geben, und suche dann nach Worten wie „Ratzobrehm“ oder „Fragodyl“. Mal sehen ob die mir dazu Werbung schicken können…

Übrigens, der Sieger der Herzen bei der Suche die zu meinem Blog führt sind etliche Worte, die mit dem geplanten Endlager in Nordfriesland zu tun haben:
„brief an angela merkel kein co2 endlager“
„co2 endlager nordfriesland“
„endlagerung nordfriesland“
„co2 endlager sh“
„rwe co2 lager nordfriesland“
„werner asmus“ co2″
„kein-co2-endlager t-shirt“
„co2-endlager“
„kein-co2-endlager“
„co2 endlager leck“
„co2 wolfgang blumenthal“
Alle davon haben ein Mal zu meinem Blog geführt.

Nachtrag 23:02:
Grad eben ist noch ein Suchbegriff dazu gekommen, der tatsächlich als erstes auf meine Seite führt. Es handelt sich um die Wortkombination „Vampire klöppeln Film lustig“. Wahnsinn, wonach so Leute suchen…

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Linguistisches,Lustiges | Schlagwörter:
Jun
29
2009
3

Tödliche Gaswolken, saures Trinkwasser und nun Erdbeben. Was kommt als nächstes?

Da mag man wirklich seinen Augen nicht trauen. Auf den Seiten des Bundestages findet sich hier eine Meldung, die mit folgenden Worten beginnt:

Die Bundesregierung erwartet keine künstlichen Erdbeben durch die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid.

Wem kommt das noch ein wenig seltsam vor? Ich meine, ich wusste bisher gar nicht, dass die unterirdische Entsorgung von CO2 zu Erdbeben führen kann, aber wenn man weiterliest, dann scheint es tatsächlich so zu sein.

Es sei zwar bekannt, dass durch Fluidinjektionen im Untergrund künstliche Erdbeben auftreten könnten, erklärt die Regierung in ihrer Antwort (16/13333) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (16/12616). Bei der Kohlendioxid-Speicherung in ehemaligen Erdgasfeldern müsse aber sichergestellt werden, dass der kritische Druck zur Rissbildung in den Deckschichten nicht überschritten werde.

Also ist bekannt, das sowas passieren kann, aber die Bundesregierung geht trotzdem davon aus, dass es in Deutschland nicht passiert. Warum? Stellen die ein Schild auf „Erdbeben verboten!“?
Nett zu sehen übrigens, dass die Grünen hier angefragt haben. Obwohl ein großer Teil deren Bundestagsfraktion Zensur für ein wirksames Mittel gegen Kindesmißbrauch zu halten scheint, sind die offenbar doch noch zu was gut. Aber lesen wir weiter.

„Sofern der zulässige Druck richtig bestimmt und im Laufe des Betriebs nicht überschritten wird, sind die tektonischen Risiken durch induzierte Seismizität bei der Kohlendioxid-Speicherung als gering einzustufen“, schreibt die Bundesregierung. Auch Bergschäden in Form von Geländehebungen seien „über den Zentimeterbereich hinaus nicht zu erwarten“.

Solange man alles richtig macht, ist das Risiko also gering. Und Geländehebungen seinen „über den Zentimeterbereich nicht zu erwarten“. Was heißt denn das genau? Nicht mehr als 10 Zentimeter? Nicht mehr als einen Zentimeter? Oder nicht mehr als 99 Zentimeter, weil 99 Zentimeter ja nur wenige Zentimeter sind, und alles was darüber ist schon im „Meterbereich“ liegt? Kann das einer erklären?
Und selbst wenn es nur Geländeerhebungen sind, sie sich um einen Zentimeter herum bewegen, ist das immer noch fatal, wenn da ein Haus drauf steht.

Allerdings sieht die Bundesregierung Risiken bei den Verschlüssen der alten Gasfelder: „Ob und wieweit alte Bohrlochverschlüsse neu verfüllt werden müssen, um dauerhaft auch den korrosiven Eigenschaften des gespeicherten Kohlendioxid-Stroms und seinen Beimengungen widerstehen zu können, ist bislang noch nicht hinreichend geklärt. Hier besteht Forschungsbedarf.“

Wie man es dicht macht, weiß man also noch nicht, na prima. Aber schon einmal eine Pipeline planen, die Milliarden kosten wird. Wenn die Pipeline schon gebaut ist, und die finden heraus, dass sie die Öffnungen nicht dicht bekommen, heißt das dann, dass das Projekt begraben ist? Ich denke eher nicht.
Ich vergaß: Die salzwasserführenden Gesteinsschichten unter Nordfriesland brauchen ja gar nicht abgedichtet zu werden, weil man ja erwartet, dass sie das Gas einfach so speichern. Schon klar.

