Impactsuspect » 2009 » Mai » 22
Mai
22
2009
0

Gott schuf das Land, der Friese die Küste. Wird sie nun vergiftet?

Ich hab gestern davon gehört, und finde das eine bodenlose Frechheit. Von Energiekonzernen erwartet man ja, dass sie ihren Mist einfach in die Landschaft pumpen wollen, aber dass die Bundes- und Landesregierung da mitmacht, ist ein starkes Stück. Immerhin sollte spätestens seit den 80ern der Umweltschutz in die Politik Einzug gehalten haben, selbst beim kompetenzbefreit wirkenden Verein, der unsere momentane Kanzlerin stellt. War sie nicht selbst mal Umweltministerin?
Aber ich schimpfe schon wieder wie ein Droschkenkutscher, ohne dass ihr Leser wisst, worum es eigentlich geht.
RWE will dieses Jahr noch Probebohungen bei mir um die Ecke in Nordfriesland machen, und dann im nächsten Jahr schon damit beginnen, den Dreck der aus Kohlekraftwerken kommt in unserer Gegend zu entsorgen. Einfach unterirdisch in die Landschaft pumpen, und das ganze nennt sich dann Endlager, wie es aussieht. Die ganze Technik, die dahinter steckt ist nicht nur umstritten, sie ist sogar noch nicht einmal erfunden, wie es scheint. Also erst mal das Gebiet „besetzen“, dass man auf Jahrhunderte verseuchen will, und dann schauen, wie genau man den Mist in die Marsch pumpt, was? Und die Politiker machen da mit? Obwohl keiner hier dieses Endlager haben will?
Was wird das? Ein neues Gorleben, oder was? Ein neues Asse? Bei uns vor der Haustüre?

Am tollsten find ich das noch:

Zitat jungewelt:
Vor allem zwei Gefahren gehen von den Pipelines und den Lagerstätten aus: Das Gas könnte doch noch in die Atmosphäre gelangt und dort das Klima verändert. Und es kann in höheren Konzentrationen Mensch und Tier ersticken. So etwas passiert allerdings nur, wenn die Quelle in einer Senke liegt und Windstille herrscht. Dann kann dort CO2, das schwerer als Luft ist, den lebenswichtigen Sauerstoff verdrängen.

Derlei Unfälle sind bereits bekannt. In Mönchengladbach hat sich 2008 ein entsprechender Unfall ereignet, bei dem es zum Glück keine Toten gab. In einer Fabrik waren größere Mengen Kohlendioxid aus einer Löschanlage ausgetreten. In der Nachbarschaft wurden daraufhin mehrere Anwohner ohnmächtig. Ein Rettungssanitäter mußte auf der Intensivstation behandelt werden. Weniger glimpflich kamen über tausend Menschen in Kamerun davon, als dort 1986 ein Vulkansee nach einem kleinen Erdbeben größere Mengen des Gases freisetzte.

Na super! Will man diese Gefahr einfach in Kauf nehmen? Ganz Nordfriesland ist eine einzige große Senke! Ist klar, dass man sich Nordfriesland aussucht: Immerhin wohnt hier kaum jemand. An den Rest Deutschlands kann RWE dann immer noch weiter schmutzige Kohle-Energie verkaufen, wenn wir alle von den Kölner Braunkohle Abgasen erstickt sind. Dass sie hier dann hier vielleicht eine in der Welt einmalige, weil selbstgemachte Kulturlandschaft und vermutlich auch noch den Nationalpark Wattenmeer verpesten, ist da wohl zweitrangig.

Sollen die ihren CO2 Scheiß doch in Köln lassen! Die können ihr CO2 doch einfach in die Kölner Kanalisation leiten. Ist doch schwerer als Luft, ist doch alles ganz sicher dann! Ähnlich wird ja auch von RWE für den Standort Nordfriesland argumentiert.

Nachtrag: Ein weiterer Link. Nicht nur der SSW hat nun protestiert, auch die Niebüller SPD. In Dänemark ist ein ähnliches Projekt aufgrund von großen Protesten nicht verwirklicht worden. Ich hoffe bei uns kommen sie auch noch zur Vernunft!

