Impactsuspect » Individuelle Betrachtungen
Mrz
20
2009

Individuelle Betrachtungen

Okay, ich war gestern wieder in Schleswig im Ela, und da sind mir wieder mal so einige Sachen aufgefallen. Warum sich neue Subkulturen bilden, ist nicht weiter verwunderlich: Irgendwann wird jede Subkultur alt und deren Mitglieder auch. Jugendliche sind aber gerne originell und neu, und schon wird ein neuer „Club“ gegründet.
Dass sich diese neue Subkultur durch eine spezielle Art der „individuellen Kleidung“ abzugrenzen versucht ist auch klar. Warum allerdings, sieht diese Individualität nur aus, dass alle zum verwechseln ähnlich gekleidet sind? Es ist ja sogar noch schlimmer: Oft kann man Angehörige verschiedener Subkulturen nicht mehr auseinander halten.
Emos und Grufties zum Beispiel. Wo ist da der große Unterschied? Beide tragen vornehmlich schwarz, mögen geschminkt sein oder nicht, finden alles tote cool, und hören seltsame Musik. Auch frisurentechnisch gibts da Überschneidungen, wenn man mal von solchen absieht, die sich riesige Plastik-Fraggle-Frisuren aufsetzen.
Also warum sind das verschiedene Subkulturen, und warum können die einen die anderen nicht leiden? Vielleicht gerade weil sie sich so ähnlich sind.

Warum können Hip Hopper die Emos nicht leiden? Müssten die nicht eigentlich froh sein, dass sie dank der Emos jetzt nicht mehr die meistgehasste Subkultur sind? Aber vielleicht ist das grad der Punkt: Die heutigen Hip Hopper geben sich solche Mühe böse, ordinär und abstoßend zu sein, dass es ihnen wohl sauer aufstößt wenn die niedlichen kleinen hochtoupierten Monchichis plötzlich mehr gehasst werden.
Tja, das Leben ist halt manchmal ein wenig unfair.

Meine Prognose: In zwanzig Jahren laufen die ersten Jugendkulturen herum deren zwingendes optisches Merkmal eine gepuderte Rokoko-Perrücke sein wird. Ich freu mich schon drauf.

Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches,Zwischenmenschliches | Schlagwörter: , ,

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Dass sich diese neue Subkultur durch eine spezielle Art der „individuellen Kleidung“ abzugrenzen versucht ist auch klar. Warum allerdings, sieht diese Individualität nur aus, dass alle zum verwechseln ähnlich gekleidet sind? Es ist ja sogar noch schlimmer: Oft kann man Angehörige verschiedener Subkulturen nicht mehr auseinander halten.
Emos und Grufties zum Beispiel. Wo ist da der große Unterschied? Beide tragen vornehmlich schwarz, mögen geschminkt sein oder nicht, finden alles tote cool, und hören seltsame Musik. Auch frisurentechnisch gibts da Überschneidungen, wenn man mal von solchen absieht, die sich riesige Plastik-Fraggle-Frisuren aufsetzen.
Also warum sind das verschiedene Subkulturen, und warum können die einen die anderen nicht leiden? Vielleicht gerade weil sie sich so ähnlich sind.

Warum können Hip Hopper die Emos nicht leiden? Müssten die nicht eigentlich froh sein, dass sie dank der Emos jetzt nicht mehr die meistgehasste Subkultur sind? Aber vielleicht ist das grad der Punkt: Die heutigen Hip Hopper geben sich solche Mühe böse, ordinär und abstoßend zu sein, dass es ihnen wohl sauer aufstößt wenn die niedlichen kleinen hochtoupierten Monchichis plötzlich mehr gehasst werden.
Tja, das Leben ist halt manchmal ein wenig unfair.

Meine Prognose: In zwanzig Jahren laufen die ersten Jugendkulturen herum deren zwingendes optisches Merkmal eine gepuderte Rokoko-Perrücke sein wird. Ich freu mich schon drauf.

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