Aber das schärfste kommt noch:

Zu den bei der Abscheidung von Kohlendioxid entstehenden geringfügigen Beimengungen schreibt die Bundesregierung, es könne sich dabei um Staub, Schwefel- und Stickoxide, Schwefelwasserstoff, Kohlenmonoxid, Wasserdampf, Sauerstoff, Stickstoff sowie um Lösungsmittelreste handeln. Die genaue Zusammensetzung dieses Kohlendioxidstromes, der dann unter die Erde gepumpt werde und auf unbegrenzte Zeit dort bleiben soll, hänge von der jeweiligen Prozessführung ab.

Wenn das in der Größenordnung von hunderttausenden von Tonnen an die Erdoberfläche kommt, dann kann man sich in einer Garage einschließen, in der ein Auto mit laufendem Motor steht. Da ist dann nämlich auch keine schlechtere Luft. Und was solch ein Gemisch für die Reinheit des Trinkwassers bedeuten würde, mag ich mir gar nicht vorstellen.
Schön ist auch die Formulierung „auf unbegrenzte Zeit dort bleiben soll“. „Soll“, was heißt das? Verstößt das CO2 gegen dann geltendes Recht, wenn es sich doch auf den Weg zurück in die Atmosphäre macht? Kann man es dafür belangen? Und dass man die genaue Zusammensetzung nicht weiter festlegt, und sie somit in die Hände der Energiekonzerne legt, ist auch ein Skandal.
In Asse, dem Atommülllager, fanden sich auch Tierkadaver und Giftmüll. Beides gehört da gar nicht hin.
Ich möchte nicht wissen, was man alles durch die „Klimaschutzpipeline“ pressen wird, sollte diese tatsächlich gebaut werden. Tierkadaver wohl eher nicht, aber ich hab schon Pferde kotzen sehen, und zwar vor der Apotheke.

Umweltschutz sieht anders aus!

Written by Heiko C. in: Friesisches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jun
29
2009
2

Das bisschen Freiheit… es gibt dringendere politische Probleme.

Das hört man immer wieder, wenn es um das Programm der Piratenpartei geht. Denen wird vorgeworfen ein recht begrenztes Programm zu haben – was stimmt – , oder nur einen Programmpunkt zu haben – was nicht stimmt.
Die Piratenpartei will sich für den Schutz der Bürgerechte, der informationellen Selbstbestimmung und eben auch für eine Reform des Patentrechtes und Urheberrechtsgesetzes einsetzen. Letzteres ist eben nur ein Punkt, der in den Holz- und Funkmedien aber immer wieder als einziger Programmpunkt angeführt wird.
Ebenso kommt im Programm der Piratenpartei noch die Abschaffung der GEZ in ihrer jetztigen Form vor, die ich zwar begrüßen würde, aber jetzt nicht als soo dringlich ansehen würde.

Was sind die dringenderen Probleme? Oft wird da die Weltwirtschaftskrise angeführt, die uns alle hart getroffen hat, und uns in Zukunft wahrscheinlich noch härter treffen wird. Auch den Umweltschutz könnte man als dringenderes Problem anführen, den werden aber die wenigsten dabei im Kopf haben. Bleiben wir also erst einmal bei der Wirtschaftskrise.

Sicher geht die Piratenpartei nicht so in dem Umfang auf die Wirtschaftskrise ein, aber muss man das von ihr erwarten? Selbst wenn die Piraten bei der Bundestagswahl ein Ergebnis holen, dass mit dem der Piratenpartei in Schweden bei der Europawahl vergleichbar ist, wird sie in Deutschland an der Regierungsbildung beteiligt sein? Wohl eher nicht.
Die öffentlich rechtlichen Medien, die mit Intendanten und Direktoren aus den beiden ehemaligen Volksparteien durchsetzt sind, haben sich zuerst redlich Mühe gegeben die Piratenpartei geflissentlich zu ignorieren, und fangen nun an über sie zu berichten, als sei sie entweder eine reine Spaßpartei wie die APPD oder eine undemokratische Partei, über die man besser gar nicht berichtet, und wenn, dann eben nur abwertend.
Wenn der vorauseilende Gehorsam der Intendanten und Redakteure von ARD und ZDF sich schon so äußert, dann kann man wohl nicht wirklich von einer Regierungskoalition mit den Piraten ausgehen. Warum sich also jetzt schon Gedanken über andere Themen als die Kernthemen machen?