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Friesisches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: ,

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Mai
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Gott schuf das Land, der Friese die Küste. Wird sie nun vergiftet?

Ich hab gestern davon gehört, und finde das eine bodenlose Frechheit. Von Energiekonzernen erwartet man ja, dass sie ihren Mist einfach in die Landschaft pumpen wollen, aber dass die Bundes- und Landesregierung da mitmacht, ist ein starkes Stück. Immerhin sollte spätestens seit den 80ern der Umweltschutz in die Politik Einzug gehalten haben, selbst beim kompetenzbefreit wirkenden Verein, der unsere momentane Kanzlerin stellt. War sie nicht selbst mal Umweltministerin?
Aber ich schimpfe schon wieder wie ein Droschkenkutscher, ohne dass ihr Leser wisst, worum es eigentlich geht.
RWE will dieses Jahr noch Probebohungen bei mir um die Ecke in Nordfriesland machen, und dann im nächsten Jahr schon damit beginnen, den Dreck der aus Kohlekraftwerken kommt in unserer Gegend zu entsorgen. Einfach unterirdisch in die Landschaft pumpen, und das ganze nennt sich dann Endlager, wie es aussieht. Die ganze Technik, die dahinter steckt ist nicht nur umstritten, sie ist sogar noch nicht einmal erfunden, wie es scheint. Also erst mal das Gebiet „besetzen“, dass man auf Jahrhunderte verseuchen will, und dann schauen, wie genau man den Mist in die Marsch pumpt, was? Und die Politiker machen da mit? Obwohl keiner hier dieses Endlager haben will?
Was wird das? Ein neues Gorleben, oder was? Ein neues Asse? Bei uns vor der Haustüre?

Am tollsten find ich das noch:

Zitat jungewelt:
Vor allem zwei Gefahren gehen von den Pipelines und den Lagerstätten aus: Das Gas könnte doch noch in die Atmosphäre gelangt und dort das Klima verändert. Und es kann in höheren Konzentrationen Mensch und Tier ersticken. So etwas passiert allerdings nur, wenn die Quelle in einer Senke liegt und Windstille herrscht. Dann kann dort CO2, das schwerer als Luft ist, den lebenswichtigen Sauerstoff verdrängen.

Derlei Unfälle sind bereits bekannt. In Mönchengladbach hat sich 2008 ein entsprechender Unfall ereignet, bei dem es zum Glück keine Toten gab. In einer Fabrik waren größere Mengen Kohlendioxid aus einer Löschanlage ausgetreten. In der Nachbarschaft wurden daraufhin mehrere Anwohner ohnmächtig. Ein Rettungssanitäter mußte auf der Intensivstation behandelt werden. Weniger glimpflich kamen über tausend Menschen in Kamerun davon, als dort 1986 ein Vulkansee nach einem kleinen Erdbeben größere Mengen des Gases freisetzte.

Na super! Will man diese Gefahr einfach in Kauf nehmen? Ganz Nordfriesland ist eine einzige große Senke! Ist klar, dass man sich Nordfriesland aussucht: Immerhin wohnt hier kaum jemand. An den Rest Deutschlands kann RWE dann immer noch weiter schmutzige Kohle-Energie verkaufen, wenn wir alle von den Kölner Braunkohle Abgasen erstickt sind. Dass sie hier dann hier vielleicht eine in der Welt einmalige, weil selbstgemachte Kulturlandschaft und vermutlich auch noch den Nationalpark Wattenmeer verpesten, ist da wohl zweitrangig.

Sollen die ihren CO2 Scheiß doch in Köln lassen! Die können ihr CO2 doch einfach in die Kölner Kanalisation leiten. Ist doch schwerer als Luft, ist doch alles ganz sicher dann! Ähnlich wird ja auch von RWE für den Standort Nordfriesland argumentiert.

Nachtrag: Ein weiterer Link. Nicht nur der SSW hat nun protestiert, auch die Niebüller SPD. In Dänemark ist ein ähnliches Projekt aufgrund von großen Protesten nicht verwirklicht worden. Ich hoffe bei uns kommen sie auch noch zur Vernunft!

Written by Heiko C. in: Dreistigkeiten,Friesisches,Gruseliges,Politisches | Schlagwörter: ,