Impactsuspect » Invertebraten
Sep
11
2008

Invertebraten

Ich lese gerade wieder „Das galaktische Imperium“ von Isaac Asimov, und bin dabei auf Seite 207 über ein mir unbekanntes Wort gestolpert: Invertebraten.

Im Zusammenhang liest es sich so:
Einer der Protagonisten erzählt wie seine Welt terraformiert wurde, und warum es noch keine Wälder auf ihr gibt.

„Keine Urwälder. Wir sind immer noch eine im Wachstum begriffene Welt. Baleys Welt wird noch geformt. […] Dann haben wir im Meer Fische und Invertebraten aller Art ausgesetzt und uns dabei größte Mühe gegeben, ihnen eine Ökologie anzubieten, die sich selbst am Leben erhalten kann“

Ich hab meinen Vater gefragt, der wusste es nicht. „Nie gehört!“, meinte er. Auch meine Schwester, die immerhin ausgebildete Diplom-Ökotrophologin ist, war ratlos. „Vielleicht eine Art Braten in den Zuckersirup zugesetzt ist.“, mutmaßte sie.

„Was gibt es heute zum Essen?“
„Invertebraten!“

Klingt einigermaßen schlüssig, warum sollte man allerdings Braten mit Zuckersirup ins Meer werfen um eine Welt zu terraformieren? Vielleicht damit die Fische, die man gleichzeitig ausgesetzt hat – siehe oben – etwas zu essen haben?
Aber nein, dass würde ja der Maxime widersprechen eine Ökologie zu erschaffen, die sich – siehe ebenfalls oben – selbst am Leben erhalten kann. Vielleicht ein komplizierter Tipfehler, und es hätte eigentlich „Insektenarten“ heißen sollen?

Aber nein. Ein Durchlauf der allwissenden Internetsuchmaschine brachte mir schließlich Aufklärung. „Invertebraten“ ist offenbar ein wissenschaftlicher Terminus für wirbellose Tiere. Vermutlich besteht das Wort also auch nicht aus den Komposita Inverte- und -braten, sondern betont sich einfach auf der zweitletzten Silbe. „Invertebraten“ hieße es dann.

Irgendwie erinnert mich das an den Biologieunterricht, und den „Urin-sekt“, der in Wirklichkeit das „Ur-insekt“, oder an den Englischuntericht, wo das „Brather-ing“ in Wirklichkeit der „Brat-hering“ war.

Ich bestell mir trotzdem das nächste Mal, wenn ich essen gehe einen Invertebraten. Mal sehen, was der Kellner dann bringt…

Written by Heiko C. in: Bücher,Linguistisches | Schlagwörter: ,

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Im Zusammenhang liest es sich so:
Einer der Protagonisten erzählt wie seine Welt terraformiert wurde, und warum es noch keine Wälder auf ihr gibt.

„Keine Urwälder. Wir sind immer noch eine im Wachstum begriffene Welt. Baleys Welt wird noch geformt. […] Dann haben wir im Meer Fische und Invertebraten aller Art ausgesetzt und uns dabei größte Mühe gegeben, ihnen eine Ökologie anzubieten, die sich selbst am Leben erhalten kann“

Ich hab meinen Vater gefragt, der wusste es nicht. „Nie gehört!“, meinte er. Auch meine Schwester, die immerhin ausgebildete Diplom-Ökotrophologin ist, war ratlos. „Vielleicht eine Art Braten in den Zuckersirup zugesetzt ist.“, mutmaßte sie.

„Was gibt es heute zum Essen?“
„Invertebraten!“

Klingt einigermaßen schlüssig, warum sollte man allerdings Braten mit Zuckersirup ins Meer werfen um eine Welt zu terraformieren? Vielleicht damit die Fische, die man gleichzeitig ausgesetzt hat – siehe oben – etwas zu essen haben?
Aber nein, dass würde ja der Maxime widersprechen eine Ökologie zu erschaffen, die sich – siehe ebenfalls oben – selbst am Leben erhalten kann. Vielleicht ein komplizierter Tipfehler, und es hätte eigentlich „Insektenarten“ heißen sollen?

Aber nein. Ein Durchlauf der allwissenden Internetsuchmaschine brachte mir schließlich Aufklärung. „Invertebraten“ ist offenbar ein wissenschaftlicher Terminus für wirbellose Tiere. Vermutlich besteht das Wort also auch nicht aus den Komposita Inverte- und -braten, sondern betont sich einfach auf der zweitletzten Silbe. „Invertebraten“ hieße es dann.

Irgendwie erinnert mich das an den Biologieunterricht, und den „Urin-sekt“, der in Wirklichkeit das „Ur-insekt“, oder an den Englischuntericht, wo das „Brather-ing“ in Wirklichkeit der „Brat-hering“ war.

Ich bestell mir trotzdem das nächste Mal, wenn ich essen gehe einen Invertebraten. Mal sehen, was der Kellner dann bringt…

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