Und ist die Wirtschaftskrise wirklich ein wichtigeres Thema als der erneute Vorstoß des Überwachungsstaates auf deutschem Boden und der Schwund der Bürgerrechte?

Nehmen wir einmal an es gäbe eine Partei, die die Wirtschaft schnell und sicher sanieren könnte. Und nehmen wir ebenso an, dass diese Partei den Abbau des Rechtsstaats weiter vorantreiben wird. Was daraus folgen würde wäre ein Staat in der es der Wirtschaft gut geht, und dem Bürger schlecht.
Mehr noch: Der Bürger könnte nichts dagegen unternehmen, weil der Rechtsstaat ja nun abgeschafft wurde, und es sowieso egal geworden ist, was man wählt, weil alle Parteien gleichgeschaltet, und auf den Fortbestand des Überwachungsstaat eingeschworen wären. Auch Petitionen und Demonstrationen würden da noch weniger helfen als heute.

Ich finde es eine Schande, dass Bürgerrechte kaum mehr ein Thema in den etablierten Parteien sind, es sei denn, es geht um deren Abbau. Die FDP war da schon immer eine Ausnahme, aber die momentane Westerwellepartei gewichtet die Freiheit der Industrie und Finanzwelt leider schwerer als die Freiheit des Bürgers. Und die Freiheit der Industrie und der Finanzwelt hat uns erst in diese Wirtschaftskrise geführt.
Wenn die Piratenpartei, durch ihren Eintritt ins deutsche Parlament im September den Erhalt unserer Bürgerrechte wieder zu einem in der Politik ernst genommenen Thema macht, dann hat sie ihr erstes Ziel schon erreicht. Über eine Ausweitung des Wahlprogramms kann sie dann immernoch nachdenken, wenn in Aussicht steht, dass sich jemand zum Koalieren findet.

Und gegen die Auswirkungen der Wirtsschaftskrise werden auch SPD und Union eher die Industrie retten als uns. Und die Steuererhöhung kommt sowieso, auch mit der CDU.

Ob ich mal mit allen Programmpunkten der zukünftigen Piratenpartei übereinstimme? Ich weiß es nicht, und das ist jetzt auch nicht wichtig. Mit den Kernthemen stimme ich weitestgehend überein, und die werden in der Politik bisher schmählich vernachlässigt. Darum will ich, dass die Piraten im September wieder ins Parlament einziehen, und dieses Mal regulär.

Written by Heiko C. in: Politisches | Schlagwörter: ,
Jun
28
2009
2

Mal so Mal so… Akt… Wer zählt eigentlich noch mit?

Eigendlich hat netzpolitik ja schon alles drüber geschrieben, aber es passt halt so gut in diese Kategorie:

Während die Europäische Kommision am Freitag China wegen Internet-Filtern rügt, forderte schon am Samstag davor Sachsen-Anhalts Justitzministerin (von der SPD) europaweite Web-Sperren. Das beides prinzipiell ein und das selbe ist, sollte mal jemand der Europäischen Kommision erzählen.

Die Chinesen müssen sich ja über uns Europäer scheckig lachen.

In anderen Gebieten sind China und Deutschland auch einer Meinung. Während China Twitter sperrt, hält auch der Pop- und Internet-Star der SPD Dr. Dieter Wiefelspütz Twitter für eine Gefahr für die Bundestagswahl.
Er regt an über ein Verbot von Exit Polls nachzudenken.

Warum denn nicht gleich Twitter sperren, Herr Wiefelspütz? Ihr seid doch schon dabei!

Nachtrag 30.6.2009: Wie heise berichtet, erwägt der Europarat nun die Netzsperren für alle Europäischen Staaten. Angeführte Gründe sind Jugendschutz und dergleichen, also die selben, die China anführt.

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Mal so Mal so,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jun
28
2009
2

Der Rechtsfreie Raum der Woche I.

In dieser neuen Kategorie sollen Beiträge von Menschen, Politikern und Journalisten gekührt werden, die sich um den Erhalt der leeren Phrase des „rechtsfreien Raumes Internet“ verdient gemacht haben, oder sich mit eben dieser Phrase, die ich nicht unnötig zu wiederholen vorhabe kritisch auseinandersetzen.
Die Jury besteht aus mir, und der Preis besteht aus einer prominenten Verlinkung in eben diesem Blog.
Sorry, für die Kampfparole der Internetausdrucker gibt es keinen Pokal, keinen Snickers und noch nicht einmal einen feuchten Händedruck.

In dieser Woche stehen drei eher kritische Beiträge, die sich mit dieser Phrase auseinandersetzen gemeinsam auf dem Siegertreppchen:

Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein

Scheibchenweise ins nächste Reich

Deutschland ist kein rechtsfreier Raum

Meine herzliche Gratulation an alle ersten Sieger dieser Woche, da es kritische Beiträge sind, ist das sogar ernst gemeint.


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Written by Heiko C. in: Rechtsfreier Raum der Woche | Schlagwörter: ,
Jun
27
2009
0

Wie soll man denn die noch wählen?

Tja, unsere Spitzenpolitiker aus SPD und CDU und ihre Einstellung zur Demokratie. Da braucht man zur Abwechslung noch nichteinmal auf deren hanebüchene Netzpolitik eingehen. Wenn ich mal ein paar Zitate bringen darf: (Und für markige Sprüche brauche ich noch nicht einmal den Wiefelspütz aus der Kiste zu holen)

Angela Merkel in einer Rede 2005:

Politik ohne Angst. Politik mit Mut – das ist heute erneut gefragt. Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.

Wolfgang Schäuble auf einem Sicherheitskongress der CDU 2008

Kein Grundrecht ist absolut.

Franz Müntefering 2006

Wir werden als Koalition an dem gemessen, was in Wahlkämpfen gesagt worden ist. Das ist unfair.

Dann noch die von der Leyen und ihre Brachialdialektik… Was sind das für Leute, und was haben die für eine Vorstellung von Demokratie?

Und was die Presse und die Debatten über das „sogenannte“ Zugangserschwerungsgesetz angeht… Es Hofberichterstattung zu nennen ist wirklich nicht weit von der Wahrheit entfernt. Alleine was in der Zeit so immer über das Internet steht. Brauchen die nicht auch Computer um ihre Zeitung zu machen? Was da so fabriziert wird klingt eher als ob die noch per Hand in Bleilettern setzen.
In was für einem Land leben wir eigentlich?

Nachtrag 1.7.2009: Gerade hab ich das hier gefunden. Viel Spass beim Anschauen.

Jun
26
2009
1

„Ich hau ein Loch in unser Internet…

…ich weiß es ist nicht gut. Scheiß drauf, solang es Spass macht!“

Ich wollte es ja erst nicht glauben, aber die Pläne der CDU in Sachen Netzpolitik scheinen darauf abzuzielen uns schlimmer als China zu machen. Der ganze Schwachsinn der letzten Tage ist ein Hinweis darauf, aber was ZDnet da im Wahlprogramm der CDU gefunden hat, setzt dem Fass die Krone auf. Wovon lebt das Internet? Von Verknüpfungen bzw. Links. Keine Verknüpfungen, kein Netz. Ist ja irgendwie logisch. Nun soll es jedoch nach Willen der CDU bald bezahlpflichtig werden Links zu setzen.

Irgendwie erinnert mich die Einstellung, die da in der CDU in Bezug auf neue Medien gepflegt wird, an die meiner seligen Oma. Ich kann mich noch gut erinnern, wie sie damals immer gesagt hat, wenn ein neues technisches Gerät ins Haus kam – z. B. der erste Videorecorder – dass sie irgendwann noch mal einen Vorschlaghammer nimmt, und „das alles“ kurz und klein schlägt.
Bei meiner Oma verzeihlich, weil sie 1918 geboren wurde, und ihr erstes Jahrzehnt noch auf einem Bauernhof ohne elektrisch Licht und Telefon zubrachte. Allerdings hat meine Oma auch nie tatsächlich den Vorschlaghammer in die Hand genommen, und auf den Videorecorder eingeschlagen.

Was die CDU da vorschlägt, kommt in Bezug auf das Internet aber durchaus einer Bedrohung mit einem Vorschlaghammer gleich. Wie verletze ich denn Urheberechte, wenn ich auf z.B. Spiegelonline verlinke? Ich sorge doch im Gegenteil dafür, dass mehr Leute deren Artikel lesen, die Werbebanner sehen und co KG. Da müsste der Spiegel ja doch eigentlich mir Provision zahlen, wenn wir schon so anfangen!
Macht ruhig so weiter CDU, zieht euch und mit euch Deutschland aus dem digitalen Zeitalter wieder zurück. Mir ist es bald egal. Mehr aufregen als in den letzten Tagen kann ich mich über das Thema sowieso nicht mehr. Vielleicht sollte ich nach Australien auswandern, die überlegen ja grade ob sie die Netzsperren nicht wieder einmotten, weil da auch schon mal Youtubevideos und Zahnärzte gesperrt wurden.
Australien… Schön da…

Nachtrag: Nachdem ich das gelesen habe, doch lieber Neuseeland. Nicht dass ich WoW spiele, aber wenn es schon so losgeht…

Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: , ,
Jun
26
2009
0

Die Generation dazwischen

Okay, in letzter Zeit ist ja immer die Rede von den „digital Natives“ und den digitalen Einwanderern, die das Internet ausdrucken, und ihre liebe Mühe haben sich mit dem – eigentlich gar nicht mehr so neuen – Medium Computer und dem Internet sinnvoll auseinanderzusetzen. Ich persönlich fühle mich den digitalen Eingeborenen zwar näher, aber schlußendlich gehöre ich wohl zu keiner der Gruppen wirklich. Ich gehöre eher zu der Gruppe Menschen, die mit der digitalen Welt zusammen groß geworden sind.
Als ich etwa 7 Jahre alt war, hat mein Vater, der schon immer Interesse für neue Technologien gezeigt hat, den ersten Computer in unser Haus gebracht. Das war ein SVI 328. Der hatte damals noch 32 KB Ram, wenn das einem was sagt, dass ist halb so viel wie ein C64. Das Ding konnte 16 Farben darstellen, und der gesamte Computer war damals noch in der Tastatur untergebracht.
Wir hatten für den Cartriges mit einigen Spielen drauf, die allesamt heute keinen mehr vor dem Ofen hervorholen würden, aber damals waren die bunt und toll. Es war ein Zaxxon-ähnliches Ballerspiel dabei, und ein Spiel bei dem man in der draufsicht einen von zwei Panzern steuern konnte, mit dem Ziel den anderen abzuballern.
Da machte ich dann auch meine ersten Erfahrungen mit dem Programmieren. In Basic. Eines meiner ersten Programme wird so ausgesehen haben:

10 Print“Hallo!“
20 Input“Wie ist dein Name?“;A$
30 Print“Hallo „;A$;“!“

Beeindruckend, nicht wahr? Aber na ja, ich war ja erst 7. Meine beiden Geschwister und ich programmierten solche kleinen Perlen eine Zeit lang um die Wette, und hin und wieder wurden sogar Programme aus Computermagazinen abgetippt. Das waren meistens Spiele, und allein das Abtippen hat damals einen ganzen Abend gefüllt.
Dann hat man das Spiel ausprobiert, bis es abstürzte, und man hat den nächsten Abend damit verbracht alle Tippfehler auszumerzen. Sowas gibt’s heute nicht mehr. Heute kommen die Spiele fertig auf DVD, und sind sowieso viel zu komplex, als dass sie einer abtippen könnte.

Mein Bruder bekam dann irgendwann einen C64, mein Vater kaufte sich einen Atari ST 1040, und ich einen MSX von der Firma Sony. Jeder von uns hätte damals noch das Siegermodell gekauft haben können, doch mein Bruder gewann natürlich. Der C64 blieb eine Weile. Dann sattelte mein Bruder auf einen Amiga um, und obwohl schon andere auf den PC schworen, hab auch ich mir noch einen Amiga 500 zu meiner Konfirmation gekauft. Ich hab das ehrlich gesagt nicht bereuht. Das war damals einfach ganz lange noch der beste Spielecomputer, obwohl der PC schon im Aufwind war, und es im Prinzip klar war, dass der PC mal alles dominieren würde.
An einem 2/86er hätte ich aber nicht so lange Freude gehabt wie an meinem Amiga. Das war damals einfach auch der beste Spielecomputer, und die Workbench-Benutzeroberfläche würde ich jederzeit gegen Windows 3.1 bevorzugen.

Internet gabs damals noch nicht. Also nicht für uns, meine ich.
Mein erster PC muss ein 3/86er gewesen sein, aber ehrlich gesagt erinnere ich mich nicht so genau. Die alten Computer hatten irgendwie viel mehr Charakter als ein PC. Die kann man alle irgendwie nicht mehr auseinanderhalten, ausserdem machen die auch alle im Prinzip das gleiche, haben die gleiche Benutzeroberfläche – Windows eben – und werden ständig aufgerüstet. insgesamt 5 verschiedene PC’s werde ich seitdem jedoch gehabt haben.
Dem Internet, jedenfalls, habe ich mich ganz lange verweigert. Zwar schien es irgendwie interessant, aber nicht sonderlich nützlich. Damals waren aber auch nur ein paar Unis im Netz, und alles war nur Text. Außerdem hat es noch keine Flatrates gegeben.
Als ich dann aber selbst studiert habe, und eine eigene Emailadresse von der Uni her hatte, hab ich doch schnell gemerkt, wie sinnvoll doch eine Email sein kann. Der einzige andere, den ich kannte, der eine hatte war zwar mein Bruder, aber mit dem habe ich mich dann auch oft via email unterhalten. In mancher Hinsicht war das sogar besser als telefonieren, wenn es zum Beispiel um Lösungen für diverse Computerspiele ging.

In den Jahren danach habe ich oft mal Online-Sessions abgehalten, in denen ich zu einem Thema recherchiert hatte. Meistens war das bei einem Freund, der selbst online war. Danach war ich immer öfter online, und mittlerweile bin auch ich seit Jahren im Netz.

Qualifiziere ich mich mit diesem Werdegang zum digital Native? Ich denke nicht. Aber so richtig zugereist bin ich auch nicht. In meinem Leben haben Computer immer eine große Rolle gespielt, und das Internet ist nur die logische Folge von der Entwicklung, der ich Zeuge wurde.

Obwohl ich heute hin und wieder Probleme habe mich an irgendwelche Neuerungen – zum Beispiel neue Betriebssysteme, die plötzlich nicht mehr Dosbasiert sind – zu gewöhnen, finde ich nicht wirklich was dabei mich mit diesen Neuerungen auseinanderzusetzen. Ich mach zwar nicht jeden Trend sofort mit, aber wenn er bleibt, dann besteht die große Chance, dass ich ihn irgendwann ausprobiere.
Gänzlich ohne Computer zu leben, dass könnte ich mir gar nicht vorstellen.

Ich denke ich bin in der digitalen Welt weder Einwanderer noch Eingeborener. Ich war schon genau „hier“, bevor die digitale Welt sich gebildet hat, und hatte sie dabei die meiste Zeit im Auge.

Ich überleg die ganze Zeit, ob mir ein schlauer Name dafür einfällt, der zu „digitaler Eingeborener“ passt. Was weiß ich „digitaler Kassenwart“ oder so. Mir fällt aber nichts ein, deshalb ist das Schlußwort dieses Artikels leider recht lasch. Dumm gelaufen.

Ich versuchs noch rauszureißen:
Sind wir nicht alle ein bisschen digital?

War nichts, oder?

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Zwischenmenschliches | Schlagwörter:
Jun
25
2009
0

Der Welt beim Atmen zusehen…

Kann man bei Breathingearth.net. Zwar nicht in echt, aber nach neuesten Statistiken zumindest simuliert. Jedes helle Sternchen irgendwo auf der Weltkarte bedeutet, dass gerade jemand geboren wurde, jeder schwarze Punkt, dass gerade ein Mensch gestorben ist. Außerdem werden hier noch die CO2-Emissionen dargestellt.
Ich find’s faszinierend da zuzuschauen.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Technisches | Schlagwörter: ,
Jun
25
2009
4

CO2-Endlager noch nicht vom Tisch. Jetzt rollt die Propagandamaschine an…

Nachdem das CCS-Gesetz erst einmal – d.h. bis nach der Bundestagswahl – vom Tisch ist, atmeten viele Bürger in Nordfriesland und anderswo erst einmal auf. Dass es so einfach jedoch nicht ist, haben schon die Worte von Peter Harry Carstensen „man müsse die Bürger mitnehmen“ und Angela Merkel „wir müssen mehr Bildungsarbeit leisten“, gezeigt.

Nach der Wahl wird das Gesetz wieder auf den Tisch kommen, und dann noch fataler für die Anwohner der betroffenen Gebiete ausfallen, als es bisher sowieso schon geplant war. So ist von „Maßnahmengesetzen“ die Rede, die nur drei „Demonstrationsprojekte“ legetimisieren wollen; eines davon ist natürlich – wie gehabt – die Verklappung unter Nordfriesland von CO2 aus Hürth, komplett mit der größenwahnsinnigen Pipeline durch halb Deutschland.

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Written by Heiko C. in: Beklopptes,Dreistigkeiten,Friesisches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: ,